Tagesdosis 31.3.2020 – Zahlenkonfetti: Die desolate Datenbasis der Corona-Prognosen

Ein Kommentar von Mathias Bröckers.

Es ist sehr zwar lange her, dass ich als Soziologie-Student etwas über Statistik und die Aussagekraft von Stichproben und Umfragen gelernt habe, aber die Basics habe ich mir gemerkt. Vor allem, dass Stichproben nur dann aussagekräftig sind, wenn sie aus einem repräsentativen Querschnitt der Gruppe gewonnen werden, über die eine Aussage getroffen werden soll. Wenn zur Frage des Tempolimits auf Autobahnen nur männliche Autobesitzer auf dem Land befragt werden oder nur weibliche Radfahrerinnen aus Großstädten, sagen diese Stichproben über die Haltung der Gesamtbevölkerung wenig aus – sie sind nicht repräsentativ. Weshalb es ziemlicher Unsinn ist, auf Basis einer solchen Stichprobe dann Hochrechnungen anzustellen, wie am Wahltag das Ergebnis der Volksabstimmung zum Tempolimit ausfallen wird.

Doch mit eben solchem Unsinn müssen wir seit Monaten leben, nämlich mit Hoch,- und Exponentialrechnungen über Infektions, -und Letalitätsraten durch „Covid-19“, die gar keine repräsentative Grundlage haben. Denn wenn ich nur Menschen teste, die mit Symptomen ins Krankenhaus kommen, kann ich über die Verbreitung des Virus in der Gesamtbevölkerung keine Erkenntnisse gewinnen. Dazu müsste ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung, sagen wir 5000 gesunde Leute, regelmäßig getestet werden: auf die Infektion und auf die Anwesenheit von Antikörpern. Nur so lassen sich valide Hochrechnungen über die Verbreitung und Erkenntnisse über die Gefährlichkeit des Virus überhaupt erst anstellen.

Bisher wurden erst zwei solcher halbwegs repräsentativen Screenings durchgeführt. Zum einen in Island, wo bis vergangenen Mittwoch 6143 Tests durchgeführt wurden, d.h. knapp 5% der Einwohner untersucht worden sind. Dabei wurden 52 Menschen positiv getestet, von denen die Hälfte keinerlei Symptome hatte, und die andere Hälfte die einer Erkältung.

Der Stanford-Professor John Ioannidis, der die Daten der knapp 3000 Passagiere des vor Yokohama unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffs „Diamond Princess“ untersucht hat, bei denen es sich mehrheitlich um Senioren handelte, kam zu einem ähnlichen Ergebnis. Nach einer Alterskorrektur der Daten ergibt sich danach, dass die allgemeine Letalität von Covid 19 bei 0.025% bis 0.625% liegt – im Bereich einer starken Erkältung oder einer Grippe.  Von den 700 positiv getesteten Passagieren waren knapp die Hälfte symptomfrei geblieben, sogar die 80 – 89-jährigen zeigten zu 48%, die 70-79-jährigen zu 60% keinerlei Symptome.  Deshalb fordert Prof. Ioannidis repräsentative Stichproben an Gesunden, denn:   “Wir wissen nicht, ob wir uns bei den Infektionen um den Faktor drei oder 300 irren.“

Auch das Robert Koch Institut hat bis vor Kurzem nur die Fallzahlen von Infizierten, nicht aber die Zahl der durchgeführten Tests publiziert. Damit wurde der falsche Eindruck einer rasanten Ausbreitung des Virus erweckt und die Panik erzeugt, von der die Regierung zu ihren drastischen grundrechtseinschränkenden Maßnahmen veranlasst worden ist. Tatsächlich aber konnte von einer Verdreifachung der Fallzahlen im März gar nicht die Rede sein, denn im selben Zeitraum wurden auch etwa dreimal so viele Tests durchgeführt. Wie der Kollege Paul Schreyer gezeigt hat, betrug der tatsächliche Zuwachs nur 1 Prozent: in Kalenderwoche 11 waren 6% der Getesteten positiv, in Kalenderwoche 12 waren es 7%. Ein „extremer Anstieg“, wie Mitte März überall vermeldet, sieht anders aus. Und auch dass Freund Hein bei diesen positiv Getesteten gleich an die Tür klopft, müssen sie nicht befürchten:

