Tagesdosis 29.8.2018 – Gelenkte Meinung (Podcast)

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

In Chemnitz wurde gestern eine Gegendemo gegen Rechts gestartet. RT-Deutsch hat diese Demo live über den Ticker gebracht. Sie wurde eröffnet mit den Worten: „Man wüsste nicht, was eigentlich passiert ist, aber wir sind gegen Rechts.“ Was war geschehen? Alles nur Gerüchte. Die Polizei, Zeugen und Beteiligte sagen alle etwas unterschiedliches. Es sollen zwei Frauen bei einem Geldautomaten Geld abgehoben haben. Dabei seien sie von zwei oder drei Migranten überfallen worden. Drei Männer kamen zu Hilfe und wehrten die Täter ab. Dann aber kamen schnell ca. 20 Migranten und mehrere Migranten stachen dann wie wild auf die Männer ein, wobei einer verstarb. Ein Zeuge berichtete, zwei Männer starben und zwei kamen mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus.

Dann kam wohl einige Zeit später ein Trupp Neonazis und diese verprügelten wahllos Migranten in Chemnitz. Das, was die Schlagzeilen jedoch komplett füllt, das ist der Nazimob, der wahllos auf Migrantenjagd ging. Bei der Gegendemo eskalierten die Antifa und die Neonazis, sodass auch dieser Abend blutig verlief.

Ich habe keine Ahnung was der Leser nun weiß und was wirklich in Chemnitz geschehen ist. Ich verurteile beide Taten. Zum einen die der Migranten, die zahllose Messerstiche ihren Opfern beibrachten. Und das Klatschen der Ausländer durch Neonazis.

Am Samstag verstarb der US-Senator John McCain am Krebs. Der Spiegel lobte diesen Mann als den letzten Helden, ja fast der gesamte Mainstream und die Presse fanden große Worte für diesen Mann. Doch war John McCain auch ein Kriegstreiber. In der Ukraine sorgte er für Unterstützung der ukrainischen Nazis bis in die Regierung hinein. McCain unterstützte den Jugoslawien-Krieg, den Irak-Krieg von George Bush-Senior. Während seines Präsidentschaftswahlkampfs gegen Barack Obama, wandelte McCain einen Text der Beach Boys um zu Bomb Iran. Barack Obamas Präsidentschaft fand er zu konziliant. Dabei war Barack Obama der erste Präsident der USA, der während seiner gesamten Präsidentschaft nie ohne Krieg zu spielen auskam. Auch die Drohnenpolitik wuchs erst unter Barack Obama an. Weil ich McCain für einen Kriegstreiber halte, viele tun das ebenfalls, habe ich am Sonntag auf meiner Seite ihm symbolisch das goldene Hakenkreuz verliehen. Was für ein wenig Unstimmigkeiten bei meinen Followern sorgte. McCain unterstützte auch die Politik Ronald Reagans, der ja die Anfänge zu dem eingepflegt hat, was wir heute den US-Imperialismus nennen. Reagan betrog Gorbatschow und setzte die Marschrichtung der NATO gen Osterweiterung in Gang. John McCain war kein Held. Er unterstützte viele Kriege und ist damit für viel Leid auf der Welt verantwortlich.

Zum Einen wissen die Medien in unserem Land seit gut zehn Jahren immer ganz genau, wer ein Fascho ist, nämlich der rechts denkende Deutsche. Zum anderen aber unterstützen die Medien echte Kriegstreiber und feiern sie zu Helden. Erinnern wir uns: Barack Obama bekam den Friedensnobelpreis, und zwar im Vorhinein für einen reinen Vorschubglaube, den er nie eingelöst hat. Ganz im Gegenteil! In seiner Amtszeit ließ er pro Jahr 20.000 Bomben auf Menschen fallen. Barack Obama ist es gelungen, der beliebteste Präsident deutscher Medien und des Parlaments zu werden. Fast schon ist er unser Präsident. Barack Obama ist ein Kriegsverbrecher und hat gegen das Völkerrecht verstoßen. Das aber ist vielen in diesem Land nicht einmal bewusst. Diese Doppelmoral wird immer unerträglicher. Nazi, Faschist, Antisemit oder Rechts zu sein, sind Wortmarken geworden, die man wahllos irgendwelchen Friedensleuten heute massenhaft an den Latz knallen kann, ohne dass auch nur irgendwie reflektiert wird. Es wird sich eingestimmt und dann ist das die Wahrheit, gegen die man dann auch Gewalt anwenden darf. Fast schon ist es wie bei der Kriegsstrategie, dass man den Gegner zu Maden, zu Unmenschen zu Bestien erklärt, nur damit man ihnen das Menschliche absprechen kann und ihn dann leichter erschießen kann. Auch das ist eine Form des Rassismus. In der Psychologie der Täter ist diese Bagatellstrategie normal. Danach folgen Rechtfertigungsgründe und Legitimationsstrategien und fertig ist der böse Dämon, gegen den man nun alle Mittel einsetzen darf. Diejenigen, die so denken und sich ihre Feinde zurechtzimmern, sie sind aber in Wirklichkeit der echte Feind und das wirklich Böse. Diesen Grad scheint seltsamerweise die oft gelobte Antifa seit Jahren zu überschreiten, in dem sie pöbelt und Kriegstreiber verherrlicht. Im Scheinwerferlicht des absolut Guten lassen sich viele dunkle Geister nieder. In der forensischen Täterpsychologie weiß man das schon länger. Es ist eine oft angewandte Strategie von Tätern.

