Tagesdosis 31.3.2018 – Der kritische Zustand des globalen Finanzsystems und die wachsende Kriegsgefahr

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Drei Entwicklungen prägen die gegenwärtige Weltlage: Die Zunahme der sozialen Spannungen, die Verschärfung der internationalen politischen Konflikte und die immer  unverhülltere Vorbereitung des Westens auf einen Krieg gegen Iran.

Die Mainstream-Medien lassen derzeit keine Gelegenheit aus, der internationalen Öffentlichkeit klarzumachen, wer in diesem Krieg Freund und wer Feind ist. Irans Verbündete Russland und China werden ein ums andere Mal in ein möglichst negatives Licht gerückt, während über die wichtigsten Verbündeten der USA im Nahen Osten, Israel und Saudi-Arabien, fast ausschließlich positive Meldungen verbreitet werden.

Parallel dazu setzen sowohl die Politik als auch die Medien alles daran, den wichtigsten Grund für die Kriegsvorbereitungen – den kritischen Zustand des globalen Finanzsystems – zu verschleiern. Mit aller Macht versuchen sie, der Öffentlichkeit weiszumachen, dass die Weltwirtschaft sich zehn Jahre nach der Krise von 2007/ 2008 erholt habe, es einen wahren Wirtschaftsboom gebe und die Gefahren im System unter Kontrolle seien.  

Tatsächlich entspricht keine dieser Behauptungen der Wahrheit. Alle drei unterschlagen nämlich die historische Bedeutung der grenzübergreifenden Manipulation durch die Zentralbanken, die nach dem Beinahe-Zusammenbruch von 2007/2008 notwendig war, um das System vor dem Zusammenbruch zu retten und die es noch heute am Leben erhält.

Das globale Finanzsystem ist ohne Manipulation nicht mehr lebensfähig

Diese Manipulation hat eine Entwicklung in Gang gesetzt, die sich mit dem Schicksal eines Patienten vergleichen lässt, der eine schwere Krise nur durch Suchtmittel übersteht und den eine anschließende Entziehungskur wegen seines nach wie vor schlechten Gesundheitszustands umbringen würde. Anders ausgedrückt: Ohne Geldinjektionen und Niedrigzinsen und ohne den Aufkauf von Staats- und Unternehmensanleihen durch die Zentralbanken wäre das globale Finanzsystem heute nicht mehr lebensfähig.

Dass die führenden Zentralbanker der Welt sich darüber im Klaren sind, zeigen ihre vergeblichen Versuche, das Ruder herumzureißen. Selbst die zaghaftesten Ankündigungen, die Geldflut einzudämmen und die Zinsen signifikant zu erhöhen, senden solche Schockwellen durch den Finanzsektor, dass schon jetzt klar ist: eine Rückkehr zu einer Normalität, in der kein weiteres Geld gedruckt, die Zinsen auf ein früher normales Niveau angehoben und keine Anleihen oder Aktien mehr von den Zentralbanken gekauft werden, kann es nicht geben.

Was dann? Wie wird es weitergehen? Werden die Zentralbanken die Politik der vergangenen zehn Jahre vielleicht doch einfach fortsetzen? Schließlich kann sie ja niemand daran hindern, unbegrenzt Geld zu drucken und die Zinsen – nach dem Vorbild der Schweizer Zentralbank – bis in den Minusbereich zu senken…

Das kann in der Tat niemand, aber die Folgen sind absehbar: Eine weitere Zunahme der Spekulation, noch größere Volatilität (Schwankungen) an den Märkten, ein noch stärkeres Aufblähen der ohnehin bis zum Platzen gefüllten Blasen, die vollständige Zerstörung des klassischen Bankengeschäfts (der Kreditvergabe gegen Zinsen), der Zerfall der herkömmlichen Geschäftsbanken und Sparkassen, die vollständige Übernahme der Märkte durch Investmentbanken und Hedgefonds, der Zusammenbruch der Renten- und Pensionssysteme  – um nur einige der zu erwartenden Konsequenzen zu nennen.

