Tagesdosis 27.11.2019 – Die Menschenmacher und wir

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Menschen traumatisieren ihre Mitwelt, weil ihre Innenwelt traumatisiert ist. Sie stellen das Chaos in ihrem Inneren in ihrer Außenwelt her. Wer jedoch seinen inneren Frieden findet, muss auch seine Mitwelt nicht mehr zerstören. Frieden findet, wer seinen Schmerz in Mitgefühl für sich selbst und andere verwandelt. – Prof. Franz Ruppert, Traumaforscher

Jens Wernicke, Gründer des Magazins Rubikon, hat am 25. November einen Standpunkt auf KenFM veröffentlicht(1), der deutlich macht, welchen Drache viele reiten und wie dieser zu zähmen ist. Ich möchte dazu noch eine Ergänzung machen, nämlich die vielen Tiger, die ständig dazu kommen und dazu auffordern, die Konformität der jeweiligen Weltbilder möglichst beizubehalten. Das ist ein noch viel zu unbeachtetes Problem der Aufklärung selbst und sie hat mehr mit dem Gehorsam zu tun, als viele vielleicht glauben möchten. 

Besorgt euch alle meine Realität, denn die fehlt ganz sicher in eurem Hirnregal und wenn ihr dieses nicht mit meiner Idee auffüllt, dann seid ihr alle verloren. So in etwa geht das seit Jahren in der Bewegung zu und der beliebteste Trigger dieser kleinen Tiger ist Angstmacherei, Feindbildeinhämmerung und ein Denken und Daueranalysieren innerhalb der Box. Sie verkonsumiert sich in Gedanken derer, denen schnelle und einfache Weltbilder wie gerufen kommen, um die innere Wut heraus zu schreien, die sie sich selbst über ihren Gehorsam zu den Narrativen dieser Gesellschaft aufgebaut haben, oder aufbauen mussten. In diesen Fängen befinden sich noch immer die meisten Menschen innerhalb der Bewegung. Neue Formate zu deren Befriedigung schießen wie Pilze aus dem Boden. Befreiung aus der Knechtschaft, aus der jeweiligen Klasse oder aus der Megamaschine ganz allgemein tut Not und tut gut. Doch das Problem mit dem Gehorsam sitzt tiefer, viel tiefer und es hat seine eigene anthropogene Wurzel, die wir nur ziehen können, wenn wir wissen, wann und wozu sie entstand. Diese Wurzel werde ich in diesem Artikel mit dem Begriff der De-Indigenisierung der Sapiens noch ausführlicher beschreiben. Doch zunächst zum Gehorsam und zum Trauma.

Die meisten Leute rennen zu Beginn ihrer Aufklärung häufig zu einem Aufklärer, was heißt, sie bedienen sich nicht der Aufklärung selbst, indem sie sich selbst Aufwecken. Sie werden zunächst von irgendwem erweckt, was sich in der weiteren Geschichte ihres Aufwachens als Nachteil für sie selbst herausstellt, aber ein völlig normaler Vorgang ist. Viele bleiben nämlich dann beim Erwecker oder der Erweckerin stehen, übernehmen die Ideologie häufig, laufen ihm oder ihr lange nach, plappern alles weiter was von diesem kommt und bleiben dadurch im Gehorsam und treu zur Autorität. Gehorsam abzuschütteln gelingt, sobald man seinem wahren inneren Terror begegnet, sich ihm stellt und diesen dann hoffentlich auch besiegt. Solange Gehorsam als etwas betrachtet wird, dem es gilt, sich ihm innerhalb der alten Muster zu stellen, wird er bloß überschwappen und somit eine neue Bleibe finden. Das Denken wird neu, aber das Muster bleibt. Das Muster der Traumabindung an das Verhalten dieser Person. Diese Traumabindung muss selbst angegangen werden, damit ein freier neuer Denkprozess überhaupt erlebt werden kann. Frei von allen Konfessionen zu denken ist das, was Hannah Arendt Freiheit nannte. Der Gegner hierzu ist das, was wir mit dem Begriff der Zivilisation meinen. Dazu später mehr.

Jens Wernicke zeigt dies am Beispiel der Klimadebatte, die ich en gros für genauso unsinnig halte wie er. Ich habe einige Artikel hier auf KenFM dazu geschrieben. Doch die Verhärtung beider Seiten haben mich entweder so oder nur so interpretieren können. Das ist ja gerade das, was man mit der Verhärtung der Fronten will: Sie sollen sich gegenseitig bekämpfen. Sie sollen nicht aufeinander zugehen und für einen Faktencheck offen sein. Genau das wird über den Autoritätsglauben und den Gehorsam beim gegenseitigen fronten einzementiert. Um es genauer zu sagen, das ist der Sinn von Gehorsam, nämlich, du sollst dir selbst nicht folgen, folge der Autorität. Und diese muss nicht zwingend eine Person sein, wie wir das ja in der Schule alle in unser Hirn eingedampft bekamen. Gehorsam wird verpaart mit Anerkennung im sozialen Wir-Gefühl. Dann ist beiden Seiten gar nicht mehr möglich, dass zu objektivieren, was da im Inneren wie im Äußeren tatsächlich abläuft. Propaganda für eine ökologische Finanzwirtschaft und apokalyptisches Ketzertum zum Einen und wir sind alles Unschuldslämmer zum Anderen. Die Macher der Gesellschaftskonformitäten, die Menschenmacher wissen ganz genau, dass nichts langweiliger wirkt auf den Menschen als sein Geschwätz von Gestern.

Kurzum, sie wissen, dass die vielen Menschen Für oder Wider beispielsweise des Klimawandels schon bald keine Erinnerungen mehr daran haben, was da geschah – zumindest bei den Allermeisten wird das mit der Zeit irrelevant, weil nämlich die Beibehaltung des Problemmanagements zur Zielaufgabe der hiesigen Politikveranstaltungen gehört. Die Problemdichte muss beibehalten, ja verschärft werden, damit die Lämmer zu müde bleiben, zu recherchieren, zu was und wann sie uns zunutze zu sein haben. Wann hat die Leserin oder der Leser jemals etwas vergleichbares in den Medien gehört, zu denen er oder sie mit vollem Eifer dabei war, nämlich einer wissenschaftlichen Theorie mit Gift und Galle entweder zuzustimmen und sie gegen alle Widersacher zu verteidigen, oder umgekehrt und dafür auch noch auf die Straße zu gehen? Weil die Debatte als eine politische Debatte im Vorhinein gedacht war und man ein politisches Ziel und kein Klimaziel damit erreichen wollte. Besser ist, wenn sich die Schafe selbst in die Dringlichkeit ihrer neuen Tränke ereifern, dann können nämlich wir ihnen eine Lösung vorschlagen, die sie annehmen werden, auch wenn die Tränke dann voller Löcher ist; sie werden sie jubelnd annehmen und jeden mit Gift und Galle speien, der ihnen die Löcher aufzeigt. Das ist das Spiel der Menschenmacher und ihr Gehilfe ist unser Pathogen, unser Erreger. Wenn sie sich gegenseitig ihre Faustkeile zeigen, dann schreiten wir ein und ziehen die Saat und die Frucht an uns.

