Tagesdosis 22.8.2018 – Täuschung und Gefangenschaft der Menschen

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Einst waren wir Jäger und Sammler. Haben der Natur getrotzt und ihr genommen, was sie uns anbot. Wir lebten fast wie die Tiere, in den Tag hinein und dachten nicht darüber nach, was die Zukunft uns bieten könnte. Wir lebten an einem Fluss, aßen Früchte, Fleisch, Kräuter und Gemüse. Hatten einen großen Fundus an Heilkräutern und lernten von- und miteinander.

Schulen gab es nicht. Traditionen und Rituale waren die Schulen. Dann, irgendwann später, wurde uns unsere Sterblichkeit bewusst und wir dachten intensiver über die Zeit und unser Leben nach. Das Zeitbewusstsein prägte sich aus. Und dann geschah es. Wir ängstigten uns, weil wir anfingen in Begriffen wie Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit zu assoziieren. Wir wollten die Drei irgendwie kontrollieren und festhalten. In dieser Zeit muss es gewesen sein, dass einer daherkam, und dachte: Mit dieser Kontrolle werde ich etwas anfangen. Ich werde sie nutzen, um mich über sie zu stellen. Sie werden mir folgen. Die Menschen werden nun meine Ressource, die ich über ihre Ängste kontrollieren kann. Ich werde genau das mit ihnen machen, was wir bisher mit den Tieren taten. Ich werde sie mir halten, und ich werde ihnen nicht nur Angst machen, damit sie etwas tun, so wie ein Tier, das ich abrichte. Ich werde ihnen über ihr zukünftiges Leben Angst einflößen. Der Mensch wird alles tun, wenn ich ihm seine Zukunft, sein zukünftiges Leben bedrohe. So oder so ähnlich begann die Sklaverei.

Der Unterschied ist, dass man Tieren Schmerzen zufügen kann, aber sie verspüren nicht den Verlust von Freiheit oder die Bedeutung von Gefangenschaft oder das Androhen von Folter. Sie empfinden nicht die Zeit, die wir empfinden, Gegenwart vielleicht, Zukunft und Vergangenheit eher nicht. Man kann auf ein Tier keine Waffe richten und es zwingen, etwas zu tun. Denn ein Tier weiß nicht, dass die Waffe es töten kann. Der Mensch aber weiß darum und folglich kann man ihn zwingen, sich gegen seinen Tod mit seinem Leben einzusetzen. Tiere wissen nicht, dass ein Messer sie töten kann.

Wenn ich mit einer Fackel auf ein Maisfeld zurenne, dann weiß das Maisfeld nicht, dass ich es anzünden kann. Ich kann ihm also nicht drohen, mehr zu wachsen. Der Mensch aber, er wird alles tun, wenn ich unter Gewaltandrohung etwas von ihm begehre. Man kann einem Menschen all seine Habe wegnehmen, er wird seine Freiheit aufgeben, wenn man ihn deswegen bedroht. Diese Form der Haltung, also der Menschhaltung, wurde damals wohl begonnen und ist bis in unsere Tage hinein die ertragreichste Form des Speziesismus. Und dieser Zaun, der um uns Menschen zur Haltung aufgebaut wurde, nennt sich Zivilisation. Sie ist unser Käfig, unser geistiges Gefängnis. Angst steuert uns bis heute. Angst ist damit finanzstärkste Wirtschaftszweig und paart man ihn mit Zerstörung, dann gibt es nichts, was ihm gleichkommt. Die gesamte Menschheit folgt heute diesem Prinzip und ist daher nichts anderes als eine Viehhaltung unter besonderen Bewusstseinsbedingungen.

Nichts ist nun weiter von der Realität entfernt, als dass man glauben könnte, die Obrigkeit meine es gut mit ihren Menschen. Sie meint es ausschließlich gut mit sich selbst. Nicht ohne Grund haben die Unterdrückten irgendwann damit angefangen, die Menschengruppen in Klassen einzuteilen. Landwirte bieten ja auch Schutz und Nahrung für ihre Tiere an, helfen ihnen wenn sie krank werden und schicken einen Veterinär, wenn es sein muss. Das tun sie aber nur aus einem einzigen Grund. Damit sie ihre Tiere bestmöglichst ausbeuten können. Ist das Maß der Fürsorge überschritten, wird das Tier verkauft, an den Schlachthof. Die ganze Geschichte des Ackerbaus und der Viehzucht ist eine Geschichte perfektionierter Ausbeutung an Tieren und Pflanzen.

Wenn man erst einmal in Gedanken so weit geht, um das zu verstehen, werden einem die ganzen Schichten dieser menschlichen Gefangenschaft klar. Um uns einzubläuen und uns davon fernzuhalten, dass bewusst zu erfassen, was ich hier schreibe, haben die Herrschenden mit den Jahrhunderten eine enorme Vielzahl an Angeboten geschaffen, uns diese Gefangenschaft nicht spüren zu lassen. Daraus wurde bis heute der Konsum.

