Tagesdosis 31.1.2018 – 2128: denn sie wissen nicht, was sie tun

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Wofür steht diese Zahl? Entstammt sie einem wichtigen Ereignis aus der Numerologie? Sind das die neuen Kilokalorien für einen Erwachsenen, die er pro Tag zu sich nehmen sollte? Nein, allessamt Fehlanzeige.

2128 minderjährige Soldaten waren im letzten Jahr in der Bundeswehr. Auf Bento.de heißt es dazu, Zitat Anfang: Das Verteidigungsministerium argumentiert, dass es völlig selbstverständlich sei, auch Minderjährige anzusprechen. Der Großteil der Schulabgänger sei unter 18.
Die Zahl von 2128 minderjährigen Rekruten löste aber eine hitzige Debatte aus: Ist eine Ausbildung beim Bund wirklich wie jede andere? Und sollten Minderjährige dem entsprechend aufgenommen werden, als wäre Soldat ein Beruf wie jeder andere?
Ist man mit 17 reif genug, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, bei der auch das gezielte Töten von Menschen Teil des angestrebten Berufes sein kann?
„Minderjährige in der Bundeswehr, das muss die Ausnahme sein“, fand sogar der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels. Und die Linken-Politikerin, die die Zahlen angefragt hat, Evrim Sommer, meint: „Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat offenbar keine Skrupel, die Nachwuchsgewinnung immer weiter vorzuverlegen.“ (RP Online) Auch Friedensinitiativen der Kirche kritisieren die Entwicklung.
Die Bundeswehr sieht hingegen kein Problem. „Diese Ausbildung steht vollständig im Einklang mit den internationalen Abkommen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen“, so die nüchterne Auskunft einer Sprecherin auf bento-Anfrage. Zitat Ende.

Liest man den Text weiter, so wird klar, dass es den Minderjährigen hauptsächlich darauf ankommt, dass sie es als ein Abenteuer verstehen, dass sie dort ernster genommen werden, als bisher in der Zivilgesellschaft.
Von Bedeutung zu sein, wichtig und ernst genommen zu werden, das wird den meisten Minderjährigen und Jugendlichen ja schon von Beginn des Schulunterrichtes abgenommen. Auch die elterliche Erziehung ist in den meisten Fällen eher ein Abrichten und Konditionieren auf die Anforderungen des Systems, als ein Wecken von Potenzialität in den Kindern, den Minderjährigen und Jugendlichen, damit sie später in freiere Entscheidung ein Leben nach ihrer Wahl treffen und sich dafür auch einsetzen können.
Suchen Minderjährige nach Ersatz? Ja, das tun sie und das weiß man im Verteidigungsministerium geschickt auszunutzen.

Für die meisten Menschen innerhalb der Aufklärungsbewegung besteht nur eine Form der sogenannten Matrix. Also der verhüllten Wirklichkeit. Tatsache aber ist, dass es mindestens zwei nebeneinander existierende Formen von Matrizen gibt. Zum einen ist es eine auf politisch-gesellschaftlicher Ebene und zum anderen existiert eine Matrix, die unsere Formen der Wahrnehmung steuert. Sie ist psychologisch gesetzt und die meisten Menschen nehmen sie nicht wahr. Sie erschafft Ereignisse und Welten, die in Wahrheit nicht existieren, aber als existent wahrgenommen und verteidigt werden. In der Mehrheit wird von einer politischen Matrix gesprochen. Ihre Proponenten finden sich im militärisch-industriell-informatischen Komplex. Die andere verdeckte Form einer gänzlich anderen Matrix kümmert sich um unsere Weltbilder und unsere Gabe, diese als einen individuellen Lebensbezug aufzufassen. Man könnte ihn den sozial-psychologischen-Medien-Komplex nennen. Er kümmert sich hauptsächlich um konforme Strukturen der Wahrnehmung. Davon aber an anderer Stelle Ausführlicheres. Ein Aspekt von ihm ist das Rekrutieren von Minderjährigen in den Prozess der Verteidigungsarmeen. Auch zu meiner Zeit, Anfang der 1980er Jahre, warb die Bundeswehr mit Ausbildungen, Führerscheinen und Abenteuern. Das ist also nicht neu. Neu ist aber der Bruch mit der kompletten „Nie wieder!-Verpflichtung nach 1945“. Damit war in der BRD auch die ehemalige Struktur der Wehrmacht gemeint. Denn diese hatte Minderjährige und Kinder zum Dienst an der Waffe, wie das beschönigend heißt, gelockt.

Seit der Merkel-Regierung gibt es Brüche zu Einstellungen gegenüber dem Soldatenberuf, wie es sie bis einschließlich Helmut Kohl nie gegeben hat. Es war Usus in allen Bereichen der Gesellschaft, dass es deutsche Soldaten nur zu Hilfszwecken geben darf. Der Dienst an der Waffe darf zwar geübt, jedoch nicht durch einen Kriegseinsatz verifiziert werden. Deutschland hatte von den beiden Weltkriegen quasi die Schnauze gestrichen voll. In meiner Generation war das sogar Teil des Schulunterrichts. Ferner wurde uns in der Schule beigebracht, dass das Grundgesetz der BRD nur ein Provisorium war. Eine von den Alliierten überprüfte Struktur für die Gesellschaft nach Hitler, und zwar für Westdeutschland. All das ist wichtig zu verstehen, wenn man den Bruch der Merkelregierung wirklich verstehen will. Denn seit der sogenannten Wiedervereinigung gab es, bis heute, keine Form einer echten Verfassung vom Volk gebilligt und geformt, die das Leben in ganz Deutschland, also nach 1989, wirklich regelt. Es ist ein Bruch der Gründungsväter dieses Grundgesetzes. In ihm hätte auch der Wille des Volkes zur Bundeswehr wie auch zum Eintrittsalter festgesetzt werden müssen. Seit 1989 verfahren die unterschiedlichen Kanzler und die Kanzlerin nach ihrem Gusto mit wichtigen Prozessen in unserer Gesellschaft. Eine Verfassung ist nicht notgedrungen das Festzurren eines Nationalstaates. Ich schreibe das hier, weil ich ahne, welche Kritik nun entstehen wird, welcher Vorwurf und welche Projektionen auf diesen Text niederhageln werden.

Was will ich mit diesem Text sagen? Ich möchte sagen, dass es nicht angehen kann, dass Minderjährige Soldaten werden können. Eigentlich ist auch ein achtzehnjähriger Mensch nicht in der Lage, zu überschauen, was das eventuell für Folgen auf sein weiteres Leben haben kann. Man nimmt extra so junge Leute für den Waffendienst, weil die Erfahreneren im Verteidigungsministerium genau wissen, dass je älter man wird, desto mehr Lebenserfahrung der Einzelne besitzt, desto mehr werden Entscheidungen gegen das Soldatsein von Menschen gefällt. Vor allem Eltern sind zu einem großen Teil gegen den Waffendienst. Würde man in diesem Land darüber abstimmen, ob man Minderjährige in den Wehrdienst schicken sollte, so wäre das die absolute Mehrheit, die sich dagegen aussprechen würde. Und das könnte die Gesellschaft über eine von der Gesellschaft gefassten Verfassung auch so beschließen. Ich betone an dieser Stelle noch einmal, dass ich, der Schreiber dieser Zeilen, kein Freund von Nationalstaaten bin. Nationalismus halte ich für eine künstliche Haltung, weil andere Prozesse im Menschen nicht zur Reife gelangt sind. Heimatliebe hingegen sind vollkommen normale Haltungen und die meisten Menschen besitzen diese Haltung.

