Tagesdosis 4.2.2019 – Wer die Wahrheit sagt…

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Geltungssüchtig, psychisch krank, wahlweise von den Eltern, einem „PR-Manager“ oder „den Eliten“ für nicht näher benannte „geheime Vorhaben“ benutzt: Der Onlinemob speit Hass und Galle. Abgesehen hat er es auf eine 16jährige schwedische Umweltaktivistin.

Greta Thunberg ruft seit letztem Sommer jeden Freitag zum Schülerstreik gegen die fortschreitende Umweltzerstörung zulasten des Weltklimas auf. Das erregt Aufmerksamkeit. Die Presse berichtet. Politiker und Klimaaktivisten, darunter der schwedische Unternehmer Ingmar Rentzhog, lassen sich mit Thunberg fotografieren. Die Bilder landen in sozialen Netzwerken. Andere Schüler, auch in Deutschland, tun es ihr gleich. Die damals 15jährige wird über Schweden hinaus bekannt.

Ihre Rede beim UN-Klimagipfel in Kattowitz Mitte Dezember steigert ihre Berühmtheit. „Ihr sprecht von ewigem grünen Wirtschaftswachstum, weil ihr Angst habt, euch durch die Wahrheit unbeliebt zu machen“, sagt sie in Richtung der Reichen und Mächtigen. Tatsächlich gehe es denen jedoch darum, den Wahnsinn, der in die Krise geführt habe, weiter zu treiben. „Ihr opfert die Menschheit, um immer mehr Geld zu horten“, so Thunberg. Und: „Wenn Lösungen im System nicht funktionieren, müssen wir wohl das System ändern.“

Vor anderthalb Wochen reist sie schließlich zum Weltwirtschaftsforum nach Davos. Die Fahrt haben ihr, wie sie sagt, die Eltern bezahlt. Sie redet über Müllberge und Mikroplastik in Meeren, von Feinstaub, der die Luft zum Atmen raubt, von einer immer schnelleren Ausplünderung der Ressourcen. „Unser Haus brennt“, sagt sie. „Ich bin hier, um zu sagen, dass unser Haus brennt.“ Und: „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“

Nun wird Greta Thunberg massiv beschimpft und verhöhnt. Als „gedrillte Göre“ beispielsweise, die „verhaltensgestört“ sei und „Untergangs-Fantasien“ verfolge. Mit dem Prädikat „geisteskrank“ fixiert man sie auf ihr Asperger-Syndrom, eine leichte Form von Autismus, welche die soziale Interaktion beeinträchtigt, und aus der sie kein Geheimnis macht. Noch bösartigere Hetzer vergleichen ihren Auftritt in Davos sogar mit der sogenannten „Brutkastenlüge“, welche in den Irak-Krieg führte. Und ohnehin, so kotzen sich diverse Hater aus, sei Thunberg eine von PR-Leuten, den Eltern oder schlicht „den Eliten“ gesteuerte „Systemhure“.

Nun ja, abgesehen davon, dass es eher geisteskrank ist, Warnungen einer 16jährigen vor den Folgen des dramatischen Raubbaus an der menschlichen Lebensgrundlage mit einer Kriegslüge zu vergleichen und das Mädchen aufs Übelste anzufeinden, ist es sogar sehr wahrscheinlich, dass man sie nur deshalb in Davos reden ließ, um das Demokratie-Theater fortzuführen. Allerdings sollte auch jeder, der Kinder hat, wissen, dass es schier unmöglich ist, einen Teenager gegen seinen Willen auf eine Bühne dieses Formats zu zerren.

Und dass sie dafür möglicherweise Geld von irgendwo ganz oben bekommen hat, glauben auch nur Ahnungslose. Nun, auch mir wurde witzigerweise schon unterstellt, George Soros würde mich finanzieren. Ich lache darüber und grüße an dieser Stelle aus meiner Plattenbauwohnung in einem Arbeiterviertel.

Mal ehrlich: Wenn man so die Hater-Kolonnen im Netz beobachtet, ist fast sicher, dass selbst Jeanne d´Arc als „Systemhure“ beschimpft würde. Es scheint also andersherum: Man will Thunberg unglaubwürdig machen. Dabei ist es Fakt, dass es stimmt, was sie sagt. Und jeder, der seine Kleinhirnrinde halbwegs im Griff hat, kann das überprüfen.

Denn die Strände voller angespültem Plastikmüll gibt es. Die Ausbreitung der Wüsten und die Verödung von Ackerland ist Realität. Die Straßen sind verstopft mit Autos, die ihren Dreck in die Luft blasen. Die Kohle-Kraftwerke dampfen, Atommüll-Fässer rosten im Atlantik und in Salz-Stollen vor sich hin. Wir wissen von der wachsenden Überproduktion in fast jeder Branche, die in immer größeren Massen ungenutzt in der Müllpresse landet. Wir wissen vom Abholzen des Regenwaldes bei gleichzeitig immer höherem Ausstoß von Verbrennungsgasen. Wir wissen von Nahrungsmitteln, die tonnenweise vernichtet werden, während eine Milliarde Menschen hungert und alle fünf Minuten ein Kind an Unterernährung stirbt. Das alles ist gut dokumentiert. Da gibt es nichts zu streiten.

Nein, man muss kein Wissenschaftler sein, um zu erkennen, dass unbegrenztes Wirtschaftswachstum mit wachsendem Rohstoff- und Energieverbrauch auf einem begrenzten Planeten unmöglich ist. Dies muss zwangsläufig früher oder später die Natur und das Klima zerstören.

Und jene, die die Mär von der sogenannten „Klima-Lüge“ nachplappern, sollten folgendes bedenken: Erstens ist die reale Abwälzung der Kosten industrieller Umstellungen auf die lohnabhängige Klasse noch lange kein Indiz dafür, dass Warnungen vor dem Kippen des Klimas frei erfunden seien. Seit es Klassengesellschaften gibt, müssen immer die Unterdrückten alle Folgen tragen, während die Herrschenden sich am Luxus laben.

Zweitens haben scheinbar immer noch viele nicht begriffen, dass Klima nicht gleichzusetzen ist mit dem montäglichen Wetter in Dresden oder Düsseldorf. Drittens erinnere ich nur einmal an die Photosynthese, die schlechterdings immer weniger stattfinden kann, wenn die Abgasmenge steigt und die Waldfläche auf dem Erdball schwindet. Die Abholzung des Regenwaldes ist ja nicht erst seit gestern ein Thema. Zur Erinnerung: Mit der Photosynthese wandeln Pflanzen Kohlendioxid in Kohlenstoff und Sauerstoff um, um den grünen Farbstoff Chlorophyll zu bilden. Sauerstoff benötigt Mensch für die Atmung.

Kurzum: Es geht darum, wer die Wahrheit sagt. Wahrheiten sind überprüfbar. Was Greta Thunberg sagt, mag nicht bis ins letzte wissenschaftliche Detail ausgeführt sein. Aber es hält jeder Überprüfung stand. Es ist schlicht wahr. Selbst wenn sie „gesteuert“ wäre, wäre es wahr.

Ist schon mal jemand der Dauerempörten auf die Idee gekommen, dass genau diese Kampagne gegen das Mädchen und ihre Wahrheiten gewollt war? Dass die sogenannten Eliten und ihre Politmarionetten genau andersherum gepokert haben? Weil sie inzwischen wissen, wie Dauerempörte mit Faktenignoranz ticken? Weil sie gelernt haben, deren Emotionen zum Kochen zu bringen? Man muss sich nur mal im Netz umsehen und auf der Straße zuhören: Dort ist ziemlich leicht herauszufinden, wie es funktioniert.

Und wem dient es wohl, wenn ein Mob mit allen möglichen unbewiesenen Behauptungen wider der sichtbaren Realität suggerieren will, dass es angeblich gar keine Umweltzerstörung gebe und ein expansives Wirtschaftssystem überhaupt kein Problem sei? Es sind doch die sogenannten „Eliten“, die auf Kosten der Lohnabhängigen die Natur bis aufs letzte Barrel Öl und den letzten Baum ausplündern – für ihren Profit.

Ja, der Propaganda-Apparat der Herrschenden sitzt durchaus auch außerhalb der Bundesregierung. Und er hat ganz sicher gelernt, die Emotionen der Volksseele zielgerichtet überkochen zu lassen. Wie es geht, hat schon Edward Bernays 1928 in seinem Buch „Propaganda“ beschrieben.

Dummerweise funktioniert Kapitalismus nicht emotional, sondern knallhart kalkuliert. Wir alle haben unser Brot nur aus einem Grund auf dem Teller: Weil irgendwer von der darin enthaltenden Arbeitskraft den Profit abgeschöpft hat. Wer glaubt, dass irgendwer im Kapitalismus Getreide anbauen und Brot backen lässt, damit wir was zu essen haben, ist mehr als naiv. Nein, der Gebrauchswert ist nur Nebeneffekt. Es zählt Profit, völlig egal, ob Panzer, Kugelschreiber oder Brötchen vom Band kommen.

Doch zurück zu Greta, zurück zum Klimagipfel im noblen schweizerischen Davos. Man weiß nicht mal, ob das Gros der 3.000 geladenen Gäste mit dicken Bankkonten Gretas Botschaft über haupt ansatzweise gerafft hat. Dies lässt zum Beispiel der Bericht vermuten, den die Stiftung World Economic Forum – kurz: WEF – wie jedes Jahr vor der Konferenz herausgegeben hatte.

