Tagesdosis 7.1.2019 – Die bösen Anderen

Ein Kommentar von Susan Bonath.

Viele können trefflich darüber debattieren, welches Land oder welchen Diktator uns die Politik gerade wieder als besonders bösen Teufel verkauft. Sie wittern Kriegspropaganda, in der Regel nicht zu unrecht. Doch sobald politisch geschürte Feindbildprojektionen den eigenen kleinen Lebenskreis berühren, versagen solche Einsichten regelmäßig und gruppendynamisch. Dieser massenpsychologischen Erkenntnis folgt die Agenda der Herrschenden namens „teile und herrsche“ seit Ewigkeiten. Das junge Jahr 2019 lieferte dafür bereits zahlreiche Beispiele. Hier seien nur zwei genannt.

Der erste Blick geht ins bayrische Amberg. Kurz vor Silvester hatten dort vier stark betrunkene jugendliche Asylbewerber Passanten gewalttätig attackiert. Es kam, wie es kommen musste: Der um Zustimmung buhlende Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) schlachtet die Tat sorgsam für die Zwecke seiner Auftraggeber aus. Einmal mehr warf er das Triggerwort fürs Volk schlechthin in die Pressegrube: „Migrationspolitik“. „Asylrechtsverschärfungen!“, forderte er lauthals und verlangte: Die Bundesrepublik müsse die Abschiebehaft ausbauen. Ein entsprechendes Gesetzespaket habe er bereits schnüren lassen.

Wohlgemerkt: Dabei geht es nicht um das Wegsperren von Straftätern, sondern von Menschen aus prekärsten Lagen, denen weder Asyl noch subsidiärer Schutz gewährt wurde. Das sind die meisten der hier Ankommenden. Deren befristete Duldung kann jederzeit widerrufen werden. Vor allem Afghanen sind derzeit davon bedroht.Obwohl jeder weiß: Der Krieg in  Afghanistan ist nicht vorbei. Fast wöchentlich gibt es dort Anschläge mit vielen Toten. Seehofer und seine Kumpels setzen jedoch auf immer schärfere Entrechtung.

Psychologisch unumstritten ist indes: Mehr Repressionen erzeugen mehr Angst. Mehr Angst erzeugt mehr Aggressionen. Aggressionen führen zu Gewalt. Das wiederum schürt immer mehr Hass auf der anderen Seite. Seehofer weiß das alles. Es kümmert ihn so wenig, wie ihn in Wahrheit einheimische Verletzte kümmern. Und etwas anderes weiß er auch: Ausländer eignen sich, neben einheimischen Obdachlosen, Drogensüchtigen und Hartz-IV-Beziehern,  bestens zur Aggressionsabfuhr für frustrierte deutsche Statusakrobaten. Irgendwer muss ja Schuld sein.

Anders sieht es im umgekehrten Fall aus. Der Blick geht nach Bottrop. Der 50jährige Andreas N. fuhr am frühen Neujahrsmorgen mit dem Auto in eine Gruppe Ausländer. Mehrere Menschen – Syrer, Afghanen, ein Türke – wurden schwer verletzt, darunter auch Frauen und Kinder. Rassistische Parolen habe er gebrüllt, auch später bei der Vernehmung. Die Polizei konstatierte ausländerfeindliche Motive. Doch während die Polizei bei islamistischen Attentätern regelmäßig Pässe findet, findet sie bei Deutschen ein Attest.

Der Mann sei psychisch krank, hieß es. Darum habe er sich in seinen Hass hinein gesteigert und mehrere Anschläge verübt. Sofort plädierte eine Masse an Kommentatoren für Rehabilitation. Das Motto: Kann ja einem derart Traumatisierten mal passieren. Und klar, auch daran sei letztlich Merkels „Migrationspolitik“ Schuld. Die perfekte Täter-Opfer-Umkehr. Und Achtung, Ironie: Deutsche Waffen und imperialistische Plünderungen durch deutsche Konzerne traumatisieren natürlich nie!

Doch es geht weiter: Selbst dieses Attentat nutzte das Redaktionsnetzwerk Deutschland für das Schüren von Feindbild Nummer zwei: Hartz-IV-Bezieher. So titelte es am 2. Januar: „Hass, Schizophrenie und Hartz IV: Das ist über den Attentäter in Bottrop bekannt“. Schwupps ist die Verbindung im Oberstübchen hergestellt: Hartzer seien nicht nur „dumm“ und „faul“, sondern gerne psychisch gestört. Da darf auch das Triggerzentrum auf der Kleinhirnrinde des bürgerlichen Linken mitblinken: Arm ist gleich moralisch verwahrlost und gewalttätig, ist gleich Rassist, ist gleich Nazi. Die Faschisten in Nadelstreifen sind fein raus. Berühmte Pressefotos von heruntergekommenen Besoffenen, die den rechten Arm recken, lassen grüßen.

Das Einteilen der unteren Schichten in „wir, die Guten“ und „die bösen anderen“ war immer Bestandteil jeder Herrschaftsordnung. Aus psychoanalytischer Sicht ergibt das Sinn: Wächst ein Mensch unter Bedingungen auf, in denen er sich ständig einer – heute nicht einmal personell greifbaren – Herrschaftsgewalt unterwerfen muss, staut er Aggressionen an. Wie das funktioniert, beschrieb der Psychologe Peter Brückner bereits in den 1970er Jahren in seinem Werk „Sozialpsychologie des Kapitalismus“: Zur Aggressionsabfuhr, so Brückner, entwickelten viele Menschen unter diesen Bedingungen mangels eindeutiger Feindidentifikation pathologische Abwehr-Mechanismen: Sie projizieren.

Der Psychoanalytiker Thomas Auchter nannte dies 2010 in einem Artikel „zwanghafte Externalisierung“. Das heißt: Der kapitalistische Kleinbürger ist im gegenwärtigen System gezwungen, amoralische Dinge zu tun. Dies, so Auchter, erzeuge in ihm einen als ausweglos empfundenen Konflikt. Um ihn zu lösen, verbannt er alle „bösen“ Verhaltensweisen und Eigenschaften aus dem eigenen Ich und „seiner Gruppe“. Er lastet sie „den Anderen“ an. Auchter spricht vom Rückfall in die kindliche Schwarz-Weiß-Lösungsstrategie. Diese Projektion wirke entlastend, werde kollektiv bestärkt und gesteigert.

