Tagesdosis 4.9.2019 – Wenn Wahlen was bewirken würden, dann wären sie verboten

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

„Das rationale Denken sperrt den Geist in ein Gefängnis“, (aus dem Film: BUT BEAUTIFUL)

Und der Gewinner heißt AfD. So waren die Wahlen in Sachsen und in Brandenburg ein Spiegelbild der Leute, die noch immer glauben, dass wenn Wahlen etwas bewirken würden, ja dann hat der Wähler alles in der Hand. Er muss nur zur Wahl gehen und seine Stimme abgeben. Natürlich für die Partei, der er das zutraut zu bewirken, was er sich erhofft. Auweiha, das Stimmvieh hat wieder entschieden und es glaubt, es käme auf seine Stimmenvielfalt an. In Wahrheit sind all die Wähler, die eine Partei wählen, Teil des Problems. Sie wollen es nicht wissen und sie wehren sich vehement mit allen Mitteln, dass ein solcher Satz ihre Großhirnrinde erreicht. Viel eher sind sie davon überzeugt, dass der Feind der Nichtwähler ist. 

Die meisten hier oder in der gesamten Aufklärungs- Friedens- oder Demokratiebewegung wollen immer wieder Lösungen präsentiert bekommen. Bekommen jedoch auch oft gar nicht mit, dass sie von ihren Lösungen sprechen, von solchen, die gefälligst in ihr Weltbild-Konzept zu passen haben. Meistens sind solche Leute so voller schlechter Nachrichten über das politische Geschehen in der Welt, dass sie die Lösung vor lauter Lösungen in der Bewegung gar nicht mitbekommen oder sie sofort disliken. Am besten aber funktioniert die Ignoranz, sobald wirkliche Lösungen parat stehen. Sie sind zum Beispiel hier auf KenFM, aber auch auf anderen Portalen zahlreich vertreten. Wahlen hingegen sind die Einfachste von allen. Denn wer wirklich glaubt, dass Wahlen richtig gut sind und sie etwas bewirken und das ich die Pflicht habe, wenigstens zu wählen, der ignoriert das echte Problem, von dessen Lösung dieser Jemand gar keine Ahnung hat. Wie auch? Er blickt ja ständig in die falsche Richtung und hält diese für die richtige. Das ist nicht nur mir bekannt, sondern auch Rainer Mausfeld beschreibt diesen Prozess und fragt sich, wie es kommen kann, dass die Wähler immer wieder die Verursacher wählen.

Maria Sanchez, Heilpraktikerin für Psychotherapie, hat erst kürzlich einen Standpunkt zu eben diesen Problemen und Lösungen beschrieben. Das tat sie in einer Kürze und Prägnanz, die mich hoffen ließ, dass viele nun diesen Standpunkt anklicken und ihn anhören. Er heißt: Ein Zuckerguss, der nichts besser macht. Dort nahm sie die Liebe aufs Korn und zeigte auf, wie es mit dieser im Kern wirklich bestellt ist und zu was wir alle konditioniert wurden. Nämlich weg von dem, was viele glauben, was sie sei. Sie wird als Anpassung in unserer Gesellschaft eingesetzt, missbraucht, um den Normen der Gesellschaft zu genügen. Bisher aber klickten den Artikel dort mal gerade 14.000 Leute an. Wie viele haben ihn sich ganz angehört? Mich erstaunt es immer wieder aufs Neue, dass in der Bewegung fast alle Lösungen wollen: „Schreibt doch endlich mal Lösungen auf, nicht immer nur die Probleme. Das bringt uns doch nicht weiter“, heißt es auf fast allen Info-Seiten zur Bewegung. Die Lösung heißt nicht, dass wir einen anderen bloß zu wählen brauchen und dann würde alles wieder gut werden. 

Ich war der erste in der Bewegung, der darauf hinwies und sagte: Ihr müsst erst eure inneren Probleme lösen, sonst wird das nichts mit dem Frieden. Dann zeigte ich Bücher hoch von Hans-Joachim Maaz, von Arno Gruen und anderen und sagte, dass wir uns selbst zunächst einmal verstehen müssten, unsere Konditionierungen und Prägungen, denn die sind nicht für einen Frieden geschaffen, sondern für einen Gehorsam des Herrschaftsprinzips und für einen dauerhaften Konsum. Ich nenne das die Wettbewerbskultur und meinte, wir müssten erst diese ganzen inneren Kämpfe auflösen, bevor wir überhaupt im Kollektiv verstehen könnten, was der Frieden ist und welche Verhaltensweisen ihn zu stabilisieren helfen. 

Je häufiger ich das aussprach, desto stärker wurde der Widerstand bei den Leuten. Die Flucht nach vorne wurde dann mit noch mehr Wissen über die geostrategischen Verwerfungen vorgenommen. Mir ist sonnenklar, dass so ein Verhalten eine Abwehr ist, eine Ersatzhandlung, weil Lösungen im Inneren von uns die härteste Arbeit ist, der sich ein Mensch überhaupt stellen kann. Wahre Liebe heißt nicht: Tu dies und unterlasse jenes. Wahre Liebe heißt: Ich stütze dich und ich helfe dir in deiner Welt. Ich zwinge dir nicht meine auf und ich unterstütze dich im Aufbau bei deiner Welt. Denn ich weiß, dass dein Herz und Geist eine andere Welt sehen und fühlen, als ich. Du und ich, wir werden dann Synergien entdecken, die dich durch mich und mich durch dich stärken werden. Das Wort dazu heißt Kooperativität, nicht Kampf. Allein wenn ich das hier schreibe wird es wieder Trolle geben, die in ihrer gekränkten Seele nicht zulassen dürfen, dass das wahr sein könnte, dass das hier Beschriebene einen Teil von mir selbst beschreibt. Da muss der Rüdiger dann ein ganz großer Schwätzer sein. Nur, das steht in jedem guten Buch über unsere Entwicklung. Liebe ist das Gravitationsgesetz des empathischen Menschen, ja, auch des empathischen Tieres. Und wenn Erwin Thoma das hier hört, dann wird er sagen: Rüdiger, auch des Baumes.