Die größte Gefahr ist der Vertrauensverlust in das Geldsystem

Schlimmer als jede einzelne dieser Folgeerscheinungen aber ist der schleichende Vertrauensverlust in das gesamte Geldsystem, das ja seit der Abkoppelung des US-Dollars vom Gold 1971 an keinen realen Wert mehr gebunden ist. Man kann davon ausgehen, dass er irgendwann auf das gesamte System durchschlagen, ohne Vorwarnung zu einer Panik an den Märkten führen und das globale Finanzkartenhaus zum Einsturz bringen wird.

Wie nah wir bereits an diesem Punkt angelangt sind, zeigen die dramatischen Kursschwankungen beim US-Aktienindex Dow Jones im Februar dieses Jahres. Allem Anschein nach handelte es sich dabei um einen Testlauf, bei dem die US-Zentralbank Federal Reserve, die permanent bereit steht, um größere Kursabstürze zu verhindern, erst in letzter Sekunde eingriff. Bei den Schwankungen handelte es sich um die stärksten, die der Dow Jones in seiner mehr als hundertjährigen Geschichte erlebt hat.

Für die Finanzelite der Welt war das möglicherweise eine ernste Warnung. Sowohl die Russland angelastete Giftaffäre in Großbritannien wie auch der von den USA angezettelte Handelskrieg gegen China und die gegen Russland gerichtete Reaktion der EU deuten jedenfalls darauf hin, dass die Eliten entschieden haben, sich ab sofort die Option offenzuhalten, die der Ökonom Ernst Winkler bereits 1952 als „das beste Mittel“ beschrieben hat, „um die endgültige Katastrophe des ganzen kapitalistischen Systems immer wieder hinauszuschieben“ – die Option des Krieges.

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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17 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.3.2018 – Der kritische Zustand des globalen Finanzsystems und die wachsende Kriegsgefahr

  1. Kann es auch damit zusammenhängen, dass China seit 26.03.18 Futures auf Erdöl ausgibt und damit den Petro-Dollar gefährdet? [http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/china-bietet-rohoelhandel-in-yuan-an-a-1199983.html]
    Das Tolle ist – wie immer – ALLE sollen nun auf Puigdemont schauen und der „Handelskrieg“ zwischen USA und China wird dahingehend ausgelegt, dass es um Stahl, Aluminium und Konsumgüter geht.
    Ich glaube, dass:
    1. die Wahl Xi Jinpings zum „ewigen Präsidenten“
    2. der Aufbau der neuen Seidenstraße (OBOR)
    3. das Zündeln bei Nordkorea
    4. die Kampagnen gegen Russland & Iran

    auf eines zurückzuführen sind: die BRIC-Staaten (und ein paar Sympathisanten) fordern die Eliten der USA mit ihren Unabhängigkeitsbestreben (vor allem auf wirtschaftlicher Ebene) heraus. Der Nahe Osten gilt hierbei auf dem internationalen Schachbrett als Bereich, der noch nicht vollständig okkupiert worden ist. Durch die anderen Länder können Truppen schneller und ungestört (und für den Gegner auch halbwegs schlechter nachvollziehbar) verlegt werden.

  2. Unterschiedliche strategische Ausrichtung auf Seiten der aktuellen US-Administration (Oligarchen mit sich selbst über Kreuz) und der Bankenpudel der EU, Großbritannien (City of London), Frankreich, Deutschland:

    Probe aufs Exempel
    27.03.2018

    BERLIN/WASHINGTON/TEHERAN (Eigener Bericht) – Die jüngsten Personalrochaden in der Trump-Administration setzen die Iranpolitik Deutschlands und der EU weiter unter Druck. Berlin und Brüssel wollen das Atomabkommen mit Teheran aufrechterhalten; von ihm hängt maßgeblich ihre Mittelostpolitik ab, die darauf abzielt, eine Art instabiles Gleichgewicht zwischen Iran und Saudi-Arabien herzustellen: auch, um mit allen Staaten der Region maximal Geschäfte machen zu können. US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das Abkommen aufzukündigen, wenn sich eine Verschärfung der Bedingungen für Iran nicht durchsetzen lässt; die iranische Regierung ist zu solchen Änderungen nicht bereit. Der designierte US-Außenminister Mike Pompeo sowie der designierte Nationale Sicherheitsberater John Bolton fordern sogar einen Umsturz in Teheran; Bolton hat mehrfach Israel zu militärischen Angriffen auf iranische Anlagen aufgefordert, bislang ohne Erfolg. Berlin zieht nun in Betracht, neue Sanktionen gegen Iran zu verhängen, um Trump zufriedenzustellen und das für Deutschland vorteilhafte Atomabkommen zu retten.
    (…)
    Instabiles Gleichgewicht

