Tagesdosis 6.2.2019 – Entmilitarisierung des menschlichen Herzens

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Wow!, mag man jetzt denken oder gar fühlen. Da fährt ein gewisser Franziskus, der den Namen nur hat, weil er Papst ist, in die Vereinigten Arabischen Emirate, um dort für mehr Herz und Verstand zu werben. Vielleicht, aber auch nur vielleicht, wäre es an der Zeit, all den Klunker und das geborgte Gold, das die Vatikanbank zu einer der mächtigsten Banken weltweit gemacht hat, den Armen und Weisen zu schenken.

Entmilitarisierung der menschlichen Herzen

Wäre schön. Jesus, einst von Johannes dem Täufer erleuchtet, sah das auch so und wurde von den Militarisierern der Herzen ans Kreuz geschlagen. So zumindest die Überlieferung. Heute gibt es sehr viele, die sind wie Jesus, die ähnlich sprechen und dazu aufrufen, die Herzen zu entmilitarisieren. Sie werden von der judäischen Volksfront und der Volksfront Judäas als unrein denkende, an ein virtuelles Kreuz geschlagen. 

Was also ist wahrhaft zu tun, um mit der Entmilitarisierung der menschlichen Herzen zu beginnen? Ein Gesetz dafür erfinden? Einen Bußgeldkatalog einsetzen? Ein neues Schulfach einführen? Eine 250-teilige Serie auf Netflix ins Leben rufen? Mehr Bäume pflanzen oder Mitglied bei den beiden Parteien der Herzen werden? Tja, der Narretei gibt es unzählige Möglichkeiten, doch keine ist so naiv, wie die Papst Franziskus da in Abu Dhabi zu verbreiten suchte. Um dieser Narretei habhaft zu werden, versuchen wir einmal, folgende Frage zu beantworten: Wie ersetzt man das Militär durch unsere Herzen? Also, wie gewinnt das Herz und wie gelingt es, die Faust in der Tasche zu lassen? Na? Weiß das hier einer von euch Lesern? Wie? Militär abschaffen, sagst Du!? Nein, dadurch allein wächst es an anderer Stelle einfach nach. Einfach mehr Gutes tun, meinst Du? Wäre schön, wenn das hilft, aber auch dann wächst das Militär irgendwo einfach nach.

Geld, die mächtigste Waffe

Die Frage ist nämlich: Wieso braucht es überhaupt ein Militär überall? Um den Bösen zu schlagen? Nein, dafür gibt es das Militär nicht. Denn das Militär ist ja schon das Instrument des Bösen. Nehmen wir einmal an, dass es das Böse da draußen zunächst einmal gar nicht gibt. Stellen wir uns einmal eine Welt ohne Militär vor. Also eine Welt vor zigtausenden Jahren. Dann bemerken wir schnell, dass es irgendwelche Gründe gegeben haben muss, die in uns Menschen das Militär erfinden ließen. Diese Gründe waren Macht, Einfluss und Gruppenherrschaft. Damals wohl mit der Erfindung des Faustkeils beginnend ein schlagendes Argument zur Befolgung des Führungsanspruchs über andere. Vielleicht danach die Erfindung des Geldes, dann die der Banken. Heute sind Geldsysteme, nicht die Atombomben, die stärksten Waffen, um Macht, Einfluss und Gruppenherrschaft zu erzwingen. Das übersehen viele. Nicht durch die größere Anzahl an giftigsten und gefährlichsten Waffen erzeugt man Weltmächte oder Imperien, heute, sondern genau so, wie es in unserer Zeit China macht: Durch Geld und seine Wirkkraft, wenn man es dem Streben nach Macht unterordnet. Geld ist uns der höchste Wert. 

Und jetzt wird es spooky! 

Geld an sich ist wertlos. Seltsam, nicht wahr? Was aber lässt in uns Geld als das Wertvollste erscheinen? Na? Der Glaube, dass Geld alles ist. Geld ist das Kreuz, das wir anbeten, vor dem wir alle knien. Aber durch welche Werte glauben wir, es anbeten zu müssen? Durch innere Werte. Und genau da wird es komplex, nicht kompliziert. Geld ist die mächtigste und umfangreichste Ersatzbefriedigung, die wir je erdachten, die wir jemals hatten. Geld steht für all das, was wir sein könnten, aber es nicht sein können. In dem Buch Lilith und die Dämonen des Kapitals haben das Tomas Sedlacek und Oliver Tanzer sehr ausführlich dargelegt. Und wir finden das bei vielen namenhaften Psychologen ausführlich erklärt. Auch in dem Interview mit Professor Franz Ruppert, auf KenFM, ist das explizit ausgeführt worden. Und doch ist es so, dass zwar die Schlagworte genutzt werden, aber nichts dazu in den meisten Medien zu finden ist. Noch einmal: Die Menschen wollen keine Kriege, sie wollen, dass die Kriegstreiber ihre Entmilitarisierung in ihren Herzen beginnen und vollziehen. Dennoch aber wählen dieselben Menschen die Militarisierer der menschlichen Herzen, die Kriegstreiber und- man muss das so deutlich ausformulieren- die Massenmörder. Und schaut man in die Geschichte, so wird überdeutlich, dass das schon immer so war. Ich meine damit nicht den Krieg, sondern die große Masse an Menschen, die solche Massenmörder unterstützen, wählen und damit ihren Weg bereiten. 

Klassenkampf, nur eine Kopfgeburt?

