Tagesdosis 31.1.2020 – Ja, ich hasse

Ein Kommentar von Dagmar Henn.

Die Klasse der Oligarchen, die ihre Reichtümer mit Hunger und Kriegen mehrt. Ihre politischen Lakaien. Ihre professionellen Gehirnvernebler.

Und ich hetze. Weil ich will, dass die Menschen dieses Joch abschütteln.

Ich hasse die Kriegstreiber der NATO. Und ich verbreite diesen Hass gerne. Es wäre mein Wunsch, dass man ihnen in den Arm fällt, ihr Treiben beendet.

Führt das nun dazu, dass morgen die Villen brennen? Ich glaube kaum. Die Wirkung meiner hetzerischen Bemühungen sind sehr begrenzt, ich kann noch so oft das Schicksal der Marie Antoinette als leuchtendes Beispiel bemühen, die Guillotine vor dem Reichstagsgebäude bleibt unerrichtet. Warum? Weil die Verbindung zwischen Wort und Tat nicht so einfach ist, weder im Positiven noch im Negativen.

Ich schreibe das nur, weil diese Begriffe ‚Hass‘ und ‚Hetze‘ in den letzten Jahren eine Art Leatherman zur Einschränkung demokratischer Rechte geworden sind. Ja, ich meinte meine oben getroffenen Aussagen ernst. Ich meinte sie aber auch als illustrierendes Beispiel, wie unklare Begriffe etabliert wurden, die bei Bedarf über fast jede deutlichere politische Aussage gestülpt werden können. Facebook würde Tucholsky löschen, und sich dabei auf das Netzwerkdurchsetzungsgesetz berufen.

Die Liste der Paragraphen (1), auf deren Grundlage Netzwerkbetreiber zur Zensur aufgefordert werden, ist lang. Wer will, kann sie nachschlagen. Es ist eine interessante Lektüre, wenn man sie ein wenig gegen den Strich liest. So geht es etwa im § 86 des Strafgesetzbuchs um „Verbreiten von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen“, darunter wird aber auch definiert, was solche Propagandamittel sind – „Schriften, deren Inhalt gegen (…) den Gedanken der Völkerverständigung gerichtet ist.“ Wenn man dies ernst nähme, würde die gesamte Berichterstattung der Konzernmedien der letzten Jahre zum Thema Russland unter diesen Paragrafen fallen. In diesem Falle erkennt ein Blinder mit Krückstock, dass das so vom Gesetzgeber nicht gemeint ist.

Interessant ist in diesem Falle auch der § 100a die “landesverräterische Fälschung”. Wer “unwahre Behauptungen tatsächlicher Art, die im Falle ihrer Echtheit oder Wahrheit für die äußere Sicherheit oder die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu einer fremden Macht von Bedeutung wären, (…) öffentlich bekanntmacht, um einer fremden Macht vorzutäuschen, daß es sich um echte Gegenstände oder um Tatsachen handele, und dadurch die Gefahr eines schweren Nachteils für die äußere Sicherheit oder die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu einer fremden Macht herbeiführt” – wie war das noch einmal mit dem Tiergartenmord? Wurde da nicht behauptet, Russland habe nicht zu den Ermittlungen beigetragen, ohne dass ein entsprechendes Ersuchen überhaupt vorlag? Wurden nicht auf Grundlage dieser falschen Behauptung zwei russische Diplomaten ausgewiesen? Kann man eine solche Ausweisung anders bezeichnen denn als “einen Nachteil für die Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland zu einer fremden Macht”?

Wie auch immer, mit Sicherheit werden in diesen Fällen weder Ermittlungen wegen der Straftaten eingeleitet noch werden entsprechende Beiträge in den sozialen Netzen gelöscht werden. Die Beispiele reichen aber hoffentlich aus, um zu belegen, was man mit diesen Paragrafen alles anstellen kann, wenn man will. Und genau da liegt das Problem. Es geht nämlich um die Meinungsfreiheit.

Das, was sich als politische Linke begreift, hat sich nämlich aufs Glatteis führen lassen, mit den Worten ‚Hass‘ und ‚Hetze‘. Es wurde vergessen, dass das Wort ‚Hetzer‘ historisch eines war, das Nazis für Kommunisten verwendeten. Man mag einmal die Deutsche Symphonie von Hanns Eisler anhören, mit der Vertonung des Brecht-Gedichts ‚Begräbnis des Hetzers im Zinksarg‘ (2), um da das Gedächtnis etwas aufzufrischen. Ja, mit Eifer hat man an einer Waffe mitgeschmiedet, in die man sich ebensogut gleich selbst stürzen könnte. Man muss nur zehn Sekunden aufwenden, um sich einmal eine NATO-gesteuerte massive Anwendung des Paragraphen 100a vorzustellen. Und hops, ist jede Information über die imperialistischen Machenschaften, über Kriegslügen und Söldnerheere – schlicht verboten. Und wird vorher schon wegzensiert. Was in den sozialen Netzen ja auch geschieht.

Vielleicht hilft ja der Prozess um Linksunten-Indymedia (3), da das Denken wieder etwas gerade zu rücken. Das Portal wurde im Gefolge des G20-Gipfels verboten, weil es angeblich zu Gewalttaten gegen die Polizei aufgerufen hätte. Indymedia ist allerdings grundsätzlich nur eine Plattform, auf die beliebige Menschen Beiträge stellen können; also eine Art modernerer Pinnwand. Einer der Hauptvorwürfe gegen Linksunten-Indymedia bestand darin, sie hätten Bekennerschreiben veröffentlicht. Das allerdings ist gewöhnliche Pressetätigkeit; in den 1970ern gab es Fälle, da passierte das sogar in der Konzernpresse. Man mag dieses Portal geschmacklos finden, und ich teile sicher wenige der Überzeugungen aus dem autonomen Spektrum, aber es handelt sich immer und grundsätzlich nur um Worte, und um Dokumentation, aus der sich auch völlig andere Debatten entwickeln können.

Den Personen, die mit dem Portal zu tun hatten, wurde eine juristische Falle gestellt, indem gleichzeitig mit dem Verbot des Portals auf Grundlage des Vereins-, nicht des Medienrechts gegen sie Verfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung eröffnet wurden. Im Verbotsverfahren wurde jetzt die Klage gegen das Vereinsverbot, die das Portal schützen sollte, vor dem Bundesverwaltungsgericht abgewiesen, weil sich die klagenden Personen nicht als Mitglieder des – vom damaligen Innenminister de Maziere konstruierten – Vereins bekannten; im Strafverfahren hängt ihre Verteidigung davon ab, zu belegen, genau das nicht gewesen zu sein (4). Sie hatten also die Wahl, das Portal zu retten und selbst dafür ins Gefängnis zu gehen, oder sich zu retten und das Portal zu verdammen. Die eigentlich zentrale Frage, die ins Gebiet des Medienrechts gehört: welche Veröffentlichungen gehören noch zur Pressefreiheit und welche nicht, wurde dank dieser raffinierten Konstruktion im ganzen Verfahren bisher nicht einmal aufgerufen, und sie wird überhaupt nur dann verhandelt werden, wenn die Betroffenen den teueren Schritt vors Verfassungsgericht wagen.

Im Falle Linksunten-Indymedia sind immerhin einige der bekannten Schlafmützen aufgewacht, wie Reporter ohne Grenzen, die ansonsten den Fall Assange verschlafen und bezogen auf die Pressefreiheit in der Ukraine gern Enthaltsamkeit üben. Allerdings ist Linksunten-Indymedia nicht der erste Fall, in dem dieser Kniff, die Frage der Pressefreiheit zu umgehen, zur Anwendung kam. Der Probelauf dieses Verfahrens richtete sich gegen eine rechte Seite, Altermedia, und während dieses Verfahrens gab es keinerlei Einwände zur Verteidigung der Pressefreiheit. Altermedia war nun wirklich widerlich, aber es hätte die Möglichkeit gegeben, es mit einer klaren, gerichtlich nachvollziehbaren Begründung zu schließen, die sich auf faschistische Inhalte bezieht, und nicht mit einem Trick. Was diese Republik aber scheut wie der Teufel das Weihwasser, ist eine genau Definition, was faschistische Inhalte sind. Man würde auch gelegentlich zu leicht in die Bredouille geraten.