    Berlin und Brüssel befinden sich in einer schwierigen Lage. Im Kern setzen sie im Mittleren Osten auf den Versuch, ein – nach Lage der Dinge instabiles – Gleichgewicht zwischen Saudi-Arabien und Iran herzustellen, die in der Region um die Hegemonie kämpfen.[4] Eine solche Politik ermöglicht nicht nur ein steuerndes Eingreifen von außen; sie öffnet auch den Zugriff auf sämtliche Märkte der Region. Tatsächlich erhofft sich die deutsche Wirtschaft prinzipiell viel von neuen Geschäften in Iran, die sie tätigen will, ohne ihre in Saudi-Arabien und in den anderen arabischen Golfstaaten erzielten Profite zu gefährden.
    https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7574/

    Ergänzend dazu, Herrn Meyssans Sichtweise. Es wird auch kurz, der aktuell häufig erwähnte, John Bolton genannt:

    Die Außenpolitik von Theresa May
    von Thierry Meyssan

    Thierry Meyssan setzt seine Studie der Außenpolitik der Nationen fort. Nach der Analyse der Außenpolitik Frankreichs wendet er sich der derjenigen des Vereinigten Königreichs zu. Wenn die Außenpolitik Frankreichs als die für den Präsidenten der Republik „reservierte Domäne“ gilt und somit der demokratischen Debatte entzogen ist, wird die Außenpolitik des Vereinigten Königreichs in noch größerem Maße, außerhalb jeglicher Kontrolle des Volkes, nur von einer Elite rund um den Monarchen erarbeitet. Der gewählte Premierminister kann nur die Entscheidungen der erblichen Krone umsetzen. Angesichts des Scheiterns des US-amerikanischen Projekts einer unipolaren Welt, versucht London nun seine ehemalige imperiale Macht wiederherzustellen.
    Voltaire Netzwerk | Damaskus (Syrien) | 28. März 2018

    Global Britain

    Am 13. November nutzte Theresa May die jährliche Rede des Premierministers im Rathaus von London, um einen Überblick über die neue britische Strategie, nach dem Brexit, zu geben [1]. Das Vereinigte Königreich beabsichtigt sein Imperium (Global Britain) durch die Förderung des freien Welthandels mit Hilfe von China wieder herzustellen [2] und indem es Russland von den internationalen Organisationen fern hält, mit Hilfe seiner militärischen Verbündeten: den Vereinigten Staaten, Frankreich, Deutschland, Jordanien und Saudi-Arabien.
    (…)
    Während einer Chinareise in der Woche nach der Rede von Sir Nick Carter verhandelte Theresa May Handels-Verträge, geriet aber in politischen Konflikt mit ihren Gastgebern. Peking weigerte sich, von Moskau Abstand zu nehmen und London weigerte sich, das Projekt der Seidenstraße zu unterstützen. Freihandel, jawohl, aber nicht durch Kommunikationsrouten, die von China kontrolliert werden. Seit 1941 und der Atlantik-Charta teilt das Vereinigte Königreich die Aufgabe der „gemeinsamen Räume“ (Meer und Luft) mit den Vereinigten Staaten. Ihre zwei Flotten sollen sich ergänzen, obwohl die US-Marine viel mächtiger ist als die der Admiralität. Anschließend hat die Krone die Regierung ihres australischen Dominion aktiviert, um die Quads, die anti-chinesische Gruppe wieder zu beleben, die sich unter dem Mandat von Bush Jr. versammelte [9]. Sie besteht neben Australien aus Japan, Indien und den Vereinigten Staaten. Das Pentagon arbeitet schon an Möglichkeiten, um Unruhen sowohl auf der maritimen Seidenstraße des Pazifiks als auch auf der Festland-Straße hervorzurufen.

