Tagesdosis 25.4.2019 – Europawahlen: der Pulse Of Europe oder ein Pulsus paradoxus?

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Die Europawahl 2019 ist die neunte Direktwahl zum Europäischen Parlament. Sie findet vom 23. bis 26. Mai 2019 in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union statt, in Deutschland und Österreich am 26. Mai 2019. Die Liste der Länder Europas besteht aus 47 Ländern des Subkontinents Europa. Zugehörig der Institution EU finden sich jedoch aktuell nur 28 Staaten, daher ist die Bezeichnung Europawahl dann doch eher eine typische Mogelpackung mit nachhaltiger Wirkung.

Da immer mehr Menschen den regelmäßigen leeren Versprechungen, Lügen und Wortbrüchen überdrüssig werden, lag die Wahlbeteiligung im EU-Durchschnitt zuletzt nur noch bei 42,61 Prozent (in Deutschland bei 48,1 Prozent) (1). Schlusslichter waren bei der letzten Wahl die Slowakei mit einer Wahlbeteiligung von nur 13,05 % und Tschechien mit 18,2%. An der Spitze Belgien mit doch eher skurrilen 89,64 % und Luxemburg mit 85,55 % (2).

Woran denken sie beim Wort Europa? An individuell gewachsene Ländertraditionen, oder ein Konglomerat verschiedenster Strömungen, künstlich proklamiert als Staatsangehörigkeit: europäisch? Wer als Mensch, nicht als Wähler, sich auf individuelle Heimatgefühle beruft, gerät zusehends in den Verdacht des Nationalisten = kein guter Europäer. Eine zunehmende Absurdität der Wahrnehmung.

Aktuell stellen sich den politisch motivierten EU Gegnern neben den unglaubwürdigen Wahlplakats Floskeln teilnehmender Parteien, auch wieder mal sogenannte pro-europäische Organisationen, entsprechend dem Wahltermin forciert panisch, entgegen. Blicken wir nach Deutschland.

Ein Europa für Alle! Deine Stimme gegen Nationalismus! nennt sich zum Beispiel so eine Gruppierung. Sie weiß, Zitat: Die Europawahl am 26. Mai 2019 ist eine Richtungsentscheidung über die Zukunft der Europäischen Union. Nationalisten und Rechtsextreme wollen mit ihr das Ende der EU einläuten und Nationalismus wieder groß schreiben (3). Sind das wirklich ihre größten Sorgen? Gibt es vielmehr positives zu Europa, in dem Falle der EU und Brüssel zu sagen? Zitat: Gemeinsam sagen wir: Die EU muss sich ändern, wenn sie eine Zukunft haben will… Unser Europa der Zukunft verteidigt Humanität und Menschenrechte; steht für Demokratie, Vielfalt und Meinungsfreiheit; garantiert soziale Gerechtigkeit und treibt einen grundlegenden ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise voran.

Zu den Unterstützern von Ein Europa für Alle! finden sich u.a. Attac, Campact, Pro Asyl, Oxfam, die AWO, Greenpeace und der Paritätische Gesamtverband. Insgesamt an die 60 Organisationen. Auf der Internetseite finden sich weitere Gründe, um zur Europawahl zu gehen, Zitat: Wir denken: Europa muss wieder besser werden. Es wäre interessant zu erfahren, wie lange dieses bessere Europa in der Betrachtung der Initiatoren zurück liegt? Weiter im Programm. Da EU Politik kompliziert ist, gibt es die Rubrik: Aufruf in leichter Sprache, Originalzitat, keine Satire: Uns sind diese Dinge sehr wichtig: Menschen fliehen nach Europa. Weil sie in ihrer Heimat in Gefahr sind. Viele kommen über das Meer nach Europa. Und viele ertrinken dabei. Weil ihr kleines Boot sinkt. Diese Menschen brauchen einen sicheren Weg zu uns. Zum Beispiel mit dem Zug. Dann ertrinkt niemand. Wir müssen ihnen erlauben zu uns zu kommen. Damit sie nicht heimlich über das Meer kommen müssen (4).

