Tagesdosis 23.11.2017 – Dream Team statt Chaostruppe

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Politik verkommt immer mehr zur Farce. Bei den Bürgern, die ein Restinteresse an politischen Zusammenhängen und Verwicklungen besitzen, existiert  annähernd nur noch eine Reaktion. Die Politik mit ihren Hasardeuren wirke nur noch wie eine Realsatire. Das politische Theater wird zur inhaltsleeren Klamotte.

Bis zur diesjährigen Bundestagsswahl erfolgte die letzten Jahrzehnte nachfolgend politische Routine. Es bildeten sich für vier Jahre wechselnde Koalitionen. Diese erließen größtenteils Gesetze, die nicht im Sinne der Wähler waren, d.h. die den Bürgern eher schadeten . Politiker widersprachen ihren politischen Versprechen und brachen mit parteilichen sog. Traditionen. Dienliche Inhalte wurden sekundär. Es ging um Anteile und Sicherung an einer vermeintlichen Macht.

Die Parteienlandschaft hat sich dieses Jahr wieder vergrößert. Auch das gab es schon mal in diesem Lande, kein herrausragendes Phänomen. Das wirklich neue Ereignis – es findet sich keine Regierungskoalition. Gebildet von zwei, oder sogar diesmal von drei Parteien. Ressentiments, Befindlichkeiten, Sturheit, Unflexibilitäten, Verantwortungslosigkeiten, schlicht die völlige Verblendung vor der sicherlich beeindruckenden Verpflichtung und Berufung dem Wählerauftrag nachzukommen. Dieser Druck, diese Verpflichtung, war aber ihre eigene Wahl. Die des Berufspolitikers. Sie möge doch dann auch bitte entsprechend ernst genommen werden, wie die des Chirurgs nach Abschluss seiner Doktorarbeit. Aus Theorie, wird Praxis mit immenser entsprechender Verantwortung.

Nun stellt sich die Frage nach neuen Lösungsmodellen. Nach neuen Wegen der politischen Zusammenarbeit. In ländlichen Gebieten, hat man sich schon lange von parteipolitischem Geklüngel verabschiedet. Die politische Zugehörigkeit rückt in den Hintergrund. Posten werden nach Fähigkeiten vergeben, nicht nach Parteibuch.

Man kennt sich, man schätzt sich. Sicherlich gibt es auch dörflichen Filz, das liegt  leider in der Natur von Machtmenschen, aber es gibt auch genug Beispiele für effiziente Koalitionen und effektiver Zusammenarbeit. Die  besten, kompetentesten und vorallem ehrlich interessiertesten Menschen finden zueinander, zum Wohle der Bürger. Dorf, Gemeinde first. Partei second.

Warum lässt sich diese Möglichkeit nicht auch in die große Politik übertragen? Qualität, anstatt Quantität. Ein Team mit wirklichen Fachleuten, unabhängig vom Parteibuch. Die Traummannschaft von Effiziens und Können. Die Besten zum Wohle des Landes. Eine politische Nationalmanschaft. Es geht doch um unser Land, oder?

All Star Team statt Chaostruppe. Es gebe auch genug Platz für Wasserträger. Vielleicht sogar noch ein Schritt weiter gehen. Die Bürger, also wir, wählen diese Auswahl, diese Mannschaft alle vier Jahre neu. Stellen sie zusammen, ausgewählt aus den jeweiligen Teams, also den Parteien. Selbstverständlich eine gemischte  Aufstellung. Wer kein Bock hat fliegt raus. Bewertet wird die fachliche Leistung. Der Einsatz für das Team und die Fans. Natürlich wird auch der Trainer, die Trainerin auf diesem Wege ausgewählt. Kann Teamgeist nachhaltig gestärkt werden? Taktik und Konditionstraining liegen im gefragten Kompetenzgebiet und werden entsprechend kritisch bewertet. Falsche Sponsoren könnten auf diesem Wege auch gleich ausgetauscht werden.

Haben sie Vorschläge für Auswahl und Aufstellung? Bitte schön, die Foren sind eröffnet.

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Dank an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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51 Kommentare zu: “Tagesdosis 23.11.2017 – Dream Team statt Chaostruppe

  1. hallo Leute träumt weiter, Eure sehr guten Vorschläge und Personalien hier bei Kristana sind zwar gut gemeint , aber nachdem die Politiker von Berufswegen Ihre bisherigen Shows so gestaltet haben, das die ganze Sache zum Schmierentheater verkommen ist, werden die wirklichen Fachleute die wir an der Spitze des Staates brauchen , nicht dazu hinreisen lassen , diesen undankbaren Job zu machen, selbst wenn wir die Bezüge verdreifachen. Ich kenne die genannten Personen und auch die Antwort“ nein „,wenn Sie nach Ihrer Bereitschaft gefragt würden, Ich habe wenig Hoffnung das die amtierenden Pfarrer (Töchter) Juristen , Buchhändler usw. oder ähnliche Berufspolitiker ohne oder mit gefälschten gekauften Dr.Titeln durch Humanisten ersetzt werden.

    • Wirkliche Fachleute wären das letzte was wir in den Regierungen bräuchten. Diese sind auch meist wirkliche Fachidioten. Was wir brauchen sagst Du zum Schluß – Humanisten.

      Genau gesagt logisch denkende Humanisten. Fachlichen Rat können sie sich jederzeit vom besten Fachmann im Volk einholen – also dem gesamten Volk.

  2. Der Weg ist das Ziel!
    Man müßte das System vom Kopf auf die Füße stellen!
    Also – machen wir uns auf den Weg. Stellen wir diese „Demokratie“ vom Kopf auf die Füße.
    Keine Regierung mehr, die ihren Souverän gängelt und Gesetze bei teuren Anwaltskanzleien schreiben und im „Bundestag“ genannten Akklamationsverein durchwinken läßt.
    Dieses System ist eine zwangläufige Folge unserer Parteien-Unkultur. Deshalb ist dort der Hebel anzusetzen. Raus mit den Karrieristen dieser Lobbyandockstellen aus dem Bundestag. Rein mit Volksvertretern, die direkt ihrer Wählerschaft verantwortlich sind und keinen Fraktionszwang kennen.
    Das Projekt der Bürgerkandidaten ( buergerkandidaten_de ) steht zwar noch in den Startlöchern. Aber ich halte das für einen vielversprechenden Weg die Demokratie grundlegend zu reformieren. Die Regierung hat dem Volk zu dienen und nicht umgekehrt. Das muß sich darin widerspiegeln wer das Sagen hat (und zwar permanent und nicht nur alle vier Jahre einmal) und wer wem Rechenschaft abzulegen hat. Regieren ist eine Dienstleistung, die einer permanenten und effizienten Qualitätskontrolle durch die Auftraggeber bedarf.
    Der Schritt zur Direktwahl des Bundeskanzlers – und meinetwegen auch der Minister und Berater – durch das Volk geht über die Bürgerkandidaten.
    Genug gelabert! Engagiert euch bei den Bürgerkandidaten. Ich bin schon dabei.