Ob bewusst oder unbewusst getrieben von eigenen neurotischen Abwehrmechanismen: Die deutsche Politik dreht permanent an dieser Spirale – immer mit dem Fokus auf unten. Dort lauere der Feind, suggerierte zum Beispiel am 2. Januar der Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger, einmal mehr gegenüber der Springer-Presse. Er wetterte: Fast eine Million Asylbewerber seien inzwischen in Hartz IV gelandet. Er impliziert: Dort, wo die „Schmarotzer“ herumhängen. Und wie Steiger beispielsweise vor einiger Zeit unter Verweis auf die „Selbst-Schuld-Theorie“ verlangt hatte, dürfe man denen ruhig das Essen weg sanktionieren, wenn sie nicht gehorchen.

So glühen die Triggerzentren in den Hirnen fleißiger Statusakrobaten: Asylbewerber wollten sie nur abzocken und den „schönen deutschen Sozialstaat“ zerstören. Jeder kann zwar wissen, dass dies schon vor, aber vor allem durch die Agenda 2010 vorangetrieben wurde – Stichworte: Massenhafter Zwang durch Hungersanktionen in den Niedriglohnsektor, massive Rentenkürzungen, Ausbau der Leiharbeit, Abbau von Arbeitsrechten und so weiter. Doch ist der Hass auf die Unterschicht, in der niemand landen will, aber fast jeder landen könnte, schier unendlich. Wie gesagt: Die Anderen müssen Schuld sein am Übel, wenn die Abzocker nicht in den Fokus geraten wollen.

Apropos Faulheitstheorie: Zweifelsohne könnte sich nun beispielsweise der Volkswagen-Beschäftigte fragen, ob es für den Planeten sinnvoller ist, mit dem Existenzminimum in einer sogenannten „sozialen Hängematte“ (Achtung: Schröder-Alarm!) herum zu liegen, als den Rohstoffräubern – hier die Automobilkonzerne – mit seiner Arbeitskraft die Stange zu halten und Zeug zu produzieren, von dem ein wachsender Anteil ungenutzt auf der Müllhalde landet und vorher – wie aktuell etwa auf dem nie fertig werdenden Flughafen BER – en masse vor sich hin verrottet.

Die gleiche Frage darf an jeden Bankangestellten gehen, an jeden Beschäftigten in der Bürokratie-Maschine dieses imperialistischen Staates, an jeden Mitarbeiter eines beliebigen Energiekonzerns und überhaupt: An jeden Mitwirkenden in dem globalen Getriebe der Umwelt zerstörenden Massenproduktion von irgendwas.

Mal ehrlich: Richten jene, die am Existenzminimum herumkrebsen und laut gewisser Vorurteile alle bis mittags im Bett bleiben, nicht tatsächlich viel weniger Schaden an, als die so Fleißigen, die täglich brav zur Arbeit rennen, unbezahlte Überstunden schrubben und dafür sorgen, dass steinreiche Großaktionäre durch Nichtstun immer reicher werden? Wer hält die Tretmühle des globalen Arbeitshauses und Abzocker-Casinos inklusive Rohstoffkriege tatsächlich am Laufen? Nun, da kommt es wohl auf die Perspektive an.

Zum Weitblick würde die Erkenntnis gehören, dass Krieg, Elend und Flucht immer traumatisieren, und das Traumata nun einmal psychosoziale Folgen haben – bei vielen ehemaligen Soldaten genauso wie bei den Opfern der Ressourcenkämpfe. Dazu gehört auch die Einsicht, dass Gewalt immer zunimmt, wo die soziale Lage sich verschärft. Und dass sich diese verschärft, weil sich die Vermögen auf Grund des Zwangs zur Profitmaximierung oben konzentrieren und nicht wegen Flucht und Migration. Dass letzteres im Gegenteil eine Folge dieses kapitalistischen Prinzips ist. Dass Menschen nicht waghalsig mit Kind und Kegel in Schlepperboote steigen, weil sie mal eben im kalten Europa Urlaub machen wollten. Und dass sich ausgegrenzte Menschen gar nicht integrieren können.

Doch das gekränkte Ego tritt nach unten. Die Projektionsspirale läuft, die Kapitalmaschine auch. Und die Herrschenden samt ihrer Propagandisten aus Politik und Staatsapparat reiben sich die Hände. Solange niemand auf den wachsenden Reichtum ihrer Auftraggeber sowie ihre eigenen dicken Gehälter, Diäten und Pensionen schaut, ist alles in Butter. Man klaut dem einen die Peanuts und beschuldigt den anderen. Man versetzt alle Gruppen in Angst und lässt sie aufeinander losgehen.

Derweil schuftet das Gros der Untertanen weiter für ihre geringen Anteile am Profit ihrer Herren. So sammeln sich in deren Händen, geschützt von der Staatsgewalt, die Vermögen exponentiell. Und der Ökokollaps rückt in greifbare Nähe. Jeder weiß, dass ewiges Wirtschaftswachstum auf einem begrenzten Planeten genau dahin führen muss. Ein Ausbruch aus diesem Wahnsinn ist weiterhin nicht in Sicht. Die meisten Empörten bleiben im Kleinklein stecken. Schuld sind ja die bösen Anderen irgendwo da unten. In dieser Matrix kommen die Verursacher nicht vor. Willkommen im Jahr 2019.

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Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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47 Kommentare zu: “Tagesdosis 7.1.2019 – Die bösen Anderen

  1. Es gibt keine Rente in Afghanistan Frau Bonath.

    Das wäre ein Grund, warum ich als Afghane nach Afghanistan nicht wieder zurück möchte, sagte Abdullah zu CSU-Minister Hermann, die Sicherheitslage im Land sei im egal. Seine Kinder sind aus seiner Heimat geflüchtet und dort stellen die eigenen arbeitenden Kinder normalerweise die Rentenzahlung an die Eltern. Rente gibt es dort nur für hohe Staatsbeamte, Minister oder Generäle und das unwesentlich über dem Hartz IV Niveau. Ein 50-jähriger Afghane kann in Deutschland auch keine Rente aufbauen, also wird er später von Grundrente leben müssen erzählt im Seehofer. Das finde er viel besser meint Abdullah zu Hermann, denn als Polizist würde er nur 50 Dollar im Monat verdienen, dafür sei er aber zu alt. Arbeitslosengeld oder Hartz IV oder Sozialhilfe oder eine Krankenkasse gibt es in seiner Heimat auch nicht. Also kann man dann nur bei den Taliban oder beim Drogenbaron anheuern und arbeiten, die zahlen zwischen 120 bis 150 Dollar im Monat in bar. Eine Rentenrücklage zahlen die natürlich nicht.