Die Traumagesellschaft will in ihrem Zielinteresse nicht die Wirklichkeit wahrnehmen, was sie ja auch gar nicht mehr kann. Ihre Teilnehmer können nicht einfach so ihrem Gehorsamswillen entfliehen. Sie können nicht einmal einfach so selbstständig werden und den Autoritäten entsagen. Sie sind sich selbst in ihren eigenen Traumahandlungen ergeben, tief im Inneren ihrer verlorenen Selbste. Das, und genau das ist die Zielsetzung von Herrschaft ganz grundsätzlich. Du darfst kein willensstarkes Selbst entwickeln. So verstehen sie Menschenführung, so handeln sie als Menschenmacher. Und was ist da besser, als ständig und in guter zeitlicher Abfolge, neue angstmachende Muster zu erzeugen, Trigger eben?! Denn diese triggern das Trauma und binden jeden Einzelnen an das, was die Ursache dieser Traumen ist: Zerstörte und fragmentierte Liebesfähigkeit. Schaut euch um und schaut euch an, was wirklich geschieht, außerhalb eurer ideologischen Narrative. Refugees welcome, Nationalstolz ist eine deutsche Tugend – wenn ihr wüsstet, wie leicht ihr es ihnen dadurch macht. Allein wenn sie das bei euch erkennen, können sie einfach nicht umhin, euch zu lenken, wo sie hinwollen. Hauptsache ist, dass der Kampf euch gegen den anderen einnimmt. Was ja immer vorzüglicher gelingt. Dann ist der andere stets der Trigger für den eigenen inneren Terror, der dann bequem auf den anderen projiziert werden kann. Lenkung ist nicht schwer, sie ist erschreckend einfach. Schwer ist für die Meisten nur das Verständnis dessen, was ich hier ausführe, weil es Selbstkenntnis verlangt, Mitgefühl mit sich selbst. 

In dieser Schleife gefangen fallen den Mitgliedern solcher Gesellschaftsordnungen nur Ersatzhandlungen ein. Selbsthandler und Selbstdenker werden fast allerorten bekämpft. Schaut euch um. Wer das leugnet ist blind. Wie gehen wir, als Gemeinschaft, also nicht jeder Einzelne, mit dem Leben ganz allgemein um? Wie ist es um uns selbst bestellt? Da läuft dann fast jeder weg, vor sich selbst. Und auch hier ist das Trauma der Motor des kollektiven Weglaufens, der Normopathie und der derzeit politischen Irrationalitäten durch und durch. Menschen, die den anderen Menschen wie sich selbst anerkennen, ihm die gleichen Gefühle zuordnen können, wie die, die er selbst hat, die die gleichen Gefühle jedem Baum und allem, was lebt zugestehen, der steht fassungslos vor dieser schier gewaltigen Masse an gehorchenden Zombies. 

Ich schrieb viele Tagesdosen nur deshalb, aber die Leute interessiert viel dringender, wie sie ihre innere Zerrissenheit auf die bösen Anderen projizieren können, damit es ihnen wenigstens einen kurzen Moment besser geht. Sie erkennen den Terror in ihnen selbst nicht, sie wissen nichts über ihren inneren Gehorsam, über ihr anhimmeln des Aggressors und sie wissen nichts darüber, dass sie nur deswegen einer Autorität nach der anderen folgen, und doch immer nur den Tätern gehorchen, den Verursachern vorangegangen Übels. 

Wer Politiker wählt oder Parteien wählt, der tut genau das. Sie sind nur an einem interessiert und das ist nicht Geld. Es ist Hierarchie. Ich oben – Du unten. Dann fließt Geld in Strömen aus Deiner Börse in ihre Taschen, weil du gehorchst und sie über dein Leben herrschen können. Stockholm-Syndrom light, ich schrieb es schon mehrfach. Herrschen wollen sie alle, egal welche Partei oder welcher Ismus. Sie alle sehen den Feind in deiner Selbstbestimmung und sie alle sind die echten Feinde der Demokratie. Um sie herum, wie das Rainer Mausfeld so einhellend auf den Punkt zu bringen versteht, bauen sie ihre Imperien und Machtstrukturen herum, die immer einen totalitären Faschismus zum Ziel haben. Ich sage es noch einmal: Sie tun es alle, sobald sie Macht erlangen. Wer mitregieren will, der muss seinem Trauma erliegen. Er muss sich entempathisieren und denen gehorchen, die die Lenkung der Menschen innehaben. Vorher schwätzen sie und lenken so von ihren Traumen ab. 

Alle anthropogen verursachten Probleme lassen wir genau auf dieselbe Weise entstehen. Um diese eine Ursache wird ganz besonders in intellektuellen Kreisen ein möglichst großer Bogen geschlagen. Warum? Weil man in der Ersatzhandlungsschleife selbst Gefangener seiner Traumen ist. Man selbst erkennt sie nur schwer und zu stark ist bei fast allen der Geist der Ablenkung. Es schmerzt, dort hinzusehen und diese ganze Litanei an Ersatzhandlungen zu erkennen und sie zu wandeln. Fast ist es wie bei 9/11. Man erkennt auf einem Schlage, dass man vollständig fremdbestimmt umherwandelte, aber dachte, der eigene Lebensweg sei aus dem eigenen Geist geformt und hervorgegangen. Kognitiv ist das eine Niederlage des eigenen Selbstes. Denn dies alles bei sich selbst zu erkennen bedeutet, das Schauspiel zu erkennen, dass ich Tag ein Tag aus mit mir veranstaltet habe. Wir können das alles, was ich bisher schrieb und noch weiter schreiben werden, bei dem Psychoanalytiker Arno Gruen nachlesen. Seine Art, psychologisch zu denken, und seine Begriffsdefinitionen habe ich in diesem Artikel benutzt, daher werde ich hier jetzt nicht ellenlange Quellen angeben. Es genügt zunächst, ein zwei Bücher von ihm zu lesen. Alice Miller ist übrigens auch sehr zu empfehlen.

