Tagesdosis 4.10.2019 – Amerikanischer Exzeptionalismus und Donald Trump

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

In einem Artikel vom Mittwoch dieser Woche beklagt die US-Tageszeitung “Washington Post“ bitterlich, dass US-Präsident Donald Trump den geheiligten „amerikanischen Exzeptionalismus“ ablehnt (1). Liest man den Artikel mit dem Titel: „Der Trumpismus stellt eine Ablehnung des Amerikanischen Exzeptionalismus dar“ („Trumpism represents a repudiation of American exceptionalism“) weiter, dann hätte die einst vorbildliche liberale Zeitung Trump auch gleich Vaterlandsverrat in einem besonders schweren Fall vorwerfen können.

Bei dem Begriff „Amerikanischer Exzeptionalismus“ handelt es sich um den Anspruch der Vereinigten Staaten von Amerika eine Sonderstellung gegenüber allen anderen Nationen einzunehmen. Dieser Begriff ist in der gesamten US-Geschichte eine Konstante. „Ich glaube, dass Gott uns die Vision der Freiheit eingepflanzt hat“, erklärte Präsident Woodrow Wilson, als Washington in den Ersten Weltkrieg eintrat, um den Europäern den rechten Weg zu zeigen: „Sie werden auf den Pfaden der Freiheit wandeln“, fügte er hinzu.

Auch im 21. Jahrhundert stellt der amerikanische Exzeptionalismus weiterhin die politische Kernideologie der USA dar. Dazu gehört die Überzeugung, dass die USA „die einzigen in der Geschichte der Neuzeit sind, „die das Gottes Werk verrichten, indem sie ihr politisches und wirtschaftliches System anderen Länder bringen.“  (Aufzwingen, wäre genauer).

Wegen ihrer angeblichen „Einzigartigkeit“ sind die USA deshalb an völkerrechtliche Vereinbarungen grundsätzlich nur insoweit gebunden, wie diese ihnen nützen. Das gilt bis heute insbesondere für die schwer bewaffneten „US-Missionare“, die mit militärischem Gerät „The Manifest Destiny“ der USA, nämlich den Auftrag der göttlichen Vorsehung erfüllen, und die Segen des amerikanischen Kapitalismus und das Heil der US-Zivilisation möglichst vielen Menschen in allen Ländern rund um die Welt bringen.

Das alles begann bereits 1899, als die USA im Spanisch-Amerikanischen Krieg zum ersten Mal als Weltmacht auftraten. Damals sagte der US-Außenminister Elihu Root: „Der amerikanische Soldat unterscheidet sich von allen anderen Soldaten aller anderen Länder seit Beginn der Welt. Er ist der Vorreiter für Freiheit und Gerechtigkeit, für Recht und Ordnung und für Frieden und Glück“, erklärte Root, als die weit überlegenen US-Streitkräfte das spanische Imperium aus der Karibik und dem Pazifik vertrieben. Später bezeichnete Theodor Roosevelt diesen ersten imperialen US-Vorstoß als „historische Unvermeidlichkeit“ die im Rahmen des „Manifest Destiny“ (2) den USA „nationale Größe“ gegeben habe.

Die relative Leichtigkeit der US-Expansion trug natürlich zu der Vorstellung bei, dass die Vereinigten Staaten ein „außergewöhnliches“ Land seien, das von der göttlichen Vorsehung für einen höheren Zweck ausgewählt wurde, eine moralische Mission zu erfüllen. Die Vorstellung geht auf die Puritaner des 17. Jahrhunderts zurück, die Massachusetts an der Ostküste kolonisiert hatten. In den USA hatten sie ihre religiöse Verwirklichung gefunden. Für sie wurde Amerika zur „Shining City on the Hill“, zur „leuchtenden Stadt auf dem Hügel, ein Begriff, der zuvor nur zur Beschreibung das „geheiligten Jerusalem“ benutzt worden war. Danach war es nur noch eine Frage der Zeit, bis daraus der hegemoniale Anspruch der USA als „Erlösernation“ für die ganze Welt entstanden war.

Allerdings ist aus der „leuchtenden Stadt auf dem Hügel“ für weniger tief religiöse Anhänger des US-Exzeptionalismus inzwischen der aktuell sehr viel öfters gebrauchte Begriff von den USA als „Leuchtturm der Freiheit“ für die ganze Welt geworden. Dieser feste Glauben an den US-Exzeptionalismus, bzw. der Glauben der Herrschenden an den Verdummungs- und Propagandawert des US-Exzeptionalismus zur Mobilisierung der eigenen Bevölkerung für gute imperiale Kriege rund um die Welt, hält bis heute an. Vor allem bei den Neokonservativen hatte der Begriff zur Rechtfertigung ihres mörderischen Angriffskriegs gegen Irak mal wieder Hochkonjunktur.

Der Kriegsverbrecher Elliott Abrams, derzeit US-Sondergesandter für den Umsturz in Venezuela, sagte z.B. kurz vor dem Angriff auf Irak:

Seit Amerikas Erscheinen als Weltmacht vor ungefähr einem Jahrhundert sind wir … die größte Kraft des Guten unter den Nationen der Welt. Eine Abnahme der amerikanischen Macht oder des amerikanischen Einflusses ist für unser Land, für unsere Freunde und für unsere Werte schlecht“.

Dies ist in der Tat der Grund, warum es aus Sicht der US-amerikanischen „Exzeptionalisten“ so wichtig ist, dass Washington seine Handlungsfreiheit beibehält und gegenüber multilateralen Organisationen wie den Vereinten Nationen oder sogar dem Völkerrecht nicht rechenschaftspflichtig ist.

Folgerichtig, hatte dann auch die Bush-Regierung im Jahr 2003 die Vereinigten Staaten aus der Zuständigkeit des Internationalen Strafgerichtshofs entfernt. Die Begründung lautete, US-Truppen seien in ihren friedenserhaltenden Rollen so weit verbreitet und sogar so eindeutig und einzigartig, dass die Aufgabe des Gerichts, mutmaßliche US-Völkermords- oder US-Kriegsverbrecher vor Gericht zu stellen, aus politischen Gründen verdreht werden könnte, nur um Amerika zu treffen.

