Tagesdosis 23.7.2018 – Die Rechte, das Kapital und der Frieden mit Russland

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Wachsende Monopole schlucken kleinere Unternehmen und die letzten öffentlichen Sektoren. Dennoch ächzen ihre Eigner unter sinkenden Profiten. Die globale Kapitalverwertungs- und -überproduktionskrise spitzt sich zu. Aufrüstung, Zerstörung und damit einhergehende Eroberung neuer Märkte scheint die letzte Option der mächtigsten Fraktionen des Großkapitals zu sein, um die Macht in ihren Händen zu sichern. Unterstützt vom wankenden US-Imperium und den Regierungen seiner europäischen Verbündeten, haben sie Russland zum Zielobjekt ihrer Begierde erkoren. Der Wirtschaftskrieg gegen das Riesenreich tobt längst. Jede weitere Provokation könnte einen Weltkrieg auslösen.

Das gilt es zu verhindern. Selbstverständlich. Frieden mit Russland ist ein Gebot der Stunde. Doch man mag sich wundern: Stramm rechte Parteien schwimmen ebenfalls auf dieser Welle. Also Parteien, die keineswegs die kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse inklusive der barbarischen Ausplünderung der »dritten Welt« beenden wollen. Parteien, die sich für Aufrüstung, Polizeistaat und die NATO – unter europäischer Herrschaft – aussprechen, die jeglichen Humanismus vermissen lassen, also etwa das Retten von Ertrinkenden verbieten wollen. Die, wie die neoliberale Einheitsfront, den eigenen Wohlstand weiterhin auf Kosten der Mehrheit der Menschen zu sichern gedenken und penetrant Hass auf Ausländer schüren.

Schon häufig berichteten Medien darüber, dass Gelder aus Russland an ultrarechte Parteien in Europa flössen, beispielsweise an den Front National, aber auch die AfD. Nicht zu vermuten ist, dass an all den Berichten gar nichts dran ist. Dafür sprechen nicht nur die zahlreichen Reisen nach Russland unter anderem von deutschen Rechtsaußenpolitikern oder deren Kampagnen für »Frieden« mit dem Riesenreich. Dafür spricht auch, dass die AfD außerordentlich viele Anwälte in ihren Reihen vereint, die bekanntermaßen sehr allergisch auf jedes falsch zitierte Wort reagieren und gerne mit teuren Unterlassungsklagen drohen. Auch Journalisten wollen nicht permanent die Justiz am Hals haben.

Um zu verstehen, was passiert, ist es nützlich, sich in die Rolle der Kapitalisten zu begeben. Die Gründungsväter der AfD stammten vor allem aus Kreisen eher mittelständischer, national oder gen Osten orientierter Kapitalverbände. Schon länger waren diese unzufrieden mit Merkels Politik. Denn die begünstigte – und tut es immer noch – vor allem die Global Player mit Steuergeschenken und Subventionen. Die Intention dahinter ist plausibel: Die Monopolisierung schreitet voran, Arbeitsplätze werden immer stärker von diesen Megakonzernen abhängen – und damit auch das Steueraufkommen für den Staatsapparat.

Der Euro begünstigt diese sogenannte Neoliberalisierung ebenso wie diverse Freihandelsabkommen. Ein Teil des immer noch recht starken nationalen Kapitals zittert. Nicht zu unrecht: Für diese Unternehmer wird es zunehmend schwerer, sich gegen die alles schluckenden Mega-Finanzmogule zu wehren. Langfristig werden sie diesem spätkapitalistischen Konkurrenzkampf unterliegen. Kurzum: Sie brauchen einen starken, notfalls repressiven oder gar faschistischen Nationalstaat, um ihre eigene Macht zu sichern.

Erfolgversprechend ist ein solches Ansinnen nur mit dem Rückhalt des Kleinbürgertums und der Arbeiteraristokratie. Entsprechend schüren die AfD wie auch der Front National und andere ultrarechte europäische Parteien Nationalismus und Rassismus. Mehr noch: Die Hauptprotagonisten wissen eines sehr genau: Sich vom ökonomischen und militärischen Würgegriff des US-Imperiums zu lösen, ist nur mit der Hilfe Russlands und ohne Krieg in Europa denkbar.

Nun sind auch russische Kapitaleigner auf steter Suche nach neuen Märkten. Und sie leiden unter den Sanktionen. Dabei vertritt Russland, wie jeder kapitalistische Staat, selbstverständlich die Interessen seiner Herrschenden. Es ist folgerichtig, wenn dieser Staat nun Kräfte in Europa unterstützt, die am ehesten versprechen, dem westlich ausgerichteten Monopolkapital eine Alternative entgegenzusetzen. Man muss Russland dabei gar nicht unterstellen, Faschismus fördern zu wollen. Sein Hauptinteresse im globalen Spiel der Kräfte ist es, Krieg abzuwenden und seine Wirtschaft anzukurbeln.

Dieses Szenario bringt linke Kräfte – ja, die gesamte Friedensbewegung – in die Bredouille. Kann man für Putin sein, wenn man nicht Rechtsaußenkräften auf den Leim gehen will? Hilflos ahmen so manche Protagonisten die NATO-Parteien nach und erklären Putin zum Übel, zum Unsympathen schlechthin. Der Mensch neigt dazu, bauch-gefühlter Erregung nachzugeben. Doch darum kann es nicht gehen. Fakt ist: Auch Russlands Staatschef vertritt nur einen kapitalistischen Staat, einen Player der Herrschenden. Freilich verhält er sich besonnen. Mit einem anderen an der Macht wäre das Spiel möglicherweise schon eskaliert.

Gefragt ist differenziertes Denken. Denn das Thema Frieden mit Russland ist immanent. Die Lösung kann nicht sein, sich auf die Seite der NATO-Fraktionen zu stellen. Gemeinsam mit nationalistischen und faschistischen Parteien kann es ebenso nicht gehen. Denn deren Ziele und Absichten eben letztlich nicht human. Aus der Nummer kommen Humanisten nur heraus, wenn sie ihren Friedenswillen bekunden und zugleich ihre Ziele darlegen: Eine Gesellschaft, in der alle Menschen gleichwertig sind und gleiche Lebens- und Teilhabechancen am gesamtgesellschaftlichen Reichtum bekommen. Und letzterer ist enorm.

Denn eins steht fest: »Frieden« ausschließlich auf deutschem und europäischem Boden, der teuer erkauft wird mit Massenelend und Kriegen in den Peripheriestaaten, ist kein Frieden. Repressive Überwachungs- und Polizeistaaten sind kein Frieden. Das Versprechen an hiesige Konzerne für ein Weiter so mit dem ökonomischen Raubbau in aller Herren Länder ist kein Frieden. Immerhin ist genau dies, durchgesetzt von der Politik, auch verantwortlich für den grassierenden Sozialabbau in Deutschland und der gesamten EU.

Jene Kräfte, die Teile der unterdrückten Schichten selektieren und notfalls sterben lassen wollen, die deutsche Konzerne schützen möchten, statt den von diesen ausgebeuteten Menschen zu helfen, haben nicht mehr mit Frieden zu tun, als die herrschenden NATO-Parteien. Ein selektiver Frieden für einige wenige auf Kosten vieler ist alles andere als human. Hinter rechten Friedenswünschen stehen knallharte Kapitalinteressen.

Mit diesen Kräften im Hintergrund verkommen auch Fahrten nach Moskau unter dem Banner einer Friedensfahne zur einzigen Farce. Das dürfen und müssen Friedensaktivisten, die es ernst meinen, deutlich machen. Denn Frieden geht nur ganz oder gar nicht. Trotzdem bleibt es die einzige Option, gegen die westlichen Kriegstreiber und für friedliche Beziehungen zu Russland zu protestieren. Allzu viele bekommen diesen Spagat leider nicht hin.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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53 Kommentare zu: “Tagesdosis 23.7.2018 – Die Rechte, das Kapital und der Frieden mit Russland

  1. Es geschehen noch kleinen Wunder… die sogenannte Neoliberalisierung, die in Wirklichkeit eine dummdreiste Umsetzung antiliberaler Politik ist, wird endlich mal so genannt, „Der Euro begünstigt diese sogenannte Neoliberalisierung“.

    Ich bezweifle zwar, dass der Euro daran auch nur ansatzweise Schuld trägt, dass Arbeitnehmerrechte verschlechtert werden, aber es ist schon wichtig, dass klargemacht wird, dass die meisten Wirtschaftslobbyisten aktuell gerade KEINEN liberalen und auch keinen neoliberalen Kurs fahren – und daher die ‚AfD‘ sich über zahlreiche Spenden und massive de-facto-Werbung erfreuen kann.

    Ich kann auch wundersamerweise mal Putin(!) wirklich und ehrlich loben!

    Gerade lese ich, dass Putin Regierung plant, die mehr als dubiose – in meinen Augen geradezu absurd danebenliegende – UN-Resolution gegen die Arbeitsgenehmigungen von Nordkoreanern in Russland einfach zu ignorieren. Das halte ich für sehr gut.

    Nordkoreaner sind de facto in einem irren Knaststaat eingesperrt, und natürlich hilft man ihnen sicher nicht, wenn man sie damit ’sanktioniert‘, dass man ihnen auch noch ihre wenigen Möglichkeiten nimmt, ins Ausland zu gehen.

  2. Warum habe ich beim lesen der Kommentare nur das Gefühl dass es hier vor allem ums Recht haben bzw. besser Wissen geht? Ganz besonders dann, wenn man der Meinung von Frau Bonath mit persönlichen Bewertungen begegnen will? Sind wir handwerklich besser, wenn wir in der gleichen Art persönlich werden, nur weil Frau Bonath es mitunter so macht? Und sollte es hier ums besser Wissen oder besser Sein gehen. Warscheinlich müssten wir erst mal darüber nachdenken was mit uns selber schon nicht stimmt, wenn wir uns mit Menschen, die eigentlich das Gleiche Ziel haben, nicht verständigen können? Sind wir alle schon innerlich derart gespalten?

    • Wer als Autor dann im Kommentar andere als „Unmensch“ und „braunen Pseudo-Kommunisten“ bezeichnet, für den NWO-Pläne nicht die “ geringste verfickteste Rolle“ spielen, um dann gegen biertrinkende Deutsche mit dickem Bauch loszuledern, der, die oder das ist für mich dort angekommen, wo stumpfe, montone Sichtweisen nicht mit der Realität zusammenpassen wollen und wo der Frust auch nicht durch lautere, hässlichere Wiederholung gemildert werden kann.
      Das ist doch wirklich asozialer Jargon. Mir persänlich ist es egal, mich belustigt das sogar ein wneig, aber eigentlich müsste man die Sperrung solch einer Person überdenken. Aber wegen mir nur weiter so, die Falschheit der Ideologie wird dadurch immer besser sichtbar.
      Wer dermaßen hysterisch kräht, hat in den Augen vieler einfach nicht recht. Ein Bärendienst.
      Man könnte fast vermuten, dass die Artikel gar nicht von derselben Person stammen.

