Tagesdosis 28.7.2018 – Die Iran-Agenda der USA

Regime-Change oder Stellvertreter-Krieg.

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

US-Präsident Trump hat den iranischen Präsidenten Rouhani Anfang der Woche in nie dagewesener Weise angegriffen. „Bedrohen Sie niemals wieder die USA“, twitterte er, „oder Sie werden Konsequenzen zu spüren bekommen, wie sie nur wenige zuvor in der Geschichte erfahren mussten.“

Zwei Tage später legte US-Außenminister Mike Pompeo bei einer öffentlichen Veranstaltung in Kalifornien nach. Er beschuldigte Iran des „Revolutions-Exports“ und warb um internationale Unterstützung für einen Konfrontationskurs gegen das Land. Trumps Sicherheitsberater John Bolton meldete sich ebenfalls zu Wort. Wenn der Iran „etwas Negatives“ unternehme, sagte er, werde das Land „einen Preis bezahlen, den wenige Länder je bezahlt hätten.“

Erst im Mai dieses Jahres hatten die USA das im Juli 2015 abgeschlossene Atomabkommen unter dem unbewiesenen Vorwand, Iran halte sich nicht an die Abmachungen, einseitig aufgekündigt und bekanntgegeben, dass sie die Anfang 2016 aufgehobenen Sanktionen im August und im November 2018 wieder in Kraft treten lassen würden.

Aus diesem Grund werden ab dem 6. August zunächst das iranische Finanzsystem, der Autosektor des Landes und der Metall- und Edelmetallhandel von Handelseinschränkungen betroffen sein. Ab dem 4. November folgen dann Sanktionen gegen die iranische Schifffahrt und den Energiesektor des Landes. Außerdem wird es Strafmaßnahmen gegen ausländische Firmen geben, die iranisches Öl und iranische Ölprodukte kaufen, sowie gegen internationale Finanzinstitutionen, die Transaktionen mit der iranischen Zentralbank oder iranischen Banken vornehmen. Schlussendlich wird auch gegen ausländische Versicherungen vorgegangen, die sich nicht aus dem Geschäft mit Iran zurückziehen (eine überaus wichtige Maßnahme, da kein Öltanker der Welt ohne Versicherung fährt).

Begleitet werden die Maßnahmen durch die Unterstützung oppositioneller Kräfte und die Anfachung von Protesten innerhalb Irans. Wie Außenminister Pompeo ankündigte, wird es demnächst auch einen von den USA finanzierten regimekritischen Radio- und TV-Sender geben.

Die US-Sanktionen werden die iranischen Ölexporte, die den Großteil des Staatshaushaltes ausmachen, fast auf Null reduzieren, das Land international isolieren und seine Regierung destabilisieren. Ob sie allerdings zu dem ganz offensichtlich von den USA beabsichtigten Regime-Change und der Einsetzung einer US-Marionettenregierung führen werden, ist mehr als fraglich.

Während die USA nämlich mit Israel und Saudi-Arabien über mächtige Verbündete in der Region verfügen, wird die iranische Führung nicht nur von der Großmacht Russland, sondern auch vom Wirtschaftsgiganten China unterstützt. Ein Drittel der iranischen Erdölexporte gehen zurzeit nach China – mit steigender Tendenz. Vor allem aber spielt Iran in dem von China geplanten größten Wirtschaftsprojekt aller Zeiten, der „Neuen Seidenstraße“,  eine Schlüsselrolle: Das Land ist als „Energiezentrum“ bei der Lieferung von Öl (Iran ist der viertgrößte Ölproduzent der Erde) und Erdgas (Iran besitzt die zweitgrößten Reserven der Welt) fest eingeplant. Man kann also davon ausgehen, dass sowohl Russland als auch China alles unternehmen werden, um das gegenwärtig herrschende Mullah-Regime in Teheran an der Macht zu halten und die Sanktionen zu unterlaufen.

Sollte der Konflikt entflammen, würde Iran aber nicht nur zum Schauplatz eines weiteren Stellvertreterkriegs werden, sondern zu einem Pulverfass, dessen Sprengkraft weit über die Region hinausginge. Die Macht der USA hängt nämlich wesentlich vom US-Dollar ab, der als Petro-Dollar zur wichtigsten Reservewährung der Welt geworden ist. Diesen Status aber gefährdet China seit einiger Zeit, indem es Ölverträge in Yuan abschließt. Außerdem zählen sowohl China als auch Russland zu den größten Einkäufern von Gold – ein mögliches Anzeichen dafür, dass sie sich auf das Ende des US-Dollars als Weltreservewährung Nr. 1 vorbereiten. Um den finalen Absturz des Dollars zu verhindern, bliebe den USA möglicherweise nur der direkte Konflikt mit China und Russland, für den ein Krieg auf iranischem Boden dann zum Versuchsgelände werden und der sich sehr schnell zu einem dritten Weltkrieg ausweiten könnte.

Egal, wie sich die Dinge entwickeln – der größte Verlierer des bevorstehenden Prozesses steht bereits fest: Es ist die iranische Zivilbevölkerung, auf die das korrupte Mullah-Regime die Last der Sanktionen abwälzen wird und die, selbst wenn es in der nahen Zukunft noch nicht zu Kampfhandlungen kommt, bereits wegen der Sanktionen mit harten und zum Teil lebensbedrohlichen Folgen rechnen muss.

Wer angesichts dieses Schreckensszenarios darauf hofft, dass die US-Politik aus Gewissensgründen in letzter Minute von der Verhängung von Sanktionen absehen könnte, der sei an eine Aussage der damaligen US-Außenministerin Madeleine Albright erinnert: In einem TV-Interview, das heute noch auf Youtube abrufbar ist, sagte sie ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, dass der Tod einer halben Million Kinder im Gefolge der US-Sanktionen gegen den Irak „den Preis wert war.“

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27 Kommentare zu: “Tagesdosis 28.7.2018 – Die Iran-Agenda der USA

  1. Vielen Dank für Ihren interessanten Beitrag. Mein Hintergrundwissen ergänzend dazu:

    IRANS ökonomische Kriegsführung mit gefälschten 100 Dollar-Noten gegen die USA ?

    Es gibt für die USA noch einen ganz anderen Grund gegen den IRAN wirtschaftlich mit Sanktionen vorzugehen. Das amerikanische „Bureau of Engraving and Printing“ (BEP), das für den Dollar-Druck zuständig ist, entdeckte 1989 eine perfekt gefälschte 100-Dollar-Note. Die sogenannte „SUPERNOTE“ wird von Fahndern international unter der Klassifizierung 14342 geführt. Die Fälschungen wurden mit originalem Fourdrinier-Dollar-Papier gefertigt und haben den für Dollar-Scheine typischen prägnanten Stichtiefdruck. Die Fälschungen wurden auf einer originalen Intaglio-Stichtiefdruckmaschine der Lausanner Firma De La Rue Giori gedruckt.