Wahlen bewirken nur in einer einzigen Situation etwas. Nämlich nur dann, wenn du dich selbst wählst, für dein Leben. Hannah Arendt sagte einmal sinngemäß folgendes: Wenn man etwas in der Welt bewegen will, so muss man das in der Vorstellung tun, als wäre die vorgefertigte Welt nicht vorhanden. Man muss außerhalb von dieser vorgeformten Welt denken, fühlen und handeln. Tja, war sie auch eine Spinnerin? Für mich war sie herausragend und sie wird heute viel zu wenig zitiert. Einige Leute, die meine Tagesdosis hören oder lesen sind der Auffassung, dass solche Texte nicht zu KenFM passen. Ich sage solchen dann ins Tagebuch: Genau dann passen sie ganz ausgezeichnet zu KenFM. Sie passen auf jede Seite, wenn man aufklären will. Denn der Dreh- und Angelpunkt aller Probleme sind wir selbst. Der Mensch hat das Finanzsystem in die Welt geholt, er hat auch die Politik in die Welt geholt. Der Mensch hat alles in die Welt geholt, auch seine Probleme, die Kriege, die sozialen Ungleichheiten, den Mord, die Soldaten, die Bildung und alles Weitere. Die Frage ist, wieso die meisten Menschen ganz genau immer die wählen, die für die Verhärtung dieser in die Welt geholten Probleme stehen. Die Antwort ist banal, aber für einige auch ein ewiges Rätsel: Weil sie der Spiegel unserer inneren Probleme sind und wir deren Spiegel. Wir projizieren, sobald wir Wirklichkeiten in uns selbst verdrängen. Die Lösung dazu heißt Transformation, Bewusstwerdung und Bewusstseinsveränderung. Doch die Meisten, auch sehr klugen oder intellektuellen Leute entscheiden sich für die Beibehaltung der Probleme. Warum ist das so? Na weil wir alle fast Co-Abhängige dieser anthropogenen Problemwelt geworden sind. Wir alle wollen möglichst viel Geld besitzen, möglichst so viel davon, dass unsere kleinen Probleme nicht mehr fühlbar sind, unsere Abhängigkeiten von der ganzen sinnlosen Schufterei, um überhaupt ein Leben zu haben. Ihr müsst euch den ganzen Selbstbetrug doch einmal anschauen. Ihr könnt euch dessen gewahr werden und sagen: Das will ich nicht mehr und ich mache nicht mehr mit. Doch dann kommen die Teufelchen und flüstern euch zu, dass das doch sinnlos ist, denn die da oben, die haben die Macht und wenn ich selbst was tue, aber die anderen nicht, dass ist das doch sinnlos. Das jeder, der so etwas zu sich sagt, sich dabei selbst wieder in die Falle schickt, das müsste bewusster verstanden werden. Es gibt nur den harten Gang aus der Gesellschaft. Der weiche existiert nicht und er ist nirgends vorgesehen. Oder doch? Er heißt: Wähle mich und mein Leben, das nur durch dich abgesichert wird. Ich verspreche dir auch genau das, was du hören willst, was du verstehen kannst. Wahlen werden dein Leben nie retten. Wahlen werden auch deine Probleme nie lösen. Wahlen werden den Krieg nicht ächten. Wahlen werden die Liebe nie achten. Wahlen stützen das System und den Erhalt aller Probleme, auf das sie möglichst noch mehr anwachsen. Denn nur dann lebt das Volk in ewigen Problemen, durchschaut niemals, was wir tun. Halt du sie dumm, ich halt sie arm. Das wisst ihr alle doch längst.

Die Psychologie ist nicht alles. Sie kann auch nicht alles im Menschen erkennen und lösen. Doch bis zur inneren Reife reicht sie aus. Bis zum Beginn des spirituellen Erwachens kann sie vieles zum Guten für jeden Einzelnen erwirken. Doch dabei kommt es nur auf Dich an. Du kannst sie nutzen, du kannst dich durch sie verstehen lernen. Denn der Missbrauch unserer Gehirne, unserer Seelen, unserer Empathie und unserer Leben zeigt sie dir auf. Das haben Rainer Mausfeld und andere sehr gut aufgezeigt. Im ganz normalen Leben kannst du nur Menschen mitnehmen, die nicht wie Vampire an deiner Energie saugen. Du musst acht geben mit deinen Energien und ganz genau wissen, wann du dich immer wieder auch auftanken solltest. Gute Beziehungen sind solche Tankstellen. Gute Energien ganz allgemein sind solche Tankstellen. Wer sich so ausrichten kann, es mit der Zeit lernt, dass auch dann gute Energien wieder zurückkommen, der wird verstehen, dass er genau das in seine Welt holt, was er füttert. Was nicht wirkt, ist wählen gehen. Wählen gehen wirkt nur, wenn man das hier Beschriebene völlig verdrängt, seine Seele nicht entgiftet und wenn man der völlig irrigen Annahme verfallen ist, dass vereinzelt andere Menschen eine riesenhaft unüberschaubare Menge an Menschen leben können. Schon mathematisch eine Rechnung, die kein Mathematiker an die Tafel schreiben würde, derart unlogisch ist diese Rechnung. Daher sind Gehorsam und Autoritätsglaube, zwei Widersacher der Demokratie, so ungeheuer wertvoll für die Politiker.

Ach, ich habe gehört, der von mir und vielen sehr geschätzte Daniele Ganser zitiert jetzt auf seinen Vorträgen Eckart Tolle. Ich glaube, wir werden es noch erleben, dass Daniele Ganser sich noch viel weiter und tiefer ins Spirituelle einweihen wird. Als ich begriff, was mein Nichtkampf-Prinzip mir für Konsequenzen und Möglichkeiten offenbarte, da konnte ich den Leuten keine Kampfkunst mehr beibringen. Ich schloss meine Schule, die zuvor 23 Jahre mein Einkommen deckte, weil ich niemanden diesen Irrsinn vom Kampf mehr beibringen konnte. Wenn es dich erwischt, dann erwischt es dich jetzt und dann bist du nicht vorbereitet, aber du musst handeln, wenn du dir selbst treu bleiben willst. Irgendwann macht es bei allen Klick, oder hat es schon, sodass euer altes Leben nicht mehr möglich wird – und wer sich weiter entwickelt, bei dem kommt das dann noch öfters vor. Und das ist kein schlechter, sondern ein sehr guter Vorgang. Wenn du dir selbst treu bist, dann wirst du dabei nicht deine Würde verlassen. Du wirst nicht die Politiker zu Objekten deines Lebens machen, also zu Feinden erklären. Du wirst dir sagen, meine Probleme muss ich selbst lösen und mein Leben werde ich in meine Hände legen. Wenn du das machst, dann wird dir schnell gewahr, dass genau dein vorheriges Verhalten die ganze Misere mitbestimmt hatte. Diese ganze Weltpolitik hat nicht nur alle anderen kolonialisiert. Diese ganze Schrottpolitik hat unser aller Leben kolonialisiert. Die Aufgabe, die daraus erwächst, ist nicht etwa, weiteren Schrott anzuhäufen, sondern schrottlos zu werden. 