    Richten jene, die am Existenzminimum herumkrebsen und laut gewisser Vorurteile alle bis mittags im Bett bleiben, nicht tatsächlich viel weniger Schaden an, als die so Fleißigen, die täglich brav zur Arbeit rennen: Sowas kann nur eine Frau Bonath ohne Zahlen schreiben.

    Über ein Drittel des gesamten Steueraufkommens in Deutschland wird 2017 durch Lohnsteuer und Einkommenssteuer mit 255 Mia. Euro erwirtschaftet, ganz genau sind das 34,17 %. Die Einkommenssteuer der „Reichen“ sind davon 59,4 Mia. Euro und stellen 8,10 % des Gesamtsteueraufkommens dar. Nach der Angabe der Bundesregierung war es zumindest im Jahre 2010 richtig, dass das oberste Zehntel der Steuerpflichtigen mit Einkünften ab 70.150 Euro einen kumulierten Anteil 54,4 Prozent an der Einkommensteuer trägt.

    Also könnte man sagen, das die „dumme arbeitende Bevölkerung“ mindestens 1/3 Anteil an den
    Hartz IV-Zahlungen habe. Ich rede jetzt mal nicht von den Personen, die dort mal so reingerutscht sind. Ich rede von den Leuten, welche seit 25 Jahren Sozialhilfe und Hartz IV erhalten, also von den Langzeitarbeitslosen, die eben nicht mehr zum Billiglohn arbeiten möchten. Viele wollen seit 25 Jahren halt gleich Abteilungsleiter, Chefredakteuer oder Vorstand werden, unter dem fangen die erst gar nicht zum Arbeiten an.

    Da habe ich manchmal schon den Eindruck, dass sich so mancher mit Realitätsverlust gewaltig auf Kosten anderer Steuerzahler durchs Leben schwindelt. Vom Jahr 1995 bis 2017 sei die Zahl der Steuerpflichtigen, die das Ende der Progressionszone (bei etwa 55.000 Euro mit 42 %) erreichen, von ca. 0,5 Millionen auf ca. 3,7 Millionen gestiegen. Da schau her.

    Es gilt doch heute die deutsche Devise:

    Der Reiche als der ausgebeutete Gutmensch und der Arme als Schmarotzer

    … und so zieht sich dieser kurze Satz in einer Endlosschleife durch das Leben von Frau Bonath.

    Vielleicht hat unsere liebe Frau Bonath des Öfteren auch einen Realitätsverlust ?

    Es ist doch die persönliche Frage erlaubt, in welchem Boot sie sitzen ?

    https://de.wikipedia.org/wiki/Einkommensteuer_(Deutschland)

    • „Mit dem «Federal Reserve Act» von 1913 wurde ein privates Banker-Konsortium
      zur Zentralbank der USA, mit dem Recht, Geldnoten
      zu drucken und den Geldfluß zu kontrollieren. Dieser «Act» ermöglicht
      es der FED bis heute, Geld ohne Gegenwert «zu schaffen», das
      sich der «Staat» (die US-Corporation!) dann für seine (ihre) «Staats»
      ausgaben gegen Zinsen(!!!) ausleihen muss. Zur Bezahlung der Zinsen
      muss der «Staat» von «seinen Bürge(r)n» «Einkommenssteuern»
      eintreiben, die es laut Verfassung gar nicht geben dürfte.
      Durch den ersten Weltkrieg und die nachfolgende Wirtschaftskrise
      ging die UNITED STATES (CORPORATION) im Jahr 1933
      in Insolvenz:
      Der Kongressabgeordnete James Traficant, Jr:
      «Es ist eine anerkannte Tatsache, daß die Bundesregierung der
      United States durch den von President Roosevelt verkündeten
      Emergency Banking Act vom 9. März 1933 48 Stat. 1, Public Law
      89-719 als bankrott und insolvent aufgelöst wurde.»
      Um weiterhin geschäftsfähig bleiben zu können, bot die UNITED
      STATES (Corporation) der Federal Reserve ihre Bürger/Angestellten
      als Sicherheit an. 1933 wurden zum ersten Mal obligatorische
      Geburtsurkunden für die Einwohner eingeführt, die gleichzeitig als
      Bankenbürgschaft und Wertpapier fungierten. Deren Wert entspricht
      einem durchschnittlich erwarteten Profit pro Bürger, …“

      Das bezieht sich auf die USA ist aber in anderen „Staaten“nicht anders,die eine Zentralbank haben.

  2. S.Bonath mal wieder in ihrer Lieblingsrolle: Einheizerin im Blaumann der globalistischen Machteliten. Man sollte ihr aber nicht böse sein, sie merkt es nicht.
    Wer auf die Idee kommt, die arbeitende Bevölkerung dafür zu tadeln, dass sie arbeitet, weil dadurch Steinreiche immer noch reicher werden, ist sicherlich auch der Meinung, dass wir Nasen haben, damit wir Brillen auf sie setzen können.
    Oh heilige Einfalt!

    • Ich finde nicht, dass Frau Bonath die arbeitende Bevölkerung tadelt, sie bietet lediglich eine andere Perspektive an.
      Man kann so ziemlich alles von unterschiedlichen Standpunkten aus betrachten und schon der Versuch öffnet einem ganz neue Horizonte.
      Natürlich sind wir alle daran beteiligt das System am Laufen zu halten, allerdings haben wir auch kaum eine Möglichkeit anderes zu tun, wenn wir in diesem System leben und überleben wollen. Ändern können wir das nur mit Solidarität und gerade daran, scheint mir, mangelt es zunehmend.

