Tagesdosis 28.2.2020 – Bernie Sanders muss verhindert werden!

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Schon nach den ersten Runden in dem Wettbewerb der Präsidentschaftskandidaten der „Demokratischen Partei“, liegt US-Senator Bernie Sanders an der Spitze. Alle anderen Wettbewerber haben inzwischen entweder aufgegeben oder liegen laut der fast täglichen Umfrageergebnisse weit abgeschlagen hinter dem 78 Jahre alten Sanders. Dagegen liegt der vom demokratischen Partei-Establishment aufgestellte Kandidat, der ehemalige Vize-Präsident von Barack Obama, Joe Biden, in der Wählergunst und der Einnahme von Wahlspenden hoffnungslos zurück.

Auch die Chancen von Pete Buttigieg, offensichtlich der Liebling von Amerikas reichsten Männern und Frauen, sehen alles andere als vielversprechend aus. Laut dem Finanzmagazin Forbes (1) unterstützen nicht weniger als vierzig der reichsten US-Milliardäre den bis vor kurzem noch unbekannten Buttigieg, der bisher Bürgermeister von South Bend war, eine ebenso unbekannte Stadt im Bundesstaat Indiana Stadt. Besonders starke Unterstützung erhält Buttigieg dabei von dem rabiaten US-Zionisten Seth Klarman, der seine vielen Milliarden mit Finanzspekulationen als Gründer verschiedener Hedge Funds gemacht hat.

Laut dem investigativen Journalisten Max Blumenthal werden die sogenannten „israelischen Siedler“ in den besetzten Gebieten Palästinas, die nicht anderes sind als skrupellose Landräuber, seit Jahren von Klarman mit Hilfsgeldern (2) geradezu überschwemmt. Zu Hause in den USA ist Klarman auch dafür bekannt, einer der größten Spender zur Finanzierung der CIA-Gedenkstiftung zu sein.

Klarman ist auch Besitzer der rechtsradikalen israelischen Zeitung „Times of Israel“, die einst einen Aufruf zum palästinensischen Völkermord veröffentlicht hatte. Der Meinungsartikel von Yochanan Gordon mit dem Titel “When Genocide is Permissible”, zu Deutsch „Wenn der Genozid erlaubt ist“ wurde auf Grund vieler Proteste später von der Webseite der Zeitung gelöscht.

Allerdings kann der unsägliche Völkermordaufruf über diesen Link (3) auf der Webseite von „Mondoweiss“, die von einem bekannten jüdisch-amerikanischen Kritiker der Zionisten betrieben wird, nachgelesen werden. Die Lektüre ist insbesondere all jenen zu empfehlen, die bei der geringsten Kritik an der israelischen Regierung und deren Unterdrückungs- und Landraubpolitik sofort „Antisemitismus“ schreien. Denn dieser Genozid-Aufruf in der „Times of Israel“ gibt Aufschluss über die in Israel grassierende, mörderisch-rassistische Mentalität dieser Herrenmenschen.

Wie Milliardär Klarman und Co. mit allen Mitteln ihren unerfahrenen und daher besonders biegbaren Präsidentschaftskandidaten Buttigieg an die Macht bringen wollen, hat sich bereits bei der allerersten Vorwahl der Demokratischen Partei im US-Bundesstaat Iowa gezeigt. Wir erinnern uns, dass auch die deutschen Nachrichten berichtet hatten, dass sogar 12 Stunden nach dem Ende der Abstimmung in Iowa die Ergebnisse immer noch nicht bekannt waren. Die Verzögerung bei der Stimmenauszählung sei das Ergebnis einer fehlerhaften Software einer neuen, automatisierten Wähler-App gewesen, die von einem Unternehmen mit dem passenden Namen „Shadow Inc.“ (Schatten GmbH) entwickelt worden war.

