Tagesdosis 23.7.2019 – Apollo 11 reloaded

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

So fühlte es sich an, am 20. Juli 1969, als Neil Armstrong und Buzz Aldrin als erste Menschen den Mond betraten, während Michael Collins im Kommandomodul Columbia den Erdtrabanten umkreiste, um die Rückkehr der anderen beiden zu ermöglichen. 

Ich war Kind und ich war dabei. So wie 600 Millionen Menschen an den Fernsehschirmen mit mir. Diese gigantische Zahl war Thema im Fernsehen. Wo sie wohl überall waren? Ich dachte an Inder mit Turbanen und Schwarze in afrikanischen Urwäldern, das ganze Dorf schaute in meiner Vorstellung gemeinsam auf einen Schirm. Weltgeschichte wurde geschrieben, und ich durfte die ganze Nacht Fernsehen gucken, zum ersten mal überhaupt, weil es ja Weltgeschichte war. Ich hielt die Wacht, die Mondfähre war gelandet, meine Mutter war schlafen gegangen, ich sollte sie wecken, bevor die Astronauten aussteigen würden. Ich traute mich kaum auf die Toilette, ich wollte nichts verpassen. Ich versuchte zu verstehen, was ich sah. Dann kam meine Mutter wieder ins Wohnzimmer und fragte: Sind sie etwa schon ausgestiegen? Ich war erschrocken und nickte. Sie war verärgert, schickte mich ins Bett, zur Strafe, weil ich versagt hatte und ihr nicht Bescheid gesagt hatte. Ich war verwirrt und fragte mich, wie mir das passieren konnte. Ich lag weinend im Bett. Es war Weltgeschichte und ich hatte es versiebt. Aber dann kam meine Mutter ins Zimmer und sagte: „Was erzählst Du denn? Die sind doch noch gar nicht ausgestiegen. Komm mit!“ und setzte mich neben sich. Es war zu viel Weltgeschichte für meinen jungen Verstand, ich fand mich nicht wirklich zurecht. Da waren Experten in einem Studio, Günter Siefarth, Ernst von Kuon, der Name imponierte mir mächtig,  er klang nach Zukunft und König, die wussten alles, und erklärten es dem Rest der Welt. Da waren Modelle, eine nachgebaute Landefähre mit allen Knöpfen, mit Leuten in Astronautenanzügen drin, ein Mann war in Amerika am Telefon und berichtete, Werner Büdeler. Die Bilder vom Start der Saturn V waren in meinem Jungengeist eingebrannt, schwarz und weiß schob sich die Rakete nach oben, Eisplatten fielen von ihr zu Boden, und dann war da überall Feuer, überall, was mich faszinierte, aber nicht erschreckte. Das Feuer trieb die Rakete in den Himmel, machtvoll. Geschichte wurde geschrieben, und ich war dabei.

In meinem Kinderzimmer gab es Bücher mit Zeichnungen, die ich aufsog: Städte unter Wasser, fliegende Autos, Siedlungen auf dem Mond und auf dem Mars, Astronauten, die vor Raketen irgendwo im Weltall standen, im fahlem Sternenlicht. Die Nahrung sollte aus dem Meer kommen. Überall stand dabei: Im Jahr 2000. Die Zukunft war unglaublich. Und ich würde es erleben, dieses Jahr 2000, in dem es so anders sein würde als heute.

Dann betrat der Astronaut die Mondoberfläche, Neil Armstrong, er glitt auf den Boden. Und er sagte diesen Satz: Ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein großer für die Menschheit. Ich verstand ihn sogar. Ich war dabei. Die Welt war unglaublich, es gab so viel Zukunft und ich würde es  alles erleben. Ich würde eine Frau haben und Kinder und ich würde Raketen steuern. Oder U-Boote, die aus Unterwasserstädten kamen.

Die Amerikaner waren auf dem Mond, als Erste, die Guten hatten es geschafft, nicht die bösen Russen. Es hatte alles geklappt. Und es war auch ein Deutscher, der das geschafft hatte, Wernher von Braun. Deutschland hatte den Krieg verloren, das wusste ich, ich stellte mir  den Krieg vor wie ein gigantisches Fußballspiel. Das war blöd mit dem Krieg. Aber wir hatten den Amerikanern ja die Rakete gebaut. Irgendwie. Wir gehörten jetzt auch zu den Guten.

50 Jahre später. Ja, natürlich war es Weltgeschichte, und ich war dabei. Am Fernseher halt. Das Jahr 2000 ist vorbei. Es gibt keine Siedlungen auf dem Mars, keine Städte mit fliegenden Autos und glücklichen Menschen, sauber gewaschen, in Anzügen der 60er Jahre. Es gibt Bahnhöfe mit Versätungsdurchsagen, Easy Jet, Kik und Hartz 4.

Die Russen sind nicht mehr die Bösen, außer im Fernsehen und die Amerikaner nicht mehr die Guten, außer im Fernsehen. Die Zukunft ist auch nicht mehr das, was sie mal war. Und Apollo 11? Irgendwie eine Fußnote der Weltgeschichte. Keine Umwälzung, nicht der Anfang von etwas, sondern eher das Ende vom Amfang, das Finale der großen Entwicklung, die ungefähr 1850 losging, und ungefähr 1970 endete und eine echte Umwälzung der menschlichen Existenz brachte, die den Menschen aus einer Kette von fast gleichförmigen Jahrhunderten herauskatapultierte. Eisenhahn, Elektrizität, Medizin, Hygiene, Autos, Flugzeuge. Alles wurde anders, rasant. Mein Opa hatte es erlebt, sein Leben war so ganz anders, als das Leben seines Vaters. Danach ebbte die Veränderung ab. Es kam noch Computer und Handy, gut, aber die Zukunft ist jetzt vorbei. Sie wird nichts Gutes bringen. Unterwasserstädte? Nahrung aus dem Meer? Eher mal nicht. Sondern: Wird uns der Planet überleben? Genießt die Gegenwart, die Zukunft wird fürchterlich.

Wie konnte ich damals glauben, dass die Amerikaner stellvertretend für die gesamte Menschheit Raumfahrt betrieben? Weil es doch ein bisschen so war? Wegen John F. Kennedy, der sterben musse, weil er so was schon ernst meinte? Aber warum pflanzten die Amis dann bei jeder Mission eine amerikanische Fahne in den Mondboden?

