Tagesdosis 24.8.2018 – Mit rrrrevolutionärem Elan gegen Wagenknechts „Aufstehen“

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Am 6. August hat Susan Bonath in ihrer Tagesdosis auf KenFM (1) und später in weiteren Medien wie „Russia Today Deutsch“(2) versucht, die unter Führung von Sahra Wagenknecht entstehende Sammlungsbewegung „Aufstehen“ zu diskreditieren und damit auszubremsen. Dabei hielt sich Bonath an die zuvor in der Tageszeitung „junge Welt“ von Knut Mellenthin vorgegebenen Linien. Doch Bonath hätte lieber schweigen sollen. Denn was sie und ihre Anhänger gern als vernichtende Kritik an „Aufstehen“ deuten, war nichts als eine böswillige Tirade. Wollen ist eben nicht gleich Können.

Bonaths Versuch einer Kritik ist ein Lehrstück dafür, wie man es nicht machen sollte. Unter diesem Gesichtspunkt empfehle ich jedem, der das hoch emotionale Bonath-Machwerk noch nicht gelesen hat, seinen Widerwillen zu überwinden, und sich den Text aus rein didaktischen Gründen doch noch anzusehen. Wer dabei auch nur ein stichhaltiges „Argument“ und gar Fakten findet, warum „Aufstehen“ ignoriert oder bekämpft werden soll, der melde sich bitte per Leserbrief bei mir.

Mein erster Gedanke nach der Lektüre war gewesen, Bonaths Schmähwerk Absatz für Absatz zu sezieren und die menschenverachtende Ideologie und den miesen Geist, die dahinter stecken, bloßzustellen. Aus zwei Gründen habe ich mich dagegen entschieden. Ersten bin ich sicher, dass die mit kritischem Verstand ausgerüsteten KenFM-Leser und Hörer in der Lage sind, sich selbst ein Bild von Bonaths intellektuellem Wirrwarr zu machen, durch den sie sich zwangsläufig in Widersprüche verwickelt und folglich als Schlussfolgerung nur Gelaber produziert. Und zweitens hätte der Bonath-Text durch eine zeitaufwendige Sezierung eine Würdigung erfahren, die ihm überhaupt nicht zusteht.

Inhaltlich sei nur gesagt, dass das von „Moralin“ und Selbstgerechtigkeit tropfende Bonath-Werk belanglos ist. Da ihm jede konkrete Analyse fehlt, trägt er nicht zum Kampf für eine gerechtere und soziale Gesellschaft bei. Er bewirkt eher das Gegenteil mit ihrer Unterstellung, dass eine sozialreformerische Bewegung à la Wagenknechts „Aufstehen“ (3) die Arbeiterbewegung in ihrem Schwung ausbremsen könnte. Dazu hat die scharfsinnige Kommunistin Dagmar Henn treffsicher bemerkt, dass diese von Bonath thematisierte Frage ,,im heutigen Deutschland aus mehreren Gründen nicht relevant ist. Zum einen, weil etwas, was kaum da ist, auch nicht gebremst werden kann. Zum anderen, weil der Zustand des Kapitalismus von der Art ist, dass jede echte soziale Forderung sehr schnell an die Grenze des in Wirklichkeit dysfunktionalen Systems stößt.“

Tatsächlich versucht Bonaths mit ihrem Text mit manipulativen Mitteln, Halbwahrheiten und Unterlassungen alles zu tun, um die „Aufstehen“ Bewegung“ bereits im Kindsbett zu ersticken. Statt einer konkreten Analyse zieht sie es vor, genau wie viele andere Pseudo-Linke, rrrrevolutionäre Sprüche zu klopfen und die Ungerechtigkeiten in der Welt zu beklagen. Dazu gehört auch ihr Einsatz für die Abschaffung der Nationen und der nationalen Grenzen zwecks Förderung der Migration. Aber dadurch arbeitet sie, ebenso wie die anderen „Linken“ objektiv den neoliberalen, global operierenden Konzernen in die Hände.

Wenn heute in unserem Land die selbst ernannten „Linken“ statt mehr Brot für die „kleinen Leute“ (Neusprech für die ehemalige Arbeiterklasse) die eheliche Gleichstellung der inzwischen 53 identifizierten „Genderarten“ fordern, dann kann sich die herrschende Klasse in Ruhe zurücklehnen. „Was unbedingt vonnöten ist, ist eine Bewegung, die die tatsächlich massenhaft vorhandenen sozialen Forderungen aufgreift“, so die Marxistin Henn. Es sei „nicht zu übersehen, die Linkspartei ist das nicht“. Und dann stellt Henn die Frage: „Ist es in irgendeiner Form schädlich, wenn die zwei führenden Protagonisten der ‚Aufstehen Bewegung‘ nicht von der Beendigung des Kapitalismus sprechen?(4) Im Augenblick sicher nicht; weil es weder andere davon abhält, das zu tun, noch etwas an der allgemeinen ökonomischen Lage ändert, die JEDE ernsthafte soziale Forderung an die Grenze des Systems führt“. Mit den beiden führenden Protagonisten bezieht sich Henn auf das von Bonath in ihrem Text verunglimpfte „Millionärsehepaar“ Lafontaine und Wagenknecht.

Ohne Zweifel ist Bonath mit ihrem verstellten ich-bezogenen Blick nicht im Stande sich ein realistisches Bild von der Lage der Linken und dem Kräfteverhältnis in unserem Land zu machen. Man könne „sich leicht täuschen“, so Henn, „wenn man glaube, an dem desolaten Zustand ändere sich nur etwas, wenn man besonders eifrig mit der Flagge der Revolution wedelt. Da hat man Lenin nicht verstanden. Der hat nicht mit der Losung ‚Wir wollen den Sozialismus jetzt!‘ die Revolution eingeleitet, sondern mit der Forderung ‚Land, Brot und Frieden‘.“

In diesem Punkt überschneiden sich die Erfordernisse für ein Wiedererstarken der Arbeiterbewegung mit denen für eine Abwehr der vorhandenen faschistischen Tendenzen in unserem Land. Beides gelingt nur, wenn endlich Vertreter der Linken Organisationen, in den Straßen und im Parlament, die zunehmend prekären Lebensverhältnisse großer Teile unserer Bevölkerung wieder auf die Tagesordnung setzen. Rufe nach Revolution „jetzt“ helfen da nicht weiter.

Gleiches gelte auch für die Forderung nach offenen Grenzen, so Henn, vor allem auf die Art, wie sie von Susan Bonath in ihren Texten vertreten wird. Dadurch würden die Bewohner der Peripherie (Flüchtling und Migranten) zum Objekt der Politik der linken Gutmenschen, die ihnen dadurch auch das Recht und ihre Pflicht zum Kampf um die Befreiung des eigenen Landes absprechen. Daher müsse die Schlussfolgerung lauten: „Der beste Beitrag, den wir Deutschen für eine Verbesserung des Lebens der Menschen in allen Ländern Afrikas und anderer Kontinente leisten können, besteht nicht darin, ganz lieb zu Flüchtlingen zu sein. Er besteht darin, dem deutschen Imperialismus die Flügel zu brechen, die Fänge abzureißen und die Federn zu ziehen. So, wie einmal die DDR keinem anderen Land Schaden, aber einigen Nutzen gebracht hat, sollte das für ganz Deutschland gelten.“

Allerdings könne die Frage, „wie deutsche Arbeiter mit den Flüchtlingen umgehen oder umgehen sollten, zu moralischen Ausbrüchen verleiten, aber relevant ist sie nicht“, so Henn und unterstreicht: „Relevant ist vielmehr, ob die Macht der deutschen Konzerne angetastet wird.“ Mit diesen Worten endete Henns Replik auf den Text von Bonath.
Bereits im Juni hatte Bonath über Facebook eine Welle unflätiger Beschimpfungen gegen Henn losgelassen, als diese nicht ihrer Meinung zur Flüchtlings- und Migrantenfrage war. So beschimpfte Bonath die unter dem brutal erniedrigenden Hartz IV Regime lebende Henn als „fettgefressene Bildungsbürgerin“. Während sie andere, die mit ihrer Positionen in der „Flüchtlingsfrage“ nicht einverstanden sind, als „Bürgerkinderpack“ oder neuerdings als „Wagenknecht-Rassisten“ entwürdigt. In einem anderen Text von Bonath heißt es u.a. „Ich hab es so satt, wie ihr verlogenen Wagenknechte und Co. euch zur Freude der Bourgeoisie an der Rampensortierung von Opfern des Imperialismus beteiligt. Pfui Teufel. Wer so redet, steht nicht auf der Seite meiner Klasse.“

Aber auf der Seite welcher Klassen steht Frau Bonath eigentlich? Offensichtlich hat sie jeden Kontakt zur Realität verloren. Das könnte das Niveau ihrer persönlichen Attacken und die erschreckende Menschenverachtung, die daraus spricht, erklären. Mit rrrrevolutionär sein hat das nun wirklich nichts zu tun. Im Gegenteil.

Quellen

  1. https://kenfm.de/tagesdosis-6-8-2018-sammeln-von-oben-statt-sagen-was-ist/
  2. https://deutsch.rt.com/meinung/74657-conrta-aufstehen-die-illusion-vom-guten-kapitalismus/
  3. https://www.aufstehen.de/
  4. https://www.facebook.com/dagmar.henn.92/posts/2022238551161802?__tn__=K-R

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90 Kommentare zu: “Tagesdosis 24.8.2018 – Mit rrrrevolutionärem Elan gegen Wagenknechts „Aufstehen“