Heute wissen immer mehr Menschen, dass eine Verteidigung Deutschlands gar nicht ansteht. Auch in der nahen Zukunft wird niemand dieses Land angreifen und erobern wollen. Die Kriege von heute unterscheiden sich drastischer von denen von gestern. Heute werden Wirtschaftskriege in größeren Bündnissen gepflegt. Die Bösen spielen dann die Rolle eines Adolf Hitlers in den Medien, damit die Masse zum Krieg verführt wird. Alles wird vorgegaukelt und der Böse, so ergibt dann die Recherche, will nicht mehr in US-Dollar bezahlen oder in US-Dollar bezahlt werden. Und das ist bei schwächeren Staatsführern dann ihr Todesurteil. Das ist jetzt eine sehr knappe Beschreibung heutiger Kriege, aber die meisten User hier auf KenFM wissen zur Genüge und sehr detailliert, was der Schreiber damit meint. Das Böse in der westlichen Welt der NATO ist nur eine Schablone, um Rohstoffe zu klauen, damit die Länder der westlichen Welt ihre Währungen möglichst stabil in Bezug auf andere Währungen halten können. Und das ist auch der Grund dafür, dass die Verteidigungsministerin minderjährige Rekruten anwirbt. Deutschland soll Spieler dieses Rohstoffklaus weltweit werden und den Dollar und den Euro damit stärken, damit der Konsummensch unbeschwert seine Güter weiterhin kaufen kann und die Welt in Ordnung bleibt, für die große Masse. Das Weltbild, zu dem der Staatsbürger erzogen wird, soll nicht hinterfragt und weiterhin als Normalzustand für die Eliten über die Politiker hin zu den Lämmern, zum Schweigen der Mehrheit führen. Wahlen sollen das legitimieren. Und wer das tut, der verhilft diesen vielen Gewohnheiten zu ihrem Recht.

Warum begehrt diese Gesellschaft nicht auf, wenn Minderjährige an der Waffe ausgebildet werden? „In Deutschland Österreich und der Schweiz gilt eine Person unter 18 Jahren, also bis zum Eintritt der Volljährigkeit, als minderjährig. Minderjährige stehen unter einem besonderen gesetzlichen Schutz und haben eingeschränkte Rechte und Pflichten.“ So beschreibt es Wikipedia. Im Internet kann man ein Video sehen, in dem die Verteidigungsministerin gefragt wird, ob ihre Kinder an der Waffe dienen. Daraufhin kommt Ursula von der Leyen zu Wort und antwortet lachend: Nein.
Offensichtlich ist sie nicht doof, erwartet das aber von den Menschen in diesem Land, dass sie doof genug sind, ihre Kinder in die Bundeswehr zu stecken.
Was wird mit einem Menschen gemacht, der von Staatswesen her eine Waffe benutzen soll, mit der er dann andere Menschen erschießen soll? Nun, die Antwort ist hart: Dieser Mensch soll zum Mörder werden. Sein Motiv wird erfunden. Normalerweise haben Mörder, wie wir sie uns in der Gesellschaft vorstellen, ein Motiv für ihre Tat. Der Soldat hat keine Beziehung zu seinen Erschossenen und zerfetzten Menschen. Sein Motiv gibt ihm der Staat vor und daher legitimiert ein Soldat seine Taten. Letztlich aber bleibt es das, was es ist: Mord. Und was soll man dazu sagen, wenn man einen minderjährigen freiwillig dazu anleitet, zur Tat befähigt zu sein und im Ernstfall abzudrücken. Jemanden umzubringen, den man gar nicht kennt, zu dem man weder eine Beziehung noch ein persönliches Motiv besitzt, setzt im Nachhinein bei vielen Soldaten eine enorme Anspannung und Verwirrtheit frei. Diese verstärkt bei einigen von ihnen die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS), unter der sie dann sehr lange leiden werden. Es ist eines der schlimmsten und nachhaltigsten psychischen Leiden, zu der ein Mensch überhaupt gezwungen wird. Unsere Verteidigungsministerin nimmt dies billigend auch für Minderjährige in Kauf.

Die vielleicht anstehende neue Version der GroKo wird daran nichts ändern. Denn diese will eine europäische Armee. Eine Verfassung, die von keinem Volk der EU-Staaten gewählt wurde, wird dann bestimmen, wer wie alt und wohin rekrutiert wird. Solange in Europa die Kinder, die dort heranwachsen, ohne einen für sie angenehmen Bedeutungsgehalt heranreifen und zum Europa-Bürger mutieren müssen, wird das Gehorchen der Massen, ihr Schweigen und Wegschauen, ihre Ignoranz gegen andere Anschauungen dem Interesse der Eliten auch weiterhin dienen. Wer wählt, falls Neuwahlen anstehen, der wählt nicht diese oder jene Partei. Wer wählt, wählt das System. Jetzt werden sicher wieder viele AfD-Wähler hier zur Wahl der AfD aufrufen. Habt Ihr denn noch immer nicht begriffen, von wem die AfD okkupiert wurde? Ich wähle die Freiheit aller Minderjährigen und will das Selbstdenken aller Menschen fördern. Folge niemanden, lebe dich selbst. 2128 minderjährige beim Dienst an der Waffe sind 2128 zu viel. Es sind ganz gewiss 2128 Gründe, die CDU/CSU und die SPD nicht zu wählen. Denn Kriegsparteien und Kriegssystem sind unwählbar, Basta!

Quellen

http://www.bento.de/future/bundeswehr-warum-sich-minderjaehrige-als-soldaten-melden-2039577/#refsponi
https://www.youtube.com/watch?v=Uhy-b0CBMKQ 

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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62 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.1.2018 – 2128: denn sie wissen nicht, was sie tun

  1. Was passiert wenn der Soldatenberuf zum „Business as usual“ erklärt wird, wenn sogar noch nicht wahlberechtigte Minderjährige den Dienst an der Waffe antreten können? Wie in jedem Business ist diesem „Konzern“ nicht nur daran gelegen, dass er nicht vom „Markt“ verschwindet, sondern dass er auch wächst. Letztens habe ich von einem Berufssoldaten die Aussage gehört:“ Ich wähle die CDU/CSU, weil die dafür sind die 2% Vorgabe der Nato zu erreichen“. Das bedeutet doch nichts anderes, als das man den lieben Tag lang nichts anderes überlegt, welche Konflikte man irgendwo verschärfen kann, nur um seinen Job zu behalten. Hinzu kommt, dass gerade in den neuen Nato-Mitgliedsländern der ausgezahlte Sold viel höher ist als der Durchschnittsverdienst in diesen Ländern. Der größte Arbeitgeber für die USA ist die Army, was bei einem Militärbudget, das annähernd dem der restlichen Welt entspricht, nicht so verwunderlich ist. Das heißt, die Konversion des Heeres (Schwerter zu Pflugscharen) stößt in jedem Fall auf erbitterten Widerstand des militärisch-industriellen-Komplexes (vor dem sogar schon US-Präsidenten gewarnt haben). Wenn es erst einmal so weit ist, dann stellt sich die Frage wer ist eigentlich die größere Bedrohung für die Sicherheit? Derjenige der verspricht die Sicherheit zu verteidigen, oder die Verteidiger der Sicherheit selber?

  2. ich möchte es mal sehr zugespitzt sagen, warum ich vermute, dass die Friedensbewegung keine Chance hat Gehör zu finden.
    Klar, wenn in unserer repräsentativen Demokratie 51% der Wahlberechtigten – Frauen – sind, die überhaupt nicht und niemals zur Waffe greifen müssen. Aber gerne in Sicherheit leben.

    Hört man einen Aufschrei, die Benachteiligung von Frauen an der Waffe sei ungerecht, weil auch sie Töten wollen ?
    Hört etwa beim Morden die Gleichberechtigung auf ? Können Frauen den Abzug der G36 nicht bedienen ? Oder sind sie zu sensibel, wenn sie jemanden töten – und kommen gar ins Nachdenken ?
    Wenn das so wäre, gäbe es zumindest Hoffnung. Denn dann würde es sehr schwer fallen, KRIEGS-PARTEIEN am Wahltag ein Kreuzchen zu geben.
    Solange es aber keine Frauenquote von 50% bei der Bundeswehr gibt, wird sich das verordnete Morden nicht ändern – und die Kriegstreiber-Industrie weiter zulegen.

    Und 2128 minderjährige Jungs haben einen krisenfesten Beruf mit Zukunft.

