Tagesdosis 27.4.2018 – Papst und Teufel: Kein Wunder in der Hölle

Ein Kommentar von Klaus Hartmann.

Glaubt man der italienischen Zeitung „La Repubblica“ kurz vor Ostern 2018, soll Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus gesagt haben: „Die Hölle gibt es nicht, was es gibt, ist die Auslöschung der sündhaften Seelen.“

Die Stuttgarter Zeitung meldete am 04.04.2018: „Ausgerechnet Papst Franziskus soll angeblich das finstere Reich des Teufels und der von Gott getrennten Toten, den Ort des endzeitlichen Strafgerichts, wo die Menschen für ihre Sünden ewig büßen müssen, geleugnet haben.“

Fast hätten auch wir Freidenker an ein Wunder geglaubt, doch es war wohl keines: „Vatican news“, das amtliche Online-Organ des Vatikanstaates dementierte umgehend: Die Hölle existiere – auch der Papst habe nie daran gezweifelt. Das „Wallstreet Jounal“ bedauerte am 12.04.2018: „Noch während die Sündigen dieser Welt aufatmeten und ausgelassen feierten, wurde der Vatikan aktiv, dementierte umgehend und bestätigte die Existenz der Hölle.“

Na, wenn das keine frohe Botschaft ist. Auf die Kirchenoberen ist doch immer noch Verlass. „Falsch zitiert“ oder „falsch verstanden“ sei der Gottesmann geworden, hieß es zur Begründung. Das „falsche Zeugnis“ stammte nämlich aus einem Gespräch mit dem Gründer von „La Repubblica“, Eugenio Scalfari. Und da der Atheist schon biblische 93 Jahre alt ist, kann der Vatikan mit seiner Diagnose „Zeitungsente“ auf einen Hauch Glaubwürdigkeit rechnen.

Erzbischof Fisichella, Präsident des Päpstlichen Rates für Neuevangelisierung, schob als Begründung für die Existenz der Hölle nach: „… nicht, weil Gott in seiner Barmherzigkeit die Hölle will, sondern vielmehr wegen der Dickköpfigkeit des Menschen. Der Mensch ist es, der sich einbildet, er könne seine Freiheit bis ins Letzte ausreizen – und dadurch erniedrigt er sich schließlich.“

So bleibt uns die Hölle, laut Bibel „ewige Verdammnis“ mit „Heulen und Zähneklappern“, Gott sei Dank erhalten. Der Katholische Katechismus muss auch nicht umgeschrieben werden: „Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden.“

Himmel, Hölle, Fegefeuer – reale Orte auf der irdischen oder kosmischen Landkarte? Da die Kirche nicht daran interessiert sein kann, dass nur die im Geiste armen zur gläubigen Gemeinde zählen, fand schon vor geraumer Zeit ein Umsteuern statt, das die Intelligenz des durchschnittlich gebildeten Gläubigen nicht allzu sehr beleidigt.

Schon der 2005 verstorbene Karol Wojtila alias Papst Johannes Paul II. verkündete: „Die Hölle meint nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern vielmehr die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat.“ Gemeint sind wohl Freidenker, Agnostiker und Atheisten, wobei die mehrheitlich bestreiten werden, sich von etwas entfernt zu haben, was ohnehin nur eine Fantasiegestalt ist.

Nicht zum ersten Mal ist somit ein von Scalfari verheißenes Wunder geplatzt: Schon 2014 schien sich ein solches anzubahnen, da Papst Franziskus die Ehelosigkeit katholischer Priester als „Problem“ bezeichnet habe, wofür er „Lösungen finden“ würde. Die Äußerung wurde als sensationell und als Abgesang auf den Zölibat aufgefasst, doch zu früh gefreut – auch dies war eine Ente.

Für viele Kinder und Minderjährige waren die Jahre in kirchlichen Erziehungseinrichtungen die sprichwörtliche Hölle auf Erden. Um die Verschleierung von Missbrauchsfällen einzudämmen, berief Papst Franziskus eine „Päpstliche Kommission für den Schutz von Minderjährigen“, auf die sich große Erwartungen richteten.

Doch deren Arbeit ist keineswegs eine Erfolgsgeschichte. Zunächst auf drei Jahre bis Ende 2017 befristet, berief der Papst Anfang 2018 neue Kommissionsmitglieder. Die französische Kinderpsychiaterin Catherine Bonnet verzichtete auf ein zweites Mandat, weil sie keine Mehrheit für ihr Anliegen fand, Bischöfe und Ordensobere im Fall eines jeden Missbrauchsverdachts von Priestern zur Anzeige bei zivilen Behörden zu verpflichten.

Das britische Kommissionsmitglied Peter Saunders, selbst Missbrauchsopfer, wurde im Februar 2016 „beurlaubt“, weil er „kein Mitglied einer PR-Übung“ sein wollte, sondern gegenüber Medien z.B. den australischen Kurienkardinal und Finanzchef des Vatikan George Pell, der unter dem Verdacht steht, Missbrauch vertuscht oder gar selbst begangen zu haben, als „hartherzigen Soziopathen“ bezeichnete. („Der Spiegel“, 07.02.2016)

Im März 2017 trat das irische Missbrauchsopfer Marie Collins „aus Frustration über mangelnde Kooperationsbereitschaft vatikanischer Behörden“ aus der päpstlichen Kommission aus, lt. „kathnet“ „eine der profiliertesten Stimmen.“

Das Dekret „Wie eine liebende Mutter“, mit dem Papst Franziskus die Absetzung von Bischöfen und Ordensoberen regelt, die Missbrauch verschweigen oder unzureichend darauf reagieren, hätte im September 2016 in Kraft treten sollen, „aber bis auf den heutigen Tag wurde in keinem einzigen Fall ermittelt“, erklärte Catherine Bonnet lt. „vaticannews“.