Wer immer noch wählen geht, hat Aufklärung nicht verstanden. Aufklärung bedeutet nämlich nicht bloß zu wissen, wer mich unmündig hält, sondern auch, wie ich selbst wieder voll und ganz mündig werde und wie ich mich wieder in den Vordergrund meines Lebens stellen kann. Voll und ganz kettenlos zu werden wäre das Ziel. Noch suchen zu viele diese Ketten immer nur im Außen und drehen sich im Kreistanz um sich selbst. Leider ist das auch die große Masse in den Bewegungen. Leute, ihr macht euch was vor. Solange ihr an diese Politiker glaubt, solange wird alles so bleiben wie es ist. Fast die gesamte Politik, egal welcher Coleur, wollen euch beherrschen, damit sie ihr Leben gut hinbekommen. Alles was diese Finanzwirtschaft antreibt, scheint nur noch das bloße Überleben zu sein. Leben hingegen sieht ganz anders aus. Folgt nicht diesen Politikern, lebt euch selbst und macht vor allem so gut es geht, einfach nicht mehr mit. Entsagt diesem Sklavensystem, das aus Menschen Zombies macht. 

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Jozef Klopacka/ Shutterstock

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43 Kommentare zu: “Tagesdosis 4.9.2019 – Wenn Wahlen was bewirken würden, dann wären sie verboten

  1. Ja, der Begriff Menschheitsfamilie ist auch einer meiner Liebsten und ich bin gern ein Teil von ihr.

    Die Sprache ist ein Geschenk für die Menschheitsfamilie. Nicht umsonst führt Verwirrung in der Sprache zum Untergang. Wenn ich die Bereitschaft mitbringe, dem anderen zuzuhören und er mir ebenso, können wir uns über unsere inneren Bilder austauschen. Und so zu Einigkeit und größerem Wissen (gemeint sind hier auch Erfahrungen) gelangen.
    Wenn ich darauf keinen Wert lege, benutze ich die Äußerungen des Anderen als meine eigene Projektionsfläche. Es ist kein Austausch und damit auch keine Verbindung die dann stattfindet, sondern meine eigene Projektion. Es ist ein Trugschluß!

    (Natürlich ist eine direkte Begegnung sehr viel umfassender und verhindert Mißverständnisse leichter, weil man sich der Grundstimmung des anderen ebenfalls bewußt ist. Aber ein Austausch ist auch da notwendig um wirklich die Verbindung zu bestätigen und nicht in seinem eigenen Saft steckenzubleiben.)
    Ich beispielsweise habe gar nichts gegen Fehler einzuwenden, im Gegenteil, sie sind die Stufen zur Entwicklung (solange’s nicht die eigenen Fehler sind *Scherz am Rande)

    Es geht nicht darum, ob man jetzt wählen geht oder nicht, nur ist der Kern des Artikels so benannt.. es geht darum, ob man in die Welt hinausgeht und etwas tut, oder sich ausschließlich in seine innere Welt zurückzieht.

    Das Innere zu erkunden finde ich auch wichtig – um keine eigenen Konflikte zusätzlich in die Kommunikation zu tragen und auch um in der Kraft bleiben zu können, aber es ist etwas, das ich für mich tue. Für mein eigenes Wohlbefinden. Das ist gut und richtig, es ist eine Grundlage, aber jeder sollte das tun, wozu er sich in der Lage sieht und wir leben hier in außerordentlich privilegierten Zuständen, (auch auf Kosten anderer) und ich möchte hier dann doch noch mal auf meinen Kommentar zu einer der letzten Sendungen verweisen.

    https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a2-ein-spiritueller-weckruf/ , 18. August 2019 at 14:51
    Ein anderes Thema zu beleuchten ist ok, aber solange dabei zum Nicht-Handeln aufgerufen wird, kann ich doch meine gegenteilige Sicht mitteilen.
    Man kann sich eine Aufgabe auch so groß stellen, das man niemals mit ihr fertig wird (wie @ Tony so schön schreibt “ …bis zum Lebensende.“ Und da kann man doch parallel dazu schon mal was tun…

    .. und ja, glücklicherweise kann der Mensch wachsen! In Herz und Verstand.
    Dabei helfen ihm Begegnungen. Zum Beispiel mit anderen Menschen.

    Woran ich nur immer erinnern möchte – es gibt Kräfte auf der Welt, die finden die Situation gut, so wie sie sich entwickelt.
    Das Zitat zum Krieg „Reich gegen Arm…“ kennt sicher jeder, Georg Schramm hat es eine zeitlang in jedem seiner Auftritte gebracht.

  2. Hallo Menschheitsfamilie,
    Hallo Rüdiger Lenz,

    solange wir im Geiste / im Herzen / mit Worten und Gedanken TRENNEN in das WIR und DIE ANDEREN (die das tun und jenes nicht tun) wird die Entwicklung eines NEUEN BEWUSSTSEIN im Menschen viel länger dauern.

    Das GESPALTENE verursacht doch all das und da wir im und mit dem VERSTAND ausschließlich GESPALTENES verstehen, so erzeugen und verursachen wir ALLE mit unseren Beiträgen / Kommentaren (= weil mit Einsatz des Verstandes) die SPALTUNG und somit immer weiter TRENNUNG…
    zum Vergleich: z.B. könnte ich auch alle Menschen im Herzen innerlich umarmen und ihnen mein Mitgefühl zukommen lassen (= Einsatz des offenen Herzens…), egal was sie tun oder nicht tun…

    Ich meine es zu wissen, was Herr Lenz in der Tiefe seiner Aussagen zum Ausdruck bringen möchten und doch wird auch hier mit Worten getrennt und gespalten…DIE GANZHEIT der MENSCHHEIT und allem-was-ist kann nicht mit Worten erfasst und beschrieben werden – auch nicht die bedingungslose LIEBE…das kann ausschließlich ERFÜHLT und WAHRGENOMMEN werden mit einem OFFENEN HERZEN und MITGEFÜHL in einem uneingeschränkten „WISSEN“, dass ALLES EINS IST…

    Die hier an manchen Stellen aufgeführte „Kritik“ an Rüdiger Lenz zeigen die hohen Ansprüche, die wir an uns selbst und vor allem an die anderen stellen, nach dem Motto: „wenn jemand schon solche Sachen von sich gibt, dann passt das und jenes nicht zusammen…sein Ego und jenes usw. etc.“ — Herr Lenz ist nicht perfekt (zum Glück), er ist einfach nur MENSCH, wie wir alle das sind, er erforscht sein Inneres und ist auf der Suche…er beschäftigt sich damit, was die Menschen anders machen könnten, um mehr Verständnis und Toleranz sich selbst und anderen entgegen bringen könnten und er darf auch „Fehler“ auf dieser Lebenserkundungstour machen wie wir das auch all täglich tun…Trotzdem kann jeder von jedem „lernen“, gerade deswegen weil der andere „Fehler“ macht…