  3. Leider will auch ich kritisieren. Ist bissig geworden, sorry Susan Bonath, Du brauchst es nicht persönlich zu nehmen. Hatte es zunächst für eine FB-Gruppe so formuliert.
    Ja, die gute Susan Bonath. Wie fügt sie in ihre Theorie ein, dass die Afd Sanktionen gegen Russland zustimmt, wenn es mal abzustimmen gilt? Natürlich spielt sie auf Rainer Rothfuss an, ohne ihn zu erwähnen. Ein Insider halt 😉 Meine Meinung dazu ist klar: auch der wird nichts daran ändern, dass die Afd eine Partei des westlichen Kapitalismus ist und nicht des russischen. Wie wäre es dagegen, mal darüber nachzudenken, wenn Gelder aus Russland kommen, dass es dort Kräfte gibt, die, wie in den „guten Zeiten“ unter Jelzin, lieber mit dem westlichen Kapitalismus ins Bett gehen wollen? In einem stimme ich Susann Bonath zu, Weltfrieden – das sagt das Wort schon – der kann nicht national sondern nur international sein. Kapitalismus dagegen – das scheint sie zu vergessen – zu dem passt es wunderbar, ihn zu nationalisieren, die Menschen zu spalten.
    Ansonsten gilt das Allgemeine, und da kopiere ich einen Kommentar den ich schon unter dem Video bei youtube gepostet habe:
    „Ja, was war zuerst, das Ei oder die Henne?
    In diesem Fall war ganz klar das Finanzsystem zuerst, dann kam der Kapitalismus.
    Einfach mal die Fakten recherchieren, die natürlich in der Schule nicht gelehrt werden.
    Dass bestimmte Kräfte unter dem Kapitalismus dann noch Details des Geldsystems an ihre Pläne anpassen konnten, ändert nichts an der grundsätzlichen Feststellung der historischen Fakten.
    Aber Mensch macht es sich gerne einfach und einem berühmten Guru mit vor 150 Jahren erdachten Theorien nachfolgen, das ist halt ein „linker“ Mainstream und wirklich sehr bequem.
    In 150 Jahren aber ist viel passiert und das könnte man berücksichtigen.
    Wie wäre es mit einfach mal selbst recherchieren und denken?“

  4. Es fliesen bestimmt keine Gelder der Russischen Regierung zur Unterstützung ultrarechter Gruppen nach Europa, auch nicht zur AfD oder NDP oder Front National usw.. Sie sollten schon unterscheiden, ob Sie eine russische Regierung mit Putin oder Privatpersonen, wie ultrarechten Oligarchen, meinen.

    Mein Hintergrund dazu:

    Unter dem Vorwand, die Ukraine von „irgendwas“ befreien zu wollen, befindet sich Deutschland plötzlich 2014 mit in einem neuen Krisengebiet. Der damalige SPD-Aussenminister Steinmeier unterstützte mit unserer deutschen MERKEL-Regierung einen faschistischen Putsch mit Kriminellen. Das war von den US-Diensten und unseren willigen und US-freundlichen Politikern so geplant. Unbemerkt wurde in Bayern, im Garmischer „Marshallcenter“, einer Einrichtung des US-Verteidigungsministeriums, diese Krise am Maidan mit angerührt, wie dort viele Konflikte, insbesondere im OSTEN Europas auf deutschen Boden mit Wissen deutscher Politker, zuerst als US-Doktrin verkauft und danach richtig, hauptsächlich im Interesse der US-Finanzwirtschaft, angezündet und angefeuert werden. Die Operationen werden diskret unter blau-weissen Himmel geplant.

    Der BND belieferte über seine Münchner Vertrags-Firma IBCOL vor den MAIDAN-Unruhen ukrainische Geheimdienste mit hochwertiger deutscher Abhör-und Geheimdiensttechnik

    Der verstorbene Vertriebschef K. dieser Firma, der vor seiner Tätigkeit lange Zeit für den Verfassungs-schutz arbeitete, war ein langjähriger Bekannter von mir und die Geschäftsführer Schneider und Scheitz kannte ich auch. Die deutsche Technik verbaut von der Firma IBCOL, welche auch den Kanzler-AIRBUS mit deutscher Abhörtechnik für rund 300 Millionen Euro umbaute, deswegen durfte Merkel nicht über den IRAN fliegen, verhalf der neuen politischen Richtung die heimliche Koordination des MAIDAN-Umsturzes.

    Durch die gezielte elektronische Ausschaltung und Störung aller regulären ukrainischen polizeilichen und militärischen Kräfte durch „Funkstörung“ war der MAIDAN-Umsturz erst möglich. Letztendlich musste Präsident Janukowitsch vor u.a. Steinmeier zurücktreten und das Land verlassen. Er fürchtete um sein Leben. Das Magazin STERN hat damals meine Story zwar angekauft, aber nie veröffentlicht. Wahrscheinlich wurde diese Story durch Intervention von Pullach in den Untiefen eines Panzerschranks versteckt. Deswegen heute mein Kommentar hier bei KEN.

    Steinmeier traf sich in Kiev am 21.02.1014 mit dem korrupten Vitali Klitschko , als Vertreter seiner Partei UDAR (Klitschko hat sich auch schon mit BND-Mitarbeiter in Kiev getroffen), und dem aus den USA finanziell unterstützten MAIDAN-Organisator und Neo-Nazi Anführer, O. Tjahnybok , der seine ultrafaschistische Partei „Allukrainische Partei SWOBODA“ vertrat, sowie dem Anführer Arsenij Jazenjuk von der Partei Allukrainische Vereinigung „Vaterland“, der in den USA rechtskräftig wegen Geldwäsche mehrmals verurteilten Gasprinzessin JULIA TIMOSHENKO . Arsenij Jazenjuk wird von der NATO, vom Marshallcenter, von US-Fonds, weiteren Banken und einem Rothschildfonds, nach seiner Webseite, unterstützt. Sein schwarzer Fleck ist seine Schwester. Sie ist angestellte Rechtsanwältin der US-Scientology-Church und wohnt in USA in Santa Barbara, wo er des öfteren auf Besuch ist.

    PUTIN stört, dass der WESTEN die ultrarechte Partei SWOBODA für einen Umsturz in der Ukraine unterstützt, welche öffentlich verbreitet, dass Juden und Russen an Laternen aufgehängt werden sollen. PUTIN hat sich mehrmals gegen die Unterstützung der neofaschistischen Kräfte in der Ukraine gewandt. Russland retten nur seine Atomraketen vor einem westlichen Einmarsch.

    Der Westen treibt seinen „asymmetrischen Krieg“ gegen Russland weiter voran

    Der öffentlich-rechtliche Sender ARD verbreitete am 27. Februar 2014:

    Wenn das ukrainische Parlament zustimmt, dann wird die “nationalistische Oppositionspartei Swoboda” (Zitat Tagesschau) heute Regierungspartei in einer von der Vaterlandspartei dominierten Mannschaft, die nach der insbesondere von Israel, den USA und einigen EU-Staaten vorangetriebenen “nationalen Revolution” das Ruder in der Ukraine übernehmen soll.

    Man erkennt leider immer wieder, dass das öffentlich rechtliche Fernsehen in der alten Form, wie es vor der Wende war, nicht mehr existiert.

    Wenn ich IHREN fehlerhaften Kommentar lese fühle ich, dass Sie nachgestellten posttraumatischen DDR-Journalismus aus einem FDJ-Blatt verwenden. Also aus einer Zeit, wo das selbstgemachte und aus dem Westen mit finanzierte DDR-Paradies, aus geraubten und verstaatlichten Firmen (Privateigentum) stammte und Brot mit verheizt wurde. Ich wünsche mir lieber einen gesunden Kapitalismus, wie er vor der Wende war, als ein DDR-System oder IHRE Ideen, dessen Ende jetzt schon absehbar ist.

    FAZIT: Putin wird nicht Gruppen unterstützen, die ihn abschiessen wollen.

  5. Hallo Frau Bonath, liebe Kommentatoren,

    ich habe Ihren Artikel gelesen, Frau Bonath und finde Ihn, wieder einiger Sprecher hier, sehr gut.
    Es kann nie darum gehen mit drei Sätzen die Welt zu verbessern, schon weil für jeden etwas anderes das Bessere ist, aber es kann und muss immer darum gehen, ein gemeinsames „Besser“ herauszuarbeiten.
    Ich wüste auch niemanden, der weiß, was genau das Richtige ist im humanistischen Handeln, das wäre dann wohl „Humanitätsgeschwurbel“ wie @ Huley weiter oben spricht, jedoch müssen wir alle uns mühen eine, doch schon grundsätzliche sprich auch radikale Richtung im politischen Verhalten für alle Menschen auf dem Planeten zu finden. Das heißt für mich gemeinsam zu denken und nicht gemeinsam aufeinander zu schimpfen auf die die doch das Gleiche wollen. Solches ist dieselbe Ausgrenzung wie wir sie in wirtschaftsdiktatorischen, faschistischen Strömungen verachten.
    Niemand benötigt vermeintliche Schlauberger sondern Mitdenker.
    Ein Bestandteil solchen Schaffens ist in jedem Fall die Analyse der aktuellen Situation und als nichts Anderes habe ich den Beitrag von Frau Bonath verstanden.
    Und gerade weil es keine definierten Blockströmungen mehr gibt, ist es wichtig die aktuelle politische Situation sortieren zu suchen. Wer sich über denkende Menschen jedoch erhebt gehört keiner progressiven Strömung an, ist meine Meinung.
    Mein Weg für die Gesellschaft ist der Kommunismus, diesen werde ich niemals für ultimativ halten aber für die beste derzeit verfügbare Alternative. Wer diese Möglichkeit als angeblicher Humanist und Friedensstifter grundlos geringschätzend und überheblich verwirft hat Marx nie gelesen, sondern beruft sich auf hören sagen, zB. der ARD.
    Bessere Alternativen sind immer willkommen, doch sollten sie der Tiefe überlegt sein. Mir ist da keine bekannt.

    • Moin, Rotauge,
      „Mein Weg für die Gesellschaft ist der Kommunismus“
      dann sind wir mindestens schon 2!
      Trotzdem oder gerade deshalb ist es doch wichtig sich auseinanderzusetzen um die jetzige Analyse der Weltlage, um den Weg zu unserem Ziel und auch wen wir mitnehmen wollen dorthin.
      Ich habe den Kommentar von S. Bonath so verstanden, dass es ein Zusammengehen mit den Teilen der AFD und wohl auch anderer sog. rechtspopulistischer Parteien und Gruppierungen nicht geben soll/darf. Das halte ich fuer einen Fehler. M.M.n. sollte aus buendnispolitischen Erwägungen heraus die Zusammenarbeit zumindest nicht verhindert werden. Wie will man an die Menschen, die sich als die Wähler der AFD begreifen, herankommen, um sie fuer einen antikapitalistischen Kampf zu gewinnen? Auf keinen Fall durch Abgrenzung, weil wir ja die Weisheit mit Löffeln gegessen haben. Nein die Mehrheit der AFD Wähler glaubt, dass es mit den anderen Parteien so nicht weiter geht und hoffen, dass die AFD eine Alternative bietet. Nur in der Diskussion kann sie von diesem Irrglauben abbringen.
      Es hat uebrigens in der damaligen KPD eine heftige Diskussion um die Buendnispolitik in die faschistische Gewerkschaftsbewegung gegeben.
      Eine andere Frage ist, wieweit uns der Parlamentarismus unserem Ziel näherbringen kann. Ich bezweifle, dass er zur Ueberwindung des Kapitalismus taugt, sondern halte Lenins Kaderpartei fuer ein Muss.

      „Ein Bestandteil solchen Schaffens ist in jedem Fall die Analyse der aktuellen Situation und als nichts Anderes habe ich den Beitrag von Frau Bonath verstanden.“

      Ja, volle Zustimmung! Ein Diskussionsbeitrag! Nur darf man sich nicht beschweren, wenn dann andere Meinungen provoziert werden. Frau Bonath hat schon wiederholt die Humanität eingefordert, wenn es um die Migration ging. Hier unterstellt sie ohne Verweis, dass es Parteien gibt, „die sich für Aufrüstung, Polizeistaat und die NATO – unter europäischer Herrschaft – aussprechen, die jeglichen Humanismus vermissen lassen, also etwa das Retten von Ertrinkenden verbieten wollen.“
      Welche Parteien sind es? FN? AFD?
      Nun bin ich keine Partei, aber ich halte die Flutung von Migranten mit islamistischen Hintergrund auch fuer einen Fehler. Ich habe das mehrfach begruendet in meinen Zuschriften und will mich nicht wiederholen.
      Von daher: unbedingt ja zur Auseinandersetzung um diese zukunftsträchtigen Fragen, aber bitte ohne eingeschnappt zu sein, wenn man mal anderer Meinung ist.