Das ist umso bemerkenswerter, als allein der Abschlussbericht der staatlichen australischen Missbrauchskommission auf 100.000 Seiten von „Zehntausenden Kindern und Jugendlichen“ berichtet, die zu Opfern von Missbrauch wurden. (vaticanhistory, 16.12.2017)

Doch auch der Papst selbst macht beim Pädophilie-Skandal eine unglückliche Figur. Im Januar 2018  hatte er bei einer Pastoralreise nach Chile Vorwürfe gegen Bischof Juan Barros vor Journalisten als „Verleumdung“ zurückgewiesen. Barros wird vorgeworfen, von Missbrauchsvorwürfen gegen den chilenischen Priester Fernando Karadima, gewusst und ihn gedeckt zu haben. Nachdem Franziskus 64 Zeugnisse von Beteiligten und Opfern vorgelegt wurden, bekannte er in einem Brief an die chilenischen Bischöfe „einen schwerwiegenden Fehler“, lobte aber zugleich die diesbezügliche Diskretion der Medien.

So ist von den Hoffnungen auf Reformen und vom Nimbus des „Modernisierungspapstes“ wenig übrig geblieben. Die „Mittelbayerische“ stellte am 05.03.2018 ernüchtert fest: „Nach fünf Jahren Franziskus hat eine Art Entzauberung eingesetzt. Und vielen Menschen vor allem in Deutschland scheint der Papst sowieso egal zu sein.“

Daraus zu schließen, dass die Katholische Kirche nun gänzlich nicht mit der Zeit ginge, wäre jedoch verfehlt. Besonders dem Trend zur Militarisierung wollen sich manche offenbar nicht verschließen. So vermeldet „kathnet“ am 06.04.2018 aus Brasilien, dass während des Gottesdienstes in der Stadt Sorocaba eine Monstranz für die Eucharistiefeier mit einer Drohne den Mittelgang entlang zum Altar geflogen kam. „Während des Fluges jubelten die Gottesdienstbesucher.“

Es bleibt zu hoffen, dass in solchem Hokuspokus nicht die mahnenden Worte Franziskus‘ untergehen, die auch unsere Unterstützung verdienen: „Damit das System fortbestehen kann, müssen Kriege geführt werden, wie es die großen Imperien immer getan haben“, „Wir sind am Limit. Ein Zwischenfall wird reichen, um einen Krieg zu entfesseln. Deshalb müssen wir die Waffen zerstören und uns für die nukleare Abrüstung einsetzen.“

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32 Kommentare zu: “Tagesdosis 27.4.2018 – Papst und Teufel: Kein Wunder in der Hölle

  1. Endlich. Endlich habe ich das Video gefunden, das ich so lange suchte. Vermutlich zu spät. Wird kaum noch jemand hier anschauen kommen.
    Es wird erzählt eine Anekdote, in der eine Schülerin des 1948 gestorbenen spirituellen Meisters Baba Sawan Singh (genannt auch der Große Meister, the Great Master) auf eigene Faust in der Meditation aus Neugier eine astrale Hölleregion besucht.
    Auf diesem Video hier kommt die Begebenheit, die der Erzähler, Ishwar Puri, damals als kleiner Junge selbst miterlebte ab 1:15:15 (Eine Stunde 15 Minuten 15 Sekunden.) Ich hoffe es klappt mit dem URL an der richtigen Stelle:
    https://youtu.be/ZVwGHsqIMIQ?t=4515
    Leider nur auf Englisch. Das bedaure ich sehr, da hier aus glaubwürdiger Quelle bestätigt wird, daß es subastrale Höllenregionen tatsächlich gibt.
    Die Kirchen also, neben all dem Unsinn, den sie uns erzählen, neben all den Fehlern, die sie machten (unterdrückte Sexualität wird immer pervertieren; moralisches Zölibat funktioniert nicht. Ohne Verbindung zur göttlichen Quelle, die uns die Kirchen nicht mehr geben können, ist alles Bemühen und Handeln vom Mind, der mit falschverstandener Reinheit nur scheitern kann) – neben all der Gewalt die sie ausübten und dem Leid, das sie verursacht haben – die Kirchen liegen also in zumindest diesem einen Punkt ganz richtig: es gibt astrale Regionen, die man auch Höllen nennen könnte.
    Und jetzt viel Spaß mit einer wirklich interessanten Geschichte, die verbürgt ist.

  2. Hallo! Bitte, bitte…was soll dieser mittelalterlicher Gruselzirkus zur Maßregelung jedweder Natur? Dieser Apparat und seine Jünger sind der Wurmfortsatz der aufgeklärten Menschheit. Niemand braucht es. Glauben heißt nicht wissen und das ist aus meiner Sicht nichts! Luft! Doch dieses Gerippe eines so toten Dinosaurierers entleert ihren Darm weiterhin mit Blasen, Gift und völlig überbewerteten Riten und Alte-Männer-Gesabber und Nonnen-und „Frommen“-Gedöhns über die Dummen, die nichts wissen wollen. Diese, wie andere Religionsvereine – es gibt Ausnahmen als Einzelnerkämpfer in den Gemeinden – sind zur Kasse für ihre Verbrechen und Lügen zu zerren. Das Vermögen aus diesen Schandtaten gehört eingezogen und an die Opfer verteilt. Steuervorteile und Staatsprivilegien gehören abgeschafft. Kein Steuergeld für die Irrgeleiteten jeglicher sogenannter Religionen – ich nenne sie Machtinstrumente aus dunklesten Zeiten! Besser noch: „Menschen die Trost suchen, aber den Alkohol nicht vertragen“ (H.Pispers). Diese Kirchen und Vereine, deren Grundstein das Blut der Urvölker dieser Welt ist, sind wahre Schmarotzer. Die Historie jeder Religion ist Lügengebilde.

    • Manchmal hilft ja auch ein Sandsack oder ein bißchen Holzhacken.

      Auf so manchem, der in anderen gerne Schmarotzer sieht, hockt seit langem ebenfalls ein Schmarotzer. Der weiß sich jedoch gut zu verstecken und gibt vor, wir selbst zu sein. Einfach, indem er das Wörtchen „ich“ immer wieder verwendet.

      Institutionell organisierte Spiritualität ist nicht die Ursache für das Übel dieser Welt, sondern ein Symptom desselben. Die Ursache liegt ganz woanders.

      Und jedes Symptom kann uns helfen, etwas in uns selber zu entdecken, was wir gern verleugnen.

      So kann alles hilfreich sein, was uns umgibt.

