Tagesdosis 5.10.2017 – Klassenkampf

Ein Kommentar von Bernhard Loyen.

In einer sehr gekürzten Fassung kann der Begriff Klassenkampf, wie folgt umschrieben werden. Der Begriff Klassenkampf bezeichnet ökonomische, politische und ideologische Kämpfe zwischen gesellschaftlichen Klassen[1].

Laut einer aktuellen Studie des Magazins Zeit, ist die Ausfallquote von Unterrichtsstunden an deutschen Schulen wesentlich höher, als bisher bekannt. Es zeige sich, dass davon insbesondere wirtschaftlich schwache Regionen betroffen sind[2]. Die Studie informiert: Bei der Befragung zeigte sich, dass Eltern aus Regionen, in denen niedrige Haushaltseinkommen häufig vorkommen, mehr Unterrichtsausfälle melden. So ist der Stundenausfall bei Schülern aus Haushalten mit einem Nettoeinkommen von unter 3.000 Euro mit zwölf Prozent mehr als viermal so hoch wie der Stundenausfall, über den Haushalte mit einem Nettoeinkommen von mehr als 5.000 Euro berichten. Dort liegt er bei knapp drei Prozent. Auch zeigt die Studie, dass an deutschen Schulen etwa doppelt so viel Unterricht ausfällt, wie von Bildungsministern und Behörden behauptet. Klassenkampf?

Weiter heißt es: In vielen Fällen stehen Vertretungslehrer vor der Klasse, denen das Fachwissen fehlt, um den ausgefallenen Kollegen adäquat zu ersetzen. So werden Mathelehrer nur zu 44 Prozent von anderen Mathelehrern ersetzt. In Kunst, Französisch und Latein liegt der Anteil der fachfremden Lehrer sogar bei über 80 Prozent.

Ansätze, Grundformen des gesellschaftlichen Miteinanders, werden für Kinder in der Schulzeit mit geprägt. Der Rest sollte im familiären Umfeld vermittelt werden, sollte dahingehend die nötige Motivation bei den Eltern vorhanden sein. In Familien mit wirtschaftlich prekärer Lage, stellt dies in einer konsumorientierten Gesellschaft, sicherlich mit die größte Herausforderung dar. Bei suboptimalen Zuständen an den Schulen und einer schwierigen, bis belastenden Atmosphäre im privaten Bereich, lernen die Kinder von frühster Jugend leider schon sehr schnell einen Gemütsumstand, der sie voraussichtlich im weiteren Leben begleiten wird – Anspannung. Druck auf der jungen Seele. Stress.

Dieses Land, diese Regierung hat sehr viel Geld. Dieses Vermögen möchte sie aber nicht investieren, in die Zukunft des Landes, die Kinder. Gute Bildung formt kritische Menschen. Prägt sie für das spätere Dasein. Bildung verschwindet in diesem reichen Land von der Tagesordung, durch miserable Umstände im Bildungswesen. Die Perspektiven für die spätere Zeit in der Studien- und Arbeitswelt sehen realistisch genauso düster aus. Wofür diese Regierung sehr viel Geld ausgibt, worin sie anscheinend mehr Sinn in der Investition sieht, sollte soweit bekannt sein.

Dies erfolgt in der Zusammenarbeit mit einer Medienindustrie, die ihren Schwerpunkt in der quantitativen Nötigung sieht und nicht im Bildungsauftrag. Die Erziehung von Kindern im 21.Jahrhundert stellt eine unbedingte Herausforderung dar.

Im Kampf gegen Krieg und Ausbeutung, im Kampf gegen Sozialabbau und Arbeitsunrecht, sollten wir unsere Kinder und deren Zukunft nicht vernachlässigen, bzw. vergessen. Daher muss es für die kommenden Jahre auch heißen. Kampf für Bildung und eine kindergerechte Gesellschaft, ohne Medien- und Konsumterror. Bedenken Sie das bitte in gut 10 Wochen, bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke. In Memoriam: Buch, Puzzle & Gesellschaftsspiel.

[1] – https://de.wikipedia.org/wiki/Klassenkampf

[2] – http://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2017-10/schule-entfall-deutschland-bildungsministerium-statista

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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18 Kommentare zu: “Tagesdosis 5.10.2017 – Klassenkampf

  1. Ich finde wesentlich dramatischer dass die Kids den Unterrichtsausfall durchaus als Geschenk nehmen. Kinder die als neugierige Wesen geboren wurden. Alles wissen wollten. Den Eltern ein Loch in den Bauch fragten einfach nicht genug an „input“ finden konnte. Sie freuten sich auf die Schule. Sie wollten lernen! Um dann zu dümmlichen Befehlsempfängern (Zitat Hüther) „ausgebildet“ zu werden. Gerade schlau genug das zu machen was man ihnen sagt. Und von Anfang an ein Wettkampf. Ein Gegeneinander statt Miteinander.
    Die moderne Gehirnforschung ist aber weiter.VIEL weiter. Man weiss heute wie „Lernen“ funktioniert. Man weiss heute wie jeder im Prinzip alles Lernen kann und dabei Spaß hat ohne Ende….
    Tja, und selbsternannte Eliten nutzen das längst! Sie nutzen es in „Elite Internaten“ und „Elite Universitäten“ die preislich in Regionen liegen dass vollkommen ausgeschlossen ist, dass sich eines unserer Kinder dorthin verirren könnte…
    Die künftigen Sklavenhalter und Sklaven werden heute vollkommen getrennt „unterrichtet“ und das Ding mit der Chancengleichheit gilt wohl nur innerhalb der „Klassen“

