Tagesdosis 7.2.2018 – „Das Dritte Reich hat Polen im Zweiten Weltkrieg nicht angegriffen“?

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Immer wenn man glaubt, es kann nicht noch verrückter werden, genau dann wird es extrem verrückt. Zunächst aber ein kleiner Exkurs in Sachen Implikationen. Implikationen sind Sachzusammenhänge oder sich aus Feststellungen heraus ergebende Schlüsse, die schon durch die Feststellung selbst eine Menge an weiteren Schlüssen zulassen.

Nehmen wir die Überschrift dieses Artikels. Was impliziert diese zunächst? Sie stellt zunächst fragend fest, dass das Deutsche Reich Polen nicht angegriffen habe. Folglich kann der Zweite Weltkrieg nicht mit dem in allen Geschichtsbüchern festgeschrieben Version eines „Falsche Flagge-Spiels“ begonnen haben. Richtig? Ja. Denn wenn das Deutsche Reich Polen nicht angegriffen hat, muss der Zweite Weltkrieg unter anderen Umständen begonnen haben.

Natürlich, und das ist hinlänglich belegt, hat Hitlerdeutschland mit einem inszenierten polnischen Angriff Polen angegriffen und den Zweiten Weltkrieg begonnen. Aber hören und staunen wir zunächst, was der derzeitige polnische Präsident, der Staatschef Polens selbst sagte. Der Spiegel schreibt in seiner Online-Ausgabe am 06.02.2018, Zitat Anfang: „Polens Staatschef Andrzej Duda wird das umstrittene Holocaust-Gesetz unterschreiben. Das kündigte er am Dienstag in einer Erklärung an. Er werde das Verfassungsgericht bitten, dem Gesetzestext noch erklärende Passagen hinzuzufügen; diese sollen aber erfolgen, wenn das Gesetz bereits Gültigkeit hat. Das Gesetz der nationalkonservativen Regierung in Warschau zielt unter anderem darauf ab, die Benutzung des Begriffs „polnische Lager“ für die NS-Todeslager im besetzen Polen unter Strafe zu stellen. Es sieht aber auch Geldstrafen und bis zu drei Jahre Gefängnis vor, wenn der „polnischen Nation oder dem polnischen Staat“ eine Mitschuld an Nazi-Verbrechen gegeben wird. Duda stellte klar, dass Polen im Zweiten Weltkrieg als Staat nicht existierte und sich deshalb auch nicht als solcher am Holocaust beteiligen konnte. Polen habe das Recht, sich vor falschen Unterstellungen zu schützen. Dazu diene dieses Gesetz und deshalb, werde er es unterzeichnen. Um aber sicherzugehen, dass es nicht die Meinungsfreiheit einschränke, werde er es dem Verfassungsgericht vorlegen, nachdem er es unterschrieben habe. Der polnische Senat hatte das Gesetz bereits am vergangenen Donnerstag gebilligt. Israel und Polen befinden sich wegen des umstrittenen Gesetzes in einer schweren diplomatischen Krise.“ Zitat Ende.

Jetzt noch einmal das verwirrende Zitat: „Duda stellte klar, dass Polen im Zweiten Weltkrieg als Staat nicht existierte und sich deshalb auch nicht als solcher am Holocaust beteiligen konnte.“ Und jetzt einige Implikationen, falls der Staat Polen zu Zeiten des Weltkriegbeginns nicht existent war.

1. Hitlerdeutschland hat also nicht Polen angegriffen? Wieso gab es dann vonseiten des Nachfolgestaates BRD überhaupt Reparationszahlungen an Polen, wenn Polen nicht angegriffen wurde?
2. Müssen jetzt alle Geschichtsbücher betreffend des Zweiten Weltkrieges umgeschrieben werden?
3. Der Zweite Weltkrieg begann mit dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939. So steht es auf Wikipedia im Internet, zu lesen. Und so haben wohl wir alle im Geschichtsunterricht den Test abgegeben. Wenn Polen damals nicht Polen hieß, wieso steht dann überall „Polen“ wurde von Deutschland überfallen? Wen überfiel Deutschland damals wirklich?
4. Können Staatschefs ihre Länder einfach nach Belieben umbenennen, nur weil ihnen ihre eigene Geschichte nicht passt?

Jeder der jetzt recherchiert wird darauf stoßen, dass Polen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges „Zweite Polnische Republik“ hieß, auf polnisch: „Rzeczpospolita Polska“.