Und jetzt hat Donald Trump laut Washington Post das schlimme Verbrechen begangen, den amerikanischen Exzeptionalismus immer wieder abzulehnen.

Schauen wir uns an, was die Post ihm genau vorwirft: Laut Washington Post haben alle „US-Präsidenten beider Parteien historisch die wesentliche Rolle anerkannt, die die Vereinigten Staaten als besonderes und einzigartiges Leuchtfeuer der Freiheit spielen. Wir haben uns bemüht, das moralische Rückgrat der Welt zu sein, ein führender Verfechter der Menschenrechte, der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit“, heiß es in dem Blatt.

Aber das sei „nicht Trumps Weltanschauung“. Das habe Trump „ausdrücklich und wiederholt gesagt“. Noch schlimmer sei, dass er dies „durch seine Handlungen und seine falsche moralische Äquivalenz demonstriert“ habe. Als Beispiel dafür schildert die Zeitung, wie Trump im Jahr 2017 während eines Treffens mit zwei hochrangigen russischen Beamten im Oval Office erklärte habe, er sei nicht besorgt über die eine mögliche Einmischung Moskaus in die Präsidentschaftswahlen, „da die Vereinigten Staaten dasselbe in anderen Ländern tun“. Diesen Kommentar habe die Beamten des Weißen Hauses derart alarmiert, dass sie den Zugang zum Protokoll des Treffens auf eine ungewöhnlich kleine Zahl von Personen beschränkt hätten.

Unter Berufung auf einen ehemaligen hohen Beamten im Weißen Haus führt die Washington Post weiter aus, dass „Trump regelmäßig die Aktionen Russlands verteidigt“ habe, auch privat. Laut Trump handele kein Land moralisch lupenrein. In demselben Monat, in dem Trump während seines Gesprächs mit Vertretern des Kremls im Oval Office die russische Einmischung bei den US-Wahlen heruntergespielt habe, habe er ein noch viel größeres Verbrechen gegen den geheiligten US-Exzeptionalismus begangen: Während eines Interviews mit Fox News sei er gefragt worden, wie er zu der in den Medien verbreiteten Behauptung stehe, dass Wladimir Putin „ein Mörder sei“ sei.

Trumps erschreckende Antwort sei gewesen: „Wir (die USA) haben viele Mörder. Was denken Sie? Ist unser Land so unschuldig?“

Weiter schreibt die Post: „Trump kann sich nicht der Vorstellung anschließen, dass unsere Geschichte, unsere republikanischen Werte und unser einzigartiges Verfassungssystem Amerika außergewöhnlich machen“. Kurz vor seiner Präsidentschaftskampagne habe ein freundlich gesinnter Moderator, Trump auf einer Tea Party in Texas im Jahr 2015 gebeten, über die Bedeutung des amerikanischen Exzeptionalismus zu sprechen. In seiner Antwort, die zwei Minuten lang war, habe Trump sieben Mal gesagt, dass er den Begriff nicht mag, da er die Prämisse ablehne, dass Amerika außergewöhnlich sei. Wörtlich sagte er: (3) „Sehen Sie, wenn ich Russe wäre oder ein Deutscher oder eine Person, mit der wir Geschäfte machen, dann denke ich nicht, dass es ein schöner Begriff ist.“

Dieser Washington Post Artikel wirft ein ganz anderes Bild auf Trump, als jenes, welches die deutschen Großmedien ständig über ihn verbreiten, indem sie sein Wahlspruch „Amerika First“ ständig falsch interpretieren, nämlich als „Amerika über alles, über alles in der Welt“. Genau das aber ist die Handlungsmaxime der Trump-Gegner im US-Establishment. Diese sind mit unseren abgehobenen, neo-liberalen Eliten über die Strukturen des transatlantischen Tiefen Staates nicht nur wegen der gemeinsamen Ablehnung Trumps aufs engste verbandelt.

Übrigens, den Begriff „America First“ hat nicht etwa Trump erfunden. Es war im Namen der großen anti-Kriegsbewegung, die lange Zeit den von Roosevelt verfolgten Eintritt in den Zweiten Weltkrieg an der Seite Großbritanniens verhindern konnte. Trumps „America First“ mit seinen immer wieder von den eigenen Leuten unterlaufenen Bemühungen, alle US-Soldaten rund um die Welt nach Hause zu holen, sollte vielmehr als Rückgriff auf ursprüngliche „America First“ Bewegung gesehen werden.

Quellen:

  1. https://www.washingtonpost.com/news/powerpost/paloma/daily-202/2019/10/02/daily-202-trumpism-represents-a-repudiation-of-american-exceptionalism/5d9426f288e0fa50a6e1be2f/
  2. https://de.wikipedia.org/wiki/Manifest_Destiny
  3. https://www.motherjones.com/politics/2016/06/donald-trump-american-exceptionalism/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle:  Hunter Crenian/Shutterstock

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33 Kommentare zu: “Tagesdosis 4.10.2019 – Amerikanischer Exzeptionalismus und Donald Trump

  1. Was die von einigen Medien verbreiteten Anschuldigungen gegen Herrn Putin betrifft, dass dieser ein Mörder sei, hat Herr Trump richtig reagiert.

    Wir haben die USA schon ein wenig in Verdacht, dass sie ständig weltweit Kriege anzetteln.

    Seine Kündigung des Klimaabkommens hat er dann damit begründet, dass der Klimawandel eine Erfindung ist.

    Diesbezüglich könnte Herr Trump soweit recht haben, weil das CO₂ möglicherweise nicht der Klimakiller ist.

    Was jedoch keine Erfindung ist, das ist die weltweite Naturzerstörung. Diese ist dann auch letztlich der Grund dafür, warum es weniger Niederschläge gibt, wodurch sich das Klima aufheizt.

    Dass Herr Trump die nationalen Interessen vertreten will, ist dies so als solches noch nicht falsch gedacht.

    Allerdings könnten wir mal darüber nachdenken, wie die Nationalstaaten beim derzeitigen Außenhandel ihre eigenen Schuldenprobleme lösen.