Der Blick in die Geostrategie als Allheilmittel des eigenen Denkens über die Probleme der Welt ist nur das Anschauen von Farbe. Den Untergrund sieht man daher nicht. Und so streiten sich alle um das, was das System erhält, um die Politik. Ich bin links, du bist rechts, Du libertär und du ein Christdemokrat usw. Das sie alle sich irren und im selben Kescher gelandet sind, dass sehen sie dabei nicht. Denn hier tobt der innere Terror gegeneinander, es wird gekämpft um die richtige Meinung, um Ersatzsinnsuche. Doch das ihre inneren Muster einen Menschenmacher dazu verleiten, sie alle zu lenken, und zwar immer in die von den Menschenmachern zuvor erdachten Richtungen, davon ahnen sie nichts, rein gar nichts. Die innere Struktur des Gehorsams der großen Mehrheit lenkt das System. Und dabei ist es völlig irrelevant, welche Farbe man selbst liebt oder welcher man restlos verfallen ist. Doch die Farbengruppen untereinander bekämpfen sich und glauben wirklich, dass ihre Farben das Recht zu regieren haben, wenn, ja wenn nicht alle anderen Farben so hässlich wären. Wenn man sich in die Farben hinein verrannt hat, dann werden sie seziert und mit allerlei Schnörkel und Gold verziert. Dann entstehen lieblose Betten, gehorsame Betten und dort darf dann nur schlafen, wer die Parole der jeweiligen Farben auswendig aufzusagen weiß. Alle anderen sind Feindbilder, fertig. 

Das geschieht und es geschieht rein nach ihren jeweiligen Glaubenssätzen. Das ganze Hirn wird dort hineingewälzt, wie in Mehl, nur hier in Ideen und Rituale, damit man sich abgrenzen kann und als erstes den Feind sofort erkennt. Der Feind ist der, der anders denkt. Dass sie sich selbst dieses andere Denken ins Hirn gefräst haben, das wird solchen nie wieder wirklich bewusst. Die Klammer der jeweiligen Traumamuster sorgt dafür, das Einigkeit und Ausgrenzung bestehen bleiben. Das Trauma ist der innere Meister deines Selbst geworden, den wir alle durch eigenes Wegschauen und Verdrängen des schmerzhaft Erlebten dazu ermächtigen, uns in die Irre zu leiten und dem anderen unser Irresein vorzuwerfen, es dauerhaft immer im anderen hineinprojizieren. Es ist nicht das Entlanghangeln an die jeweilige politische Chiffre. Sie, die Chiffre, ob links oder rechts oder libertär oder sonst was, ist bloße Ersatzhandlung, ein Muster, das all den Ersatz bietet, nach dem ich mich wirklich als Mensch sehne. Und da ich das Menschliche nicht an mich ran lasse, es nicht mehr in mir selbst spüre, kann ich sagen: Ich muss jetzt auf dich schießen, oder, du bist meine Zielscheibe. Das kann ich verbal oder mit einem Gewehr machen. Der Unterschied ist nur marginal. Denn die Geschichte hat schon bewiesen, dass alle sich des Guten verschriebenen politisch verseuchten Menschen aufeinander schießen, wenn der Befehl und die Situation es erzwingen. Besser als in Wir sind immer und zu jeder Zeit die Guten, kann man es nicht ausdrücken. Der Gehorsam, die Gefolgschaft zu etwas anderem als zu sich selbst ist die Krankheit, das Übel, das Pathogen, der Erreger, der uns quasi parasitär lenkt. Es ist das Pathogen der sapiens, mit dem sich viele von ihm infizierten, als sie den Ackerbau und die Domestizierung seiner Ernährungsweise erfanden, sagen immer mehr Anthropolgen, Biologen und Universalhistoriker. Dort fing die De-Indigenisierung unserer Spezies an. Wenn man so will ein Virus, der dann auch viel später das Kapital erfand, den Besitz, das Eigentum, den Geldhandel und die Trennung der Welt in Objekte und Subjekte, in meins und deins, in Gefolgschaft und Gehorsam. Zuvor war die Welt der Sapiens von Sinnhaftigkeit geprägt, von starker Empathie zu allem, zu den Flüssen und Bergen genau so wie zu den Tieren und ihresgleichen, bis zu den Sternen, dem Firmament. Du und alles andere, das war zu der Zeit ich selbst. Das Fühlen war, dass sich mitteilen, dass erfassen der Welt. Viele Menschen können das heute noch und in allen steckt dies tief verborgen im Panzerschrank nicht gelebter Gefühle und wartet nur darauf, wiederentdeckt zu werden.

Um es ausdrücklich an dieser Stelle zu erwähnen: Niemand ist daran schuld. Das ist es, was es zu verstehen gilt. Niemand besitzt an seinem Tun schuld, wenn er so handelt, denn er handelt in Unkenntnis dieses Betruges und der Ausbeutung an seiner Menschlichkeit. Die Aufarbeitung dieses gesamten Musters, das ich hier nur rudimentär und holprig zu beschreiben versuche, ist erst am Anfang. All die Muster, die dazugehören, sind noch von niemanden zusammengefasst worden. Das menschliche Pathogen herauszulösen, in seinem Zusammenhang zu erfassen, seit der De-Indigenisierung der Sapiens, durch ein falsches Abbiegen in ihrer anthropogenen Geschichte, ist in einem kürzeren Artikel nicht möglich. Seine Erklärung müsste in Buchform geschehen. Die Psychologie allein wird nicht in der Lage sein, dieses menschliche Problem adäquat zu erklären. Alle Wissenschaften sind de-indigenisertes Substrat einer Welt, die sich von ihren Wurzeln abgetrennt hat, und dies geschah vor sehr sehr langer Zeit. Die Quantenphysik scheint hier einen möglichen Bogen hin zu unseren Wurzeln aufzubereiten. Der heutige Mensch fürchtet sich vor seiner Indigenialität so sehr, dass er Menschenfallen im Sinne von Nuklearsprengköpfen, Biowaffen und chemische Massenvernichtungswaffen eine Hochtechnologie nennt und nur solche sie entwickeln und weiterentwickeln können, die sich am besten mit ihren Traumen arrangieren und in Schulen anpassen konnten. Vorsicht Schulbildung! Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden solche Sticker gedruckt und getragen werden, als Ausdruck einer geistigen Befreiung der Bildungsversklavung und Entmenschlichung der Menschen selbst.

Wenn wir keinen Blick in diese Richtung zulassen, aber weiterhin in falsche Richtungen unterwegs bleiben und uns als intellektuelle Aufklärer preisen, verharren wir in Wahrheit nur in den Mustern, die als eben ihre beste Ablenkung übrig geblieben sind. Der Ausmachung von Feinden, die gegen unsere Weltbilder bekämpft werden müssen. Dagegen hat selbst eine Friedensbewegung kein Gegenmittel parat. Achtet einfach mal selbst darauf, welche Geschichten und Reportagen ohne Feindbilder wissen und Aufklärung vermitteln können und ihr werdet staunen, wie wenige es sind. 

