Tagesdosis 5.12.2018 – Denunzieren ist das neue Abkassieren

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Vorweg, ich muss hier gleich zu Beginn des Textes ein Outing machen: Ich bin apolitisch, was mein Handeln angeht. Ich bin weder dies noch das. Auch stehe ich weder für das Eine noch für das Andere. Ich bleibe Naturalist und liebe die Natur. Auch die Natur des Menschen liebe ich. Und für diese habe ich viel Verständnis. Auch dann, wenn sie sich mal verirrt. Normale Verirrungen vollziehen sich auf die vielfältigste Weise. Am hartnäckigsten sind die, die politisch oder ideologisch vollzogen werden. Hüte sich jeder vor einem Extremismus oder einem Fundamentalismus in dem, wovon er überzeugt ist.

Soko-Chemnitz.de

Nun zur Sache. Ihr kennt ja mittlerweile fast alle hier das „Zentrum für politische Schönheit“ (ZPS). Die haben sich nun vorgenommen, alle Menschen, die sie für rechts halten und die in Chemnitz damals zu sehen waren, bei ihren Arbeitgebern anzuschwärzen. Das nennen sie Kunst. Zudem folgt es einer Eskalationslogik, dem Wahrzeichen linker Politik, wenn es um die nichtlinken Bürger und ihr Recht auf Demonstrationen geht. Zeit online zitiert auf seiner Seite im Netz den passenden Slogan des ZPS wie folgt, Zitat Anfang: Denunzieren Sie noch heute Ihren Arbeitskollegen, Nachbarn oder Bekannten und kassieren Sie Sofortbargeld“, heißt es im Video auf der Internetseite Soko-Chemnitz.de, die am Montag online ging. „Helfen Sie uns, die entsprechenden Personen aus der Wirtschaft und aus dem öffentlichen Dienst zu entfernen, Zitat Ende.

Jetzt mag man vielleicht denken, wieso nicht! Das ist doch Geschmeiß, alles rechte Nazis. Die müssen doch raus aus dieser Gesellschaft. Kein vernünftiger Mensch ist für Nazis oder Faschisten. Die meisten Leser hier werden das unterschreiben können. Doch so einfach ist das nicht. Schaut man auf der Seite Soko-Chemnitz.de hinein und sieht sich die vielen Steckbriefe an- übrigens alles angeblich Kunst- dann sieht man dort auch Leute, unter denen dann einfach in altdeutscher Schrift AfD steht. Ich weiß, für viele in diesem Land hat sich der Frame AfD gleich Supernazi eingebrannt. Ein Pauschalurteil, das ganz sicher nicht stimmt. Nachweislich faschistisch wie auch extrem rechts ist in diesem Land die Regierung selbst. Aber das will niemand wahrhaben, der solche Aktionen des ZPS unterstützt. Der Grund dürfte wohl nicht in einer künstlerischen Neigung liegen, sondern eher in einer politischen Motivation, hinter der sich dann Fördergelder verbergen. Gegen rechte Bevölkerungsgruppen zu sein, egal ob das stimmt oder nicht, das lässt die europäischen Töpfe ordentlich sprudeln.

Wie aber verteidigt sich das ZPS mit dieser Kunst selbst? Lassen wir dazu und zu dieser Kampagne den Leiter Philipp Ruch selbst zu Wort kommen, Zitat Anfang: Das Selbstjustiz verboten ist, weiß Philipp Ruch, der Leiter des ZPS, natürlich selbst. Auf der Pressekonferenz in Berlin erwähnte er nicht umsonst mehrmals seine Rechtsberater. Der Tabubruch wird aber nicht genüsslich-provozierend vorgetragen, wie man das von Künstlern wie Jonathan Meese oder dem Satiriker Jan Böhmermann kennt. Sondern mit der Gravität höchster moralischer Berufung: Die schwarze Bemahlung der Gesichter, die alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums während öffentlicher Auftritte tragen, symboloisiere laut Ruch den „Ruß der deutschen Geschichte“. Was es heute brauche, sei eine veritable „zweite Entnazifizierung, Zitat Ende.

Es gibt keine Erbschuld

Na, lieber Leser, geht es dir da genau so wie mir? Was soll dieser komplett überzogene Schwachsinn? Schon lange bedienen sich linke oder Antisonstwas-Deutsche einer Rhetorik gegen Rechts, als würden sie zu Partisanen mutiert, die Mittel rechten Terrors selbst anwenden wollen. Ich habe da für mich den Begriff des Soziezismus gebildet. Eine ungesunde Weise, sich in Gruppen nur noch seiner Gruppe zu widmen und nur noch in diesem Gruppendenken zu denken, zu handeln und zu fühlen. Das kommt einer Wahnidee oder einer Wahnvorstellung gleich. Sozietäten, wie sie Rechtsanwälte bilden, sind völlig okay. Solange Gruppen Sozietäten bilden, ist daran nichts auszusetzen. Schwierig wird es erst, wenn sie nur noch in diesen Dingen die Welt verstehen. Dann wird es krankhaft. Sein Weltbild nur noch gegen rechts auszurichten ist ganz sicher ungesund. Denn dann folgt ein Hassgefühl im Dauerzustand. Vielleicht ist es dann aber eher so, dass solche Menschen ihre ohnehin schon eingelagerte Wut in gegen Rechts zu sein kanalisieren und sich dahinter eine ganz andere Wutwirklichkeit verbirgt. Ist nur so eine spinnerte Idee von mir.

Für mich ist hier Victor Frankl ein Vorbild. Frankl war in vielen Konzentrationslagern der SS und der Nazis inhaftiert, jahrelang, und hat die Grauen, die er selbst miterlebte, wie durch ein Wunder überlebt. Dieses Wunder des eigenen Überlebens hat er dann später zu einer Methode Menschen zu fördern in die Psychologie eingebunden. Die Logopädie. Ihr liegt zugrunde, was die meisten Speaker, Dozenten oder Coaches ihrem Publikum anweisen: Du brauchst eine Idee für dein Leben, für die es sich zu leben lohnt. Im Grunde genommen legte Frankl damit den Grundstein für alle sozialen Methoden, den Menschen für sich selbst zu stärken. Denn genau das analysierte Frankl als sein Prinzip, Auschwitz und Nazideutschland, als Jude, überlebt zu haben. Sein berühmter Selbstbewältigungausspruch in Wien ist mir durch Mark und Bein gegangen. Seit dem habe ich ihn mir zu eigen gemacht: Es gibt nur anständige und unanständige Menschen. Er sprach nicht von der Erbschuld, sondern davon, dass die deutschen Nachkommen gar keine Schuld haben können. Schuld ist nicht vererbbar, sagte dieser Mann, der allen Grund hatte, die Deutschen tief zu hassen und zu verachten. Das aber tat er nicht. Er versöhnte sich mit seinem Leid, dass ihm durch die Nazis angetan wurde.