Da die meisten Menschen, auch die meisten intellektuellen und klugen Menschen, diese seelischen Muster und inneren Gesetze nicht kennen, ja sie lauthals sogar scheuen, wenn sie davon erfahren und es gewohnt sind, ständig und ausdauernd in die falsche Richtung nach Lösungen zu suchen, sind sie auch so konditioniert, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen. Sie glauben, der Baum ist der Wald und der Wald ist Unsinn, Geschwurbel und Ablenkung, um den echten Feind zu vernebeln. Und so stärken sie den Feind mit ihrem Glauben, er existiere immer nur und einzig da draußen. Sie lehnen es ab zu begreifen, dass der Feind im Außen nur unseren inneren Mustern folgt. Mit dem Weltbild der Quantenphysik ist das zu verstehen, aber wer von denen will schon freiwillig etwas verstehen, das dann das eigene Weltbild einstürzen lässt? Sie bemühen sich in allerlei seltsamsten Kopfgeburten, wie das der Psychologe Franz Ruppert haarfein erklärt. Nur um darin ein Versteck für ihre inneren Kränkungen zu finden, es mit allerlei geistreichen Verwinkelungen zu verzieren und es dem anderen als Verteidigungsakt zu verkaufen: Angriff ist eben doch die beste Verteidigung. So ist zum Beispiel die Idee vom Kampf der Klassen, bis gar keine mehr existiert, ein wunderbares Versteck für gebrochene menschliche Herzen: Ich darf der Ungerechtigkeit wegen auf ewig kämpfen und Feinde definieren, Hurra, ich habe ein Ventil gefunden! Denn nichts weiter als eine Ersatzbefriedigung ist sie, diese Kopfgeburt Klassenkampf. Denn was ich da legitimiert bekämpfe, wird unterfüttert von meinen eigenen inneren Traumen- und Konfliktmustern. Das macht der Kampf von ganz allein und ist denen nicht bewusst, die ihn für absolut und der Lösung sicherste Weise erkannt zu haben glauben. Er ist dennoch bloß ein Versteck, das eigene Schmerzen zu übertragen wünscht. Wer an ihm als Ultima Ratio glaubt und starr an ihn festhält, so kann man solche überall erleben, wird sein Beißen und Bellen auf eben diese Idee übertragen, und nicht daran interessiert sein, woher eigentlich sein inneres Beißen und Bellen herrührt. Natürlich vom blöden Gegenüber, oder dem Ursprung allem Bösen dieser Welt, denn wenn der Mensch oder der Umstand nicht so wäre, wie ich sie erkannt habe, dann müsste ich ja nicht ständig bellen und beißen. 

Kann man das Kapital auflösen, wenn man alle Klassen vernichtet, außer die eigene supergute Klasse? Was macht dann die übrig gebliebene supergute Klasse? Ruft sie den Proletarismus dann aus – ohne Kapital und ohne je wieder kämpfen zu müssen oder zu wollen? Schwierig.

Der Verrat am Selbst

Die Entmilitarisierung der menschlichen Herzen hieße auch, dass die Menschen lernen, keinen Verrat mehr an sich selbst zu begehen. Die heute lebenden Menschen sind zu großen Teilen zu diesem inneren Verrat an sich selbst erzogen, gebildet und konditioniert worden. An diesen Lebenslinien hangeln sie sich ab, müssen sie sich anbinden, bilden ihre eigenen Gedanken und Ideen erklimmen und merken dabei nicht, dass sie im inner Space den outer Space erkennen wollen – was gar nicht geht. Davon aber sind sie zutiefst überzeugt konditioniert worden. Der Psychologe Franz Ruppert ist sich sicher, dass wir zunächst mit unserer inneren Welt aufräumen sollten, um Lösungen für die gegenwärtigen Probleme zu finden. Wir sehen nicht mehr die Realität, wie sie ist. Der Filter unserer Traumatisierung hat sich in unsere Wahrnehmung eingenistet. Und, das ist wohl das wirklich Entscheidende und für die Rationalisten wohl das Verstörende daran: Egal wie dann die Lösung aussieht! Es ist immer nur eine für sich selbst, sprich: sie hat Gültigkeit nur für das eigene Leben. Und da sind wir nun angelangt, beim größten Problem überhaupt, der Eigenverantwortlichkeit für den eigenen Lebensplan.

Unsere inneren Problemmuster verhindert ganz intensiv, dass wir die Probleme überhaupt erkennen. Die Problemidentifikation ist verschmutzt mit unserer Art, ersatzbefriedigend, man nennt das maladaptiv, unser gesamtes Leben zu leben. Wie ich schon des Öfteren schrieb, ist unser heutiges Ichgefühl deswegen (Trauma- und Konfliktverunreingt) ein Hochstapler, der dem Gaukler Gehirn das Wasser trägt. Franz Rupert erklärt dies in dem außergewöhnlichen Interview hier auf KenFM sehr schön mit dem Unterschied einer Identität und den Zuschreibungen, die der Identifikation bedarf, dem Füllstoff jedweden Illusionen, die wir unseren Maladaptionen verdanken und als die Wirklichkeit und die Wahrheit unseres Seins begreifen. Es sindfallgruben, in die wir zunächst alle hineinfallen. Es gilt, wie es Wilhelm Reich einmal sagte, den Ausweg aus der Falle zu finden. Unsere inneren Problemmuster sind geradezu dazu da, um uns in immer tiefere Probleme zu stürzen. Wir nennen das allgemeinhin Lösungen. Paradox, aber genau so ist es wirklich. Auch Dirk C. Fleck hat das wunderbar beschrieben, indem er davon spricht, dass wir darum bemüht sind, die Saugfähigkeit unseres Teppichs ständig neu zu definieren, auf den wir ständig urinieren; gemeint ist hier die Ignoranz der Umweltzerstörung. Erst wenn wir unsere inneren Muster dazu auflösen, was nicht in einer einzigen Generation zu schaffen ist, auch nicht in zwei oder drei, werden wir echte Lösungen im inner Space finden, die auch zum outer Space passen. Tun wir das nicht und sträuben uns weiterhin davor, dann werden wir inner Space-Probleme auch weiterhin für outer Space-Lösungen halten, doch in Wahrheit nur unsere inner-Space-Probleme auf die äußere Welt projizieren. Aber, und dieses Aber birgt Hoffnungen für uns selbst, es gibt eine ein-Generationen-Lösung. Sie heißt Bewusstseinswandel. Das ist nämlich genau so unbegrenzt, das Bewusstsein, wie das Universum. Bewusstseinsarbeit ist das, was wir Wachstum ohne Stoppschild und ohne Zweckerfüllung nennen. Das heißt, ich wachse an mir, an der Welt, lebe und vor allem handle auch nach meinem Wissen bis ins Grab hinein. Die gängige Form des Stopp-Wachstums, also ich weiß etwas ganz genau und lasse davon ein Leben lang nicht los, bleibe in dieser Blase, verkünde aus dieser Blase heraus alle Wahrheiten des Lebens und nerve ein Leben lang damit die Gesellschaft, mache ein Feindbild nach dem anderen aus denen, die anderes Wissen dazu haben, also anderer Meinung sind, ist die am weitesten verbreitetste Form diesen, nach Franz Rupert, Kopfgeburten überhaupt. 

Wage es, weise zu sein!