Die Meinungsfreiheit in diesem Land befindet sich jedenfalls in sehr gefährlichen Fahrwassern. Die Konzernmedien befinden sich sämtlich auf Seiten der Gegner. Wie dehnbar die Zuschreibung ‚Hass und Hetze‘ gemeint ist, lässt sich an einem Beispiel aus der – unter anderem von der Landesanstalt für Medien NRW empfohlenen – Broschüre ‚No Hate Speech‘(5) entnehmen. Da wird Folgendes als Beispiel (6) für eine mustergültige Reaktion auf ‚Hassrede‘ angeführt:

“Nutzerkommentar: “Wer Ken Jebsen zur Querfront zählt, unterliegt dem Fehler, nur über ihn gehört oder gelesen zu haben, anstatt von ihm zu lesen oder zu hören.
Wer regelmäßig KenFM sieht und sich mit den Themen auseinandersetzt, findet diese Diffamierung nur noch amüsant.

Antwort Spiegel Online: Genau, denn wie wir alle wissen, sagt Ken Jebsen die Wahrheit, während die bösen Systemmedien von den Reptiloiden aus dem Bundeskanzleramt ferngesteuert werden. Oder so.”

Diese beleidigende und irrationale Reaktion der Spiegel-Online-Redaktion auf einen vernünftigen, rationalen Kommentar wird von den Autoren als Reaktion ‚mit Humor oder durch Anfordern valider Belege für die Behauptungen‘ klassifiziert.

Eine exakte Definition für ‚Hass‘ und ‚Hetze‘ konnte ich beim besten Willen nicht auftreiben. Das ist gewollt. Vermutlich würden sich auch die Verteidiger von Linksunten-Indymedia auch noch dagegen zur Wehr setzen, auf einem Portal wie KenFm in Schutz genommen zu werden. Aber genau da liegt das Problem. Es muss nur ein wenig mit dem Fähnchen ‚Gegen Rrrrächts‘ gewedelt werden, und die heutige Linke schluckt jeden gegen die Bürgerrechte gerichteten Schritt. Ohne vorher auch nur zu bedenken, dass diese Klingen in zwei Richtungen schneiden, und letztlich in der gesamten deutschen Geschichte immer vor allem nach links gerichtet wurden.

Auch der Haß gegen die Niedrigkeit
Verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht
Macht die Stimme heiser.

schrieb Brecht einmal (7), die Notwendigkeit dieses Hasses bedauernd. Wir sollten das Recht darauf, diesen Hass, diesen Zorn zu äussern, rechtzeitig verteidigen.

Quellen:

  1. https://www.gesetze-im-internet.de/netzdg/BJNR335210017.html
 – Explizit sind das §§ 86, 86a, 89a, 91, 100a, 111, 126, 129 bis 129b, 130, 131, 140, 166, 184b in Verbindung mit 184d, 185 bis 187, 201a, 241 oder 269 des Strafgesetzbuchs
  2. https://www.antiwarsongs.org/canzone.php?lang=en&id=43486
  3. https://www.zeit.de/digital/internet/2020-01/indymedia-linksunten-verbot-bundesverwaltungsgericht-website/komplettansicht
  4. https://www.fr.de/politik/linksuntenindymedia-verbot-wird-verhandelt-13507589.html
  5. https://www.medienanstalt-nrw.de/regulierung/internet/hassrede-im-netz/leitfaden-fuer-redaktionen-zum-umgang-mit-hassrede.html
  6. https://www.vielfalt-mediathek.de/data/ndm_no_hate_speech_leitfaden_journalisten_vielfalt_mediathek.pdf
  7. https://www.lyrikline.org/de/gedichte/die-nachgeborenen-740

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: BCFC / Shutterstock

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50 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.1.2020 – Ja, ich hasse

  1. Ich erhielt gerade meine Stromrechnung für das abgelaufene Jahr. Der Rechnungsbetrag setzt sich prozentual anteilig folgendermaßen zusammen:

    Netzbetreiber: 21,26 %
    Stromanbieter: 24,38 %
    Staat: 54,36 %

    Also die Partei, die überhaupt nichts mit Erzeugung und Übertragung zu tun hat, also an der Leistungserbringung gänzlich unbeteiligt ist, genehmigt sich den Löwenanteil von 54,36 %.

    Und einige hier reden von gierigen Unternehmern. Könnten wir einmal vom gierigen Staat reden? Denn das zeigen die Fakten.

    Hasst Frau Henn auch den Staat? Das würde mich interessieren.

    • Nun der Staat ist sozusagen der Herausgeber des Geldes (wenn auch im Rahmen des Euro etwas komplizierter als das). Wenn er einen Teil des Geldes wieder einzieht ist es erst einmal sein gutes Recht. Die Frage ist, wem dient der Staat? Den Menschen die ihn ausmachen oder einer Minderheit von Spezialinteressen?

      Der Staat könnte als Herausgeber des Geldes auch völlig darauf verzichten Steuern und Abgaben zu erheben. Der volkswirtschaftliche Grund ist letztlich der, dass die Menge Geldes, die der Staat ausgibt, an die wirtschaftliche Tätigkeit im Land gekoppelt sein soll, um eine Inflation oder andere negative Effekte zu vermeiden. Ja das Entziehen von Geld durch den Staat kann sogar unmittelbar zur Inflationsvermeidung genutzt werden, indem der Staat das eingezogene Geld einfach vernichtet sozusagen.

      Der Punkt ist letztlich: Kann man mit dem, was einem bleibt gut leben? Und nimmt der Staat auch seine Verantwortung der Gemeinschaft gegenüber wahr, indem er Infrastruktur schafft und sozial Schwachen hilft? Im Rahmen der neoliberalen "Reformen" der vergangenen Jahrzehnte muss die Antwort leider lauten: Eher nicht bzw. immer weniger.

    • „Nun der Staat ist sozusagen der Herausgeber des Geldes“, diese Aussage stimmt soweit wir von Bargeld, also Scheinen und Münzen, reden. Diese werden von der Europäischen Zentralbank bzw. den nationalen Notenbanken ausgegeben.

      Im Falle von Buch- oder Giralgeld sieht die Sache anders aus. Hier entsteht neues Geld aus dem Nichts ausschließlich bei der Kreditvergabe von privaten Banken als Schuld. Hinzu kommt der Zins, der bei der Geldschöpfung aus dem Nichts aber nicht mitgeschaffen wird, was zur Folge hat, dass immer zu wenig „Geld“ im System ist.

      Als stark vereinfachtes Beispiel, angenommen es gäbe nur Sie und eine Bank. Sie nehmen von der Bank einen Kredit über 10.000 zu einem Zinssatz von 5% auf. D.h. im System befinden sich nun 10.000. Nach einem Jahr möchte die Bank die 10.000 + 5%, also 10.500 zurück. Nehmen wir an, Sie haben die 10.000 und können Sie der Bank zurückgeben. Die ursprüngliche Schuld von 10.000 wären in diesem Fall getilgt und sie verschwände wieder da, wo sie her kam – im Nichts. Aber woher nehmen Sie die zusätzlichen 500, wenn doch nur 10.000 im System sind?

      Haben Sie sich nie gefragt bei wem denn alle Staaten verschuldet sind, wenn sie doch angeblich ihr eigenes Geld selbst herausgeben?

      Aber das war nicht die eigentliche Intention meines Kommentars, obiges erklärt nur, warum wir alle zu Zinssklaven geworden sind.

    • "Haben Sie sich nie gefragt bei wem denn alle Staaten verschuldet sind, wenn sie doch angeblich ihr eigenes Geld selbst herausgeben?"

      Nun ich denke wer hier KenFM etwas länger als ein paar Monate verfolgt, weiß das. Sheo Gorath meinte das sicher auch etwas abstrakter. Der Staat müsste sich ja nicht die Geldschöpfung in private Hände geben. Dass es praktisch gesehen eine klebrige Verstrickung zwischen dem Staat und den Interessen der Wenigen sehr viel Besitzenden gibt ist ja offensichtlich.

      Als Konzept braucht man deshalb den Staat aber nicht zu hassen. Die konkrete Ausprägung die wir hier und heute haben ist abzulehnen. Während die NATO, um die es ja im Artikel zum Beispiel auch geht, noch nicht mal als abstraktes Organ noch eine besondere Daseinsberechtigung hätte, wenn man davon ausgeht, dass sie nur "gutes" tun würde auf der Welt.

      Was wir bräuchten wäre der gerechte, nicht interessengesteuerte, sondern Interessen ausgleichende und weise Staat, der sich um Frieden, Nachhaltigkeit, Bescheidenheit und Wohlstand bemüht (in der Reihenfolge!). Doch selbst wenn es so einen Staat einmal irgendwo gäbe, würde er nicht lange existieren können. Es ist ein instabiles Spiel, es braucht eigentlich nur einen psychotischen Teilnehmer am Welt-Monopoly und schon geht die Spirale des Wahnsinns wieder los. Sinngemäß: Wenn alle morgen ihre Waffen wegwerfen würden, bräuchte es nur einen der sich einen Knüppel schnitzt …

  2. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie sich Autoren im Forum und bei Youtube eigene Kommentare einstellen. Diese Selbstbeweihräucherung oder das vorgetragene Selbstmitleid kann man nur als Novum bezeichnen. Nur politische Blindgänger bevorzugen solche Varianten der vorgetäuschten Meinungsvielfalt.