Sie fälschten die Geschichte, vor allem alles, was mit dem Altertum und davor zusammen fällt. Aus vielen Göttern machten sie den Einen. Sie schlugen einen Halbnackten an ein Kreuz und sagten uns, dass wir fortan selbst die Schuldigen seien, und Leiden im Diesseits völlig normal sei, ja der Urzustand allen Empfindens ist. Im Jenseits käme das wahre Leben, wenn wir brav und artig tun, was man uns aufträgt. Dann erschien der Handel auf dem Globus. Und dieser schuf größere Geldmengen, Güter und Wohlstand. Unser Auslauf unsere Bewegungsfreiheit wurde plötzlich vergrößert. Das ließen die Herrschenden nicht ohne Berechnung zu. Denn sie wussten, geben wir ihnen mehr Freiheit und mehr Auslauf, dann werden sie uns mehr von Nutzen sein. Sie werden sorgsamer Arbeiten, auch wenn wir ihnen drohen, noch mehr zu arbeiten. Dann fiel einem Herrscher ein, dass er nun, weil die Gefangenen immer mehr Geld selbst verdienten, einen Zehntel von allem erwirtschafteten Geld einstreichen werde. Das nicht zu tun, sei fortan mit dem Tode zu bestrafen, denn man wäre sodann ein Gottloser und würde sich am Lehensherren bereichern. Aus dem Ablass der Bischöfe wurde die Steuer der Fürsten, Könige und der Kaiser. Dem Menschenvieh wurde erklärt, man beschütze es fortan und baue große Gebäude, voller Herrlichkeit und Pracht, um Gott zu huldigen, dessen Abgesandter auf Erden man ja sei. Ein Sklave, so schrieb es ihr Philosophenkönig Aristoteles, sei ein beseeltes Werkzeug.

Es geht nur um die Steigerung des Profits. Das ist der eigentliche Grund dafür, dass es uns überhaupt in so großer Zahl gibt. Ab Werk, also ab Geburt gehören wir ihnen. Unser Dasein ist ihre Ertragsgarantie. Die Natur dieses Gefängnisses ist Menschenhandel, und zwar in allen Richtungen. Alle Menschen, die, um Geld zu verdienen, arbeiten, also einen Tagesplan vollführen, der ihr Überleben, nicht aber ihr Leben, garantiert, sind verhandelte Menschen innerhalb der Zivilisation. Politiker sind Wärter der Zivilisation und Erfüllungsgehilfen der Großbanken, der Geldschöpfer und der Gelddrucker.

Gewaltanwendung erzeugt Widerstand. Und dieser Widerstand war lange Zeit eine Bremse für die Herrschenden. Erst mit der Technik und den größeren Steuereinnahmen kam auch das Bequeme. Und mit dem Bequemen kam dann auch die rationale, empirische Wissenschaft. Sie wurde zunächst nur für die Erweiterung des Ertrags, also als Militärtechnik angewendet. Doch etwas später kam auch das eigene Denken hinzu, also das Erfinden von Theorien, die zunächst einmal völlig ohne Zweck erschienen. Die Städte vergrößerten sich und zu ihnen gesellten sich immer mehr Menschen, sodass Menschen immer billiger und in großen Mengen zu gegenseitigen Konkurrenten am Markt erschienen. Damit erhöhten sie das Maß des Zwangs und auch die Konkurrenz unter den Marktspielern nahm nun zu. Durch die Vielfalt der Marktanbieter wuchs auch die Produktion und damit auch die Vielzahl an unterschiedlichen Produkten, für die nun ein Markt her musste. Und so kauften die Gefangenen ihre eigenen Produkte und bezahlten mit ihrem Lohn nun wiederum die Marktanbieter. Ein Kreislauf entstand, der einen ungeheuren Mehrwert produzierte, der so groß wurde, dass die eigenen Gefangenen, die nun fast überall Bevölkerung, Volk und Bürger genannt wurden, nicht mehr abnehmen konnten. So entstand die Doktrin für mehr Land und Boden zu sorgen. Diese Doktrin gab es zwar schon immer, doch sie schoß quasi dadurch empor, da es nun viele Herrscher gab, die für mehr Boden und Land warben, weil sie Überschüsse produzierten, also Waren herstellten, die nicht mehr im eigenen Territorium gekauft wurden.

Immer setzten sich einer oder mehrere Herrscher durch, verbündeten sich und vergrößerten so ihren Bereich. Nichts änderte sich. Heute zahlen die Menschen so viele Steuern wie nie zuvor. Der Trick dabei ist, dass die Menschen in das System hineingeboren werden und somit glauben, es sei alles normal so wie es ist. Sie lernen einen Freiheitsbegriff, ein Freiheitsgefühl als normal zu akzeptieren, der und das in Wahrheit noch immer ein Unfreiheitssystem ist.

Das ganze Gefängnis der Zivilisations-Kultur ist schon sehr alt und immer wurde es perfektioniert hinsichtlich der Menschenhaltung. Heute übt kein Herrscher in diesem Land mehr Gewalt aus, um uns in die gewünschte Richtung zu bringen. Wir sind es selbst geworden, die gegenseitig Zwang auf uns ausüben, indem wir zuvor in Kindergärten und Schulen dazu konditioniert wurden. Sie drillen uns ein Weltbild ein, dass aus Schwarz Weiß und aus Weiß Schwarz macht. Fast die gesamten Kenntnisse der Psychologie werden heute gegen uns verwendet. Ja die Psychologie und die Verhaltensforschung sind nur einzig zu diesem Zweck überhaupt gegründet worden. Und so bekamen sie eine perfekte Gebrauchsanleitung für die Menschenhaltung: Nehme ihnen ihr Mitgefühl, ihre Empathie, dann gehorchen sie auch dann, wenn man sie gegen ihre eigenen Interessen führt. Heute bemerkt so gut wie niemand die eigene Sklavenhaltung und wenn sie jemand bemerkt und sie anderen kundtut, dann kann er sein blaues Wunder erleben. So gut funktioniert die Psychologie, die sie gegen uns verwenden. Denn mittlerweile verwenden wir sie sogar gegen uns selbst; ohne dass es uns in den Sinn käme, dass wir unser eigener Feind geworden sind. Ein Multiplikator für das beherrscht werden Wollen. Der gute Sklave will gar keine größeren Freiheiten. Viel lieber will er Aufseher werden.