      Sie tun sich im Moment sehr weh, Konrad. Und zwar mit jedem Wort, das Sie hier geschrieben haben. Ich wünsche Ihnen die Einsicht, daß es möglich ist, damit aufzuhören, sich ständig selbst zu verletzten.
      (Und vielleicht einen Blick in meinen Kommentar auf Positionen 14 werfen, wo ich Ihnen ebenfalls etwas geschrieben habe.)

      Gute Besserung!

  3. Herr Hartmann,
    Sie interpretieren den 2005 von Papst Johannes Paul II verkündeten Satz „Die Hölle meint nicht so sehr einen bestimmten Ort, sondern vielmehr die Situation dessen, der sich frei und endgültig von Gott entfernt hat“ aus Ihrer (Freidenker)Sicht. Es gibt verschiedene Sichten, auch solche, die wie Sie schreiben, „die Intelligenz des durchschnittlich gebildeten Gläubigen nicht allzu sehr beleidig“en. Eine Vorstellung, die mir sehr gut gefällt ist die, dass der Mensch am Ende seines Lebens – in einer kurzen Zeit des Übergangs – sein eigenes Leben wie in einem Film-Schnelldurchgang betrachten muss und sich vorstellt, was er hätte besser machen können für Andere, für die Gemeinschaft.

    Nun schreiben Sie nicht, ob Fantasiegestalt nur Hölle meint, oder auch Gott und Religion.

    Wer das alles für Fantasiegestalt hält, ist spätestens dann, wenn er gegen Religion und Religiöses wettert, intolerant.

    Intolernz ist auch das, was mich am Freidenker-Humanitätsbegriff stört.
    Ich bevorzuge den Universalen Humanitätsbegriff (wie ihn z.B. Prof. Mausfeld benutzt) von der Gleichwertigkeit aller Menschen (was Religionszugehörigkeit, oder Agnostiker, Freidenker, Atheisten einschließt).

    Ich frage Sie jetzt auch nicht nach dem Positiven;
    aber ich frage Sie nach Konstruktivem, Aufbauenden, Kooperationsangeboten etc.

    Mir haben Prof. Hans Küng und Helmut Schmidt imponiert, wie sie das Welt-Ethos
    begründeten, mit dem sie eine Brücke zwischen den Religionen aufbauen wollten.

  4. Anbei eine Auswahl weiterführender links:

    Karlheinz Deschner: Ketzerverbrennung
    Aus dem Kaos Kunst- und Video-Archiv

    Der Film „Ketzerverbrennung“ ist ein Beitrag zum 70sten Geburtstag von Karlheinz Deschner (1924-2014), der in NRhZ-Ausgabe 198 zu seinem 85sten Geburtstag wiederholt wurde und jetzt, 2017 in NRhZ-Ausgabe 635, präsentiert wird und damit sein unvergänglich kritisches Werk erneut ins Bewusstsein bringt. „21 Inquisitoren“, so Karlheinz Deschner in einem Gespräch mit seinem Rowohlt-Lektor und Freund Hermann Gieselbusch, hatte der Siegener Dogmatikprofessor Reinhard Seeliger im Auftrag der katholischen Kirche versammelt, um mit ihnen zusammen die bis 1994 erschienenen ersten vier Bände von Deschners „Kriminalgeschichte des Christentums“ zu widerlegen. Als Titelbild ihrer im katholischen Herder-Verlag veröffentlichten Kritiken „Karlheinz Deschners Kriminalgeschichte auf dem Prüfstand“ verwendeten sie das berühmte Gemälde von der Verbrennung des mittelalterlichen Ketzers Savonarola auf dem Marktplatz von Florenz.

    „Das“, so Deschner kopfschüttelnd mit dem Buch in der Hand, „ist es, was sie am liebsten mit mir gemacht hätten.“ und zitiert Nietzsches
    Satz: „Nur ihre Ohnmacht hindert die Christen heute daran, uns zu verbrennen.“

    Darüber hinaus hatte Deschner Bundespräsident von Weizsäcker vorgeworfen, während des Vietnamkriegs, als Chemiefabrikant mit der Firma C.H. Boehringer in Ingelheim „Millionen verdient“ zu haben, indem er dem US-Pentagon das Gift Agent Orange für die Entlaubung des Regenwalds und die Vergiftung der Flüsse, Felder und Menschen in Vietnam verkaufte.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=24296

    Folge VII: Franco
    Von Karlheinz Deschner

    (…)
    In zwölf Folgen zu je knapp zehn Minuten unter dem Serientitel „Mit Gott und den Faschisten“ beweist Deutschlands bedeutendster Kirchenkritiker, daß die „Stellvertreter Gottes“ im Vatikan, von Leo XIII. bis Pius XII. wesentlich zur Herrschaft des Faschismus in Italien, Spanien, Deutschland und Jugoslawien und damit zu den politischen Katastrophen und zum Völkermord im 20. Jahrhundert beigetragen haben.

    In Folge VII beschreibt Deschner, wie 1931 in Spanien die Monarchie beseitigt und die Republik ausgerufen wird, wie 1933 eine kirchen- und faschistenfreundliche Regierung an die Macht kommt, die wiederum im Januar 1936 durch die Volksfront abgewählt wird. Im Juli befördern deutsche Transportflugzeuge Francos Mauren und seine Legionäre zur Rettung des katholischen Abendlandes übers Meer. Der Bürgerkrieg beginnt. Franco wird von Hitler, Mussolini, vom Vatikan und den Bischöfen unterstützt, geht es doch um einen „Kreuzzug gegen die rote Weltrevolution“. Am Ende des dreijährigen Gemetzels fordert der zuvor gekrönte Papst Pius XII. Franco auf, „mit neuer Energie die alten christlichen Traditionen“ wieder aufzunehmen.

