Tagesdosis 26.3.2019 – Die Linke beherrscht eines perfekt: das Säureattentat auf sich selbst

Von Wikipedia bis Bayern, von Sahra Wagenknecht bis Koblenz, die Linke hat ein Problem.

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Durch meine Recherchen zur Wikipedia und Feliks habe ich mich mit den Zuständen in der bayrischen Linken und den Aktivitäten der sogenannten Antideutschen beschäftigen müssen, zu denen Feliks gehört. Das Linke-Mitglied Feliks bearbeitet ja über 50 Politiker der Linken in der Wikipedia, und die kommen dort, je nachdem, wie nahe sie seinen politischen Positionen stehen, besser oder schlechter weg.

Ich habe ein internes Zersetzungspapier gelesen, in dem Handlungsanweisungen aufgeführt waren, wie man einige bayrische Linken-Mitglieder bekämpfen könnte (1). Die Methoden waren grundsätzlich unter der Gürtellinie und so perfide und widerlich, dass ich sie nicht referieren will. Mit einigen der darin benannten Linken-Politiker hatte ich Kontakt, denn sie wurden auch von Feliks in Wikipedia „bearbeitet“. Sie berichteten über Nachtreten der Antideutschen gegen Parteigenossen, die an Krebs erkrankt waren, gezielt in dem Moment, in dem ihre Widerstandsfähigkeit aufgrund ihrer Chemotherapie am geringsten war. Von Zuständen, die sie buchstäblich krank machten. Sie berichteten, dass sich eine Gruppe führender bayrischer Linker zusammensetzte, um eine Entscheidung zu treffen: Ob sie sich Angriffen aus den Reihen der Antideutschen und von Marx 21 weiter aussetzen wollten, die Schlammschlacht weiter führen wollten, mit allen Konsequenzen für die Psyche, oder hinschmeißen würden. Zwei Personen sprachen von der Wahl, entweder säurefester Machiavellist zu werden oder Mensch zu bleiben. Es folgte eine Austrittswelle.

Als Sahra Wagenknecht, die bei weitem erfolgreichste Stimmenfischerin außerhalb der eigenen Parteigewässer, sich zurückzog, mit Stellungnahmen, die Mobbing als Ursache nicht abstritten, war ich deutlich an die bayrische Linke erinnert. Dass sie von Parteigenossen in die Nähe eines „nationalen Sozialimus“ gerückt wurde, ihre Kritik an der Politik der offenen Grenzen als rechtsoffen, rassistisch und fremdenfeindlich bezeichnet wurde, das ihr am zuverlässigsten ein Messer in den Rücken gestossen wurde, wenn sie mit Parteigenossen im Raum war, das alles fällt unter die Kategorie deja vu – in Bayern.

Mittlerweile treibt das von ihr nach dem Modell der britischen „Momentum“ Bewegung initiierte „Aufstehen“ als brennendes, sinkendes Schiff auf den Parteigewässern. Ein schöner politischer Erfolg. Nur nicht für die Linke.

Die Bereitschaft der Antideutschen in der Linken, die eigenen Leute und Anhänger mit den übelst möglichen Beleidigungen zu attackieren, ist so phänomenal, dass man sich fragen kann, woher dieser Drang zur selbstzerstörerischen Sortenreinheit kommt.

Er ist flächendeckend vorhanden. Von Süd bis Nord, vom Bundestag bis in die Lokalpolitik.

Als ich im letzten Jahr von Sabiene Jahn nach Koblenz eingeladen wurde, um einen Vortrag über die Wikipedia Recherchen von Markus Fiedler und mir zu halten, bekam ich diese antideutsche Agressivität am eigenen Leib zu spüren.

Es gab eine Gegendemonstration gegen die Veranstaltung, Ich wurde in einem – natürlich anonymen – Flugblatt einer „Antideutschen Initiative“ in Koblenz, die gemeinsam mit Linken, Grünen und Mitgliedern der „Partei“ gegen meinen Wikipedia Vortrag bei „Koblenz im Dialog“ demonstrierte, als lebenslanger Antisemit diffamiert, der sich jetzt an einem armen, jüdischen Wikipedia Autoren abarbeite, dem unschuldigen Feliks. Die auf dem Flugblatt als verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes benannte Person existiert nicht. Ein beliebtes Mittel, es gibt ja ein ganzes Internetportal, das so funktioniert, nämlich Psiram. Übrigens mit Duldung und Unterstützung der Bundesregierung.

Ich wollte einige Demonstranten, noch in Unkenntnis des Flugblattes, das ich erst später zu Gesicht bekam, zur Diskussion nach dem Vortrag einladen, aber das wollten diese gar nicht. Es ging ihnen um Abgrenzung, Demonstration der Verachtung. Es lag ein Hauch von Scheiterhaufen in der Luft.

Sabiene Jahn, die Musikerin, Sängerin und Initiatorin von „Koblenz im Dialog“ ist, zeigte mir Internetpamphlete dieser „Aktivisten“, in denen sie unter der Gürtellinie, mit sadistisch sexuellen Untertönen beleidigt wurde. Ihre Augen wurden mit Laserstrahlen gezeigt, ob ihre Augen zerstörerisch blickten oder ihre Augen mit den Strahlen zerstört werden, liegt im Auge des Betrachters, auf jeden Fall aber außerhalb des Bereiches der guten Sitten.

Sie bekam anonym ein Foto zugeschickt, von einer Person mit Mossad T-Shirt und Sturmgewehr, auf dem stand. „Es ist nie nur Zufall“. Ich bekomme ähnliche Mails, seit ich mich mit Wikipedia beschäftige, mit dem Hinweis, dass meine Adresse leicht festzustellen sei und der Ankündigung, mich zu Hause zu besuchen, unter vier Augen, auf ein Glas blutroten Weins.

Dirk C. Fleck, Hermann Ploppa und Owe Schattauer berichteten ähnliches und schlimmeres von ihren Vorträgen in Koblenz.

Als jetzt die Friedensaktivistin Andrea Drescher einen Vortrag über ihr Buch „Wir sind Frieden“ (2) ankündigte, es handelt von Friedensbewegten, vor allem Frauen, die oft jenseits der Öffentlichkeit fundamentale Friedensarbeit leisten (3), wurde sie unter Beschuss genommen. Von einem „Bündnis gegen Rassismus“, dass ihr einen Ablassbrief vorlegte, in dem stand wie sie sich von was und wem zu distanzieren habe, andernfalls würde es eine Demonstration gegen sie geben. Mit dem Unterton „wir können auch anders“. Wahrscheinlich mit einem Flugblatt wie bei meinem Vortrag, und Andrea Drescher, eine stets um Sachlichkeit und Fairness bemühte Person, kümmert sich besser – wie Hermann Ploppa – um Personenschutz, wenn sie das Ereignis unbeschadet überstehen will.

