Tagesdosis 30.5.2018 – Nachrichten richten sich nicht nach Dir

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Geht es euch auch so? Ich schlage irgendeine Zeitung auf oder schaue ein Online-Nachrichten-Portal eines großen Massenmediums an und schwups, fühle ich mich genervt, nicht angesprochen und für dumm verkauft. Dort werden zuhauf nur noch Schlagzeilen produziert, die mir das Teilen in böse und schlechte Nachrichten erleichtern sollen, Beispiele: „Wohin die Agrarsubventionen 2017 geflossen sind, dass Italiens Rechtspopulisten von Neuwahlen profitieren würden, das Italien jetzt sauer auf Oettingers Wahlempfehlung ist, dass man einen Herrn Riester fragt: Wie denn sowas passieren konnte, dass Christen skeptischer gegenüber Migranten sind, dass ein Asylbewerber sich selbst angezündet hat, dass die gierige Witwe Helmut Kohls keinen Cent kriegt, dass Bayer nun Monsanto schlucken darf, dass ein Bewegungsmuffel einen Selbstversuch macht, dass es gut sei, dass Italien noch einmal wählt, dass deutsche IS-Frauen von sich sagen, dass sie überhaupt nicht gefährlich seien, dass gekaufte Asylverfahren eintausend Euro gekostet haben, dass Boris Becker und Lilly sich trennen“ und so weiter.

Achja, und dass der Druck auf Putin wächst, weil, so die Niederlande und Australien, Russland für den Abschuss der Passagiermaschine MH17 verantwortlich sei. Gähn! Ein langes und ausgiebiges Gähnen überfällt mich – wirklich nur mich?

Man man man, denke ich und sage zu mir, „wer will das alles denn wissen und wozu?“ Und während ich noch weiter in den Portalen surfe fällt mir der Grund gleich auch ein. Menschen wollen Sicherheit. Sie wollen morgen ja mit den gleichen Dingen aufwachen, mit denen sie eingeschlafen sind. Auch mit den Sorgen und Ungereimtheiten, mit dem Unwissen und den Beruhigungspillen der renommierten großen Nachrichtenhäuser. Sie sind die Medizinmänner vergangener Tage. Die Beruhigungspillen derjenigen, die alles so sein lassen wollen, wie es ist. Und davon gibt es viele. Zahlreiche versammeln sich jeden Morgen und verrichten ihr Tagwerk, um sich Abends stumm und völlig ausgelaugt wieder beruhigen zu lassen. Alles plätschert so daher, wird immer belangloser und daher auch noch in einem völlig abgerockten Gehirn aufnehmbar und verarbeitbar. So muss es sein, so soll es sein.

Allein schon der Gedanke daran, dass Deutschland von einer Kriegsbefürworterin und einer Kriegsverbrecherin geführt wird und diese auch noch wiedergewählt wurde, übersteigt das gesamte Vermögen solcher Informationszombies. Dagegen sind sie, die Informationszombies komplett konditioniert worden, als Mutti der Nation kennen sie sie. Um das abzuwenden, überschlagen sich die Medien mit negativen und belanglosen Nachrichten. Und wenn man so seine Zeitung gelesen oder die Tagesschau oder Heute gesehen hat, dann ist alles in Ordnung. Die Gewissheit ist gestärkt, dass alles so bleibt wie es war. Das eigene Leben hangelt sich an der Olympiade Belanglosigkeit entlang. Andere machen es auch so und ich kann mitreden, wenn es darauf ankommt. Kenne den Täter beim Tatort und weiß ganz genau, dass all die, die nicht vorkommen, quasi nicht existent sind. Das gilt für Informationen, für Menschen und Ereignisse. Ja, das Beruhigungsmittel ist eingenommen.

Ach, das lese ich gerade noch, dass unser Ex-Außenmister und Deutscher Meister im Waffenverkauf, Sigmar „das Pack“ Gabriel Kuratoriumsmitglied der „International Crisis Group“ wird und dass er sich nun weltweit um die Bewältigung von Konflikten kümmert. Jaja, erst die Probleme schaffen, dann sich als Befreier und „Coping Master“ aufspielen. Alles scheint wie die großen Banken zu funktionieren. Auch sie spenden auf allen Seiten die Probleme, die sie dann in Form von Krediten wieder einzudämmen vorgeben.

