Tagesdosis 29.6.2018 – Grenzenlose Migration und die Erhöhung der Profitrate

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

„No Border, No Nation“. (Keine Grenzen, Keine Nation.) Das ist immer noch der Schlachtruf der Mutter-Theresa-Kommunisten und anderer Linken. Angesichts des Stopps des Geschäftsmodells der NGO-Schleuserschiffe durch die neue italienische Regierung fühlen sie sich nun erst Recht dazu berufen, hoch oben vom moralischen Ross sich besonders leidenschaftlich für eine Fortführung der Massenimmigration nach Europa und Deutschland einzusetzen. Ich wette, dass kaum einer dieser überzeugten, angeblichen Linken merkt, dass sie mit ihren Forderungen das Geschäft der neoliberalen Globalisierer, der Bankster und der Großkonzerne betreiben.

„No Border, No Nation“ ist vor allem das Ziel der neoliberalen „Eliten“. Und diese Herrschaften reden nicht nur darüber, sondern sie haben dieses Prinzip mit den Vorläufern von TTIP zur Mehrung des Profits der 0.01 Prozent längst in die Tat umgesetzt. Das bedeutet Maximalprofite für die superreichen „Masters of the Universe“ und mehr Arbeit und weniger Lohn für die Arbeiter und kleinen Angestellten, und für die sich bis aufs Blut selbstausbeutenden, scheinselbstständigen Einmann-„Unternehmer“.

Allerdings sorgen sich unsere selbsternannten „Eliten“ zunehmend um die demographischen Entwicklungen in den industrialisierten Ländern des neokonservativ regierten Westens. Denn kinderreiche Familien sind unter „Bio-Deutschen“ extrem selten. Das ist erst recht der Fall in der so genannten „Mittelschicht“. Angesichts unseres, mit angeblich „großzügigen“ Hilfen für Familien ausgestatteten „Sozialsystems“ bedeuten bereits ein oder zwei Kinder das Abrutschen der Familie ins Prekariat oder gar in die Armut. Daher herrscht Alarmstimmung im Bund der Deutschen Industrie (BDI) und im „Deutschen Industrie und Handelstag (DIHT), denn weniger Kinder bedeuten letztlich weniger Arbeiter, d.h. weniger Menschen zum Ausbeuten, was wiederum weniger Dividende für die Kapitaleigner bedeutet.

MiAllerdings wollen die Vertreter von BDI und DIHT das Problem nicht über höhere Löhne und bessere Versorgung der Kinder und ihrer Familien lösen, sondern über die Zuwanderung kinderreicher Migrantenfamilien. Darin sehen sie die Lösung des demographischen Problems, eine Lösung, die ihre Profite nicht schmälert, sondern noch erhöht. Und genau deshalb setzten sie sich lautstark für weiteren, unbegrenzten Zuzug von Migranten ein. Und das zahlt sich aus, denn die Herren der Industrie haben bereits wiederholt erklärt, dass die „Arbeitsgeber“ den Migranten und ihren Nachkommen wegen mangelnder Deutschkenntnisse natürlich „nicht den gesetzlichen Mindestlohn zahlen“ könnten.

Mit der vom Kapital gewünschten Migrationsschwemme soll also eine Reservearmee von Billigtagelöhnern zwecks Lohndruckerei in der gesamten Wirtschaft geschaffen werden. Das ist der wahre Grund für die überschwängliche Willkommenskultur des Großkapitals, das „noch“-Kanzlerin Merkel mit allen Mitteln bedienen will. Und dabei wird sie ausgerechnet von vielen, sich „links“ bezeichnenden Mitgliedern der SPD, der Grünen und der Linken unterstützt.

Wer die Forderung nach offenen Grenzen noch immer für eine „linke“ und humanistische Position hält, der sollte nachlesen, wie die kapitalistischen Eliten das Thema „internationale Migration“ einordnen: vor allem als ein Feld, auf dem Profite zu holen sind, schrieb Thomas Schwarz unlängst auf RT-Deutsch. Dabei bezog sich Schwarz auf ein vielsagendes Dokument des Weltwirtschaftsforums aus dem Jahr 2013 mit dem Titel: „Warum Migration gut fürs Geschäft ist“ („The Business Case for Migration„). Darin sehen die Verfasser der Studie in den Migranten nichts anderes als eine Manövriermasse für die Bedürfnisse des Marktes.

Darüber hinaus fordert diese Studie des Weltwirtschaftsforums (WEF) die Funktion des Staates als Vermittler und Lenker eines international vagabundierenden Lumpenproletariats – dabei soll der Staat zu Diensten der „Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“ Migranten vermitteln.

So stellt das WEF in seinem Konzept fest, dass „die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen“ durch „Migranten und Migration eindeutig verbessert werden“ könnte. Aber die „restriktiven und unflexiblen Politiker der sturen und migrations-skeptischen Regierungen brächten die Unternehmen in Gefahr“. Darum schlägt das Forum vor, die Rolle der Regierungen zurecht zu stutzen. Allerdings solle diese Praxis laut WEF nicht dazu führen, „dass der Privatsektor die nationale Migrationspolitik bestimmt“.

Andererseits – so die WEF-Studie – soll die Propaganda für die Migration doch lieber vom Staat produziert werden. Es habe sich nämlich als schwierig herausgestellt, „den Privatsektor (die Konzerne) effektiv in die Migrationsdebatte einzubeziehen“. Die Unternehmensführer sorgten sich nämlich, dass sie den Zorn der Bevölkerung auf sich ziehen, wenn sie sich für Migration aussprechen“. Deshalb soll der Staat die Migrationspropaganda liefern. Hier wird bereits im Jahr 2013 vom Großkapital explizit die Werbung für die „Willkommenskultur“ gefordert.

Vielleicht sollten sich selbst als „links“ bezeichnende Verfechter von „offenen Grenzen für alle“ überlegen, was für eine gefährliche, neoliberale und ganz und gar nicht „linke“ Ideologie sie da unterstützen. Konkurrenz zwischen den Migranten und dem einheimischen „Prekariat“ um die knappen Krümel der Sozialhilfe, die vom reich gedeckten Tisch der Bankster-, Wirtschaft- und Politiker-„Eliten“ fallen.

Doch das alles hindert noble „linke“ Ideologen nicht daran, für eine positive Vision der Einwanderungsströme zu werben. Denn die Migranten seien der Vorreiter und strahlende Horizont der weltweiten Mobilität im globalen Dorf, schrieb diese Woche der französische Journalist Pierre Lévy auf RT-Deutsch. Dazu zitierte er die französische Juristin Mireille Delmas-Marty, die kürzlich bestätigt habe, dass „die Migration an sich durchaus erwünscht“ sei und denn „ebenso wie das Klima  global reguliert“ werden solle. Die globale Regulierung der Märkte mit beliebig verschiebbaren „Produktionsfaktoren mit zwei Ohren“, ist der feuchte Traum der neoliberal globalisierten, westlichen „Eliten“.

Das habe – so Lévy –  auch Angel Gurria, Generalsekretär der OECD, eben jenes Clubs, in dem sich traditionell die reichsten Länder des „Westens“ ein Stelldichein geben, mit ergreifender Offenheit bestätigt als er kürzlich in einem Interview sagte:

„Die Migration ist für die Regierung des Ziellandes etwas Positives, aber diese Regierung muss eine Anzahlung leisten, als würde sie eine Investition tätigen. Am Anfang investieren Sie, dann warten Sie ab, bis die Investition Gewinn abwirft.“

Die Migranten sind also eine „Investition“ des Staates, von der Profit erwartet wird. Profit für wen? Für die einheimische Unter- und Mittelschicht, zu denen die Migranten in Bezug auf Mieten und Sozialleistungen in Konkurrenz stehen? Oder für wen?

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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46 Kommentare zu: “Tagesdosis 29.6.2018 – Grenzenlose Migration und die Erhöhung der Profitrate

  1. Quo Vadis, KenFM?

    Man muss schon recht einfallslos sein, um über eine Frau, die sich mit Herz und Eifer, um die Fäkalien des Liberalsimsus kümmerte derart herablassend und abfällig zu reden. Mit „Mutter-Teresa-Kommunisten“ werden hier Menschen beschimpft, die dafür stehen, dass sich um die Produkte der monetären Wirtschaft endlich gekümmert wird und die Menschen wieder ins Zentrum des gesellschaftlichen Interesses rücken.

    Aber wer austeilt, sollte auch einstecken können. Betrachten wir mal Rainer Rupp genauer. Mag sein, dass Wikipedia nicht die beste Quelle. Da aber KenFM selbst nichts über den Autor verrät, bleibt nur die Vermutung, dass hier eben jener Rainer Wolfgang Rupp schreibt, der als BWL-Student schon mal aufgehört hat, das System der Verwertung zu hinterfragen. Denn ohne das Anerkennen dieser höchst widersprüchlichen Mechanismen als logisch, sinnvoll und zweckdienlich (wofür auch immer), ist kein erfolgreicher Abschluss eines solchen Studiums möglich.