  2. Passend zum Thema Klassenkampf, ein umfangreiches Gespräch bei Telepolis:

    „Die Herrschaft über die Wirklichkeit hat die Polizei“
    06. Oktober 2017 Olaf Arndt

    Gespräch mit dem Kriminologen Prof. Dr. Fritz Sack anlässlich der Ereignisse während des G20-Gipfels über Gewalt und Polizei

    Im Gespräch mit dem Kriminologen Prof. Dr. Dr. h.c. Fritz Sack, er war der erste Soziologe auf einem kriminologischen Lehrstuhl in Deutschland und Leiter des Hamburger Instituts für Kriminologische Sozialforschung, untersuchen die Autoren Funktionsmechanismen des autoritären Staats und das Verhältnis von Gesellschaft und Gewalt. Fritz Sack zieht dabei eine Linie vom 2. Juni 1967 bis in die Gegenwart.

    Fritz Sack ist Verfasser einer ebenso grundlegenden, wie heftig umstrittenen Studie zur „Pathologie politischer Konflikte“, die vom Innenministerium beauftragt und unter dem Titel „Protest und Reaktion“ 1984 veröffentlicht wurde. Sack hat in den vergangenen 40 Jahren zahllose, teils provokante Texte verfasst, in denen er die Bedingungen für das Umschlagen eines politischen Konflikts in einen gewaltförmigen Konflikt und die damit verbundenen politischen Interessen beschreibt.
    (…)
    Fritz Sack: Schon in der Weimarer Zeit ist das in die Tiefe analysiert worden. Der Mathematiker und Pazifist Emil Julius Gumbel1 hat akribisch Strafmaße für Linke und Rechte ausgezählt: Wieviel tausend Gefängnisstrafen für Rechte, und wieviel für Linke, sozusagen eine quantitative Gegenüberstellung. Was kriegten Linke für irgendwelche Morde, und was kriegten Rechte für irgendwelche Morde. Der Unterschied ist schon abenteuerlich, nicht wahr. Und das ist ein Muster. In Deutschland stellt man sich ja seit vielen Jahren die Frage: „Sind wir auf dem rechten Auge blind?“ In der Weimarer Zeit hat man kräftig zugelangt. Diese Tradition hat sich in der Bundesrepublik fortgesetzt … natürlich nicht mit ganz so extremen und tödlichen Konsequenzen.
    (…)
    Olaf Arndt: Das empfindliche Reagieren der Polizei auf die Verweigerung unbedingten Gehorsams ist typisch autoritär. Eine Vielzahl von stigmatisierenden Zuweisungen soll das autoritäre Auftreten der Polizei als alternativlos rechtfertigen. Allen voran die fast wie ein Mantra hergebetete Rede vom Bürgerkrieg und der angeblich lebensgefährlichen Bedrohung der Polizei durch die Demonstranten im Schanzenviertel während des G20.

    Das Informationszentrum Militarisierung vertritt die nachvollziehbare These, dass die Rede vom Bürgerkrieg als Türöffner gebraucht wird, um neue Technologie einzuführen. Um Sondereinsatzgruppen loszuschicken mit Ausrüstung, über die sonst nur das Militär verfügt. Was wir beim G20-Gipfel sehen konnten, ist und bleibt – rechtlich betrachtet – Sachschaden, Landfriedensbruch oder Widerstand gegen die Staatsgewalt oder eben ein politischer Konflikt, eine Demonstration, in diesem Fall von massivem Unwillen, die Politik der G20-Staaten widerspruchslos hinzunehmen. Es gebricht allerdings an allen Merkmalen eines Bürgerkrieges.
    (…)
    Olaf Arndt: Sparpolitik ist das passende Stichwort. Ich fürchte, worüber wir hier reden, die Kriminalisierung der extremen gesellschaftlichen Gruppen, das sind alles Nebenschauplätze, die nur dazu aufgebaut werden, um uns vom Kern der Sache abzulenken, der „new world order“. Ich verwende den Begriff wie David Rockefeller in seiner legendären Rede von 19942: „We are on the verge of a global transformation. All we need is the right major crisis and the nations will accept the New World Order.“

    Rainald Götz hat die von Rockefeller vorausgesehene, man möchte fast sagen: geplante Krise, die alles umstürzt und uns jede politische Veränderung mit Kusshand akzeptieren lässt, sehr treffend als die „Kernschmelze des globalen Finanzsystems“ beschrieben. Auf dem Hauptschauplatz geht es meines Erachtens um das gigantische technologische Potential, das unseren Regierungen zur Verfügung steht. In Zeiten, als die Sowjetunion noch bestand, war es für das „Gleichgewicht der Abschreckung“ gebunden. Nun ist es freigeworden dadurch, dass es den Systemwiderspruch nicht mehr gibt und keine Teilung der Welt in zwei politisch konträre Hemisphären.
    (…)
    etc.