Richtigerweise erkennen die Autoren zunächst sehr wohl die ökologischen Probleme als aktuell größte Katastrophe der Menschheit an. Als Katastrophe, die viele weitere Millionen Menschen zur Flucht zwingen wird, da es in einer Wüste nun mal kein Wasser gibt – zum Beispiel.

Nur Lösungen haben sie nicht. Im Gegenteil: Wenig später bekennen sie ihre Angst davor, dass die „wachsende Spaltung der Gesellschaften in arm und reich“ zu „Spannungen“ führe. Sie fürchten soziale Unruhen. Darum müsse man dagegen vorgehen. Und wie? Wie zu erwarten: Die Wirtschaft müsse noch schneller wachsen, schwafeln sie. Damit vielleicht ein paar Krümel mehr für die Armen abfallen könnten.

Das ist die altbekannte Mär vom Kapitalismus, der angeblich „Wohlstand für alle“ schafft. Dass dies gelogen ist, beweist allein ein Blick unter eine beliebige Berliner Brücke.

Man kann den Unfug auch anders ausdrücken: Die sogenannten Ökonomen plädieren allen Ernstes dafür, dass sie die Lebensgrundlage für die Menschheit noch schneller vernichten müssen, um Unruhen gegen die Interessen der Reichtum hortenden Bourgeoisie zu vermeiden.

Sie reden von genau zwei Alternativen: Entweder man riskiert Aufstände der Elenden gegen ihre Vernichtung und vernichtet derweil trotzdem unsere Lebensgrundlage. Oder man lässt das Kapital die Natur noch schneller vernichten, um so Unruhen zu vermeiden. Kurzum: Vernichten oder schneller vernichten. Da lässt sich tatsächlich nur eins konstatieren: Sie sind wahnsinnig. Und Greta sagt die Wahrheit. Völlig egal, wer ihr hilft, wer sie vielleicht sogar für was auch immer benutzt. Sie sagt schlicht und ergreifend die Wahrheit.

Dazu passt ein altes chinesisches Sprichwort: Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. Und nein, es sind nicht nur die sogenannten Eliten, vor denen derjenige wird flüchten müssen. Es waren immer nur die Handlanger der Superreichen, welche die Gewehrläufe an Schläfen hielten – und abdrückten.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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47 Kommentare zu: “Tagesdosis 4.2.2019 – Wer die Wahrheit sagt…

  1. Frau Susan Bonath,

    erstens also das sie oder die andere Person in ärmlichen Verhältnissen leben kann ja wohl keiner sehen noch bestätigen. und das sie nicht finanziert werden kann auch keiner verneinen noch bestätigen. aber das sie nur halbe sachen machen das kann man sehen und bestätigen. also wenn sie wütend sind auf Leute denen dies auf fällt und es kund machen tun sie mir leid, oder sollte ihr eher sagen nicht. nun zum Thema Klima Wandel kann ich sagen es gibt keine handfesten beweise. und jetzt kommen sie mit einem anderen begriff Klima Zerstörung also bitte, also erstens Umwelt wird tatsächlich zerstört, stimme ich ja zu, aber dann war es auch schon. das die medien in Amerika schon bestätigt haben das man Wetter beeinflussen kann und es auch in den letzten zich Jahren getan und noch immer tut ist bewiesen. und das die Zerstörung des Meeres durch Müll auch großen Einfluss hat auch. aber was noch immer bis je her seit langen behauptet wird nicht bewiesen ist das es Klima Wandel gibt. darüber hinaus habe ich Informationen über ein von Wissenschaftler gefundenes pole Wechsel das in der Antarktis entdeckt wurde, dabei wurde fest gestellt das die Antarktis über Wildnis verfügt hatte, also durch pole Wechsel es zerstört wurde. also das sie keine richtigen nach Forschungen betreiben habe ich ja schon seit längerem gewusst aber das sie jetzt auch noch aggressive werden, also bitte. ach und ich könnte noch mehr gegen argumente bringen aber, lassen wir das mal lieber.

  2. Eine entlarvende antikapitalistische Analyse von Teile der Klimawandelbewegungen. Sie macht deutlich was Mausfeld ebenfalls erklärt, dass die Eliten den Widerstand weltweit sehr genau studiert haben um den Widerstand für ihre Interessen zu instrumentalisieren. Leider ist das Ganze auf Englisch und noch nicht vollständig. Der fünfte Akt ist scheinbar noch nicht veröffentlicht, weswegen ich Cory Mornigstars Facebookseite am Schluss verlinkt habe für die Interessierten.
    Teil 1
    http://www.wrongkindofgreen.org/…/the-manufacturing-of-gr…/…
    Teil 2
    http://www.wrongkindofgreen.org/…/the-manufacturing-of-gr…/…
    Teil 3
    http://www.wrongkindofgreen.org/…/the-manufacturing-of-gr…/…
    Teil 4
    http://www.wrongkindofgreen.org/…/the-manufacturing-of-gr…/…
    Facebookseite
    https://www.facebook.com/cory.morningstar.5

  3. Es ist ein Fakt, dass Gretas Panikgefühl mittelbares Resultat ihres Aspeger-Syndroms ist. Die klinische Unfähigkeit zu Empathie bei gleichzeitig normaler Intelligenz kann Panik induzieren.

    Es ist kein Wunder, dass ihre öffentlich geäußerten Angstgefühle als Projektion denunziert werden: denn es trifft genau den Kern – ohne Rücksicht auf reale Missstände.

    Besonders angreifbar ist sie durch das Detail des anthropogenen Klimawandels. Denn dieser ist keineswegs unumstritten.

    Gretas Eltern hätten ihr Mädchen besser vor dem Rummel geschützt, indem sie dessen öffentlichen Auftritte nicht noch fördern.

    • Sehr geehrter Herr Busch,

      da ich mich mit dem Aspeger-Syndrom noch nicht befaßt habe, kann ich dazu wenig sagen, aber da es sich bei Greta Thunbergs Persönlichkeitsakzentuierung um das Asperger-Syndrom handelt, ist ihr als ,,Fakt“ dargereichter Einwurf eine Unverschämtheit, die mir die Ihrerseits fahrlässig verweigerte Scham auf so massive Weise aufdrängt, daß sie mir einen ganzen Tag der Sammlung abverlangte. Es hätte Ihnen kaum geschadet, sich ein Mindestmaß an Urteilskraft zur Einschätzung der Empathiefähigkeit von Menschen mit Asperger-Syndrom anzueignen, bevor Sie sich erdreisten, zur abgebrühten Klassifizierung der Panik eines Menschen alles mögliche, keinesfalls aber die eigenen Aussagen über sein Empfinden zu berücksichtigen. Haben Sie je von der Unterscheidung zwischen kognitiver und emotionaler Empathie gehört? Sind Sie jemals einem Menschen mit Asperger-Syndrom begegnet? Haben Sie je versucht, diese Persönlichkeitsakzentuierung zu verstehen?

      Mitnichten sind Menschen mit Asperger-Syndrom unfähig zur Empathie. Vielleicht werden Sie den Gang in eine Bücherei zur Erweiterung Ihres Urteils nicht auf sich nehmen wollen; da mir nichtsdestotrotz an einem ernsthaften und respektvollen Umgang mit diesem Aspekt gelegen ist, gebe ich Ihnen (im vollen Bewußtsein des paternalistischen Tons meiner Worte, den ich, des Anlasses wegen, gleichwohl für entschuldbar halte) gerne zwei digitalisierte Einblicke in Bücher zu dem Thema an die Hand:

      https://books.google.de/books?id=-8tNQ9uTbqQC&pg=PA18&ved=0ahUKEwjX-dGIxKngAhUMYVAKHeB-BpAQ6AEIMzAC

      https://books.google.de/books?id=D_pQDwAAQBAJ&pg=PA29&ved=0ahUKEwjX-dGIxKngAhUMYVAKHeB-BpAQ6AEIOzAD

      Was sagt denn Greta selbst? Es ist leicht, Interviews zu finden, in denen Sie betont, daß ihre Eltern sie nicht gehirngewaschen haben, sondern daß es sich genau andersherum verhalte. Auch ist sich Greta sehr nüchtern der Tatsache bewußt, daß sie bislang noch überhaupt gar nichts erreicht hat!

      Warum sagen Sie, Gretas Eltern ,,hätten ihr Mädchen besser vor dem Rummel geschützt, indem sie dessen öffentlichen Auftritte nicht noch fördern“? Ich erinnere noch einmal an Susan Bonath, die doch genau dazu schon in ihrer Tagesdosis anmerkte, daß ,,jeder, der Kinder hat, wissen [sollte], dass es schier unmöglich ist, einen Teenager gegen seinen Willen auf eine Bühne dieses Formats zu zerren“!

      Zuletzt möchte ich auch noch – und um die Sache auf den Punkt zu bringen – an eine äußerst aufgeklärte Stimme erinnern (schon im Jahre 1959!), die auch unter KenFM-Rezipienten leider recht unbekannt zu sein scheint:

      Nichts ist falscher als die beliebte Redensart der Halbgebildeten, wir lebten ohnehin schon im Zeitalter der Angst. Das wird uns nur von den publizistischen fellow-travellers derer eingeredet, die Angst davor haben, daß wir wirklich die wahre, d.h. die der Gefahr angemessene Angst aufbringen könnten.

      Vielmehr leben wir im Zeitalter der Verharmlosung und der Unfähigkeit zur Angst.

