Tagesdosis 26.1.2019 – Macrons Alptraum – Gelbwesten-Proteste in den ehemaligen Kolonien

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Die anhaltenden Proteste der Gelbwesten in Frankreich dürften dem französischen Präsidenten Macron bereits schlaflose Nächte bereiten. Das für ihn schlimmste Alptraum-Szenario aber dürfte sich dann entfalten, wenn diese Proteste auf die ehemaligen afrikanischen Kolonien seines Landes überspringen sollten.

Obwohl sie offiziell in den sechziger Jahren in die Unabhängigkeit entlassen wurden, konnten sich diese Länder nie aus der Umklammerung ihrer ehemaligen Kolonialherren lösen und dienen der französischen Finanz- und Industrieelite mit ihren Rohstoffen (insbesondere Erdöl, Erdgas und Mineralien) und ihren ultra-billigen Arbeitskräften nach wie vor als wichtige und – wie im Fall des Urans für die Atomindustrie – unverzichtbare Einnahmequelle.

Der Unterschied zwischen der Kolonialära und der Gegenwart besteht einzig und allein in der Art der Unterdrückung. Wurde früher fast ausschließlich militärische Gewalt angewandt, so ist es heute vor allem die unsichtbare Macht des Geldes, mit der die Ex-Kolonien in Abhängigkeit und der überwiegende Teil ihrer Bevölkerung in Armut gehalten werden.

Hier der Hintergrund:

Im Dezember 1945 wurde im Rahmen der Ratifizierung des Bretton-Woods-Abkommens in fast allen französischen Kolonien Afrikas, den „Colonies Françaises d‘Afrique“, der CFA-Franc eingeführt. Bis heute ist er in folgenden 14 Staaten Landeswährung: Benin, Burkina Faso, Guinea-Bissau, Elfenbeinküste, Mali, Niger, Senegal, Togo, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Kongo, Äquatorialguinea und Gabun.

Bis 1998 war der CFA-Franc zu einem festen Wechselkurs an den französischen Franc gebunden, seitdem ist er starr an den Euro gekoppelt. Die Mitgliedsländer der CFA-Franc-Währungszone, die rund zwei Drittel ihres Außenhandels mit Ländern der Euro-Zone abschließen, sind außerdem verpflichtet, mindestens 50 Prozent ihrer Devisenreserven und ihr gesamtes Gold bei der EZB zu hinterlegen.

Da die CFA-Franc-Länder keinen Zugriff auf diese Reserven haben, können sie den Wechselkurs ihrer Währung nicht eigenständig ändern und sind bei Geldknappheit auf Kredite angewiesen.

Der von Frankreich mit dem CFA-Franc eingeführte freie Kapitalverkehr hat dazu geführt, dass französische Konzerne wie zum Beispiel der Energieriese Total ihre Gewinne ungehindert abziehen und in die Heimat transferieren können. Auch die Gründung zweier CFA-Franc-Zentralbanken in Kamerun und Senegal in den sechziger Jahren hat an der Abhängigkeit der Ex-Kolonien nichts geändert, denn Frankreich hat sich in beiden Verwaltungsräten, in denen die Beschlüsse einstimmig gefasst werden müssen, das Vetorecht gesichert.

Zudem wurden 1961 zwischen Frankreich und seinen ehemaligen Kolonien Verträge abgeschlossen, die bis heute gelten und Frankreich in fast allen Belangen militärische und wirtschaftliche Zugriffsrechte sichern.

1994 zeigte sich das einseitige Machtverhältnis auf besonders drastische Weise: Die französische Zentralbank beschloss damals eine Abwertung des CFA-Francs, ohne die betroffenen zentral- und westafrikanischen Staaten auch nur zu konsultieren. Die Folge: Die Preise für Einfuhrprodukte in den CFA-Franc-Ländern stiegen über Nacht um 50 Prozent, während Exportgüter ab sofort zum halben Preis nach Frankreich gebracht wurden.