    Inhaltsverzeichnis:
    1. „Die Herrschaft über die Wirklichkeit hat die Polizei“
    2. Sicherheits-, Wirtschafts- und Sozialpolitik sind kommunizierende Röhren
    3. Lizenz zur Gewaltanwendung
    4. Strategien der Eskalation
    5. Vermummung
    6. Wer sind die „wirklich Gewaltbereiten“?
    7. Der Terror der Gewaltdebatte
    8. Gewalt und Gegengewalt
    9. Neue Technologien – neue Formen der Gewalt
    10. Rechtsverletzende Strategien
    https://www.heise.de/tp/features/Die-Herrschaft-ueber-die-Wirklichkeit-hat-die-Polizei-3849174.html

  3. Im Artikel von Herrn Loyen ist viel von Kampf die Rede. Kampf beudeutet immer Gewalt, offen oder vedeckt. Wir sollten endlich lernen, dass Kampf, also Gewalt kein Mittel zur Lösung der beschriebenen Probleme ist. Dabei ist es unerheblich welcher Sachverhalt gerade thematisiert wird.

  4. ich möchte hier gar nicht auf das Thema eingehen. Lese aber beim „Überfliegen“ die Unzufriedenheit“ in manchen Kommentaren.

    lese hier bei KenFm ständig, dann macht doch mal Vorschläge zur Veränderung.
    Verlinke hier einige Seiten (weiter unten). Das sind Initiativen, denen man sich anschliessen kann und die auch Veränderungen praktizieren.
    Ausserdem gibt es noch weitere Möglichkeiten.

    1.Wechselt eure Bank. Es gibt Genossenschaftsbanken und andere.
    2. Jeder Kassenzettel ist ein Wahlzettel. Überlegt was und wo ihr einkauft.
    3. Mietet euch mit anderen zusammen ein Haus oder eine Wohnung. Besonders interessant für Alleinerziehende mit Kindern. Wechselt euch mit der Kinderbetreuung ab. Dann braucht ihr eure Kinder nicht in diese Anstalten, genannt Kinderkrippe, zu schicken.
    4. Gründet für eure Kinder selbst einen Kindergarten oder eine Schule oder schliesst euch den schon bestehenden guten Einrichtungen an. Waldorfschulen und Waldorf-Kindergärten kann ich sehr empfehlen.
    5. Nutzt die Gaben der Natur. Es gibt genügend Wildkräuter, die man essen oder andersweitig verwenden kann.
    Das sind nur ein paar Vorschläge und hier die Links.

    https://www.solidarische-landwirtschaft.org/startseite/

    http://www.freizeit-farmer.de/

    Hier gibt es Kleidung hergestellt in Augsburg
    https://www.manomama.de/

    Ich bin selbst Mitglied einer Solawi. Bestes Gemüse jede Woche und einen Einkauf ohne Mehrwertsteuer.

    Also Leut`s ihr seht, es gibt Möglichkeiten.
    Freue mich auf weitere Vorschläge.

    • Das mit Solawi klingt wirklich super, danke für die Links!
      Nur leider – was soll ich sagen – bei mir in der Nähe gibt es keinen solchen Hof…

      Ich finde, man darf auch Kritik üben, wenn man selbst auch keinen ausgearbeiteten Vorschlag für Verbesserungen hat. Solange die Kritik sachlich ist und nicht beleidigend, kann ich daran nichts Schlechtes erkennen.

    • auch wenn es in deiner Nähe solche Initiativen nicht gibt, die gab es bei uns auch nicht, dann kann man sich auf den Weg machen um Lösungen zu finden.
      Wir mussten auch von Null anfangen.
      Kaum Hoffnung vor 3 Jahren. Aber es hat sich alles gefügt.
      Wer auf der Suche ist, der trifft auch auf entsprechende Menschen.
      Hat was mit Resonanz zu tun.

  5. Sehr geehrte/r Frau/Herr Schliemanns,
    nun, wie es mit den 6 jährigen ist weiss ich nicht genau. Meine Studenten fragen allerdings nicht mehr. Sie sind zwischen 15-20 und voll coditioniert. Bei der Confrontation mit Themen wie Geld ernten sie stöhnen und gähnen, schliesslich hat gerade eine Freundin auf FB ein selfie hochgeladen, wo man eine Brustwarze sieht..oder doch nur den Schatten einer…? Und was soll das mit dem Geld? Weiss doch jeder, je mehr du davon hast um so cooler bist du und bekommst die ‚geilen chicks‘ 🙂
    Wenn ich sage, Geld ist was für arme Leute, Reiche haben Vermögen..dann, ja dann werden Stimmen laut, reden wir über Begrifflichkeiten und kann ich, Stück für Stück versuchen zu erklären.
    Politiker sind Spinner, ausser der Papa ist einer (Gemeinde-oder Provinz) aber dann taugt er immernoch nicht soviel, wie der Vater vom Sohn des Unternehmers (wie klein dessen Klitsche auch ist und der sich vielleicht 70 Stunden in der woche selbst versklavt).
    Assad ist ein Massenmörder und Fassbomber und muss weg.
    Flüchtlingen kommen hierher, weil sie alles gratis kriegen wofür ‚wir‘ hart arbeiten mussten (sogar Häuser).
    Diese Ausbildung, wovon ich hier rede, heisst mittleres Management (logistik).
    Eine Frau Merkel gibts hier nicht, hier heisst der gute Mann Rütte und ist Chef der Liberalen, die zusammen mit den Sozialdemokraten noch nicht ganz deutsche Zustände herstellen konnten. Allerdings haben die Sozialdemokraten hier ihr ‚Strafe‘ etwas deutlicher bekommen als in der BRD, von 30+ sitzen im Parlament runter auf 9!
    Nachdem ich viele Jahre versucht habe, meinen Studenten die Basiskenntnisse von Betriebs-und Volkwirtschaftsökonomie und die allerwichtigsten Unterschiede zwischen beiden zu vermitteln (inclusive der Folgen [z.B. Griechenland] wenn man beides verwechselt á la Schäuble), ihnen immer wieder aufgezeigt und deutlich gemacht habe, warum Frieden das Allerwichtigste ist, Russen auch nur Menschen sind und und und..bin ich aus dem Schuldienst ausgeschieden worden.