Und zu guter Letzt, auf der Familienseite, ein Ratgeber, mit dem alles leicht zu lösen sei: „Lass los! Es reicht – Wege aus der Verbitterung“ Die Autorin gibt dann auch noch einen Rat zum besten: „Es gibt Menschen, die fühlen sich nicht dazu imstande, irgendwann ihren Frieden mit dem Geschehen zu machen.“ Womit sie ja recht hat. Was aber ist, wenn das Problem nicht loslassen will von mir? Nehmen wir Flintenuschi oder den Hosenanzug. Nehmen wir das Treiben des Verfassungsschutzes mit den Antideutschen und Teilen der Antifa? Nehmen wir die UN, die NATO und den westlichen Imperialismus? Was ist dann der Rat? Ist dann guter Rat teuer? Gut, da schauen wir dann bei Eckhart Tolle mal vorbei. Der rät zu folgender Einsicht: „Wenn Du Dich beschwerst, machst Du Dich selbst zum Opfer. Verlasse die Situation oder akzeptiere sie. Alles andere ist Wahnsinn.“ Ja, damit kann ich schon was anfangen und bin dazu bereit, das zu tun. Doch was für Konsequenzen hat das? Nun, die sind individuell ziemlich ganzheitlich. Aber bei Tolle muss man schon wissen, dass man ihn entweder als größten Oberschwurbler oder als weisen Mann erkennt. Ob Du wohl Deines eigenen Glückes Schmied bist oder sein kannst? Tja, wer sich von solchen Nachrichten sein Hirn richten lässt, ist förmlich selbst nachgerichtet. Erst neulich sagte mir ein Klient, den ich ein ganzes Jahr nicht mehr gesehen hatte, dass er meinen Rat, sich mal komplett aus allem ausklinken, dass er ihn befolgt hat. Er hat weder Internet, noch Radio, noch Printmedien, noch Smartphone oder Fernsehen geschaut. Und er sagte mir, dass er sich jetzt als der glücklichste Mensch der Welt fühle. Ich fragte ihn, ob er mir in einem Satz erklären könne, wie er denn zu diesem Glück gekommen sei. Da entgegnete er mir, dass er das mit nur einem einzigen Wort erklären könne: Selbstbegegnung.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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19 Kommentare zu: “Tagesdosis 30.5.2018 – Nachrichten richten sich nicht nach Dir

  1. SEID IHR SCHON EINMAL DER FRAGE NACHGEGANGEN, WARUM IN UNSERER LIBERALEN GESELLSCHAFT AN SÄMTLICHEN SCHALTSTELLEN DER MACHT SO VIEL ENERGIE DARAUF VERWENDET WIRD, DIE ESOTERIK ABZUWERTEN? 

    Als ich selbst noch zu den Zweiflern gehörte, habe ich mir einmal diese Frage gestellt. So fand ich heraus, dass das griechische Wort esoterikos einfach NACH INNEN GERICHTET bedeutet – und das hat mir doch sehr zu denken gegeben… Worin Amtskirchen, Sekten, Politiker aller Parteien, seriöse Medien, Schulen und Universitäten in wahrhaft bemerkenswerter Weise übereinstimmen, ist also das Bestreben, uns mit allen Mitteln davon abzuhalten, unsere Aufmerksamkeit NACH INNEN zu richten?!

    DIE ENERGIE FOLGT DER AUFMERKSAMKEIT. Menschen, die  sich dieser fundamentalen Tatsache bewusst geworden sind, machen die Erfahrung, dass sie ihr Leben selbst steuern können bzw. dass ihr Leben „wie von selbst“ einen für sie positiven Verlauf nimmt, wenn sie auf ihre INNERE Stimme hören. 

    Der Satz lässt sich auch umdrehen, denn das Wissen um die kosmischen Gesetze, zu denen das Resonanzgesetz von Energie und Aufmerksamkeit zählt, ist uns allen eingeboren: Kinder und Jugendliche, deren Aufmerksamkeit NICHT von „Erziehern“ nach außen gelenkt wird, so dass sie sich ungestört nach ihrem eigenen INNEREN  Kompass richten können, erfahren Schritt für Schritt ihre Selbstwirksamkeit und werden „wie von selbst“ zu unabhängigen, selbstbestimmten Erwachsenen.