  3. Herr Lenz,
    ihre Betrachtung des Soldatentums ist erschreckend einseitig. Eine wehrhafte Armee – allerdings ausschliesslich zur Landesverteidigung, das ist meine persönliche Einschränkung – ist eine wichtige und notwendige Stütze unseres gesellschaftlichen Gesamtsystems. Auch wenn es ihnen persönlich nicht gefällt was ich als Ihr Recht betrachte. Mir wäre es am liebsten es gäbe ebenfalls auch keine Verpflichtung innerhalb der NATO bzw. keine NATO in der derzeitigen Form. Wenn sie allerdings Heimatgefühle hegen, aber Nationalstaaten ablehnen, dann haben über Tausende von Jahren die Menschen auf dieser Erde alle etwas falsch gemacht. Versuchen sie diese These mal in FR,IT,USA oder GB zu vertreten… Wenn unsere Nation derzeit keine milit. Feinde hat und in absehbarer Zeit nach ihrer Schilderung auch nicht angegriffen werden wird, dann liegt das vielleicht daran dass es einem potentiellen Angreifer nicht gut bekommen würde weil es eben eine Armee (auch) zur Landesverteidigung gibt. Wenn alle Menschen tadellos, friedlich und ohne Gier und Neid agieren würden, dann bräuchten sie auch um ihren Besitz keinen Zaun und an ihrer Türe auch kein Schloss zu haben und sie könnten in ihrem Auto den Schlüssel stecken lassen egal wo sie auch sind. Sie wissen ganz genau dass dies Tagträumereien sind denn dies entspricht nicht dem täglichen Leben. Wenn sie in der Geschichte rückwärts blicken dann ist es auch niemals anders gewesen. Wenn man sich also eine fanatisch einseitige Betrachtung der Welt auf seine Fahnen schreibt ändert dies auch nichts an den vorhandenen Tatsachen. Daran werden auch Tausende solcher Kommentare wie der ihrige nichts, aber auch garnichts ändern. Deshalb sind ihre Auslassungen vergebene Liebesmühe. Zudem sollte ihnen bekannt sein dass jeder Jugendliche unter 18 Jahren das Einverständnis seiner Eltern benötigt um sich bei der Bundeswehr zu bewerben. Er MUSS es ja nicht aber er KANN. Diese Entscheidung muss man jedem Menschen selbst überlassen, und diese nicht ideologisch vorschreiben, wie so viele andere Dinge auch, seit mittlerweile fast vier Jahrzehnten in diesem Land üblich.

    • Hallo Rautenkönig,

      in einem einzigen Punkt stimme ich Ihnen zu. Nämlich, dass wir in einer Welt der Gier und Neid leben.
      Nichtsdestotrotz kann es aber nicht ihr Ernst sein zu behaupten, dass die einzige Möglichkeit mit dieser Situation umzugehen das nur das „Weiter so“ sein kann. Menschen, Gruppen und Gesellschaften ändern sich nicht, weil sie genauso verfahren wie bisher.

      Ich stimme dem Artikel vollkommen zu, es kann nicht sein, dass wir in der Armee (wenn wir sie schon haben müssen, weil Verteidigung) minderjährige mitmachen. Das erinnert sehr an die schrecklichen NS-Zeiten und den Totalen Krieg. Sie meinen mit einer Eltern-Erlaubnis ist es getan? Man hat eben Regeln und Gesetze (im Idealfall natürlich), die einer falschen oder gar dummen Entscheidung der Menschen einen Riegel vorschieben. Oder meinen Sie, dass es ok ist, wenn der Vater ein Dieb ist und seinem Son das Stehlen erlaubt? Jedem, der in eine Armee geht, muss klar sein: „Es kann die Zeit kommen, wo ich zu einem ‚legalen‘ Mörder werde.“ Dass es sehr vielen nicht klar war, beweisen die unzählige Fälle des Posttraumatischen-Syndroms vieler Soldaten und Soldatinnen. Und dies beweist auch, dass wenn sie es wussten, würden sie sich sehr gut überlegen, ob sie so kopflos in einen Armeedienst eintreten würden.

    • Die wehrhafte Armee ausschließlich zur Landesverteidigung wurde doch mit der Abschaffung der Wehrplflicht defakto in eine Söldnerarmee umgewandelt und das Märchen, das unsere Sicherheit am Hindukusch (stellvertretend für alle anderen Standorte außerhalb Deutschlands) verteidigt wird, glauben sie doch selbst nicht? Hier geht es doch knallhart um die Durchsetzung privatwirtschaftlicher Interessen und nur noch darum!

      Ich denke, man sollte die Bundeswehr als das erkennen was sie ist, bzw. mit der derzeitigen Weichenstellung wird, auch wenn noch viele alte Berufs- und Zeitsoldaten bei der Truppe sind, die unter gänzlich anderen Voraussetzungen den Beruf des Soldaten gewählt haben.

      Ich persönlich habe entschieden etwas dagegen, dass die Bundeswehr in Litauen mit Panzern Krieg probt. schon wegen dem geschichtlichen Hintergrund deutscher Panzer 150km vor St. Petersburg. Wenn deutsche Soldaten dort vor Ort sind, dann bitte zum gemeinsamen Gedenken und im Bewußtsein der geschichtlichen Ereignisse und dem gegenseitig erneuerten Versprechen, dass soetwas NIE WIEDER statt findet. Dazu braucht man auch keine Panzer, sondern da reicht die Ausgehuniform und gern ein paar Blumen als symbolische Geste um die auf den Gräbern der Gefallenen nieder zu legen.

      Solange unsere 3-Wettertaft-Amazone lediglich für Kita-Plätze in den Kasernen sorgt und sich drum kümmert, dass in die Leo’s Kindersitze eingebaut werden, kann doch die junge Mutti auf dem Gefechtsfeld sogar nebenbei stillen. DAS nenne ich Fortschritt!!!

    • @Rautenkönig, es wird Sie vielleicht überraschen oder gar erschüttern, doch habe ich nachweisen können, dass meine Ansichten, betreffend des Nichtkampf-Prinzips, dem des „weiter so im Kampf“, in allem überlegen für den Fortschritt von Zivilisationen ganz allgemein ist. Das ist Ihnen natürlich nicht bekannt. Ich befürchte mal, dass es Ihnen nur aus einem eint´zigen Grund völlig unbekannt ist. Weil Sie sich freiwillig dazu entschieden haben, dass es Ihnen unbekannt ist. Sorry, aber mir gehen solche Argumente wie die Ihren langsam ziemlich auf den Nerv. Themen der Tagesdosis sind KEINE Abhandlungen. Es sollen Gedankenstützen sein. Mehr nicht. Abhandlungen lesen sich anders.

    • Sehr richtig. Deutschland hätte ja auch nach WK II keine Armee haben sollen/dürfen und vor allem auch nie gbraucht.
      Und deutschland wird auch in Zukunft keine Armee brauchen – jedenfalls nicht zur Verteidigung.

  4. Wie wird sie genannt in einem KENfm-Interview: „Frau von der Laychen“ Wie scheußlich. Wie wahr.
    Leider schickt sie die anderen nur + geht nie selber; dabei stünde diesem kaltschnäuzigen Weib die vorderste Gefechtsreihe zu.
    Irgendwo habe ich es aufgeschnappt: In den USA sterben zigmal mehr Soldaten durch Selbstmord NACH dem Krieg als an der „Front“. ………….Schlacht……!!! ….feld Heißt, sie bringen sich selber um, weil sie mit den Erfahrungen + Schrecknissen des Krieges nicht fertig werden.

