Tagesdosis 30.11.2017 – Windbeutel des Jahres

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

Der Windbeutel ist ein hohles Gebäckstück, welches mit Schlagsahne gefüllt ist.  Foodwatch ist ein gemeinnütziger Verein, der sich mit den Rechten von Verbrauchern und der Qualität von Lebensmitteln auseinandersetzt.

Jährlich, seit dem Jahre 2009,  verleiht diese Organisation den goldenen Windbeutel. Es ist die Auszeichnung für die dreisteste Werbelüge des Jahres. Höflich formuliert, bedeutet dies Verbrauchertäuschung. Der Volksmund betitelt es, die Katze im Sack kaufen und etwas direkter formuliert geht es um dreistes Lügen und Beschiss am Kunden.

Der diesjährige Preis, geht zum Wiederholungstäter Alete. Bekannt für Babynahrung, ist es dieses Jahr der beworbene Kinderkeks, der foodwatch erzürnt. Wir lernen: Alete vermarktet seinen Kinderkeks entgegen den Empfehlungen von Medizinern schon für Säuglinge ab dem achten Monat „zum Knabbernlernen“ – dabei sind die Babykekse mit 25 Prozent Zuckeranteil sogar zuckriger als Leibniz Butterkekse und fördern Karies[1]. „Alete nutzt sein positives Image bei Eltern aus, um auf Kosten der Kleinsten Kasse zu machen – das grenzt an Körperverletzung durch Irreführung“, so Sophie Unger von foodwatch, Wahlleiterin beim Goldenen Windbeutel.

Es geht also wieder Mal, um die bewußte Täuschung des Bürgers. Ein Kinderkeks, als Symbol für die Gier des Erfolgs und der Gewinnmaximierung, mit dem Wissen des Schadens für den Endverbraucher, in dem Falle den gutgläubigen Eltern und den junggeborenen Hauptopfern, den Babys.

Wie reagiert die beschuldigte Firma? Wie die Kollegen aus der Politik, mit unglaubwürdigen Worthülsen, also heißer Luft aus dem ofenwarmen Windbeutel: Nach dem Start der diesjährigen Wahl und der Nominierung des Babykekses hatte Alete reagiert und angekündigt, den Hinweis „babygerecht“ nicht weiter auf der Packung abzudrucken und die Rezeptur zu verändern. Wer es dann glauben mag.

Was ist auch hier, ähnlich den Abläufen in der Politik, das eigentliche Problem? Die Dreistigkeit des Herstellers, bzw. der Politiker, oder die weiterhin vorhandene Gutgläubigkeit des Verbrauchers, bzw. des Wählers. Auch hier wählt der Kunde, der Bürger, in eigener Verantwortung gegenüber sich selbst oder dem Kindswohle, das Produkt, das Programm und vertraut dem Anbieter, der Partei. Guter Name, kenne ich, war doch immer Qualität, wurde mir empfohlen, gibt es Alternativen?

Diese, unsere Welt will einfach nicht besser werden. Es wird täglich über Alternativen zur herrschenden Stimmung und Perspektivlosigkeit vieler Menschen diskutiert und informiert. Wir können es aber so lange drehen und wenden wie wir wollen, am Ende werden entsprechende Institutionen, ob aus den Industrien oder der Politik, so lange weitermachen, wie sich Bürger und Wähler gutgläubig, unreflektiert, halbherzig, oder schlicht unmotiviert für die jeweiligen Produkte und Parteien entscheiden werden. Solange es zu keinem Boykott, oder Streik, oder schlichter Verweigerung von Seiten der Opfer, Benachteiligten und Unzufriedenen kommt, wird sich schlicht nichts an den gegebenen Verhältnissen ändern.

Wer den diesjährigen Windbeutel in der Poltik erhält, obliegt ihrer eigenen persönlichen Wahl. Schon Otto Waalkes wußte in der 70ern, zur diesjährig prämierten Lebensmittelfirma  die einzige richtige Antwort: Alete kotzt das Kind.

