Tagesdosis 28.11.2018 – Quo vadis pacem?

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Vor über fünf Jahren läutete Lars Mährholz mit einer Montagsmahnwache für den Frieden eine neue Friedensbewegung in Deutschland ein. Ableger dazu fanden sich sogar in New York und in Vancouver. Der Grund für Lars Mährholz diese Bewegung neu ins Leben zu rufen war die damalige Krise in der Ukraine. Diese wurde Putin in die Schuhe geschoben und sie wurde zum Startschuss des Putin-ist-immer-schuld-Syndroms westlicher Regierungen und Bevölkerungen. Putin war und ist natürlich nicht an dieser Krise schuld gewesen. Das wissen wir. Wir, das sind leider nur ein ganz kleiner Teil in der Bevölkerung Deutschlands. Der überwiegende Teil ist dazu konditioniert worden, dass Putins Schuldigkeit grenzenlos sei. Bis heute.

Am letzten Wochenende ließ Putin nun mehrere ukrainische Matrosen gefangen nehmen, da diese mit Kriegsschiffen in russischen Gewässern herumfuhren. Die Welt des Westens ist in heller Aufregung, weiß natürlich, dass Putin zu aggressiv gehandelt hat und will nun die Freilassung der Gefangenen erwirken. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko verhängte in einigen ukrainischen Regionen das Kriegsrecht, um, wie er sich äußerte, im Falle einer russischen Invasion schnell handeln zu können.

Wie immer übertreibt man im Falle Putins und lässt die Welt wissen, dass Putin kurz davor steht, die Ukraine einzunehmen. Putin bat die Bundeskanzlerin Merkel darum, auf die ukrainische Regierung einzuwirken, damit es nicht zu weiteren unüberlegten Schritte komme. Die Grünen hingegen forderten einen Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs und mahnten, dass dieser Konflikt wieder ganz oben auf die Agenda der Tagespolitik gehöre, denn, so die Grünen-Chefin Annalena Baerbock, viele osteuropäische Staaten hätten berechtigte Sorgen angesichts der aggressiven russischen Außenpolitik. Die EU solle die Wirksamkeit der bisherigen Maßnahmen überprüfen, denn die russische Führung verletze seit Monaten den russisch-ukrainischen Vertrag über das Asowsche Meer. Es ist schon irgendwie ein recht seltsames Gefühl, wenn ich hier eher dem Außenminister Heiko Maas folgen würde, der in dieser Krise zur Verhandlung rät, nicht zur Eskalation. Vielleicht stolpert der SPD-Mann ja mal über die Ostpolitik eines Egon Bahr und über Willy Brandt. Zufälle soll es ja geben.

Die Grünen, einst durch die Friedensbewegung und die Anti-Atomkraftbewegung gegründet, legen sich nun ins Zeug dafür, Konflikte zu verschärfen und ein bisschen mit dem Säbel zu rasseln. Sie befürworten seit Längerem schon Kriege und waren, zusammen mit der SPD, die erste Kriegspartei in der BRD, also nach 1945. Einst konnten sie, die Grünen, das Nie wieder am konstruktivsten vorsingen und seit Neustem schert es sie einen feuchten Kehricht, für was sie einst in den Bundestag eingezogen sind. Sie sollten sich ganz offiziell umbenennen und sich die Olivgrünen nennen. Auch lassen sie ganze Wälder abholzen. Für das genaue Gegenteil, den Frieden und den Umweltschutz, ist die Partei einst in den Bundestag eingezogen.

Bei den Jüngeren hingegen sind die Grünen eine tolle Partei. Sie setzen sich für edle Ziele ein: Für Frieden, für Gleichberechtigung, für die Natur und für erneuerbare Energien. So denken junge Leute über die Grünen und wissen nicht, dass die Grünen für das genaue Gegenteil stehen, wenn es um das Mitregieren geht. Kommunal mag das anders sein. Schulbücher sind grün-geschönt. Das wissen junge Leute nicht. Sie gehen davon aus, dass das, was sie lernen, auch die Realität ist. Doch die Wahrheit lernt man nicht in Schulen. In Schulen werden wir alle für die Industrie genormt, für ein sich beherrschen-lassen-wollen, für einen sturen Gehorsam. Für ein Weltbild, das in jedem Einzelnen der beste Mensch aller anderen Menschen im Selbstbild heranreift: Wir sind die Guten, auf ewig! Das legitimiert uns schließlich für alles. Nach Abschluss in den Schulen sind wir für die Wahnvorstellung des besten Lebens aller Menschengruppen überzeugt und sehen in uns die Überbringer der besten Lebenskultur, nämlich die der Menschenrechte und die der Demokratie. Das lernen junge Leute in Schulen. Dass das nie und nimmer so ist, dass sich die Mächtigen als Menschenschlächter und Lebensvernichter feiern, erfahren sie erst, wenn sie sich von dem, was ihnen als Bildung vorgelogen und eingeimpft worden ist, selbst befreien und sich auch  selbst auf den Weg in den Dschungel anderer Informationen, sprich einer Selbstbildung unter aufklärerischen Regeln unterziehen, die in Phasen unterschiedlichster Schockerlebnisse münden über das, was sie als Wahrheit einkonditioniert bekamen. Das Leben ist kein Ponyhof.