Die 14 ehemaligen Kolonien werden von Frankreich aber nicht nur als Rohstoffquelle, sondern mittels Lieferbindungen und politischer Korruption auch als Absatzmarkt genutzt und das zu besonders harten Bedingungen: So lagen die Preise französischer Waren und Dienstleistungen lange Zeit 30 Prozent über den Weltmarktpreisen – obwohl sieben der CFA-Franc-Länder im Ranking des Human Development Index zu den ärmsten der Welt zählen und zwei Drittel ihrer Bevölkerung von weniger als zwei US-Dollar pro Tag leben müssen.

Welch weitreichende Bedeutung der CFA-Franc hat, zeigte sich auf extreme Weise 1963 in Togo und 1987 in Burkina Faso: Damals wurden mit Sylvanus Olympio und Thomas Sankara zwei Politiker ermordet, die die Mitgliedschaft ihrer Länder in der CFA-Franc-Zone beenden wollten.

Da wir im Zeitalter fast unbegrenzter Kommunikationsmöglichkeiten leben und die anhaltenden Gelbwesten-Proteste auch den 155 Millionen Menschen in den 14 CFA-Franc-Ländern nicht entgehen, kann man sich vorstellen, dass der französische Präsident die Entwicklung der noch ruhigen Lage mit größter Sorge verfolgen dürfte.

Vorbereitungen für den Fall, dass die Unterdrückung der betroffenen Länder mittels ihrer Währung nicht mehr ausreichen sollte, hat Emmanuel Macron jedenfalls getroffen: Er hat den Rüstungsetat Frankreichs bis 2022 um 1,7 Milliarden Euro pro Jahr erhöht, eine Verbesserung der Arbeit der Geheimdienste zugesagt und einen gegebenenfalls notwendigen Ausbau der militärischen Präsenz Frankreichs in Afrika in Aussicht gestellt.

Dass ihn dieses Vorgehen nicht in Gewissensnöte bringt, hat er übrigens im vergangenen Jahr am Rande des G-20-Gipfels deutlich gemacht: Dort sagte er, dass für Länder, in denen Frauen sieben oder acht Kinder zur Welt brächten, jede Entwicklungshilfe ohnehin sinnlos sei.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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29 Kommentare zu: “Tagesdosis 26.1.2019 – Macrons Alptraum – Gelbwesten-Proteste in den ehemaligen Kolonien

  1. @Daliah8
    Alexander spekuliert. Und in Bezug auf Revolutionen gibt es gemachte und echte.

    Noch etwas mehr Differenzierung:
    Man sollte sich einmal mit Khadafi beschäftigen, oder auch mit Chavez oder mit Kuba. Hier hat man es mit „echten“ Revolutionen zu tun, die dem Volk sehr viel gebracht haben, viel mehr, als in Deutschlna bekannt ist. Ich erlaube mir mal, das plakative Wort „echt“ zu verwenden.
    Kuba steht heute sehr gut da. Es war sogar in der Lage, selbst eine neue Verfassung zu gestalten.

    „Falsche“ Revolutionen sind z.b. die in Ägypten oder in der Ultraine, wie wir jetzt wissen. Sie waren angezettelt und dienten einem anderen Zweck..

    Natürlich gibt es bei jeder neuen Entwicklung Leute, die versuchen, aufzuspringen oder sie sogar zu missbrauchen. Es gibt alle Schattierungen. Natürlich versucht Macron alles, um der Bewegung die Spitze und dann auch den Stoss zu nehmen.

    Aber die Gelbwestenbewegung war vorauszusehen, und das schon seit langem, und sie ist sehr systematisch zustande gekommen. Sie ist in ihrer Präzision sehr französisch. Erstaunlicherweise sind die Menschen in Frankreich sich sehr darüber im klaren, dass das böse Spiel schon seit dreissig Jahren oder mehr geht.

    Genau das kann man über die Deutschen nicht sagen. Wenn die Deutschen wirklich aufgeklärt wären, hätten sie längst links gewâhlt, die klare Veränderung. Die Deutschen sind unfähig, ihr eigenes Schicksal zu gestalten. Sie haben viel zu sehr die Hosen voll, weil sie sich Angst machen lassen vor der „bösen Linken“.

