Tagesdosis 7.12.2018 – Vive la Révolution

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Der Aufstand der „Gelben Westen“ scheint in Frankreich dem staatlich verordneten Sozialismus für Reiche (Gewinne privatisiert, Verluste sozialisiert) einen Riegel vorzuschieben. Auf einmal geht nichts mehr. An der Pariser Börse stürzen die Kurse und die Regierung weiß nicht mehr ein noch aus. Die selbsternannten, selbstherrlichen Eliten, die sich in ihrer unendlichen Arroganz bereits allmächtig gefühlt haben, haben plötzlich das Zittern gelernt, angesichts der geballten, unbezähmbaren Kraft der wachsenden Demonstrationen und Blockaden Hundertausender von Menschen.

Und Präsident Macron, der vor allem von den deutschen Medien wegen seines neoliberalen Glaubensbekenntnisses als großer Hoffnungsträger an der Seite Merkels als Retter der EU bejubelte wurde, ist – aus Angst oder Unfähigkeit – auf Tauchstation gegangen, von der er nur noch als traurige Gestalt wieder auftauchen kann.

Der 14. Juli 1789 ist tief in das kollektive Gedächtnis der Franzosen eingebrannt. Es ist der Tag der ersten erfolgreichen demokratischen Revolution, die auch heute noch jedes Jahr vom Volk gefeiert wird. Sie feiern ein Ereignis, bei der ihre Vorfahren die damaligen selbsternannten und selbstherrlich regierenden Eliten, wortwörtlich, einen Kopf kürzer gemacht haben. Auch heute haben die Franzosen wieder „ras le bol“, „die Schnauze gestrichen voll“, in Paris, in den anderen Städten und auf dem Land.

Aber auch in fast allen anderen Ländern der Europäischen Union, von Griechenland, über Italien, Spanien und Portugal, über Großbritannien bis nach Deutschland haben die Leute die Faxen dicke. Ja, es gilt auch für Deutschland, wo man doch laut Kanzlerin Merkel „gut und gerne leben“ kann, die Hartz IV Opfer mit inbegriffen, einschließlich der über zwei Millionen offiziell als in Armut lebenden Kinder in unserem reichen Land.

Aber zwischen den anderen EU-Ländern und Frankreich gibt es einen wesentlichen Unterschied: Die Franzosen wissen und zeigen, wie‘s gemacht wird, mit ersten Erfolgen. Schon hat die Macron Regierung zurückgerudert. Nach anfänglichem imperialem Gehabe, dem Druck des Pöbels auf der Straße nicht nachzugeben, kam letztes Wochenende die Situation, in der das Wallstreet Journal, das Amtsblatt der Internationalen Hochfinanz, spekulierte, dass Hundertzwanzig Tausend Gelbwesten die revolutionshistorische Bastille stürmen wollten und Macron der erste Präsident seit einem halben Jahrhundert sein würde, der „mit scharfer Munition auf sein eigenes Volk schießen“ lassen würde. Soweit kam es am vergangenen Montag dann doch nicht (noch nicht?). Um die Lage zu entspannen hat die Regierung in Paris stattdessen ihre Pläne zur Erhöhung der Steuern, die vornehmlich wieder die kleinen Leute getroffen hätten, vorerst verschoben.

Gerade diese Steuererhöhungspläne für Treibstoffe, Strom, und Gas haben den Franzosen nochmals gezeigt, wie abgehoben die regierenden Eliten, mit dem verschwenderischen Pomp liebenden Präsidenten Macron an der Spitze, in den Sphären über dem gemeinen Volk schweben. Bereits jetzt kommt der Großteil der Franzosen wegen steigender Verbraucherpreise und sinkender Löhne immer weniger bis zum Monatsende über die Runden. Das ist eine direkte Konsequenz von Macrons „Reformen“ des Arbeitsmarktes, bei denen die asozialen Agenda 2010 Methoden des deutschen Kanzlers Schröder zur Anwendung kommen. In dieser ohnehin bereits angespannten sozialen Lage ging nun die Macron Regierung hin und kündigte die Erhöhung der Energiepreise an. Wie zum Hohn wurde diese Maßnahme zur zusätzlichen Schröpfung der Franzosen als Beitrag Frankreichs zum globalen Klimaschutz drapiert. Das brachte das Fass zum Überlaufen und die Gelben Westen in Massen auf die Straße.

Schließlich pfeifen es in Frankreich die Spatzen von den Dächern, dass der Haushaltsplan der Regierung die von der EU vorgeschriebene Defizitgrenze erheblich überschreitet, was Macrons angestrebten Nimbus des europäischen Vorreiters untergraben würde. Da Macron von seinen militärischen Großmachtträumen an der Spitze der EU keine Abstriche machen  und in Syrien und in diversen afrikanischen Staaten weiter bomben und Krieg führen will, kommt eine Kürzung der französischen Rüstungsausgaben nicht in Frage, im Gegenteil, sie steigen. Da eine höhere Besteuerung seiner eigenen Klasse, der „elitären Leitungsträger“ und anderer Parasiten für Macron ebenfalls nicht in Frage kam, blieb als Ausweg die zusätzliche Besteuerung der unteren Schichten, um das Haushaltsdefizit EU-konform zu machen.

Soviel selbstherrliche Ignoranz brachte das Fass zum Überlaufen. Letzten Samstag hatte der über das ganze Land verstreute Flächenbrand der „Gelben Westen“ das Zentrum von Paris ergriffen, wo sich angesichts der massiven Präsenz und des brutalen Eingreifens der staatlichen Sicherheitskräfte die Demonstrationen radikalisierten und sich auch in Gewaltakten entluden. Bei den Kämpfen gegen die Polizei verbrannten gewalttätige Gruppen Autos, zerschlugen auf der Luxuseinkaufsstrasse „Avenue des Champs-Élysées“ Schaufenster von Elitegeschäften wie Dior und Chanel und entweihten des Nationalheiligtum der Eliten, den Arc de Triomphe mit Kampfparolen und anderen Graffiti.

In Solidarität mit den Pariser Aufständischen brachen Proteste in anderen französischen Städten aus. Eine erste Analyse der über Hundert verhafteten Demonstranten in Paris zeigte ein für die Eliten beängstigendes Ergebnis. Fast alle waren junge Männer zwischen 20 und 40 Jahren, die bisher noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten waren. Fast alle gingen einer festen Arbeit nach, lebten in geregelten Familienverhältnissen und nur wenige gehörten einer politischen Partei an. Es handelte sich also nicht um Randgruppen so genannter „Chaos-Touristen“ und Schlägertrupps, wie man sie von anderen Großdemos gewöhnt ist, sondern sie waren ganz normale Leute aus der Arbeiter- und Mittelschicht.

Und wenn die Mitte des Volkes, (die Gelbwesten setzen sich zusammen aus Kleinunternehmern, Angestellten, Arbeitern und Handwerkern aber auch aus prekär Beschäftigen, Rentnern, Arbeitslosen) keinen anderen Ausweg mehr sieht, als gewalttätig zu werden, dann haben die Eliten allen Grund zu zittern. Umso mehr, wenn auch die französische Polizeigewerkschaft ab Samstag 8. Dezember zum unbefristeten Streik aufruft. Sie wollen „denselben Kampf wie die Gelbwesten“ führen. Für denselben Samstag ist eine neue „landesweite Mobilisierung“ der Gelbwesten geplant. Wir sehen bewegenden Zeiten entgegen.

So wundert es nicht, dass inzwischen eine neue Debatte über die Vermögenssteuer entfacht worden ist. Die war mit dem Haushaltsgesetz für 2018 weitgehend abgeschafft worden. Nur noch Immobilienbesitz muss weiter versteuert werden, für Kapitalbesitz fallen die Abgaben jedoch weitgehend weg. Diese Regelung hatte Macron auch den Ruf eingebracht, ein „Präsident der Reichen“ zu sein. Jetzt hat die Spekulation darüber begonnen, ob die Abschaffung der Vermögenssteuer nicht wieder rückgängig gemacht werden sollte. Das kann als erste Anzeichen gedeutet werden, dass unter dem Druck der Straße die starren, neo-liberalen Fronten beginnen sich aufzulösen. Es geht also doch!

Derweil weitete sich der Protest in Frankreich weiter aus. In der kommenden Woche wollen laut Bauerngewerkschaft FNSEA auch die Landwirte demonstrieren. Die Protestwelle hat unterdessen auch die französischen Gymnasien und die Studentenschaft erfasst, die sich gegen die Macron „Reformen“ im Bildungsbereich wehren. Anfang dieser Woche haben sich in Paris auch die Krankenwagenfahrer den Protesten angeschlossen und gegen die Macron „Reform“ zur Finanzierung der Krankentransporte demonstriert. Die alle haben inzwischen begriffen, was mit neo-liberalen Reformen gemeint ist. Ein 14 Jahre altes deutsches Mädchen brachte mir gegenüber schon im Jahr 2000 die Sache auf den Punkt, als ich sie fragte, was sie unter dem Begriff „Reformen“ versteht. „Wenn man einem was wegnimmt“, war die treffende Antwort.