Das Bündnis gegen Rassismus tritt gemeinsam mit einer paramilitärischen, uniformierten Truppe der „Partei“ von Martin Sonneborn auf (4) die sich zur Wehrsport-Ausbildung in Lagern trifft, dabei bedrohlich, aber immer gerade so satirisch agiert, dass sie unter dem Schutz der Kunstfreiheit bleibt. Aber doch bedrohlich agiert. Aber als Satire betrachtet werden kann. Sie changiert zwischen diesen Anmutungen, um den Schutz der Satirefreiheit und die Bedrohlichkeit der Gewaltbereitschaft zu nutzen.

Der Mercedes Bus einer Familie mit der Aufschrift „Friedensfahrzeug“ wurde bei einem Vortrag von „Koblenz im Dialog“ mit einem Davidsstern und dem Schriftzug „Anti-Friedensfahrzeug“ besprüht. Das war wohl auch Satire. Oder Sachbeschädigung. Oder Satire.

Das „Bündnis gegen Rassismus“ wird von der Linken in Koblenz, den Grünen und der Partei unterstützt, die dort jeweils von den Anti-Deutschen dominiert werden. Es gibt in Koblenz ganz offenbar einen legalen Arm dieser „Aktivisten“ und einen operativen, der gewalttätig ist, paramilitärisch auftritt, Autos mit Farbe besprüht oder verleumderische Flugblätter verfasst.

Je nachdem, wie es gerade nützlicher ist. Der sich aber in beiden Ausprägungen immer für moralisch so überlegen hält, dass ihm deswegen ALLES erlaubt ist.

Ich erhalte mittlerweile, wie gesagt, auch Drohmails von Leuten dieser Geisteshaltung, die ankündigen, mir zu Hause aufzulauern.

Mittlerweile haben Markus Fiedler und ich zwar vor Gericht mit der Auffassung recht bekommen, dass es im öffentlichen Interesse war, die Identität von Feliks aufzudecken, weil er als antideutsches Mitglied der Linkspartei, ehemaliger Bundestagskandidat der PDS und Freiwilliger der israelischen Streitkräfte sowie Unterstützer der rechtsextremen Netanjahu Koalition in Israel, seine politischen Ansichten als lexikalische Wahrheit in der Wikipedia verbreiten kann, wo er von einem Netzwerk ähnlich gesinnter Wikipedia-„Schiedsrichter“ geschützt wird.

Das interessiert die Leute der Inititative in Koblenz, die mich genau wie jetzt Andrea Drescher, oder vorher Dirk Fleck und Hermann Ploppa diffamiert haben, aber herzlich wenig. Sie diffamieren jeden, der ihre kruden, totalitären Ansichten nicht exakt teilt, mit den übelsten Begriffen –  und werden von ihren Parteien nicht daran gehindert. Im Gegenteil.

Die Linke in Koblenz hat auf ihrer Webseite noch einmal ausdrücklich hervorgehoben, dass sie sich nicht von der Querfront „unterwandern“ ließe (4).

Die größte Befürchtung  der Koblenzer Linken ist nicht die Nähe zur politischen Beleidigung, zur Drohung und Gewalt, sondern die Unterwanderung ihrer Partei durch eine imaginäre „Querfront“.

Erstaunlicherweise lebt der journalistisch aktive Arm der Antideutschen gut davon, in rechten Zeitungen, sehr gerne bei der Springerpresse, die Kriegspolitik der USA und Israels zu unterstützen. Sie attackieren von dort jeden, der sich gegen die Neocons stellt, in Regelmäßigkeit als antisemitischen und antiamerikanischen Verschwörungstheoretiker. Sie haben kein Problem damit, dass Präsident Netanjahu den rechtsextremen Flügel der AfD rechts überholt (5), 40.000 Kriegsflüchtlinge in Israel als „Eindringlinge“ tituliert und sie vor die Wahl stellt, entweder mit 3500 Dollar Abschiebeprämie das Land zu verlassen oder lebenslang in israelischen Gefängnissen zu verschwinden. Auf diese kognitive Dissonanz reagieren sie mit dem probaten Mittel des Verschweigens.

Mit anderen Worten: Diese Leute bilden eine Querfront mit übelsten, rechtsextremen Politikern, sie sind Propagandisten der rechten Presse, wagen es aber, sich als links zu definieren und die Hoheit darüber einzufordern, was links ist.

Diese Leute sind die Pest, als deren Heilung sie sich ausgeben.

Ich rufe deshalb dazu auf, dieses Konglomerat des politischen Sektierertums und der Gewaltbereitschaft des „Bündnisses gegen Rassismus“ sowie der dort angeschlossenen Gruppen, egal ob paramilitärisch oder nicht, zu boykottieren und gegen sie zu demonstrieren. Sie sind eine Schande für die Grünen, Linken und die Partei. Wie ist es möglich, dass solche Personen in diesen Parteien geduldet werden? Ich rufe dazu auf, diese Frage bei den Linken, Grünen und der Partei zu stellen.

Ich rufe dazu auf, alle Personen, die an diesem und ähnlichen Aufrufen teilgenommen haben, nicht mehr zu wählen und sich dafür einzusetzen, dass auch andere dies nicht tun. Dezidiert immer, wenn politischer Diskurs durch Ausgrenzung im McCarthy Stil beendet werden soll.

Wer auf diese Weise und mit Gewaltbereitschaft den politischen Dialog verhindern will, sollte keine öffentliche Verantwortung mehr übernehmen dürfen. Es ist Zeit, sich zu wehren.

Im Folgenden die Antwort von Andrea Drescher auf das unsägliche Flugblatt des „Bündnisses gegen Rassismus“. Ich solidarisiere mich ausdrücklich mit Andrea Drescher und Sabiene Jahn.

Ich bin schuldig!

Liebes Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus – Koblenz“,

natürlich würde ich auch mit Ihnen auf der Strasse stehen, da ich seit meiner Jugend als Antifaschistin aktiv war, heute noch bin und Ihr Motto daher teile. Aber ich fürchte, Sie werden auch gegen mich demonstrieren müssen. Denn ich bin schuldig. In vielerlei Hinsicht.