„Den aktuellen Daten des RKI (27.3.) zufolge beträgt der Anteil der Verstorbenen an den positiv Getesteten 0,6 %. Deren Durchschnittsalter (!) liegt laut Aussage von RKI-Chef Wieler bei 81 Jahren. Daraus lässt sich kaum eine extreme Gefährdung für die gesamte Bevölkerung ableiten – zumal bislang völlig unklar ist, ob für den Tod in der Mehrzahl dieser Fälle tatsächlich das nachgewiesene Virus-DNA-Material ursächlich ist, oder aber andere Vorerkrankungen.“

Dass auf Basis solchen Unwissens – sind bei aktuell 50.000 bestätigten Infektionen jetzt 150.000 oder schon 15 Millionen Menschen in Deutschland infiziert? – keine zuverlässigen Prognosen und entsprechende Maßnahmen getroffen werden können, leuchtet auch Nicht-Mathematikern und Nicht-Virologen unmittelbar ein. So sinnvoll es also im ersten Schritt sein mag, mit Quarantänen und Kontaktsperren die Ausbreitung des Virus zu stoppen, so zwingend muss im zweiten Schritt der Nebel dieses Unwissens mit repräsentativen Stichproben gelichtet werden. Nur so kann die Gefährlichkeit des Virus und die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen überhaupt eingeschätzt werden. Das tägliche Zahlenkonfetti mit Horrormeldungen – am Donnerstag 1000 Corona Tote in Italien! – taugen dazu nur sehr begrenzt und sind reine Angstmache wenn nicht gleichzeitig mitgeteilt wird, dass rein statistisch in Italien jeden Tag 2000 Menschen sterben. Da jetzt jeder als Corona-Toter ausgewiesen wird, bei dem das Virus gefunden wird, sind die Opferzahlen grundsätzlich mit großer Vorsicht zu betrachten. In Italien kommt verschärfend hinzu, dass das Land mit weitem Abstand den europäischen Spitzenplatz bei Todesfällen durch Krankenhauskeime belegt. Dass Corona-positiv getestete Patienten sich während der Klinikbehandlung mit einem multiresistenten Keim infiziert haben und daran verstorben sind (im Schnitt sind es in Italien 10.000 im Jahr), müsste in eine Hochrechnung der italienischen Corona-Opfer ebenso einbezogen werden wie zwei weitere gefährliche „Spitzenplätze“:  die Region Lombardei mit der stärksten Luftverschmutzung in Europa und mit einer sehr hohen Antibiotika-Resistenz. Antibiotika sind in Italien zwar nicht rezeptfrei erhältlich, aber werden sehr großzügig verordnet, bei jeder Kleinigkeit konsumiert und funktionieren dann bei Ansteckung mit einem Krankenhauskeim eben nicht mehr. Alle diese Faktoren müssten berücksichtigt werden, wenn man auf Basis der Entwicklung in Italien brauchbare Prognosen über den Epidemie-Verlauf in anderen Ländern aufstellen will. Das geschieht aber nicht, stattdessen werden von den Medien täglich nur neue Horrorzahlen über Leichenberge geliefert – die nicht wirklich etwas aussagen, weder über die Verbreitung des Virus noch über seine Gefährlichkeit.

Deshalb kann die Forderung an die Regierungen und Krisenstäbe jetzt nur lauten, ihre diktatorischen Maßnahmen im Rahmen des Infektionsschutzes umgehend mit aussagekräftigen Zahlen zu belegen. Es kann und darf nicht sein, dass die schwersten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen der Bundesrepublik weiter auf der Basis von irreführendem Datenmaterial durchgezogen werden. Das gilt im Übrigen auch dann, wenn der Ausnahmezustand noch verschärft werden müsste, weil sich das neue Corona-Virus tatsächlich als so gefährlich herausstellen sollte wie die worst case Szenarien mit vielen Millionen Toten prognostizieren. Und es gilt erst Recht, wenn die mittlerweile zahlreichen Kritiker dieser nicht auf sauberen Daten basierenden Prognosen Recht behalten, die wie der renommierte Mikrobiologe Professor Sucharit Bhakdi in seinem offenen Brief an Kanzlerin Merkel, Aufklärung und Richtigstellung der desolaten Datenbasis fordern. Und es gilt für alle Medien und Journalisten, die gerade in solchen Krisenzeiten gehalten sind, nicht als Propaganda-Soldaten offizielle Verlautbarungen nachzubeten, sondern die Aussagen und Aktionen der Herrschenden kritisch zu hinterfragen.

