Tagesdosis 29.4.2020 – Gewaltfreier Widerstand (Podcast)

Wir sind die, auf die wir warten. Wenn wir es nicht tun, tut es niemand für uns.

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ich habe lange überlegt, ob ich überhaupt noch etwas über Corona und den ganzen Pandemie-Betrug schreibe. Nun schreibe ich doch noch, aber, es wird ein Artikel werden, der Möglichkeiten der Demonstrationen aufzeigen will. Und sie werden anders sein als die, die derzeit in ganz Deutschland laufen und immer mehr werden. Diese Demonstrationen sind gut. Doch wir sollten endlich auch strategisch und nicht bloß nach dem Zufallsprinzip vorgehen. Fehler, die in der Friedensbewegung 2.0 begangen wurden, sollten sich möglichst nicht wiederholen.

Der Nichtkampfweg entsteht

Der Autor dieser Zeilen, den einige aus der Friedensbewegung, andere als Publizisten auf KenFM und andere gar nicht kennen, gibt hauptberuflich Seminare, hält Workshops ab, ist als Vortragsredner unterwegs, ist Berater und Therapeut und bildet in Sachen Nichtkampf Sozialagenten, Selbstverteidigungstrainer und Personalberater fort. Von 1987 bis 2010 leitete der Autor eine selbstständige Sportschule für unterschiedliche Selbstverteidigungsarten, darunter Taekwon-Do, Shaolin Kung Fu aber auch Kendo und Iaido, also die Kunst das Schwert zu ziehen. Seit seinem achtzehnten Lebensjahr ist der Autor als Trainer für Kampfsport unterwegs und gründete zusammen mit seinem Trainer mehrere Schulen in Nordrhein Westfalen. Seit vierzig Jahren steht er vor Menschen und löst zusammen mit ihnen ihre Probleme. Der Autor hat zahlreiche Auszeichnungen in den unterschiedlichen Kampfkunstdisziplinen, von denen er in zwei den Großmeistertitel hält. Er war unter anderem im Nationalteam der damals erst neu gegründeten Deutschen Taekwon-Do-Union, beteiligte sich an nationalen und internationalen Meisterschaften im Vollkontaktsport, als er noch erheblich jünger war als heute. Der Autor war der erste Deutsche Taekwondoka, der zusammen mit dem südkoreanischen Nationalteam Shows in Deutschland abgehalten hat. Worauf der Autor auch heute noch ziemlich stolz ist. Der Autor schreibt dies nicht, um anzugeben und zu protzen. Er schreibt dies, weil die meisten Leser hier denken, der Autor sei Journalist oder sonstiger Fachmann in diese Richtung. Der Autor ist ein Tausendsassa, ein Überlebenskünstler, der ständig neue Dinge verwirklicht, vor allem dabei aber sich selbst. Dazu schrieb der Autor drei Bücher. Alles was der Autor heute macht, unterliegt immer dem Interesse am Nichtkampf-Prinzip, das er 2003 begründete, weil er eine Theorie zusammenfasste, wie man mit gewaltauffälligen Menschen ihren inneren Frieden erreichen kann. Dazu kam der Autor durch Dr. Michael Heilemann, einem psychologischen Psychotherapeuten, der in den frühen 1980er Jahren das heute sehr bekannte Antiaggressivitäts-Training AAT in der JA-Hameln, dem größten Jugendknast Europas, gründete. Der Autor entwickelte zum Nichtkampf-Prinzip eine systemische Theorie innerhalb der Spieltheorie, mit der er beweisen konnte, dass kooperative Spiele denen der kampfbetonten Spiele immer voraus sind. Sie schaffen einen Mehrwert für die Gruppe, die kampfbetonte Haltungen nicht erschaffen können. Dazu war der Autor erst als Deeskalationstrainer im Vollzug und im Ausbildungsteam von Dr. Michael Heilemann für zertifizierte Antiaggressivitäts-Trainer tätig. Kurz darauf sogar als Therapeut für Gewaltstraftäter, was er bis heute ist. Diese ganzen Konklusionen, die man nicht auf Universitäten erfahren kann, was dem Autor einige Professoren erklärten, haben es ermöglicht, eine gewaltfreie Theorie und Praxis zu erschaffen, wie man friedlich mit Gewalttätern, deren Gewaltprobleme löst. Und zwar auch währenddessen sie Gewalt ausüben. Das hat es zuvor in der BRD noch nicht gegeben. Das erfuhr der Autor dadurch, da ihn viele namhafte Professoren in die Universitäten einluden, um in Arbeitskreisen für mehr praktische und theoretische Zusammenarbeit einen Mehrwert in den Antigewalt-Programmen (Sozialtrainings) zu bekommen. Das geschah alles vor der Zeit in der Friedensbewegung, ja wurde für den Autor überhaupt erst der Grund dafür, in die Friedensbewegung zu gehen. Der Autor ist davon überzeugt, dass er weiß, wie man Frieden im Menschen erzeugt. Und das nicht etwa bloß theoretisch, sondern viel mehr praktisch. Wer jedoch in der Selbstverteidigung das Umlenken der Energien gut beherrscht, der wird dieses Prinzip sehr leicht verstehen. Und wer nun meint, wie sollen denn Kampfkünstler so etwas können, dem sei die Dissertation Kampf Kunst als Therapie, von Dr. Jörg-Michael Wolters anempfohlen. Oder die Dissertation von Dr. Ralf Pfeifer, Struktur und Mechanik der Kampfsportarten, in der Pfeifer exzellent die Spreu vom Weizen in der Kampfkunst und der Selbstverteidigung trennte. Auch ein Büchlein von Winfried Wagner ist zu empfehlen, Kriegerin des Lichts, der Liebe und des Lebens, in dem Wagner, der Aikido trainiert und ausbildet, auf transpersonale Konzepte der Kampfkunst eingeht und den Spuren Karlfried Graf von Dürkheim folgt. Das Ergebnis ist zusammenfassend, dass man nicht ständig in einen Zweikampf hineinrennen muss, um den anderen zu besiegen, denn das birgt auch immer die Gefahr der Eigenverletzungen. Man kann auch Methoden des ständigen Ausweichens erlernen, die es dem Täter nicht ermöglicht, seine negativen Energien zu übertragen. Dies kann man körperlich, verbal, nonverbal, geistig-kognitiv und emotional erlernen, wenn man sich mit dem Nichtkampf-Prinzip auseinandersetzt. Lernt man dies, so öffnen sich alle Tore der Konfliktbewältigung, der Coping-Strategien und das eigene Leben erhält eine ungeahnte Dynamik, die Lust auf Problemlösungen macht. Das ist so in etwa das genaue Gegenteil von dem, was die meisten Menschen leben. Die Angst vor dem Leben, nichts zu verwirklichen, wandelt sich in eine Lust, das eigene Leben in die eigene Hand zu nehmen und in seine eigene Kraft zu kommen. Der Verstand kommt in diese Sphären nicht rein, daher auch nicht mit, wenn man das jemanden zu erklären versucht. Man muss ihn machen, den Nichtkampf. Das ist seine Logik, das Machen, nicht das Herumreden und diskutieren. 