Heute wissen viele, dass sie von Verbrechern regiert werden und dass es das ganze Zivilisations-System ist, das uns bedroht und das wir gegen die äußere und unsere Natur in Stellung gebracht haben. Wir haben es sogar so weit gebracht, dass uns das Leben um uns herum nur noch sehr wenig interessiert. Selbst unsere eigene Lebenskraft ist uns völlig egal geworden. Zumindest bei der Mehrheit ist das so. Die Vielzahl an Verbrechern und der Drang, zu überleben, sind heute so vielen bewusst, dass die Mehrheit dennoch nichts dagegen unternimmt, sondern viel eher die eigenen Verdrändungsmechanismen stärkt. Auch die Herrschenden sind sich nicht mehr unisono einig darüber, ob sie die Zivilisation und die Menschehaltung noch weiterhin als Betrugssystem aufrecht erhalten möchten. Die Zwickmühle, in der sie jedoch alle feststecken ist folgende: Welche Gruppe von ihnen auch immer mit diesem gesamten System bricht, um allen Menschen wieder ihre natürliche Freiheiten zu geben, sie würde dabei große Macht- und Geldverluste hinnehmen. Und das ist das Tragische daran. Die Reichsten und Mächtigsten dieser Welt wissen, dass eine Wende hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit, zu mehr Frieden und Menschlichkeit ihr Machtende bedeuten würde.

Ich habe diese eingestauchte kurze Geschichte des Verrats an der Menschheit hier nur sehr bruchstückhaft und holprig dargelegt. Bin mir also der Unvollständigkeit bewusst. Wichtig ist mir, dass diese Geschichte bewusster wahrgenommen wird. Das alles, was wir seit gut 5000 Jahren mit uns machen lassen, wahrscheinlich noch viel länger, zeigt auf, dass wir bloß die Zeitspanne eines Lebens überblicken. Unseres Lebens. Daraus ziehen wir Schlüsse, die in Wiederholungen enden. Immer und immer wieder hoffen wir auf gute Menschen, die uns da herausholen. Politiker, denen wir folgen wollen und glauben, sie seien die guten Hirten. Es ist all zu menschlich, so zu denken, doch die Geschichte zeigt ein anderes Bild. Die guten Hirten folgen sich selbst und wenn sie eine Heerschar an Menschen umzingelt und klatscht, dann gibt das ihnen Macht, weil diese Heerschar ihnen diese gibt. Das ist eine Ressource, die verführerischer nicht sein kann. Was Buddha, Jesus und anderen gelang, das gelingt Politikern nie. Die Uneigennützigkeit. Trotzdem denken wir weiterhin, dass diese oder jene Politiker, Parteien oder politischen Bewegungen uns alle retten werden. Die Geschichte zeigt, dass wir uns da gründlich irren. Uns rettet niemand, kein Kaiser, kein Politiker und auch nicht der Sohn Gottes. Wir müssen uns selbst retten. Mit einem anderen Bewusstsein.

Wenn wir unser Dasein als Menschenhaltung erkennen, dann könnten wir uns darüber bewusst werden: Artgerecht ist nur die Freiheit! Deine Freiheit und meine Freiheit unterscheiden sich aber. Und daher ist unsere Freiheit niemals die Freiheit, die uns irgendeine Gruppe geben kann. Darin liegt ein großer und mächtiger Betrug. Staaten werden von korrupten Gruppen geleitet und von mafiösen Strukturen gelenkt. Schaut euch um. Wo gibt es Ausnahmen? Es sind wenige. Wenn du aufgibst zu sein, was sie aus dir gemacht haben, dann bist du frei. Nicht wirklich ganz frei, aber freier, als du es in der Menschenhaltung je sein kannst. Denn eines besitzen sie bis heute nicht: Deinen freien Willen, auszubrechen und neu einzusteigen.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 22.8.2018 – Täuschung und Gefangenschaft der Menschen

  1. Hallo Kodoama,
    vielen Dank für die Antwort.

    Mit Sicherheit hat ein Austausch via Internet immer etwas unvollständiges.
    Also dass mit der „Bequemlichkeit“ war eine Wahrnehmung von mir, ohne Anspruch auf Wahrhaftigkeit. Ich kann natürlich völlig daneben liegen … vermutlich sogar.

    Es ist richtig, dass andere Menschen unser Gesellschaft nicht so schlecht finden, da sie schlechtere Dinge erlebt haben. Wenn ich z.B. in der „Scheiße“ stand, dann kommt mir das Stehen auf’n „Misthaufen“ wie ein Wellnes-Urlaub vor. Trotzdem … kann ein „Misthaufen“ unangenehmen Geruch verbreiten. Das Reden, dass es noch schlechter sein könnte oder dass es anderen noch schlechter geht empfinde ich immer als „Todschlagargument“, da es einerseits stimmt aber anderseits ein Zirkelschluss beinhaltet und alles bleibt beim alten … nichts ändert sich.

    „Die Hoffnung und das Warten das alle Menschen ein anderes Bewusstsein erreichen …“ das geht tatsächlich nicht. Das wäre für mich eine falsche Hoffnung, weil diese Hoffnung nicht durch das Herz geht und zum inneren Feuer entflammen kann. In dieser Art von Hoffnung sehe ich eine Art Täuschung versteckt.

    Eine echte Bewußtseinserweiterung ist eine persönliche Angelegenheit, d.h. ich erkenne Dinge, die ich gestern für mich noch nicht so gesehen habe. Dies führt dazu, dass mir Dinge wichtig werden, die zum allgemeinen Heil beitragen und weniger mit meinem Ego verbunden sind. Ich persönlich bin der Meinung, dass jedem Handeln eine Idee/ein Gedanke vorausgeht. Die Frage ist: aus welcher Quelle schöpfen wir.

    In Bezug zu gesellschaftlich strukturelle Veränderungen, müssen sie von großen Teilen der Gesellschaft mitgetragen werden, d.h. dass eine mehrheitliche Akzeptanz vorhanden sein muss. Dies erreicht man nach meiner Meinung nicht dadurch, dass das Führungspersonal ausgetauscht, sondern durch gesellschaftliche Teilhabe … durch eine relevante Mitbestimmung. Das geschieht sehr langsam, vielleicht sogar durch gesellschaftliche Rückschritte, da manche Dinge erst aus Erfahrungen begriffen werden. Insofern ist ein Begreifen für ein gesellschaftliches Miteinander von hoher Relevanz.