Die erwachsenen Lehrer und Pädagogen, selbst bestens für solche Konditionierungsaufgaben geschult, wissen es nicht. Sie glauben, die Ausübung ihrer Tätigkeit sei tatsächlich so etwas wie eine fundierte Bildung.  Dabei sind sie selbst die Speerspitze der Verbildung. Seit Jahren bin ich als Nichtkampftrainer in ganz Deutschland unterwegs und immer wenn ich ein paar Namen kluger Bildungswissenschaftler benenne, und frage, ob sie die kennen, darunter auch Gerald Hüther und Manfred Spitzer, kennen sie diese zu 95 Prozent nicht. Die leben in ihrer eigenen Blase, holen sich ihre Informationen aus ihren eigenen, zahlreichen Netzwerken, in denen bestimmte Bildungswissenschaftler gar nicht vorkommen. Gerade die Jüngeren haben nicht gelernt, was die Hirnforschung von Heute unter Bildung versteht. Verständlich, denn würde das in Ausbildungen sozialer Berufe gelernt und beigebracht, so würde eine Bildungsrevolution von den Jüngeren ausgehen. Das aber ist nicht gewollt, da Bildung die Ausreifung zum Staatsbürger bedeutet und nicht zum Freigeist eines Goethe, Schiller oder von Humboldt. Was wäre wohl hier los, lebten wir alle mit einem Geist dieser Personen? Der Schuldkult ist da schon viel besser für die Massen, effektiver für die Herrschenden.

Zurück zum Thema. Politiker von Heute profilieren sich über Kriegsabsichten, auch die Grünen. Das tun sie alle, durch die Bank. Noch profiliert sich die AfD im Merkel-Bashing, doch falls Friedrich Merz CDU-Chef werden sollte, dann hat die AfD einen waschechten AfD’ler zum Gegner. Immerhin hatte dieser Merz seinen ersten größeren politischen Fauxpas mit seiner Idee von einer deutschen Leitkultur für Migranten. Die Hinterlassenschaften von Madame Merkel werden alle Parteien weiter nach rechts schubsen und sie werden jeden einen Neurechten etc. nennen, der ihnen auf die Schliche kommt. Die links-konditionierten Menschen werden das zum Profilieren aufgreifen und Demos gegen Rechts organisieren, bis sie selbst immer weiter nach rechts auflaufen. Was ja immer intensiver zu ihrem Kern mutiert – über neokonservatives Einflüstern. Ihr kennt ja den Ausspruch Nietzsches: Wenn man zu lange in einen Abgrund schaut, schaut der Abgrund auch in einen. Ja, so schaut dieser Abgrund nun aus der Olivgrünen-Chefin Annalena Baerbock und will den Konflikt am Liebsten zur Eskalation bringen.

Was sollen Friedensaktivisten denn eigentlich noch tun? Sind sie überflüssig, weil sie nichts ausrichten können? Reichen friedliche Mittel zur Empörung eigentlich noch aus?

Ich sehe mein derzeitiges Leben zum ersten mal umringt von vollkommen unfähigen Politikern in diesem Lande. Ja, es gibt Ausnahmen. Die aber sind so rar und so ungefährlich für die anderen depperten, ja geisteskranken Politiker, dass ich mich schon frage, was eigentlich zu tun ist. Die vernünftigste Art und Weise, was zu tun ist, wäre einen Think Tank zu gründen, der auch im Verborgenen operiert und von dort aus dieselben Mittel in die Gesellschaft streut, wie sie Rainer Mausfeld aufdeckt, ohne Manipulation, sondern im Sinne einer Aufklärung. Zugegeben, das würde Jahre dauern. Aber die Idee, zum ersten Mal von Ullrich Mies in der Sendung Positionen 15: Der Tiefe Staat – Mythos oder Wirklichkeit?, vorgeschlagen, könnte eine neue Stufe in der Friedensbewegung einleiten. Eine, die ohne politische Zugehörigkeit und damit ohne Balken vor dem Kopf und stets nur auf den Splitter des anderen weisend, auskommen könnte. Die alleinige Konzentration auf den Frieden wäre so wirklich möglich.

Machen wir uns nichts vor. Die nächste Regierung wird wieder eine CDU-Regierung werden. Falls Merz keinen Skandal von den Medien aufgesetzt bekommt, wird dieser Mann der nächste Kanzler werden. Für mich heißt das nichts Gutes. Wenn aber der Rest der Friedensbewegung noch etwas erreichen will, dann sollte er JETZT präventiv Vorbeugen und etwas Kluges planen. Denn in der praktischen Politik ist der Frieden nichts weiter als verwesendes Aas, an dem die Geier schon längst herum nagen und nichts übrig lasen werden. Wir leben in einer Zeit der Politiker, die keiner großen Ideen fähig sind. Große Ideen, die damit enden, dass sie Kooperativität und Frieden für wichtiger erachten, als noch mehr Geld, Karriere und das Fördern eines Atomkrieges.

Die Linken sind kaputt, korrumpiert von seltsamen Deutschlandhassern, die Grünen sind olivgrün geworden und hassen das Deutsche-sein noch mehr als den Schutz der Mitwelt. Die SPD hat den Arbeiter zum wievielten Mal verraten? Die CDU/CSU sind Gewehr bei Fuß und bei Rheinmetall und die AfD ist bisher bloß im Protest etabliert. Achja, die FDP, neh, lassen wir das. Es gibt keine Partei, die dem ganzen wirklich ein Ende bereiten könnte und sich zum Frieden, zum bedingungslosen Frieden emporkämpfen könnte. Sie alle machen spätestens am schnöden Mammon halt und kehren um.

