Tagesdosis 26.8.2017 – Donald Trump: Wegbereiter des Faschismus

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

US-Präsident Donald Trump hat in dieser Woche dreimal die besondere Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf sich gezogen. Am Montag erklärte er in seiner Eigenschaft als Oberbefehlshaber der US-Armee, dass er den Afghanistankrieg nicht – wie im Wahlkampf versprochen – beenden, sondern fortführen und sogar ausweiten werde. Am Dienstag drosch er auf einer Rallye in Phoenix im Bundesstaat Arizona einmal mehr auf die US-Medien und seine politischen Gegner ein, während sich vor der Veranstaltung bürgerkriegsähnliche Szenen abspielten. Am Freitag schließlich begnadigte er einen Sheriff in Arizona, der im Oktober eine Haftstrafe wegen Diskriminierung und ethnischer Verfolgung von Immigranten antreten sollte.

Viele Beobachter führen Trumps Verhalten auf sein cholerisches Temperament, seinen Narzissmus und seine Unberechenbarkeit zurück. Das mag stimmen, ist aber nebensächlich. Viel wichtiger ist die Tatsache, dass sich hinter Trumps Auftritten eine sorgfältig gesteuerte, überaus gefährliche Strategie verbirgt: die Wegbereitung für den Faschismus.

Der Hintergrund: Ein Wahlkampf voller Lügen

Während des Wahlkampfes hatte Trump den Amerikanern versprochen, die Kriege seiner Vorgänger zu beenden, den „Sumpf“ trockenzulegen und ins Ausland verlegte Jobs wieder in die USA zurückzuholen. Immer wieder hatte er sich an Geringverdiener, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger gewandt, die er als „vergessene Männer und Frauen“ bezeichnete und denen er eine Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse und eine Rückkehr zu früherem Wohlstand versprach.

Seit seiner Wahl ist klar: Trump hat hemmungslos gelogen. Er begünstigt nicht die, die am unteren Ende der sozialen Leiter stehen, sondern die Wall Street und das US-Militär und damit die beiden für die ultrareiche Elite des Landes wichtigsten Einrichtungen der USA. Unter dem Vorwand, die Bürokratie eindämmen zu wollen, hat Trump den Umweltschutz gelockert (insbesondere beim Fracking), bisher verweigerte Baugenehmigungen (wie die von Pipelines durch Indianer-Reservate) erteilt und diverse Einschränkungen für die Finanzindustrie aufheben lassen Außerdem hat er die US Army angewiesen, die größte Bombe seit 1945 abzuwerfen und sein Team durch immer mehr Top-Banker und hochrangige Militärs verstärkt.

Vor allem aber setzt Trump drei Mittel ein, die ihn von sämtlichen Vorgängern unterscheiden: Er tritt in regelmäßigen Abständen bei Großveranstaltungen vor seinen Anhängern und dem Militär auf, lässt Medienvertreter auf Pressekonferenzen im Weißen Haus regelmäßig niedermachen und nutzt den Nachrichtendienst Twitter als sein wichtigstes Kommunikationsmittel.

Die USA stehen vor einer Zeitenwende

Grund für diese Strategie ist eine politische Zeitenwende in den USA. Die gewaltigen Probleme im Wirtschafts- und Finanzsektor des Landes werden nicht mehr lange im Rahmen eines parlamentarischen Systems zu lösen sein. Zwar werden im Finanzsektor riesige Gewinne erzielt, doch kommen sie den arbeitenden Menschen schon lange nicht mehr zugute. Im Gegenteil: Die Gewinne der Industriekonzerne können wegen der Stagnation des Absatzes nur noch dadurch gesteigert werden, dass ständig weiter rationalisiert, Arbeitskräfte entlassen und die Arbeitslöhne gedrückt werden. Während der Lebensstandard einer winzigen Schicht von Ultrareichen märchenhafte Dimensionen annimmt, muss der Durchschnitts-Amerikaner immer härter ums Überleben kämpfen.

Zusätzlich aber bahnt sich ein noch viel größeres Problem an: Da wegen der Niedrigzinsen auch konservative Institutionen wie Versicherungen, Renten- und Pensionskassen in die Finanzspekulation getrieben worden sind, werden diese nach dem nächsten Crash, der mit Sicherheit kommen wird, in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Das aber wird gewaltige gesellschaftliche Verwerfungen bis hin zum Bürgerkrieg mit sich bringen.

Trumps Strategie: Gleichschaltung der Medien und Stärkung des Gewaltapparates 

Trumps Problem ist damit offensichtlich: Er hat Erwartungen geweckt, die er niemals erfüllen kann. Aus diesem Grund ist er gezwungen, zwei Dinge zu tun: Zum einen muss er dem amerikanischen Volk einen Sündenbock liefern, dem er die Schuld für das eigene Versagen in die Schuhe schieben kann. Zum anderen muss er dafür sorgen, dass ein möglicher Aufstand gegen die bestehende Ordnung möglichst effektiv niedergeschlagen wird.