    • Es angenehm wenn Sie auch bei meinen Kommentar posten würden, so ist das auseinandergerissen.

      Also zum Absatz mit dem Misthaufen:
      Das ist kein Totschalgargument sondern einfach eine ehrlich Analyse und keine moralische Hetze so wie sie ständig betrieben wird.
      Glauben Sie das es einen Klimawandel gibt? Haben sie die Temperaturen gemessen, wenn ja wie lange und wo?
      Wenn eine Sabatina James sagt das sie Österreich als das Paradies empfunden hat, weil sie hier das erste mal die Freiheit hat zu denken, dann ist das eben in Afghanistan, Pakistan, Iran, Irak, Türkei, Ägypten, Saudi Arabien, Syrien, Algerien, Tunesien, Marokko ….. nicht! so. Da sollten Sie mal darüber nachdenken, aber Sie begreifen vermutlich erst was das bedeutet wenn sie in so einer Gesellschaft leben müssen fürchte ich.
      Aber der Klimawandel ist eben ein Totschlagargument, ja der wird für alles mögliche benutzt, aber nur nicht um das Geldsystem zu ändern, nur nicht um den Wachstumswahn zu ändern.

      Und zum letzten Absatz:
      Nein, das ist die größte Lüge die uns dauern erzählt wird. Alle Veränderungen gehen von sehr wenigen aus die Ihre Interesse der Allgemeinheit aufzwingen, durch Lügen, Manipulation, Gehirnwäsche, Polizei, Militär, Sklavenhändler(Arbeitsagentur). Warum glauben Sie wird hier bei KenFM immer von einer Scheindemokratie gesprochen? Weil 99% nur die Wahl haben die kapitalistische Einheitspartei zu wählen die aus CDU, CSU, SPD; Grüne, FDP, Linke, AfD besteht. Es gibt keine Volksabstimmung zu irgend einenḿ Thema. Ich behaupte das 90% der Entscheidungen vom Volk nicht mitgetragen werden würden, vor allem dann wenn sie richtig informiert werden würden. Fast alle Veränderungen passieren ungefragt, im Geheimen, Schritt für Schritt, Harz IV, Nato Ost Erweiterung, Euro, ESM, Kosovokrieg usw.
      Das große Problem ist das man durch Reichtum noch Reicher wird und daran glauben eben auch viele. Oder Sie haben die Hoffnung auch reich zu werden. Es gibt in Deutschland viele Menschen die eine Anlage in Form von Wertpapieren, Aktien, Lebensversicherungen, Fonds haben. Oder die Bitcoin Jünger, mal eben schnell reich werden ohne zu arbeiten. Und dieses Modell ist in sehr vielen Köpfen drinnen und die wählen so wo dieses Modell erhalten bleibt (glauben die jedenfalls). Aber alle Entscheidungen werden von sehr wenigen getroffen und sie sind gegen die Allgemeinheit gerichtet. Von der Mehrheit werden sie nicht mitgetragen sondern ertragen oder ignoriert von denen die eben keine Ahnung haben und denen es nicht so schlecht geht.
      Das große Problem sind also die Politiker, die total gegen ihre Aufgebe handeln, gegen ihr Versprechen dem deutschen Volk zu dienen sondern nur in ihre eigenen Taschen arbeiten und Interessen umsetzen die ihnen von Menschen vorgegeben werden die eben ihre Interessen durchgesetzt haben wollen.
      Viele haben eben auch noch eine andere Meinung, das muss man akzeptieren.
      Die Menschen sollten langsam aufwachen und begreifen dass sie ihre Interessen durchsetzen müssen unabhängig davon ob das jetzt schon gesellschaftliche Mehrheitsmeinung ist. Nur wenn an den Schalthebeln wieder Menschen sitzen die sich berufen fühlen sich für die Allgemeinheit einzusetzen wird sich was ändern.
      Es kann schon sein das sich Einzelne dem System entziehen können weil sie Geld und Besitz (Grund, Haus) haben. Wo ist denn die Leistung wenn sich ein Reicher einen Bauernhof kauft und sagt, ich mag diese Gesellschaft nicht, dieses System und versuche autark zu leben ? Dann soll er das mal machen ohne Geld wo er jedes Monat noch seine überteuerte Miete für eine kleine Wohnung zahlen muss. Fragen Sie doch mal eine alleinerziehende Mutter die Harz IV bezieht?
      Also die Menschen die permanent sagen das sie soviel verdienen weil sie soviel Verantwortung haben müssen auch verantwortlich gemacht werden, das ist aber nicht der Fall, die sind ja unantastbar und können machen was sie wollen. Also eine Veränderung geht nur indem man das Führungspersonal austauscht und dort Menschen hinbringt die ersten vernetzt sind und die Probleme verstehen und sich berufen fühlen sich für die Allgemeinheit einzusetzen.
      Ja ein gesellschaftliches Miteinander ist von hoher Relevanz da haben Sie recht, das geht aber nicht wenn man zB eine AfD schon von vornherein ausschließt oder wenn man eine Linke von vornherein ausschließt nur mal zwei Beispiele. Also ich mag überhaupt keine Partei aber wie wollen sie Veränderungen einführen wenn sie keine Entscheidungen treffen können ? Sie müssen das nicht gleich für Deutschland machen sondern es kann auch auf kleinerer Ebene stattfinden, hat dann aber auch für wesentlich weniger Menschen eine Bedeutung.
      Also meine Meinung ist ganz klar das Deutschland die SPD, CDU und Grünen los werden muss als Entscheidungsträger, so schnell wie möglich.
      Nehmen sie nur mal Putin als Beispiel, da sieht man was ein einziger Mann an der richtigen Position bewirken kann und nehmen sie Jelzin oder Merkel als Beispiel, da sieht man dann auch was so eine Fehlbesetzung bewirken kann.

