Tagesdosis 5.11.2018 – Ob Merkel, BlackRock oder Goldman Sachs: Ganz egal…

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Quereinsteiger aus dem hemmungslosesten Sektor der Finanzwelt erobern die Politik. Ernst Wolff brachte dies mit seinem Blick auf die Personalie Friedrich Merz, der zweifellos eine Aura des personifizierten Bösen ausstrahlt, am Samstag gut auf den Punkt. Er hat Recht, dies ist der Trend. Ganz neu ist der aber nicht in der deutschen Politik. Vor allem in der CDU, CSU, FDP und AfD ist das Großbürgertum gut präsentiert. Verbindungen zu einflussreichen Konzernen und Banken sind seit Ewigkeiten bekannt. Ob die globale PR-Firma McKinsey, große Handelsketten, Energie- und Agrarkonzerne oder die Finanzelite von Goldman Sachs und Deutsche Bank – sie alle sind seit langem vertreten. Nur ihr Machtspiel wird offener. Die Crashkurs-Dirigenten legen offensichtlich keinen Wert mehr auf ihr Demokratie-Theater.

Betrachten wir es aus Sicht des Gesamtkapitalisten, also des Staats, mit Blick auf die seit Jahrzehnten, Jahrhunderten zu erwarten gewesene Entwicklung unseres Wirtschaftssystems, verfliegt die Verwunderung im Nu. Kommt BlackRock direkt ans Ruder, spart sich die Politik Wege, Zeit und teure Banketts. Das Großkapital spart ebenfalls, indem es seine Lobbyisten gleich an staatlichen Schaltstellen platziert. Die neuen Politiker, wer immer da kommt, führen nur mit eiserner Hand fort, was ihre Vorgänger begonnen haben.

Stichwort Sozialabbau: Die schrittweise Kürzung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe sowie den Asylbewerberleistungen begann schon unter der Ära Helmut Schmidt. Der „Asylkompromiss“ von 1993 und die Einführung von Hartz IV im Jahr 2005 waren nur die rabiatesten Einschnitte. Das Rentenniveau in der BRD wird häppchenweise bereits seit Mitte der 1980er Jahre gesenkt. Auch hier markiert die Agenda 2010 lediglich einen Höhepunkt. Begleitet wird dies stets mit politischer Feindbildpropaganda über „faule Hartzer“, „schmarotzende Asylbewerber“ und Milchmädchen-Demagogie über leere Sozialkassen.

Die Propaganda- und Exekutivabteilungen rödeln entsprechend: Sei es Gesundheitsminister Jens Spahn, der mit neurotischem Gehabe erst irgendwas verspricht, dann auf enge finanzielle Grenzen pocht und gerne Salven gegen Erwerbslose oder Flüchtlinge nachfeuert. Sei es Ungarns Staatschef Viktor Orban, der Obdachlose direkt von der Straße in Knäste sperren lässt. Seien es die österreichischen Rechtsaußen-Regierungsparteien ÖVP und FPÖ, die jüngst verkündeten, Erwerbslose künftig, wie bereits in Deutschland üblich, gnadenlos zu enteignen. Oder sei es in Frankreich Präsident Emmanuel Macron, der gleiches anstrebt. Sie alle dienen ihren Auftraggebern, dem Großkapital. Egal, ob sie aus dessen Reihen kommen, oder willige Quereinsteiger aus dem Beamtentum der Vitamin-B-Fraktion sind.

In Deutschland könnte man sich vielleicht darüber streiten, welche politischen Propagandisten menschenverachtender sind. Ist es der ehemalige SPD-Arbeitsminister Franz Müntefering, der meinte, wer nicht arbeitet, solle nicht essen, also verhungern? Ist es vielleicht doch CDU-Merz, der 2008 erklärte, für Hartzer genügten auch 132 Euro pro Monat? Ist es der FDP-Politiker Henner Schmidt, der Hartzer zur Rattenjagd schicken wollte? Oder ist es doch AfD-Funktionär Konrad Adam, der vom Staat einst verlangte, er möge sich von allen „unproduktiven Haushaltstiteln“ – also Sozialleistungen aller Art – komplett befreien?

Nun ja, die deutsche Praxis ist längst menschenverachtend. Hochschwangere und Schwerkranke, die die Polizei zur Abschiebung aus der Klinik holt, Wohnungslose, die Bußgelder zahlen müssen, wenn sie in der Stadt draußen übernachten, 16jährige, die aus Kinderheimen auf die Straße fliegen, wenn sie eine Auflage nicht erfüllt haben, alleinstehende Mütter, die von Jobcentern voll sanktioniert werden, wenn sie nicht parieren, Notschlafstellen, die Wohnungslosen ost- oder südeuropäischen Arbeitsmigranten auch bei Minusgraden den Zutritt verweigern, Flüchtlingsfamilien mit kleinen Kindern, die in Lagern getrennt werden – all das und mehr gehört zum Alltag in Deutschland. Man muss nur die täglichen Schlagzeilen lesen.

Das Perfide: so manch vor Hartz IV zitternder Arbeiter macht mit. Weil er nicht immer stärker ausgeplündert werden will – das Gefühl ist ja durchaus richtig – kommt er zu irrationalen Schlüssen. Er glaubt, es würde ihm helfen, wenn der Staat alle Flüchtlinge rauswirft oder Arbeitslose noch schlechter stellt. Er glaubt, der Staat habe dann mehr Geld, um vielleicht gar den Finanzsektor in die Schranken zu weisen. Doch das ist schlicht nicht wahr. Weder gibt es einen mysteriösen Faulheitsvirus, noch flüchten Menschen, weil sie Bock auf schlechtes Wetter in Deutschland haben. Es liegt nicht an einer älter werdenden Bevölkerung, und auch nicht an einem vermeintlich von der Wirtschaft abgekoppelten Finanzsektor.

Es liegt an der Krise des Spätkapitalismus. Wo immer weniger produktive Lohnarbeit trotz wachsender Produktivität nötig ist, weil Maschinen und Computer übernehmen, muss der Rest der Arbeiter immer rabiater ausgeplündert werden. Trotz aller Jubelschreie der Politik über eine florierende deutsche Wirtschaft: Die globale Profitrate fällt. In diesem Maßstab muss sie betrachtet werden, weil Kapitalismus schon immer global war. Massenproduktion frisst Rohstoffe, die nicht vor der Haustür lagern. Profit entsteht nur dort, wo Neues entsteht. Alle anderen Sektoren, vom Transportgewerbe bis zum Handel, verdienen daran mit.

Das gilt auch für den Finanzsektor. Zunächst: Der Mensch im Kapitalismus lebt von Ware, nicht von Geld. Geld ist Tausch-Äquivalent, wird gelegentlich zur Ware, nur essen kann man es nicht. Steigt die Geldmenge bei gleichbleibender Warenmenge, steigen auch die Preise. Stichwort Inflation.

Spekulationen sind auch nicht neu. Es gab sie schon im 19. Jahrhundert mit den berühmten Wechseln. Man spekulierte damals auf noch nicht durch Arbeit realisierten Profit – und tut es heute ebenso. Je weniger Profit aus der Realwirtschaft kommt, desto mehr wird spekuliert. Dies ist heute gewiss heikler als vor 150 Jahren. Dank des technologischen Fortschritts wird immer mehr anvisierter Profit aus zukünftiger Arbeit niemals realisiert werden. Dann platzen die berühmten Blasen. Die Krise ist da, mit Pleiten, Entlassungen, wachsender Armut, schwindender Kaufkraft, noch mehr Pleiten und einer immer weiter fallenden Profitrate.

Aus diesem Grund rüsten die Imperien auf. Ein Kapital zerstörender Weltkrieg, so die aus der Vergangenheit gelernte Weisheit der Finanzeliten, kurbelt die Profitrate an und macht es möglich, das Monopoly noch einmal in Gang zu setzen – für ein kleines Weilchen. Maximal 70 Jahre dauert ein kapitalistischer Zyklus nach einem solchen Krieg – so eine marxistische Weisheit – dann steuert das System erneut auf eine Megakrise zu. Blicke jeder selbst auf die Realität und rechne nach.

Ein Trugschluss ist es auch, dass ein Staat das sich immer stärker monopolisierende Finanzkapital „in die Schranken weisen“ könne oder wolle. Der Staat hat nur eine Aufgabe: Das Spiel für seine Auftraggeber zu managen. Die plündern Lohnarbeit aus und der Staat plündert mit – über Steuern, Gebühren, Abgaben, Abbau öffentlicher Daseinsvorsorge oder Privatisierung etwa. Er kassiert aus derselben und einzigen Profitquelle: Lohnarbeit. Sinkt die Profitrate, wird er beim Ausbeuten ebenso rabiater, wie das Kapital.

Viele spüren es am eigenen Leib: Wer nichts hat, kommt immer schwerer zu irgendwas. Schafft es jemand doch, sich ein kleines bisschen Hab und Gut anzuhäufen, hält der Staat sofort die Hand auf. Neben allerlei Abgaben fressen Krankheit, Entlassung, Pflege der Eltern, Zahnersatz oder auch schon mal der Tod eines mittellosen Verwandten die Minivermögen von Ottonormalverbrauchern ruckzuck auf. Kleinunternehmer kommen gegen das Großkapital nicht mehr an. Die Massenproduktion füllt sämtliche Marktlücken. Und eins ist sicher: Das wird nicht besser, weder unter Rauten-Merkel noch unter BlackRock-Merz. Auch GoldmanSachs-Weidel und ihre Kumpels haben keinen Plan. Denn all die Probleme liegen nicht an falscher Politik oder einer Personalie. Sie sind schlicht die Folge der ökonomischen Entwicklung.

Nun behaupten viele, die Bonath schwatze immer nur und habe keinen Plan. Doch, hat sie und hat sie auch schon xmal angesprochen. Der ergibt sich aus der Realität. Bonath kann auch nichts dafür, wenn der Plan einigen nicht gefällt, andere vor Panik erstarren oder in argumentfreie Beißreflexe verfallen lässt.