Soll so Kindern, oder wem auch immer Politik vermittelt werden? In dem ganzen Aufruf findet sich nicht einmal das Wort Krieg. EU initiiert, EU finanziert. Kein einziges Mal Wirtschafts – oder Militärkrieg. EU-Diktat. Nicht einmal das Wort Nato. Unfassbar.

Kann man diesen luftigen Inhalt noch steigern? Es geht, Zitat: Oft macht Europa das was gut ist für Unternehmen. Aber nicht gut für die Menschen. Europa soll wieder auf die Menschen hören. Es fragt sich, wann hörte denn Europa damit auf, bzw. wer ist denn Europa? Rückblickend bis in die Gegenwart eine Anhäufung von Interessenvertretern und Mitläufern in Brüssel, mit primärem Blick auf ein exquisit dotiertes Dasein.

Zitat: Das bedeutet: Mann und Frau sollen gleiche Chancen haben, Kunst und Kultur müssen frei sein, Die Zeitungen sollen alles schreiben dürfen, jeder soll willkommen sein. Egal welche Hautfarbe er hat. Und welches Geschlecht. Und welche Sexualität (4). Nebenaspekt, unterstützende Parteien finden sich auch: Die Grünen, die SPD, die Linke und die Piratenpartei. Noch Fragen? (5)

Weiter im „Wir finden Europa wichtig“ Zirkus. Es findet sich diesmalwaehleich.eu. Das Programm ähnlich nichtsaussagend, Zitat: Diesmal genügt es nicht, nur auf eine bessere Zukunft zu hoffen: Diesmal müssen wir alle Verantwortung übernehmen…Denn wenn alle wählen, gewinnen auch alle (6). Es findet sich das ForumZFD, es wird leider nicht besser. ZFD steht für Ziviler Friedensdienst. Aktueller Aufruf, Zitat: Rettet das Friedensprojekt Europa (7). Wo leben diese Menschen, fragen sie sich? Zitat: Zwei Monate vor der Europawahl trafen sich europäische zivilgesellschaftliche Netzwerke und Initiativen zur Konferenz »Nicht ohne Uns!« am 21. und 22. März im Roten Rathaus in Berlin. Mit dabei waren auch das forumZFD und andere Unterstützer des Aufrufs „Rettet das Friedensprojekt Europa“. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobte das europapolitische Engagement der Teilnehmenden bei einem Empfang am Vorabend der Konferenz. Also Friedensbesorgte bei den Verursachern von Krieg und Elend zum Kaffeeklatsch? Irritierend.

Abschließend die Pulse of Europe Bewegung. Zitat: Unsere Beweggründe. An der rasanten Radikalisierung des politischen Lebens wirkt vieles bedrohlich. Gesellschaften spalten sich, vormals verlässliche politische Strukturen und Bündnisse werden gering geschätzt und lösen sich gar auf, grundlegende Wertvorstellungen werden zusehends missachtet (8).

Warum spaltet sich denn die Gesellschaft, werte Verantwortliche? Finden sich etwa Gründe in der Politik aus Berlin und Brüssel? Vormals verlässliche politische Strukturen und Bündnisse werden gering geschätzt?… grundlegende Wertvorstellungen werden zusehends missachtet? Von wem? Den Menschen, den Bürgern oder den Politikern und Steigbügelhaltern?

Die Wahlplakate der teilnehmenden Parteien sind, nicht überraschend, auch dieses Jahr dermaßen nichtsaussagend, hohl und überflüssig, dass ich ihnen nur meine Favoriten mitteilen möchte. Die kommende Kanzlerpartei, vermeintliche Überflieger des Jahres 2019, die Grünen wissen, Zitat: Kommt der Mut, geht der Hass. Kommt, wir bauen das neue Europa . Schöne Welt, sei willkommen, möchte man gleich hinaus jauchzen. Nicht wirklich. Die Grünen können das aber noch toppen, Zitat: Europa. Die beste Idee, die Europa je hatte. Ich vermute schlechte Grasquelle, oder verdorbene Chiasamen.

