Tagesdosis 5.3.2018 – Ruhe in Unfrieden, SPD

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Es kam, wie erwartet: Das schwarze Krokodil hat den rosa Kasper gefressen. Der Vorhang ist gefallen, die nächste GroKo im Anmarsch. SPD-Funktionäre jubeln, wohl vor allem über den Erhalt ihrer lukrativen Posten für weitere vier Jahre. Nur noch für vier Jahre. Denn 2021 wird die SPD im Nirvana versunken sein.

Kurz zu den Fakten: Von rund 460.000 SPD-Mitgliedern haben gut 360.000 ihr Votum abgegeben. Knapp 240.000 davon stimmten fürs Weiterregieren mit den Unionsparteien CDU und CSU. Die werden die SPD erneut nach ihrer Pfeife tanzen lassen: Alles für´s Großkapital, nichts gegen die wachsende Armut. Alles für die Banken, nichts gegen das Abkassieren der »kleinen Leute«. Willkommen im Trott. Es klingelt schon in den Ohren: 2021 wird ein Reste-Verein namens SPD  jammern: »Die Union hat uns doch nicht gelassen!«

Verkünden wird es »Ätschibätschi«-Andrea Nahles als künftige Parteichefin. Noch kurz nach der Wahl im September 2017 wollte die Hartz-IV-Verschärferin und Rentendiebin ihren antisozialen Kollegen von Union, FDP und AfD »ab morgen auf die Fresse« geben. Doch Lügen haben kurze Beine.

SPD – was ist nur aus dir geworden? Deine Gründerväter August Bebel und Wilhelm Liebknecht rotieren wahrscheinlich seit Jahrzehnten vor Zorn und Frust im Grab. Als sie vor 149 Jahren die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP) als deine Vorgängerin gründeten, beriefen sie sich auf die politisch-ökonomischen Theorien von Karl Marx. Sie sagten den Kapitalisten den Klassenkampf von unten an.

Bebel und Liebknecht hatten noch Ziele.1875 vereinigten sie ihre Partei mit dem Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein von Ferdinand Lassalle. Ihre daraus erwachsene Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands (SAPD) durchlitt im Kaiserreich ein zwölfjähriges Verbot. Kaum ausgestanden, wurdest du im Jahr 1890 geboren, verehrte SPD. Die Wahlen kurz darauf machten dich damals ruckzuck zur stärksten Partei.

Doch dein erster Verrat an der Arbeiterschaft folgte bald. 1914 stimmtest du mit den anderen Parteien für die Kriegskredite. Viele Sozialisten spalteten sich in zahlreichen oppositionellen Gruppen von dir ab. Die bekannteste davon ist wohl die Gruppe Internationale, die später zum Spartakus-Bund wurde.

Nach dem 1. Weltkrieges hinterließest du Zersplitterung. Die Kriegsgegner aus deinen Reihen firmierten ab 1917 als USPD. Zwei Jahre später wurde der Spartakus-Bund zur KPD. Deine Führer, die man in der Weimarer Republik ans Ruder ließ, waren sich nicht zu schade, unabhängige Sozialdemokraten und Kommunisten von den Freikorps als Vorläufer der faschistischen NSDAP massakrieren zu lassen.

Erinnerst du dich an die Novemberrevolution in Deutschland, in deren Zuge du Tausende Arbeiter ermorden ließest, weil sie Räterepubliken gründeten? Erinnerst du dich an deine unzähligen Opfer, darunter auch Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht? Denkst du noch an deine auf offener Straße ausgelebten Differenzen mit KPD-Mitgliedern, während die Faschisten mit Judenhass, Deutschtümelei und pseudo-sozialistischem Gegröle langsam aber sicher die Macht eroberten?

Du, verehrte SPD, bist seit über 100 Jahren eine Verräterin.

Ja, nach dem 2. Weltkrieg konntest du nochmal gewinnen. Das war nicht schwer für dich. Die Wirtschaft boomte. Klar, es musste alles wieder aufgebaut werden. Man buk den Arbeitern Gewerkschaften vor die Nase, räumte ihnen Rechte ein. Das musste die Politik tun, denn sonst hättet ihr und die anderen dieses Land nicht zur stärksten Wirtschaftsmacht Europas ausbauen können. Ihr brauchtet die Arbeiter.

Die Wirtschaft brauchte so viele Arbeiter, dass nicht ihr, sondern ein schwarz-gelbes Kabinett unter Ludwig Erhard die sogenannte »soziale Marktwirtschaft« aufleben ließ. Es war völlig egal, mit wem ihr später regiertet, ob von 1966 bis 69 mit der CDU/CSU oder die gesamten 13 Jahre danach mit der FDP unter Willy Brandt und Helmut Schmidt – ihr konntet den Lohnabhängigen ein wenig soziale Sicherheit bieten, weil der Markt auf eure Wählerklientel angewiesen war. Ihr holtet sogar türkische Gastarbeiter heran für mies entlohnte Jobs, damit die deutschen Arbeiter sich besser fühlen konnten.

Euer heimtückischer Verrat war damals kaum zu spüren. Doch schlummerte er bereits in scheinheiligen Sozialpartnerschaften mit dem Großkapital: Kungelei statt Klassenkampf, schönes Gerede statt Analyse, kleine Warn- statt Generalstreiks. Das, verehrte SPD, musste schief gehen. Eure Gründerväter wussten das.

Sie wussten, dass die Wirtschaft nicht ewig weiterwachsen kann. Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zur Verwertungskrise im Binnenmarkt kommt, bis die Wirtschaft auf Export ausweicht und die Industrien anderer Länder plättet, bis die Löhne gedrückt werden, die Arbeitslosigkeit steigt, das Finanzkapital wieder Kriege anvisiert, um die Profite wachsen zu lassen. Auch du musst das gewusst haben. Aber du hast gelogen.

Und ganz sicher weißt du auch, verehrte SPD, was uns heute blüht. Seit vielen Jahren liefert sich das Kapital knallharte Konkurrenzkämpfe. Die Überproduktion steigt, doch mit der wachsenden Armut schrumpfen die Absatzmärkte. Nur aus einem Grund hält sich das deutsche Wirtschaftsimperium noch halbwegs schadlos: Kapital- und Warenexport ohne Ende. Das kann nur gelingen, wenn die Konkurrenten klein gehalten werden.  Und damit sind alle gemeint: Unternehmen und Arbeiter. Nein, es muss nicht einmal Krieg mit Waffen geführt werden, um Perspektivlosigkeit und Flüchtlinge zu produzieren.

Doch letztlich kommen deine reichen Freunde nicht ohne Krieg aus. Er ist nur noch nicht in Deutschland angekommen. NOCH nicht. Doch erinnere dich an die 1930er Jahre. Großunternehmer, die noch größere Konkurrenz fürchten, schließen sich zusammen, bauen Parteien auf, die sie kräftig finanzieren – und sie finden einen Ausweg. Damals trug dieser Ausweg Namen wie Hitler, Goebbels und Himmler. Welche er heute tragen wird, ist noch nicht ganz klar. Du weißt das. Doch dann wirst du nicht mehr da sein.

Wer, verehrte SPD, soll die kleinen Lohnabhängigen schützen, wenn der totale Markt immer wuchtiger über uns hereinbricht und es ihnen richtig an den Kragen gehen wird? Die Rechten schützen keine Arbeiter. Das taten sie noch nie. Die Linkspartei? Das Bildungsbürgertum aus ihren reformistischen Reihen wird wohl ebenfalls die Füße stillhalten. Vielleicht auch allein darum, weil es das bald müssen wird.

Ja, ein letztes Mal legst du dich mit dem Kapital ins Bett, um noch einmal eine Runde mitzuprofitieren. Deine Funktionäre in Berlin haben längst ausgesorgt. Wir wissen doch: Für Profite gehen Kapital und Opportunisten über Leichen. Ein paar deiner Funktionäre stammeln zwar noch mühsam dagegen an. Der Juso-Vorsitzende Kevin Kühnert ist betrübt und will dich erneuern, trotz dutzendfachen Verrats. Dein Bundestagsabgeordneter Marco Bülow ist nun dabei, eine »soziale Plattform« zu gründen. Am Mittwoch gibt es dazu in Berlin eine Pressekonferenz. Auch er will dich erneuern, verehrte sterbende SPD.

Wenn es ihnen wirklich ernst ist, sollten die erneuern Wollenden die Arbeiter schnappen und neu organisieren. Denn das Dilemma ist: Noch immer vereinst du mehr einfache Arbeiter in deinen Reihen, als die Linkspartei Mitglieder hat. Es waren schon immer die Unterdrückten selbst, die sich alleine befreien mussten – gemeinsam, solidarisch, ohne Unterschied, international. Kein Bonze hat ihnen jemals dabei geholfen. Das wird auch so bleiben. Darum bringt es vermutlich gar nichts, auf diese wenigen deiner Möchtegern-Erneuerer zu hoffen. Selbst ist der Mann und die Frau.

