Tagesdosis 26.10.2019 – Der Pharmazeutische Massenmord – Opioid-Krise in den USA

Ein Kommentar von Hermann Ploppa.

Diese Woche kam es wieder einmal zu einem vorgerichtlichen Vergleich in den USA. Dort sind ja so genannte Sammelklagen möglich. Das heißt: wenn viele Tausend Amerikaner einen Schaden erlitten haben, dann können sie alle vereint gegen den Verursacher des Schadens klagen. Dabei kann es um astronomische Summen gehen. Im aktuellen Fall klagten zwei Verwaltungsbezirke im US-Bundesstaat Ohio gegen drei Pharma-Großhändler (1). Streitwert: 48 Milliarden Dollar. Und die Frage ist, ob man den erlittenen Schaden, der an unbescholtenen US-Bürgern verübt worden ist, überhaupt mit Geld allein wieder gutmachen kann. Denn die legalen Pillen-Dealer tragen eine Mitschuld an dem Tod von 400.000 Menschen in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Käufer der Droge Oxycontin waren süchtig geworden. Zudem hatte Oxycontin die Atmung gelähmt und die Menschen waren elend erstickt. Man schätzt, dass in den USA aktuell 95 Millionen Menschen regelmäßig Schmerzmittel einnehmen, also beinahe ein Drittel aller US-Bürger. Und 2.7 Millionen Menschen gelten als süchtig nach den legalen Pillen. Mittlerweile müssen schon Großeltern die Aufzucht der Enkelkinder übernehmen, weil ihre Kinder aufgrund der Drogensucht zur Kindererziehung nicht mehr in der Lage sind (2). Die Pillensucht überfordert die Notdienste ganzer Regionen, wie die in den USA eigentlich sehr gewogene Wochenzeitung ‚Die Zeit‘ zu berichten weiß:

„Vielerorts können Notärzte nicht mehr schnell genug auf die Vielzahl an Anrufen reagieren; in Ohio müssen die Opfer einer Überdosis inzwischen immer wieder in gekühlten Wohnwagen gelagert werden, weil die Leichenhallen überfüllt sind.“ (3)

Nun, in der hier verhandelten Sammelklage einigte man sich diese Woche darauf, das Verfahren einzustellen. Statt der 48 Milliarden Dollar zahlen die drei Pillengroßhändler an die Geschädigten freiwillig eine Summe von 260 Millionen US-Dollar. Sie tun dies und legen Wert auf die Feststellung, dass sie keinerlei Schuld am Massenmord an ihren Kunden anerkennen werden. Folglich wird auch kein Strafverfahren gegen die Top-Manager dieser Händler des Todes eröffnet. Der vorgerichtliche Vergleich ist eine schwere Niederlage für die Angehörigen der Opfer. Denn ein erklecklicher Teil der erstrittenen Summe von 260 Millionen Dollar wird in den Taschen der Rechtsanwälte beider Seiten versickern. Für die legalen Drogendealer ist der Betrag kein Aderlass, sondern höchstens ein kleiner Blutabstrich. Es sollen noch weitere Sammelklagen von insgesamt 2.700 betroffenen Gemeinden in den USA folgen. Es ist zu befürchten, dass diese Klagen ebenfalls ohne Konsequenzen für die Mörder im Nadelstreifen bleiben werden.