    • Wenn wir zu Modellen der Vergesellschaftung kommen wollen, dann können wir kaum 9/10 der Gesellschaft aussperren. Oder wieviele Menschen in diesem Land sind zur Zeit mental so gestrickt, dass sie raus wollen?
      Ich kenne viele Unzufriedene, aber noch würde keiner einer Krawallideologin wie Frau B. auch nur im Geringsten über den Weg trauen. Da bleiben die lieber im status quo, was ich persönlich absolut verstehe. Better the devil you know, denn was die Frau mit ihrem 80er Jahre DDR-Jargon eigentlich will, das weiß sie vermutlich selbst am allerwenigsten. Das alles hat eine traurige Komik, was sie da von sich gibt.

      Und weil das Endziel einer Umgestaltung so absurd fern ist, erscheint mir die Absolutheit, mit der die Autorin andere ausschließt als wäre ausgerechnet sie eine Figur von Relevanz schon kurios und selbstvergessen. Und dann noch wie King koks herumrennen und festlegen, mit wem man gegen Frieden sein darf und w´mit wem nicht.

      Da spielt jemand in seiner Bedeutungslosigkeit den großen Macker, ein König ohne Königreich. Ein Journalistensimulant, der schon die ideologischen Leitplanlen einrammt als ginge es darum, sich durch Eifern für höhere Weihen zu empfehlen. Solche kann man immer brauchen, wenn es ernst wird. Ob beim braunen oder roten Faschismus, in irgendeiner Kirche mitsamt Inquisition. Triefend und glühend und beseelt der einzig wahren, richtigen und guten Idee. Oh Mann, gibt es dafür keine Pillen?

  6. Liebe Frau Bonath,

    alles, was Sie geschrieben haben ist bekannt.

    Leider gibt es auch Fehler, wie z.B.:
    „Die Monopolisierung schreitet voran, Arbeitsplätze werden immer stärker von diesen Megakonzernen abhängen – und damit auch das Steueraufkommen für den Staatsapparat.“

    Richtig ist, dass die Monopolisierung voranschreitet, falsch ist, dass das Steueraufkommen des Staatsapparates von den „Großen“ bestritten wird.

    Das Gegenteil ist der Fall: die großen Kapitalgesellschaften haben es geschafft, ihren Steueranteil von 51% Kapitalertragssteuerr auf etwa 15% zu senken. Darüber hinaus spielt die „Steuervermeidung“ mit Hilfe verbrecherischer Regierungen eine wesentlich Rolle.

    Fakt ist, dass genau „die Großen“ immer weniger zum Steuerauskommen beitragen und die „Kleinen Kapitalfraktionen“ immer mehr gepresst werden.

    An Lösungen haben Sie, genau wie meine kommunistischen Freunde nichts, aber auch gar nichts zu bieten außer ihrer Humantätsrabulistik, der Forderung nach der Abschaffung des Kapitalismus etc.

    Vorschlag zur Güte: Wir Antirassisten, Menschenfreunde etc. laden 100 arme Millionen Inder ein, am noch verfügbaren Wohlstand teilzunahmen. Haben Sie schon einmal die Konsequenzen bedacht???
    Vollkollaps des Sozialsystems, Bürgerkrieg!
    Wollen Sie das???

    Das Elend weiter Teile Linken liegt darin, dass sie außer ihrem Humanitätsgeschwurbel an praktischen und realisierbaren Lösungen nichts zu bieten haben. Das haben die Leute verstanden. Damit rede ich nicht der AfD das Wort!!!

    • Im Rahmen ihres Kommentars, zu Frau Bonaths Tagesdosis, sind sicherlich zwei aktuelle Artikel des Rubikon von Interesse:

      Dienstag, 24. Juli 2018, 10:00 Uhr
      ~11 Minuten Lesezeit
      Offensiv für Humanität
      Die Linke sollte dem Volk auf’s Maul schauen statt ihm nach dem Mund zu reden.
      von Rüdiger Rauls

      Es ist hilfreich, wenn der politische Gegner nicht umhin kann, Ansichten der Linken zu bestätigen. Nur darf sie sich nicht von solchen Zufällen und Geschenken abhängig machen. Will die Linke wieder gesellschaftlichen Einfluss gewinnen, muss sie Ansichten vermitteln, die die Wirklichkeit verständlicher machen. Vor allem aber muss sie wieder volksnah argumentieren, um die Ansichten des politischen Gegners zu zersetzen, ohne dabei dem Volk nach dem Munde zu reden.

      Zu sagen, was ist, bleibt die revolutionärste Tat.

      (…)
      Volksnähe ist das politische Gebot

      Eine politische Linke muss politisch argumentieren, nicht juristisch, nicht moralisch und schon gar nicht wortradikal. Die Einstellung in der Bevölkerung zur NATO ist nicht aufzuweichen durch moralische Vorwürfe oder die ständige Betonung der Gefahr eines Dritten Weltkriegs. Die meisten Menschen wollen sich dieser Frage gar nicht stellen, so lange ihnen kein Ausweg aufgezeigt werden kann, der erfolgversprechend scheint.
      (…)
      Was aber vermittelbar ist, sind die Kosten der Rüstung und der NATO-Mitgliedschaft. Obwohl nach den bekannten Fakten keine wirkliche Bedrohung besteht, werden die Rüstungsausgaben ständig ausgeweitet. Dabei rüstet „der“ Russe nachweislich nicht auf, sondern ab. Russland und China zusammen erreichen nicht das Militärbudget des Westens. Putin senkt nicht nur den Verteidigungshaushalt, sondern entwickelt im Gegensatz zur NATO Verteidigungswaffen statt Angriffswaffen.

      Statt also die Angst vor den Angriffswaffen des Westen zu schüren, muss die Linke immer wieder auf diesen Widerspruch hinweisen und fragen, warum der Westen es den Russen nicht gleichtut. Das muss die Argumentationslinie der politischen Linken in dieser Auseinandersetzung mit den Kriegstreibern sein.
      (…)
      Warum ist für Rüstung und Kriegsführung das Geld ohne Umschweife verfügbar, während zur Linderung der Wohnungsnot umständliche Gesetze verabschiedet werden, die wenig Erfolg bringen? Wieso wird das Geld für Waffen verplempert, statt das Elend an den Tafeln zu lindern, wo sich Bürger eines der reichsten Länder der Welt um Reste streiten müssen?

      Über 300.000 Haushalten in Deutschland wurde der Strom abgestellt, weil sie sich die hohen Strompreise, die höchsten in Europa, nicht mehr leisten können. Statt Milliarden in die Rüstung zu stecken, muss die Linke dafür mobilisieren, dass der Strompreis gesenkt wird.

      Das sind die Fragen, die gestellt werden müssen, volksnahe Fragen, die die Interessen der Menschen betreffen. Das sind die Probleme, die thematisiert werden müssen, anstatt durch Diskussionen über offene oder geschlossene Grenzen der Regierung die Ablenkung von diesen Fragen zu ermöglichen. Das sind die Ansichten, die Die Linke in die öffentliche Diskussion einbringen muss, will sie wieder Einfluss gewinnen auf das Denken weiter Teile der Bevölkerung. An diesen Interessen muss sie sich orientieren, nicht an moralischen Fragen, nicht an Scheingefechten auf der Ebene juristischer Rechthaberei.
      https://www.rubikon.news/artikel/offensiv-fur-humanitat

      Und:

      Dienstag, 24. Juli 2018, 16:00 Uhr
      ~10 Minuten Lesezeit
      Die Kriegspartei
      Programmatik und politische Praxis der AfD strafen deren Verheißungen Lügen.
      von Reiner Braun

      In dem Beitrag soll herausgearbeitet werden, dass die Programmatik und die politische Strategie der AfD eine kriegsbefürwortende, ja kriegsfördernde ist. Diese Aussage beinhaltet nicht – dies würde der Überzeugung des Autors auch widersprechen –, dass jedes AfD-Mitglied zugespitzt ein „Kriegstreiber“ ist. Auch in dieser Partei gibt es sicher Menschen, die dem Frieden verbunden sind und sich für diesen engagieren wollen. Die Programmatik und reale Politik der Partei AfD steht im Gegensatz zu dieser subjektiven Empathie.
      https://www.rubikon.news/artikel/die-kriegspartei

    • Ich versuche es für Sie noch mal:

      Also wenn immer mehr Firmen von Megakonzernen geschluckt werden, sorgen dann diese auch vermehrt für Arbeitsplätze (die noch benötigten) – richtig?

      Ein Löwenanteil der Steuereinnahmen stammt aus der Lohnsteuer – richtig?

      Und wer beschäftigt dann die lohnsteuerzahlenden Arbeiter, die aus ihrem Arbeitslohn von wem die Lohnsteuer zahlen müssen?

      Die Mega-Konzerne, die ja immer mehr Firmengeflechte unter ihrem Kapitalsack vereinen. Richtig?

      So habe ich das gemeint.

    • Wir sind so konditioniert in Industriearbeitsplätzen zu denken, als gäbe es nur die. Aber durch industry 4.0 wird da nicht mehr viel kommen.
      Ich habe in der vergangenen Wochen eine Familie dabei begleitet, eine Änderungsschneiderei zu eröffnen, da kann ichnur das Fazit ziehen:

      Der Staat versucht zu verhindern, dass Menschen ihr eigenes Ding hinbekommen. Der Staat hält den Großen die Konkurrenz vom Hals, durch Bürokratie, Gesetze, Hürden aller Art, zuletzt auch durch Patentgedöns. Alles produziert Kosten: Anwalt, Steuerberater, Notar. Viele wollen ihr Ding machen und verzichten dafür gerne auf Freizeit oder höheres Einkommen. Weil auch nicht alle Lebensentwürfe in einen Industriejob mir Tarifvertrag passen.

      Ich kenne einige, die aussteigen würden und den gehassten Job in fragwürdigen Branchen für weitaus weniger Geld verlassen würden, um sinnstiftendere Dinge zu verrichten.

      Alleine es gibt die Freiheit dafür nicht. Wir brauchen mehr Freiheit und wenige Staat, sonst hat bald keiner mehr überhaupt die Chance, den Monopolen zu entkommen.
      Hätte ich alle meine Steuern und Abgaben behalten können, dann hätte dieses System von mir keinen Cent für Rüstung und Krieg bekommen. So aber wird es automatisch eingezogen und schwupps sind die Panzer bestellt.
      Meine Geldflüsse wären in Bildung und Kultur geflossen, da hätte ich konsumiert und da wären auch Arbeitsplätze entstanden. Ich kenne im übrigen keinen Menschen, der übriges Geld für Rüstung hergeben würde. Das macht immer nur der Staat und seine Monopole. Und beides kann mir gestohlen bleiben.

  7. Liebe Susan,

    ich habe mir den text und die kommentare alle durchgelesen. Mein negativer eindruck von deinem text wird von den meisten kommentatorInnen aehnlich geaeussert. Das sollte dich doch eigentlich zum nachdenken anregen.

    Ich will nur auf einen punkt hinaus. Warum kannst du dich nicht eindeutig fuer eine positive alternative aussprechen? Mit ist es unverstaendlich, warum du immer mit dem hammer in alle richtungen agierst.

    Fuer einen frieden koennen wir uns doch eindeutig positiv aussprechen. Quer duch alle sozialen orientierungen im deutschen und deutsch-sprachigen raum. Das ist nicht einfach nur ein postulat. Und wenn wir dies in die hand nehmen, dann haben wir vieles in der hand, im griff, was uns das leben so schwer macht.

    Wenn wir fuer den frieden agieren, dann agieren wir gegen die gruende und die interessen fuer einen krieg. Immer. Von daher ist von vorne herein jegliches kleinteilige abwaegen fehl am platze. Es geht gegen Militaer und Paramilitaer und seine infrastrukturen. Es geht gegen alle apparate, die sich auf die kriegsfuehrung hin orientieren. Alle stehen im wege und muessen verschwinden. Schon das wuerde uns unsere lebensfuehrung massiv erleichtern.

    Frieden ist auch kooperation und nicht konkurrenz. Wir wollen nicht miteinander kaempfen, sondern uns gegenseitig unterstuetzen. Global. Dieser raum entsteht sofort, wenn wir fuer frieden agieren. Da stellen sich keine rhetorischen fragen, weil dies implizit enthalten ist.