    • Ich kenne solche Projekte schon ca. 10 Jahre. Damals hieß es Willi Weise und hat nie funktioniert.

      Das hätte vielleicht! eine Chance, wenn Millionen reingesteckt werden. Leider leider leider ist das Volk offensichtlich entweder nicht informiert, oder/und nicht bereit sich selbst zu unterstützen. Vielleicht ist aber auch das Vertrauen in aktuelle Parteien bei weiten Teilen der Bevölkerung immer noch nicht so schlecht wie es sein müsste.

      Das wäre ja auch etwas neues, was Volk so noch nicht kennt. Für Viele ist das allein schon Grund genug nicht mitzumachen, zu unbestimmt, dubios, da weiß man nicht was man kriegt usw. Wie heißt es so schön: Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht.

    • Lieber Koenig Ordnung,
      „Wie heißt es so schön: Was der Bauer nicht kennt, das frißt er nicht.“
      Aber Sie wissen es doch besser. Also machen Sie doch bitte einfach mit!
      Sie schreiben hier sehr viele Kommentare. Warum? Glauben Sie, damit etwas zu bewirken?
      Als einzelner Kommentarschreiber außer mehr oder weniger hoch geistigen Diskussionen vermutlich wenig. Im Verbund mit Gleichgesinnten in der Praxis vielleicht viel.
      Wobei es – und das ist keine offizielle „Parteipolitik“ der Bürgerkandidaten, denn so etwas gibt es nicht, sondern meine persönliche Ansicht – bei den Bürgerkandidaten ausschließlich darum geht, dem Volk das Instrumentarium zur Verfügung zu stellen um aus repräsentativer Demokratie direkte Demokratie zu machen. Ohne Gesetzesänderungen. Sondern im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten.
      Müssen dafür Millionen rein gesteckt werden?
      Wäre vermutlich eher kontraproduktiv. Denn woher würden die wohl kommen?
      Es müssen nur Millionen mitmachen. Zwei Millionen würden vermutlich reichen um die 5 Prozent-Hürde zu reißen. Drei direkt gewählte Kandidaten (ca. 200.000 Stimmen) würden auch reichen.
      Die Möglichkeit einen Anfang zu machen liegt nicht in den Sternen. Zwei Millionen (oder 200.000) Dampfplauderer (ich zähle Sie nicht dazu) aktiviert man mit einem Fingerschnippen. Zwei Millionen (oder 200.000) Wähler der Bürgerkandidaten sollten angesichts des weit verbreiteten Politikverdrusses auch ohne Millioneninvestmemts erreichbar sein.
      Ausreden, warum man etwas nicht angehen sollte gibt es natürlich zuhauf.
      Ich bediene mich dieser mehr oder minder unbewußt auch seit Jahren. Aber für mich ist das Faß übergelaufen. Ich muß aktiv werden! Bevor es zu Revolution und/oder Bürgerkrieg kommt. Denn wenn es soweit ist, ist es (für mich) zu spät. Denn dann kämen Praktiken zur Anwendung, bei denen ich mich aus Selbsterhaltungstrieb nur noch wegducken könnte.
      Selbst ein harmloses Engagement bei den Bürgerkandidaten (oder anderen fortschrittlichen Bewegungen) kann sich schnell als gefährlich erweisen sobald die Bewegung Gefahr läuft erfolgreich zu sein. Aber ganz ohne Risiko kann man halt nur zu Hause auf dem Sofa sitzen und gescheit daher reden.

    • Lieber W. Schürer

      Ich bewundere Ihr Engagement und Ihren Enthusiasmus.

      „Aber Sie wissen es doch besser. Also machen Sie doch bitte einfach mit!“

      Ich mache nirgendwo mit, da ich erkannt habe das alles was so – mit hehren Absichten – gemacht wird entweder falsch, oder zumindest sinnlos ist – vergebene Liebesmüh.

      Es gibt nur zwei Wege zu erreichen was alle Menschen weltweit IN ERSTER LINIE wollen.

      Das ist der Weg den Gott vorgegeben hat, den man den zehn Geboten und der Bibel entnehmen kann. Wenn alle diesen Weg gehen, geht es der Menschheit allerbestens.

      Der andere Weg ist der den ich erarbeitet habe. Und das sage ich weder in Bescheidenheit, noch in irgend einer Demut. Und nur für diesen Weg bin ich bereit Lebens-Zeit zu investieren.

      Wenn Sie mal länger und in Ruhe (Stille) darüber nachdenken, werden Sie möglicherweise erkennen können, das auch ein Projekt Bürgerkandidaten die Probleme nicht löst, gar nicht lösen kann.
      REGIONAL könnte zwar vielleicht einiges umgesetzt werden was Besserung oder Linderung beschert, aber das müsste wahrscheinlich teuer erkauft werden.
      Wenn du etwas sauber machst, wird etwas anderes schmutzig. Meistens sogar vieles Andere viel schmutziger (das gilt sinnbildlich generell für alles).
      Löse das Problem….

      Da halte ich es sinnvoller was viele oder gefühlt immer mehr Menschen machen. Im nächsten und erweiterten Umfeld für Besserung und angenehmeres Klima zu sorgen.

      „Müssen dafür Millionen rein gesteckt werden?
      Wäre vermutlich eher kontraproduktiv. Denn woher würden die wohl kommen?
      Es müssen nur Millionen mitmachen. Zwei Millionen würden vermutlich reichen um die 5 Prozent-Hürde zu reißen. Drei direkt gewählte Kandidaten (ca. 200.000 Stimmen) würden auch reichen.“

      Ja, es müssten leider Millionen Euro reingesteckt werden, alleine der Bekanntmachung UND Akzeptanz geschuldet. Woher die kommen, wäre im Sinne der Sache ersteinmal egal. Denn das System der Bürgerparlamentarier garantiert ja Unabhängigkeit, egal wie finanziert – oder nicht?…

      Um 200.000 Menschen zu ERREICHEN – kostet Geld – muß ordentlich gearbeit und bewegt werden. Selbst wenn sich 200.000 Menschen damit beschäftigt haben, blieben am Ende erfahrungsgemäß 0,01 bis 0,3% „hängen“, die auch weiter mitmachen und unterstützen. Da reden wir also über 20 bis 600 Menschen. Selbst wenn 10% anfänglich ! mitmachten, wären es gerade mal 20.000.