  5. Es geht doch nicht darum, welche Altersgrenze für den Wehrdienst gelten soll?
    Es geht doch vielmehr darum, dass das aktuelle Verteidigungsmodell so völlig veraltet ist wie ehedem Ritterrüstungen gegen Landsknecht-Musketen oder gegen eine Seeblockade.
    Wenn ein Land sich effektiv verteidigen will, dann braucht es dazu keinen Schuss Munition – wenn, ja wenn es verstanden hat, wie eine moderne Verteidigung aussieht.
    Es ist vollkommen atavistisch Knaben mit Knarre an eine Front zu schicken und so zu tun als wäre das kriegsentscheidend – das war es schon im 2. Weltkrieg nicht!?
    Gerade musste ich lesen, dass die Dänen sich von den USA erpressen ließen gegen Northstream zu votieren, weil sie sonst irgendwelche dummen F-35 (26 Stück) nicht geliefert bekommen würden – megapeinlich! Als ob Dänemark mit diesen völlig überteuerten nichtsnutzigen Tarnkappenenten im Ernstfall (gegen wen eigentlich? – die Russen etwa???) zu verteidigen wäre!
    Das Militär wird nur in dieser völlig verblödeten Form beibehalten, weil man damit immer noch unglaublich viel Geld abstauben kann!
    2/3 der schweren Waffen sind nicht einsatzfähig – 1/3 kann in den Kampf ziehen, 1/3 wird permanent repariert und 1/3 muss als Reservelager herhalten für die zu reparierenden Einheiten – da geht’s also schon los.
    Hubschrauber fliegen nicht, nagelneue Korvetten werden jahrelang nicht zur See fahren wegen diverser Unzulänglichkeiten usw.usf. Aber die Knaben mit Knarre werden’s dann schon richten?
    Was für für ein völlig absurder Unfug.
    Mal abgesehen davon, dass sich Russland weder einen Krieg leisten kann, noch ihn anstrebt – wenn ich einem starken Gegner gegenüber stehe und der möglicherweise sogar noch deutlich stärker ist als ich – dann kann ich auf keinen Fall gewinnen wenn ich mich auf der Ebene seiner überlegenen Stärke messe!
    Würde ein Virus erst mal mich zu Boden boxen müssen, damit er mich krank machen kann, gäb’s keine viralen Krankheiten.
    In den Ring gegen den Weltmeister im Schwergewicht im Boxen anzutreten wird niemandem mit Verstand einfallen, der selber höchstens Kirmesniveau hat.
    Das bedeutet aber nicht, dass der Schwergewichtsweltmeister nicht besiegt und zu Fall gebracht werden kann!
    Das bedeutet aber, dass man es eben nicht mit Boxen versuchen darf.
    Ein Stier ist zigmal stärker als ein Mensch – trotzdem hat er in der Regel keine Chance gegen ihn.
    Der Stier kann sogar vom Menschen zu Fall gebracht werden ohne diesen auch nur zu berühren- siehe ‚Voltereta‘.
    https://youtu.be/n5RWWb41788
    Da kann man was von lernen, sofern einem die Frage mit den ‚Knaben an die Knarre?‘ am Herzen liegen sollte. Und nicht nur die 17-jährigen, sondern die jeden Alters!

  6. Danke, Herr Lenz! Ein guter Artikel, den ich voll unterschreiben kann. Und vor allem war er so einfach formuliert, dass ich ihn dieses Mal auch komplett verstanden habe. 🙂 Das ging mir nicht bei jedem Ihrer Texte so.

    Außerdem ist es natürlich auch einfach so, dass zunehmende Armut (v.a. dank Hartz IV) die Jugendlichen in die Hände der Bundeswehr treibt. Das Credo von Merkel lautet ja: „Sozial ist, was Arbeit schafft.“ Egal, worin diese Arbeit inhaltlich besteht.

    • Kristana
      was hat Auschwitz damit zu tun ?
      Auch in die USA sind es die Armsten die in die Armee gehen.
      Das war immer so, denke ich.
      Diejenigen die in die USA Armee gehen werden auch noch USA Bürger, wie im französchen Légion Etrangère.
      In unser Goldene Siebzehnte Jahrhundert waren es die Armen die vor der Mast nach Ost Indien gingen, von drei kam durchschittlich einer zurück.
      Kapitän und Offiziere hatten eine viel grössere Chance lebend zurück zu kommen.
      Das Schiff hinten wo Kapitän und Offiziere lebten glich eine Festung, nur eine zugang, eine Treppe, kleine Kanone an beiden Seiten.
      Übrigens war die Handel mit Ost Indien relativ unwichtig, was wichtig war: Handel zwischen Ostsee und Spanien und Portugal.

    • Pieter 🙂

      Das war Sarkasmus. Ist vielleicht schwierig, wenns in ner Fremdsprache geschrieben ist. Sorry!

      Sozial ist eben nicht, was Arbeit schafft.

  7. **“Ist man mit 17 reif genug, sich für eine Ausbildung zu entscheiden, bei der auch das gezielte Töten von Menschen Teil des angestrebten Berufes sein kann?“**

    Und was sagt der Militär dazu? Das Gegenteil ist richtig – sagt er. Der ausgebildete Soldat dient um töten zu verhindern – sagt er.

  8. Es war in Kriege doch immer so das beide Seiten Recht hatten ?
    Wann es begann das die Verlierer Unrecht hatten, ich fürchte 1871, als Bismarck Entschädigung wollte von die Franzosen.
    Bismarck war auch kein Volkswirt, die Entschädigung, die die Franzosen zahlten, schädigte Deutschland so sehr das Bismarck sagte ‚vielleicht ist es besser das im nächsten Krieg der Gewinner zahlt‘.
    1948 verstand die USA endlich was Bismarck sagte.

  9. Danke Rüdiger Lenz für diesen aufschlussreichen Artikel dem ich voll und ganz zustimme.

    Besonders: Ferner wurde uns in der Schule beigebracht, dass das -Grundgesetz- der BRD nur ein -Provisorium- war. (Ist es
    auch heute noch?). Eine von den Alliierten überprüfte (verordnete?) – Struktur- für die Gesellschaft nach Hitler, und das ist wichtig zu verstehen usw. Denn seit der sogenannten Wiedervereinigung gab (gibt) es, bis -heute- keine Form einer echten
    -Verfassung- vom Volk (Welches Volk?) gebilligt und geformt, die das Leben in ganz Deutschland, also nach 1989, wirklich regelt. Es ist ein Bruch der Gründungsväter dieses Grundgesetzes.
    Also schauen wir dass wir eine richtige Verfassung bekommen. Aber wie ?
    Dazu sollten Sie unbedingt bei Bewusst-handeln.eu (Matthias Weidner) und Gemeinde Neuhaus.de (Matthias Klama) reinschauen. freundlichst

  10. „Würde man in diesem Land darüber abstimmen, ob man Minderjährige in den Wehrdienst schicken sollte, so wäre das die absolute Mehrheit, die sich dagegen aussprechen würde.“

    Ich bin da nicht so optimistisch. Die katastophalen Erfahrungen in Österreich und der Schweiz haben gezeigt, dass Leute bei ‚Volksabstimmungen‘ hochgradig kurzsichtig und unsolidarisch abstimmen. Zahlreiche Leute stimmen dafür, Minderjährige in den erzwungenen Tod zu schicken, wenn es sie selbst nicht betrifft. Und da der Anteil Kinderloser oder Älterer hoch ist, und viele auch über ‚Beziehungen‘ verfügen, so dass sie ihre Kinder im Ernstfall auf ruhige Posten bekommen können, stimmen auch Eltern oder Großeltern für die Wehrpflicht. Wo ist denn wirklich der Unterschied, ob diese 17-jährige oder 18-19-jährige betrifft? Das ist nicht entscheidend.

    Entscheidend ist, dass der Zwangsdienst weltweit aufhören muss. Und da ist noch sehr viel zu tun. Nicht nur Diktaturen wie Iran oder Nordkorea haben Zwangsdienst, sondern auch westliche Staaten wie die Schweiz oder Südkorea oder Singapur, und Israel natürlich.
    Damit ist auch der ‚Zivildienst‘ gemeint. Norwegen z.B. hat den Zwangsdienst stark abgemildert, da man dort keinen Zwangsdienst leisten muss, wenn man den Kriegsdienst verweigert. Und ich gehe mal davon aus, dass Schweden das auch so einführt.

