Tagesdosis 31.10.2018 – Bye bye, Frau Bundeskanzlerin!

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Tja, nun sind wir sie los! Bald. Die Kanzlerin. Kanzlerin Merkel hatte einen lichten Moment. Ob Gott zu ihr sprach und sagte, dass sie nun nicht mehr das Reich Honeckers weiterführen solle? Immerhin, so könnte Gott zu ihr gesprochen haben, ist für die nächsten fünfzig Jahre genug Schaden angerichtet. Und, so wird er vielleicht gemahnt haben, mit erhobenem Zeigefinger: Du hast dieses Land in so viele Schlachten geführt, da könnte einer deiner Vorkanzler neidisch werden, auf dein Wie, nicht auf dein Was. Befreie dich von dem Wunsch, als solcher den Geschichtsunterricht zu belästigen.

Wenn in diesem Land etwas sicher scheint, dann das hier: Immer wenn es schlimmer nicht kommen kann, genau dann wird es schlimmer. Ich kann mich nur an einen einzigen Kanzler zurückerinnern, den ich heute wählen würde. Er hieß Willy Brandt und stand tatsächlich für Frieden und Aussöhnung. Seine Ostpolitik wird heute noch von Albrecht Müller und Willy Wimmer in Reden und Artikeln erklärt. Es klingt für die Generation App wie ein Relikt aus uralten Zeiten. Gerhard Schröder, von dem Willy Brandt nichts hielt, setzte unter diese Friedensannäherung die Menschenrechte außer Kraft und ließ Bomben auf das ehemalige Jugoslawien fallen. Eine Handlung, für die er und einige seiner Regierungsmitglieder vor den Internationalen Gerichtshof gehören.

Bundeskanzlerin Merkel nahm sich dem Problem der Verletzung der Menschenrechte in ihrer bisherigen Regierungszeit sportlich an und unterstützte in zahlreichen Ländern die neoliberale Terrororganisation der NATO in vollem Umfang. Dabei triggerte Merkel ihre ehemalige Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen, Familie, Senioren und Jugend so stark an, dass die als Flinten-Uschi bekannt gewordenen Frau auch im Verteidigungsministerium das höchste Amt anstrebte und es von der Bundeskanzlerin auch bekam. So viel sei schon jetzt gesagt: Die Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, auch sie kann sich, was ihr Bombardement angeht, gleich nahtlos an 1945 anstellen. Einzigartig ihre Friedenspolitik in der BRD.

Merkel hat in ihrer Amtszeit Deutschland wieder an den Krieg gewöhnt. Das einst im gesamten Parlament viel beschworene Nie wieder war für sie keine Option. Eher sorgte sie dafür, dass in ihrem Land niemand mehr ungeantifat davon kommt, wer dieses Nie wieder auch nur im Traum aufsagt. Einmal, da hat sie es gesagt, vor ihren Parteileuten. Da hielt sie, voll des Entzückens, eine Rede und offenbarte, dass sie Uran-Granaten ganz toll findet. Und das sie explodieren und bei denen, die dieses Uran Geschoss in Deutschland kaufen konnten und sie zum Explodieren brachten, jetzt ihre neu zur Welt gekommenen Jungen nach ihr benennen: Milan, das sei dort der stolze Name vieler Neugeborener, die Teil dieser Friedenslösung sein durften. Manchmal, so sagte sie des Öfteren im Bundestag, muss man zum Krieg als Mittel greifen. Das sei unumgänglich. Ja, wenn man ein solches Hirn wie diese Merkel hat und nur die um sich scharrt, die einem gewogen sind und es bleiben, dann ist das Resthirn zu einer solchen großen Leistung eben fähig.

In den achtziger und den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, da kam eine große Diskussion auf. Frauen an die Macht!, hieß es da. Frauen, so der Tenor, seien familiärer, gerechter, feinfühliger und Frauen würden nicht so sorglos in Kriege gehen. Sie seien kompromissbereiter, kooperativer und auch gerechter als Männer. Frieden läge ihnen im Blut, und so weiter. Also, wenn ihr mich fragt, dann war diese Lobby ein ganz großer Reinfall. Vielleicht der Reinfall des Jahrhunderts. Wer in diesem System nach vorne und nach oben will, der muss die Regeln des Systems spielen, sie kopieren und verinnerlichen, basta! Frauen in der Politik, so habe ich den Eindruck, müssen ihre männlichen Konkurrenten mit ihren eigenen Waffen schlagen. Und wer das tut, der muss sich an Edward Teller erinnern, der weissagte: Wir, die USA, müssen doppelt so viele und so gute Waffen haben, wie der Rest der Welt. Nur dann wird es Frieden geben. Dass der liebe Edward zuvor die Wasserstoffbombe erfand, für mehr Frieden, das sei ihm nachgesehen.