    Das angekündigte Militärbündnis wurde in Form einer streng geheimen „kleinen Gruppe“ aufgebaut [10]. Deutschland, das eine Regierungskrise durchlief, hat sich zunächst nicht daran beteiligt, aber es scheint, dass diese Verzögerung Anfang März behoben worden ist. Alle Mitglieder dieser Verschwörung haben ihre Aktionen in Syrien koordiniert. Trotz ihrer Bemühungen scheiterten sie dreimal, einen chemischen Angriff unter falscher Flagge in West Ghuta zu organisieren, da die russische und syrische Armee ihre Labors von Aftris und Chifonya eingenommen haben [11]. Allerdings gelang es ihnen, ein anti-russisches gemeinsames Kommuniqué über den Skripal Fall zu veröffentlichen [12] und sowohl die NATO [13] als auch die EU gegen Russland zu mobilisieren [14].
    (…)
    Wie dem auch sei, Global Britain ist heute:

    – die Förderung des globalen freien Handels, aber ausschließlich im Rahmen der Herrschaft über die Weltmeere, d. h. mit den Vereinigten Staaten gegen die chinesischen Kommunikationslinien;
    – und der Versuch, Russland vom Sicherheitsrat auszuschließen und die Welt in zwei Hälften zu teilen, was die Manipulationen von chemischen Waffen in Syrien und den Fall Skripal mit einschließt.

    Wegen dieses Programmes ist mit mehreren Folgen zu rechnen:

    – Die aktuelle Krise greift Elemente aus dem Ende des Mandats von Obama auf, außer dass London – und nicht mehr Washington – jetzt im Mittelpunkt des Spiels steht. Das Vereinigte Königreich, das sich nicht mehr auf den Staatssekretär Rex Tillerson verlassen kann, wird nun auf den neuen nationalen US-Sicherheit-Berater, John Bolton, umschalten [15]. Im Gegensatz zu den Behauptungen der amerikanischen Presse ist er kein Neo-konservativer, sondern jemand, der Steve Bannon nahesteht. Er weist zurück, dass sein Land dem Völkerrecht unterworfen wird und brüllt gegen die Kommunisten und die Muslime, aber in Wirklichkeit hat er nicht die Absicht neue Kriege zwischen Staaten herbeizuführen und möchte nur gemütlich zu Hause sein. Er wird sich nicht weigern, alle Erklärungen zu unterzeichnen, die man ihm vorlegt, gegen Russland, den Iran, Venezuela, Nordkorea usw. London wird ihn nicht manipulieren können, um Moskau vom Sicherheitsrat auszuschließen, weil sein persönliches Ziel ist, ihn nicht zu reformieren, sondern die Vereinten Nationen loszuwerden. Er wird aber ein loyaler Verbündeter der Kontrolle über die „gemeinsamen Räume“ sein und gegen die „Seidenstraße“ der Chinesen kämpfen, zumal er im Jahr 2003 der Initiator der Sicherheitsinitiative der Weiterverbreitung (Proliferation Security Initiative – PSI) war. Es sollten daher hier und da, auf den Spuren der chinesischen Wege, neue von den Angelsachsen entfachte Pseudo-Bürgerkriege auftauchen.
    http://www.voltairenet.org/article200378.html

    Nach meinem Dafürhalten, ist die Wahrscheinlichkeit eines tatsächlichen Schießkrieges, gegen Iran, nicht besonders groß. Aber drohen kann man damit allemal, um alle auf Trab zu halten.
    Zu groß sind die Unwägbarkeiten, da Iran kein Leichtgewicht ist und da Russland wohl nicht so sehr angetan sein dürfte, vom Krieg, gegen einen Verbündeten, an seiner Grenze. Der Präsident der Russischen Föderation ließ in einer seiner aktuellen Reden daran keinen Zweifel aufkommen.