    Und deine abgrenzungen? Vergiss es. Es gibt diese homogenen bloecke nicht, von denen du traeumst oder sie siehst. Du findest „rechtes“ denken bei den „linken“ und linkes „denken“ bei den rechten. Und wenn du dann deinen blick auf sympathisantInnen und noch weiter auf die waehlerInnen erweiterst, da ist nichts mehr an geschlossenen bloecken. Sie existieren nicht. Das sind alles hirngespinste oder Fata-morganas.

    Manche kommentatorInnen rufen dir zu, auf den boden herunter zu kommen. Vieles, was du aufgreifst in deinen texten, ist es wirklich wert, aufgegriffen zu werden. Aber in ruhe. Genau pruefen, was notwendig ist. Die bedingungen erkennen, die das andere, das einfachere, das naheliegende verhindern wollen.

    mit lieben gruessen, willi
    z.zt. Asuncion, Paraguay

    • Sie wissen sehr wohl, daß Krieg nicht nur mit Schießgewehren geführt wird und daß Frieden ein Symptom von Gerechtigkeit ist.
      Ablenken, neben dem Spalten, ist ihr Geschäft, gerne auch auf, in diesem System, unerreichbare Positiv-Symptome.

      P.S.: Höflichkeit gehört zu ihrem Schauspiel dazu.

  8. Was Frau Bonath anmerkt, ist, daß das verängstigte Bürgertum sich jedem an den Hals wirft, der die Sicherung der Pfründe verspricht:

    Zitat: Die heutige Weltlage ist durch eine tiefe Krise des globalen Finanzsystems, wachsende soziale Spannungen und zunehmende internationale Konflikte gekennzeichnet und erinnert stark an die Jahre, die der Oktoberrevolution vorausgingen.
    (…)
    Unvergleichlich sind seine Charakterdarstellungen des Zaren und der Zarin wie ihres Anhangs, der Vertreter des Adels, der Großgrundbesitzer, der Geistlichkeit, der Beamten, der Offiziere, der Großbourgeoisie und der politischen Führer der „Liberalen“ wie Miljutin, Rodsjanko und Gutschkow. Er beschreibt wie all diese Leute eng mit dem imperalistischen Krieg verknüpft uns davon abhängig sind, dass er weiter geführt wird.
    (…)
    Die Vertreter der Bourgeoisie befürworteten zwar Reformen und parlamentarische Demokratie, waren aber jederzeit zur Unterordnung unter den Zaren bereit, wenn es darum ging die Ansprüche der Arbeiterklasse abzuwehren. Gleichzeitig machte ein beträchtlicher Teil der Bourgeoisie ungeheure Gewinne mit dem Krieg, während sich die Versorgung in den Städten immer mehr verschlechterte. „Dutzende und Hunderte von Millionen die zu Milliarden anwuchsen, durch weitverzweigte Kanäle geleitet, berieselten reichlich die Industrie und stillten unterwegs noch eine Menge Appetite. In der Reichsduma und in der Presse wurden einige Kriegsgewinne für das Jahr 1915 bis 1916 bekannt gegeben: Die Gesellschaft des Moskauer liberalen Textilfabrikanten Rjabuschinski wies 75 Prozent Reingewinn aus; die Twerer Manufaktur 111 Prozent; das Kupferwalzwerk Koljtschugin warf bei einem Grundkapital von 10 Millionen 12 Millionen Gewinn ab. Die Tugend des Patriotismus wurde in diesem Sektor im Überfluss und dabei unverzüglich belohnt.“ Als sich die Klassenauseinandersetzungen in den Monaten nach der Februarrevolution zuspitzten, waren diese Leute bereit, die demokratische Fassade fallen zu lassen, und verbündeten sich mit Kornilow, der das Ziel hatte, eine Militärdiktatur zu errichten.
    Aus dem Vorwort: Geschichte der Russischen Revolution – Februarrevolution, Leo Trotzki

  9. Ich kann mich einigen Kommentatoren in ihrer Kritik durchaus anschließen. Diesen Beitrag hätte man so auch fast in der ARD oder sonst einem System-Sender hören oder lesen können.

    Sie sagen:

    „Dieses Szenario bringt linke Kräfte – ja, die gesamte Friedensbewegung – in die Bredouille“

    Ich frage Sie, wo sind denn diese linken Kräfte überhaupt noch, ich meine glaubwürdig präsent? Und, eine gesamte Friedensbewegung gibt es überhaupt nicht mehr, weil, man muss es leider sagen, Schuldzuweisungen und trennende Verdächtigungen, wie sie jetzt auch hier bei Ihnen zu lesen sind, dazu führen, dass eine Einheit in der Sache gar nicht mehr herzustellen ist. Die aktuelle Friedensbewegung umgibt sich auch weiter ohne Kritik mit Anhängern der Antifa, m.E. einer systemischen Terrorgruppierung. Das ist auch kein Wunder, wenn man mit den ewigen Verweisen auf die angeblich unberührbaren rechten Kräfte schwadroniert und damit eine Einheit für die wichtigsten Entscheidungen verhindert. Es gibt neben esowatch, psiram und human-rights-watch jetzt auch schon eine Seite friedensdemowatch, wo genau jene bezahlten oder verblendeten Schreiber in der gleichen Art argumentieren. Das ist das Ergebnis der immensen Unfähigkeit einander wirklich zuzuhören.

    Haben Sie sich schon einmal die Mühe gemacht sich Menschen aus der vermeidlich rechten Szene oder der AFD zu unterhalten. Ich meine haben Sie mal versucht ein breites Bild zu erlangen? Wissen Sie worum es diesen Menschen tatsächlich geht? Ich meine nicht einzelne Personen, die uns die Medien schon vorgekaut präsentieren! (Das eine Alice Weidel, so kompetent, wie sie erscheint, durch ihre Vergangenheit bei Goldman – Sachs verdächtig ist, ist den meisten bewusst).
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sie sich schon ein Bild gemacht haben, sonst würden Sie diese Argumente nicht mehr halten können.

    Ich habe, bevor ich erkannte, was in diesem Land und auf dieser Welt vor sich geht SPD gewählt und zu meinem tiefsten bedauern auch die Grünen. Ich bin von grund auf humanistisch geprägt. Und genau deshalb kann ich eigentlich keine Partei mehr wählen. Das einzige wonach ich mich orientieren kann ist die Frage, wie wahrhaftig ist jemand oder etwas.
    So bin ich los gegangen und habe Gruppen gesucht, die sich zusammenfinden, um sich auszutauschen über das, was in diesem Theater eigentlich los ist.

    Und ich kann Ihnen eines sagen, ich habe sehr viele Menschen getroffen, die ein außerordentlich breites Spektrum an Fragestellungen bearbeiten. Dabei sind Mitglieder der AFD, aber eben sehr viele, die meisten, parteilos. Trotzdem hört man sich zu und setzt sich mit den Argumenten auseinander, egal, was der andere zum Augenblicklichen Zeitpunkt denkt.
    Und ich habe festgestellt, dass genau unter diesen Personen am meisten Wahrhaftigkeit zu finden ist.

    Menschen, die sich zu tiefst nach Frieden und Gerechtigkeit sehnen, denen die Seele überquillt vor Hilfsbereitschaft, Mitgefühl und eigener Betroffenheit, die aber trotzdem nicht blind sind für das, was passiert und ein Bewusstsein dafür haben, was Heimat ist. Leute, die sich für Gesundheitsthemen, Umweltfragen, Menschenrechte, Frieden und Wirtschaft genau so interessieren, wie für die Frage, warum es in Deutschland möglich ist, dass es politische Gefangene wie u.v.a. die 89 jährige Frau Haverbeck gibt, die nichts getan hat außer ihre begründete Meinung zu sagen und dafür hinter Gitter sitzt. Menschen, die sich eben mehr für die Tatsache interessieren, dass es einen Artikel 5. in unserer Verfassung gibt, der uns Meinungsfreiheit garantiert und gegen den in einem demokratischen Staat verstoßen wird, als für eine inquisitorische Verfolgung. Die nicht bereit sind einen solchen Gesetzesverstoß einfach hinzunehmen und sich auch nicht durch ein übereifriges systemkonformes Abstempeln dieser Gefangenen als „Rechte“, „Antisemiten“ etc. aus der Verantwortung zu stehlen, sondern auch diesen Menschen zuhören. Dafür müssen sie sich von ihren eigenen Landsleuten und den Medien ebenfalls noch beschimpfen lassen. Das ist der Weg in den Faschismus!

    Ich habe nicht einen sogenannten Rechtsradikalen mit Springerstiefeln und Glatzkopf gesehen, der unqualifiziertes Gestammel von sich gegeben hat, mit denen die Medien Menschen bestimmter Denkrichtung immer gerne verklammern wollen. Diese Figuren mag es geben, aber sie sind eine verschwindende, fast nicht wahrnehmbare Minderheit.

    Sie thematisieren das wahrhaftig dramatische Geschehen um Flüchtlinge. Auch hier reihen Sie sich in das übliche Spiel „guter Cop, böser Cop“ ein. Diejenigen, die sich besorgt über den Zustrom von Migranten zeigen, werden dargestellt als Ausländerhasser, denen es vermeidlich egal ist, ob Menschen im Mittelmeer ertrinken oder nicht.
    Es ist doch überdeutlich, dass dieser Strom an Menschen absichtlich durch verschiedene Maßnahmen ausgelöst wurde und nun über Europa und insbesondere Deutschland weiter hereinbrechen soll und wird. Sogar einer öffentlichen Rede von Ex- Präsident Sarkozy von 2008 kann man diese Absicht entnehmen (youtube: Vermischung der Rassen auch mit Zwangsmaßnahmen – Französischer Ex-Präsident 2008).
    Wenn ich in unsere Innenstadt gehe, sehe ich zumindest gefühlt 80% Menschen mit offensichtlich nicht deutscher Herkunft. Hasst man Ausländer, wenn man darüber beunruhigt ist? Und ich habe einige sehr gute Bekannte und Freunde, die „Ausländer“ sind.

    Wenn heute jemand das Wort „Volk“ oder „Heimat“ nur in den Mund nimmt, ist er schon ein krimineller, ewig gestriger Ausländerhasser, Rechtsradikaler, Antisemit etc.

    Ein Volk ist doch nichts anderes (oder sollte es sein) als eine Gemeinschaft, welche sich Gedanken macht über die Art ihres Zusammenlebens. Was passiert, wenn es in Europa keine Nationen mehr gibt, nur eine Mischpopulation? Ich sage es Ihnen, es gibt dann auch bald kein Völkerrecht mehr und damit auch kein Bodenrecht. Es gibt nur noch eine vollständig überwachte, rechtlose Masse, die sich auf gar nichts mehr berufen kann und nach der Pfeife der neoliberalen, globalistisch operierenden Führungsfiguren tanzen muss, die sie nicht einmal gewählt haben.
    Das, was da immer als Multikultur angepriesen wird, ist nichts weiter als eine Falle, ein Gefängnis, in dem es keine Kultur außer der Habgier, Konkurrenz und Rechtlosigkeit geben wird.
    Was anderes wäre es gewesen, alle Völker hätten sich in einem großen Erkenntnis und Befreiungsprozess auf einer ganz neuen, tatsächlich humanen und wirklich demokratischen Grundordnung zueinandergefunden. Das ist aber nicht der Fall.

    Ich persönlich bin nicht mehr bereit mir durch dieses Antisemiten-Faschisten-Gift das Gehirn vernebeln zu lassen.

    Wenn wir noch etwas retten wollen, dann müssen wir mit der Spaltung endlich aufhören und uns einander zuhören. Müssen uns unserer selbst als Gemeinschaft wieder bewusst werden, nicht auf Rechte und/oder Linke einschlagen, sondern auf jene, die einen echten Dialog zwischen den Menschen in und außerhalb von Parteien verhindern wollen und auf diejenigen, welche die Krisen durch ihr unverantwortliches und verwerfliches Handeln hervorrufen.

