Tagesdosis 4.9.2019 – Wenn Wahlen was bewirken würden, dann wären sie verboten (Podcast)

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

„Das rationale Denken sperrt den Geist in ein Gefängnis“, (aus dem Film: BUT BEAUTIFUL)

Und der Gewinner heißt AfD. So waren die Wahlen in Sachsen und in Brandenburg ein Spiegelbild der Leute, die noch immer glauben, dass wenn Wahlen etwas bewirken würden, ja dann hat der Wähler alles in der Hand. Er muss nur zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben. Natürlich für die Partei, der er das zutraut zu bewirken, was er sich erhofft. Auweiha, das Stimmvieh hat wieder entschieden und es glaubt, es käme auf seine Stimmenvielfalt an. In Wahrheit sind all die Wähler, die eine Partei wählen, Teil des Problems. Sie wollen es nicht wissen und sie wehren sich vehement mit allen Mitteln, dass ein solcher Satz ihre Großhirnrinde erreicht. Viel eher sind sie davon überzeugt, dass der Feind der Nichtwähler ist. 

Die meisten hier oder in der gesamten Aufklärungs- Friedens- oder Demokratiebewegung wollen immer wieder Lösungen präsentiert bekommen. Bekommen jedoch auch oft gar nicht mit, dass sie von ihren Lösungen sprechen, von solchen, die gefälligst in ihr Weltbild-Konzept zu passen haben. Meistens sind solche Leute so voller schlechter Nachrichten über das politische Geschehen in der Welt, dass sie die Lösung vor lauter Lösungen in der Bewegung gar nicht mitbekommen oder sie sofort disliken. Am besten aber funktioniert die Ignoranz, sobald wirkliche Lösungen parat stehen. Sie sind zum Beispiel hier auf KenFM, aber auch auf anderen Portalen zahlreich vertreten. Wahlen hingegen sind die Einfachste von allen. Denn wer wirklich glaubt, dass Wahlen richtig gut sind und sie etwas bewirken und das ich die Pflicht habe, wenigstens zu wählen, der ignoriert das echte Problem, von dessen Lösung dieser Jemand gar keine Ahnung hat. Wie auch? Er blickt ja ständig in die falsche Richtung und hält diese für die richtige. Das ist nicht nur mir bekannt, sondern auch Rainer Mausfeld beschreibt diesen Prozess und fragt sich, wie es kommen kann, dass die Wähler immer wieder die Verursacher wählen.

Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hat erst kürzlich einen Standpunkt zu eben diesen Problemen und Lösungen beschrieben. Das tat sie in einer Kürze und Prägnanz, die mich hoffen ließ, dass viele nun diesen Standpunkt anklicken und ihn anhören. Er heißt: Ein Zuckerguss, der nichts besser macht. Dort nahm sie die Liebe aufs Korn und zeigte auf, wie es mit dieser im Kern wirklich bestellt ist und zu was wir alle konditioniert wurden. Nämlich weg von dem, was viele glauben, was sie sei. Sie wird als Anpassung in unserer Gesellschaft eingesetzt, missbraucht, um den Normen der Gesellschaft zu genügen. Bisher aber klickten den Artikel dort mal gerade 14.000 Leute an. Wie viele haben ihn sich ganz angehört? Mich erstaunt es immer wieder aufs Neue, dass in der Bewegung fast alle Lösungen wollen: „Schreibt doch endlich mal Lösungen auf, nicht immer nur die Probleme. Das bringt uns doch nicht weiter“, heißt es auf fast allen Info-Seiten zur Bewegung. Die Lösung heißt nicht, dass wir einen anderen bloß zu wählen brauchen und dann würde alles wieder gut werden. 

Ich war der erste in der Bewegung, der darauf hinwies und sagte: Ihr müsst erst eure inneren Probleme lösen, sonst wird das nichts mit dem Frieden. Dann zeigte ich Bücher hoch von Hans-Joachim Maaz, von Arno Gruen und anderen und sagte, dass wir uns selbst zunächst einmal verstehen müssten, unsere Konditionierungen und Prägungen, denn die sind nicht für einen Frieden geschaffen, sondern für einen Gehorsam des Herrschaftsprinzips und für einen dauerhaften Konsum. Ich nenne das die Wettbewerbskultur und meinte, wir müssten erst diese ganzen inneren Kämpfe auflösen, bevor wir überhaupt im Kollektiv verstehen könnten, was der Frieden ist und welche Verhaltensweisen ihn zu stabilisieren helfen. 