Durch diese Verzögerung wurde Senator Bernie Sanders, der – wie sich später herausstellte – Gewinner der ersten Runde der demokratischen Präsidentschaftsvorwahl, erfolgreich daran gehindert, seine Siegesrede zu halten, die – wie in solchen Fällen üblich – zur besten Sendezeit in alle US-Bundesstaaten übertragen worden wäre. Stattdessen hatte sich Buttigieg – voreilig und falsch – dafür aber umso frecher als Sieger proklamiert.

Interessanterweise stellte sich später heraus, dass die „Shadow Inc.“, die die angeblich „fehlerhafte“ Software an den Wahlausschuss der Demokratischen Partei geliefert hatte, dem Hedge-Fonds-Milliardär Seth Klarman gehörte. Und die leitenden Positionen der „Schatten GmbH“ waren alle mit ehemaligen Mitarbeitern der Wahlkampagnen von Hillary Clinton und Barack Obama besetzt.

Im Unterschied zur Republikanischen Partei hat es an der Basis der Demokratischen Partei in Bezug auf die bisherige bedingungslose Unterstützung der schändlichen Kriegs- und Besatzungspolitik Israels einen Gezeitenwechsel gegeben, was es den zionistischen US-Milliardären vom Typ Klarman erschweren wird, den pro-Israel-Kandidaten Buttigieg zum Präsidenten zu machen.

So hat der 37-jährige Bürgermeister Buttigieg in der Vergangenheit Israel stets als Vorbild für die USA im Umgang mit Sicherheitsproblemen beschrieben. Für das Leid der Palästinenser hat er nicht etwa die israelische Besatzungspolitik, sondern immer nur die palästinensische Widerstandsbewegung Hamas verantwortlich gemacht. Kritik oder Verurteilungen Israels durch progressive Kongressabgeordnete hat er nachdrücklich abgelehnt. Dadurch hat das Establishment der Demokratischen Partei von Anfang an wohlwollend auf Buttigieg als Hoffnungsträger und aufsteigenden Star der Partei geblickt. Allerdings haben aber seine starken pro-israelischen Ansichten ihn mit der zunehmend pro-palästinensischen linken Flanke in seiner eigenen Partei in Konflikt gebracht.

Wegen des Drucks an der Basis der Demokraten haben die „Israel zuerst“ Kandidaten beim demokratischen Wahlvolk diesmal jedoch kaum eine Chance.

Anti-zionistischen aber jüdisch geführten Gruppen, die der Demokratischen Partei nahe stehen oder Teile von ihr sind, ist es in den letzten Jahren gelungen, als Verteidiger der Menschenrechte der Palästinenser ausreichend öffentlichen Druck aufzubauen, dass dieses Jahr so gut wie alle demokratischen Präsidentschaftskandidaten der Einladung zur großen AIPAC-Konferenz nicht Folge leisten. Früher war es für jeden Kandidaten ein absolutes Muss gewesen, bei der Konferenz der Zionisten-Lobby des „Amerikanisch-Israelischen Ausschusses für Öffentliche Angelegenheiten“ (AIPAC) ein Bekenntnis zur bedingungslosen Unterstützung des Schurkenstaates Israel abzugeben. Die Organisation mit über 100.000 Mitgliedern gilt als die einflussreichste proisraelische Lobbygruppe in den USA, entsprechend wichtig war es immer gewesen, AIPAC im Wahlkampf nicht gegen sich aufzubringen. Aber das Blatt scheint sich gedreht zu haben.

Organisationen wie MoveOn, Indivisible, die „Working Families Party“ und „IfNotNow“ haben mit ihrer gemeinsamen Kampagne mit den Namen „Nicht zur AIPAC“ sogar den ausgesprochen pro-zionistische Kandidaten Buttigieg davon überzeugt, dass es für Wahl-Chancen besser ist, diesmal nicht zu AIPAC zu gehen.