    • Diese Frau tritt nach allem, was nicht ihrer Vorstellung von Gesellschaft entspricht. Die bösen Nazis (also alle anderen), die Bürgerlichen, der Mittelstand, die Deutschen, also alle, die nicht ihrer Meinung sind und was anderes als den Kommunismus wollen. Kaderdenke anno 89. Auch Frau B. wird weder von einem Ochs noch von einem Esel aufzuhalten sein.

      All dieser Pseudo-Journalismus dient der Spaltung, auch wenn die gute Frau ganz sicher davon überzeugt ist, richtig zu handeln, sie dient der NWO mit ihre, ideoligisch aufgeladenen Geplärr und ihrer hilflosen Art als Vertreterin des absolut Guten, bei der alle anderen auf dem falschen Weg und damit abzulehnen, weil doof, schuld und/oder Nazis sind. Das nenne ich mal Sendungsbwusstsein! Selten soviel unberechtigte Überheblichkeit erlebt. Zum Glück gibt es hier noch einige, die selbst denken wollen und sich nicht so einem Unsinn anschließen, obwohl es ja eine schweigende Mehrheit geben könnte…

    • Sorry, aber wenn massenhaft Kommentatoren, die erstens nicht wissen, wie es zum Faschismus im 20. Jh. kam, zweitens faschistische Bestrebung nicht erkennen, drittens abartigen Rassismus leugnen und viertens heulend und jaulend entsprechenden Apologeten, die dabei selbsterklärt auf der Seite des Kapitals stehen, hinterherlaufen, nach dem Lesen meiner Texte Schnappatmung a la „Spalterin, Spalterin!“ bekommen, tangiert mich das genau

      NULL.

      Die meisten hier können ziemlich gut herumpöbeln, abwerten, jammern, steile Thesen aufstellen, eigene Abgrenzungswünsche und Nationaldünkel schön reden und zum „Friedenswunsch“ verdrehen, mir Dinge unterstellen, die ich nie gesagt habe, mich irgendwo verorten, wo ich nicht bin, sich dumm stellen, als könnten Sie nicht selbständig Google benutzen……

      Sie können aber weder faktisch noch logisch widerlegen, was ich geschrieben habe.

      Ihre Meinungen zu äußern, steht Ihnen natürlich frei. Und die sind für mich erst einmal Zeugnis des Bewusstseinsstandes. Auf echte Fragen würde ich eingehen, über sinnvolle Argumente nachdenken. Pöbeleien bleiben Pöbeleien. Und die tangieren mich, wie gesagt, NULL.

    • Faschismus, ist das nicht der totale Wahrheitsanspruch und die größtmögliche Monopolbildung? Also worin unterscheiden sich die Systeme, die man als Kapitalismus und Sozialismus bezeichnet?

      Vielleicht sind beide die Laborvarianten des alten Geldadels, Hauptsache der Mensch bleibt ein Sklave, es gibt eine Zentralbank und man hat keine Scherereien mit dezentralen Einheiten. Auf der einen Seit hät die SS die Massen von der Befreiung ab, auf der anderen Seite das Zentralkommitee.

      Man hat mal beides losgelassen um zu sehen, was eher hinhaut. Heute spielt man das nochmal als Antagonismus Trump/Putin, am Ende wird man dann eben doch für eine Weltregierung votieren. Und Putin spielt mit, seine Verbindungen ins System sind genauso bekannt wie die von Trump,
      Siehe den Artikel: The Happy-Go-Lucky Jewish Group That Connects Trump and Putin auf Politico.

      Irgendein Ismus wird uns nicht entknechten! NULL!

    • Zum Thema des Herumpöbelns habe ich mich an ein Zitat aus einem Kommentar auf Kenfm erinnert:

      „War ja klar, dass Sie Unmensch und brauner Pseudo-„Kommunist“ wieder hier herumlabern müssen.“

      Wer war das gleich nochmal?

      Da sitzt aber jemand im Glashaus…

    • Sorry, Frau Bonath,
      was soll, was kann man auf eine Antwort wie die Ihrige überhaupt noch sagen?
      Das, was ich Ihnen aufgrund ihres Artikels hier noch nicht einmal unterstellen wollte, drängt sich nach Ihrem Kommentar geradezu auf: Ein existierender Unwille oder bestehende Unfähigkeit einen echten Dialog führen zu können. Es ist genau jene Nicht-Kommunikation, welche alle Probleme nur verstärkt statt sie zu lösen.
      Sehen Sie denn das Muster ihrer eigenen Kommunikation nicht? :

      „die erstens nicht wissen, wie es zum Faschismus im 20. Jh. kam“

      Sie glauben also, nur sie hätten sich über die Entstehung informiert (vielleicht gegoogelt?) und alle anderen nicht? Und vor allem Ihre Interpretation der Geschehnisse ist die absolut richtige?
      Wie kann man eine solche Einstellung beschreiben?

      „zweitens faschistische Bestrebung nicht erkennen“

      Sie meinen diese zu erkennen aufgrund geschichtlicher Erfahrungen, die sie sich angelesen haben. Exakt danach definieren und urteilen Sie, ohne zu erkennen, dass die aktuelle Lage längst faschistische Züge trägt, ohne das auch nur ein Rechter im Spiel gewesen ist. Oder wollen Sie leugnen, dass das neue Polizeigesetz, die neue Datenschutzgrundverordnung, oder auch der § 130 sich mit der Demokratischen Idee vereinen lassen? Wer segnet diese Gesetze ab?

      „abartigen Rassismus leugnen“

      Wo bitte habe ich das getan? Ich habe um Differenzierung gebeten, auch, was ihre nächsten Aussagen betrifft:
      „viertens heulend und jaulend entsprechenden Apologeten, die dabei selbsterklärt auf der Seite des Kapitals stehen“

      Ich habe das Problem von Leuten wie Alice Weidel angesprochen. Ich habe auch nicht bestritten, dass es Menschen in z.B. der AFD und anderen Bewegungen gibt, welche das Problem des Kapitals offensichtlich nicht verstanden haben. Aber hat die aktuelle politische Landschaft etwas davon verstanden und wenn ja, warum hat sich dann bisher nichts geändert?
      Ich habe gesagt, dass es sehr viele unterschiedliche Menschen und verschiedene Motive, Sorgen und Wünsche gibt über die man in der Lage sein muss miteinander zu reden. Und diese Bereitschaft und Fähigkeit habe ich gerade unter VERMEIDLICH „Rechten“ und auch überzeugten Rechten mehr gefunden als ich vermutet hätte.

      Sie unterstellen mir und anderen:
      „herumpöbeln, abwerten, jammern“, „Nationaldenken“ „schön“ zu reden und den „Friedenswunsch“ zu „verdrehen“.

      Ich komme vielleicht nicht mit der Sprache eines Poeten daher, aber ich wüsste nicht, wie sie da auf diese Begrifflichkeiten kommen. Das ist eher unwürdig auf einer Seite, die doch nach Aufklärung trachtet. Wer Frieden will, was Frieden ist bestimmen also Sie?

      Und schließlich nehmen Sie für sich selber einen „Bewusstseinszustand“ in Anspruch, der von anderen erst mal erreicht werden muss, damit Sie Gesprächsbereit sind und eben nicht „NULL tangiert“ sind.

      Sie haben eine Menge Beton angemischt bei Ihrer Meinungsbildung, gehen damit an die Öffentlichkeit und wundern sich, dass es da draußen Menschen gibt, die es wagen nicht oder nur eingeschränkt Ihrer Meinung zu sein.

      Es geht darum offen zu sprechen über die Themen und nicht die Wahrheit für sich zu beanspruchen. Denn so werden wir alle nur NULL tangiert sein voneinander.

  10. Sehr geehrte Frau Bonath,

    nun ist es soweit. Sie haben in meinen Augen jegliche Bodenhaftung verloren.
    „Stramm rechte Parteien schwimmen ebenfalls auf dieser Welle. Also Parteien, die keineswegs die kapitalistischen Ausbeutungsverhältnisse inklusive der barbarischen Ausplünderung der »dritten Welt« beenden wollen.“
    Bereits zu Ihrem letzten Kommentar (in dem Sie ähnliche Unwahrheiten behaupteten) habe ich Ihnen einen Link zu einer Rede von Björn Höcke geschickt, in der er zur Entschuldung des afrikanischen Kontinents aufruft und sich für die Zügelung des Kapitalismus ausspricht. Sie ließen meinen Beitrag unkommentiert… Immer mehr komme ich zu der Überzeugung, dass für Sie nichts sein kann, was nicht sein darf. Das aber ist kein Journalismus, das ist Dogma. Sorry!
    Und Ihre Informationen zu der Parteienfinanzierung seitens des Kreml, die Sie den Medien entnommen haben wollen… na ja, da erübrigt sich jeder Kommentar… Außer vielleicht: Saddam hat Massenvernichtungswaffen und seine Soldaten reissen Neugeborene aus Brutkästen… Aua.

  11. Ja genau, wie es schon von einigen Lesern erkannt richtet sich der Artikel gegen Rainer Rothfuß im Spitzellen und im Allgemein gegen die AFD. Die Friedensfahrt durch Russland von Rainer Rothfuß ist zwar keine Massenbewegung geworden, aber politisch ein wichtiges Signal. Dafür meine uneingeschränkte Anerkennung. In welcher Art und Weise wie sich Rainer Rothfuss in seiner Systemkritik stellt, ist mehr seiner persönlichen Sozialisation zuzuordnen und nicht einer rechten braunen Ideologie. Dafür ist er ein zu individualistischer Denker.
    Warum Susan Bonath den Namen Rainer Rothfuß nicht persönlich benennt, sondern verdeckt argumentiert, bleibt mir verschlossen. Kritik zu äußern find ich gut, aber bitte offen und direkt. Ein gemeinsames Gespräch wäre hier sinnvoll und für viele Leser erhellend.
    Liebe Frau Bonath was halten Sie davon, vorausgesetzt Rainer Rothfuß geht darauf ein, oder sehen Sie hier eine unangenehme Vereinnahmung?

  12. Über diesen Satz bin ich richtig schockiert:

    „Schon häufig berichteten Medien darüber, dass Gelder aus Russland an ultrarechte Parteien in Europa flössen, beispielsweise an den Front National, aber auch die AfD. Nicht zu vermuten ist, dass an all den Berichten gar nichts dran ist.“

    Man stelle sich nur vor, dass man den 1. Teil austauscht:

    „Schon häufig berichteten Medien darüber, das…

    – Russland die US Wahlen manipuliert hat.
    – die USA für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte Kriege führen.
    – Putin unser Feind ist.
    – Assad ein böser Schlächter ist, der ausgetauscht werden muss.
    – es gut ist, Syrien/Libyen/Irak/Afghanistan/… zu bombardieren.

    Und jetzt sagt man als zweiten Satz:

    „Nicht zu vermuten ist, dass an all diesen Berichten nichts dran ist.“

    Unglaublich.

    • Aber googlen können Sie schon? Dafür gibt es nicht nur einen Hinweis, sondern viele. Und außerdem prahlte die AfD kürzlich selbst damit, Reisen nach Russland finanziert bekommen zu haben. Kommen Sie schon, soll ich Ihnen allen Ernstes erklären, wie Google funktioniert?

    • Googeln Sie doch mal nach meinen Beispielen. Dafür gibt es nicht nur einen Hinweis, sondern viele.
      Sogar „Beweise“ haben die US Geheimdienste dafür, uns außerdem sagen das alle…
      Kommen Sie, soll ich Ihnen allen Ernstes erklären, wie Propaganda funktioniert?

    • Frau Bonath, sie wollen Journalistin sein, zudem noch in einem alternativen Medium.

      Da sollten Sie verstanden haben, dass alleine die häufige Wiederholung einer Behauptung diese nicht automatisch richtig werden lässt.

      Liefern Sie einen Beleg nach oder ändern Sie diese Passage!