Das Problem, warum der jetzige polnische Präsident das umgehen will, ist die Teilschuld am Holocaust durch polnische Nazis. Denn die waren auch in den Konzentrationslagern in der damaligen zweiten polnischen Republik am Holocaust direkt beteiligt. Das will der nationalkonservative jetzige polnische Präsident Andrzej Duda einfach aus den Büchern der polnischen Geschichte weglöschen. Er argumentiert spitzfindig auch damit, dass Polen ja damals von Nazideutschland besetzt war und folglich kein polnischer Staat mehr existiert haben kann.

Wäre man nun in der BRD, dem damaligen Nachfolgestaat des Dritten Reiches, so kleinlich, so könnte man feststellen, dass bei der Kapitulation vor den damaligen Alliierten ja nicht das Deutsche Reich oder Deutschland kapitulierte. Kapituliert hatte die Wehrmacht, nicht Deutschland, nicht seine Bürger. Nie nach einem Krieg kapituliert ein ganzes Volk. Es kapitulieren entsprechend die Streitkräfte. Und diese Implikationen kann sich nun jeder selbst einmal zurechtreimen.

Moralisch betrachtet ist das natürlich vollkommener Unsinn! Denn niemals kann Schuld von einer Generation auf die nachfolgende Generation übertragen werden. Kapitalisten wollen das natürlich so haben, aber auf der menschlichen Ebene ist das unmöglich. De jure müsste ein solches Zwangserbe eine Straftat darstellen. Daher kann ich den polnischen Präsidenten nicht wirklich verstehen, was er damit bezwecken will? Denn das heutige Polen ist ganz genau so wie das heutige Deutschland so gut wie gänzlich unschuldig am Holocaust. Diejenigen, die heute noch leben und sich am Holocaust beteiligt haben, egal ob im damaligen Nazireich oder Polen, sind wohl eher als steinalt zu bezeichnen.

Die ganzen Nachwehen eines Krieges sind unerträglich. Ein Krieg tötet nicht nur Menschen. Die Überlebenden eines Krieges bilden in ihrer Gesellschaft oft ein traumatisches filigranes soziales Netzwerk aus. Diese Traumen werden oft über die Erziehung an die weiteren zwei bis drei Generationen unbewusst „tradiert“. Hinzu kommen die spitzfindigen Auslegungen überlebender Staaten. Die Neuordnungen der Nachbarn und das Entstehen neure Vorurteile, die Jahrzehnte andauern können. Auch das Instrumentalisieren eines alten Vorurteils kann über eben diese Tradierungen auf eine andere Generation schnell übertragen werden. Siehe dazu das Beispiel von Heute, das mit Putin und Russland in der Masse den „bösen Russen“ oder das damalige „der Russe kommt“ freigesetzt hat. Ein Krieg ist das Nachhaltigste, an negativen Ereignissen, vollgestopfteste Ereignis der Menschen überhaupt. Ihm kommen nur größere Naturkatastrophen gleich. Doch im Gegensatz zum Krieg fördern Naturkatastrophen den Zusammenhalt oft auch verfeindeter Gruppen. Ein erloschener Krieg hingegen kann für neue Konflikte zahlreiche Keime bereit halten, die erst in er Zukunft zum Ausbruch kommen. So wie dieser neue Konflikt, den der polnische Präsident nun mit Israel, aber auch mit den USA entfacht hat.

Derweil in der BRD, dem heutigen Deutschland.
Dort werden Personen in großen Massen zum Antisemiten benannt, gebrandmarkt, sobald sie sich eine Kritik am Staate Israel erlauben. Dabei wird dann so argumentiert, dass eine Kritik am Staate Israel ja unterschwellig auch eine Abneigung an Juden bedeuten „könnte“. Und daher solle man davon ausgehen, dass jemand, der Kritik an Israel übt, wohl eher beabsichtige, an Juden seinen Hass abzuarbeiten. Israelkritik wird somit präemptiv zum Judenhass, also zum Antisemitismus umgedeutet und die Person zur Unperson, zum Antisemiten vorverurteilt.