Wir müssen damit anfangen, zu denken, wie die Menschenmacher. Ihre List und Tücke zu durchschauen wäre eine vollkommen neue Form der Aufklärung. Eine echte Aufklärung 2.0. Bisher ist die Aufklärung durchtränkt von Rationalisten. Die neue Form der Aufklärung braucht aber zusätzlich Empathen und Transformisten. Denn nur so kann man überhaupt die ganze Menschenmacherei durchschauen, ihre Verschwörungen verstehen und ihre Muster, nicht bloß die Personen aufdecken. Das Trauma ist der Erreger fast aller anthropogenen Verwerfungen auf diesem Planeten und in uns selbst. Das Trauma ist jedoch nicht der am Anfang allen Übels stehende Auslöser dieser ganzen menschlichen Destruktivität. Sein Pathogen ist die De-indigenialität unserer Spezies selbst, hin zu dem, was allgemein als eine Zivilisation und folglich als zivilisierter Mensch benannt wird. Die Zivilisation ist eine Abrichtungsanstalt für die Masse Mensch. Das ist es, was sie wirklich ist. Sie vermehrt Krankheiten und trennt uns von unserer Menschlichkeit, unserer inneren Kraft ab, weswegen wir diese Vielzahl an Zivilisationskrankheiten überhaupt bekommen. All ihre Präferenzen sind die Auslöser unserer Probleme, im Innen so wie im Außen. 

Die Traumagesellschaft begann an dem Tag, als der Mensch selbst Zweck, also Objekt und nicht mehr Ziel seiner selbst, also menschlich, also indigen war. Ab dem Tage war er nicht mehr eins mit den Gewalten, die ihn umgaben. Ab da teilte er ihre Strukturen in Feinde auf, in große Mächte, der er ab dem Tage wieder Herr wurde, als er sie zu seinen Göttern erklärte und sich Schutz suchend zum Objekt dieser Götter machte. Aber das ist eine andere Geschichte, aber es ist auch deine Geschichte. Gesundheit, alle Gesundheit ist der Zustand eines Gleichgewichtes aller Systeme innerhalb unseres Wesens. Das ist Gesundheit. Und diese ist erst gegeben, wenn wir wieder zurückfinden zu dem, was wir ganz ursprünglich sind. Menschen die ihre Menschlichkeit leben und erleben können, unter Menschen. Wenn dieser Tag kommt, dann werden alle Zivilisationskrankheiten verschwinden. Auch alle Traumen, der Gehorsam und die Schlacht um die eurasische Platte, die das Kernziel der am weitesten erkrankten Menschengruppe ist, der Psychopathen. 

Ziel dieses Artikels ist nicht, seinen Inhalt als Lösung unserer Probleme zu betrachten, sondern als Möglichkeit der Selbsterkenntnis. Das ist sein Ziel. Der Rest kommt dann wie von selbst. 

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Quelle

  1. https://kenfm.de/standpunkte-•-wider-den-gehorsam/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis: Benjavisa Ruangvaree Art / Shutterstock

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19 Kommentare zu: “Tagesdosis 27.11.2019 – Die Menschenmacher und wir

  1. Ich finde den Artikel ganz gut, vielleicht habe ich nicht alles richtig verstanden, aber dass der Mensch – und nicht nur der Mensch – seinen Führer zu brauchen scheint, ist mir seit längerer Zeit klar, selbst wenn man denkt "aber ich doch nicht",
    Ansonsten halte ich den fufu für relativ rational, ich kann auch auf das Leben als indigener Mensch verzichten, falls ich dafür meine beheizte Wohnung verlassen soll.

    • Viele denken automatisch, wenn es um indigene Erweckung geht, dass das gleich auch heißt, "zurück in die Wildnis", was ich damit überhaupt nicht meine.
      Ich denke da eher an Synergien. Was wäre, wir würden unsere indigene Kompetez (blödes Wort dafür) mit dem Heute verknüpfen? Das meine ich damit, das in uns wieder zu finden.

  2. Wieder ein nicht "berührend holpriger", sondern gewohnt schwammiger Lenz: über Untertanengeist und Konformismus haben Mausfeld u.a. bereits alles relevante gesagt, über Traumata, Angst und Herrschaft andere kundige Leute…
    Aber den menschengemachten Klimawandel zu leugnen (wie es auf kenfm immer hoffähiger wird…), bloß um sich selbst zu beweisen, daß man angeblich weder diesem noch einem anderen "Mainstream" anhänge, sondern "selbst denke", deutet eher auf ein Trauma von Lenz hin – selbst wenn "CO²" nicht das einzige oder Hauptproblem ist und eine "CO²-Steuer" und "Emissions-Zertifikate" und ihr Handel Schwachsinn sind, ist klar, daß kapitalistische Wirtschaft und imperialistische Politik die Landschaft, das Wetter und die Gesundheit schädigen und daß es dafür seit der neolithischen "Revolution" Verantwortliche gibt: ich bin durch ähnliche Schulen wie Bill Gates und Konsorten gegangen und habe vermutlich ähnliche Traumata, aber ich bin nicht wie Gates geworden und werde es auch nicht, wenn ich morgen (vergleichsweise lächerlich, aber immerhin) 50 Millionen im Lotto gewinne.
    Was soll also das weitschweifige Gelaber, wenn man nicht klar sagen kann, daß das westlich-europäische Denk-, Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell ausgedient hat, falls die Menschheit überleben will?
    Lenz ist wie die dümmsten Bauern mit den dicksten Treckern, die lieber gegen Umweltgesetze und für mehr Acker-Chemie demonstrieren und an Krebs sterben und sterben lassen, als das Niedrigpreis-Diktat der Lebensmittel-Konzerne zu boykottieren, auf "öko" umzustellen und den Vertrieb zu dezentralisieren: erstmal bißchen Opfer-Täter-Opfer-Sophisterei, dann paar Reformen, oder was?
    Gestern wurde auf "arte" ein geläutertes und natürlich im Nachhinein traumatisiertes Mitglied der US-Täter-Riege von befehlsbefolgenden Folterern im Irak vorgestellt, und heute im "arte-journal" das nach wie vor Pinochet-mäßige Vorgehen der chilenischen Bullen gegen anti-neo-"liberale" Demonstranten" ( ganz zu schweigen von den französischen Bullen der soundsovielten "Liberté, Egalité-, Fraternité-Republik"…) – deren Opfer scheißen garantiert genauso wie ich auf Lenzens verquaste Psychologisierung und Philosophasterei.