      So ein Projekt kann m.E. auch nicht „natürlich wachsen“. Also hier mal 3 Bürgerparlamentarier und da ml 5, dann wandern 2 wieder ab usw. So etwas geht nur ad hoc und massiv. Die dafür nötigen Kampagnen, kosten richtig Geld. Denn um politisch überhaupt etwas bewegen zu können, müssten ja 200, 300 Bürgerparlametarier im Parlament sitzen. Keine Ahnung wieviel das aktuelle Wahlsystem überhaupt ermöglicht. Zur „Willi Weise Zeit“ war die Grenze, glaube ich nach schwammiger Erinnerung, bei 224 möglichen Bürgerparlamentariern.

      „Sie schreiben hier sehr viele Kommentare. Warum? Glauben Sie, damit etwas zu bewirken?“

      Nein, das glaube ich nicht – das weiß ich.

      Fazit: Es ist zu überlegen, ob es nicht besser oder gar sinnvoller ist, zu hause auf dem Sofa zu sitzen und mehr oder weniger gescheit daherzureden, oder seine Lebens-Zeit und Energie mit Risiken und Gefahren anzureichern, obwohl von vorne herein das erstrebte Ziel kaum erreicht werden dürfte.

      Es ist mir persönlich auch nicht möglich eine Denkweise anzunehmen, die hier eine Insel der Glückseligkeit schafft, während andernorts Hunger, Not, Elend, Drangsal, Unterdrückung, Sklaventum usw etc pp bestehen bleibt.

      Ich bin der festen Überzeugung, das diesw Gerechtigkeit und Glückseligkeit nur global erreicht werden kann, oder in ganz kleinem Kreis. Und in kleinem Kreis auch nur dann, wenn diesen Kreis ein hohes Maß an Bewusstlosigkeit prägt, oder ein offen ausgesprochenes – scheiß auf die Armen…

    • Koenig Ordnung,
      „„Sie schreiben hier sehr viele Kommentare. Warum? Glauben Sie, damit etwas zu bewirken?“
      Nein, das glaube ich nicht – das weiß ich.“
      Das ist für mich auf den ersten Blick eine erstaunliche Einstellung für einen aufrichtig Diskutierenden, der bemüht ist sich gemeinsam mit anderen durch den Austausch von Argumenten der Wahrheit ein wenig anzunähern. Und für so einen Zeitgenossen hielt ich Sie im ersten Moment. Diesen Bonus kriegt bei mir jeder. Zumindest bis zum Beweis des Gegenteils.
      Aber nachdem ich inzwischen mehrere Kommentare von Ihnen gelesen habe wird mir klar, daß Ihre Funktion eher die der Abrißbirne ist, die alle pragmatischen konstruktiven Ansätze zum Einsturz bringen möchte. Der Abrißbirnenfahrer muß nicht an die Wirkung seiner Taten glauben. Er sieht sie unmittelbar. Er glaubt nicht, daß er etwas bewirkt. Er weiß es.
      „Ich bin der festen Überzeugung, das diesw Gerechtigkeit und Glückseligkeit nur global erreicht werden kann, oder in ganz kleinem Kreis. Und in kleinem Kreis auch nur dann, wenn diesen Kreis ein hohes Maß an Bewusstlosigkeit prägt, oder ein offen ausgesprochenes – scheiß auf die Armen…“
      Damit ist Ihnen ein herrliches Plädoyer fürs Dasein als Couchpotatoe und gegen jegliches Engagement gleich welcher Art – lokal, regional, global – gelungen. Viel Spaß auf Ihrem Weg, den Sie sich hoffentlich unter Einhaltung der 10 Gebote erarbeitet haben.

    • „Sie schreiben hier sehr viele Kommentare. Warum? Glauben Sie, damit etwas zu bewirken?“
      Nein, das glaube ich nicht – das weiß ich.“

      Ich schrieb Ihnen ja die Empfehlung in Ruhe (Stille) noch mal nachzudenken – sehr zu Recht wie ich sehe.

      Sie gehen etwas oberflächlich an einiuges heran. Eine Wirkung meines Geschriebenen habe ich bereits dadurch bewirkt, das Sie es gelesen haben. Weitergehende Wirkung kan ich manchmal gar anhand von gesagtem und Handlungen/Ereignissen verschiedener Personen sehen und beurteilen.

      „Aber nachdem ich inzwischen mehrere Kommentare von Ihnen gelesen habe wird mir klar, daß Ihre Funktion eher die der Abrißbirne ist, die alle pragmatischen konstruktiven Ansätze zum Einsturz bringen möchte.“

      Tja, sehen Sie, (wieder) mal nicht genug nachgedacht, oder/und (dadurch) falsch verstanden.

      Genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn der Meister sieht, das der Geselle den Motor falsch zusammenschraubt, dann weist er ihn darauf hin, da ansonsten Schaden in Form von Zeitverlust und Schäden am Motor selbst entstünden.

      Der Meister ist also in dem Fall nicht die Abrißbirne, sondern der Abrißverhinderer. Ich denke mal in 20, 30 Jahren werden Sie das auch erkennen – wenn Sie so weitermachen…

      Vielleicht nehmen Sie sich aber auch die Zeit und vor allem den Willen, setzen sich mal für ein paar Stunden oder 1 bis 2 Tage in einen völlig dunklen und geräuschlosen Raum und denken einfach nur nach. Das könnte einen Erkenntnissprung bewirken.

    • P.S.

      Und natürlich will ich Sie von Ihrem Projekt nicht abhalten – im Gegenteil – oder entmutigen. Ich wies nur auf den Fakt hin, das dies bereits einmal erfolglos versucht wurde UND (ganz wichtig) das dafür viel Geld benötigt wird – was Sie offenbar nicht wahrhaben wollen – UND das es eine Aktion sein muß die Ganzheitlich erfolgt. Das Brot muß also in einem Stück gebacken werden und am Ende der Backzeit komplett fertig sein. Ein peu a peu Modellbau kann in dem Fall nicht funktionieren, da unabsehbar viel Zeit verginge und die Fakten sich dafür zu schnell ändern.