Es geht um eine der schwersten inneren Krisen, die die USA jemals durchgemacht haben. Die Opioid-Krise. Und es betrifft diesmal nicht in erster Linie die diskriminierten Minderheiten der schwarzen Community oder der hispanischen Bevölkerung. Im Nordosten der USA schlucken immer mehr Menschen aus der weißen Mittelschicht und aus dem ärmeren Segment der weißen Bevölkerung das Schmerzmittel Oxycontin. Es handelt sich um ein Präparat, bei dem natürliche Mohnsubstanzen chemisch manipuliert werden und das eine große Ähnlichkeit mit Heroin aufweist. Erfunden wurde es in Deutschland. Die Firma Merck brachte es in den 1920er Jahren gewinnbringend als Eukodal auf den Markt. Adolf Hitler bekam es von seinem Leibarzt Morell im Zweiten Weltkrieg verabreicht, damit die sich abzeichnende Niederlage dem Führer nicht ganz so wehtat. In den USA entdeckte die Sackler-Familie das Potential und vermarktete Eukodal. Die Sacklers verdienten sich eine goldene Nase damit. Gekaufte Mediziner schrieben in den 1990er Jahren Artikel in Fachzeitschriften. Sie behaupteten, die Anwendung des extrem starken Schmerzmittels bei Todkranken in Hospizen habe gezeigt, dass nur die wenigsten Moribunden nach Oxycontin süchtig geworden seien. Man könne das Suchtpotential vernachlässigen. Eine massenhafte Verschreibung selbst bei geringen Schmerzen durch Hausärzte war die Folge. Die Patienten gerieten massenhaft in eine Abhängigkeit und verlangten nach immer mehr Oxycontin. Kliniken, so genannte „Pillenschleudern“, verschrieben Oxycontin äußerst bereitwillig für einen Aufpreis von 100 bis 400 Dollar je Rezept. Die angeblichen Schmerzpatienten verhökerten nun die begehrten Pillen auf dem Schwarzen Markt für 100 Dollar. Um den Flash zu beschleunigen, lösen die Endverbraucher die gefährliche Pille in Wasser auf.

Der Konsum von Oxycontin wurde gerade im Nordosten der USA zur Epidemie. Gerade in jenen Gegenden, wo dereinst eine Industrie blühte, die dann nach China abwanderte, grassiert die Opioid-Seuche. Einstige Auto-Metropolen wie Detroit sehen heute streckenweise aus wie Deutschland nach Bombenangriffen. Die Trostlosigkeit muss betäubt werden. Und selbst wo Arbeitskräfte dringend gesucht werden, finden die Unternehmer keine geeigneten Mitarbeiter mehr. In den USA müssen sich Bewerber, um den Job zu bekommen, einer Blutentnahme unterziehen. Dabei wird geschaut, ob die potentiellen Mitarbeiter drogensüchtig sind. Und bei einem Viertel aller Bewerber wurden Reste von Opioiden gefunden. Sie sind „zu High zum Arbeiten“, wie die Zeit einen Artikel betitelte (3). Die Opioid-Seuche trifft die USA ins Mark. Die Versicherungswirtschaft schätzt den Schaden durch die legalen und auch die illegalen Drogen in den Jahren 2015 bis 2018 auf 631 Milliarden Dollar. Und eine Studie der Brookings Institution spricht von einer „Verzweiflungsspirale“ (4) und einem volkswirtschaftlichen Schaden in Höhe von 500 Milliarden Dollar. Diese Studie hat ermittelt, dass die Lebenserwartung von weißen Männern mittleren Lebensalters seit Ausbruch der Opioid-Seuche kontinuierlich sinkt, während sie in Europa weiter ansteigt.

Ein hohes Maß an Leiden in der Bevölkerung wird schon lange von den Politikern billigend in Kauf genommen. Prominente Mediziner zu bestechen, damit sie Gefälligkeitsgutachten und Gefälligkeitsartikel für ein saftiges Honorar schreiben über extrem ungesunde Substanzen, hat in den USA Tradition. In den 1920er Jahren hatte der Public-Relations-Unternehmer Edward Bernays Medizinprofessoren eingekauft, damit diese die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Zigarettenkonsums bescheinigten (5). Erst in den 1990er Jahren wurde die Zigarettenindustrie in Sammelklagen massiv zur Ader gelassen mit milliardenschweren Schadensersatzurteilen.