    Etwa zeitgleich wollte der Bundesnachrichtendienst seine eigene Fälschungswerkstatt, die Druckerei ALPINA GmbH, im oberbayerischen Tutzing vergrößern oder auflösen. Man plante nach dem Mauerfall dann in die mit bester Technik ausgestattete Fälscherwerkstatt des MfS umzuziehen. Auf U.S.-SS Meldungen hin, der für Falschgeldbekämpfung zuständige amerikanische Secret Service (U.S.SS) – nicht zu verwechseln mit FBI oder CIA -, untersuchte der BND mit Experten, die teilweise unter einem Friedhof in Ost-Berlin Hohenschönhausen gelegene alte DDR-Fälscherwerkstatt nochmals genauer. Den Fachleuten der Münchner Hochsicherheits-druckerei Giesecke & Devrient fiel bei der eingehenden Inspektion der „DDR-Spezialdruckerei“ auf, dass die Stasi-Mitarbeiter nicht nur jeglichen Hinweis auf ihren militärischen Rang sorgfältig getilgt hatten. In der so komplett ausgestatteten Fälscherfabrik fehlte ausgerechnet eine Stichtiefdruckmaschine, die für die Fälschung von Pässen nötig ist, auf der man aber auch Banknoten druckt. Es gab nämlich eindeutige Hinweise darüber, dass die DDR-Fälscher auch perfekte 100 Dollar-Druck-Matrizen hergestellt hatten. Dagegen fand man eine kleine Papiermaschine, eine pfiffige Spezialanfertigung, auf der man wahlweise Papier für D-Mark- oder Dollar-Scheine herstellen konnte. Doch bei der Untersuchung der Druckerei und dem 2,5 ha großen Areal, wo mal 100 hochqualifizierte Stasi-Mitarbeiter beschäftigt waren, wurden keine für die Herstellung von Banknoten oder Pässen benötigten Maschinen (mehr) gefunden.

    Zu Schah-Zeiten hatte der IRAN bereits „De-La-Rue-Goiri-Banknoten-Druckmaschinen“ gekauft. Der Verkauf jeder Intaglio-Stichtiefdruckmaschine – auch gebraucht – wird automatisch an Interpol nach Lyon gemeldet. Und diese für den weltweiten Kampf gegen die Geldfälscher zuständige internationale Behörde wird von einem Amerikaner geführt. Das amerikanische „Bureau of Engraving and Printing“ (BEP) druckt auf von König & Bauer, Würzburg, exklusiv gebauten Spezialdruckmaschinen seine echten Dollar-Scheine. Ein ähnliches Modell dieser Erzeugerfirma stand auch in der DDR-Fälscherwerkstatt. Wie gesagt stand, denn diese DDR-Maschine, wie die Dollar-Druckplatten, sollen Ende 1989, als das Ende der DDR absehbar war, von den zuständigen MfS-Agenten gegen gutes Geld an den Iran verkauft worden sein.

    War ein „Fehler“ Absicht?

    Die gefälschten 100-Dollar-Noten wurden zwar extrem aufwändig hergestellt und sind für den Menschen ohne Hilfsmittel nicht vom Original unterscheidbar, doch fehlt ihnen ein superkleines magnetisches Sicherheitsmerkmal. Durch diesen „Fehler“ werden sie von Maschinen sofort als Fälschung erkannt. Es scheint fast so, als sei das Merkmal absichtlich weggelassen worden, weitaus aufwändigere Merkmale wurden nämlich sehr wohl in die falschen Noten eingearbeitet. Rätsel geben die benutzten Hilfsstoffe auf. Der Sicherheitsfaden stimmt mit dem Polymer-Faden der echten Scheine überein, bis hin zur komplizierten – bei der Fälschung etwas unsauberen – Mikrobeschriftung auf dem Fädchen. Echt sind laut Laboranalysen auch die Sicherheitsfarben, inklusive der hochgeheimen OVI-Effektfarbe. Sie stammen alle von der Schweizer SICPA AG. Die in einer exklusiven Version für den Dollar benötigten Sicherheitsfarben werden nur in der Schweiz oder in den Vereinigten Staaten in hochgesicherten Produktionsanlagen angerührt. Sie sind – wie das Fourdrinier-Papier – für Dritte unmöglich zu beziehen.

    Die USA versuchen dabei, den Gesamtschaden durch SUPERNOTES-Fälschungen herunter zu spielen.

    So würden in manchen Jahren seit 1989 falsche Noten mit einem Nennbetrag von 200 Millionen Dollar eingezogen, das wären bis heute offiziell rund 6 Milliarden Dollar. Experten schätzen, dass nur 10 % der Fälschungen entdeckt und eingezogen werden, das würde heißen, dass noch Fälschungen um die 60 Milliarden Dollar oder mehr im Umlauf sein müssen. Wenn Trump den IRAN weiter isoliert muss das Land seine gefälschten Dollars, wenn es sie denn dort gibt, weltweit in den Umlauf bringen.

    MfS Agenten wurden Millionäre

    Der zuständige Leiter im MfS für diese IRAN-Geschäfte, sowie seine Ansprechpartner im Iran kamen jedenfalls zu sagenhaften Reichtum. Als Mäzen wurde nach dem Perser in Teheran sogar ein Fussball-Stadion benannt. Die Agenten kauften sich in und um Berlin über „Schachtelfirmen“ wertvollen Immobilienbesitz. Die alten Stasi-Kontakte funktionieren offenbar noch, so hat sich ein ehemaliger OibE aus diesem Umfeld sogar an einer russisch/deutschen Niederlassung einer bekannten Erdölfirma beteiligt. In der Auskunft aus 2002 steht: XX is Chairman of ROSNEFTEGAZSTROY, a former USSR’s ministry. It is presently the largest oil, gas and construction corporation in Russia.

    Die DDR-Agenten haben jedenfalls aus der OPERATION BERNHARD der Waffen-SS und das Ende dieser gefälschten Pfundnoten im österreichischen Toplitzsee gelernt. Nur Deutsche lösen so wieder indirekt eine Bedrohung des Welt-Friedens mit aus. Das ist diesmal bestimmt ungewollt.

    • Die Story ist wahr, ich habe mit einem Beteiligten Experten, der die ehemalige DDR-Fälscher-Fabrik in Berlin angeschaut hat gesprochen. Ich habe die Namen der MfS-Agenten nur aus rechtlichen Gründen weggelassen. Es gibt natürlich noch mehr Informationen dazu, das sprengt aber hier den Rahmen.