Ich bin schuldig, mit AFD-Anhängern zu sprechen. Immer wieder. Und nicht nur das. Auf Facebook bin ich sogar mit einem NPD-Stadtrat in Kontakt. Allerdings auch mit Marxisten und sogar Stalinisten. Und allem dazwischen. Weil ich der Meinung bin, dass man mit allen Menschen, die nicht aktiv zur Gewalt aufrufen, reden muss. Auch wenn ich sicher kein Anhänger dieser neoliberalen pseudo-alternativen Partei bin und den erheblichen braunen Bodensatz dort persönlich zum kotzen finde. Aber man kann in Menschen keine andere Meinung „reinprügeln“ oder „reinbrüllen“ – man muss sich inhaltlich mit ihnen auseinandersetzen, ihre Meinung argumentativ zerlegen. Ist halt mühsam aber in meinen Augen wirkungsvoller. Sollten bei meiner Lesung AFD-nahe Zuhörer dabei sein, nutze ich diese Gelegenheit sehr gerne, ihnen (m)eine alternative Sicht auf die Welt vorzustellen. Ist doch sehr viel sinnvoller als sie Menschen mitzuteilen, die eh schon meiner Meinung sind, oder?

Ich bin schuldig, was Verschwörungstheorien angeht. Ich lese bzw. höre nämlich regelmässig KenFM. Und noch viel schlimmer, ich habe sogar selbst bereits auf den Nachdenkseiten publiziert, und auf Rubikon und auf Free21 … – alles Publikationen, die in ihren Augen wohl inakzeptable Medien sind. Schuldig.

Ich bin schuldig, mich mit dem Thema Reichsbürger beschäftigt zu haben. Nachzulesen bei Norbert Häring (http://norberthaering.de/de/27-german/news/726-reichsbuerger-schaeulbe). Mich irritierte nämlich, warum Leute, die ich persönlich kannte, die zwar etwas spinnert aber gewaltfrei agieren, auf einmal zu Gewaltverbrechern hochstilisiert wurden.

Ich bin auch schuldig des Antisemitismus – und das in vielerlei Hinsicht. Das fängt schon damit an, dass mein Urgroßvater bis 1933 im Vorstand einer deutschen Bank war. Er kontrollierte damit eine Bank. Ich habe auch das Buch von Al Franken (jüdischer Kongressabgeordneter in den USA) „Lies and the lying liars who tell them“ gelesen. Es hat mir sehr zu denken gegeben. Ich empfehle Ihnen einen Blick auf Seite 86. Das so etwas manchen Menschen zu denken gibt, kann ich nachvollziehen. Das Buch habe ich im Original vorliegen, weil ich zunächst annahm, die PDF sei ein Fake (https://www.academia.edu/10530028/Franken_Al_-_Lies_and_The_Lying_Liars_Who_Tell_Them). Und ich kritisiere Israel, was mich vermutlich zu einer der übelsten Antisemitinnen macht (https://gruppe42.com/2018/01/30/antisemitismus-2-0-oder-darf-man-israel-kritisieren-ein-gastbeitrag-von-andrea-drescher/). Es tut mir im Herzen weh, was aus dem Land wurde, in das ich in meiner Jugend als zionistisch-angehauchte Idealistin emigrieren wollte.

Ich bin ebenfalls schuldig im Bereich der „Russland-Diplomatie“. So war ich 2016 bei der Druschba Berlin-Moskau mit dabei – auch wenn ich mich direkt (!) danach zurückzog, weil mir der Initiator bei näherem Hinsehen nicht zusagte. Aber ich spreche weiter mit Russen – so z.B. auch mit dem russischen Regierungskritiker Andrej Nekrasov, einem Freund des verstorbenen Alexander Litviniekos. Im Rahmen eines Interviews, das ich mit ihm führte und das bei den – oh weia – Nachdenkseiten (https://www.nachdenkseiten.de/?p=48384) erschien, hat er mir ein sehr differenziertes Russlandbild vermittelt. Kann ich nur empfehlen.

Ich bin auch schuldig was Rassismus angeht. Ich spreche mit allen Menschen, unabhängig von ihrer „Rasse“, Hautfarbe, Ethnie, Herkunft, Religion. Aber wenn sich ein Muslim wie ein A…loch verhält, kriegt er genauso mit mir Zoff wie jeder andere. Ich bekämpfe das Kopftuch, wenn Frauen gezwungen werden es zu tragen (übelster Rassismus, ich weiss) – und verteidige Kopftuchträgerinnen, die es tragen wollen.

Eine weitere Schuld meinerseits – ich bin ein klein wenig stolz darauf, als No-Name-Aktivistin mein Buch nach namhaften Autoren und Journalisten wie Matthias Bröckers, Dirk Fleck, Dirk Pohlmann, Hermann Ploppa oder Ernst Wolff bei „Koblenz im Dialog“ zu präsentieren. Wenn das die von ihnen kritisierten Antisemiten, Rassisten und Verschwörungstheoretiker sind, die dort auftraten – tja … ich bekenne mich schuldig.

Ansonsten bin ich definitiv schuldig, nicht aufgrund von unbelegten Behauptungen – Text-Quellen, Video-Hinweisen o.ä. – von einer Person Abstand zu nehmen. Kontaktschuld ist für mich kein Argument. Ich habe erleben müssen, wie schnell man diffamiert wird. In Österreich hat ein linkes Medium behauptet, dass ich zu den Organisatoren der dortigen Pegida gehörte. Nachdem ich anhand von Youtube belegte, dass ich mit die erste hier war, die vor Pegida gewarnt (!) hat und auf rechtliche Folgen hinwies, kam es schnell zur Gegendarstellung. Auch weiss ich, dass es genügt, dass einem ein Rechter zuhört, um zum „Rechten“ gemacht zu werden …

Ihr Schreiben enthält Behauptungen ohne Belege. Was ich allerdings als belegt sehe, ist Ihr respektloser, herabwürdigender und menschenverachtender Umgang mit einem der überlebenden Opfer des Pogroms von Odessa bei der Veranstaltung am 18.3. zu der u.a. die „Linke Zeitung“ aufgerufen hat (https://linkezeitung.de/2019/02/28/koblenz-oleg-muzyka-ukraine-fuenf-jahre-nach-odessa/) Das Video (https://www.facebook.com/koblenzimdialog/posts/2224437080980165) lässt mich fassungslos zurück. Wenn das Ihre Vorstellung von „Vielfältig. Solidarisch. Antifaschistisch.“ ist, frage ich mich und Sie, ob wir die gleiche Sprache sprechen.