    Ergebnis: Rede-, Presse- und Versammlungsfreiheit werden aufgehoben, alle nichtkatholischen Bekenntnisse unterdrückt, Militärtribunale und Exekutionskommandos werden pausenlos tätig. Nach offiziellen Statistiken läßt Franco von 1939 bis 1942 mehr als 200.000 Menschen erschießen. Das entspricht einem Drittel aller Opfer des Bürgerkriegs.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21544

    „Mit Gott und den Faschisten“ – Folge XI: Sowjetunion
    Von Karlheinz Deschner

    (…)
    Auch den Krieg gegen die Sowjetunion, so Deschner in Folge XI, wollten die deutschen Bischöfe durch Gott „zu einem gesegneten Erfolg“ geführt sehen. Und deshalb forderten sie von ihren Gläubigen unter den Soldaten „jedes Opfer, auch das Opfer des Lebens“ (so der Bischof von Regensburg), „siegreich zu kämpfen oder mutig zu sterben“ (so der Bischof von Rottenburg). Deschners Schlußsatz in dieser Folge: „Und nun lügt man uns schon fast ein halbes Jahrhundert das Gegenteil vor. Zum Heulen mit den Wölfen kommt die Heuchelei.“

    Brief von F.W., Berlin: Wie immer war auch diesmal Euer Programm auf RTL Plus das Einzige, was man ohne Kopf- und Bauchschmerzen genießen kann. Nun hätte ich gern eine Adresse, um Kontakt zu Herrn Deschner aufnehmen zu können. Denn mich interessiert dieses Thema schon seit Rolf Hochhuths Stück „Der Stellvertreter“.

    Während die „Süddeutsche“ unsere Serie mit der Überschrift „Der Märchenonkel und das vatikanische Sündenregister“ abzutun versuchte, schreibt Prof. Fritz Blanke, Zürich: „Was das Sachliche anbetrifft, so dürfte es schwer halten, Deschner fehlerhafte Behauptungen nachzuweisen.“
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21684

    Zur Politik der Päpste, Folge XII
    Von Peter Kleinert und Karlheinz Deschner

    Jugoslawien damals wie heute

    Von Peter Kleinert

    „Ohne Kenntnis dieses alptraumhaften Blutbads“, so Karlheinz Deschner in der XII. Folge unserer TV-Sendereihe von 1992 zur Politik der Päpste, die Jugoslawien gewidmet ist, „kann man die Vorgänge dort heute überhaupt nicht verstehen, Vorgänge, an denen sogar der Außenminister der uns befreundeten USA, den Deutschen, das heißt der Regierung Kohl/Genscher, eine besondere Schuld beimaß. Mehr involviert ist nur der Vatikan, der schon seinerzeit durch Papst Pius XII. in die ungeheuersten Greuel der faschistischen Ära insgesamt derart verstrickt war, daß es, bei der Taktik der römischen Kirche nicht verwunderlich wäre, spräche man ihn heilig.“

    Das Blutbad richtete im „unabhängigen Kroatien“ ab 1941 der Despot Ante Pavelic (siehe Bild) an, indem er, so Deschner, einen katholischen Kreuzzug gegen die dort lebenden orthodoxen Serben und bosnischen Muslims begann, „der den schlimmsten mittelalterlichen Massakern nicht nachsteht, sie eher übertrifft.“ Dies geschah nach dem deutschen Einmarsch und nach einer besonders feierlichen Privataudienz bei Pius XII. „Die katholischen Schlachtfeste in „Groß-Kroatien“ waren so grauenhaft, daß sie selbst die italienischen Faschisten schockierten, daß sogar deutsche Stellen protestierten“, sagt Deschner. Den Ustascha-Banditen von Pavelic fielen damals etwa 750.000 Serben zum Opfer – nachdem Pius XII. ihren Führer mit den besten Wünschen für die „weitere Arbeit“ aus der Audienz im Vatikan entlassen hatte. (PK)
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21710

    Oder etwas aktueller, aber immer noch traditionell, in Form der Christlich demokratischen Union:

    Verleihung des Konrad-Adenauer-Preises der Stadt Köln an Vitali Klitschko
    In der Tradition des Faschismus
    Von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann

    Wer „prophezeite dem Faschisten Mussolini in einem Glückwunschtelegramm, sein Name werde in goldenen Buchstaben in die Geschichte der katholischen Kirche eingetragen werden“? Wer war es, „der im Winter 1932/33 erklärte, daß ‚eine so große Partei wie die NSDAP unbedingt führend in der Regierung vertreten sein müsse'“? Und wer „zählte schließlich in einem Brief an Hitlers Innenminister seine Verdienste für die Nazipartei auf, die er ‚immer durchaus korrekt behandelt‘ habe, sogar ‚wiederholt in Gegensatz zu den damaligen ministeriellen Anweisungen‘, und dies auch noch ‚jahrelang'“? Karlheinz Deschner ging diesen Fragen nach und beantwortete sie: „der Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer“. In dieser Tradition stehend kam am 23. April 2015 der den ukrainischen Faschisten verbundene, von der Konrad-Adenauer-Stiftung protegierte Vitali Klitschko aus Kiew ins Kölner Rathaus und nahm den Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln entgegen. Einige GRÜNE Jubelperser hießen Klitschko willkommen. Doch es gab auch Protest: „Keinen Preis für den Partner von Faschisten“ hieß es vor den Toren des Rathauses.
    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=21554

    Aber wie stets, Jesus ist Liebe …

    Da sagte Jesus: „Dann gebt dem Kaiser, was dem Kaiser gehört, aber gebt Gott, was Gott gehört!“
    (Matthäus 22,21)

    … läßt sich wie folgt übersetzen:

    Ein Wahlplakat zerrissen auf dem nassen Rasen,
    Sie grinsen mich an, die alten aufgeweichten Phrasen,
    Die Gesichter von auf jugendlich gemachten Greisen,
    Die Dir das Mittelalter als den Fortschritt anpreisen.
    Und ich denk’ mir, jeder Schritt zu dem verheiß’nen Glück
    Ist ein Schritt nach ewig gestern, ein Schritt zurück.
    Wie sie das Volk zu Besonnenheit und Opfern ermahnen,
    Sie nennen es das Volk, aber sie meinen Untertanen.
    All das Leimen, das Schleimen ist nicht länger zu ertragen,
    Wenn du erst lernst zu übersetzen, was sie wirklich sagen:
    Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
    Halt du sie dumm, – ich halt’ sie arm!
    http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/sei-wachsam

    Reinhard Mey: Sei wachsam (live) . Album : „Leuchtfeuer“ (1996)
    https://www.youtube.com/watch?v=CdBo34ycvkw

    Liebe deine Feinde und biete ihnen die andere Wange dar. Wer denkt sich so etwas aus? Die Frage ist leicht beantwortet, da wenn man bedenkt, von wem das christliche Glaubensbekenntnis nützlicherweise zusammengestellt wurde.