    • „Damit ist Ihnen ein herrliches Plädoyer fürs Dasein als Couchpotatoe und gegen jegliches Engagement gleich welcher Art – lokal, regional, global – gelungen. Viel Spaß auf Ihrem Weg, den Sie sich hoffentlich unter Einhaltung der 10 Gebote erarbeitet haben.“

      Das haben Sie sehr gut und richgtig erkannt. Denn nur eine wohlüberlegte Strategie – in Ruhe auf der Couch erarbeitet – kann zu Erfolg führen. Hastiges Engagement „auf der Straße“ führt immer in den Irrweg und erreichzt wird meist das Gegenteil dessen man erreichen wollte.

    • P.P.S.

      Es muß Ihnen doch klar sein, das 2, 5, oder auch 10 Bürgerparlamentarier im Bundestag als „parteilose Hinterbänkler“ die sie dann wären, keinerlei nennenswerten politischen Veränderungen bewirken könnten.

      Und die nächsten 10, 20, 30 etc. Parlamentarier könnten frühestens 4 Jahre später in das Parlament einziehen.

      Unrealistische Träumerei hilft da auch nicht weiter…

    • P.P.P.S.

      Abrißbirne

      Wenn ich Ihnen folgendes schreibe:
      „Ich kenne solche Projekte schon ca. 10 Jahre. Damals hieß es Willi Weise und hat nie funktioniert.“
      „Ich bewundere Ihr Engagement und Ihren Enthusiasmus.“

      und Ihnen im Weiteren meine fundierte Meinung darlege wie es möglich wäre zu erreichen was Sie ereichen wollen…

      und Sie aus meinem Rat und meinem Tun – denn auch Schreiben kostet Zeit und ohne Kopf-Finger-Arbeit geht es nicht – einen Negativismus (Abrißbirne) konstruiernen, anstatt sich für mein kostenloses Engagement zu bedanken, dann sollten Sie mal darüber nachdenken, ob Sie nicht Ihre eigene Abrißbirne sind.

      Abrißbirne ist ja spätestens seit Kohl negativ konnotiert. Und was muß man im Nachgang zur Abrißbirne Kohl eingestehen?
      Ich weiß, Linke und viele Andere würden es nie und nimmer in den Mund nehmen, geschweige denn zugeben.

      KOHL WAR SEIT KOHL DER BUNDESKANZLER DER AM WENIGSTEN AB ODER EINGERSSEN HAT UND ZUDEM DER GERECHTESTE UND SOZALSTE BUNDESKANZLER – eben seit Kohl.

      Jeder der das negiert, kann sehr leicht durch Fakten einers Besseren belehrt werden – wird es aber wahrscheinlich nicht zulassen/einsehen….

    • P.P.P.P.S.

      Ich konstatiere also: Sie sind 8offensichtlich) nich an der Lösung Ihres Problems, oder ein Weiterkommen in der Sache interessiert, sondern such Unterstützer für ihr unausgereiftes Vorhaben und erwarten bedingungslose Zustimmung Ihrer Pläne.

      Ich kann Ihnen aus Lebenserfahrung heraus garantieren – so wird das nichts.

    • Koenig Ordnung,
      Untertänigsten Dank seitens des Gesellen an den großen Meister für die dringend erforderliche Belehrung!
      Nein: Spaß beiseite. Die größten Fortschrittsverhinderer der Handwerkszünfte waren diejenigen Meister, die ihre innovativen Gesellen mit dem Hinweis ausbremsten, das habe man schon immer so gemacht und die neumodischen Ideen der unerfahrenen Gesellen könnten niemals funktionieren.
      „Ein peu a peu Modellbau kann in dem Fall nicht funktionieren, da unabsehbar viel Zeit verginge und die Fakten sich dafür zu schnell ändern.“
      Ihr aus der Luft gegriffenes Plädoyer für Revolution statt Evolution überzeugt mich nicht.
      „Abrißbirne ist ja spätestens seit Kohl negativ konnotiert.“
      Und das vollkommen zurecht. Der Schöpfer der „blühenden Landschaften“ und Verscherbeler des Volksvermögens der Ostdeutschen hat durch seinen Protektionismus für Kirch et.al. und Förderung des Volksverdummungsinstruments Privatfernsehen den Boden für zwei noch größere Pfeifen geebnet als er selbst eine war.
      „Ich konstatiere also: Sie … such Unterstützer für ihr unausgereiftes Vorhaben“
      Das haben Sie vollkommen richtig verstanden! Chapeau!
      „und erwarten bedingungslose Zustimmung Ihrer Pläne.“
      Wie kommen Sie denn auf diese absurde Idee?

    • Ohne die Meister wären die Lehrlinge nie Gesellen geworden.

      Ich wünsche Ihnen jedenfalls viel Erfolg bei ihrer persönlichen Evolution. Bislang hat noch jede Evolution den (einzelnen) Menschen überdauert.

    • „Ohne die Meister wären die Lehrlinge nie Gesellen geworden.“
      In unserem Diskurs kommen zweifelsohne zwei verschiedene Arten von Meistern vor. Solche, die sich in langjähriger Berufsausbildung und Berufspraxis dazu qualifiziert haben und dies durch einen Meisterbrief nachweisen können. Und einer, der sich diesen Titel aus Selbstüberschätzung einfach anmaßt.
      „ Bislang hat noch jede Evolution den (einzelnen) Menschen überdauert.“
      Eine nicht zu bestreitende und gerade deswegen für Egomanen um so schwerer zu ertragende Erkenntnis.

  3. Berater, Lobbyisten, Denkfabriken sind ein Großteil des Problems und nicht die Lösung.
    Von den Politikern meiner Wahl kann ich auch gar nicht so ‚klein‘ denken, die haben schon Format, d.h. sie haben einen klaren inneren Kompass und können eigenständig denken.
    Entscheidend scheint mir, ist, dass eine wirkliche Debatten-Kultur zwischen all den Politikern unserer Wahl entsteht, dass sie einander zuhören, auf einander eingehen, gemeinsam weiterdenken und wenn sie an einer Stelle Beratungsbedarf haben, werden sie sich einig werden, wo sie den zu dem betreffenden Thema finden (also nichts starres wie die 5 Wirtschaftsweisen o.ä.) Der papiererne Austausch müsste krass reduziert werden zugunsten des freien direkten Debattierens. Texte länger als 30 Seiten sind eine Zumutung, ideal sind eine bis drei. Zeitgemäße Formeln für die Auslegung – wie früher etwa ’nach Treu‘ und Glauben‘ oder ‚im Sinne eines ehrbaren Kaufmanns‘ – könnten helfen, so dass nicht alle möglichen Eventualitäten schon im vorhinein ‚verifiziert‘ werden müssen. (Das machen aber diese riesigen Anwaltskanzleien, die davon leben, dass sie sich mit ihren hunderten von Seiten Text unentbehrlich machen).