Adieu SPD. Ruhe in Unfrieden.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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63 Kommentare zu: “Tagesdosis 5.3.2018 – Ruhe in Unfrieden, SPD

  1. Von diesem ebenso gescheiten wie leidenschaftlichen Kommentar von Susan Bonath inspiriert,
    hier ein Gedicht aus meiner Feder:

    EsPeDecula, die Untote

    Sie starb von eigner Hand vor hundert Jahren,
    Getötet im Bewilligungsverfahren
    Für Kriegskredite, Massenmord und Not.
    Die Kampfpartei verblich, war nicht mehr rot.

    Doch seltsam, die bei Kriegsbeginn verblichen,
    Aus der war aller Kampfesgeist entwichen,
    Sie regte sich, bewegte sich, trank das Blut
    Der einstigen Genossen, das schmeckt‘ ihr gut.

    Sie soff das Blut der Räterepublikaner,
    Der ihr verhassten Roten, der Spartakianer.
    Im Bunde mit dem braunen Freikorps-Mopp
    Erledigte sie ihren blutigen Job.

    EsPeDecula durfte nun regieren,
    Im Auftrag von Konzern-Finanz-Vampiren,
    Und legte sich mit diesen gern ins Bett,
    Die Untote, sie tat auch noch kokett.

    Dann war für’n Dutzend Jahre sie entbehrlich,
    Dem Schickelgruber wurd sie nicht gefährlich.
    Doch nach dem Großgemetzel brauchte man sie
    Für die neualte Staatsmaschinerie;

    Für Aufschwung, Industrie und Wirtschaftswunder,
    Für den Sozialpartnerschaft-Gefasel-Plunder,
    Für die Koalitionen mit Gelb und Schwarz,
    Und für die große Radikalen-Hatz.

    Als der gepriesne „Sozialstaat“ dann ging unter,
    Da schwand EsPeDeculas Einfluss, o Wunder.
    Sie zog zurück sich, in die GroKo-Gruft,
    Aus dieser steigt ein übl Verwesungs-Duft.

    Sie greint von der Erneu’rung in vier Jährchen,
    Erzählt, wie immer, noch andere Märchen;
    Sie hat das Volk verraten tausendmal
    Und kann nicht sterben – bis zur nächsten Wahl.

    http://www.fricke-th.de

  2. Liebe Frau Volke, ich habe meine Ansicht etwas ironisch verklausuliert, dumme Angewohnheit von mir. Das mache ich immer, wenn mich etwas maßlos frustriert.
    Was ich sagen will, ist, dass Frau Bonath das Rätsel um die NWO praktisch am Beispiel der SPD aufgelöst hat. Jetzt wird sozusagen ein Schuh draus. Der Mohr (SPD) hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen. Massen gespalten und desolidarisiert, Mission erfüllt.
    Und was glauben sie wohl, was man dagegen jetzt noch unternehmen kann? Volker Pispers meinte in einer persönlichen Mail an mich erschreckend resigniert, man könne nichts dagegen ausrichten.
    Das sehe ich ganz anders. Jeder einzelne von uns kann sehr viel in dieser Angelegenheit bewegen, nämlich durch seine Verweigerung, diesem System weiter zu dienen. Was ist unser wichtigster Beitrag im System? In der Regel ist dies unsere Leistung am Arbeitsplatz. Und jetzt seid ihr dran!

  3. Nachdem hier Kommentare, die nicht beleidigend sind, gelöscht werden, ist das einfach nur Form von Zensur.

    Ich verzichte künftig auf weitere erzieherische Maßnahmen seitens KenFM.

  4. Okay, mehr als versuchen ist eh nicht möglich

    Ich nehme die Aussage von Rainer Mausfeld, der ‚links‘ mit Aufklärung der französischen Revolution verbindet. Links in der Nationalversammlung saßen die Aufklärer, Rechts die Reaktionären.

    Diversität, Vielfalt und Identität, Einfalt stehen im direkten Widerspruch zueinander.
    (Ausgenommen die, die keine Ahnung als Lebensmotto pflegen, Dramadreieck und Doppelbindung sei gedankt)

    In diesem Mausfeldschen Sinne ist Identitätspolitik klar _rechts_!

    Nationalität ist _rechts_!
    Gender ist _rechts_!
    Feminismus ist _rechts_!
    Klassenbewußtsein ist _rechts_!

    Konkurrenz ist _rechts_
    Glaube an existente Gegensätze ist _rechts_!

    Kurz:
    Jede, wirklich jede Spaltung ist _rechts_!

    Wer den Nationalsozialismus oder die Marktschreier oder andere beliebige Ismen verstehen will, darf sich dies gerne zu eigen machen.

    Achtet auf die Folgen und nicht auf irgendwelche Formalienreiter, Regelianer und andere Berufschwätzer.

    • Sehr wahr gesprochen! Aber nennen wir die Kinder doch beim Namen: Spalten ist böse, Vereinen ist gut. Hier geht es um den uralten Kampf gut gegen böse. Ob sich gut und böse, rechts oder links nennen oder sonstwie, spielt keine Rolle, das dahinterstehende Prinzip ist und war immer dasselbe.
      Ich habe nach langer Zeit, während einer geistig seelischen Entrümpelung, die übrigens noch in vollem Gange ist, meinen alten verstaubten moralischen Kompass wieder hervorgekramt.
      Der arbeitet nach dem Motto: Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!
      Nicht, dass ich hier als naiver Steinzeitchrist verstanden werden möchte! Ich verstehe mich vor dem Hintergrund der gängigen spalterischen Denkmuster sogar eher als links aufgeklärt, was auch immer das heißt. Die meisten von uns, vielleicht sogar jeder, haben einen vergleichbaren Kompass seit ihrer Geburt in sich. Neueste Ergebnisse der Verhaltensforschung legen nahe, dass sogar Säuglinge einen Gerechtigkeitssinn haben. Wir haben also Geist und Seele. Der eine produziert Gedanken, die andere Gefühle. Und beide interagieren irgendwie miteinander.
      Um also gut von böse zu unterscheiden und letzteres im Idealfall zu vermeiden, hören wir in uns hinein und analysieren mit dem Geist die Faktenlage (was ist das, was macht das, wem nutzt und wem schadet es). Gleichzeitig bekommen wir von der Seele die dazugehörigen Gefühle vermittelt (fühlt es sich gut oder schlecht an, Sonderfall: es fühlt sich nicht an)
      Nun setzt die eigentliche Spaltung genau in dieser Interaktion von Geist und Seele an und trennt diese im schlimmsten Fall voneinander. Dieser Riss bildet dann die Sollbruchstelle für ganze Gesellschaften, Zivilisationen bis hin zum Kern der Schöpfung. Die NWO treibt genau diesen Mechanismus voran. Sie ist also böse. Denn, wenn ich die bisherigen Fakten (Folgen von Handlungen und Entwicklungen) auswerte, sowie meine damit einhergehenden schlechten Gefühle wahrnehme, kann ich nur zu dem vorgenannten Schluss kommen (NWO = böse).
      Schwarz und weiß, übrigens die bevorzugten Fußbodenfarbmuster der Freimaurer. So einfach ist das und gleichzeitig so kompliziert. Wenn uns also wiedereinmal alles über den Kopf zu wachsen scheint und die Welt verrückter denn je wirkt, dann denken wir daran, dass dies von einer bösen Macht gewollt ist, um uns zu demoralisieren. Wir packen dann den Kompass aus und norden uns wieder auf das Wesentliche (Liebe, Mitgefühl, Solidarität) ein, vor allem aber lasst uns Kontakt miteinander aufnehmen, halten und ausbauen!

  5. Es ist schrecklich für mich zu lesen wie Deutsche noch immer nicht verstehen wie die heutige Welt bestimmt wird durch die Märchen die die Gewinner schrieben.
    Die EU bringt Frieden durch das gefährliche Deutschland ohnmachtig zu machen.
    Ob es ohne dieses Märchen eine EU gegeben hatte, ich weiss es nicht.
    Was wir jetzt sehen ist wie diese EU die Sozialsysteme vernichtet, Massen Arbeitslosigkeit verursacht in die südliche länder, Krieg verursacht hat in O Ukraine, und die europäische Kulturen vernichtet durch Massen Immigration.
    Hätten die Deutschen verstanden das sie keine Täter sind, aber Öpfer, seit 1914 bis heute, dann war all diese Elend nicht da gewesen.
    Die dritte und letzte Weltkrieg ist noch nicht da, aber auch diese Drohung wäre, nach meinem Ansicht, nicht da gewesen wenn Deutsche kritisch gewesen waren über was ihnen erzählt wird, wurde, seit 1945.
    Das Leute wie Schulze Rhonoff mundtot gemacht werden, es musste doch zu nachdenken anlass geben.

    • Du lebst in einem Glaubenssystem Pieter. daher siehst Du auch nur die vorgebeteten Vorstellungen.