    Er hat desweteiteren, wie auch Franz Hörmann bereits auf KenFM über die Studenten sagte, das System als Ganzes anerkannt. Das System von Ausbeutung, Intreganz und Manipulation zum eigenen Vorteil. Das System von Herrschern und Beherrschten, die es, laut einer kleinen Elite und ihrer Anhänger, geben muss und das sogar als natürlich propagieren.

    Er war als DDR-Spion in der NATO, welche KenFM eigentlich so vehement bekämpft, unterwegs. Die hat ihn dann, vermutlich wegen seines Wirtschaftsstudiums, in die politische Abteilung des NATO-Wirtschaftsdirektorats gesteckt. Dort ging er seiner eigentlichen Tätigkeit als DDR-Spion nach.
    Nun, nicht alles was gegen die NATO ist, ist automatisch für den Menschen. Die DDR hatte in einigen Bereichen wesentlich menschlichere Züge als der heutige Kapitalismus. Dennoch darf man nicht vergessen, die DDR hatte starke Verbindungen zum damaligen SU-Regime, es gab einen Schießbefehl der Regierung für Menschen, welche den Staat verlassen wollten. Und dieser Schießbefehl wurde umgesetzt.
    Auch in der DDR gab es Folter zu verhören, Opposition und Andersdenkende wurden verfolgt. Auch die DDR war ein Staat, eine Nation mit einer unübersehbaren, für manche unüberwindlichen Grenze.

    Es erscheint folgerichtig, dass ein Mensch mit einer solch ausgeprägten mentalen Manipulation einen solchen Artikel schreibt. Logisch, dass er bei Menschen, welche lediglich das Wohl der Menschen im Sinn hatten, derart herablassend erwähnt. Was zählt schon ein Mensch, wenn es um die eigenen Interessen geht? Wie kann ein Mensch es nur wagen anderen zu helfen, und die ohnehin schon überzählige Menschheit noch zu erhalten? Auf diesem Planeten, der laut FAO theoretisch mit 1/4 der potenziellen Agrarfläche 12 Mrd. Menschen ernähren könnte. Laut einer gewissen Elite sind aber die aktuell lebeneden (fast) 8 Mrd bereits zu viel. Für wen? Für den Planeten oder für die Futterangst einiger Weniger?

    Aber zurück zum Artikel:
    Ja, es ist durchaus etwas dran, dass die Flüchtlingsströme absichtlich erzeugt wurden und nun instrumentalisiert werden. Ja, es mag durchaus sein, dass durch den Zustrom demographische Defizite ausgeglichen werden sollen, weil Kinderkriegen in einigen Regionen und Kulturen immer noch zur gesellschaftlichen Pflicht gehört. Damit tragen sie zum Erhalt der Ressource Arbeitskraft bei.

    Nur: Grenzen dicht machen, damit bedrohte Menschen nicht mehr hier her flüchten können ist keine Lösung. Und die rechte Hetze „die nehmen uns alles weg“ ist belegbar unbegründet.

    Die Eliten suchen mit allen möglichen Mitteln ihren Profit zu mehren, um sich so vor Armut zu schützen und ihr Vermögen, ihre Macht, zu erhalten. Als BWL-Student sollte man aber eigentlich die Widersprüchlichkeit einer solchen Haltung erkennen – theoretisch, wenn man über das gelernte nachdenkt und nicht nur unreflektiert wiederkäut. (Was sagte Franz Hörmann nochmal über die Universitäten?)

    Ja, es mag durchaus sein, dass die Flüchtlingsströme nicht nur billige Arbeitskräfte sind, weil keine höheren Löhne gewohnt, sondern auch künftige Absatzmärkte (das hat Herr Rupp in seinem Artikel vergessen. Schließlich muss das billig produzierte ausgeführt, andereswo billig produziertes eingeführt und hier verkauft, also abgesetzt werden). So entstehen auch hier Absatzmärkte für Billigware, mit der anderswo Billiglohnarbeiter in Abhängigkeit gehalten werden.

    Und was schlägt Herr Rupp dann vor? Grenzen dicht und zur not erschießen wie vor nicht sehr langer Zeit von der AFD vorgeschlagen? Aber damit Grenzen dicht gemacht werden können müssen die existierenden erst mal wieder etabliert werden, um Arbeits- und Absatzmärkte zu sichern, das Heer der Humanressourcen richtig zu verwalten und die Arbeitslöhne hoch zu halten.
    Aber auch hier kann man schlussfolgern: Arbeitslöhne hoch halten, damit mit mehr Konsum die Eliten mehr Einnahmen erhalten. Das sollte einem BWL-Studenten wohl bewusst sein.

    Und ja, der Kapitalismus versucht permanent auf jeden sich entwickelnden Zug, auch einen menschlichen, aufzuspringen und ihn für seine Zwecke zu missbrauchen. Man bedenke, dass die Entscheider Kinder in den Krieg schicken, die Natur, den Planeten zerstören. Die Aussage mag abstempeln, aber diesen Menschen ist außer ihnen selbst doch alles egal.
    So wird auch diese, eher humane, eher anarchistische Forderung vergewaltigt. Aber mit Anarchie, mit Selbstordnung, hat Herr Rupp sich offenbar nie beschäftigt. Das sind nur linke Träumer von einer besseren Welt. Aber eine bessere Welt kann es anscheinend nach Herrn Rupp nur mit einer starken Führung und strenger Kontrolle und dichten Grenzen, mit gespaltenen, kleinen, führbaren Einheiten von Menschenmassen geben. Die DDR- und NATO-Erziehung scheint sehr prägend gewesen zu sein.

    Und ja, die Forderungen nach offenen Grenzen der Linken wie der Liberalen klingen ähnlich. Ähnlich klingen auch manche Forderungen der Linken und Rechten. Durchaus hatte die FPÖ im Wahlkampf als Partei des kleinen Mannes propagiert, Verbesserungen für Familien versprochen. Auch die AFD macht solche und ähnliche Versprechungen wie auch sämtliche parteilich organisierten Repräsentanten der Wirtschaft in ÖVP, CDU, CSU, SPD, FDP … Und seit neuestem schmiegt sich die Linke an konservative Werte.
    Augen zu, Grenzen dicht, den Hass der eigenen Lohnsklaven mittels Futterneid auf die vermeintlichen Fremden lenken. Das ist die Strategie welcher auch KenFM anscheinend immer anhänglicher wird.

    Nein, Herr Jebsen, es braucht keine Grenzen. Jedenfalls keine nationalen oder sonstige menschgemachten. Und ohne Grenzen zerfließt auch keine Gesellschaft. Nationen sind künstliche Konstrukte der monetären Wirtschaft zum Machterhalt einer Elite. Vor allem mit Nationen und nationalen Grenzen können Menschen aufeinander gehetzt, missbraucht, manipuliert und ausgebeutet werden. Märkte und Ressourcen, auch humane, werden verwertbar und verwaltbar gemacht. Wie interessensorientiert die Mächtigen, eben die Eliten, mit Grenzen umgehen, zeigen viele Beispiele in denen Menschen von heute auf Morgen einer anderen Nation angehörten und plötzlich dafür ein Nationalgefühl, ein Wir-Gefühl entwickeln sollten.
    Noch deutlicher zu erklären am Beispiel der Kurden, die über drei Nationen verteilt sind, Familien auseinandergerissen. Und sollen nun Verwandte aufeinander schießen, nur weil sie einer anderen Nation angehören? Spätestens hier wird deutlich, dass nationale Grenzen ein Konstrukt von Machthabern zur Kontrolle von Menschen sind und nicht dem Erhalt von „Gesellschaften“ dienen.

    Und welche Gesellschaft sollte da zerfließen? Worum geht es da? Um Vermischung mit anderen Ethnien, mit anderen Nationen, mit anderen „Völkern“. Nur hat sich die Menschheit seit je her mit allem gemischt was greifbar war. Das ist keine Behauptung, diese Tatsache ist in unseren Genen ablesbar. Und wie weit sollen wir bei der Schließung oder Regulierung an den Grenzen gehen? Nur noch die reinlassen, welche uns nützlich sind, einen Wert für uns haben und unwerte Menschen verrecken lassen? Entschuldigung, in welcher Soße wird da gerührt?