    • hmmm, oft erscheint das was man nicht versteht schwammig.
      Und ja, ich stimme Herrn Lenz zu, es sind die aktuellen gesellschaftlichen Paradigmen, die uns in dieses Trauma zu asozialen Handlungen treiben. Doch wäre bei dem heutigen Stand des allumfassenden Informationsaustausches endlich eine diesbezügliche Aufarbeitung wünschenswert? Das Prinzip vom "Regen in die Traufe" gab es ja bereits von Revolution zu Revolution…

    • @Pst, ich bin immer wieder erstaunt, für was (nicht nur meine) meine Artikel herhalten müssen. Ich kann nichts von dem, was Sie über mich oder den Artikel erkannt haben, im Artikel erkennen. Es ist die KLIMADEBATTE, die ich für völlig nutzlos halte, so denn NICHTWISSENSCHAFTLER sie in vollem Eifer führen.
      Und noch einmal: Niemand muss den Lenz lesen, ihn gut finden. Und niemand sollte dem Lenz folgen.
      Alles Sehen ist perspektivisches Sehen.
      Die Wahrheit wird man beim Lenz nicht finden, so wie man sie nur in sich selbst beschreiben kann und dann perspektivisch sieht.
      Das weitschweifige Gelaber vom Lenz war nur ein ganz kleiner Einblick in eine Sichtweise von Wissenschaftlern, die sich dessen immer mehr Gewahr werden, dass die Rettung in unserem Inneren liegt. Man wird sie nicht anordnen können.
      Der anthrogen verursachte Klimawandel ist nur ein kleiner Teil dessen, was anthropogen verursacht ist und noch wird, wenn wir nicht unsere indigenen Wurzeln in das Jetzt transformieren. Das wird immer deutlicher.

      Da gibt es mehr, was anscheinend mit uns verbunden ist, das mit bloßer mathematischer Empirie zu tun hat, aber lebensnotwendig und damit überlebenswert ist. Dieses Pathogen herauszulösen erscheint erheblich wichtiger zu werden, als bloß den anthropogenen Klimawandel zu huldigen.
      Die CDU will den Klimawandel "sozial" vertretbar machen, ist heute zu hören. Jaja, ein Tsunami muss sozial als Welle all die sozialen Berufe schützen, die er zu beerdigen droht. Sowas bekommt 7 Min. Standing Ovation und es ist Ausdruck dieses Pathogens – die Leute lassen sich das gefallen und werden die CDU wieder wählen. Sie leben IM Pathogen und werden es nicht erkennen.

      Was glauben Sie, was da denn für eine Krankheit, was das denn für ein Irrsinn ist, den die noch immer nicht begreifen, den wir noch immer nicht erkennen?

      Im Übrigen schrieb ich im Artikel, dass er holprig und zu kurz daherkommt, es müsse ein Buch werden.
      Ich habe mit dem Artikel keine Wahrheit oder so verkündet. Ich wollte damit, dass einige ihren Blick zusätzlich in eine bestimmte Richtung wenden.
      Noch einmal: Der Lenz verkündet in gar nichts irgendeine Wahrheit. Mit dem Artikel wollte der Lenz nur die Aufmerksamkeit der geostrategisch denkenden zusätzlich auf etwas anderes lenken. Auf etwas, dass die Ursache all der anthropogenen Verwerfungen "eventuell" etwas sichtbarer macht.

      Sie sollten sich selbst fragen und die Frage dann auch selbst beantworten, warum Sie denn so wütend über einen Artikel wurden? Denken Sie dabei nicht an den Lenz, nur daran, warum ein Artikel so viel Macht über Sie und Ihre Gefühle erlangen kann.

  3. Ein aalglatter Text wäre zwar schneller zu lesen, aber gerade durch etwas Holprigkeit bekommt der Artikel Charakter, Gratulation! (Herr Lenz, ich möchte hier nicht falsch verstanden werden und meine das NICHT sarkastisch nach den verschiedenen Positionen in den letzen M-Pathie Kommentaren.

    Es freut mich das hier von Ihnen zu lesen und auch das Sie A. Gruen und A. Miller empfehlen. Die sind noch lange nicht Geschichte in zukünftiger Gesellschaftsgestaltung, ebenso wie E. Fromm, Adorno, Hegel, Fichte und Steiner und viele andere es nicht sind.

    Der tägliche Irrationalismus ist ja schon in jedermanns (Frau und Kind auch mit dabei) Lebenseinstellung mit der Muttermilch aufgesogen und voll integriert. Die "Guten" traumatisieren im Außen mit permanenten Kriegen und Sanktionen ganze Staaten/Gesellschaften mit Zivil – und Militärpersonen. "Die Guten" traumatisieren aber auch im Inneren und zwar per Schule, schwarzer Pädagogik, Medien-Propaganda, Werbung, Leistungsgesellschaft, Oben – Unten, Werksverträgen und Leiharbeit, Harz4, … you name it!

    Wenn dann die Traumatisierten nicht in Depression, PTSD, burn out oder in andere Krankenheiten abrutschen und sich dann nicht (mehr) Fügen können und ausrasten, entziehen wir Ihnen "sehr wohl wissend" genau das, was ein (in Menschengestalt) inkarniertes Lichtwesen, also der Mensch braucht um sich zu ENTFALTEN:
    Sonnenlicht, Menschlichkeit, Gestaltung eines persönlichen Umfeldes, Naturnähe, Umarmung, Liebe, Sexualität, usw.!
    Gleichermassen behandelt man die "MISSFITS" oder Missliebigen, Systemkritiker und Journalistische Aufklärer, z.B. Assange und Menning, etwas flacher spielte man den Ball in der Vergangenheit in Deutschland mit Berufsverboten (Holger Strom und viele andere) , aber immer mit der Absicht Menschen und Ihr Leben zu ZERSTÖREN.

    Verlogen und feige sperrt man sie weg, (wie früher die Kinder in der Schule nach Geschlechtern getrennt) und hält sie in hierarchischen Systemen hinter Eisengittern. Wie bei Legehennen wird dann vielerorts und weltweit noch Ihre Arbeitskraft ohne (oder zu einer lächerlichen) Bezahlung genutzt.
    Diese UNMENSCHLICHEN Einrichtungen (teils auch Foltereinrichtungen!) geben vor Einrichtungen zur Korrektur zu sein! Frage mich ob es nicht die, wie Herr Lenz sie nennt nicht die "Psychopathen" sind die dann eigentlich korrigiert werden müssen? Man darf 3 x raten wo man die findet!
    Degradiert zu "Nutztieren" (oder wie in einigen Ländern als Organspende) benutzt man sie für öffentliche Schauprozesse (Assange) oder Hinrichtungen. Das erzeugt ANGST und hält, wie in regelmäßigen Abständen abgesetzte (möglichst islamische) Attentate, dann den Rest bei der Stange und die öffentliche Ordnung aufrecht!

    Das geschieht zum Wohle derjenigen die ganz oben oder im Räderwerk des System mit davon profitieren (z.B. auch Intendanten, CEO's, usw) und eben nicht zum Wohle der Mehrheiten.

