Tagesdosis 25.10.2019 – Gezeitenwechsel im Mittleren Osten

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Mit allen reden, statt zu schießen. Sich streng an das Völkerrecht halten und wenn nötig mit unendlicher Geduld diplomatische Lösungen suchen, die für alle Beteiligten akzeptabel sind. Das zeichnet die russische Diplomatie unter der Führung des außerordentlichen Außenministers Sergeij Lawrow aus. Zusammen mit Präsident Wladimir Putin bilden die beiden ein unschlagbares Team. Auf Grund ihrer Erfolge hat Russland in der Krisenregion Mittlerer Osten inzwischen bei Freunden aber auch vor allem bei einstigen Gegnern höchste Anerkennung und Respekt gewonnen. Davon zeugt u.a. der Besuch des russischen Präsidenten Anfang letzter Woche (14.10.19) in Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Beide Länder sind traditionelle US-Verbündete, die bisher Russland abgelehnt haben.

Zugleich musste die Fraktion der Kriegstreiber aus dem Washingtoner Club der Möchtegern-Weltherrscher dieser Entwicklung ohnmächtig aber wutschnaubend aus dem Abseits zusehen. Angesichts der neuen geopolitischen Realitäten und neuer militär-technischer Kapazitäten, egal ob am Golf von Persien oder in Syrien, hat das einzige „diplomatische“ Instrument, das die amerikanischen Kriegstreiber kennen, nämlich Drohungen mit Bomben und Raketen, weitgehend an Wirkung verloren.
Obwohl Russland mit allen redet, betreibt es alles andere als eine skrupellos opportunistische Politik, die stets nur auf den eigenen Vorteil gerichtet ist.

So hat z.B. Moskau trotz seiner guten Beziehungen zu Israel stets dessen Luftangriffe auf syrisches Staatsgebiet verurteilt und zur Zurückhaltung gemahnt. Russland hat auch Saudi-Arabien und andere arabische Golfstaaten wegen ihres Krieges im Jemen und ihren Drohungen gegenüber dem Iran scharf verurteilt. Letztlich ist die russische Außenpolitik prinzipientreu und hält sich konsequent ans Völkerrecht. Gegenüber Nationen, mit denen Russland historisch verbunden ist, wie z.B. Syrien bleibt es seinen strategischen Verpflichtungen treu.

Russlands pragmatische Politik des „Redens mit allen“ sorgt für gute Beziehungen zu einer Vielzahl von Staaten, obwohl mehrere dieser Staaten entweder voneinander entfremdet oder bitter verfeindet sind. So wurde Putin von den sunnitischen Potentaten in Riad und Abu Dhabi höchst freundlich empfangen. Das obwohl Russland sein enges Bündnis mit dem saudischen „Todfeind“, dem schiitischen Iran ausbaut, und obwohl Russland ein verlässlicher Verbündeter der syrischen Regierung ist, für deren Sturz auch die Saudis bisher viel Geld ausgegeben haben.

Nur vor diesem Hintergrund ist zu verstehen, was nach dem überraschenden Abzug der US-Militäreinheiten aus den syrischen Kurdengebieten passiert ist. Was eigentlich unmöglich erschien, nämlich eine erfolgreiche Vermittlung zwischen den bis aufs Blut verfeindeten türkischen und syrischen Regierungen und zugleich die mit Erdogan und Assad verfeindete Kurdenführung mit ins Boot zu holen, das ist der russischen Diplomatie mit Bravour gelungen. Zugleich wurde Russland als Garantiemacht für die Einhaltung des Abkommens von allen Seiten anerkannt. Dazu gehört ein enormes Vertrauen in die Integrität der russischen Politik und in das Durchsetzungsvermögen ihrer Hauptakteure Putin und Lawrow.

Demgegenüber scheint das Prestige der USA, das schon seit etlichen Jahren im Sinkflug ist, jetzt in die Phase des freien Falls übergegangen zu sein. Zu einem großen Teil sind dafür die „bürgerkriegsartigen“ Zustände im US-Kongress zwischen Demokraten und Republikanern verantwortlich, wobei die hoch emotionale Hatz der Demokraten gegen Trump die Stimmung noch weiter anheizt. Damit ist in den letzten Jahren eine vernünftige US-Politik zunehmend unmöglich geworden. Und um das Ganze auf die Spitze zu treiben, seit seinem Befehl zum Syrienabzug wird Trump Parteiübergreifend vom Establishment der US-Kriegstreiber des Verrats am „außenpolitischen Konsens“ der USA beschuldigt. — Wenn man diesen Vorwurf zu Ende denkt, dann bedeutet das, dass der „US-außenpolitische Konsens“ aus nichts anderem als den endlosen Kriegen der neo-liberalen Globalisten besteht, mit denen sie die Welt unter die US-amerikanische Knute zwingen wollen.

Aber Trumps erklärte Politik, die bereits sein Wahlkampfversprechen war, ist gerade dieses „die dummen, endlosen Kriege“ welche die USA seit Jahrzehnten rund um die Welt führt, endlich zu beenden. Bei früheren Versuchen, diese Politik umzusetzen ist er stets vom Pentagon, CIA und seinem eigenen Stab im Weißen Haus unterlaufen worden. Schon im April 2018 hatte er den Abzug aus Syrien befohlen, nur um von seinen Leuten gesagt zu bekommen, dass dieses aus allen möglichen Gründen, die z.B. die gefährdete Sicherheit der US-Soldaten gefährden würden, nicht möglich sei.