    Der Vorsatz des politischen Meinungsbetrugs bzw. der Manipulation am Leser und Hörer wird hier, auch durch Gruppendynamik bestimmter Foristen, deutlich.

  3. @ KenFM (kann nach Kenntnis gern gelöscht werden)
    Weshalb habt ihr Hog mit rausgeschmissen? Ich fand's gut, daß er auf die persönliche Hatz verwiesen hat …
    https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-donald-trump-die-bundesregierung-und-die-drei-affen/
    (Zaubergarten / KarlBerndEsser)
    Das kann euch doch nicht entgangen sein?

  4. Die Matrix der Liebe: https://www.youtube.com/watch?v=nuxvZpFKIhw

    oder

    die Matrix des Hasses, inklusive Drogen, Ruhm und Stöckelschuhe https://neue-debatte.com/2020/01/30/das-system-produziert-vor-allem-eines-junkies/

    Welche Matrix wir füttern, können wir jede Sekunde des Lebens selbst entscheiden, und damit verändern wir konkret unser Umfeld: entweder hin zur Liebe, oder eben hin zum Hass.

    Und ich düse düse düse düse im Sauseschrittund bring mein Läbtop mit von meinem Himmelsritt.

    • "Codo der Dritte, aus der Sternenmitte, bin ich der Dritte von links ätzend, ich bin so ätzend, alles zersetzend, ich bin der Hass"

      Das sieht ja aus, als wäre Codo der Hass. da musste aber nochmal hinhören. 😉

      Codo der dritte von links bringt die Liebe mit und der Hass ruft dazu auf Codo zu töten. Sorry, das war mal mein Lieblingslied und ich mag Codo. 🙂

    • Oh, ja: Ich wollte lediglich inspirieren und das Lied in Erinnerung rufen. Den Codo-Hass-Mischmasch habe ich dabei als Stilmittel verwendet, um die Inspiration zu verstärken, Man könnte zum Beispiel auch ein paar Weckstaben verbuxeln, auch das würde die Aufmerksamkeit erhöhen, dabei ist weniger oft mehr.

      A Propos Hass:

      Sie hassen uns – Amazing Polly: https://www.youtube.com/watch?v=Y1te390eeRw

  5. HOG1951:
    Sind SIE schon vom Hass zerfressen? Hass frißt Hirn, das merkt man bei Ihnen und Ihren hilflosen Beleidigungen. Also eine Denuntiation von Henn mag ich nicht erkennen. Der nachfolgende Ausschnitt stammt nämlich nur von dieser Webseite:

    http://www.trend.infopartisan.net/trd0416/t230416.html … und nicht von mir !!!!

    ### Dagmar Henn´s Chef heisst Andrei Raevski. Dieser Herr ist Schweizer Russe welcher Aufträge in Tschetschenien und Serbien durchführte. Heute lebt dieser Nationalist in Florida und verantwortet den englischsprachigen Teil von “The Saker”. Dagmar Henn ist seine deutsche Vertreterin und Redakteurin des deutschsprachigen „Sakers“. Auf der Website des Magazins finden sich neben einigen sachlichen Artikeln, über u.a. die Ereignisse in der Ukraine meist wilde Spekulationen bis hin zu antisemitischen Exzessen. Auf der Seite sind Artikel erschienen in denen der Sturz von Janukowitsch als „zionistische Verschwörung“ dargestellt wurde.

    Der Ausschlussantrag gegen Dagmar Henn durch die Münchner DKP ist demzufolge mehr als verständlich.

    Offene Stalinisten wie Dagmar Henn sind Leute, die die historische Wahrheit bewusst ausblenden und sie demzufolge leugnen. Vergossenes Blut von Revolutionären hat für diese Pseudorevolutionäre keinerlei Wert. Wer allerdings mit der Wahrheit auf Kriegsfuß steht hat keinerlei Glaubwürdigkeit in Bezug auf die Bekämpfung linkssozialdemokratischer Positionen wie sie Leo Mayer an anderer Stelle formuliert. Personen wie Dagmar Henn sind keine Marxisten-Leninisten. Dagmar Henn ist kein fehlerhaftes Ereignis sondern ein chronisch reaktionärer Zustand.

    Ihre Bündnisse mit Nationalisten und Faschisten disqualifizieren sie für jede ernsthafte Debatte. ###

    Dagmar Henn gibt im neuen Beitrag selbst zu, dass ihr Geist von Hass zerfressen ist. Sie scheint über sich zu schreiben. Naja, wer sogar von der DKP-München hinausgeworfen wird, der findet sich schon mal in der politischen Gosse wieder. Wahrheit tut weh, auch für Henn & Konsorten.

    Vielleicht sollte sie mal ihre Ernährung umstellen und zur grünen Öko-Diktatur wechseln.

    • Ich hatte schon an anderer Stelle geschrieben, dass ich ihre Denunziation als blockwarttypisch erachte! Haben Sie ein Problem mit Frau Henn, so wenden Sie sich an sie! Aber beifallheischend hier im Forum Frau Henn schlecht zu machen ist allerunterste Schublade!

  6. Leute 🙂 ich fühle mich missverstanden.

    Nur, weil ich nicht hassen will und eine herkömmliche Revolution nicht unterstützen würde, heißt das NICHT, dass ich mich nicht wehre. Ich wehre mich seit 15 Jahren wie verrückt. Aber nicht mit Hass, sondern mit Verweigerung.

    Man möchte, dass ich hasse. NEIN.
    Man möchte, dass ich konsumiere. NEIN.
    Man möchte, dass ich ehrgeizig bin. NEIN.
    Man möchte, dass ich gierig bin. NEIN.
    Man möchte, dass ich Ellenbogen benutze. NEIN.
    Man möchte, dass ich mich ängstige. NEIN.
    Man möchte, dass ich mich überwachen lasse. NEIN.
    Man möchte, dass ich Anführern folge. NEIN.
    Man möchte, dass ich aufhöre selbst zu denken. NEIN.

    Wenn das nicht rebellisch ist, was ist es dann? Und diese Frage meine ich nicht rhetorisch. Bitte um feedback! 🙂

    • Moin, Hera, das ist ja mal eine Offenbarung! Vielen Dank dafür! Ich denke dass Du dafür auch Anerkennung bekommen solltest, ist das doch schon tausend mal mehr als alle Sesselpubser zusammen fertig bringen!
      Das mit der herkömmlichen Revolution können wir doch im Moment getrost vergessen, die Zeit ist doch gar nicht reif für so etwas! Und sollte es soweit sein, so kann man sich immer noch neu entscheiden.
      Wir haben in dem Artikel von D. Henn eine Aussage, die „Hass gegen diejenigen fordert, die unsere Meinungs/Artikulationsfreiheit beschneiden wollen und zwar mit genau dem Argument, dass es Hass sei oder Hetze.
      Obwohl es hier Foristen gibt, die Hass und Krieg als Synonym sehen, ist für mich der Hass auf Ungerechtigkeit eine ganz normale menschliche Gegenreaktion. Sie ist uebrigens auch unblutig.
      Ich hatte an anderer Stelle auf 2 eklige Denunziationen gegen Frau Henn berichtet. Auf deutsch: mir schwillt der Kamm, aber man kann auch sagen, ich hasse so etwas.

      mfG

    • Moin Hog 🙂

      Da haben sich unsere Beiträge oben und unten überschnitten. Danke fürs feedback!

      Der Kamm schwillt mir auch. Oft! Aber ich habe das zweifelhafte Glück eines übersensiblen Herzens und muss dann sofort irgendwie gegensteuern. Das hat mir beigebracht, dass Wut und Hass mir mehr schaden, als den Deppen, die Wut und Hass verursacht haben.
      Aber ich versteh es absolut. Wusste auch nicht, dass es ne Vorgeschichte gibt zu Frau Henn. Hatte mich sehr zurückgezogen die letzten Monate. Die Ereignisdichte wird mir langsam ein bisschen zu heftig.

    • Hera wunderbar, vielen Dank für die Präzisierung! Stimmt, wie soll man auch ausdrücken, daß man bereits Widerstand und Widerworte leistet so gut als möglich… und leider dennoch keine aktive Bewegung in Sicht.