Doch nicht nur Koryphäen der Wissenschaft können korrumpiert werden. Jetzt kommt nämlich zu der Katastrophe mit den legalen Opioiden noch der Vormarsch des Organisierten Verbrechens hinzu. Das fand bereits in den 1980er Jahren seinen beredten Ausdruck durch die Iran-Contra-Affäre. Damals war der Kongress in Washington nicht bereit, Gelder für die paramilitärische Terrortruppe der Contras, die das friedliche Nicaragua zermürbten, bereitzustellen. Der Geheimdienst CIA kam auf die Idee, das fehlende Geld durch Drogenhandel aufzutreiben. Die Contras kauften Kokain bei kolumbianischen Drogenkartellen, und die CIA übernahm die Vermarktung des weißen Pulvers in den Großstädten der USA. Aus dem Gewinn konnten die Contras Waffen kaufen. Das Kokain wurde verarbeitet zur extrem gefährlichen Droge Crack. Crack gelangte bevorzugt in die Stadtteile der Afroamerikaner und führte dort zu einem dramatischen Zerfall des sozialen Zusammenhalts. Als der Journalist Gary Webb diese Zusammenhänge minutiös und unwiderleglich in den 1990er Jahren aufdeckte, wurde er recht bald in seiner Wohnung erschossen aufgefunden.

Seitdem in den USA die Verschreibung von Oxycontin nun etwas zurückhaltender gehandhabt wird, überschwemmen Massen von Heroin das Land. Heroin-Portionen kosten zwischen 5 und 10 Dollar, und der Stoff ist viel reiner als früher. Je weniger Oxycontin auf dem Markt erscheint, umso mehr nehmen die von der Pharmaindustrie Angefixten Heroin. Seit dem Überfall der USA auf Afghanistan im Jahre 2001 blühen dort wieder die Mohnfelder, die unter den Taliban vernichtet wurden. Der Handel mit Heroin erlebt seitdem einen neuen Aufschwung. Es ist eine seltsame Symbiose von Militärpräsenz und Organisiertem Verbrechen in Afghanistan und auch im Kosovo feststellbar. Beide Orte befinden sich im festen Griff der NATO-Truppen, und in deren Windschatten blüht und gedeiht die organisierte Kriminalität.

Die Drogensucht hat derart dramatische Auswirkungen, dass 2014 der Gouverneur des Bundesstaates Vermont, Pete Shumlin, seine Rede zur Lage des Bundesstaates ausschließlich der Heroinepidemie gewidmet hat (6). Er sagte: „In jedem Winkel unseres Staates bedrohen uns Heroin- und Opiat-Abhängigkeiten … Was als Problem mit Oxycontin und anderen verschreibungspflichtigen Medikamenten in Vermont begann, hat sich zu einer ausgewachsenen Heroinkrise entwickelt.“ Im Jahre 2017 erklärte der neue US-Präsident Donald Trump aufgrund der Sucht-Epidemie in seinem Land den nationalen Notstand. Passiert ist indes relativ wenig. Der Washingtoner Kongress hat daraufhin 6 Milliarden Dollar zur Bekämpfung der Epidemie lockergemacht. Wo das Geld versickert ist, wissen wir nicht. Die Lage hat sich jedenfalls seitdem weiter verschlimmert. Denn die ständig wachsende Nachfrage nach Schmerzstillern kann selbst mit neuen Rekordleistungen in der Heroinproduktion nicht mehr befriedigt werden. Deshalb werfen die Dealer jetzt das vollsynthetische Opioid Fentanyl massenhaft auf den Markt. Kürzlich erst entdeckten Fahnder 30 Kilogramm Fentanyl. Grund genug für das Hamburger Nachrichtenmagazin Der Spiegel, die Volksrepublik China indirekt als Großdealer der neuen Todesdroge zu verdächtigen (7).