Bewusstseinswandel, wie soll das gehen und was ist das? Es ist das in Fleisch und Blut übergehende Wissen aus der inneren und der äußeren Erfahrung über das eigene Leben im Ganzen. Wir sind es gewohnt, dank unseres Bildungs- und Arbeitssystems Erfahrungen in reines oder totes Wissen zu übertragen. Kopfwissen eben, mehr nicht. Nicht aber dieses Wissen dann in Eigenverantwortlichkeit weiter zu verfolgen und umzusetzen, also nur danach zu handeln. So entstanden die Bibliotheken und der Glaube, Wissen müsse man horten und aufzeichnen, damit andere es in ihre Köpfe bekommen. Die Meisten laufen dem Mainstream, also der Schweigespirale und der Konformität hinterher. Wissen ist somit nicht bewusstes Wissen, sondern Schulwissen und Regierungswissen, also zusammengefasst: Herrschaftswissen. Wissen ist bei uns Notenwissen oder Karrierewissen. Man besteigt eine weitere Stufe auf einer Leiter des Erfolges, einzig und allein des Erfolges willens. Das ist beim bewussten Wissen ganz anders. Bewusstes Wissen ist immer eingelagert und abrufbar. Es vermehrt sich nicht durch Anstrengung und es will nicht glänzen. Es ist, sagt man, mehr nicht, weil man selbst dadurch ist. Ein systemkonformer Mensch wird es zu Beginn schwer haben, das zu verstehen. Das aber liegt gar nicht am Menschen, sondern an den eingelagerten Konditionierungen, was Wissen zu sein hat. Jeder Mensch ist grundsätzlich in der Lage, das zu verstehen. Ob er will, das hängt an der Beziehung, die jeder Einzelne zu seinem inneren Konflikt- und Trauma-Lösungsprogramm hat, sprich, seiner selbst erarbeiteten Copingfähigkeit.

Die Entmilitarisierung der menschlichen Herzen wird und kann nicht durch ein anderes Wissen kommen, oder verordnet werden. Die Entmilitarisierung der menschlichen Herzen kann nur auf eine Weise vollzogen werden: durch Menschlichkeit zu sich selbst und zu den Anderen. Aber solange die Menschen ihre jetzige Welt und ihre jetzigen Weltbilder, mit ihrem Originalleben verwechseln, nicht zulassen können, dass sie Kopien künstlicher Realitäten, künstlicher Welten anderer Menschen sind, so lange wird sich das menschliche Herz hinter all den Ersatzmöglichkeiten verstecken können. Menschen werden weiterhin versuchen, Probleme in Lösungsmuster zu überführen, die reinste Illusionen sind. Dahinter zu schauen kommt schon einem anfänglichen Wandel des eigenen Bewusstseins gleich. Dieser Wandel ist der erste Schritt zu einem Menschsein, das sein Herz wieder fühlbar macht. Daher,

Sapere aude! Habe Mut, Dich deines eigenen Herzens zu bedienen, heißt der Wahlspruch der menschenweiten Bewusstwerdung.

Quelle

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/papst-franziskus-in-abu-dhabi-papst-fordert-religionen-zu-frieden-auf-a-1251571.html

https://kenfm.de/franz-ruppert/

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11 Kommentare zu: “Tagesdosis 6.2.2019 – Entmilitarisierung des menschlichen Herzens

  1. Wie bei den Hammerbesitzern jedes Problem immer nur ein Nagel ist, scheint jedes Problem, bei Ihnen lieber Herr Lenz, immer ein Trauma, oder eine Physiologische Fehlentwicklung zu sein. Die Fähigkeit und Bereitschaft zum organisierten Kampf ist keine Fehlentwicklung. Sie können den Menschen genauso wenig Entmilitarisieren, wie Sie ihm den Zucker abgewöhnen können, oder die Xenophobie. Bitte verstehen Sie, dass das neue Teil des menschlichen Gehirns, dem alten Teil des menschlichen Gehirn nur zu Diensten ist. Bitte versuchen Sie auch die enorme Tragweite dieser einfachen Tatsache der menschlichen Evolution zu begreifen.