Aber vielleicht ist die Politik auch nicht die Lösung. Vielleicht ist sie es nur, weil wir in so großen Massen an sie glauben. –

Wir glauben von Jahrzehnt zu Jahrzehnt, dass die Politik die Lösung ist. Etabliert hat sie sich aber seit eh und jeh als Ursache für alle Probleme. Vielleicht, aber auch nur vielleicht bist du selbst die Lösung? In dem du den Glauben an die Politik an den Nagel hängst und selbst die Dinge regelst. Achja, das glauben ja so viele gar nicht. Naja, dann machen wir also lieber so weiter. Regen uns auf, zeigen mit dem Finger auf irgendwen und haben immer recht. Ja, so könnte es auch laufen. Es lebt sich leichter ohne die Selbstverantwortung für das eigene Leben. Leichter lebt es sich, wenn wir ein Feindbild haben. Darauf können wir dann wie am Fließband alles projizieren, zu was wir selbst im Unvermögen stehen. Die größte und schlimmste Form der Destruktivität ist nun mal die I……z der Massen. Ja, diesmal zum Schluss ein Rätsel. Was ist die schlimmste Form unserer Destruktivität? Na? Ein kleiner Tipp: Die Bösen können ihr Spiel nur deswegen tun, weil die Guten wegschauen. Und was ist der allseits beliebteste Rechtfertigungsgrund für das Wegschauen?

Quellen:

  1. https://www.stern.de/politik/ausland/konflikt-zwischen-russland-und-ukraine–putin-spricht-warnung-aus-8465818.html
  2. https://www.merkur.de/politik/ukraine-und-russland-kreml-ueber-festgesetzte-matrosen-entscheidet-gericht-news-ticker-zr-10757284.html#P3%29%28

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38 Kommentare zu: “Tagesdosis 28.11.2018 – Quo vadis pacem?

  1. Danke Herr Lenz! Völlig zutreffend. An alle Kommentatoren: Sind es wieder die Rotweintrinker vor´m Kamin? Es geht um die Sache, nicht um philosophische und/oder geschichtliche Ergüsse! Leute, niemand wird es jucken, wenn nach dem letzten Krieg auf irgendeiner Festplatte ein „geistreicher“ Hinweis oder eine Korrektur gefunden wird…DAnke!

    • Na,ich weiß nicht. Ich glaube Platon hatte absolut recht,mit dem ,was er sagte hinsichtlich der Philosophen.
      Ist eigentlich auch ganz logisch,denn wer besitzt so viel Verantwortungsgefühl und Weisheit,um einen ganzen Staat zu lenken,wenn nicht ein Philosoph. Ist nicht allein das Vorbild eines weisen Menschen schon so überzeugend,dass dieser Einfluss hat auf einen großen Teil der Bevölkerung.
      Aber heute ist es ganz unmöglich,dass ein weiser Mensch eine hohe Stellung im Staat erhält,weil alles aus wirtschaftlicher und monetärer Sicht geschieht .Darum waren die alten Griechen in Wirklichkeit geistig höher entwickelt als wir heute.Was die Geschichtsbücher auch sagen mögen…

      „Wenn nicht in den Staaten entweder die Philosophen Könige werden oder die, welche man jetzt Könige und Herrscher nennt, echte und gründliche Philosophen werden, und wenn nicht diese beiden, die politische Macht und die Philosophie, in eines zusammenfallen und all die vielen Naturen, die heute ausschließlich nach dem einen oder dem anderen streben, zwingend ausgeschlossen werden, dann, mein lieber Glaukon, gibt es kein Ende der Übel für die Staaten und, wie ich meine, auch nicht für die Menschheit.[6]“

  2. Gibt es in diesem Land auch nur einen einzigen Gedanken oder einen Willensakt der nicht getragen,kontrolliert oder
    gar mißbraucht wird von Vereinen,Institutionen oder aller möglichen anderen angemeldeten Zusammenkünften.
    Eine verlorene Individualität im Denken und Handeln wird rationalisiert dadurch,dass eine überzogene Selbstdarstellung von Äußerlichkeiten stattfindet. Jeder hat sein eigenes Tattoo ,das er voller Stolz jedem präsentiert,der es nicht wissen will . Jeder seine eigene Kleidung, und wer durch die ausgefallenste Kleidung hervortritt,ist dann der größte Individualist-so meint wohl die landläufige Meinung.
    Wer von der höchsten Brücke springt,an ein Gummiseil gebunden,ist ein wahrer Individualist. Nicht mehr im Denken und dem Suchen im geistigen Sinne offenbart sich der Mensch,sondern rein im Außen.

    Was hat das alles mit einer Friedensbewegung zu tun,was ich hier schreibe?
    Nun vielleicht weil jede Bewegung instrumentalisiert und mißbraucht werden kann.

    • Albert Schweitzer hat in seinem Buch“Verfall und Wiederaufbau der Kultur“schon vor hundert Jahren solche Sätze gesagt,die mir heute immer noch runter gehen wie Öl

      Weil wir so auf die Urrechte der Individualität verzichten,kann unser Geschlecht keine neuen Gedanken hervorbringen oder vorhandene in zweckmäßiger Weise erneuern,sondern es erlebt nur,wie die bereits geltenden immer größere Autorität erlangen,sich immer einseitiger ausgestaltenund und sich bis in die letzten und gefährlichsten Konsequenzen ausleben.
      So sind wir in ein neues Mittelalter eingetreten.Durch einen allgemeinen Willensakt ist die Denkfreiheit außer Gebrauch gesetzt,weil die vielen sich das Denken als freie Persönlichkeiten versagen und sich in allem nur von der Zugehörigkeit zu Gemeinschaften leiten lassen.
      Geistige Freiheit werden wir erst wieder erlangen,wenn die vielen einzelnen aufs neue geistig selbständig geworden sein und zu den Organisationen,in denen sie seelisch gefangen waren,das würdige und natürliche Verhältnis gefunden haben werden…“

