Tagesdosis 4.4.2020 – Corona: Der soziale Crash kommt

Wie Medien und Politiker das Thema häusliche Gewalt für ihre manipulativen Interessen nutzen wollen und damit Gewalt und Aggression eher anheizen als beseitigen.

Ein Kommentar von Christiane Borowy.

Bei der Thematisierung von häuslicher Gewalt in der Corona-Krise bohren Politiker und Hauptmedien zurzeit ein ganz dünnes Brett.

Es wird der Anschein erweckt, ein kleines Problem sei durch eine große Krise zu einem seltenen Ausnahmezustand geworden und so getan, als sei es vor allem durch Schicksal, beziehungsweise höhere Gewalt zu Gewalt in den Familien gekommen. In nichtssagender Weise und konstruierter Sachzwang-Logik wird argumentiert, dass man jetzt nach Lösungen suchen müsse, die der Ausnahmesituation gerecht werden. Auch und erst recht in Zeiten von Corona wird das Problem häuslicher Gewalt und Opferschutz in keiner Weise ernsthaft politisch aufgelegt – und das könnte gute Gründe haben. Denn wer hat etwas davon, wenn sich unterdrückte Aggressionen und ungelöste Konflikte eines Tages nicht mehr bändigen lassen und als entfesselte Gewalt zutage treten?

Heinrich Heine hat schon gesagt, dass stets das interessant sei, was bei Gesagtem nicht gesagt wird. Worüber sprechen die Medien nicht, welche Fragen lassen sie aus? Seit einigen Tagen wird in den Mainstream-Medien regelmäßig über die Zunahme häuslicher Gewalt gesprochen. Doch wie wird das Thema aufbereitet? Gibt es neue Ideen? Neue schnelle Hilfskonzepte? Die Antwort ist klar: Nein.

Wer sich auch nur ein bisschen in der Geschichte auskennt weiß: Wenn die Politik sich mit den angeblich schwächsten Gliedern in der Gesellschaft, den Frauen und Kindern beschäftigt, während sie es sonst eher nicht tut, ist etwas faul im Staat. Wie viele Kriege sind schon geführt worden, weil man – angeblich – Frauen zu ihrem Recht verhelfen oder Kinder vor Gefahr schützen wollte?

Wenn sich Medien und Politik also mit Häuslicher Gewalt beschäftigen, obwohl sonst Opferschutz weitgehend als politisch sekundär relevant angesehen wird, ist Misstrauen angesagt.

Wenn man sich dann noch ansieht, welche Lösungen und Formen der Hilfe ganz konkret angeboten werden, kann der aufgeklärte und bewusste Mensch spielend leicht durchschauen, was für ein perfides Manipulations- und Machtspiel Politik und Medien spielen.

Ich will Sie nicht länger auf die Folter spannen: Es drängt sich einem derzeit der Verdacht auf, dass das Thema Häusliche Gewalt dazu missbraucht wird, psychologische Kriegsführung zu betreiben und einen möglichen Bürgerkrieg zumindest billigend in Kauf zu nehmen.

Das mag für manchen eine steile These sein, doch wenn man den Blick allein nur auf die Berichterstattung der vergangenen Woche richtet, leuchtet sie vielleicht doch ein.

Kennen Sie Herrn Rörig? Nein, es ist nicht Meister Rörich aus den bekannten Komik-Verfilmungen gemeint. Gemeint ist Johannes-Wilhelm Rörig, der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung (1) (7).

Dem ZDF gegenüber äußerte der Betriebswirt und Volljurist sich in seiner Eigenschaft als Experte, dass es besonders jetzt tragisch sei, dass „die Jugendämter nur auf Sparflamme oder im Notbetrieb arbeiten könnten“ (2)

Wenn sie Herrn Rörig nicht kennen, dann kommt Ihnen vielleicht Frau Marija Pejcinovic Buric bekannt vor? Sie wird in allen gängigen Medien mit ihren Einschätzungen zu einem internationalen Anstieg der häuslichen Gewalt zitiert und ist immerhin Europarats-Generalsekretärin (8).

Von Dr. Franziska Giffey haben Sie aber vielleicht schon gehört? Sie ist Verwaltungswirtin und SPD-Familienministerin (9). Im ZDF warnte sie erst vor einigen Tagen (2), dass die Corona-Maßnahmen der verordneten sozialen Distanz zu einem drastischen Anstieg häuslicher Gewalt führen würden. In einem Artikel der taz vom 01.04.2020 fällt ihr obendrein als Zeichen der aktuellen Ausnahmesituation auf: „Eltern sind jetzt richtig gefordert. Sie müssen kreativ sein und alles ausprobieren, damit die Situation nicht eskaliert“ (4)

Die deutschen Hauptmedien kennen augenblicklich kaum bessere Experten zum Thema Häusliche Gewalt als diese drei, denn sowohl die Bild, Süddeutsche Zeitung, die FAZ, der Spiegel und die Taz nennen unisono fast ausschließlich nur diese Experten. Seit einer Woche werden diese Personen also interviewt und zitiert, was das Zeug hält und bestätigen nicht ohne die erforderliche Betroffenheit, dass wir „mit dem Schlimmsten rechnen müssen“. So wird auch Jörg Ziercke, der Bundesvorsitzende der Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität „Der Weiße Ring“ in allen Hauptmedien zitiert. Die Hilfsorganisation gerät zwar immer mal wieder in die Kritik und erhielt vor nicht allzu langer Zeit negative mediale Aufmerksamkeit wegen Missbrauchs und unterlassener Hilfeleistung auf der Leitungsebene in Norddeutschland (11), doch dem vertrauenswürdigen Expertentum in Ausnahmesituationen scheint das keinen Abbruch zu tun.