    Jedenfalls ist Irland ein Steuerparadies für Konzerne. Dann bekommt Italien die eigenen Probleme wieder einigermaßen in den Griff, weil die neue Flat Tax Superreiche anzieht.

    Außerdem könnten wir uns die Frage stellen, wem die Politik von Donald Trump nützt.

    Trump missfällt etwa, dass Amerikas oberster Währungshüter, Jerome Powell, die Leitzinsen nicht senkt.

    Allerdings nützt der Niedrigzins doch nur Ultrareichen und er hilft irgendwo abgewirtschafteten Regierungen und insolvente Banken sich über Wasser zu halten. Dies funktioniert jedoch nur mit einem dramatischen Anstieg der Ungleichheit.

    Die expansive Geldpolitik begünstigt auch erstmal die "nationalen" Exporterfolge, aber trotzdem ist sie extrem gefährlich, weil etwa ausgerechnet Superreiche das aus dem Nichts geschöpfte Geld der Banken für lau bekommen.

    Jedenfalls sei Trumps gleichzeitiges erhebliches unternehmerisches Engagement eine Interessenkollision.

    Er sei zu Reichtum gelangt, weil er öffentliche Gelder angezapft hätte und seine Pleiten würde er verschweigen.

    Er investiert 200 Mio. US-Dollar in Prestige. Er verhilft dem Old Post Office Pavillion in Washington zu neuem Glanz.

    Der Nationalismus ist jedenfalls deshalb ein Problem, weil wir ein System haben, bei dem die Krisenverursacher die Krisengewinner sind.

    Dann tut Trump doch alles, um den großen Bankencrash hinauszuzögern. Er senkt etwa die Steuern für Unternehmen und weitet auch die Staatsausgaben aus.

    Er erkennt es auch nicht, dass die Aufrüstung lediglich den Banken bzw. dem Systemerhalt nützt. Aber ein Verteidigungsetat etwa in Höhe von 716 Mrd. US-Dollar muss dann doch letztlich dazu beitragen die Schulden immer weiter explodieren lassen. Vor allem ist doch der spätere Schuldenabbau nicht möglich.

    Etwas befremdlich ist auch seine Mauer nach Mexiko, weil er es damit offensichtlich nicht erkennt, dass das weltweite Finanzsystem immer mehr aus dem Ruder kommt.

    Dann zweifelt die ehemalige Fed-Chefin, Janet Yellen, an Trumps ökonomischen Kenntnissen.

    Damit hat sie insofern auch recht, weil eine Leitzinssenkung durchaus nichts Gutes ist.

    Dann wollte Trump doch für den saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman keine Konsequenzen für den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi – zumindest nicht durch die USA.

    Dann legte Trump auch gegen die Jemen Resolution sein Veto ein.
    Seine Mega-Rüstungsdeals mit Saudi Arabien, etwa in Höhe von 350 Mrd. US-Dollar oder ähnlich, finde ich sehr bedenklich.

    Die Ukraine Affäre könnte ihm jetzt sein Amt kosten.
    Trump blockiert diesbezüglich Ermittlungen und wir können nur abwarten, wie es damit weitergeht.

  2. Spannender Text, ich halte Trump immer noch für einen unfähigen, senilen TROTTEL, aber was über den EXZESSIONALISMUS gesagt wurde, trifft es im Kern. An dieser… NATION.. ist nur die Militärmacht besonders und die besteht nur durch Masse, nicht durh Qualität. Das wird China sehr bald unter Beweiß stellen.

    • Zitat: "ich halte Trump immer noch für einen unfähigen, senilen TROTTEL"

      Wie können Sie denn mit dieser Bewertung, Frau Merkel, Frau Leyen und Herr Maas passend abbilden?

  3. @ A.Eberl

    Das, was heutzutage mit 'Freimaurern' assoziert wird, ist wesentlich älteres Erbe aus Pharaonenzeit.
    Die 'Pyramide' (geometrisch Dreieck im 'Alles-sehenden Auge', das 'Auge' als vesica piscis zu verstehen = Schnittfläche zweier innerhalb einer Ellipse befindlichen Kreisflächen, deren jeweilige äußersten/polaren Ausgangspunkte die Ellipsenbrennpunkte sind.) kann man als 'Big-Bang'-Äquivalent sehen: ausgehend von einer Singularität gestaltet sich das gesamte Universum nach den Ausgangsbedingungen der Singularität (= skaliert z.B. Pharao).
    Über das Herrschen über BEIDE Polaritäten, kommt es zu einer faktischen Unipolarität der Macht.
    Wenn nachweislich in etlichen nationalen Konfrontationen also die Vertreter der Bipolarität (z.B. Freimaurer mit ihren Säulen und dem Schachbrettmuster) verwickelt sind, so erfüllen sie gemäß dieser Doktrin ihre Rollen als Spannungsquellen in Form von Bipolarität (= Hypothenuse des Dreiecks) und erzeugen so diejenigen Energien, die von einer übergeordneten Singularität (= Spitze des Dreiecks) nach Gutdünken gelenkt, ausgesteuert werden können, da die Herrschaft über beide Pole des Spektrums dies ermöglicht.
    Der diese, obwohl vermeintlich gegensätzliche Standpunkte einnehmenden, Protagonisten vereinende Moment ist dabei der unbedingte Glaube daran, dass die Welt zum Besseren verändert werden muss und dies nur so möglich sei.
    Man vergleiche einfach zwei Schauspieler die These und Antithese verkörpern, wie sie auf der Bühne gegeneinander zu wirken scheinen, aber natürlich nur so das Drama zur vollen Entfaltung, Aufführung mit Wirkung auf die Zuschauer bringen können.
    Ohne ein wirkliches Verständnis dieses Sachverhaltes sind alle Bemühungen, die aktuell so favorisiert werden völlig vergebens, weil lediglich das Narrativ dieser 'bipolar' Gestörten zur Gänze bedient wird und diesen genau jene Macht verleiht, die man ihnen zu nehmen beabsichtigt.