    • @Gata Eris: Ja, die unterschiedlichen Horizonte…,sagt ja Ken Jebsen auch: es gibt keine Wahrheit. Deshalb nur soviel: ich mag es nicht, wenn man lügt, wenn man Ursache und Wirkung vertauscht oder Täter und Opfer. Nur zum Verständnis ein extremes Beispiel: nicht die Juden sind daran schuld (etwa, weil sie nicht früh genug ausgewandert sind, sich nicht genug gewehrt haben usw.), dass sie verbrannt und vergast wurden.
      Einverstanden bin ich mit Ihrem zweiten Absatz

    • Das Problem von Leuten wie Frau Bonath ist,dass sie alles miteinander verweben.
      Sie stellen die Politik und ihre Vertreter als real dar,als wären das wahrhaft die Vertreter eines Volkes.Mit jeder Zeile ihrer verwirrenden Gedanken untermauern sie eine Scheinrealität,-sie verhelfen dem Unrechtssystem zu einer Art Glaubwürdigkeit. So wie das Wiederholen von Namen schon genügt,wie Seehofer-immer wieder kommen diese Namen der Vertreter eines Parteiensystems,das nichts zu entscheiden hat.Denn das ganze System ist ein privates Unternehmen,-ein Unternehmen,das alles unterhält,um sich am Leben zu erhalten. Auch seine eigenen schreibemden Verwirrer und Vernebler.

      Aber man kann hier zehntausend mal drauf hinweisen,dass der Staat eine Firma ist-die Leute hinterfragen es nicht einmal.Dabei könnte man mit einem klein wenig Zeitaufwand im Internet die Bestätigung dafür finden.
      Doch die Leute ziehen es vor ,in ihrer Traumwelt zu verbleiben.

  3. Ich greife mal das beinahe letzte Wort im Kommentar auf-der Begriff Matrix.
    Genau in einer solchen Matrix leben wir-der Film „Matrix“ist ein Gleichnis auf unsere Zustände.
    Was Frau Bonath als Matrix bezeichnet ist Kinderkram und Ablenkung-ob bewusst oder nicht-ich weiß es nicht.

    In unserer alltäglichen Matrix nehmen die Menschen ihre zweite Identität an,die ihnen ohne ihr Wissen von den Herrschern aufoktroyiert wurde.(Juristische Person)
    Die sogenannte Politik ist gespieltes Theater und der Staat ist ein Unternehmen.
    Alles ist genau wie im Film,-nur das dort die Scheinrealität ein Computerspiel ist und in unserer Scheinrealität ist dieses Computerspiel unser gelebter Alltag der in Wirklichkeit von den Geldbesitzern gesteuert wird.

    • Die gesamte „Wirklichkeit“ ist ein einziger Fake.
      Die Menschen,die keine mehr sind(Juristische Person),sollen glauben dass sie wahrhaft etwas mitzuentscheiden hätten,wenn sie wählen gehen.Sie sollen glauben,dass in gesellschaftlichen Debatten doch wirklich irgendwelche Entscheidungen herausgearbeitet werden.
      Die Menschen glauben das auch wirklich-sie verausgaben sich ihr Leben lang,weil sie glauben,dass der Fleißige dann doch irgendwann nach oben kommt.
      Das Leben wird einem Phantom geopfert,dass der „Gott“der Matrix ist-das Geld.
      Die Arbeit,welche die Menschen ausbluten lässt,und um derentwillen die Matrix-Menschen alles tun ,um arbeiten zu dürfen-so fahren manche Menschen am Tag 150 Kilometer,nur um für die Matrix-Erschaffer arbeiten zu dürfen.

    • Dazu braucht es gar keine Matrix oder zweite Identität.
      Man strampelt in der Tretmühle und grämt sich und fühlt sich beschissen –
      aber man sieht keinen Ausweg und fügt sich in sein Schicksal – alles andere kann man sich nur noch schlimmer vorstellen. Also macht man weiter. Durchhalten ist das Motto.
      Angst ist der Treiber, der jeden Traum von Freiheit schon im Ansatz platzen lässt.

    • Die widerrechtliche von oben aufgesetzte Identität der Menschen führt aber dazu,dass der Mensch abgeschafft wurde und durch ein Objekt ersetzt wurde.
      Ein Objekt oder ein Unternehmen(eine juristische Person ist ein Unternehmen)hat keine menschlichen Rechte und kann somit keinen Einfluss auf die Gesellschaft ausüben. Das Ohnmachtsgefühl,nicht ändern zu können,resultiert aus der Tatsache,dass man keine Rechte als Mensch besitzt.

      Ich glaube die meisten Menschen nehmen dieses Gefühl der Ohnmacht mehr oder weniger wahr.Dieses Gefühl ,dass alles so weiter geht und sich rein gar nichts bessert-und man darauf nicht den leisesten Einfluss hat. Das ist nicht nur ein Gefühl-sondern Realität.Das System kann von den Menschen nicht geändert werden,weil es für das System keine Menschen gibt,denn diese sind mit der Erstellung und Registrierung der Geburtsurkunde für tot erklärt.
      In dem Moment,wo sich die Menschen vor dem System als lebendig erklären durch eine Willenserklärung,bricht das kranke System zusammen.
      Aber um das tun zu können,muss man diese Matrix durchschauen.

  4. Liebe Frau Bonath,

    das ist meines Erachtens wieder eine gelungene Tagesdosis von Ihnen.

    Ich lese dann auch gern einige der Kommentare dazu. Bei Printmedien, wenn ich mal welche in die Finger krieg, sogar zuerst die Leserbriefe um zu sehen was andere so denken.
    Allerdings frage ich mich was die sogenannten „Bonathhasser“ umtreibt, auf youtube sind etliche Kommentare dermaßen unterirdisch…
    Bei vielen dort habe ich den Eindruck, sie hören Bonath und danach gar nicht mehr zu.
    Möglicherweise aber ist Ihre Ausdrucksweise für schlichtere Gemüter (da gehöre sicherlich auch ich dazu – zumindest schulbildungsmäßig) einfach zu hoch und Gehirn einschalten scheint alsmal nicht so angesagt zu sein.

  5. Ein Interview, das erstaunlicherweise auf MDR gesendet wurde, mit Hans-Joachim Maaz:
    „Dr. med. Hans-Joachim Maaz: „Political Correctness“ schüchtert Menschen ein“.

    Zwanzig Minuten, die ich jedem empfehlen würde, der damit beschftigt ist, andere als „Hasser“ auszugrenzen.

    https://www.youtube.com/watch?v=wcqDGpcJzwg

    P.S.: Liebe Kitkat, ich habe Ihnen unten etwas geschreiben

  6. „Mal ehrlich: Richten jene, die am Existenzminimum herumkrebsen und laut gewisser Vorurteile alle bis mittags im Bett bleiben, nicht tatsächlich viel weniger Schaden an, als die so Fleißigen, die täglich brav zur Arbeit rennen, unbezahlte Überstunden schrubben und dafür sorgen, dass steinreiche Großaktionäre durch Nichtstun immer reicher werden? Wer hält die Tretmühle des globalen Arbeitshauses und Abzocker-Casinos inklusive Rohstoffkriege tatsächlich am Laufen? Nun, da kommt es wohl auf die Perspektive an.“

    Sehr geil ausgedrückt. Vielen Dank!

