Tagesdosis 28.9.2018 – „Europa gehört den Europäern“

Ist der Dalai Lama ein Rassist? 

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In der vergangen Woche standen unsere Konzern- und Staatsmedien wieder einmal vor dem Problem, wie man mit einer Nachricht umgeht, die so gar nicht in die aktuelle, „liberale“ Migrationspolitik passt? Unsere Qualitätsjournaille hat auch dieses Dilemma mit dem altbewährten Mittel des „Mutes zur Lücke“ gelöst. Denn wenn unsere Konzern- und Regierungsmedien vom Typ „Bild“ oder des Zentralen Dummfunks ZDF oder des allgemeinen Regierungsdienstes ARD über eine Tatsache nicht berichten, dann hat diese Tatsache für den Großteil der Bevölkerung auch gar nicht stattgefunden, es sei denn, man informiert sich über alternative Kanäle. Oder haben Sie, liebe Leser*innen, in den Konzern- und Regierungsmedien gehört oder gelesen, dass der Dalai Lama jüngst in der von Migranten überfüllten, süd-schwedischen Stadt Malmö gesagt hat, dass Europa den Europäern gehört und alle Einwanderer wieder nach Hause geschickt werden sollten, damit sie dort helfen können, ihr eigenes Land aufzubauen?

Für viele Menschen rund um die Welt ist „Seine Heiligkeit“, der Dalai Lama, eine geistig-moralische Autorität, ein Führer der Weisheit in einer Welt voller Irrgärten in zunehmender Dunkelheit. Insbesondere in der geistig verklärten, politisch korrekten „Eine-Welt-Gemeinschaft“, die sich zudem auch noch stramm „links“ fühlt und lautstark darstellt, hatte das Wort des religiösen Chefs des tibetanischen Buddhismus stets Gewicht. In diesen Kreisen wurde sein Wort begierig aufgenommen und nur selten wurde es sogar zum Lebensmotto.

Aber wenn man die von der „Refugees Welcome“-Fraktion geschaffenen politischen Maßstäbe zugrunde legt, dann hat sich „Seine Heiligkeit“ in Malmö als Rassist und verkappter Nazi offenbart. Zugleich stellte sich der amtierende Lama ganz klar gegen die Migrationspolitik der Merkel-Regierung, die sie im Dienste der Unternehmerverbände, die billige „Fachkräfte“ suchen, gegen den wachsenden Widerstand der lokalen Bevölkerung auch weiterhin durchzusetzen versucht. Das war für unsere Qualitätsmedien natürlich Grund genug, die weisen Worte des Dalai Lama in Malmö unter den Nachrichtentisch fallen zu lassen.

Früher jedoch hatten unsere Mainstream Medien in langen Artikeln über jeden Furz „Seiner Heiligkeit“ berichtete, vor allem, wenn der sich zu China geäußert hatte. Dazu wurde er 2007 sogar von Merkel persönlich empfangen, die sich freudig mit ihm fotografieren ließ. Aber jetzt? Wie sollte man in der aufgeheizten Migrationsdebatte reagieren? Am besten hüllte man sich in Schweigen, zumal das vom letzten Justizminister Maas-geschneiderte „anti-Hass“-Zensurgesetz alles verbietet, was dem friedlichen Miteinander und der Integration der Migranten zuwiderläuft. Schließlich- so die Befürchtung- hätten die Worte des Dalai Lama Wasser auf die Mühlen der AfD bedeutet.

Aber ist der Dalai Lama, selbst seit Jahrzehnten Asylant, tatsächlich zum Propagandisten der AfD und der europäischen Rechten geworden? Am besten schauen wir uns selbst mal an, was seine Heiligkeit, in Malmö beim „Fest des Friedens“ wirklich gesagt hat. Das Fest fand anlässlich des 80. Jahrestages der Gründung der internationalen, wohltätigen Organisation „Individual Human Aid“ statt. Diese Organisation hatte nach dem von den Chinesen 1959 niedergeschlagenen Aufstand der Buddhisten in Tibet, den Flüchtlingen geholfen, nach Schweden zu kommen. Es ist selbstredend, dass sich bei dieser Festveranstaltung die große Mehrheit des Publikums „politisch korrekt“ mit der offiziellen „Refugees Welcome“-Politik der (noch) sozialdemokratischen Regierung in Stockholm identifizierte und zugleich den Dalai Lama als hohe moralische Autorität verehrte.

Ganz unbefangen und ohne Angst, sein Publikum zu verprellen ergriff der 83-jährige geistliche Führer der tibetanischen Buddhisten das Wort und sagte:

„In letzter Zeit sind viele Flüchtlinge aus dem Nahen Osten aus Angst um ihr Leben nach Europa geflohen. Sie erhielten Obdach und Unterstützung, aber die langfristige Lösung sollte die Bereitstellung von Aus- und Weiterbildung, insbesondere für ihre Kinder, beinhalten, damit sie nach Wiederherstellung des Friedens zurückkehren können, um ihre eigenen Länder wiederaufzubauen. Empfangt sie (die Flüchtlinge), helft ihnen, bildet sie aus … aber letztendlich sollten sie nach Hause, um ihr eigenes Land zu entwickeln“, riet der Tibeter, der aus erster Hand versteht, was es bedeutet, ein Asylsuchender zu sein, den Schweden. Und zum Entsetzen seiner Gutmenschen-Anhängerschaft in Malmö fuhr er fort: „Ich denke, Europa gehört den Europäern“. – Berichten zufolge ergriff nach diesen Worten kaltes Entsetzen den Saal.

Einem großen Teil der Bevölkerung Schwedens gingen die in der Landespresse kolportierten Worte des Dalai Lama wie Honig runter. Allein in den letzten Jahren hat Schweden, eine Nation von 10 Millionen, über 200.000 Einwanderer aufgenommen. Ab 2017 hatten laut Sputnik rund 25 Prozent der schwedischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Zugleich sind viele Schweden von den zunehmenden Gewaltorgien extremistischer Migrantengruppen in den Städten des Landes und durch die Unfähigkeit der Polizei, diese in den Griff zu bekommen, empört oder verängstigt, oder beides. Vor allem Schwedens drittgrößte Stadt Malmö ist von dieser Entwicklung besonders stark betroffen, die sich durch rapide steigende Kriminalitätsraten unter Migranten und im Ausland geborenen Staatsbürgern auszeichnet. Das hat in Stadtvierteln zunehmend zu No-Go-Zonen geführt, in die sich nicht einmal mehr Polizei und Feuerwehr ohne massive Verstärkung hineintrauen.

Bei den jüngsten Parlamentswahlen hat daher das Globalisierungslager der “No Border, no Nation”-Parteien landesweit eine schwere Niederlage zugunsten der anti-Immigranten Partei “Schweden Demokraten” erlitten. Die Bedeutung dieser Gezeitenwende für Schweden wird erst richtig deutlich, wenn man sich klar macht, dass die regierende Sozialdemokratische Partei seit ihrer Gründung vor 129 Jahren zum ersten Mal in ihrer Geschichte diesmal nicht die absolute Mehrheit erreicht hat, sondern weit darunter lag.

Eigentlich hätte in Malmö die „Refugees Welcome“- Zuhörerschaft des Dalai Lama auf die etwas andere Haltung des geistigen Oberhaupts der Tibeter zum Bleiberecht von Asylanten und Migranten vorbereitet sein müssen. Zum Beispiel im Jahr 2016 sagte der Lama in einem Interview in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zum Thema Migranten: „Es gibt zu viele jetzt.“ Denn im Zuge von Angela Merkels Migrantenpolitik der offenen Grenzen waren Millionen weitgehend unkontrolliert in die Europäische Union gekommen, vor allem nach Deutschland und auch Schweden. Der FAZ sagte der Tibeter, „auch aus moralischer Sicht“, gehe er davon aus, „dass Flüchtlinge nur zeitlich begrenzt aufgenommen werden sollten“  und weiter: „Deutschland kann kein arabisches Land werden … Deutschland ist Deutschland.“

Auf europäischer Ebene sind der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban und der italienische stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini die Hauptzielscheiben der sich „links“ fühlenden, internationalen „Refugees Welcome“ Fraktion. Das EU-Parlament hat jetzt sogar Sanktionen gegen die ungarische Regierung gefordert. Viktor Orbans unaussprechlich schreckliches Verbrechen: er hat es gewagt, einen Stacheldrahtzaun entlang der Grenzen zu Slowenien, Kroatien und Serbien zur Abwehr illegaler, unkontrollierter Migration zu bauen. Wutschnaubend empörten sich die Damen und Herren Europa-Abgeordneten über den angeblich „skrupellosen Rechtsextremisten“ Viktor Orban, der keine „moralische Verantwortung“ kenne.

Seltsam nur, dass diese scheinheiligen Politiker samt ihren Anhängern der „Refugees Welcome“ Fraktion keinerlei Gefühl der moralischen Verantwortung zeigt, wenn es wirklich darauf ankommt:

  • Wo waren ihre empörten Aufschreie angesichts der völkerrechtswidrigen, kriminellen Angriffskriege von Jugoslawien bis zu den souveränen Staaten im Nahen Osten? Von diesen Herrschaften war nichts, aber auch gar nicht zu hören!
  • Wo waren die Zeichen unbezähmbarer Wut dieser Herrschaften gegen die skrupellosen Politverbrecher in den Regierungen der NATO-Länder, die mit ihren barbarischen Aggressionskriegen für die Produktion der Massenflucht verantwortlich sind?
  • Wo sind die Stimmen der Entrüstung unserer Politiker und Gutmenschen gegen die Handelsverträge, die die EU afrikanischen Ländern aufzwingt und in deren Folge z.B. hochmoderne Fischfangflotten die Fischgründe vor den afrikanischen Küsten dezimieren und die jungen afrikanischen Fischer nur noch die Wahl zwischen Piratentum oder Armutsflüchtling nach Europa haben?

An dieser Stelle muss vor allem anderen die Frage nach der „moralischen Verantwortung“ ansetzen, und das nicht erst dann, wenn die Flüchtlingsströme durch das verantwortungslose und kriminelle Handeln unserer Politiker bereits in Gang gesetzt sind. Davon aber hört man in der aktuellen Empörungsdebatte der Scheinheiligen nichts.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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74 Kommentare zu: “Tagesdosis 28.9.2018 – „Europa gehört den Europäern“

  1. Ein ***SUPER*** Beitrag.

    Den Deutschen wurde ja seit Kindheit gründlich das Gehirn gewaschen und ihnen eingeredet, wer gegen Ausländer etwas sagt oder wer gar gegen den faschistoiden Staat Israel etwas sagt, sei ein Nazi. Mit dieser Keule wird in Deutschland jede ernsthafte Diskussion totgeschlagen.

    Der Dalai Lama lebt seit seiner Jugend im indischen Exil in Dharamsala (ich war selbst da und habe ihn persönlich gesehen). Er wird nie wieder nach Tibet zurückkehren können, das es heute nicht mehr gibt. Er würde sicher gerne nach Lhasa zurückkehren, aber das wird nie passieren. Die Chinesen würden ihn sofort in den Knast stecken und zu Tode foltern wie viele andere tibetische Lamas auch. Der Pottalla, in dem er einst lebete, ist heute ein Museum für Touristen.

    Wenn ER also diese Worte spricht, dann weiß er wovon er redet.
    Wer ihn deshalb als Nazi bezeihnet, bei dem hat die Gehirnwäsche in der deutschen Schule perfekt funktioniert.

  2. Was auf dieser Seite gegen den Dalai Lama geschrieben wurde, hat mich sehr nachdenklich gemacht.
    Nachdenklich und traurig.
    Und außerdem ziemlich wütend.

    Ich kann nicht anders, als an diesem Beispiel zu beobachten, wie sehr der intellektuelle Mensch in die Irre gegangen ist und wie sehr er mit jedem Atemzug das betreibt, was er an anderen bekämpft.

    Da ist ein Wesen, das nichts anderes ist als Liebe, Weisheit, Aufopferungsbereitschaft.
    Es wirkt in einem System, das nicht so schnell zu ändern ist, gibt aber jeden Tag sein Bestes, allen, die mit ihm in Kontakt kommen, nur Gutes zu tun und nichts als Gutes. Es ist die Weisheit und die Liebe und sein einziges Ziel ist es, das was es ist, auf so viele wie möglich auszudehnen. Und das unter großen Opfern, etwa dem des eigenen Wohlbefindens.
    Denn es kann nicht glücklich sein, so lange auch nur ein einziges Wessen auf dieser Welt unglücklich ist.
    Dieses Wesen ist der Dalai Lama.