Etwas seriöser möchte ich Berthold Brecht aus dem Jahre 1952 zitieren. Ein Text von vor 65 Jahren ! Haben wir dazu gerlernt ?

Das Gedächtnis der Menschheit
für erduldete Leiden ist erstaunlich kurz.
Ihre Vorstellungsgabe für kommende
Leiden ist fast noch geringer.

Diese Abgestumpftheit ist es,
die wir zu bekämpfen haben,
ihr äußerster Grad ist der Tod.
Allzu viele kommen uns schon heute vor wie Tote,
wie Leute, die schon hinter sich haben,
was sie vor sich haben, so wenig tun sie dagegen.

Und doch wird nichts mich davon überzeugen,
dass es aussichtslos ist,
der Vernunft gegen ihre Feinde beizustehen.
Lasst uns das tausendmal Gesagte immer wieder sagen,
damit es nicht einmal zu wenig gesagt wurde!
Lasst uns die Warnungen erneuern,
und wenn sie schon wie Asche in unserem Mund sind!
Denn der Menschheit drohen Kriege,
gegen welche die vergangenen wie armselige Versuche sind,
und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
nicht die Hände zerschlagen werden[2].

[1] – https://www.foodwatch.org/de/informieren/aktuelle-nachrichten/alete-erhaelt-goldenen-windbeutel/

[2] – http://rette-sich-wer-kann.com/thema/das-gedaechtnis-der-menschheit/

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26 Kommentare zu: “Tagesdosis 30.11.2017 – Windbeutel des Jahres

  1. Kekse kann man auch Selber backen. Machen wir seit hunderttausenden Jahren.
    BABYS BRAUCHEN KEINE KEKSE!!! Seit hunderttausenden Jahren nicht.

    Schon garnicht von Al€t€, Mon$atan, N€stl€ oder Bayer AG!!! Wer diesen Chemo-Müll kauft, ist selber schuld und VOLLVERANTWORTLICH für sein eigenes FREIES HANDELN und muß auch dementsprechend die KONSEQUENZEN dafür tragen. PUNKT!!!

    Das Marketing-Credo der Profit-Vampire:
    Roger Waters – Amused to Death (1992): „…Reducing the available Choise to the lowest case of saleable Item …Why sell the people good Stuff, when you can sell them Shit“

    http://www.youtube.com/watch?v=lneXi5yCKsg

    Zum Verarscht-Werden gehören immer 2! Derjenige, der verarscht, lügt, fälscht und betrügt und Derjenige, der sich verarschen lässt. Aus Faulheit, Borniertheit, Bequemlichkeit oder Dämlichkeit!

    Ich kann die Welt und das $y$t€m jederzeit ändern. An jeder Tankstelle, an jeder Supermarktkasse, jeden Tag.
    Mit DEMUT, VERSTAND und VERZICHT!

    Warum dein Geldbeutel eine scharfe Waffe ist

    http://utopia.de/ratgeber/video-hannes-jaenicke-konsum/

    Hannes Jaenicke: Dein Konsum ist Macht – der Geldbeutel, eine scharfe Waffe!

    http://www.youtube.com/watch?v=EIiFh_vV7ls

  2. Passt hier Glyphosat? Ich denke schon, es geht schließlich um Gesundheit und Ernährung. Darüber gelingt es Herrn Mies einen weiten Bogen zu spannen:

    Donnerstag, 30. November 2017, 11:43 Uhr
    ~5 Minuten Lesezeit
    Die Glyphosat-Metastase
    Es gibt ein weiteres Streukarzinom im Körper unserer auf dem Sterbebett liegenden Demokratie.
    von Ullrich Mies

    Deutschland hat ein Problem: Es wird von einem durch und durch korrupten, moralfreien Wirtschaftssystem terrorisiert, dem sich eine politische Kaste als Erfüllungsgehilfe zur Verfügung stellt. Diese verrichtet die Drecksarbeit gegen die Demokratie. Das aktuelle Schmierenstück, die frische Tochtergeschwulst des Zentralgeschwürs, heißt Glyphosat-Skandal: Eine neue Theateraufführung „unserer“ politischen Schaustellertruppe vor dem Vorhang des Tiefen Staates.