Es ist doch wirklich erstaunlich, dass von der Bild-Zeitung über die Süddeutsche Zeitung und Spiegel bis hin zur taz einheitlich nur eine Handvoll gleicher Experten zum Thema befragt werden. Wo kommen diese Leute denn auf einmal her? Warum – und das ist eventuell auch die wichtigere Frage – werden Deutschlands Familien an der Belastungsgrenze jetzt gerade durch beruhigend einheitliches Experten-Wissen medial zwangsbeglückt?

Gemessen daran, dass fast jede fünfte Frau in ihrem Beziehungsleben eine Gewalterfahrung gemacht hat oder gemessen daran, dass das Thema „Sexueller Missbrauch“, richtiger müsste es nach Franz Ruppert „sexuelles Psychotrauma“ heißen, meist eher in reißerischer anstatt analytischer Weise den Weg auf die Titelseiten deutscher Qualitätsmedien findet, ist es irritierend, wenn Medien und Politik dieses sonst eher unterdrückte und politisch sperrige Thema medial dauerbehandeln.

Wir müssen also mit dem Schlimmsten rechnen. Das ist richtig. So sehe ich das auch. Jedoch ist erstens genau zu betrachten, was jeweils als „das Schlimmste“ gesehen wird und zweitens ist zu prüfen, ob es nicht vielleicht auch Profiteure gibt, denen es sehr nützt, wenn dieses eintritt.

Keine ganzheitlichen Lösungen in Sicht

Deshalb bietet sich die genauere Betrachtung der Frage an, welche Lösungen einem denn jetzt hier neuerdings als Hilfe und Beruhigung angeboten werden. Vorgeschlagene Lösung der „Experten“: Kinder sollen nach Ostern wieder in die Schule. Mit dieser Forderung wird aber davon abgelenkt, dass die Kinder in den Schulen scheinbar auch geparkt werden. Das ist sowohl für die Schulen, als auch für die Kinder schlecht, denn in der Schule hilft ihnen ja auch keiner. Aber es heißt so schön, die Schüler würden in den Schulen besser gesehen. Das kann allerdings nur jemand behaupten, der noch nie in seinem Leben mit einem Lehrer gesprochen hat, der in Klassen mit 40 Schülern und mehr arbeiten muss, oder der obendrein noch eine Integrationsklasse zu betreuen hat.

Weiterhin wird der Eindruck erweckt, dass das Thema Häusliche Gewalt nur Familien betrifft, die wirtschaftlich prekär leben, die sich das Essen ohnehin nicht leisten können und wo nun das Problem besteht, dass das Schulessen selbst gekocht und geleistet werden muss. Außerdem wird so getan, als sei dies ein verallgemeinerbares internationales Problem, zum Beispiel mit Verweis auf Frankreich. Das rückt dann schön weit von uns weg. Die Frage: „Was hat das mit uns zu tun und was können und sollten wir tun?“, wird so ignoriert.

Es geht also überhaupt nicht darum, wie es in einer Gesellschaft, in der es genug Geld gibt, passieren kann, dass Familien in Armut leben müssen? Diese grundsätzlichen Fragen werden trotz Expertenwarnung nicht gestellt. Dabei wäre dazu jetzt der perfekte Zeitpunkt.

Lösung zwei: Sorgentelefon. Aber haben Sie da mal angerufen? Da wird in erster Linie beruhigt und beschwichtigt und obendrein sitzen dort kaum Fachkräfte. Dabei gehörten gerade dort echte Experten mit entsprechend langer Ausbildung hin und nicht nur Menschen, die zwar helfen wollen, aber nur eine relativ kurze Schulung durchlaufen haben.

Lösung drei der medialen Hilfsangebote ist die Polizei, der Kinder- und Jugendnotdienst und „viele andere Beratungsangebote“. Dies schlägt Rörig in der taz vor. Da kann man nur staunen. Wo sind sie denn, die vielen Beratungsangebote? Diese Einrichtungen können ja schon ohne Corona den ganz „normalen“ Betrieb nur schwer aufrechterhalten. Wenn jemand sich an eine Einrichtung wendet, dort aber keine Hilfe erhält, dann sind die menschlichen Folgen obendrein noch schlimmer als vorher. Darauf müsste man reagieren, doch gerade das passiert nicht.

Lösung vier: Die digitale Welt. Na sowas! Man richtet, wie die taz berichtet, virtuelle Fitnessgruppen, Buchvorstellungen, Lieder, Filme und „Challenges“ ein, um trotz „sozialer Distanz“ den Kontakt zu den Jugendlichen nicht zu verlieren. Wer hat denn da zu wem Kontakt und aus welchen Interessen heraus? Wir haben doch in der Gesellschaft den Draht zur Jugend längst verloren. Auch hier macht das, was als Hilfe verstanden wird deutlich, was als wertvoll und hilfreich in der Gesellschaft angesehen wird: Sport hilft gegen (sexuelles) Trauma, Challenges, also Wettkampf und Bildung werden als hilfreiche Werte angesehen? Sind das wirklich wichtige Faktoren einer gesunden Beziehung zu Kindern? Oder doch eher die Interessen von anderen, aber nicht die von Kindern? Und auch hieran wird konsequent weiter vorbeigeschaut. Viele Kliniken sind angeblich erst jetzt überlastet. Da ist es doch kein Problem, dass es jetzt Zusammenlegungen von Psychiatrie-Abteilungen gibt, denn damit löst man angeblich strukturelle Probleme. Hier wird ebenfalls nicht genauer hingeschaut. Es ist eine bedenkliche Entwicklung, dass man aus einer Ausnahmesituation, die keine ist gesellschaftliche Schieflagen noch verstärkt.

Keiner der genannten Experten kommt außerdem auf die Idee, dass es vielleicht gut wäre, die Eltern zu stärken. Vielmehr sollen diese ihre Verantwortung und ihre eigene Autorität an Institutionen und Instanzen abgeben, die eine Mensch zu Mensch-Beziehung unmöglich machen. Diese fehlende direkte Beziehung von Mensch zu Mensch wird das Problem eher noch verschärfen. Das kann man zwar so machen, doch man sollte sich bewusst sein, dass das einen Preis hat, den am Ende nicht die Politik trägt, sondern Eltern und Kinder.