Trumps Großveranstaltungen, die mit rassistischen Ausfällen gegen Einwanderer gespickt sind, dienen dem ersten Ziel. Sie sollen seiner politisch weitgehend ahnungslosen Anhängerschaft weismachen, dass nicht die Wall Street, sondern Migranten schuld an der amerikanischen Misere sind. Seine Auftritte vor dem Militär dienen dem zweiten Ziel: Sie sollen zeigen, dass hier ein Präsident am Werk ist, der im Inneren voll und ganz auf die Unterstützung durch die US-Army setzt und der nach außen jederzeit bereit ist, die alten Kriege fortzuführen und neue zu entfachen. Trumps Hetze gegen die US-Medien schließlich zielt darauf ab, jegliche Kritik an dieser Politik mundtot zu machen. Durch sein Twittern umgeht er die von ihm bekämpften Medien und kann seine Basis auf direktem Weg erreichen.

Dass Donald Trump auch nach der Wahl in regelmäßigen Abständen vor seinen Anhängern auftritt und sie systematisch aufhetzt, macht ihn zum ersten Präsidenten der USA, der der Weltöffentlichkeit zeigt, dass er sich auch auf eine außerparlamentarische – und, aufgrund der Waffengesetze der USA – großenteils bewaffnete und von Ausländerhass beseelte -Anhängerschaft stützen kann. Kein Wunder also, wenn einige Beobachter behaupten, dass der Massenredner Trump sie gelegentlich an Benito Mussolini oder Adolf Hitler erinnert.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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28 Kommentare zu: “Tagesdosis 26.8.2017 – Donald Trump: Wegbereiter des Faschismus

  1. Anbei ein Artikel von Herrn Ploppa, im Wesentlichen geht es um die Ablösung der USA durch China, als erste kapitalistische Supermacht. Die Strategien der beiden Seiten, warum die USA nur noch Gewalt und Chaos kann. (Anm.: Im Schlepptau der Gewalt und Chaos Strategie befindet sich natürlich die EU. Ob China wirklich einen anderen Weg geht, ob das kapitalistische System überhaupt, je weiter es voranschreitet, andere Wege zuläßt, milde ausgedrückt, ich habe meine Zweifel):

    China schon jetzt Nummer Eins?
    27. August 2017 Hermann Ploppa

    Sogar in den transatlantischen Netzwerkorganisationen wird immer offener über eine Ablösung der USA als Welt-Hegemon durch China nachgedacht
    (…)
    Bereits für das Jahr 2014 hatte nämlich der Internationale Währungsfonds ganz trocken festgestellt, dass die Volksrepublik China bezüglich ihrer Kaufkraft die USA vom ersten Platz in der Weltrangliste abgelöst hatte. Und es besteht kein Zweifel unter Wirtschaftsexperten, dass das Reich der Mitte die Vereinigten Staaten von Amerika bis zum Jahre 2020 in allen Disziplinen vom ersten Platz verdrängt haben wird.
    (…)
    Streit um den richtigen Kurs in China

    Wie wir alle wissen, wurde der kommunistische Flügel der KP China bereits im Jahre 1976 vom „reformerischen“ Flügel um Deng Hsiao Ping ausgeschaltet. Während die Diktatur blieb, wurde die Wirtschaft Stück für Stück privatisiert.

    Deng holte sogar zweimal den marktradikalen Prediger Milton Friedman ins Zentralkomitee, um den Abgeordneten Radikalkapitalismus beizubringen. Das zahlte sich für die Genossen buchstäblich in barer Münze aus: 90% aller dem Volk gestohlenen Staatsbetriebe gingen in die Hände von Partei-Hierarchen.

    Während in westlichen Medien fälschlich verbreitet wurde, die am Tienanmen-Platz niedergeworfene Revolte 1989 hätte die Forderung der Protestierenden nach mehr Kapitalismus zum Ziel gehabt, richtete sich der Aufstand tatsächlich gerade gegen die kapitalistische Kleptokratie der Parteigenossen.
    (…)
    Die chinesische Regierung investiert Unsummen in Denkfabriken und politikwissenschaftliche Fakultäten. Leonard bleibt die Spucke weg, als er feststellt, dass alleine nur die Chinese Academy of Social Sciences (CASS) in Peking 4.000 hauptamtliche Mitarbeiter beschäftigt. Die freie kontroverse Diskussion ist hier genauso erwünscht wie bei US-amerikanischen Think Tanks wie z.B. dem Council on Foreign Relations in New York (vgl. Der Klub der Weisen Männer.

    Und so wie beim Council alles diskutiert und ausgesprochen werden darf, solange die Vorherrschaft der USA und des Finanzkapitalismus nicht in Frage gestellt wird; so darf am CASS alles diskutiert und angesprochen werden, solange die Vorherrschaft der Kommunistischen Partei Chinas und der Volksbefreiungsarmee nicht in Frage gestellt wird.
    (…)
    Erstaunlich konstruktive Ansätze aus China