      Die Liste teile ich, nur Ellenbogen nutze ich ab und an, wenn ich's für erforderlich im Spiel halte. Auf dem Weg zum Selbstversorger, wohl wissend, daß das zu wenig ist.

    • Hey Alcedo 🙂 willkommen im Club.

      Ich hab die Ellenbogen ersetzt durch aufrichtiges Bitten um Hilfe. Menschen sind nämlich eigentlich gut und helfen gerne. Funzt hervorragend. 🙂 Vielleicht ist es meine bewusste Entscheidung, nicht mehr mitzumachen beim Spiel Jeder gegen Jeden, die bewirkt, dass mir nur noch nette Menschen begegnen? Keine Ahnung…

    • Ahoi Hera, danke : )
      Ich hab's zuerst mit Nettigkeit versucht, daher kann ich sagen daran liegt es nicht.

      Man erwirbt keine Freunde,
      man erkennt sie.
      (Wilhelm Busch)

    • Ein Ja ist mir auch noch eingefallen – ich pflege mein persönliches Bildungsprogramm, ich hab immer Zeit für ausgedehnte Waldspaziergänge, wenn's wärmer wird baue ich mir wieder eigene Figuren (aus Ton) ; )
      Beste Grüße!

    • Glückwunsch an Hera! Rebellisch und ganz bestimmt "eigen-sinnig"!

      Ein wundervolle Tugend der Eigen-Sinn, um die ich mich auch bemühe und die wir uns – gerade heute – immer wieder verinnerlichen sollte!

      Warscheinlich hasssst man auch weniger, wenn man dem eigenen Sinn folgt, weil man den H. dann nicht mehr braucht.

      Was nur gut für uns ganz persönlich und auch für das gemeinsame Anliegen sein kann.

      Dagmar Henns Gefühle verstehe ich dennoch sehr gut und ihr Kampf gegen die Verhältnisse ist mutig, aber warscheinlich für sie auch sehr zermürbend. Kopf hoch!

      Zu empfehlen: "Hermann Hesse: Eigensinn"
      https://youtu.be/-3VrMnoIQl4

  7. Stimmt, ich habe es ausprobiert, Hass tut tatsächlich gut wenn man ihn mal deutlich rauslässt:

    Ich hasse zum Beispiel den Umgangston, der sich hier in unsere Gesellschaft eingeschlichen hat.

    Es gilt: Je rotziger, desto besser. Je unfreundlicher, je unhöflicher, je rüpelhafter, unpersönlicher, desto besser.

    Irgendwie fühle ich beim allgemeinen und besonderen Betriebsklima immer öfter einen sehr kühlen Wind verspüre.

    Es gibt auf jeden Fall schon definitiv weitaus angenehmere Klimen erlebt… oder wie geht der Plural von Klima???

    Herzliche Grüsse an alle Hater,
    Bibi "hetzhetz"

    – Hatespeech bibi Ende.-

  8. Leute, ich versteh euch nicht, zumindest die, die bei den Worten "Hass und Hetze" einfach aufhören zu lesen und sich in ihr Schneckenhaus zurückziehen. Hier gehts nicht um Wandlung von Gefühlen, das sollte man als Erwachsener problemlos bewerkstelligen, hier gehts um Informationen, an die man eventuell bald gar nicht mehr herankommt.

    Und da haben wir Vorläufer – bspw. attac wurde die Gemeinnützigkeit entzogen und so die Arbeit erschwert, Julian Assange sitzt immer noch in Einzelhaft fest ohne Hoffnung auf Besserung für nichts als Wahrheit und im Leitfaden gegen Hatespeach wird das Portal, das ihr gerade lest als Verschwörungskanal verunglimpft – ihr seid Hater, wenn ihr es nur erwähnt (absichtlich(?) als Bild in die Quelle eingefügt).

    Da kann Man sich nur wundern.. aber über's Wetter diskutiert sich's auch bestens.

  9. Unbefriedigt von einigen Kommentaren, vor allem von den etwas salbungsvollen, die – einem priesterlichen Gebote-Geber gleich – gerne anderen die Gefühle vorschreiben möchten, im Sinne von "Du sollst nicht hassen…", erinnere ich an das Grundgesetz, Artikel 5:

    "Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährliestet. Eine Zensur findet nicht statt."

    Das ist ein Grundrecht und somit unveränderlich: "Eine Zensur findet nicht staat." Da steht nichts davon, dass staatliche Gesetze oder die Exekutive oder der Bundestag oder sonst jemand den Bundesbürgern die Gefühle vorschreiben dürfen. Und der Hinweis, dass Hass die Vorstufe für Taten sei, ist nicht rechtens abgedeckt, denn es folgt mitnichten immer eine Straftat nach einem negativen Gefühl. Strafrechtlich relevant darf etwas erst dann werden, wenn ein Verbrechen begangen wurde – und dafür gibt es dann das Gesetzbuch und das Strafgesetzbuch. Nur ein Gefühl haben, darf nicht bestraft werden. Jedenfalls nicht nach dem Grundgesetz. Das Grundgesetz hat kein Recht, den Leuten die Gefühle vorzuschreiben und es tut das auch nicht.
    Und wenn andere sich von einem Hassenden aufhetzen lassen und Straftaten begehen, dann sind es die Straftaten, die geahndet werden müssen und nicht das Gefühl.

    • Unsere Gesellschaft fusst maßgeblich auf einem gemeinsamen sicheren Lebensraum, dies ist fundamental für ihr Bestehen.
      Wenn Sie morgens zum Bäcker gehen erwarten Sie auch nicht erschossen zu werden.
      Der geschehene Aufruf zum Mord auf den Seiten der Indymedia zerstört unser Gesellschaftsfundament.
      Deswegen ist öffentlicher Aufruf zu Mord strafbar.
      Warum diese geschehene Strafbestand nicht zu einem Gerichtsverfahren wurde ist mir unklar. Es könnte eine Rolle gespielt haben, dass zu Mord an AFD Politikern aufgerufen wurde.

  10. Liebe Dagmar Henn,
    vielen Dank für Ihren Artikel
    ich schätze Ihre Artikel, aber in diesem ist mir zu sehr "Wir gegen die da Oben" drinn, oder . .

    in der Benennung der Gegnerschaften, in Ihrem Artikel, fehlt mir die breite Masse der Bevölkerung, jene die sich einfach bedudeln lassen wollen, jeglicher Ohmacht ergeben und sich allabendlich die Wohlfühlblasenillusion um 20.00Uhr abholen, dass doch irgendwie alles gut sei und es irgendwie immer irgendwie schon weitergehen wird, gähn . . . .
    es ist doch jedem freigestellt sich diese Wohlfühlblasenrealität reinzuziehen oder den eigenen Verstand zu benutzen und sich wirklich zu informieren. Warum wird es nicht gemacht?? die Aufstände wären längst da . .

    es gibt nicht nur geld- und machtgierige Menschen, sondern eben auch extrem letargische, desillusionierte und desinteressierte Menschen (Bitte hier nix als Wertung verstehen, mir gez um Darstellung von Gegensätzen)

    Warum sind denn (behaupte ich hier einfach mal so) soviele Menschen nicht einmal für 3Cent bereit mal zwei Minuten darüber nachzudenken, mit was sie da tagtäglich medial abgefüttert werden (Medial sind wir ja nur noch von MC Donald´s umgeben, oder . . und die ÖR schaffen es immer wieder (technik, Framing, etc. machens möglich) die miesestete gelogene Grütze als vollwertige Mahlzeit an die Menschen zu bringen). Diese Perspektive oder Frage fehlt mir in Ihrem Artikel.

    Worte wie Hass und Hetze, Fakenews, etc. . . . . treffen hier das Problem nicht (ganz gleich, ob wir diese definieren können).
    Realitätsinszenierung trifft es hier -meiner Meinung nach – schon eher. Niemand wird ebenso definieren können, was Realität ist oder eine Grenze definieren können, ab wann von einer "objektive" Berichterstattung die Rede sein kann.
    Paragraphen werden es genauso wenig einfangen. Das ist eine Illusion, bzw. jeder Paragraph hierzu ist perse eigentlich nur ein Kontrollinstrument "einer" Seite.
    Realität wird geschaffen, jeden Tag auf´s Neue und sollte als fortwärender und immer wieder neu auszulotender Prozess, demokratisch organisiert sein.
    Das müßte meiner Meinung nach in die Köpfe der Menschen, um die Bequemlichkeit oder Ohnmächtigkeit, sich jeden Abend von dem "Realitätsproduktionsunternehmen" Tagesschlau abfüttern zu lassen, zu überwinden.

    mensch könte glatt meinen, eine demokratisch organisierte und tatsächlich praktizierte Presse, ist heute wichtiger als die (scheindemokratischen) politischen Parlamente.