    • Schulze Rohloff am Ende seines Vortrages – So meine Damen u. Herren:
      Das waren die deutsch-polnischen Spannungen, die zum Krieg geführt haben.
      Das waren die deutschen Verhandlungsbemühungen, um die Heimkehr Danzigs, die den Krieg nicht verhindern konnten – und das war die Einigung Hitlers mit Stalin, DIE DEN RÜCKENDES DEUTSCHEN REICHES FREIGEMACHT HABEN FÜR EINEN KRIEG GEGEN POLEN.
      Hitler brauchte demnach eine andere Macht die dafür sorgte, das er Krieg führen kann.
      Ich kann nicht erkennen, das dadurch Hitlers Schuld am Krieg gegen Polen, getilgt ist.
      Ein Generalmajor a.D. dem ich unterstelle, das er überhaupt Kriege für legitim hält, mit allem was bei so einem Verbrechen passiert, sei „Von Krieg zu Frieden“ – Vortrag von Dr. Eugen Drewermann empfohlen.

  6. Bei der Aufzählung all der Vorkommnisse seitens der Spd haben Sie ein paar wichtige Aspekte vergessen:

    Die Spd hat ihre Schwesterpartei in der portugiesischen Revolution massiv mit Geld unterstuetzt, und somit die Konterrevolution.
    Der Name W. Brandt ist mit der Einfuehrung der Berufsverbote verbunden. Nur wenige Jahre nach den bleiernen Zeiten unter Adenauer hat die Spd es geschafft die zarten Blueten von Demokratie in der Gesellschaft wieder „auf Kurs“ zu bringen.
    Und H. Schmidt steht fuer den „Heissen Herbst“, der Deutschland den Staatsterrorismus in die Wohnzimmer gebracht.
    Ausserdem steht er fuer den sog. Nachruestungbeschluss, der die Stationierung von amerikanischen Waffen (cruise missile) forderte.

    Wenn wir hier also feststellen, dass die Spd besser in der Versenkung verschwindet, so muessen wir unsomehr an einer Alternative „basteln“!
    Die Linke Partei mit Riexinger und Kipping, die eine Fortsetzung der Spd- Politik betreiben will ist sicherlich keine Alternative, zumal sie sich in der Fluechtlingspolitik nicht von der Merkelpolitik unterscheidet.
    Die Zielrichtung muss eine antikapitalistische Politik beinhalten.
    Wir haben noch ca. 3½ Jahre Zeit dafuer!

    • Schmidt steht noch für diese Form des „Freihandels“ wie er auf dem ersten G6-Gipfel 1975 angeschoben wurde.

      Das wäre ein konkretes Politikfeld.

      Was will die Linke für Handelsbeziehungen etablieren? Daran könnte man sich abarbeiten.

    • Das Links-Rechts-Spaltbeil der unsichtbaren Mächte ist schon lange schlimm am Wüten. Siehe auch den Beitrag von Herrmann Ploppa „Krimineller Terror in Koblenz“ und dort das Kommentar von Andreas G. vom 5.März um 16:44Uhr über die mit großen Geldern organisierte „Antifa“. Eine verdeckt von der Regierung iniziierte und bezahlte Organisation, bei der sich jeder einjobben kann, egal wo immer ihm der Sinn steht.

    • Moin, Ahimsa, ich weiss nicht, ob man bei diesem Phänomen von „Spaltkeil“ reden sollte! Wir haben es doch hier eher um gedungene Provokateure zu tun, die sich fuer Geld zu nichts zu Schade sind. Solche Leute gibt es in allen Ebenen. Da brauchen wir uns nur die Schreibernutten anzusehen, die auch fuer Geld alle Luegen in die Welt setzen, die man von ihnen verlangt. Nein, mit Ueberzeugung hat das wohl wenig zu tun, was in dem Kommentar zu Ploppa beschrieben wird.
      Auch wenn die Antideutschen nicht die gleiche Personengruppe widerspiegeln wie die Antifa, so ist doch interessant den Werdegang der Erstgenannten zu rekapitulieren:
      In der Hochphase der nachstudentischen Revolte war in den Linken Gruppen der Kampf der Palästinenser unterstuetzt worden. Ich erinnere mich, dass damals sehr zaghaft von einer jungen Juedin auf die Situation der Juden hingewiesen wurde, die ja auch Ziel von Gewalt durch die Palästinenser waren. Im Laufe der Jahre, hat sich diese Position, dann zu einer handfesten Verteidigung des israelischen Faschismus (Zionismus) und des US-Imperialismus gefuehrt. Ich will hier nicht behaupten, dass die Antideutschen auf der Lohnliste des CIA stehen, aber dass sie deren Politik betreiben ist wohl unbestritten.
      Ich halte das eher nicht fuer ein Spaltbeil, sondern fuer Staatsterrorismus, der militant die demokratische Öffentlichkeit einschuechtern soll.

    • Natürlich fungiert diese Organisation der Antifa als Spaltbeil. Wer sich da als Akteur gewissenlos bezahlen lässt spielt doch jetzt hier gar keine Rolle. Intrigantentum ist das älteste Spaltbeil der Menschheitsgeschichte.

    • Moin, Ahimsa, leider komme ich erst jetzt dazu zu antworten. Doch möchte ich darauf hinweisen, das es eine sehr verharmlosende Beschreibug ist, der Antifa eine „Spaltbeil“ Funktion zuzuschreiben. Worum es geht ist astreine Provokation und Gewalt im Sinne der Herrschenden gegen andersdenkende. Das sollte man nicht verhamlosen. Eine Spaltung einer Bewegung oder Partei kann erfolgen, indem unterschiedliche Standpunkte entwickelt werden, die dann zu unterschiedlichen Aktionen fuehren können. Aber die Verhinderung von Andersdenkenden ist niemals zu tolerieren!

  7. Bis auf die Kritiker hier immer wieder die selbe, sinnlose und unergiebige gemeinsame Jammer-und Beschimpfungs- Attitüde von Menschen, die sich gern als „links“ bezeichnen und alle anderen als „rechts“.

    • Was eine spießige Kleingeistigkeit, wenn man sich ausgrechnet an der SPD abarbeiten muss. Thema verfehlt. Ach nein, es gibt ja gar kein anderes.

      Das ist so langeilig wie all jene Partei-Personaldebatten über Jahrhunderte, Äonen, ad infinitum, bis zum Abwinken oder Erbrechen, bis der Arzt kommt.

      Zumal die SPD vermutlich auch den Mindestlohn verdoppeln könnte und die Autorin gerade erst recht draufhauen würde, weil dies ja nur deswegen geschähe, um den Kapitalismus zu retten. Das dürfte nicht sein und da endet vermutlich die Solidarität, wenn jemand ggfs. auch an einer Tafel lieber den Spatz in der Hand entgegen nimmt.

  8. Oh, ich bin dem Teufel auf den Leim gegangen

    Nicht dem kleinen Teufelchen, der hatte nur die Pfannkuchen geklaut

    Nein

    Einem viel Böseren

    Frau Bonath haben Sie den Kommentar selbst geschrieben?

    Ihr Beitrag unter Box entspricht eher Ihrem Vokabular

    Mir wird schlecht. (nicht vom vielen Pfannkuchen essen)

    Claudia Volke aus Dresden

  9. Genossin Susan,
    wann wird es Dir endlich langweilig, mit den immergleichen Unmoral-Plattitüden unverdrossen jedes mögliche Thema zu kommentieren?
    Durch die gute-Nacht-Version („DU, liebe SPD… Es war einmal eine SPD…“) wird´s auch nicht spannender: selbst unter undogmatischen Linken und eher gefühlsmäßigen kritischen Geistern hat sich langsam herumgesprochen, daß wir in einer Art Kapitalismus leben, vielleicht sogar in einem Neofeudalismus, und daß alle +5%-Parteien (einschl. eines Großteils der „Linken“) dessen Trittbrettfahrer sind und daß sowieso die „S.-Demokraaten“ uns längst verraaten haben – wozu rennst Du also alle 3 Tage mit Parolen aus der Kinderzeit der Nach-68er in einem kritischen Medium offene Türen ein?? Wenn im „Spiegel“ oder im „Tagesspiegel“ mal Dein „mutiges“, aber folgenloses Ausbeutungs-Gejammer stehen würde, hätte das vielleicht bißchen Signifikanz, weil man´s diesen pseudo-ex-linken Neoliberalen alles nochmal grundschulmäßig erklären muß – aber hier?
    Wie Du hier siehst, zettelst Du (neben tränengerührtem „Danke, Susan, genau so, wie Du schreibst, ist es leider“) mit Deinem postmodernen Vulgär-Marxismus nur zweckfreie Chat-Dispute zwischen selbsternannten Küchenphilosophen, zynischen Sophisten und Möchtegern-Nietzsches an… So recht Du hast (und wir alle haben): was folgt denn daraus, außer selbstbestätigender „Empörung“ im stillen Kämmerlein und nachfolgender Resignation: „Wann wird´s endlich wieder richtig Sommer?… Schuld daran ist nur die SPD !…“ – und so lebten sie politisch korrekt bis an´s Ende ihrer Tage und seufzten, da sie alles durchschaut hatten, von Zeit zu Zeit: „Ach jaja, so seufz´ich immer,/ Die Zeit wird schlimm und schlimmer !“ (Wilhelm Buschs glorreiche liberal-bürgerliche Ironie ist wahrlich erbaulicher, anarchischer und aufbauender, als Deine moralin-sauren Sermone, und z.B. Dutschke hat seinen ähnlich moralin-sauren Sermonen wenigstens paar fröhlich-revolutionare Vorschläge folgen lassen – könnte man ja auch mal ins Auge fassen, zumal heutzutage höchstens ein „facebook“- „shitstorm“ , und nicht gleich ein Kopfschuß dafür droht…)

    • Sehr hilfreich wäre es doch, wenn die Autorin eine eigene Reihe hier oder sonstwo aufegen würde, in welcher sie sich darüber ausbreiten könnte, wie denn ihre Alternaive aussähe. Und alles ganz konkret.