Die wahre Bedeutung, der Mondlandung war ihre Symbolik. Der Wettstreit der Systeme. USA gegen UdSSR. Der Sieg sollte die Überlegenheit der westlichen Welt symbolisieren. Je größer die Bedeutung des Ereignisses, desto größer die Überlegenheit. Ein System trat gegen das andere an, und in beiden Fällen war es eine staatliche Anstrengung. Um die Systembedeutung zu erhalten,  wurde die Mondlandung zum Menschheitsereignis hochinterpretiert. Was sie ja auch war, irgendwie. Aber sie blieb so folgenlos. Und die Symbolik war hohl. Das Spiel war mit Apollo 11 entschieden, danach kam nur noch Verlängerung. Apollo 17? Gähn. Der Champions Cup war entschieden. Es war auch nicht der Anbruch einer neuen Zeit, der Beginn der Exploration des Weltalls. Oder der Anfang einer neuen Geisteshaltung, wie der Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit durch die Fahrten der Entdecker – die Kontinente suchten und Kulturen versklavten, im Bewusstsein, dass sie das Recht dazu hätten.

Es gab aber schon die Chance für einen Neubeginn. Das Weltall, der Kosmos, war eine Verheißung. Möglicherweise könnte die Erweiterung des physischen Horizontes ins All auch zu einer Erweiterung des menschlichen Horizontes führen?

Zwei Kinofilme bringen ihre Zeit und ihre Gesellschaftssysteme zum Ausdruck. „Der schweigende Stern“, eine Koproduktion der DDR und Polens aus dem Jahr 1960. Die Vorlage hatte Stanislaw Lem geliefert, ein Meister nicht nur der Science Fiction Literatur, sondern der Literatur überhaupt. Die Handlung in groben Zügen, denn der Film lohnt sich insbesondere für Wessis: Eine internationale Mannschaft bricht mit einem Raumschiff zur Venus auf, von der eine Botschaft aufgefangen wurde. Offenbar wollten die Venusianer die Erde nuklear vernichten. Das Thema Nuklearkrieg ist der Hintergrund der gesamten Geschichte. Es gibt bei der Mannschaft des Raumschiffs eine japanische Ärztin, eine Hiroshima Überlebende, die durch die Strahlung unfruchtbar wurde. Es gibt einen deutschen Piloten, einen schwarzen Wissenschaftler zu einer Zeit, als Schwarzen in den Südstaaten der USA der Besuch von Universitäten verboten war. Es gibt einen amerikanischen und sowjetischen Wissenschaftler, die zusammenarbeiten. Das Weltbild des Filmes ist humanistisch, man könnte sagen, „friedensbewegt“, die technische Umsetzung für die damalige Zeit so eindrucksvoll, dass der Film sogar in den Westen verkauft wurde, wo er allerdings ideologisch aufgebrezelt wurde. Alle Verweise auf Hiroshima wurden aus dem Skript gestrichen, aus dem Sowjetmenschen wird ein Amerikaner, aus dem Amerikaner ein Franzose. Gute Sowjets, das führte zu weit. Interessanterweise war es in der DDR Version aber möglich, den Amerikaner als Menschen zu zeichnen. Wieso genau fühlte sich der Westen überlegen?

Der andere Film ist „Capricorn“ , eine US-britische Coproduktion von 1978. Ich habe ihn damals im Kino gesehen und war vom Donner gerührt. Auch diesen Inhalt werde ich nur in knappen Worten schildern, denn es lohnt sich unbedingt, den Film anzuschauen, im Fernsehen ist er so gut wie nie zu sehen, aus gutem Grund: Die Crew der US Marsmission wird damit konfrontiert, dass ihre Marslandung nur im Studio stattfinden wird, weil sie unmöglich ist, das Weltraumprogramm aber weitergeführt werden soll. Entweder die Astronauten machen mit, oder das Flugzeug das ihre Familien von der Startrampe nach Hause bringt, wird verunglücken. Es gelingt den Astronauten aber aus dem Fernsehstudio in der Wüste zu fliehen. Gleichzeitig riecht ein Journalist den Betrug und ermittelt gegen immense Widerstände auch in seiner eigenen Zeitung. Das Militär jagt die 3 geflohenen Astronauten, die sich getrennt haben, um ihre Überlebenschancen zu verbessern, denn ihnen ist klar, dass ihr Überleben nach den TV Übertragungen nicht zielführend ist. Angeblich, so die NASA, kommen sie dann auch bei einem Unfall auf dem Rückflug ums Leben. Der Showdown findet auf der pompösen Trauerfeier der US-Regierung für die 3 Astronauten statt.

In „Capricorn“ wird die gesamte finstere Geheimdienstlogik nachvollziehbar ausgebreitet, die die USA in den moralischen Ruin getrieben hat. In den 70er Jahren allerdings gab es Filme wie Capricorn, die offen dagegen rebellierten und damit die Vitalität und Selbstreinigungskraft der USA nach Watergate bewiesen. Leider sind solche „unpatriotischen“ Filme in den heutigen USA nicht mehr vorstellbar. Heute sind Blockbuster wie Top Gun, Pearl Harbour oder Black Hawk Down Stand der Dinge, militaristische Kriegsepen mit heldenhaften Soldaten in der Geschmacksrichtung Leni Riefenstahl. Anders gesagt: sollte ein Film wie „Capricorn“ heute zum Blockbuster werden, könnte man noch Hoffnung für die USA haben. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Damit niemand auf falsche Ideen kommt. Die Apollo-Mondlandungen sind nicht im Studio gefälscht worden. Es gibt genügend Beweise, dass sie stattgefunden haben, von Laserreflektoren, die Apollo 11, 14 und 15 zurückgelassen haben und der immer noch genutzt werden, über den Vergleich des zurücktransportierten Mondgestein der sowjetischen Sonden und der international ausgewerteten Apollo Missionen, über Mond-Satelliten-Fotos der Landestellen mit den zurückgelassenen Landestufen und Fußspuren der Astronauten, die auch von China bestätigt wurden, bis zur räumlichen Überwachung der Sprechfunksignale seinerzeit durch die Sowjets. Auch der Durchflug durch den Van Allen Gürtel ist für jeden nachvollziehbar, der ihn nachvollziehen will. Die Verschwörungshypothese zur Mondlandung ist falsifiziert. Und weitere Mondmissionen anderer Länder wie China, Indien, Japan oder Israel werden diese Faktenlage weiter untermauern.