      Das Gebot, unsere Vorstellung zu erweitern, bedeutet also in concreto: Wir haben unsere Angst zu erweitern. Postulat: Habe keine Angst vor der Angst, habe Mut zur Angst. Auch den Mut, Angst zu machen. Ängstige Deinen Nachbarn wie Dich selbst. – Freilich muß diese unsere Angst eine von ganz besonderer Art sein:

      1. Eine furchtlose Angst, da sie jede Angst vor denen, die uns als Angsthasen verhöhnen könnten, ausschließt.
      2. Eine belebende Angst, da sie uns statt in die Stubenecken hinein in die Straßen hinaus treiben soll.
      3. Eine liebende Angst, die sich um die Welt ängstigen soll, nicht nur vor dem, was uns zustoßen könnte.

      Günther Anders, „Thesen zum Atomzeitalter”

    • Yeap!

      Hab ich gestern bei Eckhart Tolle gelesen:

      „Da das menschliche Leben und Bewusstsein fest mit dem Leben der Erde verwoben ist, müssen sich synchron zur Auflösung des alten Bewusstseins mannigfaltige natürliche geografische und klimatische Umwälzungen überall auf der Erde vollziehen, deren Zeuge wir heute schon werden.“

      Aus „Eine neue Erde“ 2005

  4. Sie ist ja reizend, das Mädel, aber die ganze Aktion ist doch albern.

    1. Die, die in Davos zusammengefunden haben, kennen die traurige Wahrheit und sind zum größten Teil daran interessiert, dass sie für den Rest der Welt traurig bleibt.

    2. Die, die in Davos zusammengefunden habe, sind Profiteure, Psychopathen, Satanisten, „Mind“ kontrollierte Sprechblasen, kurz und gut, die Schlachter und die Besitzer der Schlachthöfe.
    Und just kommt ein Lämmlein angesprungen und sagt: Ihr tut uns weh!
    Und was macht der Besitzer des Schlachthofs? Der bricht doch glatt in Tränen aus und schließt den Betrieb, oder?!

    3. Die „Erlösung“ für uns Normalsterbliche wird niemals von oben kommen. Niemals! Daß es ein „oben“ gibt, IST das Problem!

    • Nun ja, Sie haben sicher nicht unrecht, doch ich denke, jeder Mensch, der noch nicht vollständig von Taktik, Kalkül und Zynismus erfüllt ist und den der Impuls, den Greta Thunbergs aussendet, trotz allem medialen Tamtam ehrlich berührt (und ist nicht gerade die relative Unbedarftheit der aktiv werdenden Schüler gegenüber den finsteren Machenschaften und Motiven der Entscheider auch ein Segen?), ist die Widersprüche und Unzulänglichkeiten wert, die Greta umgeben, nicht?

    • Moin, Daliah8, Sie sind wesentlich mutiger als ich, denn zu solch einer Kritik hatte ich mich nicht getraut! Wenn ich auch nicht alles verstehe von „Mind“ und „Satanisten“, so ist es doch sehr erfreulich Ihre Meinung zu lesen!

      mfG

    • Hey Hog 🙂
      Jetzt wirds aber wirklich Zeit, dass du dich mit „diesem“ Thema (Mind Control u Satanismus) mal kurz beschäftigst. Bitte nich lang, der Kaninchenbau ist tief und macht extrem depressiv und schlecht gelaunt, wenn man sich zu lang hinein begibt.

      Zwei weltverändernde Info’s brauchste dafür nur. Die ARD Doku Höllenleben (ist bei yt online) und das Buch „Tranceformation of America“ von Cathy O’Brien.

      Ich hab auch lang überlegt, ob ich mich damit beschäftige. Aber wegsehen bringt ja irgendwie auch nix.

    • Moin, Kristana, vielen Dank fuer den Post, und die Tips!
      Apropos … ich hatte seinerzeit versucht eine Antwort auf deine Mail zu schicken, leider ohne Erfolg. Daher nun das Folgende:
      Jens Schröter, Juergen K. Zangenberg
      Texte zur Umwelt des Neuen Testaments
      Eine Zusammenstellung entscheidender Texte zum juedischen Glauben, aber auch zur Gnosis, der ja die Nag Hammadi Codices zugerechnet werden.
      mfG

    • Hallo amery,

      vielleicht ist es so, dass Menschen, die bislang weggeschaut haben, von den Schülern aufgerüttelt werden. Es wäre zu wünschen.
      Mich berührt das Ganze eher peinlich.

      Es ist ein Bankrotterklärung von uns Erwachsenen an die Welt, das Eingeständnis tiefer Ohnmacht und Hilflosigkeit. Wir können reflektieren, dass wir am Ende der Sackgasse angekommen sind, aber wir wissen uns nicht zu helfen. Wir sind erstarrt in unserer Ratlosigkeit und als letzen Ausweg schicken wir die Kinder los. Als könnte Rührseligkeit die Welt (und uns) noch retten.
      Das hat ein bißchen was von: der Krieg ist verloren, jetzt schicken wir den Volkssturm los…..

    • Danke, Hog!

      Ich glaube, es ist wichtig, sich mit dem ganz großen Bild zu beschäftigen, denn sonst bleiben die Lösungsansätze in den Kindeschuhen stecken.
      Das große Bild ist ein multidimensionales Bild.

      Das, was uns als die Wirklichkeit präsentiert wird, findet alles auf der Bühne statt. Es ist wichtig, einen Vorhang nach dem anderen aufzuziehen und zu schauen, wohin führen die Marionettenfäden??
      Wenn wir immer nur innerhalb des Systems die Marionetten austauschen, die Parteien neu- oder umbenennen, die vermeintlichen Verursacher beschimpfen, dann agieren wir auf einer für uns inszenierten Bühne und werden nie das große Bild erfassen und demzufolge auch nicht den Weg aus diesem luziferischen Labyrinth finden.

      Die herrschenden Zustände sind ein Spiegel unseres kollektiven Bewusstseins.
      Ist unser Bewusstsein begrenzt, sind unsere Möglichkeiten begrenzt. Schlimmer noch, mit einem begrenzten Bewusstsein öffnen wir den Kräften, die diesen Planeten derzeit beherrschen Tür und Tor.
      Der Planet Erde ist ein Schlaraffenland für diese Kräfte und ihre Helfershelfer.

      Du kannst ja mal bei Youtube in die Vorträge von Martin Strübin reinhören: „Planet Erde 2025“.
      Ich finde, dass er die Zusammenhänge ganz gut vermitteln kann.

      Viele Grüße!

      PS: Bewusstsein geht weit über „Denken“ hinaus 🙂

    • Moin, Daliah8, (5.2. at11.32)
      Nun, als Marxist kommt fuer mich in aller 1. Linie die Vernunft als Grundlage in Frage. Ich glaube nicht an höhere Mächte oder Götter und schon gar nicht an deren Gegenspieler. Sollte ich mich fuer eine dieser Religionen entscheiden muessen, so wäre Wallhall wohl das geeignete Objekt. Dort saufen die Götter und haben auch sonst viel Spass! Aber soweit ist es mit mir noch nicht.
      Vielleicht liegen wir garnicht soweit auseinander? Ich beurteile die Welt und unser Drumherum danach, welche Kräfte im Spiel sind und in welche Richtungen sie die Gesellschaft und damit uns Menschen ziehen. So gesehen kann ich deine Ausssage:
      „Die herrschenden Zustände sind ein Spiegel unseres kollektiven Bewusstseins.
      Ist unser Bewusstsein begrenzt, sind unsere Möglichkeiten begrenzt. Schlimmer noch, mit einem begrenzten Bewusstsein öffnen wir den Kräften, die diesen Planeten derzeit beherrschen Tür und Tor.“
      ueberhaupt nicht nachvollziehen, sind es doch die gesellschaftlichen Bedingungen, die uns formen. Haben wir z.B. eine bedarfsorientierte Produktionsweise, oder eine angebotsorientierte? Wird der gesellschaftliche Reichtum gerecht verteilt? Das hat ersteinmal sehr wenig mit gesellschaftlichem Bewusstsein zu tun, sondern wer die Macht hat das zu „regeln“.
      Bewusstsein kommt fuer mich dann ins Spiel, wenn Einzelne oder Gruppen in der Gesellschaft ueber sich und ihre Lage im Klassenstaat beginnen nachzudenken. Wenn, so wie in Frankreich z.Z., die Gelbwesten kollektiv protestieren, um kollektiv den Macron zu stuerzen.
      mfG

    • Ola, Hog,

      ich gehöre keiner Religion an.
      Ich glaube nicht, jedenfalls nicht bewusst. Glauben ist immer denken, Bewusstheit geht über das Denken hinaus.

      Aber wie ich lese, bist du gläubig. Du glaubst an eine Idee, mehr noch, du identifizierst dich sogar damit, wenn du schreibst: “ Als Marxist…“

      Das empfinde ich als starke Begrenzung oder Einschränkung eines unendlichen Geistes. Ich glaube, dass es darum geht, genau diese Unendlichkeit unseres Geistes zu erforschen und uns nicht immer wieder freiwillig in Glaubensmodelle, Ideologien, Halbwahrheiten, Religionen, Lebensmodelle zu zwingen.
      Ich glaube nicht, dass diese Strukturen der Anfang bzw. Ausgangspunkt für eine bessere Welt sind, sondern dass sie das Ergenis, des in eine Form gepressten, unendlichen Geistes sind. Und somit wenig Potential für echte Veränderung in sich tragen.
      Die allermeisten Ideologien, ob gesellschaftlich, religiös oder politisch, haben einen lebendigen Kern, der aber losgelöst von Spiritualität – also Lebendigkeit des Geistes – erstarrt und konserviert, ins Destruktive abgleitet.