    Simples „kontrolliertes“ Chaos, durch kapitalistische Liberalisierung, wie es die EU fährt, so wird’s wohl bleiben. Und sollte es notwendig werden, so wie von Herrn Meyssan erwähnt, werden eben kleinere Staaten „diszipliniert.“

    So weit, so chaotisch, scheint’s im Westen. Russland und China haben eigene Pläne.

  3. Die einzige Frage die ich mir stelle ist wie sich die Eliten eine zukünftige Welt nach einem 3. Weltkrieg vorstellen. Da hilft Ihnen weder Geld noch Macht wenn es nichts mehr zu kaufen oder zu beherrschen gibt. Diese Leute Leben doch ebenfalls auf diesem Planeten oder nicht?

    • Moin, Fertig, naruerlich leben diese Menschen auch auf dem gleichen Planeten wie wir, aber (…)
      Es gibt 2 Staaten, die sich fuer Ausnahmen halten, fuer von ihren Göttern auserwählte, exceptionalisten. Das sind die USA und das ist Israel. Beide Atommächte und beide mit einer unbändigen imperialen Ausdehnungswut.
      Die Entwicklung von Miniatombomben seitens der USA begruenden m.M.n. die Idee, dass der US-Imperialismus sehr wohl ueber einen begrenzten Krieg in Europa, möglichst zwischen Europa und Russland nachdenkt, sodass das Gebiet der USA nicht beeinträchtigt wäre.

    • Ich denke die sog. Eliten sollten sich langsam darüber Gedanken machen was
      passiert wenn die „eigenen“ Schäfchen das Spiel durchschaut haben.
      Im Moment werden die alle noch mit Krieg und Propaganda beschäftigt.
      Vor 2000 oder 200 Jahren waren das nur ganz wenige die das Spiel durchschaut hatten.
      Aber es werden immer mehr und irgendwann kippt das ganze System.
      Frohe Ostern, Thomas Erler

  4. Bitte findet den logischen Fehler 🙁
    Bereit für den Dienst fürs Vaterland?

    Naja, genau wie jetzt hat auch der 2. Weltkrieg angefangen. Und im Übrigen ist auch Deutschland und Europa genauso pleite wie die USA. Die Mächtigen werden an ihrern Positionen verharren und bevor sie von den hungernden Massen und dem wütenden Mob überrannt werden, werden sie ihre Knechte in den Krieg schicken, eventuell auch um neues Territorium zu erobern.

    Dem Rothschild brennt der Hintern unter dem Sessel in den USA, und wie sie alle heißen. Deutschland ist nur Knecht und Obama soll gesagt haben, ein Atomkrieg in Europa wäre vorstellbar. Die Briten halten sich wie immer fein raus. Aber die Staaten sind pleite. Wenn die Arbeitslosen nichts mehr zu fressen haben, gibt es entweder Bürgerkrieg, oder sie werden nach Osten in den Krieg geschickt. Deutschland machts nicht mehr lange und damit Europa auch nicht.

    Den Amis, die in Deutschland und damit in Europa das Sagen haben, ist es egal. Die sitzen weit genug davon entfernt. Die gucken sich den Hollywoodstreifen „Russland in sieben Monaten“ life vom Sofa mit Popcorn an. Wir sind nur Vasallen und machen, was die USA sagt.

    Und mal ehrlich: Wenn ich Rothschild wär, wärs mir unwahrscheinlich langweilig. Ein paar Atombomben und sieben Länder verstrahlt wäre doch eine verdammt nette Abwechslung….