In Frankreich sind die Gelbwesten dabei, das westliche, angebliche „Wertesystem“ zu entzaubern. Der Geist ist aus der Flasche und droht auf andere Länder überzuspringen, erst Recht, wenn die Gelbwesten Erfolge vorzeigen können, indem das Macron-Regime  bei wichtigen Anliegen einknickt. Was in Paris passiert, ist eine Botschaft für alle westlichen Länder. Die Belastungen für die Arbeiter- und Mittelschicht sind offensichtlich unerträglich geworden. Die Ereignisse in Frankreich zeigen, dass die westlichen Eliten an die Grenzen ihrer politischen Fähigkeit gestoßen sind, ihren Völkern noch größere Opfer abzuverlangen. Das kann weltbewegende Folgen haben und die Großmachtträume der EU-Eliten in einen Scherbenhaufen verwandeln.

Für die Eliten in Europa und den USA steht viel auf dem Spiel. Ablenken und die Schuld auf jemand anders schieben scheint ein letzter verzweifelter Ausweg. So war es nur eine Frage der Zeit, bevor eifrige Experten entdeckt haben, dass Putin hinter den Gelbwesten-Protesten in Frankreich steckt. „Propornot“, die selbsternannten Wächter der US-Politdiskussion im Umfeld des von Kriegsfalken durchsetzten Atlantic Council, wollen Hinweise gefunden haben (1), dass die Proteste in Frankreich in Wirklichkeit eine „Aktiv-Maßnahmen-Kampagne“ Russlands gegen Präsident Emmanuel Macron sind. Für wie verblödet halten die Idioten von „Propornot“ den Rest der Welt?

Quelle:

  1. https://deutsch.rt.com/international/80450-nur-frage-zeit-russland-steckt/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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56 Kommentare zu: “Tagesdosis 7.12.2018 – Vive la Révolution

  1. 15:23 Uhr
    RT Deutsch
    „Nachdem es zunächst Zoff darüber gab, ob man die Proteste der Gelbwesten in Frankreich unterstützen soll, scheint sich die Partei Die Linke auf einen gemeinsamen Kurs geeinigt zu haben. Laut mehreren Medienberichten stellt sich die Partei nun hinter die Gelbwesten. Eine Niederlage für Bernd Riexinger – ein Sieg für Sahra Wagenknecht.“

    „Guter Artikel des frz. Schriftstellers É . Louis hilft, Bewegung d. #Gelbwesten zu verstehen. Protest in Frankreich zeigt, wie wichtig es ist, gegen neoliberale Politik auf d. Straße zu gehen. Wir lassen uns hier zu viel von schlechten Regierungen gefallen (…) “
    — S.W.

    ***********************

    Edouard Louis: „Seit ein paar Tagen versuche ich, einen Text über die Gelbwesten für die Gelbwesten zu schreiben. Ich bringe es nicht fertig. Etwas an der extremen Gewalt und an der sozialen Verachtung, die dieser Bewegung entgegenschlägt, lähmt mich. Weil es mich in gewisser Weise ganz persönlich trifft.

    Als ich die ersten Bilder der Gelbwesten sah, empfand ich einen Schock, der schwer zu beschreiben ist. Auf den Fotos zu den vielen Artikeln sah man Körper, die im medialen und öffentlichen Raum fast immer unsichtbar bleiben. Leidende Körper. Körper, die von der Müdigkeit und der Arbeit, vom Hunger, von der andauernden Demütigung durch die Herrschenden verwüstet sind, die gezeichnet sind von räumlicher und sozialer Ausgrenzung. Ich blickte in ausgemergelte Gesichter, sah gebeugte, gebrochene Menschen, schaute auf erschöpfte Hände.

    Warum gehen mir diese Bilder so nah? Sicher, ich verabscheue die Gewalt der sozialen Welt, ihre Ungleichheit. Doch das ist nicht der einzige Grund. Die Körper der Menschen, die man auf diesen Fotos sieht, ähneln demjenigen meines Vaters, meines Bruders, meiner Tante. Sie ähneln den Körpern meiner Familie und der Menschen aus dem Dorf, in dem ich aufgewachsen bin. Von diesen Menschen, deren Gesundheit von Elend und Armut ruiniert ist, hörte ich immer wieder, meine ganze Kindheit lang: „Auf uns zählt niemand. Von uns spricht niemand.“ Deshalb fühle ich mich persönlich getroffen von der Verachtung und der Gewalt, mit der die bürgerlichen Klassen dieser Bewegung sofort begegnet sind. In mir, für mich, war es so: Jeder, der eine Gelbweste beleidigte, beleidigte meinen Vater.

    Sofort nachdem sie sich gebildet hatte, wurde die Bewegung der Gelbwesten von Experten und Analysten kleiner gemacht und abgestempelt. Die Revolte, für die sie stehen, wurde belächelt. In den sozialen Medien war von Barbaren die Rede, von Spinnern, Brutalos, Pack. Die Medien sprachen vom „Grummeln“ der Gelbwesten. Die populäre Klasse begehrt nicht auf. Sie „grummelt“. Als bestünde sie aus Tieren. Wenn Schaufenster zerschlagen, Autos angezündet oder Statuen beschädigt wurden, sprach man von der „Gewalt dieser Bewegung“.

    Diese Unterscheidungsweise von Gewalt sind wir gewohnt. Ein großer Teil der medialen und politischen Sphäre will uns glauben machen: Gewalt ist, wenn Autos brennen. Wenn eine Politik das Leben Tausender Menschen zerstört und verelendet, gilt das nicht als Gewalt. Wer das Beschmieren von Denkmälern für etwas Schlimmeres hält als die Unmöglichkeit, sich selbst und die eigene Familie zu ernähren, in Gesundheit zu leben oder einfach nur zu überleben, der muss wirklich überhaupt keine Ahnung davon haben, was soziales Elend ist. (…) “

    Zeit online: „Wer sie beleidigt, beleidigt meinen Vater“

    • Parteien sind registrierte Firmen,die nichts für die Menschen tun. Sie spielen sich auf als Vertreter des Volkes,dabei machen sie uns etwas vor,als hätten wir eine Wahl. Aber sie sind alle gleich-sie spielen Demokratie,wo sich alles immer nur im Kreis dreht,und niemals eine wirkliche Veränderung stattfindet. Die Parteien sind die größten Betrüger gegenüber dem Volk. Die meisten merken das intuitiv,dass sie verblödet werden,und gehen nicht mehr ihre Stimme abgeben-das sagt schon alles „Stimme abgeben“-heißt seine Stimme wegwerfen.
      Diese Heuchler wollen nur profitieren von der Popularität der Gelben Westen.

      Der Artikel des Schriftstellers ist sehr bewegend und gut und entspricht der Wahrheit.

    • Die Menschen nehmen sich die Verhältnisse zum Vorbild,dass niemals die wahren Entscheidungsträger eben jene sind,die man in der Öffentlichkeit sieht. Die Politiker verordnen Dinge,die andere beschließen.
      Die großen Entscheidungen fallen im European Round Table ,bei den Bilderbergern oder dem Council on Foreign Relation:
      Deren geheime Abstimmungen betreffen die Völker der Welt,die daran nicht im mindesten beteiligt werden-sie werden überhaupt nicht gefragt.
      Daran orientieren sich eben die Menschen.

  2. Die Forderungen

    „Abgeordnete Frankreichs, wir übermitteln Ihnen die Direktiven des Volkes, damit Sie diese in Gesetze umsetzen.

    Abgeordnete, verschaffen Sie unserer Stimme Gehör in der Nationalversammlung! Folgen Sie dem Willen des Volkes! Setzen Sie diese Direktiven durch:

    • Null Obdachlosigkeit: DRINGEND.

    • Mehr Progression bei der Einkommenssteuer, das heißt mehr Stufen.

    • Mindestlohn von 1.300 Euro netto.

    • Förderung der kleinen Geschäfte in den Dörfern und Stadtzentren. Einstellung des Baus großer Einkaufszentren um die Großstädte herum, die den Einzelhandel abwürgen, und mehr kostenlose Parkplätze in den Stadtzentren.

    • Isolierung von Wohnungen im großen Maßstab, um die Ökologie mit Einsparungen in den Haushalten voranzubringen.

    • Steuern: die GROSSEN (MacDonalds, Google, Amazon, Carrefour, …) sollen GROSSES GELD zahlen, und die Kleinen (Handwerker, Klein- und Mittelbetriebe) zahlen KLEINES GELD.

    • Ein einheitliches System der Sozialversicherung für alle (Handwerker und kleine Selbständige eingeschlossen). Abschaffung der Selbständigen-Sozialversicherung (RSI).

    • Das Rentensystem muss solidarisch bleiben und demzufolge vergesellschaftet werden. Keine Rente nach Punkten.

    • Schluss mit der Erhöhung der Treibstoffsteuer.

    • Keine Rente unter 1.200 Euro.

    • Jeder gewählte Abgeordnete hat das Recht auf den Durchschnittslohn. Seine Reisekosten werden überprüft und, soweit begründet, erstattet. Recht auf Restaurant- und Urlaubsgutscheine.