    Hier braucht es ein anderes Bewußtsein
    Wir sollten uns auch geistig gesund ernähren

    und einen Anspruch dafür entwickeln
    hier auch entsprechendes Hirnfutter zur Verfügung haben zu können

    und verstehen lernen, dass eine Durchsetzung dieser Ansprüche auch unser aller Lebensverhältnisse ändern kann, weil wir uns dann schlicht und ergreifend nicht mehr so einfach übers Ohr hauen lassen.

  11. Ich verstehe nicht wie hier argumentiert wird, bzw. wie hier der Artikel gelesen wird?!
    Es geht doch nicht abstrakt um Hass, sondern darum, wie die Herrschenden es verstehen unsere Anliegen zu diskreditieren, indem sie die Anliegen als Hetze und/oder Hass einsortieren. Das hat doch nichts damit zu tun unseren Nachbarn oder Arbeitskollegen mit Hass zu begegnen. Einfach mal den Artikel lesen und nicht nur die Überschrift!

    mfG

  12. Ich habe nachgelesen. Es geht bei diesem Gesetz darum, dass Plattformbetreiber wie facebook, twitter (die mit Gewinnabsicht betrieben werden), vielleicht aber auch KenFm, verpflichtet werden, Verstöße gegen Strafgesetze zu melden und ein Verfahren zu etablieren, wie mit Beschwerden gegen solche Verstöße umzugehen ist. Jeder Nutzer wird damit kein Problem haben, wenn es sich um persönliche Beleidigungen handelt. Dagmar Henn hat aber recht, wenn sie die in dem Gesetz aufgeführte "Meldeliste" von gut einem Dutzend verschiedener Paragraphen des StGB für eine gefährliche Einfallspforte für Zensurmassnahmen hält.
    Durch die Vielzahl der Portale/Plattformen im Internet ist dem Staat ein wenig die Kontrolle entglitten. Das empört die Herren und Damen von Rang: wo kommen wir denn hin, wenn jeder ohne großen Aufwand sein Meinung publizieren kann? Da schmeißt man eine Herrn J. raus und schwubs, taucht er an der nächsten Ecke mit seiner eigenen Zeitung einfach wieder auf: geht doch nicht so weiter, Leute! Das Gesetz ist von dieser Empörung die Folge. Und wer sich hier in wohlfeile (Anti-) Hassmeditationen verliert (s.u.) ist definitiv auf der falschen Spur! Es geht um die Herstellung der größtmöglichen Meinungseinfalt in deutschen Landen.

    • Es geht nicht um "wohlfeile Anti-Hassmefitationen" oder ähnliches… Es geht um Bewusstheit, dass Hass der erste Schritt ist, Krieg zu führen und klar hat das etwas mit Meinungsvielfalt und der Freiheit, diese äußern zu dürfen, zu tun.

      Mir sind die Zusammenhänge klar und weil es glasklar ist, dass man hauptsächlich über Hassgefühle die Gewaltgrenze schnell überschreitet, geht es darum mit diesem Thema "bewusst und achtsam" zu sein.

      Ganz ehrlich ; wenn ich eine Meinung habe und jemand anderes sie NICHT TEILT, muss es mich nicht stören. Ebenso will ich niemanden von etwas überzeugen weil jeder Mensch, jeder von uns seine eigene Erfahrungen macht und diese auf seine EIZIGARTIGE ART UND WEISE INTERPRETIERT. Das heisst, wenn jemand mit meiner Meinung nichts anfangen kann und will, kann ich ihn nicht dazu zwingen es zu tun… Wenn ich ihn deswegen anfangen würde zu hassen, so ist das evtl eines Tages mein Feind, den es zu bekämpfen gilt… Meine oder deine Meinung ändert nichts daran, wenn sich Menschen bekämpfen, weil sie sich hassen wegen unterschiedlichen Meinungen und Ansichten…
      Ich hoffe ich konnte es evtl bisschen klarer darstellen…
      Es ist nicht einfach das was man meint so in Worte zu packen, damit die eigene Intention sichtbar wird,… Aber so ist es nun mal mit "Schreiben".

  13. Liebe Mebscheitsfamilie, liebe Autorin,
    … Und das kann uns allen weiter helfen?? Und das wird DEN FRIEDEN DEN WIR UNS IN UNSEREN HERZEN WÜNSCHEN den Menschen bringen?? Das "Recht" zu hassen??
    … Mir fehlen wirklich die Worte…

    GENAU DAS ist das hinterhältige Spiel was hier getrieben wird, damit die Menschen sich noch mehr hassen, das ist der Plan um UNS ALLE ZU ENTZWEIEN UND UNS GEGENSEUTIG ZU FEINDEN MACHEN (völlig EGAL WARUM ODER WESHALB.!!!)…
    WARUM fällt es so vielen Menschen schwer, die EIGENTLICHE WAHRHEIT zu erkennen??

    Wir alle beisammen sollen gegeneinander gehetzt werden und "DIE" reiben sich die Hände dass sogar bei Kenfm solche Beiträge veröffentlicht werden,…

    Hört bitte auf Eure Herzen, lasst euch bitte bitte bitte NICHT in die Irre führen!! Jeder von uns erzeugt starke Energien und die Hassenergien sind sehr machtvoll….

    Lieber Autorin ich kann deinen Schmerz nachvollziehbar und es ist auch teilweise verständlich, aber mache dir bitte bewusst, dass der HASS GENAU DAS IST, WAS DIE VON UNS WOLLEN UND DER MENSCH IST IM HASS ZU ALLEM FÄHIG…

    Es kann daher evrl sehr heilsam sein sich Danielle Gansser anzuhören / anzuschauen, oder in die Natur zu gehen.. Oder oder oder… ..Oder tausende andere Möglichkeiten…

    …? Was ist mit VERGEBUNG??? Seid Ihr euch der Kraft der Vergebung bewusst???

    Das ist die einzig wahre Transformation…!!

    • Ja, weil jeder Leser kriegt den Hass ab.

      Der eine hasst Trump, der andere hasst Klimahüpfer, der nächste hasst Autobahnen, der übernächste hasst den FC-Bayern, der nächste hasst Apple, der ächste hasst Nokia, der nächste hasst Windows, der nächste BMW, der nächste Mercedes, der nächste hasst die CSU, der nächste hasst die Grünen, der nächste hasst Pegida, der nächste hasst die Antifa, der nächste hasst Blasinstrumente, der nächste hasst Sauerkraut, der nächste hasst Huawei, der nächste hasst Merkel, der nächste hasst Parkuhren, der nächste hasst Dauerbaustellen, der nächste hasst youtube, der nächste hasst Twitter, der nächste hasst Facebook…

      … und ich persönlich finde es nicht sehr angenehm in einer Welt zu leben, in der es auf allen Kanälen nur noch darum geht wer irgendwen hasst.

      Codo der Dritte, aus der Sternenmitte, bin ich der Dritte von linksätzend, ich bin so ätzend, alles zersetzend, ich bin der Hass.: https://www.youtube.com/watch?v=Me8ncfCgWOI&list=RDMe8ncfCgWOI&start_radio=1&t=0&t=0

      —> Achtung: Link geht zu Youtube, nur falls ihr das grade am Hassen seid und so ,)
      ——->>>….. und nochmal Achtung: es ist die Jugendversion 😉

      "Objekt überwindet den Hassschirm"

    • Moin, Shanga, aus welcher Katakombe der Christenheit sind Sie denn entstiegen?
      "Schlägst Du auf meine rrechte Wange, so halte ich Dir meine linke auch noch hin!"
      Nee, Shanga, wir haben viel zu lange still gehalten in diesem Sch….System. Die Franzosen zeigen uns, wie man sich wehren sollte. Soll ich meinem Peiniger verzeihen? Nein! So geht das Spiel nicht. Leider sind wir nicht in der komfortablen Lage uns richtig wehren zu können, aber die Herrschenden haben nicht das geringste Mitlleid mit den Obdachlosen oder mit den Flaschen sammelnden Rentnern. Sie ( die Herrschenden ) leben auf unsere Kosten! Nur mal kurz an Frau von der Leyen gedacht, die ihre 20 qm Butze fuer 78000 Euro renovieren lässt (vom Steuerzahler) und trotzdem noch Mietzuschuss von ca. 4000 Euro/Monat erhält.
      Diese Liste liesse sich fortsetzen!

      mfG

    • Aber wir könnten ja auch alles, was wir gut finden aufzählen, und Gemeinsamkeiten ausbauen, und dann würden wir uns vielleicht besser verstehen und hätten ein besseres Betriebsklima, als wenn wir gemeinsame Hasskollektive gründen.