Lösung fünf: Frauenhaus. Hier wird nicht nur vermieden, über deutsche Verhältnisse zu sprechen, sondern es wird obendrein (taz) unterschlagen, dass ein Anstieg der Frauen, die Zuflucht in einem Frauenhaus suchen, bereits nicht mehr bewältigbar war, bevor die Bevölkerung überhaupt wusste, wie man Corona schreibt.

Viele sagen: Nach Corona wird alles anders sein. Es könnte anders sein, aber anders meint nicht neu und vor allem nicht automatisch besser. Die Probleme sind schon vorher da, sie werden jetzt eher noch verstärkt. Mit der Krise in gesunder Weise umgehen funktioniert nicht, indem man den alten Wein in neuen Schläuchen serviert.

Strukturelle Gewalt

Verlierer in der Krise werden also wieder die sein, die es immer waren. Deshalb ist es wichtig sich zu fragen, warum das so ist und nach den strukturellen Ursachen zu suchen. Häusliche Gewalt und Strukturelle Gewalt hängen zusammen.

Strukturelle Gewalt ist ein auf Johan Galtung zurückgehender Begriff, der eine Gewalt bezeichnet, die nicht von einer einzelnen Person ausgeht, sondern die systemimmanent ist und sich in ungleichen Machtverhältnissen und damit Lebenschancen äußert. (14) Grundsätzliche menschliche Bedürfnisse sind nicht erfüllt, weil die Machtverhältnisse es nicht zulassen. Manipulation, Ausbeutung und Krieg sind von Vertretern der so genannten Kritischen Theorie wie Herbert Marcuse und Theodor Adorno als strukturelle Gewalt beschrieben und kritisiert worden.

Mediale Pseudoempathie mit Gewaltopfern hilft gegen häusliche Gewalt also nicht weiter, ebenso wenig wie Parolen, die Sozialarbeit sei in der Corona-Krise „schwierig, aber umso wichtiger“ (6). Das Problem ist mithin viel komplexer und grundsätzlicher. Sozialarbeit ist schon immer wichtig gewesen und müsste eigentlich einen viel höheren Stellenwert in der Gesellschaft eingeräumt bekommen.

Es wird deutlich, dass Gewalt kein Ausnahmephänomen ist, das uns nicht betrifft und nur in fernen Ländern oder Gesellschaftsschichten anzutreffen ist. Gewalt ist Alltag – ob wir nun wegsehen oder nicht. Es ist keine Ausnahmesituation und kommt auch nicht nur bei Menschen vor, die man zusätzlich noch sadistisch als „sozial schwach“ bezeichnet, obwohl sie nur kein Geld haben. Die Schutzkonzepte haben keinen erhöhten Leistungsausweis und das haben sie in der Corona-Krise erst recht nicht. Es ändert sich nur etwas, wenn wir uns ändern. Wenn uns endlich auffällt, dass wir Werte für normal halten (Kampf, Wettbewerb, Härte, Anstrengung, Leid), die ganz und gar ungesund sind, erst dann können wir etwas tun und Veränderung erwarten. Es wird sich nichts ändern, so lange die Prämissen, die zu diesen gesellschaftlichen Verhältnissen geführt haben unhinterfragt bleiben.

Es liegt eher der Verdacht nahe, dass man die Eltern und Kinder beschwichtigen will, um Protest zu verhindern. So bleibt im bildlichen Sinn der Ball der Gewalt so lange unter Wasser gedrückt, bis der Druck so hoch ist, dass er völlig entfesselt an die Oberfläche springt. Das schwächt eine Gesellschaft derartig, dass man, wie der Kieler Psychologe Rainer Mausfeld es beschreibt, nur noch die Wut auf eine bestimmte Gruppe zu lenken braucht und schon kann man Menschen so manipulieren, dass sie gegen die strukturelle Gewalt nicht vorgehen und weiter die gesellschaftlichen Verhältnisse akzeptieren, die sich ihnen gegenüber gewaltvoll verhalten. Auf wen sich die Wut richtet, ist auch schon klar: Auf den, der in der Öffentlichkeit hustet oder niest. Berlin und Brandenburg beispielsweise entwickeln gerade eine schärfere Bußgeldverordnung (16)

Fazit

Wir dürfen nicht nur vom wirtschaftlichen Crash reden. Der soziale Crash steht bereits vor der Tür und er wird von Politik und Medien womöglich sogar herbeigewünscht. Es wird also Zeit, über fundierte Konzepte zu nachzudenken, wie man Gewalt verhindert, mit Tätern arbeitet und wie man Opfer schützt.

Man könnte dazu echte Experten fragen, die nicht wie die bisher in der Öffentlichkeit wahrgenommenen in Jura, Wirtschaft oder Verwaltungswissenschaft ausgebildet wurden, sondern besser solche, die in Sozialer Arbeit, Psychologie oder Trauma-Arbeit täglich in Theorie und Praxis ihre Kompetenz zum Thema Gewalt erlangt haben.

Der Psychologe und Gewaltexperte Rüdiger Lenz beispielsweise hat jahrelang mit Tätern und Opfern gearbeitet und sein Wissen in einer Theorie der Gewaltfreiheit eingebracht. In seinem Buch „Die Fratze der Gewalt“ (15) erklärt er den Zusammenhang von Gewalt und Gesellschaft. Ihn hätten die Mainstream-Journalisten ja mal fragen können. Es könnte so einfach sein, ist es aber anscheinend nicht. Lenz weist zum Beispiel darauf hin, dass die Entfaltung des Potentials in einem Menschen dessen Gewaltabsichten mindern kann.