Auch wenn ihn die Apollo Missionen nicht erzeugt haben, der wirklich planetarische Blick auf die Erde existiert trotzdem. Er ist aber viel älter als die Mondmissionen der USA. Immanuel Kant hat in einer wenig bekannten Schrift Vermutungen über das Wesen der Bewohner der anderen Planeten unseres Sonnensystems geäußert, also, sozusagen, Saturnier, Marsianer, Venusianer, Neptunesen usw. Der Text hat keinen wissenschaftlichen Wert mehr, auch wenn die Suche nach Leben im All auf dem gleichen Analogieprinzip beruht, wir denken nicht schlauer als Kant über die Bedingungen der Möglichkeit nach, wir wissen nur mehr. Knapp gesagt suchen wir nach Kopien der Erde im Weltall, im Hinblick auf Größe, Entfernung von einer Sonne und andere Parameter, weil wir wissen, dass die Erde Leben hervorgebracht hat.

Aber Kants kategorischer Imperativ, den es auch in dieser Version gibt: „Handle nur nach der Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass sie als allgemeines Gesetz für alle vernünftigen Wesen  gelte“ meint das mit den vernünftigen Wesen genau so. Er ermöglicht uns eine Außenansicht auf uns selbst. Und die fällt wenig schmeichelhaft aus.

Der Blick auf Verhaltensweisen wie die geplante Raumstreitkräfte der Franzosen und der USA, die Militarisierung des Weltraums durch Russen, Chinesen, vor allem aber die USA, die auch gleich noch die Schürfrechte für das gesamte Weltall beanspruchen, ist nicht mit Kants Imperativ in Einklang zu brigen. Die imperialistische Kanonenbootpolitik des 19 Jahrhunderts in den Weltraum auszulagern, ist abgrundtief dumm und bösartig. 

Statt sich damit zu beschäftigen, ob der bisher nicht stattgefundene Kontakt mit außerirdischer Intelligenz nur durch unendliche Distanzen bedingt ist, könnte man sich fragen: Wollten Sie mit einer biologischen Lebensformen wie uns Kontakt aufzunehmen, die kurz davor steht, sich entweder nuklear zu vernichten oder die eigene Lebensgrundlage auf dem Planeten zu zerstören? Oder würden Sie auf kommunikative Quarantäne plädieren, mit der Auflage, in 2000 Jahren noch mal nachzugucken, ob es diese hochagressive Lebensform noch gibt und ob sie soweit ist, auf Bewährung in eine kosmische Föderation integriert zu werden.?

Mir fällt die Antwort nicht schwer. Ich würde vor uns warnen. Die bisher existierenden gesellschaftlichen Populationen des Homo sapiens sapiens wollen und können nichts anderes als Erobern und  Zerstören und erfinden immer wieder verantwortungslose und komplexe Lügen als Rechtfertigung ihres Handelns. Die realexistierenden Populationen der Lebensform Homo sapiens sapiens haben bisher keine ethisch hochwertigen Entscheidungen außer der Abschaffung der Sklaverei getroffen, die Abschaffung der Nuklearwaffen im speziellen und der Kriege im allgemeinen wären notwendig. Ihre gesellschaftlichen Erscheinungsformen sind nicht einmal in der Lage, mit ihrem Lebensraum vernünftig umzugehen. 

Die erste Mondlandung war dementsprechend zwar nur ein kleiner Schritt für diese destruktive und aggressive Lebensform. Aber einer zu viel.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Castleski/ Shutterstock 

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44 Kommentare zu: “Tagesdosis 23.7.2019 – Apollo 11 reloaded

  1. „Die Verschwörungshypothese zur Mondlandung ist falsifiziert“ behauptet Dirk Pohlmann in ungewohnt apodiktischer Manier. Falsifiziert könnte sie nur sein, wenn sie systematisch und umfassend überprüft und widerlegt worden wäre, das ist nicht der Fall; dazu magelt es u.a. an Kooperationsbereitschaft der NASA, aber auch am Rohmaterial, etwa an den verschwundenen Konstruktionszeichnungen oder Originalfotos. A propos: Fotos, selbst von China geprüfte, sind keine Beweise, und vier Finger sind nicht fünf, wie schon George Orwell lehrte.
    Gewichtige Indizien, die gegen das offizielle Narrativ sprechen, scheinen mir u.a. die technisch völlig unausgereifte Mondlandefähre, das beschämt-geduckte Auftreten der drei Astronauten auf der Pressekonferenz nach dem Flug und die sybellinische Äußerung Werner von Brauns gegenüber Neil Armstrong (zitiert in Wisniewskis Doku).
    Ob Dirk Pohlmanns unverhüllte Begeisterungsfähigkeit für Weltraumabenteuer seinen sonst so unbestechlichen Blick hier tatsächlich getrübt haben mag? Auch ein so scharfsinniger Kritiker der amerikanischen Geheimdienste wie Noam Chomsky weist ja die von vielen klugen Geistern mit gewichtigen Argumenten ausgeführte WTC 7-Spregnungshypothese verächtlich zurück.

  2. Ich bin überrascht, dass selbst bei KenFM die Apollo 11 Mondlandung als „bewiesen“ dargestellt wird, also ins gleiche Horn wie beim Mainstream geblasen wird. Als Dirk Pohlmann den Film Capricorn erwähnte, hatte ich noch gedacht, er hätte erkannt, wie stark dieser Film insbesondere die Startphase der Apollo-Missionen wiedergab.
    Deshalb empfehle ich Ihnen das Buch https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-Fischer-Verlag/50-Jahre-Apollo-11-Mond-Fluege–8606.html?MODsid=3rl2ko9csnled163ko96eo4ht2 .

  3. APOLLO Landeplätze fotografiert

    Enttäuschung macht sich breit, aber nicht über Dirk Pohlmann. Seinen Beitrag finde ich gut. Wenige Verschwörungspsychopathen suchen auf Google die „neuen NASA-Fotos“. Sie könnten ja jetzt auf Fotos spuren auf dem Mond entdecken, in 50cm Pixel-Auflösung, und wer will das schon. Deswegen schaut keiner nach Beweisen. Es war doch so schön immer als Experte einer Verschwörungstheorie am Stammtisch zu gelten. Da konnte man immer Belege aus dem Hut zaubern, warum die USA nicht auf dem Mond waren und gleich noch ein Bier bestellen. Da kam man dann groß raus, mit seinem „Fachwissen über die Wahrheit“. Der verwirrte Verschwörungsmensch merkt heute gar nicht mehr, dass er sich bald einreiht in die vielen Psychopathen in den vormals genannten „Irrenanstalten“. Dort sitzen viele „Napoleons“, „Jesus-Seher“, „Elvis-lebt-Seher“, „Hitler-lebt-Seher“, „Außerirdisch-Entführte“ usw. usw. in geschlossenen Abteilungen. Manche steigern sich so in ihr Thema, sie sprechen ver-rückt, hinein, dass sie eine Gefahr für sich selbst und der Umwelt darstellen. Sie gehen in die Irre.