      Bewusstheit kann nicht gedacht, nur erfahren werden. Es sind die Wahrnehmungsräume, zu denen wir mit unseren 3D Sinnen keinen Zugang haben.
      Es sind andere Frequenzen, denen ich mich öffnen kann, wenn ich das möchte. Aber dafür braucht es Neugier und die Bereitschaft, selbsterschaffene Identifikationen loszulassen.

      Primär denke ich, dass du Mensch bist und damit viel, viel mehr, als es ein Marxist je sein kann 🙂

    • Hallo Daliah8,

      Du sagst, es sei eine ,,Bankrotterklärung von uns Erwachsenen an die Welt, das Eingeständnis tiefer Ohnmacht und Hilflosigkeit.“ Wir seien, sagst Du, ,,erstarrt in unserer Ratlosigkeit und als letzen Ausweg schicken wir die Kinder los. Als könnte Rührseligkeit die Welt (und uns) noch retten.“

      Empathie und Sensibilität kann man Rührseligkeit nennen, wenn man nicht stark genug ist, einen Zugang zu seinen eigenen Emotionen zu suchen; was sonst als Empathie kann die Welt retten (Dirk C. Fleck läßt grüßen und an Susan Bonaths Kernargumente erinnern)? Coolness und Unerschütterlichkeit sind wohlfeil und, so will mir scheinen, die wahren Tugenden der Gegenwart. Über ,,Weltretter“ zu lachen kommt auch immer gut.

      Nun, Greta ist Schwedin, nicht? Schwede ist auch der vielleicht genialste aller zeitgenössischen europäischen Filmregisseure, Roy Anderson, der bereits im Jahr 2000 einen schwarzhumorigen, aber zugleich sehr ernsten und klarsichtigen Film schuf (ich sah ihn damals im Kino), in dem die Gesellschaft auf archaische Versuche, dem Zusammenbruch des Wirtschafts- und Finanzsystems beizukommen, verfällt. Beispielsweise prozessieren vor dem Schaufenster eines bankrotten Möbelhändlers, der seine verbrannten Chippendale-Möbel beweint, Kolonnen von Selbstgeißlern.

      Die Mächtigen greifen schließlich auf ein bewährtes Mittel zurück, das manche noch aus den Wikingerkapiteln der Geschichtsbücher kennen: Das Kindsopfer!

      Doch seht selbst: https://youtu.be/HNEfLQ4q63I

      Wer aber wagt es allen Ernstes, öffentlich zu verlangen, daß der Tatbestand des Kindesmißbrauchs auf Phänomene wie Greta Thunbergs Engagement ausgeweitet wird? Nun, dies ist keine rhetorische Frage, denn Henryk M. Broder hat es gewagt, am 29. Januar 2019, im Bundestag, während seines Schäfer Plauderstündchens mit der AfD. (Nicht allen Töchtern ist es vergönnt, so behütet aufzuwachsen, wie der Tochter Broders: wäre es anders, würde er wohl kaum gewagt haben, so zu reden, nicht?) An dieser Stelle gratuliere ich all jenen Rezipienten von KenFM, die diesbezüglich längst auf einer Linie mit Broder liegen (und dabei will ich nicht einmal gegen Broder polemisieren; ein faires ,,KenFM im Gespräch mit Henryk M. Broder“ wäre der größte Erfolg der Friedensbewegung ever; Feindesliebe gibt es nicht geschenkt).

      Guten Tag.

  5. Danke, Susan Bonath!

    Es ist immer wieder erschreckend und traurig, wie verblödet und verblendet viele (die meisten?) Menschen sind. Auch hier im Forum schreiben einige unsäglichen Stuss zusammen.

    Es kann doch nicht wahr sein, dass die Mehrheit der Menschen nicht in der Lage ist, die offensichtlichsten Dinge zu verstehen, die seit Jahrzehnten bekannt sein sollten.

  6. Danke! Also C02 und Feinstaub sind nicht der Feind…das sind wie viele hier erkannt haben Sündenböcke, an den Pranger gestellt von eigens hierfür bezahlten Stiftungen, „Instituten“ oder Lobbykonstrukten. Wer kein C02 haben will, soll die Pflanzen und Wälder rausreißen. Wer den Feinstaub nicht mag, soll Wüsten, Baustellen, Schiffe, Manöver, Atombombentests, Formel Eins, LKW Verkehr, Flugverkehr, Großbaustellen samt Tagebauen und Fracking und vieles andere verbieten! Denken wäre ein Ansatz statt Nachplappern irrer Gedankenansätze, die nur das eine Maul, das weit aufgerissen ist, füttern. Wie blöd sind wir hier eigentlich? Wir hier schütten tonnenweise Wasser in Feuer, die woanders Brennen? Wie doof muss man dafür sein? Falsche Frage! Welche Kolonieangehörigkeit muss man dafür haben? Die der BRD? Gute Nacht!

  7. Dass das Mädel da auch was Wahres sagt, heißt nicht, dass sie nicht instrumentalisiert ist.
    Im Moment benutzt das Kapital die Angst vor dem Klimawandel, um die Lebensgrundlage der Menschen noch schneller zu vernichten.
    Nein ich glaube nicht, dass der Klimawandel durch Treibhausgase herbeigeführt wird, aber ich wäre nicht sicher, ob wir einen Klimawandel durch großflächige Veränderungen der Erdoberfläche durch Städtebau, Urwaldrodung u.ä. Maßnahmen nicht doch herbeiführen könnten. Nur davon redet keiner mehr so richtig und dass eine Greta vorgeführt wird, soll nur Interesse heucheln. Man wird die Umweltdiskussion weiter darauf beschränken Landschaft voll Windräder zu stellen und hochwertigste Ackerböden zu Sonnenfarmen umzuwandeln, was den Bürger verdammt teuer kommt und einigen wenigen nützt. Der ökologische Wert dieser Maßnahmen ist insgesamt möglicherweise sogar negativ, das rechnet ja keiner nach, solange es der Wirtschaft nutzt, dafür sorgen schon die Lobbyisten.
    Frau Bonath, diese Ihre Polemik, die Dinge miteinander verknüpft, die so nicht zueinander gehören, ist unwürdig.

    Und die Kinder die demonstrieren, um es einer Greta gleich zu tun oder weil sie Angst haben, werden vielleicht Ihren Eltern auf die Füße treten und sie mit möglicherweise kleinlichen Vorhaltungen drangsalieren, während die Umweltvernichtung im großen Maßstab überhaupt nicht betrachtet wird.

    Für mich sieht das nach einer geschickten Spaltungsmaßnahme aus. Dass Sie das nicht erkennen Frau Bonath, enttäuscht mich etwas.

    • Moin, Frowe Hulda,
      “ Man wird die Umweltdiskussion weiter darauf beschränken Landschaft voll Windräder zu stellen und hochwertigste Ackerböden zu Sonnenfarmen umzuwandeln, was den Bürger verdammt teuer kommt und einigen wenigen nützt.“
      Genau so ist es!
      Ich frage mich, warum niemand (besser gesagt fast niemand) eine vernuenftige Geburtenregelung weltweit fordert. Es gibt doch sicherlich genuegend Menschen, die nicht von den Kirchen ideologisiert worden sind und dieses „MUSS“ nach mehr Nachwuchs durchbrechen könnten.

      mfG

    • „Im Moment benutzt das Kapital die Angst vor dem Klimawandel, um die Lebensgrundlage der Menschen noch schneller zu vernichten.“

      Wie passiert das?

      „Man wird die Umweltdiskussion weiter darauf beschränken Landschaft voll Windräder zu stellen und hochwertigste Ackerböden zu Sonnenfarmen umzuwandeln, was den Bürger verdammt teuer kommt und einigen wenigen nützt. Der ökologische Wert dieser Maßnahmen ist insgesamt möglicherweise sogar negativ, das rechnet ja keiner nach, solange es der Wirtschaft nutzt, dafür sorgen schon die Lobbyisten.“

      Gibt es dazu Statistiken? Und wieso nutzt es nur wenigen, wenn wir auf Erneuerbare Energien umstellen und somit keine Kriege um Öl mehr führen müssen?

    • Moin, Volume,
      „(…) wenn wir auf Erneuerbare Energien umstellen und somit keine Kriege um Öl mehr führen müssen?“
      Einfach mal dazwischengegrätscht: Wer fuehrt diese Kriege? Wer ist in den Irak oder Syrien eingefallen? Wer bedroht Venezuelas Suveränität? Du und ich?
      Ich persönlich fuehre keine Kriege um Öl! Wer die Kriege fuehrt wissen wir! So hoffe ich jedenfalls!
      Zum Mitschreiben: es sind die Imperialisten in ihrer westlichen „Werte“gemeinschaft! Von der Leyen hat sich dazu juengst auch wieder ausgelassen in einem Artikel in der New York Times. Sie wuerde die Weltordnung mit ihren Kriegen (Afghanistan, Syrien, Lybien) verteidigen. Deswegen werden auch wieder gegen den pppösen pppösen Putin Landser in Stellung gebracht. Wie abgrundtief verlogen ist dieses Pack! Sollte es einen Befreiungsschlag gegen diese Figuren geben, so wäre ich gerne dabei, und das wäre dann auch MEIN Krieg.
      Aber solange es um deren Interessen geht, sind es nicht UNSERE Kriege, Volume, es sind deren Kriege!
      mfG

    • Gibt es dazu Statistiken? Unabhängige sicher nicht, mein Verdacht ist es aber, das müsste man insgesamt betrachten.

      Und wieso nutzt es nur wenigen, wenn wir auf Erneuerbare Energien umstellen und somit keine Kriege um Öl mehr führen müssen?