Ich bin schuldig. Sie müssen gegen mich demonstrieren. Sie könnten aber auch an der Lesung teilnehmen, die ich zugunsten von Kriegsopfern in Donbass, Jemen und Syrien durchführe. In Österreich sagt man „Durch’s red’n kumat Leit z’sam“. Ich halte davon sehr viel. Sie auch?

Mit freundlichen Grüßen

Andrea Drescher

Quellen:

  1. http://www.taz.de/!5102447/
  2. https://www.youtube.com/watch?v=QwNtXcdYYJ8
  3. https://www.facebook.com/DieMiliz/posts/1877749792483236
  4. https://www.die-linke-ko.de/aktuell/
  5. https://www.iol.co.za/news/opinion/israel-no-country-for-black-people-12900274?fbclid=IwAR0Q9O3mqUmHy1oRqXL0Vj3ODET5mX0U38-4cZjK81nfP_epIB7AJmdR7qs

 

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56 Kommentare zu: “Tagesdosis 26.3.2019 – Die Linke beherrscht eines perfekt: das Säureattentat auf sich selbst

  1. „Es ist ein Unglück, daß die SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands heißt. Hieße sie seit dem 1. August 1914 Reformistische Partei oder Partei des kleinern Übels oder Hier können Familien Kaffee kochen oder so etwas –: vielen Arbeitern hätte der neue Name die Augen geöffnet, und sie wären dahingegangen, wohin sie gehören: zu einer Arbeiterpartei. So aber macht der Laden seine schlechten Geschäfte unter einem ehemals guten Namen.“ (Kurt Tucholsky)

    Das könnte man sinngemäß auch über die Linkspartei sagen. Mit links hat sie wenig zu tun. Auch die antideutschen Machenschaften nicht. Leider werden sie viele Menschen mit „links“ assoziieren. Was tun?

  2. . . . also ich höre mir ja alle TD an und bin fast immer am Haare raufen. – ok – Aber diese Tagesdosis hat mich echt tief getroffen und ebenso tief nachdenklich gemacht. Ich kann es mit meinem kleinen Geist nicht erfassen wie manche Menschen so drauf sind – solche kranken Gedankenwege – Abgründe tun sich da auf – – es kann alles nur ein schlechter Film sein . . . ich verneige mich vor Ihnen,
    Hr. Pohlmann –

  3. Es gibt sicherlich viele Gründe, dass sich Gruppen zerlegen. Ein Grund ist, dass sie den ärgsten Feind unter ihres Gleichen vermuten, suchen und letztendlich finden. Immerhin lebt der „geliebte“ Feind nicht mehr weit weg, sondern hat sich im eigenem Kreise einsortiert bzw. sogar eingenistet. Das macht die Sache existenzieller und dringlicher, sozusagen in eigener Sache und nicht mit Fragen von lästiger dritter Seite sich zu beschäftigen. Da der „lebenssinngebene Feind“ ausgesprochen raffiniert und immer ein Schritt schneller ist, müssen wir vermuten, dass dieser schon im eigenen Körper sitzt, möglicher Weise unser Herz vereinnahmt hat.

    Unsere HERZKRÄFTE sind krank, d.h. unfähig heilendes WÄRME-DENKEN zu erzeugen.

    Dieses Phänomen finden wir ja auch in Kindergärten, Schulen, Vereinen, auf der Arbeit und in Familien usw. Überall regiert Unverständnis und die Unfähigkeit ein anderes Denken zu verstehen, nachzuvollziehen und buchstäblich begreifbar zu machen. Statt dessen herrscht großes Schweigen und/oder ein gemeisamer Feind muss her … egal als äußeres Phänomen oder als Krankheitsbild.

    Jugendliche und Kinder leben noch ganz im IDEAL und das ist gut so, denn sie brauchen es um an diesem IDEAL zu reifen, aber leider wird dieses Phänomen mißbraucht und uns als „rein und unverbraucht“ verkauft. Eine Art geistiger Mißbrauch für eigene Zwecke ohne tieferes Verständnis von Entwicklungskräften.

  4. Lieber Dirk Pohlmann, mit Ihrer Arbeit zu Wikipedia haben Sie in ein Wespennest gestoßen. Und dieses hat einen Namen: CIA und Co. Für Ihre Recherchen sind vielleicht die folgenden Informationen interessant, die über einen längeren Zeitraum das Gesamtbild abrunden:

    Vorgänge rund die Bildung der Linkspartei 2005/06 (siehe auch Links in den Fussnoten):

    Die Akte Bodo Ramelow: Tätig in wessen Auftrag? – Bodo Ramelow hielt mittels Manipulationen Sozialisten von der neuen Partei fern, während er im gleichen Zeitraum zionistische Rechtsextremisten in die Partei auf bezahlte Posten einschleuste
    https://RoteFahne.eu/2011/07/akte-bodo-ramelow-taetig-in-wessen-auftrag/

    DIE LINKE – Von innen umzingelt
    https://RoteFahne.eu/2010/03/die-linke-von-innen-umzingelt/

    Und ein historischer Rückblick:

    Am 11. Mai 1945, drei Tage nach dem offiziellen Ende des zweiten Weltkrieges, gründete sich in Hamburg die Sozialistische Freie Gewerkschaft (SFG). Versammelt hatten sich rund 40 Sozialdemokraten und Kommunisten. Innerhalb weniger Wochen lagen etwa 50.000 Aufnahmeanträge vor.
    Doch die Britischen Besatzungsbehörden verboten die Gewerkschaft bereits am 20. Juni 1945.

    Dieses Muster der gewaltsamen Unterdrückung demokratischer Organisation von unten korrespondierte damals und korrespondiert bis heute mit der Bildung kanalisierter Scheinorganisationen, welche die demokratische Fassade aufrecht erhalten sollen.
    So lenkte die CIA u.a. 1949, nachdem die echte, sozialistische Gewerkschaft verboten wurde, durch finanzielle Einflussnahme und gezielte Förderung fügigen Personals den Aufbau des DGB.