Kleine Zwischenanekdote. Um Müll zu vermeiden, verzichtet ein Kreisverband einer Partei in Rheinland-Pfalz auf Wahlplakate. Die entsprechende Lokalpolitikerin erklärt sehr erfrischend, Zitat: „Es ist doch so: Alle hängen Plakate auf, es gibt einen Haufen Müll, und wenn du dich mit den Leuten unterhältst, sagt auch noch jeder, das sieht kacke aus.“ Die dazugehörige Parteizentrale in Berlin kritisierte die Idee, Zitat: „Auch wenn der Wahlkampf heute stärker im Internet stattfinde, seien Plakate „unverzichtbar“, sagte Grünen-Wahlkampfmanager Michael Kellner”. Ja ja, die Grünen(9). Ein lustiger Verein.

Wo leben und finden sich nun diese besorgten Europa Unterstützer? In ihrer Nachbarschaft? Fahren sie, z.B. in Berlin oder Frankfurt mit der U-Bahn? Verbringen sie auch zu viel Zeit auf drögen Ämtergängen, oder bei der Mieterberatung? Nehmen sie ihre Nachbarschaft überhaupt noch wahr auf dem Weg zur Alnatura Filiale? Die Angestellten dort kämpfen gerade übrigens für das Recht auf Betriebsräte, aber das ist ein anderes Thema (10).

Am Dienstag fand sich folgender Artikel, Zitat: „Wenn es um die Kinder geht, ist Multikulti nicht mehr toll“. Thema: die Schul – und Bildungsmisere in der Bundeshauptstadt. Zitat einer Schulleiterin: „Das schicke Multikultileben finden die Leute cool, sie ziehen extra deshalb nach Kreuzberg und Neukölln. Aber wenn es dann um die Bildung der Kinder geht, ist Kreuzkölln plötzlich gar nicht mehr so toll und Multikulti schon gar nicht“, sagt Busse. Dann würden die Eltern plötzlich lange Schulwege in Kauf nehmen, Hauptsache raus aus der Nachbarschaft. „Das ist doch absurd.“ Die Menschen wüssten ja, in welche Gegend sie zögen. (11)

Diese Doppelmoral-Klientel, #unteilbar,  trifft sich auf der nächsten Ein-Europa-Für-Alle Demo am 19. Mai hier in Berlin und fühlt sich für ein paar Stunden sehr gut und wichtig. Man ruft Fuck AFD, singt Give Peace a Chance und läuft mit verantwortlichen Politikern einer zunehmenden Gesellschaftsentfremdung Seit an Seit. Skurrile Zeiten.

Ich empfehle diesen Demonstranten die aktuelle ZDF 37 Grad Doku: Lehrer am Limit (12). Wenn schon nicht im realen Leben wahrnehmen wollen, sich dem Offensichtlichen entziehen, wenigsten für diese 30. Minuten innehalten und versuchen zu verstehen.

EU-Politik bedeutet auch Bundespolitik, bedeutet die wahren Gründe der gesellschaftlichen Spaltung. Der Pulsus paradoxus beschreibt einen systolischen Blutdruckabfall, d.h. der Puls setzt bei der Einatmung kurz aus. Diese Politik der sozialen Ungleichheit, der Abschaffung von Grundrechten, der Zerstörung der Umwelt nimmt immer mehr Menschen die Luft zum Atmen. Diese Politik macht immer mehr Menschen krank.

Es stellt sich die schlichte Frage: EU Versuchslabor contra regionalem Kurhaus? Ihre Entscheidung.