Und nun zur Sache: Dieses Prinzip ist der Kern des gewaltlosen Widerstandes, seine Methode macht ihn erst möglich. Es ist der Weg Ghandis, der mit der Befreiung Indiens als Kolonie Großbritanniens endete. Versteht bitte zunächst nur das Prinzip, denn nur darum geht es mir.

Der Weg zur Menschheitsfamilie

Das Wirken als Nichtkämpfer bedeutet nicht, nie und niemals wieder kämpfen zu müssen. Auch der Nichtkämpfer kann kämpfen und wird kämpfen, das wird oft falsch verstanden. Das Nichtkampf-Prinzip legt den wesentlichen Kern unseres kognitiven und emotionalen Kämpfen-Müssens bloß und bietet anstelle des Energieräubers Kampf sein Pendant, die eigene Menschlichkeit an. Das hat für jeden, der sich damit beschäftigt, enorme positive Konsequenzen. Beschäftigt man sich intensiver mit dem Prinzip Menschlichkeit, avanciert man zum Konfliktlöser in allen Lagen. Man kommt Gandhi, um einen bekannten Friedensaktivisten zu nennen, immer näher und weiter. Was, schaut man sich in der heutigen Welt um, die größte Mangelerscheinung unserer Spezies ist. Kampf und Krieg sieht der Autor als Wirkkraft ein- und derselben Ursache aller Zivilisationskrankheiten an. Kampf und Krieg sind krankmachende und krank erhaltende Illusionen, die uns blind machen für seine Alternative, die Menschlichkeit. Krieg begreift der Autor als Krankheit, Kampf, der aus der Angst heraus agiert, ebenso. Erst aus dieser, unserer Menschlichkeit erwächst der Wunsch nach einem erfüllten Frieden mit sich, dann mit den anderen und somit mit den unmittelbaren Menschen. Krieg und Kampf entstammen unseren inneren Dämonen, die uns seit Jahrhunderten daran hindern, ganz Mensch werden zu können. Denn der Mensch wählte bis heute den Weg der transgenerativen Traumatisierungen, was heißt, dass er einerseits Kriege erlebte und andererseits die dort erlebten Traumen in die nächste Generation. Und dies nicht alleine durch die vielen Kriege, die hier in Europa erst 1945 bis heute endeten, sondern viel mehr noch aus seinem sich selbst perpetuierenden Erziehungs- und Bildungssystemen, die aus dem Krieg heraus geboren und tradiert wurden, bis heute. Kampf und Krieg sind die wesentlichen Bestandteile dessen, was uns wie einen riesenhaften starken Magnet an den Zweikampf, an die Auseinandersetzung als Primat des Fortkommens mit allem und jedem bindet und unser Leben als Kampfprinzip schwängert. Wir glauben, Kampf sei normal und der Weg für das eigene Erreichen von Lebensqualität. Und so ist alles, was wir machen, ein sich Ausblühen dieser Kräfte, die alles mit diesen destruktiven Kräften als völlige Normalität in uns eingraviert haben. Es ist für die meisten Menschen sehr schwer, gar unmöglich, ohne Kampf den Alltag, das Leben und das Ideal zu verwirklichen. Daher ist der Mensch zunächst blind für Gandhis Weg der Gewaltfreiheit und für den Nichtkampfweg. Krieg und Kampf verhindern unsere Mitmenschlichkeit und trennen das von uns ab, was der Friedensforscher Dr. Daniel Ganser die Menschheitsfamilie nennt. Sie verhindern den Frieden in uns und um uns herum. Der Gedanke der Menschheitsfamilie ist eine Erinnerung daran, wonach es uns alle in unserem eigenen inneren Kern tatsächlich bewegt. Nach einem friedvollen und nachbarschaftlichen, hilfsbereiten Miteinander. Darwin irrte sich nicht in seiner Kampfthese innerhalb seiner Evolutionstheorie, denn er verwarf diese These sehr früh nach seinem Hauptwerk. Doch diesen Widerruf ignorierten die damaligen Biologen und die Bildungselite bis heute. Biologen schätzen heute den symbiontischen Planeten und seine symbiontischen Lebensformen, denen sie den Begriff der Halobionten gaben (5). Und seltsam genug, fanden sie heraus, dass die meisten Bakterien und Viren erst ermöglicht haben, dass sich Leben auf diesem Planeten regte und letztlich unsere Spezie hervorbrachten. Viren, Herr Dr. Drosten, sind nicht nur das Salz des Lebens, sie sind Anpassungsstrebend, und nicht krankheitsstrebend. Das gilt auch für alle Coronaviren, dessen Neuankömmling SARS-COV-2 schon sehr gut in Richtung Anpassung und nicht in Richtung Todesvirus strebt.