  3. Hallo Herr Lenz, Lieber Herr Jebsen!

    es gibt seit 30 Jahren eine politische Alternative, die „Bürgerrechtsbewegung Neue Solidarität“ , abgekürzt BÜSO, http://www.Bueso.de!
    Beschäftigen Sie sich doch mal mit dem Programm und den Inhalten dieser Partei. Sie werden erstaunt sein…! Warum eigentlich, wird auch bei Kenfm hartnäckig an der Büso vorbeigedacht? Aus überheblicher Arroganz, aus Dummheit, aus persönlichen Vorbehalten, weil irgendwelche Verschwörungen im Netz verbreitet wurden…wegen des grassierenden Kulturpessimismus, den wir alle in uns tragen? Niemand setzt sich ernsthaft mit den Ideen der Büso auseinander! Es wird allerdings Zeit für alle, die es Ernst meinen mit echten Veränderungen, sonst verliert auch dieses Portal seine Glaubwürdigkeit! Niemand kann sich hinterher herausreden und behaupten, wir hätten es nicht gewußt. Das Rad muß in vielen Fragen der Gegenwart nicht neu erfunden werden, vieles ist bereits gedacht und niedergeschrieben…nachzulesen, zu recherchieren bei der BÜSO…
    Seit 30 Jahren steht die Büso und das Schiller-Institut für Frieden durch Entwicklung aller Länder, für ein Europa der freien gleichberechtigten Nationen, für die Prinzipien des Westfälischen Friedens in der internationalen Zusammenarbeit, für echten wissenschaftlich- technischen Fortschritt, für den kurz bevorstehenden Sprung der Menschheit in die nächst höhere Entwicklungsstufe der Energieerzeugung durch Kernfusion, für die Erforschung des Weltalls und die Besiedlung von Mond und Mars, für eine kulturelle Renaissance und insbesondere auf eine Rückbesinnung und die Wiederbelebung auf das kulturelle Erbe der deutschen Klassik. Sie steht für die ästhetische Erziehung des Menschen im Einzelnen nach Friedrich Schiller! Und und und….!

    • Die gibt es seit 1992 und ich habe noch nie etwas von ihnen gehört?!
      Nach kurzem Blick in das Grundsatzprogramm fehlt mir sofort die spirituelle Dimension. Ohne jene geht ein Wandel zum Guten aber nicht.

      Ich liebe die deutschen Klassiker. Was sagt der „Demokrat“ aber wohl zu solchen Sätzen?
      „Man soll die Stimmen wägen und nicht zählen;
      Der Staat muß untergehn, früh oder spät,
      Wo Mehrheit siegt und Unverstand entscheidet.“

      Ich stimme dem zwar zu, aber werden die sozialistischen Gleichmacher nicht aufschreien,
      wenn sie das hören?

    • Das Zitat ist von Schiller, aus dem Demetrius (unvollendet)
      und wie alles, was aus dem Kontext gerissen wurde,
      natürlich irreführend.

    • @Alex, ich beschäftige mich nicht mehr mit politischer Doktrin oder politischen Lösungen. Die gibt es nur für Reiche, diese Lösungen. Politik ist nicht für gleiche Rechte oder so was gemacht. Politik ist der Weg, den anderen etwas zu erzählen, von dem sie dann glauben, sie hätten es selbst erdacht. Politik ist die Meinung so zu lenken, dass die Mehrheit gar nicht mitbekommt, dass sie in fast allem gelenkt und konditioniert werden. Viele Leute denken, ich sei doch für politische Antworten oder Lösungen da. bin ich ganz und gar nicht. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir alle den ganzen politischen Krempel loslassen müssen, zu uns finden sollten und die Lenker in die Wüste schicken sollten. Wir sollten uns selbst lenken. Wer aber beherrscht werden will, nur zu.

    • Lieber Rüdiger Lenz,
      Sie haben hier wieder mal einen sehr klugen und wichtigen Kommentar verfasst. Dennoch muss ich Hagord zustimmen.
      Auch wenn ich keinesfalls so kleinlich sein möchte wie jener Lateinlehrer, der sich über das Wort „Postomnibus“ empörte, weil das Verhältniswort „post“ („nach“) bekanntlich mit dem Akkusativ, also dem 4. Fall steht, und es somit korrekt natürlich „Post omnes“ (auf Deutsch: „nach allen“) heißen müsste…
      Falls allerdings die in dieser Form unverständliche lateinische Überschrift auf Deutsch sowas bedeuten soll wie: „Wohin gehst du, Friede?“, dann muss es „Quo vadis, pax?“ heißen. (Hm. Ich habe gerade eine Vision von Axel C. Springer, der seinerzeit seiner 5. Gattin eben diese Frage stellte, wenn er sah, dass sie sich Mantel, Hut und Straßenschuhe anzog… Wie krieg ich dieses Bild jetzt wieder aus dem Kopf?).
      Jedenfalls: Pax, der Friede, ist im Lateinischen weiblichen Geschlechts. Da gibt es keine gesonderte Form für die persönliche Anrede (im Gegensatz zu den männlichen Nomina auf „-us“, die tatsächlich einen Vokativ auf „e“ haben, also „quo vadis, Domine?“ und nicht etwa „quo vadis, Dominus?“. Bei nicht direkter Rede hingegen steht hingegen auch im Lateinischen der Nominativ, also „Dominus vobiscum“: „Der Herr (sei) mit Euch“.
      Das aber nur mal so als kleine Besserwisserei am Rande. Der Kommentar als solcher spricht mir aus der Seele!