So kann ein System, das ursächlich auf Ausbeutung von Lohnarbeit basiert, dadurch einem endlosen Wachstumszwang unterworfen ist und die Umwelt zerstört, nur gestoppt werden, wenn die lohnarbeitende Mehrheit ihm ihre Arbeitskraft entzieht. Will ich den Kapitalismus loswerden, kooperiere ich weder freiwillig übermäßig mit einem Kapitaleigentümer, noch mit seinem Instrument, dem Staat. Am effektivsten wäre es natürlich, sich national und international zu organisieren, mit dem Kurzziel eines unbefristeten internationalen Generalstreiks. Es hat seinen Grund, warum der im EU-Zentrum Deutschland verboten ist.

Dabei könnte man, ganz objektiv betrachtet, für Wochen auf eine massenhaft vorhandene Überproduktion zurückgreifen und sogar sehr weitreichend die Verteilung in die eigene Hand nehmen. Das Langziel sollte dabei nicht aus den Augen verloren werden: Die heutigen Profiteure enteignen, Verwaltungsstrukturen besetzen und die Produktion von profitgetrieben auf bedarfsgerecht umstellen.

Nach meiner Ansicht ist das die einzig realistische, weil erfolgversprechende Lösung. Andernfalls ist meine Prognose düster: In wenigen Jahrzehnten, vielleicht schon Jahren, werden sich nicht nur die unbewohnbaren Gebiete der Erde und damit die Flüchtlingsströme vervielfacht haben. Es ist wahrscheinlich, dass es – sofern kein Weltkrieg uns ereilt – auch im kalten Deutschland ganz normal wird, jeden Morgen unzählige Leichen erfrorener oder verhungerter Obdachloser aufzusammeln. Während die Reichen in ihren militärisch bewachten Bunkern sitzen. Dahin steuert die gesamte Menschheit, völlig egal, wer den Crashkurs in irgendeinem Land gerade dirigiert. Die Dirigenten sind austauschbar.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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48 Kommentare zu: “Tagesdosis 5.11.2018 – Ob Merkel, BlackRock oder Goldman Sachs: Ganz egal…

  1. Friedrich Merz, entsendet von Larry Fink, „ein Schattenmann, der die ganze Welt regiert“ (Focus Online) und „4-Billionen-Dollar-Mann“ (Zeit Online) mit der Aladdin-Wunderlampe (Galileo) und „König der Wall Street“ (Welt am Sonntag).

    You Tube: Einer der einflussreichsten Menschen der Welt: Der 4 Billionen Dollar Mann | Galileo | ProSieben

  2. Internationaler Generalstreik? So eine Idee kann auch nur ein Europäer haben. Sorry. Nach dem Wasser kommt noch mehr Land und nicht einmal Eurasien, gar Europa …nur Deutschland. Generalstreik? In diesem Deutschland? Frankreich? Ja. Deutschland??????????? Ernsthaft?

    Echoräume.

    Danke, Frau Bonath,
    benevolenter Neusprech nach ihren obskuren Verleumdungen über die Reichen. Bonzen. Babyfresser und Katzenbabyvideolöschern. Gut dass Sie da sind. Dann sind Sie nicht hier.

    Rechnen können? Nein! WÜNSCHEN.
    Realität? NEIN, es fühlt sich so gut an als wahre heimliche Elite…
    Wir müssen nur ALLE DRAN GLAUBEN.
    Wollt ihr den totalen Neo-Sozialismus?

    Ende für KenFM. Es reicht. Viel Glück beim Revoltieren. Ich schicke dann Blumen.
    Der letzte Gegner ist das Spiegelbild.

    Leben Sie wohl. Alle.

    peace

  3. Moin, S. Bonath,
    „Nun behaupten viele, die Bonath schwatze immer nur und habe keinen Plan.“
    Bislang hatte ich nicht den Eindruck, doch nach dem Folgenden :
    „Am effektivsten wäre es natürlich, sich national und international zu organisieren, mit dem Kurzziel eines unbefristeten internationalen Generalstreiks.“
    frage ich mich in der Tat wie realitätsfern ist sie? Haben wir nur im Entferntesten irgend ein Anzeichen, dass es zu einem nationalen geschweige denn internationalen Generalstreik kommen könnte? Ich sehe zumindest keine Anzeichen dafuer.
    Wir muessen doch den 1. Schritt vor dem 2. machen! D. h. zuerst muss eine Organisation geschaffen werden, die soetwas anleiten kann. die Massen muessen dafuer aber ersteinmal gewonnen werden!
    Es muss diese Organisation auch ideologisch gefestigt sein, so dass nicht etwas entsteht, was beim 1. Windhauch seine Fahne in den Wind hängt. Sehen wir bei die Partei die Linke, bei den Gruenen und natuerlich bei der ehemaligen Arbeiterpartei „S“PD.
    Worum es also geht, ist die Schaffung einer kommunistischen Partei! Ja, ich weiss, das ist nicht gerade populär, doch der Marxismus/Leninismus stellt die Werkzeuge zur Verfuegung, um sich im Gestruepp aller vom Imperialismus verbreiteten Spaltungsversuche zurechtzufinden, um die Macht im Staate zu erlangen, die dann die Eigentumsverhältnisse neu regelt.

    Und da wir gerade dabei sind: Die Menschen „fluechten“ nicht nur wg. Hunger und Krieg, sondern weil sie mit perfiden Methoden nach Europa gelockt werden. Natuerlich gab es vordem auch Migration nach Europa (Italiener, Portugiesen, Spanier, Jugoslawen, Russlanddeutsche und, und, und) doch der Höhepunkt war 2015, als Merkel, die treue Erfuellungsgehilfin des Kapitals die Grenzen öffnete fuer ALLE. Was wir heute erleben, ist das Ergebnis dieses Handelns: Die Migrationsbeauftragte der Bundesregierung will die „Fluechtlinge“ aufklären, ob der sexuellen Gepflogenheiten in DE. Da sollen sie dann wohl lernen, dass man nicht einfach eine Frau vergewaltigen darf!
    Nein, Frau Bonath, Sie sollten anerkennen, dass sie sich mit Ihren Forderungen zur Asylpolitik auf genau den Standpunkt der Bundesregierung und damit des Kapitals stellen!

    • Bei dem Beitrag von Ernst Wolff bin ich Ihr nicht einig, da ich den typen nicht glaube er würde ohne die Eliten arbeiten.
      und nach ein paar Beiträge ich ihn propaganda nach schreien muss, da ich diese Debunken konnte. aber sonst stimme Ihr bei Ihrem beitrag schon zu da ich das selber Festgestellen konnte, doch was sie auch nicht erwähnt hat das alle über eine firma verbunden sind und damit es nur einen HERSCHER gibt der über alle steht. doch es kann eine Lösung geben TRUMP oder einen in unserem Bereich mit HERZ UND SEELE die nicht and den TEUFEL VERKAUFT WURDE. ich würde ja gerne so einer sein aber ich bin nicht gut ihn reden doch mein Spirit ist sehr sehr groß. und selbst wenn braucht nicht nur einen man braucht auch andere die eine Partei auf bauen.

  4. So lange die Blinden die Blinden belehren, werden alle zusammen in die Grube stürzen.


    „… und jeder Beitrag in den Kommentaren hat von jedermann akzeptiert zu werden,“ schrieb ein Herr Schramm auf dieser Seite.

    Für mich sind solche Aussagen immer wieder verblüffend, auch wenn ich mich schon längst nicht mehr über sie und ihre Verfasser wundere. Da will jemand doch allen Ernstes anderen vorschreiben, daß sie gefälligst niemandem etwas vorzuschreiben hätten.

    Ist dann nun einfach Wahnsinn oder hat das gar Methode?

    Ist das nun Satire oder ist der blinde Fleck, der den inneren Diktator (oder den inneren Nazi) überlagert, den man permanent in anderen angreift, eines der Hauptmerkmale der Supertoleranten auf diesem Forum und anderswo?

    Toleranzdiktatur – ist das jetzt schon die Normalität?

    So wie die sogenannten „Toleranz“papiere der EU, von Dirk Fleck als ein Machwerk bezeichnet, bei dem uns Hören und Sehen vergehe (sinngemäß).

    Sie haben uns bereichert, Herr Schramm: Akzeptanzdiktatur.

    „Das hat von jedermann akzeptiert zu werden“

    Im Stile eines anderen Schramm würde ich antworten wollen: Jawull, mein Führer!!!

  5. Danke Frau Bonath!
    Ich dachte schon, ich bilde mir die Aura von Merz nur ein. Gut, dass es noch mehr Menschen gibt, die diesen Herrn durchschauen.

    Allein ich befürchte, das Ding is längst entschieden. Blackrock ist eins der mächtigsten „Wesen“ auf Planet Hölle. Und Merz Kanzlerschaft ist doch längst in trockenen Tüchern. Wahrscheinlich seit Jahren geplant. Gruuuuuselig!

  6. Das mächtigste Mittel des Kapitals zur Durchsetzung von Lohndumping und Sozialabbau
    ist die Massenmigration, die Auflösung der Grenzen und Kulturen .
    Dies zum einen durch den Direktimport von Billigen&Willigen Arbeitskräften zum anderen durch die
    Entsolidarisierung, die zwangsweise Folge der Massenwanderungen .
    Der UNO Migrationsvertrag sieht perspektivisch die völlige Migrationsfreiheit vor, mit der Verpflichtung der Staaten, die Kommenden in ihr Sozialsystem aufzunehmen .
    Die Saat zur völligen Prekarisierung, Entmündigung und letztlich Versklavung ist gesät .
    Dass nicht nur die „Kapitalparteien“ sondern auch die Grünen und Linken vehement den neoliberal-globalistischen Kurs vertreten wird als tödlicher Treppenwitz in die Geschichte eingehen .