    Ich selbst gehöre zu den Menschen, die nicht nur offene Grenzen fordern, sondern für die Abschaffung dieser Nationalgrenzen steht. Sie sind ein Instrument, mit welchem sich vermeintlich bessere Menschen über andere Menschen stellen, um diese zum eigenen Vorteil zu beherrschen. Und ich halte Maria Teresa zwar nicht für eine heilige, aber für einen Menschen, welcher den Erhalt von Leben im Sinn hatte. Sicher kann man über den Rahmen und den Kontext dieses Verhaltens reden. Dennoch bleiben die Taten, wie bei anderen Menschen auch.

    Vielleicht haben die Entscheider Flüchtlingsströme als Möglichkeit erkannt, Menschen umzulagern, um genante Märkte zu sichern, die aufbrechenden Widersprüche des monetären Systems zu kitten. Das zeigt aber lediglich, wie brüchig das monetäre Gebäude schon ist.

    Sicher ist die Frage offen, wie soll man darauf reagieren? Sicher nicht mit Ausgrenzung, sondern mit Menschlichkeit. Wichtig und richtig ist, dass die Masse der Menschen anderes reagiert, als es die Elite erwartet. Und das heißt, dass wir eben nicht aufeinander losgehen. Denn wie bereits in anderen Regionen zu erfahren: wenn sich andere streiten freut sich die Rüstungsindustrie. Und wieder sind wir genau dort, wo der Liberalismus uns haben möchte.

    Nicht hetzen, sondern einen, nicht trennen und spalten, sondern verbinden. Aber das scheint schwierig, wenn der Stacheldraht bereits im Kopf ist.

  2. Lieber Rainer Rupp,
    in der politökonomischen Analyse stimme ich Ihnen zu. Auch beim Zugang von Frauen zur Erwerbsarbeit ging es dem Kapital nur um billige und pfiffige Arbeitskräfte. Aber was ist die mögliche Reaktion von Linken – von denen ich nicht mehr sehr viel halte – also vielliecht lieber von Marxistinnen? Grenzen zu, stärker bewachen, Militarisierung des Mittelmeers und die Afrikaner im Meer ersaufen lassen? Schlagen Sie das vor? Glauben Sie, wenn Sie bei einer Diskussion über Frauenerwerbsarbeit eine vergleichbare Position vertreten hätten, irgendjemand, außer der Rechten Ecke mit Kinder, Küche und Kirche-Ideologie hätte Ihnen zugehört? Marxismus ohne Humanismus? Oder nicht doch „alle Verhältnisse umwerfen, die aus dem Menschen ein geknechtetes, verächtliches Wesen machen“? Und die Selbstveränderung der Veränderer soll nach ihrer Meinung in Richtung eines kalten, machiavellistischen Eisblocks gehen? Da gehe ich nicht mit und ich hoffe sehr, dass Sie Einsicht zeigen und uns nicht verloren gehen!

  3. Lieber Herr Rupp,

    ich habe schon viele sehr gute Artikel von Ihnen gelesen, diesmal übersehen Sie aber einiges!

    1. Der Kapitalismus hat innere Widersprüche hervorgebracht, die er selbst nicht lösen kann. Das ist das Wesentliche an der Dialektik der historischen Entwicklung im Ablauf von „Mehr vom Gleichen“ und plötzlichen rasanten und chaotischen Sprüngen. Es gibt keine Super-Kapitalfraktien, die alles gezielt weltweit so steuert, dass alles ihrer Profitlogik stringent folgt. Verschiedene Kapitalfraktionen versuchen das natürlich, da haben sie Recht, aber das Wesentliche ist: Die innere Entwicklung ist dadurch gekennzeichnet, dass auch die Bereicherungmächtigen entscheidend Kontrolle verlieren.

    2. Die Bereicherungseliten sind nicht darauf angewiesen, dass die Arbeitskräfte, die sie brauchen alle nach Europa oder die USA kommen. Sie können mit ihren Konzernen auch in andere Länder gehen. Das haben sie getan und das tun sie weiter. Sie sind höchst flexibel, weil sie die Macht über die Investitionen haben. Aber ja, sie wollen auch die benötigten Arbeitskräfte ins Land holen. Aber dafür würden sie niemals die Instabilität des Systems riskieren und die ist scheinbar leicht gegeben, wenn Europa (oder genauso alle Zentren der Reichen) nicht zu Festungen ausgebaut werden.

    3. Alle politisch Maßgeblichen wollen, dass das vergleichsweise auch für die Bevölkerung reiche Europa (Amerika…) als Festung ausgebaut wird. Die einen wollen es brutal, die anderen wollen es ein wenig mehr mit dem Anschein der Menschlichkeit. Kann man deshalb in Forderungen das Umgekehrte verlangen? Nein, auch das geht nicht, weil es eben ein unlösbarer Widerspruch ist. Das ist ja das brutale Drama des Kapitalismus, dass es in seinem System keine Lösung existenzielle Fragen gibt.

    4. Es fällt auf, dass Sie in Ihrem Artikel nicht die geringste Anteilnahme mit den Menschen jener Länder ausdrücken, die aus begreiflichen Gründen nach Europa (die USA…) wollen. Aber genau das gehört zu dem Dilemma. Man muss diese Menschen menschlich verstehen und man kann sie auch nicht im Namen dessen, dass man die Profitlogik des Kapitals durchschaut gedanklich ausgrenzen. Ich bin Lehrer und habe ständig mit Jugendlichen Immigranten und mit Flüchtlingen zu tun. Ich kann nur sagen: Wunderbare, aufrechte, freundliche, höfliche Menschen! Menschen wie du und ich, nur in der Kultur ein wenig anders. Und ja auch manchmal mit Fehlern beladen, so wie du und ich.

    5. Ein Dilemma ist ein Dilemma, man kann es so und so nicht lösen. Das ist es, was wir nicht aushalten. Müssen wir aber, solange wir das ökonomische und politische System nicht nach Regeln organisieren, die die Gerechtigkeit und die Abschaffung der Bereicherungsmacht durchsetzen.

    Bertram Burian

    Wien

    • Der persönliche Augenschein überzeugt doch meist. Ich vermag Herrn Müller hier zu bestätigen. Wahlplakate und Stände mengenmäßig bei den alten „Großen:“

      18. September 2017 um 15:51 Uhr | Verantwortlich: Albrecht Müller
      Bemerkenswertes kurz vor den Wahlen. Gespielter Konflikt zwischen FDP und Grünen. Viel Geld bei der AfD.

      (…)
      Offensichtlich verfügt die AfD über viel Geld.

      Die Partei ist in der Plakatwerbung auffallend präsent. Auffallend viele Flugblätter.

      In den heutigen Hinweisen haben wir auf verdeckte Wahlwerbung der AfD hingewiesen. Siehe hier:

      Verdeckte AfD-Wahlwerbung: „Die größten intransparenten Geldflüsse der letzten Jahre“

      LobbyControl veröffentlicht 10 Fakten zur intransparenten Wahlkampfhilfe für die AfD
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=40152

      Hier Frau Bonath:

      Tagesdosis 25.9.2017 – Stockholm-Syndrom

      (…)
      Dass die AfD im Osterzgebirge mit 35,5 Prozent der Stimmen Platz eins ergattern konnte, hat eine Ursache: Mit Millionen-Spenden aus der Wirtschaft hat sich die Partei, die sich funktional aus Ex-CDU-Kadern, Unternehmern, erzkonservativem und fundamental-christlichem alten Adel und reaktionären bürgerlichen Möchtegern-Mitspielern rekrutiert, erfolgreich als »Opposition gegen Merkel« verkauft. Scheinbar hat sie die seit Jahrzehnten nicht nur in Sachsen politikbestimmende CDU besiegt. Tatsächlich verkörpert die AfD nur eine andere Kapitalfraktion, die sich nicht mehr von Merkels russlandfeindlicher Politik vertreten sah.
      https://kenfm.de/tagesdosis-25-9-2017-stockholm-syndrom/

      Und nochmal:

      Tagesdosis 30.10.2017 – Neoliberale Agenda radikal

      Eigentlich wollte ich nichts mehr über die AfD schreiben. (…) Doch Ignoranz hilft nicht. Die Partei selbst und die Medien sorgen behände dafür, dass die AfD stets im Gespräch bleibt. Während sie im Landtag von Sachsen-Anhalt zum Beispiel mit Zustimmung der CDU-Fraktion »linksextreme Lumpen« (Zitat: André Poggenburg) jagen will und sich in Dresden einmal mehr mit Pegida solidarisiert, erklärte die Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion und frühere Goldman-Sachs-Studentin, Alice Weidel gestern in der »Bild am Sonntag« ihre Vision: Ab 2021 solle die AfD mitregieren. Dafür hat Weidel auch ein Vorbild: Margaret Thatcher, die »Eiserne Lady« aus dem britischen Königreich, Vortänzerin für die neoliberale Agenda im globalen Kapitalismus des 21. Jahrhunderts schlechthin.