Spätestens nachdem Trump vor 18 Monaten auf diese Weise eindeutig seine Präferenzen für die US-Politik im Nahen Osten deutlich gemacht hatte, wäre es für seinen Stab im Weißen Haus und für die Ministerien an der Zeit gewesen, einen Plan für den geordneten militärischen und politischen Abzug der USA aus Syrien auszuarbeiten, einen Plan der in Wort und Geist den Forderungen des Präsidenten entspricht. Nichts dergleichen geschah. Stattdessen wurde Trump von seinen eigenen Leuten wie ein dummes Kind behandelt.

Aber Trumps Bemerkungen und Verhalten war zu entnehmen, dass ihm mit der Zeit durchaus bewusst wurde, dass seine eigenen Leute hinter seinem Rücken gegen ihn arbeiteten. Je länger das andauerte, desto wahrscheinlicher wurde es, dass Trump bei einer nächsten Gelegenheit den Befehl zum sofortigen Rückzug geben würde, was folgerichtig in einen politischen Chaos in Washington enden würde. Genau das ist nun geschehen und das Establishment macht – wie nicht anders zu erwarten – Trump für das Chaos verantwortlich.

Das auslösende Moment war, dass direkt zum Beginn der türkischen Offensive unweit eines US-Basislagers im Kurdengebiet eine türkische Artilleriegranate explodierte. Als Trump davon erfuhr gab er den sofortigen Befehl zum US-Rückzug, nicht nur aus den Kurdengebieten, sondern aus ganz Syrien, in das die US-Armee schon vor seiner Amtszeit völkerrechtswidrig eingedrungen war. Der Aufschrei der Kriegspartei in Washington über den Schaden, den Trump der US-Glaubwürdigkeit zugefügt habe, war riesig. Dennoch dürfte Trump mit seinem Verweis, dass er mit seinem Abzugsbefehl US-Kriegsopfer in Syrien verhindert hat, und dass die USA nicht länger in weit entfernten Ländern für andere Regierungen Kriege führen sollten, nicht nur bei der kriegsmüden US-Bevölkerung gut angekommen sein, sondern auch bei den US-Soldaten, bei denen er hoch im Kurs steht.

Wie in einer Echokammer stimmten auch die Kriegstreiber in Europa, insbesondere in Berlin in das Washingtoner Wehklagen über Trump ein, der Erdogan ermächtigt habe, die Kurden zu massakrieren. Aber weder in den USA noch im Mittleren Osten, noch in Sotschi, wo Erdogan und Putin am Dienstag Nägel mit Köpfen gemacht haben, um eine friedliche Lösung durchzusetzen, war man daran interessiert, die aufgeplusterten deutschen Politiker, die unbedingt globale Verantwortung übernehmen wollen, zur Kenntnis zu nehmen.

Geradezu verzweifelt mutete der unbedachte Vorstoß der deutschen Verteidigungsministerin A.K. Knarrenbauer an, Bundeswehrsoldaten in die Krisenzone zwischen türkischem und syrischem Militär in das Grenzgebiet zu schicken, nur um die Russen von dort fern zu halten. Dieser Versuch, Aufmerksamkeit zu erregen, war so lächerlich inkompetent, dass sich jede weitere Kommentierung erübrigt. Zumal – dieser Zug war schon längst abgefahren, wie das Abkommen zwischen Russland und der Türkei zeigt, das am 22. Oktober 2019 in der russischen Schwarzmeerstadt Sotschi vom türkischen Staatschef Erdogan und Putin unterzeichnet wurde. Hiernach folgt die deutsche Übersetzung aus dem Russischen der 10 Punkte der Einigung von Putin und Erdogan über Syrien im Wortlaut:

Der Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, und der Präsident der Türkischen Republik, Recep Tayyip Erdogan, haben sich auf folgendes geeinigt:

  • 1. Beide Seiten bekräftigen ihr Engagement für die Wahrung der politischen Einheit und territorialen Integrität Syriens, sowie für die Gewährleistung der nationalen Sicherheit der Türkei. (Anm. des Autors: Damit hat die Türkei anerkannt, dass ein Separatstaat oder eine Abtrennung von syrischen Gebieten ausgeschlossen sind.)
  • 2. Sie unterstreichen ihre Entschlossenheit, den Terrorismus in allen Erscheinungsformen zu bekämpfen und separatistischen Bestrebungen auf syrischem Territorium entgegenzutreten. (Anm. des Autors: Unter „Terrorismus in allen Erscheinungsformen“ fallen gegebenenfalls auch kurdische Gruppierungen. Allerdings würden damit auch die al-Kaida nahen Free Syrian Army FSA Gruppen, die bisher von den Türken gehätschelt wurden, unter diese Rubrik fallen.)
  • 3. In diesem Zusammenhang wird der Status Quo auf dem derzeitigen Gebiet der Operation Friedensquelle zwischen Tel Abyad und Ras Al Ain auf einer Tiefe von 32 Kilometern beibehalten.
  • 4. Beide Seiten bekräftigen die Bedeutung des Abkommens von Adana und die Russische Föderation wird die Umsetzung des Abkommens von Adana unter den gegenwärtigen Umständen fördern. (Anm.: Im Abkommen von Adana hatte sich Syrien 1998 verpflichtet, die Unterstützung der PKK aus Syrien zu unterbinden. Zugleich war türkischen Sicherheitskräften das Recht eingeräumt worden, bei „“Gefahr in Verzug“ bis zu einer Tiefe von 5 Km in syrisches Gebiet einzudringen. Diese Zusage an die Türkei wird hier also erneuert.)
  • 5. Ab dem 23. Oktober 2019 um 12.00 Uhr werden Einheiten der russischen Militärpolizei und des syrischen Grenzschutzes auf der syrischen Seite der syrisch-türkischen Grenze außerhalb des Einsatzgebietes der Operation Friedensquelle eingesetzt. Sie werden den Abzug der kurdischen Einheiten und ihrer Waffen auf eine Linie 30 km von der syrisch-türkischen Grenze aus unterstützen, der ab dem 23. Oktober 2019 um 12.00 Uhr innerhalb von 150 Stunden abgeschlossen werden soll. Ab dem Moment beginnen auf einer Tiefe von 10 km von der Grenze im Westen und Osten des Einsatzgebiets der Operation Friedensquelle gemeinsame russisch-türkische Patrouillen, mit Ausnahme der Stadt Kamishli.
  • 6. Alle kurdischen Einheiten und ihre Waffen werden aus Manbij und Tal Rifat abgezogen.
  • 7. Beide Seiten werden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Unterwanderung durch terroristische Elemente zu verhindern.
  • 8. Es werden gemeinsame Anstrengungen unternommen, um die sichere und freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen zu erleichtern. (Also keine türkische Zwangsansiedlung von syrisch-arabischen Flüchtlingen im Kurdengebiet.)
  • 9. Es wird ein gemeinsamer Überwachungs- und Überprüfungsmechanismus eingerichtet, um die Umsetzung dieses Memorandums zu überprüfen und zu koordinieren.
  • 10. Beide Seiten werden weiterhin daran arbeiten, im Rahmen des Astana-Mechanismus eine politische Lösung für den Syrien-Konflikt zu finden und die Aktivitäten des Verfassungsausschusses unterstützen. (Anm.: Im so genannten „Astana-Format“ arbeiten Russland, die Türkei und der Iran an der Lösung des Syrien-Konfliktes)
    (Übersetzt aus dem Russischen von Thomas Röper im Anti-Spiegel vom Mittwoch):
    Wenn dieses Abkommen hält, dann wird es als diplomatische Meisterleistung ohnegleichen in die ganze Welt ausstrahlen und Russlands Ansehen noch weiter stärken.

Aber auch Trump verdient Anerkennung. Auch wenn nicht wenige Leser Trump als Persönlichkeit nicht mögen oder gar verachten, so sprechen doch die Ergebnisse für sich selbst. In weniger als einer Woche haben zwei der Hauptkriegsteilnehmer (Russland und die Türkei), wobei Russland in Abstimmung mit der Führung Syriens verhandelt hat), einen historischen Deal abgeschlossen, der die eiternde Wunde an der syrisch-kurdischen Grenze heilen und den Weg für ein Ende des Krieges ebnen könnte. Sonst hätte es solange keinen Frieden in Syrien gegeben, wie die USA das Gebiet östlich des Euphrats besetzten gehalten hätten.

Diese entscheidende Änderung der US-Politik in Richtung Frieden in Syrien ist allein durch Trump zustande gekommen. Egal wie man die Persönlichkeit Trumps beurteilt, das ist eine große Leistung wofür Trump auch Anerkennung verdient.
Er hat sich gegen seine Administration durchgesetzt und mit seinem Befehl zum Abzug aus Syrien die völkerrechtswidrige Besetzung von Teilen Syriens beendet. Das war die Voraussetzung, um auf dem Fundament der diplomatischen Vorbereitungen der Russen eine win-win-win-win-win Situation für die fünf beteiligten Kriegs-Parteien zu schaffen: Erdogan konnte an der türkischen Grenze einen unabhängigen Kurdenstaat mit Verbindungen zur PKK verhindern. Trump konnte ein weiteres seiner Wahlversprechen halten, nämlich US-Truppen von endlosen Auslandseinsätzen nach Hause zu holen. Syrien erlangte wieder die territoriale Kontrolle über den Nordosten und die wichtigen wirtschaftlichen Ressourcen dieses Gebiets zurück. Russland festigte sein globales Ansehen und erlangte zusätzlichen Einfluss im Nahen Osten.

Allerdings hat die fünfte „Win-Situation“, nämlich die der Kurden einige Wermutstropfen. Wenn sich die Kurden jedoch mit dem Status einer Teilautonomie zufrieden geben, können sie in Zukunft wieder als Teil der syrischen Republik einer friedlichen Zukunft entgegen sehen. Aber viele Kurden, vor allem die im sicheren Ausland lebende Kurden aus Nordost-Syrien und ihre zumeist linken Freunde sehen das nicht so. Ihr kurzer Traum von einer unabhängigen, sozialistischen, kurdischen Volksdemokratie in der nordost-syrischen Rojava Region, war jedoch zu schön, um wahr zu sein. Denn diese „Kurdische Volksrepublik“ sollte mit vom syrischen Staat gestohlenen Öl-Quellen finanziert werden, welche die Kurden mit amerikanischer Hilfe in syrisch-arabischen Gebieten erobert hatten. Zugleich wäre die Existenz dieser „Kurdischen Volksrepublik“ vollkommen von der permanenten Anwesenheit von US-Truppen abhängig gewesen, um dieses „sozialistische Gebilde“ zu verteidigen, sowohl gegen alle Versuche der legitimen Assad-Regierung, ihre Ölquellen und verlorenes Territorium zurück zu gewinnen, als auch gegen türkische Einfälle um die Unterstützung der PKK zu unterbinden.