  1. Was Rainer Rupp bei Susan Bonath kritisiert, betreibt er selbst. Bonaths Beiträge zu dem Thema sind vielleicht etwas scharf, im Wesentlichen aber doch eher sachlich, wenn sie auch gegen Ende des Textes in unnötige Polemik gegen das „Millionärsehepaar “ verfällt. Manches ist auch wirr, vielleicht überflüssig, ungehalten, zornig. Aber „böswillige Tirade“ ist nicht zu erkennen. Es wäre politisch besser gewesen, wenn Rupp sie zu Sachlichkeit ermahnt hätte, statt mit einer höheren Dosis Unsachlichkeit darauf zu reagieren. Gerade wir Älteren sollten zu einer Versachlichung der Diskussion beitragen und zur Besonnenheit mahnen, statt die Emotionalisierung und Streit noch weiter anzuheizen.
    Wie so oft unter der sogenannten Linken setzt der Verstand aus, wenn es darum geht, endlich „was“ machen zu können. Dementsprechend setzen viele ihre Hoffnung auf diese Sammlungsbewegung. Und sehr schnell, wenn der Verstand aussetzt, kommt es zu der Frage aller Fragen, die über das Wohl und Wehe des Planeten zu entscheiden scheint: „Bist du dafür oder dagegen.“ Daran entbrennt dann der Streit, als ob die Wünsche und Hoffnungen des einzelnen Einfluss hätten auf den Gang der Dinge. Dagegen sollte die eigentlich politisch wichtige Frage sein: Macht diese Bewegung Sinn? WAS drückt sich da gesellschaftlich aus, WAS will Wirklichkeit werden?
    Nun scheint sie aber nicht mehr aufzuhalten, diese neue Morgenröte der verzweifelt nach Bedeutung und Orientierung suchender Linken, die Erfüllung zu finden scheinen im Aktionismus, nicht in der sachlichen Analyse der Kräfteverhältnisse und den Handlungsmöglichkeiten, die sich daraus ergeben. Der Gipfel an Kritiklosigkeit und blindem Bekennertum war unlängst hier zu finden. Aber was ist denn das für eine Triebkraft im Gekröse der Gesellschaft, die da nach Ausdruck sucht? Das ist keine Sammlungsbewegung, sondern ein Sammelsurium, eine lose Ansammlung von Menschen, die ihre individuellen Wünsche verwirklichen wollen, aus denen dann erst einmal eine Stoßkraft und -richtung geformt werden soll. So soll es laut Lafontaine „eine Reihe von Konferenzen zu einzelnen Themen geben“ (FAZ vom 10.8.18: Aufstehen für „Aufstehen“).
    Größer könnte der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht sein: Eine Bewegung, die sich „Aufstehen“ nennt, muss sich erst einmal hinsetzen, um in Konferenzen zu gemeinsamen Themen zu kommen. Diese „Bewegung“ ist eine Kopfgeburt, ein „Projekt“ einiger Intellektueller, die es sicherlich gut meinen, aber unter Politik nur das verstehen, was sie aus dem Parlamentarismus kennen: Die Schaffung von Mehrheiten als Grundlage einer anderen Politik in den Parlamenten. Und wenn es über die Parteien nicht mehr klappt, dann versucht man es mit dem frischen Wind einer Bewegung.
    Aber was ist geblieben von den Bewegungen der letzten Jahre, begonnen bei Syriza und nun zuletzt „la Republique en Marche“ von Macron. Sie sind bedeutungslos geworden, nachdem sie in der Wahl ihrer Protagonisten ihre weitere Bedeutung verloren hatten. Sie hatten keinen Inhalt außer der Wahl dessen, für den sie standen. Das ist den linken „Bewegungen“ erspart geblieben, weil ihre Galeonsfiguren nicht gewählt wurden. Aber man hört auch von diesen nicht mehr viel.
    Es ist „Aufstehen“ zu wünschen, dass sie Erfolg hat. Aber man muss neben den Wünschen auch die gesellschaftliche Wirklichkeit sehen. Es fehlt „Aufstehen“ das, was eine Bewegung ausmacht, der verbindende Gedanke über die Parteigrenzen hinweg, der politische Kraft entwickelt und politisches Handeln ermöglicht. Das war so bei der Anti-AKW-Bewegung, der es immerhin gelang, einige Atommeiler zu verhindern. Das war auch so bei den Bewegungen gegen die Volkszählung und den NATO-Doppelbeschluss, die trotz der gesellschaftlichen Gegenkraft keinen Erfolg hatten. Aber deren Wirkung ging tief in die Parteien jeder Couleur, auch tief in die Gesellschaft und Gewerkschaften. Die Gunst des Sommerlochs hat #Aufstehen bisher mehr Schubkraft gegeben als die Ausstrahlung der „Bewegung“ selbst.
    Nun werden die unbeirrbar Begeisterungsfähigen, die immer auf jeden neuen Zug aufspringen wie seinerzeit die Piraten, natürlich wieder von Defätismus reden wie bei jeder Kritik, die versucht, politische Sachlichkeit walten zu lassen gegenüber illusionärem Wunschdenken. Man kann natürlich immer wieder mit dem Kopf gegen die Wand laufen, bis man vielleicht erkennt, dass der Kopf dazu da ist, zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Wand stärker ist und die Stärke des Kopfes im Denken liegt, nicht in seiner Funktion als Rammbock. Natürlich kann heute nicht gesehen werden, was vielleicht durch glückliche Entwicklungen dann doch noch Positives bei #Aufstehen herauskommt. Aber es geht darum, die wirklichen Verhältnisse nicht aus dem Auge zu verlieren, damit bei unglücklichem Verlauf der Sache, die Enttäuschung nicht zu groß ist.
    Aber trotz aller Bedenken und Zweifel ist es selbst für die Kritiker der Bewegung angesagt, die Bewegung zu unterstützen und ihr gutes Gelingen zu wünschen. Kritik darf nicht dazu führen, unbeteiligt oder gar missgünstig die Entwicklung zu begleiten. Kritik warnt vor den Gefahren, die auftauchen, wenn im Überschwang der Hoffnungen die Realität übersehen wird. Aber Kritik muss auch nach vorne schauen und Auswege versuchen aufzuzeigen, wenn die Entwicklung den befürchteten Verlauf nimmt.

  2. Die imperiale Rechte und deren NATO-Presse wirft der neuen Sammlungsbewegung #aufstehen „nationalen Sozialismus“ vor und will so die Nazikeule schwingen. Das Programm der KPD, der konsequentesten Antifaschisten und ersten Opfer der Nazis, trug den Titel „Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes”. Schaut also genau hin und informiert euch, lasst euch nicht durch Wording manipulieren.
    https://RoteFahne.eu/1930/08/kpd-programm-zur-nationalen-und-sozialen-befreiung-des-deutschen-volkes/

  3. Zuerst war ich etwas überrascht, als ich sah, dass sich Herr Rupp zu einer anderen Kommentatorin so kritisch äußert, habe mir dann aber den gesamten Artikel gelesen und auch den Artikel von Frau Bonath.
    Zum Artikel von Frau Bonath möchte ich nichts weiter sagen.
    Danke an Herrn Rupp für seine präzisen und tollen Analysen – es freut mich immer sehr in der Tagesdosis oder anderen Ausgaben von ihm zu lesen.

  4. @Rainer Rupp
    Ich hätte da zweineinhalb Fragen für Sie:
    1. Könnten Sie mal den Begriff Regime möglichst genau definieren?
    Dazu ein paar ergänzende (Hilfs-)Fragen:
    Warum gab es keinen Massenexodus der Bevölkerung unter dem brutalen und äußerst blutrünstigen Diktator Saddam Hussein vor 1990? Warum gab es keinen Massenexodus der Bevölkerung unter dem brutalen und äußerst blutrünstigen Diktator Muammar al-Gaddafi vor 2011? Warum gab es keinen Massenexodus der Bevölkerung unter dem brutalen und äußerst blutrünstigen Diktator Baschar al-Assad (heutiger Staatspräsident Syriens) vor 2011?
    2. Was kann der Einzelne konkret tun, damit die Welt eine Bessere wird, damit es der Allgemeinheit besser und nicht dauernd schlechter geht?

    Vielen Dank im Voraus für die Beantwortung der Fragen!

  5. Sehr geehrter Herr Rupp,

    Sie wirken vertrauenswürdig, Ihre Texte sind zugänglich und nahezu immer logisch, vielen lieben Dank dafür!

    Frau Bonath sieht sympathischer aus als sie schreibt, leider fehlt die Möglichkeit eine direkte und natürlich respektvolle Auseinandersetzung mit ihr führen zu können.

    Meins größte Hoffnung in Bezug auf „ Aufstehen.de“ ist, dass dort auch ein Diskussionsforum angeboten wird.
    Zur Finanzierung der Moderation würde ich auch gerne 5 Euro im Monat beitragen.

  6. Danke Herr Rupp, für diese Tagesdosis! ! !

    Bin froh, dass an dieser Stelle mal entsprechend prominentes Statement abgegeben wird. War irgendwie überfällig.

    Vertrauen ist so schnell zerstört und kostet ungleich mehr Engagement es wieder herzustellen!

    Für mich geht es hier auch gar nicht um das Thema, sondern ums Prinzip und um die Art und Weise, in der hier Texte von Autoren veröffentlich werden können. Es hätte genauso gut auch um die Bienen, Blumen, Ägypten oder sonstwas gehen können.
    Da tut man/frau auf diesem KENfm-Portal soviel (und Gutes) um sachlich, differenziert zu besprechen und zu beleuchten und Hintergrundwissen zu erarbeiten . .. und dann geht Sowas: hetzerisches, verachtendes, wohl aus tiefen Lebensfrust heraus (was weiß ich, auf jeden Fall, wenn es kalkuliert gewesen wäre, wärs noch weit aus schlimmer!).

    Auf jeden Fall war -aus meiner Sicht -Schaden angerichtet worden.
    Gut fand ich, dass doch der weitaus überwiegende Teil der Kommentatoren ensprechend reagiert und ihren Unmut geäußerst haben (sollte auch mal erwähnt werden)

    Gibt es eigentlich auch (k)eine (Spielregeln) Nettikete für Autoren??

    In einem Kommentar zur tagesdosis vom 06.08.18 hieß es (Wortlaut nicht mehr exakt): . ..“ wer alles veröffentlich, ist dann auch nicht ganz dicht. Der Satz ist lange in meinem Hirn hängengeblieben und trifft es auch ganz gut.

  7. Sehr geehrter Herr Rupp,

    ich bin entsetzt über das direkte persönliche Angreifen der Tagesdosis vom 06.08. von Frau Bonath. Auch wenn sich das am Ende Ihres Kommentars wieder relativiert, weil Frau Bonath wohl ebenfalls heftige Attacken auf Facebook & Co. gegen andere reiten soll, das kann ich nicht nachprüfen, da bin ich nicht unterwegs. Aber hier, bei den Tagesdosen, habe ich sowas noch nicht erlebt. Ich schätze jeden Autor, der sich Woche für Woche die Arbeit für seinen Beitrag zu den für mich so wertvollen (und für mich angenehm konsumierbaren) „Tagesdosen“ macht, sehr. Jeder hat seine andere Art der Analyse, der Wortwahl, der Herangehensweise an die von ihm unter Beobachtung stehenden Themen und Ereignisse. Den von Ihnen verrissene Beitrag von Frau Bonath habe ich mir erst jetzt angehört und finde ihn, wie immer bei Frau Bonath, herzhaft und gerade auf den Punkt gebracht. Auch ohne Frau Bonaths „Verriss“ der neuen Sammlungsbewegung hatte ich mich mit dieser bereits beschäftigt. Ich finde Frau Wagenknechts Arbeit gut und kann auch ihrem Mann ein „Weiterdenken“ nach 1989 zugestehen. Allerdings steht auf der Website der Sammlungsbewegung nicht ein einziges Wort von Wagenknecht oder Lafontaine, und die Datenschutzerklärung hat mich letztendlich dazu bewogen, dort nicht beizutreten, jeder lese selbst, bevor er einfach nur mitmachen und dabei sein will. Ich werde mit auf die Straße gehen, wenn die Sammlungsbewegung aus triftigen Gründen dazu aufruft, aber dazu gibt es auch viele andere Bewegungen, die für Demonstrationen und Aktionen Menschen mobilisieren wollen. Aber ich werde mich bei „Aufstehen“ nicht registrieren.

    Eine Bitte, bevor das jetzt hier große Mode wird, Leute für ihre andere Sichtweise zu dissen: bleibt friedlich. Respektiert unterschiedliche Meinungen, gebt Eure dafür den anderen zur freiwilligen Kenntnisnahme. Solche Kommentare wie: „Wenn Susan Bonath weiterhin hier berichten darf, werde ich KenFM nicht mehr unterstützen“ sind kindisch erpresserisch á la „Wenn Du mit denen da spielst, spiele ich nicht mehr mit dir“.

    • Was heißt schon bleibt friedlich, wenn eine Autorin unter ihren (unglaubwürdig) ausziselierten Texten verbal den Hooligan gibt wie der arme Emil nach der obligatorsichen Flasche Schnaps? Innen hui, außen pfui, oder doch eher die Frage, von wem denn da abgeschrieben wurde?

      Also eher werdet friedlich, denn den Krawall hat nur eine angefangen und da man sich hier verbal zur Wehr setzen kann, wird das auch weidlich genutzt.

  8. Auf you tube gibt es unter dieser Tagesdosis im Moment, da ich dies schreibe, 1077 Likes gegenüber 77 Dislikes.
    Vielleicht mal ein Anlaß, den eigenen Kommunikationsstil in Frage zu stellen?

    1078

  9. Danke an das KenFM-Team, dass solche Beiträge, sowohl von Bonath als auch von Rupp veröffentlicht werden. Das macht gerade den Unterschied zu den Mainstream-Medien aus. Bei Will, Maischberger, Illner, Lanz und co. ist die Richtung von vorne herein klar. 4 Gute und ein Böser, und auf diesen wird dann eingedroschen.

  10. Die Rote Fahne bereits aus 2013, Auszug: Imperialismus und Pseudolinke führen mit der Massenmigration ein schmutziges Spiel auf, nicht zuletzt auf dem Rücken der ausländischen Statisten. Der Imperialismus kann die Ausbeutung in Afrika und andernorts nur in Kollaboration mit den nationalen Bourgeoisien der jeweiligen Länder durchsetzen.