    Mir geht es persönlich auch ganz oft, weil ich mich dabei ertappe, welch große Erwartungen ich an andere Personen (insbesondere in der Familie und auf der Arbeit) überstülpe und erwarte dass diese Personen, diese erfüllen….ABER DAS IST MEIN PROBLEM, es ist meine innere EINSTELLUNG, an der ich etwas ändern kann und auf einmal, FÜHLT ES SICH KOMPLETT ANDERS AN…

    Ob wählen gehen oder nicht, ist erst mal zweitrangig…es gibt so viele Menschen da draussen in der Politik, die anfangs mit sehr vielen guten Vorsätzen da einsteigen und den anderen tatsächlich helfen möchten – das darf auch gewürdigt werden m.E. … Jeder darf für sich selbst eine Entscheidung treffen… viele fragen sich auch: naja wie soll denn sonst ein System funktionieren und organisiert werden, wenn es keine Regierung gibt? Da gibt es sicherlich schon viele andere gute Vorschläge, mir fällt dazu folgendes ein:

    Unser Verstand ist dadurch gekennzeichnet, dass nur WAS ES BEREITS KENNT, es zuordnen kann und dann „bewerten kann“, ABER WAS IST bei EINEM KOMPLETTEN „PARADIGMENWECHSEL“, das UNSER VERSTAND NOCH NICHT KENNT????

    Wer von EUCH LIEBEN, kann sich so etwas vorstellen?? KÖNNEN WIR DAS ÜBERHAUPT???

    Wisst Ihr WAS ICH MEINE?

    Vielleicht hängen wir hier fest, weil WIR NUR an dem was wir BEREITS KENNEN, uns ORIENTIEREN und unser HERZ für alle MÖGLICHKEITEN in diesem Universum einfach (jetzt noch) nicht öffnen können?? Viele meinen zu wissen, dass sich eine Gesellschaft nur mit einer Regierung „steuern“ (STEUER!) lässt….IST DAS WIRKLICH DIE AUSSCHLIESSLICHE WAHRHEIT??? WER oder was behauptet das…?

    Alles Liebe an alle
    Shanga

    • „…da wir im und mit dem VERSTAND ausschließlich GESPALTENES verstehen…“

      Damit ist DAS PROBLEM des Menschen in seinem gegenwärtigen evolutionären physiologischen Zustand formuliert.

      Mit unseren Sinnesempfindungen sind wir nur in der Lage, Unterschiede, Veränderungen wahrzunehmen. Keine Veränderung, keine Unterschiede: keine Wahrnehmung. Die Grenzen physikalischer, physiologischer und philosophischer Wahrnehmung. Wir können den Tisch nicht als Tisch und gleichzeitig aufgelöst in seinen Atomen etc. wahrnehmen. Bedeuten diese Sinnesdaten, bedeutet das Erlebnis „Sehen des Tisches“, dass dieser Tisch fortdauert, wenn wir den Raum verlassen? Liefern diese Sinnesdaten die Erfahrung für das Wahrnehmen und daraus für das Konstruieren der „wirklichen“ Gestalt?
      Der Meditierende muss lernen, keine Unterschiede mehr wahrzunehmen. Ein lebenslanges Bemühen.

    • Ja, immer wieder ein ernsthaftes Manko!

      Aber andererseits: Alles Gescheite ist schon mal gesagt worden…. (Goethe).

      Z.B.:

      Bertrand Russel: Wege zur Freiheit. Sozialismus, Anarchismus, Syndikalismus
      edition suhrkamp SV

    • Hallo,
      mal wieder jemand, der möchte, dass andere ihm die Denkarbeit abnehmen.
      Was wäre denn nach Ihren Vorstellungen überhaupt nötig, geregelt zu werden?
      Verwechseln Sie dabei eventuell Regierung mit Verwaltung?
      In einem Staat ohne gewählte Regierung würde letztere immer noch ihren Aufgaben nachgehen, so dass es nicht zu einem Chaos im Alltag käme.
      Interessant ist doch nur die Frage, auf welche Art und Weise wir als Gemeinschaft uns Regeln geben, an die sich alle gebunden fühlen. Dafür gibt es bereits zahlreiche unterschiedliche Ideen beim Buchhändler Ihrer Wahl.
      Also, vor was genau müsste man Angst haben?

    • @Kirsten
      Nicht-Wählen ist wie Nicht-Handeln. Wo liegt die Hoffnung?

      Landtagswahl in Sachsen-Anhalt im März 2006 : Wahlbeteiligung von 44,4%

      Sagen kann man immerhin „Ich war’s nicht“, aber alles wird weiterlaufen wie gehabt.

      (Das ist keine Aufforderung Wählen zu gehen, wenn überhaupt eine Frage nach Begründung.
      Es gibt keine Untergrenze um eine Regierung zu bilden und sollte je eine eingeführt werden, so wird einfach immer weiter gewählt –> kostet Steuergeld.
      Einzig die Nichtwähler in die Sitzvergabe der Parlamente einzubeziehen wäre hilfreich, aber auch eine solche Regeländerung brauchte ein Handeln.
      Falls das wirklich herbeizumeditieren wäre verstehe ich nichts davon, würde mich aber auch freuen. Der Politzirkus wäre sofort etwas billiger.)

    • @Eldaron, ich habe schon mehrfach Alternativen benannt, sogar ein Konzept dafür entwickelt. ABER, die meisten Leute sehen nur Probleme und sind in ihren Weltbildern völlig verzettelt. Mein System funktioniert ohne Geld und allein das können die meisten nicht im Ansatz denken.
      Es muss wohl noch schlimmer werden, bevor die Meisten von uns mal anders denken lernen können 🙂

    • @ Rüdiger Lenz

      „…die meisten….sind in ihren Weltbildern völlig verzettelt..“

      „…das können die meisten nicht im Ansatz denken…“

      Schade. Ich war gerade dabei, mich mit den Widersprüchen des Rüdiger Lenz zu versöhnen. Unter dem Einfluss des Beitrags von Shanga. Da hatte ich diese Zeilen noch nicht gelesen. Jetzt muss ich nochmal von vorne anfangen….

    • Hallo,

      @Kirsten, es wäre schon nett, wenn man wenigstens ein Buch konkret benennen würde, wenn man Bücher erwähnt.
      Ich habe Herrn Lenz lediglich vorgeworfen zu sagen: „Bloß nicht wählen!“ zu sagen was man nicht machen soll, ist immer leicht, schwieriger ist es zu sagen was oder wie man was machen soll oder kann. Leider hat Herr Lenz zwar behauptet, dass er seine Alternativen schon mehrfach benannt hat, verweist aber nicht wenigstens einmal auf eine dieser genannten Alternativen….

      @Kirsten: Genau um diese Frage geht es: auf welche Art und Weise wir als Gemeinschaft uns Regeln geben, an die sich alle gebunden fühlen.