Cui bono

Was ist die Absicht solcher, unter dem Deckmantel der Kunst, aufgestellten Motive zur Entnazifizierung? Zumal einer Entnazifizierung eine Nazifizierung vorausgegangen sein muss, wenn man so etwas fordert. Ansonsten ist es absurd, so etwas heute zu behaupten. Verbergen sich dahinter eigene Kränkungen, die man auf solche Weise zu kanalisieren weiß? Wird hier die deutsche Geschichte der Nazizeit missbraucht? Gibt es eine Industrie der Entnazifizierung, milliardenschwer? Leben die Nazi-Täter von 1933 bis 1945 noch? Sind die heutigen Rechten oder Neonazis mit Hitlers Schergen zu vergleichen? Oder, was eine viel interessantere Frage wäre, wem kommt dieser hysterische Ekel-Anti-Nazi-Kult heutiger Tage überhaupt zu Gute? Ganz einfach! Es kommt denen zu Gute, die nazihaft handeln. Ich lege hier Wert auf den Unterschied von Handlung oder Sprüche kloppen. Gibt es Handlungen, denen man Geschichtsvergessenheit nachsagen könnte? Auweiha, ja! Der deutschen Regierung unter Schröder und Merkel. Schützt man die Schweinereien dieser Regierungen dadurch, in dem man der Öffentlichkeit eine braune Show rechtsradikaler Kräfte vorführt? Erinnern wir uns an Chemnitz. Was geschah dort vor Kurzem? Es wurde ein junger Mann auf offener Straße erstochen. Was hat die Regierung und andere Kräfte daraus gemacht? Eine Antifaschista-Partie und jetzt saugt das ZPS noch die Reste davon weg. Übertreibe ich, wenn ich dazu einfach nur noch ekelhaft sage, oder stimmt da etwas mit meiner Haltung nicht? Mit Antifaschismus wird heutzutage viel Geld in Umlauf gebracht. Darum geht es wirklich, ums Geld verdienen, um Karriere und um einen sehr dubiosen Finanzmarkt. Sollte jemandes Hirn jetzt nicht mitkommen und in mir, dem Autor dieser Zeilen, einen Verteidiger der rechten Gesinnung sehen wollen, so liegt das nicht an mir. Es liegt an dem, der sich so etwas in seinem Hirn konstruiert. Schaut euch alle menschliche Destruktivität an. Mir scheint die Strategie auf ein Übel zu zeigen, einer Hypnose gleich, lässt die anderen destruktiven Faktoren außer Sicht bringen. Und so können die viel destruktiveren Kräfte schön so weiter machen wie bisher. Das Volk schlägt sich die Köpfe ein, teilt sich auf und lässt sich somit von ganz anderen teuflischen Spielern beherrschen. Dieses Spiel mit dem dummen Volk, es glauben zu machen, es geschehe nach seinem Willen, ist so alt wie der Staat.

Was will jemand wie Philipp Ruch, der Leiter des ZPS, anderes als selbst Karriere zu machen? In unserem System ist es doch unzweifelhaft so, dass wer nicht wirbt und dabei lauthals brüllt, dass dieser finanziell stirbt. Ihre unbequeme Wahrheit, Herr Ruch, ist doch die hier: Würden Sie den echten Faschisten in diesem Land ihre Aktionen widmen, denen, die in die Nähe faschistischen Handelns kommen, also den Regierungsmitgliedern in der BRD und der EU, dann würden Sie, besser Ihr Zentrum, keinerlei Fördermittel mehr bekommen. Sie lassen auf Rechte draufhauen, erfinden dazu noch andere unschuldige Personen, die wir dann Faschos nennen dürfen, nur damit sie ihren Job weiter finanziert bekommen. Herr Ruch, Cui Bono? Die Antwort ist immer Geld, Ruhm und Macht. Bemalen Sie auch weiterhin ihr Gesicht mit Ruß, repräsentieren Sie die Schuld der Hakenkreuzler, doch denken auch Sie einmal darüber nach, dass Schuld nicht vererbbar ist. Die Schuldvererbung entstammt einer sehr dunklen Zeit in Europa, Ablasshandel genannt und er kam von der katholischen Kirche, um Geld abzukassieren, von den einfachen, ungebildeten Leuten. Persönliche Schuld oder nationale Schuld sind nicht vererbbar.

Gestalten des Bösen

Schuld bringt ein Feindbild, den Schuldigen. Und dann kann, auf Teufel komm raus, projiziert werden. Ich kenne zu viele Friedensfreunde, auf die ähnlich drauf geknüppelt wurde und wird, als dass ich nicht doch zu hinterfragen gelernt habe, was Leute wie Sie im Schilde führen. Es kommt der Ketzerei schon sehr nahe. Menschen, sozial für vogelfrei zu erklären, ist keine Kunst. Es ist eine unmenschliche Handlung. Mit Demokratie zu überzeugen wäre möglich, wenn, ja wenn nicht die demokratische Regierung der Demokratie ihr Fleisch weggefressen hätte. Sie, die Regierung Angela Merkels, förderte wie nie zuvor in diesem Land das undemokratische Verhalten. Sie belohnte es sogar und weil Leute wie Sie, Herr Ruch, das nicht hinterfragen, gehen Sie davon aus, dass es rechtens sei, legitim und moralisch notwendig. Wer nicht mit der Demokratie überzeugt, ist kein Demokrat. So wenig wie ein Friedensaktivist nicht friedlich ist, wenn er mit rigider Haltung für den Frieden sein will. Gegen die wirklichen Faschisten in diesem Land und in Europa vorzugehen, fehlen Ihnen der Mut und die Kraft, das zu tun. Denn die wahren Faschisten in diesem Land und in Europa würden aus Ihnen blitzschnell einen Antisemiten zaubern, einen Nazi, Herr Ruch.

Übrig bleibt das Handeln einiger Denunzianten, die fest davon überzeugt sind, das Richtige zu tun. Hitlers System funktionierte nicht ohne Denunziantentum. Diktaturen brauchen Denunzianten. Demokraten gehen gegen Denunzianten vor. Es widerspricht jeglicher demokratischer Überzeugungen, jemanden wegen seiner Gesinnung zu ächten, ihn arbeitslos werden zu lassen und und und. Das Antibiotikum gegen Faschismus ist das eigene demokratische Tun. Und jetzt werden viele sagen, dass wir nicht in einer Demokratie leben. Und ich frage dann mal zurück, ach was? Wenn wir, wie Du sagst, nicht in einer Demokratie leben, wovon auch ich ausgehe, dann sage mir doch bitte, auf welcher Seite stehen dann all die vielen Herrsche-und-Teile-Leute eigentlich? Für welches System kämpfen denn dann all diejenigen, die den Kampf in ihren Parteibüchern glorifiziert haben? Zur Zeit könnte man meinen, dass an jeder Ecke ein Hitler steht. Doch dem ist nicht so, ganz und gar nicht!