    Siehe hierzu auch die Dokumentation „Germany made in USA”, in welcher ein damaliger verantwortlicher CIA-Offizier über seine Arbeit plaudert:
    https://youtu.be/tfXLOtlYC7E

  5. Ich bin erschüttert. Dass es schon so weit ist, dass Menschen, die den Mut haben, unbequeme Wahrheiten auszusprechen und zu erforschen so bedroht und drangsaliert werden. Das freie Denken wird bekämpft! Das sind Anzeichen dafür, dass wir uns auf dem Weg in den Totalitarismus befinden. Und dann noch die Sache mit Sarah Wagenknecht… diese mutige Frau, die schließlich aufgeben musste…
    Schau ich zum Horizont – seh ich ihn – blutrot…. Ich ahne, was kommen soll – Ich will mich anstrengen, um aufrecht meine Position zu halten. Wird es mir gelingen, wo Stärkere als ich, schon nachgegeben haben?
    Und doch – ich will.

  6. Das Repertoire der Machteliten und ihrer Handlanger umfaßt auch, neben Bestechung und Erpressung, die Bedrohung von Leib und Leben.
    So ist das wenn man gegen Diebe, Mörder und Vergewaltiger, ihre Komplizen und Auftraggeber, aufsteht. Die hohe Zahl an Opfern, global und über die Zeit betrachtet, bestätigt dies.

    Sie dürfen sich privilegiert wähnen, wenn ihnen vorher noch gedroht wird und sie nicht eines der vielen namenlosen Opfer sind. Denn dann scheint es daß sie bereits Aufsehen erregt haben und zumindest medial die Möglichkeit zur Gegenwehr haben.

    Dirk Müller beschreibt in seinem Buch „Machtbeben“ und im Gespräch, die Morddrohungen gegen Wolfram Siener im Rahmen der Occupy-Proteste.

    Herr Jebsen beschreibt einen Vorfall im Buch von Herrn Bröckers „Der Fall Ken Jebsen.“

    Frau Bonath erfährt und beschreibt die Drohungen gegen sie selbst. Darüber hinaus gibt es fast tagtäglich zahlreiche weitere Bsp., die belegen was geschieht, wenn man der Macht nahe tritt.

    Das Beste was man tun kann ist, es weiter publik zu machen, privat und öffentlich, sich solidarisieren und dagegen aufstehen.

    P.S.: die Überschrift der Tagesdosis ist in diesem Fall irreführend, denn es geht doch wohl um die Verwendung dieses Etiketts unter dem Vorsatz der Täuschung.

    P.S.S.: Natürlich kann man mit jedem reden, es wäre aber auch von Vorteil eine Antenne dafür zu entwickeln, daß man belogen und benutzt wird für konträre Ziele.

    • Und ich dachte die heilige Inquisition waere nur eine engstirnige Verfehlung der römisch-katholische Kirche gewesen.
      Das Mensch sich damit fuer Israels rassistischen Gottesstaat anachronistisch starr machen wollen ist doch wirklich nur noch paradox und hat mit linken,humanistischen Grundwerten nichts zu tun.
      Die Franzosen nennen so etwas schlicht und ergreifend „Chienlit“ in das Bett der Menschheitsfamilie.

  7. „Antideutsche, Antisemiten, Reichsbuerger, Querfrontler, Rechtsradikalinskis, Kommunisten, Linkssozialisten, Antifaschisten……………………………………………………………….
    Da lob ich mir doch das Wort „Nazi“ noch. Da kann ich mir wenigstens Leute vorstellen, die Floehe und Menschen gleichermassen vergasen, da hirnlos.
    Sind diese Neubezeichnungen ebenso hirnlos?
    Oder ist es hirnlos, sich so oder andere so zu benennen?
    Sprache also hirnlos zu verwenden?

    • Sprache ist in diesem Zusammenhang sicher ein ganz wichtiges Thema. Gerade weil die Fraktion der Antideutschen & Co nicht einfach Politiker Sprache benutzen, also reden, um nichts zu sagen. Das Prinzip hat sehr gut und humorvoll Georg Schramm auf den Punkt gebracht. Wer´s nicht kennt:

      https://www.youtube.com/watch?v=04sQ0_3L0bk

      Nein, diese, wie sie mir erscheint, pseudolinke Fraktion würzt ihr meist pseudoinhaltsvolles Gerede immer mit einer Priese Zwietracht sähender Sticheleien und unprezisen, verwirrenden Andeutungen.
      Ich mache für mich immer wieder die Erfahrung, dass belastende Sachverhalte viel von ihrer dämonischen Kraft verlieren, wenn sie einfach nur klar benannt werden. Das scheinen diese, nennen wir sie mal wie Herr Pohlmann Säureattentäter zu wissen und bleiben deswegen meist gezielt ungenau und nicht konkret.
      Die erinnern mich immer stark an Tillius Destructivus aus „Streit um Asterix“. René Goscinny hat´s 1970 schon erkannt. Ich glaube fast, der Destructivus bietet bei Wikipaedia Rhetorikkurse an.

  8. Linke in ehemals West- und jetzt Gesamt-Deutschland (einfach meine Meinung):
    Über CDU/FDP (auch AfD) muss ich hier nicht reden, die SPD war seit jeher weitgehend eher scheinlinks. Meiner Ansicht nach wurde Links in Ex-West in den 1970ern, angefangen mit dem Radikalenerlass und in den Jahren danach fast völlig ausgemerzt. Mit den Grünen gab es ein kurzes Aufleuchten – hat sich in den 1990ern selbst gelöscht. Dann die Linke, ein Fünkchen, das sich nun selbst erstickt – vermutlich auch das ganz nach Plan.
    Und was haben wir nun? – Links-Rechts-Verwirrung! – Leute, die Regierung und Mainstream-Medien als linksgrün versifft ?!? bezeichnen – wo muss man stehen um solch einen Unfug von sich zu geben? Andere, die sich Linke nennen und wie rechts aussen agieren ?!?
    Viele, denen inzwischen alles scheißegal ist, solange sie noch Schnäppchen jagen und Urlaub machen können. Eine zunehmende Anzahl verängstigter Unzufriedener, die nicht in der Lage sind sich zu solidarisieren, von denen sich leider viele ins systemische Auffangbecken Für Depperte spülen lassen ohne zu erkennen, dass ihnen hier zwar nach dem Maul geredet, aber ansonsten genauso marktradikal und asozial gehandelt wird wie bei den ganz offen im transatlantischen Hintern steckenden…
    Auch ich rede tatsächlich mit allen, hab Linke- bis AfD-Wähler im Freundes-/Bekanntenkreis und alle wollen im Kern das Gleiche, welche Partei das bieten will – da scheiden sich die Geister…

  9. Mit dem meisten bin ich einverstanden. Wichtig finde ich, bei jeder Kritik an Israel den Auftraggeber nicht zu vergessen, das kommt mir bei D. Pohlmann und auch bei Ken oft zu kurz (ist doch auch hier so, oder glaubt jemand, die Venezuelapolitik unserer Regierung sei nicht diktiert?). Zu A. Drescher: das „Ich bin schuldig“ stösst mir sauer auf, ist noch zuviel Hoffnung auf Gemeinsamkeiten drin. Würden Sie das angesichts einer SA Truppe auch so formuliert haben? Da halte ich’s schon eher mit Zola: J’accuse! – ich klage an!