    • Heute scheint es mehrere okkulte Strömungen zu geben – eine davon ist wohl auch im Umkreis des Vatikans anzusiedeln – die Societas Jesu…
      Es ist doch eigenartig, dass Papst Benedict XVI., der Deutsche, vor einigen Jahren zurücktreten musste und an seiner statt zum ersten Mal ein echter Jesuit den „heiligen“ Stuhl übernahm…

      Aber was den althergebrachten, okkulten Strömungen incl. den kirchlichen, heute, gemein zu sein scheint – das war vielleicht bei den Freimaurern nicht immer so! – aber heute ist es wohl so: Sie mögen alle nicht die freie, selbst denkende autonome Einzel-Individualität, die eigenständig nach geistiger Erkenntnis strebt und die in der Seele frei ist. Warum sonst warnen die Kirchen so sehr davor, dass man sich ja nicht seinen „eigenen“ Christus mache? Warum sonst hegen der, von Elihu Root gegründete Council on Foreign Relations und andere Schlüssel-Organisationen das Bestreben, die „öffentliche Meinung“ zu „erziehen“? Warum sonst wird ein Schuldkult aufgebaut, der dazu führen soll, dass die Menschen ihre Häupter beugen sollen, wie es z. B. gewisse religiöse Bekenntnisse fordern, indem sie 1. die „Erbsünde“ formulieren, von der nur die Zugehörigkeit zur Kirche erlösen könne, 2. den Frauen noch eine besonders gewichtige Erbsünde aufluden durch „Evas Schuld“ und daraus die Forderung ableiteten, dass sich die Frau dem Manne unterwerfen solle und, als 3. Beispiel: Warum sonst arbeiten die offiziellen Medien und Historiker seit Jahrzehnten so intensiv daran, die „ewige Verantwortung“, die die Deutschen angeblich für immer haben, wegen ihrer verhängnisvollen Geschichte, aufrecht zu erhalten, selbst bei denjenigen Deutschen, die lange nach der Nazizeit geboren wurden – und – das ist jetzt eine neuere Entwicklung – man versucht heutzutage sogar, schon dem liberalen deutschen Bürgertum des Hambacher Fests von 1832 und der Revolution von 1848 eine latente Schuld am späteren Nationalsozialismus und den daraus entstandenen Folgen anzuhängen, obwohl sie lange, lange vorher geboren wurden und auch vorher starben. Will man damit etwa Max Otte in ein schiefes Licht rücken, der ja in jüngster Zeit ein neues „Hambacher Fest“ organisiert hat?
      Das Aufrechterhalten von Schuldgefühlen ist ein sehr effektives Herrschaftsmittel, das unterdrücken soll, denn ein sich schuldig Fühlender ist leichter lenkbar.

      Ein autonomer Mensch, der seine Selbsterziehung in die Hand nimmt, der geistig strebt, der erkennt diese Herrschaftsmittel und lässt sich nicht unterdrücken. Er braucht keine „Hirten“ und er beugt sich auch nicht den modernen Inquisitoren, denn er hat aufgehört, ein „Massenmensch“ zu sein, sondern ist ein Einzelner geworden. Er braucht auch keine Anführer und keine Massenrevolutionen etc…, keinen Marx und keinen Engels. Und er mag auch nicht in Menschengruppen oder Parteien eintreten, denn in jeder Gruppe entsteht mit der Zeit eine Art Fraktionszwang, ein „Gruppenzwang“, der die Autonomie einschränkt – und überall maßen sich selbsternannte "Führer" an, Gefolgschaft zu fordern – bah!
      Die Gehorsamspflicht und die Pflicht zur Verschwiegenheit ist ja sowohl bei den Jesuiten als auch bei den Freimaurern offenbar sehr obligatorisch. Wo bleibt da die geistige Freiheit? Wenn da verlang wird: "Lüge – um des Ziels willen" – was machen die dann?

    • Das Problem der autarken, autonomen Menschen ist, dass aufgrund ihrer Individualisierung oft auch eine Form der Isolation einher geht, die sie gesellschaftlich wirkohnmächtig macht.
      Von diesen geht also konkret keine Gefahr für das System aus.
      Die Normierung, Nivellierung, Nihilierung des 'Anderen' ist Pflichtprogramm für jede Form der Herrschaft.
      Von daher nimmt es nicht Wunder, dass ein Jesuit das Szepter im Vatikan hat oder eine 'Öko-Fronde' als David mit Ökosteinen den Goliath Bevölkerung ins Koma schießt.
      Von dem Zustand an Gymnasien und Universitäten gar nicht zu reden durch die Bologna-'Reformen' oder der medial-mentalen 'flatline' etc.
      Der zeitliche Vorsprung der dadurch für die 'Eliten' entstanden ist, ist über mehr als eine Generation nicht aufzuholen – und das bedeutet, dass die Zeit einer wirksamen Gegenbewegung erst einmal vorbei ist.

    • @ Birkat Kohanim

      "Der zeitliche Vorsprung der dadurch für die <Eliten> entstanden ist…"

      Diesen Vorsprung sehe ich darin, dass Barbarei (und heute Bologna-Effekt) immer zuerst in den Eliten ist, die in unserer Zeit eine vermasste (Massenpsychologie) Funktionselite ist.

      Seit Viktor Hugo hat sich nichts wesentlich geändert: "Die Zivilisation ist in den Völkern, die Barbarei in den Regierungen."

    • @ Birkat Kohanim

      Zu Individualisierung und Isolation:
      Colin Wilson. Der Outsider. Ein Diagnose des Menschen unserer Zeit. Mit einer Einführung von Eugen Gürster
      Scherz & Goverts Verlag Stuttgart 1957
      Deutsche Übertragung von Lieselotte und Hans Rittermann
      Titel der englischen Originalausgabe: The Outsider
      Erschienen bei Victor Gollancz, London 1956

      Wilson-Outsider.pdf

    • Antwort an Birkat Kohanim
      Wenn die autonome, selbstständige, geistig forschende Persönlichkeit so wirkohnmächtig ist – wieso wurde sie dann von allen fanatischen Regimen und Herrschsüchtigen so gehasst und gefürchtet? Wieso hat man Jan Hus und Jeanne d'Arc verbrannt? Wieso gab es eine Inquisition und wieso fürchteten sich Kaiser und Papst vor dem "kleinen Mönchlein" Luther so sehr? Wieso haben die Nazis ein paar Studenten hingerichtet, deren einzige Waffe nur das Wort war? Und wieso gabs in der Sowjetunion Gulags für Dissidenten?