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Mathias Bröckers veröffentlichte zuletzt „Don’t Kill The Messenger – Freiheit für Julian Assange“ im Westendverlag. Er bloggt auf broeckers.com

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Migren art / Shutterstock

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21 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.3.2020 – Zahlenkonfetti: Die desolate Datenbasis der Corona-Prognosen

  1. Es ist keine Verschwörung oder eine von langer Hand vorbereitete Kampagne.

    Die Massenmedien haben endlich ein Thema gefunden mit dem Sie eine Hysterie erzeugen konnten und jetzt versuchen Sie den möglichst grossen Profit daraus zu schlagen (Man wird mit Angeboten nur so bombardiert). Das Thema eignet sich exzellent für LÜGEN mit WAHREN ZAHLEN und die "Politiker" überbieten sich im Aktionismus der keine Rationalität mehr erkennen lässt.

    Beide, Massenmedien und Politiker, zerfetzen die Existenzen von unzähligen Menschen und Familien. Die Schneise der Verwüstung wird in 2-3 Monaten sichtbar. Sie können nur beten, dass diese Erkrankung wirklich so gefährlich ist wie behauptet (bis jetzt gibt es kaum Hinweise darauf). Es ist die einzige Möglichkeit für diese Personen den angerichteten Schaden zu rechtfertigen.

    Leider lebt die Mehrheit der Deutschen offenbar nicht mehr auf der Erde sondern in einer TV-Reality Show. Nur so ist die minimale Aufmerksamkeitsspanne zu erklären weshalb die Massenmedien und die Politik sehr wahrscheinlich unbeschadet aus der Situation herauskommen werden.

  2. So langsam komme ich doch auf 'den Trichter '. Corona ist der zweite Versuch ein weltweites Notstandsregime zu installieren.
    Letztes Jahr die Klimakatastrophe hat noch nicht richtig gewirkt, weil die Realität noch von den Szenario abwich, trotz panischer Temeraturrekorde im Minutentakt. Evtl. überzeugte auch ein autistische Mädchen nicht so richtig, erzeugte noch zuviel Widerstand . Aber heutzutage, wenn es ja nur darum geht ' Leben zu retten ' , lässt man sich nahezu alles gefallen . Als ob dieses kapitalistische System irgendein Interesse daran hätte ' leben zu retten' . Höchstens wenn es dem maximalen Profit dient, aber bis dato verdiente man am Besten ( Rüstung ) mit dem Ermorden von Menschen. Evtl. ist das eine VT , aber nach meiner – unmaßgeblichen – Meinung erfolgt aktuell eine Neuaufteilung der Welt, der Einflußzonen, der Märkte . Und evtl. hat dabei China die besten Karten… aber eine Verbesserung für das Leben der ' normalen Menschen' bringt das auf keinen Fall- im Gegenteil !

    • Auf jeden Fall gewinnt man (ich) inzwischen den deutlichen Eindruck, dass es sich hier um eine vorbereitete Kampagne handelt.

      Eine Kampagne die – genau wie bei Fridays for Future – von einer großen teuren Marketing-Agentur vorbereitet und geleitet wird. Allein die vielen englisch/amerikanischen Begriffe bzw. das "Wording" das benutzt wird, wie "Social distancing", "flatten the curve" und was noch alles für ein Mist, der uns plötzlich (voe Ort + weltweit!) überall auf Plakaten etc. anguckt.

      Das kann eine Gesundheitsbehörde gar nicht erdenken, vorbereiten und auch nicht so schnell realisieren. Da müssen Profis ran…

      Profiarbeit erkennt man auch in der Organisation und den offensichtlich getakteten Abläufen der Krankheit in den einzelnen Ländern.
      Wenn man die hysterischen Nachrichten und die Zahlen ausländischer Mainstreampresse verfolgt, ist recht gut zu sehen, wie eigentlich jedes Land die gleiche Vorgaben abzuarbeiten scheint. Einige schneller als andere. aber immer mit den gleichen Bildern, Headlines, und vermeintlichen Gegenmaßnahmen.
      Und am Ende ist dann überall das Militär in den Strassen…

      Und was dieses länderübergreifende Marketing alles kosten muss?! Sicher viel, viel mehr als für einen Katastrophenschutz in einem einzelnen Land nötig und veranschlagt wäre. Wer segnet das ab?