    In ihren Augen haben 400.000 Beteiligte und Beschäftigte am NASA-Programm sich verschworen, die Wahrheit zu veröffentlichen. Wer will und kann das glauben?

    https://www.google.de/search?sa=X&biw=800&bih=485&q=apollo+landepl%C3%A4tze+fotografiert&tbm=isch&source=univ&ved=2ahUKEwiAs-Wb19TjAhVLJlAKHf98CWwQsAR6BAgJEAE

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2009/10/31/lro-fotografiert-die-amerikanische-flagge-am-mond/
    https://www.heise.de/tp/features/Rueckschlag-fuer-Apollo-Verschwoerungstheoretiker-3391217.html

    • Wie gut, dass diese Fotos alle großzügig mit Pfeilen und Erklärungen ausgestattet sind, sonst hätte keiner gewußt, was er hier wo erkennen soll. „Beweisbilder“ sollten für sich alleine sprechen, sonst verdienen sie diese Bezeichnung nicht.

      Zum Zentralargument: warum sollte es erforderlich gewesen sein, sämtliche 400000 Nasa-Mitarbeiter oder auch nur einen nennenswerten Teil von Ihnen in eine mögliche Verschwörung einzuweihen? Dieses Argument wird immer wieder angeführt, es ist auch in anderen Fällen, in denen ein Verschwörungs-Verdacht besteht (u.a. WTC 7), nicht stichhaltig.

      Es gibt durchaus gute Argumente für die Mond-Fake-Hypothese; eine bemerkenswert mutige WDR-Doku zu dem Thema findet sich hier: https://www.youtube.com/watch?v=YECrsJqFfBs Es gab offensichtlich einmal unabhängigere Zeiten bei den öffentlich-rechtlichen Sendern.

      Die Gleichsetzung begründeter Zweifel an offiziellen Regierungsdarstellungen mit „Elvis-Lebt“-Wahn, ist einfach nur schlechter Diskurs-Stil. Wer in dieser Weise die „Verschwörungstheorie“-Keule schwingt, engt, um mit Mausfeld zu sprechen,den Debattenraum unzulässig und in totalitärer Manier ein. KenFm-Leser sollten weiter sein. Laßt statt Diffamierungen Argumente sprechen, die oben verlinkte WDR-Doku liefert eine Fülle davon.

    • Sorry, kleiner Fehler: die Doku ist von Phoenix, nicht vom WDR (von dem es eine bemerkenswert unabhängige Doku zu 9/11 gibt).

  4. Das was ich bisher zum Thema Mondlandung gelesen und gesehen habe , hat alle meine Zweifel besiegt. Ich bin mir sicher , dass die Mondlandung eine der grössten Verarschungen der neusten Geschichte war. Welche Satelitenbilder meint Dirk denn? Ich habe noch keine gesehen, welche die Überbleibsel der Mondlandung klar zeigen. um es kurz zu machen…..Ich bin von Dirk Pohlmann sehr enttäuscht, und ich verstehe nicht, dass er so einen Schwachsinn
    verbreitet!

  5. “ außer der Abschaffung der Sklaverei getroffen, “ <—- Bitte?

    Verwechseln wir bitte nicht unseren vom Konzern-Kapital erlaubten Freiraum nicht mit Freiheit, denn der erlaubte Freiraum ist nur ein Knast ohne Gitter der mit Freiheit nichts zu tun hat, aber die Kunst zu beherrschen sich Unabhängig zu versorgen ist die wahre Freiheit. Wir, das sind über 90% der Weltbevölkerung, dürfen nicht von Freiheit reden, da über 90% der Weltbevölkerung Lohnabhängig sind, was gleichbedeutend ist mit Versklavung durch Lohnabhängigkeit.

    Die Sklaverei abgeschafft – nein!

    Zitat des Tages

    Wer von seinem Tag nicht zwei Drittel für sich selbst hat, ist ein Sklave.

    Friedrich Nietzsche

  6. Also ich behaupte mal widersinnig, ich war dabei gewesen als die Amis mit den Russen einen Deal gemacht haben, das dass Gestein das von Lunochod 1 aufgesammelt wurde in die Ladeeinheit verbracht wird und von dort zur Erde geschickt wurde. Und kein Astronaut hat dieses Gestein jemals persönlich eingesammelt. Statt dessen machte man vorher ein Deal und machte fifty fifty mit dem Mondgestein. Die ganzen Mondaufnahmen(Hüpfer) machte man im Erdorbit mit einer ausgebrannten Raketenstufe und einer Bluescreen-Technik. Da darf ich dann an Skylab erinnern.
    Das Mondauto fuhr dann mit Astronauten in einer irdischen Landschaft und das wurde per Zeitlupe wieder gegeben.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lunochod_1
    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bluescreen-Technik
    Quelle:https://de.wikipedia.org/wiki/Skylab

  7. Ja, ja …. die Mondlandung. Ein Thema das den Modeleisenbahner, die Technikerin, den Gläubigen als auch die Ungläubige zu Wort melden läßt. Es gibt viel zu berichten warum und was nicht sein kann und wieso das eine so nicht anders gesehen werden kann.

    Herr Pohlmann wird von mir und vielen anderen für seine großartige Tätigkeit „Wikihausen“ sehr geschätzt …. trotz eines sehr trockenen Themas … bin ich begeistert, was für Humor und Witz darinnen steckt. Eine solche Arbeit muss vom Herzen getragen werden, denn der input ist gewaltig und „Wikihausen“ ist und bleibt auf Wikihausen angewiesen …. nicht die Einstellung wird honoriert, sondern die sinnvolle Aufklärungs-Tätigkeit!!!!!!!