    • ….“mit der Verpflichtung der Staaten…..“

      Welche „Staaten“ denn? Welches „Kapital“ denn? Möchte jemand behaupten, er komme auf diese Welt (als Säugling) und ihm gehöre etwas?

    • wasserader

      „…Entsolidarisierung als ZWANGSWEISE Folge der Einwanderung“?

      Wer zwingt denn? Wer steht denn mit der Waffe hinter Ihnen und zwingt Sie zur Entsolidarisierung?

      Und wenn Sie schon begriffen haben, dass die Entsolidarisierung vom System gewollt ist, wieso laufen Sie dann den Wünschen des Systems so schaf-brav hinterher und gehorchen (Ihre Wortwahl ist da ein bisschen verräterisch)? Wähnen sich aber gleichzeitig auf der Seite des Widerstands? Macht keinen Sinn – merken Sie selbst, oder?

      Wer heute Widerstand praktizieren will, solidarisiert sich mit den Schwächsten und den Schwachen, den Ärmsten, den Hungernden, den Verfolgten, den Verzweifelten, statt sie im Sinne der Herrschenden auch noch zu bekämpfen.

      Verdammt… Wir wissen, dass Migration als Waffe gegen uns eingesetzt wird. Aber anstatt das Ding zu drehen und die Waffe zu entschärfen, machen manche Leute genau das, was Herrscherlein vorhergesehen hat.

      Das LETZTE, was Blackrock (Symbol für den gefallenen Engel, der den Menschen die Waffen brachte) gebrauchen kann, ist Solidarität unter den Menschen.

    • Moin, Kristana, ruhig mal das grosse Ganze in den Blick nehmen! Mit der Anwerbung jedes Migranten wird der Arbeitsmarkt des jeweiligen Landes mit mehr sog. Humankapital vergrössert. Das bedeutet im Endeffekt, dass das Lohnniveau im Zielland sinkt, und zum anderen, dass die Herkunftsländer ausbluten. Das ist keine Vision, die eine Zukunft zeichnet, in der man leben möchte. Sowohl hier als auch in den Herkunftsländern.
      Zum anderen ist es so, dass mit vielen dieser Migranten, auch Vorstellungen aus der Zeit vor der Aufklärung mit nach Europa gebracht werden (Kopfabhacken, Kindergenitalverstuemmelung, Frauenverachtung). Ich hatte an anderer Stelle schon auf das Vorhaben der Migrationsbeauftragten der Bundesregierung hingewiesen, das Schulung/Aufklärung vorsieht fuer die Migranten: dass in DE nicht einfach vergewaltigt werden darf! Ich meine, was soll der Sch…?!
      Das Asylrecht, wie in der Genfer Konvention festgelegt sollte doch reichen: Wer auf Grund seiner Religion, seiner pol. Ueberzeugung und/oder seiner „Rasse“ verfolgt wird kann Asyl beantragen.
      @Wasserader hatte zu Recht auf den UNO Migrationsvertrag hingewiesen. Soros und Co leisten also ganze Arbeit in ihrem eigenen Sinne; aber nicht im Sinne der Migranten!

      Nebenbei: Hattest Du die Mail zu Nag Hammadi erhalten?

    • Danke Kristana 😉

      Nee, manche merken den Widerspruch nicht. Aber auf diese Weise haben es ja die Bonzen schon immer geschafft. Trotzdem war der Widerstand in diesem Punkt vor 100 und mehr Jahren schon mal sehr viel weiter. Heute scheint sich alles in für erwachsene Menschen unwürdigen Beißreflexen a la „der Migrant klaut mir die Butter vom Brot!“ aufzulösen.

      Hog1951:

      Aha, und weil die Kapitalisten und ihr Staat jetzt den Teil der kapitalistisch verwertbaren Flüchtlinge dazu missbrauchen, die Löhne im Niedriglohnsektor unten zu halten und diesen auszweiten, knien Sie sich jetzt vor dem Manager unserer aller Ausbeutung nieder, um ihn anzuflehen, die doch alle rauszuwerfen? Ist das nicht eine primitive Schlussfolgerung, mit der Sie zugleich sich selbst völkisch national besser zu stellen und ihre Klassengeschwister zu entrechten versuchen? Das grenzt ja wohl am ehesten an ein Stockholmsyndrom Ihrerseits gegenüber Ihren (und meinen), also unseren Ausbeutern. Und es ist auch niederträchtig.

      Ich mach´s mal kurz:

      Kapitalismus war nie national. Es gibt und gab nie einen nationalen Kapitalismus. Warum? Weil Nationalstaaten nur eine Aufgabe haben: Den globalen Kapitalismus territorial zu managen. Und zweitens weil die kapitalistische profitgetriebene Produktionsweise Rohstoffe en masse und davon immer mehr benötigt. Und wo lagern die? Nicht vor der Tür, oder. Wissen Sie, was Sie in ihrem Supermarktregal noch sehen, wenn die globale Wirtschaft aufgehoben würde? Dann ist Schluss mit Technik und Abwechslung auf dem Speiseplan. Und wehe es kommt eine Dürre wie dieses Jahr.

      Und MIgration gibt es auch schon solange es Herrschaftssysteme gibt, Die Arbeitsmigration ist ein Begleiter des globalen Kapitalismus. Nochmal: Es gibt und gab nie eine nationale Bourgeoisie und ein nationales Proletariat im Kapitalismus. Nie, verstehen Sie. Und wenn Sie sich von Ihresgleichen entsolidarisieren wollen, vielleicht, weil Sie irrationale Angst haben, die armen Schlucker könnten daran Schuld sein, wenn der Staat Ihre Rente nicht anhebt, dann, nur dann, erledigen Sie den Job der Kapitalherren.

      Und noch was: Ist es so schwer zu begreifen, dass man Arbeitsmigration scheiße finden kann, weil diese eben auf globaler Ausbeutung des Proletariats basiert, sich aber zugleich – in D.! – mit den Migranten solidarisiert? Und dass man es genauso mit den Flüchtlingen hält? SIE und ich haben keine Möglichkeit, Migrations- und Fluchtursachen abzuschaffen, sondern nur für ein Ende der Profitmaschine zu kämpfen. Und dafür ist nun einmal Solidarität unter allen Unterdrückten das A und O. Sie aber propagieren die Klassenspaltung und tun damit den Job der Bonzen.

      Darüber hinaus ist es einfach nur widerlich, sich hier in einem imperialistischen Zentrum an geraubter Überproduktion dick und rund zu futtern, sich auf dem Sofa zurückzulehnen und dann von viel ärmeren Schluckern zu fordern: Na macht mal die Revolution in euren eigenen Ländern.

      Und das Argument, dass viele Flüchtlinge junge Männer sind, zählt nicht. Wenn Sie beklagen, dass die Ärmsten zurückbleiben, könnten Sie fordern, diese hierherzuholen, da sie zu schwach sind, harte, lebensgefährliche Fluchtrouten zu beschreiten. Dann könnten die Überlebensfähigeren, die Sie jetzt hier sehen, doch dort kämpfen, ohne sich um ihre Angehörigen zu sorgen. Das tun Sie aber nicht, weil Ihnen nämlich die armen Schlucker dort in Wahrheit piepegal sind. Und diese armen Schlucker sind oftmals auf Überweisungen von ihren geflüchteten Angehörigen zwingend angewiesen, um zu überleben. Sprechen Sie mal mit Flüchtlingen, die darunter leiden, ihre Familien schon seit Jahren nicht gesehen zu haben, aber diese irgendwie von hier aus ernähren müssen, und dafür sogar noch einen Teil ihrer 354 Euro Asylleistungen dorthin überweisen und sich hier von Reis und trocken Brot ernähren. Gibts nicht? Doch, gibts zu hauf. Sie befassen sich aber nicht damit und daher können Sie das auch nicht wissen.

      Ich nehme Ihnen jedenfalls nicht ab, dass sie irgendwas größeres verändern wollen. Ich denke, es geht ihnen nur um Sie selbst.

    • meine Antwort bezieht sich auf @kristina `s Beitrag

      Danke dafür … ich nehme es sehr ähnlich wahr.

      `Teile und Herrsche` mit einer Portion `Milgram` …

      Ich möchte gerne meine Intention zum Nachdenken ergänzen:
      Was ist der Kern des `Systems`
      – Macht (erzeugt durch)
      – Geld (erzeugt durch)
      – Eigentum (erzeugt durch)
      – Verträge (erzeugt durch)
      – Recht
      ?
      Scheinbar zeichnen alle aufgezählten Punkte das `System` aus, jedoch aus meiner Sicht von unten nach oben einander `ermöglichend`, einander `begründend`, dh. für die Suche nach einem (Aus-)Weg macht es Sinn, `im Recht` zu schauen, wo da eigentlich `der Hase im Pfeffer liegt` 😉

      … und da heutzutage `alles` auf Vorfinanzierung basiert, was `wir` in `unserem` Umverteilungsspiel von `fleissig` zu `reich` (ver-)teilen, ist ein Blick auf die (gesetzlich UNgeregelte!) Geldschoepfung wie ein `Wink mit dem Zaunpfahl` oder?
      (ich wüsste nicht, welche der uns aktuell um die Ohren fliegenden Probleme (Symptome) nichts mit diesem `Spiel`(Ursache) zu tun haben)

      Ein Rechtsgrundsatz ist `pacta sunt servanda` (Verträge sind einzuhalten.)
      Weiterhin gilt: Verträge regeln Leistung und Gegenleistung.