    • Die Löhne aller Franzosen sowie die Renten und Leistungen sind entsprechend der Inflation zu indexieren.

    • Schutz der französischen Industrie: Verbot von Verlagerungen. Schutz unserer Industrie bedeutet Schutz unseres Know-how und unserer Arbeitsplätze.

    • Schluss mit der Arbeitnehmerentsendung. Es ist nicht normal, dass jemand, der auf französischem Territorium arbeitet, nicht den gleichen Lohn und die gleichen Rechte erhält. Jede Person, die autorisiert ist, auf französischem Territorium zu arbeiten, ist einem französischen Staatsbürger gleichzustellen, und ihr Arbeitgeber muss für sie die gleichen Abgaben entrichten wie ein französischer Arbeitgeber.

    • Zur Sicherung der Beschäftigung: Befristete Arbeitsverträge in großen Unternehmen stärker begrenzen. Wir wollen mehr unbefristete Verträge.

    • Abschaffung der „Steuergutschrift für die Förderung des Wettbewerbs und der Beschäftigung“ (CICE)*. Nutzung dieser Gelder zur Förderung einer französischen Wasserstoffauto-Industrie (wirklich ökologisch, anders als Elektroautos).

    • Ende der Austeritätspolitik. Einstellung von Zinszahlungen auf illegitim eingeschätzte Schulden und Beginn der Schuldentilgung, ohne auf das Geld der Armen und weniger Armen zurückzugreifen, sondern durch Aufspüren der 80 Milliarden hinterzogenen Steuern.

    • Beseitigung der Ursachen erzwungener Migration.

    • Korrekte Behandlung von Asylbewerbern. Wir schulden ihnen Wohnraum, Sicherheit, Ernährung sowie Bildung für die Minderjährigen. Zusammenarbeit mit der UNO zur Einrichtung von Empfangslagern in zahlreichen Ländern der Welt in Erwartung des Ergebnisses des Asylverfahrens.

    • Rückführung abgelehnter Asylbewerber in ihr Ursprungsland.

    • Umsetzung einer tatsächlichen Integrationspolitik. In Frankreich zu leben heißt, Franzose/Französin zu werden (Französisch-Kurse, Kurse in französischer Geschichte und in staatsbürgerlicher Bildung mit Abschlusszeugnis am Ende der Kurse).

    • Festlegung eines Maximallohns von 15.000 Euro.

    • Schaffung von Arbeitsplätzen für Arbeitslose.

    • Erhöhung der Leistungen für Personen mit Behinderungen.

    • Begrenzung der Mietpreise. Mehr Wohnungen mit geringen Mietpreisen (insbesondere für Studenten und prekär Beschäftigte).

    • Verbot des Verkaufs von Grundstücken und Einrichtungen, die sich im Eigentum Frankreichs befinden (Talsperren, Flughäfen, …).

    • Konsequente Zurverfügungstellung von Mitteln für Justiz, Polizei, Gendarmerie und Armee. Bezahlung oder Freizeitausgleich von Überstunden der Ordnungskräfte.

    • Einsatz aller Mauteinnahmen für den Unterhalt der Autobahnen und Landstraßen Frankreichs sowie für die Straßenverkehrssicherheit.

    • Da die Gas- und Strompreise seit der Privatisierung gestiegen sind, wünschen wir, dass beides wieder in die öffentliche Hand kommt und die Preise entsprechend gesenkt werden.

    • Sofortiger Stopp der Einstellung kleiner Bahnstrecken, der Abschaffung von Postämtern und der Schließung von Schulen und Entbindungsstationen.

    • Wohlergehen für ältere Menschen. Verbot der Gewinnerzielung auf Kosten älterer Menschen. „Graues Wohlergehen“ statt „Graues Gold“.

    • Maximal 25 Schüler pro Klasse von der Vorschule bis zur Abschlussklasse.

    • Bereitstellung notwendiger Mittel für die Psychiatrie.

    • Volksentscheide sind in die Verfassung aufzunehmen. Schaffung einer lesbaren und effizienten Website, überwacht durch ein unabhängiges Kontrollorgan, auf der Menschen Gesetzesvorschläge einbringen können. Wenn ein solcher Vorschlag 700.000 Unterschriften erhält, ist er von der Nationalversammlung zu diskutieren, zu ergänzen und ggf. mit Änderungsvorschlägen zu versehen. Die Nationalversammlung ist zu verpflichten, ihn (ein Jahr nach dem Stichtag der Erlangung der 700.000 Unterschriften) der Gesamtheit der Franzosen zur Abstimmung vorzulegen.

    • Rückkehr zu einem Sieben-Jahres-Mandat für den Präsidenten der Republik. Die Wahl der Abgeordneten zwei Jahre nach der Wahl des Präsidenten wird dem Präsidenten der Republik ein positives oder negatives Signal hinsichtlich seiner Politik übermitteln. Dies wird dazu beitragen, der Stimme des Volkes Gehör zu verschaffen.

    • Rente mit 60 Jahren. Recht auf Rente mit 55 Jahren für alle Personen, die körperlich schwer arbeiten (beispielsweise Maurer oder Schlachthausarbeiter).

    • Verlängerung des Systems der Zuschüsse für Kinderbetreuung (Pajemploi) über das sechste Lebensjahr hinaus bis zum zehnten Lebensjahr des Kindes.

    • Förderung des Schienengütertransports.

    • Kein Quellensteuerabzug.

    • Schluss mit den lebenslangen Bezügen für Altpräsidenten.

    • Verbot der Erhebung einer Gebühr von Händlern für die Zahlung per Kreditkarte durch deren Kunden.

    • Besteuerung von Schiffsdiesel und Kerosin“.

    Quelle: https://de.scribd.com/document/394450377/Les-revendications-des-gilets-jaunes

    • Ja, so sind wir nun einmal…..träge, systemtreu und genießen den Wohlstand mit Handy, DSDS, Dschungel-
      camp und den Heute-Nachrichten. Es geht uns eben noch zu gut und solange haben viele kein Interesse für
      Veränderung. Schon garnicht, wenn das mit Verzicht einhergehen sollte.

  3. Kann man Sozialismus „staatlich verordnen“? Ist Sozialismus etwas, das „Reiche“ und Arme beibehält?
    Ahha. Sollte man es dann so nennen?
    Wozu KenFM, wenn man hier einfach nachlabert, was die Herrschenden vorgeben – zum Beispiel, dass irgendein Land „sozialistisch“ wäre… Wenn man die Geschichte und die Ideen des Sozialismus kennen würde *Hust*, dann wäre es vielleicht weniger verunsichernd für die Leserschaft, wenn man dann darauf auch die richtige Benutzung der Begrifflichkeiten ableiten würde.
    Wieder mal ein Text, der, schon an seiner Wortwahl erkennbar, so auch in Medien erschienen sein könnte, die die Bevölkerung helfen wollen in ihrer Freiheit und ihrem Bewusstsein einzuschränken.
    Und dann diese plakativen Sprüche „Vive la Révolution“ usw… Das ist entweder ein Zeichen für ein ziemlich bildzeitungsmäßiges Franzosenbild – wo wir schon wieder bei unreflektierten, abstrakten Kollektivbegriffen wären, oder aber ein weiterer Hinweis darauf, dass der Autor von der Geschichte der Französischen Revolution und der Arbeiterbewegung, die er heute anspricht, keinen blassen Schimmer hat.
    Das ist eben das Problem, wenn man kein Geschichtswissen hat, das über Guido Knopp oder die Schulbildung hinausgeht und man sich vehement auf die „aktuellen“ Ereignisse des eigene Lebens allein stürzt. Dann kann man die nicht richtig herleiten und ist der Vergangenheit ausgeliefert, dazu verdammt, die unbekannte Geschichte zu wiederholen – siehe Begrifflichkeiten.
    Also für solche Kontinuitäten braucht man sich die Mühe mit „alternativen Medien“ und „Friedensbewegung“ nicht machen.

    • Nur so eine Verständnisfrage vom dummen Pöbel. Ist der einzige Unterschied zwischen arm und reich, dass man „Reiche“ in Anführungszeichen setzt und damit in das Reich der Einbildungen verbannt?

    • Moin, Jean Heffner!
      „Der Aufstand der „Gelben Westen“ scheint in Frankreich dem staatlich verordneten Sozialismus für Reiche (Gewinne privatisiert, Verluste sozialisiert) einen Riegel vorzuschieben.“
      Ist es der Satz, an dem Sie sich so festbeissen?
      Dass dieser Satz mitnichten so gemeint ist, wie Sie ihn lesen wollen, geht schon daraus hervor, dass es in Frankreich keinen staatlich verordeneten Sozialismus gibt, wie wahrscheinlich nirgendwo anders auf der kapitalistisch wirtschaftenden Erdkugel ueberhaupt. Die Intention, die ich dem Satz entnehme ist vielmehr, dass er ironisch gemeint ist: Sozialismus fuer Reiche (…) und dass Rupp davon ausgeht, dass die ‚Gelbwesten‘ diesem Treiben des Kapitalismus ein Ende bereiten können/werden.
      Was ich ueberhaupt nicht nachvollziehen kann ist dann Ihr abfälliges Äussern zu dem weiteren Text.
      Was „labert“ Rupp nach, was die Herrschenden ihm eingefluestert hätten?

