Tagesdosis 3.1.2020 – Von Oma als Klima-Sau zum Kannibalismus für Klimaschutz (Podcast)

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Unter dem Titel „Saustall des Tages: Deutsche Debattenkultur“ verteidigte die sich selbst als „links“ bezeichnende Tageszeitung „junge Welt“ über die Feiertage in einem Kommentar den Kindesmissbrauch im Westdeutschen Rundfunk (1). Dort hatte ein Kinderchor ein gehässiges Liedchen eingeübt und in einem vom WDR ausgestrahlten Video gegen die weniger CO2-bewußte, ältere Generation gehetzt. Aber mit der Diffamierung der Oma- und Opa-Generation, die in der Regel nicht so leichtgläubig auf den CO2-Zug mit höheren Steuern, mehr Abgaben und steigenden Strompreisen aufspringen, sind die abgehoben Macher des Videos voll auf die Nase gefallen. Selbst die in Klimasachen sonst so unterstützenden Main Stream Medien übten scharfe Kritik.

Daraufhin wurde das vom WDR-Kinderchor geträllerte Läster-Liedchen gegen Oma flugs als harmlose und witzige Klima-Satire um-etikettiert. Aber auch das half nicht gegen die weit verbreitete Empörung. Lediglich die von quasi religiöser Inbrunst durchdrungenen CO2-Prediger und Greta-Jünger hielten den Hetzern gegen die ältere Generation die Stange. Das tut ganz offensichtlich auch die „junge Welt“ mit ihrem von der Chefredaktion abgesegneten Kommentar, der wie folgt beginnt:

„Soll man lachen oder weinen? Während die Welt an allen Ecken und Enden brennt, echauffieren sich hierzulande Tausende über einen Satiresong. In einem Onlinevideo des Radiosenders WDR 2 hatte ein Dortmunder Kinderchor das Lied »Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad« mit verändertem Text gesungen.“

Tatsächlich sangen in dem Video rund dreißig Mädchen unter anderem die Zeilen:

„Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad. Das sind tausend Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ’ne alte Umweltsau.“

In einem weiteren Vers heißt es:

„Meine Oma fährt mit einem SUV beim Arzt vor, überfährt dabei zwei Opis mit Rollator“.

Zum Abschluss des Videos wird dann als Drohung im O-Ton die Passage aus der Hass Rede von Greta Thunberg vor der UNO eingespielt: „Wir werden euch das nicht durchgehen lassen!“ – („We will not let you get away with this!“), während die Mädels vom WDR-Kinderchor dazu synchron die Lippen bewegen.

Für die „junge Welt“ war das ein toller Spaß. Der Kommentar findet:

„Eindeutiger kann Satire nicht sein, doch in den »sozial« genannten Medien empörte man sich am Wochenende, Kinder seien für »üble Hetze« gegen die ältere Generation instrumentalisiert worden. Bei Twitter führte der Hashtag »Umweltsau« am Wochenende die Trendliste an. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) befand, die Debatte um Klimaschutz werde »von manchen immer mehr zum Generationenkonflikt eskaliert. …..«

In dem nachfolgenden Zeilen lamentiert das Blatt dann über die „noch skurrileren Reaktionen des WDR, z.B. dass WDR-2-Chef Jochen Rausch sich in einer Sondersendung für den „Fehler“ entschuldigt habe, „den Ausdruck »Umweltsau« in Verbindung gebracht zu haben »mit der lieben Omi, der man das gar nicht vorwerfen kann« oder dass der WDR-Intendant Tom Buhrow sich zur Verteidigung seines 92jährigen Vaters telefonisch in die Sendung eingemischt und gesagt hatte, „Er ist keine Umweltsau. Er hat sein Leben lang hart gearbeitet« Der „junge Welt“-Kommentar schließt dann mit dem Satz:

„Noch armseliger kann eine »Debatte« über das Unwesentliche, die die eigentlichen Widersprüche der bürgerlichen Gesellschaft verschleiert, kaum geführt werden.“

