Tagesdosis 23.10.2019 – Satanische Buchkomplizen

Ein Kommentar von Florian Kirner.

Zerstreiten sich jetzt alle? Kommt es über die „Klimafrage“ zu ersten Duellen mit Schusswaffen? Ist Dirk Pohlmann Satanist? Oder … setzt sich jetzt dann doch langsam mal die Vernunft durch? Eine klare Antwort auf diese Frage lieferte die Frankfurter Buchmesse – und 67 Artikel im Onlinemagazin Rubikon.

Als frischgebackener Romanautor war ich zum ersten Mal zu diesem Hochamt des deutschen Buchhandels geladen – des westdeutschen Buchhandels, muss man genauer sagen. Denn die Leipziger Buchmesse steht der in Frankfurt am Main in Bedeutung nicht nach.

Die Buchmesse selbst: naaaaaaaja. Das ist ein Oktoberfest der Literatur, zumindest an den Tagen mit Publikumsverkehr. Unfassbare Menschenmassen schieben sich durch Hallen, die in ihrer multifunktionalen Anonymität und mit der Aluschienen-Architektur der Verlagsstände das gerade Gegenteil von Atmosphäre erzeugen. Für mich ist das eine völlig literaturwidrige Situation. Sie atmet, wie meine Österreichische Verwandtschaft zu sagen pflegt: das gewisse Nichts.

Immerhin aber entdeckte ich Sebastiao Salgado beim Büchersignieren. Der Mann ist einer meiner Helden und wurde dieses Jahr völlig zu recht mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet – mit der kleinen Einschränkung, dass ich persönlich den Preis an Julian Assange verliehen hätte. Aber mich hat niemand gefragt, und der Deutsche Buchhandel und die Verlegerschaft blieben auch zur Messe skandalös still zum Fall Assange, als würde sie dieser jahrelange Schauprozess gegen Grundprinzipien und Grundrechte des Journalismus und des freien Wortes gar nicht betreffen.

Sebastiao Salgado nun also ist Fotograf. Er war an den Krisen- und Kriegsschauplätzen der Welt unterwegs. Seine Bilder von den Goldschürfern in der brasilianischen Mine Serra Pelada machten ihn vor Jahrzehnten berühmt. Schön und schaurig verewigte er diese Arbeiter in ihrem Elend und doch auch in ihrer Würde.

1991 fotografierte Salgado dann den ersten Irakkrieg der USA unter Georg Bush Senior. Nachdem Salgado schließlich den Völkermord in Ruanda erlebte und fotografisch begleitete, geriet er an eine Grenze. Er wurde krank. Sterbenskrank. Die Ärzte konnten aber keine Ursache finden. Bis ein Arzt zu Salgado sagte: „Du hast soviel Tod gesehen in Deinem Leben, dass Dein Körper sterben will.“

Ein Neuanfang musste her. Gemeinsam mit seiner Frau beschloss der ehemalige Todesberichterstatter, das Leben suchen zu gehen. Sie suchten es in Brasilien, wo die Familie einige Hektar herrlichen Regenwalds besaß. Aber als sie hinkamen, war da kein Wald mehr. Sondern eine gerodete Wüstenei.

Es war Salgados Frau, Lélia Deluiz Wanick, die resolut die Perspektive aufmachte, diese ökologische Katastrophe nicht zu akzeptieren. Vielmehr, so schlug sie vor, sollten sie sich zu zweit der Aufgabe stellen, diese fürchterlichen Wunden heilen zu helfen, die der Mensch der Welt der Tiere und Pflanzen an dieser Stelle geschlagen hatte.

Seither haben die Salgados mehrere Millionen Bäume gepflanzt. Das Tal in Brasilien erlebte eine ökologische Revolution. Versiegte Quellen sind wieder angesprungen. Hunderte Tierarten sind in das Gebiet eingewandert. Der Regenwald kehrt zurück.

Ich bin nun nicht der Mensch, der auf die Jagd nach Autogrammen geht. Aber Sebastiao Salgado live zu sehen, einige Meter weg, für kurze Augenblicke, bevor der Strom der Frankfurter Besuchermassen mich weiterriss: das hat mir viel bedeutet.

Bedeutend war auch die Jubiläumsfeier des Westendverlags. 15 Jahre besteht er jetzt und er hat das Kunststück vermocht, inmitten einer allgemeinen Verlagskrise einen robusten Aufstieg hinzulegen. Westend gehört noch nicht zu den ganz großen Verlagen. Aber er ist unbestreitbar auf dem Weg dahin.