Und wisst ihr hier alle was das wahrhaft Taurige daran ist? Dass all die Leute, die dafür verantwortlich sind, diesen Präemptiv-Antisemitismus zu erzeugen, einem verlängertem Arm aus dem Grabe Hitlers gleichkommen. Denn diese Leute werden tiefenpsychologisch noch immer von seinem Reich genährt. Diese Metaangst, die diese Leute haben, projizieren sie auf Personen, weil sie ansonsten keine Möglichkeit haben, diese auf eine andere Art und Weise abzuarbeiten. Als Rechtfertigungsthese dient ihnen der Begriff der Querfront. Ein zusätzliches Abwehrschild für ihren Angriff. Daher befinden sich derzeit, komischerweise, zu Hauf Intellektuelle mit dem Stempel des Antisemitismus behaftet. Vornehmlich Friedensaktivisten und friedensliebende Menschen ganz allgemein. Freilich, wann allerdings dieser ganze Holocaust-Hitler-Antisemitismus-Hokuspokus sein Ende findet und sich in den gesellschaftlichen Kräften wieder Einigkeit und nicht das Aufteilen in einhunderttausend kraftlosen Gruppen findet, ist fraglich. Wenn sie alle der Frieden einigen kann, seine Idee als Maßstab ihrer Gesellschaft und ihres Wesens, worauf warten sie alle dann noch?

Hitler ist tot. Hitlerdeutschland existiert nicht mehr. Doch das europäische Judenproblem, dass hunderte Jahre anhielt, ist nun zu einem palästinensischen Israel-Problem umverformt worden. Die Tiefenstrukturen rassistischer Probleme und Einstellungen dazu sind längst noch immer nicht überwunden. Wenn man deren realpolitische Wirkmächtigkeit einmal Revue passieren lässt, so ist dieses Problem noch immer eines der Probleme, fast weltweit, dass nach einer Lösung schreit. Die Wehrmacht kapitulierte und verlor den Krieg. Ganz Deutschland und mit ihm fast das ganze Europa war traumatisiert. Die überlebenden Juden wurden zu einem großen Teil US-Amerikaner und Israelis. Jetzt ist Israel daran, Lösungen für ihre Probleme zu finden. Auch der polnische Präsident täte gut daran, eher Lösungen zu dieser Tiefenstruktur zu erarbeiten, als sein Problemgeflecht nur weiter zu verdicken.

Wichtiger als alles derzeitige Bemühen wäre es aber, und das ist jetzt nicht an den polnischen Präsidenten gerichtet, endlich Lösungen zu finden, die den nachfolgenden Generationen eine Befreiung dieser ganzen Weltkriegsverbrennungen möglich macht. Hitler darf auch auf diese Weise nicht künstlich aus seinem Grabe noch seine Hand erheben. Sich davon zu befreien ist es wert, sich dafür einzusetzen, auch in Deutschland.

Nazideutschland überkam der Welt eher als eine Krankheit. Und diese war gesetzt durch die fast pausenlose Geschichte der Kriege selbst, die Europa einst im Zangengriff von Kapital und Machtbesessenheit befiel. In der Masse tradierten sich alle Formen der Traumen und festigten so das Verhalten. Auf Deutsch: In den Hirnen der meisten Menschen wurden somit ihre Gefühlsanteile fast gänzlich ausradiert. Das war ihre Krankheit. Empathie- und Gefühllosigkeit über hunderte von Jahren. Und daraus gebar sich ein Hitler, ein Heydrich, ein Himmler, ein Göbbels, ein Rosenberg, ein Göhring. Aber auch ein Stalin und ein Mao. Und wenn man das weiterspinnt, so gebar sich letztlich daraus der militärisch industriell informatische-Komplex, der zum Imperium USA führte und die UdSSR auflöste. Vermutlich wäre das US-Imperium, wie es heute existiert, nie entstanden, hätte es in Europa und Asien nicht die beiden Weltkriege gegeben. Doch an seiner statt wäre wohl ein anderes Imperium entstanden.

Heute gibt es neue Spiele und ein neues Spiel verbrennt die Welt, tötet die Natur und verpestet auch weiterhin die Menschlichkeit im Menschen. Alle Gier, alle Macht und alles Kapital dienen letztlich dem Zerstören des Lebendigen selbst. Das ist seine Wirkmächtigkeit, seine Summe an Handlungen durch und durch. Es gibt keine Würde des Lebendigen mehr. Das ist unser großes und wenn man es wirklich durchblickt, auch unser einziges Problem. Nur ist dieses Problem durchsetzt mit unseren derzeitigen Prämissen von Menschsein ganz allgemein.