  2. Lieber Herr Lenz,
    ich halte Ihre Ausführungen für sehr interessant, möchte
    aber sehr schnell ins Heute kommen.
    Immanuel Kant sagt vor 230 Jahren abschließend in seiner
    „Kritik der praktischen Vernunft“
    http://gutenberg.spiegel.de/buch/kritik-der-praktischen-vernunft-3512/34

    „Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir. Beide darf ich nicht als in Dunkelheiten verhüllt, oder im überschwenglichen, außer meinem Gesichtskreise, suchen und bloß vermuten; ich sehe sie vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewußtsein meiner Existenz …
    Der erstere Anblick einer zahllosen Weltenmenge vernichtet gleichsam meine Wichtigkeit, als eines tierischen Geschöpfs, das die Materie, daraus es ward, dem Planeten (einem bloßen Punkt im Weltall) wieder zurückgeben muß, nachdem es eine kurze Zeit (man weiß nicht wie) mit Lebenskraft versehen gewesen.
    Der zweite erhebt dagegen meinen Wert, als einer Intelligenz, unendlich, durch meine Persönlichkeit, in welcher das moralische Gesetz mir ein von der Tierheit und selbst von der ganzen Sinnenwelt unabhängiges Leben offenbart … Die Moral fing mit der edelsten Eigenschaft in der menschlichen Natur an… und endigte – mit der Schwärmerei, oder dem Aberglauben…“

    Ich denke, diese Freiheit, die Sie meinen, ist dieses moralische Gesetz in mir; oder besser
    gesagt, mein innerer Kompass.

    Wenn wir uns aus einengenden Beziehungen befreien (Vaterbeziehung z.B.), erleben wir uns als unser ganz ureigenes Wesen und können, wenn wir das durchhalten, das Leben als unser einmaliges Erleben erfahren. Andere erdrückende Beziehungen (das kann eine ungute Paar-
    beziehung, Arbeitsbeziehung oder Konsumgewohnheit sein), können uns so im Griff halten,
    dass wir ein Ausbrechen ebenso als befreiend erfahren.

    Die Herrschenden suchen aber immer nach Möglichkeiten, uns entweder zu ‚verführen‘ durch
    in Aussicht gestellte Reformen, durch Konsum u.v.m. oder aber durch Druck in der Spur zu halten.
    Das finde ich, sagt keiner so schön wie Prof. Immanuel Wallerstein: Davos im
    Gegensatz zu Porto Alegre:
    https://www.youtube.com/watch?v=l78FopWUxko

  3. Es gibt Menschen die finden unsere Gesellschaft nicht so schlecht. Weil sie auch etwas anderes kennen. Weil sie in unserer Gesellschaft das erste mal die Freiheit haben zu denken:

    https://www.youtube.com/watch?v=YHT3S5PKyvQ

    Die Hoffnung und das Warten das alle Menschen ein anderes Bewusstsein erreichen und dann alles besser wird ist gleichzusetzen mit der Propaganda der Zeugen Jehovas dass das Armageddon kommt und Gott alles richten wird.

    • Hallo Kodoama,
      ich habe Schwierigkeiten in Ihrer Art und Weise zu denken … ich sehe darin keine Weisheit im Sinne „in der Ruhe liegt die Kraft“, sondern nur Bequemlichkeit.

      Was Zeugen Jehovas betrifft, ist nur die Bibel auswendig zu lernen, andere Gedanken nicht zu zulassen und Abhängigkeiten zu schaffen …. mag sein, dass bei den Zeugen Jehovas das Wort Hoffnung als ein Synonym für festhalten und klammern von fremdbesetzten Aussagen ist.
      Hoffnung ist ansonsten ein positives Wort, wenn es aus dem eigenem inneren Herzen spricht.

      Das Thema Zeugen Jrhovas scheint Dir ein inneres Thema zu sein, da Du schon mal darüber gepostet hast.

    • Hallo Freischwimmer,

      ich kann leider nicht nachvollziehen was Sie meinen

      ich sehe darin keine Weisheit im Sinne „in der Ruhe liegt die Kraft“, sondern nur Bequemlichkeit.

      Wo habe ich das geschrieben oder wie sehen sie den Bezug zu meinen Kommentar.
      Ich bin genau der Gegenteiligen Meinung wie der Autor, was wir brauchen ist nicht ein Flächendeckender Gesinnungswandel aller in Deutschland lebender Menschen weil nur so sich was ändern kann ? Da habe ich ein großes Problem damit. Das ist für mich so wie wenn die Zeugen Jehovas auf ihr Armageddon warten und es doch nie eintrifft. Das hat etwas Sektenhaftes, so wie das was da von Indien ausgeht und auch von einem globale Gesinnungswandel gesprochen wird.
      Wenn Menschen die glauben das etwas nicht stimmt , das man was besser machen muss (kann) darauf warten und hoffen das 99 % sich ihrer Meinung anschließen und dann wird alles besser, nun meisten ist dann alles schlimmer geworden.
      Die Zeugen sind mir überhaupt nicht wichtig, ich sehe in ihnen nur einen Teil einer korrupten Manipulation die als Sekte die Menschen verblödet und ihnen einredet das sie auf das Armageddon warten sollen. Ich sehe da eine von vornherein geplante Aktion die ein gewisses Ziel verfolgt. Sorry aber nur weil ich zweimal die Zeugen erwähne ist mir das nicht gleich ein Anliegen, ich finde es nur schrecklich das so ein Scheiß funktioniert.