Je häufiger ich das aussprach, desto stärker wurde der Widerstand bei den Leuten. Die Flucht nach vorne wurde dann mit noch mehr Wissen über die geostrategischen Verwerfungen vorgenommen. Mir ist sonnenklar, dass so ein Verhalten eine Abwehr ist, eine Ersatzhandlung, weil Lösungen im Inneren von uns die härteste Arbeit ist, der sich ein Mensch überhaupt stellen kann. Wahre Liebe heißt nicht: Tu dies und unterlasse jenes. Wahre Liebe heißt: Ich stütze dich und ich helfe dir in deiner Welt. Ich zwinge dir nicht meine auf und ich unterstütze dich im Aufbau bei deiner Welt. Denn ich weiß, dass dein Herz und Geist eine andere Welt sehen und fühlen, als ich. Du und ich, wir werden dann Synergien entdecken, die dich durch mich und mich durch dich stärken werden. Das Wort dazu heißt Kooperativität, nicht Kampf. Allein wenn ich das hier schreibe wird es wieder Trolle geben, die in ihrer gekränkten Seele nicht zulassen dürfen, dass das wahr sein könnte, dass das hier Beschriebene einen Teil von mir selbst beschreibt. Da muss der Rüdiger dann ein ganz großer Schwätzer sein. Nur, das steht in jedem guten Buch über unsere Entwicklung. Liebe ist das Gravitationsgesetz des empathischen Menschen, ja, auch des empathischen Tieres. Und wenn Erwin Thoma das hier hört, dann wird er sagen: Rüdiger, auch des Baumes.

Wahlen bewirken nur in einer einzigen Situation etwas. Nämlich nur dann, wenn du dich selbst wählst, für dein Leben. Hannah Arendt sagte einmal sinngemäß folgendes: Wenn man etwas in der Welt bewegen will, so muss man das in der Vorstellung tun, als wäre die vorgefertigte Welt nicht vorhanden. Man muss außerhalb von dieser vorgeformten Welt denken, fühlen und handeln. Tja, war sie auch eine Spinnerin? Für mich war sie herausragend und sie wird heute viel zu wenig zitiert. Einige Leute, die meine Tagesdosis hören oder lesen sind der Auffassung, dass solche Texte nicht zu KenFM passen. Ich sage solchen dann ins Tagebuch: Genau dann passen sie ganz ausgezeichnet zu KenFM. Sie passen auf jede Seite, wenn man aufklären will. Denn der Dreh- und Angelpunkt aller Probleme sind wir selbst. Der Mensch hat das Finanzsystem in die Welt geholt, er hat auch die Politik in die Welt geholt. Der Mensch hat alles in die Welt geholt, auch seine Probleme, die Kriege, die sozialen Ungleichheiten, den Mord, die Soldaten, die Bildung und alles Weitere. Die Frage ist, wieso die meisten Menschen ganz genau immer die wählen, die für die Verhärtung dieser in die Welt geholten Probleme stehen. Die Antwort ist banal, aber für einige auch ein ewiges Rätsel: Weil sie der Spiegel unserer inneren Probleme sind und wir deren Spiegel. Wir projizieren, sobald wir Wirklichkeiten in uns selbst verdrängen. Die Lösung dazu heißt Transformation, Bewusstwerdung und Bewusstseinsveränderung. Doch die Meisten, auch sehr klugen oder intellektuellen Leute entscheiden sich für die Beibehaltung der Probleme. Warum ist das so? Na weil wir alle fast Co-Abhängige dieser anthropogenen Problemwelt geworden sind. Wir alle wollen möglichst viel Geld besitzen, möglichst so viel davon, dass unsere kleinen Probleme nicht mehr fühlbar sind, unsere Abhängigkeiten von der ganzen sinnlosen Schufterei, um überhaupt ein Leben zu haben. Ihr müsst euch den ganzen Selbstbetrug doch einmal anschauen. Ihr könnt euch dessen gewahr werden und sagen: Das will ich nicht mehr und ich mache nicht mehr mit. Doch dann kommen die Teufelchen und flüstern euch zu, dass das doch sinnlos ist, denn die da oben, die haben die Macht und wenn ich selbst was tue, aber die anderen nicht, dass ist das doch sinnlos. Das jeder, der so etwas zu sich sagt, sich dabei selbst wieder in die Falle schickt, das müsste bewusster verstanden werden. Es gibt nur den harten Gang aus der Gesellschaft. Der weiche existiert nicht und er ist nirgends vorgesehen. Oder doch? Er heißt: Wähle mich und mein Leben, das nur durch dich abgesichert wird. Ich verspreche dir auch genau das, was du hören willst, was du verstehen kannst. Wahlen werden dein Leben nie retten. Wahlen werden auch deine Probleme nie lösen. Wahlen werden den Krieg nicht ächten. Wahlen werden die Liebe nie achten. Wahlen stützen das System und den Erhalt aller Probleme, auf das sie möglichst noch mehr anwachsen. Denn nur dann lebt das Volk in ewigen Problemen, durchschaut niemals, was wir tun. Halt du sie dumm, ich halt sie arm. Das wisst ihr alle doch längst.