Quellen:

  1. https://www.bpb.de/dialog/europawahlblog-2014/185215/interaktive-grafiken-die-wahlbeteiligung-bei-europawahlen
  2. https://www.merkur.de/politik/europawahl-2019-wahlbeteiligung-sinkt-eu-will-mit-kampagne-mobilisieren-zr-11869448.html
  3. https://www.ein-europa-fuer-alle.de/
  4. https://www.ein-europa-fuer-alle.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Europademo_Leichte_Sprache.pdf
  5. https://www.ein-europa-fuer-alle.de/netzwerk
  6. https://www.diesmalwaehleich.eu/
  7. https://www.forumzfd.de/de
  8. https://pulseofeurope.eu/ueber-uns/
  9. https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/kaiserslautern/Kommunalwahlkampf-in-Rheinland-Pfalz-Gruene-im-Kreis-Kusel-verzichten-auf-Plakate,kommunalwahlkampf-ohne-plakate-100.html
  10. https://www.zeit.de/arbeit/2019-04/alnatura-arbeitgeber-betriebsrat-arbeitsrecht-biosupermarktkette
  11. https://www.welt.de/politik/deutschland/plus192270113/Integration-an-Schulen-Bei-Bildung-ist-Multikulti-nicht-mehr-toll.html?wtrid=onsite.onsitesearch
  12. https://www.youtube.com/watch?v=sBwmP5Tyf4A

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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17 Kommentare zu: “Tagesdosis 25.4.2019 – Europawahlen: der Pulse Of Europe oder ein Pulsus paradoxus?

  1. Die EU ist nicht Europa,
    und Europa ist nicht die EU.
    Die EU ist in der Hauptsache der Arbeitgeber für verlogene Parasiten.
    Da, wo es nicht Richtung Wahrheit geht, da ist alles verkehrt und verdreht.
    Parasitentyrannei EU verrecke!

  2. Ich fürchte, ich nerve:

    Ist, was Ihr alle hier kommentiert produktiver als die paradoxen Leerformeln der EU-Wahlwerber ?

    Welche EU sollten denn Kandidaten, die so etwas wie Wählbarkeit beanspruchen könnten, weil sie konzeptionell zeit- bzw. aufgaben-gemäße Wege suchen, einfordern und bauen wollen ?

    Bringt doch eine solche Diskussion einmal zum Leben und dann nach vorn!

    Mein Beitrag hierzu wäre: gw/ ALTERNATIV-SYSTEME (pdf) http://buergerbeteiligung-neu-etablieren.de/0-DEBATTENRAUM-D/word-versionen/maerz-april2019%20SYSTEM-ALTERNATIVEN%20gw.pdf

    Kritik und Vertiefung erwünscht !

  3. Das ganze bis zum Anschlag korrupte Parteiengesindel hat sich zur neuen Oligarchenherrschaft verdichtet. Sie interessieren sich einen Dreck für die Belange der Bürgerinnen und Bürger.
    Wer hat das Land in zwei Weltkriege geführt und schickt sich nunmehr an den dreitten loszutreten? Es sind diese Parteien und ihre korrupten Apparatschicks. Man schaue sich eine Bundespressekonferenz an, man kriegt das Kotzen von diesen Hilfstrupps verlogener „Verantwortungsträger“.

    Die verblödeten Organisationen, sämtlich von oben übernommen oder installiert, wie „Pulse of Europe“ haben immer noch nicht kapiert, dass die EU das Projekt herrschender antidemokratischer Elitenbünde ist. Die EU ist Konzerneuropa, nichts anderes. Die Interessen der Bürger kommen da gar nicht vor.

    Die Verblödung und intellektuelle Degeneration reicht so weit, dass sie nicht einmal kapieren, dass die Aufrüstung integraler Bestandteil der Verträge ist. Die EU ist also alles andere als ein Friedensprojekt. Die EU ist auch nicht reformierbar, weil der Marktradikalismus ebenso integraler Bestandteil der EU-Verträge ist. Wer ein neues Europa bauen will, muss die EU schleifen.

    • Leider sehen das nicht alle!

      Vor Jahren haben wir uns Zusammengeschlossen und gewaltfrei gegen AKW’s protestiert.

      ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Albrecht-wir-kommen-Gorleben-Protest-in-Hannover,gorleben240.html

      Bei späteren Protesten gegen die AKW’s und Castor Transporte hat die Kernkraft-Elite per Polizei uns mit Schlagstöcken, Pfefferspray und auch Wasserwerfern angegriffen.

      https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Gewalt-ueberschattet-Proteste-gegen-den-Castor-Transport

      Traurig es so sagen zu müssen, aber Tschernobyl, Harriesburg, die Asse und Fukushima gaben uns zu 100% recht im Bemühen die Gesellschaft zu schützen. Geschlagen und gedemütigt wurden wir, entschädigt wurden wir dafür nie und Lob und Anerkennung fehlten auch! Dank der vielen Protestler und aufgrund der Unfälle fand ein Umdenken der Bürger statt.

      Wie es sich anfühlt kann man im Link hierunter erfahren.

      tvthek.orf.at/topic/Filme-Serien/13869361/Der-erste-Tag/14011469/Der-erste-Tag/14484585

      Am 22 Oktober 1981 kamen bundesweit rund 1,3 Millionen Menschen gegen die Stationierung neuer Atomraketen in Mitteleuropa. Allein in Bonn gingen rund eine halbe Million Menschen auf die Straße. Kollegen von damals, wo seid ihr heute???

      general-anzeiger-bonn.de/bonn/500.000-protestierten-gegen-Nato-Doppelbeschluss-article1176315.html

      Auch heute wird nicht ohne Grund protestiert, gegen die EU oder z.B. die Behandlung von Assange.

      Die EU ist ein Vasall und Handwerkszeug der USA

      Zitat aus: linkezeitung.de/2019/04/25/die-europaeische-union-ist-gezwungen-an-us-kriegen-teilzunehmen/

      „In Voraussicht auf die aktuelle Reaktion der Europäischen Union, die besorgt ist, nicht mit Ländern ihrer Wahl Handel betreiben zu können, hatte die Bush Sr.-Verwaltung die „Wolfowitz-Doktrin“ vorbereitet: nämlich sicherzustellen, dass die west- und mitteleuropäischen Länder niemals eine unabhängige Verteidigung haben, sondern nur eine autonome [9]. Deshalb kastrierte Washington die Europäische Union bei ihrer Geburt durch die Auferlegung einer Klausel im Vertrag von Maastricht: die Oberherrschaft der NATO – ich spreche hier von der Europäischen Union, und nicht von dem gemeinsamen Markt -.

      Man denke an die nahtlose Unterstützung der Europäischen Union bei allen Abenteuern des Pentagons, die in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, im Jemen folgten. In allen Fällen, ohne Ausnahme, hat sie sich hinter ihrem Lehnsherrn, der NATO, eingereiht.“

    • Leider sehen das nicht alle!

      Vor Jahren haben wir uns Zusammengeschlossen und gewaltfrei gegen AKW’s protestiert.

      ndr.de/kultur/geschichte/chronologie/Albrecht-wir-kommen-Gorleben-Protest-in-Hannover,gorleben240.html

      Bei späteren Protesten gegen die AKW’s und Castor Transporte hat die Kernkraft-Elite per Polizei uns mit Schlagstöcken, Pfefferspray und auch Wasserwerfern angegriffen.

      haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Gewalt-ueberschattet-Proteste-gegen-den-Castor-Transport

      Traurig es so sagen zu müssen, aber Tschernobyl, Harriesburg, die Asse und Fukushima gaben uns zu 100% recht im Bemühen die Gesellschaft zu schützen. Geschlagen und gedemütigt wurden wir, entschädigt wurden wir dafür nie und Lob und Anerkennung fehlten auch! Dank der vielen Protestler und aufgrund der Unfälle fand ein Umdenken der Bürger statt.

