Tagesdosis 6.4.2018 – „Linke“ Liebesdiener der NATO

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Angesichts der sich gefährlich zuspitzenden Weltlage und der nicht müde werdenden Hetze der NATO-Politiker und ihrer Hofschranzen in den Mainstream Medien gegen Russland, hätten die Ostermärsche für den Frieden dieses Jahr viel machtvoller sein müssen. Statt Hundert Tausend hatten sich z.B. in Frankfurt Main laut Polizei knapp 1.500 Demonstranten versammelt, in Kassel etwa Tausend und in Marburg, eine der ehemaligen Hochburgen der Friedensbewegung, waren es nur noch 400. Dennoch freute sich Willi van Ooyen, der Sprecher des Ostermarschbüros: „Es sind viel mehr gekommen als erwartet“. Die Teilnehmerzahlen seien dieses Jahr etwas höher gewesen. Tatsächlich war das Ergebnis ein kläglicher „Erfolg“ auf sehr niedrigem Niveau. Für dieses jämmerliche Versagen der deutschen Friedensbewegung macht Thomas Schwarz in einem aktuellen RT-Deutsch Artikel zu Recht Teile der Partei „Die Linke“ und andere, pseudo-„linke“ Organisationen wie z.B. die „antifa“ verantwortlich.

Tatsächlich hat sich die einst antifaschistische Bewegung in eine virulente und gewalttätige, pro-zionistische und menschenverachtende Organisation gewandelt, die sich unter falscher „linker“ Flagge immer wieder mit Kriegshetze gegen die Palästinenser hervortut, z.B. bei Demos mit Plakaten wie: „Bomben auf (die palästinensische Stadt) Ramallah, das ist die wahre antifa“. Bisher hat die Führung der Partei die Linke sich weder von der antifa noch von der nicht weniger gefährlichen und gewaltbereiten pro-zionistischen „Bak Shalom“ Fraktion in der Partei „Die Linke“ distanziert, um nur zwei von vielen ähnlichen „links“ blinkenden Gruppierungen zu nennen. Diese „Linken“ haben inzwischen zunehmend NATO-Positionen für „humanitäre“ Interventionskriege übernommen und sind zugleich in Frontstellung gegen Russland gegangen. Von diesen „Linken“ wird Pazifismus als „rechts“ diffamiert, und um den Frieden besorgten Menschen wird das Etikett „Querfront“ oder „Verschwörungstheoretiker“ angehängt.

Ohne diese Schützenhilfe von „links“ hätte die Hetzkampagne der großen Medien gegen Friedensdemos niemals diese Wucht entfalten können, so Thomas Schwarz in seiner Analyse. Das Parteiblatt der Linken, „Neues Deutschland“ bezeichnete die Teilnehmer der Mahnwachen für den Frieden als „günstigstenfalls verwirrte, schlimmstenfalls von ihrem Wahn überzeugt“. Die Grüne taz beleidigte die Demo-Teilnehmer pauschal als von Russland verführte „Wirrköpfe“. Der Spiegel verbreitete, beim Friedenswinter würden sich „Putin-Fans, Pazifisten und Verschwörungstheoretiker“ versammeln, der Tagesspiegel sah bei den pazifistischen Demos vor allem „Verschwörungstheoretiker, radikale Linke und Neonazis“.

Ganz vorne in der Reihe der Gegner des Friedenswinters hat sich damals erwartungsgemäß auch der linke Politiker und heutige Berliner Kultursenator Klaus Lederer positioniert: Die Mahnwachen für den Frieden würden „den Boden für Rechtspopulismus, Antisemitismus und Rassismus“ bereiten. Er sehe das alles „mit Gruseln“. So wundert es auch nicht, dass die „Querfront“-Inquisitoren des Berliner Landesverbands der Partei „Die Linke“ den Ostermarschaufruf für Berlin nicht mitunterzeichnet haben. Der Grund war, dass den Berliner „Linken“ unter Führung von Lederer die eindeutigen Aussagen im Text des Aufrufs über NATO und Russland nicht gepasst haben. (Hier ist der Link zum Aufruf) (http://www.frikoberlin.de/oster/2018/om2018_flyer.pdf) Nachfolgend eine der für die Berliner Lederer-„Linke“ anstößigen Textstellen:

„Steht Russland angriffsbereit an den Grenzen der westlichen Industrieländer? Nein. Erhöht Russland seine Militärausgaben? Nein, es verringert sie sogar. Hat es einen Raketenabwehrschirm aufgebaut? Nein! Aber die NATO steht schon an den Grenzen Russlands und hält dort Manöver ab, hat viermal so viel Soldaten wie Russland, gibt zehnmal so viel für das Militär aus und hat beschlossen, ihre Militärhaushalte noch erheblich zu erhöhen. Wir wissen, dass jede weitere NATO-Waffe Spannungen erhöht und militärische Gegenmaßnahmen auslösen kann. Deshalb wollen wir, dass Bundeswehr und NATO abrüsten. Das ist das einzig richtige Signal für vertrauensbildende Maßnahmen und eine Politik der Entspannung!“

Der Textauszug ist in der Tat starker Tobak, mit dem sich ein „Linker“, der mit der Möglichkeit liebäugelt, bei den nächsten Wahlen im Bund Regierungsverantwortung zu übernehmen, unmöglich identifizieren kann. So ist es denn auch nur folgerichtig, wenn Lederer zu denen in der „Linken“ gehört, die sich am meisten über Diether Dehms zutreffende Beschreibung des neuen deutschen Außenministers Heiko Maas als gut gestylten „Strichjungen der NATO“ aufregen. Nun ist die Empörung unter den linken Ankömmlingen und Karrieristen groß. Man echauffiert sich über Dehms Verstoß gegen die guten Sitten durch seine politisch inkorrekte Wortwahl, anstatt gemäß der friedenspolitischen Beschlusslage der Linkspartei die NATO-Kriegspolitik und das Mittun der CDUCSUSPD-Einheitspartei anzuprangern.

Da sind viele Leser der konservativen FAZ linker als die Berliner Lederer-Linken. Etwa die Hälfte der Kommentare auf Dieter Dehms Interview in der FAZ, in der er sein Strichjungen-Zitat nochmals bekräftigt, stimmt dem Mitglied der Linksfraktion im Bundestag Dehm zu. „Wo Dehm recht hat, hat er recht“, war der Tenor. Nur in einem Punkt wird Dehm auf einen Fehler hingewiesen, als er Bezug nehmend zur britischen Skripal-Novichok-Provokation gegen Russland sagte:

„ ….und dies alles spielt mit dem dritten Weltkrieg. Und dass da jetzt Mitglieder der Bundesregierung, statt zu mäßigen und zu vermitteln, sofort als erste Amtshandlung in dieses NATO-Horn blasen, ist gefährlich. Heiko Maas ist ein Volljurist, der die Unschuldsvermutung kennt und auch als Außenminister und oberster Diplomat zur Umsicht angehalten ist.“

Ein Leser verweist Dehm darauf, dass „Herr Maas kein Volljurist“ sei. Er habe „nur ein Staatsexamen, d.h. eine unvollständige Ausbildung wie viele unserer Politiker. Ansonsten Danke, Herr Dehm – wenn ich auch nicht zu Ihrer Seite neige, freue ich mich dennoch über handfeste, ehrliche Politikerpersönlichkeiten … da fallen mir nicht mehr viele ein.“

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22 Kommentare zu: “Tagesdosis 6.4.2018 – „Linke“ Liebesdiener der NATO

  1. >Ein Leser verweist Dehm darauf, dass „Herr Maas kein Volljurist“ sei.
    >Er habe „nur ein Staatsexamen, d.h. eine unvollständige Ausbildung
    >wie viele unserer Politiker.

    Fake News: Herr Maas ist Volljurist und hat zwei Staatsexamina absolviert.
    Vielleicht besser gegenchecken, bevor man Behauptungen irgendwelcher
    „Leser“ kolportiert und sich zu Recht dem Vorwurf der Unkorrektheit aussetzt.

    Was aber natürlich nichts daran ändert, dass besagter Herr auf seinen
    letzten Polit-Stationen viel Schaden angerichtet hat und dies aufgrund
    seines eitlen und karrieregeilen Auftretens bei maximal als „mäßig“ emp-
    fundener Kompetenz und einer moralisch wohl nicht allzu hohen
    Gesinnung auch weiterhin zu befürchten ist.