    Vieles, was z.B. die Deutschen und andere über Frankreich denken, ist schlicht Klischee oder falsch.
    Das einmal schlüssig zu beschreiben, worum es wirklich geht, dazu müsste ich Gelegenheit zu einem Artikel haben.

    EInen Hinweis möchte ich noch geben: Der Widerstand gegen Macron kommt aus einer Tiefe, und zwar aus einer aufgeklärten Tiefe. Und deshalb wird Macron das Spiel sehr wahrscheinlich auch verlieren, wie schon 1789 die damals Herrschenden. Der „grand débat“ fand sein Gegenstück in den „carnets de doléance“, und er wird auch aus demselben Grund dazu beitragen, dass der „colère“ seinen Weg findet.

    Weil sich durch diese „Massnahmen“ nichts ändert, nichts ändern soll. Dazu ist der „grand débat“ da.
    Aber das wird sich rächen.

    • Wozu nur immer diese Aufregung?
      „Yo can not beat the system!“

      Die Möglichkeiten der modernen Entspannungstherapien ist groß.
      Es ist nie zu spät.Man muss es nur versuchen!

      Wenn gar nichts mehr geht-Hatha-Yoga hilft immer.

    • Und gegen ein übersteigertes Selbstdarstellungsbedürfnis hilft die Auseinandersetzung mit der Religion-die Suche nach Gott und Wahrheit führt automatisch zur Demut.

  2. Es vermittelt ein falsches Bild zu sagen,Frankreich würde einen Teil der Länder Afrikas über sein Finanzsystem dominieren.
    Frankreich tut in dieser Hinsicht gar nichts-denn es ist selbst Opfer .
    Frankreich selbst ist wie 99 Prozent der Staaten weltweit ein Opfer der privaten Schuldgelddynastie.
    Jedes Land mit einer Zentralbank wird von dem Federal Reserve -Privatbankensystem kontrolliert. Da spielt es keine Rolle,welchen Namen eine Währung trägt-das dient nur der Ablenkung.
    Somit wäre es richtig zu sagen,dass die Staaten in Afrika über die Herren der Geldschöpfung-die Privatbanken der Wallstreet , einer Neokolonialisierung unterzogen werden. So wie das mit den restlichen Staaten der Welt ebenso passiert.
    Etwas relativieren könnte man schon und sagen,dass die Bank of England noch über der Federal Reserve steht.

    Dass keine Abweichler vorgesehen sind,hat man daran gesehen,wie mit Libyen umgegangen wurde. Das Land war als einiges der wenigen unverschuldet -warum es aber zerstört wurde,ist ,weil Gaddafi eine unabhängige Währung vom Dollar-System einführen wollte-den Gold-Dinar..

    • Wie schamlos diese Geldschöpfer-Bande vorgeht kann man daran sehen,dass sie gar nicht mehr versuchen die Sache irgendwie zu maskieren.
      Sie setzen ganz unverfroren einen ehemaligen Rothschild-Banker als Geschäftsführer von Frankreich ein.
      Ich sage Geschäftsführer weil alle Staaten im UCC (Universe Commerce Code)registrierte Firmen sind.

    • Hallo Irlandtraum,

      muss ehrlich gestehen, dass ich das (globale) Bankensystem noch nicht verstanden hab. Das wird noch ne Weile dauern, bis es da klick macht bei mir.

      Aber wenn du schreibst, die bank of England steht über der FED, wer führet denn dann die Bank of England an?
      Ist es so, wie vielfach behauptet wird, dass schlussendlich alle diese Banken in den Händen Rotschilds zusammenlaufen?
      (https://www.youtube.com/watch?v=duSi3xfnopo&t=15s)

      Und hat die von dir genannte Hirarchie auch mit dem Alter der Banken zu tun?

      Gruß!