      Thatcher, so Weidel, habe Großbritannien übernommen, als das Land wirtschaftlich am Boden gelegen habe. Sie habe es »wieder auf die Spur gebracht«. »Mir imponiert ihre Biografie, das Schwimmen gegen den Strom, auch wenn es unangenehm wird«, zitierte das Blatt die AfD-Funktionärin.

      Unangenehm wurde es in Großbritannien unter Thatcher jedenfalls nicht für die herrschende Klasse. Um so mehr ging es Millionen Lohnabhängigen an den Kragen. Radikale Kürzungen im Sozialetat ließen Massen im glorreichen Königreich verelenden.
      https://kenfm.de/tagesdosis-30-10-2017-neoliberale-agenda-radikal/

      Dazu gehört auch die Überrepräsentanz im Fernsehen mit dazugehörigen thematischen Schwerpunkten. Negativ oder populistisch konnotiert ist egal, der Streisand-Effekt tut hier auch sein Werk.

      Frau Weidel, die StartUp Königin, als direkte Spende von Goldman Sachs, die sich auch vorzugsweise im Paradies für Hehler und Geldwäscher, der Schweiz, versteuert.

      Oder hier aus Herrn Schreyers Buch, alter Adel läßt grüßen:

      Die vom Nürnberger Kriegsverbrechertribunal bereits verurteilten deutschen Großindustriellen Friedrich Flick und Alfried Krupp, die zur gleichen Oberschicht wie Rockefeller gehörten, begnadigte McCloy 1951. Er setzte ebenfalls durch, dass beide ihr beschlagnahmtes Firmenvermögen zurückerhielten. Auch Hitlers Finanzminister Graf Schwerin von Krosigk – Großvater der heutigen AfD-Politikerin Beatrix von Storch – begnadigte er, ebenso den Nazi-Diplomaten Ernst von Weizsäcker, Vater des späteren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker. Eine Elite schützte die Andere.
      (Paul Schreyer, Die Angst der Eliten – wer fürchtet die Demokratie? S. 113)

      Nicht daß die anderen besser wären, aber Ist schon schräg wenn sich Großkapitalisten als Antiglobalisten und als Kämpfer für den „kleinen“ Mann gerieren.
      Wie bereits erwähnt, aus dem Angelsächsischen:

      play both ends against the middle
      ​- to try to get opposing people or groups to fight or disagree so that you will get an advantage from the situation

    • Verkürzt und zur abschließenden Verdeutlichung:

      Laut MSM-Medien und div. Parteien:

      Migranten und Russen, Schmarotzer und an allem schuld, also böse. Böse wie Hartz IV Empfänger oder wie die, der jungen Generation alles wegnehmenden, Rentner.

      Kapitalisten = Leistungsträger bzw. Investoren, also gut.

      Systemspindoktorei in Perfektion.

    • Mir reicht auch Kapitalismus-Bashing nicht aus. Das würde zu kurz greifen und wird dann am Montag wieder von Frau B. aufgewärmt.
      Wir rauschen auf industry 4.0 zu, brauchen also demnächst gar keinen Menschen mehr für Produktion und Allokation. Weshalb sollte dieses angeblich durchgängig satanische Großkapital denn ein Interesse daran haben, diese Massen an Menschen im rotzteueren Europa durchzufüttern?
      Ganz zynisch betrachtet wäre es für die da oben günstiger, diesen „unnützen Esser“ in Afrika mit Chappi durchzufüttern. Dazu ein Billigarzt aus Timbuktu und ein Container Ritalin. Fertig ist die Nummer.

      Wir haben hier schon genug Leute, die nur noch für Essen, also das nackte Überleben, arbeiten.
      Wozu dann? Weil einige davon mächtig profitieren? Der Profiteur ProAsyl als Kriegsgewinnler wie dereinst Krupp?

      Der Druck, der hier erzeugt werden soll, dient einer anderen als einer primär ökonomischen Agenda. Der ökonomische Druck ist so oder so schon da und die Teile der Wirtschaft, die vom Binnenkonsum abhängig sind, kotzen eh schon lange ab über die Kaufkraft, die in der Hauptsache vom Staat bestimmt wird.

      Globalisierung ist eine Agenda, bei der Kapitalisten als Trittbrettfahrer vorrübergehend Profit haben (können), aber sie sind nicht die Treibfeder.
      Die Marionettenspieler haben weitergehende Interessen und werden zur Not auch Kapital zerstören, Fimen ruinieren, auch ganz, ganz große.
      Der Hauptimpuls kommt nicht aus der Idee des freien Marktes. Diese Hintergrundeliten schaffen über den Staat den ferien Markt ab und erzeugen willfährige Monopole, die ja von der Gesetzgebung abhängen. Ein Federstrich und weg sind die.
      Und aus Abhängigkeit und Verbundenheit liefern diese Monopole dann die das, was die Hintergrundeliten bestellt haben.
      Ein freier Markt ist das nicht, auch keine Gesellschaft, das ist längst eine Diktatur.
      Und aus der steigen wir nicht aus, indem wir ausschließlich auf Kapitalismus oder Demokratie rumhacken. Da verkommen wir als Symptombeißer zu einer Lachnummer.

    • Ihre Beobachtungsgabe leistet ihnen gute Dienste, trotz des Umstandes daß noch nicht alles freigeschaltet ist. Natürlich dient dies auch einer anderen als einer rein kleinteiligen ökonomischen Agenda. Es ist ein Herrschafts- Ablenkungskonzept und somit allgemeine Beschäftigungstherapie, ausgedrückt bereits durch:

      play both ends against the middle.

      Apropos Dingsda, Industrie 4.0 … der Bereich Totmachindustrie, schreitet auch weiter voran.
      Sie sehen, da die Allermeisten (das ist das geldmittellose Humankapital) aus Sicht des Großkapitals, bald nicht mehr gebraucht werden, gibt’s da bei Bedarf, auch schon eine Lösung:

      8 NEW ROBOT Inventions That will Shock You
      https://www.youtube.com/watch?v=OEIeS12TcWU&feature=youtu.be&t=39

    • @GLOUCESTER
      „Großkapital denn ein Interesse daran haben, diese Massen an Menschen im rotzteueren Europa durchzufüttern“
      Erarbeiten müssen das „Füttern“ die Menschen in Europa . Gewinn machen praktisch automatisiert Staat&Kapital . Kapital ist selbstverständlich nicht Ziel sondern Mittel zu Ausübung von Macht .
      Es ist meine These, dass die gezielte Vermischung von Völkern und Kulturen aufs stärkste
      die Möglichkeiten zur Selbstbestimmung und vom Volk ausgehenden Widerstand bricht .
      Machtausübung ist mit Kontrolle und Zugriff verbunden . Es ist die Ausschaltung von Freiheit, grundsätzlich über die Entwicklung einer Gesellschaft selbst bestimmen zu können .
      Egal ob in Afrika oder in Europa oder im Nahen Osten bestimmt das Internationale Kapital das Geschehen .
      Die Festungen dieser Welt sind keineswegs Landesgrenzen, die Festung der Welt ist das Kapital,
      mit dem , wie ich es sehe , die Gesellschaft bereits in unerträglichem Mass manipuliert und gesteuert wird . Die Konzentration von Kapital ist ja übrigens eine traditionell linkes Thema .
      Die Zerstörung der Grenzen kann nur Theorieverbohrten als Befreiung der Arbeiterklasse durch internationale Solidarität gesehen werden . Real ist die Zerstörung der Landesgrenzen ein erstrangiges Ziel des Globalisierungsfaschismus .

    • Die Totmachindustrie ist heutzutage nicht mehr die plumpe Kanonenschmider von anno dutt.
      Hier ist auch kein Kapitalismus am Werke.
      So wie Hollywood etc., die Nachrichtenbranche oder IT, ist das eine Sparte, die der deep state wohl black projects nennt und keiner Marktlogik folgt.
      Über Drogenhandel wurde z.B. früher Geld eingesammelt, um am Haushalt vorbei auch in Technilforschung zu „investieren“. (Ebenso in Umstürze, klar. Siehe „Die CIA und das Heroin“.)
      Heute wird das Geld auch glaube ich am BER abgezwackt, um in dunkle Kanäle fließen zu lassen.
      Jedenfalls ist das für mich nicht Kapitalismus: Am Anfang kommt die Knete vom deep state und am Ende steht dann der Staat mit Abnahmegarantien, weil er über unser Steuergeld und die Zentralbank verfügt.