Lerne, die Gegenkraft ist nicht der Feind der Kraft

Man schiebt nicht mehr Gewalt vor, oder völlig unreflektiertes Verhalten, das bei vielen auch zur eigenen Falle, einem Fehlverhalten katastrophalem Ausmaßes werden kann, sondern man wächst an der Gewaltlosigkeit und wird automatisch immer menschlicher. Dieses Menschlichwerden setzt mit der Zeit alle Potenziale im Menschen frei. Potenziale, von denen niemand eine Kenntnis hat, der nicht diesen Weg in unserer Zeit selbst geht. Wobei der Begriff Nichtkampf unerheblich ist. Wichtig ist der Weg dorthin, nicht sein Name oder Begriff. Diesen Begriff wählte ich, da ich im Vollzug mit Gewaltstraftätern gearbeitet habe und als Sozialtrainer ein Konzept, ein Manual benötige, dass im Milieu auch sofort verstanden und zugeordnet werden konnte. Was sehr hilfreich war. Der Nichtkampfweg hat nichts mit einem immer schwächer werden zu tun, was ja oft behauptet wird von denen, die nichts darüber wissen und allein vom Begriffspaar Nichtkampf in ihren Interpretationen beeinflusst werden. Nichtkampf heißt nicht nie wieder Kampf oder ich lasse mich lieber zusammenschlagen oder töten, als das ich mich wehre. Ganz im Gegenteil. Ich schreibe dies deswegen an den Anfang hier, da ich mit der Zeit viele Kritiker des Weges der Gewaltlosigkeit im Netz kennengelernt habe, von denen niemand jedoch über die Kenntnis dazu verfügte, über die ich verfüge. Das wurde mir schnell klar, sobald ich mit solchen in Kommunikation ging. Und diese kann ich unmöglich in einem kurzen Text darlegen, wie diesem. Weswegen mir auch oft Arroganz entgegnet wird. Lest meine Bücher, die ich frei als PDF-Dokumente zur Verfügung gestellt habe, so wird mir Geldmacherei unterstellt. Doch mit PDF-Dokumenten macht niemand Geld. Leute, die nicht selbst so unterwegs sind, wie ich und viele andere, können das nur falsch verstehen, habe ich oft den Eindruck. Kommen wir nun zum gewaltfreien oder gewaltlosen Widerstand, den die Regeln, Gesetze und Außerkraftsetzen der Regierung unter der Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Gesellschaft erzwingen und zu denen ich jeden Bundesbürger und Nichtbundesbürger aufrufe: Widerstand muss gewaltfrei sein und bleiben, das ist das Gebot für alle Handlungen, die im Widerstand erfolgen. Eine Regel will ich für das Nachfolgende geben: Keine Mikrofone, keine Bühne, keiner steht oben, redet oder spielt Musik und alle anderen hören zu. Alle Anwesenden sollten möglichst wie ein Körper und ein Geist agieren. Kooperation, Symbiose, statt Kampf und Auseinandersetzung. Wir geben der Polizei keinen Raum für ihr Einschreiten gegen uns, denn von uns aus entstehen keinerlei Gewaltszenarien. Alles was Gegenkräfte erzeugt, werden wir meiden und nicht tun. In diesem Sinne ist das, was der Physiker Hans-Peter Dürr sagte, die Gegenkraft ist nicht der Feind der Kraft, wahr. Denn er sagte damit nichts anders als, dass man die Gegenkräfte wandeln oder aufnehmen, umlenken kann, in dem man die Gegenkräfte für die eigene Strategie und Kraft nutzt. Das ist das Herz aller Nichtkampfkunst und der modernen Deeskalation. Das könnte man selbst lernen, wenn man will. Man könnte auch sagen, die Gegenenergie ist nicht der Feind der Energie, denn Energie ist an sich neutral, wie auch die Kraft an sich neutral ist. Nur wir Menschen machen mittel unserer Emotionen daraus einen Kampf, in dem wir stets die Energien, also die Kraft des Gegners, als Möglichkeiten unserer Abwehr aufnehmen, blocken, also der dadurch entstehenden Massekraft (Masse mal Beschleunigung gleich Kraft) uns entgegenstellen und uns selbst damit oft großen Schaden zufügen. Unser Wissen ist stark, aber unsere Emotionen sind oft eine Falle, in die wir hineinfallen, da sie den Verstand außer Kraft setzen können. Das ist in vielen Teilen der Kampfkünste auch ihr Prinzip, nicht jedoch in der realistischen Selbstverteidigung, aus der ich das Prinzip der Gegenkraft entliehen habe.