      Wie es sich anfühlt kann man im Link hierunter erfahren.

      tvthek.orf.at/topic/Filme-Serien/13869361/Der-erste-Tag/14011469/Der-erste-Tag/14484585

      Am 22 Oktober 1981 kamen bundesweit rund 1,3 Millionen Menschen gegen die Stationierung neuer Atomraketen in Mitteleuropa. Allein in Bonn gingen rund eine halbe Million Menschen auf die Straße. Kollegen von damals, wo seid ihr heute???

      general-anzeiger-bonn.de/bonn/500.000-protestierten-gegen-Nato-Doppelbeschluss-article1176315.html

      Auch heute wird nicht ohne Grund protestiert, gegen die EU oder z.B. die Behandlung von Assange.

      Die EU ist ein Vasall und Handwerkszeug der USA

      Zitat aus: linkezeitung.de/2019/04/25/die-europaeische-union-ist-gezwungen-an-us-kriegen-teilzunehmen/

      „In Voraussicht auf die aktuelle Reaktion der Europäischen Union, die besorgt ist, nicht mit Ländern ihrer Wahl Handel betreiben zu können, hatte die Bush Sr.-Verwaltung die „Wolfowitz-Doktrin“ vorbereitet: nämlich sicherzustellen, dass die west- und mitteleuropäischen Länder niemals eine unabhängige Verteidigung haben, sondern nur eine autonome [9]. Deshalb kastrierte Washington die Europäische Union bei ihrer Geburt durch die Auferlegung einer Klausel im Vertrag von Maastricht: die Oberherrschaft der NATO – ich spreche hier von der Europäischen Union, und nicht von dem gemeinsamen Markt -.

      Man denke an die nahtlose Unterstützung der Europäischen Union bei allen Abenteuern des Pentagons, die in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien, im Jemen folgten. In allen Fällen, ohne Ausnahme, hat sie sich hinter ihrem Lehnsherrn, der NATO, eingereiht.“

    • @Huley Danke für Ihren Kommentar. Sie bringen es auf den Punkt. Besser kann man das nicht erklären. Kompliment.

    • Da muss ich Ihnen Recht geben, die BPK ist zu einem Spektakel verkommen, bei dem einem ernsthaft an den Sachverhalten interessierten Menschen nur noch speiübel werden kann – oder man hat eigentlich nur das Gefühl, in einem grottenschlechten Film zu sitzen.

      Auch an der jüngsten Umfrage („Mitte-Studie“) der Friedrich-Ebert-Stiftung
      https://www.tagesschau.de/inland/mitte-studien-101.html
      kann man ablesen, was die Regierungen Merkel in diesem Land verbrochen haben (wobei einem knapp 2000 Befragte doch eher lächerlich vorkommen).

      Diese Frau mit ihren bisherigen Entouragen hat, mit stets vorauseilender Hilfe der staatlichen Lippenpresse und ihren Hofberichterstattern und Spindoktoren, über ein Jahrzehnt geglaubt, machen zu können, was sie will – oder sagen wir eher, was ihr in ihren Hinterzimmern eingetrichtert wurde.

      DAS ist jetzt die Quittung dafür, und ich wette, dass die Umfrageergebnisse in der Realität noch viel drastischer aussehen.

      Vor ALLEM diese heuchlerische Kanzlastrophe Merkel ist für das verrottende Vertrauen in Parteien und Politik verantwortlich:
      Ich nenne hier als Beispiele ihrer unfassbaren Wendehälsigkeit, Beliebigkeit und Dreistigkeit bloß mal den Atomausstieg (am Ende ein milliardenschweres Geschenk an die Energiekonzerne), ihr ständiges, beinahe kriminelles und verfassungsfeindliches Bestreben das Parlament auszuschalten, das willkürliche Versenden der Bundeswehr in völkerrechtswidrige Kriege, oder ihr Jahrhundert-Verbrechen vom Oktober 2015 (Dublin III-Torpedierung und ihr anschließendes „Flüchtlinge aller Länder eilt her“), bei dem weder ein einziger Deutscher noch die anderen europäischen Länder befragt wurden (aber Hauptsache – noch so ein typisch abartiger(!) Merkelspruch – „Wir schaffen das“) …

      Wie ihr damaliger Alleingang überhaupt möglich sein konnte, verschlägt mir noch heute den Atem. Diese Frau hätte damals noch am gleichen Tag für den Rest ihres Lebens in die Klapse weggeschlossen werden müssen, ist meine Meinung. Dass sie es überhaupt noch wagt, sich in der Öffentlichkeit zu zeigen zeugt von einer unfassbaren Dreistigkeit und Häme.