      Wir müssten auch so keine Kriege um Öl führen. Kriege wird es auch ohne Ölbedarf geben, in anderen Ländern ist immer was zu holen…

      Eine Umstellung auf andere Energien ist sicher sinnvoll. Ein planloses Fördern (mit Steuermitteln) nicht ausgereifter Technik (statt Förderung von Technikentwicklung) und ohne Betrachtung von Folgeproblemen (fehlende Speicher, fehlende Netze, Umwelt…) ist extrem kurzsichtig. Und wie gesagt, wissen wir über die Gesamtenergiebilanz solcher Einrichtungen sehr wenig bis nichts. Da stehen jetzt die Sonnenkollektoren auf dem Acker, sind schon per Schiff aus Asien gekommen und unsere Lebensmittel kommen jetzt und in Zukunft auch per Schiff. Vielleicht verbraten wir da mehr Energie als wir je erzeugen? Und wieviel späteren Sondermüll handeln wir uns da ein? Uns werden hier doch Milchmädchenrechnungen vorgeführt.

    • „Wir müssten auch so keine Kriege um Öl führen.“

      Doch, müssen wir. Superdringend. und tun es auch, jeden Tag.

      „Kriege wird es auch ohne Ölbedarf geben, in anderen Ländern ist immer was zu holen…“

      Und momentan eben Öl, und darum gibt es diese Kriege…

      „Ein planloses Fördern (mit Steuermitteln) nicht ausgereifter Technik (statt Förderung von Technikentwicklung) und ohne Betrachtung von Folgeproblemen (fehlende Speicher, fehlende Netze, Umwelt…) ist extrem kurzsichtig.“

      Es wird doch nichts gefördert momentan. Fördergelder werden gekürzt ohne Ende. Muss man nur mal den Etat für erneuerbare Energien mit dem für Rüstung vergleichen…

      „Und wie gesagt, wissen wir über die Gesamtenergiebilanz solcher Einrichtungen sehr wenig bis nichts. Da stehen jetzt die Sonnenkollektoren auf dem Acker, sind schon per Schiff aus Asien gekommen und unsere Lebensmittel kommen jetzt und in Zukunft auch per Schiff.“

      Klar ist die Globalisierung schlecht, es wäre besser, dort (Essen, Technologie, etc.) zu produzieren, wo sie auch gebraucht wird.

      Die Statistiken bzgl. verbrauchter Energie und Einsparung bei erneuerbaren Energien gibt es… das dauert nicht lange, dann hat man den Herstellungsprozess amortisiert.

      Das Argument „weil gewisse TEile geliefert werden verbrenne ich lieber weiter Öl“… ist schon sehr schwach.

    • Volume: Unabhängige Statistiken, mit allen Hintergründen? Wo gibt es die?

      „Das Argument „weil gewisse TEile geliefert werden verbrenne ich lieber weiter Öl“… ist schon sehr schwach. “ Wer argumentiert so? oder war das bloß eine polemischer Unterstellung?

    • Die Statistiken gibt es im Internet.

      Wenn wir uns einig sind, dass wir auf regenarative Energien umsteigen müssen, was sollen dann Ihre Argumente? Etwas weniger „Polemik“ (unterstellen) täte hier gut.

    • @Volume:
      natürlich gibt es im Internet Statistiken dazu. Ich hab nur noch keine gefunden, die vernünftig gemacht ist. Deswegen fragte ich nach.
      Das es Statistiken gibt, die angeblich etwas beweisen ist nur für Leichtgläubige ein Beweis.
      Es ist immer die Frage, was wird genau und wie ausgewertet und welche Schlüsse darf man daraus ziehen. Statisken belegen ja bestenfalls einen statistischen Zusammenhang und immer wieder höre ich, auch von offiziellen Quellen, wie daraus Ursache-Wirkungsbeziehungen gemacht werden, besonders wenn es die eigenen Theorie unterstützt.

  8. Liebe Frau Bonath,
    und wieder ein Artikel von Ihnen dem ich überwiegend nur zustimmen kann – Danke dafür.
    Ich frage mich allerdings immer wieder, warum fast ausschließlich die Klimawandel-CO2-Feinstaub-Sau durch alle Dörfer getrieben wird. Das ist zweifellos ein großer der Teil der gesamten Umweltzerstörung, nur eben nicht das einzige. Es ticken viele Zeitbomben, aber keine davon hat auch nur annähernd die Aufmerksamkeit wie die Klimawandel-CO2-Feinstaub-Nummer. Dabei geht es seltsamerweise nie darum was gesamtgesellschaftlich zu tun wäre, sondern einzig darum, der Normalbevölkerung noch tiefer in die Tasche zu greifen und wieder mehr Konsum zu generieren, z.B. immer schneller neue Geräte, Autos, usw. kaufen weil noch a bisserl energiesparender, ohne die damit verbundenen Umweltzerstörungen entsprechend zu erwähnen.
    Wenn es um Profite, ebenso wie ums eigene Geld, geht interessiert die Zerstörung unserer Lebensgrundlage kaum einen. Das zieht sich leider durch alle Gesellschaftschichten. Mensch bleibt nun mal Mensch und ist meiner Ansicht nach, in der zivilisierten, dem american-way-of-life hinterherhechelnden Version, nichts weiter als ein durchgeknallter Affe, egal ob er sich als Elite bezeichnet und glaubt was besseres zu sein oder ob er obdachlos am Hungertuch nagt.

  9. Jeder Montag wäre ein weiter verblödender Scheißdreck ohne die erhellende Kommentierung der lieben Susan.
    Täte sie die nicht allmontaglich so herzallerliebst formuliert abliefern, verfiele ich sicherlich in abgrundtiefe Depression – es existiert unausrottbar intelligentes Leben auf diesem Planeten, wer hätte damit noch gerechnet?

  10. Erst mal Danke Frau Bonath für diesen Artikel!

    Doch erlaube ich mir zu fragen warum das Mädel keine „Gelbe Weste“ beim Vortrag getragen hat?

    Wem nutzt es das es Ihr erlaubt wurde dort ans Rednerpult zu gehen? Sowas wird in den Davos Kreisen handverlesen und lange vorbereitet. Normalerweise stimmt sich die Kapitalelite mit den Militär-Psychologen und Experten des CIA ab, und die sind im Planen und Denken der Arbeiterklasse und Friedenbewegung Dekaden voraus.

    Denn einem Eugen Drewermann oder einem Herr Gellermann hätte man es nie gestattet dort ein Wort zu sagen. Siehe auch den Kommentar von „schwaz ist weiss“ und „Hog1951“.

    Es werden ja schon Autisten in den USA für das Töten per Drohne benutzt und hier dränget sich der Verdacht auf, dass auch Greta nur benutzt wurde.

    Also, wem nutzt es das Greta (aufgebaut?) und dort reden durfte? In welches Profil passt das. Würde gerne mal Prof. Mausfeld und Kollegen dazu befragen.

    Und Frau Bonath danke für die Erinnerung – Zitat:
    “Es waren immer nur die Handlanger der Superreichen, welche die Gewehrläufe an Schläfen hielten – und abdrückten.“

    Dem möchte ich noch ergänzen: “Es waren auch immer alle (nicht nur die Soldaten sonder auch Intellektuelle, Juristen, Wissenschaftler, Beamte und Ärzte usw) die mitgemacht haben bei Propaganda und Stillschweigen (Stichwort 9/11) und in diesem Sinne Handlanger der Superreichen, welche den naiven Gewehre gaben damit die sie an die Schläfen hielten – und abdrückten.“

  11. Sehr geehrte Frau Bonath,

    ich danke Ihnen ganz herzlich für diesen Beitrag zu Greta Thunberg und überhaupt für die Arbeit, die Sie zu KenFM beitragen und bin aber auch der Redaktion von KenFM dafür dankbar, daß sie den Spagat, den offenbar doch etliche der Leser und Unterstützer besonders in Form der ,Pole‘ Rupp und Bonath empfinden, nicht nur aus- und aufrechterhält, sondern vielmehr mit dem Bemühen um Befriedung kultiviert! (Es ist, der Analogie des Spagats folgend, vielleicht eine Frage athletischer oder artistischer Übung und des Beinmuskulaturtrainings …)

    Zumeist sehe ich Ihre Beiträge, ebenso wie die Reaktionen darauf, in dem Portal Youtube und bin schon seit langem ziemlich entsetzt von der Aggressivität und Militanz, mit der Sie dort angefeindet werden (ohne daß ich mich damit etwa gegen Herrn Rupp aussprechen wollte; ich denke, die essayistischen Schlagabtausche, die Sie hier schon ausgetragen haben, liegen völlig im Bereich des Unproblematischen und sind in meinen Augen zumeist Zeichen von Selbstbewußtsein und Diskurskultur seitens KenFM).

    Ich empfinde Ihre Beiträge als reflektiert, reflexionsfördernd und wertvoll, und ihr Wegfall wäre mir ein schmerzlicher und gefährlicher Verlust. Anhand des teilweise gewaltandrohenden Hasses, der Ihnen immer wieder entgegenschlägt und auch in Anbetracht der Macht, die eine kritische Masse von Spendern, die (beispielsweise nach der ersten MMM-Ausgabe zu Chemnitz) abspringt, durch ihre Gelder hat, nehme ich an, daß es für euch alle ein zäher Kampf ist, den Laden beieinander zu halten, ohne daß ihr euch einzelnen ,Fraktionen‘ unter den Spendern liebedienerisch anbiedert.