„Dies ist ein Wendepunkt und ein großer Sieg gegen die Scheinheiligkeit, die AIPAC seit Jahrzehnten legitimiert“, sagte IfNotNow-Mitbegründer Dani Moscovitch (4). „Selbst gemäßigte Mitglieder der Demokratischen Partei weigern sich jetzt, an einer Konferenz einer rechten Lobby teilzunehmen, die sich mit Scheinheiligen verbündet, um die israelische Regierung vor jeglichen Konsequenzen zu schützen, weil sie dem palästinensischen Volk Freiheit und Würde verwehrt.“

Aber so leicht gibt die zionistische Lobby, die große Teile des US-Establishments hinter sich weiß, ihren Kampf gegen den Kandidaten der Demokraten mit den meisten Chancen gegen Donald Trump, der ihn als „verrückter Bernie“ schmäht, im Herbst zu gewinnen, nicht auf. Aus der jüngste Vorwahl im Bundesstaat Nevada, die bedeutender war, als die vorangegangenen, ging der liberale Senator, mit deutlichem Abstand  (5) zu seiner innerparteilichen Konkurrenz als Sieger hervor.

Sanders bezeichnet sich selbst als „demokratischer Sozialist“, was am besten mit der deutschen Sozialdemokratie vergleichbar ist. Er wettert wortstark gegen die sozialen Ungerechtigkeiten und die „1% der Finanz-Elite“. Tatsächlich sind seine Positionen sozialdemokratisch handzahm. Dennoch wird er inzwischen vom US-Establishment als Schreckgespenst dargestellt, oder schlimmer noch als Kommunist und Bedrohung des American Way of Life. Zu allem Überfluss hat sich Sanders, der selbst einer amerikanisch-jüdischen Familie entstammt, erneut mit der wichtigsten zionistischen Lobbygruppe AIPAC angelegt.

In einem Tweet hatte der Senator am letzten Sonntag angekündigt, auch dieses Jahr nicht an der AIPAC-Konferenz teilzunehmen, die am kommenden Sonntag beginnt. Sanders begründete seine Absage damit, dass AIPAC all jenen eine Plattform biete, die sich gegen „grundlegende Rechte der Palästinenser“ aussprechen. Wörtlich schrieb Sanders (6):

„Das israelische Volk hat das Recht, in Frieden und Sicherheit zu leben. Das Gleiche gilt für das palästinensische Volk. Ich bin nach wie vor besorgt, dass AIPAC Staatsführern eine Plattform bietet, die Bigotterie zum Ausdruck bringen und sich grundlegenden palästinensischen Rechten entgegenstellen. Aus diesem Grund werde ich nicht an der Konferenz teilnehmen.“

Damit spielte Sanders offenbar auf die israelische Regierung unter Benjamin Netanjahu an, den er in der Vergangenheit wiederholt kritisiert hatte.

„Als Präsident“, so Sanders in einem weiteren Tweet (7), „werde ich sowohl die Rechte der Israelis als auch der Palästinenser unterstützen und mein Möglichstes tun, um Frieden und Sicherheit in die Region zu bringen.“

Aber die Zionisten-Lobby ist auch nicht untätig geblieben. Seit ein paar Monaten ist Bernie Sanders zur Zielscheibe von verstärkten Hasbara-Angriffen fanatischer Anhänger der israelischen Apartheid-Regierung geworden. Obwohl Sanders selbst Jude ist, werfen sie ihm Antisemitismus vor. Ähnlich wie in Großbritannien, wo die Antisemitismus-Keule mit großem Erfolg gegen den Labour Führer Jeremy Corbyn eingesetzt wurde, soll dieser Vorwurf jetzt auch die Wahlchancen von Sanders zunichtemachen. Denn, genau wie Corbyn, hat auch Sanders entschieden Positionen zugunsten der Menschenrechte aller in Palästina lebenden Menschen bezogen und folgerichtig die Verbrechen des israelischen Besatzer-Regimes verurteilt.

So hat Sanders jetzt auch im Wahlkampf die gezielte Ermordung unbewaffneter palästinensischer Demonstranten (8) und Kinder ohne jede Verharmlosung oder Beschönigung angeprangert. Er hat wiederholt das Ende der Belagerung des Gazastreifens gefordert, um die humanitäre Katastrophe dort zu beenden. Er hat erklärt, als Präsident werde er wegen der nicht endenden, illegalen Siedlungspolitik und der Missachtung der palästinensischen Menschenrechte die US-Militärhilfe für Israel an Bedingungen knüpfen (9). Und er hat Netanjahu als Rassisten bezeichnet 10).