      „Wieder mal ein Text, der, schon an seiner Wortwahl erkennbar, so auch in Medien erschienen sein könnte, die die Bevölkerung helfen wollen in ihrer Freiheit und ihrem Bewusstsein einzuschränken.“

      Das ist ja wohl völlig realitätsfremd! In welcher Zeitung/Doku könnte solch ein Artikel zu den ‚Gelbwesten‘ erschienen sein? Okay, ich kenne nicht alle in Deutschland erscheinenden Zeitungen, aber von ARD bis zur Sueddeutschen hätte man diese Berichterstattung wohl nicht bekommen.

      Insgesamt strozt Ihr Kommentar im weiteren jedenfalls von Ueberheblichkeit, die sich durch nichts rechtfertigt.

  4. Solange man vermuten kann, das gelbe Westen tragen Solidaritaet gegen den Neoliberalismus zeigt (und Macron ist ein besonders widerlicher Protagonist dieser Krebskrankheit), solange werde ich auch in D mit Gelbweste rumlaufen.

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    • Moin, S. Longerich!
      Gibt es einen Anlass, warum Sie diesen Post gesendet haben? Jeder kann ihn doch selbst aufrufen und lesen! Keiner ist auf Longerich angewiesen, dass er das nocheinmal postet. Also was ist der Grund?

  6. Ein Aufsatz unter der Überschrift „Wie der Westen seine Kinder verschlingt“ von Thierry Meyssan

    Für Thierry Meyssan sind die auf die Straßen gehenden Franzosen das erste westliche Volk, das ein persönliches Risiko eingeht, um sich der Finanz-Globalisierung zu widersetzen. Obwohl sie sich dessen nicht bewusst sind, und immer noch denken, dass ihre Probleme ausschließlich national seien, ist ihr Feind der gleiche, der die Region der afrikanischen Großen Seen und einen Teil des Erweiterten Nahen Ostens zermalmt hat. Nur jene Völker, die die Logik verstehen werden, die sie zerstört, und die diese Logik zurückweisen werden, werden die existenzielle Krise des Westens überleben können.

  7. Hallo! Ich habe monatelang die Nationalflagge Ägyptens zur Schau getragen am PKW wegen der dortigen „Revolution“…meine Mitbürger dachten, es wäre etwas mit Fussball…armes Pack!
    Heute wissen wir, dass es keine Revolution war. Ich bin zutiefst misstrauisch! Habe aber gelbe Westen bestellt…mal sehen.

  8. Winston Churchill,einer der Verschwörer,die den 1. Weltkrieg in Gang setzten ,sagte 1919 in „The Times“ „Sollte Deutschland in den nächsten 50 Jahren wieder Handel treiben,haben wir diesen Krieg (1.Weltkrieg)umsonst geführt.“

    Und heute ist das Land der Dichter und Denker,der Schauplatz davon,dass ein Volk dazu gebracht wird,seine eigene Autoindustrie zu zerstören.Es sollen ja Zehntausende gegen VW klagen.
    Der 1. Weltkrieg ist geführt wurden,um Deutschland zu zerstören,,weil seine Wirtschaft den Konkurrenten aus dem ehrbaren Königreich zu stark geworden war.
    Daran arbeiten sie heute immer noch .Der angebliche Abgasskandal ist nur ein weiterer Versuch,dies umzusetzen.

    Die Umerziehung eines ganzen Volkes ist beinahe gelungen ,oder wie ist es möglich,dass ein derart intelligentes und ideenreiches Volk so gegen sich selbst arbeitet!?
    Ein weiteres Puzzlestück in dieser Tragödie,ist eine „Kanzlerin“;die alle Grenzen öffnet,um den letzten Dolchstoß zu vollziehen.
    Es heißt zwar,man hätte sie gewählt,aber bei einer „Wahl“-Beteiligung von der Hälfte der Bevölkerung kann davon keine Rede sein.

    • Soweit korrekte Schlussfolgerung. Nur VW gehört fast gänzlich ausländischen Gierschlunden…und betrogen wurde in Mittäterschaft des KBA und der Politik, was nichts am Betrug ändert! Man sollte vermuten, dass der starke Absatz in den USA von VW den dortigen – sicher auch Betrügern – nicht gefallen hat. Deswegen würde ich diese völlig überbewertete und überteuerte Marke auch nicht kaufen, denn VW (die „Macher“ dort) sind die letzten, denen Patriotismus eswas sagen könnte! Gruß!

    • Nun gut,das weiß ich auch.Ich habe nach einem Beispiel gesucht für meine Metapher,wie wir uns selbst zerstören.
      Wenn sie dieses Fass aufmachen,dann muß man sagen,dass die ganze Welt eine einzige Firma ist. Denn es gibt kein Staatsrecht souveräner Bürger-es herrscht das Handelsrecht. Natürlich sind da alle Konzerne miteinander verbunden.
      Denn der Hang zum Monopolismus soll ja dem Kapital so sein eigen Charakter sein-am Ende gehörte alles einem riesen Konzern-mit Namen Tothschild,Rockefeller oder Warburg oder wie ?
      Nun gut ,deren Zeit ist wahrscheinlich bald abgelaufen.

    • Es kursiert ein Zitat, das Napoleon Bonaparte zugeschrieben wird :
      „Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“

    • Ja ,Wasserader,ich kenne dieses Zitat.
      Es herrschen immer nur Menschen,die ihr Selbst verloren haben.Alles liegt begründet in der Kindheit,wenn Eltern ohne Liebe die Mißachtung an ihre Kinder weitergeben. So läuft das seit der Erfindung der Zivilisation. Und die Zivilisation wird das niemals offenlegen-es gilt der Mythos der unbeschränkten Elternliebe.
      Doch wir sehen wieviele Verrückte die Menschheit immer wieder in Kriege verstricken-
      Arno Grün hat eigentlich den Hass offengelegt,aus dem all das entspringt.

  9. Falls sich noch jemand fragen sollte, warum in Deutschland nichts in Bewegung kommt,
    der kann diesen Text hier exemplarisch nehmen:

    „Erste Demonstrationen
    Wie „gelbe Westen“ in Deutschland missbraucht werden sollen

    In Deutschland gibt es Versuche, den „Gelben Westen“ in Frankreich nachzueifern. In nichtöffentlichen Gruppen geht es aber vor allem um den Migrationspakt, und Fäden zieht eine mysteriöse Gruppe.

    Am Wochenende und am Montag haben auch in mehreren deutschen Städten Menschen in gelben Warnwesten demonstriert. Inzwischen deutet sich an, dass es zwei Gruppen gibt: Die, denen es um hohe Spritpreise, Steuern und Fahrverbote geht – und die, die den Migrationspakt kippen und vom Systemsturz reden und einen Fahrplan für eine Revolution präsentieren.

    Für den Online-Aktivisten F. S. , der intensiv die rechte Szene beobachtet und in geschlossenen „Gelbe Westen“-Kanälen recherchiert, „deutet sich an, dass mit externer Einflussnahme versucht wird, rechte, rechtsextreme Kreise unter dem vermeintlich bürgerlichen Dach der „Gelbwesten“ zu bündeln“. “

    ******************************

    Wie gehabt: ….. gegen Rechts.

    Das ist die Strategie des Mainstream, Revolution zu verhindern. Und wieviel Munition wurde auf diesem Portal allwöchentlich in dieser Richtung verschossen? Wer hat die Montagsmahnwachen sabotiert?

    Das Regime dankt Euch!

    • „Inzwischen deutet sich an, dass es zwei Gruppen gibt: …“

      Das ist der zentrale, typisch spaltende Satz.

      Wer sich berufen fühlt, hier zu antworten, um mir den Kopf zu waschen, der möge bitte lieber eine Weste anziehen und in die Stadt gehen.
      Danke.

    • Ich will keine Revolution-Revolutionen enden immer mit Gewalt und nach der Revolution zementieren die Schattenmächte ihre Macht noch fester.
      Ich möchte, dass die Menschen ihre Souveränität zum Ausdruck bringen-in Frankreich machen das die Gelben Westen sehr gut.

    • Bitte … gern geschehen:

      Der Wolf in der Weste? – „Gelbwesten“ in Deutschland
      Politik 17:15 06.12.2018
      Valentin Raskatov

      Wer zieht sich heute in Deutschland eine gelbe Weste über, die gerade Symbol des Aufruhrs bei den französischen Nachbarn sind? Welche Gründe stecken dahinter? Und wie viel hat die Bewegung noch mit dem französischen Vorbild zu tun?

      Welches revolutionäre Potential die Mittelschicht in Frankreich hat, haben die sogenannten Gelbwesten mit ihren, in Teilen gewalttätigen, Demonstrationen gezeigt. Die Aktionen in Frankreich gegen die gegenwärtige Regierungspolitik sind bislang zwar dezentral organisiert und politisch neutral. Sie werden aber sowohl vom Politiker der Linkspartei, Jean-Luc Mélenchon, als auch der Politikerin der Front National, Marine Le Pen, aktiv umworben. Auch in der frankophonen Wallonie in Belgien formieren sich Proteste in den nicht zu übersehenden Westen.