    Die Aufgaben der SOZ umfassen Fragen der Sicherheit und der Wirtschaftszusammenarbeit. Um immer genug Geld für das zentralasiatische Großprojekt bereitstellen zu können, gründete die Volksrepublik China im Jahre 2015 die Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank.
    (…)
    Und jetzt sind die USA mit der unliebsamen Erfahrung konfrontiert, dass schwache Staaten wieder wie im Kalten Krieg zwischen zwei rivalisierenden Mächten auswählen können. Die USA reagieren darauf oftmals ausgesprochen infantil, wie bei der Weigerung, sich an der Asiatischen Infrastrukturinvestmentbank zu beteiligen.
    (…)
    Auf eine kohärente chinesische Strategie reagieren die USA häufig mit einfallslosen Störmanövern. Pakistan wird für die Einwilligung des Hafens Gwada mit Drohnenangriffen überzogen. Die USA überziehen Afrika, wo die Chinesen immerhin außer der Reihe mal eben 42 Sportstadien und 52 Krankenhäuser spendiert haben, mit einer Zwangsmilitarisierung durch ihr Militärnetzwerk AFRICOM.
    (…)
    Um die Europäer vom Seidenstraßenprojekt abzuschneiden, binden die USA die Staaten an der russischen Westgrenze immer enger an ihren NATO-Aufmarsch. Der polnischen Regierung werden Versprechungen gemacht, als Führungsnation in einem neuen osteuropäischen Staatenbund namens Intermarium mit den baltischen Staaten und der Ukraine zu einem neuen Großreich aufzuerstehen, wie es bereits der frühere polnische starke Mann, Jozef Pilsudski erträumt hatte.

    Die unkooperative Haltung der osteuropäischen Staaten im Umgang mit russischen Pipeline-Vorhaben lassen bezüglich eines Seidenstraßen-Transits nichts Gutes erahnen.
    (…)
    Die USA reagieren vollkommen kopflos. Das wird durch den neuen Chaos-Präsidenten Trump noch offensichtlicher. Zwei Faktoren haben die USA in einen Zustand kollektiver Regression schlüpfen lassen. Zum einen das geschwürartige Wachstum des Militär-Industriellen Komplexes, vor dem dereinst schon der scheidende Präsident Dwight D. Eisenhower gewarnt hatte (vgl. USA: Der militärisch-industrielle Komplex.
    (…)
    Dahinter stünden massive Interessen gewisser reicher Leute, den Staat der USA bis auf Militär und Polizei komplett zu zerschlagen. Wenn aber nur noch private Bereicherungsinteressen vorherrschen, und so etwas wie ein übergeordneter Staat als Repräsentant eines Gemeinschaftswillens nicht mehr auffindbar ist, wird sich eben auch keine zusammenhängende Strategie entwickeln, die es in irgendeiner Weise mit dem vor Kraft strotzenden Nationalstaat China aufnehmen könnte.
    https://www.heise.de/tp/features/China-schon-jetzt-Nummer-Eins-3813468.html?seite=4

    • Unser Duzer.

      Ich dachte das wäre klar? Nun ja, falsch gedacht.

      Das kapitalistische System führt automatisch, konstruktionsbedingt, zu immer größeren gesellschaftlichen Spannungen, die dann irgendwann nicht mehr durch den Samthandschuh und psychologische Tricks zu handhaben sind.
      Am Ende steht stets die Gewalt.

    • Und es ist undenkbar, dass eine Hegemonialmacht, die an ihre Grenzen stößt, sich friedlich zurückzieht, Schritt für Schritt? Ohne großen Knall die anderen mitziehend? (Siehst du, jetzt vermeide ich schon in der Konstruktion meiner Sätze das Duzen! Ich werde in den Kommentaren dauernd geduzt und habe mir das also auch angewöhnt. Ist ja auch was dran: Wir sind alle unsichtbar, also nicht dicker und dünner, nicht älter und jünger, gescheiter und dümmer, also irgendwie in einer WG)

    • @ Box: „Und ihre wiederholte Respektlosigkeit…“

      Neulich schrieb einer: „Wo leben Sie eigentlich?“ Und im selben Posting: „Das ist absoluter Humbug.“
      Wir kennen uns im Forum alle nicht. Also ist respektvoller Umgang dringend geboten. Ich würde sowas wie oben nicht schreiben. Sie machen Respekt an der Anrede fest. In etlichen Foren, aber auch bei zahlreichen Demos fand ich zunehmend unter „Gleichgesinnten“ – und in gewisser Weise als KenFM-Leser sind wir das hier ja auch – dass man sich duzt. Da habe ich als alter Siezer dazugelernt. Der Begriff „respektlos“ für meine Haltung Ihnen gegenüber ist bestimmt nicht gerechtfertigt.

    • Die schlimmste Art von Faschismus ist die Globalisierung,-da wo ganze Nationen und Völker übergangen werden und rein aus Profitinteressen die Arbeitskraft der einheimischen Bevölkerung gezehrt wird und die Natur geplündert wird. Da wo alle Regularien fallen und die Herrschaft der Multinationalen Konzerne aufgestellt wird.
      Wo der Mensch zum Werkzeug von Unternehmen wird.
      Wo die Eigenheiten und das kulturelle Erbe von alten Ethnien und Völkern zerstört wird.
      Wo jedes Jahr viele alte Sprachen aussterben,weil die Völker ihre Lebensgrundlage verlieren und die Menschen zu Lohnsklaven werden.

      Mir ist nun nicht bekannt,dass Trump ein Befürworter der Globalisierung ist !
      Vielmehr glaube ich ,er ist das Gegenteil und dass die Globalisten Trump weghaben möchten. Darum versuchen die Imperialisten und deren Medien Trump zu diskreditieren und als krank hinzustellen.

    • Das Nordamerikanische Freihandelsabkommen(NAFTA) wurde lange vor Trump geschaffen.Es hat Millionen mexikanischer Bauern zu Tagelöhnern und Bettlern gemacht und ist wahrscheinlich mitverantwortlich dafür,dass in Mexiko jetzt die Drogen-Mafia herrscht.