    Aber dann, dann kommt die Finsternis. Der Verdacht. Die sogenannte Aufklärung. Der intellektuelle Maschinengeist und all seine Quellen und Dunkellöcher, aus denen er sich informiert.
    Und er tut alles, diese wunderbare, einzigartige Wesen in den Dreck zu ziehen, denn dort hält er sich auf und fühlt sich wohl.
    Im Dreck. Im Schlamm. Im Morast.
    Er ist ein Frosch. Und wie alle Frösche quakt er hält das für Wissen und Einsicht und den rechten Sinn des Lebens. Er quakt und dröhnt, und er erfüllt die Welt in jedem Augenblick mit den Auswirkungen seiner mentalen Quakblasen, die alles überschallen. Der Frosch, das weiß er, ist nicht allein. Es gibt viele seiner Art. Und sie sind vernetzt, sie lesen, sie reflektieren, sie wissen alles, sie zitieren einander, heben einander hervor, glauben an das, was sie sich gegenseitig immer wieder versichern und vorsagen und vorquaken: der Dalai Lama ist ein Diktator. Und er ist schlecht.

    Ich verwende diese drastische Metapher mit den Fröschen, weil ich meinen Abscheu gegen das, was hier von Box und anderen betrieben wurde, nicht freundlicher Ausdruck verleihen kann.

    Da sind die Frösche, die sich so sehr wünschen, daß alle Frösche dieser Welt in ihrem Teich leben dürfen, damit die ganze versammelte Froschschar endlich gegen die Eigentümer der Teiche ihre Mistgabeln und Fahnen und Guillotinen zum Einsatz bringen kann.

    Und da ist ein Adler, der aus einer hohen, unpersönlichen, unendlich hilfreichen Perspektive heraus zu uns spricht. Mit Einsicht und Überblick.

    Das stinkt dem Frosch aber. Er hat ja eine ganz andere Meinung. Er hat ja eine ganz andere Agenda.

    Also zieht er all das, was andere Frösche über den Adler gesagt haben heran, um zu beweisen, daß der Adler eben doch kein Adler ist. Ist er nicht vielmehr nur ein Wurm? Etwas vom Schlimmsten, das man sich nur vorstellen kann?

    Und dann quaken sie wieder drauflos und glauben, sie hätten irgendwas bewegt oder gesagt.
    Und dabei werden sie immer nur Frösche bleiben.
    Box und S.B. und alle, die sich hier sonst noch mit ihren Schallblasenfrequenzen Raum zu schaffen versuchen, der doch immer nur anderen gestohlen wird und nie und nimmer zu Frieden und Völkerverständigung beitragen wird, sondern immer nur noch zu mehr Kampf und Krieg und neuen dröhnenden materialistischen Froschblasen, die 99 Prozent von dem ausblenden, was das Leben in Wirklichkeit ist.

    Und wißt Ihr was?
    Ich halte es mit Euren Verlautbarungen wie Waldbaer mit denen dieser extrem gestörten Furie zu der er auf dieser Seite, völlig zurecht, geschrieben hat: „Drauf geschissen.“ (Oder so ähnlich.)

    Ihr seid eine große Gefahr.
    Ihr seid die Pest, die von sich überzeugt ist, das Heilmittel gegen die Pest zu sein.

    Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

  3. Vielen Dank Rainer Rupp für diesen ausgewogenen Beitrag. Es ist wichtig, die Kritik an dieser verhängnisvollen imperialistischen Geopolitik auf der Grundlage klassischer sozialistischer Philosophie und Politik vom Kopf wieder auf die Füsse zu stellen und der CIA-gesteuerten Systemlinken und Antideutschen die Hegemonie zu entreissen.

    Im Unterschied zur Demagogie der Rechten, verweisen Sie auf die imperialistischen Hintergründe und Zusammenhänge. Diese Aufklärung ist wichtig, um der gesellschaftlichen Eskalation die Versachlichung des Diskurses entgegen zu setzen.

    • Hier findet man zur imperialistischen Geopolitik und zu Hintergründen und Zusammenhängen noch Weiteres, in einem Text aus dem Jahr vor 2015, denn diese Strategie ist ja keine Erfindung des Jahres 2015, auf das sich viele beziehen:
      marxist.com/irak-imperialismus-fundamentalismus-und-die-krise-der-nationalstaaten.htm .
      Und dieser Text ist 10 Jahre alt, er ist eine Schatztruhe für die Betrachtung der Hintergründe und Zusammenhänge: transcend.org/tms/2008/06/cold-war-i-and-ii-solutions-anyone/
      Es bleibt mir ein Rätsel, wie Informationen über den Krieg gegen Flüchtlinge in der Sahara und im Mittelmeer durch imperialistische Staaten außen vor bleiben bei Zeitgenossen, die für eine Versachlichung plädieren.

    • Das ist ja schon einmal ein Schritt, dass Sie in ihrer Antwort zwischen Flucht und Massenmigraton differenzieren. Habe ich so schön klar von Ihnen bisher nicht gelesen. Kann mein Fehler sein. Kann.

    • Also lieber Herr Trautvetter … Dass wir heute in der Debatte die Trennung zwischen Flucht und Massenmigration als Thema haben, ist das – alleinige – Verdienst der Roten Fahne. Wir haben bereits seit Jahren darauf hingewiesen, dass diese Themen in den NATO-Medien absichtlich vermengt werden, um über das Marketing „Flüchtlingskrise“ die imperialistische Massenmigration (aka Replacement Migration) durchzusetzen.

      Bereits in dem Aktionsprogramm „Demokratische und sozialpolitische Sofortmaßnahmen” unserer Spartakus-Gruppe aus 2010 heisst es:
      „Einwanderungspolitik auf Grundlage des Selbstbestimmungsrechts der Völker, Regulierung der Einwanderung aus kulturfremden Ländern und Stop des imperialen Missbrauchs des Asylrechts zum Zwecke der Masseneinwanderung und der Desintegration der bürgerlich-demokratischen Republik.”

  4. Bezüglich Frau Bonaths Ausfälle,
    Wegen genau dieser Art verwirrter, von engstirnigem Geifer gezeichneter, gemein-bösartiger Angriffe auf meine Person, die jedoch die Sache betreffend nur inhaltslose Phrasen enthielten, haben ich die Mail-Adresse von Frau Bonath auf Spam gesetzt, also auf Direktablage im Müll, worüber sich die Dame nun in in ihren jüngsten Ergüssen (siehe oben) so ‚tränenreich‘ empört.
    Rainer Rupp

  5. Zunächst möchte ich klarstellen: Asyl ja – für echte Flüchtlinge nach den Genfer Konventionen. Das steht im Grundgesetz und dazu stehe auch ich. Aber das, was gegenwärtig läuft, ist ja geplant und bar jeder Vernunft, siehe den Artikel im Fassadenkratzer, den unten Bernhard Meyer verlinkt hat.
    Ich möchte zusätzlich noch geostrategische Gesichtspunkte für die Massenmigration anführen – zur Info für die Leser und besonders für Herrn Rupp und Herrn Trautvetter. Doch zuerst muss ich dafür ein paar Beispiele aus der europäischen Geschichte bringen, um aufzuzeigen, wie gerade angelsächsische politische Eliten ganze Bevölkerungsgruppen wie Spielfiguren auf einem riesigen Schachbrett benutzten. Man kann es durchaus macchiavellisch nennen:
    Warum haben die Briten im widerspenstigen, katholischen Irland, das sich nie so ganz unterwerfen wollte – im Norden Irlands, Protestanten angesiedelt? Sie wollten die Iren durch interne Konflikte „beschäftigt“ halten, damit Irland sich nicht gegen England wende.
    Was geschah noch? Ach ja – Großbritannien verbündeten sich mit Friedrich II von Preußen – er sollte durch Krieg das französische Heer auf dem Kontinent binden, so dass Frankreich Großbritannien schlecht beim Ausbau seines riesigen Kolonialreiches in Übersee behindern konnte.

    Andere Begebenheit: Preußen bekam 1815, nach den Napoleonischen Kriegen, das Gebiet, das heute ungefähr Rheinland-Westphalen ist und wieder hatte ein britischer Politiker diese Idee: Lord Castlereagh, der damalige British Foreign Secretary. Warum denn? Er hatte die Idee ursprünglich von William Pitt: Preußen sollte neben den traditionellen Feind Großbritanniens platziert werden, nämlich neben Frankreich, um es einzuhegen.
    Und noch so ein Schachzug britischer Diplomatie: Durch den bedeutenden Einfluß Lord Salisburys wurde Österreich-Ungarn auf dem Berliner Kongreß (1878) „beauftragt“, Bosnien und die Herzegovina zu „okkupieren.“ England gab Österreich sozusagen das Mandat, diese Aktion im Balkan «zum Heile Europas» vorzunehmen. Doch in Österreich-Ungarn gab es eine heftige Opposition gegen die Angliederung von Bosnien und der Herzegovina, weil die Deutschstämmigen in Österreich sagten: Wir haben schon genug Slawen. Doch genau das war der Grund, warum Lord Salisbury wollte, dass Österreich dieses Mandat bekomme – er wollte, dass der Anteil der Slawen in Österreich-Ungarn sich gegenüber dem Anteil der deutschen Österreicher erhöhe – denn – einer wie Lord Salisbury kannte die ehrgeizigen russischen Bestrebungen für den Balkan (Stichwort Panslawismus). So arbeitet die angelsächsische Diplomatie – sie denkt in langen Zeiträumen voraus.
    Und – Leute – könnte das nicht auch ein Grund sein, warum man heute in Europa und vor allem in Deutschland verschiedene Bevölkerungsgruppen ansiedeln will? Es geht den „Schachspielern“, den „Global Players“ (was für ein Name!) nicht um Menschlichkeit, sondern darum, uns Deutsche „in Schach zu halten.“ Wir sind ihnen in Europa zu mächtig geworden – und unsere Regierung, die so brav alles macht, was der Westen will, merkt nicht, dass ihr wieder eine Falle gestellt wird.
    Und leider werden diese Schachzüge von links eingestellten Leuten, wie Herrn Trautvetter und denjenigen, die heute naiv bei der Demo in Hamburg mitgelaufen sind, nicht – oder wollen es nicht durchschauen, weil sie seltsamen, wirklichkeitsfremden Ideologien nachhängen und vom „Einheitsmenschen“ träumen, den sie gerne schaffen würden. Aber die pragmatischen Angelsachsen und die Globalisten hängen keinen solchen irrationalen Ideologien nach. Sie wissen genau, dass die Völker sich nicht so schnell durchmischen sondern dass sich eher Parallelgesellschaften bilden und dann Zustände herauskommen werden, wie damals in Österreich-Ungarn und im Balkan – und dass man dann wieder eine Gruppe gegen die andere Gruppe ausspielen kann, um Kriege zu generieren. Siehe auch mein Artikel hier:
    https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/09/17/schaffung-einer-neuen-kriegerischen-bevoelkerung-mitteleuropas/#more-4932

    • „Perfidious Albion“, eine römisch-christliche Strategie, abgekupfert und adaptiert. Mit dem amerikanischen Imperium zusammen nunmehr als Tandem mit Arbeitsteilung unterwegs: der Cowboy macht das Militär und der britische und/oder amerikanische Gentleman (Aristokrat) plant die diplomatischen Schachzüge. Jüngster Schachzug: Brexit und Trump. Ein kluger Berater von Khamenai nannte Britannien schlimmer als Amerika anlässlich Wahleinmischungen in 2009; die Stimmung im Volk ist Anti-Amerika.

      Was die links eingestellten Leute betrifft. Links und anglophil zu sein gehörte irgendwie in meiner Generation zusammen. Ent-Täuschung erfordert sehr, sehr, sehr viel mehr als Schulbücher und empfohlene Literatur für Geschichtsstudenten. „Wer nicht von dreitausend Jahren / sich weiß Rechenschaft zu geben, / bleibt im Dunkeln unerfahren, / mag von Tag zu Tage leben.“ (Goethe) Kulturelle Hegemonie: die englische Sprache, Beatles, ….
      Auch in Australien will man – und kann nicht. In Asien meine ich festgestellt zu haben, dass wenn CNN verschwindet oder US-Botschafterposten lange unbesetzt bleiben, die BBC immer fest im Programm bleibt. Tandem eben.

      Ihr Kommentar weist auf einen entscheidenden „blinden Flecken“ in der Wahrnehmung (nicht nur) „linker Leute“.
      Und die Liste ihrer Beispiele „wie gerade angelsächsische politische Eliten ganze Bevölkerungsgruppen wie Spielfiguren auf einem riesigen Schachbrett benutzten…“ ist beileibe nicht vollständig.

      Von Andre Vltchek ein interessanter Artikel über den“ philosophischen Coup gegen die Linke“.

      The West’s Philosophical Coup Against the “Left” – by Andre Vltchek, August 4, 2018 bei 21st Century Wire
      oder seiner Homepage http://andrevltchek.weebly.com

    • Nee ändern kann er es nicht.
      Aber ansprechen könnte er es und seine „Jünger“ zum aufwachen zu bewegen.
      Mir ist es ansonsten völlig Schnuppe was der Dalai Lama zum Thema „Zuwanderung nach Europa“ sagt und denkt.
      Er kann wahrscheinlich bis auf wenige Ausnahmeländer in der Welt herumreisen und zu allen seinen Senf geben.
      An allem was zum Leben notwendig ist, hat dieser Mann keine Not.
      Den Papst und die Katholische Sekte wollen wir mal außen vor lassen.
      Das ist noch mal ne ganz andere Nummer!