Und auch Deutschland ist nicht vor den Gefahren einer im rasanten Tempo korrupter gewordenen „Gesundheitsindustrie“ gefeit. Die Zeitschrift Spektrum (8) weist darauf hin, dass Ableger der US-Pharmakonzerne bereits dabei sind, den deutschen Markt zu erobern und nimmt dabei besonders den Konzern Mundipharma ins Visier. Der Konzern finanziert „einflussreiche Kampagnen, etwa ‚Schmerzfreie Stadt Münster‘ oder ‚Schmerzfreies Krankenhaus‘ – mit dem Ziel, Ärzte zu schulen oder Kliniken zu zertifizieren. US-Kongressabgeordnete wandten sich 2017 in einem eindringlichen Schreiben an die damalige WHO-Generaldirektorin Margaret Chan. Sie warnten vor einer Globalisierung der Opioid-Krise: ‚Mundipharma benutzt heute viele derselben täuschenden und rücksichtslosen Praktiken, um Oxycontin im Ausland zu verkaufen‘, heißt es in dem Brief.“

Ganz neu sind solche Bestrebungen auch nicht mehr. Umstritten ist der Einsatz des Medikaments Ritalin bei kleinen Kindern. Noch ist allerdings die Privatisierung und Deregulierung des Gesundheitswesens in Deutschland nicht so weit vorangeschritten, dass solche Exzesse wie mit den Opioiden in den USA bei uns möglich sind. Die Öffentlichkeit sollte allerdings keine Toleranz üben, sobald sich auch nur die leisesten Anzeichen einer solchen Entwicklung wie in den USA zeigen.

Quellen:

(1) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/opioid-krise-in-den-usa-pharma-konzerne-wenden-mammutprozesses-ab-16444903.html

(2) https://nacoa.de/neuigkeiten/opioid-krise-den-usa-zwingt-immer-mehr-gro%C3%9Feltern-verantwortung-f%C3%BCr-ihre-enkel-zu 

(3) https://www.zeit.de/wirtschaft/2017-08/sucht-usa-schmerzmittel-opioide-abhaengigkeit

(4) https://www.brookings.edu/wp-content/uploads/2017/03/6_casedeaton.pdf

(5) https://usacontrol.wordpress.com/2008/07/21/edward-bernays-der-vater-der-massenmanipulation/

(6) https://www.sueddeutsche.de/panorama/alltagsdroge-heroin-opium-fuers-volk-1.1879989-2

(7) https://www.spiegel.de/panorama/justiz/opioid-krise-in-den-usa-ermittler-beschlagnahmen-30-kilo-fentanyl-a-1284579.html

(8) https://www.spektrum.de/wissen/5-fakten-zur-opioid-krise-in-den-usa/1544581

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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23 Kommentare zu: “Tagesdosis 26.10.2019 – Der Pharmazeutische Massenmord – Opioid-Krise in den USA

  1. und genau aus diesen Kreisen kommen dann die Impfempfehlungen für unsere Kinder (Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten, Hpb, Hepatitis, Zecken, Grippe usw. usf…) und am besten dann in Europa noch mit Zwang, d.h. wer nicht den Dreck in seinen Adern hat, kommt nicht auf die Schule.
    Alles wirklich ganz toll!….

  2. Der "ganz normale Wahnsinn", fällt mir spontan dazu ein. Von Nietzsche ("Der Irrsinn ist bei Einzelnen etwas Seltenes – aber bei Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel." – Aph. 156) etwa über Erich Fromm, Wilhelm Reich, Arno Gruen oder auch Manfred Lütz um nur einige der diesbezüglichen "Analysten" zu nennen.

    Weil es dabei zumindest vordergründig um die Vertreibung von Schmerzen geht, ist das von Erich Fromm 1977 in einem Interview m.E. sehr treffend:

    „Die Normalen sind die Kränkesten und die Kranken die Gesündesten. […] Wie glücklich der, der einen Schmerz hat, wenn ihm etwas fehlt. Wir wissen ja, wenn der Mensch keinen Schmerz empfinden würde, wäre er in einer sehr gefährlichen Lage. Aber sehr viele Menschen, also die „Normalen“, sind so angepasst, die haben so Alles, was Ihr eigen ist, verlassen. Die sind so entfremdet, so Instrumente, so roboterhaft geworden, dass sie gar keinen Konflikt mehr empfinden. Das heißt, ihr wirkliches Gefühl, Liebe oder Hass, ist schon so verdrängt, so verkümmert, dass sie das Bild einer chronischen, leichten Schizophrenie bilden.“ (Quelle: Erich Fromm 1977 http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8 2 Min.)