      Diese stolzen Bauern mit ihren über hundert Sorten Mais-die Nachfahren der Maya und Azteken…

      Die Weltgemeinschaft,die neu entstehen muss ,weil die UNO keine wahre Weltgemeinschaft darstellt und nur aus Hampelmännern besteht,sollte die vor ein Weltgemeinschafts-Gericht stellen,die solches den Menschen antun!

    • „Die schlimmste Art von Faschismus ist die Globalisierung…
      Mir ist nun nicht bekannt,dass Trump ein Befürworter der Globalisierung ist !“

      Ich hätte jetzt gesagt: die schlimmste Form von Versklavung ist der Neoliberalismus.
      Da hat Trump, außer ein paar Phrasen bzgl. „Drain the Swamp“ und „The forgotten Man shall never be forgotten again“ nichts, aber auch wirklich gar nichts getan, um diese Maschine zu stoppen.
      Mirowski: „Untote leben länger“ ist hier ein guter Buchtipp.

      Trump hat den Sozialstaat weiter ausgehöhlt, er hat die Rüstungsausgaben erhöht, er hat das Finanz- und Wirtschaftssystem noch weiter (!) dereguliert, er setzt auf Eskalation mit Nordkorea, noch mehr Gewalt in Afghanistan…

      Wo bitte ist das irgend ein positives Signal?
      Genau wie die AfD ist der (leider auch hier auf KenFM völlig zu unrecht) gefeierte Trump kein Gegner des Neoliberalismus, sondern er kleidet das ganze perverse System nur in eine andere Rhetorik.

      Das ist gefährlich, denn die Person Trump wird so viel diskutiert, dass man schon wieder das wesentliche aus den Augen verliert: die Machtpyamide der Eliten.

    • @ Volume: Du schreibst: „Genau wie die AfD ist der (leider auch hier auf KenFM völlig zu unrecht) gefeierte Trump “

      Das Problem bei dieser, wie auch in vielen anderen Auseinandersetzungen, sind die Ungenauigkeiten durch Schwarz-Weiß-Malerei. Keiner hat hier Trump „gefeiert“. Man hat hier nur dem Extrem-Bashing in den MSM und hier durch Wolff die von anderen verschwiegenen Aspekte aufgezählt, d.h. die Dinge, wo Trump in seinen Ankündigungen sich von den saugefährlichen Bestrebungen der Neocons absetzte.

      Wenn man sich ganz im Hetz-Modus befindet, werden auch Slogans wie „America first“ ganz anders interpretiert, als Trump sie immer gemeint hat (Arbeitsplätze zurückholen, Steuern in den USA zahlen). Dann vergisst man auch schnell die extreme Abwehrsitiuation in der er sich befindet und interpretiert Äußerungen ohne diesen Kontext als Beweis für seine Kriegslüsternheit. Ich erinnere: Das erste lauwarme Lob erhielt Trump von der US-Presse und der unseren, als er die Tomahawks auf den syrischen Flugplatz schoss wegen den „beautiful babies“. Das ist doch pervers. Man übersieht veränderte Fakten (Syrien), weil man sich mit der Oberfläche von Geschwätz beschäftigt. Man ist nicht in der Lage zu erkennen, dass eine riesige kriegslüsterne und verhetzte Meute mit entsprechender Rhetorik besänftigt bis getäuscht werden muss und achtet daher nicht darauf, was sich im Hintergrund verändert.

      Damit ich richtig verstanden werde: Mein Hauptinteresse bei diesem Thema ist die Außenpolitik der USA, die Geopolitik, die Kriegs- und Unterwerfungspolitik der USA, deren Interventionen in andere Länder der gesamten Welt. Das hat mir in den letzten Jahren immer mehr Angst eingejagt, je mehr ich mich darüber informiert habe. Dass Trump innenpolitische Vorstellungen hat, die einen grausen, ist daher nicht mein Thema und darüber habe ich auch wenig Hintergrundwissen.

    • @ Bernard:

      Ich stimme Ihnen zu, dass Geopolitik sehr wichtig ist. Um einen Politiker insgesamt zu beurteilen, sind aber sowohl Außen- als auch Innenpolitik wichtig. Es ist bezeichnend, dass Sie/man als KenFm-Leser nichts über die desaströse Innenpolitik erfährt.
      Bzgl. der Außenpolitik sehe ich halt: er sagt das eine (Frieden, Ende des Imperialismus) und tut genau das Gegenteil (Bomben auf Syrien, Afghanistan, Nordkoreakonflikt, Pentagonbudget nochmals erhöht, …).
      Also: was er SAGT klingt schön und gut. Nur: wie oft sind die Menschen in der Geschichte schon auf einen „starken Mann, der schöne Dinge versprach“ hereingefallen? Das ist die älteste Nummer überhaupt.
      Hat scheinbar wieder funktioniert.
      Was er TUT ist nämlich etwas ganz anderes. Oder können Sie mir wirkliche konkrete Beispiele nennen, was er außenpolitisch sinnvolles geleistet hat, wenn Sie schon über die Innenpolitik nicht sprechen wollen.

      Es macht keinen Sinn, anderen einen undifferenzierten „Bashing-Modus“ vorzuwerfen, und selbst im undifferenzeirtesten „Verteidigungs-Modus“ zu sein.