      Aus Deutschland kamen jüngst ebenfalls lobende Töne in Bezug auf die Westen – von links wie von rechts. Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht sah die „Gelbwesten“ etwa als Vorbild für eine stärkere Protestkultur hierzulande. Sie selbst will im Rahmen der Bewegung „#aufstehen“ die Massen gegen eine als ungerecht wahrgenommene Politik auch in Deutschland mobilisieren.

      Auch der Vorsitzende der AfD, Alexander Gauland, sprach von Gründen, die Autofahrer hierzulande hätten, eine ähnliche Bewegung ins Leben zu rufen. Und die AfD-Landesvorsitzende in Schleswig-Holstein, Doris Sayn-Wittgenstein, zog sich ganz einfach eine gelbe Weste über.
      (…)
      Ein Blick auf das im Twitter-Account oben angeheftete Foto deutet mit der usurpierten DDR-Parole „Wir sind das Volk“ auf eine rechte Ausrichtung dieser Gruppierung hin:

      Der Beschreibungstext des Twitter-Accounts bestärkt diesen Eindruck: „Mit der gelben Weste auf die Straße. Kämpfen für Zukunft und Heimat!“ Das klingt fast so wie der brandenburgische asyl-feindliche Verein „Zukunft Heimat“, der in Cottbus unter anderem stark an der dortigen aufgeheizten Lage beteiligt war. Stellt sich die Frage: Sind die „Gelbwesten“ in Deutschland bereits von rechts vereinnahmt?

      Warum hierzulande gelbe Westen tragen?

      Wenn die „Gelbwesten“ in Deutschland auf die Straßen gehen, werden sie dieselbe Alarmbekleidung wie ihre französischen Nachbarn tragen. Das heißt nicht, dass es ihnen um dieselben Sachen gehen wird. Die Lage in Frankreich unterscheidet sich von der in Deutschland: Die Arbeitslosigkeit ist knapp dreimal so hoch, und bei allem Ärger über die Dieselkrise sind in Frankreich von der Ökosteuer, die Auslöser für die Proteste war, alle Fahrzeuge betroffen – der Literpreis von Diesel wurde um 6,5 und der von Benzin um 2,9 Cent erhöht. Auch fällt die Kaufkraft der Franzosen ab, während die der Deutschen steigt.

      Übereinstimmung gibt es dagegen darin, dass die Schere zwischen Arm und Reich in beiden Ländern immer weiter auseinandergeht. Ebenso werden Reiche und Investoren etwa durch Steuermaßnahmen bevorzugt, die Macron zur Last gelegt werden. Das lässt sich in Deutschland gleichfalls nachweisen, nicht nur beim Diesel-Preis.

      Schließlich aber beherrschen in Deutschland andere Themen die Menschen: Die Trump-Politik macht ihnen Sorgen, ebenso die Überforderung der Behörden durch Flüchtlinge und Spannungen mit Migranten. Und das hat sich auch in den „Gelbwesten“ niedergeschlagen.

      Spaltungen überwinden und abschotten?

      So spricht sich eine besonders große Facebook-Gruppe der „Gelbwesten“ gegen eine „Spaltung“ der Gesellschaft – in erster Linie in links und rechts – in Deutschland aus und fordert alle Menschen auf, diese zu überwinden. Aber die Überwindung soll einem klaren politischen Ziel dienen. „Deutschland macht dicht“, steht auf der Seite der gelben Weste. Es geht also ganz klar um Abschottungspolitik. Die Spaltung der Gesellschaft in links und rechts soll also überwunden werden – aber durch einen Schwenk nach rechts.

      Die „Gelbwesten“ sind in viele Gruppen zersplittert und bleiben ohne zentrale Koordination immer Stückwerk. Es gibt unter ihnen durchaus vereinzelt Menschen, die sich in erster Linie für soziale Interessen einsetzen. Aber im Großen und Ganzen erscheint es so, als hätten schon im Vorfeld eher nationalistische Gruppen das Kleidungsstück als Protestsymbol für sich gepachtet. In anderen Worten: Die deutschen „Gelbwesten“ haben mit der eher politisch neutralen Vorlage aus Frankreich nichts zu tun.
      https://de.sputniknews.com/politik/20181206323201721-gelbweste-in-deutschland/

      Oder hier:

      Freitag, 07. Dezember 2018, 15:00 Uhr
      ~15 Minuten Lesezeit
      Das Ende der Linken
      Die Anpassung der deutschen Linken an den Zeitgeist bedeutet das Ende radikaler Humanität.
      von Roland Rottenfußer

      Wir kennen alle solche Argumente: „Man muss Fluchtursachen bekämpfen, statt eine naive Willkommenskultur zu pflegen“. „Zuwanderung wird von den Wohlhabenden befürwortet, aber die kleinen Leute müssen die Last tragen.“ „Die Systempresse bauscht den Rechtsruck nur auf.“ „Großkonzerne haben Migranten ins Land gelockt, deshalb sollten sozial Denkende gegen Zuwanderung sein.“ Und natürlich der Klassiker: „Die AfD bekämpft man am besten, indem man möglichst hart mit Flüchtlingen umgeht.“ Diesen Argumentationsmustern begegnen wir überall, manchmal auch in unserem eigenen Geist. Nicht alles an den Narrativen der Zuwanderungsskeptiker ist komplett falsch. Vielmehr handelt es sich oft um Halbwahrheiten, und manches ist einfach nicht gut zu Ende gedacht. Wir sollten uns davon nicht ins Bockshorn jagen lassen und bei unserer Wahrheit bleiben.

      1. Wenn wir mehr Härte gegen Flüchtlinge zeigen, können wir den Rechtsruck stoppen.

      Solche Statements hören wir im Zuge der Seehoferisierung fast der gesamten politischen Landschaft überall – in verschiedensten Varianten und auch weiter links im Spektrum. Aber ist diese Behauptung auch wahr? Mit Blick auf die jüngere Geschichte dürfen wir das bezweifeln. 1992 gab es in Rostock Lichtenhagen ein Pogrom. Neonazis zündeten damals vor laufender Kamera eine Anlaufstelle für Asylbewerber an. Die Migranten konnten nur mit etwas Glück in letzter Minute ihr Leben retten. Geschätzte 3.000 Menschen schauten zu und feuerten die Angreifer an.
      (…)
      Buchholz zufolge konnten die Republikaner, von denen damals allgemein der baldige Einzug in den Bundestag erwartet wurde, nur durch eine breite Gegenbewegung von unten gestoppt werden. „Dass es anders kam, lag ausschließlich am Widerstand auf der Straße.“ Unter anderem machte damals die sehr erfolgreiche Münchner Lichterkette im (Dezember 1992) Furore. Nazi-Aufmärsche stießen regelmäßig auf machtvolle Gegendemonstrationen.

      „Das änderte das gesellschaftliche Klima. Die REP wurden zunehmend mit den Nazis identifiziert und verloren infolge der Folge des Widerstands im Laufe des Jahres 1994 erstaunlich rasch an Zustimmung.“

      Das damalige Verschwinden der Republikaner wäre die Blaupause für die Art und Weise, wie wir auch mit der AfD schließlich fertig werden könnten.
      (…)
      Buchholz schließt:

      „Die AfD ist keine ‚Arbeiterpartei‘, wie Oskar Lafontaine meint, sondern eine von Besserverdienenden geführte demagogische Partei, die dabei ist zu einer faschistischen Bedrohung zu mutieren. Der einzige Weg gegen den Rassismus besteht darin, ihm auf der Straße, in den Betrieben und im Parlament entgegenzutreten. Nur die größtmögliche und entschlossene Einheit aller Kräfte links von der Mitte kann das Klima in der Gesellschaft nach links verschieben.“

      Dies wäre eigentlich ein Motto für eine „Sammlungsbewegung“ – nicht aber wenn diese den fatalen Fehler macht, gegenüber der AfD einen „Wandel durch Annäherung“ zu versuchen. Was sich da verwandelt, sind vor allem Teile der Linken und der gesellschaftlichen Mitte, die irgendwann nicht wiedererkennbar und nicht wieder wählbar sein werden.
      (…)
      Es gibt momentan neben den sehr plumpen „Ausländer-raus-Brüllern“ auch eine Schicht sehr gewiefter Diskutanten, die die dafür aufgeschlossenen Medien gezielt mit zuwanderungsskeptischen Argumenten versorgen. Die Aussagen dieser oft sehr gebildeten und wortgewandten Menschen sind selten zu 100 Prozent falsch. Vieles daran kann man jedoch unschwer als Halbwahrheiten identifizieren. Oft werden aus richtigen Beobachtungen – etwa über schlechtes Benehmen von Zuwanderern oder über Migration als Passvorlage für Lohndrücker – falsche Schlussfolgerungen gezogen.

      Hier einige der „schönsten“ Halbwahrheiten dieser Denkrichtung:

      2. Grenzenloser Kapital- und Warenverkehr sind schlecht und ein Merkmal des Turbokapitalismus. Daraus folgt, dass Grenzen generell gut sind und dass auch dem Flüchtlingszustrom eine Grenze gesetzt werden muss.