    Die Ausgebeuteten auf allen Kontinenten müssen sich gleichermaßen ihrer kapitalistischen Klassen entledigen, das ist in Europa nicht anders als in Afrika. Dieser gemeinsame Kampf der Arbeiterklassen und Völker gegen den Imperialismus ist für Sozialisten, die sich ihrer philosophischen und politischen Tradition bewusst sind, internationalistische Klassensolidarität.
    Die imperiale Farce ist unsere Sache nicht.

    Quelle → https://RoteFahne.eu/2013/10/no-border-no-nation-neue-marketing-imperialismus/

    • Moin, Stephan Steins, ja, genauso ist es. Ergänzend möchte ich auf die Untersuchung von Frances Stonor Saunders herausgegeben in dem Buch „Wer die Zeche zahlt …“ hinweisen. Beschrieben und aufgedeckt wird die „Arbeit“ des CIA und seiner Vorläuferorganisation, die mit immensen Geldmitteln die sog. liberalen Kuenstler und Schriftsteller in Europa, denen man nicht in erster Linie Antikommunismus vorwerfen konnte, beinflusst hat. Durch Illustrierte oder Veranstaltungen in den Nachkriegsjahren, die im Namen der Kuenstler unterschwellig antikommunistisch daherkamen.
      Sehr interessante Parallelen zu heute wie ich meine, wenn ich z.B. an die Antideutschen oder auch an gewisse Autoren in alternativen Foren denke.

  11. Ich stimme der Kritik in der Tagesdosis von Susan Bonath was die so genannte Sammelbewegung angeht, zu. Und da ich im Grunde auch in diesem Artikel nicht wirklich eine für mich nachvollziehbare Deutung zu diesem Thema für mich entdecken kann, erlaube ich mir, meinen Post wiederzugeben, den ich auf der FB-Seite von Sammelbewegung hinterlassen und als PN an das dortige Redaktionsteam gesendet habe.
    Orientierung ist im Übrigen eine Serie der Jungen Federn im Rubikon aus der Themenrubrik UTOPIEN: „Die Welt von Morgen“.
    Utopie? Sicherlich. Aber es steht außer Frage für mich, dass wir in letzter Konsequenz an der Basis beginnen müssen.
    Naiv? Mag sein. Aber in erster Linie vom liebenden Herzen aus, sehe ich eine Möglichkeit der Veränderung. Ich mache diesen Teil aus. Hier also mein Post aus Sammelbewegung:

    Ich unterschreibe i.d.R. nichts, was ich nicht vorher druchgelesen habe. Das, was ich vorab gelesen habe, trifft in den Grundsätzen meine Zustimmung. Allerdings behagt mir das nicht besonders in der Formel „dafür kämpfen“ oder „dafür streitem“ zu müssen – das ist Parteienjargon in meinen Ohren und lässt sämtliche Alarmglocken aufläuten……

    Wird hier kanalisiert? Analysiert? Egal.

    Was wir brauchen in meinem Augen, ist überhaupt erst einmal eine gerechte demokratiche Basis:
    Es beginnt bei den Möglichkeiten für eine nachvollziehbare Kontrolle und Anteilnahme des Souveräns über sein Beschützer- und Kontrollorgan, dem Staat.
    Das bedeutet direkte Demokratie und tatsächliche Wahl- und Kontrollmechanismen bereits auf regionaler Ebene – auf Basis der Selbstverwaltung und der Kontrolle über volksnah gewählte Räte.
    .
    Wir brauchen ein gerechtes Geldsystem mit gerechten Umverteilungsmechanismen und Möglichkeiten der zentralen Kontrolle, um u.a. dem zügellosen Raub von öffentlichem und auch privatem Besitz entgegenwirken zu können.
    Auf derselben Basis benötigen wir wieder wirkliche Produktion – ausgerichtet an den tatsächlichen Bedarf, um wieder zu einer gesunden ökologisch ökonomischen Lebens-und Umweltstruktur zu gelangen…..
    Nur um ein paar wirklich essentielle Punkte zu benennen.

    Der Staat, gebildet durch ein gerechtes Wahlsystem und somit mit Menschen, die wirklich auch Interesse für das Gemeinwohl bezeugen können, hat Kontrollfunktion, ohne verändernd in die Belange der Länder und Regionen einzuwirken. Auch hierzu sind wieder volksnah gewählte Menschen mit den entsprechenden Kompetenzen für die entsprechenden Ressorts unabdingbar.

    Wir brauchen gleichzeitig auch wieder wirkliche Schutzfunktion durch den Staat, was u.a. eine friedvolle und gemäßigte Außenpolitik auf Basis der Übereinkunft und der gegenseitigen Unterstützung voraussetzt, statt auf Kontrolle und Konfrontation…..

    Das ist mal auf die ersten, meiner Meinung nach wichtigsten Grundvoraussetzungen heruntergedampft.

    Ich denke, die Zeiten, in denen polemisch kanalsiert, manipuliert und kontrolliert wird, sind endgültig vorbei. Wir brauchen ernstgemeinte Pläne, die zu einem gemeinsamen Masterplan formiert werden können – auf den Grundsätzen tatsächlicher Ökologie, Mitmenschlichkeit und Liebe…. und wer weiß: ratifiziert und verankert in ein Grundgesetz, dass diesen Namen zu Recht tragen würde…

    Ich wünsche mir, dass diese Bewegung in diese oder eine ähnliche Richtung zielt. Dann werde ich auch mein Herz und mein ganzes Potential mit einbringen…. Versprochen!!!

  12. Susan Bonaths Stärke ist m.E. die Reportage, wenn sie selbst erlebte Vorgange beschreibt,
    vor Ort ist, interview. Die Theorie, also die Einordnung des Geschehens in eine
    Gesellschaftskritik würde ich an ihrer Stelle anderen überlassen. Ihre Tagesdosis vom
    6. August habe ich nach wenigen Sätzen weggeklickt und mir gedacht: „Was mag nur
    in sie gefahren sein?“
    Die Sammelbewegung aufstehen soll Menschen ins Gespräch, in den Austausch von
    Ideen und Anregungen bringen.
    So verstehe ich auch nicht, wie ein Holdger Platta meint, zum jetzigen Zeitpunkt
    einen Brief an Oskar Lafontaine schreiben zu müssen.
    Die Bewegung ist im Entstehen. Da kann man doch erst einmal wohlwollend abwarten,
    was geschieht, wer sich da einbringt und sich natürlich schon einmal Gedanken machen,
    was man, wenn die Arbeit beginnt, selbst einbringen will.
    Ein brauchbares Papier zur Anregung und zur Einordnung seiner eigenen Standpunkte
    findet man hier:
    https://www.hsozkult.de/journal/id/zeitschriftenausgaben-11249
    Hans-Jürgen Urban: Epochenthema Migration: Die Mosaiklinke in der Zerreißprobe?, S. 101–112

    .

    • Zu gütig, daß sie sich so eifrig um die Planung Frau Bonaths täglichen Ablaufs bemühen. Ich denke das kann sie schon selbst.
      „Ein“ Holdger Platta … sicherlich irgendetwas unwürdiges. Sonst wär’s ja einfach Holdger Platta. Herr Lafontaine kommt bei ihnen ohne dieses Zahlwort aus.

      An einer Entstehung kann man sich auch beteiligen. Ist sogar sehr empfehlenswert. Das verhindert evtl. daß man vor vollendeten Tatsachen steht.

    • P.S.: Beteiligung bedeutet nicht zwangsläufig sich anzumelden/beizutreten. Anregung und Kritik sind ebenfalls Beteiligung, da sie dem Objekt verhaftet sind.

    • Was für ein Hickhack. Ein oder zwei Wendungen, die irgend jemandem nicht passen, und dann gleich der Zynismus, der Hohn. Ein jeder pinkelt dem anderen ans Bein. Ihr seid für mich so gut wie alle völlig geistesgestört, wißt Ihr das?
      Was hier passiert ist schlimmste Geisteskrankheit.
      Aber Ihr merkt es nicht einmal.

      Apropos Geisteskrankheit: Sind Box und S.B. eigentlich dieselbe Person oder einfach nur dieselbe Gruppe, die unter diesen Pseudonymen schreibt? So etwas wie ein Autorenkollektiv, für das eine arme Frau mit ihrem Gesicht und ihrer Person herhalten muß?

      Zu gütig, daß mir daraufhin hoffentlich niemand antwortet.

    • Rulai,

      bei ihnen könnte man den Eindruck gewinnen Pharisäertum sei ein Leistungssport und sie trainierten für die Goldmedaille.
      Wenn man sie jetzt noch ernst nehmen würde, müßte man sich Gedanken machen. Aber Gedanken machen muß man sich doch, denn Menschen die so ticken wie sie, findet man häufiger am entgegengesetzten Ende der Nahrungskette.

    • Und das alles konnte uns Box nun ohne kilometerlangen Verweis auf die Nachdenkseiten oder Herrn Mausfeld verklickern…Man erlebt noch Überraschungen.

    • Lieber Box, die Frage nach der Goldmedaille kann ich leider nicht beantworten,
      da der dafür erforderliche Aufwand in keinem Verhältnis zum Ergebnis steht.

      Kommen Sie, wir mögen uns doch!

  13. Schade, wenn sich eine Legende, und das war „Topas“ zu seinen Zeiten als Kundschafter für den Frieden, dermaßen selbst demontiert. Der Ex-Kommunist Rupp weiß nicht mehr, dass die Grenzen zwischen Kapital und Arbeit verlaufen. Er meint heute, sie verliefen heute nach Staatsgrenzen. Und selbst diesen Irrsinn für einen Moment angenommen. Linke würden in diesem Fall niemals die imperialistischen Seite einnehmen. „Topas“ hat gegen den deutschen Imperialismus gekämpft. Herr Rupp verteidigt ihn. Einfach gegen die neokolonial ausgebeuteten Völker abschotten und wir haben unseren nationalen Sozialismus. Herr Rupp, diese Haltung ist keine Haltung. „Topas“ würde sich Ihrer schämen.

    Aber Herr Rupp, als Pressesprecher der ominösen Frau Henn, drückt sich ängstlich davor, ein paar prinzipielle Sachen zu benennen. Dass der Grundwiderspruch dieser Gesellschaft der zwischen Kapital und Arbeit ist. Da das bundesdeutsche Bildungssystem dafür gesorgt hat, dass mit diesem Satz viele nichts anfangen können, kann man es auch den Widerspruch zwischen „unten“ und „oben“, zwischen den Bonzen und uns, nennen. Und dass dieser Widerspruch nur gelöst werden kann, indem die „oben“ enteignet und deren Eigentum in gesellschaftliches Eigentum überführt wird. Wer DAS nicht klar hat, ist überhaupt kein Kommunist. Kein „scharfsinniger“ und auch kein anderer. Ein Kommunist muss versuchen, das in einfache Worte zu übersetzen. Aber er darf sicher nicht das Gegenteil behaupten und ein „wir“ gemeinsam mit den deutschen Kapitalisten und deren Staat gegen „die da draußen“ propagieren. Das wäre nicht Kommunismus, das wäre National-Sozialismus.

    • Wer nicht linientreu auf Bonath steht, der ist Nazi-Sozialist? Oho, lala!
      Gut zu wissen, wohin sich das hier alles ent- rsp- verwickelt.

      Fehlt nur noch was in der Art:

      Von Bonath lernen, heißt siechen lernen.