Wenn also alle Gruppen auf den Feind zeigen, welches Strategem liegt dem noch einmal zugrunde? Die Systemfrage selbst wird damit befeindet. Philipp Ruch, sollten Sie das je für sich erkennen, dann, und genau dann möchte ich Ihr Gesicht sehen. Gestalten des Bösen, nennt Eugen Drewermann das Netz aus Handlungen, in denen Menschen wie Philipp Ruch sich selbst verfangen haben. Aber nach Leuten wie Ruch ist ein Eugen Drewermann ja auch ein Antisemit. Alles Systemkritische ist unmenschlich, das ist euer Credo. Und damit agieren Leute wie Ruch mit den Methoden der Nazis selbst. Und hier weiß ein gebildeter Mensch die Spreu vom Weizen zu trennen. Gleiches mit Gleichem zu bewältigen erhöht das Potenzial dessen, das man bewältigen möchte. Das Denken, Menschen möglichst zu beseitigen, die einem nicht passen, erzwingt bei der Gruppe der einen das Konzentrationslager, bei der anderen Gruppe den Gulag. Doch das Denken ist das Gleiche. Einzig die Einbildung, man befände sich ja auf der guten Seite, lässt die Moral besser erscheinen. Doch es bleibt unmenschliches Handeln. Würde man beide Menschentypen in einen Hirnscanner legen und ihre Wut über den anderen freilegen, so würde der Hirnforscher in beiden Menschen die gleichen Hirnareale feuern sehen. Der Hirnforscher würde den linken nicht von dem rechten Überzeugungstäter unterscheiden können. Das ist die Tragik der Linken, denen man über Marx eine falsche Ideologie über den Kampf ins Hirn gefräst hat. Die Lehre nach 1945, Herr Ruch, heißt, das in uns zu bezwingen. Faschismus ist nur ein Faden in einem Seil. Und das Seil heißt Destruktivität. Jedes Seil trägt in sich eine Seele, sagen Seilmacher. Und diese Seele ist unsere Menschlichkeit. Irgendwann, Herr Ruch, werden auch Sie vor dieser Logik einlenken und begreifen, was Demut heißt. Noch sind sie von der Gestalt des Bösen fasziniert. Doch diese Gestalt liegt nicht im Außen, sie liegt in Ihnen selbst. Sie legitimieren sie bloß auf einen projizierten Rechtfertigungsgrund. Und dieser heißt für Sie Entnazifizierung. Dies ist ein Begriff für eine Gruppe, die Sie weghaben wollen. Klingt für mich nach Destruktivität, wenn ich mir Ihren Hirnscan so anschaue.

Quellen:

https://www.zeit.de/kultur/2018-12/zentrum-fuer-politische-schoenheit-soko-chemnitz-rechtsextremismus-arbeitgeber-illegal-politische-kunst

https://soko-chemnitz.de

https://www.youtube.com/channel/UCg7p3G7knYI0b91uVpJaerg/videos

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Fotohinweis: wikimedia.commons.org, Urheber: Tobias Klenze, Lizenz CC BY-SA 4.0

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46 Kommentare zu: “Tagesdosis 5.12.2018 – Denunzieren ist das neue Abkassieren

  1. Da bin ich ja beruhigt. Ich befürchtete schon, wir gehen zurück zu Feudalismus und Mittelalter, dabei handelt es sich anscheinend nur um Faschismus.
    Denunziantentum, Sippenhaft, Pranger, Verleumdung…

    Eine Definition des Faschismusforschers Roger Griffin:

    „Da die Definition auf den ideologischen Kern zielt statt auf die konkreten historischen Erscheinungsformen (Führerkult, Paramilitarismus, Politik des Spektakels usw.), mit anderen Worten: da sie Faschismus genau wie andere generische politische Ideologien (Liberalismus, Sozialismus, Konservatismus) behandelt, wird es einsichtig, ein politisches Phänomen auch dann als faschistisch zu betrachten, wenn es nur im embryonalen Zustand im Kopf eines Ideologen und ohne Ausdruck in einer politischen Partei, geschweige denn einer Massenbewegung, existiert. Darüber hinaus mag es sinnvoll sein, eine Form politischer Energie als faschistisch zu erkennen, selbst wenn sie auf die Absicht verzichtet, als parteipolitische und/oder paramilitärische Kraft zu operieren und stattdessen einem Ansatz folgt, der eher mit politischem Quietismus denn mit revolutionärem Fanatismus zu tun zu haben scheint.“

    Gefährlich sind aber wieder in erster Linie diejenigen, die das WORT führen, und vor allem jene, die hinter diesen stehen sowie ursächlich sind für diejenigen auf der Straße. „Nachweislich faschistisch wie auch extrem rechts ist in diesem Land die Regierung selbst“ schreibt Lenz. Nachweislich faschistisch ist, wer solche ZPS-Aktionen unterstützt.

    • Tony,
      ein hervorragendes Zitat!
      Das Tiefste daraus: „Darüber hinaus mag es sinnvoll sein, eine Form politischer Energie als faschistisch zu erkennen“
      sowie: “ (…) als faschistisch zu betrachten, wenn es nur im embryonalen Zustand im Kopf eines Ideologen (…) existert“.
      Jetzt könnte man noch eine Schicht tiefer graben und fragen, was denn der Kern dieses Ideologen ist.
      Wer (oder was) ist das, der (oder das) sowohl im Betrachter wie auch im Betrachteten den Embryo faschistischen Denkens und die faschistische Energie hervorbringt?
      Wer ist der „Vater“ jenes Embryo innerhalb des menschlichen Mindsets?
      Woraus geht er hervor?
      Was ist der Unterschied zwischen jenem und einem Leben – einem Bewußtsein, einem Selbst – das sich selbst lebt?

      Das denkende Ich kommt dabei ziemlich schnell in die Situation jenes Wissenschaftlers, der zwar 2 Millionen Jahre bis nahe an den „Urknall“ heran zurückrechnen kann, jedoch um eine Billionstelsekunde vom empirisch stattfindenden Moment des „Urknalls“ entfemdet bleibt – und somit von sich selbst. Dieses Scheitern wird gern ausgeblendet. Das denkende Ich ignoriert seine Begrenztheit und ist auf nichts als Spekulation gebaut. Denn hätten wir es vor Augen, würde das gesamte Kartenhaus natuwissenschaftlichen Wissens in sich zusammenfallen.

      „Und sehe (!), daß wir nichts wissen können,
      das will mir schier das Herz verbrennen.“ Goethe

      (Zeitangaben symbolisch gemeint.)

      „For instance, if he sees a tree, the external image is reflected off the image of ‚tree‘ in the past and then ‚knows‘ he is seeing a tree. This is what is called beeing ‚objective“ and ’sticking to facts‘. “
      Barry Long,
      The origins of man and the universe,
      London 1984

      https://www.youtube.com/watch?v=8ooI-q6-OVw

    • @ Alias (upps).

      Bei allen naturwissenschaftlichen und geisteswissenschaftlichen „Erkenntnissen“ lebt der gegenwärtige Mensch als Homo economicus in einem Käfig abgeschlossen davon und trabt im Hamsterrad vor sich hin. In manchen Momenten ahnt er vielleicht wie Goethe und Cicero. Aber das Humboldtsche Bildungsideal ist ersetzt durch Informationsmanagement von Nullen und Einsen in einem Paradigma bei dem es heißt, „der Zweck heiligt die Mittel“.

  2. Es ehrt Sie ja, dass Sie dem unzufriedenen Pöbel vor Augen führen möchten, dass es als einzigen Unterschied zwischen uns Menschen arm und reich gibt.
    Die Faschos allerdings als „systemkritisch“ einzustufen empfinde ich als gefährliche Bagatellisierung. Die zünden Flüchtlingsheime an, verprügeln aus Spaß Menschen oder stiften ihre Kumpanen dazu an…
    Die sind ganz klar menschenfeindlich und nicht einfach nur systemkritisch und die haben natürlich nichts in öffentichen Berufen zu suchen! Die haben gar kein Interesse an der Menschheitsfamilie.
    Ich lebe selbst im Ausland. Wenn hier auf einmal ein paar Systemkritiker zu dem Schluss kommen würden, Ihren Frust an mir ob meiner andersfarbigen Haut oder Augen auslassen zu müssen, wäre das ganz schön doof.
    Menschenfeinde zu denunzieren kann diese Menschen vielleicht dazu bewegen Hirn und Herz endlich mal einzuschalten. Sie müssen klar von der Gesellschaft die Botschaft erhalten, das ihr Verhalten nicht geduldet wird! Natürlich sollen ihnen aber auch die Türen offen stehen sich an menschenfreundlichen Gesellschaften zu beteiligen, aber nicht als Faschos, sondern als achtbare Mitglieder einer Gesellschaft.