      Das stimmt nur teilweise, weil grenzüberschreitendes Kapital profitieren und ausbeuten will, Flüchtlinge jedoch oft nur ihr nacktes Leben zu retten versuchen.

      Grenzüberschreitende Warenströme machen oft die Volkswirtschaften der ökonomisch schwächeren Länder kaputt. Menschen, die Grenzen überqueren wollen, brauchen dagegen Hilfe und können ihrem Gastgeberland auch behilflich sein.

      Sie konkurrieren vielleicht mit Deutschen um bestimmte Arbeitsplätze, können aber auch bei Arbeiten einspringen, für die sich keine deutschen Bewerber finden. Ziel linker Aktionen sollte es immer sein, für den Ausbau der Sozialsysteme und gegen künstliche Verknappung der Arbeit zu kämpfen, nicht gegen ausländische „Mitbewerber“, die auch nichts anderes wollen, als sich und ihre Familie ernähren und unerträglichen Lebensbedingungen in ihren Heimatländern entkommen.

      3. Es ist viel besser, die Fluchtursachen zu bekämpfen als Flüchtlingen zu helfen.

      Das stimmt so nicht, weil natürlich beides getan werden muss. Denn Entwicklungshilfe und Verhandlungen mit Machthabern der Ursprungsländer helfen vielleicht langfristig; Flüchtlinge ertrinken und verhungern aber schon heute, wenn wir ihnen nicht helfen. Globalstrategische Analysen helfen kurzfristig ebenso wenig. Sie könnten höchstens die Grundlage dafür sein, dass auf längere Sicht die richtigen Weichen gestellt werden. Menschen, die eine humane Willkommenskultur pflegen, werden oft der Komplizenschaft mit jenen bezichtigt, die die Fluchtursachen durch Anzetteln von Kriegen, durch Ausbeutung und Umweltzerstörung erst geschaffen haben. Ich sehe das etwas anders: Fluchtbewegungen sind auch ein Symptom. Und wenn so genannte kleine Leute einvernehmlich mit der „großen Politik“ für Symptomunterdrückung kämpfen, indem sie dafür plädieren, Flüchtlinge in Deutschland einfach unsichtbar zu machen, tragen sie nicht dazu bei die schwere Krankheit zu heilen, die unseren Planeten befallen hat und deren Name Kapitalismus ist.
      (…)
      7. Der Rechtsruck und rechte Gewalt wurden von der Systempresse aufgebauscht, um Quote und Zeitungsverkäufe anzuheizen, um die Gesellschaft zu spalten und den Interessen des Kapitals zu dienen.

      Wahr ist: Die Medien wollen verkaufen, und Gewalt und Zoff verkaufen sich gut. Das ist auch mit eine Erklärung dafür, dass zwischen 2015 und 2018 die Berichte und Talkshows zu den Themen Zuwanderung, Islam, Ausländerkriminalität und ähnlichen explodierten und man den Eindruck gewann, dass es in Deutschland überhaupt keine anderen Probleme mehr gebe. Ich glaube auch, dass folgende Dynamik existiert:

      Das Establishment will die Protestenergien weg von den neoliberalen Verursachern unserer sozialen Schieflage hin zu Nazi-Pöblern lenken. Völlig erschöpft vom Kampf gegen „rechts“ bleibt den Linken dann keine Kraft mehr für den Kampf gegen den Kapitalismus – ja dieser kann sich im Schatten des faschistisch-antifaschistischen Gerangels ungestört weiter mästen.

      Wahr ist aber auch: Es gibt keinen „wahren“ Gegner Neoliberalismus und keinen „falschen“ Gegner Faschismus. Beides sind reale und höchst gefährliche Gegner. Und oft haben sie in der Geschichte an einem Strang gezogen, indem der Faschismus dem Kapitalismus beisprang, wenn dieser gegenüber linken Kräften zu unterliegen drohte. Falsch ist es in jedem Fall, Flüchtlinge für das Fehlverhalten der Medien in Mithaftung zu nehmen. Im Übrigen, zum Thema „Aufbauschen“: 1054 rechtsextreme Gewalttaten gab es im Jahr 2017 in Deutschland. Manchmal denke ich, rechte Gewalt wird von vielen Medien eher abgebauscht.
      (…)
      etc.
      https://www.rubikon.news/artikel/das-ende-der-linken

    • Meine Güte,-eine ganze Box voller ewiger wichtiger romanhafter Darstellungen ,die ich nie weiter als bis zur dritten Zeile gelesen habe. Was will der Autor uns sagen mit seinen unveröffentlichten Romanen,die er doch sicher lieber in Buchform präsentieren könnte seiner intellektuellen oder wie auch immer wichtigen Leserschaft!?
      Was soll das bedeuten,handelt es sich um einen verhinderten taxifahrenden „Chomsky“ oder so-ein Bukowski wäre mir lieber!

    • Puh, ist das kalt draußen. Meine Weste hat nicht über den Anorak gepaßt und ich mußte bald wieder heim.
      Es sind tatsächlich schon Gelbwesten unterwegs, erstaunlich, sogar hier auf dem Land. Man lacht und winkt sich zu und erkennt sich wieder. Da ist etwas Großes im Gange, etwas, das alle Spaltungen integrieren könnte und Menschen unterschiedlichster Anschauungen und Berufe zusammenbringen könnte. Friedlich natürlich, Davin.

      Da an dieser Stelle die zu erwartende Reaktion kam (ja: reaktionär ist heute vor allem die Linke), kann ich mir nicht verkneifen, noch etwas zu erwidern. (Nicht daß ich diesen langen Erguß gelesen hätte, B. Glücklicherweise muß ich nur reinfühlen und dann weiß ich, was da auf mich zukommt und was für Geister gesprochen haben….)

      Was ist das nur?

      Die Angst der Politbox vor dem Leben, vor der Unberechenbarkeit eines Lebens, das sich nicht im geringsten um persönliche Vorlieben und Abneigungen kümmert, und einfach so seinen Gang nimmt …

      Manche Menschen sind ja wie eine Musikbox, nur auf das Politische bezogen. Man muß ihnen nur ein Stichwort hinwerfen – nur eine bestimmte Taste drücken – und schon wird die gespeicherte und lange vorbereitete Reaktion heruntergespult. Bei vielen ist ihr Weltbild nicht mehr zu ändern und sie haben nicht mitbekommen, daß ihre Politplatte hängengeblieben ist und immer dieselben Rille wiederholt. Wieso ist das so? Warum machen sich diese Menschen ständig etwas vor? Weil sie Angst haben.
      Fast alle Menschen leiden unter Angst. Um sie zu vermeiden wird nach Sicherheit gesucht, die uns in ein inneres Gefängnis führt. Beim Kopfmenschen sind das sichere Definitionen, ein feststehendes Historienverständnis, eine ganze Bibliothek voller Informationen und Argumentationsmaterial. Hier wird aber nicht nur das Bedrohliche vermieden, sondern vor allem die Angst selbst. So wird sie zu einem monströsen Feind, dem wir nie ins Auge geschaut haben. Und da das so ist, muß dieser monströse Feind nach außen projiziert und außen angegriffen werden. (Hier: auf die „Rechten“). Das ist der Rettungsplan des (linken) Ego und seine scheinbare Suche nach Freiheit und Gerechtigkeit, unter dem Motto „Suche und finde nicht.“ Statt uns umzuwenden und zu untersuchen, was das ist, vor dem wir da immerzu auf der Flucht sind und dem wir durch unsere mentale Dauerbeschäftigung den Rücken gekehrt haben, machen wir einfach immer so weiter wie bisher; und erstaunlich ist eigentlich hierbei am meisten die Vermeidung des Eingeständnisses, daß wir bisher mit dem, was wir für richtig hielten, nicht den geringsten Erfolg gehabt haben. Nichts hat sich verändert, nichts ist bessser geworden durch unsere jahrelangen Bemühungen. An unserem inneren Zustand der Unruhe, Getriebenheit und Angst hat sich nicht das geringste geändert. Und um uns herum schon gar nichts. Ganz im Gegenteil, wir haben alles nur noch schlimmer gemacht. Trotzdem machen wir weiter. Das ist das große Rätsel für jene, die ihr Gefängnis verlasssen haben und wissen, daß nur jener wirklich frei werden kann, der bereit ist, sich seiner Angst zu stellen. Nur dann wird es möglich sein, die Angst aus dem Dunkel der Vermeidung und Verheimlichung ins Licht des Bewusstseins zu rücken. Nur so wird möglich, was das eigentliche Ziel eines aufrichtigen politischen Menschen sein sollte: ein Leben ohne Angst. Denn nur dann kann er der Wahrheit und dem Leben dienen in allen ihren Facetten.