    Als Polit-Marionette allerdings eine nahezu perfekte Besetzung, mit der
    gewissen Einschränkung, dass er beim „Bürger“ eher auf der deutlich
    unsympathischen Seite angesiedelt sein dürfte, mit unvorteilhaften Folgen
    für die Gunst der Wähler. Wobei letzteres in der Scheindemokratie aber
    natürlich irrelevant ist.

  2. Ich lese
    F.W. Deakin and G.R. Storry, ‚The case of Richard Sorge‘, New York, 1966
    Sorge war ein Deutscher in hohen Ansehen in Deutschland, etwa 1941 wurde er in Japan entlaft als Spion für Moskau.
    Ich muss meine Ansichten über wie der zweite Weltkrieg begann wieder etwas ändern, mitte Mai informierte Sorge Moskau über wenn Hitler angreifen würde, 22 Juni.
    Keine Antwort.
    Nachdem die Angriff da war war Sorge wütend, und verstand es nicht.
    Ich vermute warum Sorge es nicht verstehen konnte, als kommunistsicher Idealist war es undenkbar für ihn das Stalin ein Pakt mit den kapitalistischer Roosevelt hatte.
    Es war nicht die einzige Warnung die Stalin bekam.
    Das Buch sagt das es viele Spekulationen gab warum Stalin tat alsob er nichts wusste.
    Es ist möglich das er keine Angriff erwartete, das Hitler nur Drück machen wollte für USSR Konzessionen, welche, das weiss Niemand.
    Meine Spekulation ist dat Stalin Franklin Roosevelt folgte, wer Krieg will steht moralisch gut da nachdem man angegriffen ist.

    • Ich hätte anfangen müssen mit ‚wie können wir heute wissen welche Spielchen gespielt werden, wenn wir heute noch diskutieren welche Spielchen die zweite Weltkrieg verursachten‘.

  3. Lieber Rainer,

    ich gelte in auch von Dir -wie von mir- kritisierten Kreisen sog. Friedenswinterkritikern als „Friedenswintermacher“ (antideutsche Site: https://www.ruhrbarone.de/der-friedenswinter-in-bochum-und-ken-jebsen/96835) und ich habe 2018 auf drei Ostermarsch-Veranstaltungen Beiträge geleistet. Das gibt es auch. Die Friedenwsbewegung nutzt ihr Potential in der Tat u.a. aufgrund unseliger Interna nicht, wie Du schreibst. Ich habe der Frankfurter Rundschau zu Lerryn (D.Dehm) und Heiko Maas, Nato und Russland diesen Leserbrief zukommen lassen:
    „Nach dem Eingeständnis aus England haben die Medienverantwortlichen die Verantwortung, in sich zu gehen: Machen wir mit, wenn die Propaganda der Nato/den USA… das Motto ‚Wir die Guten‘ und ‚Der Osten die Bösen‘ gebetsmühlenartig in die Meinungsmache einfließen lässt? Das Völkerrecht verbietet US-Truppen in Syrien, den Überfall der Türkei, die Krim-Übernahmen durch Russland genauso wie die Nordzypern-Übernahme durch die Türkei und die quasi-Annexion besetzter Gebiete durch Israel,… Bombenangriffe der russischen Luftwaffe auf Zivilisten sind genauso Menschenrechtsverletzungen wie solche der Türkei, der USA, Saudi Arabiens… Aleppo und Ost-Guha sind genauso Narben menschlichen Leids, wie Afrin, Mosul und Yemen, auch wenn hier der Westen und sein Partner Saudi-Arabien die Verantwortung inne haben. Die Dämonisierung Putins und Russlands wird für die Lüge in die Welt gesetzt, die Nato braucht 2% der Wirtschaftsleistung für Militärausgaben. Schon jetzt geben alleine die USA ein Vielfaches des russischen Militäretats für die Armee aus. Und dann kommen die anderen Nato-Staaten hinzu. Ich hoffe, die Medienverantwortlichen fühlen sich ab jetzt mehr der Information und dem Frieden und damit den Lesern und Leserinnen gegenüber verantwortlich. Vorkriegspropaganda können wir uns im 21. Jahrhundert nicht leisten.
    Das gilt auch für die Außenpolitik Deutschlands – Heiko Maas erklärte zu Salisbury gegenüber der Bild am Sonntag: ‚Durch das russische Verhalten der letzten Jahre ist ohne Zweifel viel Vertrauen verloren gegangen. …‘ Zum Vertrauensverlust kamen Ausweisungen russischer Diplomaten wegen Salisbury; die Eigendynamik einer Spirale aus unbewiesenen Vorwürfen, Gegenvorwürfen, … ist in der heutigen Lage so brisant, dass das Verhalten Deutschlands eskalierend ist. Heiko Maas hat wie so viele PolitikerInnen der Nato-Staaten eskalierend gehandelt, was in der heutigen Lage unverantwortlich ist. Der Frieden braucht statt einer Spannungssteigerung Gespräche, valide Entscheidungen und eine Sicherheitsarchitektur wie die Organisation Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa statt der Nato und EU-Armee. Dieter Dehms Angriffe gegen Herrn Maas verletzen die persönliche Würde; und Herrn Maas‘ Worte und Taten verletzen die Sicherheitsinteresen der Menschen in unserem Land und in Europa. Vertrauen ist in der Tat verloren gegangen.“