    • Moin, Alexander, es ist eigentlich nicht meine Sache R.Rupps Meinung zu verteidigen, obwohl Ihre Antwort mich doch zu einer Erwiderung herausfordert.
      „Einfach gegen die neokolonial ausgebeuteten Völker abschotten und wir haben unseren nationalen Sozialismus. Herr Rupp, diese Haltung ist keine Haltung.“
      Es geht hier am Allerwenigsten um Fluechtlinge, die rassistisch, politisch oder aus anderen persönlichen Gruenden in ihren Heimatländern verfolgt werden. Hier handelt es sich um ein gigantisches Schleuserprojekt, dass von dem Verbrecher Soros und seinen vielen NGO’s initiiert wurde. Ziel ist es nach Soros (und anderen US-Elitären) Europa und hier besonders DE mit einer Kultur zu ueberschwemmen, die mittelalterliche Zuege trägt. Und somit Europa destabilisiert.
      Wir haben hier in Europa und speziell in DE und F die Errungenschaften der Aufklärung und der französischen Revolution gegen diese Welle der Kopfabhacker, Kindergenitalverstuemmmeler, Frauenunterdruecker und religiösen Eiferer zu verteidigen. Der sog. Ehrenmord wird in grossen Teilen der islamistischen Welt angewandt und sollte ebenso von uns verurteilt werden wie die anderen o.g. Verbrechen.
      “ Aber er darf sicher nicht das Gegenteil behaupten und ein „wir“ gemeinsam mit den deutschen Kapitalisten und deren Staat gegen „die da draußen“ propagieren.“
      Sie schätzen die Lage völlig falsch ein, wenn sie o.g. Satz postulieren. Das Kapital in Europa hier DE ist erpicht darauf, dass diese Menschen (uebrigens ueberwiegend junge Männer) zu uns strömen, weil das ihren Ideen von Lohndumping entspricht. Die Vermieter erleben z.Z. eine Hochkonjunktur und von den Schleusern will ich gar nicht reden. Also von gemeinsamen Interessen mit den nationalen Kapitalisten kann ueberhaupt nicht die Rede sein!

  14. Tausend Dank an Rainer Rupp für diesen überfälligen Kommentar, der die Diskussion um die Sammlungsbewegung wieder vom Kopf auf die Füße stellt! Susan Bonaths unerträglich polemischen und inhaltsleeren Verriss einer hoffnungsvollen Initiative, die noch nicht einmal gestartet ist, ausgerechnet auf Ken FM abgedruckt zu finden, hatte mich erschüttert. Ich stellte mir die Frage, ob nun auch diese Bastion aufklärerischen Denkens eingenordet wird und ob ich als eigenständig denkende Kritikerin des herrschenden, mit jedem Tag ungerechter werdenden Systems auch hier eine geistige Heimat verliere.

    Die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ wurde von zwei der letzten verbliebenen echten linken PolitikerInnen in Deutschland initiiert, und hat klar zum Ziel, der von der Politik im Stich gelassenen Mehrheit der Bevölkerung via basisdemokratischer Diskussions- und Handlungsformen im Sinne des Kantischen „sapere aude!“ eine neue Stimme zu geben. Vielleicht kann diese Bewegung endlich ein Umsteuern der etablierten Politiker bewirken, die ohne eine starke Stimme aus der Bevölkerung immer mehr zu Funktionären des Großkapitals und der Machteliten verkommen. Eine solche wahrhaft aufklärerische Initiative hat zumindest eine FAIRE Betrachtung durch KenFm verdient.

  15. Jetzt kloppen sie sich wieder, die Linken. Putzig. An Herrn Rupp, Frau Bonath, Frau Wagenknecht, Herrn Lafontaine, Frau Kipping, und alle anderen, so genannten Linken:

    Es gib drei linke Themen:
    – Umverteilung von oben nach unten
    – Nie wieder Krieg
    – Umweltschutz

    Wer daran arbeitet, und zwar kompromisslos, hat meine Stimme. Eure ideologische Reinheit ist mir egal – nobody’s perfect.

    • Du hast es richtig erkannt. Es existiert ein unten und ein oben. Für Herrn Rupp scheint hingegen die Grenze zwischen deutsch und nichtdeutsch zu verlaufen.

  16. Scheint so als würde die Hitze und Dürre nicht nur die Felder und Wälder in Brand stecken, sondern das Ego sowie das eigene Gehirn Vieler brennt einem auch noch durch.
    Die wichtigsten Fragen bei solchen Unterfangen bleiben irgendwie unbeantwortet bzw wurden nicht mal in Betracht gezogen.
    Ist es vernünftig eine Bewegung wieder von Oben oder von irgendeine Leitzentrale im ##imperativen Sinne zu forcieren?
    Was bitteschön ist an den Wörtern Selbstorganisation, Selbstverantwortung, Selbstkritik, Eigeninitiative, Selbstbewusstsein oder einfach nachzitiert: „… der Ausgang aus seiner SELBSTVERSCHULDETEN Unmündigkeit“, nicht zu verstehen?
    Ja, mag sein das ein Teil von äußeren Umständen einen in diese miserablen menschenfeindliche Lage gebracht hat, aber der andere Teil ist überhaupt nicht zu missachten, nämlich die Selbstschuld und die kann keiner außer einer selbst sich davon befreien.
    Einem soll doch klar sein, dass es doch völlig egal sein soll, ob eine Wagenknecht, eine Bonath oder ein Rupp zu irgendetwas im imperativen Sinne aufruft, weil das haben vor ihnen auch schon andere kluge, aber nicht weise Weltenverbesserer getan.
    Und hat sich dadurch vieles zum Besseren verändert?
    Dann ist noch die logische Komponente: kann einer dieser „Hauptcharaktere“ jemals mit jeden einzelnen von uns persönlich in Kontakt treten und einladen mit ihnen gemeinsam zu stehen? Ein Austausch bzw. eine Begegnung kann nur über die persönliche Nähe zu anderen stattfinden.
    Also, wenn ich aufstehen will, dann mache ich das schon selber, sowie denken und handeln, dazu brauche ich keine anderen die mir das sagen. Aber eine Begegnung ist völlig etwas Anderes, dazu benötigt man immer mindesten zwei und die ist immer selbstorganisiert.

  17. Mein erster Gedanke nach der Lektüre war gewesen, Rupps Bonath-Schmähwerk Absatz für Absatz zu sezieren und die menschenverachtende in diesem Fall speziell auf Susan Bonath gerichtete, und doch immer wiederkehrende Ideologie und den miesen Geist, die dahinter stecken, bloßzustellen. Aus zwei Gründen habe ich mich dagegen entschieden.

    Erstens möchte ich niemanden bloß stellen. Das ist mir sehr wichtig, und die wichtigsten Gründe die mich in wenigen Fällen doch dazu verleitet sind pure Verzeweiflung und Hilflosigkeit. Deswegen und nur deswegen kann ich mich in der Auseinandersetzung mit Reichen – sie nennen sich neuerdings zum Beispiel wieder Elite – noch nicht überwinden von der Entblößung zu lassen. Ich arbeite aber daran.
    Und zweitens möchte ich viel lieber würdigen, was Susann Bonath für mich immer wieder lesenswert macht und auch was Rainer Rupp – verzeihn sie Herr Rupp, ich habe keinen Überblick über ihr ‚Gesamtwerk‘ – nach meiner Ansicht in diesem Fall Hilfreiches einbringt. Und ich möchte sogar würdigen, was beide Texte in einem gemeinsamen zerstörerischen Geist eint, obwohl mich das ziemlich traurig macht.
    Achja, und drittens stimmt es gar nicht, dass das mein erster Gedanke war. Das war nur mein Teaser. Aber es hätte mal vor gar nicht allzu langer Zeit mein erster Gedanke sein können. *es grüßt die Melancholie*

    Fangen wir bei Susan Bonath an.
    Bei Susan Bonath hat mich vom ersten gelesenen Text an die Wut angesprochen, und die Vehemenz mit der sie sich Ungerechtigkeiten zuwendet, wo immer sie welche sieht. Und die Radikalität, mit denen sie die herrschende Ordnung, also die Ordnung der Herrschenden offen kritisiert. In der Regel erkenne ich die von ihr beschriebenen Schikanen in meinem eigenen Leben wieder, und ich finde sie zum kotzen. Aber ich weiß inzwischen, ich bin damit nicht allein. Susan Bonath hat zu diesem Wissen beigetragen, und es hilft mir sehr. (sie hat im übrigen in aller Regel auch gute Argumente)
    Im Refrain eines ihrer Lieder singen die Söhne Mannheims:
    „Ihr fragt euch, warum wir wütende Lieder singen?
    Weil wir zornig sind! Weil wir zornig sind!“
    Dieser Zorn ist da – auch wenn er manchmal oder auch öfter mal den Blick trübt und es unmöglich macht, sachlich oder auch nur logisch folgerichtig zu argumentieren. Er ist da, und er braucht einen Platz. Er braucht Raum um sein zu können. Susan Bonath lässt diesen Raum in ihren Texten zu. Ob das immer und überall gut ist, weiß ich nicht. Aber es ist wichtig, dass es Orte für Zorn gibt.

    Kommen wir zu Rainer Rupp. Auch seine Replik möchte ich würdigen.
    Zum einen argumentiert er viel sachlicher und logischer, als er es zumindest Susan Bonath zugesteht. Das ist auf jeden Fall ein guter Anfang. Aber das ist es gar nicht, was seine Worte für mich so bedeutsam macht. Bedeutsam ist für mich, dass ich den Text von Susan Bonath, auf den sich Rupp bezieht, nicht gelesen habe. Und ich werde ihn auch nicht lesen. Ich habe den ersten Absatz, den Teaser also, gelesen, und mich gefragt, warum es nötig ist, dass Susan Bonath nun auf Sarah Wagenknecht losgeht? Damit war für mich die Sache erledigt – unverstanden.
    Nun hat Rainer Rupp den ganzen Text gelesen, und mir einen Zugang eröffnet. Er hat mir eine Tor geöffnet, durch das ich auf Teile des Textes von Susan Bonath schauen kann. Und plötzlich lese ich: „Ich hab es so satt, wie ihr verlogenen Wagenknechte und Co. euch zur Freude der Bourgeoisie an der Rampensortierung von Opfern des Imperialismus beteiligt. Pfui Teufel. Wer so redet, steht nicht auf der Seite meiner Klasse.“
    Hier erkenne ich mich wieder in diesem Text, den ich zuvor nicht im Ansatz verstanden habe. Ich lese einen ungehaltenen und rücksichtslosen Zorn. Ich kann ihn nachfühlen. Und er speist sich aus der Einsamkeit, dem Gefühl alleine zu stehen. Für sich allein.
    Das hätte ich ohne Rainer Rupp nicht verstanden, weil ich diesen Teil ohne ihn ja gar nicht gelesen hätte. Möglicherweise hätte ich es nicht einmal verstanden, wenn ich den Text von Susan Bonath in einem Stück selbst gelesen hätte. Dafür danke ich ihnen sehr lieber Rainer.

    Und dann wäre da noch jener Geist, der sie beide hier vereint. Es ist der Geist des Zorns. Und auch den möchte ich würdigen. Auch den spüre ich in mir selbst.
    Denn er speist sich aus den Leben die wir führen, aus den Erfahrungen die wir machen, praktisch jeder Einzelne von uns. Hineingeworfen in eine Welt aus Zumutungen, aus Schikanen, aus Objektivierungen – Objektivierung im Sinne einer Reduktion des Subjekts, aller Subjekte; Das sind Personen, Menschen – viel zu oft sogar so schlichte wie unerbittliche Gewalt, fügen wir uns. Viele fügen sich. Oder wir entwickeln einen Zorn. Der uns Antreibt. Der uns Kämpfen lässt. Für die Gute Sache. Oft passiert beides zugleich. So kenne ich es von mir, und so erkenne ich es wieder, sowohl bei Rainer Rupp als auch bei Susan Bonath.
    Ich mag den Zorn nicht (mehr), aber die Leben, die ihn hervorbringen, die möchte ich unbedingt wertschätzen und also würdigen. Im Ganzen. Und der Zorn gehört zu ihnen. Und eigentlich stimmt es auch nicht, dass ich den Zorn nicht leiden mag. Er macht mich traurig. Er macht mich traurig, weil er dazu führt, dass Rainer Rupp Susan Bonath nicht verstehen kann. Oder besser, noch weniger. Zorn hilft nicht dabei, uns zu verstehen. Aber er erzeugt zum Beispiel das Gefühl, Sarah Wagenknecht verteidigen zu müssen. Und die notwendige Kraft dazu. Und so wählt Rainer die beste Verteidigung – den Angriff – so wie Susan zuvor Sarah angegriffen hat. Weil sie nicht in der Lage war, Sarah zu verstehen. Oder sich wenigstens in deren Positionen wiederzufinden. Weil sie sich also für sich allein gesehen hat.