    Die große Mehrheit unserer Zeitgenossen durfte bekanntlich nicht so aufwachsen und ist sich des kosmischen Gesetzes daher NICHT MEHR bewusst. Unter-richt, Unter-haltung und Nach-richten haben verlässlich dafür gesorgt, dass ihre Aufmerksamkeit von früher Kindheit an ständig nach außen abgelenkt wurde. Dadurch ist ihnen der Zugang zu ihrem INNEREN WISSEN verloren gegangen, also können sie sich nur noch an Gesetzen orientieren, die von Menschen festgelegt wurden. Das macht sie zu Spielbällen der gerade herrschenden Mächte und Meinungen! Denn wo die Selbststeuerung fehlt, nisten sich automatisch fremde, von außen kommende Gedanken und Überzeugungen ein. 

    Sich selbst entfremdete Menschen zu steuern, ist für religiöse, politische oder wirtschaftliche Machthaber ziemlich einfach: Es genügt, ihre Aufmerksamkeit in die gewünschte Richtung zu lenken – seien das nun vorgezeichnete spirituelle Heilswege, politische Richtungen, berufliche Karrieren, ausgewählte Nachrichten oder durch Werbung beeinflusste  Konsumentscheidungen.

    Die wichtigste Voraussetzung ist in jedem Fall, dass die Menschen davon abgehalten werden müssen, IN SICH SELBST die Quelle ihrer SELBSTMÄCHTIGKEIT zu entdecken! Dort würden sie nämlich nichts als Liebe und Verbundenheit mit sich und allen anderen Lebewesen vorfinden… Als nützliche Idioten – als Untertanen, willfährige Sklaven, eifrige Konkurrenten, brave Soldaten, Parteigänger, Nationalisten, religiöse Fanatiker, unersättliche Konsumenten, gläubige Mediennutzer oder ängstliche Kontrollfreaks – wären sie für die Exoteriker, die gerade an der Macht sind, somit gänzlich unbrauchbar! 

    Ein großes DANKE an Kenfm und Rüdiger Lenz, dass sie tagtäglich mit so viel Einsatz daran arbeiten, dieses Spiel durchschaubar zu machen!

  2. Sher gut und etwas böse geschrieben Herr Lenz! Danke! Kriegsverbrecherin unterschreibe ich…auch Mittäter beim Genozid, Aggression und Massenmord! Schuldig Frau Merkel, schuldig liebe Linken, Grünen und CDU-Kreuzer samt denen, die beim Eisschlecken erklärten Merkel zu wählen, da die so „natürlich“ rüberkäme…Herr Himmler im Familienkreis übrigens auch!
    Gruß!

  3. Für mich arbeitet der Mainstream mit einer Schablone! Dieselben Inhalte, dieselben Lücken! Gäbe es z.B. kein „KenFM“ und auch andere „investigative“ Köpfe, könnte man uns auch gegen Maschinen austauschen, es würde nicht weiter auffallen.

    Im Nebel

    Seltsam, im Nebel zu wandern!
    Einsam ist jeder Busch und Stein,
    Kein Baum sieht den andern,
    Jeder ist allein.

    Voll von Freunden war mir die Welt,
    Als noch mein Leben licht war;
    Nun, da der Nebel fällt,
    Ist keiner mehr sichtbar.

    Wahrlich, keiner ist weise,
    Der nicht das Dunkel kennt,
    Das unentrinnbar und leise
    Von allen ihn trennt.

    Seltsam, Im Nebel zu wandern!
    Leben ist Einsamsein.
    Kein Mensch kennt den andern,
    Jeder ist allein.

    [Herrman Hesse, November 1905]

  4. „Geht es euch auch so? Ich schlage irgendeine Zeitung auf oder schaue ein Online-Nachrichten-Portal eines großen Massenmediums an und schwups, fühle ich mich genervt, nicht angesprochen und für dumm verkauft.“

    Das ist das richtige Denken!!!! Jawoll!!!!!!

    Genau: Was hat das mit mir zu tun? Wo sind meine Bedürfnisse in den Medien repräsentiert?
    Rüdiger Lenz hat grade das zentralistische System zum Einsturz gebracht – DAS, diese Frage ist der erste Schritt zur Sozialen Revolution, nicht zu unterschätzen. Dass ich mich frage, was haben Staaten eigentlich mit mir zu tun? Wo sind meine Bedürfnisse in diesem System gedeckt?