      Bezüglich des „Feierns“ von Trump auf KenFM:

      Hier ein Originalzitat aus einem Artikel vom 21. Januar 2017 von Herrn Fleck

      “ Jetzt war der Präsident dran. Was ich die nächsten zehn Minuten zu hören bekam, sorgte in mir für höchstes Entzücken. Der Kerl las dem Washingtoner Establishment, das ja versammelt hinter ihm saß, so unverfroren die Leviten, dass es manchem dieser Gangster und Schleimscheißer schwer fiel, die Fasson zu wahren. Donald erklärte den Herrschaften, die sich nur um sich und ihre Pfründe kümmern, während ihnen das Volk am Allerwertesten vorbeigeht, unverblümt den Krieg, in dem er nämlich erklärte, dass die Poilitik ab sofort nicht länger den Eliten, sondern dem Volk dienen werde. Seine Äußerungen übertrafen ähnliche Aussagen, die er im Wahlkampf getätigt hatte, um ein vielfaches an Deutlichkeit. Donald Trump war keine drei Minuten im Amt, da wusste man in Washington endgültig bescheid: DIESER MANN IST JA WIRKLICH GEFÄHRLICH!“

      Das ist zwar falsch (die Äußerungen hat er genau so schon vorher getätigt) und schlecht recherchiert, nur: wenn das kein Feiern ist, was dann?

  2. Der Begriff Faschismus ist eine Nebelgranate. Inhaltslose Dämonisierung. Wieso Faschismus? Hitler? Mussolini? Die sind tot und trugen stets Uniform. Die Historiker haben keine griffige Definition von Faschismus. Und wieso schon wieder Trump? Es ist doch schon allen klar, dass der eitle, alternde Milliardär nur sich und den Seinen dient, dabei über Leichen geht und noch gehen wird. Das Gleiche wäre heute über Hillary zu sagen, die mit dem klaren Auftrag, den Krieg in Syrien zu verschärfen und sich dabei auf Russland zu konzentrieren angetreten war. Das Gleiche tut Angela Merkels Regierung und der angegliederte Wirtschafts- und Medienapparat.
    In ein Paar Wochen ist Bundestagswahl. Angela Merkel hat ihren Freund Ackermann und die Finanzkrise überlebt. Sie wird auch ihre Freunde, die Automobil-Manager überleben, ihre Freunde, die Pharma- und Chemiemanager stehen nur gerade eben nicht im Feuer, haben aber mindestens genau so viel Dreck am Stecken, und wahrscheinlich überlebt sie auch Herrn Trump. Die Distanz, auf die „man“ im Wahlkampf geht, ist Stimmenfang. Genau wie die Distanz, die die CSU zur CDU hält. Bayern wählt die Union, Seehofer, und damit Merkel. Die SPD kommt mit einem Berufs-Loser, damit nichts schief geht, und sicherhetshalber mit der genau gleichen Politik.
    Die Politik in Deutschland, der EU und in den USA heißt: kein Zweifel an Umverteilung von unten nach oben, Rüstung und Krieg, Konzern-Oligarchie und Korruption. Alle anderen Parteien unbedeutend, alles was in den Bundestag geht mit gut geschmierten Marionetten an der Spitze, die Scheingefechte, quasi Wrestling ohne blaue Flecken austragen. In den Redaktionen schreibt sich eine Horde tiefenindoktrinierte Lakaien über die vermeintlichen Anti-Demokraten Trump, Erdogan und Putin die Finger wund – damit es keiner merkt, dass wir hier längst keine Demokratie mehr haben. Lüge? Rüstung? Kriegseinsatz? Was ist denn da heutzutage schon dabei?

    • Doch.
      Fascismus ist Anwendung von Gewalt ohne Ideologische Basis.
      In diese Definition war die USA schon seit Roosevelt faschistisch, die schöne Märchen über bringen von Demokratie und Menschenrechte waren nur Vorwände.
      Trump is damit ehrlich, USA Truppen werden verstärkt in Afghanistan, aber keine ’nation building‘ mehr.
      Er versucht nicht ein Vorwand zu finden für die Exploitation der Bodenschätze Afghanistan’s, wie Lithium für Batterieën.
      Ich mag das, Ehrlichkeit, etwas seltenes bei Politiker.
      Wenn Merkel ehrlich war würde sie sagen ‚ich will das Deutschland von Hitler endgültig vernichten durch Massen Immigration‘.

  3. Ich habe oft geschrieben das nur eine Revolution die USA Gesellschaft ändern kann, eine 19ten Jahrhundert Gesellschaft, wo nur Geld wichtig ist.
    USA Bürger verstehen nicht das so lange diese 19ten Jahrhundert Gesellschaft bleibt, das nicht etwas wie Krankenkassen oder National Health möglich ist.
    Aber auch eine Diktatur kann, theoretisch, die USA ändern.
    Wie man in seiner Zeit sagte ‚jetzt fahren die Züge wieder laut Farhrplan‘, Mussolini.
    Das Problem mit Revolution und Diktatur ist das es selten etwas besser macht, aber es ist möglich.
    Nachdem Singapore die Malaysische Federation verlassen musste gab es in Singapore eine Diktatur, ob man die faschistisch nannte damals, das weiss ich nicht.
    Aber heute ist Singapore eine blühende Demokratie.