    • ich meine, der Hund wedelt mit dem Schwanz und nicht umgekehrt. Wer ist der Hund, wenn Israel, oder auch die BRD, die Schwänze sind?

    • und ich meine, dass wer nur ein Hauch von dem versteht, worum es hier geht, der redet Klartext und abeitet nicht mit retorischen Fragen, um anderen das Gefühl zu geben, sie seien so blind wie ein Maulwurf. D´accord?- geschnallt?

    • Pardon, so war das wirklich nicht gemeint. Aber wenn etwas sonnenklar ist, finde ich, muss man es nicht aussprechen, eben weil man es sowieso versteht. Man darf gespannt sein, wie es mit Nordstream 2 weitergeht…., da hätte der Schwanz mal eigene Interessen. Aber ich verrate jetzt mal, wen ich meine mit dem Hund: es ist Voldemort!

    • René Goscinny, Albert Uderzo: La zizanie

      Manche denken, sie bellen den Hund an, dabei sind sie der Schwanz

    • Ja da haben wir doch etwas Gemeinsames und Idefix ist doch wenigstens ein ganz ein Lieber. Aber Spass beiseite, worum geht es Ihnen eigentlich, sweety, blind wie ein.. sind Sie ja doch wohl kaum?

    • Wie, worum es mir geht? Wenn die Dinge sonneklar sind, muss man sie doch nicht aussprechen…

    • Du lieber Himmel, Sie verhalten sich ja, als wären wir schon viele Jahre in glücklicher Ehe verbunden! Allerdings ahne ich durchaus, was Sie provoziert hat, wenn es dabei um Israel geht, den Superdämon aller Spätgeborenen, na, sie wissen schon, dann behalten Sie es ohnehin besser bei sich.

    • Stimmt absolut; allerdings glaube ich, dass es da auch ´ne Menge infizierter Vollfosten gibt, die das sogar unsonst machen. Die bezahlen vielleicht sogar noch das Koks für die Treffen.

    • Komisch, wenn ich versuche mich in diese Antideutschen reinzudenken, habe ich gleich „Clockwork Orange“ von Kubrik im Kopf, obwohl ich den zuletzt vor 30 Jahren gesehen habe.

    • Das ist richtig. Ein halbes Dutzend charismatische Leitwölfe reichen vermutlich aus um die Richtung vorzugeben. Die Gegenaufklärung, oder der immer mehr reduzierte öffentliche Debattenraum fördert bis fordert das schwarz-weiß Denken. Konstruktive Kritik findet kaum noch statt. Aber: Positiv, optimistisch bleiben! Dazu gibts keine Alternative.

    • Jau! Und auch immer dankbar sein, für das, was gut ist und was wir haben und nicht nur nach dem schauen, was schlecht läuft. Dann kann der Optimismus blühen, finde ich.

  10. Hallo zusammen,
    Die Geduld der Weinbergschnecke, einzelnen Bürgern die politischen Zusammenhänge zu erklären, stößt immer öfter an ihre Grenzen. Das Kuddelmuddel aller Strömungen, beliebig innere Grenzen je nach Bedarf zu verschieben, macht es nicht leichter klar im Kopf zu werden bzw. zu bleiben. Der einzige Profiteur bleibt vorerst das System. Da das gesamte System erkrankt ist, reagiert es folgerichtig mit Fieber. Die Lobbykrankenschwestern probieren gerade den Vorrat medialer Arzneien aus, welche bereits erfolgreich getestet wurden. Die große noch friedliche Mitte der Gesellschaft wird seit Jahren darauf konditioniert, die Streitaxt wieder auszugraben, um z.B. dem Russen auf den Bärenpelz zu rücken. Hier im Osten wird das wahrscheinlich nicht funktionieren. Wir hatten öfter die Gelegenheit, den sowjetischen Menschen kennenzulernen. 30 Jahre Wiedervereinigung DE sollte alle Illussionen der “ freien Welt“ als Märchenstunde der Geschichte begreifen. Faschismus gab es auch in der DDR, nur das durfte man nicht sagen. Besonders bei der NVA und den Grenztruppen duften Längerdienende ihre narzistisch- faschistischen Persönlichkeitsdefekte austoben. Damit wurde gezielt, den unter Waffen stehenden Grundwehrdienstlern, eine EK- Bewegung auferlegt, die so manchem Mann nicht nur fertig machte, sondern auch in den Suezid trieb. Die Militärgefängnisse waren gut gefüllt. Und dennoch war irgendwann 1989 die Zeit reif für die Ablösung des Systems. Leider fand der Verrat an der Idee einer besseren DDR, mitten im Kanzleramt statt. Die schnelle DM hat alles und fast alle korrumpiert.

    Also, was soll jetzt werden?
    Der Mensch hat sich kaum verändert.
    Die meisten, die am Fressnapf sitzen, die fressen……. . Noch…….

