Tagesdosis 31.7.2019 – Immer wieder Krieg und Frieden

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Lieber 100 Stunden umsonst verhandeln, als eine Minute schießen  – Helmut Schmidt

Die USA haben im Irankonflikt ein förmliches Ersuchen an die Bundesregierung geschickt. Man kann davon ausgehen, dass die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer diesem Ersuchen einer Beteiligung der Bundeswehr folgen wird. Außer die Partei Die Linke sind alle Parteien des Bundestages NATO-affin. Sogar die Partei die Grünen sind mit einem Bundeswehreinsatz, wenn er der Deeskalation nutzt, einverstanden. Offiziell nennen die USA diese Mission eine Schutzmission im persischen Golf, um iranische Aggressionen zu bekämpfen. Die Bundesregierung hingegen meint, dass man die Freiheit der Seefahrt dort schützen solle. Nach dem Amtsantritt des neuen britischen Premierministers Boris Johnson will dieser jedoch einen europäisch geführten Einsatz, den er am Liebsten von den USA unterstützt sehen will.

Was die neue Kommissionspräsidentin der Europäischen Union, Ursula von der Leyen, will, kann man sich denken. Der Kurs heißt Frieden, schrieb einst ein deutscher Kanzler. Das ist lange her. Zu lange, als dass diese Verpflichtung der jüngeren deutschen Geschichte noch im öffentlichen Interesse oder Gedächtnis zu finden ist. Ein klares Nein zu Bundeswehreinsätzen hat es lange gegeben. Deutschland, wie auch die EU oder die USA, befinden sich im Zangengriff des Neoliberalismus und kommen dort auch in naher Zukunft nicht einfach so raus. Zu eng ist die Beziehung zum Geld gewachsen, als dass man selbst noch merkt, das man nicht das Geld dirigiert, sondern das man vom Geld regiert wird. Die Kriege nach dem Jahrhundertverbrechen vom 11. September 2001 haben diese Welt weiter und tiefer in Richtung Wir gegen den Rest der Welt festgezurrt.

Osama bin Laden ist tot. Im Meer versenkt. Beweise dafür gab es für die Öffentlichkeit nie. Wer weiß von den heute fünfundzwanzigjährigen, dass selbst im Steckbrief des FBI nie die Rede davon war, dass dieser Osama bin Laden wegen der Jahrhundertanschläge angeklagt wurde? Immer mehr wird vergessen. Und so formt sich die Welt einer neuen Generation, die sich erst einmal mit diesen Lügen abfinden müsste, von denen sie im Großen und Ganzen noch nichts weiß. Vielleicht vereinzelt, aber in der Masse weiß sie es nicht. Vom sogenannten menschenverursachten Klimawandel, davon wusste Rezo erst acht Wochen vor seinem Video etwas. Auch sonst weiß dieser Rezo im Grunde nichts von eben diesen vielen Machenschaften, die die Welt andauernd in Atem halten.

Die ARD-Sendung Monitor hatte kürzlich ein Interview mit Rezo online gestellt (1). Rezo soll dreißig Jahre jung sein. Nicht nur ihm, seiner Generation ganz allgemein sieht man ihre Jugend an, nicht aber ihr Alter. Bloß nicht altern, immer hipp sein und die Sprache der Jüngeren sprechen: Boah Diggi, ey man, die Erde wird sterben, Politiker sollen endlich mal Durchballern, wenn die Wissenschaft das so sagt, dann wird das wohl stimmen, es gibt nur eine legitime Meinung. Rezo sieht auch, dass in allererster Linie die Politik daran schuld ist.

Dass das nicht so sein kann, ein solches Wissen besitzt Rezo nicht. Noch nicht. In ein paar Jahren wird nicht nur Rezo solches Wissen haben. Dann wird er vielleicht über die Daniele Gansers und Rainer Mausfelds seiner Welt reden. Es scheint immer genau so zu sein. Alle Generationen machen für sich die gleichen Erfahrungen und alle Generationen müssen die Dinge auf ihre Weise verstehen und kennenlernen. Alle Generationen glauben, sie würden es besser machen als die Generationen vor ihnen. Alle müssen erst aus ihren Erfahrungen lernen.