    Ebenfalls diesbezüglich treffend ist m.E. auch eine Aussage von Wilhelm Reich in den dreißiger Jahren, nach der jede Gesellschaft in der Mehrzahl ihrer Mitglieder die Art von psychischen Störungen "produziert", die sie zu ihrem erhält Erhalt braucht (zitiert in https://www.actvism.org/politics/rainer-mausfeld-loesungen-grundeinkommen/).

    Dabei haben US-Amerikaner wohl in besonderem Maß das von den globalen Hegemonianern, von denen ein maßgeblicher Anteil ausgehend von und in ihrem Land wütet, die von diesen initiierte "Grundkrankheit" auszubaden – und das ist offenbar eines der zahlreichen Symptome mit der vermeintlichen Opiat-Therapie.

    Dagmar Henn hatte dieses Opiodphänomen in einer Tagesdosis am 27.09.2019 mit der Überschrift "über dem Gesetz" auch mit dem hier erörterten Befund: "die Kleinen werden gehängt, die Großen kommen ungeschoren davon" thematisiert. Das hat, wie in einem dortigen Kommentar angeführt ist, wohl tatsächlich mit dem Unsichtbarmachen der tatsächlichen Zentren der Macht im Neoliberalismus vulgo Neokapitalismus zu tun, worauf Rainer Mausfeld hinweist.

    Schließlich erinnert mich das an die Äußerungen von Franz Ruppert zur quasi kollektiven Traumatisierung u.a. mit seinen "13 Erkenntnissen aus traumapsychologischer Sicht zu Krieg und Frieden" (Vgl. im Hinweis auf das Rubikon-(e)Buch): "Der nächste große Krieg" mit 3 Beiträgen von Hermann Ploppa: https://neue-debatte.com/2019/10/27/rubikon-ebook-der-naechste-grosse-krieg/).

  3. Man könnte ja auch mal fragen, wie es überhaupt kommt und woran es denn liegt, dass die Amis offensichtlich fast alle ständig so derartige Schmerzen haben, dass nur noch der Gang zum Arzt und damit dann gleich scheints automatisch das Einwerfen schwerster Schmerzmittel helfen soll??

    In Europa ist das ja zum Glück nicht so schlimm…

    • Sorry, sollte nicht sexistisch klingen! Tschuldigung!
      Ist in meiner Lebens"blase" zum geflügelten Wort geworten und wird benutzt, wann immer Karma so offensichtlich aktiv ist. 😉

  4. Hermann Ploppa ist wie immer ein intellektueller Rettungsanker in einer marktradikalen Welt aus Schwachsinn, in der es immer weniger Leute gibt, die noch alle Tassen im Schrank haben. Vielleicht auch, weil Hitlers privater Drogencoktail, die Nazidrogen Pervertin (Ecstasy) und Eucodal (Oxycontin) inzwischen Hochkonjunktur haben und neben Ritalin u.v.a.m. die Geheimtinkturen vieler, vieler Leute sind, um den neoliberalen Orkus als Sieger zu überstehen. So außergewöhnlich, geheimnisvoll und selten sind diese Geheimtinkturen aber denn auch nicht. Die Pharmaindustrie ist jedenfalls beglückt, ob der vielen sich gegenseitig besiegenden und überbietenden Pillenschluckern. Das Buch von Wolfgang Schmidbauer ergänzt den Artikel. https://www.oekom.de/buch/raubbau-an-der-seele-9783960060093?p=1

  5. Ich haette jetzt nicht Ritalin fast in einem Atemzug mit Oxycontin genannt.
    Ritalin (Amphetamin und Konzentrationsmittel gegen AD(H)D) hat praktisch kein Suchtpotential und gehoert in eine ganz andere Schublade als Heroin (Opiat und hochpotentes Schmerz- Suchtmittel)

    Von Seiten der herrschenden Meinung wurde auch schon mal Cannabis und Heroin
    in die gleiche Schublade gepackt.