    Es ist doch so: Eine Welt, die uns gefangenhält, mithilfe von Eigentum, Kirchenorganisationen, Nationen, politischer Religion uvm. wollen wir nicht, weil sie uns unseres Lebensinhalts beraubt, uns zu Lohnsklaven eines irren Wirtschaftsystems macht.
    Aber welchen Maßstab wollen wir an jene Welt ansetzen, die wir anstreben?
    Richtig: Das eigene Gefühl, den eigenen Bewusstseinskompass, das eigene Gewissen und das Zusammengehörigkeitsgefühl, das uns mit allen Menschen irgendwo verbindet. Die eigenen Bedürfnisse sind meistens ein ehrlicher Kompass. Sie kristallisieren sich aber erst heraus, wenn man sich selbst nach ihnen aushorcht: Die meisten sind aber von ihrem Ich, ihrem Selbst, wie man das Innere auch immer nennen will, abgespalten.
    Das Problem entsteht dadurch, dass wir durch Gehorsam gelernt haben uns zu vernachlässigen und mit dem Kopf der Reichen, des Chefs, des Polizisten, des Richters, des Arztes, des Bankers angefangen haben zu denken, weil wir annahmen, dass sich das ganze Gefüge, das all diese Machtpositionen über unser armes Leben schon gut durchdacht sind, und unser Bestes wollen.
    Ja, sie wollen unser Bestes und wollen es ganz für sich.
    Und wer das einmal erkannt hat: Das man nicht über parlamentarische Umwege zur Glücksligkeit mit sich und anderen gelangen kann, dass der Staat ein Parasit an der Gesellschaft ist und die Reichen Parasiten am gesellschaftlichen Reichtum und ihre politische Religion, die das ganze verschleiert die Religion des Eigentums ist, dann hört man auf, die Welt durch die Augen anderer zu sehen, die Herrschaft über uns ausüben.
    Dann beginnt man die Welt durch die eigenen Augen zu sehen: Nein, heute arbeite ich nicht länger. Nein, heute gehe ich nicht wählen. Nein, ich leiste keinen Dienst für Leute, die mich sowieso schon mein ganzes Leben ausnehmen – Ja, ich bleibe neben dir liegen und streichle dich noch etwas, Ja, ich nehme dich in den Arm, auch wenn du angeblich „ohne Grund“ schreist, Ja, wir erarbeiten gemeinsam unseren Lebensunterhalt, egal was politische Grenzen sagen, Ja, wir brauchen kein Geld, wir brauchen Güter, die sinnvoll verteilt werden müssen usw.

    Wie kann ein System aussehen, dass sich nach den Bedürfnissen und Fähigkeiten des Einzelnen richtet?
    Mit Staaten und Nationen, in denen der Wille des Einzelnen in der Vermassung und Zuhälterei von Millionen untergeht?
    In einem weltweiten ungerechten Wirtschaftsystem, dass es seit seines Aufkommens nicht geschafft hat, Güter so zu verteilen, dass der Bedarf aller gedeckt ist?

    Macht was für euch und die, mit denen ihr gut könnt. Lernt Menschen kennen und baut mit ihnen eine andere Wirtschaft auf, die eure Bedürfnisse auch während der Arbeit beachtet, in der jeder seine Stimme hat, nicht nur ein Klerus an Eigentümern. So erzieht man sich und andere zu verantwortungsbewussten, freien stolzen Menschen, die sich selbst achten und deshalb auch die entsprechende Achtung für andere aufzubringen in der Lage sind.

  5. Es muss schon lange, sehr lange her sein, als ich mich freute einmal inder Woche in einem gemütlichen Strassencafe eine Zeitung von A-Z durchzulesen. Mein Konsum beschränkte sich nicht nur auf ein Kaffee oder Tee und hier und da gab es einen Plausch zum Nachbartisch. Die Zeit öffnete sich in einer herrlichen langen Weile und ich glaubte der großen Welt etwas näher gekommen zu sein. Ein Vergnügen aus einer längst vergessenen Zeit.

    Heute rückt mir die Welt ohne Atempause immer näher, sie bedroht mich schon beim zweiten Kaffee bezüglich des Preises, die Bedienung fragt alle 10 Minuten ob ich zufrieden sei und noch etwas bestellen möchte und die Artikel in den Zeitungen vermiesen mir den Resttag und erinnern mich, dass ich schon längst nicht mehr dazu gehöre. Es langweilt mich die Geschichten der „Glücklichen“ und über die ach so komplizierte Welt, die nur von Spezialisten gehandelt werden können, zu lesen. Der Plausch zum Nachbartisch wird eingeschränkt durch skeptische Blicke und durch vielbeschäftigte Smartphone- und Laptopnutzer. Überall piepst und klingelt es. Laute Hintergrundmusik der Cafehausbetreiber übertünscht zwischenmenschliche Leere und lässt das Personal als „hipp“ erscheinen.