Die Mutti geht und will danach kein politisches Amt mehr ausüben. Das kann ich ihr gut abnehmen. Denn die sogenannten politischen Ämter sind ja fast vollständig von der Finanzindustrie unterwandert, europaweit, weltweit. Werden wir Frau Kanzlerin in irgendeinem Amt wiedersehen? Vielleicht als Generalsekräterin der Vereinten Nationen? Oder als Aufsichtsratsvorsitzende eines Rüstungsunternehmens? Vielleicht auch als Präsidentin des Bundes der Antideutschen? Madame Merkel hatte in ihrer gesamten Zeit als Kanzlerin nicht eine einzige Idee von großer positiver Tragweite für dieses Land oder für Europa. Mir fällt da nichts ein, außer das genaue Gegenteil. Zum Beispiel wollte sie die Flüchtlingsursachen bekämpfen. Was sie natürlich nicht tat. Denn hätte sie die Ursachen tatsächlich bekämpft, so hätte sie Herrn Gabriel und Frau von der Leyen anklagen müssen und sich selbst auch. Sie hätte den Bundesgeneralanwalt damit beauftragen müssen, alle Kriegsbeteiligten anzuklagen. Das wären tausende von Personen gewesen. Hätte hätte, Fahrradkette. So ist das.

Man gibt sich die Hand, blutbeschmiert. Je blutbeschmierter, umso höher der echte Rang. Wir lernen den politischen Rang, sein Beamtenwesen, und seine Folge in der Schule kennen. Höchster Beamter ist dieser, dann jener, und so weiter. Doch diese Leute, die haben noch eine zusätzliche Rangordnung. Und sie dürfen Dinge tun, deren Verbote ein jeder in der Schule lernen durfte. So zum Beispiel weiß jeder normale Mensch, dass man keinen anderen Menschen zersägen darf. Die aber dürfen das schon, wenn sie in der Rangordnung hochstehen. Hoch steht dort für, wer Kriege führen kann und wen man dieses Kriegführen dann gewähren lässt, Massen von Menschen niedermetzelt, sie notfalls auch massakriert oder foltert. Man schenkt sich untereinander stets ein Lächeln und tauscht Waffen gegen Geld denen, die Kriege führen sollen und dürfen, damit man ebenfalls mitprofitiert. Auch in dieser großen Gruppe gibt es Gruppen mit unterschiedlichen Interessen. Und weil der türkische Präsident Erdogan andere Interessen vertritt als unsere Rautenkönigin, ließ er den saudischen Zersägeprinzen in eine Loyalitätsfalle laufen. Denn Erdogan wusste vor dem Zersägen des Herrn Khashoggi schon, dass dieser zersägt werden soll. Stoppte das natürlich nicht, denn er wollte den Zersägeprinzen damit herausfordern, bloßstellen und politisch schwächen. So ließ Erdogan einen fünf Milliarden Deal platzen und verkaufte das Video, dass das Zersägen zeigt, nicht an den Prinzen. Wohl der teuerste Film aller Zeiten! Steven Spielberg hingegen muss sich regelrecht abmühen, um so viel Geld zu erwirtschaften. Sein ganzes Leben reicht dafür vielleicht gar nicht aus. Bisher soll er 3,4 Milliarden US-Dollar besitzen. Auch ein ganz schön großer Batzen.

Bundeskanzlerin Merkel geht. Auch wenn es vergebene Liebesmühe ist, so wünsche ich ihr nichts, außer das Finden ihres inneren Friedens. Doch viel fester wünsche ich der Welt ein nie wieder: Nie wieder sollt ihr eine Merkel wählen und zur Kanzlerin legitimieren! Aber wenn ich mir die deutschen Wähler so anschaue, so muss ich doch feststellen, dass sie nach Willy Brandt einen Schlimmeren nach dem Anderen gewählt haben. Beim deutschen Kanzleramt ist es tatsächlich so, dass man glaubt, dass es nicht noch schlimmer kommen kann. Doch der Wähler wählt stets das noch größere Übel. Er weiß es nicht. Da er bei der Wahl oft bloß den Vorgänger abwählt. So war es auch mit Helmut Kohl. Schröder wurde damals nicht wirklich gewählt. Helmut Kohl wurde abgewählt und nahm das leichtere Übel in Form von Schröder und Fischer. Diese beiden waren meine letzte Bundestagswahl. Und wenn kein Willy sich zeigt, so werde ich nicht wählen. Und was sich nach Merkel schon jetzt als Nachfolger zu präsentieren glaubt, da wird mir Angst und Bange.