      Wieso hat Annie Besant, die Leiterin der damaligen Theosophen, Rudolf Steiner durch Lügen verleumdet? Wieso wurde sein erstes Goetheanum niedergrabrannt – ein Meisterwerk der Holzschnitzkunst, an dem Künstler aus ganz Europa gearbeitet hatten? Wieso bekämpft man das, was er der Menschheit gebracht hat so stark – bis heute?

      Wieso musste ich erleben, dass sogar ein wirklich engagierter Mann aus der DFG-VK (der ältesten Friedensbewegungs-Organisation Deutschlands) Friedrich Schiller sehr stark ablehnte, als ich ihm erzählte, dass ich meinem Sohn Wilhelm Tell vorlesen wollte?

      Wieso diffamiert man heute Leute, die selbstständig denken, als "Holokaust-Leugner"? Wieso unterstellt man dem ganzen Volk pauschal, es gäbe bei ihm sehr viel "Hass", während Vertreter der Elite einen Teil des eigenen Volkes als "Pack" bezeichnen und es allzu durchsichtig ist, dass man nur einen Vorwand sucht, um das freie Wort und den selbstständigen Gedanken zu unterdrücken.

    • @ A.Eberl

      Sie sind wirkohnmächtig innerhalb der Mehrheit.
      Sie sind nicht wirkohnmächtig bezüglich Emergenz – das Einzige das die etablierten Mächtigen wirklich fürchten müssen, weil sie darauf keine Antwort haben.
      Aber Emergenz macht nicht nur diesen Angst, sondern auch der Mehrheit, die sich folgerichtig von den Quellen dieser abwendet, weil sie ebenfalls überfordert sind mit dem Unberechenbaren und damit Unkontrollierbaren von Emergenz.
      Aus der zeitlichen Distanz scheinen die früher emergenten Persönlichkeiten Disruptoren der Furchtbarmachung für die Allgemeinheit gewesen zu sein, sie waren es aber höchst selten schon zu Lebzeiten für diese Allgemeinheit im Sinne von anerkannt, gar geliebt.
      Natürlich kann eine einzige Person den ganzen Laden aufmischen.
      Aber sie kann nicht die Mehrheit aufmischen im Sinne einer Bekehrung dieser.
      Mehrheiten zu transformieren gelingt nicht extrinsisch.
      Und intrinsisch benötigt es mehr Zeit als meist die Lebzeit der Katalysatoren dafür beträgt.

  4. Die meisten hier wissen, dass Obama im Jahr 2016 über 26.000 Bomben hat abwerfen lassen.

    https://de.nachrichten.yahoo.com/bilanz-fur-2016-us-regierung-unter-obama-warf-uber-26-000-bomben-ab-105729463.html?guccounter=1&guce_referrer=aHR0cHM6Ly93d3cuZ29vZ2xlLmNvbS8&guce_referrer_sig=AQAAALkq10g92MxOmCwIUDlIHWDaGYbMZIozkajeX9aaQK643ZzyEJO5zusTTbNoMi_brw3ua5H4dkWOC9TSiqSbdXa_2zeeLse00081WA3r_BPDxEqQatbc5xU3yvX3ooWnHERU5Fke4xefsulNJLcDU0ikCNJDH39HigFacbWQV2HC

    Die wenigsten wissen aber, dass Trump 2017 diese Zahl schon zum Halbjahr erfüllt hat.
    https://foreignpolicy.com/2017/08/09/donald-trump-is-dropping-bombs-at-unprecedented-levels/

    Ich glaube, Trump hat alleine in 2017 über 42.000 Bomben abwerfen lassen, finde die Zahl aber nicht auf die schnelle.
    Die Friedensbewegung sollte sich daher gut überlegen, ob sie argumentiert, dass Trump für eine andere, friedlichere POlitik steht als Obama.

    https://foreignpolicy.com/2017/08/09/donald-trump-is-dropping-bombs-at-unprecedented-levels/

    • Kriegsverbrecher Trump ist selbstverständlich in vielen Dingen kein Vorbild. Aber es gibt gute Gründe anzunehmen, dass er nach 8 Jahren eine um Nuancen friedlichere Politik zu verantworten haben wird als sein von den CFR-Sprachrohren gehypter Vorgänger.

      Trump über die "Mauer" in Europa:
      https://youtu.be/GHmRnRUihoY

    • Die Friedensbewegung argumentiert, dass Trump für eine andere, friedlichere Politik steht als Obama???

      Loose cannon (= Chaot): ursprüngliche Bedeutung: "loose cannon", eine Gefahr an Bord eines Schlachtschiffes.

      Bleiben wir im Bild: Ob Trump oder Obama, es ist stets das gleiche Schlachtschiff.

      Sie haben das Schlachtschiff aktuell mit zwei loose cannons bestückt: Boris und Donald.

      Warten wir ab, was nach Brexit und dem Umzug der Londoner City nach Hongkong und dem Aufkauf des NHS (National Health System) in England durch Trump passiert.

  5. Danke, Herr Rupp. Ich habe interessante, weitere Informationen über Elihu Root:
    Elihu Root (1845-1937) war um 1870 herum der Anwalt von William Collins Whitney (ein Skull & Bones-Mitglied) – er vertrat also damals die Interessen dieser mächtigen Skull & Bones-Familie. Später war Elihu Root Kriegsminister (1899-1904) und Außenminister (1905-1909); zudem war er von 1910-1925 erster Präsident der Carnegie-Stiftung für den Weltfrieden, 1910 Mitglied des ständigen Schiedshofs in Den Haag. Er war auch Förderer der Panamerikanischen Bewegung. Er erhielt 1912 den Friedensnobelpreis. (Infos aus Freimaurer Politiker-Lexikon) So viele Posten und Ehrungen! Meiner Ansicht nach kriegt man die nur, wenn man sehr, sehr gute Verbindungen hat. Die hatte er, er war nämlich Freimaurer und Helfer von mächtigen Skull & Bones-Mitgliedern. Übrigens: 1890 stieg der junge Henry L. Stimson (Skull & Bones-Mitglied) in Roots Anwaltskanzlei ein, die damals Root & Clark hieß. Einige Zeit später, 1897 bekam die Kanzlei den Namen “Root, Howard, Winthrop & Stimson” und 1901 hieß sie “Winthrop and Stimson”. (Infos von Antony Sutton) Root war also so was wie ein Mentor für Stimson, der später Kriegsminister während des Zweiten Weltkriegs werden sollte und die beiden Atombomben abwerfen ließ. Ja, die US-Macht ballte sich schon auf gewisse Personen, die in mächtigen Geheimbünden organisiert waren und die sich untereinander zur Macht verhalfen.