Der Grund dafür zeigte sich bei dieser ausgelassenen Feierlichkeit in einer zur Partylocation umgebauten Halle unterhalb einer großen Brücke. Daniele Ganser war da, sämtliche drei Bröckers-Brüder, ja, wirklich: diese Bröckers-Mafia gibt es tatsächlich im Dreierpack. Zwei Bundestagsabgeordnete der Linkspartei, Albrecht Müller von den NachDenkSeiten, Jens Wernicke vom Rubikon, der Kabarettist Thomas Freitag, die gesammelte, wunderbare Verlagscrew und viele, viele Freunde und Autoren mehr.

Nicht zwischen allen Anwesenden herrscht nun eitel Sonnenschein. Inhaltliche und auch persönliche Differenzen kommen vor. Der Westendverlag jedoch schafft es, ein gemeinsames Verlagsdach aufzuspannen für diese buntscheckige, hochintelligente Truppe von Individualisten. In Zeiten und in einem Land, in dem die ewige Spaltung grassiert, ist das eine gewaltige Leistung. Sie kommt dem Verlag zugute und den Autoren und den Lesern. Aber auch den Zeiten und dem Land.

Eine ähnliche Leistung stellt dann auch das Projekt „Buchkomplizen“ dar. Die Buchkomplizen sind ein Angebot für Freundinnen und Freunde des guten, politischen Buches, um sich aus der vermeintlichen Abhängigkeit von Amazon zu befreien. Niemand hat jetzt mehr eine Ausrede, dass er oder sie Jeff Bezos Geld in den Rachen schmeisst und die Autoren und Verlage fast leer ausgehen dabei. Denn es gibt ja jetzt: die Buchkomplizen!

Die Buchkomplizen stehen für einen fairen Buchhandel – aber sie stehen auch für eine in aller Vielfalt klare, inhaltliche Grundlinie jenseits des Mainstreams. Dafür steht auch KenFM, immer noch und immer wieder, trotz wiederkehrender Irritationen. Der irre Interviewmarathon, den die KenFM-Crew auf der Buchmesse am Stand der Buchkomplizen absolviert hat, hat das deutlich bewiesen.

Bewiesen wurde auch, dass wir uns nicht auseinander dividieren lassen werden. Da gibt es ja zum Beispiel so eine digitale Sturmtruppe, die Dirk Pohlmann sehr gerne zum Abschuss freigeben möchte. Seine Videos werden zuverlässig geflutet mit zum Teil extrem widerlichen Kommentaren. Dieser mutige, verdiente Topjournalist wird darin als Systemling, Lügner und, besonders originell, als Satanist diffamiert.

Kurz und gut: vergesst es! Spätestens am Stand der Buchkomplizen wurde deutlich: uns sprengt so leicht niemand auseinander.

Und was für ein Schaulaufen war das! Mathias Bröckers zum ersten, zum zweiten, zum dritten. Franz Alt und Erwin Thoma. Eine Redakteur der Sendung „Die Anstalt“. Albrecht Müller, Ulrich Mies, Sevim Dagdelen, Ulrich Teusch, Hannes Hofbauer, Willy Wimmer, Wolfgang Bittner, Paul Schreyer, Hermann Ploppa und eben, einmal mehr: Dirk Pohlmann. Dazu Ken Jebsen, in Dauerhöchstform.

Einmal mehr fällt natürlich der nahezu schon groteske Frauenmangel ins Auge. Aber auch, was für eine starke Macht da in der digitalen Gegenöffentlichkeit herangewachsen ist. Uns schubst so einfach niemand mehr herum. Niemand aus dem Mainstream, aber auch nicht jene, die den Mobbingsümpfen einer restlos durchgeknallten Blogosphäre entsteigen.

Diffamierungsversuche wird es weiter geben. Kampagnen, Manöver und die inzwischen sattsam bekannten Kindertsunamis aus Dislikes und negativen Kommentaren, die wir eventuell auch wieder unter diesem Video bewundern dürfen werden. Aber wie sagte Mathias Bröckers so schön: „Das versendet sich.“ In der Tat: am Ende setzen sich zuverlässig die Vernunft und die überlegenen Argumente durch, in diesem dritten Jahrtausend.