  6. Ich gehöre zu diesen entsetzten Gutmenschen. Ich habe als Lehrer einer Schule im berühmten weil verarmten Essener Norden einige Schüler/innen erlebt, die mit traumatisierenden Erfahrungen nach Krieg und Flucht versuchten, hier versuchen, wieder im Leben Fuß zu fassen, die teils Elternteile und/oder andere Angehörige verloren haben… Ich kann nicht verstehen, wie engagierte Kräfte der alternativen Bewegung jenen, die teils mal grade ihr nacktes Leben gerettet haben, ihre Erfahrungen übergehen und Europa den Europäern fordern. Ich bin keiner derjenigen, die diese Position mit der Scheinheiligkeit verbinden, nicht vorher schon gegen die Fluchtursache Krieg alles nur erdenklich Mögliche unternommen zu haben. Wir standen gegen den Jugoslawienkrieg auf der Straße, gegen den Irak-/Afghanistan-/Libyenkrieg, Mali… Ich erhoffe mir von so klugen Weggefährten wie Rainer Rupp, den ich schon als Redner auf einer der Friedensdemonstrationen, die ich organisiere, dass er die Widersprüchlichkeit der Forderungen von Nationalisten genauso glasklar aufdeckt wie die jener, die nicht gegen die Kriege und den Waffenexport protestier(t)en, jetzt aber geegen eine von deren Folgen, nämlich Flucht. Und was Italien betrifft: Von einem Rettungsschiff zu verlangen, es soll mit den Geretteten zurück nach Libyen, also in die Folter- und Todeshölle, das widerspricht Seerecht und Humanität. Natürlich sind Nato-Staaten am Zustand in Libyen schuld. Das macht die Sache nicht besser. Und wenn jetzt kein Rettungsschiff mehr im Mittelmeer rettet, nachdem das letzt davon seine Flagge entzogen bekam, heißt das; die das zu verantworten haben, machen sich wissentlich unterlassener Hilfeleistung mit massenhafter Todesfolge schuldig. Links sein hat auch etwas damit zu tun, sich gegen die Erniedrigung von Menschen zu organisieren. Jene, die vor Krieg aus der Todeszone flohen/fliehen und dann ihrem Schicksal überlassen werden, weil es die Politik von EU-Staaten wie Italien und Ungarn gibt, sind nicht erst erniedrigt, wenn sie in der Sahara verdursten (wo Europa den Ausbau von Grenzposten gegen Flüchtlinge mit finanziert) oder im Massengrab Mittelmeer ertrinken. Ich hätte mir nie träumen lassen, diese Selbstverständlichkeiten in einem solchen Rahmen hier und auf diese Weise aussprechen und damit einfordern zu müssen.

    • @ Bernhard Trautvetter
      …… es ist die Einseitigkeit in den Medien und die ewige Schuldzuweisung wie man in welcher Situation handeln soll
      ….. es ist die andauernde Bevormundung
      ….. es finden keine Gespräche statt und der redliche Versuch den Anderen zu verstehen hat keinen Platz in der Gesellschaft
      ….. es sind die gesellschaftlichen Strukturen, die nicht dem gesellschaftlichen Bewusstsein angepasst werden
      ….. das Zusammenwachsen von unterschiedlichen Kulturen ist ein innerer Prozeß und kann nicht ideologisch gesamtgesellschaftlich verordnet werden, es ist eine persönliche individuelle Frage …… warum werden diese Dinge so äußerst naiv behandelt?
      ….. die Deutungshoheit, über das was angesprochen wird, was Priorität besitzt, was als nebensächlich gesehen wird etc. hat keinen gesellschaftlichen Konsenz mehr.
      ….. Schwarzweiß-Ansichten sind heute modern …. seeliche Kampfplätze

    • Westlicher Imperialismus und die politische geplante Massenmigration sind Konzept ein und der selben globalistischen Interessen .
      Wenn die Massenmigration unter „arme , traumatisierte Flüchtlinge “ und Verdrehung des Asylrechtes durchgezogen wird , weist dies auf die Hinterhältigkeit der handelnden Politik, der klar ist, dass die Massenmigration die Zerstörung der Kulturen und die Entwurzelung der Menschen zugunsten einer weltweiten Monokultur bedeuten und von den Menschen nie zugelassen würde .
      Den Armen der Welt , denn dies ist der Grossteil der Migration , durch Aufnahme im eigenen Land zu helfen ist unrealistisch und pure Ideologie , denn mit dieser Politik wird das eigene Sozialsystem untergraben .
      Real ist die gegenwärtige Asylhandhabung Wasser auf den Mühlen des neoliberalen Imperialismus .

    • Ich glaube, dass es im Text von Herrn Rupp nicht um die traumatisierten Kriegsflüchtlinge und die Verfolgten geht, für die das Asylrecht und die Flüchtlingskonvention gelten. Es geht um einen viel größeren Wanderungsstrom, der von hohen Elitekreisen gewollt und auf verschiedenen Veranstaltungen vehement verlangt worden ist. Dort wurde ausdrücklich für Vermischung von Kulturen, Auflösung einheitlicher Ethnien geworben und verlangt. Die radikale Grenzöffnung, die in einigen Ländern stattfanden (z.B. Deutschland, Schweden) zeigen, dass diese Forderung tatsächlich umgesetzt werden soll.
      Vor Kurzem hab ich das noch als albernes AfD-Geschwätz abgetan, nachdem ich aber diese Zitate gelesen hatte, musste ich diese Dinge doch ernster nehmen:
      https://fassadenkratzer.wordpress.com/2018/04/20/uno-eu-und-usa-kreise-planen-seit-jahrzehnten-die-massenmigration/

    • Moin, Berhard Trautvetter! Es ist kein Alleinstellungsmerkmal der „Gutmenschen“ sich gegen imperialistische Kriege zu stellen.
      Doch hier geht es um eine andere Geschichte: Der US-Imperialismus verfolgt (zumindest die Fraktion, der Soros zugerechnet werden kann) das Ziel im Grossen wie im Kleinen *no Border no Nation*. In dem Masse wie ich mich gegen die grenzuebergreifenden Geschäfte der Multinationalen Konzerne wende, genauso wende ich mich gegen den unkontrollieren Zustrom von Fluechtlingen, die als sog. Humankapital unserem Kapitalisten zugefuehrt werden sollen, um ihm noch höheren Mehrwert aus der Ausbeutung dieser Menschen zu ermöglichen.
      Unabhängig davon gibt es natuerlich die Genfer Konvention, die es verfolgten Menschen ermöglicht Asyl zu beantragen und zu gewähren.
      Was wir aber heute erleben, ist eine Schleuserindustrie, die in den Heimatländern der späteren Fluechtlinge Werbung betreiben fuer ihr „Geschäft“. Denen ist es dann auch egal, ob die Menschen das andere Ufer erreichen oder nicht, weil die „Ueberfahrt“ ja schon bezahlt ist.
      Der Vermieter in Europa reibt sich die Hände ob der Wahnsinnsmieten, die z.Z. erzielt werden können. Und der Unternehmer freut sich ebenfalls, weil der Mindestlohn nicht gezahlt werden muss.
      Um R. Rupp fehlende Mitmenschlichkeit nachzusagen (und natuerlich auch all den anderen, die seine Position teilen) sollte man zumindest sich dann auch äussern zu den Strategien der Imperialisten diesseits und jenseits des Atlantiks.
      mfG

    • B. Trautvetter:

      Ich kann die Anmerkungen von Freischwimmer und Wasserader nur bestätigen und möchte ergänzen:
      Sie akzeptieren, als Gutmensch kategorisiert zu werden und unterwerfen sich so der Diktatur, in der wir leben, in der sich ein jeder – gerade von denen, die die Menschenwürde auf ihre Fahne geschrieben haben – gezwungen wird, sich als etwas zu outen, nur nicht als Mensch. Den Menschen nicht als solchen zu nehmen, hier beginnt die Missachtung der Menschenwürde. Ihn wie eine “lebende Ware” (so nannte man mal Sklaven) mit einem Label zu versehen, das missachtet die Menschenwürde. Und wenn das geschehen ist, dann kann man ihn in irgend einem Regal, einer Position, ablegen und die eigene Position auf dem Markt aufwerten.

      Ob Sie es wollen oder nicht: Sie sind Teil dieser Diktatur, wenn Sie akzeptieren, als Gutmensch kategorisiert zu werden und als Regel bestimmen: Wer nicht explizit (wie Sie sich das vorstellen?) gegen Krieg und Waffenexporte protestiert, der darf nicht – kann nicht glaubhaft – gegen die Folgen protestieren. Wesentlich an dieser Diktatur (des Marktes) ist auch, dass der MARKT an den Waffenexporten und Kriegen wie auch and den Folgen verdient, während der MENSCH – auch der “Migrant” ! (sind wir das nicht alle? ) – akzeptieren muss, dass er wie eine lebende Ware mit einem Label versehen wird und für die Folgen aufkommen muss, weil die “unsichtbare Hand des Marktes” das so bestimmt und dafür sorgt, dass Ursache und Wirkung zusammenhangslos bleiben sollen. Diesen Zusammenhang aber, den kann man sowohl von den Folgen wie auch von den Ursachen her aufzeigen und bekämpfen. Da muss man nicht spalten – und/oder eine persönliche Fehde austragen.

      der redliche Versuch den Anderen zu verstehen hat keinen Platz in der Gesellschaft

      Kiktkat:
      Wo ist das Problem?
      Er hat doch völlig recht, der Dalai Lama…. ein kluger Mann!
      „Empfangt sie, helft ihnen, bildet sie aus, aber letztlich müssen sie wieder nach Hause und dort ihr eigenes Land aufbauen.“
      Völlig korrekt, umsichtig und auch zutiefst menschlich und verantwortlich, was will man mehr?

    • Aus meiner Sicht verstehe ich die Kritik dieser Tagesdosis, dass es darum geht, dass diese ganzen westlichen Moralprediger sich mit ihren Aussagen und Handeln in eine Sackgasse des Widerspruches hineinmanoviert haben.
      Erstens wird bei der Migrationsproblematik IMMER die Ursache des Gesamtbildes vorsätzlich ausgeblendet, nämlich das Krieg, Terror und Elend in den angesprochenen Regionen exportiert worden ist.
      Wer diese eine Hälfte des Bildes bei seiner Moralpredigt auslässt, bedient sich der Lüge oder der hat gewisse geistige Defizite in seiner Wissens- sowie Ursachen-Wirkungsverarbeitung.
      Anschließend besteht der Faux pas darin, dass sobald Menschen mit Zweifel an ihren Kapazitäten der mitmentschlichen Hilfeleistung zu Wort melden und die ganzen Moralaposteln ihnen weder Gehör noch Unterstützung verschafften, sie allmählich radikalere Aussagen abgeben, werden die besorgten Bürger in die Ecke der Rechten gedrängt. Aber, wenn es ein hofierter Moralpriester eine wirkliche kritische Aussage die aus dem Rechten Milieu stammen könnte, macht, dann soll seine (Schein)-Heiligkeit richtige moralische Werte vermittelt haben. Widerspruch oder Doppelmoral?

      Jeder der über Migration und Flüchtlingshilfe nicht gleichzeit die Worte NATO-Terror sowie -Kriege in einem Satz bringt, der ist ein Scheinheiliger, das lese ich aus dieser Tagesdosis und diese Bild teile ich.