    Das finde ich Schade. Das macht mich traurig. Und während dessen erlischt mein Zorn. Denn Susan und Rainer geht es wie mir. So alleine sind wir also gar nicht. Also finde ich Trost und Kraft bei beiden, und brauche meinen Zorn nicht dafür.
    In diesem Sinne. Danke Susan. Danke Rainer. Danke an den Zorn, der immer kommt, wenn ich ihn brauche, und geht, wenn es gut ist.

    • Nee, jetzt mal im ernst.
      Ein ellenlanger Text. Den ein Ex-Spion nicht gut findet. Also mich hat das neugierig gemacht *g*.
      Glaubst Du lieber was man Dir sagt, oder willst Du selber lesen?

    • Wenn ich wissen will, was Rainer Rupp umtreibt, und es gerade nicht weiß, dann frage ich ihn, oder lese was er aktuell so schreibt. Ich prüfe aber nicht, ob die Details stimmen. Das ist in der Regel völlig unerheblich für die Frage, was ihn umtreibt. Die wichtigste Ausnahme von dieser Regel wäre, wenn ich vermute, dass er mich anlügt. Dafür habe ich hier keinen Anlass. Also muss ich nicht wissen, was Susan Bonath geschrieben hat, oder nicht geschrieben hat (und wie gesagt, ich habe ja den ersten Absatz gelesen; weiß also grob worum es ging), ich muss nur ernst nehmen, was Rainer Rupp schreibt. Das reicht. Ich muss dann auch nicht glauben, was er schreibt. Es reicht, wenn ich annehme was er gibt. Seine Sicht. Punkt.
      Wenn ich seine Sicht beurteilen wöllte – vielleicht gar objektiv, dann müsste ich Details nachprüfen. Das will ich aber gerade nicht.

  18. @ danke hr. rupp
    Und ich dachte, ich wäre allein mit dem erkenntnisstand, dass bonath eine verkappte neoliberale ist!

    Zugehörig oder Sprachrohr zur kipping/rixinger fraktion, also dem neoliberalen flügel der links-partei.

    Ist mir übrigens ein Rätzel, wieso bonath bei medien wie kenfm+rt-deutsch ein Forum bekommt. Gerade diese Medien, die sich dem anti-imperial. und anti-neoliberalismus mehr oder weniger verschrieben haben. Scheint wohl nicht so einfach zu sein, für Medienbetreiber die derzeitige Herrschaftsideologie zu durschauen!

    • Danke für die Erkenntnis, dass Neoliberale die Bonzen enteignen und eine klassenlose Gesellschaft aufbauen möchten. Da bin ich doch auch gern Neoliberaler.

    • aka keeneahnung
      Sie haben KenFm und RT-deutsch noch nicht verstanden. Gerade weil diese Foren unzensiert ein breites Spektrum an Meinungen erlauben sind sie ja so wertvoll. Ansonsten könnte ich ja dem Mainstream folgen, dort weiß ich genau wo die Reise hingeht.
      Ich bin kein Fan von Susan Bonath, dennoch höre ich mir an was sie zu sagen hat. Sie selbst hatte Ken Jebsen in einer ihrer Tagesdosen einmal ganz hart angegriffen. Die Größe von Ken Jebsen bestand darin, diese Kritik dennoch zuzulassen.

  19. Als ich den besprochenen Artikel gelesen habe dachte ich zunächst auch „was macht denn ein solcher Text auf KenFM“? Nun, vielleicht ist es ja gar nicht so schlecht wenn auch andere Meinungen geäußert werden dürfen aber innerlich fand ich den Artikel von Frau Bonath schon irgendwie abstoßend. Nicht weil ich bei eigentlich fast dem Pseudoargument gegen #Aufstehen die Nase rümpfen mußte, nein eher weil mir gerade das verquere und weltfremde Weltbild eines Gutmenschen in seiner schlimmsten Form entgegen schlug. Dieses unbedingte herabwürdigen von Menschen die eigentlich nur für eine bessere und gerechtere Welt eintreten empfand ich schon als sehr … wie soll ich sagen … hinterhältig. Mir kam das ein wenig so vor wie jemand der sämtliche Felle davon schwimmen sieht und egal mit welchen Mitteln versucht dem Guten Einhalt zu gebieten nur um dem eigenen Weltbild gerecht zu werden.

    Um erfreuter war ich als ich heute diesen Text von Herrn Rupp lesen durfte. Herr Rupp, sie wissen ja gar nicht welchen Gefallen Sie mir damit getan haben.

    Vielen Dank

    • Da muss ich Ihnen leider recht geben. Frau Bonath ist oft leider sehr unsachlich (um schlimmere Adjektive zu vermeiden (…))
      In diesem speziellen Fall möchte ich Sie allerdings bitten, den von Herrn Rupp kritisierten Artikel einmal durchzulesen. Was ist daran falsch?

  20. Es geht hier um den längst überfälligen Klärungsprozess innerhalb der gesellschaftlichen Linken zwischen Sozialisten und Pseudolinken. Man kann auch sagen, um den Abwehrkampf der Kommunisten gegen die jahrzehntelange ideologische Zersetzungsarbeit durch die CIA.
    Rainer Rupp erinnert sich klassischer sozialistischer Philosophie und Politik, während Frau Bonath unreflektiert imperialistische Desinformation nachplappert.

    Für Aussenstehende, die mit der Materie nicht vertraut sind, wohlmöglich nicht unbedingt nachvollziehbar.

  21. Hallo! @ SIMULATION: Entweder bin ich zu doof, ihre Zeilen zu deuten oder…sie klimpern um des Kilmperns Willen ihre Tasten blutig! Es passt nichts zum Beitrag! Allgemein fällt mir auf, dass viele Kommentare nichts mit dem jeweiligen Beitrag zu tun haben. Schade, wir haben Facebook im Niveau erreicht!
    Danke Herr Rupp! Was mich allgemein stört, ist die Verlagerung der Sicht vom eigentlichen Gegner/Feind der Menschen auf persönlich be-und verstimmte und regelrecht zur Schau getragene pseudointellektuelle Mostranzen, die den Leser mit Erkenntnissen alter Apparatschicks oder Demagogen im Dienste dunkler Mächte damals wie heute zu beeindrucken suchen.
    Ich pfeife auf Marx und Lenin und andere, die den Anspruch auf Wahrhaftigkeit und Wissenschaft erheben, weil jeder der sehen will, es im Alltag warhnehmen kann, was hier gespielt wird. Statt sich in Foren oder auf der Straße die Schädel einzudreschen, sollten Menschen, die Menschen sind ihre Existenz losreißen von Geld und dessen Zwängen! Der Feind ist nicht Rechts oder Links – er ist oben!!! Die Sezierung jedweder Themen bis zur Sinnlosigkeit spielt dem System in die Hände, weil es vom Kern der Sache ablenkt. Simplifikation, sagte Herr Dr. Lector…Leute reisst und rauft euch endlich zusammen, statt euch dümmlich mit ollen Kamellen alter Männer aus längst vergangenen Jahrhunderten zu nerven!
    Was ekeln mich diese ideologisch aufgeladenen Dispute an! Was will Frau Bonath? Was ist der Sinn? Keiner, Hauptsache dabei und geifern…“Was habt ihr für ehne fiese Charakter“ –Feuerzangenbowle…

  22. Ein guter Beitrag von Rainer Rupp, finde ich. Es ist wirklich sehr schade, dass sich die linken Kräfte immer gegenseitig selbst zerfleischen. Und Frau Bonaths Anfeindungen von SW sind – so sehr mir ihre Beiträge bei KenFM meistens gefallen – einfach menschlich nicht in Ordnung.

    Ich denke persönlich zwar ziemlich radikal und bin absolut für eine Revolution – nur sind wir davon eben sehr weit entfernt, also muss man eben erst mal die Leute sammeln und überzeugen.

  23. http://www.songtexte.com/songtext/shaban-and-kaptn-peng/flotten-von-mutanten-4b88fb62.html
    (…)
    Wir kentern um zu ändern, keine Zeit zu verplempern, wir entern Sender aller Länder in verhüllten Gewändern. Lenken Gedanken durch Klänge, beleben krankes Gelände, denn spürst du bebende Wände hat jedes Reden ein Ende und du spürst es, springst auf, legst ab, hebst auf, gehst ab, schreist auf, drehst durch, brichst auf. Du hast dich infiziert und weißt es noch nicht. Du denkst du reitest, doch es reitet dich! Deine Beine gleiten, dir entgleist dein Gesicht, dir wachsen Grimassen, doch das stört dich nicht. Lässt alles fallen: beide Arme und Genick. Es hat dich über eine Grenze geschickt. Du denkst du drehst durch, denn plötzlich macht es klick. Du fühlst es in dir zucken, es gibt kein zurück.
    (…)

    Nope. Von da gibt es kein zurück. Man kann aber so tun, damit man weiter mit anderen Menschen kommunizierbar bleibt. Ich denke, das ist sinnvoll. Wenn man Frieden will.
    Man muss ja irgendwie kommunizieren.

  24. Ach Herr Rupp,
    es gibt dumme affirmative Bürger und kluge – so wie Sie. Und in ihrem Beitrag legen Sie unumwunden dar, dass Sie recht eigentlich kein Problem mit den Verhältnissen haben.
    Die Formen von Machtausübung, denen Sie zwecks Unterstützung von Wagenknecht zustimmen – ich nenne jetzt mal nur die zivilisierten wie Parlamentarismus, Sozialpartnerschaft, Wahlkampf, demokratischem Vereinswesen, Demonstration oder zivilem Ungehorsam – ruhen alle auf den Schultern der verallgemeinerten subjektiven Herrschaft, die sich in der Überzeugung der einzelnen Subjekte niederschlägt, sie wären der Souverän ihrer Gemeinwesen und nähmen demgemäß ihre Menschenrechte und bürgerlichen Garantien auch und vor allem als Herrschaftsinstrumente wahr. Dieses Wahrnehmen der Menschenrechte als Herrschaftsinstrument wird besonders auffällig, wenn es mit dem Pathos der Systemveränderung, der Revolution vorgetragen wird. Nie wird eine Überschreitung der immanenten Schranken gefordert, außer in der pathetischen, eigenen interessierten Wahrnehmung. Die wiederum ist allerdings beschränkt eben durch jene Rechte, deren Erfüllung die gesellschaftliche Ordnung nun endgültig verbessern, deren Einklagen die bürgerliche Revolution zum Abschluss und darüber hinaus zum Ende der Geschichte bringen soll ins Reich der Freiheit.

    So getane Wahrnehmung ist die der westeuropäisch-amerikanischen bürgerlich-revolutionären Tradition. Diese Tradition ist durch historische Unwägbarkeiten und Zufälle bestimmt, die nicht wiederholbar sind. Diese Wahrnehmung dominiert das bürgerliche Universum und wenn die historischen Abläufe auch nicht wiederholbar sind, so geben sie doch dessen Hintergrundstrahlung ab. Diese Wahrnehmung hat über lange Zeit, erzwungen und auf den Spitzen der Bajonnette vorgetragen wie auch durch Überzeugung des Beispiels, die Bildung und Eingliederung von Nationalstaaten befördert; beileibe nicht nur in der Dritten Welt, sondern auch in Europa selbst durch Export von Revolution und nation-building, nicht nur durch Kolonialismus und militärische Eroberung, sondern auch durch politische Neuordnung der Welt nach den zwei Weltkriegen entlang von Klasseninteressen. Diese Ordnung der bürgerlichen Welt auf planetarischem Maßstab wurde immer wieder unterbrochen – nein, unterbrochen ist vielleicht nicht der passende Ausdruck, übertüncht wäre mehr angebracht, aber da schwingt wieder eine Absicht von Täuschung, Verschleierung, Betrug mit, die nie so gemeint war – durch die offen vorgetragenen Ansprüche, diese Welt und ihr Regime zu überwerfen und an dessen Stelle etwas anderes zu setzen. Wir, dazu gehören ich, etliche meiner Freunde und Mitautoren, vermutlich auch Frau Bonath, behaupten nun, dass alle diese Versuche im Rahmen des bürgerlichen Horizonts bis jetzt verblieben sind, was auch erklären mag, dass Klassenkampf durch alle diese – subjektiven, natürlich – Anstrengungen bis jetzt nichts gezeitigt hat, was der Prophezeiung des Kommunistischen Manifests von 1848 entsprochen hätte, einem Kampf, der (durch die historischen Zeitläufe hindurch, jedes Mal) mit einer revolutionären Umgestaltung der ganzen Gesellschaft endete oder mit dem gemeinsamen Untergang der kämpfenden Klassen, wie Marx und Engels es dereinst etwas forsch behaupteten.
    Es nimmt immer wieder wunder, wie kluge Köpfe noch im Niedergang unserer Welterklärung und Epoche meinen und verlautbaren, dass man mit den Denkformen und Handlungsmöglichkeiten der bisherigen Verhältnisse, die uns bis hierher gebracht haben, uns – qua Rolle rückwärts – selbst wie Münchhausen aus dem Sumpf ziehen könnten.