    Man erkennt die Absicht und fuehlt sich an der Nase herum gefuehrt.("Bernaysed")

    ( Nimmt der Opi Opium bringt das Opium den Opi um)

  6. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum so etwas in Deutschland nicht möglich sein sollte.
    Dieses Oxycontin war ja auch in den USA verschreibungspflichtig. Das heißt ohne die tatkräftige Mitarbeit von Ärzten und Kliniken wäre das nicht möglich gewesen. Ich will den Hausärzten jetzt nicht zwangsläufig was unterstellen, aber das Klinikwesen in Deutschland ist ja auch schon privatisiert bis zum Landsterben. Und alle Kliniken, deren Geschäftsmodell Heilung statt 'Zusatzdienstleistungen' bevorzugt, haben arge Geldprobleme.

    Wie werden die wohl reagieren, wenn deren Ärzte erst einmal 'geschult' sind?

  7. Die Gesetze sind für jene gemacht die das große Geld und damit Macht haben und sich die "richtigen" Anwälte leisten können. Das ist weltweit so und ein paar Stunden Edelknast für Uli Hoeneß bestätigen das für Deutschland. Mit Vergleichen z.B. konnte sich auch Trump mit seinem Betrugssystem der Trump Universität aus der Affäre ziehen. Die Gefängnisse der USA sind die vollsten der Welt, hat man schon mal gehört das sich ein einfacher Einsitzender da durch Vergleich retten konnte?
    Die kleinen Massenmörder wie Charles Manson werden durch das Dorf gezogen und gehen als solche in die Geschichte ein, den ganz großen Massenmördern in Pharma und Regierungen passiert das nicht!

    • Hier noch ein Beispiel!

      Zitat:
      "Lagarde was found “guilty” without the enforcement of a one year jail term ordered by the Court: criminals in high office are given special treatment. She was accused of “negligence” rather than “complicity” in a multimillion euro fraud.

      In a bitter irony, Lagarde was rewarded rather than penalized. Despite her criminal record, her career was in no ways impeded: she was appointed to lead both the IMF (2011-2019) and the ECB (2019- )"

      Link:
      globalresearch.ca/new-president-of-the-european-central-bank-ecb-has-a-criminal-record-christine-lagarde/5691850

    • "Die Gefängnisse der USA sind die vollsten der Welt, hat man schon mal gehört das sich ein einfacher Einsitzender da durch Vergleich retten konnte?"

      Es ist in den USA die Regel, dass man durch Vergleiche ins Gefängnis kommt – darum sind die da so voll. Zumindest ist das für den ärmeren Teil der Bevölkerung so. Die Staatsanwälte überbieten sich da, jemandem der mit nem joint in ne Polizeikontrolle gekommen ist, alle möglichen Straftatbestände anzulasten, um das mögliche Strafmaß so weit wie möglich in die Höhe zu treiben. Dann wird ein Vergleich gemacht. Für die Anerkennung der Schuld soll der Angeklagte z.B. nicht 35 Jahre (die errechnete 'Maximalstrafe), sondern nur 1 oder 2 ins Gefängnis – dafür ohne weitere Verhandlung. Wahrscheinlich werden Staatsanwälte in den USA auf Provisionsbasis bezahlt oder so… (das ist jetzt zwar ziemlich spekulativ, aber kein reiner Witz – die Provisionen kämen dann aber eher nicht vom Staat sondern unter der Hand von der Gefängnisindustrie…)

    • Vergleichen Sie die Bilder folgender Links miteinander:

      Christine Lagarde:
      https://www.handelsblatt.com/finanzen/geldpolitik/draghi-nachfolgerin-neue-ezb-chefin-lagarde-kuendigt-eigenen-stil-an-und-will-deutsch-lernen/25156524.html?ticket=ST-52509003-lsCWenbhciDRedHmJaH0-ap4

      Aleister Crowley:
      http://www.truefreethinker.com/articles/aleister-crowley-symbolism-and-poses

      Bei dem unteren Link bis zu dem Bild mit dem Bildtext "This is Jimmy Saville the Satanic pedophile and necrophiliac" herunterscrollen.