      Wie geht man eine Alternative zum Hier und Jetzt an und wo will man dabei rauskommen?

      Wer ist Gegner, wer Verbündeter?

      Wenn das mal jemand klar auf den Tisch legt kann er ja sehen, wieviele sich dahinter scharen und mitgehen.

      Und man könnte dies in einen Dialog bringen mit anderen Autoren, die ihrerseits ihr Alternativmodell zur Diskussion stellen. Aber dann konkret, konkret, konkret.

      Immerzu nur Kapital rufen, ist doch wenig klärend.

      Ich dagegen würde sagen, dass die Spaltung zwischen Arbeitern und freiem Bürgertum ein Projekt des in Not geratenen Absolutismus war, um sich die Masse der Menschen vom Hals zu halten.
      Für den Adel wäre es eng geworden, wenn an der Stelle der eigenen Schwäche eine Massenbewegung über alle Teile der Bevölkerung entsanden wäre.

      Diese zu Vermeiden hat man sich von interssierter Seite dem Spaltpilz Kommunismus zugewandt und seine Protagonisten ins Spiel geschickt, um blos eine Front zwischen Erfindern, Produzenten und Arbeizern zu verhindern.

      Heute leben diese Klassen als big money/Geldadel weiter und freuen sich, dass wir ein wenig Kapitalismuskritik spielen.

      Und wenn es ein neues 1917 gäbe? Wohin floß aus dieser „Volksrevolution“ denn das Geld? Bei wem waren all die Volksreubliken verschuldet?
      Beim big money, nicht beim kleinen Gewerbetreibenden oder auch nicht beim Fabrikbesitzer, sondern bei den Strukturen, die hinter dem sichtbaren Besitz stehen.

      Der Hass auf einen Kapitalisten ist doch falsch, weil auch er nur am Faden von etwas hängt.

      Wenn alle Schlüsselindustrieen und Produktionsmittel in Staatshand wären, was ist dann mit big money?

      Die schmeißen doch dann sicher nicht die Flinte ins Korn? Schon gar nicht, wenn sie zum Initiatorenkreis solcher Verstaatlichung und Umgestaltung gehören.

      Und können wir das sicher sein?

    • Es ist also die Aufgabe von Journalismus, Euch ein fertiges politisches Programm, eine Strategie und eine Taktik, wie dieses zu erreichen ist und vielleicht auch gleich noch die Organisation, die das durchsetzen wird, vor die Nase zu setzen? Geht vielleicht manchmal auch etwas Eigeninitiative? Ihr, Pst und GLOUCESTER, seid der politische Ausdruck der Konsumgesellschaft. Bitte alles vorgesetzt bekommen, ja nicht selber denken.

    • Ja wirklich ganz schlimm die Sache mit dem selbst Denken. Aber woran machen Sie das als Ferndiagnostiker denn so fest?
      Dachte ja nur (obwohl, darf ich Ihrer Meinung hier das Wort „denken“ überhaupt verwenden?), dass das von wegen Recycling und Nachhaltigleit eh viel besser wäre.
      Wie sehen Sie, Pst, denn die Sache mit dem eigenständigen Denken?

      Hat da unser Kritiker recht und wir sind ein Ausdruck (immerhin aber nicht gleich Ausfluss)?

  10. Eine Insel mit zwei Bergen…unser schönes Lummerland. So, Vorhang zu, Fernseher aus (frei nach Peter Lustig) und ab in die Realität! Hört euch doch mal an, was der Thomas Kasunic auf YouTube so über die wahren Puppenspieler und ihre Methoden erzählt (wie unsere Kinder versaut werden Teil 1 und 2). Soviel sei vorab verraten, es lohnt sich!

  11. Frau Bonath,

    Sie können ja auch ohne zu viele abwertende Vokabeln bissig sein

    Habe den Kommentar gehört und gern gelesen

    Ich konnte mit der SPD noch nie was anfangen

    War für mich immer nichts Halbes und nichts Ganzes

    Daher verwundert/verwunderte mich dieses Hin und Her nicht

    Vielleicht erwächst ja eine Chance für Irgendwas

    Nur, und das finde ich bedenklich und zugleich ermutigend

    Vom schwarzen Krokodil wieder mal gefressen

    Hm – Tot?

    Die vielen Menschen? Fast eine halbe Million?

    Lasst uns dem schwarzen Krokodil auf den Kopf hauen

    Und die „Guten“ wieder ausspucken

    Es werden immer kleine Teufelchen dabei sein, die die Pfannkuchen klauen

    Aber der Kasper lässt sich nicht fressen.

    Er hat immer eine Idee.

    Nur rosa sollte er/sie nicht sein.

    Claudia Volke aus Dresden

  12. Die SPD-Führung, wie ihre Mitglieder schauen nicht von unten nach oben, auf die Wirtschaftsgewinner, sondern von oben auf die Abgehängten, denen sie helfen soll?? Warum?
    Sind bei den Tafel- Schlangestehern denn Leute bei, die der SPD weiter helfen können? Das sind doch nicht mal SPD- Wähler, sondern vermutlich Nichtwähler oder AfD- Wähler.
    Nein SPD, ihr habt alles richtig gemacht! Das Missverständnis, bedingt durch eure Namensgebung, müsst nicht ihr aufklären. Das habt ihr von der CDU gelernt, die auch nicht den Schlangestehern was geben wie Jesus von Nazareth, sondern den Abgehängten das letzte noch nehmen, Wohnung und Würde. Es reicht für die Stammwählerschaft, also die Besserverdiener, völlig aus, dass Christliche und Soziale im Namen zu tragen, die werden weiter wählen gehen und eure Diäten bestätigen.
    Ihr passt gut zusammen, SPD und CDU, weiter so, bis alles in Scherben fällt.

  13. Anmerkung. Arbeiter werden bereits eingesammelt. Rechts ist losgelaufen, während bei links noch über die passenden Schuhe konferiert wird:

    Rechte Gewerkschafter auf dem Vormarsch – weil die linken zu handzahm sind
    2.03.2018 • 21:20 Uhr

    Rechte Gewerkschaftsaktivisten gewinnen mit „linkem“ Habitus und pseudo-kämpferischer Sprache nicht nur bei Daimler an Zulauf – auch weil die großen Gewerkschaften nicht mehr als Streiter für Arbeiterrechte wahrgenommen werden. Doch auch die AfD distanziert sich.

    Auch traditionell als eher „links“ wahrgenommene Institutionen wie die Gewerkschaften müssen nun zusehen, wie ihnen von „rechts“ das Wasser abgegraben wird: Explizit rechte Aktivisten schwingen sich in großen deutschen Betrieben zu den „wahren Arbeitnehmervertretern“ auf. Das ist möglich, weil die großen Gewerkschaften von vielen Beschäftigten nicht mehr als kämpferischer Streiter für ihre Interessen wahrgenommen werden. Der bekannteste dieser neuen Zusammenschlüsse nennt sich „Zentrum Automobil“ und konnte bei Daimler bereits Betriebsratsposten ergattern.
    (…)
    Oliver Hilburger sieht sich der AfD nahe, doch die Partei möchte ihn gar nicht als Mitglied – er bewege sich zu weit rechts, heißt es. Der baden-württembergische AfD-Bundestagsabgeordnete Jürgen Braun formuliert die Absage so:

    „Wir sagen natürlich nicht, warum wir jemand nicht genommen haben als Mitglied. Wir sind als Partei aktiv, wir sind aber keine politische oder soziale Resozialisierungseinrichtung für Leute, die mal irgendwelche Probleme früher gehabt haben.“

    Wahrscheinlich spielt Braun darauf an, dass Oliver Hilburger fast 20 Jahre lang Gitarrist der 2010 aufgelösten Rechtsrockband „Noie Werte“ war, wie der DLF anmerkt. Musik dieser Band fand sich auch auf Bekennervideos der NSU-Terroristen.
    https://deutsch.rt.com/inland/66047-rechte-gewerkschafter-auf-vormarsch/

    Schon grotesk wenn ein „Arbeitervertreter“ sich der AfD nahe sieht und was sollte die AfD derzeit anderes tun als sich noch zu distanzieren.