    • An Tony: Ich akzeptiere das Wort Gutmensch nicht, dazu gibt es von mir hier bei kenfm einige Anmerkungen. Schade, das der ironische Unterton meiner Bemerkung diesmal nicht deutlich für Sie/Dich de-chiffrierbar war.
      Zum Zitat „Empfangt sie, helft ihnen, bildet sie aus, aber letztlich müssen sie wieder nach Hause und dort ihr eigenes Land aufbauen.“ : Das ist doch d’accord! Ich habe etwas zum Satz „Europa den Europäern!“ angemerkt. Er ist übrigens nah der jahrhundertelangen Geschichte von Kolonialismus und Imperialismus noch komplizierter.
      Freischwimmer kann ich nur zustimmen.
      Zu Wasseraders statistischer Angabe, dass die meisten Migranten Armut zu entgehen versuchen, hier ein Zitat der UNO-Flüchtlingshilfe: „Syrien bleibt weltweit das größte Herkunftsland von Flüchtlingen (6,3 Millionen). Aber auch in vielen anderen Ländern kam es zu tausendfachem Flüchtlingselend. Der Hunger im Osten Afrikas, im Südsudan und im Jemen, Kämpfe im Irak, der Zentralafrikanischen Republik, Burundi, dem Jemen, der Ukraine zwingen viele Millionen Menschen zur Flucht.“ Was den Hunger in Ostafrika angeht: Der erste out of area-Einsatz der Bundeswehr nach der Deutschen ‚Vereinigung‘ fand da statt: IN Somalia. Auch der Eritrea-Konflikt/-Krieg mit Äthopien ist Hintergrund der dortigen humanitären Katastrophe.
      Ich teile Bernhard Mayers Aussage, dass Rainer Rupps Text sich nicht gegen das Asylrecht richtet. Dazu habe ich entsprechend auch nichts gesagt.
      Hog, ich habe hier niemandem fehlende Mitmenschlichkeit unterstellt. Dann würde ich nicht mehr argumentieren.
      Son Snow: Die Aussage „Jeder der über Migration und Flüchtlingshilfe nicht gleichzeit die Worte NATO-Terror sowie -Kriege in einem Satz bringt, der ist ein Scheinheiliger,..“ teile ich.
      Zu Soros und zur Replacement Migration, die wir hier auch schon oft diskutiert haben: Ich habe noch die die Frage beantwortet bekommen, wie jene, die NUR das sehen, die Tatsache einordnen, dass EU/Frontex/…Küstenwache,… in der Sahara und auf dem Mittelmeer ein Massensterben finanzieren, betreiben und kasciheren, das sich auch damit rechtfertigen lässt, wenn man seine Wahrnehmung ausschließlich auf die Texte zur Replacement Migration ausrichtet. Das landet dann in Konsequenzen, die mit Humanität nichts mehr zu tun haben. Diese Menschen sind unterwegs. Sie können gleich sterben, in die Kriegstodeszonen zurückgeschoben werden, oder entsprechend der Flüchtlingskonvention behandelt werden. Die nächste Friedensdemonstration gegen diese Fluchtursachen organisiere ich am 3.10. in Kalkar mit und am 6.10. in Essen, wenn dort die Nato-Konferenz „Der Nebel des Tages Null“ bevorsteht. Die Verlogenheit der AfD ergibt sich für mich auch aus ihrer Militärpolitik, zu der Reiner Braun eine gute Analyse ins Netz gestellt hat. Kann jeder finden. Ich empfehle die Suchmaschine ecosia

  7. Aber holla … das gibt den „Aufwachen-Pott-Heiligen“ wieder jede Menge Stoff, KenFM Fans „rechte“ Motive unterzujubeln. Dalai Lama und Rassismus“ (?), ich glaub´s nicht. Und seit wann achten die in Brüssel sowas wie „geistig-moralische Autoritäten“? So wie die mit Eugen Drewermann umgehen, haben die auch kein Problem damit, Dalai Lama zu „vetreiben“ … von wegen „Europa gehört den Europäern“, den Satz haben die schon längst umgekrempelt in „Die Europäer gehören der EU“.

  8. Box etc.

    Sorry, und kurz und bündig.

    Ich habe über 10 Jahre in Asien gelebt. Die meisten Lamaisten, Buddhisten, Taoisten, Konfuzianer etc. glauben sie seien solche; ebenso wie die meisten Christen dies tun. Ich habe mich oft darüber geärgert. Noch mehr habe ich mich aber darüber geärgert, dass die Eliten (nicht nur die weltlichen) diesen Glauben für ihre Zwecke instrumentalisieren; ebenso wie die Eliten der Christen dies tun. Am meisten aber habe ich mich über die Kolonialisten geärgert, die glauben, ihre eigenen Systeme verstanden zu haben und daher glauben, den Einwohnern ihres Gastlandes ihr System erklären zu dürfen und sie missionieren zu müssen im Sinne ihres Systems zuhause, ganz in der Traditon der Kolonialisten früherer Zeiten. Gefreut habe ich mich darüber, wie freundlich, fröhlich und sanftmütig die Menschen waren, selbst den Missionaren gegenüber, obgleich sie in vergleichsweise (weitaus) deprimierenden Verhältnissen leben. Irgendwann fiel mir auf, wie demütig ich wurde, und dass ich selbst bei Begegnungen mit den Kolonialisten freundlich, friedlich und sanftmütig blieb. Und ich ärgere mich auch nicht mehr darüber, wenn ein Buddhist glaubt, er sei einer, wenn er freundlich, friedlich und sanftmütig ist.

    • @Toni
      ich kann Dich nicht verstehen, was möchtest Du mit Deinem Text aussagen?

      „Seit sanftmütig, wehret euch nicht und ärgert euch nicht?“ Ist das, das Ghandi-Prinzip? Mit Sicherheit nicht, denn Position beziehen und das Ansprechen was einem wichtig ist, ist oberstes Prinzip, während Gewalt abgelehnt wird.

      Nachfolgend muss man sich die Frage stellen, wo fängt Gewalt an, insbesondere seeliche Gewalt?

      Ist das Gewalt, wenn Dinge Angesprochen werden, die nicht gehört werden wollen (sprichwörtlich den Finger in die Wunde legen)? Ich sage Nein, denn „Gewalt“ ist hier noch in einem „liquiden“ Zustand und kann relativ einfach aufgelöst werden, während bei einer gesellschaftlichen Verfestigung die Gewalt instituionalisiert wird. Institutionalisierte Gewalt schafft „äußere Kampfplätze“ und verhindert „innere Reifung“. Strukturelle Gewalt, also äußere Kampfplätze, können menschheitlich nur über extrem seeliches Leid aufgelöst werden.

      Zwischen Naivität und Gewalt besteht ein enger Zusammenhang, denn der Naive ist in gewisser Weise geschützt, wird aber auf ungeahnter Weise mißbraucht. Der Naive verlangt quasi nach Gewalt, nach Gestaltung für die er nicht fähig ist. Während die Gewalt den Naiven braucht, um sein Tun zu rechtfertigen, also in dessen Namen er handelt. Beide Seiten gehen der Eigenverantwortung aus dem Weg.

      Genau hier bedarf es das Gespräch … nicht der Schuldzuweisung, sondern das Menschlichste was es gibt, das Verständnis des Anderen und ein Bewusstsein gegenseitigen Hilfe in der Überwindung von Ängsten und Aufbau von Vertrauen.

      Dalai Lama sucht das Gespräch, während man sich damals gerne in seinem Licht sonnte, vermeiden genau die selben Leute heute die Öffentlichkeit mit ihm.

    • Kann man mir bitte erklären, warum mein vorausgegangener Kommentar an dieser Stelle über eine Stunde geprüft wurde? Andere Kommentare die ich zu gleicher Zeit schrieb, wurden nicht geprüft und erschienen sofort öffentlich?

      Geschieht das automatisch? …. durch wen?
      Welche Kreterien spielen hier eine Rolle?

      Danke

    • Freischwimmer sagt:
      29. September 2018 at 08:48

      Dein Kommentar wird gerade geprüft

      @Toni
      ich kann Dich nicht verstehen, was möchtest Du mit Deinem Text aussagen?

      „Seit sanftmütig, wehret euch nicht und ärgert euch nicht?“ Ist das, das Ghandi-Prinzip? Mit Sicherheit nicht, denn Position beziehen und das Ansprechen was einem wichtig ist, ist oberstes Prinzip, während Gewalt abgelehnt wird.

      Nachfolgend muss man sich die Frage stellen, wo fängt Gewalt an, insbesondere seeliche Gewalt?

      Ist das Gewalt, wenn Dinge Angesprochen werden, die nicht gehört werden wollen (sprichwörtlich den Finger in die Wunde legen)? Ich sage Nein, denn „Gewalt“ ist hier noch in einem „liquiden“ Zustand und kann relativ einfach aufgelöst werden, während bei einer gesellschaftlichen Verfestigung die Gewalt instituionalisiert wird. Institutionalisierte Gewalt schafft „äußere Kampfplätze“ und verhindert „innere Reifung“. Strukturelle Gewalt, also äußere Kampfplätze, können menschheitlich nur über extrem seeliches Leid aufgelöst werden.

      Zwischen Naivität und Gewalt besteht ein enger Zusammenhang, denn der Naive ist in gewisser Weise geschützt, wird aber auf ungeahnter Weise mißbraucht. Der Naive verlangt quasi nach Gewalt, nach Gestaltung für die er nicht fähig ist. Während die Gewalt den Naiven braucht, um sein Tun zu rechtfertigen, also in dessen Namen er handelt. Beide Seiten gehen der Eigenverantwortung aus dem Weg.

      Genau hier bedarf es das Gespräch … nicht der Schuldzuweisung, sondern das Menschlichste was es gibt, das Verständnis des Anderen und ein Bewusstsein gegenseitigen Hilfe in der Überwindung von Ängsten und Aufbau von Vertrauen.

      Dalai Lama sucht das Gespräch, während man sich damals gerne in seinem Licht sonnte, vermeiden genau die selben Leute heute die Öffentlichkeit mit ihm.

    • Freischwimmer:

      Was ich aussagen will, das ist genau das, was Du sagst:

      „Genau hier bedarf es das Gespräch … nicht der Schuldzuweisung, sondern das Menschlichste was es gibt, das Verständnis des Anderen und ein Bewusstsein gegenseitigen Hilfe in der Überwindung von Ängsten und Aufbau von Vertrauen.“

      Ja, es bedarf des Gesprächs – freundlich, friedlich; und vor allem aufmerksam – von Mensch zu Mensch und dabei den weisen Humor und die Demut eines Dalai Lama anstrebend.

      Der Dalai Lama hat in seiner Aussage Position bezogen, angesprochen, was ihm wichtig war; und er hat Gewalt abgelehnt. Er hat niemandem eine Schuld zugewiesen, zeigt Verständnis für den anderen, Bewußtsein für gegenseitige Hilfe, und wie Ängste abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden kann.

      Im Westen pflegt man eine sogenannte „Streitkultur“ bei der es nur (scheinbare) Gewinner und Verlierer gibt. Eitelkeit und Hochmut verlangen, dass man sich profiliert. Es geht um Schuldzuweisungen und Abgrenzungen. Gemeinsamkeiten gelten als „sich gemein machen“. So werden immer nur die Gegensätze gesehen und hervorgehoben; und die Gemeinsamkeiten gehen verloren.
      Verkürzt und vereinfacht: Seit dem griechischen Diskurs (nicht immer ohne Eitelkeiten, aber meist geführt vom Lehrenden, der gleichzeitig Lernender war) wurde durch die römische Streitkultur und den Glauben and das Auserwähltsein und folgende Missionierung und zahllose Glaubenskriege bis in die heutigen Tage genau diese Streitkultur entwickelt.
      So wie wir in unserer Streitkultur einander behandeln, so behandeln wir als Kolonialisten die Menschen anderer Länder: als Auserwählte, besserwisserisch, belehrend, missionierend – und wenn das nicht hilft – mit der Waffe oder Sanktionen in der Hinterhand. Und wir wundern uns, wenn uns das Anliegen der Menschenwürde nicht mehr abgenommen wird.
      Die Folgen habe ich in Asien mit der Abwendung von Demokratie, Installation von Militärdiktatur und Hinwendung zu China erlebt. Was in der Türkei (im Volk!) passiert ist dasselbe vor unserer Haustür. Die Griechen wüssten dazu auch einiges zu sagen.

    • Der Buddhist weiss,dass da wo der(Ego-)Schmerz aufhoert die goettlichre Erleuchtung beginnt
      Den eigene inneren Ego-Affen und den der Mitmenschen nicht mit Ego-Schmerz fuettern ist ein guter Anfang aber zugleich gar nicht so leicht .
      Denn der innere Affe ist allem moeglichen Suechtig unterworfen
      (Streitsucht ,Eifersucht ,Selbstsucht,Herrschsucht,Habsucht u.s.w.)

      Manche halten ihn auch fuer ihren Schatten ueber den sie meinen nicht springen zu koennen.