    Mein Rat an Sie; sagen sie Ihrem Kind wie Sie die Welt sehen, seien Sie ehrlich, Kinder verstehen viel mehr als wir oft denken, erklären Sie ihr Ihre Ängste. Die Kleine wird Ihnen Ihre Ehrlichkeit danken, dafür haben die Kids ein gutes Gespühr. Sagen Sie auch ruhig mal, das weiss ich nicht. Mir stellen sich immer die Haare zu Berge wenn ich Leute treffe die ‚alles‘ wissen.
    Warum? Warum ist die schönste Frage der Welt, weil sie uns zwingt durchzudenken und zu erkennen, dass Alles mit Allem zusammenhängt.
    Warum geht die Anzahl der Kommentare bei KenFM zurück? Ich vermute mal, weil wir sehen können wie dicht wir hier beieinander sind mit unseren Auffassungen und Einschätzungen. Weil es wenig Sinn macht sich immer wieder in der eigenen Suppe gar zu kochen, will sagen (wie auch bei anderen Foren) einen Kreis zu sehen von Leuten, die sich dort ‚eingerichtet‘ haben.
    Wo man sich, wie früher in der Kneipe trifft, um dann seinen mehr oder wenigen gehaltvollen Beitrag abzusondern.
    Schön bequem und (noch) frei von Konsequenzen. (die Kneipe kann sich ja heute kaum noch jemand leisten)
    Dazu kommt, das die redaktionellen Beiträge hier auch kaum Widerspruch erzeugen können, da nach meinem Empfinden, ca 99% fundiert, deutlich und nicht von der Hand zu weisen sind. Ich glaube jedenfalls nicht, dass meine 2cent Beiträge hier das Niveau der Autoren erreichen oder sonstwie brilliant sind.
    Ihnen alles Gute!

    • @Perschke,

      und trotzdem danke ich ihnen für ihre Antwort.
      Ja, es ist gut wenn man auch mal sagen kann; das weiß ich nicht
      und sie bestätigen mich in meinem Handeln der Kleinen einfach die Wahrheit zu sagen.
      Wie sie die Masse der 15 – 20jährigen beschreiben macht einen wirklich traurig, es ist einfach so dass wir hier in der absoluten Minderheit sind.
      Ich hoffe dass sich mit der Zeit immer mehr Menschen finden die die ganzen Manipulationen und Lügen nicht mehr glauben und sich dann, wenn viele beteiligt sind ein ganz neuer Weg findet.
      Ein Weg den noch keiner von uns (und den Autoren) gedacht hat.
      Vielleicht wundern wir uns dann wie einfach es mit diesem Weg ist.
      – die Hoffnung stirbst zuletzt.
      Es ist einfach nur traurig zu sehen, dass wir hier das Paradies auf Erden haben könnten, wir wurden beschenkt!
      Und was dann Machtgierige Menschen, das Geldsystem und die träge Masse daraus gemacht haben.
      Ich schrieb schon öfter dass wir in einer Welt ohne fossile Brennstoffe leben könnten, in einer Welt ohne Mangel, in einere Welt in der die Menschen kooperieren, Wissen geteilt wird, Bewegung im öffentlichen Raum kostenlos, Nahrung regional mit Permakultur ohne Chemie usw…
      Wir könnten in so einer welt leben, es ist zum Greifen nahe.
      Allein die Umstände erlauben es nicht.
      Sattdessen Verknappung, Krieg, Konkurrenz, Ellbogen, Stress (beginnt schon ab 2 Jahren – KiTA…) eine sterbende Natur….

    • Ihr Beitrag hat mir sehr gefallen, Sie sollten Ihr Niveau nicht kleinreden. 🙂

      Meine Tochter ist noch einige Jahre jünger als die von Schliemanns, diese Fragen beschäftigen mich aber auch schon. Ich finde Ihren Ratschlag gut. Man kann vielleicht nicht alles so düster beschreiben, wie es tatsächlich ist – das ist ja schon als Erwachsener kaum zu ertragen. Aber in kleinen Dosen kann man seine Meinung zu wichtigen Problemen wie Krieg, Armut oder Umweltzerstörung ja schon weitergeben. Alles schönzubeten wäre weder glaubwürdig, noch würde das Sinn machen.