    Die Mehrzahl findet daran nichts verwerfliches, denn mit Justiz und Gefängnisreform lässt sich kein Blumentopf gewinnen, daher ist das nie ein Thema bei den sog. "Wahlen" – die ja alles so wie immer bewahren. Doch hiermit greife ich sicher zukünftigen Artikeln vor – zu dem Thema haben Sie Herr Lenz oder Götz Eisenberg sicher mehr zu sagen. Nur mal so ein paar Gedanken…

  4. Es gibt nur eine Geschichte und das betrifft sogar das gleiche Kapitel.
    – Das des Glaubens und der Gefangenschaft mit und in der Sprache, die nicht mit Komplexität umgehen kann. ..
    Sie erwarten doch wohl nicht, daß ich irgend etwas davon glaube.
    Die Fehlkultivierung läuft doch nach detaillierten MASTER- Plan, bei dem es eben darum geht, was man glauben soll, damit toleriert wird, dass die Geschichtenerzähler ihren Vorteil daraus ziehen.
    Zwangsjacken im Sonderangebot.
    Sobald du glaubst, steckst Du drin.
    Die Zwangsjacke des Zwangsjackenverkäufers kommt mit Benz, Villa und viel traumatisierenden kleingedrucktem Kauderwelsch und anderen Kollateralschäden.
    https://www.youtube.com/watch?v=sqVDG-UmoXM

  5. Der "Edle Wilde", da kommen mir doch Karl Mai, Tacitus, Rousseau in den Sinn. Ob deren Sicht nicht sehr einseitig war will ich mal dahingestellt lassen, ich nehme aber an, dass der Edelmut meistens seine Grenzen hat wenn es um die eigene Existenz oder die der Gruppe geht.

    • … und weiter … kommt der Strom aus der Steckdose, ist kompletter Realitaetsverlust ein heutiges Massenphenomen, braucht der Therapeut einen Therapeuten, ist die Regression auf die Stufe des Embryos ein Fortschritt …?

      Zwar hat Herr Lenz recht mit der nicht so erstaunlichen Erkenntnis, dass Zivilisationskrankheiten zivilisatorische Ursachen haben. Aber den realen Zustand des "Wilden" oder des "indigenen Menschen", wie ihn Herr Lenz nennt zu verklaeren ist schon eine gedankliche Meisterleistung.. Laeuse, Wuermer, Infektionskrankheiten, frueher Tod, Hunger und Kannibalismus als Loesung unter anderem des Umweltproblems ? Klar doch, war garantiert nicht so gemeint.

    • Leider hat Herr Lenz nicht dargelegt, wer denn fuer ihn der "indigene Mensch" ist, der mit Faustkeil und Bogen wohl nicht. Vielleicht der "Einzige" nach Stirner ?

      „Was soll nicht alles Meine Sache sein! Vor allem die gute Sache, dann die Sache Gottes, die Sache der Menschheit, der Wahrheit, der Freiheit, der Humanität, der Gerechtigkeit; ferner die Sache Meines Volkes, Meines Fürsten, Meines Vaterlandes; endlich gar die Sache des Geistes und tausend andere Sachen. Nur Meine Sache soll niemals Meine Sache sein.“

      Waere wohl unpassend auf kenfm, oder ?

  6. '…zeigt dies am Beispiel der Klimadebatte, die ich en gros für genauso unsinnig halte wie er.'
    'Alle Wissenschaften sind de-indigenisertes Substrat einer Welt, die sich von ihren Wurzeln abgetrennt hat, und dies geschah vor sehr sehr langer Zeit.'

    herr lenz vollführt hier sehr anschaulich das 'ballett der klimabruchverneiner und suggeriert abseits seiner forderung, wissenschaftliche standarts und regelwerke zur überprüfbarkeit dieser mit dem uns 'innewohnenden urvertrauen (ignoranz?) entgegenzutreten, mit sätzen wie 'Die Quantenphysik scheint hier einen möglichen Bogen hin zu unseren Wurzeln aufzubereiten.' o. 'Vorsicht Schulbildung! Es wird nicht mehr lange dauern, dann werden solche Sticker gedruckt und getragen werden, als Ausdruck einer geistigen Befreiung der Bildungsversklavung und Entmenschlichung der Menschen selbst.' es existiere ein 'offener dissens; der zwar von ihm nicht näher erörtert wird, jedoch eminent genug erscheint, um ihn mit der umstrittenen arbeit eines ruppert (hier 'traumagenese) untermauern zu wollen

    (zirkelschluss?)

  7. Zur Ergänzung:

    Und da schließlich die Frage (ob urteilen darf, wer nicht dabei gewesen ist, MLK) für gewöhnlich den Vorwurf der Selbstgerechtigkeit mit einschließt, möchte ich hinzufügen: Wer hat je behauptet, dass ich, indem ich ein Unrecht verurteile, unterstelle, dass ich selbst davor gefeit wäre, es zu begehen? Selbst der Richter, der einen Menschen wegen Mordes verurteilt, kann danach nur sagen: „And there, but for the grace of God, go I!“