      Nein, also meine Meinung ist das wir überhaupt keinen allgemeinen Gesinnungswandel brauchen weil der eh ímmer nur sehr individuell und in kleinen Schritten passiert. Wir brauchen einen Wandel im System, in kleinen Schritten der dann einen Wandel in der Bevölkerung zur Folge hat und nicht umgekehrt. Die Menschen sind nicht blöd, wenn etwas gut ist werden sie es akzeptieren wenn man bedenkt wieviel Schlechtes Sie ertragen bevor sie schreien. Es dauert noch lange bis sie schreien und dann ist so viel Schlechte schon passiert.
      Was wir brauchen sind wenige die aber wirklich was verändern wollen und sich dafür zusammentun und einsetzen. Was wir brauchen ist ein funktionierendes Rechtssystem wo Kriminelle bestraft werden, wo eine Kriegsverbrecherin bestraft wird und zwar ordentlich. Wer auf einen allgemeinen Gesinnungswandel wartet hat Demokratie nicht verstanden.
      Die Korrektur muss schon früher passieren. Die Menschen die etwas verändern wollen müssen sich gegen die Anderen durchsetzten, leider müssen wir das auf legale Weise machen und alles andere hat keinen Sinn weil das nur einem selbst schadet. Aber man muss dann natürlich auch wissen wie man es besser macht. Die Menschen sind nicht so schlecht wie sie immer dargestellt werden sie haben keine Wahl, entweder mit schwimmen oder untergehen, das heißt Alternativen müssen erst geschaffen werden damit eben eine Wahl besteht. Und diese Alternativen kann man nur schaffen indem man sich gegen die Verbrecher durchsetzt.

  4. Sehr geehrter Herr Lenz,

    wenn Sie einmal versuchten, der Leitideologie der Bürgerlichen Moderne, nämlich der Universalgeschichte, nicht auf den Leim zu gehen, könnten Sie Epochen wahrnehmen, die unseren Altvorderen das Leben über jeweils tausende von Jahren praktikabel machten.
    Die Leute haben als Wildbeuter oder in der Sesshaftigkeit (als ganz grobe Unterteilung) ihr Leben und Überleben auf ganze andere Welterklärungen gestützt (Verwandtschaft und Alimentation beispielsweise). Auch wenn diese Epochen an sich selbst scheiterten, wie unsere jetzt gerade auch an ihren Widersprüchen und notwendigen Unvollständigkeiten, haben sie doch tausende von Jahren umfassend funktioniert. Wir werden sie nicht zurückholen können oder gar wollen. Sie – wenn wir sie den Ernst nehmen – und nicht nur in der Vergangenheit „uns selbst“ bereits vorfinden wollen, zeugen aber davon, dass wir Leute von jetzt auf gleich andere Erklärungen der Welt zu erklären und verbindlich zu machen, in der Lage sind. Das ist die eigentliche Fähigkeit von menschlichen Wesen und ihrer Fähigkeit zu sprechen, mithin ihre sozialen Beziehungen selbst zu gestalten.
    Die Rede von Priesterbetrug, die Rede von Steinzeitindustrien oder ängstlich durch Urwälder irrenden Vorfahren, zeugt bloß von uns und unserer Projektion auf die Verhältnisse vor uns. Ein erster Schritt wäre wirklich, wieder zu Historie und Geschichte zurückzukehren und nicht das Gewesene und das Zukünftige nach unseren eigenen Parametern „als immer nämliches“ einzuordnen. Selbstverständlich ginge dabei auch die „Entwicklung“ über den Jordan.
    Das Gefängnis allerdings, mit allem Vorbehalt der Wortwahl, könnte sich dadurch in nichts auflösen, dass wir begreifen, dass die Welt, wie die Leute sie sich früher, aber auch jetzt vor allem erklären, immer eine spezifisch menschliche Erklärung ist und weder Geister, noch Götter, noch Erkenntnis der Natur-(Wissenschaft) jenseits menschlicher Vorstellung und Formulierung existiert.
    Persönlich wünschte ich mir von daher eine andere Welt, die so menschlich ist, wie sie nie zuvor war; weil den Leuten bewusst bleibt, dass die Erklärung durch und für die Menschen existiert – jenseits von uns aber keine Bedeutung hat.
    Freundliche Grüße

    • Guten Morgen Petra,
      schön, dass Du auf die unterschiedlichen Zeiten in Ihren unterschiedlichen Lebensweisen hingewiesen hast. Die Zeit aus unserem heutigen Bewußtsein zu erklären, ist eine Art der „Vergewaltigung“ (sehr extremes Wort). So werden wir den Zeiten nicht gerecht. Es fehlt an Hingabe, Einfühlung und ein Verstehen aus der damaligen Zeit heraus.

      Der Text „Täuschung und Gefangenschaft ….“ hat jedoch keinen historischen Anspruch im Sinne von Vergangenheit aus dem Inneren heraus zu verstehen, sondern versucht heutige Umstände zu erklären mit Hilfe einer kausalen Kette. Ich empfinde das auch etwas einseitig … aber dazu sind ja Leserbriefe da. Der Autor hat immer eine gewisse Einseitigkeit, denn die Welt in einem Satz zu aller Zufriedenheit zu erklären geht nicht.

    • Hallo Petra,
      … die Epochen scheitern nicht, sonderen der Mensch geht sozusagen von einen Zimmer in das andere … er taucht in unterschiedlichen Athmosphären ein (für mich ist das die Anwesenheit von unterschiedlichen Göttern/Engel) … und was geschieht heute? …. was macht das Besondere unser Zeit aus?

      Das Zimmer welches wir betreten haben ist heute leer … die Anwesenheit der „Götter/Engel“ weitgehnst nicht mehr da … und was bleibt? … selbst schöpferisch tätig zu werden, im Sinne an die Erinnerung der eigenen Herkunft. Schöpferisch tätig kann nur, wer die Zusammenhänge versteht, werden.