    Ob es an solchen Aussagen liegt, dass die Bonath-Hasser mal wieder alle unter ihren Deckchen vorgekrabbelt kommen? Auf jeden Fall ist das ein klassischer Trigger… 🙂
    Ich hatte viel Spaß beim Lesen – vom Artikel und von den Kommentaren.

    • Ist ihnen schon aufgefallen dass das Wort Hasser nur in ihrem Gehirn vorkommt, nicht aber in der Ausdrucksweise der bösen Anderen ? Du Bonath Hasser, du Juden Schwein, so , oder so meinen sie es doch. Und wie wäre es wenn ihre Kanalisation nicht funktioniert, sie keine Strom bekommen und kein Trinkwasser, sich nicht frische Brötchen beim Bäcker kaufen können auf Kosten der bösen Anderen und die dann ohne schlechtes Gewissen den ganzen Vormittag beim Frühstück genießen und dann auf ihrem Apple Laptop Kommentare oder Artikel schreiben die echt keiner braucht.
      Ja es kommt auf die Perspektive an.
      Ich habe gar keine Lust hier zu kommentieren aber was da manchmal durch den Kanal schwimmt sollte nicht unkommentiert bleiben.

    • Na, wenn Sie keine Lust haben, dann lassen Sie es doch einfach. Das mit dem Kommentieren mein ich…
      Und net immer von sich selbst auf andere schließen. Das kommt ziemlich infantil rüber…

  7. Frau Bonath sagt mit vielen Wörte wieder nichts.
    Das heisst, nichts Konkretes, nur Beschuldigungen.
    Was es ist das mit was Linken genannt wird, diejenigen die uns, und sich selbst, Vernichten wollen, keine Diskussion möglich ist, ich wusste es gerne.
    http://www.unz.com/article/what-trump-must-say-in-his-oval-office-address-democrats-want-to-replace-you/
    Glücklicherweise hat nicht ein jeder Suizid Vorsätzen
    Den Weg zur Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen, sagr man.

  8. Hallo Frau Bonnath,

    schön, dass sie noch da sind…..nach „die Bonathhasser“.

    Eine gute Zusmmanstellung von Fakten und Ansichten, die ich ebenfalls teile und mir somit das herausziehe,
    was ich für mich gebrauchen kann. Anderes lasse ich einfach außen vor.

    Wir leben in Deutschland in einer Plutokratie mit neoliberaler Ausrichtung, wobei alleine schon unsere Staatsform
    unklar ist (in Bezug auf fehlendem Friedensvertrag/Verfassung und dem jetzigen Grundgesetz).
    Die Interessen unserer angeblichen Volksvertreter sind andere, als die Interessen der Bürger von Deutschland.
    Eine Ablenkung auf andere und tiefere Bevölkerungsschichten, oder Blendung durch „Lückenpresse“ der Medien, sollte
    sich herumgesprochen haben.
    Ziel ist es von sich selbst als Verursacher all unserer heutigen Probleme abzulenken, aber auch die Bevölkerung
    ebenfalls gegenseitig zu Spalten……je weniger Gemeinsamkeit dass Volk hat, je weniger wird es aufbegehren bzw.aufbegehren könnnen………..von daher meine grundsätzliche Zustimmung ihrer Informationsdarstellung.

  9. Schlimm, wieviel Hass in einem Menschen steckt. Ich selber bin gerade arbeitslos und werde von fremden Menschen beschimpft und bespuckt. Die Kommentare die hier gegen Frau Bonath stehen, sind einfach nur unterirdisch und dumm. Frage mich wann der nächste Holocaust stattfindet, den der Mensch ausführen wird und nicht die Elite?!!

    Es ist schwer, mit Menschen zu leben, weil Schweigen so schwer ist.
    Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 – 1900), deutscher Philosoph

    • Ach das war nicht anders zu erwarten. Da erkennen sich manche wieder, und das ist natürlich unangenehm. Dabei ist das Prinzip ja altbekannt. Statt „nach oben“ mutig zu sein, wird „nach unten“ getreten. Als Sündenbock eignet sich immer der Schwächere viel besser als der vermeintlich Stärkere.

      Ob es einen nächsten Holocaust geben wird, weiß ich nicht, aber welche Art Menschen den nächsten Faschismus begrüßen werden, ist mir völlig klar. Die Vorbereiter dieses neuen Faschismus sitzen natürlich in den Parlamenten und in den Redaktionsstuben, auch das ist klar. Aber sie können sich auf ihr saudummes Volk wie immer verlassen.

    • Bei mir überschlagen sich die Sätze im Kopf, so das der letzte Satz in die „Hose“ gegangen ist ;).
      @Cora, ja das sehe ich auch.
      Ach keinen Plan, verstehe die Welt nicht ;)!

      „Da Nachprüfen und Nachdenken so umständlich und schwierig sind, so urteilt man lieber unbeschwert und realisiert nicht, dass man bloß projiziert und somit sich selber zum Opfer eines närrischen Illusionstricks macht.“ – Synchronisation, Akausalität und Okkultismus Carl Gustav Jung

  10. Liebe Frau Bonath, ist das jetzt ihre Selbsterleuchtung? Erzählen sie da von sich selbst? Wie sieht es denn da mit den bösen Anderen von der AfD aus? Da wurde gerade einer halb tot geschlagen, möglicherweise von jemanden der ihre Artikel liest?

    • Sag mal bist du eigentlich noch ganz richtig im Kopf? Hast du diesen tollen Artikel auch nur ansatzweise verstanden? Bitte nicht antworten, die Frage ist rhetorischer Natur.