    Dies alles sieht also auf den ersten Blick wie ausgemachter Unsinn aus, doch wenn viele Leute – darunter auch intelligente – ohne erkennbare Manipulation Unfug von sich zu geben beginnen, dann geht es gewöhnlich um mehr als bloß um Unfug.
    Es gibt in unserer Gesellschaft eine weitverbreitete Furcht zu urteilen, was überhaupt nichts zu tun hat mit jenem „Richtet nicht, auf dass Ihr nicht gerichtet werdet“, und wenn diese Furcht meint, niemand solle „den ersten Stein werfen“, dann trifft es die Sache nicht. Denn hinter der Abneigung, über die Taten anderer zu urteilen, lauert der Verdacht, dass eigentlich niemand ein frei handelndes Wesen ist, und somit der Zweifel, ob überhaupt jemand für sein Tun verantwortlich ist oder zumindest für seine Taten einstehen kann. Jeder, der auch nur beiläufig moralische Fragen aufwirft, findet sich sofort konfrontiert mit einem erschreckenden Mangel an Selbstvertrauen und Stolz und mit einer vorgetäuschten Bescheidenheit, die mit „Wer bin ich, dass ich richte?“ sagen will: Wir sind alle gleich, gleichermaßen schlecht, und jene, die versuchen oder vorgeben zu versuchen, halbwegs anständig zu bleiben, sind entweder Heilige oder Heuchler, und beide sollten uns in Ruhe lassen.
    Daher kommt es immer genau dann zu einem riesigen Aufschrei, wenn jemand an einer bestimmten Person eine ganz besondere Schuld festmacht, anstatt die Schuld für alle Taten bei geschichtlichen Bedingungen und dialektischen Bewegungen zu suchen, kurz: bei einer geheimnisvollen Notwendigkeit, welche sich hinter dem Rücken der Menschen vollzieht und alles, was sie tun, mit einer tieferen Bedeutung auflädt.
    Solange man die Wurzeln dessen, was Hitler getan hat, bei Platon oder Joachim von Fiore oder Hegel oder Nietzsche sucht oder Hitlers Taten der modernen Wissenschaft, der Technologie, dem Nihilismus oder der Französischen Revolution usw. anlastet, solange ist alles in Ordnung. Doch sobald man Hitler schlicht einen Massenmörder nennt und einräumt, dass es sich in seinem Fall um einen politisch besonders talentierten Massenmörder gehandelt hat und dass man sich durchaus bewusst ist, dass man das ganze Phänomen des Dritten Reiches nicht allein durch Hitlers Persönlichkeit und seine Fähigkeit, die Menschen zu beeinflussen, erklären kann – in diesem Augenblick herrscht übereinstimmend die Auffassung, dass ein derartiges Urteil über die Person vulgär und undifferenziert sei und in historischen Betrachtungen nichts zu suchen habe.
    (…)
    Neben diesen Überlegungen möchte ich noch darauf hinweisen, wie tiefsitzend die Furcht davor sein muss, ein Urteil zu fällen, Namen zu nennen und Verantwortung zu betiteln (besonders wenn es, bedauerlicherweise, um Leute mit Macht und in hoher Position geht, ganz egal, ob sie noch leben oder nicht), wenn man sich mit derart verzweifelten intellektuellen Manövern behilft. Ist es denn nicht offensichtlich, dass die Christenheit viele Päpste ziemlich elegant überlebt hat, die viel schlechter waren als Pius XII., und zwar genau deshalb, weil niemals die ganze Christenheit angeklagt wurde? Und was soll man von all jenen sagen, die lieber die ganze Menschheit opfern würden, um eine hochrangige Persönlichkeit zu retten, obwohl diese Persönlichkeit keines Verbrechens, sondern nur einer zugegebenermaßen schweren Unterlassungssünde beschuldigt wird?
    Es ist gut und richtig, dass es kein Gesetz gibt, das Unterlassungssünden unter Strafe stellt, und dass kein menschlicher Gerichtshof dazu berufen ist, darüber zu urteilen. Doch ein ebenso glücklicher Umstand ist, dass es in der Gesellschaft noch immer eine Institution gibt, vor der es nahezu unmöglich ist, sich Fragen der persönlichen Verantwortung zu entziehen, eine Institution, vor der alle allgemeinen und abstrakten Rechtfertigungen – vom Zeitgeist bis zum Ödipuskomplex – zusammenbrechen, vor der nicht Systeme oder Tendenzen oder die Erbsünde beurteilt werden, sondern Menschen aus Fleisch und Blut wie du und ich, Menschen, deren Taten menschliche Taten sind und die dennoch vor Gericht stehen, weil sie gegen Gesetze verstießen, deren Aufrechterhaltung wir für die Integrität unserer menschlichen Gemeinschaft als wesentlich erachten.
    Juristische und moralische Fragen sind keinesfalls dasselbe, doch in gewisser Weise verwandt, weil beide Urteilskraft voraussetzen.
    (Hannah Arendt, Was heißt persönliche Verantwortung in einer Diktatur?)

  8. Lieber Rüdiger Lenz

    danke für diesen, aus meiner Sicht extrem guten Text!

    Ich fände es jedoch präziser, das Wort Menschenmacher durch `Personenmacher` zu ersetzen, denn mit (dem Rechtsbegriff) `Person` und den mit ihr verbindbaren `Rechten und Pflichten` werden die Muster geschaffen, die der Mensch mehr oder weniger freiwillig/bewusst (er-)trägt
    … um scheinbar `besser` zu sein als andere oder sich vor `dem anderen` zu schützen bzw die übernommene Angst-Meme mit `Sicherheiten` zu bewältigen ?

    Was wäre, würde Würde Sein sein?
    … `Der Rest kommt dann wie von selbst. ` und bestimmt auch ein Gespräch zb mit Joe Kreissl … ; )

    Viele Grüße in die Runde`

  9. Danke, lieber Rüdiger, für diesen wirklich klugen Text.
    Zu deinen Worten "Es ist das Pathogen der sapiens, mit dem sich viele von ihm infizierten, als sie den Ackerbau und die Domestizierung seiner Ernährungsweise erfanden, sagen immer mehr Anthropolgen, Biologen und Universalhistoriker. Dort fing die De-Indigenisierung unserer Spezies an."
    fällt mir mein eigenes Bild ein, nämlich dass wir wie Schafe sind, die vor lauter Diskutieren über den besseren Hirten/Bauern/Schlächter ganz vergessen haben, dass Schafe "eigentlich" freie, selbstbestimmte Wesen sind bzw. sein können, die gar keinen Hirten brauchen.
    Deswegen muss man uns ständig Angst vor den bösen Wölfen machen (und uns, wie du es schilderst, streiten lassen, wer jetzt der böse Wolf ist), damit wir unsere Freiheit für die Sicherheit aufgeben – die Sicherheit, wohlbehalten, wohlgenährt und vollständig geschoren, gezüchtet und geschlachtet zu werden. Ich bin für freie, wilde Schafe im Einklang mit sich selbst und dem Rest des Lebens…

    • Liebe Dagmar Neubronner

      dito und diese `Rolle` als `freie, wilde Schafe` kennt sogar das `Recht` ; )
      … als `geistig sittliches Wesen` oder eben als `morale Person` ; )

      … siehe Definition Menschenwuerde:
      `Die M. besteht darin, dass der Mensch als geistig-→#sittlich`es Wesen von Natur
      darauf angelegt ist, in Freiheit und Selbstbewusstsein sich selbst zu bestimmen und in der Umwelt auszuwirken.`
      …LINK… https://archive.org/details/JuristischesWorterbuch/page/n479

      … siehe Definition Sittlichkeit:
      `Sittliches Verhalten ist das auf das Gute um seiner selbst willen gerichtete Verhalten. Die Ausrichtung am Gewissen und am Guten unterscheidet die S. vom →#Recht.`
      …LINK… https://archive.org/details/JuristischesWorterbuch/page/n651

      Was wäre, würde Würde Sein sein?

      Viele Grüße in die Runde

    • Ich bin mir nicht ganz sicher ob es hierzu passt, dennoch schreibe ich hier einen Text, den ich einer Richterin schrieb, die mich wegen eines von mir verweigerten "Bußgeldes" über 20€ "Im Namen des Volkes" verurteilte.

      Den Teil zur Sache lasse ich weg und die Namen der Beteiligten kürze ich.
      Hier der Text des Schreibens:

      Ich möchte noch einmal darauf zurückkommen, wie Sie Ihr Schreiben vom 27.05.2015 betitelten: „Im Namen des Volkes“. Damit kann doch nur das sogenannte „Staatsvolk“ gemeint sein, richtig?