    Im Übrigen hat das Glaubensbekenntnis für jede Handlungsweise eine passende Passage parat und sei sie noch so absurd.

    • Box: Wenn Sie für Kirche, Religion, Glaubensvorschriften, Bischof, Minister und was für Begriffe und Namen aus dem Kontext von Religion Sie hier anführen jetzt überall MIND einsetzen, dann sind Sie der Befreiung von diesem schon ein wenig näher gekommen.
      Kirche, Religion, Glaubensvorschriften, Bischof, Minister – all diese zeigen uns ja nur, was im Menschen steckt. Auch in Ihnen!!!
      Indem wir diese im Außen angreifen, werden wir jedoch von unseren inneren Ministern und Bischöfen nicht frei – unserem Mind.
      Ihre Religion, Box, ist offensichtlich der Materialismus. Ein konzeptioneller Materialismus. Denn das, was Ihnen die Denkmaschine erzählt, darf und kann keine anderen Götter neben sich ertragen.
      Ihr Gott ist der Mind.
      Der ist jedoch nicht weniger verheerend in seinen Auswirkungen als das, was Sie dem religiösen Kontext zuordnen.

      Am schlimmsten ist jene Hölle, die nicht gefühlt wird; die die Menschen aber, wegen ihrer Totalversklavung durch den Mind, immer mit sich herumtragen.
      Und solcherart, mit jedem Schritt sich selbst und andere verletzend, ohne das je wirklich zu fühlen, immer nur noch mehr Hölle auf der Erde verbreiten.

      Das Erlösungsrezept hieraus ist das Unmittelbare. Und dazu gehört vor allem das Fühlen. Wer fühlt, was er durch seine Angriffe auf andere, ob mental oder körperlich, sich selber ständig zufügt, sich selbst, seinen Mitmenschen und der Welt – der müßte damit aufhören, das zu tun, was er tut.

      Da er das jedoch nicht fühlt innerhalb seiner unaufhörlichen Gedankenaktivität, so kann er weitermachen und fest davon überzeugt sein, er tue das Richtige. Er bewirke etwas Gutes.
      Er helfe mit, die Menschen zu befreien und ihnen Frieden zu bringen.

      Im übrigen hat Ihr Mind, Box, für jede Handlungsweise eine passende Passage parat, die er zitieren kann, um sich zu rechtfertigen – sich und seine totale Sklavenschaft den Konzeptwelten gegenüber. Und seien sie auch noch so absurd.

      Ich möchte an dieser Stelle lediglich noch hinzufügen, daß ich mich nicht zu Religion bekenne – und zwar zu keiner einzigen auf dieser Welt – sondern zu Spiritualität.
      Ist das nicht dasselbe?
      Nein.
      Religion – alle Religionen der Gegenwart – beziehen sich auf gestorbene spirituelle Lehrer und ergehen sich in theoretischen Erörterungen über deren Lehren, Hinweise, Empfehlungen.
      Religion kann die Sphäre von Moral und Spekulation nicht zum Platzen bringen. (Denn auch hier regiert der Mind.)

      Wahre Spiritualität bezieht sich auf den lebenden spirituellen Meister und dessen Freilegung in uns selbst.

    • Ich wiederhole hier noch einmal ganz bewußt, was Bazon Brock gesagt hat: das Netz ist die Hölle der neuen Welt.
      (In seinen unbewußten Ausprägungen; in seinen ungefühlten; in seinem Rotieren innerhalb der niemals wirklich transzendierten Denkblase und dem, was sie perpetuiert.)

    • Übersetzung:
      MIND = Das Ich. Selbst-Bewusstsein. Das eigentliche Ego, also das, was einen Menschen im inneren, selbstbestimmt ausmacht. Das, was übrig bleibt, wenn man alles materielle weglässt. War das so richtig übersetzt?

    • Annäherungsweise, waldbaer. Richtig und falsch sind nun nicht unbedingt die Kategorien, über die zu entscheiden ich mir anmaßen wollte
      Im Sant Mat wird zwischen Universellem Mind (2 Mio Jahre Dauer) und unserem persönlichen Anteil daran unterschieden.
      Das Selbstbewußtsein kommt, soviel ich sehen kann, vom wahren Selbst (der Seele; dem Atman) an dessen Stelle der moderne Mensch den Mind gesetzt hat (der als ein sehr begrenztes Werkzeug verstanden werden sollte); die innerhalb desselben besonders unbewegliche Teile würde ich als Ego definieren: in Stein gemeißelt.

      In unserer Welt regiert, bestimmt und unterdrückt der Mind leider die Seelenkräfte nahezu vollständig.
      Alles ist auf den Kopf gestellt.
      Die Seelenkräfte: Liebe, Leben, Wahrheit, Schönheit, Intuition, Güte, Kraft, Frieden, Stille, Glück.
      Von jenen kann der Mind nur blasse Kopien erzeugen und sie und sich dann als das Original verkaufen.

    • Gut, dass es hier auch immer noch das Gegenmittel zur stereotypen Verkopfung gibt. Wir haben gerade von einer Freundin wieder eine Ladung Bücher bekommen und zu unserer großen Freude war auch eins von Waladimir Lindenberg dabei(„Training der positiven Lebenskräfte“), dem wir das Glück hatten, in Berlin – Schulzendorf in seinem selbst gebauten Haus als Seelenheiler noch persönlich begegnet zu sein. Ich erwähne das nur, weil es sich lohnt, über ihn zu recherchieren. Ein wunderbarer Mensch war das.

    • „Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm:
      Halt du sie dumm, – ich halt’ sie arm!“

      Ins Spirituelle übersetzt: Kal nimmt flüsternd den Mind in den Arm:
      Halte Du sie unwissend – ich halte sie lieblos.

      Unwissend in der falschen Identifikation des tödlichen „cogito ergo sum“ gefangen.

      Oder sogar: Halte Du sie in der Beschäftigung mit Informationsfluten gefangen, (gib Du ihnen die Überzeugung, sie wüßten was)
      und ich halte sie seelenlos.