    Und Volksabstimmungen kann man völlig in die Tonne treten, die Ergebnisse aus Österreich und der Schweiz zum Zwangsdienst haben das gezeigt.

    Es war ein großer Erfolg gerade auch der damaligen FDP, in Deutschland die Wehrpflicht abzuschaffen. Frei nach Michelle Obama: Das war der bisher einzige Moment in meinem Leben, indem ich so etwas wie stolz auf mein Land war!

    • Wenn es denn so wäre, das der Kriegsdienst damit ausgetrocknet würde, könnte ich ja zustimmen.
      Leider ist es aber so, dass der Kriegsdienst nur aus dem Bewusstsein des normalen Bürgers verdrängt wird. Statt dessen haben wir plötzlich Spezialisten, die sich in dem Metier besonders gut auskennen. Dazu braucht man natürlich sportliche junge Männer und Frauen, denen man das Gewissen ab trainieren kann. Lasst sie in ferne Länder reisen, Hauptsache mir geht es gut.
      Anders kann ich ihren Kommentar nicht verstehen. Tatsächlich ist es wohl eher so, dass ein Grundwehrdienst wesentlich mehr beäugt wird, da ja nun auch der Sohn des Arztes, des Richters und des Politikers heran gezogen wird. Da ist die Hemmschwelle natürlich wesentlich höher, mal eben nach Afghanistan zu marschieren. Dem Kleinen könnte ja was zustoßen.
      Ich bin kein bedingungsloser Pazifist, aber ich möchte nicht in einem Land leben, wo permanent Interessenskonflikte mit der Waffe gelöst werden.
      Wir leisten uns schon zu viele Büttel, die die Drecksarbeit machen.

    • @ Thatsit,

      sie sind ein wahrer Menschenfreund. War schon eine feine Sache, die Abschaffung der Wehrpflicht, bzw. des Ersatzdienstes.
      So erhielt und erhält man immer noch, exakt die Soldaten die zu jeder Schandtat bereit zu sein haben müssen und die gesellschaftliche Solidarität wurde und wird weiter untergraben, ebenfalls durch den Wegfall von Unterstützung im sozialen Bereich.

      Ich bin alt genug um zu wissen, daß es reichlich ungerecht war, wie dereinst Wehrpflicht und Ersatzdienst gehandhabt wurden. Kapitalismus eben.
      Aber Ungerechtigkeit war nicht der Grund warum diese Dienste gestrichen wurden, denn schließlich brauchte man eine entsolidarisierte Gesellschaft und Soldaten die bei Bedarf ohne zu fragen abdrücken.

      Anbei aus MMM38, Thomas Sankara über die Bildung von Soldaten:

      Me, Myself and Media 38 – Kapital-Diktatur
      https://www.youtube.com/watch?v=N66zp81TOMs&feature=youtu.be&t=47m22s

    • „Es war ein großer Erfolg gerade auch der damaligen FDP, in Deutschland die Wehrpflicht abzuschaffen.“
      Vor einiger Zeit war es noch „Der Von und Zu“, dem Sie gehuldigt haben.
      Wenn aus dieser Klicke eine Abschaffung der Wehrpflicht kommt, dann sollten alle Alarmglocken läuten!
      Aber das scheinen Sie nicht zu durchschauen.

    • Ich bin klar gegen die Wehrpflicht, einfach weil sie ein Zwangsdienst ist und gegen elementare Grundrechte verstößt.
      Guttenberg hat daher in meinen Augen große Verdienste, er ist zwar eigentlich ziemlich rechts, aber wirklich sehr unabhängig, und die Leute merkten das.
      Ausgesetzt/abgeschafft wurde die Wehrpflicht aber nicht von Guttenberg alleine, sondern von der Merkel-Regierung, der CDU/CSU und der FDP. Die Grünen stimmten ebenso zu.

    • Bei der Wehrpflicht waren aber auch Leute, die freiwillig nicht gedient hätten.

      Jetzt haben wir ne Söldner-Armee. Nicht mehr fürs Vaterland, sondern für Kohle wird gemordet. Ist das echt besser?

    • Es ist ganz sicher besser wenn Staaten keinen Zwangsdienst von ihren ‚Bürgern‘ abverlangen (in diesem Fall Anführungszeichen, denn freie Bürger werden zu nichts gezwungen). Außerdem ist es ein großer Trugschluss der Wehrpflichtbefürworter, wenn sie annehmen, dass Wehrpflichtarmeen nicht zu Lobbyzwecken mißbraucht werden.

      Die Wehrpflicht hat sich sehr oft als Machtinstrument von Diktaturen ‚erwiesen‘, die wiederum das tun, was ‚ihre Lobbyisten‘ wollen (und das aber ‚Dienst für das Vaterland‘ nennen und Widersprüche dagegen verbieten).
      Und auch ganz praktisch gesehen macht es keinen Sinn, wenn Leute Soldaten werden, die das nicht wollen (und auch nicht gut können).

    • Thatsit

      Hab ich gesagt, dass Wehrpflichtarmeen NICHT für Lobbyzwecke eingesetzt werden??? Das haben Sie reininterpretiert. Yugoland ist dafür ein gutes Beispiel. Da war doch noch ne deutsche Wehrpflichtarmee und wurde voll zu Lobbyzwecken eingesetzt.

      „Und auch ganz praktisch gesehen macht es keinen Sinn, wenn Leute Soldaten werden, die das nicht wollen (und auch nicht gut können).“

      Ganz praktisch gesehen, dient es dem Frieden, wenn Soldaten und Material nicht gut und nicht einsatzfähig sind. 🙂

  11. Hier spricht mir Rüdiger Lenz aus der Seele.
    Macht sich Frau Von der Layen nicht sogar Strafbar, wenn sie sich nicht gegen ein Anwerbeverbot bei Minderjährigen ausspricht.
    Mittlerweile scheinen alle Skrupel abhanden gekommen zu sein.
    Natürlich weiß man ganz genau, dass man in dieser Entwicklungsphase junge Menschen besonders manipulieren kann.
    Man weiß auch um die psychischen Folgen, da man die Kindersoldaten uns immer gezeigt hat, um vor zu führen, was Verführung bewirkt. Ob es die Afrikanischen Kindersoldaten sind oder die
    Bernhard Wicki Verfilmung „ die Brücke“
    Verlierer wahren immer die, welche mit leuchtenden Augen den Schrecken auslösten.
    Die Verführten Kinder.
    Ich lebe in einer Welt, in der schwarz zu weiß geworden ist.
    Wie Weit geht diese Skrupellosigkeit noch.

    • Ach ja, eigentlich sollte bei jedem Anwerbespot auch ein An-merk erfolgen
      Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Wehrdienstbeauftragten oder Verteidigungsminister.
      Auch gehört zu einer ordentlichen Werbung noch
      ein Ekel-Bildchen und der Spruch „Wehrdienst kann tödlich sein“.
      In anderen Bereichen sind wir doch auch so fortschrittlich.
      Oder passt da etwas nicht zusammen Frau von der Layen. Du alte Grinse

    • Zu Risiken und Nebenwirkungen kann man fragen wen man will.
      Die Folgen tragen Sie selbst und ihre Angehörigen und zukünftige Kinder der Rekruten!
      Mir ist es wirklich unverständlich welche Erziehungsberechtigten da zustimmen.
      Da hat das Jugendamt noch viel zu tun. 🙂

    • Socke 🙂

      Ein kleiner Aufkleber auf jeder Uniform: Achtung, Uranmunition gefährtet die Zeugungsfähigkeit und kann Ihrem ungeborenen Kind schaden. Mit Ekelbildchen aus Basra, gute Idee!

  12. Es wird immer, so auch in diesem Artikel, geschrieben das von unserer Verteidigungsministerin (Neusprech für Kriegministerin) kein Kind bei der Bundeswehr ist.
    Interessant wäre doch auch mal in Erfahrung zu bringen, wer von den Bundestagsmitgliedern für die Auslandseinsätze (Neusprech für Kriegseinsätze) stimmt eigene Kinder hat und wieviele davon bei der Bundeswehr sind?!
    Das würde das Bild abrunden. Gibt es dazu Zahlen?