      Weniger Kapitalismus geht ja kaum. Ist auch einerlei wie das System genannt wird. Diesen Hintergrundmächten ist doch vollkommen gleich mit welchem „System“ sie die Menschen vor sich hertreiben.
      Mal spielen sie es links, mal rechts herum.
      Am Ruder bleiben die gleichen. Und wenn diese Strukturen nicht verschwinden…denn das ist alles älter als irgendein ismus, den es mal gerade in paar Hundert Jahre gibt.
      Die lachen sich doch kaputtdarüber, dass nun wieder irgendjemand dazu aufruft, sich hinter der roten statt der braunen oder gelben Fahne zu sammeln. Wichtig ist die Spaltung und dass diese getrennten Massen je einer Ideologie und/oder einem Mufti hinterhertrotten und die von der anderen Farbfraktion zuvorderst ablehnen. Volksfront von Judäa oder judäische Volksfront?

    • @GLOUCESTER
      Kapital und Kapitalismus setzte ich nicht gleich .
      Ebenso sehe ich, wie sie in einem Beitrag oben angesprochen haben, keine Freie Marktwirtschaft .
      Die Kapitalinhaber verwenden sozialistische Vorstellungen , um die Kontrolle über alle Belange des Menschen auszudehnen .

    • Box sagt am 30.Juni um 06:21: „…laut MSM- Medien und div. Parteien: Migranten und Russen, Schmarotzer und an allem schuld, also böse…“
      Sie behaupten hier etwas, Box, was die Pseudo-Linken immer wieder behaupten und was sie wohl gern so hätten, um sich in der Migranten -Frage von der Regierung und den MSM abzuheben, was aber nicht der Wahrheit entspricht: Welche MSM und welche Parteien bezeichnen denn Migranten als Schmarotzer und deshalb als böse?
      Diese wären ja auch schön blöd, wenn sie das behaupten würden bei ihrer Strategie der offenen unkonntrollierten Grenzen zum Zwecke ihrer „Umvolkung“.

  4. sehe ich genauso und ist nichts neues. zumindest für mich!
    seid dem ich im schoss der „Demokratie“ (1990) angekommen bin, höre ich von den Arbeitgeberverbänden nichts anderes. „Fachkräftemangel, Fachkräftemangel, und nochmal Fachkräftemangel“ und dazwischen demografischer wandel!
    von anfang an, war die dahinterstehende Ideologie (Merkantilismus, Lohn- Konkurrenz) gepaart mit humanitären Unsinn (randgruppeninteressen) offensichtlich. schon als teen konnte man sehen, wie die DDR erst annektiert und anschließend deindustrialisiert wurde, mit politisch „angeblich demokratisch“ fragwürdigen aussagen.
    schön zu sehen, dass die Neoliberale Ideologie nach und nach bei jedem an die Haustür klopft, welche dann hoffentlich zum Umdenken führt.

    • Ich kann jedem nur DRINGENDST dazu raten, sich das WEF-GAC-Migration Papier, das Norbert Häring in den Fokus stellt, zu studieren.

      Es ist ein ALPTRAUM, was da offenbart wird:

      … Eloquenzgefasel und Schönfärberei im nekrotischsten Endstadium über die angeblichen Vorteile von weltweiten Massenmigrationen. Die abstoßende wie perfide Schönrederei und -färberei in der Publikation verschlägt einem den Atem, es kommt einem beim Lesen wirklich die kalte Kotze hoch.

      … Es ist so geschrieben, dass man den Eindruck bekommen muss, nur das WE-Forum ist in der Lage, das Riesending zu wuppen – weil: irgendwer MUSS es machen, weil es gemacht werden MUSS. (vollkommen ideenlose, kranke Logik)
      Ein Riesenthema wird da zwangsbesessen zum alternativlosen (vgl. A. Merkel und Bankenrettung!) Riesengeschäft gemacht. Ob sinnvoll oder nicht, ist egal.

      … Denn dort sitzen sowieso die Klügsten Köpfe aller Zeiten. (Chance oder Gefahr?)

      …“Was es noch nicht gibt, ist eine Marktlücke“ — die ultimative Endperversion der ganzen kranken, hirnverseuchten Marktwirtschaftsirren und -süchtigen dieser Welt. Alles andere ist egal. Es geht nur ums verdammte Geschäft.

      … Die „Lieblingsorte“ die für die Totalausbeutung werden von allen anderen, Wirtschaft, Staat usw. bestimmt, aber nicht mehr vom Menschen selbst.

      WAS aber WIRKLICH darin steht ist Folgendes:

      — Es ist ein zum Himmel stinkendes Werbeprospekt für die totale, entfesselte Vermarktung und Ausbeutung der Arbeitskraft der Menschen weltweit.

      — Menschen sind nur noch WARE und zur Bedarfsdeckung von Produktionserfordernissen. Beliebiges Verschiebematerial. HR. Human Ressources.

      — Es soll kein Recht mehr auf Selbstbestimmung seines Lebensmittelpunktes, seiner kulturellen Herkunft etc. geben.
      Das betrifft sowohl die Wandersklaven selber, aber GENAU so die Menschen derjenigen Länder, die die Wandersklaven gefälligst aufzunehmen haben, sprich: in die sie gelenkt werden. Siehe Deutschland 2018.

      Es gibt kaum ein sensibles Thema, was in diesem Schriftstück nicht hinsichtlich der Massenmigration angepackt wird und thematisch-perspektivisch so dermaßen verdreht wird, dass man ohne Klarheit im Kopf eigentlich nicht erkennt, wie dermaßen geisteskrank die globalpolitischen Ausuferungen der Autoren und deren Auftraggeber hingegen sind.

      Ich erkläre die Denker und Lenker solcher vollends abartigen, geisteskranken Utopien deshalb zu Zukunftsterrroristen.
      Diese dürfen von nun an ohne juristische Verfahren durch Drohnen in die Luft gejagt werden.

      Der Völkerrechtler B. Obama hat das ja schließlich auch fast täglich in seiner Amtszeit gemacht.

  5. Diese Merkel und ihre Spießgesellen werden ja nicht müde zu betonen, dass man Ende 2015 die Migrations- und Asylantenwelle nicht habe kommen sehen können.
    Eine boshafte, dreiste Lüge.

    Letztens sinngemäß in einem Interview gehört:
    Merkel hätte die Komplettzerlegung Europas NIEMALS ohne die Rückendeckung einiger „Drahtzieher“ durchziehen können. NIEMALS.
    Dem stimme ich vollends zu, weil diese scheinheilige Kriminelle und Totalversagerin lediglich eine halsstarrige, gehorsame und beliebige Marionette ohne jeglichen Weitblick oder echter Achtung vor dem Menschen ist.

    Also, CUI BONO?

    Herr Rupps Ausführungen sind daher sehr, sehr interessant in dieser Hinsicht.

  6. Der Hinweis auf die kapitalistischen Hintergründe für die Migration sind schön dargestellt und so auch vorher schon denkbar gewesen, weil die vom Kapital geduldete Immigration ja immer solche Züge trug: Ob es sich nun um Türken in den 1970ger Jahren in Deutschlan dhandelte oder um Juden in England, ab etwa 1890. Ich sag nur „Sweatshops“. Ich sag nur jüdisch-anarchistischer Generalstreik – sehr geile Geschichte, wer sie nicht kennt: Rudolf Rocker „The London Years“.

    Also der Hinweis ist gut, aber dieser Hinweis ist eine kapitalismuskritische Denke, sie von jenen abzuheben, die die Immigration aus humanitären Gründen, weil weniger Krieg hier vor Ort fordern / vertreten, unterstellt diesen Menschen eine pro kapitalistische Haltung. Aber die haben die meisten „Refugee Welcome“-Leute nicht, im Gegenteil. Das sind ja gerade diese Linken, die mit dem Antikapitalismus im Munde jeden Abend zu Bett gehen.
    Aber sie haben eben keine Ahnung „WIE“, weil kein Marx / Lenin usw. sie an der Han dnimmt und für sie denkt.

    Deshalb wäre eine ganz andere Kritik angebracht, aber das versteht der Autor anscheinend nicht: Die logische Konsequenz wäre, die Immigranten zu erziehen (sofern sie das irgendwie ein wenig selbst wollen) und sie dann in die eigenen Strukturen, in eine selbstorganisierte Gegenwirtschaft, zu integrieren – damit das Kapital keine willigen Sklaven erhält, sondern die sozialen Bewegungen neue KämpferInnen.
    Aber da hier in Deutschland das marxistische Erbe die Aktivisten von der Uni, die noch keinen Schlag gearbeitet haben, geistig gefangen hält, können die eben nur Opposition. Konstruktive Arbeit können diese Philosophensöhnchen aus Kartoffelland nicht. Dafür fehlt ihnen das Selbstbewusstsein von Anarchisten, Syndikalisten, Revolutionären, Klassenkämpfern – das geht denen ab: Die können sich keine Arbeiterorganisation vorstellen, die keine Partei wäre…
    Und da man mit KommiParteien und den damit verbundenen Diktaturgelüsten von Bolschewiken keine Politik mehr machen kann, sitzen die da und diskutieren „Antideutsch VS Antiimp“. Ja schade – und während dessen integrieren die Kapitalisten die Kriegsflüchtlinge und Wirtschaftsflüchtlinge (Ich bin auch ein Wirtschaftsflüchtling) in ihre Wirtschaft.