      Jele V.: Sie haben vor kurzem unter einem Beitrag von Dirk C. Fleck einige geniale Sätze formuliert:
      „Wenn wir die Menschheit als Menschheitskörper betrachten, der sie ja ist, denn wie im Großen, so im Kleinen, dann wirkt sich der verkniffene Zuwendungs-Stop an der Artengrenze wie eine Thrombose in einem Menschenkörper aus. Oder wie eine Arteriosklerose. Die Blutzubringerwege zum Herzen sind dann verstopft. Ein gesunder Blut(also Lebens-)-Kreislauf ist nicht mehr möglich.“

      Das ist wunderbar gesprochen. Diese Zuwendungsgrenze hat der Mind ja inzwischen nach allen Seiten geschaffen. Eine ist nach innen und nach „oben“ gerichtet; zum Spirituellen hin, der Liebe und den Seelenkräfen gegenüber. Eine andere, nicht weniger vernichtende, nach „unten“ hin zur Erde und dem Gesamtorganismus allen Lebens.
      Eigentlich müßten sich diese ganzen Intellktuellen doch mal endlich eingestehen, daß sie nicht die geringste Ahnung haben, wie man etwas zum Besseren verändern kann und nicht die geringste Idee, in welcher Richtung es noch weitergehen könnte. Daß sie (wir) auf allen Seiten von Problemen umzingelt sind und nicht mehr ein und aus wissen. Dieses Eingeständnis habe ich auf KenFM noch von niemandem gehört.

      Stattdessen wird immer noch in dem rumgekramt, was irgendwo irgendjemand wieder verbrochen oder falsch oder schlecht gemacht hat.
      Diese „Aufklärung“ erscheint mir wie eine Einladung, es mir im Sumpf bequem zu machen und von dort aus eine Friedensfahne zu schwenken, die schon lange brennt.

      Dieses Eingeständnis habe ich auf KenFM noch von niemandem gehört.

    • Wladimir Lindenberg war jedenfalls ein Mensch, der nicht an Gefühlsverarmung litt. Mein Mann hatte ihn auf mein Anraten hin aufgesucht, weil ich sah, dass er seelisch seine Arbeitsstelle nicht mehr verkraftete. Als er dann in der Praxis vor Dr. Lindenberg sass und der ihn fragte, was ihm denn fehle, bekam er als Antwort nur einen heftigen Tränenausbruch. Mitfühlende Menschen lösen so etwas aus. Er liess ihn ausweinen und gab im eine Krankschreibung gleich über 3 Monate an einem Stück und den Rat, ein bisschen Urlaub in der Natur zu machen.

    • Ich hatte Dr. Lindenberg deshalb erwähnt, weil ich mich frage, ob ein Mensch mit derartigem Gefühlsreichtum auch heute noch in diesem Gesundheitssystem in Deutschland so hoch angesehen sein könnte. Es hat sich doch ziemlich rasant alles immer weiter zur Unmenschlichkeit hin entwickelt in diesem Jahrtausend.
      Man hat es entfernt- ich hätte den Zusammenhang zur Thematik gleich dazu erklären sollen.

    • Mit Freude leben. Gedanken über die letzten Dinge. Mysterium der Begegnung. Tiere offenbaren ihre Seele …

      Alles Büchertitel von Wladimir Lindenberg.
      Danke für den Hinweis!

    • Andreas G,

      weshalb werfen sie sich in die Bresche, für eine Kirche, deren Glaubensbekenntnis sie nicht teilen? Das war eine rhetorische Frage.
      Ich mag mich irren und dennoch denke ich daß sie sich angegriffen fühlen wollen, sie projizieren.
      Sie beziehen einen Angriff auf sich und antworten mit einem Gegenangriff. Einerlei.

      Empathie? Im Internet? Das können sie bestenfalls auch projizieren.

      „Sie können die gesamte Geschichte zurückgehen: Soziale Errungenschaften wurden immer in sozialen Kämpfen
      den Mächtigen abgetrotzt – und nicht etwa in einem empathischen Dialog errungen.“
      (Rainer Mausfeld)

      Für mich hätte das Herr Mausfeld nicht formulieren müssen, denn anders habe ich es nie erfahren. Dennoch bin ich sehr dankbar dafür, daß es von jemandem wie Herrn Mausfeld ausgesprochen wurde.

      Sie schreiben aus dem Wohlfühlzimmer vom Elfenbeinturm und wenn nur alle so wären, dann wäre alles gut. Die Entscheidung ist, selbstzufrieden zurücklehnen oder handeln und damit vlt. Anderen helfen, bestenfalls so, daß sie sich schließlich selbst helfen können.

    • Es geht doch aber um das verkehrte, kranke Bewusstsein in der ganzen Menschheit, um den Glauben an Gewalt, was verändert werden muss. Und das kann nur verändert werden, wenn wir alle, jeder einzelne, zuerst sich selbst vollkommen davon reinigt.
      Mich erschüttert jetzt z.B. wieder zutiefst der neue Bericht über Syrien von Karin Leukefeld. Aber was kann ich jetzt konkret dagegen tun, außer zu „beten“? Ich weiß ja noch nicht einmal, was ich noch dazu sagen soll.
      Selbst wenn wir faktisch alles darüber wüssten, könnten wir trotzdem faktisch nicht direkt etwas daran ändern.
      Da können Sie hier so viel Informationen geben, wie Sie wollen.
      Wir können alle nur direkt bei uns selbst ansetzen – und bei unseren Nächsten.

    • An Box mein Vorschlag zur Güte: alles, was Sie jetzt in Ihrem letzen Schreiben an mich gerichtet haben und als eine zutreffende Beschreibung meiner Person, meines Denkens und meines Handelns ansehen, einfach bitte mal versuchshalber auf sich selbst anwenden. Denn vielleicht, nur so ein Vorschlag, haben Sie ja gar nicht über mich, sondern über sich selber geschrieben?

      Ich fühlte mich weder angegriffen noch verteidige ich institutionalisierte Religion.

      Die diplomatische Art, wie Phlox das Thema ganz oben angegangen hat, ist mir sehr sympathisch.
      Ich bin leider anders angelegt und habe eine große Affinität zu Shiva (aus der hinduistischen Trinität: Brahma (Schöpfer), Vishnu (Bewahrer), dem Zerstörer, vornehmlich des Falschen, des Irrtums, der Selbstsucht, des rationalen Größenwahns.