Interessanterweise wird der Jude Sanders – zumindest, wenn man die offizielle deutsche Definition von Antisemitismus als Maßstab nimmt – mit solchen Äußerungen selbst zum „Antisemiten“. Da hilft es auch nicht, wenn Sanders sagt, dass er stolz ist, Jude zu sein, und dass er als junger Mann in einem israelischen Kibbuz gelebt habe und dass er auch niemals Israels Existenz in Frage gestellt hat.

Übrigens, auch in Deutschland werden Juden – egal ob sie einen deutschen oder israelischen Pass haben – wegen ihrer Kritik an der verbrecherische Politik der israelischen Regierung als Antisemiten behandelt und erhalten deshalb bei geplanten öffentlichen Veranstaltungen öfters als nicht von deutschen Ämtern und Universitäten Redeverbot. Das könnte auch Sanders bei einem Deutschlandbesuch blühen.

In seinen Reden hat Sanders auch deutlich gemacht, dass er zur Beendigung des Konflikts eine Zwei-Staaten-Lösung für Palästina und Israel bevorzugt. Und von der US-Regierung fordert er vor allem eine „ausgeglichene“ Politik in Bezug auf Israel und Palästina. Soweit wie Sanders ist vor ihm noch nie ein aussichtsreicher US-Präsidentschaftskandidat im Wahlkampf gegangen. Und deshalb setzt jetzt die US-Zionisten-„Mafia“ auch alles daran, Sanders unbedingt zu stoppen, bevor sich die in der Tat zu beobachtende, zunehmende israelkritische Haltung unter Kongressmitgliedern der „Demokraten“ weiter ausbreitet.

Dazu hat sich vor ein paar Wochen eine neue Gruppe in der Demokratischen Partei gegründet, unter dem vielversprechenden Namen: „Demokraten gegen den Antisemitismus“. Zugleich wurde in US-Mainstream-Medien eine Welle von Artikeln lanciert, um den Diskurs gegen Sanders in Gang zu bringen, und zwar mit der Kernbotschaft, dass der höchstrangige jüdische Politiker, der jemals für das Amt des US-Präsidenten kandidierte, ein Antisemit ist.

Diese Gruppe hat sich unter anderen mit, Bari Weiss, der einflussreichen Meinungsredakteurin der New York Times zusammengetan, um Sanders zu verunglimpfen. „Offensichtlich zielen sie darauf ab, Sanders zu ‚corbynisieren‚(11), indem sie dieselben Methoden benutzen, die so effektiv gegen den britischen Labour-Führer eingesetzt wurden“, hieß es auf der US-Webseite von „Mondo Weiss“.

Der Grundtenor der Vorwürfe gegen Sanders lautet, dass er zwar ethnisch gesehen als jüdisch gelte, aber in seiner Rhetorik, mit seinem Abstimmungsverhalten im US-Kongress und mit seinem Umfeld nicht die „Werte eines Freundes des jüdischen Volkes widergespiegelt“.

Wenn Sanders sich jedoch so verhalten würde wie seine Kollegen im US-Kongress – oder auch im deutschen Bundestag – nämlich bedingungslos die israelische Politik der kontinuierlichen und schrecklichen Menschenrechtsverletzungen zu verteidigen oder klein zu reden, dann würde Sanders im Sinne seiner zionistischen Kritiker ganz sicherlich die „Werte eines Freundes des jüdischen Volkes“ widerspiegeln und niemand würde ihn als Antisemiten beschimpfen.