Ihre Realität ist nicht unsere oder meine Realität

Schauen wir zurück. Als Erstes haben Ärzte, Epidemiologen, Virologen, Notfallmediziner, Allgemeinmediziner und Pathologen sehr gute Aufklärungsarbeit im Netz aufgezeigt. Im Mainstream kam auch der eine oder andere bei der Sendung Markus Lanz zu Wort. Die Arbeit dieser Menschen hat uns allen die Augen dafür geöffnet, dass a) sich hinter der Pandemie und dem Shutdown eine Agenda verbirgt, die mit viel Geld zu tun hat, mit Impfpflicht, Börsen und Wetten auf den großen Finanzmärkten, wie sie beispielsweise in schändlichster Art und Weise von dem Sender Monitor kürzlich aufgedeckt wurden (1). Die Mediziner sind mit dem Thema durch. Ihre Aufklärungswelle hat eine positive Aufklärungswelle im Internet erzeugt, wie ich sie, seit ich in der Aufklärungs- und Friedensbewegung bin, nie zuvor erlebte. Sie sind zu medizinischen Helden der Aufklärung geworden, vor allem Wolfgang Wodarg, Sucharit Bhakdi und Bodo Schiffmann, ganz neu in dieser Riege ist Dr. Katrin Haas, die Tacheless redet und den Rücktritt von Frau Dr. Merkel und Jens Spahn fordert (2). Jetzt aber muss die gleiche Welle der Aufklärung von den Juristen und den Polizisten kommen. Ihr müsst diesen Rechtsstaat retten, sein Grundgesetz und seine unveräußerlichen Rechte verteidigen. Ihr müsst jetzt aufstehen, euch empören und Recht und Gesetz wieder einfordern, wie es vor dem Außerkraftsetzen war, vollumfänglich. Wir brauchen den Aufschrei der Justiz und der Polizeidirektionen, eure Empörung, länderweit. Ich will nicht falsch verstanden werden! Falls uns ein Virus oder Bakterium pandemisch überfällt, das wie Ebola, Typhus, der Malariaerreger oder andere hochbedrohliche Viren oder Bakterien die ganze Menschheit zu erfassen droht, wäre ich der Erste, der sich solchen Maßnahmen, wie wir sie derzeit alle erdulden müssen, hinnehmen und auch propagieren würde. Auch ich würde mich nicht versammeln wollen. Das ist aber gar nicht der Fall. SARS-COV-2 ist spätestens seit Ende März in seinem Sommerschlaf. Das zeigen uns die wissenschaftlichen Zahlen und Statistiken des Robert Koch Instituts, die fast tagtäglich in den Videos dazu von Dr. Bodo Schiffmann (3) jedem zugänglich sind. Masken zu tragen ist völliger Unsinn, Abstand zu halten ist ebenfalls völliger Unsinn (6). Die Hygienevorschriften zu beachten, tue ich, seit dem ich über sie als Jugendlicher aufgeklärt wurde, denn seit meinem zwölften Lebensjahr leide ich unter allergischem Asthma und Heuschnupfen. Bin also aus Sicht der Coronaviren selbst ein Risikopatient. Ich halte jeden Winter Abstand und begegne wenigen Menschen, nur ist das bisher niemandem aufgefallen, da ich das präventiv tue und nicht darüber rede. 