    • Endlich wieder ein Bonath-Hasser…wiederlich und völlig an dieser Plattform vorbei! Ken FM stellt Informationen
      kostenfrei zur Verfügung, jeder kann diese aufnehmen oder den Inhalt für sich ablehnen und diese Seite nicht
      mehr aufsuchen.
      Der Grundgedanke eines Kommentares hat nichts mit Selbstereuchtung, einem erzählen von sich selbst oder einer Partei wie der AFD, sowie einem Todesfall zu tun, sondern ausschließlich einer Zusammenstellung von Informationen, die geteilt oder auch von jedem verworfen werden können.
      Der Grundgedanke des obigen Kommetares ist, dass unsere angeblichen Volksvertreter ihre Verantwortung auf untere Bevölkerungsschichten abwälzt, was wohl unbestritten ist. Doch sie machen daraus eine Selbsterleuchtung des schreibenden, dem der Sinn nur nach erzählen von sich selbst als Motiv dasteht?
      Dann noch die AFD mit einem Todesfall ins Spiel gebracht, haben sie obigen Kommentar und seine Zusammenhänge weder verstanden, noch wollen sie eine sachlige Auseinadersetzung auf Augenhöhe mit
      Argumenten in Bezug auf dargesetllte Informationen des eigentlichen Kommentares.
      J

    • Also bei KenFM darf man entweder zustimmen und Honig um den Mund schmieren oder sich schleichen und auf keinen Fall Kritik üben. Ja so ungefähr scheint das Demokratie Verständnis von manchen hier zu sein, unterscheidet sich dann nicht wirklich von den MSM oder dem von Merkel, CDU, Grüne, SPD, Linke.
      Was soll der Mordversuch an dem AfD Mann schon damit zu tun haben das Frau Bonath seit Jahren gegen die AfD hetzt? Und es ist ja nicht nur Frau Bonath, in Chemnitz ein Konzert ? Welche Texte wurden dort gesungen ?
      Ein Hetzjagt die wie hier Herr Jebsen richtig stellte keine Hetzjagt war?
      Ein Lausbubenstreich wie Frau Bonath behauptet in Amberg wo in Wirklichkeit Menschen durch die Stadt gehetzt wurden? Ein 18 jähriger Deutscher liegt im Koma weil er von 4 „Flüchtlingen“ 2 mit Messer bewaffnet durch die Stadt gehetzt wurde und von einem Auto überfahren wurde, wo ist da ein Konzert ? Wo ist da eine Kipping, die Grünen oder Merkel die von einer Hetzjagt sprechen?
      Aber das hat natürlich nichts mit dem Mordversuch an dem AfD Politiker zu tun. Klar.
      Die Propaganda der NAZIs hatte ja auch nichts mit den Morden der NAZIs zu tun.

    • „Also bei KenFM darf man entweder zustimmen und Honig um den Mund schmieren oder sich schleichen und auf keinen Fall Kritik üben.“

      Kritik? Was genau ist an dem Erguss da oben „Kritik“? Willst du andeuten, Frau Bonath sei schuldig an einem Anschlag auf einen AfD-Politiker? Schon wieder rhetorisch – natürlich willst du genau das. Aber dann mach dir doch wenigstens die Mühe, das auch zu begründen. Darauf wäre sicher nicht nur ich sehr gespannt.

      Könnte es nicht sein, dass sowohl diejenigen, die den Mann verprügelt haben, als auch du schon wieder auf das „Teile und Herrsche“ angesprungen seid? Das alleine ist der Bezug, den dieser Fall zu diesem Artikel hat. Sonst gar nichts. Zitat aus dem Artikel:

      „Mehr Repressionen erzeugen mehr Angst. Mehr Angst erzeugt mehr Aggressionen. Aggressionen führen zu Gewalt. Das wiederum schürt immer mehr Hass auf der anderen Seite.“

      Exakt so ist es. Und „die andere Seite“ ist immer die aus der eigenen Perspektive andere Seite. Es ist nicht eine einzige Seite. Sonst würde es ja nicht funktionieren.

    • Oder einfach nur das Kästchen „Mit der Nutzung…“ nicht angeklickt? Ne, zu simpel, diese Website hat natürlich einen ganz intelligenten Filter, der „nicht genehme“ Beiträge automatisch erkennt…. Übrigens hilft mitunter auch der „Zurück“-Button des Browsers.

  11. Man kann, willkommen im Jahr 2019, verbindendes, hoffnungsfrohes, empathisches formulieren.
    Man kann aber auch Streit säen.
    Wer sind denn die Auftraggeber von Seehofer?
    Aus den Kriegsgebieten Syriens kommt keiner raus. Es sind die friedlichen Gegenden, aus denen die Asylanten kommen, also die Gebiete, in denen die anerkannten Asylanten hier in Deutschland Urlaub machen. Das gleiche gilt für Afghanistan.
    Woher wissen Sie, dass Seehofer die verletzten Deutschen nicht kümmern?
    Können wir denn, ohne Deutschland aufzugeben, beliebig viele Flüchtlinge aufnehmen?
    Verglichen mit Russland, ( die in Syrien den Bedürftigen vorbildlich helfen) und den USA, sind wir bekanntlich ein sehr kleines Land. Fast die Hälfte der Erdbewohner hat weniger als 2 Dollar pro Tag zum Leben. Das sind etwa 3500 Millionen, die passen hier nicht rein.
    Wir dürfen die von Soros belogenen Flüchtlinge, (jede Familie kriegt ein Haus), natürlich nicht im Mittelmeer absaufen lassen, aber auch nicht ihre Geldwünsche erfüllen. Unsere Obdachlosen müssen auch von den Tafeln leben, bekommen oft genug nicht mal Hartz 4 weil ihnen keiner die Formulare ausfüllt.
    Kann man ja auch mal fragen, warum in Willich bei Düsseldorf 9 Einfamilienhäuser für Asylanten gebaut werden, wenn es in Deutschland über eine Millionen Obdachlose gibt.
    Der Gegner ist nicht links oder rechts sondern oben.

  12. Die Medien, deren Kommentarforen und die Politik sind stark geprägt von Hass, verantwortungsloser Undifferenziertheit, geschichtlicher Inkompetenz und von Unfähigkeit Zusammenhänge zu erkennen oder erkennen zu wollen. Am Ausgeprägtesten ist das Fehlen von jeglicher Verhältnismässigkeit.

    Ob ich den Worten, und den Menschen welche sie schreiben oder aussprechen Glauben und Vertrauen schenken kann oder nicht, erkenne ich (bewusst oder unbewusst) daran, ob sie solidarisch sind oder nicht. Vor allem an der Solidarität gegenüber den Schwächeren, Minderheiten: Sozialhilfeabhängigen, Migranten, Flüchtlingen, Muslimen, … .
    Denn so wie mit diesen, würden sie genauso mit mir umgehen.