Friedrich Nietzsche ließ seine Idee vom Staat in seiner Erzählung von Zarathustra freien Lauf. Und dort schrieb er folgendes, damit wir alle es uns dieses hinter unsere Ohren schreiben können:

Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort zum Tode der Völker. Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch. Und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: Ich, der Staat, bin das Volk!

Der Staat lügt in allen Zungen des Guten und des Bösen; und was er auch redet, er lügt! 

Macht wollen sie, und zuerst das Brecheisen der Macht: viel Geld. Ja, ein Höllenkunststück wurde da erfunden, das sich selbst als Leben preist. 

Staat nenne ich’s, wo alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord das Leben heißt! 

Meine Brüder, wollt ihr denn ersticken im Dunste ihrer Münder?! Lieber zerbrecht doch die Fenster und springt ins Freie! Geht doch dem schlechten Geruche aus dem Weg. 

Geht fort von der Götzendienerei der Überflüssigen. Geht fort von dem Dampfe dieser Menschenopfer. 

Dort wo der Staat aufhört, beginnt erst der Mensch! 

Das Spiel scheint endlos daran gebunden zu sein, dass die allermeisten von uns lieber nicht die Verantwortung für ihr eigenes Leben übernehmen wollen. Lieber ist diesen Vielen, dass sie für das eigene Misslingen ihrer Wünsche immer einen anderen brauchen, dem sie dann das Elend dieses Misslingens am Hals wünschen. Gefüttert von der Angst, vor sich selbst versagen zu können, was man als das Trauma der Schule bezeichnen könnte, schlittern sie in ihr Unglück. Man muss es diesen Vielen nachsehen, denn dieses System hat sie dazu konditioniert und einen Ausweg daraus, daran denken sie dann nicht mehr. Sie sehen nicht den Ausweg, denn dieser war nie Teil von Bildung, sondern schreien vor Freude auf: Endlich ist dieser Kelch an mir vorbeigegangen.

Danke Frau Merkel, für Anstand und Menschlichkeit!, hat jemand bei der Demo unteilbar bei sich getragen und hoch gehalten. Das, was diesen Menschen zu dieser Auffassung von der Kanzlerin in seinem Weltbild zurecht denkt, das muss weg, durch Aufklärung und eine ganz andere Bildung. Denn wenn es der großen Masse gelingt, sich selbst zu informieren, dann haben die Merkels dieser Welt keine Chance mehr, ihr Stockholm-Syndrom-light als Angebot für mehr Freiheit, für mehr Frieden, für mehr Menschlichkeit, Geld und Karriere über die Bildungssysteme und die öffentlich Rechtlichen, den Kommerzmedien und den seriösen Tages- und Wochenzeitungen, uns als einzig wahre, echte und beste aller Welten zu verklickern. Alternativlos, selbstverständlich!

Ich jedenfalls danke der Kanzlerin von ganzem Herzen für ihr unbändiges Aufdecken und den Nachweis für einen Sinnspruch, dass das Universum vielleicht nicht unendlich sei, die menschliche Dummheit hingegen schon. Was übrigens nicht von Albert Einstein stammen soll. Das Zitat soll von dem Psychiater und Mitbegründer der Gestalttherapie, Fritz Perls stammen. Fritz Perls hat aber auch folgendes gesagt: Lasse zu, dass der beste Plan für dich aus deinem Inneren kommt. Schaffen wir das?

Quellen:

https://kenfm.de/dort-wo-der-staat-aufhoert-beginnt-erst-der-mensch/?fbclid=IwAR0w2NGgfQIEAPgmSahoL_mgVR4hudP6Htoxpsgag8Z8WOw7xD-2xWSe6pU

https://www.zeit.de/2017/42/albert-einstein-dummheit-menschheit-stimmts

https://www.youtube.com/watch?v=4GogBYE5EEc

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

13 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.10.2018 – Bye bye, Frau Bundeskanzlerin!