      Zum IRAN-Komplex passt noch diese Ergänzung:

      In den letzten Monaten der DDR kamen erneut Pläne zum Verkauf von Waffen-Technik an den IRAN auf. Den vorhandenen Daten zufolge wollte die DDR aus dem Bestand ihrer eigenen Luftstreitkräfte 12 Jagdflugzeuge MIG-21 Typ PFM und 4 MIG 21 Trainingsflugzeuge Typ U an den Iran verkaufen. Der Vertrag wurde 1988 abgeschlossen, er kam aber wegen der Veränderung der politischen Lage nicht mehr zur kompletten Umsetzung. Honecker entschied im Januar 1989 die Auflösung eines DDR-Jagdflieger-Geschwaders mit rund 50 Flugzeugen. Die für den Export gedachten Flugzeuge sind von Schalck-Golodkowski verkauft und sollten von der „VEB Spezialtechnik Dresden“ umgebaut werden. Bereits im Februar 1989 begann die Ausbildung von 16 iranischen Piloten am Fliegerausbildungsgeschwader 15 in Rothenburg, sowie die Ausbildung von 30 iranischen ingenieurtechnischen Personal an der Militärtechnischen Schule (MTS) der Luftstreitkräfte / Luftverteidigung (LSK/LV) in Bad Düben. Eine MIG wurde bereits mit der Kennung IRAN AIR FORCE 3-0914 versehen und befindet sich heute im Museum in CERBAIOLA bei Rimini in Italien. Schalck-Golodkowski fädelte diesen Deal für IMES ein und Honecker hat persönlich dafür mit seinem „Einverständnisvermerk“ unterschrieben. Im Juli 1990 lag Minister de Maiziere im BMVg Bonn ein quantifiziertes Ausbildungsersuchen des IRAN für die 16 MIG 21 vor.

      Ich stelle fest, dass es einen sehr engen Kontakt der DDR zum Mullah-Regime gegeben hat. Der Verkauf einer Druckmaschine mit 100 Dollar-Druck-Matrizen macht diesen Deal absolut real.

      Der sehr enge Kontakt der KOHL-Regierung in den USA machte es später möglich, dass der VEB Spezialtechnik Dresden von den Gebrüdern BLUE im Auftrag des „tiefen Staates“ für rund 30 Millionen Dollar von der TREUHAND gekauft worden ist. Ein echtes Schnäppchen für die CIA. Heute sind allein die Immobilien des ehemaligen VEB rund 250 Millionen Euro Wert.

    • Ich hatte einmal spät in der Nacht ein Gespräch mit einem ehemaligen Mitarbeiter in DDR Wirtschaftsministerium. Kein allzu hohes Tier, wie ich vermute. Seriös, Wichtigtuer, keine Ahnung.
      Der hat behauptet, dass alte Seilschaften daran beteiligt sind, eingefrorene Guthaben des Iran zu verschieben, um sie auch gezielt in Spekulationen gegen westliche Währungen zu bringen. So war grob der Inhalt.
      Ich kann das natürlich nicht nachprüfen und es gab auch keinen weiteren Kontakt. Aber man sollte nicht gauben, dass der Iran ein armes wehrloses Land ist, das immerzu am Guten Interesse hat.
      So in etwa ist ja der linksliberale Blick auch auf Russland als Projektionsfläche. Ich halte das für überaus törricht und auch gefährlich, weil Europa schneller unter ein neues Kondominat gelangt als es das Wort Souveränität buchstabieren kann.
      Ich durchschaue die Manöver Trumps mit Sicherheit nicht, aber er zwingt im Augenblick viele Spieler auf dem Schachbrett, ihre Position zu überdenken. Warum er das tut, das kann keiner sagen. Im Wahlkampf hieß er, er wolle den Sumpf austrocknen. Aber was ist dieser Sumpf? Mit den Saudis hat er zumindest begonnen und ihnen das Ende der Terrorunterstützung abgepresst. Ob das lange hält? Man sollte immer beobachten, ob ein move mehr oder weniger Stabilität bringt.
      Ob das auch auf anderen Baustellen gelingt?

    • @ Gloucester: „Ich durchschaue die Manöver Trumps mit Sicherheit nicht“
      Ich natürlich auch nicht. Aber seit diesem ziemlich langen, aber nett zu lesenden Artikel von Analitik (und einigen nachfolgenden) kann ich manches besser einordnen, was Trump macht, was sich so ergibt:
      http://analitik.de/2016/10/13/willkommen-in-der-multipolaren-welt/
      Wichtig ist auch die Unterscheidung von A-Geschichten und B-Geschichten, letztere für uns, die gehirngewaschenen Zombies, worauf auch Peter Frey in „Peds Ansichten“ immer wieder hinweist. Dort, in den B-Geschichten findet „Großes Theater“ statt, mit viel Getöse, folgt am Ende jedoch der Linie in den A-Geschichten.
      Mit Einschränkungen helfen auch die Analysen vom Saker, wenn es um die Neocons und deren Gegner geht, auch wenn er meist ziemlich pessimistisch ist.

    • Danke für die Hinweise. Meine politische Meinung dazu:

      Der tiefe Staat hat durch die legale Aufrüstungsspirale im Kalten Krieg eine unglaubliche Dimension in den USA erreicht. Diese legal aufgebaute Größe und der damit verbundene politische und hier wehrtechnische Sumpf dieser US-Wehr-Wirtschaft kann nicht so schnell trocken gelegt werden, auch nicht von einem Donald Trump. Allein der Selbsterhaltungstrieb 1.000ender kapitalistischer US-Firmen aus dem wehrtechnischen Bereich, welche mit nicht konvertierbaren Waren handeln, wer kauft schon privat einen Panzer, lässt dieses System am Leben erhalten. Weltweite Wehrtechnik, welche ja ihre Wirtschaftsleistung nicht so einfach umstellen kann, will nicht so einfach in die Insolvenz laufen. Also sucht man immer wieder neue Absatzmärkte für die Wehrtechnik und so werden neue Kriege einfach dafür erschaffen.

      Eine Ausnahme bilden hier die US-Geheimdienste oder alle Geheimdienste in der Welt

      Mit Informationen lässt sich in der normalen Wirtschaft auch Geld verdienen, deswegen werden diese Dienste nicht nur über dimensional weiter staatlich gefördert, sondern ihr Aufgabenbereich kann so leichter angepasst werden. Bereits 1990 legte Präsident Clinton ein verdecktes Geheim dienst Programm auf, wo US-Firmen von den Informationen ihrer Dienste ganz legal profitieren. In Deutschland profitieren nur die USA vom BND, aber keine einzige deutsche Firma. Die USA nutzen hier nur unsere eigenen deutschen Gesetze aus und fördern den Erhalt dieser Gesetze bei bestimmten Parteien sogar durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit.