Alle brauchen ihre Wortführer, Denker und Helden und sie erwachsen alle aus ihren Zeitfenstern heraus. Sie alle werden hinter das Licht geführt und sie alle müssen selbst Wege finden, da wieder herauszukommen. Das kostet Zeit, sehr viel Zeit. Und ob die Menschheit diese Zeit noch haben wird, wenn wieder eine neue Generation kommt und dann wieder und wieder eine und keine auf die Erfahrungen der anderen Acht gibt, das scheint ein Problem zu sein, auf das die Menschen noch gar nicht intensiv genug geschaut haben. Als die Zwillingstürme und Gebäude sieben in New York am 11. September 2001 zusammen fielen, war Greta Thunberg noch nicht geboren. Sie wurde zwei Jahre später geboren.

Die Propagandamaschine schafft es immer wieder gut, Generationen zu trennen, sie gegeneinander aufzustellen und ihr füreinander abzutrennen, so das Menschen wie Rezo oder Greta immer und immer wieder ganz alleine am Ende stehen. Ihre Namen werden benutzt für eine ganze Generation oder eine ganze Bewegung. Das ist ein guter Trick, um Macht auf eine ganze Gruppe oder Generation auszuüben. Um die Sache im Griff zu haben, um Lenkung zu ermöglichen. Scheitert Greta, scheitert die Bewegung, scheitert Rezo, scheitert sein Aufruf an seine Generation.

Das Säkularisieren einer ganzen Gruppe auf eine Person ist Ausdruck einer medialen Kraft, die dadurch zum Lenker dieser Kräfte wird. Das Medium wird zur Botschaft, meinte Marshall McLuhan. Ob Rezos und Gretas Generationen je so weit nachforschen, um ihn, den größten Medienanalysten zu verstehen? Auch sagte er, Es gibt keine Passagiere auf dem Raumschiff Erde, jeder gehört zur Besatzung. Da sich jedoch herausgestellt hat, dass sich die meisten Menschen wie Passagiere benehmen, wie Bedürfnisbefriedigungsmaschinen, hat man in ihnen eine Quelle unermesslicher Macht entdeckt und diese ausgefüllt.

Mit Lenkung und dem Manipulieren der öffentlichen Meinung, wie Walter Lippmann herausfand. Passagiere bestellen passiv. Die Besatzung plant aktiv an der Trennung. Die Großfamilie ist aufgelöst, die Kleinfamilie atomisiert. Und so glauben fast alle an die Führung durch Redner, die dann die Expertenmeinung darstellt. Einer steht oben, der Rest hört zu. Einer redet ins Mikro, alle hören dem zu. Eine steht im Rampenlicht und alle folgen dem, was sie sagt. Ist das nicht ebenso ungeheuerlich wie grotesk? Es ist das Anhimmeln von Autoritäten im feinsten Gehorsam. Auch Rezos und Gretas Generationen stehen stramm im Dienst des Herrschaftssystems.

Viele von uns denken, dass die eigenen Großeltern noch im Gehorsam standen, dass sie der Obrigkeit gehorchten, Untertanen waren. Doch dass sie selbst auch noch untertänigst im Gehorsam stehen, das fällt ihnen nicht ein. Eine Person sagt etwas, ein Mikro und eine Kamera stehen dort, bringen das und schon wird das im Mainstream diskutiert, oder in der eigenen Filterblase geheiligt. Nur durch eben diese Kraft des Mainstreams können überhaupt Menschen wie Ursula von Leyen, Angela Merkel und Annegret Kramp-Karrenbauer als Expertinnen gelten und ihre Jobs machen. Der Kurs heißt wieder Krieg. Das ist die Passivität der Passagiere, die sich nicht einmischen in den Kurs der Besatzung(smacht).

Ob der in Teheran geborene irandeutsche Omid Nouripour, Abgeordneter des Deutschen Bundestages für die Partei die Grünen, nun offen für einen Bundeswehreinsatz am persischen Golf ist und die Grünen zum dritten Mal in einen Krieg bringen will, bleibt abzuwarten. Irandeutscher übrigens deswegen, da ein iranischer Staatsbürger sein Leben lang Iraner bleibt, da man den iranischen Pass nicht abgeben und die iranische Staatsbürgerschaft nicht aufgeben kann. Einmal Iraner immer Iraner. Wie lange ist die Bundeswehr nun schon in Afghanistan? Achtzehn Jahre! (2)

Ob der Grund dafür der Generation Rezo oder Greta bewusst ist? Es war das Jahrhundertverbrechen. Man glaubte, in den Bergen von Afghanistan Osama bin Laden zu finden, den nicht das FBI, sondern der US-Präsident George Walker Bush für die Anschläge am 11. September 2001 verantwortlich machte. Das ist lange her, doch die Bundeswehr ist noch immer dort. Irgendeine humanitäre Idee bringt die Bundeswehr bestimmt auch bald in den persischen Golf.