      Viele Fragen und ein sehr, sehr ungutes Gefühl…

  3. So lange die Massenverblödungsmedien weiter mit falschen Begriffen arbeiten, werden die Lämmer weiter Angst haben. Zitat jetzt gerade gleich ganz oben bei tagesschau.de, aus deren Ticker, in dem Ähnliches fast stündlich immer wieder neu zu lesen ist:

    "Weltweit stieg die Zahl der Virus-Toten auf mehr als 40.000. In den USA sind nun mehr Menschen an dem Virus gestorben als in China."

    Alles "Virus-Tote" und alle "am Virus gestorben". Totaler Schwachsinn, das "Flaggschiff" liegt schon einen Kilometer unter Wasser und sinkt ständig weiter. Aber wir bezahlen dafür.

    Fast noch schlimmer: Ein Epidemiologe sagte heute der Tagesschau folgendes:

    "Denn zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen exponentiell gewachsen…"

    https://www.tagesschau.de/inland/corona-entwicklung-interview-101.html

    Entweder hat der Mann andere Zahlen als wir – dann würde ich diese mal gerne sehen. Oder er hat die selben Zahlen ohne Aussagekraft von dieser Johns-Hopkins-Uni, dem RKI etc., dann aber stellen sich zwei Fragen: Lügt er? Oder ist er zu dumm, die Zahlen zu interpretieren? Denn selbst, wenn man diese nicht in Bezug zur Anzahl der Tests setzt, war in den letzten Tagen eben KEIN exponentielles Wachstum zu erkennen. Selbst dann nicht. Wenn überhaupt, dann ist bei diesen Zahlen ungefähr vom 6. bis 18. März ein exponentieller Anstieg der "Neuinfektionen" auf ganz niedrigem Niveau zu erkennen. Danach nicht mehr, obwohl die ganzen "Maßnahmen da noch gar nicht wirken konnten.

    https://www.worldometers.info/coronavirus/country/germany/

    Hier bei "Daily new cases" schauen. Auch weltweit war in den letzten paar Tagen eher Stagnation, wie gesagt, immer anhand dieser völlig sinnfreien Zahlen, die aber für alle offiziellen Betrachtungen herangezogen werden.

    Die Studien vom Kreuzfahrtschiff oder aus Island oder aus China werden im Mainstream eh nie erwähnt, weil sie nicht ins Bild passen. Ich bin nach wie vor eher weniger überzeugt, dass hier etwas von langer Hand geplant wurde. Ich denke, die Regierungen weltweit, mit wenigen Ausnahmen, haben sich gegenseitig in den ganzen Bekämpfungsrausch hineingesteigert, ohne sinnvolle Datenbasis. Ich würde sie sogar in Schutz nehmen, wenn sie jetzt sagen würden, dass es überzogen war, lieber zu viel als im Zweifel zu wenig, wir jetzt aber Schluss machen mit dem Blödsinn und wieder zu Verstand kommen. Das tun sie aber nicht, im Gegenteil. Es DARF nicht sein, dass hier übertrieben wurde, nein, es muss sogar weiter eskaliert werden, nur um sich selber und den Bevölkerungen vorzugaukeln, dass die Politik alles richtig gemacht habe. Mit dem Finger wird natürlich trotzdem auf China und Russland gezeigt – bei der Tagesschau immer wieder mit entsprechenden Artikeln -, aber unsere Regierung ist natürlich die beste der Welt, und so ähnlich wird es auch in anderen Ländern mit deren jeweiligen Regierungen sein.

    Und weil es nicht sein darf, dass man überzogen hat, werden Kritiker aufs Übelste diffamiert oder vollkommen ignoriert. Harte Daten werden unterdrückt, man arbeitet lieber mit des wachsweichen. Eine Änderung ist nicht in Sicht, ich bin überzeugt, dass wir diesen irren Zustand auch nach dem 20. April noch eine ganze Weile haben werden. Und wer weiß, ob es je wieder so wird wie zuvor, in jedem Fall wissen die Eliten jetzt, wie einfach das alles geht.