Das ähnelt sehr den Erkenntnissen von Franz Ruppert, der die Voraussetzung für die Annäherung des Menschen an sein wahres Ich und sein wahres Potential in dem Ausstieg aus der eigenen Traumabiographie sieht. So kommt er am 01.04.2020 in seinem Artikel „Ich und Sars-Covid 19“ (12) zu folgenden Lösungsansätzen, die völlig anders sind als die mainstream-medial vermittelten und eher gewaltvollen und traumatisierenden Ansätze:

„Würde jetzt das ganzheitliche Modell von Gesundheit und Krankheit zum Tragen kommen, gäbe es verschiedene Handlungsstrategien: Allgemeine Aufklärung über die Wirkungsweise des menschlichen Immunsystems, Spezielle Unterstützung bei Maßnahmen wie gesundes Essen, saubere Luft, sauberes Trinkwasser, Konstruktive zwischenmenschliche Beziehungen präventiv wie aktuell unterstützen, Stressreduktion in verschiedenen Lebensbereichen, Keinesfalls weiteres Schüren von Ängsten, sondern Aufklärung über diese Ängste und Aufweisen von Wegen, sich mit fachlicher Unterstützung damit auseinanderzusetzen, Unterstützung des Immunsystems im Falle einer Infektion, keinesfalls seine Unterdrückung z.B. durch fiebersenkende Mittel, Aufarbeitung alter Traumata aus der Lebensgeschichte von Menschen“

Doch man fragt gemeinhin lieber Juristen und Wirtschaftswissenschaftler anstatt ausgewiesene Gewaltexperten Das ist ein absurdes wie unhinterfragtes Phänomen. Das macht man eigentlich nur, wenn man in Wahrheit keine Lösung für ein Problem sucht. Jemanden, der in einer Zoohandlung anruft, wenn er seine kaputte Waschmaschine repariert haben möchte, würde man als komplett irre einstufen, doch wenn sich fach- und themenferne Experten in den Medien äußern, büßen sie ihre Glaubwürdigkeit scheinbar keineswegs ein.

Darum ist es wahr: Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.

Quellen:

  1. https://www.welt.de/politik/deutschland/article206938253/Corona-Roerig-sieht-Anstieg-von-Gewalt-gegen-Kinder.html
  2. Familienministerin Giffey warnt vor den Folgen der Corona-Krise: Die soziale Isolation könnte zu einem Anstieg häuslicher Gewalt führen – insbesondere Frauen und Kinder seien gefährdet.
 https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/coronavirus-herausforderungen-haeusliche-gewalt-100.html
  3. https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/frauenhaeuser-in-corona-zeiten-warum-haeusliche-gewalt-nun-zunimmt-16702237.html
  4. https://taz.de/Corona-Sorge-vor-haeuslicher-Gewalt/!5669124/?goMobile2=1583712000000
  5. erhöhtes Risiko für Frauen und Kinder vom 28.03.2020: 
https://taz.de/Haeusliche-Gewalt-in-der-Corona-Quarantaene/!5675012/?goMobile2=1583712000000
  6. https://www.br.de/nachrichten/bayern/schwierig-aber-umso-wichtiger-sozialarbeit-in-der-coronakrise,RunQJZG
  7. https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/missbrauchsbeauftragter-amtszeit-verlaengert-1594950
  8. https://www.coe.int/de/web/portal/-/marija-pejcinovic-buric-new-council-of-europe-secretary-general
  9. https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/ministerium/ministerin-hausleitung/ministerin
  10. https://weisser-ring.de/media-news/meldungen/27-03-2020-0
  11. https://www.watson.de/deutschland/polizei/689519729-luegen-und-vertuschung-wie-es-zum-wei-en-ring-skandal-kam
  12. https://www.franz-ruppert.de/de/downloads/send/2-uebergreifende-informationen/516-ich-und-sars-covid-19
  13. https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/gordon-neufeld/unsere-kinder-brauchen-uns/i/9783934719446
  14. https://www.gewaltinfo.at/fachwissen/formen/strukturelle_gewalt.php
  15. https://www.exlibris.ch/de/buecher-buch/deutschsprachige-buecher/ruediger-lenz/die-fratze-der-gewalt/id/9783850404686
  16. https://www.bz-berlin.de/berlin/berlin-bekommt-seinen-eigenen-corona-bussgeld-katalog

+++

Danke an die  Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

Bildquelle:   / shutterstock

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Unterstütze uns mit einem Abo: https://steadyhq.com/de/kenfm

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

23 Kommentare zu: “Tagesdosis 4.4.2020 – Corona: Der soziale Crash kommt

  1. Also begeben w i r uns so schnell wie möglich auf den Weg, uns über den Bau zukunftsfähiger Strukturen zu verständigen ! !

    > heute bereits vorausdurchdenken und beraten . . . !

    . . .  von der DEMOKRATIE zur AUTOPOIETIE
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/04/06/zukunftsfaehigkeit-entwickeln/
    .

    ./zu leisten hätten Staaten die Schaffung einer  GELDINFRASTRUKTUR
    ________________________________________________________________________

    ! ! !

    .

    plus: 28.3.2020  gw/  Crash hoch 3 – ein Bürger/innen-Fang-Boden muss her !
    https://diskursblickwechsel.wordpress.com/2020/03/28/crash-hoch-3-ein-buerger-innen-fang-boden-muss-her/

    // plus als EZB-LEISTUNG: Z I N S F R E I E E U R O B O N D S ! ! !

  2. Häusliche Gewalt findet keineswegs nur in den Wohntürmen (Foto!) bei armen Familien statt, wie uns blöderweise immer eingeredet werden soll. Gerade hinter den verschlossenen Türen grosser Villen und kleinerer Doppelhäuser herrscht oftmals schlimmer Alkoholismus, Gewalt, Vernachlässigung und Mißbrauch und wirkt sich fatal auf die Betroffenen aus.
    Die halten aber durch bessere finanzielle Absicherung/Abhängigkeit bis jetzt meist ihren Mund und es bleibt abzuwarten, was in kommenden Zeiten geschehen wird.