    • Pardon, die May hetzt an vorderster Front. Die Merkel hat sich schon ein nettes Anwesen in Südamerika gekauft, die ist auch fein raus. Laut unbestätigter Meldung gibt es in Ostdeutschland einen Bunker für 250.000 Leute, wo angeblich Asylanten zu Söldnern ausgebildet werden sollen. Ich meine: Noch ist es nicht so weit, aber die Tage sind gezählt. Was wir in Europa brauchen ist ein neues Wirtschaftssystem und ich denke, man könnte ein Computerprogramm erstellen, das waren und Dienstleistungen tauscht und möglichst lokal einen Tauschring errechnet, wo die Güter virtuell im Kreis herumgereicht werden. Wenn ich zwei Nachhilfestunden anbiete, kriege ich dafür einen Lebensmitteleinkauf mit 17 Gütern. Denn Geld drucken für BGE löst nicht das Problem, wer seinen Arsch bewegen muss, die Dinge zu produzieren. Das Tauschsystem hat den Vorteil, dass es keine Zinsen gibt und dass die Währung warengebunden ist. Größere Dinge kann man mit allen möglichen Vorräten oder auch Schulderbringungsscheinen bezahlen. Wer zuviele Schulden hat, dem verkauft niemand mehr etwas, so einfach ist das. Aber es gibt ja auch noch das Sozialsystem. Von meinen 17 Gütern geht eines an einen Arbeitslosen, eines an einen Rentner und eines in den Straßenbau. Vereinfacht gesagt.
      Zweitens brauchen wir ein Glückswiki und drittens ein Forum, in dem Ziele diskutiert werden, woraus sich Moral ergibt und Fragen und Antworten, wie man die Ziele erreicht, ohne andere oder die Natur zu schädigen. Das höchste aller Ziele definiert Aristoteles als Glück. Daher der Name des sich daraus ergebenden wandelbaren Buches Glückswiki, in dem jedem ein Stück Land zusteht. Verschiedene Länder, verschiedene Sitten und selbst innerhalb eines Landes können sich verschiedene Kulturen herausbilden, das Salz in der Suppe eines durch die Globalisierung öden Einheitsbreis.
      Viertens braucht man ein Lernforum, das Literatur, Antworten auf Fragen und Übungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt, alles auf Tauschbasis und mit Abzeichen als Ehre.

  5. Man muss sich schon fragen, warum jetzt plötzlich die koordinierte Aktion des Westen um Russland dermaßend zu reizen einen Fehler zu machen, damit die NATO zuschlagen kann. Da musst doch irgendwo an anderer Stelle brennen.
    Nach dem Scheitern in der Ukraine hat man auch nicht so eilig gehabt. Auch Syrien scheint nicht besonders dringend zu sein.
    Die Planung war doch den Iran vorher platt zu machen, hier hört man auch nicht sehr viel.
    Also diese schamlose Kriegsgeilheit der Briten und die Unheilsallianz der Abtrünnigen hinter den Briten ist so offentsichlich dreist, dass man doch annehmen muss, dass die Bombe woanders hochgegangen ist.

    • Das ist alles von langer Hand geplant. Es soll um 1800 rum eine Wette zwischen den Bankiers und den Freimaurern gegeben haben um die Weltherrschaft. Auch der BND spricht von Bestrebungen im Senat um die einzige Macht. Und wenn man erst einmal sieht, dass die USA nicht davor zurückschrecken, Atomwaffen einzusetzen, wird man ein leichtes Spiel haben. Was den Amis unter den Nägeln brennt ist die Technologie der Russen mittels Elektromagnetismus Raketen außer Gefecht zu setzen, ebenso wie Panzer, Schiffe und Flugzeuge. In einem kleinen Krieg in Europa könnte man an diese Technologie gelangen, wieviele Atombomben dabei fallen ist unerheblich, denn das Pentagon sitzt weit weg und will sich mal was Geiles über den Fernseher anschauen. Und der Geldadel sitzt flugs auf den Bahamas und lässt für das letzte Gefecht die Korken knallen.

    • Doiese Wette mag es wohl geben.
      UND ihr alle, die ihr Geld verwendet, oder noch plakativer am bedingten TAUSCH beharrt, seid in der Folge DIE Erfüllungsgehilfen genau DIESER Wette. (Punkt!!!!!!)