    • "Denn zuletzt ist die Zahl der Neuinfektionen exponentiell gewachsen…"

      Ohja, beim Wort "exponentiell", das ja angeblich kaum einer in seiner Bedeutung versteht und sehr sehr gefährlich ist, vor allem weil man's ja mit einem normalen Gehirn nicht versteht bzw. angeblich sogar nicht verstehen kann, läuft's dem deutschen Michel gleich doppelt kalt den Rücken runter.

      Der Trigger wird sein Ziel nicht verfehlen ^^

  4. Gerade sagt mir ein Arzt, dass ab dem 27.03 darf ein Arzt eine Corona-Diagnose auch auf Grund von Symptomen stellen darf.
    Und das stimmt.
    https://www.kvhh.net/kvhh/pages/index/p/1409
    Also der Wahn geht exponentiell.

  5. Vielen Dank für die kritischen Beiträge hier auf KenFM!
    Könntet ihr bitte ein Interview machen mit dem Ehepaar Klein aus Würselen? Sie sind beide über 80 Jahre alt, Friedensaktivisten und hatten den Mut, eine Petition zu starten.
    Zuerst wurde diese Petition verboten, aber sie können jetzt (wie auch immer) weitermachen:
    https://www.openpetition.de/petition/online/sofortige-aufhebung-aller-in-der-corona-krise-verfuegten-einschraenkungen-buergerlicher-freiheiten

  6. Dringend an KenFM Rechercheure: Kann bitte mal jemand die Zusammenhänge der uns in naher Zukunft bevorstehenden Zwangsimpfung plus RFID-Chip an die breitere Öffentlichkeit bringen? Ich hänge hier einen Link des ORF an: https://www.youtube.com/watch?v=eZmRom81nQo
    sowie:
    http://www.initiative.cc/Artikel/2010_04_26_rfid.htm

    beide Beiträge sind mehrere Jahre alt – 2020 dürfte die Entwicklung deutlich weiter fortgeschritten sein! Wir müssen dagegen etwas tun, bevor es zu spät ist.

    • Klingt komisch, aber mir sind so kleine schwarze Partikel in beschriebener Größe seit Ende vorletzten Jahres (Ende 2018) nach dem Händewaschen einmal zufällig aufgefallen. Ich hab das mal ne Zeit lang beobachtet, also ob ich wieder solche sehe nach dem Händewaschen und tatsächlich waren da wieder neue schwarze kleine Partikel unterschiedlicher Größe da, obwohl ich die vorherigen sichtbaren entfernt hatte. Ich konnte mir nicht erklären wo die herkamen. Ich musste meine Hände allerdings ganz genau mustern, damit ich sie sehen konnte.

  7. Endlich mal wieder ein vernünftiger Kommentar auf kenfm zu Corona. Und nicht immer der Holzhammer mit Weltverschwörung, Faschismus und Sonstigem. Ja, solche gravierenden Einschnitte in die Freiheitsrechte aller muss sauber begründet sein. Nun sind die meisten hier keine Mediziner oder Virologen, um die tatsächliche Gefährlichkeit des Virus wirklich zu bewerten. Man ist eben angewiesen auf Aussagen von eben diesen. Und ja, es fehlt wieder mal eine kritische Berichterstattung in den Medien. Man muss endlich mal wieder lernen, Pro und Contra zuzulassen, auch wenn einem dass Contra vielleicht nicht passt oder es gar für Blödsinn hält. Und nicht dann immer Personen diskreditieren, die ihre Überzeugung kundtun. Auch wenn sie vielleicht wirklich Schmarrn ist. Und auch, wenn es um Leben und Tod geht, muss freie Meinungsäußerung und der Streit über ein Thema immer Teil einer lebendigen Gesellschaft sein. Aber es muss immer um die Sache gehen und Standpunkte müssen sauber formuliert und begründet sein.

  8. ich habe mal die Absolutzahlen der bestätigten Fälle der JHU seit dem 13.3. in eine Exceltabelle eingetragen und mir ein einfaches Liniendiagramm angefertigt. Es scheint mir, dass eine Exponentialkurve anders aussieht, es sei denn, dass bei mir grundlegende mathematische Verständnisprobleme vorliegen. Irritierend finde ich allerdings, dass die Kurve bei der JHU wie eine Exponentialkurve aussieht.