Quellen:

  1. https://www.forbes.com/sites/michelatindera/2019/12/21/here-are-the-billionaires-backing-pete-buttigiegs-presidential-campaign/#7e3569a25fc6
  2. https://thegrayzone.com/2020/02/04/pro-israel-buttigieg-seth-klarman-iowas-voting-app/
  3. https://mondoweiss.net/2014/08/yochanan-genocide-permissible/
  4. https://www.commondreams.org/news/2020/02/26/watershed-moment-joining-warren-and-sanders-centrist-democrats-klobuchar-and
  5. https://deutsch.rt.com/nordamerika/98350-usa-sanders-erzielt-laut-hochrechnungen/
  6. https://deutsch.rt.com/nordamerika/98451-bernie-sanders-legt-sich-mit-israel-lobby-an/?utm_source=browser&utm_medium=push_notifications&utm_campaign=push_notifications
  7. https://twitter.com/BernieSanders/status/1231709011688480768
  8. https://www.sanders.senate.gov/newsroom/press-releases/sanders-statement-on-gaza-violence
  9. https://thehill.com/homenews/campaign/467772-sanders-floats-leveraging-aid-to-israel-to-push-for-policy-changes
  10. https://www.jpost.com/American-Politics/Sanders-We-must-be-pro-Palestinian-as-well-611549
  11. https://twitter.com/jsternweiner/status/1209126792822476800

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung.

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Bildhinweis:   Yuri Turkow/ Shutterstock

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12 Kommentare zu: “Tagesdosis 28.2.2020 – Bernie Sanders muss verhindert werden!

  1. Diesen Artikel von Rainer Rupp fand ich recht informativ. Was er über die Israelisch-Amerikanische Lobby recherchiert hatte, deren Einflussnahme auf die Kandidaten der Demokratischen Partei, wusste ich so noch nicht. Vielleicht als Tipp für Leute, die es noch nicht gesehen haben:

    von electronic intifada gibt es eine Doku über die Israellobby, wo sie beide Male undercover in GB und USA unterwegs waren. Da wird auch der neue Antisemitismusbegriff der Lobby gut erklärt und wie Gegner attackiert werden.

    Bei dem Thema kennt sich Rupp wenigstens besser aus als wenn er EIKE-Propaganda wiederholt.

    • Die Doku sollte erst auf Al Jazeera gesendet werden, aber Qatar wurde von der Lobby gezwungen, das zu verhindern. genauso wie sich auch schon arte und deutsche Staatssender gezwungen haben unliebsame Dokus nicht zu senden.

  2. Ich denke, es ist fast egal, wer Präsident wird. Niemand von denen kann sich dem Tiefen Staat entziehen. Trump war wohl nicht der Lieblingskandidat des "Establishment", weil er schwerer zu lenken ist, aber letztlich kommt er nicht wirklich gegen die wahren Machthaber an. In diesem Sinne wird auch Sanders eine große Enttäuschung für diejenigen sein, die von ihm allen Ernstes eine grundsätzlich andere Politik erhoffen. Nur eine Revolution mit breiter Volksunterstützung könnte die Machtverhältnisse total ändern, aber danach sieht es wirklich nicht aus. (Und das Ergebnis einer Revolution könnte wahrscheinlich keine parlamentarische Demokratie sein, weil dieser sofort wieder von den Inhabern der Propaganda- und Machtmittel gekapert würde.)

    Abgesehen von dem Grundsätzlichen, denke ich, daß Trump gewinnen wird, egal wen die sogenannten Demokraten aufstellen. Das wird wohl Sanders sein, wenn ihm nicht noch etwas zustößt. Angesichts seines Alters wäre sehr wichtig, wen er sich zum Vizepräsidentenkandidaten nimmt. Wenn er überhaupt eine Chance hat, dann liegt sie in der Wahl des richtigen Partners.