    • Die Idee, Soldaten in Auslandseinsätze zu schicken, die dann Demokratie und Wohlstand in wirklich rückständigen oder von Diktaturen (Syrien z.B.) schwer geschädigten Ländern zu bringen, halte ich für gut.

      Natürlich darf das keine – Null – Wehrpflichtige betreffen. Ich hoffe auch, dass Erdogans Regierung in Afrin keine wehrpflichtigen ‚Mehmets‘ kämpfen lässt! Die Wehrpflicht gehört als grundrechtswidriger Zwangs- und Sklavendienst ohnehin weltweit abgeschafft.

      Die Ausführung ist aber aktuell sehr schlecht. In Libyen hat man nun schlimmere Verhältnisse als bei Gaddafi, in Syrien bringen die Mächte nichts außer Chaos zustande. Jemen ist sogar ein Skandal ersten Ranges und die USA machen sich dort inhaltlich als Vasallen der Saudis völlig lächerlich (zum Lachen ist das Thema aber zu ernst).

      Es muss endlich wieder Verantwortung übernommen werden. Auch wenn viele bei KenFM da erstaunt sind, es braucht sogar etwas MEHR imperiale Politik, nämlich Politik, die Positives aus den starken Nationen in die heutigen Kriegsgebiete überträgt und damit dann auch Frieden schafft, der kein Diktatur’frieden‘ ist.

    • Ein echter Thansit – „endlich wieder Verantwortung“ durch “ MEHR imperiale Politik“.
      Sie haben wohl zu sehr Herrn Gauck gelauscht?
      Sorry – aber alle Latten haben Sie nicht am Zaun.

    • @ schwarz is weiß, unknown74#

      Wieder das Übliche von Ihnen, null Argumente.
      Tatsache ist: Wenn Mächte militärisch in einem Staat/Territorium agieren oder gar, wie es die USA tun, von Steuergeldern ihrer Bürger irgendwelche Milizen unterstützt (aktuell diese YPG, gegen die wiederum die Türkei vorgeht), dann müssen sie für folgende Punkte Verantwortung übernehmen:
      – Besetzung des Landes, Verhinderung von Bürgerkriegsmilizen (statt sie zu unterstützen)
      – Demokratische Wahlen
      – Sinnvolle, an den Weltmarkt angeschlossene Wirtschaftsprogramme
      – Dauerhafte Hilfsmaßnahmen
      – Offene Grenzen, um die Reisefreiheit sicherzustellen

      Das alles passierte in Westdeutschland nach dem 2. Weltkrieg, und dafür steht Deutschland bei den USA in existentieller Schuld.
      In Syrien passiert nichts davon. Das ist ein Affront gegen die Syrer, und gerade als Deutscher, der von den positiven Folgen imperialer Politik profitiert, muss man das sehen, und sich dafür einsetzen, dass auch (z.B.) Syrer oder Libyer dieses sinnvolle und nötige Maß an positiver imperialer Politik bekommen.

      Derzeit wird in Syrien gerade auch von den USA und Russland ein Chaos aufgeführt. Wäre das in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg ebenso gemacht worden, ginge es allen Deutschen heute wirtschaftlich und politisch deutlich schlechter!

    • Um mal grundlegend klar zu Stellen, Keine Macht hat auf fremdem Terretorium zu aggieren, auch nicht militärisch und da ist es völlig egal, ob die jeweils eigene Armee eine Wehrdienst- oder Freiwilligen, d.h. Söldnerarmee ist. (jemand verdingt sich gegen Lohn zum Töten)

      An diesem Argument, kommen Sie schlicht und ergreifend NICHT vorbei, egal was Sie hier konstruieren.

    • Völkerrechtlich ist es sogar wünschenswert, wenn Diktaturen beseitigt werden, die Grundrechte brechen und/oder Leute oder ganze Gruppen diskriminieren. Das Völkerrecht schützt Brauchtum und Partizipation für alle Volksgruppen. Keinesfalls ist das Völkerrecht aber eine Art Gebietsschutz für Diktatoren.

      Als Deutscher muss man besonders dankbar dafür sein, dass die USA in deutschem Territorium militärisch aktiv waren (und auch in ganz Westeuropa). Ohne dieses Eingreifen wäre damals Europa wohl nicht zwischen den Westmächten und dem Ostblock aufgeteilt worden, sondern zwischen Nazis und Stalin!

      Daher ist es sehr wohl ok, wenn Einsätze mit den genannten Zielen (Demokratie, Wirtschaftsaufschwung, offene Grenzen) ‚gefahren werden, gerade auch in Diktaturen auf fremdem Territorium.

      Man muss das am Ergebnis messen. Wenn es wie in Libyen danach schlimmer ist als vorher oder wie in Syrien keine Fortschritte erzeugt werden oder wie im Jemen mit einer krassen Diktatur (Saudi-Arabien) paktiert wird, ist das natürlich Müll.

      Wenn hingegen Diktaturen beseitigt werden, ist das sehr sinnvoll, und ein Mittel dazu ist etwas mehr imperiale Machtausübung westlicher Demokratien (mit den genannten Zielen natürlich!).

      Keinesfalls dürfen allerdings Wehrpflichtige in solche Einsätze gezwungen werden.

    • Thatsit…

      „Völkerrechtlich ist es sogar wünschenswert, wenn Diktaturen beseitigt werden“ ???????

      Völkerrechtlich? So wie bei Serbien vielleicht?

      Was machen Sie denn dann noch hier? Auf auf… Melden Sie sich freiwillig, verdienen Sie gutes Geld. Der Iran steht an, da kann man Sie sicher gebrauchen.

    • „Völkerrechtlich? So wie bei Serbien vielleicht?“

      Der Balkan ist ein riesiger Erfolg:
      Das kommunistische Jugoslawien und das extrem-kommunistische Albanien, das zum Knaststaat gemacht wurde, sind nun demokratische, friedliche Länder (mit noch deutlich zu viel Grenzbürokratie allerdings, daher sollten noch mehr Länder dort in die EU).

      Auf dem Balkan hat in den 90er-Jahren eine katastrophale Entwicklung gedroht, nun ist dort vieles gut. Ich selbst war 1994 in Albanien. Das Land war völlig kaputt. Dann war ich 2011 in Albanien, es ist dort inzwischen fast wie in Italien.

      Gleiches gilt für die Länder des ehemaligen Jugoslawien. Serbien wurde nach einigen Verwirrungen direkt – zum Wohl seiner Bürger/innen – in die Staatengemeinschaft aufgenommen.

      So sieht erfolgreiche internationale Politik aus. Da können sich die heutigen Akteure mal etwas abschauen.

      „Was machen Sie denn dann noch hier? Auf auf… Melden Sie sich freiwillig, verdienen Sie gutes Geld. Der Iran steht an, da kann man Sie sicher gebrauchen.“

      Ich bin kein Militär. Niemand darf zum Militärdienst gezwungen werden meiner Meinung nach.

    • Aber Serbien war völkerrechtswidrig. Als der Schröder das vor laufenden Kameras zugegeben hat, haben doch alle die Luft angehalten vor Schreck.

      Die meisten der Auslandseinsätze sind völkerrechtswidrig… F*ck, jetzt fall ich auch schon auf das Neusprech rein. Die illegalen Angriffskriege muss es heißen.

    • Thatsit: Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es sich anfühlen könnte, an solche verrückten Dinge zu glauben, wie Sie sie hier immer wieder vorbringen. Ich kann mich noch an die Zeit lange vor der Invasion in Jugoslawien erinnern, wo das ein sehr beliebtes Urlaubsziel war. Heute hört man von niemandem mehr, der dort Urlaub machen möchte. Ich würde es auch niemandem empfehlen, allein schon wegen der strahlenden Uranmunition , die dort massenhaft verschossen wurde. Genauso wie im Irak, in Afghanistan, in Syrien und den anderen von USA und ihren Helfern überfallenen Ländern. Schauen Sie sich doch mal den Film „Dirty Dust“ an, dann bekommen Sie vielleicht doch einmal eine Ahnung von dem, was das alles bedeutet. Vielleicht sind Sie aber dann doch ein Troll und verdienen Geld mit ihren hirnverbrannten Statements hier.