      Wenn nun aber im Falle (aller?) Vorfinanzierungswege die `Leistung` des `Gebers` mangels gesetzlicher Definition gar nicht vorhanden ist (va nicht sein kann), sind davon betroffene Verträge … nichtig … oder?
      (bzw. ein `Schuldner` kann sich als eigentlicher `Gläubiger` wahrnehmen 😉 )

      Kann es sein, das (noch/zu) viele um diesen `Heissen Brei` herumtanzen (sollen/wollen) ?

      empfehle dazu via Hans Schrapf, geldhahn-zu.de:
      – Kein Recht zur Geldschöpfung
      Rechtliche Grundlagen der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken
      https://web.archive.org/web/20150821003338/http://geldhahn-zu.de:80/wissen-ist-macht/download-pdf/kein-recht-auf-geldschoepfung

      und zu den `Verschleierungswegen` der Justiz

      – Justiz und Geldschöpfung – Die Rolle der Justiz
      Welche Rolle spielt die Justiz bei der Aufrechterhaltung der Geldschöpfung durch Geschäftsbanken?
      https://web.archive.org/web/20150626235121/http://geldhahn-zu.de:80/d/monetative/fiat-money4

      Es wäre aus meiner Sicht schön, wenn auch die guten Beiträge von @susan dieses mit in den Fokus nehmen würden.

      Viele Grüße

    • Hey Hog 🙂
      nö, keine mail zu Nag Hammadi bekommen… Sonst hätt ich doch geantwortet!!! 🙂

      *seufz*
      Das Thema mit den Migranten ist schwierig. Das weiß ich auch. Aber es muss noch irgendwo ne Lösung geben. Ich für meinen Teil bin jedenfalls nicht bereit, diese Menschen abzulehnen. Schon allein weil Herrscherlein das von mir erwartet und dann ERST RECHT NICHT. Ich habs net so mit Gehorsam. 😉
      Von meiner spirituell geprägten Überzeugung, dass wir kollektiv büßen, was wir der Welt antun, mal ganz abgesehen.
      Ich mein im Grunde isses doch Saat und Ernte. Aktion-Reaktion. Wir zerstören deren Länder, dann kommen die halt hierher. Zu Recht!
      Wir stilisieren uns hier zum Opfer und die wirklichen Opfer unserer Weltordnung zu Tätern?! Das ist doch Gehirnwäsche vom Feinsten.

      Und hey… SOOOOO weit voraus ist unsere „Gleichberechtigung“ ja nun echt nich. Wir sind mal grad 50 Jahre weiter als der Orient. Nix, worauf wir uns was einbilden könnten. Meine Oma wurde noch zwangsverheiratet.

      Und Genitalverstümmelung – ein Thema was mich fast verrückt macht (keine Ahnung woher diese Empathie kommt) – können wir doch hier viel eher unterbinden, als wenn die armen Kinder in ihren Heimatländern bleiben. Und Kopf abschneiden… come on… Da sag ich nur Guantanamo! Die Kopfabschneider sind doch das Ergebnis unserer Politik. Und wir pampern die auch noch.

    • Hallo @rharbarbeer,
      ich versuch mal zu antworten:

      Zitat:
      Scheinbar zeichnen alle aufgezählten Punkte das `System` aus, jedoch aus meiner Sicht von unten nach oben einander `ermöglichend`, einander `begründend`, dh. für die Suche nach einem (Aus-)Weg macht es Sinn, `im Recht` zu schauen, wo da eigentlich `der Hase im Pfeffer liegt` 😉

      Antwort:
      Wieso im Recht? Das Recht ist ein Produkt des kapitalistischen Staats und der wiederum ist ein Produkt des globalen Kapitalimus mit der Aufgabe, den Wahnsinn im Sinne der herrschenden Kapitaleigentümer zu managen.

      Zitat:
      … und da heutzutage `alles` auf Vorfinanzierung basiert, was `wir` in `unserem` Umverteilungsspiel von `fleissig` zu `reich` (ver-)teilen, ist ein Blick auf die (gesetzlich UNgeregelte!) Geldschoepfung wie ein `Wink mit dem Zaunpfahl` oder?
      (ich wüsste nicht, welche der uns aktuell um die Ohren fliegenden Probleme (Symptome) nichts mit diesem Spiel`(Ursache) zu tun haben)

      Was meinen Sie mit „Vorfinanzierung“? Ich vermute nur, Sie spielen auf die Spekulationen an, die ja, wie ich schon mehrfach ausgeführt habe, Spekulationen auf noch nicht realisierten Profit sind, welcher wiederum aus Arbeit geschöpft wird. Hm… Und dann kommen Sie zur Verteilung von fleißig zu reich. Riecht nach „Wissensmanufaktur“ 😉
      Und dann geht´s ab zur Geldschöpfung, die „gesetzlich ungeregelt“ sei. Ich versuch´s mal auseinanderzuklamüsern.

      Gucken wir also erst mal auf das Geld. Geld ist ein Tauschäquivalent, das mal zeitweise mit Zugriff auf Gold und Silber zu tun hatte. Heißt: Wer Zugriff auf diese eher seltenen und schwierig zu gewinnenen Metalle hatte, konnte davon einerseits Kriegsgerät herstellen und war stärker beim Erobern, andererseits Geldmünzen prägen – genau, als Tauschäquivalent für alltagsnützliche Waren. Die Vorläufer davon waren Steinplatten oder anderer Schnickschnack, dann kamen irgendwann die Papierschecks und heute ist der Mist großteils digital. Und diese digitalen Zahlen verzeichnen nun für bestimmte Personen, wie viel Kaufkraft jemand hat.

      Nun kommts: Sie können aber nur kaufen, was da ist, also was produziert wurde, oder irgendwelche Ressourcen eben. Nun ist Kapitalismus eine Herrschaftsordnung. Deren Sinn und Zweck besteht darin, Eigentum zu mehr Eigentum zu machen und immer so weiter. Und zwar durch Aneignung von Ressourcen und Produktionsmitteln und Ausbeutung von Arbeitskraft. Eigentumslose verkaufen letztere für Lohn. Sie bekommen aber einen Teil von dem, was die Ware, die sie produzieren, abwirft. Den Rest steckt sich der Kapitaleigentümer ein.

      Zurück zum Geld: Kapitalisten besitzen also Waren, die sie tauschen müssen. Es wäre sehr umständlich, jede einzelne von Mio Waren mit der anderen zu vergleichen, etwa eine Kuh ist 200 Brote wert oder 1.000 Tomaten. Wenn ich also eine Kuh habe, aber mit 200 Broten oder 500 Tomaten nix anzufangen weiß, ist das blöd. Genau dafür ist Geld ein Äquivalent. Tauschhandel hat immer einen Nachteil: Wenn ich gerade nix hab zum Tauschen, muss ich sterben, weil ich meine Grundbedürfnisse nicht mehr ertauschen kann.

      Was tun also die Banken? Wie wir wissen, geben sie rückzahlungskräftigen Kunden Geld (also Tauschäquivalent) auf Kredit (jaja, weiß schon, das sie per Knopfdrück aus dem Nichts schöpfen), damit diese Kunden es zu mehr Geld machen können – UND – jetzt kommts – an diesem Profit mitverdienen. Und zwar über die Zinsen. Wenn ein Autokonzern einen Kredit nimmt, woher stammt sein Profit, aus dem er die Zinsen zahlt? Richtig, aus Arbeitskraft. Und wenn jetzt der Handwerker Max Müller einen Kredit nimmt für sein klein Häuschen? Richtig, aus dem Lohn, den sein Chef, der Kapitalist, ihm für ARBEIT zahlt.

      Nehmen wir an, ein Callcenter arbeitet für die Telekom, die wiederum ihre Technik von entsprechenden Produzenten abkauft. Und dieses Callcenter, das ja keinen eigenen Profit schafft, sondern nur potentielle Kunden anbaggert und so für die Realisierung von Profit sorgt, nimmt nun einen Kredit für neue Computer. Das Callcenter selbst wird also von seinen Auftraggebern mitfinanziert, wird also an deren Profit beteiligt, die diese Auftraggeber-Firmen direkt oder wieder über Dritte von produktiven Arbeitern abgeschöpft haben. Und von diesem Profit bezahlt es einerseits die Löhne und die Tilgung (Kosten) für die neuen Produktionsmittel (PCs), andererseits die Zinsen an die Bank, die es also an seinem von Dritten abgeschöpften Profit mitbeteiligt. Dann bleibt natürlich immer noch eine Stange für den Chef übrig 😉

      Und der Chef verkauft dank der neuen Technik (und der Lohnarbeiter) mehr Klimbim für seine Auftraggeber, die Auftraggeber fahren höhere Profite ein, beteiligen den Callcenter-Chef mit höheren Summen an ihren Profiten und schwups, hat der Chef mehr Geld. Davon baut er sich ein weiteres Callcenter (er muss ja mithalten beim heiligen Wirtschaftswachstum, in das ihn die Konkurrenz zwingt) und kauft sich noch ´nen zweiten Porsche und vielleicht ein paar Diamantkettchen für seine Frau, um ein wenig zu protzen.

      Halten wir fest: Geld ist ein Tauschäquivalent. Die Bank gibt es aus, damit der Herr Kapitalist neue Produktionsmittel und weitere Arbeitskraft kaufen kann, um Ware produzieren zu lassen und für möglichst hohe Preise zu vertickern oder um möglichst viel Profit für Dritte zu realisieren und davon dann auch möglichst viel abzugreifen. Ergo: Geld > Ware > mehr Geld., So geht das Spiel. Die Bank hilft ihm dabei, in dem sie mal in die Tasten drückt und Geld produziert. Aber nun, dafür entsteht ja was. Von nix kommt kein Profit.

      Wenn also der Kapitalist Geld in die Hand nimmt, davon Produktionsmittel und Arbeitskraft kauft, um darum mehr Geld zu machen (der einzige irrationale Selbstzweck des Kapitalismus), nennt man das Kapitalisierung. Erst dann werden Produktionsmittel und (gekaufte) Lohnarbeit zu Kapital. Darum der hübsche Name: Kapitaismus.