    • Revolutionen sind unnütz-sie haben noch nie etwas gebracht,außer Gewalt und eine neue Diktatur -entweder eine Diktatur von Macht oder des Geldes.

      Die einzige wahre Revolution,die Bedeutung hätte und unsere Welt heilen könnte,wäre eine Bewusstseinsänderung der Menschen in der westlichen Welt-das findet gerade statt-aber sehr langsam und zurückhaltend.

      Die Erde,-die Flüsse,die Seen ,die Meere,die Wälder,der heilige Boden,-die 30 Zentimeter Muttererde,welche erst Leben ermöglicht,das Wasser und überhaupt alles -es gehört allen Menschen. Und das wird gerade den Menschen bewußt.
      Die Menschen werden erkennen,das Geld nur ein Werkzeug ist ,um die Menschheit zu beherrschen.
      Die Menschen brauchen kein Geld,weil alles im Überfluss vorhanden ist -einfach alles .

      Und wozu sollten die Menschen sich einen Wohnwagen anschaffen,damit sie frei leben könnten-wo ihnen doch sowieso alles gehört! Denn die Erde gehört allen Menschen.

  4. Die USA ist seit je latent faschistuid .
    Der Faschismus ist seit spätestens Bush und 9.11 auch an der Oberfläche .
    Der Trump , der auch Andeutungen zur Aufklärung von 9.11 machte ,
    ist mit seiner Politik der Reduktition des Imperialismus der USA und der Beseitigung der faschistuiden Seilschaften um Bush, Obama und Clinton wohl gescheitert .
    Den Faschismus nun dem Trump anzuhängen ist eine starke Verharmlosung des Ursprungs des Faschismus und vermutlich auch eine Verdrehung der Tatsachen .

    • @ Wasserader: „Trump … ist mit seiner Politik … wohl gescheitert .“

      Vielleicht ist es so oder wird es so kommen oder scheint es nur so. Und selbst wenn Trump scheitert, heißt das noch nicht, dass die Fraktion, deren Frontmann er zur Zeit ist, damit auch gescheitert wäre. Zumindest an der Oberfläche tobt der Kampf noch, aber die Dinge abseits der großen Worte und dem großen Theater (Tomahawks auf syrischen Flughafen ohne wesentliche Schäden, Kriegsschiffe nach Korea nehmen Kurs auf Australien, Kriegsschiffe kollidieren mit Frachtern usw.) nehmen weiter ihren Gang, entfernen sich vom bisherigen Kurs der „full dominance einzigen Weltmacht“. Ich verweise nochmal auf den Artikel von Peter Frey über die Entwicklung in Syrien (https://peds-ansichten.de/2017/08/syrien-bemerkenswerte-veraenderungen/) und auf analitik. Mit ihnen glaube ich, dass die Flasche noch halb voll ist.

    • @Wasserader: „Den Faschismus nun dem Trump anzuhängen ist eine starke Verharmlosung des Ursprungs des Faschismus und vermutlich auch eine Verdrehung der Tatsachen .“

      Volle Zustimmung. Ein ähnlicher Gedanke kam mir auch bei den aufgeregten Demos „Gegen Rechts“ also gegen Pegida, AfD, den Kopp-Verlag usw. Hier herrscht große Empörung über rechte Gedanken, Behauptungen usw. während großes Schweigen und tiefster Tiefschlaf herrscht gegenüber den TATEN unserer Regierungen, die völkerrechtswidrig tausendfachen Tod über Jugoslawien, Afghanistan, Syrien brachte, mit Bomben und brutalem Boykott- und Sanktionsregime, die Zerstörung unseres ehemaligen Sozialstaats, Umverteilung von unten nach oben, Schaffung eines wachsenden Prekariats, scheibchenweise Abschaffung demokratischer Grundrechte, Aushöhlung des GG. Schwächung der Gewerkschaften usw. Aufregung dort, wo es nicht weh tut und Taubheit und Blindheit, wo tatsächlich Faschistisches geschieht.
      In einem anderen Artikel von Peter Frey fand ich den Satz: „Wenn wir schon in rechts-links-Schablonen denken wollen, dann sehe ich die AfD stramm rechts und die deutsche Regierung rechtsextrem, …“
      https://peds-ansichten.de/2017/05/ungarische-sichten/
      Er hat Recht: Unsere Regierungen handeln rechtsextrem.

    • @Bernhard Meyer .
      Noch einmal pointiert :
      Widerstand gegen totalitäre Politik wird in das rechtsextreme Eck gerückt
      und totalitäre Politik und Krieg werden Sicherheit und humanitäre Aktion genannt .

      Ich kann nicht sehen , dass die dominante Politik
      von NATO und EU , von den Transatlantikern über die Soros NGOs bis hin zu diversen Stiftungen in Deutschland auch nur irgendetwas mit Aufklärung oder Sicherheit oder Humanität oder Toleranz zu tun hätte . Diese Sprache ist reine Blendung . Und diese Blendung ist bis tief in Linke Kreise wirksam . Die so bezeichneten „Populisten“ und „Rechten“ sehen die Blendung . Darin besteht heute die wesentliche Differenz zwischen Links und Rechts . Und folgend das Problem dass die „ewiggestrigen Linken“ ob der unausweichlich notwendigen Änderungen dann tatsächlich Rechtsextremen den Weg bereiten , wenn notwendiger Widerstand gegen die faschistuide Globalisierung schon rechtsextrem ist .