  2. Lieber Rüdiger Lenz,
    da ich schon sehr viel Schönes von Ihnen gehört und gelesen habe, unterließ ich es, nach Ihrer Einleitung den ganzen Beitrag wegzuklicken, wie ich es einem ersten Impuls folgend sonst
    getan hätte.
    Mich nervt, nervt, nervt, wie viele liebe Menschen aus dem real existierenden Sozialismus kommend, meinen, uns, die im Westen sozialisierten permanent über Religion aufklären zu müssen.
    Scheinbar hat man keine Ahnung, was sich im Westen diesbezüglich in den 1970/80er Jahre so tat. Hier gab es innerkirchliche Kritik, Strömungen wie ‚Kirche und Sozialismus‘, Demokratischer Sozialismus, Politische Theologie und was nicht alles. Als dann die Mauer fiel, war das für das Nebeneinander von kath. und ev. Religion, wie wenn man Wasser in eine gut gewürzte Suppe schüttet. Die Zahlen zum Rückgang von Religionszugehörigkeit sind an dieser Nahtstelle der Geschichte in beiden Konfessionen um je ca. 10 % gesunken. Kritik gab es wie gesagt, schon immer, aber diese Aufforderung zur radikalen Abschaffung kirchlicher Institutionen gab es vorher in der Breite nicht und ich kann und will das nicht akzeptieren!
    Verdammt, ich mache ja auch nicht Ihre Ost-Erfahrung madig, ganz im Gegenteil bin ich
    begierig darauf zu erfahren, wie sich diese ganze Entwicklung bis zur Einverleibung unter unser Grundgesetz und wie sich diese Treuhandabwicklung (Kohl soll ja Hilfe aus den USA angefordert haben) aus der Sicht der Betroffenen darstellt.
    Zunächst also zum Vatikan: Als ich in den NDS https://www.nachdenkseiten.de/?p=48973#h03 den LINK zu dieser Erklärung fand: http://justicenow.de/2019-01-26/chomsky-pilger-und-70-weitere-fordern-in-offenem-brief-ein-ende-der-us-intervention-in-venezuela/
    und darin das Zitat: „In solchen Situationen ist die einzige Lösung eine auf Verhandlungen gründende Einigung – wie es in lateinamerikanischen Ländern in der Vergangenheit der Fall war, als politisch polarisierte Gesellschaften ihre Differenzen nicht durch Wahlen lösen konnten. Es gab derartige Anstrengungen, wie zum Beispiel die vom Vatikan im Herbst 2016 geführten, die großes Potenzial hatten. Doch erhielten sie keine Unterstützung von Washington und seinen Verbündeten, die stets dem Regime Change anhingen. Diese Strategie muss sich ändern, soll es eine praktikable Lösung für die anhaltende Krise in Venezuela geben.“,
    habe ich mich für diese ‚Anstrengungen‘ des Vatikans interessiert und danach gegoogelt.
    Was ich mir davon gemerkt habe, der Grundsatz des Vatikans sei, Kontakte zu Staaten, nicht zu Regierungen zu pflegen, weil die Staaten das Bleibende seien und es ginge dem Vatikan immer um die Menschen. Vielleicht findet sich eine/r oder hat sich schon gefunden, der die
    Diplomatie des Vatikans im einzelnen erforscht und darüber schreibt.
    Bei der Gelegenheit fand ich natürlich auch diese Meldung vom Papst-Besuch in den VAE:
    https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-02/papst-franziskus-abu-dhabi-interreligioeses-treffen-volltext.html
    Der Papst spricht hier von der Menschheitsfamilie und von einer Aufgabe, die nicht mehr aufgeschoben werden könne, davon, „einen aktiven Beitrag zur Entmilitarisierung des menschlichen Herzens zu leisten. …“
    und hier im Zusammenhang: „… Ein brüderliches Zusammenleben, das auf Bildung und Gerechtigkeit beruht; eine menschliche Entwicklung, die auf einer bereitwilligen Inklusion und auf gleichen Rechten aller beruht: Das sind Samen des Friedens, die aufkeimen zu lassen, die Religionen aufgerufen sind. Wie vielleicht nie zuvor haben sie in dieser heiklen geschichtlichen Situation eine Aufgabe, die nicht mehr aufgeschoben werden kann: einen aktiven Beitrag zur Entmilitarisierung des menschlichen Herzens zu leisten. Das Wettrüsten, die Ausweitung der eigenen Einflussbereiche und eine aggressive Politik zum Nachteil anderer werden nie Stabilität bringen. Krieg schafft nichts als Elend, Waffen nichts als Tod!…“ (eigene Hervorhebung)
    Und hier:
    https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2019-02/papst-franziskus-abu-dhabi-imam-erklaerung-al-azhar-frieden.html
    Papst Franziskus und Großimam Achmed al-Tayyeb haben an diesem Montagnachmittag eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Das Dokument stellt eine starke Absage an Gewalt und Terrorismus dar: „Gott will nicht, dass sein Name dazu benutzt wird, Menschen zu terrorisieren
    Dies, damit sich jede/r selbst ein Bild machen kann!
    Das Gebaren der Vatikanbank gehört genauso von Kontroll-, Aufsichts- und Justizeinrichtungen unter die Lupe genommen, wie jede andere Bank.
    Wenn ich aber vom Reichtum der Kirche höre und lese, denke ich immer auch daran, was allein die Aufrechterhaltung und Instandhaltung der vielen Einrichtungen kostet und auch die (nicht immer veröffentlichten) vielen sozialen Hilfsmaßnahmen.
    Und die Vorstellung, der Kölner Dom, der Dom zu Speyer, der Aachener Dom z.B.
    wären nicht in Kirchen- sondern in Staatshänden und stünden jetzt davor, privatisiert zu werden, lässt mich erschaudern. Für mich sind das wunderbare Kulturschätze. Der Kölner Dom unterhält z.B. eine Werkstatt zur ständigen Renovierung und Instandhaltung des Bauwerks.
    Aber jetzt zu etwas Positivem.
    Beim Lesen Ihres Textes wurde mir plötzlich klar, was ich darin vermisse:
    Feuer, Funken, Leidenschaft für eine Sache, nd dann war klar, wer uns so sehr fehlt:
    Dorothee Sölle.
    https://www.dorothee-soelle-haus.de/fileadmin/user_upload/baukaesten/Baukasten_Dorothee_S_lle_Haus/Dokumente/Soelle_Dokumentation_2018_3MB.pdf
    Hier auf den Seiten 26 – 30: Zitate wie diese:
    S. 26 „Mit ihrer häufig provozierenden und polarisierenden Art hat Dorothee Sölle immer wieder Menschen vor den Kopf gestoßen. Aber sie hat auch Tabus durchbrochen und Räume für Veränderung eröffnet. Solche Räume der Veränderung brauchen wir – auch heute. denn, um es mit ihren Worten zu sagen: „Gott hat keine anderen Hände als die unsrigen.“
    S. 28 Carolyn Decke, Pröpstin im Kirchenkreis Hamburg-Ost über die Person und das Wirken von Dorothee Sölle (geb.1929 in Köln, gest. 2003 in Göppingen): „Was bleibt …? dass scheinbare Gegensätze erst das gesamte Bild ergeben: Politisch denken und Spiritualität suchen. Bewahren wollen uund Veränderung fordern. Offenen Herzens sein und Schutz geben. Glaubenssätze wagen und Dogmen zerstören. Unbedingt glauben und jederzeit zweifeln. Schroff sein und Wärme ausstrahlen. Unter Diffamierung leiden und mutig bleiben. Ja, „alles hat seine Zeit“ und gehört zusammen“ und „Gastfreundschaft im eigenen Haus, für Nahe und Fremde, auch für Erstsemester wie mich. Diskussionsrunden bis tief in die Nacht, Hauptsache, nicht dummes Gerede, nicht Kirchenmief, sondern Substanz. Vor den Kopf stoßen, damit Dinge klar werden. sich über Humor freuen…“
    S.28 Pastor i.R. Ulrich Hentschel, ehemaliger Studienleiter für Erinnerungskultur der Ev. Akademie der Nordkirche: „… Dorothee Sölle war Anfang der 70er Jahre Mitbegründerin und Aktivistin der „Christen für Sozialismus“. Warum Sozialismus? Sie schreibt 1975: „‚Ein neues Gespenst geht um, in Gemeinden und Kirchenleitungen, in Synoden und Hochschulen, in Medien und Arbeitskreisen – das Gespenst einer christlichen Option für den Sozialismus. … Wenn man fragt: wie wird man ein Christ für den Sozialismus? so würde ich antworten: Liebe deinen Nächsten und achte auf die Erfahrungen, die du dabei machst. Du musst es allerdings gründlich, der Sache auf den Grund gehend tun. … Der gründlich Barmherzige geht an die Wurzeln, d.h. er radikalisiert sich. … Der gründlich Barmherzige wird auf jeden Fall eines Tages auf Granit beißen – auf die Eigentums- und Sozialstrukturen der Gesellschaft. Dann ist eine neue Phase erreicht, und es wird höchste Zeit, Karl Marx zu lesen … Wenn man von der Caritas nicht zum Antikapitalismus kommt, so kann es nicht um Barmherzigkeit, sondern nur um ihre bürgerliche Korruption gehandelt haben.‘ “
    Dorothee Sölle von einer anderen Seite:
    https://www.dorothee-soelle.de/g%C3%A4stebuch/angebot-konzertlesung/
    Dann noch einmal der kath. Kirchenkritiker Norbert Greinacher für Interessierte:http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-14349602.html

    • Komisch. Für mich sind Sie der erste, von dem ich erfahre, dass die Mitbürger aus dem real existierenden Sozialismus versuchen ihn über Kirche aufzuklären. Und dann noch so sehr, dass es nervt. Könnte es eventuell sein, dass das nur Ihnen passiert?