      Grüße Eldaron

      Da ich ja angeblich nicht selber denke, Ich finde das Lossystem (Demarchie) interessant.

  3. Hannah Arendt sagte einmal sinngemäß folgendes: Wenn man etwas in der Welt bewegen will, so muss man das in der Vorstellung tun, als wäre die vorgefertigte Welt nicht vorhanden. Man muss außerhalb von dieser vorgeformten Welt denken, fühlen und handeln,

    Das erinnert mich an das erste Hermetische Prinzip .
    „Unser Geist kontrolliert die Materie.“

    Der ganze beschraenkte Wahnsinn dieser Erde lasst sich auf ihn zurueck fuehren,
    aber auch die unendliche Glueckseeligkeit.

    Es ist wie mit dem Messer:
    Gib es unseren inneren Ego-Affen und er begeht vielleicht damit Wahsinnstaten.
    Gib es unserem lieben Selbst und es wird damit als Chirurg goettliche Wunder volbringen koennen
    und auch wie Erwin Thoma wunderbare Holzhaeuser bauen.

    Die Selbstverwirklichung ist ein Weg und der Weg ist das Ziel.
    „Love it or leave it“.
    Warum tust Du es?
    Weil!..weil ich es liebe.
    Eine hoehere Sinnhaftigkeit gibt es vermutlich in diesem Universum nicht und jedes Kind kennt sie;
    nur wir haben sie vergessen.(Inspiriert durch Dieter Lange)

    Nichts ist in dieser Welt wahr ohne sein Gegenteil.
    Noch so ein Axiom welches aus den Hermetischen Prinzipien abgeleitet ist.

    An unsere Scheindemokratie wuerde ich mal nicht so schnell aufgeben.
    Sie hat naemlich das Potential sich zur direkten Demokratie wie in der Schweiz zu entwickeln.

    Das gefaellt denen die uns beherrschen wollen so gar nicht fuer ihre Ein-Geld-Weltordnung.
    Wir muessen aber unsere Freiheiten freiwillig abgeben damit wir in ihren teuflischen=goettlichen
    Plan passen.

    „Nichts an einer Raupe sagt dir, dass sie ein Schmetterling werden wird.“
    (R. Buckminster Fuller)

    • Das mit der Liebe wird gerne verschämt „umgangen“. Was für Romantiker etc…

      Fragen wir uns doch, woran es in der Welt am meisten mangelt? Mir fallen da „Liebe“ und „Lernen“ ein.
      Liebe und Lernen, nicht wie es im allgemeinen verstanden wird in unserer Welt des Verbrauchens und Wegwerfens von allem Lebendigen gemäß dem Prinzip der Maximierung von Nutzen und Effizienz und einer Religion der „kreativen“ Destruktivität ; in einer Welt, in der Wissen und Information zur Religion des Marktes gehören.

      Liebe und Lernen, wie Goethe es ausdrückte:

      „Wir lernen nur von denen, die wir lieben.“

      Wo Liebe fehlt, da benutzt man sich gegenseitig. Das meinte wohl auch Kant, als er – sinngemäß – schrieb: Die Ehe ist eine Institution zur gegenseitigen Handhabung der Geschlechtsteile.

  4. Auf den Punkt gebracht, Rüdiger Lenz! Sehr gute Psychoanalyse von uns allen. Danke.
    Ein nahezu völliger Verzicht auf toxische Medien und das „sich-endlich-auf-sich-selbst-besinnen“ mit häufigerem Kontakt mit und zur Mutter Natur wirkt echte Wunder.
    Könnte manch einem auch hier im Portal gut tun, der aus dem eigenen eingerosteten Systemkäfig nicht rauskommen kann (oder will?)
    Sapere Aude!

  5. der Rüdiger Lenz war der erste der sagte….
    das sind die selbstverliebten Aussagen die Sie so „sympathisch“ machen Herr Lenz.
    Ich könnte jedes mal erbrechen.
    Was soll das, wen bringt das weiter wenn die Menschen sogar zu angeblich sozialen Themen ihr Ego nicht stecken lassen können.
    Kopfschüttel…

  6. Vielen Dank, lieber Rüdiger Lenz, für diesen wichtigen Beitrag (ebenso wie für die vielen anderen zuvor).
    Der Aspekt des Mutes, den es braucht, mit der Lösung der eigenen inneren Probleme einen Beitrag zur Lösung der Probleme im Außen zu leisten, könnte meines Erachtens gut um Gedanken zu der damit einhergehenden Einsamkeit ergänzt werden.
    Das nicht Teilnehmen an gängigen Betrachtungsweisen über den Alltag im Allgemeinen und das Leben im Besonderen lässt mich jedenfalls in Gesellschaft anderer häufig verstummen.
    Und je deutlicher es Menschen in meiner Umgebung auffällt, dass ich in meinem Leben anderen Prioritäten folge als sie, desto eher sind sie geneigt, den Kontakt mit mir zu meiden. Und das, obwohl ich weder missioniere noch mich um Besserwisserei bemühe. Anderssein alleine genügt.

    So bin ich dann nicht selten vor die Wahl gestellt, mich im Umgang mit anderen oftmals gegen meine eigene Überzeugung zu verhalten und weiter darauf zu warten, dass meine Lebensweise in soweit im Alltag ankommt, dass sie im Mainstream nicht mehr als vollständig abartig wahrgenommen wird.

    Beim veganen Essen, was ich bereits seit über 30 Jahren tue, ist das inzwischen glücklicherweise gelungen und ein kurzer Hinweis wird in der Regel kommentarlos akzeptiert. So sehr ich mich über diesen ersten Schritt freue, bleiben dennoch ziemlich viele Lebensbereiche, in denen Anderssein Misstrauen und Ablehnung hervorruft. Man denke nur z.B. an die Nichtteilnahme bei Facebook, Instagram, what’s App, Pinterest, Google + usw. Oder eben bei Wahlen. Oder bei sogenannten Vorsorgeuntersuchungen. Oder, oder, oder…

  7. Immerhin lag die Wahlbeteiligung doch bei unter 50%..
    Ich fürchte aber, die Machthaber werden ihre Interessen so oder so gegen uns durchsetzen, ob wir uns wie vorgegeben verhalten und zur Wahl trotten, oder gar nichts tun.

    Das Nichtkampfprinzip in allen Ehren, es hat mir sogar mal in einer schwierigen Situation geholfen, in der ich mich daran erinnerte. Meistens hilft reden weiter.
    Leider aber nicht immer. Soll ich dann zusehen wie meine Frau vergewaltigt wird?

  8. Die Nichtwahl bedeutet einfach nur die Sache dieser Leute nicht mehr zu legetimieren und dann damit eine demokratische Entscheidung getroffen zu haben, die diese Machtkartelle offen legt.