  4. Es reicht nicht nur, die Politiker zu wählen. Man müsste sich auch mit deren Methodiken befassen. Zum Beispiel sollte man auch die Berater mitwählen können. Einem Siegmar Gabriel hätte ich gerne einen Michael Lüders zur Seite gestellt, damit der ihm erklären hätte können, dass Pattroullienboote an die Saudis zu verkaufen, die mit ihrer Seeblockade den Jemenen aushungern, keine gute Idee ist.
    Ich würde außerdem ein paar Plätze fest an ehrenamtliche Mitarbeiter der UN vergeben. Was besseres kann es nicht geben, wenn man sich in der Außenpolitik als Vermittler in Konflikten verstehen will.

  5. Wir produzieren im Überfluss und lassen andere verhungern.
    Wir produzieren im Überfluss und werfen den Überfluss auf den Müll.
    Wir produzieren im Überfluss und verbrauchen immer mehr Rohstoffe, die gar nicht oder nicht so schnell regenerieren.
    Wir produzieren im Überfluss und verseuchen dabei die Luft, den Boden und das Meer.
    Wir produzieren im Überfluss und zerstören unsere Natur, unsere Umwelt, unsere Lebensgrundlage nachhaltig.
    Wir produzieren im Überfluss, weil dadurch angeblich die Unterversorgung weiter Bevölkerungsschichten an den Berechtigungsnachweisen für die Teilhabe am Überfluss aufgehoben wird.
    Und wir wissen aber, dass das Produzieren im Überfluss nichts besser macht, sondern nur alles schlechter.

    Sind wir die dümmsten A… auf dem Planeten? Ich fürchte, ja.

    • Zumindest sind wir die Einzigen A….ö….-er auf der Kugelscheibe.

      Die enorme Destruktivität des Vorgehens, lässt allerdings auf ein gehöriges Maß an Intelligenz schließen.

  6. Was ist diese Tagesdosis?
    Kam da etwas verkehrt aus der Feder (Tastatur)?
    Also: Was dort angesprochen wird gibt es bereits, nennt sich Beamte und wirkt von Gemeinde bis Kanzleramt und in den Ministerien.
    Die halten den Laden am Laufen, entscheiden innerhalb des Spielfeldrandes, den ‚die Politik‘ absteckt.
    Mir ist nicht bekannt was Ihre Vorstellung von Politik ist und ich bin mir selbst jetzt noch nicht sicher, ob ich das ganze seriös nehmen soll.
    Sogenannte Technokraten-Regierungen haben wir erleben dürfen, in Italien und auch in den Niederlanden.
    (da hatten wir mal, vor 15 Jahren, einen ’selfmade-Millionär‘ als Wirschaftsminister…holy shit)
    Es war nur dramatisch was dabei heraus kam.
    Lassen Sie es mich überspitzt formulieren;
    ich hab lieber einen Bildungsminister der Blume mit H schreibt oder an Dyscalculation leidet aber dafür weiss, dass wir unseren Kindern eine allumfassende Bildung angedeihen lassen müssen und ihre Talente entdecken und entwickeln sollen.
    Der Bildung ganz anders denkt, der Konzepte hat für Gestaltung von Schule, von Architektur bis Klassengrösse, von Schulverbleib bis zur Anzahl (und Länge) von Unterrichtsstunden.
    Der weiss, dass Unternehmen und deren pseudo-Institute nichts in der Schule / seinem Ministerium verloren haben.
    Der die Entwicklung der Lerninhalte delegiert an seine fachkundigen Beamten.
    Der dafür sorgt und darüber wacht, dass unseren Kindern lernen Spass macht und sie sich entfalten können, mit der einzigen konsequenten Einschränkung, dass niemand dabei zu Schaden kommt.
    Ihre Traummannschaft von Effizienz und Können, ist der neoliberale Schleier der heute schon alles bedeckt.
    Wer bestimmt denn bitte was Effizienz beim Lernen ist?
    Besuchen sie mal Vorlesungen an Universitäten und hören sich in den Medien an, welchen Nonsense Leute mit Prof. Dr. vor Ihrem Namen, dort zum Besten geben.
    Wenn Sie glauben das Politik von „FACHLEUTEN“ gemacht werden soll, sind Sie auf dem Holzweg.

    Politik soll von aufrechten, überzeugten Idealisten in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und den Betroffenen gemacht werden.
    Dabei ist es eben nicht egal welche Geisteshaltung (Parteibuch) sie vertreten, da ökonomische Prinzipien sich zB für Bildung und Gesundheitswesen nicht eignen.
    Ökonomische Prinzipien eignen sich immer nur für Ökonomie, nicht für Politik, ausser wenn es um die Verteilung des gesamtgesellschaftlichen Wohlstands geht.

    Abrüstung, konsequenter Friedenswille und Besteuerung von Vermögen, können schon morgen Summen frei setzten, die es easy machen, für gute Poltikik zu sorgen, solange sie von karakterlich (!) geeigneten Menschen gemacht wird.

    Ihre effizienten Könner, können sie sich dahin schieben, wo sie den geringsten Schaden anrichten.
    Ihnen alles Gute

    • „Was dort angesprochen wird gibt es bereits,…“

      Alles schon dagewesen / Nichts Neues unter der Sonne
      „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“ Man könnte meinen, dieser Stoßseufzer stammt aus unserer Zeit, wo man über Dutzende Fernsehkanäle, Radio, Zeitungen und über das Internet eigentlich alles erfahren kann, wenn man es nur erfahren will. Das ist alles schon mal dagewesen.

      Nein, der Gedanke wurde schon vor mehr als zweitausend Jahren aufgeschrieben: In einem Buch der Bibel, „Kohelet“ oder „Prediger Salomos“ genannt, sinnt ein Mann über das Leben nach. Dabei legt er eine recht pessistische Haltung an den Tag. Er geht davon aus, dass es immer dasselbe ist, eben alles schon dagewesen. Er sagt: „Es gibt nichts Neues unter der Sonne.“
      kathweb.de/bibel/redewendungen/alles-schon-dagewesen-nichts-neues-unter-der-sonne.html

      *

      „Übrigens, Fake News sind auch keine neueun Neuigkeiten über falsche Neuigkeiten, oder auch Altigkeiten.