Hartz IV-Gesetze, kommen auch von den Grünen und der SPD. Und weil der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder nicht auch noch in den Irak einmarschieren wollte, drohte der damalige Außenminister der Partei die Grünen, Joschka Fischer, mit Rücktritt. Denn dieser wollte in Bush-Juniors-Ära zu den Willigen gehören. Jugoslawienkrieg? Der wurde ganz direkt von den Grünen erzwungen, durch Joschka Fischers Auschwitz-Vergleichs-Lüge.

Auch wollen die Grünen umweltschädliches Fracking-Gas aus den USA importieren, nicht ganz normales Gas aus Russland oder Europa. Auch bei der Isolierung Russlands von Europa sind die Grünen Schreihälse in der ersten Reihe. Kurzum, die Grünen sind längst die gleichen Unruhestifter wie die meisten deutschen Parteien, leben aber noch immer vom Nimbus der Jungfräulichkeit aller moralischen Ansprüche – vor allem in Sachen des Friedens und des Umweltschutzes. Unfassbar, aber so derart verbildet hat man die Generation Kopf runter konditioniert. Und dies, obwohl alles offen im Internet nachzurecherchieren ist. Der schnöde Mammon besiegt eine Generation nach der anderen. Geld regiert sie alle, auch die Grünen, auch die Linken und auch die Kommunisten.

Land in Sicht? Ich sehe Wolken, schwarze Wolken und ich höre Schreie, entsetzliches Geschrei. Und dann sehe ich Helden. Ganz viele Helden, die von einer neuen Welt reden. Tobende Hallen voller Applaus. Friedenstaumel und Beschwörungen auf das Gute. Auf eine Weltgemeinschaft im Frieden. Und dann, dann sehe ich wieder Geld, viel Geld. Ganz unbeschreiblich viel Geld. Dann höre ich ganz leise Marschmusik und merke, dass sich der Kurs dreht. Er dreht sich wieder und wieder in Richtung Krieg und dann in Richtung Frieden und dann in Richtung Krieg

und dann…,

dann lese ich bei Spiegel online, dass kein geringerer als der Jugoslawien- und Afghanistan-Krieg-Befürworter, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit a. D., Jürgen Trittin von den Grünen, der mahnt, dass ein deutscher Militäreinsatz in der Straße von Hormus nur mit einem internationalen Mandat zu haben sei, sprich ein Mandat von den Vereinten Nationen die Voraussetzung für einen Bundeswehreinsatz sei (3). Dass dieser Trittin sich das traut, ist schon unverschämt, denn sein Kanzler Gerhard Schröder gab in einem Interview zu, dass er und seine Regierung mit dem Eintritt in den Jugoslawien-Krieg die Menschenrechte gebrochen habe, denn seine Regierung habe, ohne ein Mandat der Vereinten Nationen zu bemühen, in Jugoslawien mitgewirkt, völkerrechtswidrig (4). Das wäre nicht nur, das ist ein Fall für den Internationalen Gerichtshof in Den Haag.

Aber was kümmern die stärksten und reichsten Mächte heute noch die Menschenrechte und das Völkerrecht, wenn sie in Alleinherrschaft diese Welt bewegen können? Lehren aus den beiden Weltkriegen ziehen? Heute? Europa ist ja befriedet und bekam ja dafür schon den Friedensnobelpreis zuerkannt. Da kann man ja jetzt machen, was man will, als Friedensnobelpreisträger.

Nicht die Geschichte wiederholt sich. Es sind die Menschen selbst, sie machen immer und immer wieder die gleiche Geschichte. Auf Kosten der Menschen der Gegenwart – immer und immer wieder wechseln sich Krieg und Frieden ab.