    • Danke für den Brief als „Vorlage“ / Anregung; jeder von uns kann an Redaktionen schreiben + seine Meinung dort deutlich machen. Höflich, aber sehr deutlich. Ich werde mich mit meinen Worten in den nächsten Tagen anschließen.

  4. Sehe ich alles auch so. Habe versucht diese Dinge mit Freunden und Bekannten zu diskutieren und ich werde von einigen auch in eine der oben erwähnten Schubladen gepackt. In meinen Kopf geht es nicht hinein, daß viele das nicht verstehen zu scheinen wie und was läuft. Will man das nicht verstehen oder ist das zu komplex für viele Menschen? Der Name Antifa zum Beispiel zeigt ja schon wie wenig verstanden wird. Die Antifa ist eine Vereinigung im Kampf gegen den Faschismus. Ist ja eigentlich gut gegen Faschismus zu sein, aber irgendwie kommt mir das inzwischen so sinnlos vor, weil es auf mich so wirkt, als würden sich die Leute ständig selbst auf die Schulter klopfen wie geil sie sind, weil Sie gegen Faschisten sind. Nur was ist denn daran so besonders? Die meisten Menschen sind gegen Faschismus und Faschisten. Es wird auch nicht verstanden, daß es die Nazis weiter stärkt, daß sie einen Gegner in der Antifa haben, sprich man gibt sich gegenseitig eine Existenzberechtigung. Wäre doch viel einfacher für den Frieden zu sein und sich denen anzuschließen, die auch dafür sind. Somit wären wir viele und diese paar Nazis wenige und hätten gar keine Macht.

    • Ich bin ganz bei Ihnen.Sie haben das Spiel glasklar auf dem Radar.
      Der Wahnsinn von Antifaschist und Faschist braucht kein Mensch.
      Er nuetzt nur dem veraechtlich lachenden Dritten der diese Polaritaet
      fuer seine Ziele (divide et impera=teile und herrsche) auch noch perfide befeuert.

    • Moin, Anja Burghard, wie dem Artikel zu entnehmen ist, so handelt es sich hier doch um einen Etikettenschwindel! Man sollte meinen, wo Antifa draufsteht soll auch Antifa drin sein.
      Doch ist ein Gutheissen der zionistischen Expansionspolitik, ein Massaker ausgefuehrt an friedlichen Demonstranten im Gazastreifen (Karfreitag mit min. 17 Toten und hunderten Verletzten duch Schusswunden) nichts anderes fuer mich als blanker Faschismus.
      Das ist leider fuer einen beträchtlichen Teil der Partei „die Linke“ Realität geworden, dass sich solche Figuren/Fraktionen in der Partei aufhalten duerfen ohne die antiimperialistische (gelbe) Karte gezeigt zu bekommen. Fuer die ‚Antideutschen‘ und ‚Bak Shalom‘ gilt zudem, dass sie einem Amerikanismus frönen, der jede Kritik an ihm und seinen finanzpolitischen Abteilungen verbietet, weil Kritik am Finanzkapitalismus wuerde irgendwie ja auch die Juden treffen, die sich in der Sparte breitgemacht haben.
      Also, der Kampf gegen den Faschismus sollte man als Linker schon fuehren, allerdings genau hinsehen, ob man nicht hinter dem falschen Etikett hinterherläuft.