    • Moin, Son_Snow,
      “ dass man doch annehmen muss, dass die Bombe woanders hochgegangen ist.“
      Möglich ist es, aber meine Vermutung ist, dass es um ‚Nordstream 2‘ geht. Die USAmerikanischen Frackingunternehmen haben viel Kapital in jene Technologie investiert und erwarten nun natuerlich Gewinne. Bei beiden Anbietern auf dem europäischen Markt (Russland und USA) ist das US-Frackinggas hoffnungslos im Nachteil, so ungefähr 5mal mehr muessten europäische Konsumenten fuer das Ueberseegas bezahlen. Darum versuchen die USA eine Allianz zu schmieden, um alle europäischen Staaten, insbesondere den deutschen, der ja schon zugestimmt hat, in ein Boot zu bekommen, um ‚Nordstream 2‘ doch noch zu canceln.

    • @ Hog1951 Dass Nordstream 2 auch eine Ursache für die Aggression gegenüber Russland ist, kann nicht bestritten werden. Aber diese plötzliche Kriegserklärung und der damit forcierte offener Krieg mit Russland hat eine andere Hauptursache, weil das Projekt des Nordstream 2, hätten die USA auch so gut wie gewohnt weiterhin sabotieren können, da riskiert man keinen offenen Krieg.

      Wir wissen doch alle, dass momentan überall in Europa sowie USA soziale Unruhen vorherrschen. Die die das Geschehen beobachten und kontrollieren wollen, wissen, dass weder mit Polizeistaat noch mit Militär das auch Dauer zu bewerkstelligen ist. Dann ist da noch das Malheur, dass Unruhen und Militär im eigenen Hoheitsraum man geschwächt ist und daher für eine Hegemonialmacht tödlich.
      Also entweder, die Unruhen in den angesehen Feindstaaten sähen und wenn das nicht klappt, wie es momentan aussieht, dann muss man den schnellsten Überfallen bevor im eigenen Hoheitsbebiet die Lage außer Kontrolle gerät.
      Nun muss man sich nur die Frage stellen, was momentan noch alles zusammenhält? Anschließend die Frage: wenn dieses Was weg ist, welche Folgen werden auftreten?

      Für mich ist eindeutig klar, dass Nordstream 2 nicht der Initialfunke ist, der die Explosion auslöst, sondern das Börsenparkett. Innerhalb von 3 Wochen konnte man die Unruhen der Kurse beobachten und wie durch Zufall sind innerhalb dieser 3 Wochen die Tonlage bis zur Kriegserklärung in der Politik extrem verschärft worden.

      Ich könnte schwören die Taktik des Unruheschüren haben die Transatlantiker für die WM aufheben wollen, aber unglücklicherweise war durch „höhere Gewalt“ man dazu gezwungen den Krieg früher als geplant zum Ausbruch zu forcieren.

  6. “ Schlimmer als jede einzelne dieser Folgeerscheinungen aber ist der schleichende Vertrauensverlust in das gesamte Geldsystem, das ja seit der Abkoppelung des US-Dollars vom Gold 1971 an keinen realen Wert mehr gebunden ist. “

    Noch immer wird in die Unsinn von mit viel Mühe Gold aufgraben, und dan wieder unter die Erde stopfen, in tiefe Keller, oder unter Fort Knox geglaubt.
    Wahr ist natürlich das die idiote Kupplung verhinderte das ohne Bremse Geld geschöpft wurde.

    Das heutige Problem enstand dadurch das Zentralbanken wie die USA FED und ECB keine Regierung haben die steuert.
    Als die Europäische Länder noch ihre eigene Währungen hatten konnte diese Wahnsinn nicht entstehen.
    Wie der deutsche Politiker Lafontaine erklärte, mit einführen 1997 von freien Kapitalverkehr lieferten die Regierungen sich aus an die Finanz Welt.
    Der Euro machte das alles noch schlimmer.

    Wie jetzt eine Zusammenbruch vermieden werden kann, ich weiss es nicht.
    Varoufakis hat Lösungen, sagte er, leider, er spricht sehr schnell, und bedient sich von Begriffe die ich nicht gut kenne.
    Was auch immer, viele Werte werden einfach Wertlos, das steht für mich fest.
    Wer seine Schulden bezahlen kann rate ich das zu tun, in eine Krise verschwinden die Werte, aber nicht die Schulden.

    Dann gibt es noch die interessante Frage ob Volldioten Krieg wollen um die Finanzkrise zu ‚lösen‘, leider, versuchen Verrückten zu verstehen ist sinnlos.