  1. Ute, hat man unter Zwang nicht noch passive Möglichkeiten, also
    mal einen Tag lang krank sein, ’seine Tage haben‘, wenn man
    etwas partout nicht will? Nehmen wir mal ihr Putin-Bashing in der
    Zeit nach der Münchner Sicherheitskonferenz im Febr. 2014 u. dem
    Bekanntwerden des Machwerk „Neue Macht – Neue Verantwortung“
    und noch einmal später. Leider habe ich die Videos nicht mehr im
    Netz gefunden. Ich habe mich geschämt über ihre Wortwahl und
    gedacht, das kann sie nur als Frau, ein Gentleman wie Putin hat
    halt Format, weiß was sich gehört, reagiert also nicht, wie es der
    Situation durchaus angemessen gewesen wäre. Dieses Schweigen
    war Gold.
    Also zumindest in ihrer Wortwahl meine ich, wird sie wohl noch
    so frei gewesen sein – welche Situation auch immer – Höflichkeit
    und Anstand zu wahren.
    Und dass Frauen in der Politik nicht friedvoller und Leben und
    Umwelt schonender sind, das ist schon eine arge Enttäuschung
    für mich und mit Gleichberechtigung hat das rein gar nichts zu
    tun – im Gegenteil eine Frau könnte den Kriegstreibern ihre
    lebenschützende Eigenschaften selbstbewusst entgegensetzen.
    Wenn sie dann kapitulieren muss vor der Übermacht der
    Kriegswilligen, dann hätte sie in meinen Augen Stärke gezeigt
    und nicht in ihrem Gleichtun und womöglich noch Übertreffen.
    Aber dazu bedarf es eines glasklaren inneren Kompasses und
    nicht bloß ‚Meine Herren, was bin ich mächtig!“

  2. Also ich finde man sollte diesen ganzen Rautenständern und Bierdeckelexperten gar nicht so viel Aufmerksamkeit widmen. Deren handeln und tun, deren Wissen über uns hat mit der Realität nichts, aber auch gar nichts zu tun.

    Um es mal mit Hillary Clinton zu sagen: „Die sehen doch alle gleich aus“! Und Recht hat sie.