      Ergo: Das Geldsystem ist ein MIttel zum Zweck, nicht mehr, nicht weniger. Geld kann man aber nicht essen. Kommt massenhaft Geld in Umlauf, ist aber nicht genüg Ware da, was passiert dann sogar laut unseren superschlauen Vulgärökonomen? Es kommt eine Hyperinflation. In den holden 20er Jahren kostete das Brot schon mal locker ein paar MIllionen. Man hat einfach nicht aufgepasst, hatte zu viel Geld in Umlauf gebracht, aber zu wenig Ware dafür. Und zack, wurde alles teurer. Genauso ist es umgekehrt (geschieht in der Regel nur langsamer – wegen der Maximalprofite). Allerdings die Bank macht dabei allerdings das Geld, indem sie es verleiht mit dem Zweck, mehr Geld rauszubekommen, zur Ware.

      Zitat:
      Ein Rechtsgrundsatz ist `pacta sunt servanda` (Verträge sind einzuhalten.)
      Weiterhin gilt: Verträge regeln Leistung und Gegenleistung.
      Wenn nun aber im Falle (aller?) Vorfinanzierungswege die `Leistung` des `Gebers` mangels gesetzlicher Definition gar nicht vorhanden ist (va nicht sein kann), sind davon betroffene Verträge … nichtig … oder?
      (bzw. ein `Schuldner` kann sich als eigentlicher `Gläubiger` wahrnehmen 😉 )

      Antwort:
      Jetzt sind wir wieder beim Vertrag. Wer macht das Vertragsrecht? Der Staat. Wer oder was ist der Staat? Das Herrschaftsinstrument der mächtigsten Kapitaleigentümer, also der Manager des Kapitalismus zu ihren Gunsten auf einem begrenzten Territorium. Er macht also das Recht zu ihren Gunsten, um ihre Profite zu sichern und das Spiel am laufen zu halten. Man kann auch sagen: Der Staat ist das Aubeutungsinstrument der herrschenden Klasse.

      Und da wir ja eben genau diese Eigentümer des Großkapitals weg haben wollen, um den tödlichen Kapitalismus zu beseitigen, muss man die enteignen und ihr Instrument, den Staat, entmachten. Ich verstehe nicht so recht, warum wir da über staatliches Vertragsrecht überhaupt reden müssen. Ist wirklich unsinnig.

      Herzliche Grüße 😉

    • @S.Bonath
      Kann sein, dass dieser Post nicht mehr gelesen wird?
      Trotzdem:
      „Aha, und weil die Kapitalisten und ihr Staat jetzt den Teil der kapitalistisch verwertbaren Flüchtlinge dazu missbrauchen, die Löhne im Niedriglohnsektor unten zu halten und diesen auszweiten, knien Sie sich jetzt vor dem Manager unserer aller Ausbeutung nieder, um ihn anzuflehen, die doch alle rauszuwerfen? Ist das nicht eine primitive Schlussfolgerung, mit der Sie zugleich sich selbst völkisch national besser zu stellen und ihre Klassengeschwister zu entrechten versuchen?“
      Anstatt sich mit meinem Argument auseinanderzusetzen, dass die Migrationswelle von Soros und Merkel initiiert wurde und am Laufen gehalten wird, unterstellen Sie mir völkisches Denken ? Wenn nichts mehr geht: die Nazi-Keule trifft immer!
      Ist es denn völlig egal wie die hier Abgehängten sich vermehren, um immer weniger Widerstandskraft zu entwickeln, genau wie Merkel und Soros es planen? Zum Pauperismus und dem geringen Klassenbewusstsein ist bei Marx genuegend zu lesen.
      Ebenfalls kann man bei Marx und Engels ueber die nationalen Bourgeoisien und entsprechend natuerlich auch ueber nationale Beduerfnisse der in ihnen lebenden, also auch des nationalen Proletariats, lesen und sich kundig machen.

  7. Danke, Susan Bonath – ein sehr guter, richtiger Beitrag.

    Es muss aber in einer an den Generalstreik anschließenden Revolution natürlich auch „der Staat“ (bzw. die Staaten) gekapert und völlig neuerfunden werden. Denn ohne öffentliche Verwaltungsstrukturen geht es natürlich nicht, auch wenn Ihre Analyse zum heutigen (oder in der bisherigen Geschichte vorherrschenden) Staat völlig richtig ist. Finde ich jedenfalls – nur mit lokal organisierten Gemeinschaften wird’s ja auch nicht gehen.

  8. Hallo! Danke Frau Bonath!

    Diese Quereinsteiger werden doch aber auch von Hartzern in den Sattel gehoben…wenn sie sympatisch genug herüber kommen, wie es mal die Eis lutschenden drei ollen Schachteln bei einer Befrgung von sich gaben, die die Mundwinkel of Death betrafen. Womit wir wieder bei Thema wären: Aufklärung wollen die hier hier, die Bürger, nicht so richtig. Scheint hoffnungslos. Dann die wohlfeilen Sezierungen der Thematik durch Freizeitphilosophen beim Glas Rotwein am 10.000 -Euro – Kamin über die Ungerechtigkeit in der Welt. Solange unsere ferngesteuerte Protestjugend gröhlend auf den Straßen jeden anders Denkenden verrechtsradikalisiert und hasserfüllt zur Gewaltfreiheit auflügt oder letharigisch den Alten alles überlässt und die Alten diese Kasper im Berliner Theater toll finden und wir nur reden, sind wir alle, egal ob nur durch den bösen Kapitalismus oder den Feind von sonstwo her im Rektum! Die jeweilige Gesellschafts- oder Wirtschaftordung sind keine Naturgesetze auch deren Charakter nicht. Die Beschreibungen derselben in diversen „Werken“ von M.-L. sind absolut entbehrlich und keine Grundlage jedweder Argumentation, da sie für uns meist nicht nachvollziehbar sind, wer sie beauftragt hat oder wessen fieser Charakter dahinter steckt. Wissenschaft hin oder her. Sie nützt nur, wenn die Menschen etwas davon haben – nicht die am Kamin! Letztendlich sind wir hier alle die Ursache der Misere! Auch ich, weil ich es scheue, wegen meiner Familiensituation denen, die uns wirklich bedrohen, mal so richtig talibanlike die Leviten zu lesen.

  9. Liebe Frau Bonath,

    Ich bitte Sie inständig mehr als einen Gedanken darauf zu verwenden, dass Sie merklich keinerlei Expertise in der Marktwirtschaft haben; weder das Konzept Staat noch Sozialgemeinschaft verinnerlicht haben und sich hier zunehmend als Predigerin aufführen. Sie haben Ihren Feind scheinbar gefunden, das Konglomerat aus symptomatischen Fehlentscheidungen und fatalistische Deutung von ausbrechendem Unmut.

    Es sind noch immer die gleichen unsicheren und unmündigen Bürger, die Ihnen jetzt bis auf die Barrikaden folgen. Was kommt danach? Ideologie ist kein Ziel. Schön und hoffnungsvoll, dennoch kein realistisch erreichbares Ziel.

    Sie sind empört? Fühlen sich falsch verstanden?

    Ich empfehle Ihnen die Lektüre Ihres eigenen Textes. Na? Was sagen Sie über diesen miesen und gemeinen und diebischen und blöden und pfui und schlecht gelaunte Katzenbabies.

    WIR SIND DER STAAT. JEDER MENSCH MIT NOCH SO SCHLECHTEN IDEEN, FIESEN MANIEREN UND SO WEITER. JUNG. ALT. SCHLAU. FDP. STAAT. verstehen Sie? Keine Auswahlmöglichkeit. Keine Schnittmenge. Keine Guten. Keine Bösen.

    idiotes (private Person mit privaten/individuellen Bedarfen)
    polis (gesamtgesellschaftlich handelnde Person in einem sozialen Verbund)

    Reißen Sie sich bitte etwas zusammen, da es viele ordentliche Beiträge in dieser Richtung angreifbar macht.

    Gerne erkläre ich Ihnen vom Tauschhandel über Schumpeter, Smith, Keynes, Hayek und Bagage auf und warum der Markt so handelt wie er handelt und jeder Akteur folgen muss oder ab Größe X endet. Schauen Sie mal nach 😉

    Dies gilt auch für Andere hier in der Kommentarfunktion. Bleibt besser bei den #´s und lasst die Finger aus der Küche.

    Like me on facebook und so
    peace

    • Umso ideologiebefreiter sich mancher wähnt, umso totalitärer scheint’s zu werden. Hören sie nicht auf, bleiben sie bei dem was sie tun, das gibt Gelegenheit.

      Und man muß zwar nicht jedem Stuss begegnen, aber doch, manchmal schon. Darum folgendermaßen; bezieht sich zwar auf Schmähungen gegen Herrn Mausfeld, ist aber auch hier anzuwenden, da sie zwar auf dem hohen Ross, aber ohne Inhalt angetreten sind:

      Rainer Mausfeld: Da meine Vorträge darauf zielen, Denkmethoden aufzuzeigen, mit denen sich die Diskrepanz zwischen Ideologie und Realität besser sichtbar machen lässt, und da die Machtausübenden gerade darauf angewiesen sind, politischen Dissens in Bahnen zu halten, die für sie risikofrei sind, überrascht es mich nicht, zum Ziel von Diffamierungsbemühungen zu werden.
      Da sich ihre Urheber in den von Ihnen genannten Fällen nicht einmal die Mühe machen, etwas anzuführen, das sie als Argumente oder Belege ansehen, haben diese Anwürfe mit mir und den Inhalten, die ich zu vermitteln suche, nichts zu tun. Das ist eigentlich für jeden, der sich ernsthaft mit meinen Beiträgen beschäftigt, klar erkennbar. Wer nun dennoch meint, eine ernsthafte Auseinandersetzung durch ein paar hingeworfene Schmähwörter ersetzen zu können, wird mit einer solchen intellektuellen Selbstauskunft leben müssen.