    • Danke 🙂 Na ja, vermutlich darf Höcke, Maier oder ein ähnlich gearteter brauner „Guru“ auf den Plan springen. Und das mit der Pseudo-Gewerkschaft „Zentrum Automobil“ und der Aufruf der Erweiterung der Identitären namens „Ein Prozent“ an Anhänger, sich auf Betriebsratslisten setzen zu lassen, ist Programm des AfD-Rechtsaußen-Flügels namens Patriotische Plattform. Die AfD selbst ist ja gespalten in, wie ich denke, drei Lager: Neoliberale, christlich-konservative Extrem-Fundamtalisten (darunter viel alter Adel) und den Höcke-Flügel, also die Faschisten. Letztere haben genau das im Programm. Sie rufen ihre Mitglieder auch dazu auf, als ehrenamtliche Ortsbürgermeister zu kandidieren (will ja keiner machen) und dann Jugendclubs und Heimatvereine einzurichten. Da rennen dann alle hin, weil´s ja nix anderes gibt. Der Höcke-Flügel versucht mit Sozial-Blabla für DDDeutsche und Rassismus zu punkten. Das ist kreuzgefährlich und ein Abbild der NSDAP, die sich ja damals auch als „Sozialisten“ bezeichneten.

      Das gefährlichste ist: Es ist genau die Zeit für Faschisten reif, in Deutschland und vielen Ländern Europas. Ähnlich wie damals: Das Kapital ist überakkumuliert und steckt in der Verwertungskrise fest, es geht zunehmend den Arbeitern an den Kragen. Wer noch irgendwas zu verlieren hat, neigt zu autoritären Lösungen, die ihn vor dem Verlust seines bisschen Angehäuften bewahren mögen – es aber natürlich nicht tun werden. Während der schrumpfende neoliberale Flügel den offenen Markt vor allem gen Osten predigt (gut für das mittelständische Kapital und wankende Industrien wie die Autobranche) und die Fundamental-Konservativen Frauen hinter den Herd in schönen ausländerfreien deutschen Dörfern verbannen wollen, schreien Höcke, Maier, Poggenburg und Co. nach einem starken autoritären Staat, der endlich aufräumt, ganz so wie einst Hitler, Goebbels und Himmler es taten. Damals spaltete sich der „Strasser“-Flügel von der NSDAP ab, denen das zu laut war und die eher marktöffnende Strategien anstreben. Ich denke, das wird auch noch bei der AfD passieren. Meine Vermutung: Die Ultrarechten werden sich mit den Fundamental-Konservativen verbinden und die Neoliberalen werden raus gehen. Aber dieser Flügel wird stark sein. Und in den Identitären und Pegida hat er bereits Anfänge einer radikalen APO-Straßentruppe gefunden – wobei ich denke, dass Pegida ein Geheimdienst-Projekt ist. Außerdem hat die AfD zahlreiche Bürgerinitiativen bundesweit aufgebaut. Wir erinnern uns in diesem Zusammenhang an die SA.

      Die AfD schürt geradezu einen Hass auf Linke. Und da ist „die Linke“ (nicht nur die Partei) mitschuldig. Sie setzt sich nämlich nicht konsequent gegen die sog. Antideutschen zur Wehr, die nun mal keine Linken, sondern Rechtsradikale wie aus dem Bilderbuch sind. Diese taugen dann aber u.a. als „Abschreckungsbeispiel“ für den braven Bürger und als Sinnbild für sog. „Linksversiffte“.

      Ich denke, die Entscheidug, welche Länder in Europa und ggf. anderswo in den nächsten zehn, zwanzig Jahren faschistisch werden, wird entscheidend daran hängen, wie lange sich die Global Player, also das mächtige Überseekapital, noch durchsetzen kann gegen die kleineren nationalen Konkurrenten und wie staatliche Organe in der Lage sind, die Auswirkungen, also Armut, soziale Verwerfungen, Erwerbslosigkeit usw. zu managen. Dass wir bald vor der Entscheidung zwischen Faschismus und sozialer/sozialistischer Revolution stehen, ist für mich klar und nur eine Frage der Zeit. Und die AfD ist dabei nur ein Spieler auf der Seite der Faschisten.

      Ja, es ist kreuzgefährlich.

    • Guten Abend, Frau Bonath, vielen Dank für Ihre weiteren Erläuterungen hier im Forum. Mir hilft das, manches noch besser zu verstehen.

      Könnten Sie das immer mal wieder machen ? Fände ich super.

    • @ Box
      kennen sie überhaupt den unterschied zwischen links und rechts?
      @ Susan Bonath
      wenn man ihre texte so durchliest , grault es mich. ich bin weiß Gott nicht Anhänger der afd (aus diversen gründen) aber ihr Geschichtsbild ist so erschreckend schlecht. nicht nur, dass sie nicht wissen, über welche wirkungskette die nsdap an die macht gekommen ist, darüber hinaus scheinen sie auch nicht zu wissen was Faschismus ist!
      und höhen sie endlich auf „Marx“ ansichten zu kopieren.
      „Das Kapital ist überakkumuliert und steckt in der Verwertungskrise fest“
      Marx ansichten galten für den Frühkapitalismus (vergleichbar in der heutigen zeit, die 3. welt) aber sind doch nicht anzuwenden in den westlich geprägten Ökonomien.

      ein wort noch zum Faschismus als ideologie.
      der Faschismus wird sich nicht vorstellen und sagen, da bin ich! er wird vermutlich sagen, ich bin Antifaschist und uns mit Tabu`s belegen, er wird Autos von der Fa. die tafel beschmieren mit geistreichen worten wie „nazi“, er wird nach Deutungshoheit in allen bereichen ringen und sagen „es ist alternativlos“ (TINA), dann wird er uns ein Angebot unterbreiten mit den worten „wir schaffen das“.
      und wenn sie nicht gestorben sind,…………!

      und, schon mal an die eigene nase gefasst?

    • Box und Susan Bonath
      Da werden sich die Eliten aber freuen, dass Ihr nicht mit den Konzernen und Banken, dem „großen Geld“ streitet, sondern die „Rechten“ euer Gegner sind. Wieder mal voll in die Falle getappt, die Sie für Euch hergerichtet haben. Statt die Realität sehen zu wollen, arbeitet ihr euch an der über 100jährigen Geschichte der SPD ab.
      „Denn 2021 wird die SPD im Nirvana versunken sein“, schreibt Susan Donath. Wo haben Sie die Glaskugel her, die will ich auch, (auf dem Boden zerdeppern, damit ihr wieder selber Denken müsst).
      „1914 stimmtest du mit den anderen Parteien für die Kriegskredite“ schreibt Frau Donath.
      Und heute?, was hat sich geändert? Weiter schreiben Sie, „Viele Sozialisten spalteten sich in zahlreichen oppositionellen Gruppen von dir ab.“
      Heute glauben sie, dass „Nichtwählen“ oder AfD wählen, eine Alternative sein kann, nicht bedenkend, dass sie damit die Geschichte wiederholen.
      Frau Donath schreibt: „Die Rechten schützen keine Arbeiter. Das taten sie noch nie.“ Das würden viele Arbeiter, die zu Zeiten Hitlers gelebt haben ganz anders sehen.
      Weiter schreibt sie: „Doch letztlich kommen deine reichen Freunde nicht ohne Krieg aus. Er ist nur noch nicht in Deutschland angekommen. NOCH nicht“.
      Das liegt nun mal in der Logik des kapitalistischen Systems, alle 70 oder 80 Jahre hängt es sich auf, wie ein Rechner, der sich an zu vielen Daten verschluckt hat. Die Arbeiterschaft oder Lohnabhängigen könnten diese Informationen sich aus dem Netz „rausholen“, lassen sich stattdessen von dem „Zauberkasten“ TV hypnotisieren.
      Frau Bonath schreibt: „Wenn es ihnen wirklich ernst ist, sollten die erneuern Wollenden die Arbeiter schnappen und neu organisieren.! Und kurz darauf:
      „Es waren schon immer die Unterdrückten selbst, die sich alleine befreien mussten…..“
      Was denn nu?
      Zu Box, genau. Auch Sie sind in dem schwarz-weiß, bzw. links- rechts Denken gefangen.
      Sich kleinkariert selbst aufspalten, dass hatten wir doch schon mal. Es gilt den Hass der Linken auf die Rechten, und umgekehrt zu überwinden, der vom Kapital fortdauernd angehetzt wird, in ihrem Interesse, was wir nicht kapieren. Der Krieg läuft „Reich gegen Arm“, anderes lässt das System nicht zu, muss künstlich durch Propaganda in den Medien zugeführt werden.
      Was sollten wir tun?
      Voraussetzung vor allen weiteren Zukunfts-Modellen-Gedanken ist Frieden. Dafür gibts Vorbilder:
      D.Ganser, E.Drewermann, Ken Jebsen usw.
      Die Arbeiter in den Rüstungsbetrieben vom Generalstreik überzeugen, klar machen, dass sie die ersten Opfer wären, sollte es hier losgehen.
      Flugblätter verteilen, die deutlich machen, wie nah wir, vom Pentagon längst geplanten Krieg stehen.
      Für Russland Partei ergreifen, zumindest solange Putin dort regiert. USW.