      Aber da Sie davon sprechen, ich bin auch für die Abschaffung der Kirche als Institution. So viel Scheinheiligkeit bei gleichzeitigem Handaufhalten ist manchmal schwer zu ertragen.
      Außerdem haben wir für solche Zwecke heutzutage den Mainstream und die Regierung.
      Glaube gehört für meine Begriffe ins Privatleben oder einen Verein.

  3. Eine sehr wertvolle, weil ganz und gar zutreffende Analyse jener so weitverbreitenen Grundprobleme, die hauptsächlich in unserem von vielen Menschen noch immer kaum je beachteten und daher vielfach auch nicht einmal annähernd verstandenen Inneren liegen und so noch immer für so viele Verwicklungen und Streitigkeiten in der Welt sorgen (und auch die für uns alle nun längst nötige Umorientierung immer wieder erschweren). Eigentlich ist dies alles – gar nicht so schwer zu verstehen, doch eine Vielzahl von äußeren wie auch inneren Blockaden hindern immer noch viele Menschen, sich auch einmal auf eine solche Weltsicht einzulassen. Warum nur diese vielen Blockaden? Ich will zur Ergänzung des Artikels oben in groben Zügen oben einmal beschreiben , was es damit auf sich hat:

    Sehr vieles, vielleicht sogar all das Unrecht, das uns heute nun so flächendeckend immer größere Probleme bereitet, ist auf eine noch immer sehr weitverbreitete Unmündigkeit zurückzuführen und auf deren vielfach weit zurückliegende Ursachen.

    Über viele Jahrtausende hinweg wurden uns immer wieder alte Traditionen überliefert, die von den meisten Menschen kaum je hinterfragt, sondern vielmehr von Kindheit an erst einmal getreulich befolgt und dann auch mehr und mehr verinnerlicht voller Überzeugung dann auch an die nächsten Generationen weitergegeben wurden. Neue Erkenntnisse strömten zwar immer wieder ein und wurden dann auch integriert. Im Großen und Ganzen änderte sich dabei jedoch kaum etwas an dieser Entwicklungsrichtung, die bis heute – nun nach betont westlicher Denkart vor allem das Meistern unseres Lebens in der Außenwelt zum Ziel hat. Uralte, noch instinktbetonende Reflexe, die eigentlich noch dem Tierreich entstammen (besitzbetonende Beißreflexe, Revierverhalten usw.), haben sich daher bis heute gehalten. Der fortwährende Eroberungsdrang verursacht aber, da unsere Welt und die Ressourcen darauf naturgemäß endlich sind, sehr viele von uns aber offenbar (oft auch aus sehr fragwürdigen Sicherheitsgründen) immer besitzgieriger werden, inzwischen auch mehr und mehr Probleme, die aber mit den alten, bislang „stets so bewährten Erfolgsrezepten“ nun eben nicht mehr zu lösen sind, da diese sich nun immer häufiger in ihr Gegenteil verkehrend – längst schon zu immer mehr Konflikten in allen Lebensbereichen führen (wenn z. B. immer mehr Menschen vor lauter Angst nach immer mehr Reichtum und äußerer Macht trachten, so ruft das gerade bei all jenen anderen dies nicht richtig reflektierenden Menschen immer mehr Diebstahl, Raub, Streitsucht, Gewaltbereitschaft … hervor und so vergrößert sich dann abermals unreflektiert – die allgemeine Angst – immer mehr …)!

    Offenbar sind immer noch sehr viele Menschen nicht (oder nur sehr unzureichend) darauf vorbereitet, daß in unserer heutigen Zeit eine ganz andere Herangehensweise nötig ist, um das Leben auch wirklich (langfristig) zu meistern. Besonders in der heutigen Übergangszeit ist es nun nötig, eine (selbst)-kritische Lebensweise zu entwickeln und somit nicht mehr einfach alles zu glauben und befolgen, was einem aufgetragen wird oder was „gerade angesagt“ ist und damit nun ein auch möglichst vollständig bewußtes und mündiges Selbstbewußtsein zu entwickeln.

    Dies fällt offenbar sehr vielen Menschen noch sehr schwer, da Autoritätshörigkeit und Gruppenhörigkeit oft noch tief in ihnen verankert sind und sie obendrein auch noch von den vielen Erfolgen geblendet sind, die vor allem in den letzten beiden Jahrhunderten durch das kunstvolle Organisieren der Massen möglich wurden und inzwischen spielen für viele Menschen auch noch zunehmende Verlustängste eine wichtige Rolle. So gehorchen daher bis heute noch immer viel zu viele Menschen lieber – als noch „groß zu fragen“.

    Sehr viel kritikloses Mitläufertum ist so entstanden und auch Duckmäuserei (doch meine Kritik daran gilt nicht etwa den Menschen die so handeln, sondern bezieht sich einzig und allein auf solches Handeln!). Massenweise strömen heute Menschen – auch buchstäblich hervorgerufen durch unsere Massenmedien – dahin, wo sich gerade die nächste erfolgversprechende „Nahrungs“-Quelle oder eine andere Art von „tollem Event“ aufzutun scheint und folgen blindlings, ohne einmal genauer nachzudenken den damit verbundenen Erfolgrezepten, bis dann – auch diese Quelle – inzwischen oft schon nach kurzer Zeit – versiegt! – Kein Sieg, sondern vielmehr mehr und mehr Schaden für die Allgemeinheit ist nun jedoch immer häufiger die Folge; doch gerade bei Menschen die selbständiges und auch sorgfältiges Nachdenken noch nicht gelernt haben gilt (frei nach Rainer Faßbinder) vielfach offenbar immer noch – „Angst (und auch die eigene unverstandene Gier) fressen Seele auf“ (und dies blockiert dabei dann auch noch Geist und Verstand). Immer wieder folgen bisher unzählige Menschen sozusagen „auf Autopilot“ (und möglichst auch noch auf Höchstgeschwindigkeit) dem ewig gleichen stumpfsinnigen Trott.