    Menschen, die ihre Standard-Giftspritze ständig im Anschlag halten und überall ,,linksgrünversifftes Pack“ wittern, gibt es nach meinem Empfinden auch unter den Rezipienten der Arbeiten von KenFM in einer bedrohlichen Anzahl, darum finde ich es gut, daß Sie diesen Punkt explizit mit in Ihren heutigen Artikel eingearbeitet haben.

    Ganz ähnliche Reflexe beobachte ich gegenüber dem hochgeschätzten Florian Ernst Kirner, gerade weil auch er das Thema Ökologie und Verantwortung gegenüber der Mitwelt auf eine Weise behandelt, die – so könnte ich es vielleicht wohlwollender formulieren – viele auch hier als system- und mainstreamkonform wahrnehmen (übrigens hat Kirner über dieses Problem schon verschiedentlich öffentlich reflektiert). Bereits im Dezember 2018, unmittelbar nach Greta Thunbergs Rede in Kattowitz, fand ich in dem ihr gewidmeten Artikel der deutschen Wikipedia (bzw. auf der dazugehörigen Diskussions-Seite) Hinterlassenschaften derjenigen, die Greta für eine gekaufte Agentin (oder wie auch immer dies nun formuliert wird) halten.

    Ein Punkt, der Greta und alle prinzipiell wie sie argumentierenden Redner oder Aktivisten natürlich immer sehr angreifbar macht, ist die Fokussierung auf das CO2 und die Verwischung von Begrifflichkeiten, die (wegen der daraus folgenden scheinbaren argumentativen Überlegenheit) letztendlich zu einer himmelschreienden Groteske wie dem Auftritt eines Wissenschaftlers beim ,Talk in der Mühle‘ (bei eingeschenkt.tv) mit Herrn Kirner und dem ebenfalls hochgeschätzten Herrn Fleck führen kann: dort wurden die Diskutanten seitens des Moderators auf konkrete persönliche Handlungsempfehlungen für die Zuschauer (angesichts der ökologischen Krise) festgenagelt und der Wissenschaftler (dessen Namen nachzusehen ich gerade keine Lust habe) entblödete sich nicht, die Tatsache, daß er mit einem Pkw zu der Veranstaltung gereist sei, als eine Art aufgeklärten Aktivismus darzustellen (so wie ich ihn verstanden habe unter anderem aufgrund des Verbreitens von pflanzenwachstumsförderndem CO2)! Mit derlei ,,mindsets“ müssen Sie und alle anderen ,Ökokollaps-Warner‘ sich herumschlagen, und auch dort, unter jenem Beitrag (und ganz analog zu Ihrer heute berichteten Erfahrung mit Vorwürfen der Soros-Hörigkeit) wimmelt es in den Kommentaren auf YouTube von Beiträgern, die Fleck und Kirner verächtlich als ideologieversiffte und erkenntnisresistente Trottel – oder wahlweise auch als gekaufte Agenten bezeichnen und stolz darauf sind, dies bereits nach soundsoviel Minuten gemerkt und sich deshalb den Rest der Veranstaltung gespart zu haben. Mich persönlich bedrückt das wirklich und läßt meinen Mut und meine Hoffnung Schaden nehmen, deshalb wiederum ermutigt mich die Standfestigkeit und Gelassenheit, die in Ihrem heutigen Beitrag zum Ausdruck kommen!

    Die Militanz der Besitzstandswahrer auch unter den Angehörigen der unteren Klassen, die jede Infragestellung ihrer impotenzkompensatorischen Kraftfahrzeuge und Urlaubsflüge als eine Besudelung des Allerheiligsten aufnehmen, ist keinesfalls zu unterschätzen, und auch wenn es mir widerstrebt, hier auf Öffentlich-Rechtliches zu verweisen, so war es mir doch eine wohltuende Überraschung, daß eine Sendung wie die heute-show, die sich bekanntermaßen nicht gerade häufig mit Ruhm bekleckerte, am ersten Februar dieses Jahres den ,,Kulturkampf gegen das Auto“ pointiert als abendlandbedrohendes Phänomen persiflierte (möglicherweise stehen wir an einem Punkt, an dem derlei demnächst sogar in jenen Kreisen Mut zu erfordern beginnt).

    Angesichts der verbalen Schlägertrupps sowie – nicht zu vergessen – angesichts der zahlenmäßig nicht minder relevanten Verlogenheit des sogenannten Mainstreams (die zugegebenermaßen auch in einer Gewährung des kampflosen Rederechts für Greta Thunberg in Davos zum Ausdruck kommt) nicht zu verzweifeln ist eine anspruchsvolle Aufgabe, für die ich Ihnen von ganzem Herzen viel Kraft und alles Gute wünsche!

    Hochachtungsvoll,

    amery

  12. Greta spricht die Probleme an. Aber wie ist die Botschaft die die Medien den Menschen transportieren. Dieses Mädchen spricht in einem leeren Saal. Kaum 10 Leute interessierten sich für sie und verkauft wird es dem Publikum so das uns der Klimawandel bedroht und wir in Panik deswegen die Souveränität an Brüssel oder die UN abgeben sollen, das ist doch was dahinter steht. Auflösung regionalen Organisationen des Lebens. Wieso lässt man Greta sprechen und alle anderen kritischen Menschen werden als böse Schläger verunglimpft die mit einer Armee und ferngehalten werden müssen?
    Vielleicht deswegen weil Greta niemand ernst nehmen wird. Ein kurzer geschnittener Bericht und das war es.

    Was von dem was Greta anspricht wollen denn zB die Grünen, SPD, CDU oder LINKE umsetzen?

    Wo ist die Forderung das Russland, Saud Arabien, Katar, USA, Venezuela, Iran, usw das Öl und Gas im Boden lassen müssen ? Glaubt irgend wer dass die Förderung von Öl und Gas gestoppt oder reduziert werden wird ? Das wäre doch die einzig Möglichkeit das zusätzliche CO2 das sich noch nicht im Kreislauf befindet auch vom Kreislauf fernzuhalten.
    Also wer von CO2 redet und diese Forderung nicht stellt ist unglaubwürdig und wenn CO2 wirklich das Problem ist dann sind wir verloren denn da wird niemand widersprechen, diese genannten Staaten werden niemals aufhören Öl und Gas zu fördern.

    Eine der Ursachen für das benötigte Wirtschaftswachstum ist unser Geldsystem und die Börse.
    Aber wer das anspricht ist eine NAZI oder zumindest ein Rechtspopulist.
    Wo ist die Forderung der LINKEn die Rothschilds, Rockefellers Morgans und alle anderen Milliardäre zu enteignen und das Geldsystem und die Börse zu beenden?
    Und die Rechten sprechen das auch nicht an, die sind genauso Vertreter der Reichen oder Reicheren.

    Die Menschenrechte sollten neu definiert werden.
    Die Menschenrechte sollten auch für die Zukünftigen Generationen gelten und das sollte auch klar definiert werden.
    Gleichzeitig sollte es nicht nur Rechte sondern auch sowas wie „keine Rechte“ geben, vor allem dann wenn dadurch die Rechte der Menschen (und auch der in der Zukunft lebenden) Generationen gefährdet werden. Milliardäre und die Anhäufung von Besitz und die automatische Bereicherung durch Besitz sollten in den Menschenrechten ausdrücklich verboten werden. Es sollte mal definiert werden wie unsere Gesellschaft überhaupt aussehen soll und dann kann man sich an die Umsetzung machen.
    Im Prinzip reicht ein Menschenrecht. Jeden Menschen muss soviel Boden gegeben werden das er davon leben kann, es steht ihm aber nicht mehr Boden zu und er muss das Land so erhalten wie er es vorgefunden hat. (vereinfacht ausgedrückt)

    Ich glaube das der Hass sich gar nicht so auf dieses Mädchen richtet sondern die Menschen haben auf die Verarschung durch alle politischen Parteien und alle Medien keinen Bock mehr. Denn eine ernsthafte Debatte auf Grund der Rede dieses Mädchens findet doch nicht statt. Aber das jemand der sich legal einen Diesel gekauft hat und nun enteignet wird und damit nicht mehr fahren darf, das der sich verarscht fühlt ist verständlich. Und gleichzeitig findet es Merkel völlig unsinnig ein Tempolimit einzuführen. Und argumentiert wird dann noch so dass wenn E-Autos fahren die eh nicht mehr schneller fahren wie 120 km/h weil sonst die Reichweite sinkt, nur das dies gerade den quadratisch ansteigenden Luft- und Reibungswiderstand geschuldet ist und aufzeigt das ein Tempolimit auf jeden Fall ganz sinnvoll wäre und auch niemanden böse treffen würde als vielleicht die Politiker die dann mit ihren gepanzerten Monsterschlitten nicht mehr 250 über die Autobahn rasen können das verschweigt uns Merkel. Das Problem sind solche Menschen wie Merkel und deren ganzen Kollegen auch in den anderen Parteien, den Aufsichtsräten, den Vorständen, den Gerichten usw. Und die sind es die permanent mit den Finger(Medien) auf alle kritischen Menschen zeigen und sagen, wer uns kritisiert ist ein rechter NAZI und verbreitet Fakenews.
    Wir lassen uns nicht mehr verarschen, das ist mal ein Motto oder?

    • Sehr richtig!

      Milliardäre und die Anhäufung von Besitz und die automatische Bereicherung durch Besitz sollten in den Menschenrechten ausdrücklich verboten werden.

      Wo ist die Forderung der LINKEn die Rothschilds, Rockefellers Morgans und alle anderen Milliardäre zu enteignen und das Geldsystem und die Börse zu beenden?