    • Moin, Petra, ist es Ihnen möglich ohne viel Geschwurbel Ihre Meinung auf den Punkt zu bringen? Ich lese Ihre Kommentate mehrfach ohne schlauer zu werden.
      „So getane Wahrnehmung ist die der westeuropäisch-amerikanischen bürgerlich-revolutionären Tradition. Diese Tradition ist durch historische Unwägbarkeiten und Zufälle bestimmt, die nicht wiederholbar sind. Diese Wahrnehmung dominiert das bürgerliche Universum und wenn die historischen Abläufe auch nicht wiederholbar sind, so geben sie doch dessen Hintergrundstrahlung ab.“
      Was nun ist der Kern dieser Sätze? Haben Sie auch einen Standpunkt, den Sie normalgescheiten Menschen näher bringen können?
      Halten Sie z.B. die Einschätzung Bonath’s die #Aufsteh Bewegung sei reaktionär fuer richtig? (letzter Absatz im RT-Deutsch Artikel)
      Links kann sich nur definieren gegen rechts. In allen Parteien spricht man zur besseren Erkennung von Linken und Rechten. Ob nun #Aufstehen dem Anspruch aller an die Bewegung genuegt, sei dahingestellt, aber, dass diese Bewegung reaktionär sei, dass sollte noch erklärt werden. Und hier reicht es nicht, dass man auf die Nationalstaaten verweist, die nicht aufgegeben werden wollen. Damit eine Verbindung zu den Sozialnationalisten stricken zu wollen ist mehr als Hetze.
      In all den Artikeln Bonath’s vermisse ich die Antwort auf die Hinweise, dass die Schleusung von ‚zig millionen „Fluechtlingen“ im besten Mannesalter von dem Verbrecher Soros und seiner NGO’s in die Wege geleitet wird.
      Man stellt sich eben gern auf eine Stufe mit Westernhagen, Campino und Merkel!

    • @Hog1951
      Immer wieder unterstelle ich – und das beinhaltet Hochachtung gegenüber den anderen Postern hier -, dass es um Verstehen, Verständnis und Begriffe geht. Eine Höflichkeit meinerseits, die meist mit Unhöflichkeit quittiert wird, weil es doch so angenehm ist, im „ignorance is bliss“ oder auf gut deutsch: sei schlau… bleib dumm zu verbleiben. Meine enge Freundin sagt dazu: selbstgemachte Leiden.

      Nebenbei: links und rechts sind nur die rechten und linken Wachtürmchen im gleichen System des stillschweigend Vorausgesetzten. Wenn eins darüber hinaus will, hat sich das ebenso wie der „geliebte Klassenkampf“ erledigt. Weiterführend wäre, zu verstehen, dass der National-Staat keine andere Aufgabe hat, als die in ihm inkorporierten Individuen zu einerseits abstrakten Subjekten zu formen, die bar jeder Eigenart die Unterwerfung – brav gelernt – an sich selbst exekutieren, andererseits ein mythisch-abstraktes Theaterstadel vorhält, wo das Bürgerlein das wofür und wozu seiner täglichen Mühsal in tatsächlich nicht vorhandenen, aber als Kulissen täglich hin und her geschobenen vermeintlichen Inhalten gerechtfertigt findet.
      National-Staat ist schlicht jeweils blutiger Einschluss und Ausschluss und Quelle einer Gewalt, die beliebig und inhaltslos byzantinistisch nur für sich selbst existiert. Insofern ist der Ansatz von Wagenknecht und Lafontaine zutiefst reaktionär – Sozialnationalismus der Nazis ist aber wiederum etwas anders.
      Der Ansatz, „Verantwortliche“ für das Ankommen von hunderttausenden Flüchtlingen wiederum der Einzelverantwortung einzelner Handlungsträger politischer Couleur zuzuweisen, ist aus meiner Sicht eine arg verkürzte Kritik der Verhältnisse. Die Denkweise, die hiermit zum Ausdruck kommt und – von Anfang an, also ca. mit spätestens dem Beginn des 18. Jahrhunderts – führte durch den abstrakt-universalistischen Anspruch dieser westlichen Krisenideologie in Nachfolge der untergegangenen religiösen Formation, die nun seitdem unter dem Vorwand der „Vernunft“ und der „Aufklärung“ daherkommt, nicht nur dazu, mit immensem Blutzoll überall auf der Welt jedwede anders gestrickte Zivilisation zerstört zu haben (nämlich im Namen von „Fortschritt und Entwicklung“), sondern weist ihre Opfer, denen wir, der Westen, die Reproduktionsgrundlage entzogen haben, dann an unseren Nationalstaatsgrenzen zurück.
      Die Befürworter und Affirmativen dieser Verhältnisse sollten vielleicht bedenken, wie schnell und willkürlich eins selbst aus der Nation ausgeschlossen werden kann. Dazu bedarf es nicht einmal des Rückblicks auf die jüngere mitteleuropäische Geschichte; tagtäglich hören wir von nationalen Säuberungen, gerade auch in den USA. Es ist schon perfide, sich in den Westlichen Zentren seit kurzem „überfremdet“ zu fühlen, aber nicht einen Gedanken daran zu verlieren, welche Dynamik einst „Entdecker“, „Eroberer“, „Missionare“ und dann – noch schlimmer – „Entwicklungshelfer“ in Weltgegenden spülte, die darum sicher nicht gebeten haben.
      Ich habe kein Sympathien für Herrn Soros, verstehe (was nicht entschuldigen bedeutet), dass er seine Interessen verfolgt. Wie sagte schon Marx: Das Kapital (keine Wirtschaftsform, wie Frau Wagenknecht glaubt, sondern ein ganz komplettes gesellschaftliches Verhältnis) kennt kein Vaterland. Wie ignorant kann man sein, dann ein „Vaterland“ positiv zu besetzen.

    • @ Petra
      wie immer schweifen sie ab und kommen nicht auf den punkt!?
      es klingt wie ein kopiertes manifest von Marx, Carl schmitt und wikipedia

    • aka keehneahnung,

      Frau Petra ist sogar sehr auf dem Punkt.

      Hog 1951,

      links definiert sich nicht durch den Widerspruch gegen rechts, es gibt hier durchaus Alleinstellungsmerkmale. Ähnlich wie bei der Gegenüberstellung, gut und böse, denn gut wäre immer noch gut, auch ohne das Böse. Dies bezogen auf die Sachebene und nicht auf die individuelle, die sehr gut beide Tendenzen auf sich vereinen kann:

      Links und rechts sind ja nicht lediglich – in ihrem Bezug auf die Sitzordnung in der verfassunggebenden französischen Nationalversammlung von 1789 – historische Einteilungen entlang einer eindimensionalen Eigenschaft. Als solche wären sie in der Tat nicht nur historisch überholt, sondern auch hoffnungslos unterkomplex. Links steht vielmehr für die normativen moralischen und politischen Leitvorstellungen, die über den Menschen und über die Möglichkeiten seiner gesellschaftlichen Organisation in einem langen und mühsamen historischen Prozeß
      gewonnen wurden und die in der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden. Den Kern dieser Leitvorstellungen bildet ein universeller Humanismus, also die Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen.

      Bereits aus dieser Leitvorstellung ergeben sich schwerwiegende und weitreichende Folgerungen. Beispielsweise schließt ein universeller Humanismus Positionen aus, die auf der Überzeugung einer prinzipiellen Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe beruhen; er schließt also Rassismus, Chauvinismus, Nationalismus oder Exzeptionalismus aus. Zudem beinhaltet er, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitimund somit zu beseitigen.

      Aus dem universellen Humanismus ergibt sich also das spezifische Leitideal einer radikal-demokratischen Form einer Gesellschaft, in der ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die die eigene ökonomische und gesellschaftliche Situation betreffen; er schließt also Gesellschaftsformen aus, die auf einer Elitenherrschaft oder auf einem Führerprinzip beruhen. Diese in der Aufklärung erstmals klar formulierten Leitideale sind seitdem kontinuierlich weiterentwickelt und verfeinert worden und stellen den Identitätskern des linken Projektes dar.
      (…)
      In der Sache sind links und rechts in der Tat Gegenpole und können daher in der Substanz so wenig Berührungspunkte miteinander haben wie Aufklärung und Gegenaufklärung oder wie Demokratie und Elitenherrschaft. Blickt man jedoch statt auf die Sache auf die Ebene einzelner Personen oder auf die Ebene konkreter politischer Gruppierungen, die sich als links bezeichnen, so lassen sich aus naheliegenden Gründen alle möglichen Konstellationen von Haltungen finden, die in der Sache völlig unvereinbar miteinander sind.

      Das war auch zur Zeit der Aufklärung nicht anders. Beispielsweise gilt der große schottische Philosoph David Hume als zur Aufklärung gehörig; gleichwohl sah er Schwarze „von Natur aus den Weißen unterlegen“ an, vertrat also rassistische Auffassungen. Auf der Ebene einzelner Personen können also Überzeugungen gleichzeitig nebeneinander bestehen, die in der Sache völlig unverträglich miteinander sind. Das ist eine Konsequenz unserer beschränkten Rationalität und anderer Eigenschaften unseres Geistes. Wir sind oft nicht in der Lage zu erkennen, dass einige unserer Überzeugungen in der Sache miteinander unverträglich sind. Beispielsweise können uns
      bestimmte Affekte daran hindern, derartige Unverträglichkeiten zu bemerken.
      (Rainer Mausfeld)

      Und, die deutschen Faschisten waren weder sozial noch national, die klebten sich dieses Etikett nur aus Nützlichkeitserwägungen an, ganz so wie dies bei beliebigen anderen Etikettenschwindeln geschieht, was auch inflationär mit dem Begriff links geschieht.

      Ansonsten meinte Frau Petra, mit dem von ihnen zitierten Satz, wohl, daß sich Geschichte nicht wiederholt, aber daß ihre Auswirkungen doch stets in die Gegenwart abstrahlen. Hier bezogen auf den pseudorevolutionären Geist der Bourgeoisie. Revolution ja, aber bitte ohne Gefährdung des Status Quo. Falls dies überhaupt die Motivation sein sollte. Könnte auch sein, daß sie einfach Sklavenaufseher Nummer Eins sein wollen. Wäre aber auch Bewahrung des Status Quo, nur mit anderen Gesichtern. Also das Übliche, alter Wein in neuen Schläuchen.