Wer von besagten Argumenten übrigens noch welche benötigt: der Rubikon hat gerade binnen 14 Tagen satte 67 Artikel rund um die Themen Klimakrise, Ökologie und Umweltbewegung veröffentlicht. Von Chomsky bis Mausfeld, von Franz Ruppert und Nafeez Ahmed bis Charles Eisenstein und Chris Hedges reicht die erlauchte Autorenschaft.

Schaut Euch das an, lest Euch das durch und dann urteilt selbst, auf welcher Seite der Debatte der argumentative Hammer hängt. Und unter uns Bücherfreunden: es wird diese gesammelten Texte Ende November auch geben als …  Buch. Pünktlich zum nächsten Globalen Klimastreik, am 29. November.


So schließt sich er sich, der Kreis: kaum dass die Buchmesse zu Frankfurt gelesen ward.
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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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36 Kommentare zu: “Tagesdosis 23.10.2019 – Satanische Buchkomplizen

  1. Zunächst mal seine Klimatheorien…dann sein Indianerspielen mit XR in Berlin, vertrauensvoll der unsichtbaren Führung folgend… und jetzt hier noch dies selbstverliebte Geschleime um all die anderen Autoren – abstoßend. Es reicht. ich werd Herrn Kirner hier zum letzten mal gelesen und kommentiert haben.

  2. Jede Information, Sichtweise oder Meinung, die nicht dem Mainstream entspricht, regt mich zum Nachdenken an und bereichert mich.
    Dabei verliere ich mich nicht in Klima Debatten, denn eines steht ohne Zweifel fest, der Mensch nimmt sich mehr von unser Mutter Erde, als ihm zusteht.
    Deshalb ist jede Meldung außerhalb des Mainstream geeignet, das eigene Bewusstsein zu Schulen und bei sich zu Hause, aber vor allem in sich selbst etwas ins Reine zu bringen. Erich From: der Feind ist in uns.
    Weshalb dann z T solche aggresivern Kommentare.?

    Kenfm und alle Autoren macht weiter so !!!!!!!! Danke 🙂

  3. In Bezug auf die wirklichen Einflußfaktoren für das Klima und zum Thema kosmische Zyklen und Sonnenzyklen empfehle ich Herrn Kirner hier dringend mal das Buch die Urfeldforschungen Seite 447 bis Seite 482 mit 172 Quellenangaben aus Wissenschaft und Forschung zu lesen. Vielleicht hilft das den Knoten aus dem Hirn zu bekommen.
    In dem Buch findet man zusätzlich noch weitere, hochinteressante Forschungsergebnisse zu Quantenphysik uvm.
    Das Buch gibt es auf Deutsch und kostet nur EUR 9,99.
    Bereit was dazuzulernen? Dann schnell bestellen und lesen.

    • Vielleicht hilft ja auch ein Blick auf die Milanković-Zyklen.

      Und wenn CO2 der Feind ist, warum dann den sauberen PKW-Diesel kaputt machen und diese hier ausklammern?

      urbanshit.de/alle-schiffe-auf-den-weltmeeren-in-echzeit-verfolgen/

      Ist für Leute mit Agenda schlecht, denn dann müsste man ja Trumps Protektionismus fast schon wieder gut finden.

  4. „der argumentative Hammer…“
    Herr Kirner, Sie brauchen einen Hammer um Ihre Lüge einer Klimakrise (was für ein bescheuertes, dummes Wort übrigens) weiter zu verbreiten?!
    Tja, die Fakten, die Sie verweigern anzuerkennen oder auch nur zu lesen, brauchen keine Waffen um Ihre Lügen zu entlarven.
    Es gibt keine „Klimakrise“, dem Klima geht es gut. Es gibt Umweltverschmutzung, die lösbar ist. Hat aber mit Klima oder dem Grundbaustein des Lebens, genannt CO2, absolut NICHTS zu tun.

    • Dass die Umweltverschmutzung überhaupt gar keinen Einfluss auf das Wetter und damit auf die Wetterstatistik hat, stimmt so nicht! Ihr letzter Satz ist unglücklich formuliert.

      Die Wissenschaft soll bloss bezüglich CO2 ausgeschaltet und durch Politik ersetzt werden.

      Bei Minute 30:00 kommt der Hammer mit dem Glaubensbekenntnis:
      https://www.youtube.com/watch?v=tMBnmed9EwU

      Merkels Professoren verlangen Glauben statt Wissen! Herr Kirner ist diesbezüglich voll und ganz bei Frau Merkel.