    • Diese Erschütterung, von der Jele Votava spricht, ist es, was ich bei den Intellektuellen vermisse.
      Je schneller sie werden, desto eher rennen sie, von der Angst gejagt, vor dieser Erschütterung davon – vornehmlich durch die mentale Daueraktivität und ein permanentes Nachaußengerichtetsein – ich plädiere für die Bereitschaft zur Erschütterung, die alles, was wir erfahren und denken von Grund auf verändern könnte.
      Und dann bist Du mit allem in Kontakt was geschieht. Und in diesem inneren Sterben kann etwas Neues sich öffnen, etwas sehr sehr Großes.

      Ein spirituelles Leben außerhalb von Klostermauern ist ja gerade das Gegenteil von einem Dasein im Elfenbeinturm.
      Jedenfalls was mich betrifft.

      Hilfe zur Selbsthilfe: ich kenne keine größere Hilfe als die Information darüber, was der Mensch in Wahrheit ist und ein paar Tips, wie er das realisieren kann.

  5. Mit Religionen hab ich meine Probleme, da alleine der Popanz anstößig ist, mit dem ich mich öffentlich zu einer Gottheit bekennen soll.

    Würde ich wirklich daran glauben, also Gewissheit haben, so würde das mein Leben total beeinflussen, da ich mich permanent straffällig machen würde, und ich dem all sehenden Auge nicht entkommen könnte.
    Alleine diese Vorstellung, würde mich schon in größte Unruhe versetzen.
    Ich nehme an, dass es mit dem Glauben nicht so weit her ist, wenn Priester sich an Kindern vergreifen.

    Diese permanent offen gehaltene Frage, gibt es ihn, oder gibt es ihn nicht, dieses staatlich verordnete Glaubensbekenntnis in Bayern, diese Folklore Veranstaltungen , welche den Tourismus ankurbeln, also genau das Gegenteil vom christlichen Gedanken sind, diese Politiker, welche sich zu ihrem Glauben bekennen und gleichzeitig die größten Gaunereien decken, das alles ist doch lediglich den Strukturen dienlich, wie wir sie haben.
    Mit Helm ab, zum Gebet,werden die größten Verbrechen legitimiert.
    Von daher bin ich für ein Verbot dieser Höllenkultur, da sie nur Unfrieden stiftet.
    Die wirkliche Hölle bereiten wir uns selber, wenn wir diesem Schwachsinn folgen.

  6. FAZ-gespräch mit Bazon Brock: „Das Netz ist die Hölle der neuen Welt“
    (…)

    Vor fünf Jahren wurden Sie für Ihren Vergleich von Internet und GULAG gescholten. Fühlen Sie sich von den Entwicklungen seitdem, etwa durch die sozialen Netzwerke, bestätigt?

    Als wir das vor Jahren sagten, haben die Leute uns für verrückt erklärt. Wir waren vor Jahren viel weiter und haben gesagt, dass das, was die Lager der totalitär-faschistischen Regime, des stalinistischen oder des Hitler-Regimes waren, jetzt, als Weltlager, das Netz geworden ist. Und es ist extrem gefährlich geworden, dort überhaupt in die Akten zu kommen, auffindbar zu sein. Wir wissen, wie delikat der Datenmissbrauch ist, wie hoch die Erpressungsmöglichkeiten liegen, nicht nur von Kriminellen, sondern auch von den eigenen Regierungen und den eigenen Institutionen.

    Was macht das Netz so gefährlich?

    Ein Netz ohne personale Beziehungen, ohne Verantwortung, ohne Verantwortungsbereitschaft, ohne Kontrolle der jeweiligen Geistesgegenwart kann man nicht sinnvoll nutzen. Im Übrigen ist alle Kommunikation auch abgehoben auf den Genuss der Anwesenheit des anderen. Warum setzen wir uns so gerne in die Kneipe, um mit anderen zu sprechen, oder auf Kongresse etc.? Weil das die Möglichkeit bietet, tatsächlich den Genuss des eigenen Lebens durch die Versicherung des Beistands aller anderen zu erhöhen. Und das fällt beim Netz weg, weswegen es wirklich ein Totenreich ist, ein Todesreich.

    Das Internet als virtuelle Unterwelt?

    Ja. Der Papst hat am 20. April 2007 leichtsinniger Weise erklärt, er hebe den Limbus auf. Wir haben damals wütend protestiert. Aus dem Limbo, also der Unterwelt, in der Jesus Christus war und in die Vergil den Dante geführt hat, haben alle, die unten waren, ihre große Menschheitsweisheit her – bis zu Doktor Faustus von Thomas Mann. Aristoteles, Sophokles, Aristophanes und Platon, also alle, die vor Christi Geburt bzw. vor 30 v. Chr. gelebt haben, haben dort ihre Heimat. Das weltweite Netz könnte ihre neue Heimstatt werden, es ist die von der Theologie verstoßene alte Konstruktion des Limbo. Und diese Vorbildhölle ist dann tatsächlich da, da kann man dann Aristoteles und Aristophanes begegnen. Aber man nimmt sie nur als Tote wahr, nur als Gewesene. Und so ist es im ganzen Netz – es ist die Unterwelt der neuen Welt, es ist ihre Hölle. Das Niederfahren zur Hölle, das ist unsere Verpflichtung ins Netz einzusteigen, aber dann müssen wir wieder auffahren wie Christus, wie Dante, wie alle großen Geister, damit wir einen sinnvollen Gebrauch von dieser Welt machen können.“

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/online-forschen-das-netz-ist-die-hoelle-der-neuen-welt-1969458.html

  7. VERDREHEN – VERLEUGNEN – WEGLASSEN
    Ein für KENFM ungewöhnlich tendenziöser Artikel mit starrem Deutungsraster, der kein Vorurteil ausläßt, kein Trickmanöver scheut und in Stil, Duktus und Geist der Mainstream-Presse erschreckend ähnlich ist: verdrehen, verleugnen, weglassen. Ein billiges Framing, ein arrogantes Machwerk. Und schlecht geschrieben. Sehr schlecht sogar.