  3. Schön, dass erkannt wird auf welchem Bildungsstand die große Masse der Menschen vor sich hinvegetiert…
    Schade, dass man zB aus Perspektive der Fluchtursachen bzw. deren Bekämpfung selbst auf KenFm wie auch auf anderen alternativen Plattformen nichts aber auch gar nichts von der Fluchtursache Frankreich zu hören oder zu lesen bekommt.
    Um dem etwas entgegen zu wirken werde ich nun ein bisschen Aufklärung betreiben:
    Zur Sache: 14 Afrikanische Staaten werden gezwungen für die „Wohltaten“ der Kolonialisierung zu zahlen. Jeder dieser Staaten ist bis heute gezwungen die Kolionlawährung (FCFA) zu benutzen und der Großteil der erwirtschafteten Mittel an Frankreich abzuführen. Frankreich benutzt Fremdenlegionäre um unliebige Staatsführer zu beseitigen, die etwas ändern wollen. Als Sékou Touré von Guinea 1958 entschied aus der französichen Knechtschaft auszusteigen und ein souveränes Land errichten wollte, verließen 3000 Franzosen das Land und nahmen alles mit. Dem nicht genug zerstörte Frankreich alles was in den vorigen Jahren aufgebaut wurde. Schulen, Krankenhäuser, Infrastruktur, Forschungseinrichtungen, Traktoren, ja sogar Vieh, ganze Ernten wurden vergiftet oder vernichtet! usw.. ein Akt der völligen, grenzenlosen Zerstörung. Diese Nachricht verbreitete sich auf alle Kolonialgebiete und es fand niemand mehr den Mut sich unabhängig zu erklären, und wenn doch, nur so viel dazu: Im Verlauf der letzten 50 Jahre haben insgesamt 67 Putsche in 26 afrikanischen Ländern stattgefunden; 16 davon sind französische Exkolonien; das heisst, 61% der Putsche fanden im frankophonen Afrika statt.
    Nun zu den erschreckenden Zahlen: Aktuell sind 14 afrikanische Länder durch einen kolonialen Vertrag Frankreich verpflichtet. 85% ihrer Devisenreserven (65% als Arbeistkonto und 20% für finanz. Verpflichtungen) lagern in der französichen Zentralbank unter der Kontrolle des französichen Finanzministers. Die „Arbeistkonten“ sind dem Namen nach afrikanische Banken, unterstehen aber französischer Kontrolle. Die Mittel der Konten werden investiert und Gewinne eingefahren (die angebl. den Konten gutgeschrieben werden), Frankreich jedoch ist den jeweiligen Ländern keinerlei Rechenschaft schuldig, die Länder wissen selbst nicht wie viel Geld auf „ihren eigenen“ Konten liegt.
    Die kleine Gruppe hochrangiger Mitarbeiter beim franz. Schatzamt (die zu diesen Zahlen zugang haben) dürfen keinerlei Infos an die CFA oder die afrik. Zentralbanken weitergeben.
    Frankreich erlaubt diesen Ländern nur Zugriff auf 15% ihres eigenen Geldes (die Höhe richtet sich nach der Höhe der Wirtschaftsleistung vom Vorjahr), wenn sie darüber hinaus Mittel benötigen, müssen sie sich das zusätzliche Geld zu kommerziellen Zinssätzen aus ihren eigenen 65% vom französischen Schatzamt leihen.
    Dieses bösartige System spült jährlich, geschätzt etwa 500 Milliarden Dollar in den Haushalt Frankreichs und ohne dieses Geld wäre Frankreich sofort bankrott. Dies erklärt auch die Stille Duldung im System EU. Sie wissen alle Bescheid, machen aber nichts dagegen, denn Frankreich ist eine der tragenden Volkswirtschaften des Euro. Fällt Frankreich fällt das goldene Kalb, der Euro. Im März 2008 sagte der ehemalige französische Präsident Jacques Chirac:„Ohne Afrika gleitet Frankreich auf den Rang einer drittrangigen Macht ab.“ Frankreich akzeptiert bis heute nur Unabhängigkeiten die das Papier auf dem sie geschrieben stehen nicht wert sind und es gibt in diesem Falle besagte „Kooperations“vereinbarungen (wie oben umrissen).
    Weitere Teile dieser „Kooperations“vereinbarungen (passender wäre Arm-Umdreh-Verträge, sind,
    Im Folgenden 11 Hauptpunkte zur Fortsetzung der Kolonialisierung, gültig seit 1950:
    1.) Kolonialschulden für die Wohltaten der französischen Kolonisierung: die Länder müssen für die Infrastruktur zahlen die F während der Kolonialisierung errichtet hat.
    2.) Automatische Beschlagnahme der nationalen Reserven (wie oben angerissen).
    3.) Vorkaufsrecht auf jeden Rohstoff und jede Ressource, die im Land entdeckt wird: Erst, wenn Frankreich erklärt hat, es habe kein Interesse, ist des den afrikanischen Ländern gestattet, andere Partner zu suchen.
    4,) Vorrang für französische Interessen und Unternehmen bei öffentlichen Beschaffungen und öffentlichen Ausschreibungen: Zuerst müssen französische Unternehmen in Betracht gezogen werden, erst danach dürfen diese Länder andernorts suchen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die afrikanischen Länder andernorts eine bessere Leistung für ihr Geld erhalten.
    5.) Das exklusive Recht, militärische Ausrüstung zu liefern und die Offiziere des Landes auszubilden: jeder militär. Rang an Offizier muss in Frankreich ausgebildet werden odet in von F betriebenen Ausbildungsstätten, so ist es auch möglich, dass
    es hunderte wenn nicht tausende Schläfer gibt die bei Bedarf putschen oder Attentate ausüben…
    6.) Das Recht Frankreichs, Truppen zu schicken und im Land militärisch zu intervenieren, um die eigenen Interessen zu verteidigen
    7.) Die Verpflichtung, Französisch zur offiziellen Landessprache und zur Bildungssprache zu machen: wenn man nur Französisch spricht, hat man Zugang zu weniger als 4% des Wissens und der Ideen der Menschheit…
    8.) Die Verpflichtung, die französische Kolonialwährung FCFA zu gebrauchen: siehe oben.
    9.) Die Verpflichtung, Frankreich eine jährliche Bilanz und einen Bericht über Reserven zu liefern; ohne Bericht, kein Geld (aus eigener Erwirtschaftung)…
    10.) Die Verpflichtung, kein militärisches Bündnis mit einem anderen Land einzugehen, außer mit Genehmigung Frankreichs
    11.) Die Pflicht, Frankreich im Falle eines Krieges oder einer globalen Krise beizustehen.
    Wie sagen doch die illustren Sprechpuppen der westlichen „Werte“gemeinschaft und werden nicht müde es zu wiederholen?… wir setzen alles, wirklich alles daran die Fluchtursachen zu bekämpfen…
    dieser Satz wird uns in nächster Zeit noch sehr oft um die Ohren gehauen werden, siehe Globaler MigrationsPakt, December, Marrakesch…
    Dies könnte ein Argument sein, was man diesen selbstgerechten Herrschaften entgegen sollte.
    In diesem Sinne, gehabt Euch wohl!