    • “ Die so bezeichneten „Populisten“ und „Rechten“ sehen die Blendung . “

      Wir sind uns völlig einig.
      Heute sehe ich, meine zu sehen, wie Trump Erfolg hat.

      Prinzess Mabel hat Trump kritisiert.
      Mabel Wisse Smit ist die Witwe unserer Prinz Friso, der beim Skilaufen in Österreich verstarb.
      Mabel leitet, in jedem Fall in Europa, Soros‘ Open Society, die versucht Kulturen zu ändern.
      Polnische Sozialisten nennen diejenigen die Soros folgen Sorosjugend.
      Trump ist Nationalist, Soros will Nationen vernichten.
      Ungarn versucht Soros‘ Universität los zu werden, Soros versucht durch Juncker und Tusk das zu verhindern.

      Das ‚Prinzess‘, sie könnte leider die Titel behalten, Mabel benutzt wird zeigt, nach meinem Ansicht, das Trump zu Deep State gehört, aber nicht selbst Trump kritisieren will.
      Das Bericht über Prinzess Mabel fügt hinzu das die Niederländische Regierung keine Verantwortung hat für was Mabel sagt.

      Die Heirat Mabel’s mit Friso hatte nicht die Zustimmung unserer Regierung, Mabel hatte gelogen über ihr Jugendverhältnis mit ein berüchtigter Holländischer Drogenhändler.
      Soros war einer der Unterzeichner eines Briefes an unsere Regierung, ein Versuch die Zustimming doch zu geben.
      Viele sagten das die eventuelle Zustimmung nutzlos gewesen wäre, bevor Mabel Königin hätte werden können hätte die ganze Familie Willem’s tot sein müssen.
      Diejenigen die das sagten sahen nicht das ein einziges Flugzeugunglück genügt hätte.

  5. Vielen Dank für diesen Beitrag, Herr Wolff!

    Und an alle Mitforisten, die es noch immer nicht verstehen: Der Feind meines Feindes ist nicht automatisch mein Freund!
    Hillary Clinton als Präsidentin wäre eine Katastrophe gewesen, NYT und CNN sind (u.a.) auch komplett abzulehnen, John McCain und Konsorten ebenso, etc. Trotzdem gibt es deswegen nichts – aber auch gar nichts – Begrüßenswertes an Trump.

  6. Der Autor hat zu viel MSM geschluckt und singt jetzt deren Lieder – zumindest was die Sicht auf Trump betrifft.
    Ich hab natürlich nichts dagegen, wenn die auch hier in einem Artikel aufscheint. Kommt eh nicht mehr drauf an, ich meine mengenmäßig.

    Aber: KenFM sollte hier auch auf die wenigen Sichtweisen hinweisen, die zumindest die Außenpolitik dieser Strömung, die zur Zeit noch Trump vertritt (also die Gegener der Neocons/Israel-Lobby/Globalisten, was alles dasselbe ist), dass also diese Sichtweise auch bei KenFM zur Kenntnis genommen werden kann. Z.B. durch folgende Autoren, Artikel oder Blogs:
    Blogs: NRhz, Analitik, Opa-Blog, Freidenker, Peds Ansichten
    Ich empfehle auch folgende Artikel:
    Sehr erhellend: http://www.imi-online.de/download/EU-Broschuere-EC-Trump.pdf
    Hintergrund: http://analitik.de/2016/10/13/willkommen-in-der-multipolaren-welt/
    Aktuelles: http://analitik.de/2017/08/21/us-flotte-wird-gedemuetigt/ und dort die Kommentare
    Aktuelles: https://peds-ansichten.de/2017/08/syrien-bemerkenswerte-veraenderungen/

    Man kann kann nicht oft genug betonen: Es geht NICHT um die Person Trump, es geht auch nicht um sein tagesaktuelles Geschwätz (er hat es ja schon im Wahlkampf gesagt, dass er die US-Politik zu berechenbar findet), da ist viel Show, Ablenkung, Vernebelung, was angesichts des Gegensturms in dem seine Regierung sich befindet, taktisch bedingt ist. Und: die Verteufelung der Person Trumps dient den Neocons, deren Politik wir hier doch so von Herzen ablehnen.

    UND eigentlich der wichtigste Gesichtspunkt ist: Wenn man „faschistische Tendenzen“ an Trump festmacht, verschwindet der Faschismus den die Politik der Bundesregierung, die EU und die bisherige Neocon-US-Regierungen angerichtet haben hinter dem Trump-Popanz. Dann sind alle anderen die GUTEN, das Faschistische an der Zerschlagung des Sozialstaats, der Umverteilung nach oben, die Präkarisierung, die Altersarmut, die Drohnenmorde, die Putsche, „humanitäre Interventionen“, die Blockade- und Sanktionspolitik mit Tausenden von Todesopfern, die Kriege – all das sind überwältigende „faschiastische Tendenzen“, die dann hinter dem Trump-Gespenst verschwinden. Das kann doch nicht UNSER Ziel sein!