      Aus:
      „Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung“
      02. Oktober 2018 Paul Schreyer

      Der Psychologe Rainer Mausfeld über die Illusion des Informiertseins, eine „Verachtung des Volkes“ und Journalisten und Intellektuelle, „die sich wie Eisenspäne in den Kraftfeldern der Macht ausrichten“
      https://www.heise.de/tp/features/Wir-leben-in-einer-Zeit-der-Gegenaufklaerung-4178715.html?seite=all

      Dann noch etwas Inhalt, der Dauerbrenner zum frommen Wunsch, „Wir sind der Staat:“

      Montag, 09. Oktober 2017, 17:18 Uhr
      ~22 Minuten Lesezeit
      Die Illusion der freien Märkte
      Wie der Staat hinter den Kulissen den Kapitalismus künstlich am Leben hält. Exklusivabdruck aus „Chaos: Das neue Zeitalter der Revolutionen“.
      von Fabian Scheidler

      Es gehörte schon immer zu den schmutzigen Geheimnissen des Kapitalismus, dass er mit freien Märkten sehr wenig zu tun hat und von Anfang an untrennbar mit staatlichen Herrschaftsstrukturen verflochten war. Die frühneuzeitlichen Staaten gewährten Händlern und Bankiers wie den Fuggern Monopolrechte als Gegenleistungen für Kredite, mit denen die Landesherren Söldner und Rüstungsgüter bezahlten. Nur durch diese Kredite konnten die sich neu formierenden Territorialstaaten ihre Macht aufbauen. Und nur durch die Monopole konnten die Händler und Bankiers die enorme Konzentration von Kapital in ihren Händen erreichen, ohne die der Kapitalismus undenkbar wäre. Die ersten Aktiengesellschaften des 17. Jahrhunderts waren Schöpfungen von Staaten und wurden von ihnen mit Charterbriefen, Monopolrechten und sogar militärischen Mitteln ausgestattet. Bis heute sichern Staaten für private Unternehmen weltweit Handelswege und setzen Eigentumsrechte durch – oft gegen den massiven Widerstand lokaler Bevölkerungen, wenn es etwa darum geht, neue Kupferminen oder Tagebaue zu erschließen, Pipelines zu bauen oder Kleinbauern für Palmölplantagen zu vertreiben. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich darüber hinaus einige weitere Methoden entwickelt, mit denen Staaten die Maschinerie der endlosen Geldverwertung in Gang halten. Drei Strategien sind dabei von besonderer Bedeutung: Subventionen, leistungslose Einkommen aus Eigentumsrechten und Aneignung durch Schulden. Diese Dreifaltigkeit der Tributökonomie wird immer wichtiger, je instabiler die Weltwirtschaft wird. Denn sie beschert dauerhafte Geldflüsse auch dann, wenn sich am Markt kaum noch Profite durch den Verkauf von Gütern und Dienstleistungen erzielen lassen.
      (…)
      In fast allen Staaten der Erde existiert ein komplexes Subventionsdickicht, durch das private Konzerne mit Steuergeldern kontinuierlich gefördert werden. In den letzten Jahrzehnten ist dieses Subventionsnetz zu einer Art Herz-Lungen-Maschine für den dahinsiechenden Kapitalismus geworden. Ein Großteil der 500 größten Konzerne der Erde würde ohne die massive Unterstützung durch Steuergelder längst bankrott sein. Schauen wir uns die mächtigsten Branchen einmal nacheinander an:
      (…)
      Nun führen Verteidiger dieses Wohlfahrtstaats für Konzerne ins Feld, es würden dadurch Arbeitsplätze gesichert. Dieses Argument ist offensichtlich unsinnig, weil man mit demselben Geld genauso gut andere, gemeinwohlorientierte Aktivitäten fördern könnte, bei denen pro eingesetztem Euro oft sogar weit mehr Arbeitsplätze entstehen, etwa im Gesundheitsbereich, im öffentlichen Verkehr, in der Bildung oder der bäuerlichen ökologischen Landwirtschaft.
      Die Liste zeigt auch, dass die größten Subventionsempfänger zugleich die destruktivsten Branchen der Erde sind.
      (…)
      Rente statt Profit

      Das Subventionswesen für Konzerne, für ihre Shareholder und Manager, ist Teil einer größeren Struktur, die man bisweilen als »Sozialismus für Reiche« oder »Neofeudalismus« bezeichnet hat. Den oberen Schichten ist es gelungen, sich ein »bedingungsloses Maximaleinkommen« zu sichern, das von ihren Leistungen und Verfehlungen weitgehend entkoppelt ist. Nicht Markterfolge erhalten und vermehren die großen Vermögen und Einkommen, sondern Strategien der Privilegiensicherung, insbesondere durch Einflussnahme auf den Staat. Die staatliche Gabenökonomie für Superreiche verbindet sich mit dynastischen Strukturen, in denen Macht und Reichtum wie einst beim Adel durch die Geburt vererbt werden.
      https://www.rubikon.news/artikel/die-illusion-der-freien-markte

    • Moin, halbschlau, (Name ist Programm?) Auch wenn man nicht mit Allem einverstanden sein muss, was S. Bonath schreibt, so muss zu ihrer Verteidigung doch angetreten werden.
      S. Bonath analysiert die Situation vom Klassenstandpunkt aus. Ich gehe mal davon aus, dass sie davon NULL Ahnung haben. Dabei ist es in der Tat relativ unerheblich, welcher der Wasserträger des Kapitals derjenige ist welcher.
      Dieses ganze Gerede um andere Finanzmodelle oder die Verteufelung des Geldes (u.a. hier im Forum) lenkt nur vom eigentlichen Problem ab: der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit.
      Wenn Sie nicht bereit sind darueber nachzudenken, dann ist es nur Gekeife :
      „Es sind noch immer die gleichen unsicheren und unmündigen Bürger, die Ihnen jetzt bis auf die Barrikaden folgen. Was kommt danach? Ideologie ist kein Ziel. Schön und hoffnungsvoll, dennoch kein realistisch erreichbares Ziel.“
      Wie kommt der Halbschlaue zu solch einer erschöpfenden Analyse?
      Sie haben m.M.n. ueberhaupt keine Veranlassung S. Bonath vorschreiben zu wollen, sie solle sich zusammenreissen.

    • Lustig. Nennt man das einen veganen Shitstorm?

      zu Box:
      Ich kenne diesen und weitere Beiträge dazu und die gesamte Analyse von Rubikon weist doch auf eine Vernetzung des Systems hin, oder nicht? Jedes Netz (nicht Matrix, da hierin Kräfte herrschen) mag evolutionär ummodelliert werden können, doch entsteht aus der Zerstörung/ruckhaften Veränderung stets eine synonyme Folgestruktur, wenn auch parallel wie ein Schwarzmarkt (siehe DDR)…wo ist der Widerspruch?
      Es geht nicht um das „erträglich machen“ von Prekariat, da dies einfach nur die Grenze verschiebt und die Probleme auf einen Nebenschauplatz auslagert. Der Markt regeneriert das Kapital binnen Sekunden und legitimiert sich durch Spekulationsblasen an die sich keiner herantraut. Die gehandelten Werte bleiben bestehen (Immobilien, Rohstoffe und Anteils-Konvolute von Großunternehmen). Wie hoch war der Anleihe Markt/Dax/DowJones nasdac nascar voldermort…Wie hoch ist er heute? Wer hat Abstriche gemacht? Hinschauen und nicht einfach nur hinterherrennen weil die Aussicht gefällt.
      Die Anzahl der handelnden Einflußnehmer ist geschrumpft. Die Anlagesumme ist gestiegen. Kapital erwirkt mehr Rendite als Lohnarbeit.
      Erneut: Finden Sie den Widerspruch.

      also: sobald man die potentiellen Hebelwirkungen die durch Lohnarbeit bzw. Kapitalertrag in diesem System implementiert wurden außer Kraft setzt oder auch nur aus der Balance bringt, so muss eine auf dem Kapital angesiedelte Wertestruktur die hochbesteuerte Lohnarbeit ergänzen. Bestmöglich wären diese Werte unveräußerlich sonst entfallen in den Kapitalmarkt.
      (Deshalb klappt das auch nicht mit dem bedingungslosen Grundeinkommen, da auch dieses sich zu einer Spekulation bzw. Kapitalstruktur entwickeln muss. Siehe Sozialhilfe/soziales Wohnen etc.)
      Worin besteht eigentlich der Widerspruch oder bin ich nicht nett genug?

      Hog1951:
      Das Kompliment mit dem Namen erwidere ich in ihrem Falle gern.
      Wer verteufelt hier Geld? Geld ist nur ein Mess-Instrument im Maßstab eines Kreditsystems (Hörmann u.s.w.)
      Wie ich zu der Analyse komme, dass mit dieser „fröhlichen Internationalen“ nix wird? Cool bleiben. Durchatmen. Dann die knapp 60 Millionen anderen Bürger dieser Gesellschaft bedenken, die ganz andere Probleme haben als dieses philantropische Mosaik hier.
      Brauchen Sie da einen Telefonjoker oder fragen Sie das Publikum?
      Gedankenspiele werden immer zur Masquerade siehe Mindestlohn und plötzlich freuen sich Alle über mehr Nichts. Ein kaiserliches Gewand für eine weitere Burlesque.

      Also, kleiner Denksport: Wann gebe ich prozentual mehr für eine Party aus? Wenn ich arm bin, oder als Reicher?
      „Party on, Ray!“ aber netter Versuch.
      Realität sagt: Ich zahle als Reicher weder für meinen Restaurantbesuch noch für mein Hotel, wenn ich mich im Haus oft genug blicken lasse. Glauben Sie nicht? Erinnert sich noch Jemand an die Aussagen zu dem nicht bezahlten Hotelbesuch? Skandal Skandal… REALITÄT. Spitze von der/die/das Eisberg

      Benjamin Reloaded:
      ? echt jetzt ? wow. Immerhin eine Pointe an der richtigen Stelle. Yoko und Klaas warten auf dich. Ganz sicher.

      Unterschätzen Sie nie die Geduldigkeit von Papier und die Länge des Schreibtisches auf dem es geschrieben wurde.