Sagt man etwas, dass sich gegen das System richtet, schwups wird die rechte Keule rausgeholt. Steht man dann noch in der Öffentlichkeit, schwups werden die Einträge bei Wikipedia in der Art manipuliert, dass der junge Mensch, der sich gerade politisch orientieren will, mit solchen Lügen für die Mainstreammeinung auf Linie getrimmt. Gruppe42, ein You Tube-Kanal, mit seinen Geschichten aus Wikihausen, hat sich der Aufklärung dieser Machenschaften angenommen. Wer es nicht kennt, ein must see.

Was ist nur los in diesem Land? Es findet quasi eine Umerziehung jüngerer Generationen statt. Und es sieht so aus, als sei das kein Zufall. Aus gut wird schlecht und aus schlecht wird gut in die jüngeren Köpfe konditioniert. Der investigative Journalismus wird ausgeräuchert. Anstatt die Ursachen für die Messerstecherei in Chemnitz aufzuklären, wird wieder schön abgelenkt auf den Kampf gegen Rechts. Selbst Jürgen Todenhöfer scheint auf diese gängige Ablenkung der Dienste hereinzufallen. Was war die Ursache? Ein Raubüberfall von Migranten aus Syrien und dem Irak. Die ganzen Jahre, seit dem die Flüchtlinge von Angela Merkel ins Land geholt wurden, kamen Tötungsdelikte, Vergewaltigungen, Aufstand und Raubdelikte von Flüchtlingen zuhauf in den Medien. Wollte man das Aufbrodeln der deutschen Bevölkerung? Wollte man den Zorn und die Wut schüren, den Rechtsruck der Gesellschaft? Wollte man die Linken zu den Marktschreiern echter Werte und einziger Moral machen? Wollte man die Gesellschaft teilen, sie gegen sich selbst aufbringen? Wenn die Bevölkerung derart geteilt wird, wie sie bis heute geteilt wurde, dann ist doch eines ganz klar: Die politisch orientierten Gruppen vergehen sich gegeneinander. Auf Deutsch: Die gesamten kreativen Energien gehen zum Kuckuck, verpuffen, werden auf Scheinkämpfe gelenkt und gehen in Nichtigkeiten auf. Denn das Ganze ist nicht mehr oder weniger als ein Spiel, in dem die Linken den Kaspar und die Rechten das Krokodil und die AfD den Seppl (für das Volk) spielen. Damit sind die Kräfte für Veränderung gebündelt und gespalten, kämpfen gegeneinander und die Regierung erscheint nicht mehr als Gegner und Gegenspieler für die gemeinsamen Interessen des Volkes.