Bewusstsein zu Erfolg und Kreuzstrategien

Wir benötigen eine Bewegung, in der das Bewusstsein zur Strategie und zu Erfolg vorherrscht und nicht wahllosen Aktivismus predigt, der zwar der Sache dient, nicht aber zu Erfolg führt. Diese Strategie haben wir noch nicht. Anfänge dazu wurden von Kai Stuhl in Berlin am Rosa Luxemburg-Platz im Sinne von Meditationen für das Grundgesetz gestartet. In Hameln wird sich voraussichtlich auch eine solche Gruppe organisieren, an der auch ich dann regelmäßig teilnehmen werde. Was wir brauchen, sind Kreuzstrategien. Was sind das? Das sind Ereignisse, die zeitgleich und auch nacheinander zu den üblichen Demonstrations-Strategien laufen, die wir bisher kennen, also das ganz normale Demonstrieren, wie derzeit etwa in Chemnitz, München und Berlin. Alle Ereignisse werden gewaltlos, also nach dem Nichtkampf-Prinzip und  dem Ghandi-Prinzip ablaufen. Alle sollten, ohne die Rufe nach wir sind dieses oder jenes ablaufen. Alle Ereignisse sollten sich strikt an das Prinzip der Gewaltlosigkeit halten, was impliziert, dass auch der Gegenseite, zumeist die Polizei, signalisiert wird: Wir sind durchgehend friedlich. Das macht, auf Dauer im Inneren etwas mit den Polizisten. Gewaltausübung, die keine (professionelle) Gewaltantwort bekommt, lässt den Täter ins Leere laufen und die ausgeübte Gewalt wirkt mit der Zeit und der Ausdauer, auf den Täter zurück. Sie wirkt als Rechtfertigung der Gewalttat auf den Täter zurück, sobald er als Rückantwort ebenfalls Gewalt bekommt. Das ist die Zweikampf-Strategie, die immer die Gewaltantwort auf die Gewaltauslösung braucht, um Rechtfertigungsgründe zu etablieren und die Gewalt als Mittel der eigenen Handlungen zu legitimieren. Die Polizei arbeit ebenfalls nach diesem Prinzip, nach dem übrigens alle Gewalttaten der Menschen funktionieren. Auf diese Weise wird das Gewaltmonopol immer gewinnen und es wird sich niemals selbst zu hinterfragen lernen. Was dann zur Gewalteskalation führt, auch bei den Demonstranten. Diesen Kreislauf zu durchbrechen ist die gewaltlose Methode des Nichtkampfs und sie führt automatisch zu Gandhis Weg des Satyagraha, dem Weg der Wahrheit als innere Haltung und sich dadurch widerspiegelndes Verhalten nach außen (4). Ich habe das modifiziert und in unsere Gesellschaft übertragen und weiterentwickelt (was ich zunächst weder beabsichtigte, noch wusste) als das Nichtkampf-Prinzip. Es wirkt bei Gewaltstraftätern sehr gut und damit auch ganz grundsätzlich bei fast allen Menschen, die sich ihrer Kognition gewahr sind. Handeln wir geschlossen nach dem Gewaltprinzip, werden wir haushoch verlieren. Ich werde bei so etwas niemals mitmachen, weil es erfolglos ist, gegen King Kong zu kämpfen, wenn ich nur die Größe seines Zehs gegen ihn habe. Gandhi gewann, weil er das erkannte und dieses Prinzip in zahlreichen Strategien anwendete. Der Staat will uns in seinen Kampf zwingen, uns in seinen Ring (Kampfmilieu) werfen, denn er weiß ganz genau, dass er so gewinnt, denn er hat so immer gewonnen. Tun wir das, verlieren wir komplett. Wer das nicht begreift, sollte das lernen und nicht wieder mit den üblichen Idiotien, gegen dass Prinzip wettern. Es ist keine NWO-Strategie, sondern bei völligem Verständnis und Können sein genaues Gegenteil. Es macht im Täter, also im Gewaltbereiten seine innere Tür zur Empathie mit dem Opfer, dem Unterdrückten auf und damit seine Mitmenschlichkeit zur jeweiligen Situation erst möglich und handlungsbereit, bzw. handlungsoffen. Jeder Tätertherapeut weiß eines über die Wirksamkeit aller Gewalttäter: Ohne Empathie mit der Opfersituation ist keine Wende hin zu einem Täter-Opfer-Bewusstsein im Täter möglich. Und das ist unser Schlüssel, unser goldener Pfad, sie auf unsere Seite zu ziehen, in ihre Mitmenschlichkeit mit unseren Bedürfnissen eins werden zu lassen, wenn wir geschickt vorgehen. 

Boris Jelzin wandte dieses Prinzip damals an, als Michael Gorbatschow geputscht und gefangen genommen wurde und er stellte sich vor die Panzer. Das  beendete damals den Putsch und Gorbatschow wurde befreit. Napoleon wurde nicht in Waterloo besiegt, sondern in Russland. Dort bekämpfte ihn der russische Generalfeldmarschall Michail Illarionowitsch Kutusow nicht, sondern ließ Napoleon in eine Nichtkampfstrategie, der Taktik der Vermeidung von Kopf auf Kopf Kollisionen, hineinfallen, in der Napoleon fast seine gesamte Armee im russischen Winter und im brennenden Moskau verlor. Erst dadurch war Waterloo erst möglich. Es gibt zahlreiche Nichtkampfstrategien, vor allem in China, von denen wir hier in Deutschland so gut wie gar nichts wissen und deshalb seine Taktik nicht verstehen. Schon mal was von den 36 Strategemen gehört, die in China schon in der Grundschule jedem chinesischen Kind gelehrt werden. Oder von Sun Tsu’s Kunst des Krieges, in der es nur so von einer Kriegskunst des Nichtkämpfens als ersten Weg wimmelt? In Europa gibt es fast keine reifen entwickelten Gedanken zu so einer Kunst. In Asien hingegen schon, in der die List zur Kunst etabliert wurde und dieses Verhalten dort niemandem angekreidet wird, da alle dort so vorgehen, wenn sie in Richtung Macht und Interessen unterwegs sind; und genau das ist der europäische blinde Fleck der Strategien, im Umgang mit China. 