Wir sind Chef auf diesem Rund. Wir sind damit zu unserer eigenen Herrenrasse geworden. Und damit begann das Spiel der Spiele: der Kampf ums Dasein als einziges Prinzip des Lebens auszureifen. Alles wurde diesem falschen Prinzip untergeordnet. Denn es passte zu sehr zum Herren aller Herren, dem göttlichen Plan, dem Menschen zur Krone dieser Schöpfung zu erklären und ihm alles untertan seinzulassen. Der Mensch, nicht Jesu, ist der Pantokrator dieser Welt. Und er hat sich dazu selbst ernannt. Wie es ihm der Kaiser Napoleon nachmachte, so setzte sich der Mensch auch selbst eine Krone auf sein Haupt. Es war die Krone, die ihn zum Schöpfungsspieler krönte. Was ist dagegen schon die Kaiserkrone?

Und all diejenigen, die das für bahre Münze halten, dass der Eine dies und der Andere Jenes ungeheuerliche gedenkt zu tun und zu verstecken, ist im heutigen Spiel nichts weiter als der Gefängniswärter in Wilhelm Reichs grandiosem Buch „Christusmord: Die emotionale Pest der Menschen“. Ein Jesus wird tagtäglich und immer wieder ans Kreuz genagelt. Denn ein Jesus gebiert die Welt an allen Orten, bis zum heutigen Tage, tausendfach. Ich möchte nochmals daran erinnern, dass es Reich war, der als erster diese ganze Breite der Tiefenstruktur der Nazis verstanden und aufgeschrieben hat. Und wer nun glaubt, Nazis gäbe es nur im Sinne von Neonazis, der irrt sich grandios. Die Tiefenstrukturen dieser Verhaltensketten sind im Kapital gebunden und breiten sich immer deutlicher über den gesamten Globus aus. In Nadelstreifenanzügen, ja auch im Hosenanzug, nicht immerfort nur mit Glatze und Hakenkreuz. Wichtig ist im wahrsten Sinne des Wortes nur eines: Was machst du aus all dem Wissen, dass du dir selbst tagtäglich beibringst? Bist du eine Mülltonne, die jeden Tag diesen politischen Sondermüll zu sich nimmt und nicht weiß, was sie damit anfangen soll, außer verwirrt und depressiv zu sein. Oder regt dich die viele Information auch zum Handeln an? Denn darauf kommt es wirklich an: Auf das, was du daraus machst. Kannst du verwirklichen, was du willst? Wenn du die Umgestaltung der Gesellschaft willst, dann wirst du nicht darum herum kommen, bei dir selbst anzufangen. Die Vergangenheit zum Werkzeug für die Gegenwart zu machen, wie es politisch orientierte Menschen oft tun, ist ein Stillstand, ja ein Rückwärtsgang mit angezogener Handbremse. Polens Staatschef denkt, es wäre Fortschritt. Und hier in Deutschland zeichnen sich ebenfalls unzählige Politiker durch ein ähnliches Verhalten aus. Zähle in diesem Sinne nicht auf sie. Zähle eher auf dich. Denn alles was du tust und was dich zum Handeln antreibt, das wird auch deine Zukunft werden. Tust du nichts und bleibst Zuschauer des Geschehens, dann wird sich auch nichts ändern. Tust du nichts und denkst, das man sowieso nichts machen kann, dann wird man dich benutzen.

Denkst du, dass alles vom Verhalten anderer abhängt, was nur zum Teil stimmt, dann wist du ein Zuschauer und Beobachter, nicht aber ein Akteur deines Lebens werden. Die anderen werden sich nicht davon abhalten lassen, zu handeln. Und je mehr die anderen handeln und je weniger du tust, desto intensiver wirst du glauben, dass dein Leben an Marionettenfäden hängt. Das Leben sagt ja. Und dein Gehirn, woran dein Wille, deine Verhalten und deine Haltungen festgezurrt werden und es dir deine Aufmerksamkeit in der Welt erklärt, ist und bleibt ein von seinem Gebrauch und Nutzen abhängiges Organ. Wenn du das wirklich verstanden hast, dann wirst du zum Akteur deines Lebens alle Mühe und Kraft verwenden. Denn darin liegt der Schöpfungsanteil deines Lebens verborgen. Nutze ihn.