      Das Gute ist, dass isolierte Staaten wie Russland oder der Iran dadurch gezwungen werden, durch das Embargo ihre Wirtschaft mehr auf konvertierbare Eigenleistung umzustellen. Das geht aber nur bei Staaten, welche bereits vor dem Embargo ein bestimmtes Mindestmaß an kultureller und breit gestreuter wirtschaftlicher Eigenleistung aufweisen. Zum Beispiel beim Irak ging das nicht, weil dieser Staat außer seiner Ölindustrie keine weitere Industrie aufgebaut hatte. Das Embargo gegen Russland oder dem Iran ist daher als ein westliches Eigentor für die „wirtschaftliche Zukunft“ zu werten. Russland und der Iran mit den größten Gasreserven der Welt und ihrem vielen Erdöl werden sich mehr China und anderen Ländern zuwenden und werden dadurch unabhängiger vom Westen, der EU, sowie auch von den USA. Sie werden ihre „Durststrecke“ des Embargos überwinden, wie man an Russland sieht, und ihre wirtschaftliche Eigenleistung jährlich erkennbar in der Embargozeit erhöhen.

      Die Situation ist vergleichbar:

      Unser deutsches Wirtschaftswunder ist ein gelungenes Beispiel für eine erzwungene Umstellung der Wehr-Wirtschaft in konvertierbare Waren, allerdings war das hier dem verlorenen Krieg zu verdanken und keinem Embargo.

      Das US-Militär verbraucht allein in einer Woche so viel Erdöl wie die gesamte Restwelt zusammen verbraucht und ist damit der größte Kunde der US-Ölwirtschaft. Deswegen auch die riesigen Wahlkampfspenden an alle US-Präsidentschaftskandidaten. Der US-Präsident der ein starkes Militär fördert ist ein guter Präsident, weil er Milliarden-Einnahmen der US-Ölindustrie aus dem Ölverbrauch des US-Militärs sichert. Das muss aber auch bezahlt werden und hier ist das Problem, dass Donald Trump erkannt hat. Das Öl ist dann verbraucht und bringt keine eigene Wirtschaftsleistung mehr zurück.

      Das erst unter Nixon aktivierte China wird die USA überholen, weil China seine Wirtschafts-leistung immer wieder in seine Wirtschaft zurück investiert. Eine solche vergleichbare Leistung gibt es in den USA schon lange nicht mehr, deswegen wird und muss sich der „Handelskrieg“ mit den USA ausweiten. Das hat aber nichts mit Trump zu tun. Es ist eine Folge des Kalten Krieges und die versäumte Umstellung einer Wirtschaft im Westen.

    • Eine kleine Ergänzung zu Nixon. Man sollte eher den späteren Vize in den Blick nehmen: Nelson Rockefeller. Da befindet man sich dann auch personell nah am deep state dran. Was aber ist der deep state genau?
      Für mich ist der deep state mehr und älter als der MIK; dabei denke ich zunächst noch weniger an sinistre Geheimgesellschaften, denn die Trilaterale Kommission agiert recht offen. Dennoch glaube ich, dass es sich auch hier nur um Front- und Rampenorganisationen handelt.
      Ich gehe davon aus, dass moderne Logen und Gesellschaften schon die französische Revolution auf die Bühne gebracht haben. In der Folge entstand das big money der Neuzeit mit dem Papiersystem, den Börsen und den Geldhäusern, die die Welt gemacht haben um sie zu kontrollieren. Rothschild hat ab 1789 erst richtig aufgedreht…Warum nur? Ist das ganze ihr Baby?
      Das aufstrebende Bürgertum wurde mit Demokratie ausgehebelt, denn die jungen Parlamente konnten besser kontrolliert werden als dezentrale freie Städte und Gemeinden.
      Auch so eine Idee wie der Kommunismus könnte aus deren Reagenzglas stammen. Im 20.Jahrhundert hat man den offnenen Faschismus gegen die Ideen der fabian society antreten lassen. Es ist ein Spiel und wir sind die Laborratten.
      Was wir sehen, sind die Wurtszipfel, welche man uns hinhält: Orwell gegen Huxley, Diktatur gegen Soma, Kapitalismus gegen Kommunsimus. Aber alles ist vorher schon erfunden und wird uns untergerieben als wären wir selbst drauf gekommen oder hätten uns freiwiliig dafür entscheiden oder noch besser: es uns erkämpft und dem System abgetrotzt. Aber nichts dergleichen. Insofern geht mir auch auf diesem Portal dieser naive Retro-Sozialismus auf den Geist.

      Wer depp state sagt und nicht an mehr als die Nato oder Goldman Sachs denkt, der ist limitiert. Dann lässt an die Nato eben untergehen, hat für uns aber bereits die neue Ordnung parat, die wir im dümmsten Fall auch noch als Befreiung feiern oder uns dafür erschießen lassen. Wer hat die russische Revolution bezahlt? Wer Hitler? Wer hat den Techno-Transfer zu den Sovjets organisiert? Viele US-Bürger, aber es hat nichts mit den USA zu tun.

    • “ Nur Deutsche lösen so wieder indirekt eine Bedrohung des Welt-Friedens mit aus. Das ist diesmal bestimmt ungewollt.“
      Ach, ich las das in Italien bessere Euro Noten gedruckt werden durch die Maffia als Draghi sie drücken lässt.

    • Kapitalismus, Kommunismus, Sozialismus und National-Sozialismus ect. sind in erster Linie als ein Produkt der jeweiligen Gesellschaftstruktur in einem Land entstanden und wurden dort aus dessen Kulturkreis und wichtig: deren dort vorhandenen Religionen stark beeinflusst.

      Die Wirtschaftsgeschichte zeigt uns heute:

      Die Juden mussten sich als regelmässig Verfolgte stets in jedem Land wo sie waren, schon immer anpassen. Dieser Prozess verlangte von ihnen, dass sie sich untereinander mehr helfen mussten, als der Rest der jeweiligen Bevölkerung. Die Verbundenheit unter ihnen musste also schon immer ausgeprägter sein, als in anderen Völkern und Religionen.