  9. Ist da einfach nichts Außergewöhnliches ?
    Abgesehen von Notstandsverordnungen , Propaganda&Zensur, Totalüberwachung und Mobilisierung des Militärs ?
    Der Neue Faschismus eben .

    Viren sind ein Teil des Lebens und Teil jedes Menschen und jede Menge Viren können Krankheiten verursachen.
    Wenn nun angenommen wird ein Virus sei in praktisch allen Menschen in der EU und dieser Virus wird als möglicher Krankheitsträger identifiziert, die Beobachtungszeit nicht begrenzt,
    wäre dieses Virus, bei gegebener offizieller Covid-19 Umgangsweise letztlich für 100% der Todesfälle in der EU verantwortlich .

  10. In Österreich exakt die selbe Situation:

    Mir als Mathematiker kringeln sich die Fussnägel, wenn ich mir im Detail ansehe, wie unsere Ö.Elite-Wissenschaftler nun eine unbedingt nötige Verlängerung der Massnahmen und sogar eine Verschärfung für alternativlos erachten.

    Am 13./14.3. warnte ja eine Studie davor, dass bei den Intensivbetten Ende März "der Überlastungsfall" einträte. Ist er nun bei weitem nicht und statt dass das dazu führt, dass über Rücknahme der sowieso in ihrer Wirksamkeit fragwürdigen Grundrechtsbeschränkungen nachgedacht wird und darüber, warum die Theorie um ca. den Faktor 5 an der Realität gescheitert ist, passiert das Gegenteil und wieder wird mit unplausiblem Zahlenmaterial vor einer Katastrophensituation in 2 Wochen gewarnt.

    Erschwerend kommen noch die völlig absurden Startzeitpunkte der Infektionsausbreitung dazu
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    Offener Brief betreffend die Risikoabwägung zu Massnahme-Empfehlungen in causa SARS-CoV-2

    Sehr geehrte Frau MMag. Maria M. Hofmarcher-Holzhacker

    Zuerst möchte ich mich für das informative Telefonat bedanken, in dem sie die aktuelle (30.3.2020) Situation, der für Covid-19 bereits vorgehaltenen sowie den davon belegten Intensivbetten, den ich nur aus der Presse kannte, als weitgehend korrekt bestätigen konnten: 1050 vorgehalten 200 durch Covid-19-Fälle belegt.

    Wie wohl alle Österreicher besorgt mich die momentane Lage aus vielerlei Hinsicht, wobei ich mich allerdings – vermutlich anders als Viele – hauptsächlich über Wissenschaftsserver/Studien bzw. sonstige Primär-Quellen über die Lage informiere.

    Das wirft nun im Zusammenhang mit der ebenfalls heute vielfach in der Presse zu lesenden Empfehlung:
    https://www.studium.at/coronavirus-forscher-fordern-prognosepapier-strengere-massnahmen

    sowie der seinerzeitigen Studie, welche die mögliche Entwicklung einer kritischen Lage bzw. einer Überlastung der Spitalsbetten evaluierte:
    https://www.csh.ac.at/csh-policy-brief-coronavirus-kapazitaetsengpaesse-spitalsbetten

    zu einem Klärungsbedarf bzw. Fragen damit die getroffenen Empfehlungen anhand des Datenmaterials auch nachvollziehbar sind.

    1. Studie/Prognose vs. Ist-Daten zum 30.3.2020
    Sehr offensichtlich ist die Lage – speziell gemeint die belegten Covid-19-Intensivbetten – weit vom seinerzeitigen Prognosewert entfernt. Nach der Schätzung wäre am 29.3. eine kritische Überlastung eingetreten. Gemäß damaliger Warnung zur Begründung der div. Notfallmaßnahmen. Die Zahlen sind um das ca. 5-fache niedriger als der Prognosewert.

    Frage 1: Wie erklären Sie das und wie begründet das eine Verschärfung der Massnahmen ?

    2. Startzeitpunkt der Studien zur exponentiellen Verbreitung von SARS-CoV-2:
    Die Grafiken legen nahe, dass die Verbreitung bzw. der Start der exponentiellen Entwicklung, welche für Schätzungen herangezogen werden mit dem Datum des ersten nachgewiesenen Falles Ende Februar starten. Das impliziert die Annahme SARS-CoV-2 wäre erstmals dann in Österreich aufgetaucht, als es auch per Test entdeckt wurde. Diese Annahme ist höchst unplausibel.