      RT Deutsch:
      „Daß dann auch noch der Linke-Chef Bernd Riexinger vor dem „rechten Potential“ der Gelbwesten warnte, sagt vermutlich mehr über die Zerstrittenheit der Linken in Deutschland als über die Gelbwesten in Frankreich aus.“

      Zerstrittenheit – die im Grunde die eigene innere Zerrissenheit widerspiegelt – und Angst vor dem Leben. Vor einem Leben im wirklichen Leben, und nicht am Schreibtisch oder in Weltbildern, Theorien, Konzepten und Gedanken.
      Daher an dieser Stelle immer wieder die vorhersehbaren völlig kraft- und wirkungslosen: Warnungen vor dem nach außen projizierten inneren Monster Angst (Rechts).

    • Revolution aus dem Volk ?
      Die internationalen Machthaber, das internationale Kapital, machen Revolution .
      Die Globalisierung/NWO mit der Abschaffung der Selbstbestimmung der Völker ist die Revoluton die läuft .

    • Jedes aufbegehrende Volk, dass gegen Machteliten kämpft, muß damit rechnen, mißbraucht zu werden. Das können vereinzelte Randgruppen (rechts/links) sein, die diesen Anlass für ihre Zwecke nutzen wollen.
      Doch auch die Machteliten nutzen vorerst jede friedliche Möglichkeit, um die entstandene Saat bereits im Keim zu ersticken. Sie haben sich schon lange mit gut bezahlten Fachleuten um die Steuerung von Bevölkerungen bemüht. Ein Zauberwort ist hier die Spaltung der Bevölkerung….und das funktioniert für sie ja auch prima, aber wir lassen das auch immer wieder zu. Es reicht, wenn sie behaupten, auf einer Veranstaltung wurden Rechte gesehen….dann sind wahrscheinlich alle rechts! Oder einige wenige üben Gewalt aus, dann sind alle gewaltbereit usw.usw.
      Natürlich haben sie die Medien auf ihre Seite, doch wir fallen immer wieder auf das Spalten unser selbst herein.
      Wir werden getrennt in Rechts/Links, Arbeiter, Hartz4, Flüchtling, und und und…..wenn wir das nicht überwinden,
      dann haben wir keine Chance.

      Das ist beim Thema Flüchtlinge nicht anders…wir werden getrennt in…bin für oder gegen Flüchtlinge, die sind
      Schuld, rechte/linke Einstellungen und und und.
      Das ist alles Symptomdoktorei…….wenn ich Fieber habe, dann nehme ich nicht Wochenlang ein fiebersenkendes
      Mittel, sonder gehe zum Arzt, um die Ursache abzuklären und anschließend gezielt zu behandeln.
      Bei Flüchtlingen muß ebenfalls an erster Stelle kommen….warum kommen sie überhaupt. Nur hier kann für die
      Zukunft eine Verbesserung und Veränderung grundsätzlich herbeigeführt werden.. Als Hauptgründe sind sicher-
      lich Krieg, unfaire Handelsabkommen, oder eben „Ungleichheit“ zu nennen. Oder besser noch die „Globa-
      isierung“.
      Wer hat diese zu Verantworten und diese Probleme überhaupt erst hergestellt………..das war die westliche Welt, also angeführt vom US-Imperium. Doch auch wir machen da munter mit. Hier in Deutschland sind also für die Grundursachen unsere teuer bezahlten Politiker verantwortlich. Es spielt dabei keine Rolle, welche Partei gerade an der Regierung ist, da jede Partei in Regierungsverantwortung in diesem faslschen System genau so weiter
      macht/machen würde (als Beispiel Bündnis90/die Grünen…einst gegen Krieg und für die Umwelt…..kümmern sich nicht mehr um die Umwelt und haben mit Schröder den ersten Krieg mitgemacht…Yugoslawien). Die AFD
      würde ich da auch nicht ausnehmen.

      Wenn es um Flüchtlinge in den Mainstreammedien oder bei unseren Volksvertretern geht, kommen die Grund-
      ursachen überhaupt nicht zur Sprache? Und das sollen sie ja auch wohl garnicht! Viele Flüchtlinge, würden
      zurückkehren, wenn endlich Frieden in ihrem Land wäre oder aber die Lebensbedingungen einigermaßen Lebenswert wären mit einer Perspektive. Die meisten deutschen Flüchtlinge sind nach Ende des Krieges auch
      zurückgekommen………..wir haben das bereits schon durchgemacht…bzw unsere Eltern oder Großeltern.

      Doch noch werden wir gespalten und arbeiten mehr an Symptomen, anstatt an den Grundursachen und uns an den dafür verantwortlichen Personen zu halten. Bei dem Thema Krieg sollte es eigentlich keine Frage sein, doch
      stellen wir die Kriege, in denen auch wir einen Beitrag leisten weder in Frage, noch schaffen wir es, uns klar und
      eindeutig dagegen zu stellen.

      Die Probleme in Frankreich sind sicherlich etwas anders, als hier in Deutschland. Aber Grundprobleme wie z.B.
      Krieg als eine der Fluchtursachen und Globalisierung, sowie stetiger Sozialabbau und die Schere zwischen Arm/Reich, sind sicherlich sehr ähnlich. Auch, dass die jeweiligen Regierungen in ihrem Interesse die Politik ge-
      stalten und auf die eigene Bevölkerung keine bzw. wenig Rücksicht nimmt………..dagegen gilt es in Zukunft etwas zu tun….was auch immer………..von daher unterstütze ich die „Gelbwesten“ mit dem, was mir möglich ist.
      Ich trage deshalb „die gelbe Weste“, stehe dazu, wenn auch nur Solidarisch……noch

    • Ja, das sind sie, die Beiträge der Spaltpilze, die *objektiv* Proteste der 99% hierzulande, sei es gegen die neue aggressive, bellizistische Außenpolitik oder den Sozialabbau im Inneren, verhindern. Soll man jetzt ähnlich lange Beiträge der Nachdenkseiten, die eine fast diametral entgegengesetzte, gleichwohl linke, verantwortungsethische Sicht aufs Thema Flüchtlinge etc. vertreten, hier noch verlinken, damit es ewig so weitergeht? Wem nützt dieser Streit, was bezwecken Sie und Ihresgleichen damit? Angezeigt sind imho auch dringend in D endlich wirksame Proteste gegen neoliberale Politik und drohende Kriegsgefahr. Auf der Straße. Mit den paar echten Rassisten wird man dabei auch spielend fertig werden.

      Das war jetzt @ Box

    • „Meine Güte, – eine ganze Box voller ewiger wichtiger romanhafter Darstellungen, die ich nie weiter als bis zur dritten Zeile gelesen habe.“

      Zu dieser Strategie ganz aktuell von Daniele Ganser zitiert, aus „Der Kampf um unsere Köpfe“:

      „Besonders diese drei Techniken werden immer wieder eingesetzt: Informationsflut, Fragmentierung und Dekontextualisierung. Es lohnt sich für jeden wachen Menschen, diese Techniken zu kennen.“

      Davin, es lohnt sich, zu wissen, welche Methode Sie hier kritisiert haben: Informationsflut.

      Damit wirst Du erstmal erschlagen und außer Gefecht gesetzt. Die Beschäftigung mit diesen kilometerlangen Postings raubt Dir die Energie, vielleicht doch eine gelbe Weste anzuziehen und auf die Straße zu gehen. Und das ist ja auch die Absicht.

  10. Die Banker und Technokraten mit ihrem Traum eines körperschaftlichen Europas haben beim Referendum der Griechen im Jahr 2015 ihr wahres Gesicht gezeigt.
    Sie haben das Nein der Griechen zu „Reformen“der Blutsauger-IWF-Truppe und neue luftgeschöpften Zwangsschulden ignoriert.
    Stattdessen haben sie das Volk erpresst,indem die Banken geschlossen wurden und die Menschen kein Geld abheben konnten.Das stellte schon einen Bruch dar,der einer Kriegserklärung gegen das Volk gleichkommt.
    Damals hatte das Ende schon begonnen des Europa der Konzerne und Banken.

  11. Wenn man sich anschaut mit welchem Tamtam und welcher Begeisterung auf allen Kanälen in den MC Medien das Ringen um den Parteihofstaat der CDU veranstaltet wird, könnte man glatt meinen hier in Deutschland wird soeben wieder die Monarchie ausgerufen!

    Endlich wieder ein/e neue/r König/in!!

    Hier trägt man Schwarzwesten mit olivegrünem Stickmuster

    • ebay.de/itm/10-tlg-Neongelb-Warnwesten-Unfallweste-Sicherheitswarnweste-Weste-KFZ-EN-471/152703208517?_trkparms=ao%3D1%26asc%3D20170112105733%26meid%3D3c29e9b22d144f8a85f71daa54fa9e55%26pid%3D100282%26%26itm%3D152703208517&_trksid=p5713.c100282.m3503

      10er-Stapel gelber Westen

  12. Sehr guter Kommentar!

    Die Gelbwesten protestieren gegen eine neoliberale Politik, die alle außer der Finanzwelt, der Lobbyisten und der Politiker benachteiligt: Vom Rentner und Sozialfall über Arbeiter und Angestellte bis hin zum Mittelstand. In Deutschland ist das kaum anders. Benachteiligt sind auch diejenigen, die CDU und SPD gewählt haben! Sie werden zu Gunsten der Hochfinanz seit Jahrzehnten ausgebeutet und von ihren politischen Vertretern verraten.