    • Hallo Daliah8,
      ich möchte kurz antworten,das Thema ist natürlich sehr umfangreich.
      Das Dreigestirn,das das gesamte Geldsystem beherrscht ,nennt sich die Crown-hat aber nichts mit der eigentlichen Krone zu tun.
      Gegründet von Templer-Orden ,1185,die Temple Church, in der City of London.
      Beide,das juristische System und das Regierungssystem der USA gehören zur Crown-einer privaten Macht ,mit Hauptsitz in London,auch bekannt als City of London. Ein eigener Staat,mit eigenen Gesetzen -vollkommen unabhängig von äusserer Kontrolle.
      Die Kontrolle der Banken-Elite und ihrer Gesetzgeber befindet sich strategisch innerhalb dreier ,unabhängiger Staaten-dem Vatikanstaat in Rom,Washington DC und der City of London.

  3. PS.: schön, dass sich mal einer hier auf KenFm des Themas annimmt. Auch wenn es reichlich oberflächlich behandelt wurde. Es gäbe noch so viel dazu zu sagen. Trotzdem, danke Herr Wolff, einer der besten Autoren hier bei KenFm!

  4. Zum CFA ließe sich noch so viel sagen… zum Beispiel, dass die Afrikanischen Länder ihr Bip an France abtreten müssen, die franz Nationalbank legt das Geld dann an, die eigentlichen Eigentümer haben keinerlei Recht auf Einsicht. Dem nicht genug, die Länder dürfen nur 20% ihres eigenen Geldes dort „abheben“ (also immer auf ein Jahr berechnet) wenn sie mehr Geld benötigen, müssen sie sich das von der französischen Nationalbank zu den Marktüblichen Zinsen leihen (also sie leihen ihr eigenes Geld gegen Zinsen!!!).
    Frankreich macht mit diesem System (wehrt sich ein Land, werden Söldner geschickt die geplante Morde ausführen, oft genug passiert) Milliarden! Hätte Frankreich nichg diese abgepressten Einnahmen, wäre es sofort bankrott. Die EU weiß das natürlich alles und spielt schweigend mit, käme doch das ach so soziale, fortschrittliche, demokratische europäische Projekt in Gefahr, würde Frankreich wegbrechen…
    Jeder höhere Rang in Militär wird über Frankreich ausgebildet, so hat FRankreich auch immer genug Menschenmaterial um dreckige Jobs machen zu lassen (Landesführer die nicht hörig sind aus dem Weg räumen zB).
    Diese afrikanischen Länder haben auch die Verpflichtung Ausschreibungen erst Frankreoich anzubieten, auch wenn das teurer ist, nur das, was FRankreich „auf dem Teller übrig lässt“ dürfen sie frei vergeben.
    Zudem müssen diese Länder an Frankreich eine Entschädigung zahlen, für die „Segnungen“ des Kolonialismus, baute Frankreich doch Straßen, Infrastruktur usw… alles mit den Händen französischer Menschen versteht sich (Ironie…).
    Im Grunde genommen einfach eine Raubritterkultur, so wie die Briten Seeräuber sind. Sie haben alle Dreck am Stecken und gebieren sich als so Menschenfreundlich, ja die Menschenrechte sind ja so wichtig!…
    Momentan allerdings stehen die Schwulen hoch im Kurs, alle Welt so schwul sein, so wie Macron, dann wird doch alles gut nicht wahr?!…

  5. Weitere Ergänzung:

    Thema Gelbwesten. Man muss einmal genauer hinsehen, was Gelbwesten in Frankreich wirklich sind, wie sie entstanden sind. Das verhält sich ganz anders als in den anderen Ländern. Frankreich ist immer schon seinen ganz eigenen Weg gegangen, glücklicherweise. Das müsste ebenfalls mit einer eigenen Betrachtung bedacht werden.

    Dieses Land wird nicht ohne Grund mit dem Ausdruck „O douce France“ von Charles Trenet besungen, und „Leben wie Gott in Frankreich“ hat für mich nicht die Bedeutung, wie sie ihm von den Deutschen verliehen wird.