    Jede Meinung hat ja seine Gründe und eine abschließende Wahrheit wird niemand für sich allein in Anspruch nehmen können. Möglicherweise lassen sich die Dinge nicht sauber in „Lüge“ und „Wahrheit“ trennen, denn es geht um ein sehr individuellen Prozeß. Der Fortschritt der Welt wird begleitet zwischen Allmachtphantasien und Ängsten.

    „Erkenne Dich Selbst“ heißt das Schlüsselwort …. warum steht der Eine mehr als der Andere für ein Statusdenken bzw. für ein Veränderungsdenken … was hat das eine und das andere mit mir zu tun?
    Welche Kräfte wirken hinter den inneren Bildern?

    Wer fähig ist seine Weltanschauung zu ändern, ohne gleich in eine Krise zu geraten, da er sein Selbst im Gewissen verankert sieht und nicht im Äußeren bzw. in der Abgrenzung lebt, der hat einen weiteren Kosmus erreicht.

  8. und heute schaffen es die ehemaligen Mond-Eroberer noch nicht einmal mehr Astronauten zur ISS zu transportieren genausowenig wie die übrige WWG (westliche Wertegemeinschaft). Diese bestücken ihre Raketen lieber mit Atomsprengköpfen.
    Der Sputnik Schock wurde im wesentlichen genutzt um die Rüstungsspirale weiterzudrehen und die beiden militärischen Neuerungen (Kernenergie und Impulsantrieb) zu kombinieren. Die zivile Nutzung der bemannten Raumfahrt wurde von beiden damaligen Systemkonkurrenten vorangetrieben um die eigene Systemüberlegenheit zu demonstrieren. Wirkliche Systemkonkurrenz wird heutzutage ersetzt durch wirtschaftliche Konkurrenz. Diese kapitalistische Kernkompetenz war im damaligen Wettlauf zum Mond noch von Vorteil. Die heutigen Herausforderungen werden dagegen durch Sanktionen, Embargos, Zölle oder allgemein Wirtschaftskriege beantwortet.

  9. „Die Verschwörungshypothese zur Mondlandung ist falsifiziert. Und weitere Mondmissionen anderer Länder wie China, Indien, Japan oder Israel werden diese Faktenlage weiter untermauern.“

    Israel ist gerade bei einer unbemannten Mondlandung gescheitert .
    Was Falsifiziert meint, sollte der Dirk Pohlmann nochmals überlegen.
    Es ist (heute wieder) eine Inquisition, die über Richtig und Falsch entscheidet .

    • Ich glaube, beim Thema Verifizierung/Falsifizierung ist Pohlmann nicht gerade der Fachmann, wenn ich mir überlege, wie er sich beim CO2 positioniert.
      Was kommt denn als nächstes?
      Der Warren-Report hatte doch Recht?
      Impflicht ist wichtig?
      Social Credits kann hilfreich werden?

    • @Leo
      Der Pohlmann glaubt .
      Der Glaube ist so oft Basis der Existenz – aus diesem Grund die ständig vielen Ewiggestrigen .
      Wer kann schon auf die Basis der Existenz verzichten, die praktisch mit der Muttermilch, den entscheidenden Prägungen in Kindheit und Jugend aufgebaut wurde .
      Die kleinen Lügen werden leicht als Lügen benannt , die Lebenslüge aber mit voller Emotion gehalten.

  10. Geehrter Herr Pohlmann,
    stellen sie sich doch mal vor die Mondlandung, ein äußert riskantes Unternehmen, wäre schief gelaufen. Zwei Menschen währen vielleicht auf dem Mond gewesen und dann aber nicht mehr zurückgekommen. Und alle Welt hätte zugeschaut. Glauben sie wirklich das die NASA bez. deren Propagandaabteilung wären solch ein Risiko eingegangen wäre? Doch nicht wirklich oder?

  11. Warum die US-Fahne auf dem Mond weht:

    Die US-Fahne (flag kit) war aus beidseitig geprägten dicken Aluminium eingerollt (Sonderanfertigung) und wurde von den Astronauten für die Fotos ausgerollt und hindrappiert. Eben weil es dort keinen Wind gibt und die Fahne ansonsten immer auf dem Mond herunterhängen würde. Da wäre das Mitbringen und Aufstellen einer Stoff-Fahne absurd und wirkungslos. Eine Original-Apollokapsel war im Deutschen Museum in München ausgestellt und schon in den 70-er Jahren kam die Frage dazu auf. Die Apollo X Kapsel wurde in ganz Europa herumgefahren und ausgestellt. Sogar in Filmen sieht man, wenn ein Astronaut die Flagge bewegt, dass diese sich mit den Falten zusammen in einer Einheit bewegt, weil diese Fahne eben aus Aluminium ist, so erklärte uns das damals der NASA-Mitarbeiter.

    So ist das eine ganz einfache Erklärung, auch für die Verschwörungsfans.

    Schließlich wusste die NASA vorher schon, dass es dort oben keinen Wind gibt. Sie wusste allerdings nicht, dass sich Verschwörungstheorien mal in einem Internet, dass eigentlich nur für das US-Militär als Kommunikationsmöglichkeit vorgesehen war, verbreiten würden und die Wahrheit keiner hören will.

    Mittlerweile haben tief fliegende Satellitenaufnahmen (21km) alle Apollo-Mondflüge durch Überflüge und Fotos im 50cm Bereich einwandfrei belegt.

    Der Bericht von Dirk Pohlmann hat mir gut gefallen, weil er mich an meine Kindheit erinnert hat. Wir hatten am Tag der Mondlandung, das war ein Montag, in Bayern schulfrei.

  12. Ich komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Nach dem CO2 Statement von Dirk Pohlmann, nun auch noch Peterchens Mondfahrt. Jetzt kann es nicht mehr lange dauern, bis Wosamma? bin Laden wieder aus den Felshöhlen Afghanistans kriecht.
    Jeder hat die Wahrheit, die er gerade noch ertragen will und kann. Dirk Pohlmann braucht wohl seine heile Ufo- Welt. Wenn mir das jemand vor 14 Tagen gesagt hätte, ich hätte es nicht geglaubt.

  13. „Damit niemand auf falsche Ideen kommt. Die Apollo-Mondlandungen sind nicht im Studio gefälscht worden. Es gibt genügend Beweise, dass sie stattgefunden haben,…“

    Das kann schon sein.
    Bei 9/11 gibt es ja auch genügend „Beweise“, dass Osama Bin laden es war. Einschließlich Geständnis von Osama persönlich, sowie von anderen Chefattentätern, die in Guantanamo verhört wurden.