    • Hier bei Minute 19:50 startet die Einführung von Prof. Richard Lindzen in das Thema:
      https://youtu.be/sZsnAdGaxkY

      Lindzen braucht keine einzige gepimpte Powerpointfolie, um die Politik des IPCC (und alles was daran hängt) zu zerlegen.

    • Die Umweltkrise ist real. Die realen Lösungsmitte sind Nitro, Äther, Propanol usw.
      Nichts von dem worauf sie noch hoffen.
      Das tödliche an Viren und Bakterien sind ihre Stoffwechselprodukte.
      Die des Menschen sind z.B.
      Anstriche
      Konservierungsmittel
      Pharma
      Kosmetika
      Reinigungdmittel
      Gifte
      Verpackung
      Füllstoffe
      iNDUSTRIEABWÄSSER
      Baustoffe
      Lösungsmittel
      Frostschutz
      Klebstoffe
      245 weiter Kategorien
      Wissen sie wieviel absolut unverträgliche Produkte es mittlerweile gibt.
      Es waren mal über eine halbe Millionen.
      Doch mit jeder Art die wir aussterben lassen kommen weitere massenweise hinzu.
      Wie soll das denn gehen mit der Lösbarkeit, wenn Profit über leben gestellt wird.. BITTE

    • @ U.West Ja, das ist der Grund warum ich den CO2-Schwindel so bekämpfe!

      Die Forschung und die Politik sollte sich stattdessen auf die messbaren Umweltgifte fokussieren und beim Thema Klimawandel wieder zur Wissenschaft zurückkehren.

      Nachhaltigkeit kann man auch fördern, ohne Lügen über CO2 zu verbreiten. Das IPCC sollte geschlossen und durch eine ergebnisoffene Umweltfolgenforschung ersetzt werden.

      Es wird aber vermutlich schwierig werden, die Auswirkungen des Finanzsystems oder die Auswirkungen der staatlichen Rüstungsprogramme auf die Umwelt zu untersuchen und politische Massnahmen daraus abzuleiten.

    • Man thematisiert Dioxyd um Dioxin unter den Teppich zu kehren.
      So ähnlich war es auch bei Glyphosate geplant.
      Die einzige Substanz, die nicht schon auf der Liste ´HOCHGRADIG krebserregend ´steht, die in Round-Up überhaupt enthalten ist.
      Der hypertoxische Rest, ist ´Schweigen Walde ´

  5. Besten Dank für diesen Beitrag und die Impressionen von so einer Messe-Veranstaltung, viele Menschen, das Gewühle, und – dann, ja Herr Sebastiao Salgado, und die Bastionen der Meinungsfreitheit Buchkomplizen und Westendverlag.
    Sie schreiben:
    "Einmal mehr fällt natürlich der nahezu schon groteske Frauenmangel ins Auge."
    Dazu möchte ich kommentieren:
    – "die Laydies" gehen halt lieber shoppen…;)
    – das Intesse der Mehrheit der Frauen an "der Wahrheit" ist in der Tat weniger ausgeprägt. Was passiert wenn ein Paar zusammen kommen, zeigt das Ehepaar Salgado, wie Sie ja schön beschreiben haben, dazu braucht Mann aber einen Partner, der einen ernst und nachhaltig in den Aktivitäten unterstützt; das gilt natürlich auch für eine Frau, die eine Schlafmütze an der Seite hat. Die hat Mann oder Frau sich zu Zeiten allerdings einmal "ausgesucht"….
    – meiner Meinung nach ist eine große Mehrheit der Frauen durch die Ablenkungen durch die Medien und Konsumlust, Feminismus und vermeintliche Selbstverwirklichung (Beruf, Mode, vielfältige Möglichkeiten des Zeitvertreib, etc) diesen hier diskutierten Themen entfremdet, oder anders ausgedrückt diese Themen sind einfach weit weg, zu schwer, zu drückend und belastend. Dies gilt aber auch für viele Männer!
    Aber, es gibt halt doch mehr Männer, die sich so intensiv mit den Theman auseinder setzten und auch der Öffentlichkeit stellen, durch Buch, Vorträge, Interviews.
    Leider wird dieses Engangement in der Breite der Gesellschaft nicht so gewürdigt, so kommt es manchmal rüber, wie es notwendig wäre und auch sein sollte. D.h., es ist eine erhebliche Frustrationstoleranz nötig.
    – eine fehlende respektvolle Diskussionskultur und Meinungstoleranz trägt auch dazu bei, dass zartere Menschen sich eher fern halten.