Auf dieser wahnsinnigen Konstruktion haben die kurdische Führung und ihre linken Freunde im Ausland ihre Hoffnungen und Erwartungen gebaut. Dass dies auf Dauer nicht gut gehen konnte, war von Anfang an klar. Aber jetzt stimmen sie allein in das Verrat-Geschrei der westlichen Kriegstreiber in der NATO und in Washington ein. Und vor allem für Rojava-Unterstützer im Ausland ist nicht nur Trump der Verräter, sondern in wütenden Rundumschlägen geben sie jetzt auch den Russen die Schuld für das Ende ihrer Träumereien.

Kurioserweise werfen Westlinke in ihrer stark verklärten Sicht auf Rojava den Russen wegen des Sotschi-Abkommens mit der Türkei sogar Völkerrechtsbruch vor, was das Abkommen (siehe den Wortlaut des Textes oben) absolut nicht hergibt. Dennoch titelte z.B. die linke Schweizer Webseite „Info-Sperber“ am 24. Okt 2019: „Syriens Schicksal ist besiegelt“, mit Untertitel: „Nach Donald Trump segnet auch Wladimir Putin die türkische Invasion in Syrien ab – und verletzt ebenso grob das Völkerrecht“
Laut Kreml-Sprecher Dimitri Peskow werden die Russen die Kurden zu nichts zwingen. Falls sich die kurdischen Formationen nicht gemäß der Sotschi-Vereinbarung mit ihren Waffen zurückziehen, dann werden sich stattdessen „die Grenztruppen der syrischen Regierung und die russische Militärpolizei zurückziehen“, sagte der Kremlsprecher am vergangenen Mittwoch. Peskow zufolge würden dann die zurück gebliebenen Kurden-Einheiten von der türkischen Armee plattgewalzt.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: Alexandros Michailidis / Shutterstock

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 25.10.2019 – Gezeitenwechsel im Mittleren Osten

  1. Vor aller Augen wird das USA-basierte Weltimperium gerade abgewickelt.
    Schon zu Obamas Regierungszeit war dieses Ende abzusehen.

    Nicht, weil Trump das so will, sondern weil das "Project for a Greater Middle East" im Kern gescheitert ist. Man könnte es analog als eine geopolitische Kernschmelze betrachten. Der sogenannte "Große Mittlere Osten" umfasst eine Region von Zentral-Afrika bis an die Grenzen Chinas. Das Kernstück, mit den wesentlichen Erdöl- und Erdgas-Reserven bildete der Mittlere Osten.

    Die kontrollierten nuklearen Sprengung der WTC-Gebäude in New York sollte als Entschuldigung für einen Rundumschlag dienen. Laut General a.D Wesley Clark wurde bereits kurz nach den Anschlägen in New York und Washington beschlossen, 7 Staaten in 5 Jahren umzuhauen.

    Kein funktionierendes Imperium greift nach massiven kriegerischen Maßnahmen, wenn es nicht kurz vor seinem Bankrott steht. Der Rundumschlag im Mittleren Osten sollte zugleich ein Befreiungsschlag vom imperialen Niedergang sein. Nun wird der Niedergang beschleunigt.

    Mindestens 100.000 abgerichtete Jihadisten und Söldner, die ebenfalls als Jihadisten verkleidet wurden, sind durch die syrischen, irakischen, russischen und iranischen Sicherheitskräfte und Hilfstruppen eliminiert worden.

    Die Abtrennung der wichtigsten Wasser-, Erdöl- und Erdgasreserven durch die Gründung eines Groß-Kurdistan ist gescheitert.

    Dass die US-Truppen die Kurden verlassen und nur noch die Erdölfelder vor der ISIS "beschützen" wollen, ist das makabre Ende eines lächerlich gewordenen Imperiums.

    Bald werden die US-Truppen aus Syrien hinausgeprügelt, wenn sie das Land nicht "freiwillig" verlassen.
    Noch können sie sich gesichtwahrend und lebend zurückziehen.
    Auch im Irak sind die US-Truppen unerwünscht.
    Sogar Saudi Arabien schlägt sich mit großen Schritten auf die Seite Russlands.
    Russland ist das einzige Land, das den Arabern alles bieten kann, was bisher von den Amis mehr schlecht als recht zugesichert wurde:

    – Sicherheit,
    – Nukleare Sprengsätze für das Fracking von Erdöl und Erdgas
    – Wasser

    Der Moment der Beendigung des Petrodollar-Systems naht.

    Die Europäer befinden sich bereits faktisch auf der Seite Russlands und Chinas.
    Die europäische Industrie kann auf die USA locker verzichten, aber nicht auf die Kraftstoffe aus Russland und den industriellen Austausch mit China.

    Ist jemandem aufgefallen, dass ein Containerzug bereits in China losgefahren ist und am 05. November 2019 durch den Bosporos-Tunnel (Marmaray) fahrend den europäischen Kontinent erreichen wird? Das ist die 2. Route auf der Schiene, neben der nördlichen, die über Russland und Polen kommend in Duisburg endet.

    Während die USA in vielen Teilen der Welt Blutbäder anrichten, schafft China in Kooperation mit allen interessierten Ländern eine globale industrielle Infrastruktur. Die Seitenstrasse erreicht seine Ziele auf Schienen, Strassen, Wasserwegen und Luftfahrtrouten.

    Die einzige sinnvolle Aufgabe für den Präsidenten Trump wird die geordnete Abwicklung des Imperiums sein, aber so, dass die USA als nichtimperialer Staat dabei nicht auseinanderbrechen.