    (…)
    Nach der Glyphosat-Entscheidung des Regimes und Freigabe durch die Autokraten-EU ist das Geschäftsmodell und die Fusion Bayer/Monsanto „in trockenen Tüchern“.

    Die Formulierungen von Umweltverbänden, hier die des Vorsitzenden des BUND Prof. Hubert Weiger: „Jetzt geht es um Schadensbegrenzung. Deshalb fordern wir Sie eindringlich auf, die nationalen Spielräume zu nutzen. Wir brauchen ein sofortiges Verbot von Glyphosat für den Privatgebrauch und für den Einsatz im öffentlichen Raum, also in Parks und auf Spielplätzen“, sind hilflos.

    Die geforderten Beschränkungen werden selbstverständlich nicht zum Zuge kommen, weil das Konzern-Regime ja den maximalen Output des Totalherbizids zugunsten seiner Förderer erreichen will. Nach meiner festen Überzeugung wird das Maximum des Ackergiftes von der Agrarmafia auf toten, biodiversitätsfreien Massenproduktionsflächen ausgebracht werden. Dies vor dem Hintergrund eines massiven Insektensterbens und damit Biodiversitätsverlustes. So ist die Insektenpopulation maßgeblich aufgrund der agroindustriellen Landwirtschaft um ca. 75 % zurückgegangen. Wer nicht alles in seiner Macht stehende unternimmt, um den Biodiversitätsverlust abzumildern, ja im Gegenteil noch zu steigern, gehört in den Sektor organisierter Politkriminalität. Auch steht das Ackergift im Verdacht kanzerogen für Menschen zu sein.

    Darüber, wie viele Millionen als Bestechungsgelder in korrupten Partei- und Lobbyistenkassen auf off-shore-Konten landen, darf fortan vortrefflich spekuliert werden. Daran, dass kein Geld fließt, glauben nur Irrlichter. Die Tatortreiniger der internationalen Anwaltsfirmen werden ganze Arbeit zu leisten wissen. Panama, Luxemburg, Delaware, die City of London, die Kanalinseln und diverse Karibikinseln sowie andere Schlupfwinkel schmutzigen Geldes winken von Ferne.
    https://www.rubikon.news/artikel/die-glyphosat-metastase

    Gleiches Thema (Kapitalismus-Korruption-Selbstzerstörung), lediglich anderes Mittel:

    Skandal um Insektizid Chlorpyrifos: Fast jedes neugeborene Baby in den USA hat es inzwischen im Blut
    3.11.2017 • 06:15 Uhr

    Chlorpyrifos ist weniger bekannt, aber ebenso umstritten wie der Unkrautvernichter Glyphosat. In der US-Landwirtschaft kommt das Insektizid großflächig zum Einsatz. Verbote scheiterten bisher an der US-Regierung. Die opfert die Gesundheit der Bevölkerung den Konzerninteressen.
    https://deutsch.rt.com/nordamerika/60013-usa-trump-opfert-gesundheit-bevoelkerung-konzerninteressen/

    Die Massenvernichtungswaffen gibt’s nicht nur Schießkrieg.

    • „moralfrei“, das klingt so positiv, lieber Herr Mies. Ich verstehe natürlich, was Sie sagen wollen.
      Und ich bin froh, daß Sie immer wieder gegen diese Monstranz anschreiben, die uns alle vergewaltigen will.

      Moralfrei. Ich ziehe vor: verbrecherisch, lebensfeindlich, gewalttätig, mörderisch.
      Aber auch das reicht nicht weit genug.
      Unsere Wörter reichen nicht weit genug, die Verkommenheit und Perversität jener zu beschreiben,
      die unsere Welt beherrschen.
      Es sind Teufel.
      Es sind Dämonen.
      Es sind Höllengestalten.
      Tötungsroboter.
      Nein, all das reicht nicht aus, egal, was für Wortschöpfungen wir hervorbringen: diese Wesen lassen sich nicht
      mehr beschreiben mit Worten, die aus einem lebendigen Geist kommen.