Quellen

http://www.spiegel.de/politik/ausland/andrzej-duda-polens-praesident-unterzeichnet-umstrittenes-holocaust-gesetz-a-1191979.html
https://www.tagesschau.de/ausland/polen-gesetz-holocaust-101.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Zweite_Polnische_Republik

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34 Kommentare zu: “Tagesdosis 7.2.2018 – „Das Dritte Reich hat Polen im Zweiten Weltkrieg nicht angegriffen“?

  1. Herr Lenz,

    Sie schreiben: „Das Problem, warum der jetzige polnische Präsident das umgehen will, ist die Teilschuld am Holocaust durch polnische Nazis. Denn die waren auch in den Konzentrationslagern in der damaligen zweiten polnischen Republik am Holocaust direkt beteiligt. Das will der nationalkonservative jetzige polnische Präsident Andrzej Duda einfach aus den Büchern der polnischen Geschichte weglöschen. Er argumentiert spitzfindig auch damit, dass Polen ja damals von Nazideutschland besetzt war und folglich kein polnischer Staat mehr existiert haben kann.

    1. Der polnische Präsident „umgeht“ gar nichts. Er wehrt sich nur gegen eine konstruierte Schuld an Naziverbrechen.

    2. Der damalige Staat Polen hat weder das damalige Deutschland noch Russland angegriffen. Mit der Aufteilung Polens gemäß Hitler-Stalin-Pakt hat dieser Staat aufgehört zu existieren. Der westliche Teil gehörte zum 3. Deutschen Reich.
    Warum soll die heutige Republik Polen, die erst durch die Soviet Union gebaut wurde ein Schuld am 2. Weltkrieg tragen?
    Auch die Rzeczpospolita Polska war ein eine Fremdgründung, nämlich von Preußen, um einen Pufferstaat zu Russland zu haben.

    3. Warum soll das polnische Volk überhaupt unter Sippenhaft genommen werden, falls es während der Herrschaft des 3. Reiches Kollaborateure polnischer Ethnie gab, die sich auch an Verbrechen der Nazis beteiligt haben?

    4. So etwas wie polnische Nazi-Schuld existiert gar nicht und braucht auch gar nicht aus den Geschichtsbüchern getilgt zu werden. Merken Sie, welche Absurdität sie suggerieren?

    5. Gerade weil die Republik Polen nicht mit den Nazis kollaboriert hat wurde sie besetzt und als Staat aufgelöst!
    Ist Ihnen diese Tatsache nicht bekannt?

    Sie schreiben: „Moralisch betrachtet ist das natürlich vollkommener Unsinn! Denn niemals kann Schuld von einer Generation auf die nachfolgende Generation übertragen werden. Kapitalisten wollen das natürlich so haben, aber auf der menschlichen Ebene ist das unmöglich. De jure müsste ein solches Zwangserbe eine Straftat darstellen. Daher kann ich den polnischen Präsidenten nicht wirklich verstehen, was er damit bezwecken will?

    Herr Lenz, Sie scheinen nicht wirklich gut informiert zu sein, was seit Jahren in und um Polen versucht wird.
    Es wird versucht, Polen eine Sippenschuld am Nationalsozialismus aufzuerlegen und Reparationszahlungen zu erpressen. Abgesehen vom Geld, werden die Polen zu einer ewigen Verbrechernation wie die Deutschen abgestempelt.

    Sie als Kapitulationsdeutscher mögen in ihrer Massenpsychose des ewigen Sünders nicht erkennen, dass dies ein Problem darstellt, aber den Polen missfällt es und insbesondere wegen des Leids, dass die Polen während während des 1. und 2. Weltkrieges und auch aller vorherigen Aufmärsche gegen Russland erlitten haben, erscheint die Forderung nach Sippenhaft aller Polen für die Verbrechen der Nazis in keinster Weise annehmbar. Polen muss sich dagegen auf allen Ebenen verteidigen.

    Herr Lenz, Sie machen korrekte Aussage über die Absurdität der Generationenschuld und ziehen dann selbst absurde Rückschlüsse! Merken Sie das? Das ist die genau die Psychologie eines Kapitulanten. Sie sind das Kind der Kapitulation und können nicht außerhalb ihres geistigen Gefängnisses denken und die Wirklichkeit der Nicht-Kapitulanten erkennen.

    Merken Sie sich!

    1. Die Polen sind nicht die Verlierer des 2. Weltkrieges!

    2. Die Polen haben nicht den Nazismus erfunden!

    3. Die Republik Polen hat nicht mit den Nazis kooperiert, etwa wie die Esten, Letten, Litauer, Ukrainer, Ungarn und Rumänien!