Quellen:

  1. https://www.youtube.com/watch?v=P4_Klm9JuZA&feature=youtu.be&t=308&fbclid=IwAR2ymc8kme1lrWRE6RAfanpkUfj-YiWFINpfVqKoZLOJ0mKEriED6wpsQaA
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Beteiligung_am_Krieg_in_Afghanistan
  3. https://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-usa-bitten-deutschland-um-beteiligung-an-hormus-mission-a-1279659.html
  4. https://www.freitag.de/autoren/joachim-petrick/gerhard-schroeders-selbstanzeige

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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24 Kommentare zu: “Tagesdosis 31.7.2019 – Immer wieder Krieg und Frieden

  1. „Remember „nach dem gleichnamigen Film.

    Der Iran ist (abgesehen von Nord-Korea) das letzte Land auf der „Schwarzen Liste“ der globalistischen Ein-Welt-Geldordnung.
    Danach ist nur noch das Imperium USA selbst (Co2 Smoker Nummer 1,Lei(d)waehrungstraeger) unoetiger Ballast fuer die NWO.
    Es wuerde mich nicht wundern ,wenn die USA mit dem Iran in einem Aufwasch auf die groesse einer Regionalmacht eingedampft werden und es dem Iran in die Schuhe geschoben wuerde.

    Im Mamon-Zeitalter sind alle Plagen perfide moeglich und die patriotischen Kraefte der USA
    aus der Ueberzeugung der totalen Ueberlegenheit heraus verbl(o)e(n)det genug um das das teuflische Spiel dahinter
    gar nicht erst zu durch schauen (b.z.w erst wenn es zu spaet ist).

    Wenn „Michel“ sich fuer diesem Wahnsinn wieder einmal „dumm gelaufen“erwaermen laesst,
    dann entsorgt er sich als unbelehrbarer „Altnazi und Schueler „gleich mit.

    Die weiterführende Antwort an die Adresse der „Dosenkoepfe“ waere:
    „Nein Danke,das kennen wir schon“.
    Damit wuerde“Miche“l seine Vorpruefung zur NWO erst einmal bestehen.

  2. Irren wir uns nicht ein wenig, wenn wir glauben, dass je Frieden existiert hat, Herr Lenz?

    Und sind Erkenntnisse tatsächlich diskussionsfähig, wohl eher nicht.

    Im Kleinen wie im Großen, oben wie unten, innen wie aus.

    Nicht ohne Grund bezeichnet der Mensch Gesundheit als Abwesenheit von Krankheit.
    Denn Gesundheit ist keiner tatsächlicher Zustand und existiert nirgends in der Natur und Kosmos.
    Gleichgewicht wohl, Gewaltfreiheit ebenso, aber Gesundheit oder Frieden?

    Und so war schon immer „Frieden“ stets die Abwesenheit von Krieg.
    Wahrer Frieden erfordert die geistige Erkenntnis, dass Krieg das denken, atmen, handeln, leben von Gewalt ist.
    Gehorsam ist nur eine Form von Gewalt.

    Genau wie Gehorsam ungebrochen seit Jahrtausenden in 99,9% aller Weltbilder der Menschheitsfamilie integriert war, so war ebenso Gewalt ununterbrochen Bestandteil des Lebens.

    Wo Gewalt, da kann kein Frieden gewesen sein.

    Das beweist sich schon daraus, dass jeder ernst zu nehmende Trauma-Therapeut und Experte heute anhand seiner Patienten belegen kann, dass ein inneres traumatisches Erlebnis sich auf vielen Ebenen des menschlichen Seins zeigt und sich verlagern kann. Da hilft auch kein chirurgisches Entfernungsversuch des akut präsenten Kriegsschauplatzes des Traumas auf körperlicher Zellebene. Denn es wandert, es verlagert sich, es ist stets präsent und lässt sich nicht nur Aktionismus „verarschen“. Die Phase nach einer scheinbaren Genesung ist die Verschnaufspause, bis das Trauma erneut sich zeigt und gesehen werden möchte.

    Wer heute Frieden möchte, für sich, in seinem Leben, im Miteinander, kollektiv auf diesem Planeten, der darf Gewalt in all seinen Facetten und Erscheinungsformen bei sich selbst entkernen. Aus der Sprache, seinem Denken, seinem Weltbild, seinem Glauben, seinem Handeln und auch aus seiner Vorstellung der Zukunft.

    Frieden kehrt ein, erstmalig, wenn der Einzelne Gewalt in sich selbst und das Gegenteil von Gewalt erkennt und die kritische Masse begonnen hat Gewalt durch sein Gegenteil zu ersetzen. Und das Gegenteil von Gewalt ist eben nicht Frieden.