      Wenn wir uns darauf konzentrieren, was wir lieben, und daraufhin unsere Netzwerke aufbauen, ausbauen und stabilisieren, dann kommen bestimmt leckere Lebensmittel heraus, und alle möglichen aus Leidenschaft hergewstellten Produkte.

      Wenn wir uns aber alle nur zusülzen was wir alle am Hassen sind, dann ist in der Zeit ja kein einziger Kuchen gebacken, kein einziger Baum gepflanzt, kein einziges Lagerfeuerholz gesammelt, kein einziger Grill angezündet und kein einziges Bier gebraut, und der Abwasch ist auch nicht gemacht, weil nur das Thema "wen sind wir alle am Hassen" die Energiereserven verbraucht hat.

      Und wer denkt, dass er etwas viel besser machen würde, oder gemacht hätte als derjenige der es gemacht hat, dann kann der Besserwisser tatsächlich den Versuch starten es besser zu machen. Den der versagt hat zu hassen ist wie gesagt keine knstruktive Beschäftigung, denn es ist Energieverschwendung von Energie, die eigendlich in den Wiederaufbeu von gesunden Strukturen fliessen könnte.

      Konstruktiver Umgang mit Versagen ist zum Beispiel die Frage: Wo genau hakt es, wo klemmt es, wo genau gilt es etwas konkret in die Bahnen zu bringen.

      Wenn einer überfordert ist: mit einer Aufgabe dann hilf ihm, helfen wir uns doch gegenseitig bessere Arbeit machen zu können, statt uns gegenseitig wegen irgendwelcher Label zu hassen.

      Aber das ist mir halt nur so für mich aufgefallen, ich wollte damit keinen Shitstorm auslösen, aber vielleicht hat ja trotzdem irgendeiner verstanden, worauf ich hinaus wollte.

      hm.

    • Hog

      Du willst Blutvergießen mit Blutvergießen bekämpfen? Hat denn diese Menschheit überhaupt gar nichts gelernt?

      Wir sind nicht in der Lage uns wehren zu können, da stimme ich zu. Jedenfalls nicht, wenn wir uns derselben Methoden bedienen wie die Herrschenden. Wir haben viel zu lange zugeschaut, wie sie immer mächtiger wurden und Maschinen erschaffen haben, die uns versklaven können, ohne dass Herrscherlein auch nur einen Finger rührt.

      Aber bitte…. Versuchen wir Französische Revolution 2.0 gegen künstliche Intelligenz. Chakka!

    • Vielen, vielen Dank Shanga

      Mit der Kraft der Vergebung kann alles geheilt werden.
      Wenn Jeder Mensch den Quellen des Hasses, den er in sich fühlt, vergeben würde, gäbe es keinen Hass mehr: das, was andere ihm mit diesem Hass angetan haben, und das, was er anderen damit angetan hat.

    • Moin Hera (1.2. at 8.27)
      Mir wäre ein unblutiger Wechsel das Liebste, Jedoch ist es für mich nicht im Bereich des Vorstellbaren, dass die Herrschenden uns etwas freiwillig von ihrem Reichtum abgeben.
      „Wir sind nicht in der Lage uns wehren zu können, da stimme ich zu. Jedenfalls nicht, wenn wir uns derselben Methoden bedienen wie die Herrschenden.“
      Was ist das für ein (…). Seit Anbeginn der nachvollziehbaren Geschichte, gab es keine Situation, die mit friedlichen Mitteln eine Veränderung herbeiführen konnte. Ja, ich weiß jetzt kommt der obligatorische Hinweis auf Gandhi.
      Die Geschichte läuft aber so, dass die Herrschenden ihren Rachen nicht voll genug bekommen können. Und wenn wir so schön geduldig bleiben, ja, dann geht es weiter so!

      mfG

    • Hog

      Genau das mein ich doch. Noch nie haben die Herrschenden etwas freiwillig abgegeben und sie werden es auch in Zukunft nicht tun. Es geht mir nicht drum den Status Quo zu erhalten. Ich wünsche mir einfach nur eine andere Methode, ihnen ihren Reichtum abzunehmen und zu verteilen. Weil ich sehe, dass nach jeder Revolution die ganze Geschichte wieder von vorne losgegangen ist. Da müssen wir doch irgendwann mal wach werden und uns ne neue Lösung ausdenken.
      Sei so lieb und lies mal oben meine Vorstellung von Revolution. Diese Methode haben die Menschen noch nie versucht, weil ihnen immer eingeredet wird, sie würde nicht funktionieren. 🙁

  14. Da wird jemand, der hier als Autor schreibt, denunziert als Schreiberling eines „Nationalisten aus Florida“. Auf seiner Webseite sind Artikel zu finden „bis hin zu antisemitischen Exzessen“. Der Autor (eine Autorin) wird denunziert als ehemaliges DKP Mitglied (welch eine Schande !!!) Sie sei „kein fehlerhaftes Ereignis, sondern ein chronisch reaktionärer Zustand“.
    Beweise? Keine!
    Diese Denunziation allein ist schon widerwärtig und erinnert an die ganz üblen Denunziationen der Nazifaschisten!
    Doch es geht noch eine Spur härter! Jetzt hängt sich ein anderer Autor von KenFM rein und gibt seine dümmlichen Kommentare ab.
    „ Mittlerweile hat sich (…) allerdings äußerst negativ entwickelt. Ihr gelang es Mitglied im PV (Parteivorstand) der DKP zu werden. Gleichzeitig gibt sie die deutschsprachige Seite des verschwörungstheoretischen Organs "The Vineyard of the Saker (The Saker)” heraus. Ihren angeblicher Kampf gegen den deutschen Imperialismus führt sie an die Seite von Nationalisten, Großrussen und Antisemiten. “The Saker” ist ein stramm rechtes Novorossiya-Magazin. In dem Organ finden sich absurdeste Artikel von russischen und serbischen Nationalisten.“
    Die Angegriffene ist Dagmar Henn und ich denke, wir sollten diese Denunziation aufs Schärfste verurteilen! Nachzulesen sind die Hasskommentare auf den Threads ihrer beiden vorhergehenden Artikel.
    Ich hasse auch, und zwar solche Denunzianten!

    • Lieber Hog1952,
      … Ich kann dich verstehen und auch nachvollziehen was du meinst und das was ich beschrieben habe kann jeder wahrnehmen und interpretieren wie er mag. Hat nichts mit Kirche zu tun, ganz im Gegenteil, hat etwas mit Menschlichkeit, Mitgefühl und Vergebung zu tun. Es ist ok wenn Du das aus Deiner Perspektive nicht nachvollziehen kannst oder willst…
      Du musst es nicht… Grüße

  15. Puuh, Frau Henn …Das Portal wurde im Gefolge des G20-Gipfels verboten, weil es angeblich zu Gewalttaten gegen die Polizei aufgerufen hätte…
    ANGEBLICH? Das Portal hat zu Mord aufgerufen, zum AFD Parteitag oder was auch immer in Augsburg vor ein paar Jahren. Und wie diese Tat durchführt werden konnte und wie man dazu Mordwaffen herstellen konnte wurde genau beschrieben. Ich hatte mir diesen Mordaufruf zu Hause ausgedruckt und hätte Strafanzeige gestellt wenn es ein Impressum gegeben hätte. Mordaufruf ist kein "Bekennerschreiben" und ist nicht "geschmacklos".
    Ich war damals rasend vor Wut über Indymedia und über unseren Staat, weil der nix gegen Indymedia tat. Wütend ob meiner Ohnmacht.

    Wut ist im übrigen weit weg auf der Emotionsleiter von ihrem "Hass".
    Hass macht alles noch schlimmer und ist die Vorstufe von Handlungen.

    • Ja, vor allem: Hass breitet sich viral auf das direkte Umfeld aus.

      Zum Beispiel:

      Wenn alle um mich herum den ganzen Tag zum Beispiel über Klopapier schimpfen, dann wirkt sich das für mich als Zuhörer der Schimpftirraden sehr negativ auf meine Stimmung aus, obwohl ich eindeutig nicht das Korpus Delikti bin (bin kein Klopapier), und am Ende des Tages dröhnen mir die Ohren und ich hab schlechte Laune.

      Denn einen gelungenen Tag stelle ich mir umgeben von Menschen die miteinander in Resonanz stehen, die sich konkret unter die Arme greifen und sich gegenseitig bereichern.

      Das geht aber nicht, wenn "das Gross" zu beschäftigt damit ist, sich am aktuellen + individuellen + politisch korrekten Feindbild abzuarbeiten.