    • Wir können nur selber an uns arbeiten, um nicht vom Schlechten überflügelt zu werden. Das nämlich ist die aller größte Gefahr. Und je mehr wir uns z.B. auf der physischen Ebene vergiften lassen, desto schwächer droht auch der lebensspendende geistige Gegenstrom zu werden. Man könnte tatsächlich meinen, dies alles habe sich „der Versucher“ ausgedacht.

  3. Vielen Dank für den wichtigen Artikel und die guten wahren Worte von Berthold Brecht. Ich hätte da auch noch was schönes von Reiner Kunze:

    Die Dinge hören nur, wenn Du sie rufst
    bei ihrem wahren Namen.
    Getäuscht sein will allein der Mensch
    Er täuscht sich aus der Welt hinaus,
    die Dinge kennen kein Verzeihen.

  4. ..und was ist mit all den Produkten die es nicht bis zur ‚Auszeichnung‘ geschafft haben oder Food Watch durch die „Lappen“ gegangen sind?
    Dies ist doch kein Einzelfall.
    Schon Marx wusste, ab einer bestimmten Profitrate scheut der Kapitalis vor keinem Verbrechen, ja nicht mal Mord zurück.
    Betrug ist ja ein Wirtschaftszweig, nennt sich heute Marketing.
    Das Vermeiden (staatlich erlaubtes Hinterziehen) von Steuern ist ja auch nur „clever“ unternehmen.
    Unser System ist durch und durch verlogen, corrupt, dekandent, sodass wir uns nur noch weigern können es zur Kenntnis zu nehmen, da wir ansonsten unsere Haltung zu diesem System in Frage stellen müssten oder wirklich handeln, etwas DAGEGEN tun.
    In Holland ist diese Haltung schon zum täglichen Sprachgebrauch geworden, wenn sie hier etwas negatives implizieren wollen heisst es: dat wil je niet weten. / Das willst du nicht wissen.
    So schützen sich die Menschen und verbergen ihren Unmut bis die Bombe platzt, dann ist nix mehr mit gewaltlos, dann ist es mit Brecht: „…und sie werden kommen ohne jeden Zweifel,
    wenn denen, die sie in aller Öffentlichkeit vorbereiten,
    nicht die Hände zerschlagen werden“
    Ihnen alles Gute

    • Statt „Achtung Betrug“: „Achtung Verbraucherfalle“ – so der wirklich schwache Slogan der „Verbraucherschützer“ – insinuiert den „dummen“ Verbraucher. Der „kompetente“ Verbraucher geht nicht in die Falle. Er wird sich durch das Minenfeld der ausgelegten betrügerischen Fallen geschickt als „kompetenter“ Verbraucher hindurch manövrieren. Abgelenkt wird so vom Betrug der marktgerechten „freien Händler“. Der Verbraucher ist selbst schuld, wenn er in die Falle geht. Er soll sich gefälligst die Kompetenz erwerben, betrügerische Machenschaften zu durchschauen.

  5. Ist es nicht ein bißchen verwerflich, nun Nahrungsmittel degenerierte Lebensmittel, als Ware zu sehen.

    Ich kann nur für mich sprechen: Die Lebensmittel die ich esse, wachsen vor Haustür, ich brauche deren Ursprung nicht zu ergründen, ich gehe in den Garten, pflücke und esse. ich brauche die Herkunft meines Fleisches nicht zu ergründen – ich Schlachte ein Schwein, ein Huhn, ein Schaf, oder was auch immer, und esse.

    Womöglich stelle iich mich eines Tages auf Nahrung durch die Sonne ein – physikalisch ist angeblich belegt, daß dies möglich ist. dann werde ich in der Sonne liegen, und leben.

    liebe für alle, die sie brauche, also alle 😉

    • Liebe für Alle?
      Wieso merken Sie eigentlich nicht, was für ein Heuchler Sie sind?
      Liebe für alle, aber nicht für die Tiere?
      Wo fängt denn Ihr „alle“ an, und wo hört es auf?
      Langsam geht mir bei Ihren ach so liebevollen Postings wirklich der Hut hoch.