      Was ich mir noch viel schwieriger vorstelle: Wie (und wie weitreichend) sollte man versuchen, sein Kind von dem täglichen, ganz direkten Wahnsinn unserer Gesellschaft fernzuhalten? Ich meine z.B. den Umstand, dass heute jeder Achtjährige, der etwas auf sich hält, ein Smartphone benötigt. Finde ich eigentlich völlig krank, andererseits sind Verbote oft auch nicht hilfreich – und ich will mein Kind ja auch nicht sozial isolieren, quasi…

    • @schliemanns/@Benjamin
      erstmal danke für’s Kompliment 🙂
      Nach meiner Überzeugung ist es nicht schlimm das wir in der Minderheit sind.
      Wenn Sie sich die Geschichte und Gesellschaftswissenschaften ansehen, werden Sie bemerken, dass es niemals Massen waren die Veränderungen gedacht und eingeleitet haben. Dazu bedurfte es immer der am meisten ‚Verrückten‘ (progressiven), die bereit waren das Unglaubliche/Unmögliche zu denken und zu tun.
      Das hat mit der Gausschen Verteilungskurve zu tun.
      https://www.google.nl/search?q=gau%C3%9Fsche+verteilungskurve&client=firefox-b&dcr=0&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ved=0ahUKEwj6sdGkrNrWAhWIyRoKHSQOB14QsAQIMQ&biw=1329&bih=940#imgrc=IrQmpBW1z_DfVM:
      Hier haben wir 5-10%, ich nenne sie mal progressive, Denker, Erfinder, Künstler und andere, die der menschlichen Gesellschaft vorausgehen.
      Dann folgen die 80-90%, die den Entwicklungen folgen und dann haben wir 5-10% vor denen wir uns ‚fürchten‘, oder die wir wegen Krankheiten , Entwicklungsstörungen usw extra begleiten.

      Das die 15-20-jährigen sich so verhalten und sogar verhalten müssen, hat Prof. Mausfeld in seinen Vorträgen wunderbar beschrieben. Sie folgen Ihren Eltern, den Medien und der Werbung. Wenn das nicht hilft kommt FB, Instagram und eine virtuelle Wirklichkeit hinzu, über deren Langzeitfolgen wir heute noch nicht mal in der Lage sind etwas zu sagen, da diese Entwicklung noch relatiev jung ist und wir darüber zu wenig wissen.

      Denken sie an Spartacus, der hat sich aufgelehnt, da hatte von Spartacus im ganzen römischen Reich noch niemand einen blassen Schimmer und ist dann mit einer winzigen Gruppe Vertrauter aufgebrochen, um sich am Ende mit einer Armee aus Gladiatoren und anderen zu widersetzen.
      Karl Marx hat seine gutbürgerliche Klasse ‚verraten‘ und ein Leben von weitestgehend Almosen von seinem Freund Friedrich Engels, führen müssen, welches nicht immer einfach war. (Seine Frau Jenny war nicht immer hellauf begeistert von dem, was ihr Gatte da so trieb).
      Die jungen Leute wollen aber wissen! ..und wenn sie sehen wie es aufblitzt in ihren Augen wenn sie etwas verstanden haben, wie sie sich entwickeln, von jungen, pickligen, pubertären Ablehnern zu jungen Männern/Frauen, wenn sie mir erzählten, wie sie zu Hause mit ihren Eltern diskutieren, über einen Wortschatz und Selbstbewustsein verfügen, dann stimmt mich das froh und sehr hoffnungsvoll. Alleine schon das sie begreifen, dass jeder Gewinner einen Verlierer NÖTIG hat um überhaupt gewinnen zu können weil es sonst ein Unentschieden gibt, ist einfach nur toll.
      Dann hab ich gesagt, okay, das ist also eine philosophische Grösse=ein IST.
      Nun machen wir es hier ganz demokratisch, Demokratie ist ja was ihr alle wollt, wir stimmen also ab, wer sind die Gewinner des Studiums und wer die Verlierer. Die Gewinner bekommen ihr Diplom und die Verlierer müssen ein Jahr länger dafür arbeiten 😉
      Da war Demokratie auf einmal nicht mehr so toll 😉 Schliesslich soll jeder seins dafür tun und man soll und will sich auch gegenseitig helfen. (Gruppendynamik) So etwas muss man moderieren, sonst bekommen sie da schon das Konkurrenz-denken und verhalten.
      Allerdings ist Wissen die einzige Resource die sich vermehrt wenn man sie teilt.
      Ich glaube hier leistet KenFM etwas Gewaltiges, da Wissen um Zusammenhänge und Einsichten vermittelt werden.

      Beim Umgang mir Kindern vergessen sie den Humor nicht. Sogar in Kriegsgebieten wird gelacht, geliebt, getanzt und gefeiert. Der pastorale Zeigefinger und ich sage dir es ist so..hat schon immer (und zu recht) zu Abneigung und Mistrauen geführt.