  4. Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko lässt seine Säbel rasseln, denn im eigenem Land verliert er zunehmend an Zustimmung. Seine Wiederwahl ist gefährdet. Er braucht Aufmerksamkeit und öffentliches Interesse seitens der NATO und verhängte (derzeit „nur“ in einigen Regionen) das Kriegsrecht. Die ausstehende Wahl könnte damit auf weiteres verschoben werden und Gelder würden wieder von West nach Ost in seine Taschen fließen. Die Finanz- und Kriegsindustrie wird angeschmissen …

    Für die amerikanisch dominierte NATO ein willkommenes Geschenk das Aggressionspotential gegen Russland anzuheizen. Jetzt heisst es wieder Geschlossenheit zu demonstrieren und wer nicht ordentlich mitheizt verliert Anrechte im Bezug seiner Karriereleiter. Mit besonderem „Feingefühl“ wird bei Politik und Presse auf Abweichler geachtet, alles könnte als verräterisch gewertet werden, denn das große Stühlerücken geht in die nächste Runde für die „neue Weltordnung“. Für „Hardliner“ könnte manch gut bezahlter Posten winken. Den Lebensvernichtern, Angstproduzenten und Ideologen müssen wir auf’s Maul schauen, denn die „Glückseeligen“ haben sich so sehr mit Ihrem Status verbunden, dass sie ihr wahres Selbst verloren haben. Der Feind sind immer die Anderen. Je aufdringlicher das Wahrheitsbewusstsein in Erscheinung tritt, muss die Lüge um so lauter und bedingungslos alles übertönen. Ein Resultat dafür ist die „Gleichschaltung“ der Medien, die „Umerziehung“ in unseren Bildungstätten, die Gestaltung der Politik über das Geld und das künstlich geschaffene Recht ohne Gewissen.

  5. Herr Lenz, ich mag ihre Tagesdosis sehr und freue mich immer auf die nächste Folge. Nur zur dieser habe ich eine Kritik. Die Aussage „Putin war und ist natürlich nicht an dieser Krise schuld gewesen“ finde ich persönlich zu einseitig und nicht ganz richtig. Es gibt mehrere Meinungen uns Sichtweisen zu diesem Thema, auch hier auf KenFM. Zum einen wird gesagt: “ Es sei eine Sezession gewesen“ und zum anderen heißt es: „Russland habe eine Annektion/Entführung begangen, aber die Krim, sinnbildlich aus den Fängen eines prügelnden Vaters befreit.“ Ich will damit sagen dass Herr Putin auch seinen Teil dazu beigetragen hat und auch eine Mitschuld trägt.

    • Moin, Pierluigi, es reicht nicht mit 2 Andeutungen zu dem Thema eine Mitschuld Russlands zu konstruieren!
      Sind Sie der Meinung, dass Russland/Putin eine Mitschuld trägt, dann sollten Sie schon versuchen zu argumentieren.

      mfG

    • Tja, wenn man sich die „Fakten“ der internationalen Presse, sowie auch – die sogar in Deutschland veröffentlichten – Ergebnisse international etablierter Untersuchungsausschüsse anschaut, hat Putin in keinster Weise gegen das internationale Menschen- oder Völkerrecht verstoßen. Eher im Gegenteil, indem er der Ukraine als seit Jahrzehnten international legalisierter Teil der GUS (Russische Förderation) wegen der skurrilen Vorgänge in diesem Landesteil Wahlen zur Abtrennung der Ukraine zuliess, ja sogar damit in gewisser Form unterstützte, um Bürgerkrieg und Blutvergiessen in der Ukraine zu vermeiden. Man vergleiche den Umgang der Spanier mit den Wahlen der Katalanen, sich abspalten zu wollen.
      Ergo haben Sie, Fr/Hr? Pierluigi wahrscheinlich ein populistisch geprägtes Meinungsbild erworben, das geschickt von unseren Mainstreammedien gestrickt wurde.
      Nun, ich will nicht sagen, dass von Russland/Putin immer nur Gutes ausgeht. Sieht man sich aber die Fakten (neudeutsch: hard facts) an, sieht man folgendes Bild:
      – nach Zusammenbruch der kommunistischen Sowjetunion (1988/89), krassierte ein Ausverkauf der russischen/sowjetischen Wirtschaft, die in vielen breiten Landesteilen oligarchie-ähnliche Strukturen und damit viel Elend in der Bevölkerung verursachte
      – Trotz – leider vertraglich nicht gesicherte – Zusicherung der NATO, sich nicht in Richtung Osten auszudehnen, ist die GUS heute vom Westen her von Nato-Mitgliedsstaaten umzingelt
      – Nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch Putin wurden viele oligarchische Strukturen in Russland zerschlagen. Gleichzeitig geschah in der westlichen Medienlandschaft ein totaler „Sinneswandel“; plötzlich war Russland nicht mehr das große Heldenland, was den Deutschen die Wiedervereinigung ermöglichte, sondern galt plötzlich Aggressor, trotzdem Russland mehr zur realen internationalen Befriedung beitrug, als alle westlichen Staaten zusammen per hohler Luftblasen zu verkünden vermochte (man beachte hier auch den Afghanistankonflikt sehr genau! …und vergleiche mit dem Jugoslavien-konflikt)
      – GUS verbietet Monsanto, um die Landwirtschaft vor Monopolisierung/Vergiftung zu schützen
      – Erst durch ziemlich verspätetes Eingreifen in den Syrienkonflikt ist dieser inzwischen fast völlig beendet (und wer den Syrern den Krieg gebracht hat war weder Assad noch der Russe, hier war eher die Nähe Syriens zu den großen Erdölfeldern, sowie Assads Bekundung, sich vom PetrolDollar loszusagen der wahre Auslöser.

      Was ich dagegen an Putins Aktivitäten bemängele, ist dass er letztes Jahr das Rentenalter auf 60/65 heraufgesetzt haben soll. Seine Haltung zur Homosexualität ist zwar aus meiner Sicht auch recht „rückschrittlich“, aber bedeutet für russische Lesben und Schwule keinen wahren Grund zur Klage. Denn ich kann mir auch gut vorstellen, dass bei uns die Polizei einrückt, wenn eine Lesbendildo-Party vor dem Altar einer evang.- oder kath.- Kirche abgehalten würde.