      Ich empfehle Gertrud Höhler’s Ausführungen zu Merkel und ihrem „System M“.

      Gerade weil die „Totengräberin der Demokratie“ Merkel damit bis heute so grauenerregend erfolgreich ist, wird dieses obstruktive Modell von anderen Politikern kopiert werden, so viel ist sicher. Bei einer Görig-E. wird das schon seit Längerem deutlich. Also dringend Vorsicht, und Augen und Ohren auf!

  4. „Europa, die beste Idee, die Europa je hatte“. Stimmt, dieser Klopper war mir noch gar nicht aufgefallen. Das erinnert in seiner Substanz an dieses Plakat von der CDU vor einigen Jahren. Da war doch mal so ein Hund mit Sprechblase abgebildet. Der hat „gesagt“, dass er CDU wählen würde oder so ähnlich zumindest. War damals eine echte Lachnummer und viel Munition für Satiremagazine. Diese Plakate sind beide so blöde, dass man schon wieder eine überdurchschnittliche Intelligenz benötigt, um auf so was überhaupt zu kommen:-)

  5. „Wer als Mensch, nicht als Wähler, sich auf individuelle Heimatgefühle beruft, gerät zusehends in den Verdacht des Nationalisten = kein guter Europäer. Eine zunehmende Absurdität der Wahrnehmung.“

    Autsch.
    „Heimat“ ist eine Region und biographisch/geographisch auf eine Herkunftsfamilie bezogen, wobei Großeltern schon in der nächsten Region wohnen können – und sollten, wenn es keine Inzucht sein soll.
    Nationalismus bezieht sich auf einen Nationalstaat mit X Mio. Individuen, mit denen der einzelne wenig zu tun hat; und da wirkt der Unterschied zwischen Identität und Identifikation (vgl. „Wie gestört ist unsere Gesellschaft“).
    Nationalismus hat in der europäischen Geschichte gezeigt, wohin er führt.
    Deswegen sind Nationalisten mit „kein guter Europäer“ noch höflich umschrieben.

  6. Nun ja, dem 1. Kommentar ist nicht viel zuzufuegen.
    Es geht doch nur noch um die Frage, wieviel Verarsche noch weiter moeglich ist, bevor der Polit-Systemladen grotesk endlich zusammenbrechen wird.
    Die Dummmafiosis aus den Staaten samt noch duenneren Nachrennern in den hiesigen Vasallenorganisationen sind fast am Ende ihres Lateins angekommen, was die beispiellose Bombenlast der Verbrecher auf die Welt und auch bereits auf Europa (Serbien) beweist.
    Womit koennen die mittlerweile fast als nostalgisch fast niedlichen Menschheits-Verbrechen der Nazis noch weiter getoppt werden?
    Hiroshima, Nagasaki und depletet Uranium, letzteres mitten in Europa hatten wie schon. StasiVerbrecherInnen als Kanzlerette oder fakenews Sicherstellungen sowie masssivste Rechtsbeugungen bis hinauf zum GG und einen schlechten Joke als Finanz- Steuer- Geldsystem haben wir auch schon.
    Worauf warten wir nun eigentlich noch?q

    • q Ursprung
      „StasiVerbrecherInnen als Kanzlerette“

      Ministerium für STAATSSICHERHEIT war damals, heute ist NATIONAL SECURITY Agency. 🙂

  7. Henryk M. Broder von der Zeitung die „Welt“ schreibt: Schluss mit diesen dämlichen Plakaten – „Hallo, wir sind auch noch da! Und wir sind genauso doof wie die anderen!“

    Jedenfalls wird an einigen Stellen inzwischen teilweise mit Parteispenden zurückgerudert. So verzichtet Daimler-Boss Dieter Zetsche auf Parteispenden.