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass die Redaktion der „jungen Welt“ von „Debatten“ per se nichts hält. Linke, die nicht die im Wolkenkuckucksheim angesiedelte revolutionäre Linie der Redaktion vertreten, werden in übler Weise denunziert. Jedes Debattenangebot von anderen Linken über die Politik der Zeitung wird von der Redaktion der „jungen Welt“ seit Jahren strikt verweigert. Und jetzt, ausgerechnet in diesem Fall der „Oma als Klima-Sau“ macht diese Zeitung gegen die „Deutsche Debattenkultur“ mobil! Begreift die Redaktion nicht, dass sie sich damit einreiht in die von CO2-Finanzkreisen betriebene und organisierte Politik des Teilen und Herrschen, der Spaltung der Gesellschaft, der Hetze junger Menschen gegen Alten, bzw. vor allem gegen die Großelterngeneration, die sich den fake Klimarettungsplänen querstellt?

Aber zurück zum WDR-Kinderchor. Der ist in Bezug auf die Klimahysterie kein unbeschriebenes Blatt. Ein Besuch der Webseite des Kinderchors gibt Auskunft. Dort kann man z.B. lesen: dass der Kinderchor am 05.10.2019 auf einer Abschlussveranstaltung der Organisation „PLANT FOR THE PLANET“ in Königswinter gesungen hat. Das ist die Organisation, die Spenden für „Fridays for Future“ sammelt. Gleichzeitig erfährt man, dass „die Sängerinnen und Sänger des Kinderchors als Botschafter für Klimagerechtigkeit von anderen Kindern ausgebildet werden“.

Das bedeutet nichts anderes, als dass hier Kinder für die Interessen der CO-2-Finanzkonzerne instrumentalisiert und missbraucht werden. Erwachsene, die Kinder so zu Hass und Hetze gegen alte Menschen manipulieren, gehören für immer aus jeder öffentlichen Verantwortung verbannt, insbesondere im Umgang mit Kindern und Jugendlichen!

Es ist kaum zu glauben, dass etwas später ein angeblich für den WDR arbeitender „freier Journalist“ in der unsäglichen Sache auf Twitter noch nachgelegt hat (2): „Was regt ihr euch auf, eure Oma ist nicht nur eine Umweltsau, sondern eine Nazi-Sau“. Das war in der simplen Logik der Fridays for Future Anhänger sicher auch nur Satire. Der Großteil der Leser reagierte jedoch angemessen auf diese Ungeheuerlichkeit, wie der nachfolgende Kommentar zeigt: „Wer 2019 ganze Bevölkerungsgruppen pauschal mit Umweltsau oder Nazi-Sau beschimpft und sich gut dabei fühlt, hätte 1939 auch „Judensau“ gerufen.“

Dies ist auch nicht der erste Fall, an dem die menschenverachtende Haltung der sogenannten „Klimaaktivisten“ und ihrer Hintermänner im Medienbetrieb sichtbar wird. So hatte der deutsche Ableger der Fridays for Future Bewegung auf seiner offiziellen Social-Media-Seite gefragt (3): „Warum reden uns die Großeltern eigentlich immer noch jedes Jahr rein? Die sind doch eh bald nicht mehr dabei.“ Mit anderen Worten, warum halten die Alten nicht einfach ihr Maul und verschwinden, möglichst schnell.

Die Klima-Diktatur, die von CO2-Eiferern immer lautstarker gefordert wird, würde eine elegante Lösung für den Umgang mit Klima leugnenden Politiker als auch mit starrsinnigen Alten bieten. Denn dann könnten die Klima-Fanatiker auf den großen Erfahrungsschatz der Faschisten im Dritten Reich zurückgreifen. In diesem Sinn hatte sich das Klima-Heil bringende Kind, die Jesus-ähnliche Greta bereits jüngst öffentlich geäußert, als sie allen Politikern, die sich der Klimarettung widersetzen, gedroht hat, sie „an die Wand zu stellen“ (4).