    Wie dem auch sei, das Leben geht weiter, und mit ihm, all die von Menschen gemachten Phänomene. Leider haben es sich einige dieser Menschen zum Ziel gesetzt das Leben ihrer Mitmenschen zu zerstören…

    • Zitat Yaronimo: "Leider haben es sich einige dieser Menschen zum Ziel gesetzt das Leben ihrer Mitmenschen zu zerstören…"

      Diese Behauptung ist mir jetzt ein bisschen zu vage. Haben Sie die Staatsanwaltschaft schon eingeschaltet?
      Wenn Ihr Verdacht begründet ist, sollten Sie das unmittelbar veranlassen! So ein Ziel ist m.W. in keinem Land erlaubt.

      Ich kenne jedoch Menschen, die das Ziel haben, sich rücksichtlos bereichern und die dabei in Kauf nehmen, dass Mitmenschen zu schaden kommen. Dagegen hilft in den kapitalistischen Ländern aber leider üblicherweise keine der Staatsgewalten. Weil sonst wäre es ja keine freie Marktwirtschaft mehr…

    • zu "Geld_regiert_die_welt sagt: 24. Oktober 2019 at 00:41"

      "…… Haben Sie die Staatsanwaltschaft schon eingeschaltet?"

      Staatsanwaltschaften bieten schon wegen ihrer politischen Weisungsgebundenheit im deutschen Justizsystem "keine hinreichende Gewähr für Unabhängigkeit gegenüber der Exekutive" (https://www.heise.de/tp/features/EuGH-Deutsche-Staatsanwaltschaften-zu-abhaengig-fuer-Europaeischen-Haftbefehl-4434884.html)!

      Weil diese Angriffe sozusagen "systemrelevant" erfolgen und die Lebenszerstörung zudem nur Begleit- oder Kollateralfolge ist und kein wirkliches bzw. direktes "Ziel", stehen dabei, wie etwa auch bei denjenigen des Nato"bündnispartners" Türkei in Syrien, die vor allem gegen das Gewaltverbot aus Art. 2 Nr. 4 der am 26.06.1945 unterzeichneten UN Charta der Vereinten Nationen verstoßen (ein grundlegendes Prinzip des Völkerrechts, denn danach dürfen Staaten Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit anderer Staaten weder androhen noch einsetzen), auch unsere sämtlichen Regeln unter faktischem "Wirtschaftlichkeitsvorbehalt" – wie etwa Artikel 25 GG, nach dem die allgemeinen Regeln des Völkerrechtes nicht nur Bestandteil des Bundesrechtes sind, sondern sogar den Gesetzen vorgehen und Rechte und Pflichten unmittelbar für die Bewohner des Bundesgebietes erzeugen ("sollen")!

      Entsprechendes gilt übrigens für die Beurteilung der deutschen Waffenlieferungen etwa an die Türkei nach Art. 26 GG und dem ebenfalls "systemrelevant" zum 01.01.2017 aufgehobenen § 80 StGB (https://www.heise.de/tp/features/80-StGB-Vorbereitung-eines-Angriffskriegs-ist-seit-1-Januar-2017-gestrichen-3590763.html)!

      Diese Frage ist also mehr als naiv – und auch nicht lustig.

    • "eine große Mehrheit der Frauen durch die Ablenkungen durch… Feminismus und vermeintliche Selbstverwirklichung"
      Jaja, die Frauen.
      Warum müsst ihr denn immer noch weiter mit uns rivalisieren und könnt gar nicht damit aufhören? Habt ihr nicht schon längst alles erreicht? Sitzen wir nicht längst alle im gleichen Boot? Zum Wohle des Kapitals halbierte Löhne für die meisten Beschäftigen, mit denen jeder nur noch sich selbst ernähren kann (anstatt wie früher eine ganze Familie). Was ja aber auch völlig ausreicht, denn wenn sie zusammenleben, sind sie ja Doppelverdiener🙂.

    • Zitat Tastend: "Diese Frage ist also mehr als naiv – und auch nicht lustig."

      Haben Sie die vier anderen Zeilen auch gelesen? Mir scheint, Sie reissen diese Frage etwas gar dreist aus dem Zusammenhang.

      Ich würde sogar behaupten, dass meine 3 letzten Zeilen ziemlich genau das aussagen, wofür Sie grob, geschätzt 5 Mal mehr Zeilen verwendet haben.

    • Zitat c.i. : "mit denen jeder nur noch sich selbst ernähren kann (anstatt wie früher eine ganze Familie)."