      Vielleicht erkennen Sie eine gewisse Übereinstimmung.

  8. <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/andreas/' rel='nofollow'>@Andreas</a>
    In vorkapitalistischer Zeit, hat es die päpstliche Inquisition mit der aufkommenden Ärzteschaft gehalten, um die Kräuterhexen (aber nicht nur die) vom Markt zu verdrängen. Viel Wissen ueber die Heilkräfte der Kräuter und Pilze wurde mit den Hexen auf den Scheiterhaufen verbrannt.
    Heutzutage versucht die weisse Mafia inkl. der Pharmariesen die alten Kräuter wieder zu vermarkten, verspricht doch die Herstellung mit viel Menschenarbeit ein profitables Geschäftsfeld zu werden.
    Darum weigert sich die Mafia, Hanf und Co. unbeaufsichtigt anpflanzen zu lassen.

  9. In der BRD unterliegen solche Medikamente (Opiate u.ä.) dem Betäubungsmittelgesetz und das ist gut so.
    Hier gibt es eine andere Merkwürdigkeit; während es in USA Bundesstaaten gibt, die Hanf endlich entkriminalisierten, führt hier in der BRD kein Weg rein, sondern hier wird Hanf weiterhin dem Betäubungsmittelgesetz zugeordnet und Hanf wird diskutiert "für medizinische Anwendungen", also die Pharmakonzerne bzw. diese gesamte Weiße Mafia aus Krankenversicherungen, Hochschulmedizinern, Apotheken die nur noch Händler sind, Pharma und Gesundheitsministerien, die will sich ein Monopol auf natürliche pflanzliche Wirkstoffe sichern.
    (Und eine dem Namen nach angeblich christliche Regierungspartei verbietet Gottes Schöpfung natürliche Pflanzen und genehmigt genmanipulierte Pflanzen; den Witz kann man dazu nebenbei noch erwähnen.)
    Das geht nicht nur bei Hanf so, laut "Studien" würde Beinwell Krebs verursachen, vor etlichen Heilpflanzen wird gewarnt und selbstverständlich sollten die mit bedacht angewendet werden, aber es entsteht der Eindruck, als ob die Weiße Mafia ein Problem mit natürlichen Pflanzen hat. 😉

    (Und ja, Mohn ist auch eine natürliche Pflanze, aber dadurch ist der Ertrag auch begrenzt und dann ist man bei dem, was im Artikel beschrieben wird, es werden synthetische Opiate hergestellt und mit Gesundheit macht man keinen finanziellen Gewinn … )

    • Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum so etwas in Deutschland nicht möglich sein sollte.
      Dieses Oxycontin war ja auch in den USA verschreibungspflichtig. Das heißt ohne die tatkräftige Mitarbeit von Ärzten und Kliniken wäre das nicht möglich gewesen. Ich will den Hausärzten jetzt nicht zwangsläufig was unterstellen, aber das Klinikwesen in Deutschland ist ja auch schon privatisiert bis zum Landsterben. Und alle Kliniken, deren Geschäftsmodell Heilung statt 'Zusatzdienstleistungen' bevorzugt, haben arge Geldprobleme.

      Wie werden die wohl reagieren, wenn deren Ärzte erst einmal 'geschult' sind?

    • @ Lesesalamander
      Letztendlich kann alles unterlaufen werden, aber was unters Betäubungsmittelgesetz fällt, ist strenger reguliert als eine "einfache Tube Breitbandantibiotika" zu verschreiben.

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