      „Liebe, Liebe, Liebe.
      Für alle, die es brauchen.“ (frei zitiert)

      Prost Mahlzeit!

    • Ergänzung: Wenn sich jemand hinstellt und sagt: Ich bin nicht bereit, auf Fleisch zu verzichten. Ich liebe Fleisch. Ich brauche das einfach ab und zu. Und vielleicht sogar: Ich bin ein Raubtier…
      dann würde es mich niemals zu einer Erwiderung wie dieser treiben.
      Denn dieser Mensch ist wahrhaftig und er macht mir und sich selbst nichts vor.
      Ich muß es nicht gut finden, aber ich würde jene(n) niemals angreifen oder verurteilen.

      Aber das hier: Liebe, Liebe für alle, die es brauchen, und dann im nächsten Moment dem Schaf das Messer durch die Kehle ziehen, das da vor der Tür „wächst“ oder dem Huhn den Hals umdrehen – – – Liebe, Liebe für alle, die es brauchen…… diese säuselnde Scheinheiligkeit – da erlaube ich mir, mich mit Feuer zu äußern. Und auch hart.

      (Und diese Erlaubnis gab ich mir bewußt. Keine Reflexebene. (Tony)
      Nicht die unwillkürliche Ebene des Zusammenziehens eines Muskels oder Schleimwurmes,
      nicht der Reflex des Wegzuckens einer Amöbe, wenn ein fremder oder als bedrohlichinterpretierter Reiz sie trifft.
      Noch nicht einmal auf der Ebene tausendmal wiederholter mentaler Reaktionen habe ich hier geschrieben. Sondern bewußt!)

    • Sicher, und? Orale Phase.

      *******************

      Martinus: Die ideale Nahrung, Seite 27

      „Alle Formen von Blut- und Fleischgenuß verursachen also den eigenen viel zu frühen Tod. Aber ein Wesen, das seinen eigenen Tod verursacht oder beschleunigt, ist ja ein Selbstmörder. Jeder Mensch, der noch nicht in Verbindung oder Harmonie mit der natürlichen Ernährungsquelle gekommen ist, mordet nicht allein durch seinen Blut- und Fleischgenuß seine Mitwesen oder trägt mit zu ihrem Tode bei, sondern trägt auch dazu bei, wenn auch langsam, sich selbst das Leben zu nehmen. Er ist sowohl Mörder als auch Selbstmörder. In höherem Grade kann das fünfte Gebot nicht übertreten werden.“

      ************************************************************
      Pink Floyd, „Animals“: Pigs

      „Big man, pig man
      Ha ha charade you are
      You well heeled big wheel
      Ha ha charade you are
      And when your hand is on your heart
      You’re nearly a good laugh
      Almost a joker
      With your head down in the pig bin
      Saying keep on digging
      Pig stain on your fat chin
      What do you hope to find
      Down in the pig mine
      You’re nearly a laugh“

      ttps://www.youtube.com/watch?v=gZM1WQKwpl0

    • „Jedes Lebewesen … ist ohne Ausnahme Gegenstand für das Erleben des Lebens.“
      Martinus (Livets Bog, Absatz 1)

    • ganz genau – – – JEDES Lebewesen. was hält dich davon ab, Pflanzen als Lebewesen einzuordnen, denn genau das sind Pflanzen, sie haben Zellen, wie der Laibliche orgnismus, sie haben einen Stoffwechsel, wie der Laibliche OrgANISMUS, ALSO was hält diich von dieser betrachtungsweise ab? ein einfacher Getreidesproß hat BlattWimpern, BlattÖhrchen, Blatthäutchen, er blutet, sprich es tritt , bei Verletzung, der Lebenssaft aus ihm heraus; der Lebenssaft, der dieser Pflanze Wasser und Nährstoffe zum gedeihen spendete; solch eine PflANZE WÜRDE OHNE lICHT EINGEHEN, WIE DAS bei organischen lebewesen mit herz oder anderen innereien, auch der Fall wäre.