    Einige weitere Infos zu Elihu aus Markus Osterrieder: „Welt im Umbruch“, S. 1215:

    „Den eigentlichen Durchbruch erreichte der US-amerikanische Imperialismus nach 1898 durch eine kleine Gruppe von Menschen, die freundschaftlich miteinander verbunden waren und durch ihre Kühnheit, Arroganz, Weitsicht und Bevormundung einen neuen politischen Kurs durchzusetzen vermochten. Es handelte sich dabei um den Präsidenten THEODORE ROOSEVELT (1858-1919), den Geopolitiker und Marinestrategen ALFRED THAYER MAHAN (1840-1914), Senator HENRY CABOT LODGE (1850-1924), Innenminister JOHN HAY 1838-1905) und den Rechtsanwalt und Kolonialverwalter ELIHU ROOT (1845-1937).“ Ende Zitat. John Hay war übrigens der, der später die Open-Door-Doktrin formulierte.

    Roots Wirken in Petrograd für die Fortsetzung des Ersten Weltkriegs:

    Auf S. 1311 steht die Information, dass Elihu Root sich im Juni 1917 als amerikanischer Gesandter in Petrograd aufhielt. Die Bevölkerung Russlands war damals eigentlich kriegsmüde. Es herrschte dort gerade die Kerenskij-Regierung – übrigens war auch Kerenskij ein Freimaurer. Osterrieder schreibt auf S. 1311: „Die meisten Amerikaner dachten zu diesem Zeitpunkt, Rußland werde nach Erwerb der politischen Freiheit nun mit verdoppelten Kräften kämpfen, und so machten sie die weitere finanzielle Unterstützung von einer Fortsetzung des Krieges abhängig.“ Die Westalliierten drängten die Regierung Kerenskij, ja nicht aus dem Kriegsbündnis auszuscheiden. Das Land brauchte dringend Kredite aber Elihu Root machte klar: Kein Krieg, keine Kredite!

    Und auf S. 1555 wird geschildert, wie Elihu Root den Council on Foreign Relations gründet:
    „Die Amerikaner mußten nach dem Krieg nach Ansicht von Kerr und Curtis jedoch zu ihrer Aufgabe in der Welt erzogen werden, denn sie hätten noch „einen kindlichen Glauben in die Tugenden der Demokratie und des Laissez-faire“. Wie auch schon im Fall von Chatham House, sollte ein Institut entstehen, mit dessen Hilfe die „öffentliche Meinung“ erzogen werden konnte. In den USA hatte der Morgan-Partner Elihu Root bereits am 10. Juni 1918 anläßlich eines Abendessens für dreißig geladene Gäste aus der Finanz- und Anwaltswelt im New Yorker Metropolitan Club einen außenpolitischen „Dinner Club“ mit Namen Council on Foreign Relations gegründet.“ Ende Zitat.

    Merke: Ein Freimaurer hat also den Council on Foreign Relations gegründet.

    Und, man liest und staunt, diese angelsächsischen Eliten dachten, die Öffentliche Meinung müsse „erzogen“ werden.

    Wie ich aus Walter Millis: Road to War – America 1914-1917 weiß, betrieben Elihu Root, Senator Henry Cabot Lodge und Ex-Präsident Theodore Roosevelt während des Ersten Weltkriegs eine sehr starke antideutsche Propaganda. Roosevelt war mit General Leonard Wood sehr aktiv in der Preparedness-Bewegung (der Bereitschaft) und Senator Henry Cabot Lodge hetzte im Senat gegen die Deutschen und befürwortete vehement den Kriegseintritt der USA gegen die Mittelmächte – obwohl das amerikanische Volk lange Zeit in seiner großen Mehrzahl strikt dagegen war. Auch Theodore Roosevelt und Leonard Wood waren Freimaurer und auch Alfred Milner war Großaufseher der Großloge von England; der einflussreiche Brite Leo Amery war auch Freimaurer und der US-amerikanische Finanzminister William Gibbs MacAdoo war Mitglied in der „Chancellor Walworth Lodge“ in New York.

    Deshalb stelle ich nochmals die drängende Frage – wie schon einmal hier – vielleicht liest das ja mal ein Historiker und fasst den Mut, trotz aller Anfeindungen und Beschimpfungen (die eine Beschäftigung mit dem Wirken der politischen Freimaurerei nach sich zieht) an folgender wichtigen und drängenden Frage mitzuforschen:

    Wurde die Deutschfeindlichkeit vor und während des Ersten Weltkriegs besonders in okkulten Logen geschürt und über freimaurerische Gruppen dann in der Welt propagandistisch verbreitet? Wurde der Erste Weltkrieg, der die große Einführungs-Katastrophe war für viele weitere Katastrophen bis heute (!!!) in okkulten Logen vorbereitet – dort, wo man mit okkulten Mitteln und durch graumagische oder gar schwarzmagische Kulte Kontakte zu übersinnlichen – verhängnisvollen, weil menschenfeindlichen (!!!) Wesenheiten herstellte und immer noch herstellt, um Macht und Einfluss zu gewinnen oder sich Vorteile zu verschaffen gegenüber dem unwissenden „Feind“ dadurch, dass man auf unzulässige, okkulte Weise sich über hypnotisierte Medien – und über noch schlimmere Praktiken und Methoden der Massensuggestion (!) Wissen und Fähigkeiten anzueignen trachtete über kommende Ereignisse?