      Früher sagten wir Desinformation oder Lüge dazu. Da ja alles bis aufs letzte Wort anglifiziert werden muß, wird halt der Anschein erweckt, es handele sich um ein neues „Phänomen“.

      Dieses Vergessen, Verwässern, Verschleiern, atomisieren bis zur Unkenntlichkeit, findet ständig statt. Die neu hinzukommenden Erdenmenschen, wissen das alles nicht und es wird ihnen auch nicht vermittelt – nur sehr wenigen.

      Dadurch fängt immer alles wieder von vorne an, als hätte es keine Geschichte, keine Vergangenheit gegeben. Ein heute 50, 60, 70 jähriger Mensch, befindet sich in einer Deja Vu Dauerschleife. Das ist ziemlich grausam, glaubt mir…

      So wird der Mensch ALLE gemachten Fehler auch dann wiederholen, wenn er sie bereits hunderte Male gemacht hat und zwar immer und immer und immer und immer und immer……………………………………………………………. WIEDER!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!“

  7. Ich teile die Einschätzungen von Box und Petra weiter unten.

    Solche grundlegenden Systemänderungen sind aus meiner Sicht ohne Revolution auch nicht zu machen, was nicht heißen soll, dass ich gegen eine Revolution wäre. Aus meiner Sicht ist es aber falsch, irgendwelchen einzelnen Leuten oder vermeintlichen Experten zu viel zu übertragen. Es müsste generell viel mehr direkte Demokratie geben, also auch Volksabstimmungen und Bürgerbegehren auf gesamtstaatlicher Ebene zu konkreten Themen. Was sicher auch nur richtig gut funktioniert, wenn die Medien eine höhere Qualität und mehr Objektivität hätten… Es hängt eben alles mit allem zusammen, ohne grundlegende Änderungen in allen Kernbereichen unseres Systems gibt es kaum Aussicht auf Besserung.

    Übrigens: Wie sollte man denn eigentlich die fachliche Eignung von einzelnen Politikern wirklich im Detail beurteilen können? Das ist doch völlig weltfremd.

    • Benjamin 🙂
      Übrigens: Wie sollte man denn eigentlich die fachliche Eignung von einzelnen Politikern wirklich im Detail beurteilen können?

      Keine Berufspolitiker, wohin das führt sehen wir doch.
      Menschen aus ihrem Fach, die ihre Berufung ernst nehmen. Also z.B. einen Arzt, der sich als Heiler sieht, nicht als Mediziner. Dessen einziges Ziel das Wohl seiner Patienten (und nicht der Pharmaindustrie) ist, der auch schon vielen Menschen geholfen hat gesund zu sein… Der undogmatisch, auf Wunsch des Patienten, sowohl Schulmedizin, als auch Ayurveda und Traditionelle Chinesische Medizin und Homöopathie anwenden könnte.

      DEN könnte man zum Gesundheitsminister machen. Wenn er durch seine Tätigkeit Anderen ein besseres Leben ermöglicht hat, wird er eine „Fan“gemeinde haben und die würden ihn dann bekannt machen und erst dann stünde er zur Wahl.

    • Kristana,

      Ihr fiktiver Gesundheitsminister klingt ja wirklich sympathisch. Aber wieso brauchen wir eigentlich einen Minister? Wieso dieser Personenkult?

      Dass die Pharmaindustrie verstaatlicht und verschlankt werden muss, dass Medizin ganzheitlicher und undogmatischer – und nicht zuletzt: persönlicher – organisiert werden sollte, dass die Mafia im Gesundheitswesen bekämpft werden muss (aus Pharmaindustrie, Apotheken, Ärzten, Krankenhäusern, Krankenkassen), etc. p.p. – all das wäre uns beiden doch auch eingefallen, und sicher noch vielen weiteren Menschen. Dafür brauchen wir doch keinen „Guru“, oder? 😉

      Ich denke, man müsste – im Rahmen der Revolution – natürlich das ganze System vom Kopf auf die Füße stellen. Aber danach bin ich überzeugt, dass das neue System viel besser funktionieren würde ohne ständige Eingriffe von Seiten der Politik. Und diese konkreten Veränderungsmaßnahmen könnten doch debattiert und zur Volksabstimmung gestellt werden.

    • Hey Benjamin,
      „Aber wieso brauchen wir eigentlich einen Minister? Wieso dieser Personenkult?“

      Als Übergangslösung vielleicht erstmal 2-3 Minister mit einem Team. Ich glaub man kann dieses Untertanentum hier nicht auf einen Schlag verändern. Das wär für die meisten Menschen zuviel Veränderung. Veränderung macht immer Angst.
      Und Verantwortung zu übernehmen, statt Schuld zuweisen zu können müssen die Menschen auch erstmal wieder lernen. Heute leben wir doch in einer Welt, in der eine Gemeinde verklagt wird, weil jemandem ein Ast auf den Kopf gefallen ist.

      Step 2 könnte dann eine Art „Ältestenrat“ statt Ministerien, für die verschiedenen Bereiche sein.

  8. Möchte bei Petra anknüpfen. Genau – Fachkompetenz und Effizienz, das ist doch das, was Leute wie Schäuble immer betonen und eine ’straffere‘ Demokratie zum Durchregieren wollen.
    Aber sonst: Ein All Star Team, ein Dream Team, vom Bürger alle 4 Jahre auf seinem Wahlzettel
    frei zusammengestellt, das an die Arbeit geht, dabei Mannschaftsgeist versprüht und nichts anderem als den Bürgern und der Verfassung dient!
    Was die Befähigung dazu angeht, so kann man sich auf die Wahl der Bürger verlassen, denn was sonst sollte sie veranlasst haben, ihre Zusammenstellung so zu wählen.