    • Vollste Zustimmung. Ablenkungsmanöver und Geheimdienstaktivitäten werden werden selten auf kenfm erörtert. Ich empfehle auch die Seite recentr.com von Alexander Benesch, weil er auch Aspekte der Psychologie, im speziellen den Narzismus und die Mechanismen des Bösen versucht zu erklären. Herr Benesch warnt auch davor, Russland zu sehr als Heilsbringer zu betrachten, weil die Interessenslage der Russen nicht ersichtlich ist. Und analitik.de ist sowieso Pflichtlektüre und es macht sogar Spass dort zu lesen, weil der Autor dort auch direkte Diskussionen betreibt, die er spannend kommentiert. Die Seite saker 2.0 ist ebenfalls zu empfehlen, weil dort viele Stimmen aus dem sogenannten Ostblock übersetzt erscheinen.
      Zu Trump will ich nur sagen, dass sein Stil zwar laut und nervig klingt, er weiss aber sehr genau, was er will und versucht seine Ziele auch auf Kosten seiner eigenen Persönlichkeit zu erreichen. Was sehr selten ist in der Politikkaste. Deshalb meinen Respekt vor ihm, dass er sich nicht verbiegen lässt.
      Pooler1970

  7. Da mutet der Herr Wolff dem Trump ein wenig zu viel an wie ich finde. Ich glaube zu so einer Strategie und Planung ist der Trump garnicht fähig. Ich hab jegliche Hoffnung an den Mann verloren, als er zum Kriegsverbrecher wurde. Davor hat zumindest das, was der naive Kandidat versprach in Punkt Außenpolitik gut geklungen, zumindest um Längen besser als das hetzerische Geschwätz der Kriegstreiberin Clinton. Er hat die Position des Präsidenten weit überschätzt, und diese ganze „Mächtigster Mann der Welt“ Propaganda geglaubt. Jetzt wo er selbst handlungsunfähig im Chefsessel sitzt, hat er kaum noch was zu entscheiden. Die Außenpolitik hat sich in den letzten 30 Jahren kaum geändert, trotz verschiedener Präsidenten aus verschiedenen Parteien, weil die Marionette an der Spitze nicht wie angenommen, die Fäden in der Hand hat.

    Fakt ist, die Medien lügen pausenlos über ihn. Jeder Tag ist laut ihnen eine Krise, jede Woche gibt es einen neuen, künstlich an den Haaren herbeigezogenen Skandal. Dass er auf die Medien einschlägt hat wohl kaum mit teuflischen, vierdimensionalen Schachzügen zu tun, die zum Faschismus führen sollen. Ken macht das selbe, aus den selben Gründen, nur etwas taktvoller.

    Diese Nazi Geschichte ist nur der neueste Schwachsinn, den diese korrupten Meinungspfuscher sich einfallen lassen haben, nachdem die seit Monaten künstlich am Leben gehaltene Russland Geschichte gegen die Mauer gefahren ist. Die paar hundert verwirrte Möchtegern-Faschisten, die da in Charlottesville marschiert sind, wären unter normalen Umständen kaum eine Schlagzeile wert. Das gab es schon immer in den USA, das wird es in absehbarer Zeit auch weiterhin geben. Dass die Medien daraus ein nationales Spektakel gemacht und somit kostenlos Werbung für diese „Bewegung“ machten, hat mit dem Wunsch Trump Schaden zuzufügen zu tun, nicht weil es tatsächlich so ein riesiges Problem ist.

    Was hat der Trump denn so anstößiges von sich gegeben? Er sagte er verurteilt jegliche Gewalt, egal von welcher Seite sie kommt. Sei es Möchtegern-Nazis oder mit Fahrradschloss um sich schlagende und mit Urin-Ballons um sich werfende Antifa – Faschisten. Des weiteren hat er auch gesagt, es waren nicht nur Nazis dort, was auch stimmt. Es waren tausende von Menschen da, die Protestierten, die paar Fakelträger haben in den Medien allerdings die Schau gestohlen – bewusst, um diese gegen Trump zu benutzen.

    Bei der „Alt-Right“, die ständig mit Nazis in einen Topf geworfen wird, handelt es sich zu 99% um konservativ eingestellte Leute, die auf das Etablissement und damit die Republikanische Partei keinen Wert legen. Leute die alternative Medien konsumieren, die bezeichnen sich als „Alt-Right“. Es sind die Medien, die daraus eine angebliche „Weissenherrschaftsbewegung“ gemacht haben. Sogar der jüngst aus dem Weißen Haus ausgeschlossene ex-Berater von Trump Steve Bannon, der sofort zurück zu seinem Medienportal Breitbart zurückgekehrt ist, wird ständig als Nazi diffamiert. Der hat diese „Bewegung“ als unbedeutende Clowns bezeichnet, die man zerschlagen sollte.

    Trump wurde in den Medien teilweise sogar als anti-Semit bezeichnet… mit Jüdischem Schwiegersohn und konvertierter Tochter und während er Benjamin Netanjahu selbst zu seinen Freunden zählt… Trump hat Recht wenn er auf diese verlogenen Medien einschlägt.

    Redet der Trump viel Unsinn? Sicher. Auch Sachen die anstößig sind? Absolut. Aber nur weil er nicht politisch korrekt ist, heißt das noch lange nicht, dass er ein Nazi, ein Faschist, ein ist. Er ist ein narzisstischer Möchtegern Supermann der ein paar John Wayne filme zu viel geschaut hat und dazu noch einen Militärfetisch hat, weiter nichts.

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