    Es ist vielmehr der Esprit gemeint, ein Wort, das man nicht übersetzen kann. Und dieser Esprit der Franzosen ist, wie das Wort selbst, unvergleichbar. Er hat die Gelbwesten hervorgebracht wie auch das deutsche bürgerliche Gesetzbuch und Vieles andere sehr Wertvolle.

    • Hallo De- Ville!

      Danke für deine Ausführungen.
      Man lernt hier in den Kommentaren mindestens genausoviel wie aus den Autorenbeiträgen. Das ist klasse.

      Hier eine andere Sicht auf die Gelbwesten. Was hältst du davon?

      https://www.youtube.com/watch?v=cYUNKmfFw7s&t=1s

      Eine vielleicht sogar bewußt ausgelöste Revolte, die dann gekonnt ins bestehende System eingespeist werden (Gelbwestenpartei zur EU Wahl) und uns glauben lassen soll, daß „Wir“ etwas verändert hätten.
      Wäre ja nicht das erste Mal, dass so etwas inszeniert würde…..

  6. Das Gesagte ist nicht ganz richtig, deshalb hier meine Tagesdosis-Ergänzung.
    Es gibt monetär zwei Zonen, die westafrikanische und die zentralafrikanische. In der einen gilt der CFA XAF und in der anderen der CFA XOF mit leicht unterschiedlichen Kursen und ganz anderen Geldscheinen und -münzen.

    Zur Lage in Afrika muss sich Macron keine Sorgen machen. In Kamerun z.B. sind die Wahlen Ende letzten Jahres gerade durch. Die Bewohner haben vor der Wahl Vorräte angelegt, weil sie in den Tagen nach der Wahl Aufstände erwartet haben, die aber überhaupt nicht kamen.
    Ein paar Aufstände mit Schussgebrauch gab es vorher in den Westgebieten des Kamerun, und bei diesen kann man sich fragen, wer die wirklich anzettelt, denn es handelt sich um die beiden englischsprachigen Departements, die sich von den französischsprachigen angeblich unterdrückt fühlen.

    Macron ist im übrigen jemanden, den es gar nicht interessiert, wie es in Afrika aussieht. Seine Bemerkung in Davos ist vielmehr ein Zeichen dafür, wie sehr er deliriert in seiner Machtbesoffenheit. Vorkehrungen treffen da eher andere, denn die treffen in Wirklicheit die Entscheidungen. Macron ist kein Politiker, sonst würde er die Lage in Frankreich selbst nicht so sehr fehleinschätzen, wie er es tut, genau so wie fast seine ganze Regierung.

    Deshalb hat er auch kein Feingefühl für Afrika. Bewusste politische Schritte oder gar Strategien sind von ihm da nicht zu erwarten, so wenig wie in Frankreich. Er verfolgt ausschliesslich eine Politik der Demontage, Manipulation und Sabotierung des Landes, weil er sich etablieren will wie ein König im Mittelalter mit wenigen Reichen und vielen Armen.

    Was alleine er beherrscht, ist die Kungelei auf oberster Ebene, aber das beherrscht die Mafia in Italien auch, eben auf Kosten anderer. Afrika spielt dabei keine Rolle. Und deshalb gibt es in Frankreich auch keine Politik mehr. Das ist aber Vielen noch nicht bewusst.

  7. „Wurde früher fast ausschließlich militärische Gewalt angewandt, so ist es heute vor allem die unsichtbare Macht des Geldes, mit der die Ex-Kolonien in Abhängigkeit und der überwiegende Teil ihrer Bevölkerung in Armut gehalten werden.“

    „Nach wie vor wird auch militärische Gewalt angewandt, heute ist es vor allem die unsichtbare und sichtbare Macht (Wall Street oder Bankenviertel in FFM) des Geldes (tiefer Staat) und der Geheimdienste und Polizei mit der der überwiegende Teil der Welt -Bevölkerung in Schach und Matt und Armut gehalten wird.“ Schauen Sie sich die Verletzten Gelbwesten in Frankreich an, da wird man sicher weniger zimperlich in den Kolonien sein.