Und was die Alten betrifft, so könnte man um sie loszuwerden wieder die Euthanasie der Nazis reaktivieren, mit der die Omis und Opis sanft und sehr human eingeschläfert würden. Das würde ihnen die Mühen des Alterns ersparen und zugleich viel CO2 Emission verhindern und dem Klima helfen. Und das Tolle dabei ist: Ein schwedischer Professor hat bereits eine geniale Lösung für eine CO2-sparende und Klima rettende Verwertung von Oma und Opa präsentiert, nämlich Kannibalismus. Wer jetzt glaubt, das wäre ein dummer Witz, der hat offensichtlich nicht die Nachrichten aus den CO2-Klimarettungskreisen verfolgt (5). Für weitere Berichte siehe nachfolgende Links: NewYorkPost, tv4.se, Breitbart, evening standard, Epoch Times.

Menschenfleisch könnte laut dem schwedischen Verhaltensforscher Professor Magnus Söderlund eine Möglichkeit sein, den Klimawandel zu bekämpfen und den CO2-Ausstoß gering zu halten. Die Toten würden nicht begraben und bekämen erst Recht keine CO2-intensive Feuerbestattung, sondern sie würden stattdessen verspeist. „Wer in Bezug auf Klima- und Nachhaltigkeitsfragen nichts unversucht lassen will“, der müsse auch darüber nachdenken, „seine Essgewohnheiten zu ändern“, hatte der Handelshochschulprofessor Söderlund auf einer Gastronomiemesse in Stockholm in seinem Impulsreferat betont.

Da die meisten Menschen „ein wenig konservativ“ seien, „wenn es darum geht, Dinge zu essen, an die sie nicht gewöhnt sind“, müsse man sie über Umwege ganz behutsam, z.B. über marinierte Würmer, geröstete Käfer oder eingelegte Haustiere zum Verzehr von Menschenfleisch bringen. Dabei dachte Professor Söderlund ganz sicherlich nicht an die zu Dosenwurst verarbeitete Oma, aber in Form von gemahlenem Trockenfleisch, das man dem Pizzateig beimengen kann, könnte man mit der Oma total CO2-neutral den täglichen Proteinbedarf decken.

Hat Söderlund hier eine weitere, misslungene Klima-Satire losgelassen? Angesichts der immer abartigeren Vorschläge und Handlungsanweisungen der inbrünstigen CO2-Hysteriker zur Vermeidung des natürlichen Lebensgases Kohlendioxid ist es höchstwahrscheinlich kein Witz. Denn sein Vorschlag reiht sich ein in andere, ebenso absurde Forderungen wie der sofortige Ausstieg aus all unseren zuverlässigen Energiequellen, oder dass klimabewusste Frauen keine Kinder mehr gebären sollen, oder die Abschaffung der Großindustrie und die Umstellung des Gütertransports auf Eselskarren und Lastenfahrräder, und so weiter und so fort.

Da stellt sich die Frage: Wie tief muss man gesunken sein, um dem Klimawahn-Zeitgeist zu folgen? Wie tief muss man gesunken sein, um nicht mehr zu erkennen, mit wem man sich in der wahnsinnigen Klima-Hysterie verbündet, bzw. zu wessen Instrument man geworden ist.

Angesichts der Zig Tausenden von jungen, demonstrierenden Menschen in den Straßen hat ganz sicher das Herz vieler alter 68er höher geschlagen. Vor allem weil diese Klimabewegung deutlich zu machen schien, dass zumindest Teile der heutigen Jugend doch nicht so unpolitisch waren und noch nicht zu Sklaven ihres I-Phones geworden sind.

Allerdings gibt es einen gewaltigen Unterschied zu den 68er Märschen gegen den Vietnam-Krieg, Imperialismus, Polizeigewalt und Notstand und der aktuell empörten Klima-Jugend, die von der Staatsmacht, Justiz, Wirtschaft und Teilen der Wissenschaft zu ihren aktivistischen Happenings geradezu angetrieben wird. Auch stehen den Gretas, Luisas und anderen Influencerinnen die Fernsehstudios, Zeitungsredaktionen, Eventhallen, Oligarchen-Paläste, der Vatikan und die Premium-Suiten zum Davoser Weltwirtschaftsforum rund um die Uhr offen. Die ebenso furchtlos wie selbstbewusst schwadronierenden Klima-Mädels werden von den Herrschenden umgarnt, verwöhnt und herumgereicht wie seltene Kostbarkeiten.