  9. Genau meine Idee! Direkte Demokratie, ohne Herrschaft, ohne Parteien, die Besten ihres Fachs, direkt vom Volk ausgewählt. Technisch hätten wir dazu alle Möglichkeiten.
    Wir bräuchten zuerst freie Medien, die informieren, statt indoktrinieren. Sie müssten ALLE Informationen senden, nicht nur die, die den Konzern- und Herrschendeninteressen (Krieg, Ausbeutung, Verdummung, Angst) dienen. Keine bullshit-Sendungen mehr wie Dschungelcamp, keine Pseudo-Diskussionsrunden mehr, keine wissenschaftlichen Dogmen mehr. Nicht mehr der stündliche Aufruf zu Egoismus (unterm Strich zähl ich, Geiz ist geil), der in allen Sendungen (auch Spielfilme, Diskussionsrunden, Dokus) vorkommende, unterschwellige Hinweis, dass Kampf und Wettbewerb das einzige sind, was zählt. Du musst Ziele haben, Feinde haben, Ehrgeiz haben, dich freiwillig zu Tode arbeiten für die Erlaubnis zu existieren.
    Ich könnte noch einige Beispiele nennen. Und das Alles im sogenannten „christlichen“ Abendland. Hätten die Christen jemals aufmerksam gelesen, was christlich wäre, wüssten sie, dass es eigentlich ganz anders ist.

    Erst wenn wir die Mammutaufgabe der „Bildung der Bevölkerung“ gelöst haben, können wir erwarten, dass die Bevölkerung sich auch zu ihrem Besten entscheidet beim Wählen. Wissen ist wichtig um gute Entscheidungen treffen zu können.

    Eine Idee fürs Dream-Team hätt ich da schon. Fürs Bildungsministerium würde ich eine Koalition aus Prof. Hüther und Prof. Spitzer (verschiedene Ansichten) vorschlagen.

    • „Erst wenn wir die Mammutaufgabe der „Bildung der Bevölkerung“ gelöst haben, können wir erwarten, dass die Bevölkerung sich auch zu ihrem Besten entscheidet beim Wählen.“

      Also niemals! Bitte lieber Gott, befreie die Menschen von der Bildungslüge. Diese Lüge die in die Gehirne der Menschen implantiert und zementiert wurde, die sich ständig fortsetzt.

      Was ist Bildung? Undefiniert, unbestimmt, nicht messbar. Bildung ist nur eines; ein SCHULDZUWEISUNGSKAMPFBEGRIFF – nichts weiter.

      Bildung ist ein Bild mit der Endung ung – also Nöff Naff, Larifari usw.

      Als ob Menschen „ohne Bildung“ – wer soll das sein? – nicht wüssten was ihnen gut tut, was gut für sie ist und wie sie leben wollen.

      „Wissen ist wichtig um gute Entscheidungen treffen zu können.“

      Ganz richtig. Gute Entscheidungen können aber nur dann solche sein, wenn sie nach den Gesetzen der Logik getroffen wurden.

    • Logik ist
      unbestechlich
      ideologiefrei
      faktenbasiert
      unbedingt
      singular

      um nur fünf Bedingungen („Gesetze“) zu nennen die eingehalten werden müssen um von Logik, logischen Entscheidungen sprechen zu können.

    • Lieber Koenig Ordnung 🙂
      Wir beide in einem gemeinsamen Weltbild… Das ist noch sehr schwierig. Ich baue Utopia in meinem Kopf, ich rede nicht von Logik. Sie haben anscheinend Prof. Hüther noch nie gehört, sonst wüssten Sie, dass er ein Gegner unseres Bildungssystems ist. Also genau auf IHRER Spur.

      Ach und nochwas… Ihre vielgepriesene Logik hat uns an diesen Punkt hier gebracht. Und diese Entscheidungen waren vielleicht logisch, aber alles andere als gut!!!

    • Liebe Kristina

      Ich bezog mich nicht auf Prof. Hüther, sondern auf Ihren Text.

      „Ach und nochwas… Ihre vielgepriesene Logik hat uns an diesen Punkt hier gebracht.“

      Da hätte ich gerne nur ein einziges Beispiel für. Mir sind ausschließlich unlogische Handlungen bekannt, die uns hierhin gebracht haben. Logik ließe einen solchen Zustand gar nicht zu, geschweige denn das er durch Logik, logische Handlungen herbeigeführt werden könnte.

    • P.S.

      Ein Bildungssystem kann gar nicht existieren, da Bildung in keiner Weise definiert ist. Was wir haben ist ein Schul-ungs System.

  10. Mein Vorschlag…..

    Kanzler: Georg Schramm
    Finanzen: Dirk Müller
    Innenminister: Hans Söllner
    Außenminister: Frank-Markus Barwasser
    für Familie und Bildung: jemand aus der FreiLerner Community
    Kriegsministerium wird abgeschafft

  11. Hallo an Alle,

    ich habe heute in Rubikon folgenden Artikel gelesen und bin doch erstaunt.https://www.rubikon.news/artikel/aus-der-praxis-eines-verschworungstheoretikers

    Was sagt Kenfm dazu?

  12. Als ich die Überschrift las dachte ich an eine Persiflage. Das Lachen blieb mir dann beim Lesen in der Kehle stecken.

    Nicht nur, dass ganz unverhohlen die Paradigmen des Kapitalverhältnisses wie Effiziens und Fach-Ideotie affirmiert werden, nein, es wird noch so getan, als ginge es in der bürgerlichen Demokratie um die Lösung konkreter Probleme realer Leute oder gar die Angelegenheiten aller. In der öffentlichen Sphäre westlicher Demokratien geht es ausschließlich um den konkurrenten Austrag abstrakter Interessen, denen sich nach ihrer Formulierung als Gesetzesnormen – je nach Bedarf manchmal auch als sogenannte Werte oder Wert mit Pathos in die Welt verkündet – alle zu unterwerfen haben, was immer das für konkrete Personen auch für Folgen haben mag. Jegliches Allgemeine unserer ungesellschaftlichen Gesellschaft ist auf diese Abstrakta reduziert. Die konkrete Durchsetzung dann ist der Öffentlichkeit entzogen und weder sicht- noch theoretisierbar.
    Wenn es um ein gutes Leben für alle gehen soll an dessen Gestaltung ein jedes nach seinen eigenen Bedürfnissen teilnimmt, wäre das, was hier so eifrig angerufen wird, nämlich (Pathos an) die Demokratie!!! (Pathos aus) erst einmal in den Orkus zu verbannen, denn diese sieht Berücksichtigung von konkreten Personen mitsamt ihren Bedürfnissen nicht vor.

    • Und das ist gut so, dass Personen nicht berücksichtigt werden, oder es vorgesehen wird, sie zu berücksichtigen.

      Wer hat was davon, dass ein Stück Papier berücksichtigt wird?