Immer mehr kümmern sich also die Dienste um die Spaltung und die Interessenkämpfe unterschiedlichster Gruppen. Gewinner dabei ist Angela Merkel, von der viele Politiker sagen, dass ihr Hauptgeschäft darin liege, dass sie gar keine Politik macht. Die Antifaschisten spielen dabei immer häufiger die Rolle der Schutzheiligen für die Politik von Angela Merkel. Was viele Linke bis heute nicht bemerkt haben. Wer auch immer sich das alles ausgedacht hat, der ist nicht dumm. Denn die linken Kräfte in diesem Land hat man damit von ihren wesentlichen Aufgaben, nämlich der Regierung heftigster Stachel zu sein, in eine Überbedeutung in Richtung ihres heftigsten Feindes gelenkt: den Rechten. Überall und in jeder Kritik gegen das System steckt für sie fast ausschließlich ein Fascho. So erklärt sich auch, warum die zwei beliebtesten Aufklärer unserer Zeit, Dr. Daniele Ganser und Ken Jebsen, den meisten Linken als Faschos geframed sind. Damit lenkt man deren Potenziale weg vom Mainstream und lässt die Blase, die beide erschaffen haben, offiziell am Rand der Gesellschaft vor sich hinschmoren. Gleichfalls pfercht man so die Aufgeweckten in ein Milieu hinein, in das der Zugang für junge Leute verbrämt bleibt. Nur die, die ebenfalls den ganzen Irrsinn von selbst bemerken, kommen freiwillig in diese Szene und bemerken den ganzen Betrug sehr schnell. Doch wer in dieser Szene ist, der wird oft zu Unrecht dem rechten Milieu für zugehörig erklärt. Das geniale an dem Erfinder dieser seltsamen Logik ist, dass er die Kaderinteressen linker Politik gegen die Verstandesbildung linker Menschen aufgewogen hat. Das Ergebnis ist all zu sichtbar. Linke Politik wird von Scheinlinken zersetzt.

Und was ist nun mit John McCain? McCain soll, laut Spiegel online, in seiner letzten Botschaft an Trump geschrieben haben, Zitat Anfang: Unversöhnliche politische Feindschaft habe „Ressentiments und Hass und Gewalt an allen Ecken der Welt“ genährt, Zitat Ende. Seit dem Ende der Sowjetunion haben die US-Präsidenten fast unisono diese Welt aufgeteilt und sie wie die ihre behandelt. Der US-Imperialismus setzte sich nicht gerade zaghaft fort. Hass und Gewalt an allen Ecken der Welt, das ist im Grunde die US-Politik seit dem Aufgeben des Goldstandards für ihre Leitwährung. Mit Ronald Reagan begann der endgültige Verrat an alle Länder dieser Welt, sie als ihre Finanz- und Wirtschaftswiese zu verstehen; der Feind, also die Sowjetunion, existierte nicht mehr und die USA fingen schon an, ihren neuen Feind zur Legitimität ihres Weltanspruches zu modellieren. Mit ihrer Politik schufen sie eine weitere, hochmoderne Form des Faschismus, in dessen Hinterteil die ganze EU-Politik steckt und Angela Merkel von dort aus uns alles Gute wünscht. Rechts ist eben dort, wo die Sonne nie hinscheint. Die wirklichen rechten sitzen schon in der EU und den USA. Ihre Mimikry ist hervorragend gelungen. Sie haben sich einfach ihren Hauptgegner gefügig gemacht, in dem sie ihm von ihren Tellern essen lassen. Unter den Linken selbst gab es noch nie so viele Millionäre, wie heute. Das trifft auch für die Grünen zu. Tarnung und Täuschung sind aber enttarnt. Und immer mehr Menschen werden dies in naher Zukunft erkennen. Dank der Arbeiten von Rainer Mausfeld ist dieser Geist nun aus der Flasche. Die Enttarnung läuft. Und für viele linksorientierten Menschen wird dies schmerzlich werden und sie werden sich an den Prolog vom Herr der Ringe erinnert fühlen in dem geschrieben steht: Doch sie wurden alle betrogen, denn es wurde noch ein Ring gemacht, ein Meisterring. Und diesen findet ein Jeder in Walter Lippmanns Buch: Die öffentliche Meinung. Denn diese, unsere Meinung, wird schon seit langer Zeit gelenkt. Leider überfordert die Demokratie die meisten Menschen. Herrsche und Teile ist da schon viel einfacher zu verstehen, versteht man sich aufs Lenken der Richtung in einer Demokratie. Die Macht der inneren Bilder zu lenken ist das Kerngeschäft der Dienste und des dualen Staates, in einer Demokratie. Das ist Demokratie, heute.

Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/john-mccain-letzte-botschaft-an-donald-trump-a-1225235.html

https://www.westendverlag.de/buch/warum-schweigen-die-laemmer/

https://www.youtube.com/watch?v=8SCcEdl–Bk&t=16s

https://www.youtube.com/watch?time_continue=171&v=MDU1vo0Tz6A

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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