  2. Weit schlimmer noch, als dass die völkerrechtswidrigen Flüge der deutschen Tornado-Jets über Syrien in den Artikeln bei KenFM und anderen «alternativ» oder «freien» Medien in der Regel verschwiegen werden ist das Verschweigen des Boykotts Syriens durch die EU (über die Deutschland weitgehend bestimmend ist). Es wird verschwiegen, dass dieser Boykott auch von unseren etablierten Hilfs-, Menschenrechts- und Friedensorganisationen gehorsamst, unterwürfig mitgetragen wird, welche damit jegliche Hilfe im, von Syrien kontrollierten Teil Syriens, für das von unseren Regierungen verursachte Leid, verweigern. Sie sind also auch schuldig an den, für die syrische Bevölkerung nun seit Jahren andauernden, tödlichen Folgen dieses Boykotts.

    Verschwiegen wird, dass Deutschland im Nahen und Mittleren Osten neben dem eigenen, auch im Grossmachtinteresse und in enger Zusammenarbeit mit seinem engsten Freund und Verbündeten, dem rassistischen, Besatzer-, Unterdrücker- und Apartheit-Regime Israel, agiert. Dies auf immer aggressivere Art und Weise. Gegen Syrien und keineswegs im Interesse von Kurden. Die Türkei ist für Deutschland wirtschaftlich von Bedeutung und auch dafür, Flüchtlinge, die Deutschland mitverursacht, von der EU resp. Deutschland fernzuhalten. Von den Menschen: Kurden, Türken, Palästinenser, Syrern, Irakern, Afghanen und andern mehr, und schon gar von Muslimen, will das überhebliche, selbstgerechte, feige Bildungsbürgertum, Intellektuellen-Milieu, zu dem auch KenFM und sein Umfeld gehört, nichts wissen. Es interessiert sich nur für die Bodenschätze in deren Gebieten und dafür, über die Menschen zu bestimmen, zu herrschen.

    Die weiter fortschreitende deutsche Vorherrschaft über Europa und die Grossmachtbestrebungen Deutschlands und Israels (auch mit Boykott und militärisch mit Krieg) werden von KenFM und seinem Umfeld, und auch darüber hinaus, verschwiegen. Von diesem Verschweigen wird dadurch abgelenkt, dass anderen Verschweigen vorgeworfen, unterschoben wird. Z. B. wird den ‘Fridays for Future’ unterschoben, sie würden Kriege nicht als Umweltzerstörer erwähnen.

    Selbstbestimmende, kritisch-denkende, Menschen mit Verantwortung messen mit gleichem Mass, lassen sich nicht einschüchtern, vertrauen nicht blind und sind nicht so leichtgläubig und naiv zu glauben, dass das Schweigen und Ignorieren der Medien und der Politik aus Versehen geschieht. Sie erkennen auch die Dreistigkeit und Verlogenheit mit der all unsere Medien, den (möglichweise) Hauptakteuren des ganzen Geschehens um Syrien ausblenden, verschweigen – ISRAEL.
    Deshalb gilt für sie ALL diesen Heuchlern gegenüber: VERWEIGERUNG, UNGEHORSAM (Arno Gruen) und sich von ihnen nicht vereinnahmen lassen. Dies in all seinen vielfältigen Möglichkeiten und Formen (Auch diese Möglichkeiten und Formen werden von all unseren Medien verschwiegen).

    NB
    – IGNORIEREN ist die allseits praktizierte und effizienteste Methode von ZENSUR resp. unangenehme Stimmen zum Schweigen zu bringen.
    Auch bei KenFM, den sogenannten alternativen oder freien Medien, wird zwar von Frieden und Demokratie geschrieben und geredet. Doch, wird aus der Bevölkerung auf einseitige Berichterstattung hingewiesen, so werden diese Hinweise ganz einfach autoritär ignoriert. Das Gleiche geschieht mit konstruktiven Anregungen, Ideen, Vorschlägen und dergleichen. Die Bevölkerung wird also auch von dieser Seite von demokratischer Partizipation ausgeschlossen.
    – Zu unserer sich selbstlenkenden, selbstkontrollierenden, selbstüberwachenden Gesellschaft (im Interesse der Mächtigen – versteht sich) beachte man die Erkenntnisse des berühmten französischen Philosophen Michel Foucault (1926-1984)

    • Das stimmt so nicht ganz, was SIE da über KenFM schreiben. In meinem Kommentar vom 14.11.2018 zum Beitrag von Herrn Rainer Rupp über —Syrien. Tiefe Einblicke – Schreiben einer in Syrien lebenden Ärztin— vom 9.11.2018 antwortete ich in einem Ausschnitt, Zitat:

      ## Die militärischen Anstrengungen der USA, Streitkräfte auszubilden und auszurüsten, um die militanten IS-Kämpfer in Syrien zu bekämpfen, wurden von den Mitgliedern des US-Kongresses später als wirkungslos kritisiert.

      Am 9. Oktober 2015 erklärte die Obama-Regierung, man werde dieses Programm beenden. Aber ein verdecktes CIA-Programm zur Bewaffnung von Syrern, die die Truppen Assads bekämpfen, blieb bestehen.

      Eine Pentagon-Sprecherin sagte:

      „Wir sind verpflichtet die neue Syrische Armee zu erweitern und werden auch weiterhin diejenigen unterstützen die wir trainiert haben.“

      Die US-Einheit die sich jetzt noch in Syrien befindet nennt sich:

      Combined Joint Interagency Task Force-Syria (CJIATF-S). CJIATF-S ist der offiziell regional verlängerte Arm der CIA und der SOCOM, welche die Verbindung zur Organisation der „westlichen Koalition“ wie Deutschland hält und vor Ort verwaltet, sowie das US-Programm mit den syrischen Rebellen gegen die gewählte Regierung Assad umsetzt.