      In eigener Sache:
      Es scheint kaum mehr aufzufallen, wie sich die Worthülsen mit der Zeit angleichen und wenn der diebische Staat nun von neoliberaler sowie sozialistischer Seite aus als missbräuchlich deklariert oder konnotiert wird. Wenn beidseitig die „schöpferische Zerstörung“ als Ziel angegeben wird…Schumpeters Zeiten oder nicht?
      Traurig.
      Bitte bedenken Sie allesamt, was Angst aus Menschen macht und predigen Sie keine Revolution wenn Sie nicht schon einmal aus einem Feuergefecht flüchten mussten. Da ist Massenpanik Kirmes gegen und trotzdem arrangieren sich die Menschen binnen TAGEN damit und passen sich an. Revolution heh? So wie die Großeltern, aber sowas darf ich wahrscheinlich auch nicht sagen. Weiß ja nix und bin so fies. Und jetzt sogar patzig, gell?
      Worte. Es mag hier nicht schmecken doch ein Geschmäckle bleibt.

      Leider entlarvte man schon meine individuelle Unzulänglichkeit also schließe ich mit einem Zitat:
      „Der Weg zur Hölle ist gepflastert mit den besten Absichten.“
      George Bernard Shaw

      peace

    • KenFM zeigt in Tagesdosis und vielen andere Beiträgen möglichst verschiedenen Sichtweisen auf. Das alles betrifft Deutschland und den Rest der Welt. Jeder kann diese Meinung annehmen oder auch nicht.

      Doch weder KenFM oder „halbschlau“ hat irgenjemand vorzuschreiben, die „Finger aus der Küche zu lassen“.

      Das vieles in Deutschland und dem Rest der Welt nicht in Ordnung ist, das Wissen bereits viele. Doch noch
      mehr müssen aufgeklärt werden und durch möglichst viele verschiedene Ansichten und Meinungen zu
      ihrer eigenen Ansicht/Einsicht kommen.

      Dadurch dass wir uns gegenseitig Spalten, Maßregeln oder Vorwürfe machen, werden wir wirklich überhaupt
      nichts erreichen…….oder ist das von „halbschlau“ so gewollt.

      Jede Meinung ist wichtig und jeder Beitrag in den Kommentaren hat von jedermann akzeptiert zu werden, auch
      wenn die Inhalte nicht geteilt werden.

      Wie sollen wir jemals in Deutschland bzw in der Welt etwas erreichen, wenn wir bereits hier in einem Tagesdosiskommentar anderen sagen, dass sie „die Finger aus der Küche lassen sollen“ oder einem Tagesdosisschreiber fehlende „Expertise“ vorwerfen.

      Ich glaube wir haben alle das gleiche Ziel und das schaffen wir nur zusammen……….

    • „Dadurch dass wir uns gegenseitig Spalten, Maßregeln oder Vorwürfe machen, werden wir wirklich überhaupt
      nichts erreichen..“

      Man goutiere dies das zusammen mit den Maßregelungen:

      „Doch weder KenFM oder „halbschlau“ hat irgenjemand(em) vorzuschreiben..“

      und

      …“hat von jedermann akzeptiert zu werden“

  10. Eine Frage, und die ist sehr ernst gemeint!

    Worin konkret liegt die oft behauptete „Zerstörung des Sozialstaats“ durch Hartz4?

    Fakt ist doch, dass es seit der Hartz-Reform weniger behördliche Willkür gibt. Ich kenne konkret Fälle, bei denen die reinen Leistungen nach den Reformen besser wurden und keinen Fall, bei dem es schlechter würde.

    Davon zu trennen ist das Lohndumping, das damals mit „eingeführt“ wurde, besonders durch Zeitarbeit. Das würde aber inzwischen richtigerweise durch SPD und Union korrigiert. Und da stellt sich auch die Frage nach der Rolle der DGB- Gewerkschaften.

    • nicht ganz:

      durch die Arbeitsmarkt-Reform wurde das soziale Modell in ein wirtschaftliches Modell gewandelt und unterliegt fortan der kommunalen Kassenlage.
      die Verstrickung zwischen Sozialleistungen und Arbeitslosenversicherung wurde somit aus dem alten Rechtswesen in ein Streitwesen gedreht und Beweislage obliegt dem Betroffenen. Unregelmäßige Arbeitsverhältnisse fallen hierbei durch Verschleppung von Zahlungen durch das Amt (in circa 80% bei Krankenkassenbeiträgen) in Mahnbeschlüsse.
      Agentur für Arbeit seither.
      Die sogenannten Hartz-Reformen sind rein zur Aufschlüsselung von Einzelleistungen zu verstehen, nicht als Lebensstil und somit eine bürokratische ABM die hauptsächlich mit ungeschultem und überlastetem Personal sich um Verschiebungen in statistischem Bereich kümmern MUSS – sonst heißt es für die kurzfristig Beschäftigten „Zurück auf die andere Seite des Schreibtisches“

      Fressen kommt vor der Moral

      und ja, auf welche Korrektur im Bereich Lohndumping und Zeitarbeit beziehen Sie sich konkret? würde mich brennend interessieren. Würde mich sehr unterhalten.

      hat die SPD heute Freigang oder wie jetzt?

    • Das System Fördern und Fordern ohne strafrechtliche Grundlage soll weniger behördliche Willkür ermöglichen? Die Fakten sprechen eine völlig andere Sprache. Im Jahre 2016 wurden 121.000 Klagen im SGBII abschließend entschieden. Davon gingen fast 40% zu Gunsten der Leistungsbezieher aus. Im Jahr 2017 wurden insgesamt rund 639.000 Widersprüche und knapp 112.000 Klagen im Bereich der Hartz-IV-Grundsicherung von den Jobcentern beziehungsweise Sozialgerichten abschließend bearbeitet. Knapp 36 Prozent der Widersprüche und 40 Prozent der Klagen wurde teilweise oder völlig stattgegeben. Erfaßt sind nicht die Fälle, die erst gar nicht geklagt haben. Das sind Statistiken des Arbeitsamtes. Wenn man persönliche Statistiken als Fakten ausgibt, dann ist das doch eine Lüge, oder?

  11. Zu Holger: Das Problem des Geldes ist seine Verteilung. Eine nahezu gleichmäßge Verteilung würde der »Macht« des Geldes den Garaus bereiten. Eine Wirtschaft wird nie »rund« laufen wenn es zu eklatanten Verzerrungen der Geldverteilung kommt. Unsere Forbes-Liste zeigt genau diejenigen die dem Geldkreislauf die Laufruhe nehmen. Ganz arg hinkendes, nahezu kriechendes, Beispiel ist die Gravitation. In einem schwarzen Loch verschwindet alles, es verzerrt vollständig die Raum/Zeit. Um es mal ganz grob zu schreiben. Das Geld wird von den o.g. Dieben, aus dem Kreislauf entfernt, angezogen. Es gibt keinen Kreislauf, nur ein, um beim Beispiel zu bleiben, eine der Gravitation »widernatürliche« besser entgegengesetzter Impuls. Der Kollaps erfolgt auch bei der Gravitation. Der Kollaps der Wirtschaft analog. Zu esoterisch? Auf jeden Fall, sollte auch nur ein dummes Beispiel sein.
    Die, ja perverse, geradezu obszöne Akkumulation des Geldes, zieht einen Schweif, einen Trichter,ja dreidimensional sieht ein black hole auch irrig aus, die ganzen Modelle der B-holes sind ja nur zweidimensional! Und unsere Betrachtung der Geldwirtschaft ist ebenso nur zweidimensional skaliert.
    Von unten nach oben. Und oben gibt es halt zuviel vom Mammon. Noch so ein »hirnrissiges« Beispiel: Wasser fließt ebenfalls nicht nach oben und sammelt sich an der Decke. Noch nicht einmal in Australien :-). Das ganze kapitalistische Ausbeutungssytem ist schlich & ergreifend widernatürlich. Da Bedarf es nicht der Erkenntnisse aus dem Jahr 1972 eines Club of »Venice«. Jeder der die Vorgaben, die Steigerungsquote eine mittelständischen Unternehmens je vernahm, weiss das dieses der pure Wahnsinn/Blödsinn ist. Jedes Jahr eine Umsatzsteigerung von 20%, nächstes Jahr wieder 20% und und und …. Juristen & Ökonomen die Irren unserer Zeit. Leider sitzen, die Lehrer nehm ich mal aus, davon mehr als 90% im Bundestag. Was sollte man von denen erwarten?..

    • „Eine Wirtschaft wird nie »rund« laufen ……“ Wie kann Wirtschaft laufen? Hat Wirtschaft etwa Beine? Das ist ALLES kompletter Schwachsinn, der in unsere Hirne gezimmert ist. „Wirtschaftswachstum“ ist eine Aberglaubereligion. Diese Welt ist diese Welt. Da wächst nichts. Unsere Hirne sind komplett fehlerhaft Programmiert / dressiert.

    • Laufen, gehen, stolpern … anyway. Einstweilen nehm ich dann das Wort der Funktion.
      Eine Wirtschaft die funktioniert. Und zwar in der Verteilung als auch in der Produktion.
      Insgesamt.
      Eine klitzkleine Frage zu dem Konstrukt und der Vorstellung. Da möchte ich gerne deine Meinung lesen.

      Die Obsoleszenz als Mehrwert in einer Kreislaufwirtschaft.

      Deine Gedanken…

    • Wie ich schon erwähnte: Diese Welt ist und bleibt diese Welt. Da gibt es KEINEN Mehrwert. Uns stehen genau 100% dieser Welt zur Verfügung. Aus 100% lassen sich nicht 150% machen. NICHTS kann auf dieser Welt „mehr“ werden. Wir können nur die Stoffe dieser Welt nehmen und durch Bearbeitung ändern. Ändern geht – MEHR geht nicht.

    • @Thatsit

      Das ist kompletter Nonsens! Man kann auf dieser Welt keinen „Wert“ festsetzen. Diese Welt ist diese Welt. „Mehrwert“ ist ABSOLUT unmöglich!