    Trotzdem zweifeln einige daran, dass 9/11 wirklich von BinLaden durchgeführt wurde.

    Eigentlich ist es völlig unwichtig, ob die Mondlandung wirklich stattgefunden hat, oder nicht. Ich finde es nur falsch, so pauschal auf angebliche Beweise abzustellen und zu sagen: Deshalb gab es die MOndlandung, kein Zweifel.
    Für mich ein Fass, das das meiner Meinung nach nicht braucht. Von daher: mehr Toleranz, mehr offene Diskussion über die wirklich wichtigen Dinge – davon gibt es im Moment mehr als genug – und wer sich mit der MOndlandung beschäftigen möchte, der wird sich sicher nicht von Herrn Pohlmann seine Meinung vorschreiben lassen…

    • Es gibt Wissen und es gibt Meinungen. Die wissenschaftlichen Beweise, die Herr Pohlman zur Mondlandung heranzieht sind zum Beispiel sehr schön von Professor Harald Lesch erklärt worden.

    • Das stimmt, nur wo trennen Sie zwischen Wissen und Meinung?

      Letztlich muss es um harte Fakten gehen.

      Nicht, dass ich die Mondlandung für sonderlich wichtig halte, es gibt viel wichtigere, aktuelle Themen.
      Aber die Fakten sprechen eben nicht eindeutig für die Mondlandung, sondern es gibt relevante Dinge, die dafür sprechen, und relevante Dinge, die dagegen sprechen. Die Aussage „Mondlandung gab es, weil es gibt Beweise“ greift viel zu kurz.

  14. Lieber Dirk Pohlmann,
    ich schätze Ihre mutige, engagierte Arbeit und Ihre tiefgehenden, ebenso scharfen wie differenzierten Analysen. Bei dieser „Tagesdosis“ aber vermisse ich genau dies schmerzlich: die Differenzierung. Es trifft nicht zu, dass – wie Sie sagen- „die bisher existierenden gesellschaftlichen Populationen des Homo sapiens sapiens nichts anderes wollen und können als Erobern und Zerstören“. Das Alter von Homo sapiens wird immer weiter nach oben korrigiert und mittlerweile auf 300000 Jahre geschätzt; damit ist er um ein bedeutendes Vielfaches älter als die Epoche der Kriege und Gewalt, die erst vor etwa fünf Jahrtausenden einsetzte, nicht zufällig gleichzeitig mit dem Aufkommen des Patriarchats, das die vorbestehenden friedlichen matriarchalen Kulturen auslöschte bzw. mit der neuen Ideologie von Kampf und Krieg überformte.
    Die Archäologin Maria Gimbutas widmete ihr Leben der Erforschung des „Alten Europa“, einer friedlichen mutterzentrierten Kultur, die zwischen 65000 und 3500 v.u.Z. das Gebiet zwischen den Karpaten und dem Norden Griechenlands, zwischen Adriatischem Meer und dem heutigen Bukarest bevölkerte. Sie kommt zu dem Schluß, dass es „ein großes Mißverständnis“ sei“, davon auszugehen, dass Kriegsführung ein Teil der menschlichen Kultur ist.“ Unter den Überresten der alt- und jungsteinzeitlichen Kulturen fand sie keinerlei Waffen oder Massengräber u.ä., wie es dann ab der Bronzezeit der Fall war.
    Überreste von friedlichen mutterzentrierten Kulturen finden wir weltweit, u.a. auch in der mindestens 8500 Jahre alten hochentwickelten Siedlung Catal Höyük im anatolischen Hochland. Heute noch (auf vier Kontinenten) existierende Matriarchate zeigen, dass Gewalt in diesen Kulturen unbekannt ist und sozial geächtet wird – ebenso wie Gier und Anhäufung von Reichtümern; es gibt keine nennenswerten Besitz-Unterschiede.
    Wir brauchen keine Aliens, die uns retten, wir müssen (laut Maria Gimbutas) „als Zivilisation nichts Neues lernen, um die Zukunft zu überleben, sondern brauchen uns nur an etwas Vergessenes zu erinnern.“ In diesem Sinne möchte ich Sie, lieber Dirk Pohlmann, gerne an etwas erinnern, was Sie selbst ausgeführt haben, und zwar hier (Minute 30.30 – 33.30): https://www.youtube.com/watch?v=mJrA1lnMcv8&t=1930s

    Das Wissen darum, dass Frauen den Weg in eine bessere Zukunft zeigen können, ist nicht „vergessen“, sondern verdrängt. Es ist unerwünschtes Wissen. Da rufen wir lieber Aliens um Hilfe.

    • Ein sehr interessanter und gut differenzierter Kommentar! Da habe ich jetzt länger drüber nachgedacht und mir auch den Videoausschnitt angeschaut. Ich denke, der Dirk Pohlmann wird Dir Recht geben! Bei diesem Satz: „die bisher existierenden gesellschaftlichen Populationen des Homo sapiens sapiens nichts anderes wollen und können als Erobern und Zerstören“, war Herr Pohlmann wohl etwas emotional geladen und destruktiv eingestellt. Ich glaube an die grundlegende Gutheit des Menschen, sehe aber auch, daß sich mit zunehmender Urbanisierung die Agressivität gesteigert hat.

    • Nun spricht aber Herr Pohlmann aber nicht über den Homo Sapiens² im Kontext seiner gesamten Geschichte. Er spricht auch nicht über dessen Potenzial. Sondern er beschreibt den Status Quo! Und dann kommt seine Aussage schon hin, oder? Es geht also darum, wohin der Mensch sich und seine Erde gebracht hat, und weiterhin bringen wird.

      Sie schreiben „dass Frauen den Weg in eine bessere Zukunft zeigen können“. Sie meinen natürlich nicht Merkel und von der Leyen und wie sie alle heißen. Also hier würde ich mir dann doch mehr Differenzierung von Ihnen wünschen. Wenn Sie erklären können, was tatsächlich in eine bessere Zukunft führt, dann ist das von großem Interesse.

      Ich will Ihnen das nicht unterstellen, aber es besteht die Möglichkeit, dass Sie sich mit einer Idealisierung des weiblichen Exemplars von Homo Sapiens² in eine vorteilhafte Position bewegen möchten, wo Sie am Ende nicht ganz so verantwortlich sein müssten wie das männliche. Ich denke, das wäre bezogen auf den Status Quo eine bequeme Lüge, und würde daher nichts Gutes bewirken.