      Wer bewusst weiss mit ihm umzugehen (wie z.B Eckhart Tolle ,Daila Lama,Daniele Ganser)der weiss auch das
      jede Krise ein Wahrnehmungskrise ist.(Dieter Lange)
      Man aergert sich .Es tuen nicht andere.
      Das Erlebnis zaehlt im L(i)eben und nicht das Ergebnis.
      Denn der Weg ist das Ziel (Dieter Lange)

    • Martin Bauer:

      Danke für Ihren Kommentar. Anlass für mich, mit Goethe zu antworten:
      „Die Welt ist so leer, wenn man nur Berge, Flüsse und Städte darin denkt, aber hie und da jemand zu wissen, der mit uns übereinstimmt, mit dem wir auch stillschweigend fortleben: Das macht uns dieses Erdenrund erst zu einem bewohnten Garten.“

      Als Kontrast zum „Macht Euch die Erde untertan“ , dem Kontroll- und Handlungszwang, der Ichsucht und dem Cäsarenwahn….:

      Aus dem Daodejing:

      Dao, was die Wesen erhalten, um zu entstehen. Der Weise verweile im Wirken ohne Handeln (Wu Wei). Nicht-Eingreifen in allen Lebensbereichen beruht auf der Einsicht, dass das Dao, welches aller Dinge Ursprung und Ziel ist, von selbst zum Ausgleich aller Kräfte und damit zur optimalen Lösung drängt. Tun ist für Lǎozǐ ein (absichtliches) Abweichen vom natürlichen Gleichgewicht durch menschliche Maßlosigkeit. Jede Abweichung hat darum eine (absichtslose) Gegenbewegung zur Folge, die das gestörte Gleichgewicht wiederherzustellen sucht. Ein Mensch, so Lǎozǐ, der von gewolltem Tun ablässt, wird nachgiebig und weich. Er stellt sich an die unterste Stelle und erlangt dadurch den ersten Platz. Weil er weich und biegsam ist wie ein junger Baum, überlebt er die Stürme der Zeit. Weil er nicht streitet, kann niemand mit ihm streiten Ist der SINN [Dao] verloren, dann das LEBEN [De]. … dann die Liebe. … die Gerechtigkeit. … die Sitte. Die Sitte ist Treu und Glaubens Dürftigkeit und der Verwirrung Anfang. Erst wenn das Dao verloren sei, erfänden die Menschen Sitten und Gebote, was sie noch weiter vom natürlichen Tun entferne. Die Regierung soll dem nicht Vorschub leisten: Tut ab die Sittlichkeit, werft weg die Pflicht, so wird das Volk zurückkehren zu Kindespflicht und Liebe. Höchste Güte nütze wie das Wasser allen Wesen, ohne sich im Streit zu behaupten und keine Niederung scheuend. Reichtum und Überfülle und dazu Hochmut ziehe von selbst das Unglück an.
      Erzeugen und ernähren, erzeugen und nicht besitzen, wirken und nicht behalten, mehren und nicht beherrschen. Fehlentwicklungen begegne man mit viel Geduld, wissend, dass sie ihren Zenit überschreiten werden. Das Weiche siegt über das Harte. Das Schwache siegt über das Starke. Den Fisch darf man nicht der Tiefe entnehmen. Strategische Potenziale seien nicht zur Schau zu stellen. Namenlose Einfalt bewirkt Wunschlosigkeit, und die Welt wird von selber recht.
      Hohe Tugend habe gar nicht die Absicht, Tugend zu sein, sondern geschehe völlig spontan. Anderes sei bereits Äußerlichkeit, Dürftigkeit, Schein und stifte Verwirrung. Ohne innere Einheit müsste ein Jegliches zugrunde gehen. Je mehr Verbote, scharfe Geräte, Kunst und Schlauheit, Gesetze und Befehle, desto mehr verarmt das Volk und kommen Haus und Staat ins Verderben. Die Stille lieben, nichts unternehmen, keine Begierden haben, und das Volk wandle sich von selbst, werde recht, reich und einfältig. Still und unaufdringlich solle man regieren, nicht seine Ordnung aufzwingen, sonst verkehrten die Ordnung und das Gute sich in ihr Gegenteil, und die Verblendung des Volkes dauer[e] wahrlich lange. Kein Mittel sei daher besser, als die (Selbst-)Beschränkung (und dadurch frühzeitiges Behandeln der Dinge), um dauerhaft mit der Natur in Einklang zu kommen. Ein großes Land sei äußerst behutsam zu leiten, wie man kleine Fische brät, um die Toten nicht zu beunruhigen und den Lebenden nicht zu schaden. [E]in großes Reich muß unten bleiben, um die Menschen [zu] vereinigen und nähren. [D]ie Nichtguten unter den Menschen dürfe man nicht wegwerfen. Vergeltet Feindschaft mit Wohltun. Man müsse die Ursprünge im Kleinen beachten und darauf einwirken, noch ehe die Probleme groß und schwierig würden. Jeder Versuch einer Großtat werde mißlingen. Wer niemals durch berechnende Klugheit regiere, werde den Menschen ein großes Vorbild. Der Weise halte sich unter seinen Leuten und [d]ie ganze Welt werde nicht unwillig [ihn voranzubringen]. Liebe, Genügsamkeit und Zurückstehen seien seine Schätze. Nicht stark sein, nicht streiten. Ein Leben in Friedfertigkeit im Einklang mit dem Himmel sei des Altertums höchstes Ziel. (Dem Kriege zuvorzukommen,)

      Anmerkung: Bambus ist für Asiaten Sinnbild für Stärke durch Biegsamkeit und Nachgeben.

    • Da sehe ich gar keinen Kontrast, zu „Macht Euch die Erde Untertan“
      Man – jetzt fang ich auch noch an zu predigen:
      Gott hat uns Menschen die Erde anvertraut. Wenn der Mensch dies als Freibrief sieht, die Erde und ihre Geschöpfe für seine Zwecke zu benutzen, nutzt er Gottes Vertrauen aus. Er macht sich schuldig, mit dem was er tut, an der Schöpfung.
      Das ist jedenfalls mein Bild von diesem Satz.

      So in etwa auch E. Drewermann:
      Anderseits könnte man auch sagen, Gott hat „die Krone der Schöpfung“ überschätzt, dass sie jetzt so handelt wie Sie es tut. Aber was soll’s – er schädigt sich damit selbst und es gibt den Weg der Umkehr.
      Die Natur hat mehr als 60 Millionen Jahre gebraucht, um den Amazonas-Urwald aufzubauen. Wer irgend an Gott glaubt, kann nicht denken, dass der Schöpfer seine Freude daran hat, dass wir genau 60 Jahre benötigen, um dieses Kunstwerk, ein gigantisches Biotop, mit Kettensägen und Brandrodung ein für alle Mal zu zerstören. Was wir machen, ist eine Querschnittlähmung durch den Motor der gesamten Evolution.

  9. Wo ist das Problem?

    Er hat doch völlig recht, der Dalai Lama…. ein kluger Mann!
    „Empfangt sie, helft ihnen, bildet sie aus, aber letztlich müssen sie wieder nach Hause und dort ihr eigenes Land aufbauen.“

    Völlig korrekt, umsichtig und auch zutiefst menschlich und verantwortlich, was will man mehr?

  10. Das Chaos und die Orientierungslosigkeit der heutigen Zeit macht auch keinen Halt vor einen „spirituellen Führer“ der wie es dem Anschein so ist, die westliche Werte Moral mit den Löffel „gefressen“ hat.
    Was zeichnet den Dalai Lama eigentlich aus, um auf den Thron des Moralprediger hochgehoben zu werden?
    Hat der Dalai Lama vergessen, dass im Buddhismus der Materialismus bzw. die Possession vom Irdischen abzuschwören ist? Warum dann die Aussage: „Europa gehört den Europäern.“?
    Scheint er Ebenfalls vergessen zu haben, dass es keine Unterteilung bzw. Abgrenzung von Geographien und Ethnien im Buddhismus gelehrt wird?

    Es ist eigentlich nicht mal so schlimm, dass ein alter Mann in seinen Greisenalter absurde Aussagen von sich gibt,
    schlimmer ist jedoch die Sache mit den vielen Millionen Anhänger die diesen „geistigen Dünnpfiff“ auf die Goldwaage der Doppelmoral legen und weiterhin vor sich hinschnarchen.

    • Der Dalai Lama
      ist seit seinem ersten internationalen Auftreten politisch .
      Bisher hat sein Auftreten seinen westlichen Gönnern und Förderern nur Schmeicheleien hervorbringen lassen .
      Nun aber ist offensichtlich die Migrationspolitik seiner Förderer derart ins Abseits geschlittert,
      dass sogar der CIA-geborene Dalai Lama Kritik an dieser Politik übt .

  11. «Europa gehört den Europäern»

    Nein, Herr Rupp! Sie meinen «Europa gehört den Deutschen». Ihre Sprache ist mehr als deutlich genug.

    Dumme Ausländer wissen auch, dass Sie, Herr Rupp, mit «Deutschen» nicht die einfachere deutsche Bevölkerungsmehrheit meinen.

    • @ Kari

      Ohje, warum so wütend gegen Rainer Rupp? Da wird aus dem Bauch hinein interpretiert was nicht gesagt wurde. Wenn Kritik als notwendig erachtet wird, bitte keine Polemik.

    • @ Freischwimmer

      Die bei KenFM hochgepriesenen Analysen von Rainer Rupp sehen von Distanz sehr anders aus. Da manifestiert sich eine einseitig deutsche Sicht. Es ist auch zu Fragen wie analytisch ein Mensch sein kann, der wie aus vorhergehenden Kommentaren ersichtlich, dermassen mit Fremdenhass belastet ist wie Rainer Rupp.
      Herr Rupp sollte auch über den Einfluss Israels in Europa, vor allem in Deutschland, im Klaren sein. Er sollte wissen, dass Israel in Europa über ein sehr weit und dicht gespanntes Netz von Lobbyisten verfügt. Er hat jedoch nicht den Mut, dies zu veröffentlichen. Israel verschweigt er auch in der obigen Tagesdosis. Ich empfehle ihm diesbezüglich einmal die Sammelbewegung #Aufstehen zu analysieren, unter die Lupe zu nehmen.

      Die Grossmachtsinteressen von Teilen des deutschen (auch «linken») Establishments und der dazugehörigen Israel-Lobby, unterscheiden sich nicht von den kolonialen Grossmachtsinteressen Israels. Wie in Israel gewinnt auch im Establishment, resp. dem über die Bevölkerung bestimmenden Bildungsbürgertum Deutschlands, ein ausgeprägtes Nationalgefühl, Einheitlichkeit und Leitkultur zunehmend an Bedeutung. In Israel ist der Fa-schismus stark verwirklicht, was unter anderem die Verhinderung von Kritik an Israel erklärt. Was bei den israelischen Eliten und dem Establishment die Religion, ist für diese Gilden in Deutschland, die Nation.

      Gilden übrigens, die an Mitsprache oder Mittbestimmung und Kontrolle der Macht durch die Bevölkerungsmehrheit und schon gar Transparenz nicht das Geringste am Hut haben. Es ist die Gilde deren Interessen Herr Rupp vertritt.

      NB
      Übrigens: Wo ist die Tagesdosis vom 27.09.2019? Sie ist wie vom Erdboden verschluckt.

    • @Kari

      Welche Wirkung Rainer Rupp hat, was er leugnet und was er sagt in Anbetracht von möglichen Gefahren ist für mich nicht wesentlich und hat keinen Bezug zu seinem Text. Sein Kommentar ist für mich schlüssig und nachvollziehbar. Punkt.

      Ihr Leserbrief hat für mich etwas absurdes, etwas herbeigeredetes und dient nur irgendwelchen ideologischen Spielchen.

      Aus welcher „Distanz“ sein Kommentar betrachtet werden muss, würde ich gerne dem Zuhöhrer überlassen. Inwieweit es sich um eine „hochgepriesene Analyse“ handelt sollte jeder gern selbst entscheiden. Auch „da manifestiert sich eine einseitig deutsche Sicht“ kann ich nicht nachvollziehen, denn es handelt sich wie oben schon gesagt um einen Kommentar.

    • Kari:

      Das ist sie wieder: Die Diktatur, anderen vorzuschreiben, was sie wann, wo, wie, in welcher Form zu sagen haben.

  12. Anbei einige links zur anderen Version der Personalie:

    Tibet
    Die Befreiung des Volkes von Tibet im damals sozialistischen China und die Rolle des Dalai Lama

    Als Gespräch mit einem „Religionsführer“ bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Empfang des Dalai Lama am 23. September im Kanzleramt. Es war die höchste Anerkennung einer westlichen imperialistischen Macht, die dem Dalai Lama bisher zuteil wurde. Aber was heißt hier „Religionsführer“? Der Dalai Lama stand in Tibet an der Spitze einer extrem reaktionären feudalistisch-klerikalen Fron- und Sklavenherrschaft. Und seit er Tibet verließ, steht er für einen aggressiven Antikommunismus. Ehrendoktorwürde und ein Medienrummel ohnegleichen begleiteten Merkels Empfang für den Ex-Herrscher.
    (…)
    In Tibet bestand ein Leibeigenschafts- und Sklavensystem

    90 Prozent der Bevölkerung waren entweder Leibeigene oder Sklaven. Das Land gehörte zu 38 Prozent der Kasha, der Verwaltung unter dem Lama, zu 37 Prozent den 2.711 Klöstern, vor allem den drei größten, und zu 25 Prozent dem Adel. 300 Adelsfamilien herrschten, aus ihnen rekrutierten sich die obersten Lamas, während die Masse der Mönche ebenfalls auf Lebenszeit zu Diensten auf den Klöstern ohne Entlohnung verpflichtet war und sich von Leibeigenen nicht unterschied. Es gab keine Schulen, keine Krankenversorgung, außer einer sehr primitiven für die Herrschenden, keine Industrie. Die Leibeigenen mussten eine Kopfsteuer zahlen, für die sie sich tief verschulden und oft sich selbst oder ihre Kinder verkaufen mussten. Flüchtlingen, und davon gab es viele, wurden Hände oder Füße abgehackt oder die Augen ausgestochen. In einigen Klöstern wurden aus Beinknochen von Dienstmädchen Trinkhörner und aus der Haut von Menschen Trommeln hergestellt.

    Es ist eine menschenverachtende Manipulation der öffentlichen Meinung, wenn dieses System in bürgerlichen Massenmedien mit Worten von „Vergeistlichung“ und „Harmoniestreben“ der Tibeter gepriesen wird. Als hätten die Sklaven die Unterdrückung freiwillig ertragen.