    • Wer noch irgendwas zu verlieren hat, neigt zu autoritären Lösungen, die ihn vor dem Verlust seines bisschen Angehäuften bewahren mögen – es aber natürlich nicht tun werden.—

      Wer – was ich ablehne – zu autoritären Lösungen neigen sollte, für den sind die Alternativen offensichtlich noch weniger attraktiv.
      Das kann nun daran liegen, dass diese Alternativen einfach utopisch sind. Und damit ist nun einmal die Masse nicht hinterm Ofen hervorzulocken.
      Oder aber, diese Alternativen sind nicht sichtbar.

      Wer ökonomische Weisheiten wie die von der Überakkumulation und der Verwertungskrise einbringt, die muss dann auch dem geneigten revolutionären Subjekt genau erklären können, was damit gemeint ist. Und zwar so, dass es der Prolet am Tresen auch authentisch vertreten kann. Sonst ist das nebulöse proletarische Prosa von anno dutt und selbst wieder nur eine Verwertung von Floskeln, die kaum verstanden wurden – wie ich glaube.

      Sollen doch Großkritiker und Innen sagen, was sie wollen. Ganz konkret. Wie sähe das aus? Wie geht man das an, ohne schon einmal gemachte Fehler zu erneuern?

      Das wäre die erzieherische Vorarbeit vor einer Revolution, denn ohne Bewußtsein dafür, geht das alles in Windeseile in die Binsen. Auch wenn diese Windeseile mittels Bürrgerkrieg und Gulag dann wiederum 70 Jahre dauern könnte, weil sich in einem verpfuschten Projekt eh nur und wie immer die Psychopathen oben sammeln und noch die Reste von sinnhaftem Anliegen in die Tonne kloppen. Und zwar nach wenigen Momenten.

    • @ Susan Bonath,

      besten Dank zurück.

      @ Matti,

      empfinde ich ebenso.

      @ Horst Kietzmann,

      das Großkapital ist seit je rechts und wie verwaltet es seine Machtfülle? Über die von ihren Lakeien betriebenen Mechanismen, was diverse Rekrutierungsmechanismen mit einschließt.
      So oder so ähnlich beschreibe ich das seit gefühlten tausend Kommentaren.

      @ alle,

      ich möchte noch auf den aktuellen Artikel Herrn Kirners, beim Rubikon, verweisen (sehr lesenswert):

      Sonntag, 04. März 2018, 21:19 Uhr
      ~11 Minuten Lesezeit
      Zeit für radikale Solidarität!
      Die neue Regierung erfordert eine starke außerparlamentarische Opposition.
      von Florian Ernst Kirner

      Wenn die SPD mehrheitlich für ein Weiter-So votiert, ist dieses Votum für uns keineswegs bindend. Denn radikale Zeiten erfordern radikale Antworten. Plädoyer für eine Radikalisierung der Solidarität.
      https://www.rubikon.news/artikel/zeit-fur-radikale-solidaritat

      Was Herr Kirner ausführt, vermag ich zu bestätigen und passt auch zu dem, was ich zum Nutzer Horst Kietzmann ausführte.

    • Das Großkapital ist erstens oben und zweitens rechts, genau in der Reihenfolge.
      Und wir sollten uns auf das „Oben“ konzentrieren, wenn wir solidarisch mit „Unten“ sein wollen.

  14. Eigentlich langweilt es doch immer wieder den selben Senf zu lesen.
    Wir bestätigen uns in unserem Gefühl, aber schau ich aus dem Fenster, dann sehe ich eine Straße, voll geparkt mit recht großen Autos, ich sehe Menschen die in Geschäfte laufen und ich habe Freunde und Bekannte, die sich für Mode Einrichtungsgegenstände und allerlei anderen Tünnef interessieren.
    Was ich nicht sehe, sind arme leidende Menschen, die in Notbehausungen leben und an Tafeln anstehen.
    Die sind alle aus meinem Blickfeld entfernt worden, oder sind nicht vorhanden.
    In sofern ist es doch normal, dass wir eine Gesellschaft haben, die das Empfinden hat, alles bestens.
    Die Not und das Elend, welches immer zu beschrieben wird, ist nicht in dem Maße vorhanden, wie zu Bebels Zeiten.
    Wenn sich Leute über fehlende Friedensverträge echauffieren, oder sich über Nato Einsätze aufregen, so passiert das doch alles aus einem vollen Bauch raus.
    Von daher ist doch nicht zu erwarten, dass sich irgend etwas ändern wird. Es sind doch nur die ausgefransten Ränder der Gesellschaft, welch Probleme mache. Also Leute wie ich, die keine Krankenversicherung haben, oder Leute die effektiv zu wenig Geld zum überleben haben.
    Diese ausgefransten Ränder werden alleine gelassen. Glaubt denn wirklich jemand, dass diese Gruppen einen echten Fürsprecher haben, der sich auf die Hinterbeine stellt und mal wirklich laut wird.
    Wer kümmert sich um Grichenland, wer kümmert sich um Flüchtlinge in Lampedusa. Das ist alles weit weg vom Tagesproblem des Normalverbrauchers. Der Aufreger für den Stammtisch ist vielleicht eine Tagesschaumeldung oder eine Überschrift in einer Tageszeitung, aber dass war schon immer so. Solange es der breiteren Bevölkerung nicht wirklich an die Existenz geht, werden wir hier keine Veränderungen erleben. Da mag der einzelne noch so viele Missstände aufzeigen, er wird doch eher mitleidig belächelt.
    Es scheint einfach die Zeit nicht reif zu sein um wirklich die Guillotine wieder auf den Marktplatz zu rollen. Ich vermute mal, das werden wir hier auch nicht erleben.
    Durchwurschteln heißt die Devise.
    Aber ein wenig Rotze ans Bein der SPD kann nie schaden.
    Weiter so, Frau Bohnath, ich bin auf ihrer Seite.

    • Socke4612

      Ich stimme Ihrem Kommentar voll und ganz zu, genau so sieht es aus. Jedenfalls in den mir bekannten Teilen Deutschlands.

      Was den Artikel von Frau Bonath trotzdem nicht schlecht macht.

  15. Das Elend begann mit der Vereinigung von Sozialdemokratie und Arbeiterpartei und dem unsäglichen Gothaer Programm. Damals obsiegten die, die überhaupt nichts dagegen hatten, dass menschliches Zusammenleben über Wert, abstrakte Arbeit und „unsichtbare Hand“ geregelt werden sollten. Geldpfuscher hat Marx sie richtig genannt, weil es eben nur um „gerechte“ Um-Verteilung abstrakter Arbeits-/Werteinheiten anstelle von substanzieller Verteilung und manifester sozialer Beziehungen ging und geht.

    Dass die Liebhaber der (abstrakten) Arbeit, die einstmals zahlenmäßig größte Partei des organisierten Kleinbürgertums – SPD, nun gleichzeitig und zusammen mit den Grundlagen ihres so von Herzen affirmierten Kapitalismus untergeht, hat schon was von den berüchtigten Mühlen Gottes. Wer wie die Befürworter der „satanic mills“ (William Blake) sein Heil darin sieht, als Arbeiter angewendet zu werden und aus voller Überzeugung sagt, dass wer nicht arbeitet, auch nicht essen soll, der möge sein Schicksal und das dieser Partei nicht beklagen.

    • Ich kann nicht mehr argumentieren,

      wenn ständig das Konkrete als Abstrakt benannt wird!

      Ein Markt ist konkret, Angebot & Nachfrage ist konkret, Mathematik ist konkret, ein Dreieck ist konkret, eine Formel ist konkret, ein Algorithmus ist konkret, Kapitalismus ist konkret, selbst die unsichtbare Hand ist konkret. Jeder wert ist konkret, er ist gut oder böse, entweder oder, Ursache und Wirkung. Binäre, dualistische, konkurrierende illusorische (Schein)Vorstellungen.
      Konkretes ensteht durch Reduktion, durch weglassen.

      Das ist gar das Problem, daß die allermeisten nicht mehr in der Lage sind abstrakt, verallgemeinernd, zu denken.
      Denken ist abstrakt, nicht konkret. (Schein)Identitäre Sprache ist konkret, nicht abstrakt.

      Kein Mensch denkt in Sprache. Tatsächlich ist Sprache Symbolik, die für etwas steht, das wir nicht näher bestimmen können.