      „Bevor unsere weißen Brüder kamen, um zivilisierte Menschen aus uns zu machen, hatten wir keine Gefängnisse. Aus diesem Grund hatten wir auch keine Verbrecher. Ohne ein Gefängnis kann es keine Verbrecher geben. Wir hatten weder Schlösser noch Schlüssel, und deshalb gab es bei uns keine Diebe.

      Wenn jemand so arm war, dass er kein Pferd besaß, kein Zelt oder keine Decke, so bekam er all dies geschenkt. Wir waren viel zu unzivilisiert, um großen Wert auf persönlichen Besitz zu legen. Wir strebten Besitz nur an, um ihn weitergeben zu können.

      Wir kannten kein Geld, und daher wurde der Wert eines Menschen nicht nach seinem Reichtum gemessen. Wir hatten keine schriftlich niedergelegten Gesetze, keine Rechtsanwälte und keine Politiker, daher konnten wir einander nicht betrügen.

      Es stand wirklich schlecht um uns, bevor die Weißen kamen, und ich kann es mir nicht erklären, wie wir ohne die grundlegenden Dinge auskommen konnten, die – wie man sagt – für eine zivilisierte Gesellschaft so notwendig sind.“

      Chief Lame Deer – Tahca Ushte (Sioux) über die Zivilisation

    • Was Holger mit Unsere Hirne sind komplett fehlerhaft Programmiert / dressiert vielleicht meint ist:

      Viele können es nicht mal mehr denken, dass man für ein gutes Miteinander kein Wachstum braucht.
      Viele können es nicht mal mehr denken, dass Wirtschaftswachstum ein theoretisches Konstrukt ist, dass mit dem natürlichen Wachstum nichts zu tun hat. Bohnen wachsen nur im Märchen bis in den Himmel. Alles hat Grenzen. Sogar die Lebenszeit.
      Viele können es nicht mal mehr denken, dass man ohne Geld klarkommen kann.
      Viele können es nicht mal mehr denken, dass man ohne Tauschen (siehe Geld) klarkommen kann.

      Wie entsteht denn Wert? Was ist Mehrwert? Ist Geld etwa Wert? Oder ist Gold Wert? Und wie wird daraus mehr Wert?

      Viele glauben, mit der Aufhebung des Goldstandards wäre die Wertdeckung des Geldes verloren gegangen.
      So ein Käse. Ob etwas von Wert ist hat mit der Notwendigkeit es haben zu müssen oder mit dem Glauben daran, dass es etwas Wert ist zu tun. Mit sonst nichts.

      Ich mache es mal einfach.

      Wenn (rein hypothetisch) morgen der Strom ausfällt und auf absehbare Zeit nicht zurückkommt, dann werden sich einige fragen wie sie an was zum fressen kommen, da im Kühlschrank alles aufgefuttert oder verdorben ist. Dann ist das Smartphone, der Fernseher oder das Haus mal eben nicht mehr so wichtig oder „wertvoll“.

      Wir können hier doch nur so borniert über den Wert von Geld oder sonst irgendwas reden, weil bei uns alles im Überfluss da ist.

      Moment. Ne stimmt ja garnicht! Geld ist irgendwie immer zu wenig da.
      Ach ne stimmt auch nicht. Ist ja nur falsch verteilt.
      Was würde sich denn am Miteinander ändern, wenn Geld besser verteilt wäre?
      Kann man es dann nicht auch weglassen?

      Auf einem Planeten, den wir mit all seinen Ressourcen zum Nutzen aller nutzen könnten, gehen wir uns gegenseitig massiv auf den Sack, weil doch immer irgendwer bezahlen muss und bloß keiner was abgeben will, wenns um die Wurscht geht.

      Übrigens: Wer meint, dass es ohne Geld nicht geht, der ist der Ansicht, dass es ohne Arm und Reich nicht geht. Wäre ja auch irgendwie scheiße, wenn alle gleich gut ausgestattet wären. Wie könnte man sich dann noch von der Masse abheben, tse. Dann würden wir am Ende nicht die Dinge machen, die am meisten Profit abwerfen, sondern die Dinge, die am meisten Sinn machen! Wie bspw. mit riesigem Aufwand die Umwelt sauber halten. Dann wäre Zeit nicht mehr Geld. Wer will das schon. Das wäre irgendwie viel zu befreiend.

      Bleibt friedlich…

      Ich

    • Natürlich geht es komplett ohne Geld. Kennt die Natur Geld? Nein! „Arbeit“ soll Mehrwert darstellen? Wie denn? Wenn ein Vogelpaar ein Nest baut für die Nachzucht. Dieses Nest bauen ist durchaus „Arbeit“ – jedoch keineswegs Mehrwert. Die Natur kennt keinen Mehrwert – und was die Natur nicht kennt, dass gibt es GARANTIERT auch nicht. Höchstens als Illusion, die uns einprogrammiert / eindressiert wurde. Unten habe ich einen Link zum Film La belle verte gesetzt. Da gibt es haufenweise Anregungen für eine Welt ohne Geld und Nonsens Mehrwert.

      Anmerkung: Wer glaubt, dass es Wirtschaftswachstum und Mehrwert tatsächlich gibt: Warum gibt es Gebiete in Afrika, wo Menschen wegen Hunger sterben? Wie kann das sein?

    • hellas,

      korrekte Analyse der Verzerrung und die Dimensionalität von Wirkungen.

      Wie würde es sich aus Ihrer Perspektive stabil bzw. kontrolliert „von Unten“ mit neuem Geld aufbauen lassen, wenn der Kapitalmarkt Zugriff auf jeden Teil der Wertschöpfungskette hat? Welche Art der Wertschöpfung bzw. auf welchem Weg soll die selbstbestimmte Bedarfdeckung des Individuums entstehen?

      Aus meiner Sicht gilt es den sozialen Bereich (Pflegepersonal, Pädagogen etc) und staatlichen Dienst (Polizei, Feuerwehr etc) aufzuwerten, um dem produzierenden Gewerbe und Lohndrückern die Ressource Arbeitskraft zu entziehen.

      peace

    • Ich schätze, dass 50,1% der Bevölkerung dieser Welt WOLLEN müsste, um aus dieser Gefängniswelt ein Paradies zu machen. Eine sehr gute Anleitung bietet der Film La belle verte, den ich JEDEM empfehle. Worum geht es?

      Die Geschichte beginnt auf einem fernen Planeten (dem grünen Planeten), der von einer weit entwickelten Kultur bewohnt wird, die in perfekter Harmonie mit der Natur in malerischen Landschaften lebt und die gewisse Disziplinen, wie die Telepathie ausübt. Bei einer Versammlung wird festgestellt, dass seit 200 Jahren keiner freiwillig auf die Erde fliegen möchte, da die Gesellschaft dort extrem rückständig ist.

      Komplette Beschreibung zum Film

  12. Ich teile voll und ganz die Meinung in diesem Beitrag.

    Das Banken und Finanzsystem ist nicht mehr zu retten, die vorhandenen Schulden weltweit sind nicht
    mehr abzubezahlen. Auch kann es nicht sein, dass Banken durch Kredite geldschöpfen….also aus dem
    nichts sich an uns bereichern.

    Das gleiche ist es mit allen vorhandenen politischen Parteien in Deutschland in 2018. Alle sind sie Vertreter
    von Wirtschaft und des Banken/Finanzsystemes und gehören somit zum Neoliberalistischen System, dem wir
    dem neoliberalen Weg seit ein paar Jahrzehnten in Deutschland gehen.

    Es ist unser Land, die des deutschen Bürgers, wir müssen uns dieses Deutschland zurückholen. Gewählte Volksvertreter vertreten nicht uns, sondern Banken, Wirtschaft und immer wieder das transatlantische
    Verhältnis, um die USA und Nato zu bedienen. Wir führen Kriege für andere, wo selbst der Kriegsgrund
    (9/11) nicht untersucht wird und eine Selbstinzenierung am wahrscheinlichsten ist. Oder der Jougoslawien-
    krieg, in dem uns die damalige Regierung (Schröder, Fischer, Scharping) nachweislich belogen haben. Das
    betrifft den angeblichen Kriegsgrund. Das alles wurde von unseren Medien (ARD, ZDF, Zeitungen) einfach so
    mitgemacht und nicht in Frage gestellt. Also sie sind als Sprachrohr ebenfallls im Boot der Neoliberalisten.

    Es liegt an uns, dem deutschen Bürger, das noch weiter mitzumachen. Sind und bleiben wir auszubeutende
    Sklaven, die desinformiert und belogen werden?

    Oder sind wir Deutschland, ein Volk das Frieden, soziale Gerechtigeit, Umweltschutz verlangt und auch erzwingen wird?

    • Deutschland steht politisch in tiefer, existentieller Schuld gegenüber den USA. Daher sollte Deutschland als Staat keinen Konfrontationskurs mit den USA eingehen. Aber auch ich bin etwas entsetzt über den vorauseilenden Gehorsam einiger wichtiger deutscher Wirtschafts-Verantwortlicher gegenüber der erpresserischen Art, mit der Trump bezüglich des Iran vorgeht. Wenn Banken keine Gelder aushändigen bzw. keine Überweisungen (egal aus welchem Land) annehmen, grenzt das an Rechtsbruch oder ist Rechtsbruch.

  13. Die Autorin hat eine völlig falsche Vorstellung vom Tun der Machteliten. Diese werden nie verborgen und ängstlich in irgend einem Bunker sitzen sondern als Parasiten der Gesellschaft sich mitten unter uns mästen und bedienen lassen. Dazu haben sie seit jeher alle Mittel.

  14. Immer diese Finanzwelt. Wenn doch klar ist, dass Geld = die Hölle auf Erden ist. Was ist so schwer, diesen Mammon abzuschaffen? Warum machen die Bevölkerungen dieser Welt aus dieser Welt nicht einfach das Paradies? Es gibt genügend Hinweise auf die ganzen Probleme, die der Mammon auslöst. Meine Empfehlung dazu ist der Spielfilm La belle verte >>

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