    Wer für sich das Gegenteil erkannt hat, kann es schreiben, tanzen, rufen und brüllen. Für alle anderen und hilft so wahrlich aktiv mit. Schreien für Frieden hilft niemandem.

    Bis dahin herrscht weiterhin Kriegszustand.

    • das ist wohl doch ein wenig zu einfach und verträumt.
      krieg wird doch nicht geführt , weil jemand gewaltphantasien hat . das wäre doch wohl zu einfach. krieg wird nur geführt, weil einige wenige und deren helfershelfer zuerst an der aufrüstung glänzend verdienen und danach am krieg noch einmal. nur dies und die im zusammenhang mit dem krieg ausgerechneten zuflüsse an macht, ressourcen aller art sind hauptverantwortlich für kriege.
      und es muß auch gewalt geben, die notwendig ist ,um den kriegstreibern,kriegsgewinnler die eine enorme macht haben und über zahlreiche vasallen/getreue / helfershelfer verfügen, wirksam in den arm zu fallen. denn freiwillig geben diese nicht aus, es geht doch um ein ‚geschäft‘ welches billionen an gewinn usw einbringt !

  3. Tja, wir Menschen werden halt naiv und gutgläubig geboren, und in den meisten fällen dann auch noch die ganze Kindheit lang schon in eine Richtung erzogen, das es dann als Erwachsener schwer ist, diese ganzen Dinge kollektiv zu überwinden.
    Die Machteliten und deren gestörtheit sind für die meisten gutgläubigen Menschen nur sehr schwer zu erfassen.
    Man denkt einfach in vielen fällen automatisch von Natur aus, „so gestört wäre doch niemand sowas zu tun“ und tut es dann erstmal oft als „Verschwörungstheorie“ oder schwachsinn ab am Anfang.
    Die wissen halt auch wie man die Sprache & diesen „roten Bereich“ wo die Menschen dann dinge nicht mehr glauben konsequent ausnutzt.

    • @ Meissen
      Meinten Sie :<>? En tout cas, merci bien de votre indication et de m’avoir ouvert une nouvelle source d’informations.

    • nochmal @ Meissen (ein Teil meines Textes hat das Programm von KenFM glatt verschluckt, deshalb jetzt ohne > und <):
      Meinten Sie den Artikel: Réflexions sur l’annonce officielle de la mort d’Oussama Ben Laden?
      En tout cas, merci bien de votre indication et de m’avoir ouvert une nouvelle source d’informations.

    • @Meissen
      Zu Ihrem anderen Hinweis auf nachdenkseiten.de/?p=53877:

      Jens Berger bringt es dort auf den Punkt: Muss man denn unbedingt z.B. jemanden wie Greta Thunberg niedermachen und ihr jede gute Absicht absprechen, nur weil Leute (wer auch immer) hinter ihr stehen, weil sie vielleicht (aus welchen Quellen auch immer) über Mittel verfügt, um ihrem Anliegen Gehör und sogar Öffentlichkeitswirksamkeit zu verschaffen? Wenn sie sich für eine gute Sache einsetzt, ist das doch erstmal nur positiv. Und so erforscht sind die globalen (!) Auswirkungen menschlichen Handelns auf das Klima nun nicht, dass man menschengemachte Klimaänderungen wirklich ausschließen könnte. Solange man sie aber nicht vollständig ausschließen kann, ist es sinnvoll, sie jedenfalls für möglich zu halten und dann alles zu tun, um das Verhalten zu ändern. Denn solange es nicht nachweislich vollständig ausgeschlossen ist, dass sich bestimmte menschliche Verhaltensweisen negativ auf das Klima auswirken, hat man davon auszugehen, dass sie sich negativ auswirken und folglich alles zu tun, um diese Auswirkungen zu vermeiden. Es ist wie mit dem Restrisiko eines Atomkraftwerks oder mit der Frage, ob ein 5G-Standard für mobiles Internet und Mobiltelefonie gesundheitsschädlich ist oder nicht: Man hat es einfach bleiben zu lassen, wenn man Schaden wirklich ausschließen will.

      Dann aber kann ich nichts Falsches darin sehen, wenn Greta und ihre Anhänger die Öffentlichkeit darauf aufmerksam machen, dass es zumindest diese Möglichkeit einer Klimaschädigung durch menschliches Fehlverhalten gibt, dass diese Möglichkeit nach allen bisherigen Erkenntnissen jedenfalls nicht auszuschließen ist.