      Die Bruttolöhne reichen schon noch für eine ganze Familie. Die Solidarität mit den Kapitalgebern und dem Staat wird einfach etwas höher gewichtet, netto bleibt dadurch halt etwas weniger für die traditionelle Familie.

    • "Die Solidarität mit den Kapitalgebern und dem Staat wird einfach etwas höher gewichtet" – die schönste Definition für Umverteilung von unten nach oben, die ich je gelesen habe!

    • zu "Geld_regiert_die_welt sagt: 24. Oktober 2019 at 10:30": "Haben Sie die vier anderen Zeilen auch gelesen? Mir scheint, Sie reissen diese Frage etwas gar dreist aus dem Zusammenhang."

      O.k., die jedenfalls auf meinen Bildschirmen mit einem Absatz und somit einem vermeintlich abgeschlossenen Gedanken getrennten 3 letzten Sätze von Ihnen, die hier 3 Zeilen füllen, habe ich in der Tat nicht registriert. Ich bitte Sie um Nachsicht – und Sie haben es in der Tat deutlich kürzer zum Ausdruck gebracht. Allerdings sind bei mir noch einige weitere, allerdings ebenfalls nicht zum Text von Florian Kirner unmittelbar passenden Informationen enthalten.

      Wie schon geschrieben: Ich bedauere, nicht erkannt zu haben, dass Sie Ihre somit offenbar rhetorische Frage bereits selbst beantwortet haben. So etwas kann leider sehr schnell bei den sich hier ansammelnden erheblichen Textmengen unterlaufen, jedenfalls mir.

      Schließlich haben Sie wohl auch die Schlussbemerkung von Yarinomo vom 24.10.2019 um 0:15 Uhr irgendwie auch aus dem Zusammenhang "gerissen". Denn beim Dank an Herrn Kirner hat Yarinomo sich im Wesentlichen zum Frauenmangel geäußert. Allerdings vermute ich dabei kein dreistes Aus-dem-Zusammenhang-reißen.

      Jetzt habe ich geschätzt leider noch weit mehr Zeilen verwendet. Dabei lasse ich es aber auch bewenden. 😉

    • Als wäre der Frauenanteil wichtig. Wenn die Hütte brennt ist es egal, wie viele Frauen beim Löschen helfen. Hauptsache, es wird gelöscht. 😉

  6. Warum so wenig Frauen?

    Lasst es euch von einem Mann erklären, der auch nicht dabei war.

    Meine erste, leider verstorbene Frau hätte gesagt: Ein Typengewühle, so ähnlich wie Fußball. Jeder könnte jeden berühren, tut es aber nicht, sondern lässt sich berühren. Von innen und von außen und der Ball ist bei diesen Geisteswissenschaftlern eben das Buch.

    Meine zweite, leider geschiedene Frau hätte gesagt. Die Musungus (Musingu= weißer Mann oder weiße Frau) sind alle ein bisschen schwul. Das darf sie sagen, weil sie Afrikanerin ist und die stehen über der political correctness. Als Afrikanerin ist ihr das Wort kryptoschwul nicht geläufig.

    Meine jetzige Frau hat zwei akademische Titel und ist sehr gebildet. Sie ist äußerst vorsichtig im Urteil, aber sie ist voll emanzipiert und mag all diese Supertypen nicht, schon gar nicht im Rudel. Sie hat verhindert, dass wir dabei waren, wofür ich ihr dankbar bin. Wir wären uns wie Zwerge vorgekommen.

    Was ich dazu sage, ist nur eine Frage: Wo ist bei diesem kryptoschwulen Typengewühle der Unterschied zur Rudelbildung im deutschen Establishment?

  7. Dass es auch hier schon gleich wieder losgeht, ist alles andere als überraschend. Obwohl es diesbezüglich in der Tat längst "reicht". Die Meinungsäußerungsfreiheit Allerdings umfasst allerdings auch (gebetsmühlenhaft) wiederholte Äußerungen (und sie gehören iregndwie zur Menschheitsfamilie;.).

    Dabei allerdings satirische Metapher bzw. eine Überspitzung wie die mit den "Duellen" wirklich ernst bzw. zum Anlass für aggressive Entladungen zu nehmen, ist zumindest sehr humorlos. Ohne Humor wäre auch das schwer zu ertragen, wie etwa der zumindest ebenso deplatzierte Vergleich mit einem "besoffenen Kneipenschläger", der wohl eindeutig eher in Richtung Diffamierung anstelle von Kritik geht – aber vermutlich auch noch von der Meinungsfreiheit umfasst ist.