    • „Sie müssen klar (…) die Botschaft erhalten, das(s) ihr Verhalten nicht geduldet wird!“

      Was Sie in ihrem Kommentar schreiben, ist im Kern nun wiederum für mich „Fascho“.

      Ich entdecke mehrerlei Gefährliches in Ihrem Kommentar. (Lassen Sie mich raten: Sie stehen dem Zentrum für intellektuelle Beliebigkeit, auch genannt ZPS, nahe?)

      Folgendes sind vermutlich Ihre Grundannahmen bzw. das, was man, in logischer Konsequenz, aus diesen Grundannahmen ableiten könnte:

      1) Ich weiß, was richtig ist.
      2) Ich habe das Recht, anderen meinen Willen aufzuzwingen.
      – – – 2b) Ich darf andere dazu zwingen, das Richtige zu tun (Umerziehungslager), bzw. sich so zu verhalten, wie ich es für richtig erachte. (Ich darf sie zu diesem Zweck auch demüten.)
      – – – 2c) Die Position, die mir völlig fremd ist – Demut – darf ich anderen aufzwingen: sie sollen auf die Knie gehen und Abbitte leisten.
      3) Wenn zwei Menschen das Gleiche tun, ist es deshalb trotzdem noch nicht Dasselbe.
      Was für andere gilt, gilt nicht für mich. Da ich in der moralisch oder intellektuell überlegenen Position bin, und
      4) … da ich weiß, was richtig ist, darf ich etwas tun, was andere nicht tun dürfen.
      5) Ich bin eine Ausnahme: Exceptionalismus. Das ist die transatlantische Position wie auch die der extremen LInken. Ich messe mit zweierlei Maß. Was für andere gelten mag, gilt nicht für mich, denn
      — 5b) … ich bin ein Auserwählter und habe eine Mission. (Christentum: HE is the only one. Alle anderen Religionen liegen falsch.)
      — 5c) Ethnozentrisch überzeichnet: Wir sind das auserwählte Volk. (Die Bösen, Schlechten, Falschen und Gefährlichen sind immer die Anderen.)
      6) Ich darf, um vor Gefahren für die Demokratie zu warnen, ein undemokratisches Verhalten an den Tag legen (Andersdenkende totschreien. Verhindern, daß Andersdenkende überhaupt zu Wort kommen. Verhindern, daß Andersdenkende öffentliche Räume mieten können. Verhindern, daß Andersdenkende etwas tun, von dem ich meine, daß sie es nicht tun dürfen.) Der Zweck heiligt die Mittel:
      — 6b) Um meine guten Ziele durchzusetzen, darf ich böse sein. Um Totalitarismus zu verhindern, darf ich totalitär sein. Um Rassismus zu vehindern, darf ich mich rassistisch äußern. Und daher
      7) … darf ich, um vor Gewalt zu warnen, gewalttätig werden. (Antifa)
      8) Um zu zeigen, wie schrecklich die Menschen sind, die nicht meine Position vertreten, sondern andere Überlebensstrategien gewählt haben, darf ich Kriege aller Art gegen diese Menschen führen. Ich darf mobben, wo ich gegen Ausgrenzung streite, ich darf verleumden, wo ich Verleumdungen verhindern will; ich darf diskriminieren, um mich gegen Diskriminierung einzusetzten; ich darf hetzen, um vor Hetze zu warnen; ich darf lügen, um gegen Fake-News in Feld zu ziehen; ich darf denunzieren, weil das die Verachtenswerteste aller Verhaltensweisen ist. Wenn ich Denunzianten denunziere, dann ist das kein Denunzieren (siehe Strategie Dirk Pohlmanns).
      Kurzum: Ich darf, während ich mit 120 im Straßenverkehr unterwegs bin, die Verkehrssünder an den Pranger stellen, die 60 Kilometer schnell fahren.

      Extrem überzeichnete Konsequenz: Ich darf nicht nur zum Töten aufrufen, um zu zeigen, wie schlimm das Töten ist – nein, ich DARF SOGAR SELBER TÖTEN. (Todesstrafe für Verurteilte!!!)

      9) Ich darf mich scheinbar irrsinnig verhalten, um den Irrsinn dieser Welt zu brandmarken.

      Tja.
      Das ist die affirmative Strategie der zeitgenössischen Aktionskunst.
      Ich gebe ja nur vor, etwas zu tun, ich tue es ja nicht wirklich (wird behauptet; denn natürlich tue ich es doch. Ein ironisches Handeln habe ich noch nicht gesehen. Nur ein ironisches Denken und Interpretieren.)

      Vielleicht verstehen Sie jetzt ein bißchen besser, warum ich Ihren Kommentar im Kern als faschistisch bezeichnet habe, und warum ich die affirmative Strategie des Zentrums für politische Beliebigkeit für einen verheerenden Irrweg halte, ja, für eine ernste Gefahr.
      Denn unter dem Vorwand von Aktionskunst dürfen die schlimmsten Verhaltensweisen und Wünsche ausagiert werden. Und der Trick an der Sache ist, daß die einfachen Menschen eben nicht um vier oder fünf Ecken denken werden – was ich natürlich weiß und was kalkuliert ist – sondern daß sie glauben werden, daß das, was ich tue – Denunzieren in diesem Fall, Beschimpfen von Andersdenkenden als Idioten und ein typisches McCarthy-Verhalten: Hetzen – korrekt und empfehlenswert sind.

      Für Euch sind die sogenannten Rechten und Menschen, die sich für bewahrende und beschützende Positionen aussprechen, schon längst die neuen Juden.

      Und somit wird der Irrsinn salonfähig gemacht, Geschichte wiederholt und Perversion und Pathologie werden zum Normalen erklärt – unter hehren moralischen Motiven.

      Es ist schwer, den Irrsinn des denkenden Geistes überhaupt noch zu überbieten: der Gutmenschenfaschismus gibt sein Bestes, das zu schaffen.

    • @ Anton

      Den Faschismus mit Faschismus bekämpfen ist keine gute Idee. Kriminelle und Faschisten haben nichts in öffentlichen Berufen zu suchen. Tatsache ist: sie sind dort. Aber diese Faschisten und Täter – auf der Straße oder in den Berufen – zu identifizieren, sie als Kriminelle oder Faschisten zu verfolgen, das kann nicht Aufgabe von Künstlern, Satirikern etc. sein. Aber auch nicht, diese an den Pranger zu stellen.

      Sie scheinen zu glauben, dass weder Kriminelle noch Faschisten in den öffentlichen Berufen sind.

  3. „Das ist die Tragik der Linken, denen man über Marx eine falsche Ideologie über den Kampf ins Hirn gefräst hat.“

    Inzwischen interpretiert man Marx gemäß Richard D. Wolff in den USA eher so, dass aus den totalitären Strukturen der Firmen keine demokratische Gesellschaft geschweige Politik (siehe neoliberales Umverteilungsprojekt) entstehen kann. Auch weitere Verbände wie „democratice the enterprise“ und „democraty at work“ wollen die Wirtschaft und demnach die Gesellschaft zu coop-Genossenschaften graduell evolutionieren. =)

    Die Rede vom Klassenkampf ist in den Kreisen selten. Eher vom breiten Druck der Gesellschaft, in der sich div. Gruppen wie black lifes matter, occupy wallstreet, anti-war nicht spalten lassen sondern zusammenfinden und über friedlichen sozialen Ungehorsam ihrem Willen Ausdruck verleihen. Aber schon die Solidarisierung dieser Gruppen hat Wirkung.