  15. Sehr schön erzählt und auf den Punkt gebracht. Danke Herr Pohlmann. Ich lebte damals in der DDR und war in sehr jungen Jahren erstaunt, das die Amis im Weltraum erstmals die Sowjets überboten. Das war eine großartige, bewundernswerte Leistung. Dennoch, auch heute, kam mir das Sowjet-Weltraumprogramm durchdacher vor – mit Weltraumstationen.

    P.S.: Ein Zweifel an der Echtheit der Mondlandung kam überhaupt nicht in Betracht. Die Sowjetunion mit ihren Möglichkeiten hätte das so etwas von aufgedeckt.

  16. Hallo Dirk Pohlmann,

    das war eine spannende Beschreibung mit ihrem persönlichen Mondlandungs-Abenteuer und eine großartige Beschreibung Ihrer Vorahnung, wie die Menschheit ab da insgesamt voranstürmen würde, das Pfand einer erfolgreichen Mondlandung auf dem Guthabenkonto. Mir ist allerdings etwas Ähnliches grad eben passiert, Mit einem kleinen Team haben wir eine neue Art von Dynamischem Auftrieb erfunden, einem einer dritten Art, einem der ausnahmslos allem Auftrieb verleihen kann, nicht nur Tragflächen, Flügeln, Segeln oder Drachen (oder diesen neuen Rotorsails, den zuvor Flettner-Rotoren, mit denen Motorschiffe plötzlich segeln können). Ohne Segel.

    Ab jetzt könnte man eigentlich auch Tragflächen weglassen. Oder clever auf das Zehnfache etwa verstärken. Also, da bahnt sich wohl eine weitere TECHNISCHE REVOLUTION an. Und militärische Anwendungen. Nach Ihrer Erfahrung jedoch Herr Pohlmann, mit dem Egoismus der Amerikaner-Nation, einer unverzichtbaren, einer auserwählten Sippe, der per US-Gesetz alle Schätze des Universums gehören und deren auserwählt amerikanische Gesetzgebung und Sanktionen nicht etwa amerikanisch begrenzt, sondern ebenfalls auch das ganze Universum beteffend gelten, machen Sie mich einigermaßen nachdenklich.

    Vielleicht besser, wenn denen unsere neue Form des ab jetzt alles fliegen lassen Könnens denn besser doch nicht bei denen im Norden Amerikas landete? Damit dieser kleine Schritt einer ersten Mondlandung, diese destruktive und aggressive westlich werte amerikanische Lebensform befördernd, einer zuviel leider, im Nachhinein sehen wir´s, nicht durch unsere grundsätzlich friedlich nützliche Erfindung noch weiter befördert würde?

    Nicht ganz einfach, was ganz Tolles zu erfinden was dann plötzlich, in falsche Hände geraten, massenhaft Menschen umbrächte, zwei ganze Städte vielleicht voller ausländischer Menschen. Fiele Ihnen da wer ein für uns, uns vertrauensvoll hinzuschenken, eine ganz friedliche Adresse? Die Schweiz vielleicht, oder der Vatikan?

  17. „Wieso genau fühlte sich der Westen überlegen?“ sehr gute und berechtigte Frage.
    Allein ein Kind, dass sich zum Zeitpunkt der Mondlandung den Krieg wie ein Fußballspiel vorstellt, scheint mir viel über die Gesellschaft, in der es aufwächst, zu sagen.
    Mir war zu diesem Zeitpunkt vielleicht nicht klar, wer den Krieg verloren hat und wie sich Kämpfe an der Front darstellen, Deutschland kam in der DDR eh nur in der Vergangenheitsform vor, aber wir sind wohl fast alle mit den selbst erlebten Erzählungen von Fliegeralarm, dauernd gepackten Koffern, Ausharren im Luftschutzeller, Verschüttetsein, Ausgebomtsein, Nie-mehr-gesehen- worden-sein, Wohnen in Wohnungen, wo mehrere Familien jeweils in einem Zimmer wohnten oder in Höhlen, oder dass man früher in Straßen wohnte, die nicht mehr vorhanden sind, großgeworden und ja, auch in der Schule kam das vor und Ruinen standen auch noch reichlich rum. Ich habe noch in den 60ern von den älteren Verwandten gelernt, meine Sachen abends immer so hinzulegen, dass ich mich problemlos und schnell im Dunkeln anziehen könnte, auch ohne dass nur der Anschein erweckt wurde, man müsse mit Fliegeralarm rechnen. Es hat mich aber zutiefst beeindruckt, wie sehr sie das verinnerlicht hatten.
    Dass es bei der Mondlandung womöglich um ein Prestigeobjekt ging, wurde mir eigentlich erst mit Sigmund Jähn, Lunochod und Multispektralkamera klar. Trotzdem habe ich gespannt vor dem Fernseher gesessen, wenn auch erst in der Wiederholung am Vormittag, es waren ja schließlich Ferien und solche Sachen wir eine amerikanische Fahne habe ich eher ausgeblendet.

    Ob die Mondlandung nun tatsächlich stattgefunden hat ( ich tendiere dazu, es zu glauben,) oder doch nicht, hat heute eher wenig Belang. Auf jeden Fall finde ich es abartig, sich deswegen in die Haare zu bekommen. Mag sein, dass damit ein gewisses Überheblichkeitsgefühl des Westens weiter manifestiert wurde, aber immerhin hat es nicht als Anlass zu einem Krieg gedient und ist aus heutiger Sicht eher unwichtig. Ja und natürlich wird es durchaus auch genutzt, nochmal an die westliche Überlegenheit zu erinnern, damit nicht jeder merkt, dass sie nur eingebildet ist. Und diese Einbildung ist ja wohl eine sehr spezielle Form des Rassismus.

    • Ich finde es auch reichlich kühn, dass Dirk Pohlmann sich so positioniert.
      Weiß man wirklich alles? Hat man wirklich alles, was man sicher weiß, richtig interpretiert?
      Gibt es ein Problem zu sagen, nach meiner Ansicht, sprechen die Fakten dafür, der absolute Beweis steht aus?

  18. 50 Jahre Raumfahrt und wie sieht die schöne neue Welt heute aus?
    Das Glaubens-Dogma der Naturwissenschaft geht ungebremst weiter, die neue EineWeltReligion.