      Von daher ist Hassen und Hetzen eindeutig keine konstruktive Tätigkeit, sondern de facto eine destruktive: nämlich fürs gesamte Umfeld, denn es vergiftet jede Stimmung und raubt jegiche Energie für alle Beteiligten, und nicht nur die Energie vom Gross.

    • Seltsam, seltsam … wie eins zum andern kommt:

      Aus: Ausgabe vom 31.01.2020, Seite 1 / Titel
      Leipzig
      Presse ohne Freiheit
      Verbot eines Vereins, der keiner ist: Absurdes Urteil des Bundesverwaltungsgerichts zu »linksunten.indymedia.org«
      Von Kristian Stemmler

      Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts (BVerwG) in Leipzig vom Mittwoch abend, die Klage gegen das Verbot der Internetplattform »linksunten.indymedia.org« zurückzuweisen, hat scharfe Kritik hervorgerufen. Reaktionäre Kreise bejubelten hingegen die Entscheidung.

      Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Ulla Jelpke, bezeichnete das Verfahren am Donnerstag als »juristisch-politische Farce«. Das Verbotskonstrukt habe »absurde Folgen«, erklärte Jelpke. Die von den Behörden als Betreiber der Plattform angesehenen fünf Aktivisten, die die Klage eingereicht hatten, müssten sich schon selbst belasten, um gegen das Verbot klagen zu können. Hintergrund: Der 6. Senat des BVerwG hatte die Klage mit der Begründung zurückgewiesen, die Aktivisten seien nicht klageberechtigt. Eine Überprüfung des Vereinsverbots könne »nur der Verein selbst erreichen«. Doch »linksunten.indymedia.org« war und ist kein Verein. Um vor Gericht klagebefugt zu sein, müssten sich die fünf Aktivisten als Betreiber der Plattform outen. Damit würden sie sich aber in einem parallel gegen sie laufenden Verfahren wegen »Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung« belasten. Der Anwalt der Kläger, Sven Adam, kündigte eine Verfassungsbeschwerde an. »Ein derartiger Angriff auf die Pressefreiheit muss einer gerichtlichen Prüfung zugänglich gemacht werden können«, zitierte ihn das Portal Netzpolitik.org.
      (…)
      Anja Sommerfeld vom Bundesvorstand der Roten Hilfe erklärte, dass das Gericht »der Kriminalisierung alternativer Medien« keinen Riegel vorschiebe, sei skandalös. Um das Verbot durchsetzen zu können, habe das Innenministerium »einen Verein konstruiert, der nie existierte«. Nun lehne das BVerwG eine inhaltliche Prüfung des Verbots ab, weil nur dieser Verein klageberechtigt sei. Damit führe es die Situation ad absurdum.
      (…)
      Der frühere Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen begrüßte auf Twitter das Leipziger Urteil. Am Donnerstag schrieb er: »›Linksunten.Indymedia‹ war die erste linksextremistische Vereinigung, die seit Inkrafttreten des VereinsG 1964 verboten wurde. Ich hoffe, dass das Urteil den Bundesinnenminister ermutigt, in Kürze weitere gefährliche linksextremistische Bestrebungen zu verbieten.«
      (jungeWelt)

      Und:
      Hans-Georg Maaßen und die „linksradikalen Kräfte in der SPD“. Wenn der Wahnsinn einen Lauf hat.
      07. November 2018 um 10:10 Ein Artikel von Wolf Wetzel | Verantwortlicher: Redaktion

      Der ehemalige Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes (mit dem Fake-Namen „Verfassungsschutz“), Hans-Georg Maaßen, hat vor Kameraden befreundeter Geheimdienste am 18. Oktober 2018 in Warschau eine Rede gehalten.

      Nun ist sie auch der Öffentlichkeit bekanntgemacht worden. Man ist parteiübergreifend empört – bis auf die AfD, die ihn ins Herz geschlossen hat. Nicht aus Dummheit, sondern aus Dankbarkeit und innerer Verbundenheit. Von Wolf Wetzel.

      (…)
      Die Rede von Hans-Georg Maaßen ist dennoch ein Glücksfall. Denn ihr Wortlaut erspart unnötige Spekulationen über sein Selbstverständnis. Ein Weltbild, das denen bekannt gewesen sein dürfte, die ihn 2012 zum Chef des Inlandsgeheimdienstes gemacht haben.

      Unter anderem hat er wissen lassen:

      „Gegenüber den zuständigen Parlamentsausschüssen stellte ich in der folgenden Woche klar, dass ein Kampf gegen Rechtsextremismus es nicht rechtfertigt, rechtsextremistische Straftaten zu erfinden. Die Medien sowie grüne und linke Politiker, die sich durch mich bei ihrer Falschberichterstattung ertappt fühlten, forderten daraufhin meine Entlassung. Aus meiner Sicht war dies für linksradikale Kräfte in der SPD, die von vorneherein dagegen waren, eine Koalition mit der CDU/CSU einzugehen, der willkommene Anlass, um einen Bruch dieser Regierungskoalition zu provozieren. Da ich in Deutschland als Kritiker einer idealistischen, naiven und linken Ausländer- und Sicherheitspolitik bekannt bin, war dies für meine politischen Gegner und für einige Medien auch ein Anlass, um mich aus meinem Amt zu drängen.“

      Wer in aller Ruhe, ohne Affekt und Angst, für völlig abgedreht gehalten zu werden, in einer handzahmen und staatsdevoten SPD „linksradikale Kräfte“ ausmacht, der erklärt auf sehr manifeste Art und Weise, warum dieser Geheimdienst jahrzehntelang einen neofaschistischen Untergrund für völlig ausgeschlossen gehalten hatte, zu einer Zeit, als es den NSU bereits gab und derselbe Geheimdienst mit zahlreichen Spitzeln (V-Leuten) an seinem Aufbau beteiligt war.

      Wer heute, im x-ten Jahr der Selbstauflösung der SPD, „linksradikale Kräfte“ innerhalb der SPD aufspürt, der bringt es auch fertig, elf Jahre vom NSU nichts mitbekommen zu haben.
      (…)
      Hans-Georg Maaßen wurde zum Chef des Inlandsgeheimdienstes ernannt, als die Vernichtung von zahlreichen V-Mann-Akten im Nah-Bereich des NSU nicht mehr zu verheimlichen war. Das Bundesamt für Verfassungsschutz belog lange Zeit die Öffentlichkeit, mit haarsträubenden Begründungen. Dazu gehörte unter anderem die Behauptung, man habe nur dem Datenschutz Genüge getan und Löschfristen eingehalten. Schließlich musste für diese Verdeckungstat einer den Kopf hinhalten, der damalige Verfassungsschutzpräsident Heinz Fromm.

      Mit seinem Nachfolger Hans-Georg Maaßen zog 2012 das Versprechen in das Amt ein, dass alles anders wird, dass der Verfassungsschutz nicht außerhalb des Gesetzes stehe, sondern ihm zu dienen habe. Hans-Georg Maaßen wusste mit Amtsantritt, dass seine Aufgabe eine ganz andere ist: Unter allen Umständen galt es zu verhindern, die Rolle des Verfassungsschutzes beim Zustandekommen und Gewährenlassen des NSU aufzudecken.

      Für die „Pannen“ im Geheimdienst hatte man sich auf eine einvernehmliche Formel geeinigt: Das seien persönliche und eigenwillige Entscheidungen von Einzelnen gewesen. Hans-Georg Maaßen hatte die Aufgabe, genau an dieser Version festzuhalten, also jede institutionelle Verantwortung abzulehnen und zurückzuweisen. Und genau das tat er mit Amtsantritt:

      „Klar ist: Mein Amt war nicht zuständig (…) Damals (also vor 2012 mit Blick auf den NSU) sind schwere Fehler gemacht worden. Aber ich verwahre mich dagegen, dies meiner Behörde zuzuordnen.“

      Niemand aus der Reihe der politisch Verantwortlichen hat Hans-Georg Maaßen damals widersprochen. Niemand hat diesen selbst ausgestellten Persilschein als unverfroren und dreist zurückgewiesen. Alle, die in diesen NSU-Komplex verwickelt sind, waren für diese Deckungsarbeit dankbar.
      (…)
      Mit folgendem Versprechen warb der Inlandsgeheimdienst unter Führung von Hans-Georg Maaßen 2015 um neue Geheimdienstmitarbeiter/innen:

      „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte, aber man ist straflos, zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung.“ (Zitat aus einem Gespräch mit dem Sender MDR Info, 2015)