    • «Das Problem sind solche Menschen wie Merkel und deren ganzen Kollegen auch in den anderen Parteien, den Aufsichtsräten, den Vorständen, den Gerichten usw.»

      Ohne sie hätte die Machtelite keine Macht:
      Die unkritisch, machtloyalen, mächtigen Stützen und Ansprechpartner der Machtelite (gem. George Orwell die «Mittleren») = Vorstände, Führungs- resp. Leitungsgremien und deren Anhang in allen Bereichen der Gesellschaft. (Alternativ)Medien, Politik, Wirtschaft, Universitäten, Kirchen und dergleichen ebenso wie Vorstände von Hilfswerken, «Friedens-«, «Menschenrechts»-Organisationen, -Bewegungen», Gewerkschaften und dergleichen.
      Gem. George Orwell (vor 70 Jahren): Bürokraten, Wissenschaftler, Techniker, Gewerkschaftsfunktionäre, Propagandaspezialisten, Soziologen, Lehrer, Journalisten und Berufspolitiker.

      Sie haben die Gesellschaft unter ihrer Kontrolle:

      Selbstkritisches hinterfragen, in Frage stellen wird in Wirklichkeit verhindert. Gehört zu den Verboten, Tabus. Vor allem gilt dies für das selbstkritische hinterfragen, in Frage stellen unserer gesellschaftlichen Strukturen und Machtstrukturen. Ein echter Dialog ist dadurch in Wirklichkeit gar nicht möglich.

      Opposition (auch Demonstrationen usw.) sind nur unter ihrer Lenkung, Überwachung, Kontrolle erlaubt. Vorzeigeopposition die bei der Bevölkerung den Schein erweckt, es gebe Opposition, also Demokratie.

      An diesen Grundfesten der Macht rüttelt weder die Politik noch die Medien. Gleichgültig welcher Art Politik oder Medien.

      Nichts fürchten sie, die «Mittleren», mehr als unkontrollierte Opposition von «Unten». Wie in Deutschland, es ist nicht so lange her, die «Montagsmahnwachen für den Frieden» und heute in Frankreich die Revolte/Revolution «Gilets jaunes».

  13. Natürlich sagt sie die Wahrheit und es wirklich völlig egal, woher sie kommt und wer dahinter steckt.

    Die massiven Klimaveränderungen sind bewiesen und nicht mehr zu übersehen, Punkt.
    Wer etwas anderes behauptet, betreibt dümmliche Augenwischerei!
    Nicht umsonst haben wir bereits jetzt Tausende von Klimaflüchtlingen in unseren Städten, weil es ihnen in ihren eigenen Ländern an Wasser und Nahrung fehlt.
    Es werden noch viel mehr werden, besonders wenn hier noch 30 Jahre gewartet werden soll, bis irgendwelche völlig banalen „Klimaziele“ realisiert werden sollen. So viel Zeit wird es vermutlich nicht mehr geben.

    Leider wollen die dümmlichen Augenwischer – die mit ihrem Schönreden und Vertuschen obendrein die wahnsinnigen Verursachern der menschengemachten Katastrophen natürlich massiv unterstützen – nicht einsehen, dass es mit den Bequemlichkeiten der westlichen Welt, ihren überschnellen Autos, ihrem irrsinnigen Ekelfleischkonsum, ihrem überbordenden Konsum von jedweiligem Dreck überhaupt, den Flugreisen, der Ausbeutung von Mensch und Tier, den Meeren und Müllbergen, usw. usw. aufhören muss und dass sie diese Bequemlichkeiten schnellstens aufgeben müssen, wenn wir überhaupt noch eine kleine Chance zum Weiterleben haben sollen.

    Und zwar nicht erst in 30 Jahren, sondern jetzt steht der Elefant im Zimmer und jetzt müssen wir uns ganz massiv bescheiden und unser Leben von Grund auf ändern! Da hat das schwedische Mädchen völlig Recht!
    Ich empfehle die Lektüre von der Ökodiktatur“ von Dieter Fleck zum Thema, sehr lesenswert.

    Die Westler verschwinden inzwischen jedoch lieber in den Paralellwelten ihrer Smartphones, kaum einer, der die ihn umgebende Welt noch wahrzunehmen scheint, wenn bei jeder sich bietenden Gelegenheit und Pause, das Ding aus der Tasche geholt und der Kopf gesenkt wird.

    Mensch verschwunden, nicht mehr ansprechbar, in andere, vermeintlich bessere Welten versenkt und was hier passiert ist uninteressant, Hauptsache es geht weiter und ich kann mir das nächste Smartphonemodell kaufen, damit ich mir weiter mein Hirn verneble.

    Die Wahnsinnigen, die uns lenken, freuen sich!

    • Gut: Dann bekenne ich mich zu dümmlicher Augenwischerei. Allerdings nur Ihrer unmaßgeblichen Ansicht nach, KitKat.
      Ich bestreite, dass massive insbesondere unnatürliche Klimaänderungen bewiesen, geschweige denn sichtbar sind. Bloß weil Mainstream und Politik dauernd davon faseln, ist das keine Tatsache.
      Und wenn Menschen in ihrer Heimat kein Wasser oder Nahrung haben, dann sollte man lieber mal fragen, wo das Wasser und die Nahrung denn hin privatisiert ist und wem es jetzt gehört.
      Das sind keine Klimaflüchtlinge.

    • Danke, KitKat, für diesen Beitrag! Er spricht mir aus der Seele. Daß Dir zum Beispiel Deine Formulierung von ,,menschengemachten Katastrophen“ zum Strick gedreht werden wird, davon ist auszugehen, obwohl Du damit ja gerade nicht den Fehler machst, auf den viele nur warten, nämlich vorauszusetzen, daß die Veränderungen der Klimaphänomene anthropogen oder nennenswert anthropogen seien. Deshalb will ich hier noch einmal hinweisen auf Florian E. Kirners Ausführungen im ,,Talk in der Mühle“ (Aufzeichnung vom 02.09.2018, dort etwa ab der 53. Minute) zu der vorsätzlich verwirrungsstiftenden Rolle, die Exxon Mobile exemplarisch spielt. Kirner zeigt auf, daß Exxon bereits in den 70er und 80er Jahren – nachdem sich die Firma von angeheuerten Experten bestätigen ließ, daß ein anthropogener Effekt auf das Klima zu erwarten sei! – es explizit als anzustrebenden Erfolg ansah, soviel Skepsis zu säen, daß am Ende keiner mehr weiß, was er glauben soll! Vielleicht nützt es ja irgendetwas, hier einmal Verweise zu plazieren, anhand derer sich der Fall nachverfolgen läßt; an erster Stelle möchte ich dabei eine Quelle anführen, die ich heute erst entdeckte, die mir aber – anhand einer ersten Durchsicht geurteilt – gut und hilfreich zu sein scheint, nämlich den Klima-Lügendetektor:

      https://klima-luegendetektor.de/tag/exxonmobil/

      Außerdem ein Artikel aus dem Jahr 2017 – https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/studie-exxonmobil-soll-oeffentlichkeit-beim-klimawandel-irregefuehrt-haben-a-1164218-druck.html – sowie einer aus dem Jahr 2015: https://www.theguardian.com/environment/2015/oct/14/exxons-climate-lie-change-global-warming

      (Nur sicherheits- und vollständigkeitshalber sei angemerkt, daß zum Einen der Guardian natürlich vor kurzem Lügenpropaganda gegen Assange verbreitet hat und daß zum Anderen der Beitrag im Spiegel nicht von Relotius, sondern von einem gewissen Andreas Albert verfaßt wurde – immerhin habe ich das doch vorsichtshalber geprüft …)

  14. Moin, Frau Bonath,
    „Nein, man muss kein Wissenschaftler sein, um zu erkennen, dass unbegrenztes Wirtschaftswachstum mit wachsendem Rohstoff- und Energieverbrauch auf einem begrenzten Planeten unmöglich ist. Dies muss zwangsläufig früher oder später die Natur und das Klima zerstören.“
    Darueber gibt es wohl keinen Zweifel! Es könnte wohl eher eine Diskussion wert sein, wie der Demokratieabbau zu einer Beschleunigung des massenhaften Protstes gegen z.B. auch die Umweltzerstörung, aber auch gegen die Klasse der Besitzenden und ihre Verteilung des von uns erarbeiteten Mehrprodukts fuehrt.
    Und da wären wir fast schon bei der kleinen Schwedin. Sie wird in Schweden gehypet (neudeutsch) wie ein Popstar. Und es hängen sich ein Unternehmen an und machen auf Facebook Reklame und wohl auch Geld mit ihr. Ihre Mutter hat ein Buch herausgebracht, direkt nach dem 1. Schulstreik im August 2018.
    Das ist soweit nichts, worueber man die Nase ruempfen sollte. Auch Lenin hatte Mitstreiter, die im Verdacht standen der Gegenseite zuzugehören. Lenin hatte dazu sinngemäss gesagt, dass solange sie die Revolution nicht verraten, gäbe es keinen Grund sie auszuschliessen aus den Bolschewiken.
    Also weiter so, Greta!
    Was mich aber stutzig macht, ist, dass eine ebenfalls junge Schwedin mit Namen Izabella Nilsson Jarvand, sich ebenfalls gegen Demokratiezersetzung, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung etc. ausspricht, aber nicht den Widerhall der sog. Eliten bekommt, wie die junge Greta: kurz mal ein Interview im Aftonbladet oder im Spiegel.
    Diese Izabella Nilsson Jarvand ist aber auch gleichzeitig eine Kritikerin des Migrationspaktes. Und hier, Frau Bonath, liegt der tiefere Sinn Ihres Engagements fuer die junge Greta.
    Hier die liebe Greta, die den Eliten auf die Fuesse tritt, dort eine Beteiligte der schwedischen Gelbwesten, die mehr will als nur auf die Fuesse treten!
    Anders formuliert, die eine schwimmt mit dem Mainstream, die andere dagegen.