      Die Bundeswehr unterstützte die CJIATF-S mit bisher rund 155 Tornado Aufklärungsflügen. ##

      Die Probleme der deutsche Luftwaffe in der Türkei mit ihren Syrieneinsätzen wurde in allen Medien heftig diskutiert. Der Bundestag beschloss eine Verlagerung dieser Einheit von der Türkei nach Jordanien, wo sie noch heute ihre Einsätze mit Antiquitäten fliegt. Die US-CJIATF-S lässt sich gerade bei den syrischen Ölfeldern nieder und deutsche Tornados melden die Aktivitäten der Russen, Türken, Kurden usw. an die USA CJIATF-S. Diese US-Spezies melden die Ergebnisse dann der NATO weiter.

      Was SIE hier machen ist Geschichtsfälschung zu Lasten von KenFM. Das finde ich milde ausgedrückt sehr subintelligent.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/karl/' rel='nofollow'>@Karl</a> Bernd Esser

      Ich kann Ihnen versichern, dass ich kein Problem damit habe, zu meinen Fehlern und Irrtümern zu stehen, wenn mich jemand zu recht darauf aufmerksam macht. Doch ich finde in Ihrer Antwort nicht das Geringste, was den Inhalt meines Kommentars in Abrede stellen könnte.

      «Was ich nicht ertrage, ist, dass sie ihren Verrat vermenschlichen. Ich nehme ihnen nicht die Schwäche übel, sondern die nachträgliche Rechtfertigung dieser Schwäche. Um nicht selbst im schlechten Licht zu erscheinen, sind sie bereit, alles Licht auszuschalten.» (Und Ilija Trojanow)

  3. Wir können etwa mal darüber nachdenken, was der Iran für ein Land ist.
    Dort können Menschen bestraft werden, weil sie keine Muslime mehr sein wollen. Etwa ein Pastor Youcef Nadarkhani muss deshalb mit seiner Hinrichtung rechnen.

    Im Jahr 2018 hätte es dort 220 Hinrichtungen gegeben.

    Dann unterstützt der Iran im Kampf gegen die ISIS irakisches Militär mit Drohnen.

    Jedenfalls verwenden die Isis-Kämpfer eben auch deutsche Handgranaten.

    Die Bild schrieb in 2016:
    Die Terrororganisation ISIS ist in den Besitz eines amerikanischen Geheimdienst-Videos gelangt. Es zeigt die militärische und taktische Ausbildung syrischer Rebellen durch die CIA!

    Jedenfalls fehlen der Kanzlerin die Fachkenntnisse um es zu erkennen, weshalb der Kapitalismus Krieg benötigt. Sie ignoriert es auch, dass sie nicht wegen einer entsprechenden Inhaltsarbeit in ihr Amt hineingewählt wurde. Vielmehr scheint sie meistens auch gar nicht in der Lage zu sein sich an öffentlich geführten Diskussionen zu beteiligen.

    Jedenfalls gibt es kaum eine politische Partei, die noch weniger inhaltliche Grundsatzarbeit leistet als die CDU.

    Dass Trump in Sachen Aufrüstung alles richtig macht, halte ich für ein Gerücht.

    Vielmehr forderte er etwa auf Twitter atomare Aufrüstung für die USA. Dann wickeln doch die USA und eben auch Deutschland umfangreiche Rüstungsdeals mit Riad ab.

    Dann hat Frau K. K. doch jetzt ihr militärisches Engagement im Sahel, d. h. in Niger und Mali ausgeweitet.

    Erstmals will Deutschland jetzt 50 Milliarden für die Rüstung ausgeben.

    Sie scheint auch fast gar keine Finanz-Kompetenz zu haben und sie hat sich vermutlich auch fast gar nicht mit der Finanzkrise beschäftigt.
    So als ob es diese gar nicht gäbe, will sie ab 2020 die Grundrente einführen.

    Sie fordert weiterhin Russlandsanktionen und sie scheint es auch ohnehin nicht zu wissen, wie der Handel in Wirklichkeit funktioniert. Dass sie doch ausgerechnet in der Partei mit den meisten Lobbyisten und mit den meisten Spendenskandalen ist, lässt sie ungerührt.

    Jedenfalls können Banken doch wegen des Fehlkonstrukts des Finanzsystems immer weniger auf normalen Konsum hoffen und daher gibt es für sie nur noch die Möglichkeit in Rüstung und Kriege zu investieren.

    Selbst der Linkspartei fehlt ganz klar die Kompetenz um an den richtigen Stellschrauben zu drehen, damit nicht mehr dermaßen aufgerüstet wird.

    So forderte es doch Frau Gesine Lötzsch die Schuldenbremse zu lösen. Schließlich sind die mehr als üppigen Abgeordnetendiäten doch nur allenfalls möglich, wenn jemand anderes sich verschuldet und nach Auffassung der Linken sollte dies dann vermutlich der Staat sein.

    Mir kommt es des öfteren so vor, als würden Politiker/ innen wie Fabio de Masi oder etwa Sahra Wagenknecht allenfalls nur die Nichtbesteuerung von Superreichen bemängeln, womit sie es vermutlich glauben, dass das Finanzsystem ansonsten funktionieren würde.

    Ähnlich wird auch Herrn Putin nicht die richtigen Stellschrauben beim Geld- und Bankensystem finden, um Kriege überflüssig zu machen. So wollte Russland doch im Februar Atomraketen höherer Reichweite bauen. Man müsse doch auf die Kündigung bzw. Nichteinhaltung des INF-Vertrags geeignet reagieren. In Wirklichkeit sind es aber die Banken, die in Zeiten der Finanzkrise nur noch in Rüstung und Kriege investieren können.