    • B. Sanders könnte mit seinem Wahlprogramm den Amerikanern den Himmel auf Erden bieten oder er kann ein trojanisches Pferd sein. Wenn die Demokraten nach der Wahl sein Programm zusammenstreichen und B. Sanders wirklich "Mutti-Tendenzen" hat und versucht "Mutti-Ideen" umzusetzen, kann es in der Tat zu einer EU Blaupause mit Masseneinwanderung in die USA kommen. https://berniesanders.de/bernie-sanders-programm-wahl
      Liste unten unter dem Video.
      Die Anzeichen für ein designtes Coronavirus, das evtl. erholte Personen einer Reinfektion aussetzt, die dann bei dadurch herzgeschwächten und folglich medikamentierten Personen Herzinfarkte auslöst und somit eine Steigerung der Folge-Todesrate möglich macht, steigen mit steigenden Informationen. Die Aussage von Prof. Drosten, das Virus könne über zwei Jahre virulent sein und bis zu 70% der Bevölkerung infizieren sowie diverse andere Publikationen
      z.B. https://www.contra-magazin.com/2020/02/coronavirus-reinfektion-kann-herzinfarkte-ausloesen/
      lassen darauf schließen, dass Corona ein Baustein der gezielten Bevölkerungsdezimierung ist und bewusst sobald kein Impfstoff für die breite Masse vorhanden sein und eingesetzt wird.
      Die Schwächung der weltweiten Wirtschaft, des Aktienmarktes, Naturkatastrophen, ein evtl. Börsencrash, der je nach Ausrichtung gleich die Möglichkeit der Bargeldabschaffung mit sich bringt wären denkbare Szenarien, die durch eine Wiederwahl Trumps nicht unbedingt verhindert, aber evtl. verzögert werden, was Millionen Menschen auf dem Globus u.U. das Leben retten kann bzw. evtl. andere Möglichkeiten für viele Länder aufzeigt.
      Der Verdacht, dass Trump Soleimani auf Wunsch Netanyahu hat ermorden lassen, liegt nahe. Trump hat u.U. damit einen bisher fest eingeplanten Krieg des Pentagon gegen den Iran im Sinne eines quitt pro quo verhindert. Er wird vielleicht auch das nicht ewig hinausschieben können, da in der Region zuviele Lunten liegen. Aber offenbar hat Trump eine Verzögerungswirkung, die u.U. andere Entscheiderkreise dazu bewogen hat, das Corona Szenario vorzuziehen, um Handlungsdruck zu erzeugen.
      Insofern ist alles denkbar, auch das B. Sanders eine große Enttäuschung für alle seine Wähler sein wird. Von einem grundsätzliches Sinneswandel in der demokratischen Partei kann man nicht ausgehen.

    • Persönlich wäre mir Trump lieber, einen willentlich gewählten Sozialdemokraten in den US kann ich mir einfach nicht vorstellen. Vielleicht bin ich da zu phantasielos, das wird sich zeigen.

      Das Coronavirus halte ich mittlerweile auch für eine Kriegswaffe.. zunächst geringe Schadwirkung aber Panik da hohe Infektionszahlen, schwer kontrollierbar, designte DNA.. sowas verfolgt niemals nur ein Ziel. Warnschuß für die Chinesen, stiller Tod für den Iran wenn nicht endlich humanitäre Maßnahmen und eine Aufhebung der Sanktionen insbesondere der Eu anlaufen, damit endgültige Destabilisierung der Region und der Verhinderung der Verbindung Asien/ Europa. Nebenbei gibts auch noch neue Möglichkeiten Rendite zu generieren .. Impfstoffe, Zusammenbrechende Märkte.

      https://www.youtube.com/watch?v=HaPWJ1sajuU Biowaffenentwicklung in Georgien

      Soleimani betreffend kann man ohnehin nur spekulieren, aber mir scheint die Variante, daß es unter Hilfe der Russen gelungen war zu Verhandllungen zwischen Saudi Arabien und dem Iran zu kommen
      https://www.anti-spiegel.ru/2020/waren-geheimverhandlungen-zwischen-dem-iran-und-saudi-arabien-der-grund-fuer-den-us-angriff/
      ebenfalls plausibel. Einen so namhaften General einfach zu ermorden war eine neue Stufe bei den staatlich angeordneten Morden und die Angst der US vor möglichem Frieden in der Region erklärte diesen Schritt.