      Israel wird in der internationalen Presse vor allem im Kontext der verschiedenen Nahostkonflikte besprochen. Die enorme innere Komplexität der israelischen Gesellschaft, ohne die auch die israelische Politik kaum verständlich ist, steht selten im Vordergrund. Das am stärksten verdrängte

      Geheimnis der israelischen Gesellschaft

      ist die tiefe Spannung zwischen aschkenasischen Juden europäischen und deutschen Ursprungs und den sephardischen (osteuropäischen) Juden, die in Israel heute Misrachim («östlich») genannt werden. Es ist schon lange bekannt, wie abschätzig die Einstellung der aschkenasischen Führung gegenüber den Misrachim war und ist. Immer wieder werden von der (aschkenasischen) Führung die angebliche «intellektuelle und kulturelle Minderwertigkeit» der Misrachim hervorgehoben, und die Behörden betonen, dass keine Aschkenasim bereit sein würden, mit ihnen zu leben.

      So entstand die Idee, sie für ein «social engineering»-Experiment zu nutzen. Über achtzig Prozent der israelischen Bevölkerung lebten damals in Städten in der Mitte des Landes. Die Peripherie, insbesondere im Süden wie auch im Norden des Landes, war dagegen menschenleer, was von der Armee als grosses Sicherheitsrisiko in Anbetracht einer erneuten Invasion Israels durch arabische Armeen gesehen wurde. Die Einwanderung von Misrachim wurde als ideale Gelegenheit gesehen, diese Gegenden und ehemalige Palästinensergebiete durch hastig aufgebaute Retortenstädte mit Misrachim zu bevölkern. Bei diesem inneren Israel-Konflikt stören natürlich die Palästinenser in den neuen Siedlungsgebieten für die Misrachim. Das Thema dauert bis heute an und wird sich auch nicht ändern. Jüdische Mentalität eben. Soviel zum inneren Israel in Kürze.

      Bei der Bayer. Landesbank Affäre mit dem FPÖ-Haider und der HYPO ALPE ADRIA Bank habe ich mich mit dem System ROTHSCHILD, dem Bankensystem in Deutschland & Österreich, sowie dem Verhalten von CSU-Ministern und anderen Politikern, wie Jörg Haider in Kärnten beschäftigt. ZDF-Frontal 21 hat unter meiner Beratung auch darüber berichtet und ich habe mich mit dem Leiter des Untersuchungsausschusses in Kärtnen Herrn Holub mehrmals getroffen. Nach 74 Sitzungen und der Hörung von 88 Zeugen ist der 707 Seiten starke Bericht des Hypo-Untersuchungs-ausschusses am 31.01.2012 druckfertig gewesen.

      Der Bayer. CSU Wirtschaftsminister war damals gleichzeitig ROTHSCHILD-Berater, was er eigentlich gar nicht sein durfte. Die ROTHSCHILDS begleiteten diesen absurden Deal mit der HAIDER BANK als „beratende Bank“. Für die FEHL-Beratung dieses Milliardenverlustes erhielt die Rothschildbank in Frankfurt auch noch rund 8 Millionen Euro Provision, was der CSU-Wirtschaftsminister erhielt blieb im dunkeln. CSU-Politiker, welche im Aufsichtsrat der BAYERN-LB saßen wurden nie zur Rechenschaft gezogen, weil der von der CSU eingesetzte Bayerische Generalstaatsanwalt kein Verfahren eröffnen wollte.

      Mein Zusatz-Ergebnis war damals:

      Es gibt keine übergeordnete kontrollierte jüdische Weltverschwörung

      Die Mentalität des Kapitalisten, sich immer wieder und noch mehr zu bereichern, wie die internationale Mentalität des Juden, der bekanntermaßen geschickt ist im Handeln und im Wirtschaftsleben und seine jüdischen Kontakte in der Welt nutzt, hat sich in einer geistigen Symbiose und „neu erschaffenen geistigen Wirtschafts-Mentalität“ bei bestimmten Menschen, wie Politikern im In- und Ausland aber auch bei kriminellen Personen niedergeschlagen. Dass diese „neu erschaffene geistige Wirtschafts-Mentalität“ teilweise zu strafbaren Handlungen führt war abzusehen. Die „wirtschaftliche Verführung“ ist in vielen Positionen, gerade in der Politik und Wirtschaft, einfach zu groß. Der Bereicherungswille und die vergleichbar niedrige Strafbe-messung, sowie der finanzielle Aufwand der Ermittlungsbehörden stehen stets im Widerspruch.

      Wir vergessen gern, dass ganz Deutschland „Weltmeister“ in Wirtschaftskriminalität ist und das sind nicht nur ein paar Politiker oder Manager.

      WELTMEISTER in Wirtschaftskriminaltät sind wir DEUTSCHE.

  2. Apropos, Andrej Sacharow gelesen zu haben:
    https://www.reuters.com/article/us-usa-iran/u-s-not-pursuing-regime-change-collapse-in-iran-mattis-idUSKBN1KH247
    Dort äußert Generalmajor-General Qassem Soleimani von der Quds Force of Iran’s elite Revolutionary Guards direkt an Donald Trump gerichtet folgenden Hinweis: “We are near you, where you can’t even imagine.” ,
    („Wir sind Ihnen so nahe, wie Sie sich das nicht einmal vorstellen können.“)
    Entweder der General lügt also dummdreist oder kennt die Lage.
    Wer so schreibt, ersetzt Intelligenz durch straffe Haltung: „“To Iranian President Rouhani: NEVER, EVER THREATEN THE UNITED STATES AGAIN OR YOU WILL SUFFER CONSEQUENCES THE LIKES OF WHICH FEW THROUGHOUT HISTORY HAVE EVER SUFFERED BEFORE. WE ARE NO LONGER A COUNTRY THAT WILL STAND FOR YOUR DEMENTED WORDS OF VIOLENCE & DEATH. BE CAUTIOUS!“
    Ich verdächtige den iranischen General dringend der Sachkenntnis. Der amerikanische Optimismus jedoch gründet, so scheint mir, auf Mangel an Information.

    • Ich zitiere Karin Leukefeld aus dem Rubikon:
      „Andere Kommentatoren meinten allerdings, Trump habe seine „Feuer und Zorn“ Drohungen wiederholt, die er bereits früher gegenüber Nordkorea ausgestoßen habe.
      Das Ergebnis der Drohungen sei gewesen, dass nur kurze Zeit später sich Trump und sein nordkoreanischer Amtskollege Kim Yong un in Singapur getroffen und erklärt hätten, die nukleare Bedrohung aus Nordkorea sei gelöst. Mit anderen Worten: Hunde, die bellen, beißen nicht?“

      Ich denke genau das. Eine Wiederholung des Schauspiels das schon mit Nordkorea aufgeführt wurde. Weil es mit der Neocon-Meute im Hintergrund nicht anders geht.