    • Moin, Petra,
      “ Es ist schon perfide, sich in den Westlichen Zentren seit kurzem „überfremdet“ zu fühlen, aber nicht einen Gedanken daran zu verlieren, welche Dynamik einst „Entdecker“, „Eroberer“, „Missionare“ und dann – noch schlimmer – „Entwicklungshelfer“ in Weltgegenden spülte, die darum sicher nicht gebeten haben.“
      Ja, das sehe ich genauso, was die „Entdecker“, Eroberer“ und andere Gestalten angeht, die im Namen der KIrchen, Staaten oder anderer Unglueck Tod und Verderben in die Welt exportiert haben. Doch woher nehmen Sie die Ueberzeugung, dass ich Verständnis hätte fuer diese Figuren?
      Es ist wahrlich nicht möglich mit einem Statement zur Weltgeschichte seine Kommentare zu posten, also ersteinmal den Ball flach halten!
      „Ich habe kein(e) Sympathien für Herrn Soros, verstehe (was nicht entschuldigen bedeutet), dass er seine Interessen verfolgt.“
      Ich dagegen habe kein Verständnis fuer Menschen, die seine Vorhaben (hier die Schleusung der Menschen aus anderen Kontinenten) nicht ausdruecklich verurteilen. Damit flutet er nicht nur Europa, sondern dezimiert auch die vitalsten Menschen in den entsprechenden Heimatländern. Uebrigens ein probates Mittel gegen Assad, indem die ausgebildeten Syrer nach Europa gelockt wurden, und so der Wiederaufbau Syriens enorm geschwächt wird.

    • Moin, Box,
      „Ansonsten meinte Frau Petra, mit dem von ihnen zitierten Satz, wohl, daß sich Geschichte nicht wiederholt, aber daß ihre Auswirkungen doch stets in die Gegenwart abstrahlen. Hier bezogen auf den pseudorevolutionären Geist der Bourgeoisie.“
      Warum „pseudorevolutionär“? Hat nicht die buergerliche Revolution den Feudalismus abgeschafft? War das kein revolutionärer Akt? Dass sich die Bourgeoisie von einer emanzipatorischen Macht zu einer reaktionären Macht entwickelte ist dem Umstand geschuldet, dass es keine eigentliche Normung fuer rechts/links gibt, sondern allenfalls Anhaltspunkte, die Sie mit den universellen humanistischen Positionen erklärt haben. Nun stellt sich fuer mich die hypothetische Frage, wie es wohl wäre. wenn es eine Gemeinschaft gäbe, die alle humanistischen Ideale lebte. Gäbe es dann weder links noch rechts, oder wuerde an Positionen, die heute keiner absehen kann, soetwas wie links und rechts entstuende?

      .“
      Warum „pseudorevolutionär“? Hat nicht die

  25. Danke für den Artikel. Ich finde #Aufstehen wichtig und dringend nötig und mich hätte geschmerzt, wenn in dem wichtigen Portal der extreme Verriss von Frau Bonath noch lange allein geblieben wäre (von den Kommentaren abgesehen).

    Ich kann einfach nicht kapieren, wie feindselig, geradezu hasserfüllt Linke miteinander umgehen können. Da ist einerseits Lederer, der Kübel von Jauche über Ken Jebsen und alle, die mit ihm gesprochen hatten, goss und der von Querfront schwafelt, da ist Frau Kipping und Herr Rixinger, die sogar im Wahlkampf ihrer Frontfrau Wagenknecht mit aberwitzigen Verleumdungen und Verdrehungen ihrer Aussagen in den Rücken fallen, da sind die „no borders, no nation“ Linken, denen der Sozialstaat völlig wurscht ist und das Thematisieren von verschärfter Konkurrenz im Niedriglohnsektor und um bezahlbarem Wohnraum durch Zuwanderung gleich als „Rassismus“ verteufeln, und da gibt es eine Junge-Welt-Autorin, die Kübel von Jauche auf Frau Wagenknecht und die Bewegung #Aufstehen ausgießt ohne nachvollziehbare Argumente: Das alles ist so geistlos und todtraurig. Natürlich wird dies professionell beeinflusst und gesteuert, aber Linke müssten doch schlau genung sein, das zu durchschauen und Meinungsverschiedenheiten sachlich austragen.

  26. Alles, was ich bisher von Susanne Bonath auf verschiedenen Plattformen und Kanälen gelesen habe, glänzt durch pointierte Sprache, griffige Formulierungen und eigenständige Meinungsäußerungen.
    Damit gefällt sie sicher vielen, denen Fakten schon zuviel des guten wären. Ein Ranschmeißen an laut geäußerte Meinungen anderer ist da allemal leichter.

    Dass der Mut, eine Meinung laut zu äußern, mir (und offenbar auch anderen) nicht reicht, weil wir selbst mutig genug sind, laut unsere Meinung zu sagen, bringt es mit sich, dass wir Wert auf belastbare Fakten legen. Denn wir bilden uns die Meinung, die wir uns trauen, laut zu vertreten, schon gern selbst.

    Darin unterscheiden wir uns von den „Ranschmeißern“, aber es macht uns nicht zu besseren Menschen. Ebenso wenig, wie es die „Ranschmeißer“ zu besseren Menschen macht, dass sie in der Lage sind, kritiklos einer gut formulierten Meinung folgen. Wir alle sollten gemeinsam einen gleichberechtigten Platz in einer toleranten Gesellschaft finden können.

  27. Sicherlich freuen sich die Kapitalisten ein Loch in den Bauch, da man sich mit Dreck bewirft und Relevantes überhaupt aus dem Fokus gerät.

    Dazu in Kürze, Herr Kirner:

    „Wer auch nur die leiseste Ahnung vom Treiben der Geheimdienste hat, wird auch ohne konkrete Beweise davon ausgehen, dass Gewerkschaften, Parteien, die meisten NGOs und Bewegungen nicht nur ausgiebig überwacht, sondern auch bis zu einem gewissen Grad mit Leuten durchsetzt sind, deren Aufgabe die Zersetzung systemgefährdender Zusammenhänge ist.

    Wenn man sich den innerparteilichen Krieg der LINKEN über die Jahre ansieht, braucht es nicht viel Fantasie, sich auch hier solche Eingriffe vorzustellen. Wer allerdings die deutsche Linke kennt, weiß auch, dass dieses ewige Hickhack seit jeher tief in ihrer Kultur verankert ist. Schon zu Marx und Engels Zeiten waren die Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Führern der Arbeiterbewegung von ausgesuchter Bösartigkeit – allerdings war das geistige Niveau unermeßlich höher…“

    Aus:

    Kollektiver Realitätsverlust
    von Florian Ernst Kirner – http://www.rubikon.news
    Auf ihrem Parteitag präsentierte sich die Linkspartei als Vogel mit zwei lahmen Flügeln.
    https://linkezeitung.de/2018/06/17/kollektiver-realitaetsverlust/

    Und nun vlt. doch noch einen Themenbeitrag, der sich z.B. mit dem Thema um die Sammlungsbewegung befaßt und tatsächlich sachbezogen ist:

    Freitag, 24. August 2018, 16:00 Uhr
    ~12 Minuten Lesezeit
    Aufstehen ja, aber mit dem richtigen Fuß!
    Um rechte Stimmen einzusammeln, gibt Sahra Wagenknecht Eckpfeiler des Humanismus preis.

    Sie haben angefangen zu sammeln: Oskar Lafontaine, das Stehaufmännchen der deutschen Linken, und seine Frau Sahra Wagenknecht – allgegenwärtig in deutschen Talkshows. Aber wen oder was sammeln sie da ein? Neben höchst unterstützenswerten Aussagen zu einem sozialeren, menschlicheren Deutschland gibt es auch solche, die rechts zu blinken scheinen. Klar, man möchte sozial schlecht gestellte besorgte Bürger mitnehmen. Aber manche von denen haben so fragwürdige Standpunkte, dass man schon ganz weit nach rechts gehen muss, um sie dort abzuholen. Wollen wir das?
    von Holdger Platta

    Seit einer guten Woche ist die Sammlungsbewegung http://www.aufstehen.de im Gespräch: Weit über die sonst recht eingegrenzten linken Kreise und Medien hinaus macht dieser Versuch von Sahra Wagenknecht und MitstreiterInnen, ein anderes, ein besseres, ein „gerechtes“ Deutschland zu schaffen, von sich reden. Und selbstverständlich nimmt vieles für diesen Großversuch ein – wenn auch, sozusagen von oben her –: einerseits die Zersplitterung der Linken in der Bundesrepublik zu überwinden, dieses Klein-Klein der Kleingruppierungen und Kleinparteien, und sich andererseits dem immer stärker werdenden Rechtstrend in unserem Land in den Weg zu stellen. Ausdrücklich sei dieses anerkannt!

    Und anders als andere Linke – zum Beispiel die Journalistin Susan Bonath von der „jungen Welt“ – hielte ich es für übertrieben, allen potentiell zu gewinnenden Menschen in der Bundesrepublik von Anfang an ein Bekenntnis zum Marxismus abzuverlangen. Ich bin zwar selber dieser Ansicht – die an anderer Stelle zu begründen wäre –, dass erst eine grundlegende, systematische Umgestaltung unserer kapitalistisch-strukturierten Gesellschaften imstande wäre, eine wirkliche, eine auch ökonomisch abgesicherte Gewährleistung der Menschenrechte bei uns wie weltweit herzustellen. Aber diese Ansicht von Beginn an allen Bürgerinnen und Bürgern abzufordern, die mitmachen sollen bei aufstehen.de, hielte ich für einen Versuch, das eigene Scheitern schon von vornherein miteinzuplanen in dieses Bemühen.

    Allerdings lauert in dieser Einsicht eine Gefahr, die ebenso wenig außer Acht gelassen werden darf: nämlich in die Falle zu tappen, mit verbalen und inhaltlichen Zugeständnissen der anderen Seite, den reaktionären, den sozialfeindlichen, den staatsautoritären Typen jedweder Couleur nach dem Munde zu reden.
    (…)
    Vor der Utopie steht die Absage an die Chance ihrer Realisierbarkeit? Bereits vor dem Versuch, eine andere, eine bessere, eine humanere Politik realisieren zu wollen, existiert im eigenen Kopf der Kompromiss mit den vermeintlich existierenden „Sachzwängen“ der Wirklichkeit?
    (…)
    Wagenknecht konstruiert ein „Entweder-Oder“, das es in Wirklichkeit gar nicht gibt – und humanerweise auch nicht geben darf! Ein „Sowohl-Als auch“ ist angesagt: Soforthilfe und Ursachenbekämpfung. Alles andere wäre nicht Realisierung, sondern Abschaffung von konsequenter linker Politik.

    Die nachvollziehbare Kritik im Detail, unter diesem link:
    https://www.rubikon.news/artikel/aufstehen-ja-aber-mit-dem-richtigen-fuss

  28. Danke, Herr Rupp ! Auch für Ihren Satz: sie seien sicher „…dass die mit kritischem Verstand ausgerüsteten KenFM-Leser und Hörer in der Lage sind, sich selbst ein Bild von Bonaths intellektuellem Wirrwarr zu machen, durch den sie sich zwangsläufig in Widersprüche verwickelt und folglich als Schlussfolgerung nur Gelaber produziert.“ Die allermeisten Kommentare zu Frau Bonaths Text sind Belege für Ihren Satz.

    Als ich zum Schluß Ihres Artikels diese Bonath-Sätze las: „Ich hab es so satt, wie ihr verlogenen Wagenknechte und Co. euch zur Freude der Bourgeoisie an der Rampensortierung von Opfern des Imperialismus beteiligt. Pfui Teufel. Wer so redet, steht nicht auf der Seite meiner Klasse.“ war nur noch Abscheu da angesichts solch strohdummen, boshaften Auswurfs.

    Dann erinnerte ich mich an die ‚Kunst’werke dieser Frau, die sie auf Ihrer Website präsentiert https://susanbonathkunst.de.tl/ und ich fragte mich, wo da in der völlig plakativen Traumwelt dieser Frau zwischen Mohnblumen, steinernen Städten, Avalon, Sonnenuntergängen und Frauenakten Platz ist für „meine Klasse“. Da ist keiner. Da ist ganz allein Frau Bonaths klischeehafte, klassenlose Traumwelt ausgebreitet.