    Zu der banalen staatlichen Unterstützung der armen Familien ist….wie schon seit Jahren… immer noch zu sagen und immer noch zu fordern:

    Diese Familien kommen ganz gut allein zurecht und die brauchen (meist.) keine Sozialarbeiter…

    DIE BRAUCHEN NUR MEHR GELD!!

  3. ja und wenn Mensch schon mal dabei ist, dann läuft einem das hier übern Weg:

    Dr. Julia Fischer erklärt Psychisch gesund durch den Corona-Lockdown, auf rbb 24
    guckst du: https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/av12/video-fischers-dailies-psychische-gesundheit-waehrend-coronaviru.html

    ich möchte dieses Video nicht weiter kommentieren, kann aber jedem empfehlen sich hier – nach/mit dem Artikel von Frau Boroy ein eigenes Bild zu machen. Es lohnt sicht wirklich 😉

  4. Wo ich zustimme ist die Dunkelziffer. Solange diese nicht bekannt ist sind die Zahlen nicht richtig. Die Todesrate wird dadurch sinken, das ist gut weil 4-7% tatsächlich sehr hoch ist, aber 1 % ist auch noch viel, wie weit sie sinkt ist offen aber 1-2 % im Besten Fall ist für die anderen Experten die hier nicht zu Wort kommen im Besten Fall drinnen. Es gibt zB einen italienischen Arzt der die Covid 19 Infektion Anfangs auch als schlimme Grippe bezeichnet hatte. Diese Aussage wurde dann überall weiter verbreitet. Das war Anfang Februar als die Lage in Italien noch nicht so schlimm war, einen Monat später hat er seine Aussage völlig revidiert, es als völlig verantwortungslos bezeichnet seine Aussage vom Februar einen Monat später noch zu verwenden und die Lage in Italien als eine völlig andere bezeichnet, als eine absolute Katastrophe.
    Auch die meisten Experten von China, Südkorea usw kommen hier zu ganz anderen Meinungen wie die hier angeführten Experten. SARS Cov 2 greift direkt die Lunge an und führt so direkt zu Lungenentzündungen, auch bei jüngeren und gesunden Menschen. Es folgen schwere lange Erkrankungen und von den Spätfolgen ist hier auch keine Rede. Es geht nicht nur um die Todesfolge sondern wie viele Menschen schwer erkranken und medizinische Hilfe in einer Klinik benötigen.
    Eine normale Grippe ist in Deutschland normalerweise maximal für 3000-4000 Todesfälle verantwortlich und es stecken sich nur wenige damit an. Die 25000 Toten die hier immer angeführt werden sind nicht richtig und aus einem Extremjahr 2017. Das ist kein üblicher Wert. Und es ist in keiner Weise geprüft das Grippeviren dafür verantwortlich sind, es könnte genauso schon ein entkommener Corona Virus gewesen sein der nur halt nicht bemerkt wurde. Wenn man alle Länder betrachtet zeigt sich klar das die Länder die reagieren viel besser da stehen wie die Länder die nichts unternehmen. Eine Hoffnung ist tatsächlich noch dass warme Jahreszeiten den Virus an der Ausbreitung behindern.
    Also wichtig wäre die tatsächliche Dunkelziffer zu kennen. Ich gehe davon aus dass sicher nicht alle Regierungen hier mit Böser Absicht handeln, ganz im Gegenteil. Nur nutzt eben die Finanzmafia den Virus zu ihren Gunsten, genauso die Großbetriebe usw. Nur wäre das nun endlich der Zeitpunkt um die Börsen und Banken abzuschaffen, das Geldsystem zu demokratisieren und die Superreichen zur Kasse zu bitte. Das passiert leider nicht weil die Regierungen die mit den Maßnahmen Menschenleben retten und dies gut meinen eben diesen System unterliegen und da nicht eingreifen.
    Trotzdem gehört für mich zu einer guten Info immer Für und Wider und nicht so einseitige Manipulation. KenFM will überzeugen und nicht informieren. Wie nennt man das?

    • Wichtig wäre auch noch die genaue Übertragung des Virus festzustellen, wie lange bleibt er auf Oberflächen und bleibt dabei ansteckend, auch da kommen im Mainstream nun gute Meldungen, dass der Virus zwar auf Oberflächen nachweisbar ist aber nicht mehr ansteckend sondern tot. Solche Forschung macht Sinn, und wie viele Menschen haben sich tatsächlich schon angesteckt, auch das muss dringend ermittelt werden, auf Basis dieser Erkenntnisse könnten dann die Maßnahmen aufgehoben werden.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/pachamama/' rel='nofollow'>@Pachamama</a>
      Übertragung des Virus: Es ist keine Schmierinfektion, siehe das hier: https://www.youtube.com/watch?v=VP7La2bkOMo

    • Genau deswegen weil ich das Video schon gesehen habe schreibe ich das ja, es sollte festgestellt werden wie sich das Virus überträgt. Ich bin selbst am Corona Virus erkrankt und bei mir kommt fast sicher nur eine Schmierinfektion in Frage. Allerdings dürfte sich die Infektion vor allem dann verbreiten wenn sie noch nicht ausgebrochen ist oder wenn sie am Anfang des Ausbruchs ist. Wenn dieser Virologe nur Menschen besucht hat die schon eine Woche oder länger daran erkrankt sind ist es nicht verwunderlich das es dort keine Schmierinfektionen mehr gibt. Darum sollte man das wirklich nachprüfen ob und wie Schmierinfektionen geschehen. Die Aussagen des Virologen sind noch lange kein Beweis dafür dass es sie nicht gibt. Auch die Inkubations-Dauer ist problematisch. Und ich versichere Ihnen, wenn sie Anfangs das nur für eine unproblematische Erkältung halten, spätestens wenn das Virus die Bronchien und Lunge befällt wissen sie was los ist, das geschieht in wenigen Stunden. Und ich bin nur halb so alt wie die hier erwähnte Risikogruppe und auch recht fit. Und ein weiteres Problem ist die Symptomatik. Wenn Fieber und Husten einsetzen sind sie schon mitten in der Krankheit. Anfangen tut das mit Rückenschmerzen und dann fühlen sie sich müde und schwach, allerdings war bei mir kein Fieber messbar, die Nase läuft nur ganz wenig und leichte Halsschmerzen mit einen braunen Belag auf der Zunge. Das legt sich aber wieder und dann ein zwei Tage später kommt plötzlich das Brennen in der Brust. Erst Tage später beginnt der Husten. Ich kann aus persönlicher Erfahrung jedem nur raten diese Krankheit nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