Dagegen wurden die Kundgebungen und Proteste der 68er Bewegung wegen der organisierten und brutalen Polizeigewalt regelmäßig zu Hochrisiko-Events für die Demonstranten. Keine Politiker und erst Recht kein Bundeskanzler kam, um sich freundlich lächelnd mit Rudi Dutschke ablichten zu lassen, wie das Angela Merkel mit Greta tat. „Es verwundert also ein wenig, dass dieselben hasserfüllten und erbarmungslosen Gegenkräfte im Umfeld von CIA, BND, Gladio, Militärs, Banken und DAX-Konzernen die aufständische Öko-Guerilla mit fast pädophiler Zuneigung umarmen,“ schrieb der Schriftsteller Wolf Reiser am 30. Dezember 2019 bei Heise (6).

Tatsächlich brennt die Welt an allen Ecken. US/NATO-Aggression wohin man schaut, globale Aufrüstung, Weltwährungscrash, Migrationselend, Massenverblödung, mediale Verwahrlosung, gesellschaftliche Polarisierung und vieles mehr. Doch was beschäftigt die Eliten in der Finanzwirtschaft, an der Wallstreet und in der Londoner City und wofür ereifern sich die von ihnen bezahlten und gekauften Politiker und Medien? CO2 und die Klimarettung bei der es Zig Billionen von Dollar und Euro zu verdienen gibt, auf dem Rücken der Masse der Bevölkerung.

Und da glauben immer noch linke Traumtänzer, sie könnten sich an die Spitze der jugendlichen Klimabewegung setzen und damit ausgerechnet die Eliten stürzen, die das alles bezahlen, alle Fäden der Macht in der Hand halten und auch nicht davor zurückschrecken notfalls über Leichen zu gehen.

Quellen:

  1. https://www.jungewelt.de/artikel/369587.saustall-des-tages-deutsche-debattenkultur.html
  2. https://twitter.com/dannytastisch/status/1210892743729451008?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1210892743729451008&ref_url=https%3A%2F%2Fde.sputniknews.com%2Fgesellschaft%2F20191229326292020-wdr-mitarbeiter-provoziert-weiter%2F
  3. https://twitter.com/FridayForFuture/status/1209036827212025856
  4. https://www.independent.co.uk/news/world/europe/greta-thunberg-criticism-climate-change-turin-speech-language-nationality-swedish-a9247321.html
  5. https://archiv.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kolumnen/menschenfleisch-als-nahrung–die-idee-eines-schwedischen-professors-zur-nachhaltigkeit-33217538
  6. https://www.heise.de/tp/features/Der-Gruene-Deal-und-das-Goldene-Kalb-4623764.html

 

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Ein Kommentar zu: “Tagesdosis 3.1.2020 – Von Oma als Klima-Sau zum Kannibalismus für Klimaschutz (Podcast)

  1. Erinnert sich noch jemand an MMW mit seinem Song "Ich bin froh, dass ich kein Dicker bin"? Der würde heute vermutlich nicht mehr erscheinen dürfen, weil von links bis rechts alle irgendwelche Minderheiten oder Großgruppen schützen wollen.
    Natürlich alles im Namen von Freiheit und Respekt. Nun denn.
    Über die letzten Monate habe ich deutlich verstanden (ich vermute es jedenfalls;-), dass Herr Rupp (und die ihm argumentativ folgenden SchreiberInnen) sowohl fff als auch Menschen, die etwas gegen Klimawandel TUN wollen als Schafe, Irrgeleitete oder vom Klimawahn Befallene bezeichnet. Nun gut.
    Mich würde wirklich interessieren, was überhaupt aus seiner Sicht getan werden kann? Das ganze System abschaffen und an den wirklichen! Ursachen arbeiten? Nur wie?;-) Sich immer weiter weiter nur lustig machen über die Doofen kann doch nicht der Werg sein, oder?

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