    Und alle die hier sich die Finger wund tippen sind genauso!
    KenFM hat diese Macher gemacht und darin sind nur irgendwelche Unternehmer, in den sozialen Klassen bessergestellte Intelligenzler, die weiß was für fantatsische Ideen präsentieren. Aber die ganz normale Wirtschaft, die uns satt macht… die wird den Kapitalisten überlassen und Betrieben mit Chef, Führungsebene, Bürokratie, Banken usw.
    Hier kommt niemand auf die Idee, Betriebe so zu strukturieren, dass Menschen, die hier her kommen und die kein Verantwortung mehr kennen, weil Kriegsgeschädigt, Ja, liebe Kartoffeln, in Kriegen wird vergewaltigt, wer das einmal erlebt hat, der macht das wieder oder selber nachdem er Opfer davon wurde – also Betriebe in denen diese Menschen NICHT wie beim Militär die Verantwortung gegen Gehorsam tauschen, sondern wo sie alle zusammen mit anderen, fremden an einem Strang zu ziehen lernen, weil sie sonst nichts auf dem Teller haben…
    Das kapieren die ganzen Leute nicht, dass wir unsere Wirtschaft erneuern müssen: Kapitalismus, DAS wollen sie alle nicht, die Großmäuler hier, aber was anders machen? Nö. Mit den Nachbarn eine Konsumbörse aufbauen? In eine kämpferische Gewerkschaft eintreten, die den Generalstreik fordert, gegen unliebsame politische / Wirtchaftliche Diktatur von Oben…. Nö. Und das passt nicht – das ist hier alles sehr unauthentisch und geschichtsabgewandt. Hier wird viel widergekäut, was schon zu 68’er Zeiten die Bewegungen hat absterben lassen, was die schon nicht kapiert haben. Also neu ist das alles nicht – hier fehlen die Lösungsansätze bei KenFM. Die Geschichte ist schon weiter, als dieser lauwarme Versuch hier.
    Ich hoffe die Leute, die hier als Autoren schreiben dürfen und dafür viele Klicks von uns bekommen, beginnen irgendwann auch mal, sich etwas aus dem Fenster zu lehnen und nicht nur das herzubeten, was wir schon seit Jahrzehnten kennen. Sondern auch mal die Geschichte als Lehrmeisterin nehmen und Ideen wie den Anarcho-Syndikalismus aufgreifen und – nachdem man die Grundlagen kennt dafür sorgen, dass neue Schritte getan werden. Alles andere ist Sackgasse von Gestern. Immer wieder das selbe. Das nervt.

    • Moin, Jean Heffner, was wird hier geschwurbelt?
      „Also der Hinweis ist gut, aber dieser Hinweis ist eine kapitalismuskritische Denke (…)“ Gab es in dem Artikel irgendeinen Zweifel ob der KapitalismuskritiK? Nicht im Geringsten! Warum also diese Feststellung wiederholen?
      Anstatt nun darauf einzugehen, warum die „Willkommenskultur“ nicht das herrschende System unterstuetzt, sondern wohlmöglich es in Frage stellt, dafuer fehlen Jean Heffner offensichtlich die Argumente. Ansonsten hätte er sie uns wohl mitgeteilt. Viel wichtiger ist die Beschimpfung der Linken/Marxisten, die getreu der antikommunistischen Hetze eben auch zu doof sind eigene Gedanken zu entwickeln. Ziemlich armselig J. H.!
      Und dann wird es sehr konkrtet: Die Macht in den Betrieben soll durch Umstrukturierung erklommen werden. Wo nur finden sich diese Betriebe, die nur auf J. H. und Co. warten um umstrukturiert zu werden?
      In eine kämpferische Gewerkschaft eintreten! Wo bitte ? In Frankreich? Oder habe ich in DE etwa die kampfstarken Gewerkschaften uebersehen?
      Dich scheint ja der Hass auf die Studentenzeit regelrecht zu beherrschen! Nur ist der Hass leider kein guter Ratgeber und Ideenlieferant wie man an Deinem Kommentar ablesen kann.

    • Tach
      wie widersprüchlich ist das denn?

      ich fasse mal zusammen!

      niemand hindert dich daran, eine FA. aufzumachen in den deine angestellten mitsprechen dürfen!
      dann möchtest du eine Bevölkerungsgruppe „erziehen“ , die eine eigene Struktur bildet. ist das nicht schon so?
      dann kommt ein haufen blabla und zu guter letzt, möchtest du einen führer! zitat

      „Ich hoffe die Leute, die hier als Autoren schreiben dürfen und dafür viele Klicks von uns bekommen, beginnen irgendwann auch mal, sich etwas aus dem Fenster zu lehnen “
      guter Migrant, erst denken, dann schreiben

  7. Was Mutti denkt weiss nur Mutti.
    Warum sie die Migranten will, ich kann mir folgende Ziele denken:
    – die deutsche Rente retten
    – durch zerstörung der Kulturen ein EU schöpfen wie die USA jetzt
    – die Rasse der schreckliche Deutschen, zwei Weltkriege und der Holocaust, ändern, ‚ein neuer Mensch‘.
    Die Bürgerkrieg die in Frankreich schon begonnen hat, oder sie seht das nicht, oder es interessiert zie nicht.
    Noch schlimmer, ein Bürgerkrieg passt in ihre Pläne.

    • Das Konzept des Bürgerkrieges , wurde per Söldnertruppen bereits in Jugoslavien und in Libyen und in Syrien angewandt , in der abgeschwächten Form als Farb- und Blumenrevolutionen .
      Dieses Konzept dient dem Umsturz und der Schwächung von potentiellen Widerstand .
      Bekannt ist heute die hervorragende Angst der Machteliten in den USA vor einer Vereinigung der Interessen Deutschlands und Russlands .
      Merkel ist Transatlantikermarionette und eine gezielte Schwächung Deutschlands ist ihr durchaus zuzutrauen . Neben der Beschaffung von massenbillig-Arbeitskraft ist eine Bürgerkriegsvorbereitung vermutlich mit im Konzept der Massenzuwanderung .

  8. Die EU war nie Partner der USA, sondern Konkurrent um gleiche Märkte.
    Sie – die EU / Europa – zu zersetzen ist seit > 100 Jahren das Ziel der USA. (George Fridman)
    Gelenkte Migration ist nur ein weiterer Baustein.

    • Bei einer passiven, sklavischen Bevölkerung kann man das ja auch gut machen. Würde ich auch, wenn ich mit nem goldenen Löffeln im Anus geboren worden wäre….

  9. Zu Stefan Steins Kommentar dieser Hintergrund: Antideutsch ging ganz schnell von der Kritik an dem, was auch Bärbel Bohley Annexion der DDR nannte, über zur Antisemitismus-Keule gegen jene, die Israels Regierungspolitik kritisier(t)en. Und ihr Ansatz ist nur 180 Grad gedreht das Bild von Nazis, die Deutschtum positiv überhöhen, in das glatte Gegenteil dieser monolithischen Überhöhung, wenn sie mit ‚Nie wieder Deutschland‘ ein ähnlich es schwarz-weiß-Denken umkehren zu einem weiß-scharz-Denken. Sie sind Fatal für die alternativen Kräfte, bis dahin, wie sie sich an Henryk M. Broders Hetze gegen Ken Jebsen beteiligen.
    Rainer Rupps Tagesdosis: Die Reduktion der Ursachen der weltweiten Flüchtlingskrise unserer Tage auf das Konzept der Replacement Migration ist nicht der Focus dieses Textes. Er ist insofern bei adäquater Lesart nicht missbrauchbar für den Kampf gegen Flüchtlinge. Rainer Rupp spricht auch nicht von Kriegsflüchtlingen, sondern von Migranten. Migranten sind Menschen, die laut Duden in ein anderes Land abwandern. Das Konzept der Replacement Migration kritisch gegen die am Extraprofit interessierten Kapital-Fraktionen, die sich über lohndrückende industrielle Reservearmeeen freuen zu analysieren, das ist eine der Aufgaben ernsthafter Soziologie für die Gesellschaft unserer Zeit. Diese Analyse, die zugleich die offenen Grenzen weltweit für jegliche Wanderungsbewegung kritisiert, hat nichts mit einer Postitionierung im Umgang mit Kriegsflüchtlingen zu tun, etwa als Unterstützung für die Füchtlingspolitik der CSU…

    • Nur das eben der Imperialismus die vergleichsweise wenigen Kriegsflüchtlinge als Marketingschild vor die Massenmigration aka Replacement Migration stellt.