Wehrt euch, Merkel hat keinen Gottesauftrag

Jetzt brauchen wir die Juristen, die Polizisten und die Schulbehörden, die Schulen, die Schulleiter und die Elternräte, die Elternsprecher. Wir müssen mit den Juristen reden, vor ihren Gebäuden stehen und sie friedlich und höflich davon überzeugen, dass wir, also die Gesellschaft, auf ihren Protest wartet. Dann müssen wir den Schulbehörden und den Schulleitern klar machen, dass wir nicht weiter die Zukunft unserer Kinder und Enkel aufs Spiel setzen wollen. Wir wollen endlich wieder die Schulen offen sehen, sodass der Unterricht und die Abschlüsse gut vonstattengehen. Schritt eins, sind die Mediziner und Co., Schritt zwei sind die Juristen, Schritt drei sind die Polizeidirektionen, Schritt vier sind die Schulen und Schritt fünf, die Gotteshäuser aller Religionsgemeinschaften, als Symbol vor allem die Nikolaikirche in Leipzig. Sie müssen und sollen wieder öffnen und ihr Werk tun. Also müssen wir zu den Bischöfen und den anderen religiösen Oberhäuptern und ihnen klar machen, dass Gott keine Pause will, noch dass er sie je angeordnet hat. Gott ist immer und alles und wer das nicht versteht, dagegen vorgeht oder Gottes Wille einschränkt, den müssen wir mit friedlichen Mitteln, mit Gottes Wille sozusagen, davon überzeugen, dass Gott das aber nicht will. Gottes Wirken kennt keine Pause, kein nachlassen unserer Gebete und keinen kleinen Glaube. Gott ist alles oder das Göttliche ist alles, Gott ist quasi immerdar. Merkel hat keinen Gottesauftrag bekommen. Der Staat steht über der Kirche, ja, aber aber der gläubige Mensch sollte immer  Zugang zu seinem Gott haben und daher muss er zu seiner Kirche gehen können. Ihm darf der Zugang zu seiner Religiosität niemals verwehrt werden. 

Alles was ich hier beschreibe, unterliegt immer dem Nichtkampf-Prinzip, dem Gandhi-Prinzip, keine Gewalt aussenden, nicht in der Sprache, nicht in der Geste, nicht mit dem Körper, nicht nonverbal, doch immer empathisch auf die Grenze des Gegenübers eingehen. Wenn wir das jetzt nichts tun, dann war es das wahrscheinlich für mehrere Generationen mit der Restdemokratie. Die Schulbehörden, Schulleiter, Lehrer und Eltern müssen wir von der Bildungswirklichkeit der Kinder überzeugen, davon, dass unsere Gesellschaft nur dann fortbestehen kann, wenn die nachfolgenden Generationen gebildet werden und Aussichten auf gute Arbeitsplätze haben, die wirtschaftlich dann die Gesellschaft weiter am Laufen halten, was man als den Lauf der Dinge bezeichnet. Sonst bricht alles zusammen, auch deren Leben, unser aller Leben und Wohlstand.

Empathie dort, wo sie wehtut

Ein allererster Schritt zu all dem was ich bisher beschrieb und was weiter von euch gedacht und ausgebaut werden kann, ist der Zusammenschluss, die Einigkeit aller alternativen Medien, oder zumindest ein sehr großer Teil der alternativen Medien und ihrer Alphaschreiber,  der Alphamoderatoren. Wir müssen endlich lernen zusammenzuarbeiten, die internen Konflikte beiseiteschieben und einig für das Gleiche einstehen. Mut tut gut, heißt es vom Rubikon. Nur gemeinsam werden wir die vor uns liegende Aufgabe meistern. Tun wir das nicht, werden wir alle ganz sicher gemeinsam untergehen und im Teile und Herrsche-Spiel weiter zerrieben. Wir brauchen daher einen Zusammenschluss, eine Union der alternativen Medien und Netzwerke, die sich der Wahrheits-, Demokratie- und Friedensbewegung verschrieben haben. Das wird wohl der schwierigste aller Schritte werden, weil es dabei gilt, die zwischenmenschlichen Unterschiede und das Anderssein zu überwinden und Empathie dort anzuwenden, wo sie wehtut (nach Jens Lehrich) und wo man sie selbst am Liebsten schnell wegschieben würde. Wir sollten uns für die Aufgaben und Ziele vernetzen und uns miteinander für diese Ziele gegenseitig und füreinander austauschen. Gemeinsam sind wir eine nicht zu übersehende Menge und eine nicht zu übersehende Kraft, die sich Gehör verschaffen wird und der sich viele anschließen werden. 

Keine Mandelkernsprache

Schritt fünf, ist, dass sich selbst in jeder Stadt, jedem Bezirk und Landkreis etc. zu organisieren, sich in Gruppen friedlich zur Mediation an jedem Samstag von 15:30 Uhr bis 16:30 Uhr einzufinden, mit der Anfangsmusik von Pippi Langstrumpf, wie sie Kai Stuhl vorgeschlagen und praktiziert hat. Alle können mitmeditieren oder dasitzen, Kinder, Jugendliche, Erwachsen, Rentner etc. Wir sind eine Menschheitsfamilie, das ist unser Friedensangebot an alle Menschen. Wir halten keine Schilder hoch, wir brüllen nicht herum, es geht auch nicht um das Ego und den Blick in eine Kamera. Ich, wir alle müssen unbedingt jetzt für ein Wir wollen unser Leben zurück, zurückweichen, uns alle zurückhalten. Wir filmen uns selbst via Smartphone und stellen uns selbst ins Internet. Sobald sich jemand als Rädelsführer darstellt, wird er von der Presse sowieso zerpflückt, als braune Infektionskette etc. Ihr kennt das Spiel. Wir sprechen nur mit den Juristen, den Medizinern, den Polizisten den Schulbeamten, und oder den Schulbediensteten, den Kirchenvertretern über unser Anliegen, weil es das Anliegen der gesamten Gesellschaft ist. Kampf, Herumschreien, eindringlich sein Wollen nach vorne zu bringen, wird als Rechtfertigung für Gewalteinwirken wahrgenommen. Alle Haltungen und alles Verhalten, das beim Anderen, den Ordnungshütern und all denen, die wir überzeugen wollen und müssen, aggromäßig verstanden wird, wird als Antwort von ihnen den Ring erzeugen, in dem via Zweikampfmodus nicht mehr diskutiert wird, sondern nur noch die eigene Meinung über die des anderen als Sieg des besseren Argumentes gefeiert wird. Wenn das geschieht, haben wir verloren. Wer so vorgeht, wird verlieren. Ich nenne das die Mandelkernsprache und beziehe mich hierbei auf die Hirnforschung. Sein Ring ist der Zweikampf, die Zweikampfsprache.