    Nach 1951 gab es nur kleine Verbesserungen, weil der größte Teil des Adels sich gegen die Aufhebung von Leibeigenschaft und Sklaverei stellte und weil die Politik Chinas darin bestand, die Massen zu erziehen, sich selbst zu befreien. Durch die Anwesenheit der Volksbefreiungsarmee konnten jetzt aber viele Leibeigene fliehen. Sie fanden Arbeit beim Straßenbau oder beim Bau von E-Werken und Krankenhäusern. Erstmals in ihrem Leben erhielten sie Lohn. Außerdem sorgte China für eine Herabsetzung der Konsumgüterpreise.
    (…)
    Heute herrscht auf Grund der Restauration des Kapitalismus in China, die Deng Xiaoping nach dem Tod Maos durchführte, erneut Unterdrückung und Ausbeutung. Tibet ist reich an Öl, Gas, Kupfer, Chromit und anderen Erzen. Ganze Regionen werden von der bürokratischen Bourgeoisie Chinas zusammen mit den neuen Wirtschaftsbossen ausgeplündert – auf Kosten von Natur und Mensch. Heute steht ein neuer Kampf um Befreiung an, jetzt gegen den restaurierten Kapitalismus Chinas, den Hauptfeind der gesamten chinesischen Arbeiterklasse. Die tibetischen Arbeiter und Volksmassen müssen dabei auch fertig werden mit den nationalistischen Spaltungsversuchen von Merkel, Dalai Lama und Co., die noch dazu von vielen „Nichtregierungsorganisationen“ ins Land getragen werden.
    https://www.mlpd.de/themen/themen-a-z/tibet-aus-sklaven-wurden-herren

    Gottkönig – Mythos Tibet
    16.06.12

    von Colin Goldner via Alibri Verlag

    Wie ein diktatorisches Mönchsregime romantisch verklärt wird

    Es geht um die Menschen in Tibet, um ihre soziale Befreiung und um ihre individuelle Selbstbestimmung. Tibet soll frei sein von der chinesischen Miltärdiktatur.
    Es soll aber ebenso frei sein vom gewalttätigen religiösen Feudalismus der tibetanischen Lamas.

    Das Bild des „alten Tibet”, wie es, verbreitet über unzählige Bücher und Schriften, heute im Westen geläufig ist, zeigt das eines Paradieses auf Erden – des mythischen Shangri-La, das den Menschen ein glückliches und zufriedenes Leben in Einklang mit sich selbst, der Natur und den Göttern zu führen erlaubt habe.

    Auch der Dalai Lama selbst beschreibt wortreich das heitere und unbeschwerte Leben, das die Menschen geführt hätten. Der fortwährende Einfluss des Buddhismus habe eine „Gesellschaft des Friedens und der Harmonie” hervorgebracht. Mit der Besetzung Tibets durch die Chinesen im Jahre 1950 sei dieses Paradies unwiederbringlich zerstört worden.

    Die moderne Geschichtsschreibung weiss längst, dass das „alte Tibet” keineswegs die friedvolle und harmonische Gesellschaft war, die der Dalai Lama ständig beschwört. Für die Grosse Masse der Bevölkerung war das Leben tatsächlich jene „Hölle auf Erden”, von der in der chinesischen Propaganda stets die Rede ist, und aus der das tibetische Volk zu befreien als Legitimation und revolutionäre Verpflichtung angesehen wurde für den Einmarsch von 1950.
    http://www.scharf-links.de/44.0.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=25709&cHash=9e261e163b

    Tibet: Zwischen Tatsachen, Mythen und Propagandalügen
    Publiziert am 20. März 2015 von Wilfried Müller

    Siegfried R. Krebs (Freigeist Weimar) fasst hier zwei Rezensionen desselben Autors zusammen. Albert Ettinger beschreibt Lage und Entwicklung in Tibet, und seine kritische Sicht wird vom Rezensenten gestützt. Es geht immerhin um eine Kriminalgeschichte des Lamaismus, analog zur Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner. Dem Lama-Adel wird eine zutiefst inhumane, grausame, tyrannische und korrupte Feudalherrschaft zugeschrieben, und es wird dem Mythos entgegengetreten, Tibet könnte als medizinisch oder ökologisch vorbildlich gelten. Um ihren Rang zu verdeutlichen, nennt Siegfried R. Krebs die Bücher Albert Ettingers bewusst Standardwerke:

    Über Staat, Gesellschaft und Ideologie im real existierenden Lamaismus

    WEIMAR. (fgw) Dieses Buch aus dem Frankfurter Zambon-Verlag wird die eifernden „Free-Tibet-Aktivisten“, die Dalai-Lama-Fans und die Esoteriker aus „dem Westen“ nicht erfreuen. Denn nicht zu Unrecht hat sein Autor, der Luxemburger Albert Ettinger, die Worte Freies Tibet mit einem Fragezeichen versehen. Denn das Tibet, das bis 1959 in feudaltheokratischen Verhältnissen gefangen war, war alles andere als das hierzulande besungene Shangri-La, das Land in dem die Menschen frei und glücklich waren…

    Das Jahr 1959 – das ist die Zäsur in Tibets Geschichte. Denn als die chinesische Zentralregierung nach einer zehnjährigen Übergangszeit in der Provinz Tibet (dem späteren Autonomen Gebiet Tibet) Sklaverei und Leibeigenschaft abschaffte, da erhoben sich lt. „westlich-demokratischem“ Mainstream die Tibeter zu einem Volksaufstand gegen die menschenverachtenden kommunistischen Besatzer. Doch wer genau hinschaut, der stellt fest: es war nur ein Aufstand des geistlichen und weltlichen sklavenbesitzenden Adels, der sich mit dem gesellschaftlichen Fortschritt nicht abfinden wollte.

    Mit den hierzulande aber immer noch grassierenden Mythen über Tibet und seine früheren Herrscher aufzuräumen, das ist Ettingers Anliegen und darauf nimmt der Untertitel seines Buches sehr deutlich Bezug: „Staat, Gesellschaft und Ideologie im real existierenden Lamaismus“.

    Zeitzeugen richtig gelesen

    Ettinger verwendet für seine Analyse chinesische Quellen nur sehr sparsam. Bewußt greift er auf die zahlreiche (westliche) Literatur aus der Feder von Dalai-Lama-Freunden, wie Heinrich Harrer, Ernst Schäfer, Peter Aufschaniter und Alexandra David-Néel als Augen- und Zeitzeugen, zurück, die wohl eher ungewollt auch die unschönen Seiten des Lama-Paradieses enthüllten. Oder wie Ettinger über Harrer, den sogenannten „Lehrer und persönlichen Freund“ des 14. Dalai Lama schreibt: Dieser gelte noch heute als Übervater der Free-Tibet-Szene. Diese habe ihn „allerdings gerade dort, wo er einigermaßen authentisch und glaubwürdig ist, nicht wirklich gelesen.“ (S. 10) Und gerade solche Passagen zitiert Ettinger ausführlich – und dies in Verbindung mit Fotos aus jener Zeit.

    Gerade die historischen Fotos, insbesondere die von Ernst Schäfer aus dem Jahre 1938, dokumentieren in aller Deutlichkeit, wie armselig und alles andere als menschenfreundlich das Leben in der brutalen klerikalen Diktatur der Lamas tatsächlich gewesen ist. Schäfer sollte übrigens im Auftrag der SS-Führung herausfinden, ob es sich beim Lamaismus um eine arische Urreligion handele.
    (…)
    Warum beim Thema Tibet oft der Verstand aussetzt

    Mit Bezug auf ein europäisches Märchen in der 31. Kapitel-Überschrift schließt Ettingers Streitschrift: „Trotz Nobelpreis und offizieller Lobhudelei: Der Kaiser ist nackt!“

    Passend dazu das erste Kopfzitat dieses Kapitels:

    „Der größte Triumph, zu dem moderne PR verhelfen kann, besteht im geradezu überirdischen Erfolg, daß das eigene Reden und Handeln nach dem Image beurteilt wird und nicht etwa umgekehrt. Der ‚geistliche Führer Tibets‘ nimmt diese unangreifbare Stellung seit geraumer Zeit ein und wurde zu einem Synomym für heilige und ätherische Werte. Ich werde nie verstehen, wieso das die Menschen nicht mißtrauisch macht. Christopher Hitchens“ (S. 259)

    Ettinger geht der unausgesprochenen Frage nach, warum sogar bei ansonsten religionsfreien und sich selbst als Linke verstehenden Menschen in Europa der Verstand aussetzt, wenn es um Tibet oder den 14. Dalai Lama geht. Er schreibt dazu, und er soll an dieser Stelle etwas ausführlicher zitiert werden:

    „Wer für Wunderglauben, Scharlatanerie und Frömmelei nicht viel übrig hat, wer sich innerlich vom Kirchen-Christentum distanziert, weil es ihm intolerant und heuchlerisch erscheint, wen der Zynismus empört, den manche Vertreter der ‚Religion der Nächstenliebe‘ durch die Jahrhunderte an den Tag gelegt haben, wer Gottesgnadentum und gottgewollt ständische Gesellschaftsordnungen ebenso ablehnt wie sklavischen Führer- und Personenkult, (…) wer eine offene tolerante Gesellschaft einer starren, totalitären, der Tradition bedingungslos verhafteten und geistig versklavten vorzieht, wer Demokratie, Menschen- und Bürgerrechte für universell gültige Werte hält (…), der wird schwerlich im Lamaismus und in seinem obersten Repräsentanten irgendetwas Positives und Unterstützenswertes finden.“ (S. 259-260)
    http://www.wissenbloggt.de/?p=27363

    • Sorry, und kurz und bündig:

      Ich habe über 10 Jahre in Asien gelebt. Die meisten Buddhisten, Lamaisten, Konfuzianer….etc. glaubten sie seien solches; ebenso wie die meisten Christen glauben sie seien Christen. Das hat mich schon manchmal geärgert. Aber mehr noch habe ich mich darüber geärgert, dass die Eliten diesen Glauben für ihre Zwecke instrumentalisierten; wie das die Eliten mit den Christen tun. Am meisten geärgert habe ich mich über die Kolonialisten, die glauben verstanden zu haben, wie ihre eigenen Systeme funktionieren und deshalb glaubten, die Systeme ihres Urlaubslandes den Einheimischen erklären zu können und dürfen – und sie in guter alter Tradition der Kolonialisten früherer Zeiten – missionieren zu müssen. Gefreut habe ich mich darüber, wie freundlich, fröhlich und ausgeglichen die meisten Menschen waren, obgleich sie verglichen mit den Kolonialisten meist in (weitaus) deprimierenderen Verhältnissen leben. Es fiel mir dann irgendwann auf, wie demütig und sanftmütig ich geworden war, als ich mal wieder einem dieser Kolonialisten begegnete.

    • @ Box

      Das ist pure Propaganda!!!!!!!!!!
      Egal wie jeder einzelne zu Dalai Lama steht, so sollte jeder seine persönliche Wahrnehmung schildern und nicht irgend welchen Texten als „ausgemachte Tatsache“ glauben schenken.

      Dummheit ist, wenn keine eigene Gedanken getätigt und keine eigenen Fragen gestellt werden.

    • Danke für den Link zu Ihrem Artikel!

      “Der Sinn unseres Gemeinwesens liegt nicht in der äußeren Machtentfaltung, sondern in seiner ineren Kraft; nicht die Verewigung der militärischen Vorherrschaft scheint uns erstrebenswert, sondern die Erhaltung eines Friedens, der uns Muße läßt, zu reisen, zu arbeiten, zu handeln, zu feiern und zu denken und uns des schönen Daseins zu erfreuen…Der Krieg ist für uns nicht Selbstzweck, sondern bedauerliche Unterbrechung des Lebens – für die Spartaner aber ist er das Mittel, Macht und Leben zu erhalten.” Thukydides, ca. 400 v. Chr.

      Was ist der Sinn unseres Gemeinwesens?

      Perikles: “…Freiheit und Wohlfahrt gedeihen wie Früchte auf dem Baum des Rechtes, aber der Baum hat seine Wurzeln tief in die mütterliche Erde der Philosophie gesenkt…” Nach Livius

      Wo sind unsere Wurzeln? Maßhalten und Selbsterkenntnis sind nicht billig auf dem Markt zu erwerben.

    • @A. Eberl

      Deinen Text habe ich bisher nur überflogen, dieser erscheint mir sehr geglückt und ist hervorragend geeignet in einer kleinen Gruppe gemeinsam zu lesen um sich anschließend damit auseinander zu setzen.

      So funktioniert Meinungsbildung …. Danke !!!!!

  13. Danke Dalai Lama und wieder hat er viele Feinde mehr bekommen,nur weil er eine echte Haltung hat und nicht einem Mainstream folgt, der nicht über den Tellerrand blicken will oder kann.Der Mainstream ist so gut,so aufgeklärt und so gebildet das er den Blick für die Menschen völlig abhanden gekommen ist.Wir Bürger sind orientierungslos weil wir keine Eliten haben die das so äussern wie er.Wir Bürger können nur folgen oder wir sind „böse“ den „gut“ sind ja nur die „Gutmenschen“ der Rest gehört ins dunkle Mittelalter und ist auch so gebildet. Die neoliberale Ideologie verstellt den Blick auf das wahre Leben, das mit Kooperation und Zusammenarbeit geprägt sein sollte und nicht durch Krieg,Mord und Zerstörung wie im raubenden Kapitalismus.