    Meiner Meinung ist dieser neue Ansatz nach Marx sehr interessant und konstruktiv und es würde mich freuen, wenn den coop-Beispielen bei KenFM mehr Beachtung geschenkt und diese Idee im deutschsprachigen Äther verbreitet werden würde.

    (Es wäre sicher eine gute Ergänzung zur Gemeinwohlökonomie, da den lokal lohnabhängig Beschäftigten automatisch daran gelegen ist, im Produktionsprozess nicht die Flüsse zu verschmutzen, in denen ihre Kinder baden etc.. )

    • Gut, dann sagt man also jetzt statt Klassenkampf der breite Druck in der Gesellschaft, und weiter?
      Die Versuche, den alten Fraß in neue(n) Tüten zu (ver)stecken sind seitens der Neo-Marxisten Legion.
      Der nackte Kaiser kommt in neuen Kleidern daher.

      Ach, das war doch bisher kein richtiger Marxismus! Ich und meinesgleichen machen es diesmal doch viel besser!

      Da Sie von „democratice the enterprise“ und „democraty at work“ sprechen, müßte es erlaubt sein, ein englischsprachiges Video zu posten?

      https://www.youtube.com/watch?v=kT8rAHs48eY

  4. Ich erinnere mich an folgende Aktion des ZPS mit dem Theater Dortmund. Da ging es scheinbar darum, einem Vertreter der Rüstungsindustrie einen Friedenspreis zu verleihen. Die wirkliche Absicht war aber, die Rüstungsindustrie damit vorzuführen und bloßzustellen – nach dem Motto: Seht her, die Waffenindustrie schämt sich nicht, für ihre schmützigen Geschäfte noch einen „Friedenspreis“ anzunehmen. – Könnte es sein, dass man hier auch um die Ecke denken muss. Dass es hier in Wirklichkeit darum geht, das Denuntiantentum in Deutchland bloßzustellen?

    • Wenn dem so wäre, dann sollte man sich eindeutig gegen Regimechanges aussprechen. Aber ich fürchte, auch Konsequenz kann man ja durch irgendeine „erleuchte“ politische Beliebigkeitsaktion ad absurdum führen. Ich versuche es mal mit einem spontanen Monolog:
      ***************************************************
      Sie wollen, daß ich konsequent und stringent argumentiere? Ja, meinen Sie denn, ich würde keine Entwicklung durchmachen und nicht dazulernen?
      Wer feste Standpunkte einnimmt, der ist doch angreifbar. Lassen Sie sich nicht einordnen!!! Tod den Schubladen. Tod dem festen Wohnsitz. Tod dem Frühstückbuffet.

      Und dann mit irgendwas vor dem Bauch herumlaufen und möglichst geschwärzte Gesichter aufsetzen und Eintausend gehirngewaschene Schlafschafe mobilisieren, bei dem Nonsense mitzumachen.
      So geht heute Kunst.
      (Bitte fügen Sie weitere völlig verdrehte Rechtfertigungen hinzu, warum man die Rüstungsindustrie kritisieren und gleichezeitig für Interventionskriege sein kann. Anregung holen Sie sich am besten aus der geschlossenen Abteilung aus der Nachbarschaft. Vorzugweise bei den GrünInnen).
      Satire Ende.

      ********************************
      RT Deutsch:
      „Untersucht man jedoch die Aussagen – vor allem von „Chefunterhändler“ Phillip Ruch – in den vergangenen Jahren, liegt der Schluss nahe, dass die Lösungskonzepte der Künstler-Gruppe für die globalen Konflikte eher in die Sackgasse führen. Immer wieder forderte dieser seit Jahren das militärische Eingreifen der NATO-Staaten in Krisengebiete. Die bisherige geopolitische Empirie zeigt jedoch, dass ein solches militärisches Eingreifen, die Lage erst richtig eskalieren ließ. Afghanistan, Irak und Libyen sind da nur die jüngsten Beispiele.

      Gerade im Fall Libyen schloss sich Ruch in einer öffentlichen Rundmail vom 26.02.2011 voll und ganz der NATO-Linie an, forderte eine Flugverbotszone gegen Libyen, das Entsenden von „Militärbeobachtern“, Sanktionen gegen Mitglieder der libyschen Regierung und derartiges mehr. Natürlich sind die Forderungen, wie immer in solchen Fällen, als friedensstiftende Maßnahmen deklariert, spätestens im Nachhinein weiß man allerdings, dass solche Schritte stets eine entscheidende Stufe auf der Eskalationsleiter hin zum Angriffskrieg sind. Und so kam es dann auch im Falle Libyens: Die vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen genehmigte Flugverbotszone über Libyen wurde von den NATO-Staaten als Freifahrtschein für massive Bombardements des nordafrikanischen Landes genutzt, bei der mindestens 30.000 Menschen ums Leben kamen und in der Folge einen signifikanten Teil des Flüchtlingsleids produzierten, das Ruch/Leipold heute anprangern.“

      Und hier was zur Organisationsstruktur dieses „Zentrums“ für intellektuelle Beliebigkeit:

      „Philipp Ruch hat das ZPS gemeinsam mit mir gegründet. Am Anfang waren wir eher ein loser Verbund, in den auch andere Künstlergruppen eingebunden werden sollten und dergleichen. Im Laufe der Zeit wurde das ZPS aber eine immer festere Veranstaltung. Flachen Hierarchien haben wir mittlerweile eine klare Absage erteilt.“

      Autokratie.

    • Könnte es sein, dass man hier auch um die Ecke denken muss. Dass es hier in Wirklichkeit darum geht, das Denuntiantentum in Deutchland bloßzustellen?

      Glaub ich nicht

      Und wenn es um etwas anderes geht, als eine große Anzahl der Schreibenden annimmt, nämlich um Anstiften zum Denunzieren, sollte das klarer erkennbar sein

  5. ääähm: LogoPÄDIE???

    Viktor Frankl dreht sich im Grabe um wenn der das hört,, PÄDIE kommt von παιδεύειν paideuein „erziehen“; wörtlich also „Sprecherziehung – damit hatte der also überhaupt nichts zu tun – im Gegenteil!

    Logo-THERAPIE wäre richtig gewesen: dabei kommt das Wort Logo von Logos aus dem Griechischen und bedeutetund SINN, GEHALT, und wann die Bedeutung „Wort“ als Bedeutung hinzugekommen ist bin ich übrigens zufällig ganz grundsätzlich am recherchieren – hat auch was mit Bibelübersetzungen zu tun, nur so nebenbei.

    und Therapie kommt von therapeúein = PFLEGEN, SORGEN.

    … wollte ich nur mal erwähnt haben, ist nicht böse gemeint und der Artikel ist mehr als exzellent – danke Rüdiger Lenz.