    Ohne wählen zu gehen, sagt man zu diesem, deren System der Plünderung und Zerstörung.
    Wie demokratisch wer dann sind, wird sich zeigen…

    Was wir brauchen ist eine absolut offene, durchleuchtete Politik. Alles kann live aufgezeichnet werden, jede Verhandlung, jedes Gespräch..
    Politik soll nur ein ausführendes Organ des Willens der Masse sein, nicht deren Herrscher die sich über den Willen hinwegsetzt und hinter verschlossenen Türen, beim Kaffeetrinken in einem Restaurant, oder auf irgendwelchen Treffen irgendwelcher Spitzen der Hochfinanz, Presse usw. ala Bilderberger irgendwelche krummen Dinge aushandeln, uns weiter in diesem, ihrem Gefängnis zu halten bestehend aus Arbeits- und Konsumdrohne und von diesem Prozess dann als Gewinner hervorzugehen.

    Es ist auch recht sinnlos eine Partei zu gründen oder ihr beizutreten, da diese, sollte sie in der Tat soweit fahrt aufnehmen, für das System gefährlich zu werden, korrumpiert wird.
    Bevor man da irgendwie in die Bereiche eintritt die interessant sind, ist die halbe Partei zerstritten, gekauft und hat einen Kreislauf durchlaufen, der einen langsam aber stetig umkrempelt.

    Änderung des Systems bedeutet, sich anders zu verhalten und die Wahrheit beim Namen zu nennen. Bei sich selbst und seinem Verhalten zu beginnen und dies nach Außen zu tragen und sich nicht hinter Masken zu verstecken, um ein Bild aufrecht zu erhalten, das allen schadet.

    Unser brennender Wunsch ist doch Freiheit und Selbstbestimmheit. Zeit für sein Leben zu haben, Arbeit nicht als Lebensmittelpunkt zu haben, sondern als das zu sehen was es ist, eine Notwendigkeit und diese eben durch Fortschritt soweit zu minimieren, dass wir mehr Zeit haben für die Dinge die wirklich wichtig sind für uns. Der Fortschritt macht das schon längst möglich, aber wir halten an alten Prinzipien und dem Glauben fesst, wir müssten alle noch jeden Tag rund um die Uhr fremde Ideen und Ziele verfolgen.. Das endet nur in einem gigantischen Plünderungssstem an Mensch und Natur, in riesiger Überproduktion, sinnlos-Arbeit, Bürokratiemonster und unserem eigenen Gefängnis, aber in immensen Reichtum und Macht bei denen, die ein System der Besitzverhältnisse zu ihren Gunsten erschaffen haben und daran stetig weiterarbeiten…

    Denkt und handelt anders und dann schauen wir in die gleiche Richtung der Freiheit und der Selbstbestimmheit und werden kluge Wege finden dies zu erreichen, zu stabilieren und auszuweiten.. das geht aber nur mit einer Abkehr vom bestehenden System einer Pyramide gleichkommend und der dahinterliegenden Unterdrückung..

    • Durch das Paradigma der holistischen Betrachtung im Bezugssystem ´planetarer Lebensraum´ zeigt sich das von Menschen geschaffene SYSTEMGEBILDE, über die interaktiven Prozesse seiner integrativen Ebenen aller Subsysteme schlicht als monströser AUSBEUTUNGSAPPARAT.
      Der wird sich durch nichts tun, als an sich selbst spirituell ´Herumdoktorn´ sicher nicht in Wohlgefallen auflösen.
      Da frag ich mich dann. Was ist denn mit den Gelbwesten, die ihre Augen und Hände gelassen haben oder dem eingekerkerten Julian A.
      Werden die hier nun auch noch verspottet….
      Ein wenig Geistesakrobatik hätte es doch auch getan…
      Mag ja sein, dass das heilend für einige AfD- Hinrissige wäre, doch die erreicht man so wohl kaum.
      Aufklärung, die wirkt, so etwas leistet hier ,auf beispielhafte Weise, der GUTE Ernst Wolf.

    • @ U. West

      Ja, Ernst Wolff: sachlich, knackig, kompetent +++ … und ohne Selbstbeweihräucherung.

      Hier ein anderer (seelen)verwandter Wolff.
      https://youtu.be/efPiMH0DKG8
      Richard Wolff on the Chinese form of Socialism (Democracy at Work)
      https://youtu.be/04UhECn2rbg
      Economic Update: Corporate Capitalism in Decline [FULL EPISODE]

    • @Tony
      Volltreffer .
      Besonders die Interviews mit Abby sind so treffend und ausdrucksvoll formuliert.
      https://www.youtube.com/watch?v=kVo0YNZK_oY

      Chris H. bringt sogar noch klarere Resümees in seinen Statements.
      https://www.youtube.com/watch?v=wticfZcYjeQ

  9. Einfach nur sehr gut, richtig und unbedingt notwendig, was Rüdiger Lenz sagt. Besonders schön finde ich, dass er sich demonstrativ erst gar nicht mit den konkreten Wahlergebnissen in Sachsen und Brandenburg befasst, sondern sofort das große Ganze im Auge hat.

    Wie wollen wir uns gemeinsam gegen die Verhältnisse wehren, wie soll der dazu erforderliche Grundkonsens und damit die erforderliche Gemeinschaft entstehen, wenn wir uns bei jedem Thema gleich in die Haare kriegen und damit unser Ego in den Dienst von „teile und herrsche“ stellen, das heißt letztlich in den Dienst der Mächtigen?

    Damit wir uns NICHT in die Haare kriegen, können wir nur bei uns selbst anfangen, wie Lenz richtig sagt, und lernen, nicht unser Ego in den Vordergrund zu stellen sondern die Sache selbst, um die es jeweils geht. Auch wenn jemand, so wie wir konditioniert sind, unseren Widerspruch zunächst noch so sehr herausfordert, müssen wir dadurch nicht immer gleich unser Ego bedroht sehen und sofort massiv kontern, sondern uns zuallererst einmal fragen: Hat der/die vielleicht recht, und könnte es sein, dass ich bisher mit meiner Ansicht doch nicht so ganz richtig gelegen habe und daher gut daran täte, diese zu korrigieren? Nur das dient der Sache, letztlich der gemeinsamen Sache. Wir müssen und können nur bei uns selbst anfangen, wenn wir etwas verändern wollen.