  14. Der Dalai Lama ist ein sehr Weiser Mann auch wenn die linksliberalen glauben die einzige Wahrheit gepachtet zu haben.Seine Worte sind richtig und sie zeigen wie sehr die angeblich „Aufgeklärten“ oder elitären Linken die sich als Kosmopoliten halten und uns andere als „rechts“ oder „gar als „Nazis“ bezeichnen ist sehr lachhaft und zeigt wie sehr sie auf uns herabsehen.Der Dalai Lama hält den Eliten und Mächtigen den Spiegel vor und das können sie nicht ertragen weil sie sagen was richtig ist und wir anderen müssen uns daran halten.Wer den Rechtsstaat aushebelt und wer sagt das alle Grenzen und Nationen nichtig sind der legt die Axt an jede Demokratie und bezichtig die Menschen eines Verbrechens nur weil sie existieren.Wer no border,no nation als Programm oder Haltung bezeichnet der irrt und geht einer Probaganda auf dem Leim die nur Unfrieden stiften will und Menschen gegeneinander hetzen will.Es gibt keinerlei dissens wenn man Flüchtlinge nach der Genfer Konvention aufnehmen soll.Es gibt aber einen dissens ob man alle Flüchtlinge die nicht vor Krieg fliehen sondern vor Umwelteinflüßen,vor Diktaturen oder andere Gründen fliehen.Vorallem dann wenn die Staaten wie die EU,USA,NATO oder andere Imperialisten der Grund für Kriege,Bürgerkriege,Umweltzerstörung und Verfolgung von Bürgern und Demokraten gegen die Mächtigen Finanz- und Konzernoligarchen sind.Wer sich in München an den Bahnhof stellt und klatscht wenn arme Menschen kommen die uns die Zerstörung ihrer Heimat zu verdanken haben.Kein Wort dieser jubelnden Menschen gegen die Frau Merkel,Herr Obama oder gar Herr Macron die alle für diese Fiannz- und Konzernoligarchie arbeiten und uns Bürger die sozialen Errungenschaften der letzten 500 Jahre mit einem federstrich nehmen und das ohne Widerstand genau von diesen so selbstgerechten „Gutmenschen“ die deshalb gut sind weil sie diesen Verbrechern helfen ihre Ausbeutung und Ermordung von Menschen weiter zu betreiben.Merkel war nur für diese Flüchtlinge weil sie durch das US-Imperium eingeredet bekam das man den Assad durch die Flucht von den Eliten wie Ingenieure,apothker und Ärzte sein Regime zu fall bringen kann.Das dann nur für unsere Oligarchie unbrauchbare Menschen kamen ist der Einfalt dieser Dame zuzuschreiben.Wer Syrien oder anderen afrikanischen Staaten die Jungen gut ausgebildeten Menschen nimmt der raubt denen auch die Zukunft.Das war zumindest noch früher usus in der augeklärten und linken Kommunitee das wurde durch die US-Propaganda adabsurdum geführt,genauer durch Soros und seinen willigen Helfern die Bürger missbrauchen um selbst noch reicher zu werden. Unmd noch eines zum Schluß für mich sind die Grünen schon zu rechts und alle anderen wie Union,fDP,sPD und AfD kommen erst gar nicht in betracht,weil ich das System ablehne und mich deshalb nicht gerne Instrumentalisieren lassen weder von der radikalen rechten,der radikalen linken noch der radikalen mitte wie sie heute von der Union,sPD,fDP,Grüne und AfD sowie der linken um Kipping und Riexinger dargestellt werden.

  15. Na ja, der Mann lässt sich nicht von der Tyrannei der Medien vor sich her treiben und ist eine Ausnahmeerscheinung in der Welt der sog. Eliten unserer Zeit.

    Unsere Elite ist arm geworden an solchen Beispielen:

    „Für eine Nation ist nur das gut, was aus ihrem eigenen allgemeinen Bedürfnis hervorgegangen, ohne Nachäffung einer anderen. Denn was dem einen Volk auf einer gewissen Altersstufe wohltätige Nahrung sein kann, erweist sich vielleicht für ein anderes als ein Gift. Alle Versuche, irgendeine ausländische Neuerung einzuführen, wozu das Bedürfnis nicht im tiefen Kern der eigenen Nation wurzelt, sind daher töricht.“

    „Das mächtigste Hirngespinst ist die öffentliche Meinung: Niemand weiß genau, wer sie macht, niemand hat sie je persönlich kennengelernt, aber alle lassen sich von ihr tyrannisieren.“

    „Einen Tyrannen zu hassen vermögen auch knechtische Seelen, / nur wer die Tyrannei hasset, ist edel und groß.“

    „Die wahre Liberalität ist Anerkennung.“

    „Napoleon gibt uns ein Beispiel, wie gefährlich es sei, sich ins Absolute zu erheben und alles der Ausführung einer Idee zu opfern.“

    „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“

    „Der Zeitungsschreiber selbst ist wirklich zu beklagen. / Gar öfters weiß er nichts, und oft darf er nichts sagen.“

    „Sag mir, warum dich keine Zeitung freut?“ / Ich liebe sie nicht, sie dienen der Zeit!

    „Wenn man einige Monate die Zeitungen nicht gelesen hat, und man liest sie alsdann zusammen, so zeigt sich erst, wieviel Zeit man mit diesen Papieren verdirbt.“

    Alle Zitate von J. W. Goethe

  16. Wo waren ihre empörten Aufschreie angesichts der völkerrechtswidrigen, kriminellen Angriffskriege von Jugoslawien bis zu den souveränen Staaten im Nahen Osten? Von diesen Herrschaften war nichts, aber auch gar nicht zu hören!
    Wo waren die Zeichen unbezähmbarer Wut dieser Herrschaften gegen die skrupellosen Politverbrecher in den Regierungen der NATO-Länder, die mit ihren barbarischen Aggressionskriegen für die Produktion der Massenflucht verantwortlich sind?
    Wo sind die Stimmen der Entrüstung unserer Politiker und Gutmenschen gegen die Handelsverträge, die die EU afrikanischen Ländern aufzwingt und in deren Folge z.B. hochmoderne Fischfangflotten die Fischgründe vor den afrikanischen Küsten dezimieren und die jungen afrikanischen Fischer nur noch die Wahl zwischen Piratentum oder Armutsflüchtling nach Europa haben?

    Antwort: Die Refugees Welcome Kampagne wurde nicht von Politikern maßgeblich getragen, sondern von Aktivisten aus vielen verschiedenen Gruppen. ArbeiterInnen, Intellektuelle, Arbeitslose, StudentInnen usw.
    Diese Gruppen reichen über Antirassistische, antisexistische, antifaschistische und pro-asylgruppen über soziale Ökogruppen und vieles mehr hinaus.
    Bei Leuten, die allgemein gegen Menschen und gegen die Freiheit eingestellt sind, heißen diese ganzen, mit den vielfältigsten Zielen behaftete Gruppen dem eigenen Horizont gemäß stumpf „Antifa“.
    Da antifaschistische Demonstrationen nicht von einer Gruppe organisiert werden, weil sich der übergroße Teil der Gesellschaft für ein Zusammenleben interessiert, statt einen Krieg aller gegen Alle, ist das schon mal verwirrend, wer alles „Antifa“ sein kann. Im stumpfen Gehirn sozialer Reaktion, das zum Eingeständnis eigener Fehlentscheidungen nicht in der Lage ist, verschmelzen all diese verschiedenen Leute und Interessen zu „Antifa“, damit der „Gegner“ klein und benennbar wirkt. Das Problem ist nur… das ist er nicht. Der Gegner ist im Grunde die ganze Welt und damit in Wahrheit nur der kranke Geist selbst, der auf die Idee zu reaktionären Gedankengängen kam…. Aber um die Frage des Autors zu beantworten: Auf all diese ganzen Dinge antworten Tausende in Deutschland, die als „Antifa“ diffamiert werden, seit ihrer Politisierung. Sie organisieren Solidarität in Form von Asyl, Spenden und Unterstützung von Initiativen in den betreffenden Ländern. Hier vor Ort treten sie auf der Straße für eine Änderung des politischen Klimas in Richtung Abbau der Monopole, Umweltschutz und viel viel verschiedenes mehr ein. Diese Leute alle nicht gesehen haben zu wollen, die wöchentlichen Demos in ganz Deutschland von eben diesen Leuten seit Jahrzehnten, ist schon ein starkes Stück. Damit beweist der Autor, dass der Großteil seines Textes doch nur Rethorik ist.
    Letztendlich kann man der „Antifa“ schon einiges vorwerfen. Zum Beispiel das Verharren auf Formen des Appells und der geistigen Aktivität, während die Umgestaltung der wirtschaftlichen Lebensgrundlage viel wichtiger wäre. Aber die Vorwürfe des Bürgertums gegen die „Antifa“ sind unhaltbar. Wenn junge Leute mit Begeisterung ein Auto anzünden, weil ihr Herz tief empört ist, wegen Krieg, Toten und Lügen des Staates und sie in ihrer Ohnmacht eine Dummheit begehen – dann ist das ihnen nicht in dem Maß vorzuwerfen, wei die Lügen der Herrschenden in der bourgeoisen Medienlandschaft verschwiegen werden! Das ist so feige und selbstgerecht – diesen ganzen lohnabhängigen Aktivisten ins Gesicht zu spucken, mit Thor Steinar Jacke und Red Bull im Kopf, gegen „Feindliche Ausländer“ zu hetzen, während diese Leute sich den A aufreißen, damit hier harmonischere Verhältnisse einkehren…“nebenbei“ ihre Familie durchbringen und in einem Beruf einem Chef hinterherrennen müssen. Ich kann mich dafür nur für jene schämen, die nicht ihre Augen aufmachen und selbst sehen wollen, dass es sich bei der Bezeichnung „Antifa“ nicht um Unmenschen handelt, sondern um jene, die letztgenannte bekämpfen – ohne dafür vom Staat mit Diäten ausgestattet zu sein oder vom Verfassungsschutz behütet zu werden, wie die Mitglieder einiger Parteien, die gerne in ihrer überschäumenden Intelligenz über „die“ Antifa hetzen…

    • Ich habe mich wirklich durch den fast komplett absatzfrei gehaltenen Text von Jean Heffner gekämpft ohne auch nur einen neuen oder gar erhellenden Gedanken gefunden zu haben…. schade eigentlich….

      Mein Eindruck ist, Sie gehören zu Umfeld von J. v. D. aus FFM und falls mein Eindruck stimmt ist es sozusagen selbsterklärend, dass inhaltlich nichts weiterführendes oder erhellendes in Ihrem Text zu lesen war.

    • Danke, lieber Herr Heffner. Rupp ist zu einem strammen Rechten mutiert. Aber vermutlich war er das irgendwie schon (fast) immer, nur keiner hats bemerkt. Er würde bei Herrn Elsässer nicht auffallen. Aber das geschieht in letzter Zeit mit einigen, die sich „Kommunisten“ oder „Marxisten“ nennen. Ganz besonders im stalinistischen Lager ist das angesagt. Gehörte z.B. auch Frau Wagenknecht mal dazu. Aber das ist ein anderes Ding.

      Diese Leute, wie Rupp, nennen sich tatsächlich Marxisten. Nur, wenn sie das Kapital – das einzige aber richtig gute wissenschaftliche Werk von Marx – lesen und auch noch begreifen würden, wäre ihnen klar, mit wem sie sich da gemein machen: Mit der Bourgeoisie eines imperialstischen Staats, also der des Gesamtkapitalisten namens Deutschland, die für die ökonomische und menschliche Katastrophe, wie wir sie bereits seit langem in der Peripherie erleben und die hier schon längst begonnen hat, mit verantwortlich ist. Das ist nicht links, das ist reaktionär, das ist stramm rechts.

      Sie sprechen dabei einen wichtigen Punkt an: Die, die auf die Straße gehen, gegen die braunen Schlägerbanden (dank derer ich auch schon mehrere bleibende Verletzungen habe), und für gleiche Rechte für alle – auch Geflüchtete – die tun es in der Regel aus rein moralischen Gründen. Also ohne die ökononomischen Gründe, die Eigentumsverhältnisse und den dadurch bedingten Profitzwang, zu benennen. Nun ist Moral gut. Aber es reicht eben nicht. Es braucht politisches und etwas ökonomisches Wissen über Zusammenhänge. Und das fehlt dem Gros. Und darum fehlen auch Plan und Solidarität.

      Rupp ist einfach ein Angeber, der reagiert wie eine Mimose, wenn ihm jemand widerspricht. Im letzten Jahr durfte ich das höchstpersönlich erleben. Das Schlimmste aber ist: Solche Leute geben sich als Linke aus und stehen tatsächlich rechts. Sie machen gemeinsame Sache mit der nationalen deutschen Bourgeoisie, die in Panik ist vor den multinationalen Monopolen und darum auch – mit viel, viel Geld – die AfD hervorgebracht hat. Diese würde auch Faschismus einführen, um das deutsche, national oder eher eurasisch orientierte Großkapital zu schützen. Und auf deren Seite hat sich Rupp positioniert.