    • Ja Cohiba, ganz bei Ihnen,

      Auch hier im Westen sehen, glücklicherweise, längst nicht alle den Feind in Russland. Und auch hier war der Faschismus nie wirklich weg, kam nur teils in netteren Kleidchen daher.
      Leider wurde 1989 ein leicht durchschaubares System der Unterdrückung durch ein überaus hinterhältig manipulierendes System der Ausbeutung ersetzt – das mal so im Groben. Wäre es bei der Wiedervereinigung um das Wohl der Bevölkerung gegangen, man hätte positive Komponenten beider Systeme zusammengefügt – das allerdings war nie Sinn der Sache…
      Was soll schon werden?
      Mensch wird Mensch bleiben und damit fast ausnahmslos korrumpierbar. Zur nötigen mentalen Evolution scheinen wir mehrheitlich nicht fähig.
      Meine Vermutung – die Natur wird’s richten…

  11. Oh nein, auch „Die Partei“… damit hat sich meine letzte Wahl-Option bei der „Europawahl“ in Luft aufgelöst.

    (Wobei ich zugeben muss, dass mir Sonneborn nie wirklich sympathisch war, mit seiner durchgängig zu ätzenden und meist nicht wirklich komischen Form von Satire, die er vorträgt, und nach dem letzten Interview mit Tilo „ich bin zu geil für diese Welt“ Jung noch etwas weniger, wobei seine kompromisslose Überheblichkeit natürlich schon wieder was hat…)

    • Schakeline, du sprichst mir aus der Seele. Und wenn Sonneborn sich nicht als Ausgleich für den Talk mit dem pseudosystemkritischen Naivling auch mal von KenFm interviewen lässt, dann gehen mir auch langsam die Ideen für die Europawahl aus. Allerdings sollte man sich auch nicht von jedem antideutschen Maulwurf die letzte Wahloption madig machen lassen. Ist wohl eh klar, dass alles, was so´n Bisschen Relevantz bekommt, Ziel von Störangriffen wird. Wählen ist doch eh nur spielen, oder?

  12. Gute Tagesdosis.

    Ein Tipp an Andrea Drescher . Überprüfen sie, ob sie nicht eine Spende oder e-mail unter dem Namen Tarrant
    bekommen haben . —Die „Bösen“ werden nun mit Attentat von Christchurch in Verbindung gebracht .

  13. Danke Dirk Pohlmann für Ihren Mut und Ihre aufrechte Haltung, trotz dieser ungeheuerlichen Morddrohungen. So schlimm hätte ich mir das Geschilderte nicht vorgestellt. Danke auch an Andrea Drescher für ihre Zeilen an das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ Jeden Satz dieses Aufrufes kann ich unterschreiben. Mit einer kleinen Ausnahme: Wenn Sie keinen Kontakt mit dem Initiator von „Druschba“ suchen und hier Dr. Rainer Rothfuß meinen, bin ich nicht Ihrer Meinung. Rainer Rothfuß ist jetzt zwar Mitglied in der AfD aber ein ausgesprochener Friedensaktivist. Solche Menschen sind für mich ein Grund, erstmals AfD zu wählen.

  14. Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen „Ich bin der Faschismus“. Nein, er wird sagen „Ich bin der Antifaschismus“. (I. Silone)

    …und mit der jetzt verabschiedeten Novelle des Urheberrechts bekommen wir demnächst amerikanische Zustände der Medienwelt, durch welche Kritiker des faschistischen Systems nun komplett aus den Medien verschwinden können.

  15. Danke, Dirk Pohlmann, fuer die interessanten Informationen! Ich möchte nur noch ein paar Kleinigkeiten ergänzen.
    Während die neue Linke seinerzeit ohne Ausnahmen den Kampf der palästinenser vorbehaltlos unterstuetzte (jede Gruppe hatte allerdings ihre spezielle Partei vor Ort, die die rrrichtige Politik vertrat), kam es im Auflösungsprozess der neuen Linken zu ersten Gegenmeinungen, die sich noch zaghaft äusserten zu der Israelproblematik.
    Daraus wurde leider dann im Zusammenhang mit der Annexion der DDR die Gruppe der Antideutschen, die aus „Angst“ vor einem Erstarken des DE-Imperialismus sich gegen „die Deutschen“ wand, eben als Antideutsche (Bomber Harris, do it again!) Jetzt kamen zwei Ideologien zusammen, die sowohl Israel, als auch den US-Imperialismus hofierten, und die Nation DE negierten.
    Wenn man alles Beiwerk beiseite lässt, so kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich um die 5. Kolonne des US-Imperialismus und seines Ziehkindes des Zionismus handelt. Ideologischen Rueckhalt finden diese Strömungen u.a. auch in der Konkret mit Gremliza und Ebermann.

    • Noch etwas:

      „Die Bereitschaft der Antideutschen in der Linken, die eigenen Leute und Anhänger mit den übelst möglichen Beleidigungen zu attackieren, ist so phänomenal, dass man sich fragen kann, woher dieser Drang zur selbstzerstörerischen Sortenreinheit kommt.“

      Die Antideutschen können unter KEINEN Umständen zur Linken in DE gerechnet werden. Es sind U-Boote des US-Kapitals und wie ich schon schrieb des israelischen Zionismus, der nicht nur rassistisch genannt werden darf, sondern sogar faschistisch.
      Der Hammer ist ja die 2008 gehaltene Rede der Kanzlerin in Israel:
      „Diese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heißt, die Sicherheit Israels ist für mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.“
      Und nun wird es real. Sagt Prof. Moshe Zuckermann (ein bekennender juedischer Marxist) irgendetwas zum israelischen Zionismus, dann werden ihm ganze Alpen in den Weg gelegt. Juengst wurde ihm in Muenchen ein angemietetes Lokal verwehrt, weil ein Flugblatt auftauchte, das ihm Antisemitismus vorwarf.
      Wir haben es in DE (vielleicht in ganz Europa) mit einer rechts/links Verwirrung zu tun.

  16. Die sich gewaltfrei, also friedlich zu einem Thema äußern und auch nicht zur Gewalt aufrufen, sollten, auch wenn sie anderer Meinung sind, toleriert werden. Nicht mehr, zum Beispiel, mit Prof. Rainer Rotfuß zu sprechen, nur weil er in die AfD eingetreten ist, halte ich für einen Fehler.
    Genau so halte ich es für einen großen Fehler, nicht mit Billy Six über seinen 119 tägigen Aufenthalt in einem Gefängnis in Venezuela zu reden, und der fehlenden Bereitschaft Deutschlands ihn da raus zu holen. Bedauerlich, dass es da von KenFM Berührungsängste gibt. Oder kommt da noch was? Dann nehme ich meine Kritik zurück.

    • Auf welchen Fakten, Indizien oder auch nur Vermutungen beruht deine Ansicht, KenFM wolle nicht mehr mit Rotfuß oder Sixt reden? Die Frage ist nicht rhetorisch – vielleicht ist mir da etwas entgangen.