    • Lieber Franz Maria Arwee,

      es geht um Substanz. Substanz, Inhalt, Manifestation sind Inhalte, deren Menschwesen fähig sind (ihre einzige und ureigene Fähigkeit), weil sie diese höchst selbst zur Bewältigung, zum Vollzug des Lebens in die Welt setzen. Dass ihnen das von ihnen selbst Geschaffene sogleich als „Drittes“ und immer wieder an- und vorgebliches entgegen trat, muss ja nicht so bleiben.
      Begrifflich, meinetwegen in solchem Sinne „abstrakt“ zu denken, wurde den Leuten (leider) abgewöhnt. Aber abstrakt-universell allem überzustülpen folgt aus einer spezifisch „westlichen“ Sicht, die das „Allgemeine“ nur durch abstrakte Regeln und Gesetze regeln möchte – um den Preis des Verlustes jeglicher Inhaltlichkeit.
      Freiheit war vor unserer Epoche in der religiösen Formation das materielle (nicht abstrakte – wie heute) Recht ohne Anfechtung leben und überleben zu dürfen. Das betraf den Bettler mit seinem Privileg zu betteln, das jung verheiratete Paar mit seinem Bedürfnis nach Bauholz und Steinen für sein Haus ebenso wie die 18. Blumenpflückerin am Kaiserlichen Hof in China.
      Mathematik ist nicht konkret. Konkret waren z.B. Weistümer, die für Männer, Frauen, Alte und Kinder u.v.a.m. bestimmten, wie ein jedes an sein Holz kam (junge Männer mussten beispielsweise unter dem rechten Arm mit der linken Hand werfen im Wald, um Holz einzusammeln, ältere Frauen gingen 10 Schritte jenseits des Wegs und warfen mit der ihnen bevorzugten Hand, um abzugrenzen, wo sie an Brennmaterial berechtigt herankamen.
      Was das Denken angeht, spielt, so sehe ich das auch, Symbolik eine große Rolle. Aber diese ist Derivat von Sprache und Verstehen, denn begriffliche Sprache ist vielleicht das wirklich einzige, was menschliche Leute als ureigenes vorweisen können.

    • @ Petra
      So wenig wie es eine Frau oder einen Mann oder einen Baum an sich geben kann, sowenig gibt es einen Menschen oder Inhalte an sich…ansonsten müßte es etwas Identisches geben.

      Ein Kreis ist ein Kreis und kein Dreieck. Eine 4 ist eine 4 und keine 5. usw usw usw.
      Vorschriften, Regeln und Gesetze, die mathematisch naturwissenschaftliche Methode, sind konkret, sie sind eindeutig in ihrem Anspruch. Konkreter, eindeutiger geht es gar nicht. In der Informatik wird diese Konkretheit eineindeutig genannt.

      Was nicht konkret ist und übersehen wird, ist, daß Sprache nicht konkret, nicht eindeutig, sein kann.

      Darin liegt die Illusion.

    • @ Franz Maria Arwee
      Der Nominalismusstreit ist längst geführt. Zum Thema des „an sich“, verweise ich auf mein Papier „Dem Kant sein Ding“ (www.exit-online.org/link.php?tabelle=autoren&posnr=202)
      Zum Postulat wissenschaftlicher Denkweise (der Fetisch der aktuellen Epoche) gehört zwingend auch die Widerspruchsfreiheit. Die Unterwerfung des Vernünftigen hierunter ist die sogenannte „Freiheit“ bürgerlicher Denkweise. „Freiheit ist Unterwerfung“, steht somit gleich am Anbeginn der Moderne.
      Bei Gedanken zur Subjekt-Objekt-Dichotomie ist Subjekt keine überhistorische Reflexionsweise, sondern die aktuell einzig gültige (im Sinne von zulässig) gesellschaftliche Handlungsform. Objekt heißt gesellschaftlich behandelt werden. Die Denkweise der Eindeutigkeit und Widerspruchsfreiheit ist hier verortet. Wohin der Weg führt, wenn konkretes eindeutig zu sein hat, sehen wir eben genau an der aktuellen Zuflucht vieler zu Identitärem wie Nation, Gender usw. Denn solche Identitäten sind nicht konkret, sondern Realabstraktionen, die dann aber grausame konkrete Wirklichkeit zuwege bringen.

    • @ Petra
      Wäre der Nominalismus- bzw. Universalienstreit beendet, würde ich hier nicht kommentieren.

      Das Allgemeine, mithin das Abstrakte, ist unbestimmt, wohingegen das Konkrete behauptet, es könnte Identitäten bestimmen, es könnte etwas ‚an sich‘ erkennen.
      Es existieren weder Subjekte noch Objekte.

      Das Abstrakte ist nicht bestimmbar, das Konkrete bestimmen zu wollen, ist illusorisch, da die Voraussetzung für Existenz Unbestimmtheit ist. Nur das Nicht-Existente kann von Menschen bestimmt werden.

      Aber Danke für den Link, ich werde es durchlesen und durchgehen.

    • @ Petra

      Antinomien – Kant als formalienreitender Regelianer, der keine Logik benötigt

      1.
      a. Hat die Welt einen Anfang und ist räumlich begrenzt?
      b. Oder war sie schon immer da und ist unendlich und unbegrenzt?

      Die Welt ist eine Folge der Existenz (Unendlichkeit/Ewigkeit-Raumzeit) und nicht umgekehrt.

      2.
      a. Besteht alles in der Welt aus einfachen Teilen?
      b. Oder ist alles in der Welt zusammengesetzt und etwas Einfaches existiert gar nicht?

      Wenn das Ganze aus Teilen zusammengesetzt ist, kann das Ganze nicht das Gegenteil eines Teiles sein. Das Gegenteil eines Teiles ist der „unausgesprochenes unsichtbare Freund“, das Nichts das die Teile voneinander trennt. Das Nichts widerspricht dem Dasein.
      Das existente Ganze hat kein Gegenteil.
      An das Nichts, dessen Voraussetzung die Unveränderlichkeit ist, kann ein Mensch nur glauben, er kann nichts darüber wissen. Es ist für die Erklärung des Daseins auch nicht erforderlich.

      3.
      a. Unterliegt alles in der Welt Kausalität von Ursache und Wirkung?
      b. Oder gibt es darüber hinaus auch ein Reich der Freiheit?

      Eine tatsächliche Ursache setzt einen Anfang voraus, der aber keine Folgen haben kann, da er bleiben muß, wie er ist, sonst wäre die Ursache kein Anfang.
      Freiheit ist ein unbestimmter Zustand, der nur auf Folgen von Wirkung gründet.
      Folglich Sprachlich kann ich nur bestimmen, was keine Freiheit sein kann. Für Offenheit, Gerechtigkeit, Sicherheit gilt dies ebenso.
      Jeder Versuch diese Zustände trotzdem zu bestimmen, wird nicht nur scheitern…

      4.
      a. Gehört zur Welt notwendigerweise ein Wesen dazu, das wir als ihre Ursache annehmen müssen?
      b. Oder muß ein solches Wesen gar nicht notwendig existieren?

      Die Frage ist unsinnig, siehe Antworten 1-3. Es existiert kein höheres Wesen. Das Ganze ist das Ganze, es existiert kein außerhalb bzw. innerhalb des Daseins, kein Nicht-Dasein im Dasein, Nicht-Existentes kann nicht existieren.
      Etwas, das Bliebe wie es ist, Unveränderliches, kann weder Raum noch Zeit einnehmen.
      Sowohl Raum als auch Zeit sind unbestimmbar, Unendlichkeit und Ewigkeit haben keinen Maßstab und damit auch keine Größe, sie sind unbestimmt. Das NICHTS ist nicht vorstellbar, nicht denkbar, denn etwas muß da sein, das sich eine Vorstellung machen kann, folglich kann dies nicht das NICHTS sein.
      Ich kann nur wissen, was nicht sein kann. Moral ist nur die Folge von Ignoranz, die die dialektische formale Betrachtung von ‚Gut und Böse‘ erst hervorbringt.
      Das Nichts hat keinen Sinn, es ist nicht einmal sinnlos oder sinnfrei, der Sinn des Lebens liegt in der Existenz selbst.

    • @ Petra
      Bevor ich das Konto hier konsequenterweise lösche

      Ich bin noch über Twitter erreichbar, bei Bedarf.

      @ FranzMariaArwee ohne Leerzeichen.

      Ansonsten wünsche ich uns allen noch eine gute Zeit.

    • @Franz Maria Arwee
      Ich bin nicht auf Twitter oder sonstwo in sogenannten sozialen Medien aktiv. Aber nach alledem, was wir so von einander gelesen haben, können Sie mich sicher leicht erreichen per Mail. Seien Sie, umgekehrt, bitte so freundlich, einen solchen Zugang zu eröffnen. Muss nicht über dieses Portal sein. Mails an meinen persönlichen Account bleiben Dritten gegenüber auf jeden Fall verschlossen. Wäre sehr schade, den Kontakt zu verlieren.