    Wie viele gehen zur Tafel in Deutschland? Wie viele Kinder leben hier in Armut?
    Wie viele an der Armutsgrenze? Wie viele im Hamsterrad zwischen Lohnarbeit, Harz4 und nicht wissen wie man die Miete bezahlen soll. Mich wundert dasss nicht viele mehr ausrasten…..

    • Dazu passt das Zitat von Joachim Gauck: „Die Eliten sind gar nicht das Problem – die Bevölkerungen sind das Problem“
      Repräsentativ für die gesammten westlichen korrupten durch und durch verkommenden demokratiefeindlichen neoliberalen Eliten und Ihre generelle Geisteshaltung gegeüber Ihren Bevölkerungen AKA Untertanen, Sklaven, Leibeigenen, Wahlvieh, Opfern.

    • Leider interessieren sich die Geldwesten nicht für die (ehemaligen) Kolonien Frankreich’s. (?)
      Die EU-Wahlen scheinen großen Teilen der Bewegung wichtiger zu sein.
      Solidarität und Zusammenschluss mit den geschundenen Leuten der CFA-Franc-Länder würde eine größte Aussicht auf Erfolg haben.
      Das dann aus den Banlieue’s größere Unterstützung käme, kann ich mir vorstellen.
      Das würde den Scheindemokraten Macron in die Knie zu zwingen und seinen Abgang zu beschleunigen.
      Mit Macron bekommen wir keine demokratischere und gerechtere EU.
      Davon bin ich fest überzeugt.

    • „Nach wie vor wird auch militärische Gewalt angewandt, heute ist es vor allem die unsichtbare und sichtbare Macht (Wall Street oder Bankenviertel in FFM) des Geldes (tiefer Staat) und der Geheimdienste und Polizei mit der der überwiegende Teil der Welt -Bevölkerung in Schach und Matt und Armut gehalten wird.“ Schauen Sie sich die Verletzten Gelbwesten in Frankreich an, da wird man sicher weniger zimperlich in den Kolonien sein.“

      „ie viele gehen zur Tafel in Deutschland? Wie viele Kinder leben hier in Armut?
      Wie viele an der Armutsgrenze? Wie viele im Hamsterrad zwischen Lohnarbeit, Harz4 und nicht wissen wie man die Miete bezahlen soll. Mich wundert dasss nicht viele mehr ausrasten…..“

      Luise,sie missverstehen da offensichtlich etwas-so kommt es mir zumindest vor.
      Niemand stellt in Abrede,dass hier das Sklavensystem Kinderarmut und Arbeitslosigkeit produziert.

      Aber es ging darum,dass die neuere Art der Kolonisation Afrikas darin besteht,die Länder durch die gewollte Verschuldung und der Macht des Geldes abhängig,klein und arm zu halten. Wofür man früher das Militär benutzte und öffentlich Gewalt anwenden musste,braucht es heute nur der Macht des Geldes-leider verläuft diese Versklavung der afrikanischen Länder recht unspektakulär und ziemlich unsichtbar,so dass es den Leuten nicht bewusst ist. Nur wer das Geldsystem versteht,der versteht auch die Tragweite der Versklavung über das Finanzsystem.

    • Es ist doch eher die Frage. Wozu auch noch der dubiose ‚Vertrag von Aachen‘? Gegenseitige Unterstützung wenn die jeweiligen Bevölkerungen endgültig die Schnauze voll hat sich erheben und diese gemeinsam zur Ordnung gebracht werden AKA der Volkszorn blutig niedergemäht wird?

  8. Die mit GEZ ‚Zwangsgebühren‘ gemästeten ÖR ‚Regime Medien‘ Prahlen doch immer mit Ihrem Bildungsauftrag, darüber wird+wurde aber nichts berichtet und aufgeklärt. Damit steht ‚Highly Likely‘ also der Bundeswehreinsatz gemeinsam mit den Franzosen in Mali in Zusammenhang, wird auch bewusst verschleiert und verschwiegen.

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