      Keiner der politisch Verantwortlichen hat diesen Aufruf zu Straftaten im Amt zurückgewiesen oder den Urheber zur Rede gestellt. Völlig unbehindert hat der scheidende Verfassungsschutz-Präsident Maaßen dieses Versprechen eingelöst – nicht nur für sich. Bei uns dürfen Sie die Sau rauslassen – unter diesem Motto lebt sich‘s gut, auch im einstweiligen Ruhestand.
      (NachDenkSeiten)

  16. Ja, man kann es gar nicht oft genug sagen; was die öffentl. "Rechtlichen" betreiben ist Volksverhetzung. Eins zu eins so wie es in diesem Paragraphen geschrieben steht! Und dies kann man allen Monopolmedien attestieren. Allein es interessiert nicht!
    Es interessiert weder die Macher noch die Justiz, auch wenn es noch so offensichtlich ist. Recht ist in den "Demokratien" von heute nur noch das, was der Agenda dienlich ist. Genau das Gleiche auch mit der Meinungsfreiheit.
    Ach ja, und dass sich besagte Personen exakt so verhalten wie damals die Macher und Mitläufer-Massen im Nationalsozialismus muss man nicht extra erwähnen. Auch das ist offensichtlich.
    Bleibt nur noch die Frage, ob deren geistiges Fassungsvermögen ausreicht die Schieflage des eigenen Denkens zu erkennen. Ich befürchte hier kann man ein klares Nein setzen. Es ist schon erstaunlich in welchem Maße Politik (&Medien) heute von sichtbar Minderbemittelten durchsetzt ist. Man muss hier von einer emotionalen und kognitiven Reife 3-Jähriger ausgehen.

    • "Die brd-Bürger möchten bitte aus dem Bälleparadies abgeholt werden!"

      Alle?

      Natürlich nicht alle, aber das Gross.

      Das Gross: "man muss hier von einer emotionalen und kognitiven Reife 3 Jähriger ausgehen" – diese Erkenntnis bietet eine riesige Chance für Wege zur Nachreifung.

    • Für Wege zur konkreten und aktiven Nachreifung – ein heilsamer Nachreifungsprozess, inklusive Herzensbildung:

      https://multipolar-magazin.de/artikel/das-soziale-gehirn

  17. … facebook würde Tucholsky löschen, und sich dabei auf das Netzwerkzersetzungsgesetz berufen, quo vadimus, quo vaditis, quo vadunt?

    https://neue-debatte.com/2020/01/30/das-system-produziert-vor-allem-eines-junkies/ – und wie wir das konkret ändern können.

    (Der Text ist der Anfang einer Serie, die gestern in der neuen Debatte gestartet ist)

    lg,
    bibi

  18. Es gab früher mal Links-Intellektuelle die in der Lage gewesen wären die Falle(n) zu durchschauen die Linken, (Aufklärerischen, Fortschrittlichen, ..) gestellt werden. Heute kommen von den Universitäten nur noch geistige Minderleister, die schauen dass sie rasch eine Anstellung im nächsten Nato-ThinkTank/NGO bekommen.

    Die Entmachtung der Universitäten war ein cleverer neoliberaler Schachzug ($$$). Problem nur, das damit gleichzeitig die Selbstheilungskräfte unserer Gesellschaft zerstört wurden.

  19. Medien finden immer Gründe etwas hochzukochen und sie erfinden immer neue Schlagworte. Das alles ist Teil der Manipulation. Wenn nichts mehr hilft, um das Fehlverhalten der sogenannten Eliten, der sogenannten Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft, zu erklären und zu rechtfertigen, dann wird eben das Volk als verständnislos, aufsässig, hassgeladen oder gewalttätig bezeichnet. Das war zu allen Zeiten so, nur, dass es heute bequem ins Wohnzimmer geliefert wird. Vielleicht sollten wir den Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Medien vorschlagen, dass sie sich ein neues Volk suchen. "Ja, ich hasse…." lohnt sich nicht, weil es nichts bringt. Wenn man sich mit den Eliten genauer befasst und sich in ihr Denken versetzt, sieht man ihren Blickwinkel. Aus deren Blickwinkel sind Menschen, die einfach nur leben, essen, schlafen, arbeiten, ihre Kinder großziehen und nicht nach großen Dingen streben wollen, nur überflüssige Tiere. Die Eliten haben die Hortung des Tauschmittels Geld ab einer gewissen Stufe so als Machtinstrument verinnerlicht, dass ihnen ihr krankes, der Biophilie (siehe Erich Fromm) entgegen gesetztes Denken nicht bewusst ist. Ein geistig und seelisch gesunder Mensch hat kein Bedürfnis andere zu töten, weder in Kriegen, noch mit frei gesetzten Viren oder anderen Methoden.
    Würde bei den "Eliten" (den Oligarchen, wie die Autorin sie nennt) eine Psychotherapie, also eine Beleuchtung des eigenen krankhaften, gierigen, mordlustigen Denkens fruchten und zur Heilung führen, wären sie schockiert, wie es dazu kommen konnte. Da diese Menschen aber eher jede andere Route wählen würden, als den Gang zum Psychiater, um einen Licht schaffenden Prozess über ihr eigenen Verhalten in Gang zu setzen, ist es besser, sie als geisteskrank zu erkennen.
    Jeder mit Hass verbrachte Tag ist ein verlorener Tag des eigenen Lebens.

  20. Hassen ist auch Aufmerksamkeit. Wenn ich Masaru Emoto's Reis-Experimente berücksichtige, wäre Austrocknen durch Ignorieren die erfolgreichere Methode zur "Beseitigung". Im Reis Experiment war der ignorierte Reis sehr viel schimmeliger geworden, als der gehasste Reis.
    Und ich bin fest davon überzeugt, wenn die MS-Medien nicht so hysterisch 24/7 über Pegida und AfD berichtet hätten, wär das Ding niemals so groß geworden.
    Jetzt bei der Klimadebatte doch auch wieder. Nicht ein einziges Wort im Mainstream, dass auch Links ein Problem mit der CO2-Sache hat. Nee, Systemhinterfrager sind grundsätzlich rechts.
    Ich sags bestimmt zum 1000sten mal: worüber berichtet wird, das ist gewünscht. Auch wenn man politisch korrekt, für die Demokratiefassade, entrüstet tut. Empörungsmanagement… Gut gemacht, empört gleich beide Seiten. 😀

    Ich hatte mir gerade abgewöhnt Menschen zu hassen und es fühlt sich gut an. NICHT MEIN SCHEIßKARMA. 😉

    Der alte Indianer und sein Enkel sitzen am Feuer und Opa erzählt: "weißt du mein Sohn, zwei Wölfe kämpfen ach in meiner Brust. Der schwarze Wolf des Hasses, der Angst und der Wut und der weiße Wolf der Liebe, der Freude und des Glücks."
    "Aber Großvater" sagte der kleine Indianer. "Welcher Wolf wird denn gewinnen?"
    Der Opa schaute liebevoll auf seinen Enkel, lächelte und sagte: "DER, DEN ICH FÜTTERE!"

    • Sehr gut, Hera. Dankeschön.
      Die Hauptursache der Krisen, Probleme und Kämpfe der Menschen liegt doch darin, daß wir glauben, nicht genug Energie zu haben. Daher glauben wir, sie anderen rauben zu müssen. Und dies geschieht in einem Machtkampf, in einem Kampf ums Rechthaben, um Überlegenheit.
      Der Triumphierende hat denn das Energiefeld des Unterlegenen angezapft. Hat den anderen klein gemacht und fühlt sich selbst größer.
      So gut wie jede Diskussion auf diesem Forum geht um Macht.

      Die Lösung der Geschichte liegt darin, diese Kraft, Energie und Macht in sich selbst zu entdecken. Nicht mehr auf andere angewiesen zu sein, um stark zu sein. Niemanden mehr mißbrauchen zu müssen.
      Dann hat man die Kämpfe nicht mehr nötig.
      Man muß niemandem mehr etwas wegnehmen, denn man selbst hat im Überfluß.
      Und kann sogar noch anderen abgeben.
      Erkenne, wer Du bist.
      Das ist der Weg.

    • Hallo Gesara, Hera und Sie haben hier etwas sehr wahres und heilsames gesagt!
      Leider leben wir in einem Umfeld, welches einem aus jeder Ecke, aus jeder Ritze, aus jedem Spalt entgegenstellt, dass es nur darum geht… Kita und Schule setzen dem noch die Krone auf…
      Wie kann man die Einsicht einer relevanten Masse an Menschen vermitteln?…
      Ich weiß, der einzige Weg ist, es selbst zu leben.
      Damit hat man schon genug zu tun….
      Danke!

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