  5. Ich hätte mir so gewünscht, dass die kritischen Journalisten das perfide Spiel mitmachen, aber am Ende die Frage stellen, ob die kriegsgeilen Nato-Speichellecker wie das gut gestylte Strichmännchen sich auch mit den Soldaten solidarisieren, die Waffen in die Hand nehmen und an die Front sich einreihen.
    Sowas vermisse ich ständig bei der Bundespressekonferenz. Einfach so eine Frage direkt an dieses verlogene Gesindel richten. „Herr Seibert, im Falle einer Außereinandersetzung mit Russland, solidarisieren sie sowie ihre Dienstherrin sich auch mit unseren Soldaten, nehmen sie eine Waffe in die Hand und gehen an die Front? Oder riskieren sie perverserweise das Leben von Unschuldigen Menschen anhand von unhaltbaren Anschuldigungen?“

    • Im Krieg sterben immer junge Männer, die sich nicht kennen, im Auftrag von alten Männern, die sich sehr wohl kennen.
      Bei marginalisierter Friedensbewegung und pseudo Linken, helfen auch keine Fragen in der Bundespressekonferenz. Die lügen da doch professionell oder entweichen den Fragen.
      Die Unterwanderung der Partei ‚die Linke‘ durch Nato Strich-Männer & Frauen lässt eigentlich nur einen Schluss zu:
      Die Linken dieses Landes müssen sich neu aufstellen.
      Entweder sie räumen die Partei auf oder es muss eine KPD entstehen, in der sich findet was bei Lenin die ‚Partei neuen Typus‘ heisst.
      Solange Leute wie Lederer, Riexinger, Kipping und gleichsortige in der Partei, die Machtfragen für sich entscheiden können, verrät die Partei ihre eigenen Grundsätze und aufrechten Mitglieder.
      Auch bei Linken führen viele Wege nach Rom aber davon führt KEINER am Frieden vorbei!
      Ihnen alles Gute

    • Also immer mit den Finger auf andere zeigen und denen die Schuld zuweisen, ist manchmal richtig und damit lässt sich ganz gemütlich leben, aber ist niemals zielführend.
      Mit den Ziel viele Menschen für den Frieden zu vereinen, soll man den Fokus doch nicht auf die wenigen Pseudolinken bzw. dieses absurde Gezanke zwischen Links, Mitte, Rechts legen. Die von Ihnen genannten Namen sollten einen doch weniger Interessieren, auch wenn sie einige Anhänger um sich scharren können.
      Aber Einige sind nicht gleich Viele.
      Einer der Fehler den die Friedensbewegung macht, ist, dass sie immer nur genehme Persönlichkeiten eine Stimme bzw. Gehör schenken.
      Was ist denn mit den Vielen denen es wirklich dreckig geht? Wird nicht mal an der Zeit denen eine Stimme und Gehör zu geben?
      Es ist genau wie Gerald Hüther sagt, mit kognitiver Herangehensweise, sprich intellektuelles Wissen allein, geht es auch nicht. Sondern sowohl kognitiv als auch emotional, mit Herz und Verstand.
      „Einladen, ermutigen und inspirieren.“
      Also so wenn es schon bei der Einladung (eine Stimme geben, Gehör verschaffen, interviewen in eine Gesprächsrunde einladen) hapert, da braucht man sich nicht zu wundern, warum nur die wenigen intellektuellen alten Menschen schaffen sich für eine Friedensdemo zu engagieren.