      Für die nächsten Jahre wird es von Vorteil sein, seinen Wohnsitz auf dem Land zu wählen.

    • Soleimani betreffend kann ich mir absolut alles vorstellen.

      Bei der im Jahr 2000 "gesunkenen" Kursk weiß man doch auch nicht genau, was eigentlich gelaufen ist.

      Auch hier ist denkbar, dass die Amis das Ding u. U. versehentlich versenkt haben. Und demnach Putin des Friedens Willen quasi mitgespielt hat.

      Möglich, dass S. ein ganz Lieber war, Trump in eine Falle gegangen ist. Eine Falle, die vielleicht der deep state ausgelegt hat, um den großen Krieg zu entfachen.

      In diesem Schema hätte Trump zusammen mit dem Iran besonnen reagiert. So wie bei Kashoggi und anderen seltsamen Katastrophen.

      Aber was können wir schon wissen.

      Gut möglich, der General wollte Frieden? Vielleicht war er auch eine gefährliche Doppelsumpfkreatur, die auf dem Weg war, genau jene Verhandlunegn an die Wand zu fahren.

      Es ist im übrigen seltsam still geworden um Israel.
      Und auch der Iran scheint nicht in kollektive Depression versunken zu sein ohne den General der Herzen.

      Für mich sieht es eher danach aus als bekäme der deep state so richtig nicht mehr viel mehr auf die Kette.

      Damit will ich nicht sagen, dass Q den Weltfrieden gebracht hat. Aber deep state ist kein Erfolgsmodel mehr.

    • Letztlich werden das die amerikanischen Wähler entscheiden und da kommt es wahrscheinlich darauf an, wie auch die innenpolitische Bilanz von Trump wirklich ist. Wenn B. Sanders auf die jungen Amerikaner so wirkt wie Greta Thunberg hier auf die jungen Europäer, dann kann es sein, dass sich seine Wahl nicht verhindern lässt. Auch hier verstehen ja viele Menschen nicht, was die Leute an Greta Thunberg finden, genauso wenig wie sie verstehen, was die Amerikaner an Bernie Sanders finden. Über eines sind sich viele einig. An Trump findet niemand etwas Tolles, aber die Fakten, dass er keinen Iran-Krieg führt; dass er gegen Kim laut gebellt hat, aber nicht gebissen usw., die sprechen für ihn.
      Die meisten Menschen wählen nach Versprechungen und weil der Kandidat sie persönlich fasziniert, während hier auf dem Forum viele Leute sich internationale Hintergründe und Verbindungen ansehen, an die die Wähler in den USA nicht denken. Sanders wird seine Versprechungen nicht halten können und sehr viel von der Agenda der Demokraten umsetzen müssen. Oder er wird frühzeitig gestorben und seine Vize muss tun, was die Demokraten sagen. Bleibt hier nur zu hoffen, dass er nicht gewinnt.

  3. Bernie Sanders lässt sich etwa auch von der Ökonomin Stephanie Kelton beraten.

    Diese behauptet jedenfalls gemäß Zeit vom 3. April 2019:
    "Geld lässt sich beliebig vermehren"
    Sie glaubt: Nur mit mehr Schulden kann die Welt gerettet werden.

    Sie hat sich wohl zudem sich für ein schuldenfinanziertes staatliches Ausgabenprogramm zum Kampf gegen den Klimawandel ausgesprochen.

    Jedenfalls behauptet es doch Ernst Wolff in "Tagesdosis 5.8.2019 – Der Green New Deal: Sackgasse statt Ausweg", dass sich u.a. auch Bernie Sanders derzeit mit seinen Themen in einer Sackgasse befindet.

    Was die derzeitige Schuldenkrise betrifft, dürfte etwa auch David Graeber zu den eher wenigen Ökonomen gehören, die diese einigermaßen verstehen. Er hat etwa das Buch "Schulden: Die ersten 5000 Jahre" geschrieben.

    Dann schreibt Paul Steinhardt von Makroskop am 22.08.2019 "Ein Wolff zum Heulen". Schulden seien doch gar nicht so schlimm.