    Liebe Grüsse an Alle,
    Bibi

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    „Der Nationalsozialismus hat den Rassenwahn aufgebracht. In Wirklichkeit gibt es aber nur zwei Menschenrassen, nämlich die ‚Rasse‘ der anständigen Menschen und die ‚Rasse‘ der unanständigen Menschen. Und die ‚Rassentrennung‘ verläuft quer durch alle Nationen und innerhalb jeder einzelnen Nation quer durch alle Parteien.“ – Viktor Frankl

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    „Wahre Gemeinschaft ist wesentlich Gemeinschaft verantwortlicher Personen –
    bloße Masse aber nur Summe entpersönlichter Wesen.“ – Viktor Frankl

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    „Es ist keine Schande sein Ziel nicht zu erreichen, aber es ist eine Schande kein Ziel zu haben!“ – Viktor Frankl

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  6. Sehr geehrter Herr Rüdiger Lenz,

    ich danke und gratuliere Ihnen:

    Es gehört nicht nur Wissen und Weisheit dazu, komplexe Gedanken
    zu diesem Thema in sachliche und verständliche Wort zu fassen.
    Sondern vor allem auch Mut und Demut.

    Mut, um fehlgeleiteten Gedanken mit menschlicher Würde und Klarheit zu gegegnen.
    Demut, um trotz der wahrscheinlich inneren aufkommenden „Schwingung“, sich
    nicht zu Polemik oder Verunglimpfungen hinreissen zu lassen.

    Wir befinden uns heutzutage in einem Geldkrieg, wie ich meine.
    Es ging immer schon um Geld, Ruhm, Macht. Macchiavelli trug dazu seines bei.
    Nur wird heute die „Psychologie der Massen“ derart massiv, mächtig und dauerhaft mit
    Bildern und Worten betrieben, dass es sogar intelligenten und aufgeweckten Menschen
    schwer fällt, sich von Demagogie, Euphemismus oder Propaganda zu bewahren.

    Nur zu oft werden wir sediert oder manipuliert, im Grunde wissen wir dezitiert doch
    sehr wenig, umso wichtiger erscheint es, das Bewusstsein, die Intiuition und das Geistige zu pflegen.
    Der reine Verstand – die Logik und die Vernunft – wird gern, gut und häufig vom Ego gekapert.
    Und das Ego wird niemals satt. „Mehr“ lautet wohl der Nachname vom Vornamen „Ego“. Ego Mehr.

    Deshalb braucht es Menschen wie Sie. Robust, weich, mitfühlend, kraftvoll, stark, weise.

    Danke, dass Sie mithelfen, die Welt von destruktiven und zerstörerischen Einflüssen zu minimieren.

    Wozu braucht es Politiker, wenn es Menschen gibt, die andere Menschen im Herzen erreichen.
    Wann hat zuletzt ein Politiker micht im Herzen berührt?

    Wann ich die Antwort darauf habe, poste ich es hier. Bis dahin muss ich nachdenken.
    Nein, nachspüren.

    Das schönste bei KenFM ist stets der selbe Satz von Ken Jebsen: „Mein Zielgruppe bleibt der Mensch.“
    Das schliesst niemanden aus, schliesst alle ein.

    Politiker haben meist Interessen für Parteien. Deshalb das ewiglaufende Spiel „Divide et impera“.
    „Oben und unten“ sollte zum neuen „links und rechts“ werden.

    Aber auch die Reichen sind zu bedauern. Geld ist vielmals nur ein Substitut für Glück.
    Wahres Glück kostet nichts.

    Einen schönen Abend aus Österreich

  7. Klasse! Das unterschreibe ich (bis auf die Passagen, was Nazis jemanden da angetan haben sollen, oder alles was die bösen Nazis nach herkömmlichen Ansichten alles so waren…) ! Es ist erschütternd wie gut das Teilen und Herrschen klappt. Für ein paar Euros oder Lügen werden die Dummmenschen zum Judas…was für ein Name! Die, die heute andere an die Wand stellen wollen, sind die ersten, die von ihren Auftraggebern der Gosse oder einer anderen Wand überlassen werden.

  8. Lustig, dass sich über solche Aktionen aufgeregt wird, aber über die handfesten Kürzungen von Geldern und Beschneidungen von Rechten für Millionen, die die AFD (auch für ihre intelligenten Wähler) bereithält, keiner so Recht erbost ist – ist mal wieder ein tolles Verhältnis, hier in diesem geschichtsbewussten „Land“.

  9. Ein guter Artikel!

    Wir alle (zumindest fast alle) haben eine rechte und eine linke Gehirnhälfte, eine rechte und eine linke Hand, einen rechten und einen linken Fuß. Und wir stehen einfach besser in der Welt, wenn wir auch beide Seiten nutzen und beide Seiten gut zusammenarbeiten.
    Der Name „Zentrum für politische Schönheit“ scheint geradewegs einem transatlantischen Thinktank entsprungen zu sein, um die Gesinnungsdiktatur weiter voran zu treiben.
    Wer liebt sie nicht die Schönheit?
    Eine perfide, suggestive Manipulation, und die Willfährigen und Ahnungslosen stehen zu Diensten. Einseitigkeit wird aber über kurz oder lang jeden zu Fall bringen.
    Da hilft nur Selbstzuwendung, um die eigenen Fallstricke zu erkennen.

    „Wir sind diejenigen, auf die wir gewartet haben.“ Indianisches Sprichwort

    • https://bazonbrock.de/mediathek/?id=3928&type=image&rubrik=90

      Es gibt Menschen, die finden Zerstörung schön. Es gibt Menschen, die lieben Schmerz und Verletzungen. Ich fürchte, daß die „Denker“ von ZPS ihr Vorgehen theoretisch so zu untermauern in der Lage sind, daß man ihnen letztlich nicht am Zeug flicken kann.
      Das ist inzwischen in der „Kunst“szene alles so verdreht, daß es um Negationen von Negationen geht. Um Affirmation von Verhaltensweisen, die die „Künstler“ nicht gut finden.
      Soviel zum theoretischen Überbau und Hintergrund, zur Möglichkeit, durch Konzepte einfach alles zu rechtfertigen. Sie müssen nur kompliziert und absurd genug sein und sich selbst ständig auf den Kopf stellen und widersprechen. Jede dieser Positionen wird Dir wie ein Aal durch die Finger gleiten, wenn Du glaubst, jetzt hättest Du was. Letztlich endet das im grauen Rauschen: „Aggressiver Humanismus“.

      Ein Mißbrauch des Denkens, wie mir scheint, der umso gefährlicher ist, als hier ein Wahnsinn auftritt, der logisch argumentiert.

  10. Beeindruckend gedacht und geschrieben! Daß Denken am Tun und Tun am Denken geprüft werden, das wirkt hier glaubhaft.

    „Denken und Tun, Tun und Denken, das ist die Summe aller Weisheit, von jeher anerkannt, von jeher geübt, nicht eingesehen von einem jeden. Beides muß wie Aus- und Einatmen sich im Leben ewig fort hin und wider bewegen; wie Frage und Antwort sollte eins ohne das andre nicht stattfinden. Wer sich zum Gesetz macht, was einem jeden Neugebornen der Genius des Menschenverstandes heimlich ins Ohr flüstert, das Tun am Denken, das Denken am Tun zu prüfen, der kann nicht irren.“ (Goethe)

    Die Frage …“komplett überzogener Schwachsinn“ wird mit Gruppendenken (was Gruppenhandeln impliziert) beantwortet. Das trifft die wirkliche Situation weit besser als jede Links-Rechts-Positionierungen, denn diese sind sowohl durch Gruppendenken wie durch Dumbing-Down auch der Bildung als Bestandteil des Race to the Bottom längst nicht mehr möglich. Gruppendenken bewirkt, daß schlechtere Entscheidungen als möglich getroffen werden, weil jeder seine Meinung and die erwartete Meinung der Gruppe anpaßt. Das führt dazu, daß die Gruppe Handlungen begeht, die einzelne Gruppenmitglieder eigentlich ablehnen. Beim Race to the Bottom stellt sich ähnlich das Dilemma so dar, daß dass es sich für den Einzelnen in der Gruppe nur dann lohnt zu kooperieren, wenn er sicher sein kann, dass alle anderen auch kooperieren. Die individuell vorteilhafter erscheinende Handlungsoption – nicht kooperieren – erzeugt am Ende ein für alle Handelnden unvorteilhafteres Ergebnis: Man trifft sich am Ende am „bottom“, beim kollektiv schlechtestmöglichen Ergebnis.