      Will sagen, man muss allgemein bestätigte Fakten nicht immer in der Deutung übernehmen, mit der sie einen vermittelt wird. Denn Deutung ist Propaganda, meist leider auch die Propaganda unserer hochfinanzbezahlten- und gesteuerten Qualitätsmedien.

    • @Hog1951 Guten Tag. Ich beziehe meine Meinung unter anderem aus der Position des Strafrechtlers und Rechtsphilosophen Prof. Reinhard Merkel (Quelle: Tagesdosis 1.6.2018 – Es gab keine Annexion der Krim). Dieser gibt kund: „Russlands militärische Nötigung ist rechtswidrig gewesen; aber eine Entführung, eine Annexion, war es nicht.“ Ergo hat Herr Putin laut Herrn Merkel rechtswidrig gehandelt. Ich will nur damit sagen…..Alle haben Scheiße am Schuh, alle Politiker in den höheren Positionen; manche einen größeren Haufen, manche einen kleineren Haufen, aber Scheiße ist dran….

    • @ingsn Guten Tag und vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich gebe Ihnen in vielen Recht, nur das ändert aber nichts daran das Russlands militärische Nötigung rechtswidrig gewesen ist……auch wenn es für eine gute Sache gewesen ist. A
      Was ich an ihren Kommentar zu bemängeln habe und auch schade finde ist dass man fast immer sofort denunziert und angefriffen wird dass man von den Mainstream-Medien indoktriniert worden sei wenn man hier z. B. Russland oder Herrn Putin kritisiert; Wieso ist das so? Damit finde ich, stellen sie sich auf die gleiche Stufe wie unsere Mitmenschen die nur MSM konsumieren und mich als Verschwörungstheoretiker beleidigen nur weil ich eine andere Sichtweise auf die Dinge in der Welt habe und einbringe und eine andere Meinung vertrete.

    • Moin,Pierluigi,
      Das wesentliche wurde von dem Foristen „ingsn“ schon gesagt/geschrieben. Ich möchte nur noch hinzufuegen, dass es sicherlich eine formale Seite des „Krim-Problems“ gibt, und das behandelt R. Merkel durch seine buergerliche Sicht der Dinge. Wenn man sich dessen klar wird, dass Merkel ein Prof. ist, der von den Herrschenden bezahlt wird/wurde, und er schon von daher nicht neutral agieren kann, ist seine Haltung zur Krim mehr als beachtenswert.
      Wenn nun noch die inhaltliche Messlatte angelegt wird, und dazu zählt m.E., dass Chruschtschow 1954 die Krim der Ukraine zugeschlagen hatte. Das war seinerzeit kein grösseres Problem, weil die Teilrepubliken wie eben auch die Ukraine zur Sowjetunion gehörten.
      Erst als jetzt Spannungen auftraten nach dem Maidan-Putsch, und die Krimbewohner (ca.60% Russen) Schlimmes befuerchten mussten, wurde ein Referendum durchgefuehrt, und nach dem positiven Ausgang fuer die Zugehörigkeit zu Russland, der Vollzug angeordnet.
      Der Aufschrei des Wertewestens entlarvt sich als reine Hetze gegen Putin, denn eine Annexion ist wohl nicht mit einer Abstimmung gekoppelt, wie es hier der Fall war.
      Aber selbst nur die Expertise des Prof. Merkel zugrundegelegt, wird gegen alle buergerliche Vernunft von den MSM weiterhin von Annexion und nicht etwa Sezession gesprochen ( zuletzt Ina Ruck auf ARD).

    • @Hog1951 Guten Tag Hog1951. Danke für ihre Antwort. Wir kommen vom Thema ab, bleibt beim Thema. Es ging mir nicht um Annexion oder Sezession, wer hetzt oder gehetzt wird; Herrn Prof. Merkel gibt auch zu kunde dass es eine Sezession war und keine Annektion, aus dem Grund weiß ich auch nicht was die Kritik an seiner Person für eine Rolle spielt? Es ging mir darum zu sagen dass jeder in die Suppe spuckt, Ost als auch West.

    • Moin, Pierluigi, mit meinem Post zu Prof. Merkel hatte ich darauf hinweisen wollen, dass, wenn er auch ein Prof im Dienste der Herrschenden ist (er wird ja schliesslich ueber die Herrschenden von unseren Steuergeldern alimentiert), so er doch zu einem Schluss gelangt, der sich abhebt von den Kriegshetzern der MSM. Das ist erstmal nichts Negatives, sondern zeigt, dass er offensichtlich noch einen Rest von Kritikfähigkeit behalten hat, und nicht völlig eingenordet werden konnte.
      Ansonsten sollte man m.M.n. schon versuchen einen Standpunkt (nicht nur zur KrimProblematik) zu erarbeiten, und sich nicht auf einen Standpunkt stellen, dass jeder irgenwie Mitschuld hat. Dieses ‚Sowohl als Auch‘ bringt keine Position voran, sondern nur, wenn man sich mal wagt sich aus dem Fenster zu lehnen, kann man die eigene Argumentation ueberpruefen.

      mfG

    • @Hog1951 Guten Tag. Danke für ihre Antwort. Ich muss mich bzgl. Prof Merkel bei Ihnen entschuldigen, da habe ich sie falsch verstanden; wir vertreten dort die selbe Meinung.
      Danke für den regen Austausch. Ein schönes Wochenende

    • Moin, S. Longerich, was, bitte schön hat das Einkommen eines Kommentators mit seiner „ehrlichen Haut“ zu tun?
      Was aber in 3 Teufels Namen soll dieser Sch..ss hier im Anhang an einen Kommentar? Ist das etwa der Versuch einer inhaltlichen Auseinandersetzung?