    • „vergleichsweise wenige“ das ist eine interessante Angabe angesichts der Zahlen des UNHCR. Es darf nicht zu hingenommenem werden, dass zehntausende auf der Flucht sterben und ertrinken, während Frontx ausgebaut wird, Nato-Stacheldraht Flüchtlinge abwehrt,…

    • Wo ist die wirtschaftliche und politische Macht, die das verhindern soll? In Laber-Demos und Friedenstauben Aktion vor der Lichterkette um den Reichstag? Oder in Parteien?
      Ich lach mich schepp – selten son ideen- und geschichtslosen Haufen gesehen wie hier 😉

    • @ Trautvetter – „zehntausende auf der Flucht sterben und ertrinken“

      Die Zahlen jener UNHCR, die in den Flüchtlingslagern in der Region Syrien die Hilfsgelder und das Essen für die Flüchtlinge drastisch gekürzt hatte und die ein wesentliches Werkzeug der Replacement Migration ist.

      Ich kann mir Ihre starrsinnige Unterstützung des Imperialismus nur so erklären, dass sich in Ihrem Umfeld Leute befinden, die von dem imperialen Menschenhandel profitieren.

    • Hier die typische Desinformation der NATO-Medien, diesmal die ARD unter dem Titel:
      „Zahlen des UNHCR – 220 Flüchtlinge im Mittelmeer ertrunken”
      http://www.tagesschau.de/ausland/unhcr-mittelmeer-fluechtlinge-101.html

      Auch dort wird von „Flüchtlingen gesprochen“, das Photo zeigt aber Emigranten aus Afrika, alles junge Männer.

      Zur Quelle der Zahlen heisst es: „Die Organisation berief sich dabei am Donnerstag auf Berichte von Überlebenden.”
      Und weiter: „Das UNHCR rief angesichts der Opferzahlen zu verstärkten Rettungsaktionen auf See auf.”

      Ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer zu glauben, dass Menschen mit Schulabschluss auf Dauer auf solche Propaganda hereinfallen und nicht über die dahinter stehenden Absichten ins Grübeln kommen.

    • Der Imperialismus kämpft gerade gegen Flüchtlinge. Was Sie, Herr Steins, Startsinn nennen, das ist für meine Sinne, dass ich die Realität als widersprüchlich wahr nehme. Dadurch vielleicht lande ich nicht auf antiimperialistisch hergeleiteten Konsequenzen, die im Umfeld von Kräften landen, die mit vermeintlich einfachen „Lösungen“ mit dem Gebot der Hilfe für Opfer des Kriegsimperialimus unvereinbar sind.

    • Der Imperialismus produziert Kriegsflüchtlinge. Über 90% dieser Flüchtlinge, darunter auch die Schwächsten der Schwachen, befinden sich weiterhin in den betroffenen Regionen.
      Wer den Opfern von Krieg und Vertreibung helfen möchte, der muss den imperialen Krieg beenden und das heisst ganz konkret: Raus aus der NATO!
      Alles andere ist leeres Gewäsch.

      Dass die Profiteure des imperialen Menschenhandels wie PRO ASSYL (von der imperialen Institution EU finanziert) aber gar kein Interesse an der Beendigung des imperialen Krieges haben, wird dadurch deutlich, dass sie die Friedensbewegung nicht nur nicht unterstützen, sondern an der Seite des Imperialismus sogar noch gegen diese hetzen.

      Den Imperialismus interessieren keine Flüchtlinge, was den Imperialismus interessiert ist Replacement Migration.

      Ich bin nicht mehr bereit hinzunehmen, dass Rechte und Migrationsprofiteure im vermeintlich „humanistischen“ und „linken“ Gewand unwidersprochen ihrer menschenverachtenden Agenda nachgehen können.
      Diese Zeiten sind vorbei.

    • Ich habe hier so einen Text der „Profiteure“, von denen Herr Steins spricht: „In diesem Kontext will die EU die Kooperation mit der sogenannten libyschen Küstenwache weiter ausbauen. Deren Arbeit, so appelliert das Staatenbündnis in größtmöglichem Zynismus, dürfe man »nicht stören« – der Wink geht eindeutig in Richtung der zivilen Rettungsorganisationen, die Flüchtlinge vor dem Zugriff dieser kriminellen Truppe zu bewahren versuchen. Menschen, die von ihr aufgegriffen werden, werden schon seit langem in Lager gesteckt, in denen es regelmäßig zu Misshandlungen, Vergewaltigungen und gar Erschießungen kommt. Diplomaten des Auswärtigen Amts nannten die Bedingungen in diesen Lagern ‚KZ-ähnlich‘.“ Okay, wenn aus dem Dialog Verurteilung wird, dann endet selbiger. Das sagt eine ganze Menge, ohne Worte. Das Zitat ist übrigens von der Bundestagsabgeordneten der Linken Ulla Jelpke, heute in der Jungen Welt. Zur Nato-Frage habe ich gerade einen Test bei KenFM, der die EU-Militarisierung thematisiert. Auch dieses Thema verlangt nach mehr als schnellen Verurteilungen der Träger einer Meinung, die differenzierter daher kommt. Aber diese Zeiten sollen ja jetzt vorbei sein.

    • Eine ziemlich armselige Diskussion!
      Der eine will keine migranten und der andere will irgendwie migranten beistehen.
      Beide beziehen sich auf den Begriff Imperialismus.
      Wer ist denn der „imperialismus“ europa? Deutschland? pax amerika? oder ich?

      Sich in irgendwelche pseudo-humanitäre Diskussionen einzulassen, wird niemanden helfen. Wenn die 3. Welt es selber nicht versteht, wie ökonomik (wohlstand) funktioniert, ähnlich wie china bzw. russland, wird sich an den status quo nichts ändern. Nicht umsonst hat clinnton die mexico-mauer gebaut, mit abschluss von navta. Ihr und eure kriegs-folgerungen, der imperialismus geht viel weiter!
      Wer mit dem „imperialismus“ verhandeln will, muss auf Augenhöhe sein!
      ähnlich, wie sich Europa gegen trump-admin. (Zölle) durchgesetzt haben ::))))
      Und sicherlich wird die entwicklungshilfe und andere neoliberale Projekte, an dem derzeitigen desolaten Zustand nichts ändern. schön ist auch, dass die VWL-Ökonomen der 3. welt, übertrieben gesagt, vom iwf ausgebildet werden.

    • Wenn Europas kapital abgesicherte Machtelite über Leichen geht, stelle ich mich gegen Positionen, die das stützen. Bitter, wenn diese Positionen so formuliert werden, als seien sieaus emanzipatorischen Motiven entsprungen.

    • Diese eiskalt geplante humaniäre Fluchtkatastrophe ist eines der wichtigsten Werkzeuge zu Erreichtung eines faschistichen europäischen Superstaates. Man schafft ein Problem, wartet genüsslich auf sie prognostizierte Reaktion und kommt dann wie Kai aus der Kiste mit der paraten Lösung. These/Antithes/Synthese und schon sind alle im Loch. Bingo! Und wer hat geholfen, dass das nicht verhindert wird? Die Guten natürlich.

      Wer den Widerstand gegen dieses niederträchtigen Pläne torpediert (und sei auch nur mit lauwarmen Reden), ist für mich ein Handlanger und Verräter. Nichts mehr und nichts weniger.
      Ob das dann noch von hoher moralischer Warte aus betrieben wird, ist am Ende geschenkt. Passt dann eben nur zur Verblendung.

      Und den Flüchtlingen hätte man und soll man weiter helfen. Was man mit dem bisher hier im teueren Westen vermutlich ausgegeben Schotter für die paar Milionen Leute alles hätte leisten können, vor Ort, in der Region.
      Ein Wahnsinn an Verschwendung und Sie behauptet immer noch, dass dies eine mesnchliche Maßnahme ist?

      Diejenigen, welche die Hilfe am dringlichsten brauchen, sidn vermutlich noch vor Ort, weil sie nicht wegkommen. Aber Hauptsache hier den Dicken gemacht mit der Moralkeule.

    • Natürlich geht der Imperialismus über Leichen, gerade deswegen ja der Widerstand gegen Replacement Migration.

      Man kann auch angebliche Flüchtlingshelfer nicht ernst nehmen, die gar kein Interesse an der Beendigung des imperialen Krieges haben, das ist absurd.
      Wir werden ja am 4. August in Berlin auf der bundesweiten Friedensdemonstration „HIROSHIMA MAHNT! – Abzug aller Atomwaffen und US-Truppen – Raus aus der NATO!“ sehen, wer den Opfern von Krieg und Vertreibung tatsächlich helfen und an die Ursache ran möchte und wer nicht.