    • "was der Iran für ein Land ist": Wie passt zu Ralf Beckers Hinweisen, was Bernd Erbel im Gespräch mit KenFM vom 16.7.2019 sagt, frage ich mich als einer, der vom Iran so gut wie nichts weiß.

    • @ Ralf Becker
      "Ähnlich wird auch Herrn Putin nicht die richtigen Stellschrauben beim Geld- und Bankensystem finden, um Kriege überflüssig zu machen."

      Das war alles DER RUSSE, es gab nur den einen und der stand vor jeder Tür.
      (Volker Pispers)

      An einer Stellschraube drehen Russen und Chinesen, und zwar Leitwährung.

  4. Danke, sehr geehrter Herr Rupp, für diesen informativen Kommentar bzw. Bericht.
    In der NATO-Presse, typische Vertreter sind die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, die Zeit, FAZ u.a. kann man derartige Informationen nicht lesen.
    Bedeutsam erscheint mir Ihr Hinweis auf Präsident Trump, er sagte ja vor den Vereinten Nationen folgendes: Zitat, nach der Tagesdosis v. 8.10.19 von Herrn Karl-Jügen Müller.
    „Wenn du Freiheit willst, sei stolz auf dein Land. Wenn du Demokratie willst, behalte deine Souveränität. Und wenn du Frieden willst, dann liebe deine Nation.“
    „Die Zukunft gehört nicht den Globalisten. Die Zukunft gehört den Patrioten. Die Zukunft gehört souveränen und unabhängigen Nationen, die ihre Bürger schützen, ihre Nachbarn respektieren und die Unterschiede ehren, die jedes Land besonders und einzigartig machen.“
    „Das wahre Wohl der Nation kann nur von denen verfolgt werden, die sie lieben. Von Bürgern, die in ihrer Geschichte verwurzelt sind, die von ihrer Kultur genährt werden, sich ihren Werten verpflichtet fühlen, ihren Menschen verbunden sind und wissen, dass ihre Zukunft ihnen gehört, die sie aufbauen oder verlieren müssen.“
    „Die Freiheit wird nur erhalten, die Souveränität wird nur gesichert, die Demokratie wird nur nachhaltig durch den Willen und die Hingabe der Patrioten, die Größe wird nur durch den Willen und die Hingabe der Patrioten verwirklicht.“
    „Schätze deine Kultur. Ehre deine Geschichte. Schätze deine Bürger.“

    Derartige Gedanken werden von den Vertretern der NATO Pesse – der Begriff ist (sinngemäß, vllt spricht er v. NATO-Medien…) von Daniele Ganser eingeführt worden – nicht gemocht, nicht benannt oder diffamiert und als "rechts" was immer das bedeuten mag bezeichnet. Sie und die Politiker im Dt. Bundestag (die "Christlichen", die "Sozialen", die Grünen, die "Linken") haben die Zeichen der Zeit nicht verstanden.
    Der Erfolg der russischen Diplomatie in Syrien ist ohne die Haltung des amerikanischen Präsidenten nicht möglich.

    • der hervorragende Kommentar von RR ist noch zu ergänzen durch das aktuelle Veralten der USA! Was bedeutet die Rückkehr von US-Truppen in die östliche Erdöl-Region Syriens?
      – Rückkehr der US-Amerikanischen Militärmaschine und Inbesitznahme syrischen Erdöl-Territoriums?
      oder
      – einen US-Fuß in der Tür zu abschließenden Friedensverhandlungen über Syrien?
      Angesichts seiner exellenten Analyse ist uns RR noch diesen Beitrag schuldig! ich bin so unverschämt!
      😉

  5. Nach mir und jedem anderen Normalo verfügbaren Informationen hat sich USA-Militär aus Nordost-Syrien zurückgezogen, aber "beschützt" weiterhin im Osten und Südosten, östlich des Euphrat, die dortigen Ölquellen.

  6. Danke, Rainer Rupp.
    Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass Russland als einziger Verfechter des europäischen Geistes übrig geblieben und als einziges europäisches Land noch gewillt und in der Lage ist, die neureichen Emporkömmlinge der neuen Welt in ihre Schranken zu weisen.
    Es braucht anscheinend einen amerikanischen Präsidenten mit der Unabhängigkeit eines Milliardärs, um diesen selbstherrlichen Emporkömmlingen im eigenen Land Paroli zu bieten.