    • @ Kristana
      Das Völkerrecht ist kein Gebietsschutz für Diktatoren. Es wird nur – von Lobbyisten, die gerne Diktaturen haben – zu Unrecht so hingestellt. Das ist eine der großen aktuellen Begriffsverwirrungen, die in den Medien gemacht werden.
      Ich sehe kein völkerrechtliches Problem mit der Situation auf dem Balkan, ganz im Gegenteil.

    • Thatsit – das Sie keine Probleme mit Angriffskriegen haben, konnten Sie nun hinreichend unter Beweis stellen. ein Großteil der hier anwesenden vertritt eine andere Einstellung zur UN-Charta, insbesondere dem Gewaltverbot gegenüber anderen Staaten, insbesondere gegenüber anderen Ethnien, insbesondere gegen andere Menschen (um’s einfach mal zu erweitern)

      Im übrigen gehört zum Gewaltverbot auch ein gewisses Gebot der Nichteinmischung und genau das scheint Ihnen ebenfalls völlig fremd, wenn ich mir Ihre Liste so ansehe. Abgesehen mal davon, dass diese Liste wie eine Dauerwerbesendung von ARD oder Herrn Seibert rüber kommt, wiederholen Sie diese Liste seit dem Volksentscheid auf der Krim unermüdlich in ein und der selben Laier.

      Ich zittiere Sie mal: „Wieder das Übliche von Ihnen, null Argumente.“, abgesehen vom Kontex der völligen Verdrehung von Tatsachen, Ursache und Wirkung im chronologischen Ablauf der Ereignisse, etc.

      Ich bitte Sie höflichst, stehlen Sie uns nicht unsere Zeit mit Ihren Kommentaren. Bereisen Sie Ihre Länder (denn das schein Ihnen das aller Wichtigste zu sein – Reisefreiheit – habe ich schon mal irgendwann gehört), denn Reisen bildet bekanntlich. Ich will Ihnen keinesfalls das Schreiben verbieten oder nach Zensur brüllen – verstehen sie mich da nicht falsch – mich beschleicht nur allzusehr der Eindruck, dass Sie (möglicherweise bezahlt) völlig beratungsresistent jede Erkenntnis von sich abtropfen lassen und genau das macht die ganze Geschichte mit Ihnen höchst zweifelhaft.

      Ich wünsche Ihnen eine gute Reise und viel Erfolg. Vielleicht beginnen sie Ihre Reise ja auf dem Balkan. Möglicherweise gibts bei Ihrem WuG T-Shirts mit dem aktuellen NATO/OTAN-Logo, von denen sollten Sie ruhig 2 – 3 Stk. einpacken und tragen 🙂

  13. Ich stimme an vielen Stellen mit dem Autor überein, aber für gefährlich halte ich folgendes Zitat, das letztlich wohl zur Gleichsetzung von Soldat=Mörder führen soll:

    „Dieser Mensch soll zum Mörder werden. Sein Motiv wird erfunden. Normalerweise haben Mörder, wie wir sie uns in der Gesellschaft vorstellen, ein Motiv für ihre Tat. Der Soldat hat keine Beziehung zu seinen Erschossenen und zerfetzten Menschen. Sein Motiv gibt ihm der Staat vor und daher legitimiert ein Soldat seine Taten. Letztlich aber bleibt es das, was es ist: Mord.“

    Eben: „Normalerweise haben Mörder…ein Motiv für ihre Tat“ bedeutet dann doch wohl, daß der Soldat kein Mörder ist. Das sollte in diesem Zusammenhang unzweideutig klargestellt werden. Er hat keinen direkten persönlichen Vorteil durch den Tod des Gegners. Das unterscheidet ihn eben vom Mörder und diesen Unterschied darf man auch nicht vergessen.

    Richtig ist, daß wir eine mörderische Politik haben, für die die Regierung, die NATO etc. verantwortlich ist. Nun kann man natürlich für diese mörderische Politik die deutschen Wähler verantworlich machen. Auch Mörder? Macht keinen Sinn und führt in jeder Diskussion mit einem Wähler oder Soldaten sofort zum Ende einer jeden Debatte. Da folgt nur noch Beschimpfung – sinnlos!

    Ein Grund für 17-18 Jährige für den Wehrdienst ist natürlich, daß sie körperlich im leistungsfähigen Optimum liegen.

    Der andere Grund: Sie sind meistens politisch relativ ungebildet und natürlich auch noch leichter formbar.

    Das liegt aber auch daran, daß sie in der Schule für diese Fragen des Alltags nicht wirklich vorbereitet wurden und jetzt womöglich auch noch Arbeitslosigkeit droht.

    Eben diese Situation wird ausgenutzt und das ist mörderisch. Denn es kann den Soldaten ja auch selbst treffen, das empfinde ich eher als Mord von der Regierung, als das Töten eines Soldaten durch den Anderen.

    Wenn wir uns an dieser Situation nicht mitschuldig machen wollen (so wie viele Deutsche mitschuldig an Hitler waren, ohne je selbst geschossen zu haben), dann müssen wir verstärkt politisch auf diese Situation reagieren.

    Mordvorwürfe – selbst wenn sie im Einzelfall richtig sind – lenken nur von der Mammutaufgabe ab, für den Frieden und gegen die Kriegstreiber zu kämpfen. Auch bei jedem einzelnen Soldaten, ob jung oder alt. Und das fängt auch schon in der Schule an – so ab 12?.

    • Es gibt Soldaten, die nicht an der Waffe dienen. Viele davon werden nie zu Mördern. Also pauschal ist das von mir nicht geschrieben worden. Ich schrieb nicht, „alle Soldaten“, sondern extra „dieser Mensch“, meine damit also den Einzelnen.

    • Ach den Unterschied zwischen Töten und Morden nehmen wir in Deutschland doch nicht mehr so genau. Die beiden Raser in Berlin aufm Kudamm hatten definitiv kein Motiv, nicht mal die Absicht. Trotzdem sind se wegen Mordes verurteilt worden.

  14. „folge niemanden, lebe dich selbst!“ das ist die Gehirnwäsche der userer gesamter „Kultur“kreis unterworfen ist. Angeblicher Individualismus auf die Spitze getrieben und wohin führt der? 10-jährige Dragqueen-Kids die freien Sex forden, Vereinzelte, vereinsamte arme Individuen die vor ihrer Rechnern, isoliert vom wahren Leben dahivegitieren? Keine Staatsgrenzen, keine Staaten? Sorry, das ist die Auflösung allen was exisitiert. Am besten auch keine Familien mehr, Kinder die mit 6 Jahren selbst entscheiden sollen ob sie bie 3 Uhr morgens Filme gucken oder Computerspiele spielen?
    Was sie hier propagieren ist eine Utopie die alles andere als gesund ist. Ja, ich bin gegen Minderjährige in der Bundeswehr, ich bin allerdings für Familien, für verschiedene Kulturkreise, für souveräne Staaten die auf der Grundlage von gelebten Völkerrecht auf Augenhöhe mit anderen souveränen Staaten kooperieren.
    Diese Lalaland-alle Grenzen auflösen-Utopie ist nichts anderes als eine Utopie.
    Menschen brauchen soziale Gefüge in denen sie Halt finden und Orientierung.
    Warum Nationlastaaten und Grenzen abschaffen wenn Nationalstaaten schon zu groß sind um sie zu überblicken?!
    Wohin soll das führen?
    Ich bin für Identität, für ein Dazugehören, für Vielfalt aber in diesem Sinne, denn Vielfalt im Sinne der grünen Pest und der Pseudolinken „Deutschland-Verrecke-Fraktion“ ist nur noch ein Einheitsbrei von Sinn- und Haltlosen Individuen die nur noch dem Konsum und der Pseudoindividualität fröhnen, im Innern zutiefst unglucklich und orientierungslos.