      Wir wollten doch eigentlich immer eine Jugend, die sich für positive Ziele engagiert. Und wenn sie es dann tut, muss man sie nicht madig machen, indem man ablenkt auf völlig unwichtige Details, die gegenüber diesen viel wichtigeren Zielen von absolut untergeordneter Bedeutung sind.

    • @citoyen invisible
      Greta Thunbergs hat es schon immer gegeben – in den 60er, 7oer und 80er Jahren war es Usus, Kinder mit zu politischen Veranstaltungen und/oder Festivals zu nehmen. Der Unterschied: sie wurden nicht derart instrumentalisiert. Schau´n wir in die Geschichte fällt mir spontan Jeanne d´Arc ein – ob und inweiweit ein solcher Vergleich überhaupt zulässig ist, möchte ich hier mal dahin gestellt sein lassen. Wichtig erscheint mir die politische Instrumentalisierung. unserer Kinder. Und anders als Herbert Grönemeyer, finde ich den Spontispruch „Kinder an die Macht“ alles andere als glücklich.
      Hinter jeder Form der Abwertung steht ein innerseelischer Konflikt, der zur Lösung drängt. Die Abwertung weist darauf hin, das der Konflikt ins Aussen projiziert wird und dort einen Aufhänger findet. Wo Erwachsene Kinder zu ihrer Projektionsfläche machen, erscheint uns dies besonders schlimm, weil wir davon ausgehen, dass sie sich im Machtgerangel der Ideologien am wenigsten zur Wehr setzen können. Offensichtlich werden sie so zu Opfern unserer eigenen Unfähigkeiten. Sollten wir ihnen deshalb einen Friedensnobelpreis verleihen und zu Ikonen unserer Unzulänglichkeiten machen? Auch ich bin der Meinung, daß wir unserer Kinder ernster nehmen sollten, aber das setzt zunächst voraus, dass wir uns selber ernster nehmen und uns unserer eigenen Beschränkungen bewusst werden. Khali8l Gibran hat dies in seinemm Gedicht „Eure Kinder“ auszudrücken versucht:
      „Eure Kinder sind nicht eure Kinder.Sie sind die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber…“

      Anthropogener Klimawandel?
      Ist es nicht vielleicht offenbar, dass dieses Thema vielmehr unseren seelisch-geistigen Zustand widerspiegelt, als das er auf einen „objektiven Sachverhalt“ hinweist? Insofern scheint mir der Vergleich mit der Kernspaltung und ihren Folgen, wie auch dem Thema 5G stimmig. Es geht hier mE faktisch nicht primär um äussere Belange, sondern um unseren Mangel an wirklichem Wissen. An eben diesem Wissen mangelt es nicht nur unseren heutigen Wissenschaftlern, sondern auch Leuten, die sich in selbstgefälliger Manier dazu aufschwingen das Geschick der Welt zu lenken.

    • @Phonac

      Kinder an die Macht, das kann es sicher nicht sein. Familien mit Kindern, nicht aber die Kinder selbst, sollten gewiss politisch mehr Gewicht haben und nicht nur reduziert werden auf einen Zahlfaktor aufgrund von Sozialleistungen (Kindergeld, Erziehungsgeld usw.). Mit Sozialleistungen welcher Art auch immer werden Bürger ruhig gestellt und außerdem vom Staat abhängig (siehe Hartz IV). Diese Politik breitet sich in Deutschland immer weiter aus, indem sich immer mehr Sozialleistungen auf die Bürger ergießen – welch wundersame Geldschöpfung den Staat auch immer dazu befähigen mag. Wer da auch noch ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle finanzieren soll, ist mir schleierhaft. Aber das nur nebenbei.

      Die politische Instrumentalisierung unserer Kinder ist natürlich in unserem medialen Zeitalter umso leichter. Doch waren Kinder schon immer Einflüssen ausgesetzt, ob positiven oder negativen. Das fängt bei den Eltern an und setzt sich fort über Schule und Ausbildung, Freunde und Gesellschaft usw. Und immer instrumentalisieren Interessengruppen natürlich zur Erreichung ihrer Ziele solche Menschen, die am leichtesten beeinflussbar und lenkbar sind, also gerade auch Kinder und Jugendliche. Aber dann ist es umso wichtiger, dass die sich nach und nach davon lösen, indem sie selbstständig denken und handeln lernen. Dass das möglich ist und sie durchaus nicht „Opfer unserer eigenen Unfähigkeiten“ werden bzw. bleiben müssen, hören wir ja von Professoren wie Franz Ruppert und Jochen Maaß.