    • Behauptet wird das Trump schon acht bis zehn Mal versucht hat mit Iranien in gespräch zu kommen.
      Ich las hier irgendwo das es schwer ist Trump zu durchschauen.
      Nach meinem Ansicht sehr leicht, gar kein durchschauen nötig, ich hoffe das ich Recht habe.
      Er tut genau was er versprochen hat: America First, das heisst, die Einwohner der USA zuerst.
      Das Spielchen mit Iran dasselbe als mit Rocketman, zuerst bellen, aber nicht beissen, und dann mit einander Reden.
      Problem dabei ist nur das tiefgewurzelte Misstrauen, mit Recht, gegen die USA, und das ganze Westen.
      1911 teilten Russland und Gross Brittaniën Iran, endeten die Demokratie, im zweiten Weltkrieg benahmen USSR und die USA sich alsob es kein Iran gab, 1953 wurde durch ein CIA Coup wieder die Demokratie beëndet.
      Dann machte die USA Saddam Diktator in Iraq, um Iran zu unterwerfen, wenn ich mich gut erinnere drei Million Iranische Toten.
      Saddam tat nicht wass er tun musste, die USA verwüstete Iraq, und ermordete Saddam, Sept 11 Vorwand.
      Wer traut ein solches Land ?

  3. Die USA besteht nicht mehr.
    Es gibt zwei, die USA von Trump und die von Deep State, neocons, usw.
    Viele halten Bürgerkrieg in die USA nicht länger für unmöglich.
    Ich halte es für wahrscheinlich das Trump sehr vorsichtig manoevriert, um politisch und leiblich zu überleben.
    Also, was er sagt hat wenig Bedeutung, was er tut ist wichtig.
    Ich vermute, hoffe, das er Teheran zu einem Gespräch zwingen will, was ihm mit Putin’s Hilfe gelingen wird.
    Wenn ich Recht habe, dann erreicht er damit zwei Dinge, Entspannung, und Deep State der Wind aus die Segeln nehmen.

    • Ich stimme Ihnen voll und ganz zu, Trump wird seine Ziele nur ganz langsam und mit größter Vorsicht erreichen können. Er zieht die USA überall zurück, aber es darf kein Chaos/Vakuum entstehen. Bisher hat er gut agiert, wenn vielleicht auch nicht perfekt.
      Was den Iran anbelangt, so haben wir es mit einem Regime zu tun, dass nur zum Teil Rückhalt hat und das auch nicht alle Landesteile regiert So hat es mir eine iranische Studentin 2017 geschildert. Es gibt nur bedingt eine Zentralregierung, mit der man verhandeln kann. Und diese ist auch nicht einheitlich und sie ist korrupt, es gibt Landesteile, da hat Teheran überhaupt keinen Zugriff, in anderen herrscht finsterste Scharia. Ich kann das nicht überprüfen, aber so hat es mir eine junge Frau (30) geschildert, die im Iran eine akademische Ausbildung hat und nun hier in D sich nochmal weiterqualifiziert.
      Nun wollen die USA sich zurückziehen, die Macht wird neu ausbalanciert. Das war bisher keine Stärke der US-Administrationen, oft war es auch gar nicht deren Ziel, sie wollten Chaos hinterlassen, um auch weiterhin Einfluss zu haben. Aber wie gehen die Staaten mit den Chancen um. EU verweigert souveränes Handeln, sie wollen besetzt bleiben. Andere könnten ihrerseits zu aggressivem Handeln animiert werden. Kein Staat, kein Land, keine Regierung ist frei von Expansionsgedanken, das zeigt doch die Geschichte. Warum sollte man jetzt in den Iran eine reine Friedlichkeit hineinprojezieren?
      So wie das amerikanische Volk nicht die Regierung ist, gilt es auch für den Iran. Das Volk hat wie jedes andere eine souveräne Zukunft verdient, aber dem Regime würde ich wie jedem anderen keinen Meter über den Weg trauen.

    • Es isst, in meine Erfahrung, eine ganz andere Sache wenn man mit Ausländer sprechen kann in ihre Sprache, oder in nicht ihre Sprache.
      Jemand die in Rumäniën lebte glaubte das Land zu kennen, bis er die Sprache gelernt hatte, dann wurde alles Anders.
      Vor Allem was er mithörte in Busse usw.
      Das traurige mit Iran ist das es 1953, bevor die USA Britische Übernahme der Regierung, ein ziemlich western und demokratisch Land war.
      1979 befreite die Islam das Land von USA Überherrschung.
      Also gibt es noch immer religiöse Leute die die Macht haben, und die USA zum tiefsten misstrauen, wie viele in die Baltische Landen Russland nicht trauen.
      Und natürlich hassen die Iranische Führer Israel, sie wissen sehr gut das Israel auch Iran vernichten will, und sie wissen ganz gut was Israel mit die Palestinenzer macht, Musleme.
      Wenn Israel sein Benehmen ändert, Frieden macht mit die Palestinenzer, wird es noch lange daueren bevor Teheran Tel Aviv traut.

    • Ja, dieses Misstrauen gegen Israel und USA ist enorm, auch im städtischen Milieu, also dort, wo man Zugang zu info hat, Bildung, Kontakt mit Ausländern. Es ist so viel kaputt und ein Weggang der USA wird nicht automatisch dazu führen, dass Gedanken an Rache ebenfalls gehen werden. Das Regime in Iran ist zum Teil auch paranoid gegen den Westen im allgemeinen. Deutschland hat immer noch ein gutes Ansehen, aber die Bevölkerung wird nicht sofort eine liberale Regierung wählen, weil man auch ideologisch gemacht wurde. Es herrscht große Unzufriedenheit mit dem Regime, aber man wagt den Wechsel nicht. Vielleicht ist es schizophren oder once bitten, twice shy. Man hat keine Orientierung, wenig Halt. Wenige wollen ein Religionsregime, aber wissen auch nicht recht, was sonst zu tun ist. Man will Schutz, das Regime liefert. Aber es bleibt ein Regime mit Korruption und Unterdrückung. Wir verstehen wirklich wenig, wie diese Ländern ticken. Und auch die, die hier den Iran immer verteidigen wissen wenig über die Realität. Ich auch nicht. Mir scheint, das Land ist auch tief gespalten zwischen liberaler und sehr, sehr orthodoxer Mentalität.
      Und es gibt im Iran noch keine starke Bewegung, die Brücken bauen kann.
      Es ist wie mit Russland, wenn die starke Klammer (Putin) verschwindet, kann ein Chaos geben. Dennoch ist er autoritär, das soll man nicht verschweigen, sonst erwartet man nur noch Gutes von ihm, aber er ist ein Mann der Macht und keiner, der allen die Freiheit bringen möchte, weil er einsieht, dass das nicht geht. Jeder muss für sein Land kämpfen. Das versteht in EU aber keiner.