    • @Stephan Longerich, stell Dir einen 18jährigen vor, der von zuhause rausgeschmissen wurde, im Winter. Dort schläft er erst einmal drei Tage draußen, hat nix, gar nichts, ausser seiner Wäsche, die er anhat und kommt dann bei Freunden unter. Danach sackt dieser junge Mensch ab. Fast komplett. Doch er rappelt sich wieder auf und fängt an, sich seine Welt aufzubauen. Alles was er macht, macht er aus sich heraus. Er besitzt keine Ausbildung, nichts. Er hat kein Geld, um sich etwas zu essen zu kaufen, also bettelt er und mischt zuhause angekommen Wasser mit Mehl zusammen und brät das zu einem festen Etwas und isst das. Einen Job kann er nicht annehmen, weil er sich das Frühstücksbrot nicht einmal leisten kann. Ich habe sechs Jahre gebraucht, um da raus zu kommen, Stephan Longerich. Ich glaube, Du solltest Dir auch einmal die Welt erschaffen, in der Du gerne leben würdest. Dazu gehört auch zu wissen, was Du verdienen willst. Du schreibst, dass Du mit 950 Euro auskommen musst. So einen Satz würde mein Hirn niemals produzieren. Ich würde eher zu mir sagen: Rüdiger, Du brauchst so und so viel. Wie bekommen wir das hin? Und dann bekomme ich das hin. Du siehst also, unsere Welten sind miteinander kompatibel. Es geht nicht darum, was der andere verdient. es geht darum, irgendwann die Ziellinie zu erreichen. Für mich ist das eher meine Wirklichkeit. 🙂

    • Da Du so fragst, Pierluigi, ich hab nach den festen Abzügen noch 350 -400€ über. Da ist noch nicht getankt und auch nicht das Auto repariert. Im Ernstfall würde ich Wohngeld für 291€ Miete bekommen. Dafür könnte ich hier mit etwas mehr Glück vielleicht ein WG Zimmer bekommen. Und bis zu meinem Renteneintritt 2026 haben wir bestimmt noch eine Anpassung nach unten. Das wird dann auch nicht reichen.
      Und das nach Studium, immer Vollzeit und zwei Kindern und nun schaffe ich gesundheitlich gerade noch halbtags. Die Klage wegen Erwerbsminderungsrente lagert schon 2Jahre bei Gericht ab und muss sich vermutlich noch wenigstens 2-3Jahre gedulden.
      Und ich bin ja nun kein Einzelfall. Gut gehen ist was anderes

    • Herr Lenz, Herr Longerich:

      Ich hatte bis heute immer so viel, wie ich brauchte. Es gab Zeiten der Entbehrungen, es gab schwierige Momente. Aber ich hatte immer genug.
      Selten mehr als nötig, und dennoch – oder gerade deshalb? – fühle ich mich reich.

    • @Frowe Hulda….ach du Sch…e! Das tut mir Leid zu hören, das ist viel zu wenig. Ich bin mir oft genug nicht bewusst wie gut es mir geht und jammere auf wirklich hohem Niveau. Ich wünsche Ihnen alles Gute!!!

    • @Rüdiger Lenz,
      ich würde eher sagen Glück gehabt. Nein man bekommt das nicht immer hin. Jedenfalls nicht heutzutage. Ich würde eher sagen, Glück gehabt. Und das hat einer von 10, 50, 100 oder 1000, 10000?

      „Wenn man will, dann schafft man das“ halte ich eher für das übliche Kapitalistengeschwätz, mit denen bei denen, die es nicht schaffen, Schuld- und Unzulänglichkeitsgefühle geweckt werden sollen, damit sie die Klappe halten und in ihren Höhlen verschwinden. Klappt leider meistens.

      @pierluigi
      leid sollten uns die tun, die so wenig bekommen und nicht mehr können, Rentner, Kranke, die fallen durch und denen bezahlt das Amt keine Wohnungseinrichtung, Auto oder Fahrerlaubnis, die will keiner integrieren, die bleiben außen vor.

    • @Frowe Hulda Guten Tag……auch für die Menschen habe ich tiefes Mitgefühl, nur gestern war es für Sie bestimmt. Ein gesundes Leben wünsche ich Ihnen.

  6. Angenehm beruhigend geschrieben, und daher nicht weniger wahr. (Ganz im Gegenteil zum panischen Aufruf von Dirk P. vor kurzem, der das verbreitet hat, woraus er entsprungen war.)
    Man merkt heute immer schneller, ob Menschen ihre innere Arbeit gemacht haben und sich kennen, oder ob sie in Konzeptwelten verloren gegangen sind und ihren Gedanken und Ängsten wehrlos ausgeliefert sind.

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    „Was sollen Friedensaktivisten denn eigentlich noch tun?“

    Sich selbst erkennen und felsenfest in ihrem inneren Frieden ruhen. Alles andere geschieht dann von Selbst.