  10. Als ich das vor fünf Jahren in der Roten Fahne schrieb, war der Shitstorm durch Antideutsche und Pseudolinke enorm.
    Und auch heute noch versuchen angebliche „Linke“, in Wirklichkeit Desinformanten, solche klassisch sozialistische Aufklärung zu denunzieren und damit u.a. gegen die Friedensbewegung zu hetzen.

    • Ich hol mir die Rote Fahne immer als Satiremagazin neben der Titanic. „Der Spartakist“ ist auch toll. Sind so Steinzeitmarxisten die irgendwo zwischen gestern und Hegel leben. Solche Zombies rennen auch auf linken Buchmessen herum und schreien sich an, weil sie sich streiten, wer jetzt der wichtigste Führer ist ;)))))
      Von denen kommt nichts mehr Neues. Gähn. Die leben im Roten Sarg, alles dogmatische Bolschewiken. Zum Totlachen, was die alles ernst meinen ;)))))))

  11. Das Konzept der Machterweiterung durch Fremdarbeiter hat Tradition .
    Das Konzept war immer ein Konzept der Macht und Verlierer war immer das Volk .
    Als Zugabe bedeutet die Zerstörung von Identität das Verhindern effektiven Widerstandes .
    Merkel wie die SPD wie die Gewerkschaften wie die Linken betreiben betreiben Politik für das Kapital .
    Bei aller Skepsis zur AfD zeigen duch die konzertierten Angriffe gegen die AfD, dass die AfD Opposition zum Block der kapitalgekauften Einheitsparteien ist .
    Facharbeiter braucht gerade Afrika .
    Fällt niemand der Widerspruch auf, wenn Deutschland Fachkräfte nach Deutschland holen will
    und gleichzeitig die schlechte wirtschaftliche Lage Afrikas beklagt wird ?
    Und für die Kriege im Nahen Osten und Afrika ist die westliche Elite mit der NATO als Armee des Internationalen Kapitals verantwortlich . Und diese Elite zieht nun in zynischer Verdrehung von Demokratie das Volk, die Wähler für ihr Schlachten in Verantwortung und sagt :
    Ihr habt die Opfer zu versorgen, denn ihr habt in Schuld .
    Und nicht nur muss das Volk die Schuldlast tragen ist im Konzept der Massenzuwanderung unübersehbar die Zerstörung kultureller Identität und wirtschaftlicher Selbstbestimmung integriert .

    • Nur daß die AfD aus dem gleichen Pott finanziert ist und lediglich Opposition spielt. Das Monothema der Partei scheint seither omnipräsent. Hätt’s die AfD nicht gegeben, nebst zugehöriger Krise, Herrschaft hätte sie erfinden müssen. Sapperlot, das hat sie ja.

      Die von der AfD gescholtenen „Systemmedien“ bringen fast nur noch AfD-Themen
      28. Juni 2018 Nico Beckert

      Soziale Themen wie Löhne, Mieten und Rente erhalten kaum Aufmerksamkeit, Politiker und Medien reagieren oft nur noch

      In deutschen Großstädten müssen mehr als 1,6 Millionen Menschen „mehr als die Hälfte ihres Einkommens für die Kaltmiete ausgeben“. Die Anzahl der Sozialwohnungen hat sich zwischen den 1990er Jahren und heute mehr als halbiert. In München stiegen die Einkommen seit 1995 um 46 Prozent. Die Häuserpreise stiegen allerdings um 146 Prozent.

      Die Bundesregierung spart jährlich 10 Milliarden Euro, weil sie die Regelsätze von Hartz4-Empfängern nach unten rechnet. 2017 wurden 226.125 falsche Hartz4-Bescheide zu Lasten der Ärmsten ausgestellt. Durch Sanktionen sinkt die staatliche Versorgung unter das Existenzminimum.

      Seit den 1970er Jahren hat sich der Anteil der Einkommen der unteren Hälfte der Bevölkerung halbiert. Die oberen 10% steigerten ihren Anteil auf 40%. Deutschland ist so ungleich wie vor 100 Jahren. Bei den Vermögen ist Deutschland im Vergleich zu anderen OECD-Staaten besonders ungleich.

      Ein Drittel aller alleinerziehenden Mütter sind von Armut bedroht. In Pflege- und Altenheimen herrscht Personalnotstand. Es gibt nicht genug Kita-Plätze. In den Bahnhöfen der Großstädte trifft man spätestens nach 10 Minuten auf Flaschensammler. 2 Millionen Kinder, fast jedes siebte Kind in Deutschland, leben von Hartz4. Das sind 8,6 Prozent mehr als noch vor fünf Jahren. Seit 2005 ist die Leiharbeit von 400.000 auf nahezu 1 Million angewachsen.

      Flüchtlinge, Islam, „Vogelschiss“

      Obwohl Deutschland aus den oben genannten Gründen für viele Millionen Menschen schon lange kein Land mehr ist, in dem sie gut und gerne leben, bestimmen diese Themen nicht die Debatten. Stattdessen ist die AfD mit ihren Themen omnipräsent. Die von ihr als „Systemmedien“ gescholtenen bringen fast nur noch AfD-Themen. Sei es das Flüchtlings-Thema, die Burka, die Verhöhnung von KZ-Gräuel durch Höcke oder Vogelschiss-Äußerungen von Gauland.

      Wann stand in Deutschland das letzte Mal 10 Tage am Stück ein soziales Thema im Mittelpunkt der (medialen) Debatten? Warum gelingt es den (vermeintlich) linken Parteien nicht, die oben genannten Probleme ins Zentrum der Aufmerksamkeit der Medien und Wähler zu ziehen?
      https://www.heise.de/tp/features/Die-von-der-AfD-gescholtenen-Systemmedien-bringen-fast-nur-noch-AfD-Themen-4091812.html

      Und hier nochmals Herr Kirner:

      Kollektiver Realitätsverlust
      Veröffentlicht von LZ ⋅ 17. Juni 2018
      von Florian Ernst Kirner – http://www.rubikon.news

      (…)
      Migration: die globale Realität

      Tatsächlich blieb die offenbare Mehrheitsforderung nach „offenen Grenzen“ völlig abstrakt. Und sie wird absurd, wenn man sich klarmacht, dass die auf dem Parteitag permanent angeführten „64 Millionen Menschen“, die vor Krieg, Folter, Ökokatastrophe und politischer Unterdrückung fliehen, nur einen Bruchteil der eigentlichen globalen Wanderungsbewegung ausmachen.

      Diese nämlich besteht darin, dass sich in etwa ein Drittel der Weltbevölkerung in den kommenden Jahrzehnten von den Dörfern in Städte und von der Peripherie in die Metropolen bewegen wird. Dieser Prozess findet natürlich mit der größten Wucht in China, Indien, Brasilien oder in jenen Ländern Afrikas statt, die das anhebende Wirtschaftswachstum auf dem schwarzen Kontinent bereits erfasst hat.

      Aber im Zeitalter globaler Mobilität zu Land, zu Wasser und in der Luft und eines transnationalen Kapitalismus wird dieser gewaltige Prozess selbstverständlich auch die Metropolen Europas erfassen und hat es längst getan – zumal wir auch hier eine ähnliche Dynamik haben: die Ballungsräume wirken wie riesige Staubsauger, die immer noch mehr Menschen, Kapital, Infrastruktur, Wissen, Institutionen und Wirtschaftskraft ansaugen. Dem stehen weite Landstriche gegenüber, die, wenn überhaupt, dann nur noch eine Bedeutung als Agrarwüsten der industriellen Landwirtschaft oder als touristische Zielzonen und Erholungsgebiete der Städter haben.
      (…)
      Hierfür und zum Management der unweigerlich stattfindenden Migration braucht es einen handlungsfähigen Staat und kompetente Institutionen, die effektive Instrumente für eine erfolgreiche Integration von Zuwanderern in den jeweiligen Zielstaaten organisieren. Und selbstverständlich kann alles das nur gelingen, wenn es eine vernünftige und menschenwürdige Regulation der Migration gibt. Und damit diese Regulation gelingt, sind Fragen von Krieg und Frieden, Ökokatastrophe, Zugang zu sauberem Trinkwasser weltweit, entscheidend. Reine Ablenkung stellt dagegen eine illusorische, und in der Praxis gnadenlose Politik der Abschottung dar – aber auch eine Politik des komplett unkontrollierten Zugangs ist illusorisch und stellt letztlich eine Form der Politikverweigerung dar.
      https://linkezeitung.de/2018/06/17/kollektiver-realitaetsverlust/

      Ich könnte mir denken daß die Kapitalisten das hier tun:
      https://www.youtube.com/watch?v=wdYPxFMhEkE

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