    Selbst raffinierteste, intellektuelle PR-Methoden, Beschönigungen, Ausflüchte, Rechtfertigungen können Solidarität nicht ersetzen. Jene echte uneingeschränkte Solidarität, welche Voraussetzung dafür ist, dass man dem anderen Glauben, Vertrauen kann. Jene echte Solidarität welche auch Voraussetzung ist für den Zusammenhalt einer Gesellschaft eines Staates.

    «Wenn unsere „Zivilisation“, nicht zu mehr Empathie findet, dann war Hitler nur ein Vorspiel der kommenden Barbarei» (So George Orwell, Arno Gruen und andere mehr)

  13. Sehr geehrte Frau Bonan,
    Keine Angst vor Herrn Seehofer und seinen Forderungen. Würde er damit wirklich „triggern“ und durchkommen, wäre er längst Kanzler.
    Keine Angst, nicht jeder Gegner der Ausländerpolitik ist ausländerfeindlich.Und bleiben sie konsquent, dagegen das Schwache getreten werden, auch dann nocdh wenn es sich bei denen die treten um „stark betrunkene jugendliche Asylbewerber“ handelt
    Vermeiden sie den Eindruch, sie halten alle Inländer für blöd. Wären die Leute wirklich blöd, wieso taumeln dann SPD und CDU von Wahl zu Wahl?

  14. Vielen Dank, ein wahrer Artikel, Frau Bonath hat – wie so oft – völlig Recht, Spaltung und Herabsehen auf Andere bringt nix, ist unwürdig und spielt den Mächtigen in die Hände.

    Wir sollten uns besser deren Geld holen, damit es für Alle reicht. Es ist ja mehr als genug davon da und es gibt genug Pläne, wie der Planet ohne weiteres alle Menschen ernähren könnte. Wenn man das denn wollte…

    Im Kapitalismus aufgewachsen, habe ich trotzdem niemals eine der Parteien gewählt, die für diese schlimme Entwicklung verantwortlich sind, mein Konsumverhalten ist seit Jahrzehnten mehr als bescheiden, ebenso mein winziger ökologischer Fußabdruck.

    Ich unterstreiche alles, was dieser Artikel beschreibt und mein „Ego ist nicht gekränkt“ , ich „trete auch nicht nach unten“. aber t r o t z d e m wird mir schlecht, wenn ich lese, dass noch viele Millionen weitere Flüchtlinge kommen sollen, der unselige Migrationspakt dies auch noch unterstützt.

    Und t r o t z d e m kommen mir nach der Lektüre von Frau Bonaths Artikel wieder diese grauen, negativen Gedanken, für die ich mich sehr schäme, die ich aber leider nicht verhindern kann. Ob die aus Angst, Mißgunst oder Ablehnung genährt sind, weiß ich nicht.

    Mir scheint, es ist eher Entsetzen, Unbehagen, Mitleid und Hilflosigkeit, das mich dazu bringt dies zu sagen:

    Bei allem Verständnis mit den Flüchtlingen und ihrer oft fatalen Lage, finde ich es aber trotzdem verdammt unbequem , irritierend und lästig, wie wir innerhalb von kürzester Zeit gezwungen wurden, unseren Lebensraum zu teilen, mit Menschen, die hier meist völlig unfreiwillig und zufällig hergekarrt wurden.

    Obendrein – auch wenn sie das traurigerweise noch nicht ahnen – ohne die reale Möglichkeit, sich jemals aus dieser ihrer miesen Lage als (wenn überhaupt…) Megabillig-Löhner befreien zu können und mehr zu haben, als nur das schiere Überleben

    Diese Kleinstadt, im Speckgürtel einer norddeutschen Großstadt, in der ich lebe, hat es übertrieben mit der Aufnahme von Flüchtlingen, weit übertrieben. Ich mag hier nicht mehr leben, denn ich komme mir hier inzwischen vor, wie in den Zeiten des Turmbaus zu Babel und finde es furchtbar anstrengend!

    In unserer langen Einkaufsstrasse trifft man nun alle 10 bis 15 Meter auf Gruppen von Menschen, die man nicht mehr versteht und die uns wenige Einheimische ignorieren. Kopftuchfrauen mit Kind und Kegel , oft schon wieder schwanger, junge Männer provozierend, ältere Männer blicken finster, eigentlich ist es filmreif. Irritirend auf jeden Fall!

    Alle 10 Meter kommt eine andere Sprache daher: Orientalen, Nordafrikanern, Afrikanern, vom Balkan und dazu noch wirklich undefinierbare , warscheinlich aus irgendwelchen unbekannten Ecken in Russland (?). Die Drogerie- und Discountermärkte freuen sich vielleicht über ihre lautstarke Überflutung, eigens spezialisierte Lebensmittelgeschäfte sprießen wie Pilze. Es ist furchtbar anstrengend und nervig! Nur in den Bioläden sind wir Einheimischen allein…

    In den ÖPNV sind inzwischen ganze U- und S-Bahnwagons fast ausschließlich mit den Zugewanderten belegt, die dann in ihrer jeweiligen Sprache lautstark reden und/oder telefonieren. Babel ist nichts dagegen…und wehe, man beschwert sich. Es ist wirklich sehr anstrengend und lästig! Die Einheimischen, ausgenommen die Rentnerlein, fahren lieber Auto und meiden außerhalb vom Berufsverkehr Bus und Bahn,

    Neulich saß ich im Rathaus wegen eines Antrags, ca. 30 Leute mit mir wartend in der Einwohnerabteilung. Optisch + akustisch und waren davon vielleicht 8 Personen (ich eingeschlossen) schon immer von hier, der Rest eher nicht. Ein bemerkenswerter Durchnitt!

    Und egal wo ich hinkomme, fast immer werde ich bedient von meist jungen Leuten, die – von raffgierigen Arbeitgebern eingestellt – und oftmals selbst wenn sie hier zur Schule gingen, ungenügendes und falsches Deutsch sprechen und sich obendrein mit den landesüblichen Gepflogenheiten nicht auskennen. Anstrengend, nervig und herausfordernd ist das und erfordert viel, viel Geduld!

    Ich schäme mich und es tut mir wirklich sehr Leid, ich wünschte wirklich, mir würden diese Dinge nicht auffallen und/oder mich nicht weiter so stark belästigen, leider ist dies nicht so, bei allem Verständnis für die Hintergründe. Und es sind natürlich auch nicht „die Anderen“, die verantwortlich sind für meine Irritation und Unbehagen, das ist mir schon klar, aber es gefällt mir trotzdem nicht.