  15. Werte Frau Bonath,
    ich stimme ihnen voll und ganz zu – und ich finde ihren Schreibstiel überhaupt nicht aggressiv.
    Der Ton ist angemessen und dem Thema geschuldet.
    Jedoch würde es mich interessieren wie es die 16jährige Greta es zum Klimagipfel in Kattowitz und danach noch nach Davos geschafft hat, um dort zu reden. Mit einer gesponserten Fahrkarte kommt man nicht an’s Rednerpult.

  16. Warum formulieren Sie so aggressiv, Frau Bonath?
    Wollen Sie Ihre Leser mitnehmen oder abstoßen?
    Bis auf die Feinstaubdebatte, (die uns verschärft Trump eingebrockt hat, weil Merkel nach seiner Wahl zu aufmüpfig war, und er daraufhin meinte, die deutsche Wirtschaft (Autoindustrie) deckeln zu müssen),
    – 15 Öltanker blasen auf ihrer mehr Dreck in die Luft als alle Dieselautos der Welt, zusammen–, und dem CO2 Quatsch, den ich auch nicht glauben kann, stimme ich Ihnen in allen anderen Punkten zu.
    Aber braucht Greta wirklich ein schnelles Pferd? Ihr Protest wird doch weltweit akzeptiert.
    Abgesehen von ein paar Spinnern mit Profilneurose.

    • Sie nehmen die deutsche Autoindustrie in Schutz?
      Die Suppe hat sie sich selber „gekocht“ und die gearschten Autobesitzer dürfen sie , dank Bundesregierung und dem 3. Verkehrsminister in Folge (alle CSU), auslöffeln!

    • Richtig ist, dass die Diesel immer sauberer werden. Und mit ihnen die Atemluft in den Großstädten. Und weil dem so ist, setzt man die Feinstaubwerte so willkürlich niedrig an, dass die Autobauer ihre Elektro-Fahrzeuge, die in der Gesamtbilanz umweltschädlicher sind als Dieselfahrzeuge, loswerden können. Sowas ist nur in Deutschland möglich.

  17. Na sowas, wer hätte das gedacht, dann sind wir wieder beim Kern. Also beim System.
    Wem gehört was und verfügt darüber, wie und ob es Verwendung findet?

    Den folgenden Text können sie auch auf Umweltprobleme und auf die Rüstung übertragen:

    „Der Sozialstaat ist ein buchstäbliches Armutszeugnis“
    3. Februar 2019 um 11:45

    Armut ist in unserer Gesellschaft nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Das sagen Arian Schiffer-Nasserie und Renate Dillmann im Interview mit den NachDenkSeiten. Die beiden Sozialwissenschaftler durchdringen in ihrer aktuellen Studie die Oberfläche der Armutsforschung, die in der Regel Armut als Abweichung vom Normaleinkommen definiert. Schiffer-Nasserie und Dillmann nehmen sich dem Thema grundsätzlicher an und sagen: „Wenn der deutsche Sozialstaat mit mehreren Ministerien, zwölf Sozialgesetzbüchern und vielen Milliarden Euro jährlich interveniert, dann gibt es in diesem Land offenbar auch stets aufs Neue ein erhebliches Maß sozialer Bedürftigkeit.“ Und die Gründe für diese Situation führen zu tieferliegenden systemischen Ursachen. Ein Interview über den Sozialstaat, Armut und ihre systemischen Ursachen. Von Marcus Klöckner.

    (…)
    Wie genau meinen Sie das? Wieso kann man von einem starken Sozialstaat nicht erwarten, dass er die Ursachen von Armut beseitigt?

    Dillmann: Die sozialpolitischen Maßnahmen vom Kindergeld über das Wohngeld bis zur Pflegeversicherung sind zunächst einmal Ausdruck davon, dass der größte Teil der Menschen in diesem Land „von der Wiege bis Bahre“ nicht dazu in der Lage ist, aus eigenen Mitteln das Leben als Familien mit Kindern, in Zeiten der Krankheit, der Arbeitslosigkeit, des Alters, der Pflegebedürftigkeit etc. selbständig zu bestreiten.

    Der Sozialstaat also als offensichtliches Zeichen dafür, dass etwas Grundlegendes in dem Land nicht stimmt?

    Dillmann: Der Sozialstaat ist in diesem Sinne – nüchtern betrachtet – ein buchstäbliches Armutszeugnis über die Lebensbedingungen der Mehrheit in diesem Land. Wenn der deutsche Sozialstaat mit mehreren Ministerien, zwölf Sozialgesetzbüchern und vielen Milliarden Euro jährlich interveniert, dann gibt es in diesem Land offenbar auch stets aufs Neue ein erhebliches Maß sozialer Bedürftigkeit.

    Wovon der Staat auch ausgeht.

    Dillmann: So ist es. Der soziale Staat rechnet mit diesen Notlagen. Und ganz im Gegensatz zu dem, was sozial Engagierte oder im Sozialwesen Beschäftigte in Deutschland häufig von „ihrem“ Staat erwarten, zielt seine Tätigkeit nicht auf die Beseitigung der Ursachen sozialer Notlagen, sondern darauf, diese Notlagen wirtschafts- und staatsnützlich zu verwalten.
    Die Armut, die Sie angesprochen haben, entspringt nämlich den ökonomischen Grundlagen dieser Gesellschaft und ihrer Eigentumsordnung. An diesen ändert die Sozialpolitik nichts.
    (…)
    Armut ist also im System angelegt?

    Schiffer-Nasserie: Armut, wie immer man sie auch näher bestimmt, bedeutet zunächst mal Ausschluss von Reichtum. Worin auch immer der Reichtum in modernen Gesellschaften bestehen mag, er existiert in jedem Fall als Eigentum, das heißt als ausschließliche (!) Verfügungsgewalt über eine Sache. Der Eigentümer dieser Sache ist berechtigt, alle anderen von ihrer Nutzung auszuschließen. Das Prinzip Eigentum beinhaltet bereits die prinzipielle Trennung zwischen Haben und Benutzen, zwischen Bedürfnis und den Mitteln der Bedürfnisbefriedigung. Die gehören in der Regel anderen. Ausschluss vom Reichtum fängt also nicht da an, wo Menschen arbeitslos werden, wo sie unter dem Hartz-IV-Regime verarmt werden oder wo man ihnen sogar lebenswichtige Nahrungsmittel, Medikamente oder Wohnraum vorenthält. Ausschluss von den Mitteln der eigenen Interessensverfolgung und Ausschluss von den Mitteln, um nützliche Dinge für die Bedürfnisbefriedigung herzustellen, konstituieren geradezu diese Gesellschaft.

    Da klingt jetzt Karl Marx an.

    Schiffer-Nasserie: Wahrscheinlich ist bei den NachDenkSeiten einigen noch der erste Satz aus der Marxschen Kapitalanalyse bekannt: „Der Reichtum der Gesellschaften, in denen kapitalistische Produktionsweise herrscht, erscheint als ungeheure Warenansammlung…“ Das bedeutet: Alle Dinge, die man in dieser Gesellschaft benutzen will, um notwendige oder auch darüber hinausgehende Bedürfnisse zu befriedigen, sind Waren. Sie gehören den Warenproduzenten bzw. Anbietern und sie haben einen Preis, den man zunächst einmal zahlen muss, wenn man sie benutzen will. Ein Angebot, das man nicht ablehnen kann. Die böse Ironie: Waren werden nicht produziert, um Bedürfnisse zu befriedigen, sondern um die Bedürfnisse jener auszunutzen, die über die nötige Zahlungsfähigkeit verfügen! Der Gelderwerb ist der Zweck, die Produktion und der Verkauf von nützlichen Dingen, von Waren, ist das Mittel dazu. In diesem Sinne ist die warenproduzierende Gesellschaft mit ihren riesigen Warenbergen übrigens extrem bedürfnisfeindlich.

    Bitte etwas konkreter.

    Dillmann: Die konkreten Folgen dieser vermeintlich abstrakten Formulierung kennt jeder von uns aus eigener Erfahrung: Wer nicht über das nötige Geld verfügt, kann die Waren nicht benutzen, die er benötigt. Er wird auch dann von ihnen ausgeschlossen, wenn die entsprechenden Sachen bereits überreichlich vorhanden oder gar unverkäuflich sind. Lebensmittelüberschüsse, nicht ausgelastete Produktionskapazitäten, Fabrikschließungen, brachliegender Ackerboden, globale Überproduktion einerseits…

    … und Armut und Hunger andererseits?

    Schiffer-Nasserie: Genau. Armut im Kapitalismus ist also gerade nicht dem Mangel an Reichtum geschuldet, sondern dem Zweck dieser Produktion, nämlich der Geldvermehrung.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=48967

    Sie sehen das kapitalistische System schließt all die Dinge, die eine funktionierende Gemeinschaft ausmachen, wie z.B. Gerechtigkeit, Umweltverträglichkeit und natürlich auch den garstigen Frieden aus.
    Den Letzteren zum Einen, da sind natürlich die erzeugten Verwerfungen auf einen beliebigen Feind zu projizieren, zum Anderen, will nicht jeder gleich alles freiwillig hergeben und drittens auch schon um es anderen Fürsten vorzuenthalten.

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