      Und offenbar ist er, wie so manche andere selbsternannte „Kommunisten“, stecken geblieben. Wir haben nicht mehr 1917 oder 1950. Der Kapitalismus hat sich seither weiterentwickelt, die Zustände auf dem Planeten sind bedrohlich für die gesamte Menschheit. Deutschland ist zu einem Dienstleistungsland mutiert. 75 Prozent betrug dieser Sektor im vorigen Jahr laut Statistischem Bundesamt bereits, der produktive Sektor ist auf 25 Prozent geschrumpft. Eine Umkehr zu 1950. Und hätte Rupp Marx gelesen, wüsste er, dass Mehrwert – also realer Profit – nur aus produktiver Arbeit entsteht. Heißt: Die deutsche Bourgeoisie lebt von der exorbitanten Mitbeteiligung am Mehrwert, der unter elenden Bedingungen in der „dritten Welt“ erzeugt wird. Von dem sie natürlich auch die hiesigen Arbeiter und Angestellten bezahlen muss. Das ist ein Grund, warum der Dienstleistungssektor zum Dumpingmarkt verkommen ist.

      Was Rupp will, ist, dass die Deutschen noch brachialer auf Kosten der „dritten Welt“ leben, anstatt die Sache klassenbewusst anzugehen. Wäre er klassenbewusst und hätte er ein wenig Ahnung und vor allem Herz, wüsste er, selbst nach rein materialistischen Gesichtspunkten, dass es heute nicht mehr möglich ist, die Klassen national abzuschotten und getrennt zu betrachten. Er hetzt die deutschen Ausgebeuteten gegen die Ausgebeuteten der „dritten Welt“ auf. Das ist schäbig, das ist nationalistisch, hinterhältig und ja, Klassenverrat.

      Btw… Die Herrschenden haben ihren Ausbeuterstaat namens „Nation“ sehr erfolgreich als imaginäre, völkische Ersatzgemeinschaft für die Lemminge installiert. Dazu noch ein paar Fußballvereine und so weiter, und schon spurt der Michel.

    • @ Fr. Bonath
      Jeder , der nicht vollkommen bescheuert ist , ist heute ein Rechter , ein Rassist ein Nazi und Verschwörungstheoretiker .
      Denn dies sind die Bezeichnungen , die die Inquisition des Globalisierungsfaschismus an ihre Kritiker kleben .

    • Herr/Frau „Wasserader“, nun, ihre dümmlichen Kommentare hier sind mir bekannt. Sie sollten erst mal Ihren Müll aus ihrem Hirn entfernen und noch mal in Ruhe lesen, was ich wem zugeschrieben habe. Und dann noch mal ganz langsam. Ich fürchte aber, das bekommen Sie nicht hin. Und wissen Sie, warum? Weil Sie, wie die meisten, als Lemming in einer Scheinwelt leben und sich gerne von ihrer biodeutschen Bourgeoisie ausbeuten lassen. Und diese Scheinwelt verteidigen Sie mit Klauen und Zähnen. Sie verweigern darum auch jegliche Bildung und sind für rationale Argumente genauso wenig zugänglich wie für Fakten.
      Im Übrigen glaube ich nicht, dass Sie Herrn Rupp persönlich kennen. Ich schon. Aber Herr Rupp will nicht mehr mit mir sprechen. „Nieee wieder!“ Und wissen Sie warum? Weil ich ihm mal persönlich unter vier Augen mitgeteilt habe, dass ich seine Deutungsweise seltsam finde. Ich kam gar nicht mehr dazu, es zu begründen. Er ist ausgeflippt, hat mich aufs Übelste beschimpft. Klar, richtig schlimm, ich war nicht seiner Meinung. Wie kann ich nur.

      Ja, Rainer, ne, erinnerst du dich 😉

    • Moin, Frau Bonath! Sie wuerfeln hier wirklich allerhand durcheinander!
      Die Verteidigung der Zustände des ungezuegelten Zustroms von Fluechtlingen kann doch nur im Verein mit den Imperialisten und deren Handlangern um Soros, Rockefeller und Merkel geschehen. Sie machen sich mit ihren Vorstellungen zu deren Sprachrohr. Sie sollten anerkennen, dass das Einschleusen nur dunkelsten Moralvorstellungen Vorschub leistet, und das ist genau die Absicht der Schleuser auf oberster Ebene wie eben benannte Soros und Co.
      Sie fuehren so gerne den Marxismus in die Debatte ein; Sie sollten dabei wissen, dass es in Europa (mit Ausnahme des zaristischen Russland) keine proletarische Revolution gegeben hat. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass wir nach wie vor im Staat „unserer“ Imperialisten leben, also in einem Nationalstaat. Der ist auch nicht aus der Welt zu schaffen durch viel Gerede, sondern dazu bedarf es einer proletarischen Revolution. Solange leben wir im Nationalstaat! So einfach ist das.
      An anderer Stelle hatte ich geschrieben, dass es uns darum gehen sollte, die Bedingungen fuer eine Gesellschaftsänderung herbeizufuehren, die den Menschen die Teilhabe an wirklichen Entscheidungsprozessen ermöglicht. Und hier kommt man unweigerlich an den Punkt, dass mit den Fluechlingen auch Moralvorstellungen aus der Zeit vor der Aufklärung mitgebracht werden, wie das Kopfabhacken, die Kindergenitalverstuemmelung und die Frauenverachtung. Dazu liest man leider nie etwas in ihren Kommentaren.
      Ich frage Sie, was daran so links sein soll, wenn man dem deutschen Kapital das „Humankapital“ zufuehrt, das der Kapitalismus benötigt, um den Mehrwert zu generieren.
      Ich halte das eher fuer moderne Sklaverei aber wenigstens Menschenhandel.
      Im uebrigen hatte sich F. Engels in seiner Untersuchung zur Lage der arbeitenden Klasse in England auch mit dem Problem der Iren in der englischen Industrie beschäftigt. Und er beschrieb die Situation wahrlich nicht vorteilhaft fuer die einwandernden Iren, sondern beschrieb sie als Lohndumper. Ein Originalzitat :“Er (der Ire) ist das schlimmste Uebel, mit dem dies Land (England) zu kämpfen hat. ( aus: die irische Einwanderung)
      Was mich besonders verwundert ist ihre Sympathie fuer den Proudonisten (J.H.) hier im Forum.

    • @ Femmike
      Mir ging es genau wie Dir. Aber man erkennt hier ein Loblied auf die „Antifa“. Zu dieser Organisation hat Jasinna schon einiges an Bild und Tonmaterial in Ihren Videos zusammengetragen. Das sind doch diese immer freundlichen, zuvorkommenden und hilfsbereiten Menschen, die immer und überall darauf lauern ein gute Tat zu vollbringen. Selbst Timor und sein Trupp bleiben hier blass und blasser. Immer gesprächsbereit und immer ein klares, standhaftes Argument auf den Lippen, gehen diese Menschen ruhig und sachlich den Weg, den sie für den antifaschistischen halten.

      Gleich dahinter folgt Frau Bonath mit einer Freundschaftsanfrage an Herrn Rupp. Das übliche Schubladengeknall, welches scheinbar auch Wasserader etwas auf die Nerven zu gehen scheint, ist die wenig überraschende Begleit – Marschmusik.

      Immer wieder und in letzter Zeit immer öfter muss ich an Ignazio Silones Zitat denken:
      „Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er sagen: Ich bin der Antifaschismus.“

      Du hast Recht. Nicht neu. Nicht erhellend.

    • @Jean Heffner
      @Susan Bonath

      Warum diese Verallgemeinerung? Warum diese persönlichen Angriffe?

      Ja es tut weh, wenn Ideologien zerbrechen … aber bitte keine „K…zone“ eröffnen, für eigene Leiderfahrungen.

      PS:
      da mein Kommetar „geprüft wird“ habe ich diesmal einen Begriff entfernt und durch „K…zone“ ersetzt. Möglicher Weise ist dieser der Stein des Anstoßes. Mal schaun ob der ursprüngliche Text hier irgendwann erscheint.

    • @ Freischwimmer:
      Nee, geprüft wurde der Kommentar wohl, weil Du kein Leerzeichen zwischen dem @ und den angesprochenen Namen gemacht hast. Die Software hier versucht offenbar dann daraus einen Link zu basteln. So ganz habe ich das auch noch nicht verstanden.
      Meinen Kommentar zu Frau Bonath tippe ich der Einfachheit halber mal hier hinten dran.
      Genau so fängt Faschismus an. Keine Argumente, aber viel Ideologie, und Beschimpfungen und Unterstellungen. Da hat sie sich ja fast selbst übertroffen – noch kaputter kann man.. ok, jetzt gehen mir die höflichen Formulierungen aus. Ich breche jetzt ab. Wenn Frau Bonath ihre Beiträge einfach sein lassen würde, wäre diese Welt möglicherweise etwas weniger hasserfüllt. Oder es ist eh egal, was sie schreibt. Scheiß drauf. Das wäre vielleicht am besten.

  17. Man muss kein Nazi sein, um sich als Ideengeber unmöglich zu machen. Wer an eine dampfende, neblige Zauberwelt glaubt, statt hier mit den anderen den Planeten teilen zu wollen und mit sogenannten „Weisheiten“ um sich wirft, der ist wohl kaum in der Lage dazu, eine neue Idee voranzubringen, die die Probleme eben dieser Realität zu lösen im Stande wäre.
    Zunächst einmal finde ich es komisch, dass der Dalai Lama Landbesitz zuteilt, wo das doch nur als Hindernis auf dem Weg ins Nirvana zu werten ist 😀 Weiter muss es sehr seltsam anmuten, wenn ein Europa, das nur durch Einwanderung zustande gekommen ist, jetzt plötzlich den Eingewanderten „gehören“ soll… da ist ja schon grundsätzlich was faul.
    Der Grund, weswegen der Dalai Lama diese Sprüche gerissen hat,liegt in der politischen Bigotterie, die allen Religionen anhaftet und untrennbar zu ihrem Wesenskern gehört.
    Der Dalai Lama und seine Untergebenen üben eine politische Religion aus, die unter anderem auf der Mönchshierarchie basiert. Diese Hierarchie kann die Führungsklasse unter den Mönchen und natürlich besonders ihr Oberhaupt mit dem Gefühl der Macht kitzeln… und das ist die Triebfeder für den Spruch.
    Der Dalai Lama kann gar nicht anders, als sich der Logik der Nationalstaaten und des Landbesitzes beugen, obwohl er gar nicht an weltlichen Besitz zu glauben vorgibt. Denn er will Tibet, als seinen Machtbereich von den Chinesen zurück. Tibet den Lamaisten sozusagen, und Europa dann eben den Europäern. An diesem dummen, die Probleme der Zeit unfähig gegenüberstehenden Spruch sieht man mal wieder das schwächliche, verlogene, politische Machtkalkül der Herrschenden und Oberhäupter.
    Und wer sich von einem Clown in einer Kutte auf die Schulter geklopft fühlt, in seinen haarsträubenden gestrigen Thesen, der soll sich wegen mir freuen, während die Geschichte ohne Rücksicht auf seine Ansichten eigene Wege geht, von dessen Mitgestaltung er sich selbst ausschließt.
    Dalai Lama…also langsam wird’s wirklich peinlich. Bin gespannt was Osterhase und Weihnachtsmann über Flüchtlinge und den „Untergang des Abendlandes“ denken 😀 😀 😀

    • „Überall lernt man nur von dem, den man liebt.“ Goethe
      „Der Mensch ist Mensch, und das bißchen Verstand, das einer haben mag, kommt wenig oder nicht in Anschlag, wenn Leidenschaft wütet.“

      Absolut einverstanden: eine „schillernde“ und sehr widersprüchliche Person, oft schwer zu trennen, was der instrumentalisierte und der echte Dalai Lama ist (auch weil er damit bewusst arbeitet). Auch Goethe hat seine Widersprüche.
      Dennoch konnte ich von beiden viel lernen. Man muss sie nur lieben lernen bevor man sich ent-täuscht.

    • Eine Ergänzung zu „Hierarchie“

      Hierarchie, wie im Westen verstanden und gewollt, unterscheidet sich von der Hierarchie im Osten!

      Nahe dem östlichen Verständnis ausgedrückt in einem Zitat von Goethe:

      „Nicht das macht frei, daß wir nichts über uns anerkennen wollen, sondern eben daß wir etwas verehren, das über uns ist. Denn indem wir es verehren, heben wir uns zu ihm hinauf und legen durch unsere Anerkennung an den Tag, daß wir selber das Höhere in uns tragen und wert sind, seinesgleichen zu sein.“

      Es gab immer wieder Zeiten, in denen es sehr an ehrbaren Vorbildern mangelte, und in denen die sog. Eliten nichts ausser Brot und Spielen boten – oder: Krieg für die einen und Spiele und Brot für die anderen.

    • Immer montags lauert ein pawlowscher Schießhund auf genau solche „geistigen Verwirrtheiten“ wie sie der Dalai Lama geäußert hat. Zum Glück ist ihm Rainer Rupp zuvor gekommen!

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