Retten wir die Restdemokratie

Ziel all unserer Anliegen ist das wieder aufleben des Alltags mit dem Grundgesetz, mit dem Abwenden einer möglichen Impfpflicht für alle und mit dem Auftrag an das deutsche Parlament, über ihre Fehler tief nachzudenken. Ziel ist ein Leben aller weit vor dem lockdown, dem dreiundzwanzigsten März 2020, als alles am neunten März 2020 mit den ersten Maßnahmen, dem schließen aller Veranstaltungen ab eintausend Personen, begann. Zuvor kamen Urlaubsreisende in Quarantäne. Wir klagen nicht an, was selbst mir schwerfallen wird. Wir alle bleiben zielorientiert bei den Schritten, zu denen noch viele hinzukommen sollen. Die aber will ich ja nicht im Alleingang hier vorstellen. Dass was wir tun, soll von uns allen kommen. Kein Bestimmer dieser ganzen Schritte soll es geben, wohl aber eine Gruppe, damit man überhaupt voranschreiten kann und im Verbund Lösungen erarbeitet, damit Ziele erreicht werden. Dazu braucht es mehr den in gewaltloser Taktik und friedensfähigen Strategien erfahrenen Menschen, als den, der als sehr intelligent gilt, aber hierin noch nicht sehr bewandert ist. Meine Vorschläge sind nur Vorschläge für ein Beginnen unserer Befreiung von all dem, was derzeit an unrechten Mitteln vom Staat angeboten werden, um Unrechtliches zu verwirklichen. Uns allen schwant eine Totalität, eine Merkel- und Spahn-Diktatur. 

Kehren wir ihre Taktik um

Was uns fehlt, darüber wollte ich diesmal schreiben, da uns die Zeit mittlerweile davonläuft, wenn auch wir, die Aufgeklärten, nicht endlich im Sinne der Gewaltfreiheit und deren Maßnahmen aufwachen. Darin sind leider noch viele von uns selbst die Schlafschafe. Ich komme aus der Friedensbewegung und habe für mich festgestellt, dass Demonstrationen auf die alte Art, nichts bewirken, außer dass sie uns Spalten und uns im Streit zersetzen. Das werde ich kein zweites Mal mitmachen. Daher brauchen wir, wenn wir Erfolg haben wollen, eine andere Strategie. Ich hatte und habe mit meinem Prinzip, gute Erfolge erlebt und ich weiß, auch wenn viele das Prinzip in ihr Gegenteil verstehen wollen, dass wir damit einen Erfolg für unsere Interessen haben werden. Mit anderen, gewaltvollen Methoden, wie sie wahrscheinlich wieder von linken Gruppen am ersten Mai bewiesen werden, würden wir vieles verlieren. Ich ächte Gewalt, und zwar alle Formen der Gewalt. Ich ächte nicht die Selbstverteidigung. Schließlich habe ich sie Jahrzehnte selbst betrieben. Verlieren wir die Republik, verlieren wir die Restdemokratie. Verlieren wir die Mitmenschlichkeit, verlieren wir die Idee unsere Unerschrockenheit. Somit verlören wir auf ganzer Linie gegen den Finanzadel, der das gerade inszeniert. Der Maulkorb, den sie uns umbinden, können wir wandeln und ihn uns zunutze machen, in dem er unser Zeichen wird, individuell oder in der Gruppe, wie der Spotttölpel aus der bekannten Trilogie. Wir können deren tiefenpsychologisches Spiel durchschauen und es umkehren. Wir können es als Schutzpatron für unser altes Leben sehen, dafür kämpft auch ein Nichtkämpfer, allerdings mit gewaltlosen Strategien. Ein Zeichen für eine Bewegung in Deutschland, welches dann das Zeichen einer weltweiten Bewegung wird. Wir können uns darum bemühen, mit hellem Verstand, ihre Strategie für uns zu nutzen und sie mit ihren Waffen schlagen. Noch geht das. Benutzen wir jetzt nicht unseren Verstand und bändigen ein wenig unsere Emotionen, ein wenig schrieb ich, dann war es das mit der Freiheit, der freien Rede und der alternativen Medienfreiheit schlecht hin. Wir begreifen das, was wir heute tun, als einen weiteren Schritt, der seinen allerersten Schritt 1789 tat, als die Bastille gestürmt wurde. Denn das ist es, wovor die Wölfe Angst haben. Unsere echte Befreiung, als freie Menschen, nicht als unfreie Bürger, die für ihre angerichteten Schäden bürgen, von ihrem Joch. Wir reißen unsere Persona, was Maske heißt, von uns weg und halten diese hoch, als unser aller Symbol. Unser Symbol ist dazu der Mundschutz, die Maske, wir brauchen kein anderes. Kehren wir ihre Taktik um und wissen, dass ihre Psychospiele ein Ende haben. Rocken wir unsere Freiheit, jetzt! Wenn wir das jetzt nicht tun, dann werden unsere Kinder und Enkelkinder keine Freiheit mehr kennenlernen. 