    • Es gibt Viren, die überleben länger, wenn sie irgendwo haften und dann über Schmierinfektion ihr Werk vollziehen. Schmierinfektionen bei dem Coronavirus, so sagt es der Prof bei dem Lanzinterview auch, müssen dann sehr frisch sein, also jemand, beispielsweise, hustet sich das Virus in die Hand, dann berührt dieser den Griff einer Tür oder sonst etwas und dann , fast direkt danach, berührt man selbst die Stelle und man führt die Finger in die Öffnungen von Nase oder Mund. Sicher geht das auch beim Sex sehr schnell.

      Wenn einen die Infektion erwischt, dann ist sie sicher ziemlich übel, davon gehe ich auch aus.

      In dieser Woche kommt ein Gespräch hier auf KenFM heraus, das ich mit Dr. Bernhard Kegel noch vor der ganzen bundesweiten Corona-Panik, die durch die Medien erzeugt wurde, geführt habe, heraus. Sollten Sie sich anschauen.

      Niemand bestreitet ja, dass das Virus gefährlich ist und dass man sich schützen sollte. Doch was dabei alles verdeckt wird und wie das alles jetzt auf dem Rücken der ganz normalen Menschen hier ausgetragen wird, ist grotesk, fahrlässig und über alle Maßen wirtschaft- und sozialschädigend. Der Schaden, den die Regierung damit jetzt angerichtet hat, wird viel höher werden, als durch das Virus selbst. Noch bis Februar haben Regierungsmitglieder gesagt, wir sollen uns alle mal keine Sorgen machen, alles ist im Griff! Und dann? Dann schürten sie Panik ohne absehbares Ende.

      Schaut man sich all die Seiten im Netz an, die auch Ärzte und Kliniken sich anschauen, um professionell zu arbeiten, dann stellt man sich unweigerlich sie Frage: Was läuft denn hier ab? Das ist komplett unverhältnismäßig, was da von der Regierung, dem RKI und dem Medien aufgeboten wird. Die Südkoreaner haben das alles, nach meiner Meinung, bisher am besten im Griff.

    • Liebe Frau Geilenbrügge,

      es ist gut, dass Sie an Wader, Wecker, Mey, etc. erinnern und ich glaube, die die nicht dabei gewesen waren, täten gut daran, sich anzuschauen, was eben in einer Gesellschaft auch möglich ist.

      Die Zeit ist heute aber eine Andere und wir würden die "alten" Vorreiter überfordern. Diese haben in ihrer Zeit gelebt und sich den gesellschaftlichen Problemen damals gestellt, waren auf ihre Art kreativ, haben Verantwortung übernommen und ihre Lebenszeit investiert.
      Ich kann es zwar verstehen, finde es aber dennoch nicht richtig, heute noch nach den alten Apogesellen zu rufen. Hier sind "wir" selbst, die Menschen im Hier und Jetzt gefragt, aktiv und kreativ zu werden und für Menschlichkeit, Miteinander, Liebe, Toleranz und Kooperation, usw. aufzustehen. Wir sollten uns an die alten Vorbilder erinnern und dort auch Mut, Motivation und Anregung holen, aber richten müssen wir es heute selbst.

      Ich denke da gerade an dieses wunderbar treffende Bild, von dem unter Wasser gedrückten Ball, welches Frau Borowy in ihrem Beitrag für eine Zustandsbeschreibung bestimmter Betroffenengruppen gewählt hat.

      Ich kann mir vorstellen, dass dieses Bild auch Zustände beschreibt, die in uns alle gerade auf ganz unterschiedliche Weise ihre Wirkung tun.
      Auch in den nicht zitierten Betroffenengruppen, nämlich uns, allen anderen, enstehen auch Spannungen, Frustrationen, Unverständnis, Unsicherheit, etc. und wir müssen auch damit umgehen. Wenn wir es nicht tun/können, dann passiert auch mit uns genau das, was Frau Borowy beschrieben hat. Unser Ball wird dann auch immer weiter nach unten gedrückt, solange bis die Auftriebskräfte so groß werden, dass das kleinste Ungleichgewicht, dazu führt, das das Ding wie eine Rackete nach oben schießt.

      Da wird manch einer vielleicht auch depressiv werden, oder eine Gewalttätigkeit (in welcher Form auch immer) entwickeln, welche vorher noch nicht für diesen Menschen erforderlich war, etc. oder aber, wir nehmen den Druck von oben (um jetzt im Ballbild zu bleiben) immer wieder wahr und sorgen kontinuierlich schrittweise für Entspannung.