    Wie Ihnen sicher bekannt ist, wurde versucht nach Entdeckung den ersten Fall in Wuhan weiter zurück zu verfolgen und man kam dabei auf eine vermeintliche Person und zu dem Datum 17.Nov.2019. Also spätestens seit dann, realistischerweise eher noch früher gab es in China den tatsächlichen 1.SARS-CoV-2 Infizierten.

    Wenn man also grob Anfang November annimmt, sollte bei der heutigen globalisierten Welt und der Tatsache, dass stark bevölkerte Flughäfen optimale Orte für die Verbreitung des Virus sind, das Virus problemlos bereits irgendwann um den Jahreswechsel in Europa bzw. speziell auch in Österreich angekommen sein.

    Legt man nun die, über die jetzigen Fallzahlen-Entwicklung ermittelten R0-Werte, sowie den exponentiellen Anstieg auf einen Zeitpunkt Anfang-Mitte Jänner, dann widerlegen sich sämtliche Prognosen quasi von selbst. Die befürchtete Überlastung bzw. ein merkbarer Anstieg der zu hospitalisierenden schweren Fälle hätte längst erfolgen müssen.

    Frage 2a: Warum gehen Sie nicht von einem wesentlich früheren Zeitpunkt des tatsächlichen Auftretens aus bzw. wie erklären Sie angesichts der in Fachkreisen als hoch kolportierten Dunkelziffer an infizierten Fällen, warum nicht schon viel früher schwere Fälle aufgetreten sind, wenn sich die Verbreitung – und somit auch die mit x(szenario)% bezifferte Quote an schweren Fällen – so entwickelt, wie Sie es für ihre Schätzungen ab Ende Februar zugrunde legen.
    Frage 2b: Die in 2) geschilderten Bedenken kommen noch erschwerend zu Pkt 1) dazu: Wie rechtfertigt das die Empfehlung zur Verschärfung von Massnahmen?

    3.Datengrundlagen
    Wie Ihnen sicher bekannt ist, kritisiert Cochrane/EbM-Netzwerk die Rechtfertigung von Massnahmen bei mangelnder Evidenz:
    https://www.ebm-netzwerk.de/de/veroeffentlichungen/covid-19

    Frage 3a: Wie wird wer in Ö. getestet bzw. als "Infizierter" gewertet. Wie werden Todesfälle gezählt. (Hinweis: es ist die "an/mit Corona Problematik gemeint)
    Frage 3b: Wie dringlich scheint Ihnen eine Testung einer repräsentativen Kohorte in Ö (auf Antigen/Antikörper) und gibt es da Empfehlungen an die Regierung?

    4.Kritische Meinungen, Risikoabwägung
    Wie Ihnen sicher bekannt ist, werden die kritischen Stimmen auch international immer mehr. Insbesonders hebe ich auf folgende ab:
    Prof. Dr. Gérard Krause – Epidemiologe am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
    Dr. Eran Bendavid und Prof. Dr. Jay Bhattacharya Stanford-Universität
    Prof. Ioannidis ebenfalls Stanford-Universität
    Dr. Kari Stefansson, deCODE genetics

    Frage 4a: Wie sehr berücksichtigen Sie die laufend größer werdende Zahl kritischer Experten, insbesondere im Bezug darauf, dass für verantwortungsvolles politisches Handeln eine Abwägung der Gefahr durch SARS-CoV-2 gegenüber der uU. viel größeren Gefahr durch die Massnahmen mehr als angezeigt erscheint.
    Frage 4b: Findet eine vertiefte Risikoabwägung überhaupt statt, wenn ja welche, wenn nein – warum nicht.

    In Erwartung auf baldige Antwort, verbleibe ich

    mit freundlichen Grüßen

    PS: die Fragen richten sich klarerweise auch an die im (cc) adressierten Herren Professoren gemäß der Pressemitteilung

    • Klasse! Bei all den Fragen und alternativen Meinungen, die mittlerweile veröffentlicht sind, muss man nicht mal Wissenschaftler sein, um die Situation kritisch zu beurteilen. Hoffentlich ändert sich die Situation in kürzester Zeit, ich muss bald mal wieder zu Billa. 🙂

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