      Klassenkampf findet statt, ob wir wollen oder nicht. Man versucht uns nur einzureden das ‚der Arbeiter‘ nicht mehr besteht. Jeder Lohnabhängig Beschäftigte ist ein ARBEITER. Jeder Intellektuelle der nicht verbeamtet ist, verkauft seine Arbeitskraft/Wissen jeden Tag. Das Bild der Arbeit mag sich wandeln aber es bleibt Arbeit.
      Arbeit ist was Werte schafft, dazu gehört der Architekt genauso wie der Maurer. Sie haben einander im Wertschöpfungsprozess nötig. Das Haus, welches der Achitekt berechnet und gezeichnet hat, wird nie entstehen wenn der Maurer nicht Hand anlegt.

      Den Steuerberater haben wir nicht nötig, der macht nur Papier schmutzig und verdankt sein Bestehen einer Perversion des (FINANZ/STEUER) Rechts. Auch andere Arbeit in unserer Gesellschaft ist ‚dumme‘ Arbeit, hevorgebracht durch ein System, welches es geschafft hat, uns einen Unternehmensberater als angesehene Tätigkeit zu ‚verkaufen‘. Ganz zu schweigen von Werbeagenturen und Marketingexperten. Verschwendung von Intellekt und Resourcen!
      Zum Schluss nocheinmal mein Herzensanliegen, kommen wir zusammen und beraten wir uns ganz konkret;
      Was wollen wir verändern?
      Was sind wir bereit dafür zu tun?
      Wie können wir einander dabei unterstützen?
      Mit wem können wir uns verbünden?
      Wie müssen die Struckturen aussehen unter denen wir unsere Ziele verwirklichen können?
      Ihnen alles Gute

  6. Diskussion – mit wem denn?

    Mit den üblichen Verdächtigen aufgrund der hier als Kommentar veröffentlichten Mainstreammeinung? Etwa gemeinschaftlich über deren verfassten Bullshit? Nein – dafür ist mir meine Zeit schlicht und ergreifend zu schade!

    Die vegane Fraktion hat es auch aufgegeben, unter jedem Beitrag die entsprechende Pro & Contradiskussion anzufachen – nicht das ich diese vermissen würde, verstehen Sie mich da bitte nicht falsch.

    Ansonsten ergeben sich hier seit einiger Zeit kaum lohnende Neuigkeiten, zusätzliches Wissen – eine Art Stillstand, eine Art empfundenes Warten auf – ja, auf was eigentlich?

    Über was will man diskutieren? Über die Serie der Macher jenseits der praktikabelen und / oder bezahlbaren Lösungen / Lösungsansätze? Die Serie hat jetzt meines Wissens nach 3 od. 4 Beiträge, es gab 3x einen Watschen für „Thema verfehlt“, „vorbei an der Zielgruppe“ <= stark! (Nr. 4 habe ich mir ganz bewußt nicht angesehen)

    Über die Tagesdosis? Dafür ist sie einfach zu schnelllebig und verschwindet aus dem Fokus, spätestens nach 24h… Diskussion ohne entsprechende Reaktion des Diskussionsteilnehmers = Monolog.

    Über die fehlende aktuellpolitische Berichterstattung? MMM war eines der Zugpferde, aber nicht bei ner Stunde Länge und mehr, gefühlt einmal pro Quartal. Da sind RT & Co. derzeit deutlich näher dran und es ist ja nicht so, das nix passiert auf der Welt.

    Und ganz ehrlich, meine Lust auf einer Plattform zu diskutieren, auf der kommentarlos zensiert wird (wenn auch zugegebenermaßen nicht oft) und man als zensierter nicht einmal eine entsprechende Erklärung, selbst auf Nachfrage hin nicht bekommt – och nööö…

    • Das die Serie der MACHER ein etwas unglückliches Kind war, welches bei mir auch immernoch einige Wehen auf Abstand erzeugt, da stimme ich Ihnen zu. Nischenprojecte haben sicher ihren Platz und werden ja auch durch das System toleriert, solange sie nicht zur Bedrohung werden.
      Ich sehe nicht das wir uns alle auf das Schloss in Thüringen zurück ziehen und dort die Hühner füttern und Abends Lieder singen.
      Auch der überaus liebenswürdige Herr Erwin Thoma, dessen Erkenntnisse und persönliche Art sicher faszinierend ist, darf nur weitermachen, weil er die Bauriesen nicht bedroht. Sobald das der Fall auch nur zu sein scheint, wird man Ihn ganz schnell ausradieren, freundlich und wenn das nichts fruchtet etwas rabiater.
      Alle die, deren Ideen nicht 123 umsetzbar sind oder denen eine Massenbasis zugrunde liegt, sind darum nicht weniger wertvoll.
      Leider wird die Frage der Organisation immer ausgebelendet. Es ist eben UNSINN wenn jeder auf seine kleine eigene Art dem ‚System die Energie‘ entzieht, durchs Einkaufen oder nicht kaufen..etc. Das System ist 300 Jahre alt und hat ganz andere Dinge verkraftet.
      Die Menschen (gleichen Willens) müssen sich organisieren, zusammenschliessen, Struckturen aufbauen, eine ökonomische Basis schaffen um die Massen für Veränderung zu mobilisieren und erstmal zu erreichen.
      Leider ist auch das Interview mit der Maria Janssen wieder sehr gut gemeint aber in die verkehrte Richtung. Einzelaktionen, so wunderbar gemacht und gemeint, sind FALSCH! Warum verbündet diese Frau sich nicht mit anderen und erreicht dadurch mehr Masse und sogar mehr Unterstützung? Vor einzelnen hat niemand Angst, die lässt man mit einem müden Lächeln wursteln.
      Ihnen alles Gute!