    Die gesellschaftliche Not zeigt sich, dass alle halbe Stunde die gleichen Menschen ins Cafe kommen und nach paar Cent fragen. Ständig wird an mein Gewissen appeliert und mehr und mehr verschließt sich meine Seele, meine Mitmenschlichkeit, und es gibt Tage an dem ich mich als unbeteiligter „Zombi“ erlebe.

    Das Leben in der Stadt ist heute keine Kulturbereicherung mehr, denn mit Kultur werden heute Meinungen verkauft und Einstellungen erzwungen, Menschen bespasst ohne Innerlichkeit. Es existiert eine Art des Wettkampfes, wer noch lauter, noch grasser und noch besser die Maske der Freude in die Öffentlichkeit stellt und die eigene Not verbergen kann. Ein Ego-Spektabel, dass vom Energieraub anderer Menschen lebt.

    Zurück zu den Medien, die einen ereblichen Anteil am Niedergang des gesellschaftlichen Zusammenhangs haben, denn Systemkritik geht gar nicht. Alles ist unheimlich gefährlich und könnte die Scheinstabilität sichtbar machen. Der Mensch wird zum Unsicherheitsfaktor und muss bevormundet und kontrollirt werden. Gesetze werden dem Menschen verordnet und übergestülpt ohne den Hauch einer echten Beteiligung. Der moderne Krieg wird heute über die Medien in unsere Köpfe getragen, indem Verwirrung statt Aufklärung an oberster Stelle steht.

    in diesem Sinne:
    siehe @Meinensten

    “ 9.
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    da erkannte ich,
    dass mein Denken eine Last sein und mich krank machen kann.
    Doch als ich es mit dem Herzen verband,
    wurde mein Verstand ein wichtiger Verbündeter.
    Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.“

    • ………und ….. schön geschrieben, Freischwimmer…….ich saß neben Dir, am Nachbartisch 🙂

    • „…denn mit Kultur werden heute Meinungen verkauft und Einstellungen erzwungen, Menschen bespasst ohne Innerlichkeit.“
      Wie wahr!

  6. GENIALER Beitrag. Danke, Herr Lenz.
    Das letzte Wort ist pure Gänsehaut. Ich werde es mir zu Herzen nehmen. Einfach mal off gehen. Das empfahl schon Daniele Ganser und Ken Jebsen.
    Eine kleine Bestätigung; MoMa auf ARD (das Erste) hatte ich früher gern geguckt. Heute ist es dermassen konditioniert und homogen. Jeder neue Morgen fühlt sich an wie Bill Murray in „Und täglich grüßt das Murmeltier“. Demenz-TV. Morgens, zumindest ist es bei mir so, bin ich ziehmlich aufnahmefähig. Das gelingt bei MoMa in keinster Weise. Resultat; Off gehen. Was macht es mit mir, morgens nur ich zu sein? Ich habe ja auch sonst keine Alternative. Ausser die Scrubs-DVD reinzuhauhen, was mir morgens echt gut bekommt, am Ende der Staffeln allerdings wenig hilft.

  7. „Als ich mich selbst zu lieben begann“

    von Charles Spencer Chaplin (besser bekannt als Charlie Chaplin)

    1
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    fand ich heraus,
    dass Angst und seelisches Leiden
    nur warnende Zeichen sind,
    nicht gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
    Heute weiß ich, das ist AUTHENTISCH SEIN.

    2
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    verstand ich, wie sehr es jemanden kränken kann,
    diesem Menschen meine Wünsche aufzudrängen,
    wohl wissend, dass die Zeit nicht reif und der Mensch nicht bereit war,
    und obwohl ich selbst dieser Mensch war.
    Heute nenne ich das RESPEKT.

    3
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    hörte ich auf,
    mich nach einem anderen Leben zu sehnen
    und konnte sehen, dass alles, was mich umgab,
    mich einlud zu wachsen.
    Heute nenne ich das REIFE.

    4
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    verstand ich, dass ich mich ausnahmslos immer
    zur rechten Zeit am rechten Platz befinde
    und dass alles im genau richtigen Augenblick geschieht.
    So kam ich zur Ruhe.
    Heute nenne ich das SELBSTVERTRAUEN.

    5
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    ließ ich es sein, mir meine eigene Zeit zu stehlen,
    und hörte auf, großartige Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
    Heute tue ich nur, was mich froh und glücklich macht,
    Dinge, die ich wirklich gern tue und die mein Herz erfreuen,
    auf meine Art und in meinem Rhythmus.
    Heute nenne ich das EINFACHHEIT.