    Abgesehen davon, dass derartige Wortwahl zunächst auf den Verwender zurückfällt, erinnert das in der Tat an die Destruktivvorlage des sog. Handbuchs für Medienguerillas, auf das Stephan Bartunek hat in einem Text bei Rubikon am 19.102.2019 unter https://www.rubikon.news/artikel/die-manipulation-im-hintergrund hingewiesen hat und das unter dem von "aDarcone sagt: 23. Oktober 2019 at 15:28" angeführten Link zu finden ist.

    Da dieser Beitrag zudem absolut auf der bestens bekannten Linie von Florian Kirner liegt, ist diese Äußerung ebenso wenig überraschend, wie diejenigen der 3 Herren beim 3. Jahrtausend. Denn dort (bei YouTube) ist ein schreckliches "Anti-Gemetzel" in einer unübersehbaren Anzahl von derzeit über 6.700 (aber nur knapp 9% der Abonnenten) offenbar überwiegend argumentfreien Kommentaren – mit oft sehr niveaulosen persönlichen Anwürfen (eben auch Diffamierung anstelle von Kritik) zu sehen, was wohl Florian Kerner in seinem Beitrag gemeint ist.

    Bemerkenswerterweise wird in seinem Text "CO2" überhaupt nicht erwähnt.

    Offensichtlich hat es besonderes Missfallen erregt, dass Herr Kirner in seinem Bericht die Solidarität der "Buchkomplizen" betont und dass sich diese sich auseinanderdividieren lassen. Offensichtlich fühlt sich die "digitale Sturmtruppe" betroffen, was mich nicht nur im Sinne einer konstruktiven Konzentration von verdienst- und gehaltvollen Beiträgen zur Transparenz freut, damit möglichst bald eine bzw. die "kritische Masse" erreicht werden kann, deren Schelle nach einem dankenswerten Hinweis von Chris Hedges in der Tagesdosis vom 22.10.2019 schon bei ungefähr drei bis fünf Prozent der Bevölkerung erreicht sein soll.

    Insgesamt finde ich den Beitrag von Herrn Kirner sehr erfreulich. Schade nur, dass ich es nicht geschafft habe, den Stand der "Buchkomplizen" zu besuchen. Leider habe ich die Gelegenheit verpasst, ebenfalls Sebastião Salgado zu sehen oder gar zu treffen, der auch einer meiner "Helden" ist und seine Frau Lélia Deluiz Wanick eine meiner "Heldinnen"!

    In diesem Sinne schließe ich mich "Regimekritiker_Dracula sagt: 23. Oktober 2019 at 17:22" an: Lotta Continua!

    • Zitat: "Bemerkenswerterweise wird in seinem Text "CO2" überhaupt nicht erwähnt."

      Das ist eben der Vorteil, wenn man für das System arbeitet, dann kann man sich kurz halten, weil die zwangsgebührenfinanzierten Medien und die staatlichen Schulen alle schon voraufgeklärt haben.

      Was Ihre Überraschung zur "kritischen Masse" betrifft, frage ich mich gerade, wo Sie beim Euromaidan in Kiew hingeschaut haben?

  8. Wathattadennnuwiedafalschjemacht? Es gibt manchmal schrecklich kritikwürdige Tagesdosen. Die hier jedoch nicht! Aber schlimmer noch ist diese trollige Community, weshalb ich KEN weiter unterstützen werde, aber keine Kommentare mehr vor die … . (Oh shit, Versprechen das erstemal gebrochen).

  9. Herr Kirner, es reicht! Sie benehmen sich wie ein besoffener Kneipenschläger, der einen abgekriegt hat und nun auf ewige Rache schwört. Es muss Ihnen klar sein, dass jeder der diesen Artikel liest, das Recht hat sich davon angesprochen zu fühlen. Ich tue es. Möglicherweise aus Gründen die Ihnen vollkommen unklar sind.

    Alle wissen, es geht Ihnen um CO2 als Verursacher eines Klimawandels. Ich vertrete einen Ihnen vollkommen konträre Meinung, das habe ich Ihnen bereits beschrieben. Ich habe Ihnen gesagt, dass sie nix tun mit Ihrem XR Gedöns und ich mit 5ha Waldbewirtschaftung das Notwendige für Sie mit tue.