  4. Sie schreiben: „Es ist die iranische Zivilbevölkerung, auf die das korrupte Mullah-Regime die Last der Sanktionen abwälzen wird …“
    Also: „korruptes Mullah-Regime“. Würden Sie bitte so freundlich sein und mir erklären, inwiefern das „Regime“ „korrupt“ ist?
    Es mag ja sein, dass es kurrupt ist, aber ich weiß einfach nicht, inwiefern und wie das aussieht. Ich meine, es muss ja korrupter sein, als das Regime in der BRD oder in den USA, weil man über die beiden Länder ja nicht dauernd von ihren korrupten Regimen spricht. Und die USA sind ja korrupt, das weiß jeder, der sich u.a. mit dem Wahlsystem dort befasst. Und hier bei uns brauchen die Abgeordneten und Minister gar nicht erst bestochen werden, bei uns haben sie die Korruption zur Perfektion entwickelt, besser ist Korruption gar nicht machbar: Die Konzernverteter haben Schlüssel zum Parlament und in wichtige (ausgabenintensive) Resorts werden Konzern-Anwälte als Mitarbeiter eingestellt, um Gesetze zu schreiben, weil die „von der Sache am meisten Ahnung haben“. Und wenn das in anderen Ländern auch üblich sein sollte, bei denen man auch nicht immer das Adjektiv „korrupt“ voranstellt, dann muss es schon eine besonders perfide und kaum vorstellbar große Korruption sein, wenn man das Wort überhaut verwendet.
    Also: Inwiefern ist die iranische Regierung NOCH korrupter als unser Berliner Regime?

    • Aus Frau Wilds Telefonat mit Herrn Jebsen, anläßlich der Proteste im Iran 2017/2018:

      „Rohani ist der Vertreter des Reformerlagers und ist gegenwärtig Präsident und vertritt eine ziemlich klare neoliberale Politik, mit allem was das heißt, Kürzung von Sozialleistungen, Zurückfahren staatlicher Investitionen, Verarmungspolitik gegenüber der Bevölkerung und dieses Lager hat gesetzt auf westliche Investitionen nach dem Atomdeal.“

      KenFM am Telefon: Petra Wild zu den Massendemonstrationen im Iran
      https://kenfm.de/petra-wild-massendemonstrationen-im-iran/

      Sie sehen die standardisierte Korruption der politischen Kaste, im neoliberalen Kapitalismus (inklusive des Segens der Theokratie). Konzernusurpiert wie der Rest des Globus. Die Anteilseigner haben das Sagen.

      Zum Begriff Regime:

      Nun ist der Begriff „Regime“ in der Politikwissenschaft und in den Internationalen Beziehungen jedoch klar definiert. Er bezeichnet ganz allgemein und an sich wertfrei die Herrschaftsformen in einem Staatswesen. Er unterscheidet zwischen drei Reintypen von Regimen: Totalitarismus, Autoritarismus und Demokratie.

      Merkel-Sprecher Seibert blamiert sich grandios auf BPK: „Wir sind vor allem auch gar kein Regime“
      19.07.2018 • 14:27 Uhr
      https://deutsch.rt.com/inland/73187-merkel-sprecher-seibert-blamiert-sich-auf-bpk-regime/

    • @ Box: Danke für die Hinweise und Links. Das Gespräch mit Frau Wild hab ich damals gehört, aber den Inhalt vergessen.
      Dennoch: Inwiefern ist die iranische Regierung NOCH korrupter als unsere Regierung, die diese ganzen „Reformen“ schon hinter sich hat? Und wenn von unserer Regierung gesprochen wird, heißt es nicht „die korrupte Berliner Regierung“ oder gar „das korrupte Berliner Regime“. Also der einfache Nachweis, dass die iranische Regierung AUCH korrupt ist, reicht mir als Erklärung für die Formulierung von Herrn Wolff nicht aus.

      Aber eigentlich geht es mir nicht um Herrn Wolffs Text, sondern dass immer davon ausgegangen wird, dass Korruption bei UNS NICHT vorkommt. Man erkennt die blühende Korruption bei uns überhaupt nicht. Das macht mich richtig wütend. Und wenn ich an die in Ministerien angestellten „Fachleute aus den Firmen“ denke, könnte ich in den Teppich beißen.

    • Ich denke wir sind gerade in einem Prozess, Dinge wieder so zu verwenden, zu benennen, ursprünglich ihrer eigentlichen Bedeutung und Herr Wolff benennt die Dinge stets sehr direkt und ohne Umschweife. Sprich, ohne Schere im Kopf.

      Also ich für meinen Teil weise auch immer wieder gerne auf die Korruption unserer eigenen oder anderer „Regierungen“ hin, wenn davon die Rede ist. Und da wir noch nicht solange gerade dabei sind, Begriffe zurückzuerobern, wie gesagt, ihrer eigentlichen Bedeutung zuzuführen (auch vielen Dank an Herrn Mausfeld, für das Aufmachen dieses Fasses), kann man auch den Begriff Regime auf die „Bundesregierung“ anwenden. Womit dann sicherlich auch keine Demokratie gemeint ist.

      Da die deutsche politische und mediale Kaste auch gerne mit dem Begriff Annektion um sich wirft, dies in einem recht fragwürdigen Kontext, ließe sich sicherlich auch trefflich dahin argumentieren, von einer Annektion der DDR zu sprechen.

      Verteidigen und zurückerobern ist das Eine, ich meinerseits finde der Gegenangriff ist eine passable Ergänzung und unerläßlich um den Status Quo aufzubrechen.

    • Oder an einem aktuelleren Bsp. argumentiert:

      Die Ukraine wurde durch die westliche Konzernhierarchie unterminiert und annektiert, also ist die Krim, mit tatsächlich freundlicher Unterstützung, sezessioniert.

    • Auch ich habe mich, wie Herr Meyer, an der Bezeichnung „korruptes Mullah-Regime“ gestört. Ich glaube allerdings nicht, dass Herr Wolf den Korruptionsvorwurf nicht auch auf unsere westlichen Regierungen anwendet. In meiner Wahrnehmung tut er das sehr wohl, obgleich ich jetzt aus dem Kopf keine konkrete Textstelle dafür zitieren kann. Dennoch war ich bisher der Meinung, dass die iranische Regierung weniger korrupt sei, als unsere. Z. B. hat sie doch wohl im Unterschied zu den USA den Nuklearvertrag buchstabengetreu eingehalten. Sie verteidigen vertragsgetreu Syrien und greifen von sich aus Israel nicht an etc, kommt mir alles ziemlich unkorrupt vor. Die Korruption besteht also offenbar darin, dass sie neoliberal ist. Könnte ja reichen. Oder gibt es da noch mehr?