    • Das will ich ja gerade nicht hoffen, dass er nicht mehr mit Rothfuß reden will. Ich stelle nur fest, dass ich seit etwa einem Jahr hier nichts mehr von ihm gehört habe. Ich habe mit der AfD nichts am Hut, aber wie unfair Regierung und Mainstream Medien mit ihr umgehen, ist widerwärtig.
      Zu Billy Six habe ich seit einer Woche ca. 5 Videos gesehen. Das Verhalten des Außenamts ist es wert kommentiert zu werden. Aber vielleicht kommt ja noch was.

    • Insofern das auch nur ansatzweise stimmt, was Billy Six über die Beteiligung der deutschen Regierung am gescheiterten Attentat gegen Maduro behauptet, dann ist das schon ein ziemlicher Kracher.
      Ich fände es auch gut, wenn hier mal was zu dem Thema gebracht würde.

  17. „Es ist Zeit, sich zu wehren“ – allerhöchste Zeit sogar. Sonst ist es bald mal wieder zu spät. Ich verstehe mich als Linker und bekenne mich dazu. Von diesen faschistoiden „Aktivisten“, ob sie nun alle wissen, was sie tun, oder nicht (zumindest einige wissen es ganz genau, die Mitläufer sind aber auch nicht unschuldig), distanziere ich mich ausdrücklich!

  18. Abgesehen vom Namen unterscheiden sich diese Typen nicht von den damaligen Nazis. Na vielleicht noch vom Geruch her.
    Ich sehe in dieser Gruppierung aber auch eine echte Chance für alle Menschen, sich querfrontmäßig zusammenzuschließen. Antideutsch, dass wofür es steht findet außer den paar Antideutschen doch wirklich keiner gut, kein Rechter, kein Linker, und auch sonst niemand. Vielleicht sind sie der äußere Feind den wir brauchen. Außerdem ziehen sie mit ihren aberwitzigen Positionen und ihrer straßenschlägermäßigen Leitkultur natürlich erst recht jede Menge Aufmerksamkeit auf genau die Vorgänge, die so mancher lieber gar nicht näher durchleuchtet hätte.

  19. Dass es so schlimm ist, hab ich nicht geahnt. Besser als diese Idioten kann man ja die Linke gar nicht diskreditieren.

    Mit dem Brief von Frau Drescher kann ich mich auch solidarisieren.

    Gut, dass Sahra hinschmeißt! Sie ist diesen Leuten intellektuell SO haushoch überlegen. Vielleicht hat sie erkannt, dass es keinen Sinn macht einer Ameise zu erklären, wie Windows funktioniert.

  20. Ich befürchte, die Antideutschen sind der Gegenpartei zu den gewaltbereiten Glatzköppen und Hooligans. Beratungsresistent, ideologisch vergiftet, nur mir dem selbstaufgesetzten Heiligenschein des Antifaschismus. Jeder Antifaschist von vor 45 rotiert im Grab und jeder wahre Antifaschist der Gegenwart wendet sich angewiedert ab.

    • Genau Mal ins TP Forum, da kannst du sie live miterleben. Aber der Großteil der Forenteilnehmer gibt ordentlich Feuer (zwar mitunter auf gleichem Niveau, aber gut, man kann nicht alles haben) den gibt es auf meinem Android übrigens auch 👍 , bei den Smileys in etwa mittig

    • Ich hab doch gar kein Smartphone. Sitze hier ganz vorsintflutlich vor nem Desktop am Schreibtisch MIT Kabel. 😉

      Bei TP sind die auch? Ich les da nur die Artikel. Wenn ich erstmal mit den Kommentaren anfange, dann juckts mich zu sehr in den Fingern mich anzumelden und mitzudiskutieren. Aber irgendwo wirds dann echt zuviel mit dem Netz.
      Ich hatte mal ne Diskussion mit nem Antideutschen bei der Rationalgalerie. Da gings um Ken und seinen „Rechtsradikalismus“. Schlimm…

    • Hallo Kristina, ja auch unter dem selben Nick. Tja die Diskussion sind dort ziemlich zeitaufwändig, aber den Spaß gönne ich mir wenn es zeitlich passt. Bestimmte Forenten kann man getrost ignorieren und bei manchen zählen selbst Fakten nicht, aber man lernt wie sie ticken. Ansonsten haben sie aktuell viele Themen, welche die MSM schon lange abgehakt haben ( Breitscheid, Niemand Sucht Uns, Skripal…) und das interessiert mich speziell.

    • Hooligans hauen sich gegeseitig eins aufs Mett. Verabredet und gerne. Die schaden in erster Linie sich selbst, sehen das aber sportlich.
      Glatzen leben offen das was sie sagen und werden in der Regel nicht aggressiv, weil jemand eine andere Meinung vertritt.
      Antideutsche kommen im fremden Gewand. Sie geben vor etwas zu sein, was sie de fakto nicht sind. Sie unterdrücken die Meinungsfreiheit, in der Regel von Systemkritikern und diskreditieren echte Linke in einem Rutsch unter dem Deckmantel „Antifaschismus“.
      Und Otto Denkfaul glaubt es mit Hilfe von Springer und Co.
      Ähnlich den V-Männer in anderen Ländern, die Unruhen angezetteln, um Regimechanges voranzutreiben.
      Vielleicht sollte man sie eher als Soldaten in Tarnkleidung verstehen, als als Gegenpartei.
      Die ehemalige Antifa hat Bonzenautos abgefackelt. Diese hier nehmen sich die kleinen Pritschen vor (s. G20).

      Ich kann der Ideologie der ersten beiden Gruppen nichts abgewinnen, sehe aber in der dritten den mit Abstand größten Schädling.

    • Moin Pinuu

      Diese Unterscheidung von „echt dazu stehen“ und „nur so tun als ob“, die mach ich auch. Denselben Vorwurf kannste auch bei CDU und SPD machen. Die einen stehen wenigstens zu ihrem Neoliberalismus, während die Anderen mir ständig die Sozen vorspielen…

      G20 weiß ich nicht, aber der G7 in HH zuletzt, da hab ich persönliche Kontakte zum Kiez. Und die haben mir damals berichtet, dass die Krawallmacher, die kleine Corsa’s angezündet haben KEINE Leute aus dem Kiez und der Roten Flora waren. O-Ton: „die würden niemals ihren eigenen Kiez zerlegen und haben uns sogar gegen diese eigenartige fake-antifa beschützt.“

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