    Wir leben nun in der Zeit eines gewaltigen Umbruchs und es liegen viele sehr schwere Aufgaben vor uns, die uns gelingen müssen, wenn wir Menschen noch eine lange Zukunft vor uns haben wollen. Angesichts des nun schon sehr gereizten gesellschaftlichen Klimas werden wir mit den üblichen persönlichen Anklagen, Schuldzuweisungen und Verurteilungen wohl kaum je Erfolg haben, falsches Handeln jedoch sollten wir durchaus ganz deutlich benennen. – Vor uns liegt offenbar noch viel Aufklärungsarbeit!

  4. Lieber Herr Lenz
    Lichtwesen(Menschen)sind eben auch an das „Dilemma“ des Welle-Teilchen-Dualismuses gebunden.

    Viel-leicht sind es die hermetischen Gesetze nach denen Sie suchen?

    Die hermetischen Prinzipien stellen eine Lebensphilophie dar. Wenn man die Gesetze versteht und sie auf seine Lebenssituationen entsprechend anwendet, kann man sein Leben in jede beliebige Richtung lenken.

    Man begreift, dass sein Leben nicht in Stein eingemeißelt ist und man Opfer seiner Lebensumstände ist. Vielmehr kann man mit Hilfe der Gesetze das Leben besser verstehen und somit in bestimmte Abläufe eingreifen, um so zu mehr Glück, Gesundheit, Freude, Sinn, Liebe, Wahrheit, Intelligenz und Weisheit zu gelangen.

    DAS GESETZ DER SCHÖPFUNG
    Deine Gedanken erschaffen deine Realität. Alles was ist, ist das Produkt aller bisherigen manifestierten Gedanken. Nicht die äußeren Umstände führen dazu, dass wir bestimmte Gedanken hegen, sondern unsere Gedanken bestimmen unsere Umstände. Alles was du im jetzigen Moment erlebst, ist das Resultat deiner Gedanken, die du bisher hattest. Schöpfung und Veränderung der physischen Ebene hat ihren Ursprung immer in der mentalen Welt; in der Ebene deiner Gedanken. Du kannst im Rahmen deines individuellen Bewusstseins Schöpfung kreieren. Du bist der Schöpfer deiner Realität. Du bist aber auch zugleich ein Teil vom kollektiven Bewusstsein, der Summe aller Gedanken. So wie du einen großen Effekt auf das kollektive Bewusstsein ausüben kannst, indem du fähig bist mit deinen Gedanken die Welt zu revolutionieren, kann das kollektive Bewusstsein auch einen Effekt auf dich haben, indem du beispielsweise einen schweren Schicksalsschlag erleidest. Zum größten Teil kannst du dein Leben jedoch selbst bestimmen, indem du die Macht hinter den schöpferischen Gedanken erkennst und richtig einsetzt. Hegst du nämlich die falschen Gedanken, wirst du auch eine unerwünschte Realität für dich erschaffen. Wichtig ist auch die Intensität deiner Gedanken. Je mehr du etwas willst und je mehr du etwas in die Tat umsetzt, umso größer wird auch das Resultat. Deine Gedanken werden Wirklichkeit. Deine Gedanken manifestieren sich in der Materie. Je mehr und je stärker du an etwas denkst, desto besser kann sich ein Gedanke manifestieren.

    DAS GESETZ DER KAUSALITÄT
    Zufall? Willkür? Ungerechtigkeit? Diese Begriffe verlieren ab sofort ihre Bedeutung. Nur weil wir für etwas keine Erklärung haben, heißt das noch lange nicht, dass es keine verursachenden Zusammenhänge gibt. Das Prinzip von Ursache und Wirkung ist eine anerkannte Grundlage in der Physik und wirkt ebenso in allen anderen Bereichen unseres Lebens. Oft ist uns kaum bewusst, dass alles, was wir denken und tun, eine Wirkung hinterlässt. Denn unsere Gedanken bilden regelrechte Gedankenwelten, die genauso real sind wie unsere Emotionen oder unser Körper. Wenn wir jemandem in Gedanken etwas Gutes oder Schlechtes wünschen, geben wir mit unserem Denken die entsprechende Energie mit. Die gesamte Natur ist ein großer vernetzter Organismus, in dem nichts verloren geht. Jede Aktion hat eine ihr entsprechende Wirkung, die eines Tages auf ihren Verursacher zurücktrifft und erst dann wieder annulliert wird. So ereilen uns mal freudige Ereignisse, mal schwere Schicksalsschläge – doch immer haben wir diese gemeinsam einmal in irgendeiner Weise mitverursacht. Sobald eine Tat von uns einen anderen Menschen erreicht, wird diese immer weitergegeben, bis sie schließlich wieder auf den Verursacher selbst trifft und der Kreislauf sich schließt. Karma ist eine Kette der Verursachung, die in die endlose Vergangenheit zurückreicht und sich in die endlose Zukunft erstreckt. Auch wenn es uns manchmal hart trifft: Niemand wird durch Karma bestraft oder belohnt, sondern wir ernten stets die Saat früherer Gedanken und Taten. Nicht immer ist es einfach, damit umzugehen. Und jeder Mensch, der in Schwierigkeiten gerät, verdient unser Mitgefühl und unsere Unterstützung. Wir sollten stark aufpassen, welche Gedanken und Taten wir produzieren. Denn gute oder schlechte Taten werden auch durch Menschen übertragen, die noch kein derartiges Karma entstehen lassen haben. Wir müssen uns als gemeinsamen Organismus erkennen und stets so mit unseren Mitmenschen umgehen, wie man den Umgang von Anderen mit sich selbst erwartet.

    DAS GESETZ DER ENTSPRECHUNG
    Du kannst das Große im Kleinen und das Kleine im Großen erkennen. So wie du innerlich bist, erlebst du auch deine Außenwelt. Die von dir erlebte Außenwelt entspricht immer dem, was du selbst innerlich bist. Die Außenwelt ist also immer dein Spiegelbild. Wenn du dich im Inneren veränderst, wird sich zwangsläufig auch die Welt für dich ändern. Ebenso, wenn sich die Welt ändert, wirst auch du dich verändern. Bist du also in Harmonie mit dir selbst, bist du gleichermaßen in Harmonie mit der Außenwelt. Die
    Emotionen die du wahrnimmst, nimmt die Welt auch wahr. Aus diesem Grund geht es Pflanzen bei fröhlichen und heiteren Menschen besser, wobei wiederrum Pflanzen bei depressiven und unglücklichen Menschen schneller verwelken. Die Abhängigkeit zwischen der
    inneren und äußeren Welt eines jeden Individuums ist zu jeder Zeit vorhanden. Jedes individuelle Bewusstsein ist Teil vom kollektiven Bewusstsein und das kollektive Bewusstsein ein Teil von jedem individuellen Bewusstsein.