  5. Die Iran-Agenda der Vereinten Absturz Staaten von Amerika hat das Zeug zum Minus-Meilenstein in der Rolle rückwärts des Hegemons zu werden. Wenn schon eine weltwirtschaftlich ziemlich unbedeutende Regionalmacht wie Russland im wesentlich bedeutungsärmeren Syrien die doppelt feingestrickte Agenda der amerikanischen Demokratie-Exporteure in kurzer Zeit und vom Aufwand her überschaubar, militärisch clever und zu guter Letzt erfolgreich aushebeln konnte?
    Was dann erst im strategisch weit bedeutsameren Iran?
    Der ist im Überfalls-Fall Anwärter auf diesmal weit stärkere finanzielle, wirtschaftliche und militärische China Partnerschaft. Der russische Syrien-Coup hatte nur symbolische China-Unterstützung. Chinas Strategie besteht wesentlich darin, die Amerikaner einfach friedlich wirtschaftlich zu überholen und deren sich unvermeidbar abzeichnenden Absturz lediglich bedauernd zu kommentieren/kondolieren. Weil die chinesische Führung aber gegen erwartbare US-Widerstandsschritte vielfachst, auch militärisch vorsorgte, sind sie ganz sicher in der Lage und dieses Mal gewillt, dem russischen Bären mehr zuzuarbeiten als in Syrien. Das haben Xi und Putin Anfang Juni zwar sehr indirekt aber verständlich präventiv geäußert: https://de.sputniknews.com/politik/20180608321066737-putin-und-xi-wollen-fremde-militaerinterventionen-verhindern/
    Was, wenn die Iraner außer Schreiben auch das Lesen beherrschten? Zum Beispiel Andrej Sacharow?

  6. https://bachheimer.com/geopolitik-konflikte-und-krieg

    Das nachstehende habe ich auf dem o. g. Portal gefunden und finde die Analyse sehr interessant und deshalb teilenswert.

    https://www.presstv.com/Detail/2018/07/26/569305/Iran-Soleimani-TRump

    Da es für den iranischen Präsidenten unter seiner Würde wäre dem Kabaret Trumps zu antworten, macht dies der Generalmajor der Revolutionsgarden, Qassam Soleimani als Soldat. „Was konnten sie in 18 Jahren in Afghanistan mit 110.000 Soldaten, all den Panzern und Flugzeugen ausrichten?
    Sie betteln heute um Verhandlungen mit den Taliban! Afghanistan war ein armes Land – was zum Teufel konnten Sie dort ausrichten, daß Sie uns heute drohen?

    Fragen Sie Ihren damaligen Kommandeur im Irak, nachdem Sie mit 160.000 Mann eine arrogante Invasion in den Irak starteten, wie sehr er mich über einen Abgesandten anflehte Ihnen zu helfen, dank des iranischen Einflußes Angriffe auf US.-Truppen im Irak zu verhindern, bis sie innerhalb weniger Monate abziehen! Haben Sie vergessen, daß sie Ihre Soldaten in Panzern mit Windeln ausstatteten – und Sie wollen dem großen Iran drohen?

    Mit welchem Hintergrund tun Sie dies? Wir sind so nahe an Ihnen, wie Sie es sich gar nicht vorstellen können. Wir sind die Nation der Märtyrer des Imam Hussein, erkundigen Sie sich besser. Dieser Krieg würde all Ihre Vorhaben vernichten. Sie werden den Krieg beginnen aber wir werden ihn beenden“, so Soleimani, der noch abschließend darauf verwies, daß die Saudis trotz US-Hilfe in vier Jahren nicht einmal die technisch hoffnungslos unterlegenen Huthis im Jemen niederringen konnten.

    Nachfolgend noch ein Kommentar von TQM

    Soleimani hat in allen Punkten recht und eigentlich weiß dies Trump, der aus Afghanstan und Syrien längst abziehen wollte und die Saudis in die Pflicht nehmen wollte im Irak bzw. besetzten Ost-Syrien eine arabische „Ersatztruppe“ aufzustellen.

    Der Iran ist außer durch atomare Auslöschung militärisch nicht bezwingbar. Das wissen auch die Israelis. Ob also Sanktionen und Anstiftung sozialer Unruhen im Iran ausreichen um das System zu stürzen darf bezweifelt werden. Trump muß aufpassen, daß ihm der Iran nicht im Halse stecken bleibt.
    Er wird seine Nordkorea-Vorlage beim Iran vergessen müssen. Zu stark ist der Iran selber, zu stark seine Verbindungen zu Russland, Türkei, China und Indien. Die Perser lassen sich nicht noch einmal einen Schah, oder gar einen „saudischen US-Pfau“ wie Kronprinz MBS andrehen. Wenn eine einzige Rakete auf iranischen Boden einschlägt, ist dies der Schlagbolzen im gesamten „Pulverfass Nahost“! TQM

    • “ Der Iran ist außer durch atomare Auslöschung militärisch nicht bezwingbar “
      Auch nicht, Iran hat tief in die Berge Räume die auch mit den schwersten Bomben nicht vernichtet werden können.
      Was sie da haben, keiner weiss es.
      Ich frage mich dann und wann ob Iran einen Atomären Angriff will, um dan zurückschlagen zu können, Israel wirklich vernichten.
      Es wurde behauptet das es 1990 90 Atombomben bekam aus der Ukraine, und 2005 die Schlösser geknackt hatte.
      Ob es war ist, ich weiss es nicht, aber für mich besteht die Möglichkeit das es Iranischen Benehmen erklärt.

    • Es gab auch immer wieder Bericht, dass spätestens nach dem Uranium One Deal die Russen den Iran beliefert haben. Es ist kaum vorstellbar, dass der Iran die Bomben nicht hat.
      Die Politik an der Oberfläche wird sich einreden, dass diese atomare Pattsituation mit Israel die Welt sicherer macht. Vielleicht ist das nur ein Strohmannargument apokalyptischer Kreise/Sekten, die das Armageddon unbedingt provozieren wollen.

      Trump wollte den Sumpf austrocknen und nun muss er zusehehn, wer in dem Gewese eigentlich Realpolitik spielt und wer in jedem Fall den clash möchte. Dazu kann er entwederApokalyptiker entfernen oder ihnen die Bombe wegnehmen – sofern er es Ernst meint.

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