    • Das geile an Google ist ,dass „Mensch“ immer die These bestaetigt bekommt
      nach der „Mensch“ grade suchtet.
      (Das machen meine Freunde zu Glueck nicht mit mir!)

      Auf diese Art und Weise kann Mensch jede Gebetsmuehle in jede Richtung
      zum gluehen bringen und ordentlich heisse Luft erzeugen.

      Fragt sich natuerlich welche Wirklichkeit der Mensch mit diesem Affentanz erzeug?

      Ich meine natuerlich kann ich den Kalt- oder Heisswasserhahn an meiner Badewanne
      voll aufdrehen und dann beobachten wie mein innerer Affe durchdreht.

      Aber welche Not glaube ich damit wenden zu koennen?

      Meistens erzeuge ich damit nur unnoetigen Schmerzen die wirklich kein Mensch braucht
      und nur Dampf auf Mephistos 666Turbinen sind.
      In der Ruhe liegt die goettlich balanciert vernuenftige Kraft.

      Oder wie der Buddhist sagt :“Die Erleuchtung beginnt dort wo der Schmerz aufhoert.“

    • Vielleicht ist es doch ein wenig komplexer. Z.b.:

      Wanted: The ‘Butcher of Damascus’ to Return Normalcy to Syria
      April 21, 2018

      Bashar al-Assad is just the latest in a long line of Middle East leaders demonized by colonial Britain and the U.S. for their independence, says Eric Margolis in this commentary.

      By Eric S. Margolis

      Butcher of Damascus. Gasser of children. Baby Killer of Syria. Tool of Moscow. Cruel despot. Monster.

      These are all names the western media and politicians routinely heap on Syria’s president, Bashar al-Assad. He has now become the top Mideast villain, the man we love to hate.

      As a veteran Mideast watcher, I find all this hard to swallow. Compared to other brutal Mideast leaders, Assad is pretty weak tea. The U.S./British propaganda effort to paint Assad in blackest colors is having a difficult time.

      Mideast leaders who toe the U.S. line and make nice to Israel are invariably called ‘statesmen’ or ‘president’ by the American government and its increasingly tame media. Their repression is conveniently downplayed.

      Saudi rulers are reverently treated by despite leading the world in executions. Last year, 44 people were publicly beheaded. In some years, around 150 people have lost their heads in Saudi Arabia, often a quarter of them Pakistani guest workers. Having been arrested by the Saudi religious police, I can tell you that the kingdom is a police state with sand dunes and camels. Saudi vassal states Bahrain and the Emirates are better, but not much.

      Morocco, a key U.S. ally, is notorious for its ghastly prisons and brutal torture. Iraq and Afghanistan, now under U.S. control, are even worse. Israel, the largest recipient of U.S. aid, holds close to 7,000 Palestinian political prisoners, among them 400 children, and is gunning down Palestinian demonstrators on the Gaza border.

      Syria has always been a repressive police state. I recall watching ‘spies’ being hanged in front of my hotel. Its various police forces are notorious for brutality and torture. In fact, until recently, the U.S. actually sent captive suspects to Syria to be tortured and jailed.

      That was before Washington made the decision to overthrow Syria’s legitimate government (‘regime’ in DC talk) as the first step in attacking Iran.

      But Damascus was no worse a human rights abuser than Cairo, Amman, Rabat and Riyadh, all U.S. vassals.

      While looking at the current western hate campaigns against Syria and Iran, keep in mind the history of the modern Mideast. We are again seeing the 1914 era lies from London about Belgian babies speared on German bayonets.
      https://consortiumnews.com/2018/04/21/wanted-the-butcher-of-damascus-to-return-normalcy-to-syria/

    • Gilt für unsere Epoche ganz sicher. Für andere Epochen gehen Sie da wiederum auf den Leim der „Universalgeschichte“.
      Vor unserer Epoche gab es keine Habenichtse. Ein jedes hatte sein Privileg und ja, ein jedes konnte qua Eigenart trotz Ständeordnung woanders hingelangen. Selbst dem Bettler konnte niemand das Privileg nehmen, betteln zu dürfen und zu können.
      Schauen Sie sich einmal an, wie zu Zeiten der ursprünglichen Akkumulation die Verlautbarungen sind. Selbst die protestantische Kirche – immerhin Protagonist der Moderne – konnte sich nicht vorstellen, dass irgend jemandem das Mindeste zum Leben aus eigener Kraft einschließlich des Morgen Land entzogen werden konnte und dürfte. Insofern hat die Leitideologie unserer Epoche in Form der Universalgeschichte „gute“ Arbeit geleistet. Von den sozialen Kämpfen weiß man nichts mehr, von den Arbeitshäusern weiß man nichts mehr … sonst würde man die heutige Zwangsarbeit weder als reguläres Arbeitsverhältnis noch in der Form der Hartz-4 Simulation akzeptieren.
      Hier wird viel zum Vortrag gebracht, aber dass es ein Leben jenseits entfremdeter Arbeit und „strukturiertem Tag“, sprich Unterwerfung unter die Arbeitsdisziplin gibt … leider nicht.

    • Dem jeweiligen Fürsten zu Willen seiende Landsknechte gab’s nicht zu allen Zeiten, also Jene die zum Gelderwerb Schädel spalten? Und zwar die derer die einem selbst näher sind, als es der Fürst ist. Einerlei ob im eigenen oder in einem fremden Land. Also der grundsätzliche Widerspruch zwischen Arbeit und Kapital.

      Ludwig XIV befand, „der Staat bin ich.“ Was ist, bzw. hat dann der Rest außer nichts?

      Im Grunde denke ich, geht es hier aber mehr um ein Verständigungsproblem.

    • Nein, die Landsknechte Ihrer Beschreibung gab es nicht zu allen Zeiten. Vor dem Epochenbruch im 17. Jahrhundert gab es Krieger als veritable Mitglieder der religiösen Epoche, also „Religion“ als zentrale Welterklärung und Anleitung zur Praktikabilität des Lebens. Es ging darum, Völker (was mit dem modernen Begriff nicht in eins geht) und Reiche zu unterwerfen, die dann die neue – wie zuvor auch die alte – Herrschaft alimentierten. Das Ganze ging dann in Verwandtschaft und Alimentation auf … im weiteren und oft auch sehr frühen Verlauf wurden neue Verwandtschaften mit den Unterworfenen geknüpft ( so sehr prominent die Hochzeit von Susa). In dieser Epoche hatte keins Interesse daran, die eigene Alimentation dadurch zu gefährden, besiegte oder unterworfene Völker zu beseitigen.

      Anderes Thema: Ludwig XIV. Hier sind wir in der Bruchzeit zwischen den Epochen. Die über zumindest 6000 Jahre währende Epoche der religiösen Formation (Religion als Substanz-logische Erklärung des Lebensvollzugs) gelangt in Europa und – interessanter Weise – gleichzeitig in Japan an ihr Ende. Gott oder die Götter liebt bzw. lieben ihre oder seine/ihre Kinder wird in Frage gestellt, nicht aus Mutwillen, sondern weil das Glücksversprechen dieser fürsorglichen Liebe nicht mehr trägt.

      Hieraus entsteht das Grauen des Protestantismus, wo ein jedes auf sich selbst zurück fällt und einsam und verlassen ist im Hinblick auf den erklärten „deus absconditus“. Zu Zeiten des Ancien Regime obliegt es dem noch immer abstammungsmäßigen Herrscher, der oder die sich auf göttliche Vorfahren und/oder Einsetzung durch solche berufen darf, die inhaltliche, eher schon ideologische Bestimmung des „Sinns des Lebens“, der damit, weil subjektiv bestimmt, schon kein religiöser ist.
      Das von Ihnen zur Recht erwähnte Zitat von Ludwig XIV bringt den wahren Epochenbruch auf den Punkt. Die Übersetzung des Zitats ist nicht hinreichend, zeigt aber sehr wohl den Epochenbruch des Verständnisses. Waren zuvor, wenn wir die Alten einmal ernst nehmen und nicht qua Textkritik entsorgen, alle und ein individuelles Jedes notwendig auf einander verwiesen und konnten in ihrer Eigenart ohne einander – als Gott begrifflich gefasst – nicht überleben und Leben weiter geben, war die Sinnstiftung nach Obsolet-Werdens von Gott oder Göttern, den einzig noch waltenden Kräften überlassen (positiviert auch von Luther in seiner Zwei-Reiche-Lehre) . Nicht etwa, dass der sogenannte „absolute Herrscher“ absolute Macht im Sinne heutiger Exekutivmacht hätte, aber er setzte protobürgerlich den Inhalt von Sinn, dass wozu der Unterwerfung unter das Vorausgesetzte.
      Im Zitat geht es nicht um das nichts, sondern um das „alles“ und zwar ohne Rest, das über viele tausende Jahr das „Heil“ war, dass eben den Leuten so viele Äonen das Leben ermöglicht hat. Aber es war schon im Vergehen und Untergehen; und ja mit Latüchte nach hinten wird so ein Zitat zum Angriff auf uns Heutige selbst, obwohl es mit uns recht wenig zu tun hat – insbesondere, weil wir die Sprecher ja aus … nicht ernst nehmen müssen.
      Die Epoche ist untergegangen; und ja, gerade deshalb – solange sie auch existierte -, wären alle Wiederbelegungsverversuche eher ein Franksteinsches Unternehmen.
      Was wir heutigen aber zu Kenntnis nehmen können und dringend sollten ist, dass die Welt vor wenigen Jahrhunderten ganz anders an sich und ihrer Erklärung beschaffen war. Wir werden niemals das genau nachempfinden oder durch Denken nachvollziehen können.
      Aber gerade mit der notwendigen Demut oder zumindest der unnötigen Hybris können wir erkennen, dass die Leute, ihre Welt schon oft ganz anders erklärt und durchführbar gemacht haben, und wir uns nicht an den Kategorien abarbeiten müssen, die unsere Welt ausmachen. Die Welt kann, entgegen universeller Geschichtsideologie des abstrakten Universalismus, jederzeit auch ganz neu und anders erklärt werden. Die originäre Fähigkeit von Menschen ist, dass Menschen Menschen können, also als Geburtsgabe mitbekommen haben, ihre sozialen Beziehungen selbst zur regeln.
      Bisher haben wir in den Epochenbrüchen von den Wildbeutern (Animismus) über die Sesshaften (Religion) noch immer eine Lösung gefunden, die uns jeweils tausende, vielleicht zehntausende Jahre, überleben ließ. Nun sind wir wieder in einer Bruchzeit, wo das bisher un-erhörte zum Tragen kommen sollte. Mal sehen!

  13. Moin, Susan Bonath, nach mehrmaligem Lesen habe ich nach wie vor Probleme die Stossrichtung des Artikels zu verstehen! Sie stellen fest, dass
    „Aufrüstung, Zerstörung und damit einhergehende Eroberung neuer Märkte scheint die letzte Option der mächtigsten Fraktionen des Großkapitals zu sein, um die Macht in ihren Händen zu sichern. “
    Nun ’scheint‘ es nicht nur so zu sein, sondern es IST die letzte Option des Imperialismus seine Macht zu sichern.

    „Frieden mit Russland ist ein Gebot der Stunde. Doch man mag sich wundern: Stramm rechte Parteien schwimmen ebenfalls auf dieser Welle.“

    AHA!? Duerfen denn diese Parteien kein friedenspolitisches Profil haben? Selbst wenn es temporär wäre, so ist es besser als all das, was die Putin-Verleumder und Putinhasser, die z.Z. Hochkonjunktur haben, vom Stapel lassen.
    Die Partei AFD, vertritt wohl den sog. Mittelstand mit seinen Unternehmern. Diese haben natuerlich erschwerte Bedingungen unter der Sanktionspolitik der EU und DE. Von daher kein Wunder, dass die Partei dieser Klientel die Sanktionen kippen will, und von daher natuerlich auf Friedenspfoten daher kommt.