    Kommt es über die „Klimafrage“ zu ersten Duellen mit Schusswaffen?
    Werte KenFM Redaktion, ich finde diesen Satz so ungeheuerlich, so voll des Wunsches gewaltsam zu eskalieren.
    Das hat nix Gutes mehr an sich. Aggressivität pur.

    Gehen die Beleidigungen von Herrn Kirner hier auf KenFM so weiter, werde ich die finanzielle Unterstützung für KenFM streichen.
    Das gilt nun. Punkt. Es gibt Grenzen.
    Unabhängig von diesem Kommentar werde ich der Redaktion dies per E-Mail zusenden.

    • .. https://de.wikipedia.org/wiki/Satire
      (wobei so 'weit hergeholt, dann doch nicht https://www.hogesatzbau.de/wollt-ihr-den-totalen-infokrieg/ )

    • Also die Herren, da hat jemand etwas nicht ganz verstanden mit Meinungsfreiheit. Also wenn nun Abos gekündet werden wegen einem von vielen Autoren? Es geht ja hier mit dem KenFM-Projekt nicht darum, sich in der Blase gegenseitig zu bestätigen. Das machen die anderen Medien ja schon zu genüge. Es liegt meiner Ansicht nach auch nicht an KenFM, dass es nicht noch mehr unterschiedliche Meinungen gibt, sondern dass die wenigsten Autoren sich getrauen, hier zu schreiben!

    • Ach ja, Trolle, Satanisten und verbale Gewalt. Wie unschön…Mögen sie sich tatsächlich verwachsen und "versenden"!

      Ich hingegen werde mein Abo nun verdoppeln!

      Undzwar als Dank für die vielen wundervollen Interviews bei der Messe, die Buchkomplizen und überhaupt für die unermüdliche Arbeit, uns Lesern ein anderes, besseres und lebenswerteres Weltbild zu vermitteln, mit soviel interessanten Hinweisen UND tollen Autoren, wie man sie selten anderswo findet.

      Dank auch an Florian K. für seine Besonnenheit angesichts der schlimmen Anfeindungen der letzten Wochen und seinen Einsatz bei dem unsäglichen Klima-Hickhack!

      Gern wäre ich bei dem großen Treff auf der Messe dabei gewesen. In so guter Gesellschaft befindet man sich in diesem Land selten.

      Gut auch, dass sich der Westend-Verlag dankenswerterweise so verdient macht. Und auf das neue Buch von Rubikon freue ich mich schon, denn es wird ein wichtiges.

      Und zu "Pünktlich zum nächsten Globalen Klimastreik, am 29. November" passt natürlich wieder dieses Lied:

      > Prinzessin und Rebell – "Der Pfahl" < https://youtu.be/CZOINnUDMN0

      Dank auch für dieses Lied!

    • Danke Peter. Aber die werden es nicht kapieren (wollen), denn auch Kirner hat seine Agenda.

    • Ob hat ja jemand auf Satire hingewiesen. Ein Witzbold, also der Kirner. Gut. Vielleicht ist der Grat zu schmal für ihn und das Böldchen wird zur ausgewachsenen Figur.

  10. „Zerstreiten sich jetzt alle?“
    Leider fördern Sie selbst Herr Kirner die Spaltung der Bevölkerung durch die Lügen, die Sie über das Klima immer und immer wiederholen (gemäß dem Goebbels Motto: „man muß eine Lüge nur oft genug wiederholen und die Völker werden sie irgendwann als Wahrheit akzeptieren“, oder Hitler: „die Lüge muß nur groß sein, dann glauben die Menschen sie“)
    Sie sind Mittäter bei der Spaltung.
    Schämen sollten Sie sich dafür.

    • ich kann dieser Beurteilung nicht folgen, denn ich kann dem Kommentar von Florian Kirner nur zustimmen und hoffe mit ihm, dass Mathias Bröckers recht bekommt mit der Aussage: „Das versendet sich.“ In der Tat: am Ende setzen sich zuverlässig die Vernunft und die überlegenen Argumente durch, in diesem dritten Jahrtausend.

    • magst du mir beantworten, wie lang sich die agitation durch das 'schiller institut ('larouche), sagen wir mal in der hiesigen kommentarsektion, scho hinzieht?

    • Zitat wolfcgn: "„Das versendet sich.“ In der Tat: am Ende setzen sich zuverlässig die Vernunft und die überlegenen Argumente durch, in diesem dritten Jahrtausend."

      🙂

      Im deutschsprachigen Raum dauert es halt manchmal etwas länger.

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