      Notwendig ist es, den Menschen zu berücksichtigen. (Punkt!)

    • Die Demokratie ist – mit uns – doch schon im Orkus. Und Cerberus (Capital Management), der „Furchtbare“ , bewacht den Eingang.

    • Danke Petra,
      hatte Ihren Beitrag zu spät gesehen, ich dachte auch, mich haut es vom Hocker 😉
      Leider schwache Nummer vom Autor.

    • PS:

      Cerberus Capital Management ist ein Investmentfonds-Management-Unternehmen mit Sitz in NY, gegründet von Stephen Feinberg. Spezialgebiet: Unternehmensaufkauf und -Veräußerung.

    • „Wenn es um ein gutes Leben für alle gehen soll an dessen Gestaltung ein jedes nach seinen eigenen Bedürfnissen teilnimmt, wäre das, was hier so eifrig angerufen wird, nämlich (Pathos an) die Demokratie!!! (Pathos aus) erst einmal in den Orkus zu verbannen, denn diese sieht Berücksichtigung von konkreten Personen mitsamt ihren Bedürfnissen nicht vor.“

      Es ist dem Wesen der Demokratie egal wer, was, oder welche Bedürfnisse in welcher Form berücksichtigt werden, oder auch nicht. Demokratie ist nur ein Wort, ein Werkzeug. Die Ausgestaltung obliegt einzig dem Menschen. Es gibt also keine „Unmöglichkeit der Demokratie“.

      Mir wäre auch kein anderer Begriff oder Regierungsform oder sonstewas bekannt, die derartige Berücksichtigung aller Lebewesen berücksichtigte. Auf dem Papier, ja – hat aber mit der Realität nichts zu tun.

  13. Der Westen glaubt an das Tun, der Osten an das unbewegte Sein. Die religiöse Übung im Westen besteht in Anbetung, Verehrung und Lobpreisung; die Übung des Ostens besteht in Versenkung in einen – wir sagen bewußtlosen Zustand- , den der Osten als das höchste Bewusstsein preist, zur Erzeugung einer Geisteshaltung zur Disziplinierung seelischer Triebkräfte (Stolz, Begierde). Der Westen sucht immer Erhebung, der Osten Versenkung oder Vertiefung. Wir fürchten uns vor dem persönlichen Unbewußten. Wir ziehen es daher vor, lieber den anderen zu sagen, wie sie es machen sollen. Dass Besserung des Ganzen beim Einzelnen, bei mir selbst anfängt, das will nicht in den Kopf.

    • Ich denke ja, als alter Dialektiker, dass sowohl Hinduismus/Buddhismus (alles beseelt/ oder Nirvana; zyklische Theorien) als auch der „westliche“ Monotheismus (teleologische Theorien) beides letztlich isolierte Seiten der selben Medaille sind. 😉 (Östliches) Sein und (westliches) Sollen, Passiv (Ruhe) und Aktiv (Bewegung) sollten vermutlich im Idealfall in der Buchhaltung ausgeglichen sein. – Das „Sollen“ begründet übrigens z.B. das Jahrtausende alte Schuldgeldsystem, entstanden aus Opfern für die Götter zur Gewährung von Wünschen; – der Kapitalismus ist aus Sicht dieses Gleichgewichtssystems natürlich eine absolute Katastrophe, da er sich als „Wunschmaschine“, so übrigens die Pointe aus Michael Endes Unendlicher Geschichte, gewalttätig am blanken Sein vergreift, und immer mehr „gesollt“ wird, bis Nichts (mehr) da ist; -(auch) das Motiv der zeitstehlenden „Grauen Männer“ aus Momo. – – Meinte zumindest der erste Theoretiker einer Harmonielehre für anarchistische selbstorganisierende Systeme mit Namen Lao Tse: Der Weg (das Sein) IST das Ziel (das Sollen) 😉

    • 😉Anders als bei der „höheren“ Erkenntnis, gewonnen durch Gegensätze/Thesen und Synthese, sind die Prinzipien des Daodejing GEGENSÄTZLICH, jedoch KOMPLEMENTÄR, und das DAO von dem man sprechen könne, ist nicht das ewige DAO (Dao= Weg, Fluss, Prinzip, Sinn; De=Kraft, Leben, Charisma, Tugend, Güte; jing=Leitfaden, Textsammlung).
      Lǎozǐ, der nach der Legende das Daodejing schrieb, war, wie Sie schreiben, der erste Theoretiker eines harmonischen Zusammenlebens für anarchistische selbstorganisierende Systeme.
      Das Daodejing (Taoismus) des Lǎozǐ unterscheidet sich von den verschiedenen Formen des Buddhismus und Hinduismus.
      Im Daoismus verweilt der Weise im Wirken ohne Handeln (Wu Wei).
      Nicht-Tun/Nicht-Eingreifen in allen Lebensbereichen beruht auf der Einsicht, dass das Dao, welches aller Dinge Ursprung und Ziel ist, von selbst zum Ausgleich aller Kräfte und damit zur optimalen Lösung drängt. Tun ist für Lǎozǐ ein (absichtliches) Abweichen vom natürlichen Gleichgewicht durch menschliche Maßlosigkeit. Jede Abweichung hat darum eine (absichtslose) Gegenbewegung zur Folge, die das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen sucht. Fehlentwicklungen begegne man mit viel Geduld, wissend, dass sie ihren Zenit überschreiten werden.

      Das Dao ist der Weg (Fluss, Prinzip, Sinn); das Dao, von dem man sprechen kann, das ist nicht das ewige Dao.
      Wirken ohne Handeln/Nicht-Tun.

      Das westliche Tun (Sie nennen es Sollen; ich nenne es auch Kriegen) begründet auch m. E. das Schuldgeldsystem . Das Prinzip ‚Schuld‘ ist erprobt und funktioniert immer, wenn geglaubt wird: an Religion oder an Geld (Schuldgeld). Der Schöpfer von Geld wird zum Schöpfer einer Religion und der Gläubige zum Schuldner. Der Zins ist das Versprechen auf ewiges Leben im Paradies. 😉

  14. Daß es auf kommunaler Ebene weniger korrupt zugeht, vermag ich nicht zu bestätigen. Inklusive Propaganda und Meinungskontrolle. Man kennt sich, trifft sich und schachert einander zu.

    Die Lösungen, nach meinem Dafürhalten, sind bekannt, durchtheoretisiert und auch in weiten Teilen erprobt. Es hapert allein an den Leuten für die Umsetzung.

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