    Für Menschen mit viel Zeit und Muße, vor allem aber ohne Getriebenheit, zwei Stunden von einer meiner Neuentdeckungen im Netz.
    Er kann über die schlimmsten Dinge reden, ohne sich SELBST je zu verlieren. Und er hat die Dinge durchschaut in einer Tiefe, die extrem rar ist.
    DAS betrachte ich als die effektivste Friedensarbeit heutzutage.
    Teil I
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=76&v=VoM_pUtilsU
    Teil II
    https://www.youtube.com/watch?v=KSVBfBvjkps

    • Ja, ein Kanal, der viel Weitsicht vermittelt. Es stimmt, erst muss der Frieden von einem selbst ausgehen (auch in Dir wohnen), wenn Du wirklich Frieden willst. Für Frieden nur zu demonstrieren, kann dagegen Unfrieden heraufbeschwören. Man erinnere, für den Frieden sind in den 90ern Deutsche nach Jugoslavien gegangen und haben – wie es sich später herausstellte – Bomben mit abgereicherten Uran (vertrahlte Landstriche) diesem Land „geschenkt“.
      Ich bin da eher der „Ghandi“-Typ. 😉

    • ingsn
      Hut ab: Ich bin da eher der „Ghandi“-Typ.
      Ich eher nicht ……….

      Bei diesem Namen sehe ich – als von Hollywood von Kindheit an Konditionierter – sofort die Menschenschlange, die gegen die erhobenen und eingesetzten Schlagstöcke der Polizei anläuft und sich wehrlos niederknüppeln läßt. So lange, bis keiner der Polizisten mehr zuschlagen mag und sogar jenen aufgeht, was sie da eigentlich tun.

      Leider verliere ich meinen Frieden noch schnell. Da braucht nur eine Frau vor mir in der Supermarktschlange über eine lärmende Kinderschar den Kopf zu schütteln: „Ekelhaft“, sagte sie. EKELHAFT!
      Woraufhin ich natürlich auf ihre gewürzten Tierkadaverstücke deuten muß und mir nicht verkneifen kann zu sagen:
      Ekelhaft finde ich vielmehr, was Sie da in sich hineinstopfen werden. Das sind Kinder. Sie nennen Kinder ekelhaft?

      Frieden verbreitet hat das wohl eher nicht, aber vielleicht einen kleinen Bewußtseinsimpuls. (Und für mich die Lektion, wie langsam ich noch bin.)

      Wie sagte mal ein Weiser: „If the watcher remains unmoved, there is no suffering.“

      Ein anderer: „Der Zorn ist sehr schnell. Du mußt schneller sein.“

    • Auf einem politisch ausgerichteten Forum wird das, was ich jetzt zitiere, wie eine Mischung aus einem bunten Hund und einem schlechten Witz wirken. Um mit mir selbst im Reinen zu bleiben, muß ich jedoch noch eine Relativierung an meine „Neuentdeckung“ anfügen; denn das SELBST gibt es ja auf vielen Ebenen und bei dem Empfohlenen handelt es sich zweifellos um eines der „New Age-Selbste“, die leicht für das Höchste gehalten werden – was sie jedoch nicht sind. Dieses Zitat hier also für diejenigen, die wahrhaft spirituell interessiert sind; als Anregung und als Warnung. Alle anderen bitte großzügig darüber hinweglesen. Danke.

      Dinshah K. Mehta:
      „Buddha wurde gebeten, Nirvana zu definieren. Er tat es nicht. Nirvana muß erfahren werden. Es ist nicht nur ein Zustand.
      Das allererste Nirvana ist die Befreiung der Seele vom Erd-gebundenen oder Materie-gebundenen Zustand. Danach gibt es vier höhere Ebenen bis die Buddhaschaft erreicht ist, und zwar die Buddhaschaft so wie die Menschen sie kennen, aber nicht wie Gautama Buddha sie kannte, was noch höher ist und von ihm Antim Sunyata oder ABSOLUTES NICHTS genannt wird. Zarathustra nannte es Zarvane Akarne. Im Judentum wird es Einsof genannt.
      Nach dem Erreichen der Buddhaschaft, so wie sie den Menschen bekannt ist, gibt es noch sechs höhere spirituelle Bewußtseinsebenen ehe das ABSOLUTE NICHTS erreicht ist. Wer kann es beschreiben? Es ist jenseits jeglicher Beschreibung. Was immer in menschlichen Gedanken und Sprache beschreiben werden kann, ist nur der Aspekt, der ganz schwach vom menschlichen Geist verstanden werden kann.

      Wort sind sehr begrenzt. Gedanken überschreiten die Grenzen der Worte; dennoch sind menschliche Gedanken begrenzt.“

      St Kirpal Singh:
      „Für die mystische Erfahrung ist es bezeichnend, daß die Seele, wenn sie sich auf eine höhere als die gewohnte Ebene erhebt, dazu neigt, diese in Ermangelung höherer Führung irrtümlich als die allerhöchste Ebene anzusehen, als den Bereich des Absoluten. (Anmerkung: So, wie das in der gegenwärtigen Neo-Advaita-Bewegung sehr schnell geschieht. Auch „Satsang“ genannt.) Und so finden wir, daß die meisten Yogas, indem sie uns bis zu einem gewissen Punkt auf der inneren Reise bringen, diesen irrigerweise für das Ziel halten und sie für etwas, das relative Gültigkeit hat, eine absolute beanspruchen.“

    • Für phantasiebegabte Menschen möchte ich noch eine Veranschaulichung des Gesagten anführen. Ein Eingeweihter hat das, was hier zitiert wurde, versucht, in eine Graphik zu übersetzen:

      http://santmat.livingcosmos.org/img/chart.pdf

      Ich bitte zu beachten, daß der Tunnel, von dem Menschen, die Nahtoderlebnisse hatten, berichten, auf dieser Graphik als Bunk Naal (the curved tunnel) bezeichnet wird und bei weitem nicht der Durchgang zu dem ist, was die Christen als ihr Zuhause bezeichnen. Sondern nur der Durchgang zu einem sehr vergänglichen „Himmel“ auf der ersten spirituellen „Ebene“, nämlich in Anda.
      (Wohingegen das wahre Zuhause auf der fünften Ebene beschrieben wird: Sach Khanda.)

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