      Ich war die letzten Tage so oft joggen, wie schon lange nicht mehr, lese viel und finde mich extrem häufig (wie auch jetzt) in den Kommentarspalten auf Kenfm wieder und schreibe sehr viel (;-) und gerne). Verschicke meine Gedanken und Texte auch privat und erhalte tolle Rückmeldungen mit eigenen Texten der Anderen, habe aber auch meine verzweifelten Momente, in denen unglaublich trübe und schwere Stimmungen aufkommen, bspw. weil es mich vom Hocker haut, zu erleben und allmählich immer mehr zu begreifen, wie fremdbestimmt oder fremdbeeinflusst wir mittlerweile geworden sind (in der Politik schon seit Generationen waren) und zu erleben, dass viele das sogar als erstrebenswerten geistigen Wohlstand erachten und diesen mit moralischen "Schuldgeschossen" verteidigen.
      Mit meinen Aktivitäten und gelebten Emotionen verändere ich mich und ich versuche Schritt zu halten mit den Gescheh- und Erkenntnissen dieser Tage. Ich werde ein anderer, und lote mich den neuen Gegebenheiten, Erkenntnissen und Ein- und Ansichten gegen über der Aussenwelt neu aus, so gut es eben geht. Es verändern sich auch die Vorhaben, auf welche Art und Weise ich meine Ziele, mit meine eigenen "Restlebensressorcen" (nenne ich jetzt mal so) erreichen will.
      (Ein Ende ist da ja noch nicht abzusehen und wir werden da wohl auch noch eine ganz Weile durchhalten müssen, bis der Größte Teil des Veränderungsgerölls, da den Berg hinunter ist, um sehen zu können, welche Verschiebungen und Verschüttungen es da gegen Ende gegeben hat. )

      Eines ist mir aber schon klar, ich möchte für mich und alle anderen Menschen auf dieser Welt mehr Lebendigkeit, Offenheit, Friede und Freiheit (die Liste ist sehr lang), . . .. . .und ich will, dass da zukünftig auch was passiert. Deshalb lohnen sich meine eigenen Veränderungen und Offenheit für weitere, die ich gerade durch laufe.
      Wir können da gemeinsam gehen und eine Kultur des Zusammenlebens entwickeln, die auch solche Menschen mitnehmen kann, die nicht in der Lage sind positiv und konstrutktiv mit ihren Gefühlen und Lebenssituationen umzugehen und da diversiste Gewaltformen entwickeln, in denen andere Menschen zum eigenen Spannungsabbau missbraucht werden, während sich bei den Tätern aber nix entwickelt und verändert.
      (Herr Lenz ist hier der erfahrene fachkompetente Mensch)

      Da wäre ich dann wieder bei dem Thema, welches Frau Borwy, in ihrem Artikel angesprochen hat und Ihrer Frage, nach Wader, Wecker und Mey. Ich denke wir brauchen Hier und Heute Wader und Wecker nicht, um Aktivität zu entfalten, wir brauchen uns selbst (unseren eigenen entwickelten Wader, Wecker und Mey), oder . .. ?

      Im gemeinsamen Miteinander, Wirken und Umgestalten unserer Gesellschaft, können wir die, die nicht so gut aufgestellt sind auch mitnehmen und müssen diese nicht an Behörden und Instituten verweisen, wo sie ohnehin meistens nur verwaltet werden. Vielleicht sehen wir hier nicht nur Motivation, sondern trauen uns da auch zu, selber zu singen 😉 und Verantwortung für zu übernehmen (jeder so wie er kann).

      Das sind jetzt im Moment vielleicht mehr schöne Worte als Taten, aber letztendlich -denke ich – ist es so und hat als positive Perspektive mindestens eine Bedeutung und sollte alle motivieren im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv zu bleiben/ zu werden.

      Das wäre mal eine Ansage der Verantwortlichen an die Bevölkerung!
      anstelle infantiles heileheile Gänschen, wird bald wieder gut

      PS: Damit ließe sich auch keine Waschmaschine reparieren, würde Frau Borowy dazu wohl sagen 😉

    • möchte noch ergänzen, das ich es auch als unsere/meine zukünftige Aufgabe sehe – soweit möglich – die Strukturellen Gewalttäter, die da ma Werk sind zur Rede und Rechenschaft zu stellen und Schutzmechanismen zu entwickeln.

      Darüber hinaus, empfehle ich als Sofortmaßnahme die Fittnessstudios, wegen meiner auf eigene Gefahr, ab sofort wieder zu öffnen, damit sich dort abreagiert werden kann.
      Aber auf solche Ideen kommen unsere "Zoohändler" da oben aber nicht!

  5. Herzlichen Dank, Frau Borowy. Sehr wertvoller Beitrag!!!

    In der Tat suchen die o. g. Mimikry-Amtsträger in Wahrheit nicht nach einer Lösung des Problems. Es lassen sich ja vortreffliche Geschäfte mit Opfern bzw. Tätern machen (BigPharma und immer größer werdende Psychiatrieeinrichtungen)…

    Bleiben wir weiterhin mutig. Es darf so nicht weiter gehen.

  6. Es ist schon eigenartig: im Gerichtssaal, wenn es also (auch für sie) schwierig werden könnte, delegieren Richter gerne (allermeist natürlich zu recht) die Verantwortung an Fachleute, von denen sie Gutachten einholen. Sonst aber bilden sie sich gerne ein, zu allem und jedem etwas Kompetentes beitragen zu können. Klar, zu diesem Trugschluss kann man leicht gelangen, wenn von einem beruflich verlangt wird, zwingend für jeden Problemfall eine Lösung finden zu müssen. Dabei habe ich in meinem Anwaltsberuf es regelmässig schmerzlich vermisst, vor allem in Scheidungsangelegenheiten und Strafprozessen, dass man in der juristischen Ausbildung nicht wenigstens hinreichende Grundkenntnisse in Psychologie vermittelt bekommt. Das sollte einen bescheiden machen und die Grenzen der eigenen Kompetenzen erkennen lassen.

    • Mit "einbilden" meine ich ganz allgemein Juristen, das ist keineswegs nur auf Richter beschränkt.

  7. Im Wesentlichen stimme ich zu, aber mal ehrlich, das Ding ist doch durch.

    Ich mein, wie viele Leute lesen das hier? Wie viele davon gehen mit und sind weiter in der Position, überhaupt etwas zu tun?