    • Die Überbevölkerung der Erde konnten sich die Herrschenden schon vor lange Zeit ausrechnen den die Freimaurer können gut mit Zahlen umgehen.
      Die globale (zunächst beschrankt auf Naher Osten) Bevölkerungsreduzierung der USA hat bisher 21 Millionen Menschenleben gekostet (evtl. sogar weit mehr) und wenn Deutschland nicht den US Stiefel leckt, dann wird auch Regime-Change in Deutschland auf der Speisekarte stehen.
      Dann gibt es auch härtere SANKTIONEN direkt gegen Deutschland. Denn im Windschatten der Russischen – und Iran Sanktionen pinkelt sich ja auch D schon ans eigene Bein. Letztes Mitteln ist dann wie immer militärisch. Stay-Behind kann heutzutage mit 30000 US Troops und Legionären und Blackwater Nachfolger plus Dschihadisten verstärkt operieren. Stimmt es, dass Nachts (Frontex stellt angeblich Persilscheine aus) jetzt schon Massen Immigranten über die D- Grenzen gekarrt werden ohne Überprüfung? Und auch Finanzier dafür wird es geben, wie es die Geschichte zeigt, solange wenige viel Finanzmacht haben.

  6. Sehr wichtig dieser Artikel für unsere Zeit – im meinem Freundeskreis propagiere ich schon länger die semantische und inhaltliche Nähe der Begriffe Herrenrasse, Exeptionalismus und Auserwähltheit. Reaktion ist oft Angst und Ablehnung…. da natürlich Nichts aber auch gar Nichts mit dem Holocaust verglichen werden darf, schon gar nicht von einem Inhaber eines Passes mit Staatsbürgerschaft "deutsch" ( ,obwohl er auch zur Hälfte Einwanderer ist).

    Naja, wie sagte einst B. Brecht sinngemäß:
    "Ich will kein Volk UNTER oder ÜBER meinem Volke sehen". —-und das war eigentlich nur (s)eine Interpretation der "Weltweisheit" (tausendfach rezitiert von Kant, Hegel, Marx, Bibel.. nur eben verschieden aufgesagt ):
    "Was Du nicht willst, dass ich Dir tu, dass füg´ auch keinem Anderen zu".

    ……..waren wahrscheinlich alles verkappte Antisemiten die Verfasser dieser Sprüche ?"

  7. "Die USA sind ein schönes Land. Das Problem sind die Menschen, die dort leben. Die Gemütsverfassung … ist mit "naiv" noch sehr wohlwollend umschrieben."
    Volker Pispers

    Wenn man auch ab und zu mal englischsprachige Kommentarspalten überfliegt, dann bekommt man allerdings den Eindruck, dass es halt auch in USA Ewiggestrige gibt, aber nicht wenige doch langsam mitbekommen, dass sie als Usaner eben nix besseres sind.
    Was nicht zusammenpasst ist, dass in den Kommentarspalten oft die Ewiggestrigen (Exzeptionalisten) eher Trump-Anhänger sind, aber Trump gar nicht so hart exzeptionalistisch ist.

    Und naja, Exzeptionalismus aufgrund von 200+ Jahren insgesamt … für China waren einige hundert Jahre auch eine Ausnahme … 🙂

  8. "…historisch die wesentliche Rolle anerkannt, die die Vereinigten Staaten als besonderes und einzigartiges Leuchtfeuer der Freiheit spielen…"
    Seltsam, dass dieses Leuchtfeuer vor allem dazu geeignet ist andere Länder in Brand zu stecken und sich die Freiheit dabei nimmt das Holokaustieren von Ländern, ähnlich wie die Kirche dereinst, als 'Purgatorium', reinigendes Sündenfeuer, zu interpretieren, das die Seelen der bei diesem 'Gnadenakt' der USA Verstorbenen himmelsgeeignet macht und gleichzeitig das so gereinigte Land zum Paradies erklärt, womit man auch noch die Reisezeit der armen Seelen deutlich verkürzen konnte.
    Fürwahr – die USA sind das segenbringendste Land dieses Planeten.
    Honi soit qui propagande y pense…

    'Exzeptionalität' ist eine 100%iges, religiös-fundamentales Konzept.
    Die USA tendieren ja zur Vereinfachung komplexer Sachverhalte – diesem leuchtenden Vorbild möchte ich mich anschließen mit Zusammenfassung von 'Exzeptionalität der USA' in einem Satz:
    "Und willst du nicht mein Bruder sein, so schlag ich dir den Schädel ein."
    (h ttp://universal_lexikon.deacademic.com/313138/Und_willst_du_nicht_mein_Bruder_sein,_so_schlag_ich_dir_den_Schädel_ein)

  9. Wichtigster Beitrag – Wichtigster Beitrag – Wichtigster Beitrag – Wichtigster Beitrag

    Daumen HOCH und Danke dafür!

    youtube.com/watch?v=R0QuvdE6Y_8

    (nach Sperrung meines Nutzerkontos zurück)

  10. Vom Titel –
    Der Trumpismus stellt eine Ablehnung des Amerikanischen Exzeptionalismus dar“ („Trumpism represents a repudiation of American exceptionalism“ –

    läßt sich nicht ableiten, daß Trump selbst den amerikanischen "Exceptionalism" nicht verträte; vielmehr lediglich, daß die WP der Meinung ist, Trump lehne den amerikanischen Exceptionalism ab.

    Für Trump zählt vor allem sein eigener Exceptionalism, danach American Exceptionalism.

    We are the ruling race of the world. . . . We will not renounce our part in the mission of our race, trustee, under God, of the civilization of the world. . . . He has marked us as his chosen people. . . . He has made us adept in government that we may administer government among savage and senile peoples." : Sen. Alfred Beveridge

    "I firmly believe that when any territory outside the present territorial limits of the United States becomes necessary for our defense or essential for our commercial development, we ought to lose no time in acquiring it." : Sen. Orville Platt of Connecticut 1894.