    DAS GESETZ DES GLEICHGEWICHTS
    Wie man in der Physik beobachten kann, versucht sich jede Begebenheit immer in ein Gleichgewicht zu versetzen. Wärme breitet sich beispielsweise im Laufe der Zeit soweit aus, dass nahezu überall im Raum die gleiche Temperatur herrscht. Auch wenn du Milch in deinen Kaffee schüttest, stellst du schnell fest, dass sie sich schon bald gleichmäßig verteilt. Das gleiche Prinzip gilt auch für das Leben. Verschiedene Wirkungen gleichen sich immer aus, sodass so schnell wie möglich wieder Harmonie und Ausgleich hergestellt wird. Geben und Nehmen muss stets im Gleichgewicht sein. Wer nur Nimmt, aber nicht bereit ist zu Geben, bringt das Gleichgewicht durcheinander. Besteht das Gleichgewicht nicht mehr, werden Prozesse in Gang gesetzt, die das Gleichgewicht wiederherstellen. Aus diesem Grund sollten wir mit dem Umgang der Natur achtsam vorgehen. Wir Menschen haben
    bereits damit begonnen die Natur aus dem Gleichgewicht zu bringen. Wenn wir auf diese Weise fortfahren, können die daraus resultierenden Naturkatastrophen die Menschheit auslöschen, bis sich die Natur wieder ins Gleichgewicht versetzt.

    DAS GESETZ DER POLARITÄT (& GESCHLECHTLICHKEIT)
    Das Gesetz der Polarität enthält die Wahrheit, dass alle manifestierten Dinge zwei Seiten haben, zwei Aspekte, zwei Pole, zwei Gegensätze mit mannigfaltigen Stufen zwischen den beiden Extremen. Gleich und ungleich ist im Prinzip dasselbe. Gegensätze sind in ihrer Natur identisch. Wärme und Kälte sind Temperaturen, Liebe und Hass sind Gefühle, Dunkel und Hell sind Seinszustände des Lichts. Durch Polaritiäten ist es überhaupt möglich Sachverhalte zu werten. Jedoch gibt es in Wahrheit kein Gut und kein Böse, kein Groß oder Klein, kein Besser oder Schlechter. Alles ist eine reine Wertung vom individuellen Bewusstsein selbst. Was für den einen als gut empfunden wird, kann für den anderen etwas Schlechtes sein. Schlechte Ereignisse können jedoch auch hilfreich sein, um bestimmte Ziele zu manifestieren. Du wirst es sicherlich auch bereits erlebt haben, dass du erst dachtest Pech zu haben, sich im nachhinein jedoch herausgestellt hat, dass es gut war, dass es auf diese Weise passiert ist. Wer das Werten und das Urteilen über Polaritäten vermeidet, wird es leichter haben seine Gedanken nach seiner Vorstellung zu manifestieren.

    DAS GESETZ VOM RHYTHMUS
    Alles im Leben erlebt einen Aufschwung aber auch einen Abschwung. Alles was entsteht ist auch vergänglich. Es gibt gute Zeiten sowie schlechte Zeiten. Jedes Glück das entsteht, beinhaltet auch potentielles Leid, das daraufhin folgen wird. Jemand der sehr glücklich über eine Partnerschaft ist, wird irgendwann das Leid erfahren, dass der Partner nicht mehr da ist. Sei es durch Trennung oder Tod. Das Auf und Ab ist ein völlig natürlicher Vorgang. Wer einem gesunden Rhythmus folgt, kann das Auf und Ab in einen erträglichen und gesunden Kontext bringen. Wer also versteht, dass auf gute Zeiten schlechte Zeiten folgen, dass auf leichte Tage, schwere Tage kommen und diese Gegebenheiten akzeptiert, wird in den schweren Situationen nie einen Gedankenumschwung erleben. Der Rhythmus wird dann nur geringe Auswirkungen auf die Manifestierung deiner Ziele und dein Leben bekommen. Wer dieses Gesetz nicht versteht, wird sich oft von seinen Emotionen soweit leiten lassen, dass sie sich negativ auf das Leben auswirken.

    DAS GESETZ DER ANZIEHUNG/RESONANZ
    Gleich und gleich gesellt sich gern. Das weiß auch der Volksmund. Was wir denken, sagen und tun, zieht seinesgleichen an und bringt entsprechende Dinge, Erfahrungen und Menschen in unser Leben. Dein persönliches Verhalten bestimmt deine persönlichen Verhältnisse und deine gesamten Lebensumstände. Dies ist der Grund, warum es vielen Menschen schwer fällt, sich aus unglücklichen Lebenssituationen zu befreien. Gleiches zieht Gleiches an und wird durch Gleiches verstärkt. Ungleiches stößt einander ab. Negativität zieht Negatives an, Dunkles zieht Dunkles an, Hass zieht Hass an, Angst zieht Angst an, Sucht zieht Sucht an, Aggressivität zieht Aggressivität an – und wenn wir nicht innehalten und umkehren, setzen wir eine Spirale nach unten in Gang, die irgendwann nicht mehr zu stoppen ist und zu Depression, Verzweiflung, Unglück und Tod führt. Denn wir müssen zuerst glücklich SEIN, um Glück zu erfahren. Das SEIN kann nur durch unsere Gedanken entstehen. Wir müssen unsere Gedanken nach dem SEIN richten und alle Gedanken, die dem SEIN entgegenwirken verbannen. Dann wird auch unser Handeln danach bestimmt und schließlich können wir mit Hilfe unserer positiven Gedanken noch mehr Positivität anziehen. Du bist, was du tust. Du ziehst all das in dein Leben, was deinen täglichen Handlungen, Gedanken und Emotionen entspricht.

  5. Wer das was heute auf der Welt läuft ändern will, muß bei sich anfangen. Nur mit harschem Konsumverzicht kann man dem Kapitaleliten etwas entgegenhalten. Breit? Beginnen wir heute? Stattdessen: Jeder will sein iPhone, seine super Hifi Anlage wie Herr Lenz genießen, die Übergangsjacke, das Zweitgrundstück kaufen (natürlich nur für die Kinder, damit die es mal besser haben, haha!), das Motorrad, das Macbook, das Navi, das das das usw usw! Bald gibt es nur noch ein paar wenige Gross-Lieferanten von denen wir alle (bis auf ein paar Selbstversorger) abhängig sind wie die Heroin-Konsum Süchtigen. (Amazon, Alibaba, Aldi, Lidl usw zeigen den weg.) Wer sich selbst als Problem erkennt ist nicht auf dem Holzweg, nur – wer nichts zu seiner Lösung beiträgt ist größtenteils das Problem selbst! Zur Verdeutlichung: Wie war das noch gleich “ Ich bin leider im Autostau auf der A7″ Nein, ich bin ein Teil des Stau, ich bin ein Mit-Glied des Stau! Genau so ist man Mitglied der jetzigen Misere und der Kriege, dazu muß man nicht direkt Soldat oder Berufsmörder (nach Eugen Drewermann) sein , es reicht man ist indirekt Konsument!