    So kann es also – für alle Beteiligten – nicht weiter gehen mit diesem (erzwungenen) Zusammenleben und wenn ich daran denke, dass (eventl. auch mit dem Migrationspakt) noch viel mehr Zuwanderer kommen werden, scheint mir, dass wir – neben den sehr verständlichen Rufen nach Toleranz und Verständnis – nun unbedingt sofort eine Lösung finden müssen,

    die genug Gelder generiert und die schrecklichen Fluchtursachen abstellt, den bereits Zugewanderten eine Heimkehr in eine lebenswerte Zukunft ermöglicht UND ebenfalls u n s hier im Norden eine Lebens- und Gesellschaftsform gibt, die „enkeltauglich“ und lebenswert ist, uns alle angemessen ernährt und den Planeten rettet. Anders wird es nicht mehr gehen.

    Traurige und irritierte Grüße!

    • Och Gottchen, arme Einheimische, deren Vorfahren sicher alle und schon immer in dieser ach so besinnlichen norddeutschen Vorstadt leben. Man müsste ja fast über eine Flucht nachdenken.
      Wenn ich so empfinden würde wie sie, müsste ich mich über solche Zeilen ekeln und nicht denken: Pech gehabt, ignorantes, dekadentes und egoistischstes, dummes, unempathisches Volk!

    • Stimmt, wäre ich 30 Jahre jünger, ich wurde über Emigration nachdenken.
      In meinen NIederländischen Stadt, genau dasselbe.
      Auch viele in die USA wollen weg, aber wohin ?
      Neu Seeland, Australiën, vielleicht die Visigrad Länder.

    • Liebe Kitkat,
      mein Respekt vor Ihrem authentischen, offenen und so verletzlichen Kommentar, in dem Sie uns an Ihren inneren Kämpfen und Ihrer Gewissensnot teilhaben lassen. Es ist mutig, was Sie scheiben. Ja, leider muß man ehrliche Berichte, wie den Ihren, die es wagen, gegen die Toleranzdiktatur dieses Staates und seiner Politsoldaten anzuschreiben, als mutig bezeichnen, obwohl es eigentlich völlig normal sein sollte, seine Meinung vorzutragen; ungeschminkt und so, wie man es wirklich erlebt.
      Es war klar, was Sie als Erwiderung zu erwarten hatten: das verbale Äquivalent zu den erhobenen Mittelfingern und Trillerpfeifen, wie von B.W ausagiert; der Versuch, Sie einzuschüchtern; die Vorbereitung zu Kanthölzern und Tritten gegen den Kopf von jenen, die bereits am Boden liegen.
      Es war klar, daß man Sie nicht hören mag und mit Hohn oder Gewalt reagieren würde.
      Es gilt nur die Meinung des überzeugten Toleranzfaschisten und seiner Seilschaft. Alles andere ist Nazi.

      Mit Rufmord fängt es an. Ich frage mich, wann wir die ersten politischen Morde in Deutschland haben werden. Bei Herrn Frank Magnitz ist es gerade noch mal gut ausgegangen.

      +++++++++++++++++++++

      Ein Interview, das erstaunlicherweise auf MDR gesendet wurde, mit Hans-Joachim Maaz:
      „Dr. med. Hans-Joachim Maaz: „Political Correctness“ schüchtert Menschen ein“.

      Zwanzig Minuten, die ich jedem empfehlen würde, der damit beschftigt ist, andere als „Hasser“ auszugrenzen.

    • Ich habe eine sinnfällig Wortkombination gefunden, die ich hier noch posten möchte:

      Toleranzkraftzersetzung.

      +++++++++++++++++++

      Also lieber nicht noch mehr sagen, sonst werden wir hier noch wegen Tolerenzkraftzersetzung (verbal) an die Wand gestellt. 😉

    • Alias,
      ich frage mich, wenn ich ihren Kommentar lese, ob sie allen Menschen die Opfer von Gewalt geworden sind, das gleiche Mitgefühl zukommen lassen wie Herrn Magnitz.
      Sehr viele Menschen sind weltweit aus unterschiedlichen Gründen Opfer von Gewalt.
      Wir sollten da keine Unterschiede machen.
      Herr Magnitz hat mein aufrichtiges Mitgefühl.
      Nicht als AFD- Mitglied – sondern als Mensch!

  15. Treffende Worte für pure Realität. Danke Susan Bonath.

    Die Voraussetzungen für den potentiellen Empfänger sind jedoch:
    – Fähigkeit zur Horizontöffnung,
    – Fähigkeit Wahrzunehmen, dass nicht alles (oder doch vielleicht gar nichts) was in den Medien abläuft, gut und wahr ist
    – Fähigkeit fest gebrannte Vorurteile aufzulösen
    – und last but not least: Fähigkeit zu glauben, dass „man die Zustände doch ändern kann“

    Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, dann glaube ich auch an den Sende- und Empfangserfolg dieses Beitrags.

  16. @susan bonath,
    für mich deine stärkste Tagesdosis.
    Ich gehe in jedem Punkt mit.
    Kleine Anmerkung:
    Natürlich ist es nicht befriedigend mit seiner Hände Arbeit der Ausbeutung unseres Planeten dienlich zu sein, aber irgendwie muss ja auch die Waldorfschule für die Kinder bezahlt werden. Das ist ein Paradoxon mit dem ich leben muss. Hätten wir ein BGE und würde meine Frau in ihrem Job als Altenpflegerin so bezahlt werden wie ein VW Arbeiter, dann würden mir 1000 Dinge einfallen, die ich lieber machen würde.

  17. liebe @susann bonath

    danke auch für diesen `aufreibenden` Artikel !

    Zum letzten Satz

    „Schuld sind ja die bösen Anderen irgendwo da unten.
    In dieser Matrix kommen die Verursacher nicht vor.
    Willkommen im Jahr 2019.“

    die Frage:

    Würden `die Verursacher`in dieser/einer `Matrix` vorkommen,
    wären diese dann nicht auch`die Anderen`?

    Oder anders gesagt als These :

    `Wir` kommen nur `raus` bzw. `weiter`,
    wenn der Einzelne seine Rolle in `unserem` Umverteilungsspiel wahrnimmt und …
    … sein NEINdanke findet.

    als Beispiel dazu 2 Fragen:

    GILT eine Pflicht wider das EIGENE Gewissen?
    GILT ein Recht wider das Gewissen ANDERER?

    Viele Grüße

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