  8. „Der Sieger schreibt die Geschichte“
    Ansonsten wuerden in Skandinavien und Nordeuropa die Menschen wohl immer noch an ‚Walhalla‘ glauben mit den saufenden und kämpfenden Göttern Odin und Thor und anderen. Was ist daran mehr auszusetzen als die verlogene Welt der Christen, die seit der Antike versucht sich a) einen Reim zu machen auf das Leben und den Tod und b) eine Instanz zu schaffen, die benötigt wird das Volk dumm und unterdrueckt zu halten.
    Wenn man auch nachvollziehen kann, dass bei dem damaligen Wissensstand der Menschheit nach einfachen Erklärungen gesucht wurde, so ist es in der heutigen Zeit ueberhaupt nicht mehr nachzuvollziehen, an irgendwelche Knochen- und Knorpellose Wesen zu glauben, die unsereinen dann in die Hölle oder den Himmel schicken könnten.
    By the way … hat die christliche Mission schon im Anfang geschwächelt, indem sie sich auf ein Luegengebäude von Saulus/Paulus gestuetzt hat, der den antiimperialistischen Kampf der Nazarener (Jesus und Co.) und Pharisäer gegen den römischen Hegenon ideologisch und wahrscheinlich auch materiell hintertrieben hat.
    Erst auf dem Konzil von Nicäa hat man den Kanon des NT zusammengestellt, wobei viele Geschichten, weil un-oder antipaulinisch, nicht beruecksichtigt wurden.
    Es ist an der Zeit endlich diese Luegengebäude hinter uns zu lassen, um z.B. nicht mehr der Devise frönen zu muessen: Seid fruchtbar und mehret euch!
    Oder: Macht euch die Welt untertan!
    Sondern verantwortungsvoll mit der Erde und ihren Resourcen umzugehen!

  9. Ich habe gelernt – und nicht aus Büchern, sondern aus direkter Erfahrung: Jede Seele und in ihr jeder menschliche Mind erschafft sich seinen eigenen Innenraum. Und was er dort hineingestopft hat, das nimmt er mit, wenn er das körperliche Gewand verläßt. Der körperliche Tod beendet für ca 99, 9999 % der Menschen leider gar nichts. Also schlechte Nachrichten für die Leugner astraler Welten (Belohnungssphären, Bestrafungssphären, purgatories und retribution-regions), die dazu da sind, uns in Räumen willkommen zu heißen, die unserem Innenleben entsprechen
    und dem, was wir bisher alles so angerichtet haben bis aufs I-tüpfelchen gleichen.
    Oh ja, es gibt sie.

    Die gute Nachricht: innerhalb dieses immensen Rahmens gibt es auch so etwas wie vollkommene Gerechtigkeit.

    Die Lebenszeit des Körpers kennen wir. Die des Astralkörpers kennen nur wenige: 2000 bis 3000 Jahre. Die des Kausalkörpers (des Mind also) beträgt bis zu 2 Mio Jahre.
    Genug Zeit, für ausführlich „Hölle“ also.
    Der Papst mag die höllenähnlichen Sphären zwar vermutlich nicht aus eigener Erfahrung kennen ( 😉 )
    aber er liegt wohl nicht so ganz falsch.

    Jede Menge spirituelle Karten hier, gemäß dem „Pfad der Meister“ (der Sant Mat Philosophie; den Surat Shabd Yoga)
    Wer Widersprüche finden will, der wird sie finden:

    https://medium.com/sant-mat-radhasoami-books/charts-of-the-heavens-inner-regions-planes-levels-spheres-of-creation-according-to-sant-mat-9132697adaa7

    • Ich versuche mich ja in Vieles einzulesen, aber da steige ich aus.
      Es ist für mich verwunderlich, das wenn man über die Hölle oder Fegefeuer schreibt, kaum einer aufsteht und „Fake“ schreit. News sind das ja nicht.
      Ich war während meiner Zeit bei den Bausoldaten der NVA mit einigen Katholiken zu Gange.
      Für mich kam, leger gesagt, dabei rum, das die Katholiken, die Hölle brauchen um ein anständiger Mensch zu sein.
      Ihr ganzes Bestreben besteht darin, das ewige Leben zu erreichen.
      Das ewige Leben als Belohnung reicht nicht, es muss auch eine Bestrafung geben, um der Sache Nachdruck zu verleihen.
      Ich halte weder Belohnung noch Bestrafung in der Erziehung für den Stein der Weisen.
      Soll aber jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Ich gönne es Ihnen.
      Schon deshalb, weil meine Schwester sich zum katholischen Glauben (gibt’s den) bekennt.

  10. Kommentare über die katholische Kirche spare ich mir. Ich möchte bzgl. des jetzigen Papstes auf die Malachisprophezeihung hinweisen. Das ist eine fast 1000 Jahre alte Prophezeihung, die (angeblich) alle Päpste voraussagt und mit kurzen Sätzen beschreibt. Die Liste endet mit dem jetzigen Papst.

    Sie besagt: IN PERSECUTIONE EXTREMA S.R. ECCLESIAE SEBEDIT PETRUS ROMANUS, QUI PASCET OVES IN MULTIS TRIBULATIONIBUS, QUIBUS TRANSACTIS CIVITAS SEPTICOLLIS DIRUETUR ET JUDEX TREMENDUS JUDICAVIT POPULUM SUUM. FINIS“

    Das heißt: „Während der großen Verfolgung der Heiligen Kirche wird Petrus, ein Römer, regieren. Er wird die Schafe unter vielen Bedrängnissen weiden. Dann wird die Stadt mit den sieben Hügeln zerstört werden, und der furchtbare Richter wird sein Volk richten.
    Ende.“

    Kann man von halten, was man will. Wenn diese Prophezeihung stimmt, stehen wir am Ende des Papstzyklus und am Beginn einer großen Umwälzung, Veränderung und Zerstörung.

  11. Als der Franziskus damals auftauchte, hatte ich mir wirklich schon Hoffnungen gemacht und ich glaube auch, dass der tatsächlich einige befreiende Erneuerungen probieren wollte und probiert hat. Dann sind aber Verwandte von ihm in Südamerika Opfer eines Verkehrsunfalls geworden…
    Muss ja nicht unbedingt einen Zusammenhang haben, aber warum sollte einer, der theoretisch so einen starken weltweiten Einfluss nehmen könnte auf diese Weltordnung eine Ausnahme darstellten in diesem System und persönliche Gestaltungsfreiheit gewährt bekommen? Wäre ja total unlogisch.

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