    • Moin, Meissen, so sehr ich auch diese Argumentation versuche nachzuvollziehen, so sehr sehe ich eben auch die Unzulänglichkeiten dieses Ansatzes.
      Zum Einen ist die kapitalistische Wirtschaftsweise angebotsorientiert anstatt bedarfsorientiert.
      Zum Anderen sind wir ganz einfach zu viele Menschen auf diesem Globus. Stellen wir uns vor, es gäbe nur 20 mio. Menschen in DE! Hätten wir dann die gleichen Staus auf den Strassen? Wohl kaum.
      Ich frage mich, was daran so verwerflich ist, wenn man seine Musik ueber eine gute Hifi Anlage hören möchte. Fuehren wir den Verzichtsgedanken fort, so wohnten wir alle demnächst in einer Tonne, genau wie Diogenes, der alte Grieche.
      Aber darum kann es doch gar nicht gehen. Worum es gehen muss, ist, dass wir die Verfuegungsgewalt erhalten unseren gesellschaftlichen Reichtum auch sozial zu verteilen.
      Ich habe nicht die aktuellen Zahlen parat, aber ich vermute, dass allein der Kriegsetat der von der Leyen ausreichte, dass es keine flaschensammelnden Rentner mehr geben muesste.
      Worueber man sich m.M.n. empören sollte ist die Ideologisierung der kapitalistischen Weltsicht ueber die Fernsehkanäle. Werbung hat dort einen besonderen Stellenwert.
      Nur wird es eine Änderung des Systems nicht geben durch eine Verzichtspolitik.
      mfG

  6. Die Aufrüstung hat etwas damit zu tun, dass Banken in Zeiten der Finanzkrise nur noch auf diese Weise Geschäfte machen können.

    Gemäß der FAZ bzw. auch dem Spiegel vom 7.3.2018 investieren Banken Milliarden in Atomwaffen.

    Bei Donald Trump ist es zudem ein Problem, dass er Politik und Privatgeschäft miteinander vermischt. Das ist eine schwerwiegende Interessenkollision.

    Spiegel online schreibt am 17.02.2016, dass er deshalb reich wurde, weil er sehr viele öffentliche Gelder angezapft hat. Seine Firmenpleiten würde er verschweigen.

    Er hätte zudem sehr hohe Schulden bei der Deutschen Bank. Es war vor ca. 2,5 Jahren von 650 Milliarden Dollar die Rede.
    Die Schulden von Donald Trump sind bedenklich, weil er dann in seinen Entscheidungen eingeschränkt ist.

    Außerdem wurde gemutmaßt, dass er 18 Jahre lang keine Steuern gezahlt hätte. Der „New York Times“ sei eine Steuererklärung von Donald Trump zugespielt worden, die dies vermuten lässt.

    Anstatt sich gedanklich mit der Funktionsweise des Geldes zu beschäftigen, hat Donald Trump bei seiner Wahl also auf Steuersenkungen und staatliche Investitionen gesetzt. Aber ein Präsident,, der in erheblichem Umfang nebenbei unternehmerisch tätig ist, kann sich nicht auf sein Präsidentenamt konzentrieren. Er kann dann auch nicht mehr in alle Richtungen denken.

    Er setzt reich sein mit qualifiziert sein gleich und das ist ein sehr großer Irrtum.

    In seinem Regierungsteam seien mehrere Goldman Sachs Banker.
    Dies erklärt es im Grunde genommen bereits, warum er vor allem auch im Interesse der Banken aus dem INF-Vertrag aussteigt.

    Aber es war doch die US-Regierung, die für die Atombombenabwürfe auf Japan in 1945 verantwortlich war.

    Jetzt ist es für Russland ebenfalls offensichtlich, dass der INF-Vertrag somit keinen Bestand mehr haben kann.
    Herr Putin hat mich zudem als Internetnutzer blockiert, nachdem ich dorthin eine eMail geschickt hatte. Das finde ich nicht besonders nett.

    Vor allem stört es mich, dass in Russland Oppositionelle wie Alexei Nawalny verhaftet werden.
    Inzwischen ist er zwar wieder frei, aber man hindert ihn an der Ausreise.

    Mir kommt es so vor, als sei Putin nicht wegen eines Wahlsiegs mit Inhalten im Amt. Sein Regierungsamt ist eine Mogelpackung.
    Es gebe zudem in Russland Journalistenmorde und die Pressefreiheit in Russland wird insgesamt angezweifelt.
    Zudem ist Anna Politkowskajas, die ein Buch über den Tschetschenien-Krieg geschrieben hatte, ebenfalls ermordet worden.

    Bei einer Demonstration in 2018 seien mehr als 800 Demonstranten festgenommen worden.

    Was die Wahlen in Russland betrifft, sind die Wahlergebnisse wahrscheinlich nicht manipuliert, aber der Wahlprozess selbst es gemäß dem Deutschlandfunk durchaus.

    Es gibt auch weltweit immer mehr Waffengeschäfte.
    Die Vereinigten Staaten hätten in 2017 1,4 Bio. EUR für Rüstung ausgegeben.

    Waffenexporte nach Saudi-Arabien, werden zudem auch von unserer Regierung deshalb genehmigt, weil der Schuldendruck immer größer wird. Unsere Regierung kann es sich nicht leisten auf solche Einnahmen zu verzichten.

    Außerdem sitzen in unserer Regierung vermutlich Rüstungslobbyisten. Beispiele in der Vergangenheit waren Dirk Niebel oder Ex-Verteidigungsminister Jung.

    Das Finanzsystem produziert jedenfalls immer mehr Schulden und diese werden irgendwann dermaßen hoch, dass die Gefahr sehr groß, dass es wieder einen Weltkrieg gibt.

    Was die Kreuzigung in der Bibel betrifft, bin ich der Auffassung, dass die gesamte Bibel eine (verschlüsselte) Prophetie ist.
    Die Offenbarung des Johannes in Verbindung mit den Papstweissagungen des Hl. Malachias lassen dies vermuten.

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