    Bei Makroskop gibt es auch immer wieder Überschriften wie "Schuldenbremse: Wenn der Wahnsinn um die Ecke kommt".

    Das Lockern der Schuldenbremse, wie sogar Frau Wagenknecht und jetzt jüngst sogar Olaf Scholz diese empfiehlt, ist ganz sicher keine Lösung. Die derzeitige Geldentstehung als Schuld gegenüber den Banken funktioniert vielmehr gar nicht. Dies würde man bei nur flüchtigem Nachdenken auch schnell bemerken.

    Ich hingegen neige dazu etwa Franz Hörmann recht zu geben, dass das derzeitige Geld- und Bankensystem gar nicht funktioniert. Wir müssen die Analyse völlig anderer Geldsysteme intensivieren. Ich kann es jedenfalls derzeit nicht erkennen, dass Bernie ebenfalls in diese Richtung denkt.

  4. Bis jetzt musste sich noch jeder Präsident dem Einfluss der Chabad Lubawitscher im Weißen Haus unterordnen.
    Man lese hierzu die Bücher von Wolfgang Eggert oder höre seine Videos zu dieser zionistischen Sekte.
    zu: " ….Genozid-Aufruf in der „Times of Israel“ gibt Aufschluss über die…..
    Diese Aufrufe soll es schon öfter gegeben haben:
    "Der Israelische Schriftsteller Chen Ben-Eliyahu schrieb in einem Kommentar für die Israel National News [dass] Israel die „Endlösung” umdrehen wird. ”Zwanzig bis 30 Atombomben auf Berlin, München, Hamburg, Nürnberg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Dresden, Dortmund und so weiter werden sicherstellen, dass die Aufgabe erledigt ist … und das Land wird für tausend Jahre ruhig bleiben.” (www.thetimesofIsrael.com, 11. März 2015) aus G. Menuhin "Wahrheit sagen…."
    Herr Rupp schreibt, dass B. Sanders als Antisemit bezeichnet wird, weil er Israel Kritik wegen der Palästina Politik Israels übt. Tausende Juden werden vom eigenen Volk verachtet, vertrieben …., weil sie Israel kritisieren. Viele haben sogar Israel verlassen, obwohl sie dort geboren wurden und wohnen in andere Ländern.
    Die Gefahr, dass B. Sanders unter den Einfluss von Deep State Kreisen gerät ist viel größer (als die Gefahr, dass er die Sozialsysteme umbaut), denn der Einfluss der ehemaligen Demokratischen Präsidenten u.a. ist ziemlich groß. Um wieder an die Macht zu kommen und ihre Agenda fortzusetzen werden die Demokraten jeden Präsidenten nehmen, den sie aus den eigenen Reihen bekommen können.
    Donald Trump ist nicht jedermanns Sache, aber er ist schwerer zu steuern und schwerer einzuschätzen, auch für seine eigene republikanische Partei, die er ja nur nahm (und sie ihn), um ins Weisse Haus zu kommen.

    • "Die Gefahr, dass B. Sanders unter den Einfluss von Deep State Kreisen gerät …"

      Gestatten, daß ich lächle.
      Ist er doch schon längst.

    • zu Gesara:
      Nun, wenn bereits bewiesen ist, dass B. Sanders unter dem Einfluss von Deep State in der demokratischen Partei steht, dann stimmt es ja umso mehr, dass die Demokraten jeden Kanditaten willkommen heißen, Hauptsache, sie kommen wieder ins Weiße Haus.
      Eigentlich stellt sich ja nur die Frage, ob der persönlich nicht jedem sympathische, polternde, twitternde, aber im Iran seit vier Jahren nicht Krieg führende Präsident (im Gegensatz zu Hillary) wiedergewählt wird oder nicht? Bisher hat er nur einen Iraner absichtlich ermordet (und etliche Kollateralschäden produziert), aber er hat nicht Millionen Frauen und Kinder im Iran durch Bomden ermordet und ich hoffe, es bleibt dabei.

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