    • NICHTS hält mich davon ab, wie kommen Sie auf diese Idee?

      Ihr Geschenk muß ich zurückweisen.

      *****************

      Da Sie sich ja immer so sehr auf die Liebe berufen:
      „Wehe den Jägern!
      6. Als Jesus mit einigen Jüngern dahinging, begegnete Er einem Manne, der Hunde zur Jagd auf andere Tiere abrichtete; und Er sprach zu dem Manne: „Warum tust du das?“ Und der Mann entgegnete: „Weil ich davon lebe. Was für einen Nutzen haben diese Tiere denn? Diese Tiere sind schwach, die Hunde aber sind stark.“ Und Jesus sprach zu ihm: „Dir fehlt es an Weisheit und Liebe. Siehe, jedes Geschöpf, welches Gott erschaffen hat, hat seinen Sinn und Zweck. Und wer kann sagen, was Gutes in ihm ist und zu welchem Nutzen für dich oder die Menschheit?“
      7. Und für dein Auskommen: Siehe die Felder, wie sie wachsen und fruchtbar sind, und die fruchttragenden Bäume und die Kräuter! Was willst du noch mehr als das, was dir die ehrliche Arbeit deiner Hände gibt? Wehe den Starken, die ihre Stärke missbrauchen! Wehe dem Schlauen, der die Geschöpfe Gottes verwundet! Wehe den Jägern! Denn sie sollen selbst gejagt werden.“

      In der Sant Mat-Philosophie werden die Lebewesen, die uns umgeben, nach der Zahl der Elemente, die jene enthalten, eingeordnet. Der Mensch enthält am meisten davon (alle fünf: Äther, Wasser, Luft, Feuer, Erde).
      Die Pflanzen am wenigsten.
      Je weniger Elemente, desto geringer das Karma (christlich: die „Schuld“), die wir auf uns laden, wenn wir eines dieser Lebewesen zerstören.

      Aus diesem Grund haben sprituelle Traditionen aller Zeiten auf pflanzlicher Ernährungsweise bestanden.

      Eine weitere Stelle aus den apokryphen Zeugnissen (die von der KIrche entfernt wurden):

      Worte von Jesus gegen das Fleischessen
      4. Steht nicht geschrieben in den Propheten: Nehmt eure Blutopfer und eure Brandopfer, und weg mit ihnen! Höret auf, Fleisch zu essen;
      (…)
      6. Und was befiehlt euch der Ewige anders, als Gerechtigkeit und Barmherzigkeit zu üben und demütig zu wandeln (…)? Stehet nicht geschrieben, dass Gott am Anfange die Früchte der Bäume und die Samen und Kräuter zur Nahrung bestimmte für alles Fleisch?
      (…)
      Ich aber sage euch: Vergießet kein unschuldiges Blut, noch esset das Fleisch. Seid aufrichtig, liebet die Barmherzigkeit und tut recht, und eure Tage werden lange währen im Lande.“

      Dazu jedoch ist Selbstliebe nötig.

    • Schön für Sie, wenn Sie einen Garten vor der Haustür haben und den Platz sich auch noch zu bevorraten für Zeiten, wo dort nichts wächst.
      Sind Sie da nicht ein bisschen überheblich gegenüber allen, die diese Möglichkeit nicht haben, die sich durch Mengen von (sehr)Kleingedrucktem wühlen müssen, um wenigstens dem Schlimmsten nicht aufzusitzen?

  6. Der Foodwatch-Award ist ein schönes Beispiel dafür, dass Kritik nie ihren Gegenstand übersteigen kann. Bemängelt werden die Inhaltsstoffe einer Ware. Dass das Problem nicht in Information oder Vergesslichkeit der Käufer liegt, sondern in der Warenförmigkeit selbst, gerät aus dem Blick.