  7. Die Zentralbanken manipulieren keinesfalls, wenn sie die Geschäftsbanken mit Liquidität für den Interbanken-Zahlungsverkehr versorgen; denn es ist ihre Hauptaufgabe es nie zu einem Zusammenbruch dies Interbanken-Geldkreislaufes kommen zu lassen. Dieser Geldkreislauf und die Zinsen, welche die Geschäftsbanken für Kredite von der Zentralbank zahlen, nämlich im Moment quasi keine, haben keine Auswirkung auf das Zinsniveau im Publikums-Geldkreislauf, dem Geld für uns BürgerInnen. Es sind auch nicht die Zentralbanken, welche die Geldmenge in unserem Geldkreislauf bestimmen, sondern die Geschäftsbanken. Der momentan niedrige Zins für Sparguthaben ist Ausdruck eines Überangebots an Sparguthaben; denn Banken benötigen grundsätzlich keine Spargelder, um Kredite zu vergeben und damit die Geldmenge im Publikumskreislauf zu erhöhen. Sie schaffen Geld durch einen Buchungsvorgang, nicht indem sie Angespartes verleihen. Ich habe das Gefühl, dass der Autor nicht unser Geld- und Banksystem der multiplen Geldschöpfung versteht und möchte ihm raten, sich auf dieser Website zu informieren: http://www.monetative.de

    • Ich nehme an, das sie es verstehen.
      Was auch immer sie mir erzählen, wir werden im großen Stil betrogen.

      Auf was soll ich mich den verlassen, schließlich habe ich eine Leistung für mein Geld erbracht.

      Da die Inflation natürlich weiter hin besteht, findet eine laufende Abschmelzung des Geldwertes statt.
      Das heißt ja wohl, dass ich permanent beklaut werde.

      Mag ja sein, dass das nötig ist, aber ich frage mich dann schon, warum jemand, der sein Geld in Immobilien anlegt, momentan riesigen Reibach macht.
      Oder fallen zur Zeit die Mieten, oder die Grundstückspreise ?

      Was macht aber einer, der sein Erspartes für die Alterssicherung auf ein Sparbuch gelegt hat.

      Mit 20 000 Euro werden sie sicher keine Immobilie erwerben können.

      Dieses ganze gesabbel, vom Geldschöpfen ist das aller letzte.

      Eigentlich sollte jeder Sparkassenvorstand auf die Straße gehen, aber nein man lebt ja gut von den Überziehungszinsen, da nimmt man aber doch lieber vom säumigen Kontoinhaber Bares.

      Der größte Betrug und das dümmste Schlachtvieh, oder besser die ärmste Sau, der Sparer, denn er kann sich nicht wehren.

      Aber werfen sie nur immer weiter Nebelkerzen, da sie das alles genau verstehen.

      Hoffentlich bekommen sie bei Auszahlung ihrer Lebensversicherung noch eine Tafel Schokolade für ihr Geld.

    • Ich stimme zu, dass der Autor das Geldsystem nicht versteht. Ihre Aussagen zur Funktion der Zentralbank sind richtig.
      Sein Unverständnis hat er auch schon mit diesem Artikel bewiesen:
      https://kenfm.de/tagesdosis-24-3-2018-der-ankauf-von-staatsanleihen-in-krisenzeiten/
      Der treffende Kommentar hierzu von „Peds Ansichten“
      https://kenfm.de/tagesdosis-24-3-2018-der-ankauf-von-staatsanleihen-in-krisenzeiten/#comment-136991
      Ob im Kapitalismus allerdings „Vollgeld“ die Lösung ist, kann bezweifelt werden.

      Wir wissen: „Der Kapitalismus trägt den Krieg in sich, wie die Wolke den Regen“. Auf die wachsende Kriegsgefahr wird
      vom Autor zurecht hingewiesen, aber die Ursachenerklärung ist zu eindimensional. Geopolitische Aspekte (US-Hegenomie, Seidenstraße, Fracking-Öl, Nahost, Brexit …) wären für eine differenzierte Analyse der Kriegsgefahr wichtig.

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