    6
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    befreite ich mich von allem,
    was nicht gesund für mich war,
    von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
    und von allem, was mich runterzog, weg von mir selbst.
    Anfangs nannte ich diese Einstellung gesunden Egoismus
    Heute weiß ich, es ist SELBSTLIEBE.

    7
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    ließ ich es sein,
    immer im Recht sein zu wollen,
    und seitdem war ich seltener im Unrecht.
    Heute habe ich entdeckt,
    dass das BESCHEIDENHEIT ist.

    8
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    weigerte ich mich,
    weiter in der Vergangenheit zu leben
    und mich um die Zukunft zu sorgen.
    Jetzt lebe ich nur für den Augenblick,
    in dem ALLES geschieht.
    Heute lebe ich jeden Tag einen nach dem anderen
    und nenne es ERFÜLLUNG.

    9
    Als ich mich selbst zu lieben begann,
    da erkannte ich,
    dass mein Denken eine Last sein und mich krank machen kann.
    Doch als ich es mit dem Herzen verband,
    wurde mein Verstand ein wichtiger Verbündeter.
    Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.

    10
    Wir müssen uns nicht mehr fürchten vor Auseinandersetzungen,
    Konflikten oder Problemen, sei es mit uns selbst oder anderen.
    Selbst Sterne kollidieren und aus ihrem Zusammenstoß
    werden neue Welten geboren.

    Heute weiß ich – DAS IST LEBEN !

  8. Haha, guter Artikel, der mir aus der Seele spricht. Dieses Gefühl beim Nachrichtengucken oder -lesen hatte ich auch früher schon immer. Erst heute ist mir klarer, warum mir das nie was gegeben hat, außer eben ein Sch***-Gefühl. Neben der Selbstbegegnung kann ich noch empfehlen: Begegnung mit echten Menschen, Begegnung mit der unendlichen Schönheit und Schöpfungskraft der Natur und Kunst/Musik (am besten selbst gespielt) – was ja wiederum alles auch zur Selbstbegegnung führt.

  9. Recht extrem, eben eine alles oder nichts Formel. Der Herrschaft ist es recht, wenn man sich über jede Sau die durch’s Dorf getrieben wird, konsequenzlos aufregt und ebenso recht ist’s, wenn man sich auf dem Weg zur Selbstfindung, mit jeder Abscheulichkeit arrangiert, bzw. sich damit arrangiert nichts mehr mitzubekommen.
    Letzteres, den Sinn überhaupt einmal außen vor, klappt doch wohl nur in einem Umfeld relativer Sicherheit und/oder ohne weitere Verpflichtungen.

    Beide sind maßlos. Beide sind symptomatisch und ungefährlich für’s System. Beide fügen sich in die Unausweichlichkeit die erst von ihnen selbst hergestellt wird.

    Beide sind gut angepasst:

    Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.
    (Jiddu Krishnamurti)

    The Matrix (1999) Ignorance is Bliss
    https://www.youtube.com/watch?v=OLv6ycYcpGI

    • Zum-Matrix-Link: Die Ignoranz fängt schon beim Steakessen an. Wie kann das „delicious“ sein, wenn es vorher vor Angst gebrüllt hat?!

  10. Sehr interessanter Artikel, der nachdenklich macht- einzig die Verwendung von Kampfbegriffen wie „Flintenuschi“ oder „der Hosenanzug“ stoßen mir immer wieder auf, denn sie riechen nach manipultiver Sprache und Filterblasen-Slang.

    • Solche Ausdrücke fallen nur auf den Kritiker zurück; für mich sind sie Ermüdungserscheinungen beim Anrennen gegen die Verhältnisse.

    • Ich fände es halt wichtig, diese manipulativen Kampfbegriffe gerade hier NICHT zu verwenden, zumal eben Ken Jebsen selbst in einer der letzten MMM Folgen genau diese manipulative Rhetorik als verachtungswürdiges Mittel der „Systemmedien“ angekreidet hatte. Man kann ja nicht manipulative Sprache beim „Gegner“ kritisieren und dann selbst genau das Gleiche tun, ohne unglaubwürdig zu wirken.

      Autoren wie Herr Ganser kommen sehr gut auch ohne diese Art von Kampfbegriffen aus und wirken auf mich dadurch tausend mal überzeugender.

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