  7. Tja,nun,nun,nun,
    Wer die Wahrheit sagt, oder was momentan die Wahrheit ist, ist in der heutigen Zeit unmöglich zu sagen. Wir können uns nur auf groben Fakten beruhen, da wir die feineren Fakten nicht und für vermutlich eine sehr lange Zeit nicht kennen werden. Mit der Zeit können sich so gut wie alle Wahrnehmungen auch ins genaue Gegenteil verkehren. Die Wahrheit wird sich nur langsam herauskristaliseren. Daher müssen wir uns auf die unwiederuflichen Fakten kontzentrieren, die auf ewig Bestand haben werden.
    Fakt 1: Egal was passiert in spätestens 10 Jahren (eher weit weniger), wird für alle Menschen absolut ersichtlich sein, das die Usa auch vor Trump schon immer ein Schurkenstaat war. Sollte das System bis dahin immer noch existieren, das sie einer ist.
    Fakt 2: Niemand kann dann die USA, und auch alles was sie repräsentiert, insbesondere unser Wirtschaftssystem noch mit positiven Assoziationen verbinden. Jeder mit Gewiseen und Empathie (über 90% der Menschen) kann neutral bleiben.
    Fakt 3: Diese Menschen werden folgende Symtome bekommen. Depression (Weltkrankheit Nr.1 seit wenigen Jahren) und nach einiger Zeit, (weniger als 10 Jahren) Burnout bzw. unfähig zu arbeiten. Ab dann bricht das ganze System in sich zusammen.
    Also weniger als 20 Jahre und ein neues Zeitalter bricht an, indem Kapitalismus in der Form unmöglich weiterexistieren kann.
    Fakt 4: Wir müssen nur diese Zeit überstehen. Das "Wachwerden" oder anders handeln ist für die Allgemeinheit dann nicht mehr nötig. Wir werden von unserem eigenen Unterbewusstseit gezwungen anders zu handeln. Das Unterbewusstsein schaut immer nur was dir im Moment Freude bringt. Dahin treibt es dich. In 20 Jahren wird es erkennen, das es nur noch Freude erreichen kann, wenn es allen Menschen in deinem Umfeld gut geht. Das tut es zum Teil jetzt schon, doch ab dann wird jede negative Handlung dir keine Freude mehr bringen, was jetzt leider noch der Fall ist.

  8. Danke für den Artikel, endlich auch wieder einmal gute Nachrichten.

    So ist das in der heutigen Zeit, tut jemand etwas für alle Beteiligten Gutes, dann muss er das Trommelfeuer der üblichen Verdächtigen in den Medien aushalten. Und das in allen Mainstream – Medien. Aber von Gleichschaltung darf man nicht sprechen. Dann ist man ja gleich wieder Rechter, Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker und natürlich Antisemit. Hab ich was vergessen?

    Zum Thema Antisemitismus empfehle ich, sich einmal über Khasaren, auch Aschkenasi genannt, zu informieren. Evtl. kann der ein oder andere daraus Erkenntnisse ziehen. Mir brachte es jedenfalls einige, die ich vorher noch nicht hatte. Vielleicht wird man dann auch feststellen, dass der Vorwurf des Antisemitismus zu 85% ins Leere läuft.

    Ich sage es gleich wieder dazu, die Herkunft oder Hautfarbe eines Menschen sind für mich kein Bewertungsmaßstab. Es geht mir rein und die Ideologie mancher Menschen, die für ein friedliches Miteinander leider alles andere als hilfreich ist.

    „Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert.“
    Edward Snowden

    • @ Oliver
      "Khasaren …
      Ich sage es gleich wieder dazu, die Herkunft oder Hautfarbe eines Menschen sind für mich kein Bewertungsmaßstab. Es geht mir rein und die Ideologie mancher Menschen,"

      Und die Ideologie leiten Sie von der Herkunft ab – "Khasaren" – oder wie ist das zu verstehen?

  9. Trump hat sich nicht aus Syrien zurueckgezogen. Ich wuerde davon ausgehen, dass der Teilrueckzug Trumps aus wahltaktischen Gruenden erfolgte damit er wenigstens ein einziges seiner Wahlversprechen erfuellt und das nur zum Schein. Dass mit dem Einmarsch tuerkischer Truppen das Voelkerrecht nicht gebrochen wird ist wohl lachhaft. Insofern hat auch Putin die Maske fallen lassen.

    • Ich denke wir schätzen Trump und seine Leute im Hintergrund zumeist falsch ein. Das soll kein Vorwurf sein, es ist schwer, sich der Anti-Trump-Propaganda zu erwehren.

      Aber alleine die Tatsache, dass er seit seinem Amtsantritt keinen neuen Krieg begann, ist für mich Beweis genug, dass er nicht der Fraktion der Kriegstreiber angehört.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/oliver/' rel='nofollow'>@Oliver</a>

      Ich meine was anderes. Nehmen Sie die eine Fraktion, hier vertreten durch Herrn Rupp, oder die andere, z.B. die FAZ oder die Tagesschau, die Wahrheit erfahren Sie nicht. Die Wahrheit liegt auch nicht irgendwo in der Mitte, sondern woanders.

    • Geht Ihre Andeutung in Richtung guter Kop (Russland), böser Kop(USA), beide gesteuert von einer dritten Partei, oder befinde ich mich da auf dem Holzweg?

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/oliver/' rel='nofollow'>@Oliver</a>

      KKK hat sich wohl mit den deutschen Truppen in Nordsyrien verplappert. Aber das ist nicht so abstrus wie von einigen dargestellt und entspricht sehr langfristigen Plaenen die nicht von heut auf morgen aufgegeben werden.

      Man sollte nicht so auf das Tagesgeschehen schielen. Im Moment scheinen Russland und die Tuerkei im Mittleren Osten die Oberhand zu haben. Aber in der Politik gibt es keine Freundschaft, Erdogan hat sich zu viele Feinde gemacht. Wirtschaftssanktionen von EU und USA und er ist am Ende und die angebliche Freundschaft Russlands und Chinas wird auch nicht von Dauer sein denn Russland hat kein Interesse an einem uebermaechtigen China.

    • "die angebliche Freundschaft Russlands und Chinas wird auch nicht von Dauer sein denn Russland hat kein Interesse an einem uebermaechtigen China."

      Die Frage ist, was Sie unter "Dauer" verstehen? Es gibt gemeinsame Interessen und ein Verständis für Kooperation, dass inzwischen besser ausgeprägt ist als innerhalb der NATO und ihrem (noch) reichen Wirtschaftsclub EU.

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