  16. Kristana
    wann wird das deutsche Volk endlich die Geschichte der Gewinner überwinnen ?
    Die Deutschen wählten nie den Weg in die Untergang, das deutsche Unglück ist nur noch das fähigste Volk der Welt zu sein, ohne natürliche Grenzen, und nicht die Möglichkeit autarkisch zu sein.

    Aber die Untergang droht jetzt, wie Sarrazin schon 2010 schrieb, und seitdem, Merkel’s Massen Immigration, noch viel wahscheinlicher ist.
    Ihre Faschisten sind diejenigen die ihr Vaterland retten wollen.
    Es werden überall immer mehr, wie gerade auch die italienische Wahlen zeigen.

    Bei uns immer mehr Panik bei die Herrscher, FvD würde bei Wahlen heute 15 Sessel im Parliament haben, mehr als Pechtold’s D66, Demokraten66, die gerade mit stimmten das Referendum verschwinden zu lassen.
    Wie Pechtold sagt, FvD, Baudet, ist viel gefährlicher als Wilder’s PVV, FvD ist eine Partei von gut gebildete Menschen.
    Wilders konnt kaum gut gebildete Menschn finden.

    Was wir haben Faschismus von was heute links genannt wird, diejenigen die unser Laand nicht lieben, unsere Kultur nicht Schätzen, und unsere Geschichte verachten.
    Diese Linksfaschisten greifen jede Möglichkeit FvD zu beschuldigen von Faschismus, Razismus, Diskrimination, und was sie weiter erfinden.

    • Die Geschichte der Gewinner?

      MEIN Opa hat so schlimme Gräuel getätigt, dass er auf dem Sterbebett nicht loslassen konnte, vor Angst, er müsse es büßen.

      Sind Sie selbst denn weit über 80? Was können Sie mitbekommen haben? Was wissen Sie über Deutschland in den 30ern? Waren Sie hier? Haben Sie’s erlebt, oder stammt all Ihr Wissen nur aus Büchern von Leuten wie Sarrazin?

      Was wissen Sie denn über die Angst meiner Oma, wenn sie den Arm nicht hoch genug gehoben hätte, man hätte sie direkt gemeldet und abgeholt. Was wissen Sie von versteckten Juden im Keller meiner Familie?

      Ich hab dieses Negieren der Gräueltaten sowas von satt. Ich bin alt genug, um noch mit den Menschen geredet zu haben, die es erlebt haben. Nix Bücher! Und mein alter Vater lebt auch noch. Dem stellen sich jeden Tag die Haare zu Berge, wegen der Parrallelen!

      Da ist nix Geschichte der Gewinner. Das sind Erlebnisse von Betroffenen!

    • Das ist mir alles zu holzschnittartig – das mit „die Deutschen“ – das ist doch keine homogene Masse.
      Genau so wie es nach dem 2. Weltkrieg in der deutschen Bevölkerung Leute gab, die sich als Gewinner und andere als Verlierer gesehen hatten.
      Ich denke die meisten Deutschen hatten nach dem Krieg einfach die Schnauze voll von Krieg und Vertreibung.
      Es ging darum was zu essen zu organisieren und ein Dach über dem Kopf zu haben.
      Man wollte das was wir als „ein normales Leben“ bezeichnen.
      Gedanken an die Geschichte der Gewinner oder das Vaterland – Fehlanzeige.
      Vielen Benachteiligten geht es auch heute um Ihre Grundbedürfnisse und nicht um die Rettung des Vaterlandes.
      Ich glaube sogar, das trifft am Ende auf fast alle Menschen zu.

    • Kristana
      Für mich ist es deutlich das die meisten Deutschen bis heute die Geschichte, die die Gewinner schrieben, glauben.
      Was ihr Opa und Oma erzählten, kein Grund das zu bezweifelen.
      Krieg ist schrecklich.
      Aber warum wieder Krieg, wer wollte Krieg ?
      Ich denke nicht das ihre Opa und Oma eine blasse Ahnung haben.
      Sie auch nicht.

    • @ Pieter Kamp

      Es existiert keine Nation…es existieren keine Deutschen, das ist nur Sprache, eine Bezeichnung, wie Blond, Blauäugig, Frau, Mann, Brillenträger, Baum usw.
      Es existieren keine Gewinner, keine Verlierer, keine Herrscher, keine Beherrschten.

      Nichts von diesen Bezeichnungen existiert wirklich. Ihr lebt in Scheinwelten, geschaffenen Spielewelten.

    • Franz
      Auch Macron sagt das es keine Franzöische Kultur gibt, gleichzeitig will er Frankreich ändern.
      Wir sind viel in Frankreich, das es eine Französische Nation und Kultur gibt steht für uns fest.

      Über vermutlich Linksfaschismus
      https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/innogy-mann-beim-broetchen-holen-ueberfallen-horror-attacke-in-duesseldorf-unbekannte-uebergiessen-top-manager-mit-schwefelsaeure_id_8558599.html

      Ich schreibe nun doch, Kristana, denken sie das nicht die Russen schreckliche Dinge taten, worüber sie noch Jahrzehnten später weinten
      Catherine Merridale, ´Iwans Krieg, Die Rote Armee 1939- 1945, Augsburg, 2006 (Ivan’s War, The Red Army 1939 – 1945, London 2005)
      Aber natürlich, auch in diesem Buch sind die schreckliche Deutschen Schuld.

    • @ Franz Maria Arwee
      ich genieße es, mir ihre Kommentare durchzulesen, die sind immer so sinnlos!

    • @ Pieter
      Es gibt auch keine Kultur ‚an sich‘, es gibnt keine Identität.

  17. Sie haben ja so recht
    ……“und wieder vier Jahre warten bis Das wieder an uns vorüber geht“…. Das war mein erster Gedanke gestern nach der GroKo-Verkündigung. Ist natürlich auch Blödsinn zu glauben das sich nach weiteren und weiteren und weiteren vier Jahren irgendetwas ändern täte.

    Ich habe in einer Diskussion am letzten Wochenende begreifen müssen das selbst intelligente Leute von diesem ganzen Mainstream-gesabel so eingenordet sind, dass sie noch nicht mal die um uns greifende Russophobie bemerken!, geschweige denn die NATO-aufmärsche kritisieren.

    Und wieso erwarte ich denn, dass auch nur einer fragt, wofür eigentlich das S dasteht in SPD. Und auch bei all dem ganzen Presse Palaver über die Frage nach dem Untergang der SPD hat nicht ein einziger Journalisten-Darsteller diese Frage gestellt….Ja sind denn alle komplett betäubt?

    • Journalisten
      unmögliche Menschen.
      Sie alleine haben die Wahrheit.
      Und was ist ihre Wahrheit, was Politiker, offiziëlle Instanzen und Historiker von Ansehen sagen.
      Sie verstehen nicht einmal das das Ansehen von Historiker mit abweichende Ansichten einfach weggenommen wird, siehe z.B. wie David Irving drei Jahre Haft bekam in Österreich.
      Unser Parlement beschloss gerade die angebliche Armenische Genozid für echt zu erklären.
      Ich habe eine Anzahl Bücher darüber, ich meine zu verstehen was geschah.
      Ich schrieb Politiker und Journalisten darüber, hat gar kein Effekt.

    • Ein Rundumschlag gegen alle Journalisten, weil jeder die Wahrheit für sich gepachtet hat?
      Und Ihre Bücher sind Wahrheit?
      Wer wählt den diese Bücher aus und adelt diese?
      Das sind doch Sie – oder?
      Es ist ja gut, wenn man viel ließt.
      Jedes Buch und der Schreiber ist ja auch nur ein Kommentar zu bestimmen Sachverhalten.
      Woher nehmen Sie die Gewissheit, dass das was sie lesen, die absolute Wahrheit ist?

  18. „Denkst du noch an deine auf offener Straße ausgelebten Differenzen mit KPD-Mitgliedern, während die Faschisten mit Judenhass, Deutschtümelei und pseudo-sozialistischem Gegröle langsam aber sicher die Macht eroberten?“

    Owei hab ich grad ein Déja vu Gefühl…

    Ich kanns einfach nicht verstehen. Welches Volk ist denn so unbelehrbar, dass es zwei mal denselben Weg in den Untergang wählt? Da heißt es jetzt nicht mehr „Herr wirf Hirn herab“. Das auch, ja. Aber bitte mit Erweiterung: „Herr wirf Hirn und Augen zum Sehen herab“.

    • Das ist doch sehr einfach im eindimensionalen Schieberegler
      Die ‚Rechte‘ hat nur eine (Schein)Identität, die Nation (oder eben ersatzweise den Markt).

      Die ‚Linke‘ hat seit den 70ern immer mehr (Schein)Identitäten erschaffen, hinter denen sich eben bei weitem nicht alle wiederfinden.

      Wer wird sich wohl durchsetzen?

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