    Und wer sollte dann über solche Konzepte nachdenken, mit Tätern arbeiten und Opfer schützen? Die etablierten Strukturen ganz sicher nicht, und alternativ aufgeklärte Geister wie hier dürften sicher dann auch andere Dinge um die Ohren haben, wenn es nur noch ein klein wenig schlimmer wird.

    Wie gesagt, das Ding ist durch, traurig aber war. Das Zeitfenster für Veränderung war immer schon klein, m.E. ist es nun zu. Wenn doch nochmal mehr Leute aufwachen können die sich nur noch überlegen mitzuspielen, oder Gandhi nachzueifern.

  8. Die Frage in den Unzeiten von Gender ist doch vielmehr, was und wie denn als häusliche Gewalt gewertet wird. Wenn man sich die Schmusekurs "Wir haben uns ale lieb" befürworter von Gender antut, dann reicht denen doch schon ein einfaches bestimmtes "NEIN" als häuliche Gewalt.

  9. Liebe Christiane, das kann ich alles nur komplett unterstreichen.

    Sie wollen gar keine Lösungen, so habe ich das erlebt. Und je besser unser Team wurde, desto weniger Aufträge bekamen wir, weil ein Knastdirektor ja anhand belegter und nicht unbelegter Betten seine Karriere sehr gut gestalten kann. Unbelegte Betten bedeuten, dass der Justizminister dann nicht mehr so viel Geld schickt, wie noch zuvor und das heißt, dass der eigene Posten nicht mehr oder weniger für genau die Karriere genutzt werden kann, die man sich erhoffte.

    Das habe nicht nur ich als Therapeut für Gewaltstraftäter erlebt.

  10. **** Tausend Dank für diesen wunderbar aufmerksamen Artikel und die – auf ein Thema – foccusierte Zusammenfassung der Ereignisse in den vergangenen Tagen und Wochen. ****

    "Es liegt eher der Verdacht nahe, dass man die Eltern und Kinder beschwichtigen will, um Protest zu verhindern. . . ."
    Genauso ist es (aus meiner Sicht)!
    Die quarantäne Maßnahmen verstärken ja in der Tat, die angesprochenen Probleme und da gehört es wohl zum Krisenmanagement (fachliche Inkompetenz ist sicherlich auch dabei), die Probleme gerade nicht so anzugehen, wie Mensch diese eigentlich angehen sollte, wie am Schluß des Artikels beschrieben. Da könnte doch kritisches Denken aufkommen, da könnte doch strukturelle Gewalt, die auch ganz ohne Corona da ist, plötzlich sichtbar werden und zu Protesten führen! Das will man aber verhindern.
    Es ist also durchaus auch eine Strategie dahinter erkennbar Protest und Kritik gar nicht erst aufkommen zu lassen und die – in Quarantäne erst recht auftretenden – Hilflosigkeiten von Menschen mit Phrasen und Beschwichtigungen einzudämmen (Motto: Wir sehen Euch und schaut mal es ist alles für Euch da und wenn ihr es nicht sehen könnt, wiederholen wir es gerne noch einmal viele tausend mal)
    Und wenn die Beschwichtigungen nicht helfen und das werden sie nicht, dann macht hilfloser Mensch auch schnell ein ich bin Schuld oder meine Gefühle, Ängste und Sorgen sind nicht richtig daraus.
    Es wurde mit dem Bild von dem wieder unter Wasser gedrückten Ball hervorragend beschrieben und auf den Punkt gebracht und wir dürfen gespannt sein, auf welche Gruppen und Interessen sich dann Kompensationswut noch richten wird.
    Ich glaube, dass hier extreme Selbstüberschätzung und Inkompetenz unser derzeiten "Krisenführer und -lenker" vorliegt und ihnen nicht wirklich klar ist, welcher Sprengstoff hier gerade in der Gesellschaft und bei den Menschen untergebracht wird. Wie immer diese Auswirkungen dann später auch aussehen und sich entwickeln werden.

    Deshalb noch einmal von mir ein großes Dickes Dankeschön ****
    für diesen aus meienr Sicht auch sehr wichtigen Artikel und das hier auf dieses sich abzeichnende Gefährdungspotential unseres friedlichen Zusammenlebens in unserer Gesellschaft hingewiesen wird.

  11. Man merkt an den Berichten aus dem MMedien, das es gar nicht um echte Hilfe geht, sondern um framing, um irgendwas zu übderdecken.

    Wenn man wirklich Helfen würde wollen, im Falle so einer Krankheit, würde man viele Dinge ganz anders ausarbeiten und die Leute wie hier im Artikel angesprochen, mit echtem Wissen um Entstehung von Krankheiten und beste Heilungsmöglichkeiten ausstatten.

    Aber sovieles liegt in unserem verlogegen System im Argen und es wird praktisch an jeder Ecke nicht wirklich hilfreich aufgeklärt, das geht auch gar nicht, weil ja mit dem Fehler oder den Folgen daraus, Geld gemacht oder Menschen kontrolliert oder bestimmte Wege fortgesetzt und und und werden.

    Das ist mir schon zeitig aufgefallen. Es ist ja schon soweit, dass die Menschen die ihn aufgetischten völlig falschen Informationen, als hilfreich und gut wiedergeben und das mittlerweile von Generation zu Generation, so als sei dies völlig normal.

    Auch das wir die strukturelle Gewalt nicht anprangern, sondern uns am Ende gegenseitig angehen, ist wünschenswert und beabsichtigt.

  12. In diesem bereits laufenden Online-Summit (kostenlos oder auch käuflich) wird viel Hilfreiches für Friede mit dem Kind angeboten:
    Bildungswunder Online-Summit 2020 – Infos & Anmeldung (googeln)
    Oder bedenkt, was in meinem "Friedensvertrag zwischen Erwachsenem und Kind" (googeln) geschrieben steht.

Hinterlasse eine Antwort