    So gesehen, sollte man vielleicht selber denken, aber auch kooperieren anstatt zu konkurrieren.

    Gruppendenken zeigt sich auch z.B. in der Sprache. So zeichnet „man“ sich gerne aus und spricht Wortführern nach, indem, was lange Zeit schlicht „der Fall soundso“ hieß neuerdings als „Causa soundso“ bezeichnet wird etc. Dasselbe gilt für LeserInnen und sonstige -Innen-Konstruktionen. Als meine „Gesinnungsgenossen“ und „Artverwandten“ bei den Linken oder den Grünen mit diesem Schwachsinn begannen, also daraus Genossinnen und Artverwandtinnen machten (aber inkonsequent sich nicht als Linkinnen und Grüninnen bezeichneten, da ahnte ich, wie Gewalt-Fundamentalismus zu Wort-Fundamentalismus werden würde. Kurz: Komplett überzogener Schwachsinn!

    • Erinnert mich irgendwie an das Gefangenendilemma.
      Auch da besteht die – egoistisch motivierte – Tendenz, nicht zu kooperieren. Und folglich wird das schlechtestmögliche Ergebnis erzielt: die Höchststrafe.

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      Endlich sagt es mal einer:

      „Als meine „Gesinnungsgenossen“ und „Artverwandten“ bei den Linken oder den Grünen mit diesem Schwachsinn begannen, also daraus Genossinnen und Artverwandtinnen machten (aber inkonsequent sich nicht als Linkinnen und Grüninnen bezeichneten), da ahnte ich, wie Gewalt-Fundamentalismus zu Wort-Fundamentalismus werden würde. Kurz: Komplett überzogener Schwachsinn!“

  11. Bei der Aktion des ZPS handelte es sich um ein modernes Trojanische Pferd, ein Honypot. Siehe hier: https://soko-chemnitz.de und hier: https://www.facebook.com/politische.schoenheit/photos/a.104887069566353/1903365633051812/?type=3&theater

    Ziel der Aktion war es, nicht bloß Nazis zu listen und zu erkennen, sondern auch die Personenverbindungen dazu, um auf ein Netzwerk der Nazis zu stoßen. Das ZPS ging quasi kriminaltechnisch vor, oder, wie es die Dienste tun können.

    Jetzt stellt sich mir die Frage, ob ein einfacher Verein das darf, oder ob er damit geltendes recht gebrochen hat. Erkennungsdienstlich darf meines Wissens kein nicht staatliches Organ vorgehen.
    Es stellt sich auch die frage, ob die Erkenntnisse, die das ZPS wahrscheinlich irgendwann veröffentlicht, ob es sich dann auch tatsächlich um Nazis oder um einfach nichts ahnende Personen handelt, die dann mit einem Nazistempel versehen werden.

    Für mich bleibt es Denunziantentum, denn ohne polizeidienliches Verhalten so etwas zu inszenieren, also ohne dass diese Personen dort kriminell waren und deshalb in eine solche Rasterfahndung gelangen, aber den einfachen Vorstellungen des ZPS genügen, ist das für ein Straftatbestand.

    Ich war aus Recherchegründen auf der Seite und habe „Gott sei Dank, keine Namen eingegeben. Denn das war das Kriterium für das ZPS, solchen eine Naziidentität zuzusprechen.

  12. Nach Lenzscher Art viel pseudopsychologisches und sonstwissenschaftliches Geschwurbel.
    Insofern hat er aber recht, hier haben wir es mit Leuten zu tun, die sich mit Hitlers Helfern ohne weiteres vergleichen lassen, Faschisten eben und eine echte Gefahr für die Menschlichkeit dieser Gesellschaft, die ohnehin sehr zu wünschen übrig lässt.
    Ja und sicher kann man denen vorwerfen, dass sie in ihrer Überheblichkeit nicht mal auf den Gedanken gekommen sind, dass sie sich so verhalten könnten, wie viele Menschen im dritten Reich, nämlich als Denunzianten und Mitläufer, die so eine Herrschaft erst möglich gemacht haben.
    Und nein, dass ist nicht das Produkt irgendwelcher linker Kampfparolen, es ist das Produkt dieser Gesellschaftsform.
    Die bessermenschlichen bürgerlich-intellektuell Linken (und ich kann mir nicht helfen, mir scheint überwiegend mit westlicher Herkunft bzw. gesamtdeutscher Bildung und Erziehung) lassen sich nur besonders gut instrumentalisieren. Gäbe es die nicht, hätte es auch jede x-beliebige andere Gruppe getan, die genügend nach Macht und Aufstiegt strebt, bis aus Angst eine große Mehrheit mitmacht.
    Wir sollten was dagegen unternehmen. Hat wer eine brauchbare Idee?

  13. Was ist Links , was ist Rechts ? Was ist Antisemitismus , Populismus ? Was ist Demokratie , Faschismus ? Was ist Propaganda , Werbung ? Was ist Glauben , Wissen ? Was ist Zeitgeist , Mode ? Was ist Gemeinschaft , Verein ? Was ist Ignoranz , Mitläufertum ? Gehorsamkeit , Plicht ? Was ist Deutsch , Europäisch ? Was ist Lokal , Global ? Was ist Leben und leben lassen ? Fragen über Fragen , die wir nur uns selbst , mit Geist und Seele beantworten können .

    • „Meinst du denn alles, was du sagst?“ / Meinst du denn ernstlich, was du fragst? / Wen kümmert’s, was ich meine und sage: / Denn alles Meinen ist nur Frage. (J.W. Goethe)

  14. Moin, Ruediger Lenz, das Wesentliche kann ich unterschreiben, wenn ich auch ein paar Ergänzungen machen möchte.

    Der Berufsverbote-Willi hat seinerzeit als Kanzler diese verbrecherische Politik nach dem Kriege losgetreten. Als Sozialist und erst recht als Kommunist durfte man nicht im öffentlichen Dienst arbeiten.
    Die Gewerkschaften haben sich mit den sog. Unvereinbarkeitsbeschluessen drangehängt. Viele ehemalige Freunde und Bekannte fielen unter diese Beschluesse und wurden damit arbeitlos.
    Damals war es ein Kampf der herschenden Klasse gegen die aufbegehrende Jugend und wenn man so will „Studentenrevolte“.