    Etwa von der Süddeutschen wird er dafür jedoch scharf kritisiert, weil er sich damit der „Verantwortung“ entziehen würde.

    Wenn aber hinter der Süddeutschen etwa auch der mysteriöse Medienmogul Dieter Schaub steht, dann wird diese Zeitung wohl eher nicht aus der Sicht der Normalbürger ihre Ansichten verbreiten.

    Robert Habeck fordert jedenfalls mehr ökologische Leitplanken für die Marktwirtschaft und ihm scheint es auch ohnehin nicht so richtig bekannt zu sein, wie diese in Wirklichkeit nur funktioniert.

    Seiner Meinung nach müssten notfalls Enteignungen folgen.

    Wenn Herr Habeck aber den Ernst der Lage richtig verstehen würde, dann würde er es wissen, dass die EZB uns nicht nur „notfalls“ enteignet.

    Mitunter wird es in den Medien gefordert, dass man bei den Enteignungen mit den Luxus-Wohnungen der Grünen am Prenzlauer Berg anfangen könnte.

    Gleichzeitig fordert es Christian Lindner, dass die Enteignung von Immobilienkonzernen in Berlin und anderswo unmöglich gemacht wird.
    (vgl. Der Tagesspiegel vom 24.04.2019)

    Der Enteignungsartikel müsse aus dem Grundgesetz gestrichen werden. Artikel 15 passe nicht zur sozialen Marktwirtschaft.

    David Graeber, US-amerikanischer Ethnologe und Publizist, dürfte jedenfalls mit seiner Einschätzung zur Marktwirtschaft etwas richtiger liegen als viele unserer Politiker:

    [A] great embarrassing fact… haunts all attempts to represent the market as the highest form of human freedom: that historically, impersonal, commercial markets originate in theft.

    Zu dem Thema unserer fehlerhaften Tauschwirtschaft gibt es folgende Buchveröffentlichung:
    Friederike Habermann: Ausgetauscht! Warum gutes Leben für alle tauschlogikfrei sein muss

    Ich empfehle zudem folgende youTube-Videos:
    Der Euro muss weg bevor es zu spät ist! | Matthias Weik
    Prof. Max Otte: Der Euro muss weg

  8. Die Wahlsprüche schaut man sich mittlerweile von der Kanzlastrophe Merkel ab:

    Nichtssagen, Schaum schlagen, mit dummen Phrasen verdummen oder weiter dumm lassen.

    Die mittlerweile aalglatt, gefügig und korrupt geschliffenen Grünen sind auf dem direkten Weg, alle Übel der merkeldurchseuchten CDU zu kopieren und – womöglich – mit der zweiten gefährlichen Ost-Front-Frau im Bundestag, Göring-E., noch zu überbieten. Dieser charakterlosen, grün besprühten „Mutti“kopie ist ebenfalls jedes Übel zuzutrauen.

    Mir fällt da der ehemalige Wahlslogan der FDP ein, „Arbeit muss sich wieder lohnen“.
    Klingt erst mal schön sozial, nicht wahr?
    Was uns die ewig fiesen Gelbgesellen damals natürlich nicht eingeschenkt haben, ist – ein Schelm, wer sofort dabei Böses denkt – für WEN sie sich denn bitte wieder lohnen soll … haha!

    Und wer ich dafür interessiert, was für eine Schweinerei letztlich dahinter stand, der kann sich auf den NDS den Sand aus den Augen wischen lassen: https://www.nachdenkseiten.de/?p=3947

    Ein Lehrstück zum tatsächlichen Ansinnen „unserer“ Parteien!

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