    • Ps: zu Punkt 4.) : so ist es auch möglich, dass In der Konsequenz in vielen der französischen Exkolonien alle größeren Wirtschaftsgüter in der Hand französischer Eigner sind. In der Elfenbeinküste besitzen beispielsweise französische Unternehmen alle größeren Dienstleister – Wasser, Strom, Telefon, Transport, Häfen und die größeren Banken. Das gleiche gilt in Handel, Bauwirtschaft und Landwirtschaft.
      Das sind nochmals Gelder, die Frankreich über die Unternehmen in Afrika erwirtschaftet. Also Afrika ist die Melkkuh für Frankreich und das in der brutalsten Form.
      Leider hört man davon überhaupt nichts in den Medien, genau so wenig wie über die Massendemos in Spanien, Italien, Griechenland, oder dass für das griechische Volk das Leiden jetzt erst richtig los geht, weil die Ersparnisse aufgebraucht sind.
      Es ist aber doch total schön, dass es so neutral und aufklärend berichtenden Institutionen gibt wie die GEZ-Medien. Wo stünde die Demokratie ohne diese vierte Macht?! Nicht auszudenken… (Ps: Achtung Zynismus, muss man ja sicherheishalber dazu schreiben heute…)

    • Hallo Zerberus,
      deine Info für uns sehr wichtig. Wir werden in der ehemaligen französischen Kolonie Madagaskar ab 2019 eine „École Écotourisme Nosy Ambariovato“ eröffnen und junge Madagassinnen und Madagassen in nachhaltigem Tourismus qualifizieren. Ich habe mit dem für unser Projekt zuständigen madagassischen Bürgermeister über deine Informationen gesprochen. Das ist ein grosses Thema!
      Wir sind sehr interessiert an entsprechenden Quellen! Kontakt über info@rubikon-in-madagascar.com
      Venceremos Bernhard

  4. Warum so viel Polemik, Schadenfreude und unterdrückte Wut?
    Die Frau geht. Sie hat einen Job gemacht, den sie sich vielleicht zu Beginn anders vorstellte.
    Überlegt selbst: Wären wir davor gefeit, zum Handlanger der Mächtigen zu werden.
    Machen wir den Mund auf, wenn alle anderer Meinung sind?
    Sie ist eine Marionette, wie alle Politiker!
    Wenn wir unsere Energie darauf verschwenden, uns über bestimmte Politiker oder Parteien aufzuregen, merken wir nicht, wie wir selbst zur Marionette geworden sind…. im großen Spiel: „Teile und herrsche“.

  5. Darf ich mal die Frage stellen, warum es immer nur um Personen und Partein sowie deren Stand in der Karriereschlange nach faulen Umfragen geht und nie um die den Personen oder Partein zuschreibbare, brauchbare und für die Allgemeinheit dieser Welt oder dieses Landes sichtbare Ergebnisse ihrer „Bemühungen“? Niemanden sollte es interessieren, war Frau X nun aus Zuvorkommenheit (die Abwahl oder Rausschmiss) geht und Herr Y sie beeerbt. Nach Merz kommt April, April…Niemand dieses Klüngels kann auf Bundesebene wohl durchdachte allgemeinnützliche positive Taten vorweisen. Immer wurden Interessen bedient, die denen des Volkes und der Europas zuwiderlaufen. Wer meint es würde sich was ändern, dem kann man Gute Nacht wünschen! Hört endlich auf Affen in Anzügen hinterher zu hecheln. Es sind Affen. Ob sie nun Gucci oder Versage oder Aldi tragen. Affen!

Hinterlasse eine Antwort