    Heute sieht die Gemengelage etwas anders aus. Zwar wird auch der Kampf seitens der Herrschenden gefuehrt, aber der Gegner ist nicht zweifelsfrei rechts zu verorten.
    Als Antisemit beschimpft zu werden zieht einen langen Rattenschwanz an Denunziation nach sich. Doch wer wird subsummiert unter die Antisemiten? Alle, die nur die kleinste Kritik am Zionismus ueben, den man getrost israelischer Faschismus nennen kann.
    Menschen, die entweder selbst im KZ waren, oder solche, deren Eltern dort kaserniert waren, werden bei Kritik am Krieg gegen die Palästinenser kurzerhand zum Rechten erklärt.
    Namentlich fällt mir im Moment nur M. Zuckermann ein. Ein Linker, ein Marxist, der uebelst beschimpft wird von deutschen „Demokraten“, wahrscheinlich die Gleichen, die in Ihrem Artikel beschrieben werden.

    Es ist fuer mich nicht ganz einfach, den Satz Voltair’s zu beherzigen, der die Meinungsäusserung meines pol. Widersachers genauso unter Schutz stellt wie meine Eigene. Doch es gibt keine Alternative.
    Soweit, wie gesagt bin ich dabei, doch dann kommt zuguterletzt noch der Knueppel aus dem Sack:

    „Das ist die Tragik der Linken, denen man über Marx eine falsche Ideologie über den Kampf ins Hirn gefräst hat.“

    1. Gibt es m.M.n. keine falsche Ideologie
    2.Was gibt es auszusetzen an der Marx’schen Ideologie ueber den Kampf. Ich hätte diese Kritik eigentlich etwas genauer!

    Aber wenn es darum geht, dass Marx und Engels die Eroberung der pol. Macht und damit den Besitz ueber die Produktionsmittel fordern, um die Umverteilung des gesellschftlichen Reichtums an alle zu organisieren, dann lieber, Ruediger Lenz, sollten Sie diesen Kampf meinen, dann bin ich gespannt auf die Altrnative.

    mfG

    • Zur Tragik des Voltaire-Zitats möchte ich Folgendes ergänzen:

      „Wenn unsere Gegner sagen: Ja, wir haben Euch doch früher die […] Freiheit der Meinung zugebilligt – –, ja, Ihr uns, das ist doch kein Beweis, daß wir das Euch auch tuen sollen! […] Daß Ihr das uns gegeben habt, – das ist ja ein Beweis dafür, wie dumm Ihr seid!“

      (Rede vom 4. Dezember 1935, zitiert nach Helmut Heiber (Hrsg.): Goebbels-Reden, Band 1)

  15. Wie immer ein hervorragender Beitrag von Rüdiger Lenz. Gleich zu Beginn des Textes ist mir klar geworden, ab jetzt bin ich Naturalist. Ich bringe alles mit, um diesem Begriff gerecht zu werden. Seit fast 50 Jahren habe ich keine Wahl versäumt. Allerdings habe ich mein Kreuzchen nie aus Überzeugung gemacht, sondern weil ich mich stets für das kleinere Übel entschieden habe. Inzwischen empfinde ich das „kleinere Übel“ aber so groß, dass ich keiner Partei mehr meine Stimme geben kann. Wenn es in der AfD weniger Gauland´s, Weidel´s, Höcke´s und von Storch´s geben würde und mehr Kandidaten vom Kaliber des Rainer Rothfuß und Peter Boehringer geben würde, wäre das für mich eine wählbare Alternative.

  16. Nur keine Aufregung.
    Für den weisungsgebundenen Rechtstaat kein Problem, ein kurzer Blick ins StGH genügt.
    § 241a
    Politische Verdächtigung

    (1) Wer einen anderen durch eine Anzeige oder eine Verdächtigung der Gefahr aussetzt, aus politischen Gründen verfolgt zu werden und hierbei im Widerspruch zu rechtsstaatlichen Grundsätzen durch Gewalt- oder Willkürmaßnahmen Schaden an Leib oder Leben zu erleiden, der Freiheit beraubt oder in seiner beruflichen oder wirtschaftlichen Stellung empfindlich beeinträchtigt zu werden, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Ebenso wird bestraft, wer eine Mitteilung über einen anderen macht oder übermittelt und ihn dadurch der in Absatz 1 bezeichneten Gefahr einer politischen Verfolgung aussetzt.

    (3) Der Versuch ist strafbar.

    (4) Wird in der Anzeige, Verdächtigung oder Mitteilung gegen den anderen eine unwahre Behauptung aufgestellt oder ist die Tat in der Absicht begangen, eine der in Absatz 1 bezeichneten Folgen herbeizuführen, oder liegt sonst ein besonders schwerer Fall vor, so kann auf Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren erkannt werden.

    § 240
    Nötigung

    (1) Wer einen Menschen rechtswidrig mit Gewalt oder durch Drohung mit einem empfindlichen Übel zu einer Handlung, Duldung oder Unterlassung nötigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    (2) Rechtswidrig ist die Tat, wenn die Anwendung der Gewalt oder die Androhung des Übels zu dem angestrebten Zweck als verwerflich anzusehen ist.

    (3) Der Versuch ist strafbar.

    (4) 1In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. 2Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter
    1. eine Schwangere zum Schwangerschaftsabbruch nötigt oder
    2. seine Befugnisse oder seine Stellung als Amtsträger mißbraucht.

    § 187
    Verleumdung

    Wer wider besseres Wissen in Beziehung auf einen anderen eine unwahre Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen oder dessen Kredit zu gefährden geeignet ist, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

    • Der „Kampf gegen rechts“ diene dazu, so schrieb vor kurzem jemand, eine rechtsfreie Welt zu erzeugen.
      Zunächst mal nur ein Wortspiel, aber ist da nicht auch was Wahres dran?

      Es gibt mehr als 1000 Strafanzeigen gegen – na, gegen wen wohl? (Ich vermeide es, diesen Namen in den Mund zu nehmen.) Die Staatsanwaltschaft unseres „Rechtsstaates“ geht diesen jedoch nicht nach.

      Liebe Fantastin, ich fürchte, daß dieser Zug bereits abgefahren ist. Dieses „Zentrum“ wird meiner Meinung nach von denselben Netzwerken gesponsert, die Krieg im Ausland unterstützen, Europa mit Migranten überschwemmen wollen und aus ihrer Position moralischer Überlegenheit heraus, gar nicht mehr mitbekommen, was sie tun.
      Wahrlich: Sie wissen nicht, was sie tun.

      Und Kunst, dieser Begriff wird inzwischen zur Legitimation aller möglichen Perversionen verwendet.
      Und da es keine Dummheit gibt, in der es nicht irgend jemand zur Meisterschaft gebracht hat, können wir uns darauf einstellen, daß jedes Wort und jeder Begriff sehr bald auch sein Gegenteil bedeuten kann. Und dann wird es nur noch um Zahlen gehen und wir können uns nicht mehr verständigen.

      Lieber Rüder: Sobald Sie vor einem Artikel wie diesem nicht mehr nötig haben, den einleitenden Absatz anzuführen, wird mein Respekt vor Ihnen noch gewachsen sein. Eine captatio benevolentiae haben Sie m.E. nicht nötig.

    • Die Natur kennt auch nicht das Abtreten von Veranwtortung. Dann sollten wir den Staat (von dem wir bisher ohnehin nichts zu erwarten hatten, nur er von uns) auch gleich mit beerdigen. Natürlich nur die Institution, ich glaube fest an die Resozialisierbarkeit von PolitikerInnen.

  17. Die Kinder der Inquisition verkleidet im Gewand des antifaschistischen Künstlers. Interessant!
    Wie unbewusst kann man sein und im gleichen Maße anmaßend. Der Heer Lenz hat den Künstler sehr treffend und vorurteilsfrei entlarvt. Toller Artikel! Danke.

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