    Aber wenn diese ‚Künstlerin‘ parallel journalistisch die radikale Klassenkämpferin gibt, dann erwarte ich, dass in ihrer Kunst ihre Klasse wenigstens auftaucht. Völlige Fehlanzeige. Realität taucht in Frau Bonaths Kunst überhaupt nicht auf. Überhaupt nicht. Nur Klischees. Vor sich hergetragene Klischees.

    So fragt Herr Rupp dann auch am Ende seines Kommentars „Aber auf der Seite welcher Klassen steht Frau Bonath eigentlich? Offensichtlich hat sie jeden Kontakt zur Realität verloren. Das könnte das Niveau ihrer persönlichen Attacken und die erschreckende Menschenverachtung, die daraus spricht, erklären.“

  29. bumm! das hat gesessen. ich kann das rein emotional komplett unterschreiben. nur: so viele worte, und dann doch keine etwas kleinteiligere analyse des bonath-textes vom 06.08.18 auf kenfm? ich glaube, polemik hilft jetzt, egal von welcher seite auch vorgebracht, einfach nicht weiter. die aufsteher werden ihren weg machen, und ich halte frau wagenknecht bis zum beweis des gegenteils sowohl für integer als auch klug. und die hysterie, mit der gegen diese noch nicht einmal gestartete bewegung vorgegangen wird, offenbart die ganze bandbreite der potenziellen verlierer bei eventuell erfolgreicher entwicklung.

  30. Lieber Rainer Rupp,

    bitte lese Dir mal meinen Kommentar vom 6. August und zusätzlich eine Antwort zu einem begeisterten Zwischenruf dort durch, damit Du auch wieder mal was aus reinem Herzen zu lachen hättest. Deine wägende Bemerkung “ . . . . zweitens hätte der Bonath-Text durch eine zeitaufwendige Sezierung eine Würdigung erfahren, die ihm überhaupt nicht zusteht“, würde ich gerne stützen mit einem Zitat von Marshal McLuhan, (Marx hab` ihn selig) einem göttlich formulierenden Medien-Philosophen und Literatur-Professor:
    „Moralische Entrüstung ist eine Methode, Idioten Würde zu verleihen.“
    Aber der Frau Bonath mitteilen würde ich sehr gern eine andere Erkenntnis von Kurt Tucholsky:
    „Das Gegenteil von GUT ist GUT GEMEINT.“
    Lieber Rainer Rupp, mit diesem Text hat sich Frau Bonath so nackt, wie dieser bekannte Kaiser gemacht.

    Was mir gefällt: In der TAGESDOSIS erhält nicht nur so ein TOPAS wie Du, sondern auch so ein keifendes Bonathchen Raum.
    Weil kenfm Forum der „mit kritischem Verstand ausgerüsteten KenFM-Leser und Hörer“ sei. Dieses Forum findet zwar in seiner nachlesbaren Mehrheit Frau Bonath für verzichtbar. Dennoch würden sie dagegen aufstehen, deren Meinungsäußerung als „zu gehässig und als Gefühlsschwall zu wenig sachlich begründet“ zu zensieren.
    Dein kerniger Satz zu Anfang:
    “ . . . denn was sie und ihre Anhänger gern als vernichtende Kritik an „Aufstehen“ deuten, war nichts als eine böswillige Tirade. Wollen ist eben nicht gleich Können“
    hätte durchaus als Schlussbemerkung besser Platz gefunden.

    • Kostagchen, wären Sie mit Rupp nicht einverstanden, würden Sie ihn auch Ruppchen nennen? Oder ist diese Art der Verhöhnung Frauen vorbehalten?

  31. Frau Bonath hatte ja in der Vergangenheit auch das Bedürfnis, nachzutreten.
    So in …
    Tagesdosis 13.11.2017 – Ein offener Brief an die Co-Fraktionsvorsitzende der Linkspartei
    Ich kommentierte das, …
    „selten so ein Schwachsinn gehört. Der Versuch KenFM zu „unterwandern und zu spalten“ scheint eine wirksame Strategie zu werden. Mit Frau S. Bonath wird es bestimmt klappen.“

    Aber Frau Bonath hatte immerhin unglaubliche 145 Kommentare auf ihren Schmäh-Artikel.
    Vielleicht liegt da der Grund / ääh Hund begraben. Es gibt womöglich mehr Geld für den Autor, je größer der anschließende verbale Tumult ist. Wie bei der Bild auch.
    Auch ein Geschäftsmodell – aber warum hier ?

  32. Ihr Artikel ist genauso voller Polemik, wie der von Frau Bonath.

    Ich erinne mich an Frau Bonaths kürzlichen, ausgezeichneten Beitrag „Der drohende Kapitalkollaps und die Angst der Profiteure“. (Leider fehlen jetzt die Kommentare darunter – ist das ein Fehler oder Absicht?)

    Das war eine präzise ökonomische Beschreibung und ich bin dankbar für so einen Beitrag, denn der ist hilfreich.

    Solche Analysen fehlen von Frau Wagenknecht. Auch hat mich die von ihr letztens unterstützte Stellungnahme der Partei „Die Linke“ zu Israel zutiefst erschreckt. Die Linke ist in vielen Fragen irre gespalten, das ist leider eine Tatsache.

    Das kann aber natürlich kein Grund sein, die Bewegung „Aufstehen“ in Grund und Boden zu verdammen. Natürlich muß man kleine Schritte gehen. Wie klein?

    Darauf habe ich leider keine Antwort. Ihre Polemik hat mir da leider auch nicht geholfen. Schade.

    • Nicht so klein, den Menschen nicht die Wahrheit zu sagen. Aufstehen will mir einreden: „Der Arbeiter ist zu dämlich zu verstehen, dass die Bonzen enteignet gehören? Dann erzählen wir ihm einfach, sie müssen gar nicht enteignet werden. Es reicht uns zu wählen und wir werden ihm einen Sozialstaat retten.“ Aber welchen Sozialstaat will Aufstehen eigentlich retten? Den, in dem Menschen das Existenzminimum weg-sanktioniert werden kann? Wo man in großen Städten aller paar Schritte einem Obdachlosen begegnet? Das ist ein Sozialstaat? Und der soll gerettet werden? Das mögen kleine Schritte sein aber leider führen sie genau in die falsche Richtung.

  33. Eine argumentative Debatte zu Versuchen wie „Aufstehen“ wäre sehr wichtig, aber bitte nicht in der destruktiven Weise. Frau Bonath sollte wirklich zuerst nachdenken bevor sie schreibt. Unflätige Beschimpfungen und Unterstellungen an Stelle von Argumenten sind kein Debattenbeitrag. Auf der anderen Seite führt aber auch diese kritiklose Identifikation mit etwas, das eigentlich ganz ungeklärt ist nicht weiter. Es ist doch beispielsweise völlig unklar, ob das bloß wieder so eine „Wahlinitiative“ wird, die zu einigen zusätzlichen Abgeordnetenmandaten für Berufspolitiker und ihrem Hilfspersonal führen soll, die dann die parlamentarische „Oppositionsrolle“ spielen. Auch Herr Rupp sollte seine Sprache kontrollieren, wenn er nicht Inhalte transportieren will, die er eigentlich nicht teilt. Das Wort „Gutmensch“ entstammt demselben Arsenal vergifteter Kampfbegriffe gegen Linke, aus dem auch „Querfront“, „Verschwörungstheoretiker“, „sozial-national“ usw. kommen. Für beide Seiten gilt: es ist nicht alles erlaubt, nur weil man „auf der richtigen Seite“ steht.

    • Die Verwendung des Kampfbegriffs „Gutmensch“ emfinde ich auch als sehr störend. Danke, daß Sie darauf hingewiesen haben.
      Auch Ihre übrigen Aussagen kann ich unterschreiben.

  34. Frau Susan Bonath kann von sich geben was sie will. Schließlich gibts ja gerade noch ausreichende Möglichkeiten seine Meinung zu äussern. Dass sie das aber bei KenFM mit ihrem Pamphlet über Frau Dr. Wagenknecht und deren Anhängern tun kann, ist für mich und viele meiner Freunde ein Skandal. Frau Bonath hat genügend andere Plattformen zur verfügung um sich dort zu verwirklichen.

    Ich bin seit Jahren ein KenFM Fan und habe viel von meinem heutigen Wissen KenFM zu verdanken.
    Nun kann ja jeder mal in ein Fettnäpfchen fallen, aber sollte ich weiterhin mit Susan Bonath „Kommentaren“ auf KenFM belästigt werden, dann werde ich, schweren Herzens zwar, meinen Dauerauftrag kündigen.

    • Dann stocke ich meinen DA bei kenfm auf, denn ich will auf Frau Bonaths in der Regel guten analytischen Beiträge nicht verzichten; dass ich nicht immer ihrer Meinung bin, ist ein anderes Thema. Ich begrüße ja auch meistens die Auftritte von Sarah Wagenknecht im Fernsehen, obwohl ich auch nicht immer deren Meinung bin.

    • Meine Freunde und ich finden es gut, dass hier eine pluralistische Plattform besteht. Hätten Sie und ihre Freunde zu entscheiden, wer hier schreiben darf und wer nicht, müsste ich mich schweren Herzens von dieser Plattform trennen.

    • @ AlexA,
      mache sie es wie ich und setzen sie ihre Absicht in die Tat um. Mir geht es mit KenFM genau wie ihnen, ich habe KenFM sehr viel zu verdanken. Und bin deswegen auch seit Jahren bezahlender Leser. Aber alles hat seine Grenzen. Natürlich bin ich für Meinungsfreiheit. Aber eine minimale redaktionelle Kontrolle halte ich doch für erforderlich, damit faktenfreie Hetze hier nicht veröffentlicht wird. Sonst könnte ich mir ja gleich die BLÖD-Zeitung kaufen,
      Ich habe meinen Dauerauftrag erst mal gekündigt. Hätte mir nie gedacht, daß ich das mal machen würde.
      Aber daß auch noch Kommentatoren gelöscht und gesperrt werden, die die Bonathsche Entgleisung angemessen gewürdigt haben – und daß ich nun auch meine Korrespondenz aus der Vergangenheit mit diesen Leuten hier nicht mehr einsehen kann, das grenzt an Stasi-Methoden.
      Vielleicht sollte man sich bei KenFM ein wenig ums Qualitätsmanagement kümmern. Bis das nicht der Fall ist werde ich erst mal gratis lesen. Dann muß ich mich wenigstens nicht ärgern für so einen Schrott wie den von Frau Bonath produzierten zu bezahlen.

  35. So soll das sein, Freiheit unter Autoren, die in einem Nachrichten-Portal auch einmal Gegner sein dürfen, abseits von „Linie“. Fazit für mich:
    1.) An der Integrität von Sahra und Oskar hab ich absolut keine Zweifel.
    2.) Jeder hat die Wahl(-Urne), um sich die Stimme nehmen (verbrennen) zu lassen oder aktiv für Demokratie zu kämpfen, seine Stimme mehr als einmal im 4 Jahresrhythmus zu „erheben“. Aber auch die ganz harten im Garten (die Bohnats) dürfen sich bei einer blutigen Revolution den „Rest“ geben. DAS ist Freiheit; und last not least
    3.) Er hat was drauf, der „Topas“.
    Grüsse an Rainer Rupp.

    „Topas“ 😉

    • Rainer Rupp, ja relative guter Beitrag die frage ist was steckt noch dahinter….
      ich meine ich gebe ihm recht sich gegenseitig beschimpfen ist eine niedrige Einstellung, da stimme ich ihm zu aber, eines muss ich dazu geben, das er bei den Linken rein wollte und nicht reingelassen wurde kann doch bestimmt nicht dahinter stecken oder? oder die Tatsache das er ein EX Stassi Doppel Agent war für die NATO und damit Agent der USA, hoffentlich doch auch nicht oder „Topaz“ (Agent Name)? und das er auch beim Spiegel gearbeitet hatte hmm, was muss ich über ihn noch wissen… ich meine ihr könnt alles in Google finden, aber was mich noch stutziger macht warum Google das ganz vorne hat. Normaler weise hat Google das ganz vorne um Leute zu diskreditieren, ich meine ein teil tut das auch aber anderes eben auch nicht…..

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