    • Ich gehe zwar davon aus, dass sowieso nicht mehr als 20% der Waren in den konservativen Supermärkten dem Sinn ihrer Bezeichnung als „Lebensmittel“ noch einigermaßen gerecht werden können, dennoch finde ich nicht, dass es an der „Warenförmigkeit“ selbst liegt, dass sie vergiftet ist, sondern am kranken, vergifteten Bewusstsein der Menschheit beiderseits, der Hersteller und der Verbraucher. Wenn ich etwas Essbares direkt vom Feld hole, oder sogar aus dem eigenen Garten, von Wald und Wiese – egal von wo, so muss ich es heute vor dem einigermaßen gesunden Genuss erst einmal gründlich mit möglichst noch un- verunreinigtem Wasser spülen, genauer gesagt „entgiften“. Das ist die Wahrheit! Ich verstehe da die meisten KenFM-user sowieso nicht, dass sie sich anscheinend nur auf die Lebensbedrohung durch das Geldsystem und die geplanten Kriege konzentrieren, anstatt sich wenigstens gleich stark darum zu kümmern, dass sie nicht einfach so nach und nach todsicher vergiftet werden. Vor allem, weil dieser Bereich etwas ist, worauf man selber noch den allergrößten Einfluss nehmen kann. Allerdings nicht, wenn es einen gar nicht erst interessiert.

    • @ Tony

      „nie“ ist genau das, was ich meinte. Kritik ist Denk- und Verlaufsform (ausschließlich) der bürgerlichen Gesellschaft: Vermittels der bürgerlichen Legitimatiosideologie, der sattsam bekannten Universalgeschichte, verlängert sie ihr historisch nur kurzes Dasein, welches bereits im Verfall ist, allerdings sowohl nach hinten (z.B. Industrien! in der Jungsteinzeit) als auch in die ferne Zukunft.

      Die Nutzanwendung, die mit Kritik als Methode verbunden ist, gibt ihr den Anschein, als wäre sie eben besonders „kritisch“, kritisch also im Sinne des braven Verstands: mit belehrender, besserwisserischer Attitüde, mit dem Anspruch, den Gegenstand nicht nur zu beschreiben, sondern in der Beschreibung und durch sie ihn zu optimieren, zu verewigen, ihn immer näher an sein eigentliches Wesen heranzuführen, ein asymptotisches Übereinkommen von Gegenstand und Bestimmung wenigstens theoretisch zu ermöglichen. Dieses Verbessern ist dabei aber an die eigene Methode, auch an die eigene Erkenntnismöglichkeit dialektisch rückgekoppelt, bleibt doppeldeutig und ambivalent im Bezug auf den kritisierten Gegenstand. Beide bestätigen einander in der Kritik und in der Gegenständlichkeit und verleihen einander Ewigkeit und Dauer. Das bedeutet auch, dass die Kritik ihren Gegenstand nicht verwerfen kann, auch dann nicht, wenn sie ihn in einem widersprüchlichen Prozessieren ertappt. Das – wenn auch entfernte, bloß dräuende – Moment der Verbesserung, Ausmerzung von Widersprüchen, Reinigung und Optimierung verkettet Kritik und Gegenstand in einer Art und Weise, dass das eine ohne das andere nicht auszukommen vermag.

    • Wenn (weil) Kritik am „Gegenstand“ (immer) auch Kritik am Mitmenschen ist, dann kann man in anderen Kulturkreisen (oder bei „Primitiven“) durch Kritik dafür sorgen, dass man selbst „das Gesicht verliert“ oder der/die Kritisierte „das Gesicht“ verliert. Beides ist zu vermeiden. Kritik ist dann keine Methode und hat nie eine Nutzanwendung. Der Gegenstand bleibt von der Kritik unberührt.

    • @ Tony
      Kritik ist nicht Kritik am Mitmenschen, sondern die alleinige und vorgeschriebene Handlungsform in der Sphäre der bürgerlichen Welt, die man Öffentlichkeit nennt. Hier verhandeln abstrakt gleiche Subjekte konkurrent ausschließlich abstrakte Interessen – denn auf mehr bezieht sich das Allgemeine in unserer Welt nicht.

    • Ach so! Und ich dachte schon, hier ginge es darum, dass von Menschen das Leben auf der Erde vergiftet wird! 🙂

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