    If the people are not convinced (that the Free World is in mortal danger) it would be impossible for Congress to vote the vast sums now being spent to avert danger.
    With the support of public opinion, as marshalled by the press, we are off to a good start. It is our Job – yours and mine — to keep our people convinced that the only way to keep disaster away from our shores is to build up America's might." — Charles Wilson, Chairman of the Board of General Electric and Truman appointee to head the Office of Defence Mobilization, in a speech to the Newspaper Publishers Association, 1950

    "The most effectual engines for [pacifying a nation] are the public papers… [A despotic] government always [keeps] a kind of standing army of newswriters who, without any regard to truth or to what should be like truth, [invent] and put into the papers whatever might serve the ministers. This suffices with the mass of the people who have no means of distinguishing the false from the true paragraphs of a newspaper." — Thomas Jefferson to G. K. van Hogendorp, Oct. 13, 1785.

    Alle Wege führen nach Rom:

    "They have pillaged the world. When the land has nothing left for men who ravage everything, they scour the sea. If an enemy is rich, they are greedy; if he is poor, they crave glory. Neither East nor West can sate their appetite. They are the only people on earth to covet wealth and poverty with equal craving. They plunder, they butcher, they ravish, and call it by the lying name of 'empire'. They make a desert and call it 'peace'."
    Publius Cornelius Tacitus – a historian of the Roman Empire

    • Oder auch ganz einfaches Beispiel; die Schusswaffe Revolver, die den Pfeilen und Keulen der Amerikaner in etlichen Situationen überlegen war, nannten und nennen die eingewanderten Westeuropäer "peacemaker".
      Nun inzwischen ist von den Amerikanern wenig übrig und die eingewanderten Westeuropäer nennen sich nun "Amerikaner", nachdem sie mit ihren "peacemakern" so schön peace gemaket haben.
      Allein in diesem Wort "peacemaker" zeigt sich schon das grundlegende Verständnis von "Frieden" und "Freiheit".

      Jetzt gehts aber weiter: Sollte in USA die Staatsgewalt bröckeln und "peacemaker" sind noch die kleineren Schusswaffen, die Usaner legal besitzen …

    • @ Andreas

      "…die eingewanderten Westeuropäer nennen sich nun Amerikaner…".

      Praktisch unter den Tisch fällt diese Tatsache des europäischen Erbes im Rucksack; einschließlich mehrerer Rattenlinien, wenn es um das Thema Amerika und "Antiamerikanismus" geht. (Da fällt mir Pispers ein.) So ausgerüstet schrieb Amerika bisher gerade mal mickrige 200 Jahre Geschichte.

  11. Nachdem ich beim offenbar besonders "neuralgischen" Klima-Thema die diesbezüglichen Äußerungen von Herrn Rupp vom 26.07., 02. u. 09.08.2019 sehr kritisch kommentiert habe, möchte ich den bisherigen Kommentaren von ingsn, wolfcgn und gesslerhut und damit gleichzeitig dem Beitrag von Rainer Rupp zustimmen.

    Da mich dieser Text ebenfalls heute erreicht hat und dieser ebenfalls mit dem Begriff des "Exzeptionalismus" beginnt (im ersten Satz), möchte ich ergänzend auf diese nach meinem Eindruck sehr gut gelungene sozusagen "Hybrid-Satire" von Matthias Bröckers hinweisen, deren Lektüre mir die Zusammenhänge noch einmal auf ganz besondere Weise näher gebracht und vertieft hat: https://www.broeckers.com/2019/10/03/real-game-of-thrones-zweite-staffel/

    • Da stellt sich die Frage, ob Sie zur Einsicht gekommen sind, dass Rupp doch noch ein bisschen eine Ahnung davon hat, was er so schreibt?

    • @ Tastend
      Zu Rainer Rupps sachlich leeren aber um so polemischeren Artikeln zum Thema Umwelt kommentierte ich auch sinngemäß:
      Schuster bleib bei deinen Leisten!

      Aufgrund seiner nicht gerade durchschnittlichen Biographie (für die ich Hochachtung empfinde) hat Rainer Rupp einen besonderen (Durch)Blick auf bestimmten Gebieten, die geopolitisch interessant sind. Es wäre schade, wenn dieses Potential brach läge wegen Verirrungen.

    • Nach der Veröffentlichung des Grichtsurteils noch zu behaupten, Rainer Rupp hätte keine sachlichen Argumente, hat schon fast ein bisschen ein "Geschmäckle":

      https://kenfm.de/tagesdosis-30-8-2019-klimabetrug-gerichturteil-stuerzt-co2-papst-vom-thron/

  12. Vielen Dank, Rainer Rupp!

    Es gibt heutzutage mindestens 2 Nationen, die sich von "Gott" beauftragt sehen ihre "Freiheit" der Welt aufzuzwingen. Das ist neben den USA auch Israel, das mit dem Zionismus eine Politik des Rassismus entwickelt hat.

    mfG

  13. Na, dafür wünsche ich ihm auf alle Fälle ein langes Leben.
    (Ob für uns allerdings der Schaden nicht gleichgroß/größer wird durch die hinter ihm stehenden Finanzeliten aus WallStreet und Silicon Valley wird sich erst noch zeigen.)
    Die hiesigen msm sind leider fast vollständig ferngeleitet.

  14. Dank an Rainer Rupp:
    Wenn ich hier den Spiegel oder die Süddeutsche lese, dann sehe ich, wie sehr sie die Entmachtung von Trump betreiben, ständig Killary, Joe Biden und Obama schönschreiben, sehr gute Infos dazu bringt auch Herr Röper – Antispiegel -.

  15. Sehr guter Beitrag.
    vlg auch die Bemühungen Obamas/Clinton/Bush mit denen von Trump, auf endlich auf internationaler Ebene Gespräche zu führen, ja auch mit den sogenannten "Schurkenstaaten" (N.Korea, Russland, Syrien, Iran, u.s.w.); von den abgezettelten "Verteidigungskriegen" ganz zu schweigen…
    Man muß kein großer Trump – Freund sein, um endlich zu verstehen, welches geistig Kind unsere Mainstreammedien heutzutage sind. Von blinder Dummheit dieser Journallie kann man angesichts der zu beobachtenden Dinge nur sagen: An ihren Taten sollst Du sie messen.

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