    • Moin, fpdcb, das ist ja mal ’ne Ansage! Mit der Gruendung einer KPD bin ich einverstanden, ebenso mit dem Hinweis auf Lenins Partei.
      Die entscheidende Frage ist aber doch wie kommt sie aus dem Hut? Es muessten doch Namen, die eine gewisse Reputation besitzten fuer einen Aufruf zur Gruendung bereitstehen.
      Es muessten im Vorwege Diskussionen stattfinden ueber ein vorl. Programm und ueber die Organisationsbeschaffenheit. Es gäbe also viel zu tun. Wenn es dazu Vorbereitungen gibt, wuerde ich gerne mithelfen. Solange es aber noch dauert, scheint mir der Versuch der Sammlungsbewegung von Sahra W. zumindest ein erster Schritt zur Neuausrichtung der Linken zu sein!

  6. Find ich gut! Ich möchte noch ergänzen: Generell so autark wie möglich werden, je nach finanziellem Spielraum. So früh wie möglich die eigenbewohnte Immobilie mit Grundstück anstreben. Dafür wäre auch ein Kredit okay, aber niemals für kurzfristigen Konsum verschulden. Evtl. dann noch PV bzw. Solarthermie auf’s Dach. Wer’s auf die Spitze treiben will noch einen Brunnen in den Garten.
    Konsum generell auf das Nötigste einschränken. Im Grunde konsumieren viele Menschen ja nur als ausgleichende Ersatzbefriedigung für das vom System geraubte Leben. Devise muss lauten: Weniger ist Mehr! Regionale Anbieter immer vor globalen Konzernen bevorzugen.
    Des Weiteren den Banken das Geld entziehen und einen großen Teil der Rücklagen bar abheben. Sowieso elektronische Zahlungsweisen meiden und so viel wie möglich bar zahlen.
    Keine „sozialen“ Netzwerke nutzen, lieber die Hilfsbereitschaft in der Nachbarschaft/Straße suchen und ausbauen.
    Bestimmt gibt es noch etliche weitere Möglichkeiten, die im Verantwortungsbereich des „kleinen Mannes“ liegen.
    Ja, die schöne glitzernde neue Welt ist so einfach, billig und verführerisch und praktisch und hat uns aber letztendlich an den Punkt gebracht an dem wir stehen, mit allen Problemen und den katastrophalen Zukunftsaussichten. Wer das ändern möchte, muss zuerst sich ändern und das ist aufwendig, anstrengend und auch kostspielig, aber nur so kann es gelingen. Und wenn man ehrlich ist und berücksichtigt, dass man heute in immer mehr Bereichen sowieso alles selber machen muss, wenn man will, dass es vernünftig wird bzw. auch Vieles selbst macht, was früher Dienstleistung war (z.B. Bankgeschäfte, Reiseorganisationen) relativiert sich das mit „schnell und einfach“ heutzutage auch ganz fix wieder.

  7. So isses heute wohl:

    Wir haben Chicken Mc-Links, Chicken MC-Rechts und Chicken MC-Medium im Angebot. Wahlweise mit schwarzer, blauer, grüner, gelber, roter oder pinker Soße! Fastfood eben! Was anderes ist kaum angesagt. Auf das Branding und Label kommt es an.
    Für die Gefahr der Unterernährung oder krankheitsverursachender Fehlernährung gibt es ja Journalisten äh . . Ärzte und Medien äh . . Krankenhäuser und verschreiben dann alternative Fakten äh Schwerzsymptonlindernde Mittel.

    „Wie Du machst Dir ernsthaft über etwas Sorgen!? Wie uncool ist das denn!“

    Wenn wir dann hinschauen, was wirklich drinn ist und – auf den Punkt bringend – feststellen „Es stinkt“ (nichts anderes hat Herr Dehm gemacht), wirds schwierig in den heutigen Bewertungsmaßstäben.

    Das Hingeschaut wird, dass ist der eigentliche Aufreger für die transatlantische Firmenzentrale! Und das man diese schöne heile Wohlfühlblase zerstören und beschmutzen will, darüber regen sich Dich Fastfoodjünger auf, die doch einfach nur Brot und spielen wollen. Rülps!

    • zumachen das Kasperletheater und nicht weiter aufregen, ein gutes Buch kaufen, sein eigenes Gemüse anpflanzen und mit möglichst vielen Menschen reden und sich austauschen. Das ist doch schon ne Menge, die Mann/Frau tun kann, oder . . .?

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