Quellen:

(1) https://www.youtube.com/watch?v=7AU8iGKxq1I

(2) https://www.youtube.com/watch?v=cg5r7jeDbmk

(3) https://www.youtube.com/channel/UCfPIdT5vkOwQyDAtyhxaFzw/videos

(4) https://de.wikipedia.org/wiki/Satyagraha

(5) https://kenfm.de/m-pathie-bernhard-kegel/ 

(6) https://www.youtube.com/watch?v=9p8ZPHydQs0&feature=youtu.be

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildhinweis: frankie's  /  shutterstock

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4 Kommentare zu: “Tagesdosis 29.4.2020 – Gewaltfreier Widerstand (Podcast)

  1. Hallo Herr Lenz.
    Jetzt habe ich verstanden, warum Sie mir von Anfang an sympathisch waren. Ich bin ebenfalls Psychologin, habe im Knast gearbeitet, der Schwerpunkt meiner Arbeit ist das Thema Gewalt, ich bin Deeskalationstrainerin und in meiner aktuellen Arbeitsstelle leite ich eine Gruppe, die verhaltensauffälligen Jugendlichen soziale Kompetenzen vermittelt und ich schule die Mitarbeiter zum Thema Umgang mit Gewalt.
    Wir haben also viel gemeinsam:-)
    Ich habe in den letzten Wochen die Bilder der "Hygiene-Demos" in Berlin verfolgt und Sie sprechen mir aus der Seele. Ich war erschüttert über diese wahnsinnig aggressive Grundstimmung.
    Ich habe eines begriffen: Menschen, die sich dafür entscheiden, Polizist oder Vollzugsbeamter zu werden, haben zu 90 % eine ähnliche Persönlichkeitsstruktur: Sie fühlen sich klein und wertlos. Durch das Gefühl von Macht fühlen sie sich für kurze Zeit wie wertvolle Wesen. Sie warten nur auf Situationen, in denen sie endlich einen Grund haben, einen Menschen "niederzuknüppeln".
    Mich hat die Arbeit mit Gewaltstraftätern sehr inspiriert. Aber mit den Beamten kam ich nicht klar. Also bin ich gegangen. Ich habe gemerkt, dass die Gefangenen mehr Lernbereitschaft gezeigt haben als die Beamten.
    Diese Art der Demonstration wird keine Früchte tragen, da haben Sie genau Recht. Die Polizisten sind "Gewalt-geframed". Und ich würde ihnen gar nicht primär die Schuld geben. Das System erschafft Menschen mit wenig Selbstwert, weil man sie dann besser steuern kann.
    Wenn die Polizisten also angeschrien werden und man ihnen "schämt euch " zuruft, werden sie in Reaktanz gehen. Hinzu kommt, dass man sicherlich im Vorfeld Manipulationstechniken angewandt hat. Kriegspropaganda erschafft Feindbilder durch Entmenschlichung. Der Feind ist kein Mensch, sondern eine Bestie. So ähnlich verfährt man hier sicherlich auch: "Ihr müsst gut aufpassen. Die Demonstranten sind alle verrückt, und rechts und paranoid. Die werden euch angreifen. Ihr müsst also die Ersten sein, die angreifen. Sonst habt ihr keine Chance gegen eine solche Masse." Und so weiter. Wir müssen empathisch mit den Polizisten umgehen, denn sie sind in Wahrheit arme Seelen. Jemand, der sich selbst liebt, würde nicht so mit einem anderen Menschen umgehen. Ich finde, dass die Friedensbewegung den Weg der Liebe gehen muss.

    Ihre Vorschläge sind wirklich toll. Man sollte paradox intervenieren.
    Ich hätte noch eine andere Idee: Wie wäre es, wenn man zu Beginn der Demo zu den Polizisten gehen würde und ihnen eine weiße Rose schenkt und sagt "Ihr seid unsere Brüder und Schwestern. Wir sind alle eine Menschheitsfamilie. Schön, dass es euch gibt. "
    Würden die Polizisten jemanden niederringen, der ihnen vorher so liebe Worte gesagt hat?
    Die Gefangenen, mit denen ich gearbeitet habe, hätten mir niemals etwas getan, weil ich ihnen mit Respekt begegnet bin.
    Und ich denke, dass wir so vorgehen müssen: Respekt als Antwort und Prinzip.
    Viele herzliche Grüße.

  2. Wehret den Anfängen, es ist ein Schritt in die richtige Richtung!

    Ich schätze deine Arbeit und bin erstaunt über dein Portfolio!
    Mich zereißt es innerlich, wenn ich sehe wie wir den Karren an die Klippe fahren, ohne Stopp zu rufen!
    Es ist der Menschheit noch nicht bewusst, was für eine Lawine ins Rollen gebracht wurde.
    Wiederstand wenn nicht jetzt, wann dann?

    Nächtliche Grüße

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