    Was aber die andere rechte Partei angeht (Front National, der sich umbenannt hat) so ist das Aufkuendigungsversprechen der Nato-Mitdliedschaft sicherlich ein Grund fuer die Symphatien, die der FN bei Putin geniesst. Ich persönlich halte die Europaskepsis ebenfalls fuer einen Fortschritt in die richtige Richtung, die damit enden sollte, aus der EU-Gemeinschaft auszutreten, aber dazu ist der FN leider nicht bereit zu gehen.

    Nur kurz noch zum Frieden an sich:
    Wenn Putin, der sicherlich ganz viele Eigeninteressen in Syrien vertritt, dem Präsidenten Assad hilft, sich gegen den IS zu wehren und damit gegen den US-Imperialismus und das faschistische Istrael, dann ist das eine Tat, die langfristig den Menschen dort hilft und somit auch friedensstiftend ist.
    Wenn König Donald sich mit dem Nordkoreaner trifft und sie (vielleicht nur fuer kurze Zeit) sowas wie Entspannung hinbekommen, dann ist es gut fuer die Menschen in jener Region; und von daher auch friedenstiftend.
    Wir sollten anerkennen, dass Frieden durch verschiedene ‚Parteien‘ und Personen geschaffen werden kann, und er muss nicht erst durch die deutsche Gruendlichkeit geläutert werden!

    • Frau Bonath ist Ihr Kommentar zu komplex, weil er nicht alles in entweder die Linke (gut) oder Rechte (böse) Ecke steckt sondern versucht, zu differenzieren.

    • Moin, Susan Bonath, ich habe kein Problem!
      Aber wie mir scheint, haben Sie ein Problem und zwar mit den unterschiedlichen Strömungen und Bewegungen und auch Parteien, die sich um einen Frieden in Europa und in der Welt bemuehen. Es kann doch nicht das Ziel der Friedensbewegung sein, alle die auszuschliessen, die nicht 100%ig Ihren Vorstellungen entsprechen. Wenn sich das durchsetzen sollte, so hätte es damals keine russische Revolution gegeben, weil ja Lenin und die Bolschewiken die Hilfe des deutschen Imperialismus angenommen hatten.
      Nun bin ich wahrlich kein AFD Wähler, doch wenn sich die AFD oder Teile davon fuer die Abschaffung der Sanktionen gegen Russland aus reinem Eigennutz ausspricht, dann ist es doch nicht verkehrt? Oder? Man sollte dabei die Begrenzungen dieser Partei aufdecken und benennen, aber doch nicht diese Seite ihrer Politik auch noch verteufeln.

      „Entsprechend schüren die AfD wie auch der Front National und andere ultrarechte europäische Parteien Nationalismus und Rassismus.“

      Ist der Gegensatz zu Nationalismus Globalismus ? Dann sollte man in der Tat sich zur Nation bekennen, denn die Globalisierung ist das Ziel und Produkt des US-Imperialismus mit seiner neuen Weltordnung. Und fuer Menschen, die noch irgenwie Hoffnung haben dieses System (Kapitalismus) zu besiegen ist es unter den Bedingungen der Globalisierung vollständig unmöglich.
      Auch ist die Flutung der Nationalstaaten mit Fluechtlingen aus Afrika und Asien nur willkommen von denen, die daran verdienen. Angefangen beim Schleuser, ueber die Vermieter bis hin zu den Unternehmern. Dass damit auch ein Rueckschritt hinter die Errungenschaften der Aufklärung und der französischen Revolution vollzogen werden soll von unseren Imperialisten steht auch ohne Zweifel. Das bedeutet, dass jedes Befuerworten dieser Flutung nur Merkels Politik fortfuehrt, und zwar auf der vermeintlich linken Seite im Namen des Humanismus.

      “ Kurzum: Sie brauchen einen starken, notfalls repressiven oder gar faschistischen Nationalstaat, um ihre eigene Macht zu sichern.“

      Sie beklagen, dass hier im Forum wenig Verständnis ueber den gesch. Faschismus besteht. Das mag sein, aber so richtig durchdrungen scheint mir Ihre Sicht der Dinge auch nicht:
      Der Faschismus hitlerscher Prägung wurde vom Kapital favorisiert, weil die Arbeiterklasse so stark war und weil es galt die Arbeiterklasse und ihre Partei und Organsationen zu zerschlagen. Es ging dem Kapital und seiner Partei der NSDAP nicht in 1. Linie darum, die ausländischen oder global agierenden Konkurrenten aus dem Weg zu räumen.
      Es ist eben nicht so, dass ein neuer Faschismus droht in DE, denn die Herrschenden fahren mit ihrem System der Manipulationen durch die Medien und den Ferfeinerungen ihrer Unterdrueckung durch Gesetze, die durch keine Demokratie legitimiert sind, ganz gut. Warum also ein neuer Faschismus? Es sei denn durch die Islamisierung der Kopfabhacker und Kinder-Genitlverstuemmeler und Frauenunterdruecker.

    • @Hog1951

      Ihr Zitat:

      „Aber wie mir scheint, haben Sie ein Problem und zwar mit den unterschiedlichen Strömungen und Bewegungen und auch Parteien, die sich um einen Frieden in Europa und in der Welt bemuehen.“

      Antwort:
      Ganz genau: Ich habe ein Problem mit Rechtsradikalen, Rassisten und Faschisten zusammenzuarbeiten. Genau das vereint die AfD. Warum?

      Rechtsradikal, also Kapitalistinfreund ist die AfD, weil sie laut Programm und laut inzwischen dutzendfacher Erklärungen und Abstimmungen im Bundestag

      1. Die Herrschaft des Kapitals erhalten will

      2. Die Vermögenden und Kapitaleigner noch mehr schonen will, z.B. mit einer kompletten Abschaffung der (seit 20 Jahren ohnehin ausgesetzten) Vermögenssteuer und der kompletten Abschaffung der Erbschaftssteuer auf Kapital- also Betriebsvermögen.

      3. Die Lohnarbeiter noch mehr knechten will, indem sie Erwerbslose dazu zwingen möchte, für den Hartz-IV-Satz zu arbeiten. Heißt: Sie will für Unternehmen kostenlose vom Staat mit Hungerminimum finanzierte Knechte

      4. Den staatlichen Repressionsapparat weiter ausbauen: Aufrüstung der Polizei, Aufrüstung der Bundeswehr, Verbleib in der NATO (mit mehr Mitspracherecht für Deutschland)

      5. Die NATO zum strategisch (anderes Wort für imperialistisch) notwendigen Militärbündnis erklärt, unter anderem um die Wirtschaftswege (für Waren- und Kapitalexport) freizuhalten. Heißt: Die Ausbeutung der „dritten Welt“ beibehalten, die deutsche Wirtschaft auf Kosten der Peripherie und (und der Arbeitskräfte im eigenen Land) stärken.

      6. Das Christentum als altbekanntes religiöses Unterdrückungsinstrument wieder stärken will

      7. Maßgeblich von Kapitalverbänden und altem Landadel gegründet wurde – kurz: Aus den Reihen der herrschenden Klasse – und von diesen Gesellen auch bestens gepusht und finanziert wurde.

      Rassistisch und faschistisch ist die AfD, weil sie:

      1. Eine „deutsche Leitkultur“ hochhebt, die es so nicht gibt und Deutsche damit zu einer „Rasse“ erklärt, die über anderen Rassen stehe

      2. in diesem Sinne Muslime diskriminiert, aber nicht nur wegen der Religion, sondern weil sie Araber oder Afrikaner sind. Hinzuzufügen ist, dass Araber Semiten sind. Sie ist damit trotz ihrer Freundschaft zu dem Apardheitsstaat Israel antisemitisch. Vermutlich weil sie den dort grassierenden Rassismus so toll findet.

      3. Weil sie extrem sozialdarwinistisch ist, was ihr erwünschter Umgang mit Erwerbslosen (siehe oben) beweist.

      4. Weil sie extrem frauenfeindlich ist. Sie will Frauen bspw. Abtreibungen ganz verbieten und ihnen verordnen, viele (blonde) biodeutsche Kinderlein zur Welt zu bringen.

      5. wegen ihrer permanenten rassistischen Ausfälle im Bundestag und in den Landtagen – nachzulesen in den Parlamentsdokumentationen – Anfragen usw.

      6. Weil sie u. a. mit Pegida bereits einen faschistischen Schlägertrupp in der Hinterhand hat. Weiterhin sind mir Bestrebungen bekannt, Bürgerwehren mit Mitgliedern gerne aus Nazikameradschaften zu fördern und zu finanzieren. Erste Versuche gabs z.B. im Jahr 2016, als sie einen angeblich gaaanz offenen Stammtisch namens „Weißer Rabe“ in mehreren ostdeutschen Städten gegründet hatten, wo derartiges besprochen wurde und Obergurus von „Die Rechte“, NPD, Der III. Weg, diversen Nazikameradschaften am Tisch saßen.

      7. weil sie, wie oben beschrieben, extrem arbeiterfeindlich und zu erwarten ist, dass sie, wie einst die NSDAP, jegliche (unerwünschte) Arbeiterorganisationen abzuschaffen gedenkt, wenn sie erst mal an der Macht ist.

      8. Klassenfeindliche Politik betreibt – sie spaltet die unterdrückten Schichten ethnisch, entmenschlicht die am brutalsten betroffenen Opfer des globalen Kapitalismus und würde sie lieber töten als ihnen zu helfen.

      9. Für Lager ist, in denen Menschen eingepfercht werden sollen, ohne dass sie irgendeine Straftat begangen haben.

      (Anmerkung: Da gibt es etliche Überschneidungen mit den sog. „Altparteien“)

      Nächstes Zitat:
      „Es kann doch nicht das Ziel der Friedensbewegung sein, alle die auszuschliessen, die nicht 100%ig Ihren Vorstellungen entsprechen. “

      Nicht zu 100 Prozent meinen Vorstellungen? Faschisten entsprechen vielleicht ihren, aber in nichts, rein gar nichts meinen Vorstellungen. Und wer einen deutschen Frieden auf Kosten dritter und Abgehänger will, also kurz: einen Frieden fürs deutsche Kleinbürgertum auf Kosten aller armen Schlucker, der hat in einer Friedensbewegung nix verloren – unabhängig für welchen Kapitalisten er sich ereifert.

      Zitat:

      „Ist der Gegensatz zu Nationalismus Globalismus ? Dann sollte man in der Tat sich zur Nation bekennen, denn die Globalisierung ist das Ziel und Produkt des US-Imperialismus mit seiner neuen Weltordnung.“

      Nationalismus und Globalismus schließen sich nicht aus. Wie kommen Sie darauf? Das Kapital strebt seit der industriellen Revolution nach Globalisierung – allein schon wegen dem Ressourcenbedarf für die Massenproduktion, den es nur durch Kontrolle der Märkte befriedigen kann. Und die liegen nun mal nicht vor der Haustür.

      Während nun aber die Globalisierung den ökonomischen Interessen des Kapitals dient, dient der Nationalstaat ungehindert dem effektiven Management der unterdrückten Schichten. Das ist nur territorial zu managen. Ob ich eine EU habe mit Dutzenden Bundesstaaten oder einen Haufen kleiner Nationalstaaten, ist dabei völlig wurscht.

      Die ökonomische Globalisierung – inklusive natürlich auch des Lohnarbeitsmarktes – steht also nicht im Widerspruch zu gleichsam existierenden Nationalstaaten. Im übrigen sind kleinere Konstrukte auch besser für die effektive Durchsetzung des Faschismus, wenn es mit der „frrreiheitlich-demokrrratischen“ Ausbeutung nicht mehr so gut klappt. Und: Sich fremd gegenüberstehende Menschen in verschiedenen Nationalstaaten (Sprache, Kultur, etc) lassen sich auch leichter kriegerisch gegeneinander aufhetzen.

      Deswegen ist es weder friedensförderlich noch in irgendeiner Weise progressiv und sinnvoll, in dieser Zeit der grassierenden Kapitalverwertungskrise (ähnlich wie Ende der 1920er Jahre) und der gigantischen Überakkumulation des Kapital hin zu mächtigen Finanzkartellen einen neuen Nationalismus anzustreben.