  5. Der Artikel zeigt aus meiner Sicht klar den engen Zusammenhang zwischen der Ausbeutung von Tieren und der von Menschen. Es geht immer gegen den Schwächeren. Wie Pythagoras schon schrieb: Was die Menschen den Tieren antun, kommt auf die Menschen zurück. Daß die Reichen und Mächtigen auch menschliche Tiere töten, sieht man bei jedem Krieg, oder auch bei 9/11.
    Deshalb kann die Befreiung der Menschen nur gemeinsam mit der Befreiung der Tiere stattfinden (oder nicht stattfinden), weil das zwei Seiten der gleichen Medaille sind.
    Wer sich an der Ausbeutung von Tieren beteiligt, kann sich nicht beschweren, wenn er/sie ebenfalls ausgebeutet wird.
    Leider wird das hier bei KenFM viel zu selten erkannt und benannt.
    Mit folgendem Absatz lehnt sich Herr Lenz allerdings weit aus dem Fenster: „Der Unterschied ist, dass man Tieren Schmerzen zufügen kann, aber sie verspüren nicht den Verlust von Freiheit oder die Bedeutung von Gefangenschaft oder das Androhen von Folter. Sie empfinden nicht die Zeit, die wir empfinden.“
    Was Tiere empfinden, wird erst seit wenigen Jahrzehnten erforscht. Die bisherigen wenigen Ergebnisse sind verblüffend und zeigen eine Ähnlichkeit zwischen Menschen und Tieren, die die Wissenschaft vor kurzem nicht für möglich gehalten hätte (sehr wohl allerdings Menschen, die Tiere genau beobachten). Die Behauptung, daß Tiere nicht den Verlust von Freiheit oder die Bedeutung von Gefangenschaft oder das Androhen von Folter verspüren, ist nach meiner Beobachtung extremer Unsinn. Offenbar hat Herr Lenz (zu)wenig Erfahrung im Umgang mit Tieren, sonst würde er so etwas nicht schreiben.

    • Auch folgender Satz ist falsch: „Sie empfinden nicht die Zeit, die wir empfinden, Gegenwart vielleicht, Zukunft und Vergangenheit eher nicht.“
      Richtig wäre: „Gegenwart und Vergangenheit ganz sicher, Zukunft vielleicht“.

  6. Der nackte am Kreuz hieß Jesus, der hinterließ uns Menschen eine besondere und wunderbare Lehre. Die Kirche von heute und gestern, lebt weit abseits dieser Lehre. Deshalb würde ich die Kirchen niemals mit Jesus in einem Satz gemeinsam nennen.

  7. „Viehhaltung unter besonderen Bewusstseinsbedingungen“, das ist mal eine Punchline 😀
    Hochstehender Text, lieber Rüdiger, danke fürs Schenken!
    Ich weiss zwar nicht, ob wir wirklich ein „anderes Bewusstsein“ brauchen, das eigene zu Entdecken und zu leben würde meines Erachtens schon reichen. Bewusstsein hat man ja nicht, man IST es 😉
    Herzlichst, der Chaukee

    • Guten Morgen Volume,

      Du postest, dass es den Text schon gab … ich habe es nicht geprüft und gehe davon aus, dass es so ist. Für mich ist das nicht wichtig, denn letztendlich lebe und denke ich, weil es andere Menschen gibt. Gewiss wäre ein Hinweis … von welcher Seite die Inspiration bzw. der Text kam, eine Form der Achtsamkeit. Journalistischen Erwägungen müssen hier nicht berücksichtigt werden, weil es Meinungs-Charakter hat. Rüdiger Lenz hat sozusagen den Ball ins rollen gebracht und zum Nachdenken bzw. zur Diskussion zur Verfügung gestellt.

      Ich persönlich (Meinung!!) finde den Begriff „Gedankengut“ unangenehm, nicht im Sinne der Historie, sondern weil Besitzansprüche und möglicher Weise sogar Eigentumsansprüche inpleziert werden. Das könnte zum gedanklichen Minenfeld werden, wenn es überall „Gedankenlabel“ und „Gedankenrechte“ gibt. Gedanken sind keine Ware. Gedanken sind frei.

  8. Es ist schon eine Wohltat, wenn an sich komplexe Zusammenhänge kurz & bündig verfasst werden können.
    Insofern: danke, Rüdiger Lenz, voll ins Schwarze getroffen!

    Doch nun stellt sich die Frage, wie schafft man es, die Macht des Geldes, der Pseudoreligion der Kirchen (die sich schändlicherweise der mehr oder weniger wahren Religionen bedienen), der Konzerne, die ihre Politmarionetten ins (Schlacht?-)Feld werfen entgegenzuwirken? Dauerhaft. Und mit echter Aussicht auf eine (nun endlich) friedliche und lebenswerte Welt für Alle. Die ausführenden „Abwehr“organe (Polizei und Militär) sind doch in deren Befehlsgewalt. Aktionen und Organisationen àla Occupy, Attac, Greenpeace, Amnesty etc. sind/waren entweder unterwandert oder blitzten nur kurz auf als zeitlich begrenzte Aktionen.
    Wer übernimmt denn die Rolle des modernen Robin Hood, Jesus oder wer oder was auch immer uns den Impuls zur Sklavenbefreiung gibt? Denn auch der freie Wille braucht manchmal eine geistigen Tritt in den Hintern…

    • #my2cents zu
      `Doch nun stellt sich die Frage … Wer übernimmt denn die Rolle des modernen Robin Hood, Jesus oder wer oder was auch immer uns den Impuls zur Sklavenbefreiung gibt?`

      Ich / Du / Er / Sie / Es … Jeder für sich … 🙂
      und (somit) all(e)_ein(s) 😉

      Es GILT keine #Pflicht wider das EIGENE #Gewissen.
      oder?
      ein Ja … bedarf Mut
      ein Nein … hilft nicht wirklich

      #aufstehen
      #GutenMorgen

      und natürlich: Großen Dank an Rüdiger Lenz für seine Beschreibung!