Die Psychologie ist nicht alles. Sie kann auch nicht alles im Menschen erkennen und lösen. Doch bis zur inneren Reife reicht sie aus. Bis zum Beginn des spirituellen Erwachens kann sie vieles zum Guten für jeden Einzelnen erwirken. Doch dabei kommt es nur auf Dich an. Du kannst sie nutzen, du kannst dich durch sie verstehen lernen. Denn der Missbrauch unserer Gehirne, unserer Seelen, unserer Empathie und unserer Leben zeigt sie dir auf. Das haben Rainer Mausfeld und andere sehr gut aufgezeigt. Im ganz normalen Leben kannst du nur Menschen mitnehmen, die nicht wie Vampire an deiner Energie saugen. Du musst acht geben mit deinen Energien und ganz genau wissen, wann du dich immer wieder auch auftanken solltest. Gute Beziehungen sind solche Tankstellen. Gute Energien ganz allgemein sind solche Tankstellen. Wer sich so ausrichten kann, es mit der Zeit lernt, dass auch dann gute Energien wieder zurückkommen, der wird verstehen, dass er genau das in seine Welt holt, was er füttert. Was nicht wirkt, ist wählen gehen. Wählen gehen wirkt nur, wenn man das hier Beschriebene völlig verdrängt, seine Seele nicht entgiftet und wenn man der völlig irrigen Annahme verfallen ist, dass vereinzelt andere Menschen eine riesenhaft unüberschaubare Menge an Menschen leben können. Schon mathematisch eine Rechnung, die kein Mathematiker an die Tafel schreiben würde, derart unlogisch ist diese Rechnung. Daher sind Gehorsam und Autoritätsglaube, zwei Widersacher der Demokratie, so ungeheuer wertvoll für die Politiker.

Ach, ich habe gehört, der von mir und vielen sehr geschätzte Daniele Ganser zitiert jetzt auf seinen Vorträgen Eckart Tolle. Ich glaube, wir werden es noch erleben, dass Daniele Ganser sich noch viel weiter und tiefer ins Spirituelle einweihen wird. Als ich begriff, was mein Nichtkampf-Prinzip mir für Konsequenzen und Möglichkeiten offenbarte, da konnte ich den Leuten keine Kampfkunst mehr beibringen. Ich schloss meine Schule, die zuvor 23 Jahre mein Einkommen deckte, weil ich niemanden diesen Irrsinn vom Kampf mehr beibringen konnte. Wenn es dich erwischt, dann erwischt es dich jetzt und dann bist du nicht vorbereitet, aber du musst handeln, wenn du dir selbst treu bleiben willst. Irgendwann macht es bei allen Klick, oder hat es schon, sodass euer altes Leben nicht mehr möglich wird – und wer sich weiter entwickelt, bei dem kommt das dann noch öfters vor. Und das ist kein schlechter, sondern ein sehr guter Vorgang. Wenn du dir selbst treu bist, dann wirst du dabei nicht deine Würde verlassen. Du wirst nicht die Politiker zu Objekten deines Lebens machen, also zu Feinden erklären. Du wirst dir sagen, meine Probleme muss ich selbst lösen und mein Leben werde ich in meine Hände legen. Wenn du das machst, dann wird dir schnell gewahr, dass genau dein vorheriges Verhalten die ganze Misere mitbestimmt hatte. Diese ganze Weltpolitik hat nicht nur alle anderen kolonialisiert. Diese ganze Schrottpolitik hat unser aller Leben kolonialisiert. Die Aufgabe, die daraus erwächst, ist nicht etwa, weiteren Schrott anzuhäufen, sondern schrottlos zu werden. 

Wer immer noch wählen geht, hat Aufklärung nicht verstanden. Aufklärung bedeutet nämlich nicht bloß zu wissen, wer mich unmündig hält, sondern auch, wie ich selbst wieder voll und ganz mündig werde und wie ich mich wieder in den Vordergrund meines Lebens stellen kann. Voll und ganz kettenlos zu werden wäre das Ziel. Noch suchen zu viele diese Ketten immer nur im Außen und drehen sich im Kreistanz um sich selbst. Leider ist das auch die große Masse in den Bewegungen. Leute, ihr macht euch was vor. Solange ihr an diese Politiker glaubt, solange wird alles so bleiben wie es ist. Fast die gesamte Politik, egal welcher Coleur, wollen euch beherrschen, damit sie ihr Leben gut hinbekommen. Alles was diese Finanzwirtschaft antreibt, scheint nur noch das bloße Überleben zu sein. Leben hingegen sieht ganz anders aus. Folgt nicht diesen Politikern, lebt euch selbst und macht vor allem so gut es geht, einfach nicht mehr mit. Entsagt diesem Sklavensystem, das aus Menschen Zombies macht. 

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Jozef Klopacka/ Shutterstock

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