      Zitat:

      „Auch ist die Flutung der Nationalstaaten mit Fluechtlingen aus Afrika und Asien nur willkommen von denen, die daran verdienen. Angefangen beim Schleuser, ueber die Vermieter bis hin zu den Unternehmern.“

      Hier quatschen Sie aber ziemlich krass die Parolen rechter Vollverblödungskanäle nach.

      1. Migration hat es immer gegeben. Gründe waren mangelnde Ressourcen, Naturkatastrophen, Hunger, etc.

      2. Heutige Flüchtlinge sind in erster Linie ein Produkt der hunderte Jahre währenden kolonialen und heute neokolonial-imperialistischen Ausplünderung der Peripheriestaaten in Asien und Afrika. Folge: Klimakatastrophen, die Gebiete unbewohnbar macht, Aufrüstung und Finanzierung diverser Kleinoligarchen, die gerne auch ein Stück vom Kuchen abhaben wollen und ihre Scharia-Armeen aus (dann nicht mehr) bettelarmen Hungerleidern losschicken, Bombardierung durch den Westen, Wasserraub, Landklau, Hungerkatastrophen, furchtbare Armut, …

      3. Dass Massen an Geflüchteten gar nicht erwünscht sind, sehen Sie daran, dass Asylgesetze ständig verschärft werden, Lager und Knäste gebaut werden und auf Teufel komm raus abgeschoben wird. Der Kapitalist hat zwar ein Heer von Billigkräften gerne, weil er so was zum gegeneinander ausspielen der Lohnabhängigen in der Hand hat, Aber alle diese Folgen seiner imperialistischen Massenmordpolitik sind ihm dann doch zu viel.

      4. Hätten Merkel und Co die Flüchtlinge so gerne hergeholt, hätten sie die Fluchtrouten nicht geschlossen, Auffanglager im Niger, Libyen und anderswo mitfinanziert und würden nicht Massen von Menschen im Mittelmeer ersaufen lassen, indem sie fast ausschließlich spendenfinanzierte Rettungsorganisationen festsetzen

      5. Ob ein weiterer Plan für die Wirtschaft dahintersteht, spielt für mich nicht die geringte verfickteste Rolle. Es kann nicht darum gehen, nur ein paar Millionen bierbäuchige vollverblödeten Deutschen – gucken Sie mal auf die Landkarte! – ein schönes Leben auf Kosten des Restes der Welt zu bescheren. Und genau das wollen Sie nämlich. Sie trauen sich nur nicht, ihre eigene perverse Unmenschlichkeit zuzugeben.

      So, und jetzt hab ich erst mal keine Lust mehr und bin müde.

    • Moin, Susan Bonath, ich finde es nicht gerade erbaulich wie Sie andere Meinungen diskreditieren. Aber sei’s drum:
      Die Flutung von Fluechtllingen ist von Soros, Sutherland und Merkel (und vielen anderen Globalisierern) gewollt.
      Aus demografischen Gruenden soll Europa „im Verlauf der nächsten 30 Jahre ueber eine Million Einwanderer pro Jahr aufnehmen“ (Interview mit P. Sutherland am 2. 10. 2015 fuer das NC der UNO)
      Ich frage Sie, ob P.Sutherland so weitsichtig ist, um die Lage der Auswanderwilligen aus Afrika und Asien schon 2015 beurteilen zu können, oder ob hier nicht gezielt „Fluechtlings“ströme verordnet werden?!
      Vielleicht ist es etwas zu kurz gekommen: Die Imperialisten sprechen von „Humankapital“, das wo immer benötigt zu ihrer Verfuegung stehen soll.
      Liebe Frau Bonath, das kann doch nicht in Ihrem linken Herzen gutgeheissen werden?!

    • Die Frau soll ruhig weiter reden, jeder Kommentar ist an sich ein Fest.
      Eine Journalistensimulantin, die andere schonmal als Nazis beschimpft und sich für NWO-Pläne nicht interessiert, die kann man irgendwie nur noch als gekauft betrachten. Oder sie brauch halt doch ein paar Pillen. Ist das eigentlich schon Hetze oder geht es noch als rein dümmlich und minderbemittelt durch? An ihren Worten kann man sie schon erkennen.

      Ich glaube, dass man sich schon helfen lassen kann, wenn man so einen Hass auf bierbäuchige Deutsche schiebt.
      Es gibt viele Stellen, die da sehr kompetent sind.
      Mir scheint es da ein Trauma zu geben, dass mit der vorgeschobenen politischen Thematik gar nichts zu tun hat. Der böse deutsche Mann, der Bier trinkt und auf Kosten der anderen lebt?
      Haut sie jetzt eigentlich Hart IV-Empfänger in den Sack? Ich kenne Biertrinker und Innen, die arbeiten gehen dafür, dass sie zum Feierabend mal einen Heben gehen können.

      Meine Scheißhausparole des Tages:

      „Migration hat es schon imemr gegeben.“

      Ja, und dämliche Hühner auch.

  14. Man könnte auf die Idee kommen dieser Kommentar sei ein Gruß an Dr. Rainer Rothfuß, der, kaum der AFD beigetreten, kein Interview ohne Geschwurbel und ohne sich selbst zu widersprechen zustande bekommt. Womöglich winkt da auch schon das Pöstle nach Landtagswahl. Man weiß es nicht. Ganz gleich wie dem auch sei, dem Kommentar von Frau Bonath kann ich mich nur anschließen. Danke!

  15. @ bonath
    wenn sich jemand den titel eines theoretiker der Verschwörung abholen soll, sind sie das!
    sie schmeißen alle begriffe zusammen, die nicht zusammengehören, die sie jemals in ihrem leben gehört haben. oder was soll das?
    mit der tagesdosis können sie sich bei rtl2 oder der bild bewerben! soviel dummes zeug bekommt man nur dort zu lesen/hören!

    • Nun ja, es gibt die Verschwörung und es wäre dringend an der Zeit darüber zu theoretisieren im Sinne von Begriffen wie Öffentlichkeit/Abspaltung/Verschwörung – insgesamt eine recht üble Trinität, deren Glücksversprechen nicht mehr sehr valide ist. Wenn dies ausführlich getan, stellt eins fest, dass Verschwörung zu den konstitutiven Bestandteilen unserer Ungesellschaftlichkeit und als Freiheit im Rahmen und Zusammenhang garantierter Nicht-Öffentlichkeit die ursprüngliche Akkumulation garantiert.
      Wie auch immer: In Ihrem Beitrag kein Beitrag zu Begriffen oder Begrifflichkeit. Stattdessen Diskreditierung ohne jede Substanz der denunziativen Art, die darauf zielt, dass es „da draußen im Lande“ viele gibt, denen Reflexion zu anstrengend ist.

    • Ab und an schicke ich Kenfm-Artikel an Freunde, die noch nie jenseits der Tagesschau gewesen sind.
      Einhellige Reaktion auf den Sülz von B.:

      Sehr witzig, ob denn die Frau auch ein Bühnenprogramm hat und ob sie mit dieser Kabarettnummer auch schon aufgetreten ist.

      Die haben so gelacht. Vor allem meine Ostverwandschaft. Für die ist das ein Schenkelklopfer, der running gag.
      Running Gegacker. Einer meinte, die könnte dan ja den Job von Margot als Bildungstante übernehmen. Der nächste, ob sie nicht doch mit Merkel zusammen die Ausbildung zur Propagandaschleuder genossen hat.

      Ich denke doch eher, gescheiterte Schauspielkarreiere und jetzt getarnt als Schreiberin eben Satire.
      Und jeden Montag frei Haus.

  16. Der Artikel von Susanne Bonath hinterlässt einen schalen Beigeschmack.

    Ja, es wird wohl stimmen, dass Gruppen mit „egozentrischer“ Sichtweise gesellschaftliche Strömungen für sich nutzen wollen bzw. sogar nutzen und letztendlich versteckt für die eigene Sache unterwegs sind. Dieses Phänomen kann überall, sogar im kleinsten Verein, beobachtet werden. Das ist ein menschliches Phänomen und gründet sich auf Ängsten, Neid und mangelndes Vertrauen. Es ist ernst zu nehmen und kann in größeren Gruppen eine Eigendynamik entfalten. Ängste, mangelndes Vertrauen etc. wird man jedoch nicht einfach weg diskutieren können, denn diese sind einfach vorhanden und müssen hingenommen werden, aber in einer Art und Weise in der sie gesellschaftlich nicht schädlich wirken.

    Wie das im konkreten aussehen könnte, ist die heutigen Menschheitsfrage schlecht hin. Die Antwort kann nicht in regiden Gruppen gesucht werden und wird aber auch nicht im globalen Einheitsmythos gefunden. Der gesellschaftliche Mantel (also das rechtliche, wirtschaftliche und kulturelle Schnittmuster) muss noch genäht werden.

    Heute dominiert die Finanzwirtschaft in allen Bereichen und unterwirft das Recht und die Kultur. Der Begriff Finanzwirtschaft ist schon ein falscher Begriff, denn die Wirtschaft lebt vom gegenseitigen verständnisvollen Austausch, das was die Finanzwelt gerade nicht macht. Die Finanzwelt ist ein blutleeres Ungeheuer, dass alle schöpferischen Kräfte aufsaugt, weil es kein Schöpfungspotenzial in sich trägt, es folgt lediglich den rationalen Kräften der Verwertbarkeit. Die Finanzwelt erschafft sich ein eigenes Rechtssystem ohne dem innewohnenden Grundsatz der Gleichheit zu folgen, und bemächtigt sich kulturelle Errungenschaften ohne Ehrfurcht vor geistigen Ideen und Freiheiten. Die kreierten „Ideen und Freiheiten“ der Finanzwelt sind lediglich Kopien.

    Zurück zum Artikel:
    Der schlechte Beigeschmack liegt darin begründet, dass das Phänomen „rechter“ Gruppen als das Grundübel überhöht als „moralische Versäuerung“ behandelt wird und nicht als „ausgleichender Versuch“ zu einer überall gegenwärtigen, alles bestimmenden, erdrückenden, gefräßigen und menschheitsverachtenden globalen Finanzwelt.

    • Ach, bitte nein. Sie wollen jetzt ernsthaft behaupten, dass die (Achtung! theoretischer Begriff) „Kleine Warenwirtschaft“ je existiert oder je praktikabel war?

  17. Susan Bonath zeigt ja nette Ansätze, solange sie aber nicht nur im Links-Rechts-Denken gefangen bleibt, sondern diese Vokabeln auch noch weiter stützt und deren Bedeutungen subjektiv erweitert und jedwedes Gedankengut darunter einsortiert, wird sie mehr und mehr zum Teil des Problems, anstatt zur Lösung beizutragen.

  18. Hier macht die geschätzte Frau Bonath einen handwerklich gefährlichen Fehler/Kurzschluss;
    „Schon häufig berichteten Medien darüber… …Nicht zu vermuten ist, dass an all den Berichten gar nichts dran ist.“

    Gerüchte, Behauptungen werden nicht durch Quantität wahrscheinlicher, sondern ausschließlich durch Qualität.
    > Denn Vorsicht; genau so (für an repetitives Hintergrund-Flimmern sorgen) funktioniert strategische Kommunikation 😉

    • Nicht nur diesen Fehler…

      Einerseits wirft sie mangelnde Empathie vor (was sie dann grundsätzlich rechte einordnet), andererseits macht sie den Fehler, pragmatische Lösungen, die tatsächlich Menschenleben retten, aufgrund Ihrerer Emotionalität von vorne herein abzulehnen und will so dazu beitragen, dass die Schlepper weiterhin Menschen auf überladenen Schlauchbooten auf einen Horrortrip schicken.

      Wer den Job der Schlepper übernimmt, schafft ihnen eine Geschäftsgrundlage und macht sich nicht nur zum Mittäter, sondern auch der Beihilfe zum Mord schuldig.

      Wieso drehen sich beide Seiten immer nur im Kreis, wieso sehen sie immer nur eine absolute Möglichkeit? Wo doch die Lösung so nahe liegt… nämlich rund 50km am heimatlichen Strand.

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