      Deshalb habe ich Hoffnung, dass vielleicht sogar eine Greta Thunberg einmal, spätestens wenn der Hype um sie abgeflaut sein wird, die Zusammenhänge erkennt, ihr Handeln richtig einordnet, sich von dem löst, was falsch war, und dann das, was gut und richtig ist, weiterverfolgt. Ich schreibe bewusst einschränkend „vielleicht sogar“, weil man natürlich stattdessen auch leicht in einen rauschhaften, realitätsfernen Zustand verfallen kann, wenn man eine derart öffentlich beachtete Person geworden ist. Aber das sind ja nur ganz wenige Personen in dieser „Klima“-Bewegung. Die anderen haben daher noch bessere Chancen, normal zu bleiben/werden, eben „die Söhne und die Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber“.

    • Oh, aus Hans-Joachim Maaz habe ich im Übereifer Jochen Maaß gemacht. Sorry, ist mir sehr peinlich.

  4. So ein paar posttraumatisch Belastete aus Afghanistan zurück reichen anscheinend nicht, denn die sind ja noch am Leben.

    Warscheinlich müssen Söhne, Ehemänner, Brüder etc. ( auch gern in weibl. Version…) erst wieder so richtig ermordet, zerstückelt, ertrunken, verbrannt, also wirklich richtig und für immer tot…. und davon natürlich auch ganz viele, zuhauf in SÄRGEN zurück nach D. geliefert werden, damit Bevölkerung und Mainstream merken, worum es hier eigentlich geht.

    Tot, töter, am tötesten, atmet nicht mehr, nie mehr…

    Schlaue Werbeagenturen haben aber selbst dann warscheinlich schon die entsprechende Propaganda zwecks Verschönerung der vielen zurückgeschickten Leichen in der Schublade: „Helden, Friedensbringer, Brunnenbauer, Retter unserer Werte, irgendwas mit „Klima“…da geht bestimmt noch so einiges.

    Man glaubt es kaum… „Der Stahlhelm überm Kopf ist das Ende des eigenen Denkens“

  5. Stimmt, „Es sind die Menschen selbst,“ in deren Innerstes die Konflikte stattfinden, die sie dann mit vermeintlich rationalen Gedanken ins Aussen tragen und dort in gnadenloser Weise ausfechten. Genährt von ihren falschen Gedanken, die von Psychologen oft schlicht als Rationalisieungen bezeichnet werden, steigern sie ihre Phantasien bis zur Allmacht.
    „Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, und es ist mir gleichgültig, wer die Gesetze macht!“, sagte einst Amschel Mayer Rothschild. Heinrich Heine, meinte dazu: „Das Geld ist der Gott unserer Zeit und Rothschild ist sein Prophet“. Und John F. Kennedy fügte einige Tage vor seiner Ermordung hinzu: „There´s a plot in this country to enslave every man, women and child. Bevore I leave this high and noble office, I intend to expose this plot.“

    Novus ordo seclorum
    Schauen wir auf das aktuelle Zeitgeschehen, scheinen sich die Ereignisse zu überschlagen und in rasantem Tempo auf „eine neue Ordnung der Zeitalter“ zuzulaufen. Aber was hier so plötzlich erscheint ist keineswegs eine „plötzliche“ Erscheinung. Mit Blick auf die deutsche Vergangenheit können wir sehen, das hier „von langer Hand“ geplant wurde.
    Während der Bonner Regierungszeit gab es noch Politiker, wie bspw. Brandt und Bahr die nicht nur über eine innere Souveränität verfügten, sondern auch die im Aussen damals noch vorhandene Teilsouveränität zu nutzen wussten. Das änderte sich dann, symbolisch quais mit dem Umzug des Parlaments von Bonn nach Berlin. Seitdem outet sich der methodische Wahn in Form von eigentümlichen Konstrukten, hier insbesondere den Maastrichter Verträgen, die ein hehres Ziel verkündeten, jedoch nicht verwirklicht werden konnten, oder den in den damals folgenden Jahren, „liberalisierten“ Finanzmärkten. Selbstverliebte Menschen, wie Schröder, Fischer und Merkel – um nur einige Beispiele zu nennen -, nicht nur der inneren, sondern (folgerichtig) auch der äußeren Souveränität beraubt, machten sich zu den Hanseln der elitären Ideologen des Westens. Befehlshaber von Frau Kramp ist heute, über die Nato, der (jeweillige) amerikanische Präsident. Die „geistigen“ Eliten feiern ihre Siege über Bosnien, dem Irak, Lybien, der Ukraine, Afghanistan, Chile, Argentinien, Europa, usw. usf.
    Krieg und Frieden beginnen in der Seele des Einzelnen und solange sich das schlechte Gewissen nicht regen kann, weil die Verdrängungskraft mangels eigener Souveränitätsanstrengungen nicht wächst, wird sich daran auch nichts ändern, fürchte ich.