    Seit unser Nachbarjunge Fabian von Greta im Fernsehn gesehen hatte, ist er völlig aus dem Häuschen. Ja, er ist überzeugt unbedingt das Klima zu retten. Vor paar Tagen fragt Fabian uns, ob wir uns auch ein Elektrowagen kaufen würden, seine Eltern haben schon eine Probefahrt unternommen. Er schilderte uns von den ganzen Vorteilen, super leise und beim losfahren geht er richtig ab. Wenn er älter ist kauft er sich ein Capriolet, natürlich mit Batterieantrieb. Deshjalb geht er auch am Freitag zur Demo, denn wenn alle Menschen weiterhin mit den Abgasstinkern fahren, dann wird die Erde immer heißer und vertrocknet. Fabian war begeistert und drückte mir ein paar Hochglanz-Prospekte von Elektroautos in die Hand und teilte uns nebenbei mit, dass er Ingeneur für Elektronik werden möchte. Die Elektronik würde alles steuern und die Menschen könnten von zu Hause alles erledigen. Wenn er später selbst Kinder hat, müssten sie dann nicht mehr zur Schule gefahren werden, denn der Untericht findet dann im virtuellen Klassenzimmer statt. Auch wenn die Erwachsenen sich nicht entscheiden können, wohin der nächste Urlaub geht, das macht dann der Computer. Papa und Mama bräuchten sich nicht mehr streiten, denn der Computer entscheidet nach logischen Kreterien. In diesem Jahr während der Winterferien geht es auf die Kapverdische Inseln. Mein Einwand „dass wäre aber für das Klima schlecht“, ließ er nicht gelten, denn bis dahin hätten sie ja ihr neues Elektroauto. Alle Menschen werden Pluspunkt-Tabellen führen, mit denen die Menschen CO2 einsparen können, bei vielen Pluspunkzen gibt es modernste Elektronik zu einen super günstigen Preis. Sollte der CO2-Wert zu hoch ausfallen, dann kann man es mit einer Zahlung ausgleichen. Sein Lehrer sagt, dass die Zukunft viel sauberer sein wird, aber das setzt voraus das alle Menschen zusammenarbeiten müssten. Wir Kinder sind jetzt besonders gefordert, meint er, und wir müssen für eine große Zukunft kämpfen. Menschen die uns etwas anderes erzählen sind dumm und egoistisch, mit denen sollten wir nicht reden. China und USA sind da schon viel weiter als wir.

  19. Moin, Dirk Pohlmann, es gab noch andere weltbewegende Ereignisse, fuer die man frueh (vor der Schule) aufstehen musste, um sie im TV sehen zu können.
    Ich denke hier an den Boxkampf Sonny Liston gegen (damals noch Cassius Clay). Ein Neger (ja, hier ist es erlaubt zu sagen) mit einer grossen Klappe besiegt einen Weissen!!!
    Dieser nicht ganz ernst gemeinte Vergleich zeigt, dass man nicht so weit ausholen muss, um die damalige Zeit zu beschreiben. Doch hier bräuchte man nicht die weissen USA reinzuwaschen von ihrer Verarschung der Welt den Mond bestiegen zu haben, UND wieder weggeflogen zu sein.
    Ohne auf die Details einzugehen, ueberraschte mich eigentlich nur der Hinweis, dass die Konstruktionszeichnungen verschwunden seien, um die Mondlandung heute wiederholen zu können.
    Wer eine magische Kugel 5mal abprallen lassen kann, um 2 Menschen zu töten resp. verletzen zu können; wer mit 2 gekaperten Flugzeugen 3 Tuerme im bestbewachtesten Luftraum der Welt einstuerzen lassen kann… der sollte doch verdammt noch einmal seine Siebensachen beisammen halten können, um ein weiteres Mal den Erdtrabanten zu besuchen.

    mfG

    • Wie groß war eigentlich das Zeitfenster beim Andocken im Wiederaufstieg von Mond?
      Wie (zeitlich) exakt musste Apollo „abheben“, damit sie das Rendezvous nicht letal vermasselt?
      Wo war die Kommandokapsel zum Zeitpunkt des Abhebens? Immerhin dauerte der Aufstieg einige Stunden, oder?

      Diese Story kam mir als Kind schon wie so ein Zeichentrickding vor.

      Kann ja alles so gewesen sein….aber, warum ist das dann alles so grottendämlich dokumentiert?

      Also wenn ich die NASA bin und das Ding gewuppt bekomme, dann sorge ich aber auch dafür, dass ein Million wasserdichte Beweise vorliegen. Schon zur Absicherung gegen die Russen und deren mögliche Propaganda.

      Mir ist das Thema nicht wichtig genug, aber für die offizielle Version wollte ich mir die Finger nicht verbrennen.

      Vielleicht war ja auch Gagarin nicht oben und musste deshalb so früh verstorben werden.

      Und eine Krähe hackte der anderen im weitern Verlauf des Schmierentheaters kein Auge aus und man einigte sich darauf, dass beide oben waren und beiden dann plätzlich keinen Bock mehr auf Kampf hatten, während man ihn auf dem Boden immer weiter führte?

  20. Der homo sapiens in Gänze nichts als ein low life scum?

    Dann können wir das Lesen, Reden und Schreiben einstellen und ich verstehe ein wenig besser, woher die Faszination des Autors für (das social credit system in) China herrührt. So ein 5G-betreuter und gesteuerter Restbürger trifft sicher nur noch „ethisch hochwertige Entscheidungen“!
    Mensch, Herr Pohlmann, nieder mit dem Menschen, der alten Pottsau!

    Sind jetzt Menschheits-Bashing-Wochen oder ist das Altersresignation?

    • Der „Mond“ hat Amerika das Jahrzehnt gerettet. Wie dem auch sei, ich würde mich nicht eindeutig festlegen, dafür ist weder die eine, noch die gegenteilige Position idiotensicher.
      Glaube, dass auch hier Pohlmann sich unnötig positioniert; und welche „Verschwörungshypothese“ falsifiziert sein soll, das erschließt sich mir nicht.
      Es gibt sicher an den Haaren herbeigezoge Einwände, aber eben auch Dinge, die so dubios sind, dass erst nach einer Klärung etwas abschließendes daraus zu folgern wäre.

      Ich glaube, hier wird einfach eine neue Front eröffnet.

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