  9. Es gibt neben der darwinistischen Evolution auch eine geistige Evolution. Die geistige Evolution ist für den „gewöhnlichen“ Menschen nicht sichtbar. Es ist das Verständnis über den Menschen zum Menschheitswesen.

    In allen Zeiten gab es hellsichtige Menschen, d.h. sie haben „Dinge“ wahrgenommen für die es keine Sprache gibt. Sie selbst haben über sich gezweifelt. Es bedarf einen starken Charakter, für die eigene Wertschätzung. Diese Menschen sind in gewisser Weise für die „Realisten“ gefählich, da sie eine Macht haben um die herrschende Ordnung in Frage zu stellen. Nur wenige Menschen konnten diese besondere Fähigkeit ins Leben integrieren.

    Erst mit geistigen Begriffsbildungen wurde eine Verständigung möglich. Innerhalb esotherischer Kreise konnte eine Geisteswissenschaft herausbildet werden, u.a. in sogenannte Logen. Logen, die es im 18/19. Jahrhundert zu hauf gab. Viele Logen wollten das besondere Wissen für sich behalten und es nicht der Öffenllichkeit Preis geben. Einerseits glaubten einige, die Öffentlichkeit ist noch nicht reif dazu, anderseits ist es sehr verlockend dieses Wissen für eigene Zwecke zu nutzen. Die Logen selbst hatten untereinander starke Konflikte in wessen geistigen Dienst sie standen. Jede geistige Erkenntnis kann zu Ideologien erfrieren, das ist ein sehr großes Problem.

    Um Geisteswissenschaft zu betreiben ist Hellsichtigkeit nicht notwendig, aber um auftauchende Bilder innerhalb des Studiums zu verstehen schon. Ansonsten kann man sprichwörtlich „verrückt“ werden. Erst wenn beide Dinge sich vereinen kann vom Eingeweiten gesprochen werden. Auch hier gibt es unterschiedliche Stufen,

    Derzeit macht die Menscheit eine Bewusstseinserhöhung durch, das führt zu Turbulenzen, erzeugt Angst und Unsicherheit. Andere Menschen leugnen, verdrängen und verniedlichen oder weichen in exttreme Lebensmuster aus. Vieles wollen wir in unserer alten bequem erlernten Denkweise verstehen, sind nicht bereit auf eine innere Reise zu gehen und in andere Wahrnehmungsebenen einzutauchen.. Das Neue können und wollen wir nicht zulassen.

    Mit der Leugnung einer geistigen Evolution werden Abhängigkeiten geschaffen bis hin zum modernen Sklaventum. Alles wird auf dem Kopf gestellt, der „Dumme“ übernimmt die Führung und der falschverstandene Freiheitsdrang des Menschen wird zum egoistischen Schlachtfeld. Das sind Symbtome um sich nicht verändern zu müssen und sich am Alten festzuhalten. Für mich zeigt sich eine Spaltung der Menschheit in menschenfreudlich und in menschenfeindlich.

    Der schöpferische freiheitliche Wege ist innere Arbeit, viele Menschen glauben jedoch im alten Sinne leben zu können und merken gleichzeitig, dass ihnen Kräfte schwinden. Diese versuchen sie durch Abhängigkeitsverhätnissen zu kompensiern. Diese innere Leere zeigt sich auch in der äußeren Welt in unterschiedlichen Machtstrukturen.

    Täuschung, Schein und Gefangenschaft sind Folgen in der ungelösten Menschheitsfrage:
    es ist die Nichtauseinandersetzung mit der geistigen Welt.

  10. Die Einführung von Hierarchie und „Führerschaft“ ist nicht erst in der Zeit des Menschen entstanden, sondern viel, viel früher mit der sozialen Organisation von Tieren, die in Gruppen zusammenleben! Wie es dann aussieht mit der Umsetzung dieser hierarchischen Ordnungen, das ist eine andere Frage. Die können wir aber nur beantworten, wenn wir nicht bereits in der Erklärung ihrer Existenz alle biologischen Realitäten außer Acht lassen!

  11. [Der König] soll einen Botschafter ernennen, der in allen Wissenschaften ausgebildet, mit Andeutungen, Manieren und Mimik vertraut, ehrlich und intelligent ist. Vom Kriegsherrn hängt die Strafe ab, von der Strafe die Herrschaft, vom Botschafter aber Frieden und Krieg. Denn ein Botschafter hält zusammen und trennt die Zusammenhaltenden; ein Botschafter vollzieht die Tat, durch welche Menschen gespalten werden.

    MANUSMRITI – MANUS GESETZBUCH, Schriften des Hinduismus,ca. 1000 v. Chr.

  12. „Der Mensch aber weiß darum und folglich kann man ihn zwingen,
    sich gegen seinen Tod mit seinem Leben einzusetzen.“

    Schon wieder so ein genialer Satz. Man sehe mir nach, daß ich wieder nur einen winzigen Ausschnitt aus dem ganzen Guten herauspicke.

    (Kontext: Denn ein Tier wisse nicht, daß die Waffe es töten kann.)

    „Der Mensch aber weiß darum und folglich kann man ihn zwingen,
    sich gegen seinen Tod mit seinem Leben einzusetzen.“

    Sich gegen seinen Tod mit seinem Leben einzusetzen?

    Sich gegen seinen Tod mit seinem Leben einzusetzen!

    Das begeistert mich jetzt.

    (Auch wenn ich der Meinung bin, daß Tiere instinktiv Mordwaffen und die Bedrohung durch diese
    für sie wahrnehmen können, nur eben ohne reflexives Selbst; wie sie auch den Verlust von Freiheit
    ganz gewiß leidend erfahren.)

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