    • ps.: Regionalisierung, mögl. Autarkie von bestimmten Regionen, guter Umgang mit Mensch und Natur, eine Gemeinschaft die noch übersichtlich ist, Volksentscheiden in kleinen übersichtlichen Kreisen usw…
      dieses immer größer immer mehr (EU) ist doch das Grundübel. Völlig losgelöst von den Interessen bestimmter Regionen werden den Menschen dort Gesetze und Verordnungen aufgezwungen die mit ihrer Lebenswirklichkeit aber auch garnichts zu tun haben.
      Diese grenzenlose Utopie nützt doch wirklich nur einigen Wenigen, der Kapitalelite, den Großkonzernen, (in deren Sinne dann ja auch Politik gemacht wird). Wo sind denn die Förderungen der EU für regionale landwirtschaftl. Produktion?!
      Warum ist BRD der größte Schweinefleischexporteur (von Tieren die ihr kurzes Leben im KZ verbringen).
      Das alles kann nur in der Anonymität und Machtlosigkeit von unüberblickbaren, weil zu großen Systemen herenreifen.
      In diesem Beitrag ist so vieles dem ich wiedersprechen muss, ich lass das jetzt mal.
      Vielleicht kommt das ja auch heraus wenn man „gezwungenermassen“ jeden Tag eine „Tagesdosis“ fabrizieren muss. Dann leidet irgendwann Inhalt und Qualität auf Kosten der Masse. Womit sich dann der Kreis wieder schließt…

    • „Folge niemandem, lebe Dich selbst“ ist völlig richtig, wenn es denn richtig verstanden und gemacht wird. Aber Sie, Schliemanns, haben das anscheinend völlig verkehrt verstanden, denn diejenigen, die Sie hier dafür anführen, folgen alle auch nur einem wie auch immer gearteten oberflächlichen Ideal. Mit Menschen, die ihrem inneren Selbst folgen und danach handeln, würden solche perversen, gewalttätigen Herrschaftssysteme gar nicht funktionieren.

    • Das ist es aber auch nicht, Herr Lenz! (Ich meine, diese Art zu reagieren auf konfrontatives Hinterfragen.)
      Theorie und Praxis – oft rechte Schattenkrieger zueinander. „Leute wie“ ….. ojeoje.

    • Ich muss auch hier Herrn schliemanns absolut recht geben.

      Diese Laizzes-fair Gedöns ist sicher nicht die Antwort auf die (gesellschaftlichen) Probleme unserer Zeit.

      „Lebe dich selbst“, „Sei ganz Du selbst“, „Du darfst so sein wie du willst“, so oder so ähnlich tönt es doch schon jetzt den ganzen Tag in den Medien.
      Kümmer dich nur um dich selbst, tanz um dich selbst, sei dein eigenes Goldenes Kalb.
      Das ist die Individualisierung, wie es die Elite gerne sieht, gepaart mit Konsumsucht, die als die Erfüllung der vermeintlichen Selbstverwirklichung der Individualisierungsopfer gesehen werden soll.
      Der Mensch soll sich am besten nur noch um sich selbst kümmern, auf alles andere ist gepfiffen.
      Besser kann man eine Gesellschaft bzw. Gemeinschaft nicht zerstören.
      Wohin das führt, wenn immer mehr Menschen so denken und handeln, das sieht man jeden Tag deutlicher.

      Nein, da fehlt der Gedanke an die Verantwortung mir selbst gegenüber und der Gemeinschaft gegenüber, in der ich lebe, komplett.

      Es benötigt vielmehr Bildung und Erziehung zu eben dieser Bildung, wie sie schon von Rosseau und anderen großen Phillosophen gefordert wurde, um uns zu einer Gesellschaft von freien und verantwortungsbewußten und verantwortungsvollen Individuen zu machen.

    • @Ichlebe,„Lebe dich selbst“, „Sei ganz Du selbst“, „Du darfst so sein wie du willst“, so oder so ähnlich tönt es doch schon jetzt den ganzen Tag in den Medien.
      Kümmer dich nur um dich selbst, tanz um dich selbst, sei dein eigenes Goldenes Kalb.
      Das ist die Individualisierung, wie es die Elite gerne sieht, gepaart mit Konsumsucht, die als die Erfüllung der vermeintlichen Selbstverwirklichung der Individualisierungsopfer gesehen werden soll.
      Der Mensch soll sich am besten nur noch um sich selbst kümmern, auf alles andere ist gepfiffen.

      Wer hat das geschrieben? Und wer hat das so gemeint? Ich jedenfalls nicht. Ich habe eine Webseite und einen YouTube-Kanal. Auf beiden erkläre ich das alles komplett anders. Und genau was Sie schreiben, dass nenne ich eine Projektion.

    • **„folge niemanden, lebe dich selbst!“ das ist die Gehirnwäsche der userer gesamter „Kultur“kreis unterworfen ist.“**

      Ist das so, oder sollen möglichst Alle einem folgen? Der Regierung vielleicht? Nein danke, danke nein.

      „Es ist kein Zeichen von Gesundheit, an eine völlig kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.“ (Krishnamurti)

      Der Mensch – jeder Mensch – ist nun mal einzigartig, individuell. Das diese Einzigartigkeit vor dem Äußeren nicht haltmacht, sollte man schlicht akzeptieren. Gleichgeschaltete Menschen-Massen sind auch einfach nur ekelerregend.

      Individualität hindert keineswegs bei friedlichem Zusammenleben und/ oder zusammenwirken. Im Gegenteil, durch Individualität entsteht erfrischende, lehrreiche Vielfalt. Was für dich innerlich zutiefst unglückliche und orientierungslose Pseudoindividualisten sind, sehen die „Betroffenen“ wahrscheinlich ganz anders.

      **“Ich bin für Identität, für ein Dazugehören, für Vielfalt…“**

      Das bin ich auch, aber weder innerhalb, noch außerhalb staatlicher Grenzen, sondern grenzenlos.
      Statt nur 200, sollten wir 2000 Staaten haben., die sich alle auf nur einem Staatsgebiet befinden – der Erde.
      Wenn einer in einem Hände und Kopfabschlagenden Schariastaat leben MÖCHTE, bitteschön.
      Wer in einem Sado Maso Staat leben möchte, bitteschön. Wichtig ist doch immer nur, das Andere nicht belästigt oder gar genötigt werden – zum Beispiel durch Grenzen – bei einem bestimmten Lebensmotto oder Lebensmodell mitzumachen.

    • Hallo schliemanns
      ich vermute, hier liegt ein Missverständnis zwischen Dir/anderen und Hrn. Lenz vor.

      Lenz meint garantiert nicht den „Tanz ums goldene Kalb“ , nicht das ständige Drehen um Dich selbst…Konsum, Fressen, Karriere, Ellenbogengesellschaft…alles Ungebremste, Übertriebene, das egoistische bis verbrecherische Verhalten……….das und vieles mehr entspringt dem EGO……..es ist nicht Dein SELBST, und davon spricht Lenz.
      Er schreibt nicht „lebe dein Ego“, nein. Er schreibt „lebe Dich selbst“, lass dich nicht verführen, laufe anderen nicht nach. Er meint: höre in Dein Aller-Innerstes hinein, da wohnt Dein SELBST. Es ist nicht dieser hirnlose Individualismus gemeint, den Du oben beschreibst. SELBST ist, laienhaft erklärt, Dein tiefstes ICH, auch: Dein Gewissen, Dein Herz.
      Das sollst Du leben.
      Nur, das ist in dieser verkorksten Zeit eben sehr schwer, besonders für junge Menschen, die, zugemüllt mit mächtiger Werbung und Gruppenzwängen, so sehr im Außen, im EGO, herumflitzen, dass sie an ihr Innerstes nicht herankönnen. Dort stünde nämlich die Wahrheit: ich möchte kein Leid verursachen + ich werde nicht töten.

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