      Staatsvolk
      „Ist die Gesamtheit der Menschen, die sich auf dem Gebiet eines bestimmten Staats befinden und die allein schon infolge dieser Tatsache dessen Staatsgewalt unterstehen. Das Staatsvolk ist das personale Element des Staates. Von ihm geht im demokratischen Staat alle Gewalt aus.“ (Quelle: Gerhard Köbler, Juristisches Wörterbuch – Für Studium und Ausbildung, 15. Auflage, S. 394)

      In Ihrem Wörterbuch, dem juristischen Wörterbuch, steht geschrieben, dass es sich beim sogenannten „Staatsvolk“ um eine Vermutung handelt. Der Satz „Im Namen des Volkes“ in Ihrem Schreiben vom 27.05.2015 richtigerweise „Im Namen der Vermutung“ lauten müsste. Traurig, dass ich Sie darauf aufmerksam machen muss bzw. Sie der arglistigen Täuschung bezichtigen muss. Herr K., Frau V. und Frau Sch. kann „nur“ Fahrlässigkeit vorgeworfen werden, aber Ihnen, Frau S., Vorsatz! Oder studierten Sie etwa nicht Jura? Ich muss also voraussetzen können, dass Ihnen die juristischen Begriffe und deren Bedeutungen geläufig sind, oder etwa nicht?

      Kommen wir zum Beweis, dass es sich beim „Staatsvolk“ um eine Vermutung handelt. Dies kann man anhand zweier Textpassagen der Definition feststellen. Zum Einen in dem Satz „Ist die Gesamtheit der Menschen, die sich auf dem Gebiet eines bestimmten Staates befinden (…)“. Die „Gesamtheit der Menschen“ auf einem „Staatsgebiet“ beinhaltet auch Urlauber, Touristen, Durchreisende, Flüchtlinge usw. Das „Staatsvolk“ darf doch alle vier Jahre wählen. Dürfen Urlauber, Touristen, Durchreisende, Flüchtlinge usw. sich an der Wahl beteiligen? Nein! Und warum nicht? Wenn sie sich am Tage der Wahl „auf dem Gebiet eines bestimmten Staates befinden“, müssten sie, nach dieser Definition, an der Wahl teilnehmen dürfen. Richtig? Und trotzdem dürfen sie es nicht. Oder etwa doch? Mit „Staatsgebiet“ kann folglich nichts Geographisches, Territoriales gemeint sein. Oder bewerten Sie das anders? In dem Fall freue ich mich auf Ihre Erklärung.

      Zum Zweiten, hier wird es ganz deutlich, in dem Satz „Von ihm (Anm.: dem Staatsvolk) geht im demokratischen Staat alle Gewalt (Anm.: Staatsgewalt) aus.“. Was bedeutet „von etwas ausgehen“? Was bedeutet: „Ich gehe von schönem Wetter am morgigen Tage aus.“? Was anderes als eine Vermutung wird durch diesen Satz geäußert? Die Vermutung, dass das Wetter morgen schön werde. Ob die Vermutung zutrifft, zeigt sich am nächsten Tag. Im Zeitpunkt der Äußerung handelt es sich um eine Vermutung, eine Annahme! Genauso verhält es sich beim Satz „Von ihm geht im demokratischen Staat alle Gewalt aus.“, auch hier wird eine Vermutung, eine Annahme geäußert!

      Dem angeblichen „Staatsvolk“ hat man unterdessen glauben gemacht, „alle Gewalt“ ginge von ihm aus, im Sinne von „alle Gewalt“ käme vom „Staatsvolk“. Der Gegenbeweis dessen ist schnell erbracht.

      Ein Grundsatz lautet: „Ich kann/darf nicht mehr Rechte übertragen/delegieren als ich als Mensch selbst besitze.“

      Welcher Mensch hat das Recht einem anderen Menschen etwas wegzunehmen, etwas gegen den Willen eines anderen Menschen vom ihm zu verlangen, ohne sich durch solches Verhalten strafbar zu machen? Wer aus „der Gesamtheit der Menschen“ hätte dieses Recht, das er selbst nicht besitzt, an einen anderen Menschen (z.B. Sie, Frau S.) übertragen/delegieren können? Die einzig gültige, wahre Antwort muss lauten: Niemand, kein Mensch. Sollten Sie das anders bewerten, freue ich mich auch auf Ihre diesbezügliche Erklärung.

      Staatsgewalt
      „Ist die den Staat kennzeichnende oberste Herrschaftsgewalt (Hoheitsgewalt, Befehlsgewalt und Zwangsgewalt). Sie ist das funktionale Element des Staats. Sie betrifft das Staatsgebiet und das Staatsvolk. Sie geht im demokratischen Staat vom Volk aus: Sie ist im Rechtsstaat vielfach geteilt in gesetzgebende Gewalt, vollziehende Gewalt und rechtsprechende Gewalt (Art. 20 II GG)“ (Quelle: Gerhard Köbler, Juristisches Wörterbuch – Für Studium und Ausbildung, 15. Auflage, S. 393)

      Ausgehend von der „Drei-Elemente-Lehre“, nach der ein „Staat“ aus den drei Elementen „Staatsvolk“, „Staatsgebiet“ und „Staatsgewalt“ besteht, wird es eng für den angeblichen „Staat“. Beim „Staatsvolk“ handelt es sich wie zuvor bewiesen um eine Vermutung, beim „Staatsgebiet“, wie ebenfalls bewiesen, um nichts Geographisches, Territoriales. Was übrig bleibt ist die Gewalt.

      Gewalt
      „Ist allgemein der Einsatz von Kraft zur Erreichung eines Ziels sowie die Möglichkeit hierzu. (…)“(Quelle: Gerhard Köbler, Juristisches Wörterbuch – Für Studium und Ausbildung, 15. Auflage, S. 184)

      Diese Gewalt üben einige Menschen gegenüber anderen Menschen, gegen deren Willen, aus, indem sie sich hinter der juristischen Person „Staat“ oder anders benannten juristischen Personen verstecken und glauben, ihre Verantwortung auf diese abwälzen zu können. Dieser Gewalt, an der Sie, Frau S., sich ebenfalls beteiligen, werde ich mich nicht länger beugen. Auch verbitte ich mir, mich weiterhin als „personales Element“ eines wie auch immer benannten „Staats“ zu betrachten. Folglich betrachte ich nur noch jene Schriftstücke als für mich bindend, deren Inhalt ich durch meine Unterschrift ausdrücklich zustimme.

      Ende des Schreibens.

      Eine Antwort hierauf erhielt ich von der "Richterin" Frau S. nicht.

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