    Was die Regierung bei uns versäumt hat, ist das Gleiche wie in Frankreich:
    Ein gerechtes System von Steuern:

    Transaktionssteuer,
    Vermögenssteuer,
    Besteuerung internationaler Konzerne durch Quellensteuer,
    gestaffelte Erbschaftssteuer.

    Es gibt auch die Möglichkieit einer Kombinantion von Steuern und Sozialbeiträgen:
    Die Soziale Quellensteuer.

    Wer die Komplizenschaft von Geldbesitzern, Banken und Politik durchschauen und Gegenmaßnahmen kennenlernen will, lese, bis es los geht,
    dieses Buch über Finanzpolitik.

  13. Na endlich, KenFM. Dachte schon, ich muss mir eine neue Echokammer suchen. 🙂 Wobei – wenn die Revolution wirklich kommt, bin ich ja auf einmal Mainstream.

    Das war aber auch eine schwere Geburt, bis Ihr Euch mal zu einem wohlwollenden Artikel über die Gelbwesten aufraffen konntet. Das sind für mich wirkliche „Macher“, wie sie hier doch immer gefordert werden.

  14. Der Volksaufstand der Franzosen war nur eine Frage der Zeit. Ich finde es spannend, dass ich Zeitzeuge der Geschichtskorrektur bin, denn nicht die USA oder ein anderes Land in Europa trägt die Fakel des Umsturzes eines menschenverachtenden Systems wie es in den Geschichtsbüchern mit Propaganda überzogen wird, sondern die Franzosen waren es uns sind es jetzt auch.
    Schon vor einiger Zeit hatte ich in vielen Kommentaren geschrieben, dass Ende 2018 die End-Game-Phase eingeläutet wird.
    Ich hatte nicht gedacht, dass es die Franzosen sind die das bewerkstelligen.
    Falls, das Ganze doch in der Hoffnung ein gutes Ergebnis abliefert, müssen wir alle den Franzosen ein grandioses Merci zukommen lassen.

    Wer noch die Muse hat, die Mainstreamgossenpresse zu analysieren, wird genau zu der Erkenntnis kommen, dass diese Schützenhilfe für die abgehobenen Eliten leisten. Den ganzen Tag läuft die CDU-Propaganda, während im Nachbarland ein Volksaufstand stattfindet. Bis auf RT habe ich keinen einzigen Reporter der Mainstreamgossenpresse vor Ort wahrnehmen können, der die Gelbwesten interviewt oder befragt.

    Als ich noch jung und unwissend war, wusste ich nicht was das Wort surreal bedeutete bzw. wo man dafür eine Verwendung findet. Nun habe ich eine passende Verwendung dafür.
    Die Situation in Deutschland ist surreal. Während die Nachbaren in Frankreich ein Paradebeispiel an Volkszorn und -aufstand abliefern, verharren die Deutschen und suchen weiter nach ein Musterbeispiel wie man Korruption des Staates bekämpfen kann.

    Kann einer mal die Linken sagen, dass sie auch surreal sind? #Aufstehen und #Unteilbar hat nicht viel ergebnissreiches gebracht. Während man in salonlinker Manier sich die Veränderung herbeidiskutieren will, haben ganz einfache Menschen sich eine gelbe Weste geschnappt und das was sie wollen in die Tat umgesetzt.
    Also, jetzt ist doch empirisch bewiesen, dass Selbstorganisation von der breiten Masse viel erfolgreicher ist, als irgendwelche Gewerkschaften und sog. „linken“ Gruppierungen.
    Wenn nun wieder irgendwelche Gewerkschaften oder „Linksgruppen“ ankommen und meinen: „Folge uns, wir führen.“
    Dann bloß nicht, sondern selbstorganisieren. Die genannten Gruppen sollen sich mal in Demut üben und einfach sich eingestehen, dass sie sich den Paradebeispiel der Gelbwesten anschließen wollen, oder auch nicht.

  15. Ja, so ist es wohl…doch was nun?

    Ich trage ab sofort „gelbe Weste“, wenn ich aus dem Haus gehe!
    Zum einen aus Solidarität, zum anderen aber auch, weil wir hier in Deutschland genau die gleichen Probleme haben.
    Der Unterschied ist nur, dass es uns hier noch im Durchschnitt etwas besser geht…….doch mit evtl. März, ist dass nicht
    mehr lange eine Frage.

    Es geht sicherlich um mehr, als die Erhöhung der Benzinsteuer. Es geht um die Machteliten/Neoliberalisten aus
    Politik, Banken/Finanzsystem und Wirtschaft mit dem Sprachrohr „Lückenpresse“Sie werden immer reicher und
    die Bevölkerung immer ärmer.

    Laßt uns mit der französischen Bevölkerung solidarisieren und gleichzeitig unser eigenes Schicksal in die Hand nehmen. Unzufriedenheit, soziales Gefälle gibt es ja genug hier in Deutschland.
    Was für eine Chance für uns, wo doch „Gelbwesten“ bekannt sind, durch unsere Lückenpresse dargestellt werden, wenn auch in einem anderen Hintergrundinteresse. Ja, das mit der Gewalt, dass müssen wir überstehen, ob nun einzelne Gruppierungen oder aber gezielte und geplante Maßnahmen durch die Machteliten. Doch genau das macht z.B. Daniele Ganser ebenso……….der Kampf für Recht und Gerechtigkeit im Sinne der „Menschenfamilie“……er kämpft
    weiter und bleibt sich und seiner Meinung treu!

    Doch dafür müssen wir endlich anfangen, für uns und die Menschenfamilie etwas zu tun. Und eine gelbe Weste über-
    zu schmeißen ist nun wiklich kein großer Aufwand.
    Auch sollte jeder für sich klären, wofür bzw. wogegen er eigentlich einsteht und ist……ich fange da gerne mal an….

    -Ich bin gegen jede Art von Krieg
    -Vermögenssteuer und Erbschaftssteuer müssen zur Gleichheit kommen
    -Jede Art von Finanztransfers (Derivate,Aktiengeschäfte usw.)müssen besteuert werden, auch dürfen Banken kein
    Geld schöpfen können und dürfen usw.
    -Wir brauchen geregelte Eingriffsmöglichkeiten z.B. mit einer Verfassung, die uns nach dem Grundgesetz zusteht.
    Darin könnten unsere Eingriffsmöglichkeiten für eine direkte Demokratie stehen wie z.B. Mitsprache bei Kriegs-
    beteiligung, Abwahl von Politikern, Mitbestimmung bei Sozialfragen und und und……….

    Mir geht es hier nicht um Einzelheiten, sonder darum, dass wir unsere Macht deutlich machen und vielleicht
    irgendwann auch durchsetzen…….Es gibt auch sicherlich viel mehr und andere Ziele, die für uns als deutsche
    Bürger sinnvoll und wichtig wären……….es ist einfach gegen etwas zu sein, doch schwierig auch für etwas zu sein.
    Wofür seid ihr? Was ist euch wichtig oder haltet ihr für richtig?
    Die Machteliten/Neoliberalisten mit ihrem „ökonomischen Rassismus“, bedrohen aus Eigeninteresse uns, die Umwelt, die Menschenfamilie und somit unseren Planetet. Das ist das Ziel, was es zu bekämpfen gilt!

    Es wird sich zeigen, wer und ob genügend Interessen bestehen, dagegen etwas zu tun. Auch dürfen wir uns nicht selber
    Spalten oder spalten lassen……….es liegt also mehr oder weniger auch an uns…..fangen wir also an, oder überlassen wir alles der Machtelite………..

    Und nochmal……………ich trage „gelbe Weste“ und stehe mit meinem vollem Namen dafür auch ein.

  16. … Nichts zu verlieren als ihre Ketten …

    Es ist immer wieder erstaunlich, daß in Frankreich bei sozialen Protesten so ein breites Bündnis aus Handwerkern, Arbeitern, Studenten, Rentnern, Arbeitslosen, Schülern und sogar Teilen der Polizei zustande kommen kann. Es scheint wirklich so zu sein, daß der gemeinsame Feind, die Eliten, das Establishment, die Vertreter der neoliberalen Herrschaft, gegenwärtig durch den „Jupiter“ (deutsche Jubelmedien) personifiziert, diese Geschlossenheit fördern. Zudem lassen sich die Franzosen womöglich durch die Medien nicht so verarschen. Die revolutionären Traditionen spielen sicher dabei aber die Hauptrolle, vor allem die dabei gemachte Erfahrung, daß Veränderungen möglich sind.

    Wenn ich bspw. dagegen hier in D gegenüber Kleingewerbetreibenden im Bekanntenkreis thematisiere, daß Amazon kaum Steuern zahle, solidarisieren sich diese sofort als „Unternehmer“ mit Bazos. Auch habe ich schon Studenten erlebt, die am Rande einer Anti-Hartz-Demo Witze über das Aussehen der Demonstrierenden machten.

    Man kann nur hoffen, daß es Wagenknecht und ihre Bewegung schaffen, durch französischen Schwung wenigstens etwas an Fahrt aufzunehmen und daß in Frankreich die Proteste auch substantielle Ergebnisse zeitigen.

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