    Was konkret die Wahlen betrifft: Ich bin seit Jahrzehnten Nichtwähler. Trotzdem bin ich nach wie vor skeptisch, ob das etwas bringt (das NICHTwählen). Wenn die da oben einfach durchsetzen wollen, was sie zum Nutzen ihres Wohllebens und derjenigen in ihrem privaten Dunstkreis (ihrer Familie oder wessen auch immer) durchsetzen wollen, dann tun die das doch einfach, und es ist ihnen völlig egal, wem sie damit schaden, wenn der Schaden nur nicht ihnen selbst und den Ihrigen (einschließlich ihrer Herren) entsteht. Merkel hat doch in schöner Offenheit die Parole verkündet: Die wichtigsten (wichtig für wen?) Entscheidungen werden gegen den Mehrheitswillen des Volkes getroffen. Denn, so Seehofer: Die gewählt sind, haben nichts zu entscheiden, und die entscheiden, sind nicht gewählt. Und Jean-Claude Junker in lockerer Offenheit: Wenn es schwierig wird, muss man lügen.

    Die scheren sich doch nicht um uns. Die setzen sich ohne weiteres über Gesetze hinweg, wenn es (ihnen) darauf ankommt. Die brauchen doch keine Legitimation mehr für ihr Handeln. Ich halte es für naiv zu glauben, wenn wir alle nicht wählen gehen würden, bekämen die einen Schreck, sähen ihre Legitimation in Gefahr und würden sich deshalb beeilen, sich dem Volk wieder zuzuwenden, um das mit der Legitimation ganz schnell wieder irgendwie hinzukriegen. Nein, ich bin sicher, die hätten auch für diese Krise gleich das passende manipulative Handling parat, so wie für alles andere auch.

    Trotzdem bleibe ich Nichtwähler, seit ich hierbei KenFM bin schon aus Solidarität. Vielleicht bringt’s ja doch was.

  10. Hmmm… da erscheinen aber schon ein paar Fragezeichen über meiner Rübe…

    Politik ist nunmal irgendwie das Verwaltungs-Dingenskirchen, auf das sich die meisten Leutchen weltweit geeinigt haben.

    Wenn nun keiner mehr wählen geht… ähm… was issn dadurch gewonnen dann ?

    Verwalten wir uns dann alle selbst oder was ?

    Wie soll das kontrollierte Zusammenleben mit anderen Völkern laufen, die noch wählen gehen ?

    Wäre es nicht sinnvoller, eine eigene Partei zu gründen oder sich einer Passenden anzuschließen, anstatt den paar Leuten, die noch wählen gehen, den erhobenen Zeigefinger ins Auge zu stecken ?

    Was mir auch noch auffällt… „Wahre Liebe heißt: Ich stütze dich und ich helfe dir in deiner Welt. Ich zwinge dir nicht meine auf und ich unterstütze dich im Aufbau bei deiner Welt.“

    Warum bezeichnen Sie mich dann eigentlich als Stimmvieh, Herr Lenz ?

    Lieben Sie mich etwa nicht ?

    Also ich für meinen Teil liebe Sie jedenfalls, weil Sie sich für den Frieden einsetzen.

    Alles Gute !

    • Moin, Seven,
      „Politik ist nunmal irgendwie das Verwaltungs-Dingenskirchen, auf das sich die meisten Leutchen weltweit geeinigt haben.
      Wenn nun keiner mehr wählen geht… ähm… was issn dadurch gewonnen dann ?“

      Nun, gut, ums Wählen wird man wohl nicht umhinkommen! Die entscheidende Frage ist doch eher, ob ich eine der staatstragenden, natobefuerwortenden Parteien wählen „soll“, oder ob ich die Freiheit habe auch andere Parteien zu wählen, die nicht den Herrschenden genehm sind. Seit 1956 gibt es das KPD-Verbot, das einer Partei dieses Namens aber vor allen Dingen der Inhalte, die diese Partei vertritt/vertrat verbietet zu existieren, geschweige denn sich zur Wahl zu stellen.
      Erst dann, wenn auch eine linke Alternative fuer ihre Ziele öffentlich werben kann, dann hat man auch eine echte Wahl.

      mfG

    • Ohne mich über die historischen Umstände lustig machen zu wollen, sage ich:

      Bullshit.
      Die KPD ist absolut erlaubt.
      Ihre Kamera wackelt etwas, ansonsten alles tutti.
      Wählen Sie sie, wenn Sie möchten.

      Wofür ich Sie auch ein wenig lieben würde, versteht sich : ]

    • Moin, Seven, ein wenig Grundwissen in Geschichte hätte Sie vor diesem fatalen Irrtum bewahrt!
      Einfach mal nachschauen bei KPD-Verbot!

      Wie Sie sich ueber die historischen Umstände lustig machen wollen, könnte ein Schuss nach hinten werden!

      Aber wie auch immer, Ihr Post zeigt mir das Niveau ihres Geisteszustandes an!

      mfG

    • Auch wenn das hier vermutlich nicht mehr wahrgenommen wird…

      Es gibt die KPD, sie ist nicht verboten !
      Einfach mal nachschauen bei Google, ich suche Ihnen die Links nicht raus.
      Da gibts weit oben ein ziemlich wackliges Video, auf dem ein Mitglied die Sachlage erkärt.
      Daher habe ich es so formuliert.

      Und somit ist die Pointe ruiniert, dankeschön : ]

  11. Echte Wahl setzt Entscheidungsfreiheit voraus.
    Dazu müsste aber der Wählende wissen, was ihn wie und warum zu welcher Meinung/Überzeugung führt und es müssten mindestens zwei tatsächlich gleichwertige Optionen angeboten werden.
    In jedem anderen Falle wird die Entscheidung nicht durch ‚freien Willen‘ entschieden, sondern durch affektgebundene Affinität.

    Die, die uns die Wahlen anbieten, wissen das.
    Wie sagten schon der Trojaner Laokoon im gleichnamigen Krieg:
    „Ich fürchte die Danaer (Griechen) auch wenn sie Geschenke bringen!“ (bezogen auf das Trojanische Pferd)

  12. Lieber Rüdiger
    `der Lenz ist da`
     
    Danke ! wiedermal auch für diesen Text !
     
    `Liebe ist das Gravitationsgesetz des empathischen Menschen, ja, auch des empathischen Tieres.`
     
    und nur über den Fokus auf die EIGENEnase lassen sich die Auswirkungen `unserer` Gesellschaft auf diese EIGENE Liebesfähigkeit wahrnehmen, kann man sich diese Auswirkungen als Teil `unseres` VORfinanzierten Umverteilungsspiels bewusstmachen und Scheu vor der Erkenntnis ablegen, sich eine daraus entwickelte Traumatisierung einzugestehen.
     