    • Ja, sicher alles richtig, gute Analyse.

      Aber die Geschehnisse dürfen einen nicht derart in ihren Bann ziehen, dass man auf sie völlig gelähmt starrt, wie das Kaninchen auf die Schlange und dadurch am Nachdenken über Veränderungen gehindert wird. Denn dann haben sie einen wirkungsvoll ausgeschaltet, diejenigen, die ein Interesse daran haben.

      Unsere Erkenntnisse, und seien sie noch so erschreckend, dürfen uns trotz allem nicht schwächen. Sonst haben wir schon verloren. Erkenntnisse und Analysen müssen vielmehr ein Energieschub sein, der einen dauernd antreibt, nach Lösungen und neuen Wegen zu suchen.

      Mir imponiert immer Daniele Ganser, der bei seinen gründlichen wissenschaftlichen Forschungen über illegale Kriege und Geheimarmeen in die tiefsten Abgründe schaut und sich trotzdem seine positive Haltung und seinen Humor nicht nehmen lässt.

    • Aber, Phonac, gerne stelle ich klar: es lag mir fern, Ihren guten Beitrag zu kritisieren, und liegt mir umso ferner, als mich Rüdiger Lenz aufgeklärt hat in seiner Antwort von 19:10 Uhr auf meinen vorhergehenden Kommentar.

  6. Welch eine Resignation!

    Soll es das jetzt gewesen sein mit unserem Engagement, mit dem wir ja eigentlich verhindern wollten, dass sich alles Üble wiederholt? Lassen wir uns nun doch matt und entkräftet beeindrucken von dem Säbelrassseln der Mächtigen und ihrer Helfer? Glauben wir nicht einmal mehr an unsere Jugend – und an uns, dass wir uns ihr genügend bemerkbar machen können, damit sie in den Weiten des Internets auch uns hört und versteht? War es denn nicht schon immer so, dass am Anfang nur eine kleine Gruppe erkannte, was schief läuft, aber deswegen keineswegs resignierte, bis es ihr schließlich gelang, eine ungeahnte Breitenwirkung zu erzielen und plötzlich viele zu beeindrucken, so dass sich die Verhältnisse änderten?

    Ich weigere mich, denen da oben oder wo auch immer den Gefallen zu tun, mich von den Ängsten, die sie uns einjagen wollen, schwächen zu lassen und dadurch beherrschbar zu werden. Ich halte es lieber mit Luther und pflanze unbeirrt mein Apfelbäumchen.

    • @citoyen invisible, kann ja sein, dass der Text bei einigen Resignation auslöst. So ist er aber nicht gemeint. Der Lenz resigniert nicht, denn der Lenz schrieb ja schon viel. Dieser Text hier ist nur eine Passage, eine Erkenntnis aus dem werden der Menschheit. Er zeigt „Und täglich grüsst das Murmeltier“. Aber resignieren? Nicht für mich.

    • @Rüdiger Lenz
      Okay, danke, das hatte ich nicht bedacht und bin nun wieder beruhigt. Bin noch relativ neu hier und überbewerte anscheinend gelegentlich etwas.

  7. Einsamer Rufer in der Friedenswüste, ich höre Frieden aber sie meinen Krieg! GsD ist ja die Bundeswehr unzureichend ausgerüstet, deshalb bin ich dafür, die Gorch Fock in den Golf zu schicken wenn sie fertig sein wird!

  8. Einsame Rufe in der Friedenswüste, ich höre Frieden aber sie meinen Krieg! GsD ist ja die Bundeswehr unzureichend ausgerüstet, deshalb bin ich dafür, die Gorch Fock in den Golf zu schicken wenn sie fertig sein wird!

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