    • Ich stimme Ihnen beiden weitgehend zu.

      Aus meiner Sicht muss es eindeutig und v.a. darum gehen, politischen (Klassen-)Kampf auch in Deutschland wieder zu „entfesseln“ hätte ich beinahe gesagt, wenn das nicht so rechts klingen würde.

      -> Was muss passieren, damit auch hier eine Bewegung entsteht, die einen Jeremy Corbyn (oder mit Abstrichen Bernie Sanders) hervorbringt und dann in einer linken Partei prominent installiert?

      -> Liegt es nur an den Protagonisten selbst, oder was läuft hierzulande systematisch falsch?

      (-> Oder geht’s „uns“ noch vergleichsweise zu gut, müssen wir also nur abwarten?)

    • Benjamin – was passieren muss? Wahrscheinlich eine wirkliche anhaltende Katastrophe um den Menschen (der breiten Masse) die Augen zu öffnen?

      Wenn sich studierte Kollegen und Kolleginnen hinstellen und anhand vom Wahl-O-Mat-Ergebnis die eigene Stimmabgabe diktieren lassen ohne zu hinterfragen, wen sie da wählen, ohne den Zusammenhang zu erkennen, dass keinerlei Veränderung (die sie sich ja durchaus wünschen) mit dieser von außen beeinflussten Wahlentscheidung erreicht werden kann (und das ist verdammt nochmal kein Einzelfall), ist doch Hopfen und Malz bereits verloren! Und die sind auch noch stolz darauf, dass sie sich „professionelle Hilfe“ zur Wahlentscheidung geholt haben – ohne Scheiß, die finden das gut!

      Die breite Masse begreift mit dem Dauerbeschuss aus den MMM die Zusammenhänge nicht mehr, schon lange nicht mehr. die Leute setzen das um, was ihnen mittlerweile von Kleinauf beigebracht wurde – „Nicht selbstständig denken!“ Diesen Spruch höre ich auf Arbeit jeden Tag – nicht mitdenken – machen, Malen nach Zahlen. Einerseits aus Selbstschutz vor möglichen Konsequenzen, der „Erkenntnis“, Reife, Weisheit oder Faulheit, den Kampf gegen die Windmühlen, deren Bestandteil sie mit derartigen Weisungen sind, aufzunehmen oder aber es fehlt auch hier die Erkenntnis zum Zusammenhang, das sie selbst mit derartigen Weisungen Teil des gut funktionierenden Getriebes sind.

      Solange Neugier und Interesse auf Konsumverhalten konditioniert wird, auf die App die einem das Mitdenken abnimmt, kann es nur noch weiter bergab gehen!

      Man stelle sich vor, zwischen „heute“ und „Tagesschau“ kommt 45min ein Testbild, auf ALLEN Kanälen – die Leute würden durchdrehen, wie wild zwischen den Kanälen hin- und herzappen, die Hotlines würden heiß laufen (dafür sind sie schließlich da), es würde Bürgerbeschwerden geben noch und nöcher – die Leute begreifen nicht, dass diese 45min einfach geschenkte Lebenszeit wären.

      Selbst durchaus kritische Filme wie Mockingjay begreifen die Leute nicht, bzw. erkennen die Parallelen zwischen Fiktion und Realität nicht. (mehr ist offenbar in Hollywood auch nicht möglich – sei’s drum). Es kann nicht sein, was nicht sein darf. Ich rede mir den Mund fusselig, seit Jahren und jedesmal beginnt die Diskussion an irgend einem Punkt, der nicht annährend Ursache, sondern lediglich Auswirkung ist. Sagt man was dazu, ungläubiges Staunen, das kann nicht sein (weil’s nicht sein darf), an dem Punkt des Staunenden selbst das Gehirn zu aktivieren und einfach drüber nachzudenken – Fehlanzeige – das funktioniert schon in 90% der Fälle nicht, diese Verknüpfung ist völlig kaputt, bzw. schlicht und ergreifend nicht (mehr) vorhanden. „Geschichte hat mich noch nie interessiert.“ – das war immer nur Auswendiglernen von Jahreszahlen – stark! <= da braucht man einfach nicht weiter diskutieren, kann sich lächelnd rumdrehen und gehen – jede weitere Diskussion ist einfach nur sinnlos.