    (Empfehle dazu auch nochmal das offenbarende Gespräch von Daniele Ganser und Franz Ruppert (und Florian Ernst Kirner / Jens Lehrich) … auch von ganz vorne ; )
     
    und ja
    `Aufklärung bedeutet nämlich nicht bloß zu wissen, wer mich unmündig hält, sondern auch, wie ich selbst wieder voll und ganz mündig werde und wie ich mich wieder in den Vordergrund meines Lebens stellen kann.`
     
    … aus einem Kommentar zu einem anderen Beitrag von Dir von @Nevyn gefunden und weil es auch hier passt:
     
    Zitat aus Pistis Sophia:
    „Sei ein Mensch IN dieser Welt, aber sei kein Mensch VON dieser Welt.“
     
    Und zu deinem letzten Satz `Entsagt diesem Sklavensystem, das aus Menschen Zombies macht. `
     
    noch zwei Fragen als Anregung zum Nachdenken … wer will 😉
     
    … Was wäre, würde Würde Sein sein?
     
    … GILT eine (zugeschriebene) Pflicht wider dem EIGENEN Gewissen?
     
    Viele Grüße in die Runde
     
    (… ich bin sehr gespannt auf die nächsten Mit-Menschen, die du in deine Empathie-Runde zu Wort kommen lässt …)
     
     
     

  13. Wer wählt, wählt falsch und wer nicht wählt nimmt nicht teil. Die totale Entmündigung. Erst wenn ALLE Entmündigt sind, kann innere Mündigkeit entstehen.

    Ja unsere Gesellschaft stößt an Grenzen, die mit alten Mitteln nicht mehr zu lösen sind. Nur der Gedanke, dass es eine höhere spirituelle Ordnung gibt, die den Menschen im Freiheitsstreben mit einbezieht und nicht übergestülpt wird, schafft neue Räume. Anknüpfungspunkt könnte die Zeit der Romantik sein, die leider bis zur Unkenntlichkeit zerstört wurde und zerstört wird. Das Nahe, die Zwischenmenschlichkeit braucht eine Art Neubelebung durch Kreativität.

    • Sehr brisanter Gesichtspunkt.
      Bei regulärer Betrachtung wird man als besonders ´mündig ´eingestuft, wenn man brav wählen geht.
      womit man letztlich aber gerade seinen Unmündigkeit besiegelt, und obendrein auch noch legitimiert,
      dass man als Unmündiger behandelt wird. Passt direkt zu dem ´SCHIZO-STYLE diese Beitrages.

    • Ich muss mal wieder „Der Taugenichts“ lesen, ein wirklich schönes Buch welches mir schon in der Schule gut gefiel. Konnte ich damals selber nicht ganz begreifen.

  14. Irgendwie konnte man die Gefahr ahnen; nun ist es wohl passiert:

    „Ich war der erste in der Bewegung…“ (Bei der Sucheingabe für „ich“: 33 Treffer! )

    Evangelikale Predigten schwappen nun über den Atlantik? Diese evangelikalen Priester fühlen sich berufen im Sinne von Karl Kraus: „Wenn eine Kultur sich am Ende befindet, ruft sie nach den Priestern.“

    Dies ist eine Kritik am Stil. Nicht in jedem Punkt an der Sache.

    • PS:
      In der Sache – „Sklavensystem“ – übereinstimmend mit G. D. H. Cole:

      „Was, möchte ich fragen, ist das Grundübel in unserer modernen Gesellschaft, das wir darstellen sollten, um es abzuschaffen? Es gibt zwei mögliche Antworten auf diese Frage, und ich bin sicher, daß viele wohlmeinende Menschen die falsche geben würden. Sie würden ARMUT antworten wo sie SKLAVEREI antworten sollten. Täglich mit den beschämenden Gegensätzen zwischen Reichtum und Elend, hohen Dividenden und niedrigen Löhnen konfrontiert und in schmerzlicher Weise sich der Nichtigkeit jedes Versuchs bewußt, das Gleichgewicht mittels privater oder öffentlicher Mildtätigkeit herzustellen, würden sie ohne zu zögern für die ABSCHAFFUNG DER ARMUT eintreten. Schön und gut! In diesem Punkt ist jeder Sozialist mit ihnen einig. Doch die Antwort auf meine Frage ist deshalb nicht weniger falsch. Armut ist das Symptom: Sklaverei die Krankheit. Die Extreme von Reichtum und Elend sind unvermeidlich die Folge der Extreme von Zügellosigkeit und Knechtschaft. Die vielen sind nicht versklavt, weil sie arm sind; sie sind arm, weil sie versklavt sind. Doch die Sozialisten haben oft ihr Augenmerk auf das materielle Elend der Armen gerichtet, ohne zu erkennen, daß es auf der geistigen Erniedrigung des Sklaven beruht.“

      Zitiert aus dem Kapitel „Wie die Welt gemacht werden könnte“ aus Bertrand Russel: Wege zur Freiheit. Sozialismus, Anarchismus, Syndikalismus. Edition Suhrkamp

  15. Die Inhalte von Rüdiger Lenz auf KENFM sind eine meiner Tankstellen. Herr Lenz komplementiert die Inhalte von KENFM auf Ihren ursächlichsten Ursprung. Ein notwendiger Paradigmenwechsel unserer Denkstrukturen. Im übrigen habe ich den Beitrag von Maria Sanchez sehr gerne vollständig gelesen und bin jetzt dabei das georderte Buch zu lesen. Danke für den Input!

  16. Danke Rüdiger Lenz … Sie passen gut zu KenFM und ich höre Ihnen gerne zu. Der Weg, den Sie aufzeigen, ist für die meisten schwer zu verstehen, geschweige denn zu gehen. Und ich weiss nicht, wann und ob ich selbst es schaffe. Aber Ihre Worte sind Inspiration undfür mich in jedem Fall des Nachdenkens wert.

    • @U.West
      Hören Sie doch einfach nur mal (nur 8 Sekunden, nur von 4:29 -4:37, ich verspreche es Ihnen) sein Video https://www.youtube.com/watch?v=ah7HzhjXRH4 „Innerer Frieden und das Nichtkampf-Prinzip“ bei eingeschenkt.tv , wo Rüdiger Lenz sagt: wir sind so gebrieft, dass, wenn wir uns angegriffen fühlen, „wir sofort in die Gegenattacke übergehen, wir überlegen gar nicht“. Das ist es doch. Es geht doch gar nicht darum, sofort Contra zu geben, wenn einer mal etwas sagt, was unserer bisherigen Meinung nicht entspricht. Ihm einfach mal nur zuhören, wie wäre das denn? Und wenn man dann auf den Gedanken käme, dass vielleicht sogar was dran sein könnte an dem, was er sagt, bricht einem doch kein Zacken aus der Krone.

    • @cito
      Sie verstehen vielleicht nicht. ..
      Respekt jedem der hier gern aussteigen möchte,
      und erst recht dem, der Erleuchtung sucht.

    • Wahlpropaganda ist bäh.

      Aber Nichtwahlpropaganda auch.

      Wer erhebt sich denn über mich um mir zu erklären, ich solle nicht wählen?

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