      Die breite Masse will einfache Lösungen, einfache, vorgekaute Meinungen die sie selbst übernehmen können ohne Energie darin "zu verschwenden". Die breite Masse will gelenkt werden, von A bis Z und unter der Erkenntnis hat jeder Scharlatan ein leichtes Spiel, solange die Message nur hinreichend gut verpackt ist. <= zu beobachten jeden Tag am Supermarktregal – es wird die Ware gekauft, die in Augenhöhe steht, das ist genau das gleiche Prinzip. Ich kaufe deshalb so ungern ein, weil ich die Dinge die ich konsumiere, fast jedesmal woanders versteckt sind. Ich verbringe mehr Zeit mit Suchen im Regal für die 3 – 4 Dinge, die ich wirklich für's tägliche benötige, als für den eigentlichen Einkauf inkl. Warten an der Kasse und Bezahlen…

  7. leider werden die Beiträge hier auf KenFm kaum noch kommentiert. Es gibt Blogs bei denen der Betreiber Themen vorgibt, bzw. einen Artikel dazu schreibt und dann entspannt sich eine rege Diskussion mit bis über 400 Kommentaren. Hier ist das nicht (mehr?) so ausser das Team (KenFm) macht den Fehler eine Szene mit einem vergifteten Hund zu senden woraufhin es dann Kritik hagelt.
    Ergo: Man kann davon ausgehen, dass die Beiträge (zB Tagesdosis) angeklickt und angesehen werden. Eine Diskussion entwickelt sich aber nicht (mehr). Sozusagen KenFm KONSUMIEREN, passiv konsumieren…
    Evtl. ist es auch einfach zu viel was hier mittlerweile kommt. Jeden Tag 5 – 10 neue Beiträge… Masse statt Klasse?….
    Nun zum eigentlichen Thema: wie macht ihr das mit euren Kindern (sofern ihr welche habt)?
    Ich kann zB meiner Tochter nicht die Geschichte vom alten Mann im Himmel erzählen der über uns wacht und wenn sich Mensch an die Gebote hält dann kommt man in den Himmel, wenn nicht schmort man eine Unendlichkeit in schlimmsten Höllenfeuern… (meine Tochter ist 6 Jahre alt)…
    Zumal ich es als bewiesen ansehe, dass die Geschichte mit Jesus, Moses usw… nur Metaphern sind. Mit Christi Geburt kamen wir einfach ins Fische Zeitalter, Jesus und die 12 Apostel sind einfach die Sonne mit den 12 Tierkreiszeichen, das goldene Kalb war das Stierkreiszeichen. Das Kreuz war (und ist teilweise heute noch) oft mit einem Ring abgebildet was wieder den Kreis symbolisiert usw…
    Was ich sagen will; die Religionen waren von Anfang an dazu gedacht die Menschen gefügig zu machen, sie wurden benutzt.
    Das heisst nicht dass ich nicht gläubig bin. Ich glaube an die Schöpfung, ich bin ein zutiefst spiritueller Mensch mit Achtung und Dankbarkeit für das was mich umgibt die Tiere, die Bäume, Insekten, Pflanzen usw..
    Allein die Perfektion und Schönheit z.B. von einem Eichhörnchen, diese Tier HAT EINE SEELE! Dieses Tier hat Freude an der Bewegung, es kennt seine Umgebung genauestens, jeden Ast, jeden Baum, jeden kleinen Gang und jesdes kleinste Bächlein in seinem Lebensraum.
    Und es schmerzt mich seit ich denken kann was Mensch mit dieser wunderbaren Welt macht.
    Natürlich fällt das Alles auf uns selbst zurück, wir sind entwurzelt, vereinzelt, wir haben keinen „Stamm“ mehr in dem es Sicherheit gibt und in dem mich die Menschen kennen seit ich Kind war, wir haben keine Natur mehr in der wir leben, aufwachsen und uns bewegen dürfen, in der wir mit Achtsamkeit gestaltend eingreifen (Nahrung, Wohnraum, Kultur)…
    Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn sie euch nach Merkel fragen, nach den Politikern, nach Krieg, Syrien, Flüchtlingen, Geld, Arme Menschen (warum?) usw…
    Wie macht ihr das?!
    Ich wäre dankbar für Antworten!

    • Keine Ahnung, ob das noch jemand liest, aber die Frage ist essentiell, deshalb antworte ich einfach mal:

      Wie macht ihr das mit euren Kindern, wenn sie euch nach Merkel fragen, nach den Politikern, nach Krieg, Syrien, Flüchtlingen, Geld, Arme Menschen (warum?) usw…

      Mit möglichst bildhaften Metaphern und einem Bezug zu deren Erfahrungsrahmen.
      Aber ansonsten ungeschminkt und unzensiert.
      Alles andere wäre ja auch Verarschung.
      Wie will man die Kinder auf das Leben vorbereiten und wetterfest machen, wenn man ihnen nur eitel Sonnenschein vorspielt bzw. sie von allem fern hält???
      Einzige Voraussetzung dabei:
      Man muss realistische Angebote dafür machen, wie Kinder unter diesen Umständen trotzdem ihr Glück finden können, so dass sie sich nicht machtlos und ausgeliefert dabei vorkommen und dadurch ihnen der Lebensmut genommen wird!

      Das funktioniert aber nur, sofern man selbst als Elternteil bereits eine Lösung für sich selbst gefunden hat, damit authentisch vorlebt was man propagiert.
      Kinder merken sonst schnell die Diskrepanz und verlieren dann berechtigterweise den Glauben an das, was man vielleicht trotzdem richtigerweise rät oder feststellt.

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