    4. Über 100.000 ethnische Polen wurden durch die ukrainischen Nazis in Ostpolen, heute Teil von Ukraine, niedergemetzelt und heute unterstützen die Deutschen wieder die Nazis der Ukraine! Sind sie sich dessen bewusst?

    5. Wenn die BRD an die Volksrepublik Polen irgendwelche Reparationszahlungen geleistet hat, dann diente dies vor allem der Entschädigung von zivilen Verlusten. Bedenken sie bitte, dass die zivilen Verluste unabhängig sind von staatlicher Existenz.

    6. Volksrepublik Polen hat nach dem 2. Weltkrieg eigene Verfahren gegen die Naziverbrecher geführt und verurteilt!

    Wachen Sie bitte von ihrem kapitulationsdeutschen Geistesgefängnis auf!
    Fordern Sie nicht von anderen, dass auch diese sich in die Absurdität der Kapitulations-Deutschtums begeben.

    Weder die heutige Republik Polen, noch irgendwelche polnischen Bürger können in Sippenhaft genommen werden, damit sie Euros und Dollars als Reparationen für Naziverbrechen leisten.

    Weder der Staat noch die Bürger Polens tragen eine „moralische“ Schuld an Naziverbrechen. Solch eine Forderung an die Polen ist grundsätzlich amoralisch.

    Verstehen Sie das? Ich vermute mal nicht!

    • Von den Fakten her: Volle Zustimmung! Allerdings liegen die Dinge auf historischer Ebene dennoch noch etwas komplizierter. So gab es z.B. Planspiele Hitlerdeutschlands (das übrigens vor dem Überfall überhaupt als erste deutsche Regierung einen dauerhaften Waffenstillstand mit Polen unterzeichnete…; – der Ton der vorhergehenden deutschen Regierungen, wg. den bestehenden Problemen, war sehr scharf ) , auch zusammen mit Polen die Sowjetunion zu überfallen, während Polen vermutlich bei der Aufteilung der Tschechoslowakei aus eigenen Gebietsinteressen keine besonders rühmliche Rolle spielte. Allgemein sollte man vermutlich erstmal feststellen, dass Polen seit Pilsudski (und dem „Wunder an der Weichsel“) eine ultrareaktionäre und „völkische“ Militärdiktatur war, mit Großmachtallüren, was bei den heutigen „Nationalkonservativen“ aber zum positiven heroischen Gründungsmythos und damit Ort des gedanklichen identitären Rückbezugs verklärt wird. Polen war dabei, nach meinem Kenntnisstand, eines der ersten Länder, das permanente Großlager (z.B. für „minderwertige“ Ukrainer, die sich vermutlich auch dafür später rächten) unterhielt, weswegen es angeblich breitere Kooperationen mit den natürlich interessierten Nazis zu entsprechenden Verwaltungsfragen gab. Es findet also (z,B. von Duda) AUCH Whitewashing und Leugnung der eigenen dunklen Geschichte statt, wie bei den deutschen Neonazis, oder beim türkischen Völkermord an den Armeniern, um das eigene (gegenwärtig wiederangestrebte ) Idyll der glorreichen Vergangenheit in der Imago aufrecht erhalten zu können. Aber, natürlich: Die Verbrechen der Nazis darf man deswegen noch lange nicht auf das besetzte und unselbständige Polen abwälzen.

    • Es gab polnische Nazis in deutschen KZ. Das haben zahlreiche Überlebender so geäußert. Was es nicht gab, dass waren durch polnische Gesetze legitimierte polnische Nazis. Die gab es nicht. Es gab von Seiten Polens auch keine Zusammenarbeit, denn Polen war ja zu der Zeit besetzt und damit nicht legitim, da besetzt.
      Einfach mal den Text oder das Video nicht nach der ersten Hälfte schon zu ende denken.
      Natürlich gehet es da um die Industrie der Nachkriegsschuld. Ist mir alles klar.

  2. Danke, Rüdiger Lenz,
    große Klasse!
    Besonders stark ab der Mitte Ihres Textbeitrages.
    Über die ganzen Nachwehen der Kriege weiß ich bislang noch viel zu wenig, also
    wie sie über die Erziehung an die weiteren 2 – 3 Generationen unbewusst „tradiert“
    werden.
    „Freilich, wann allerdings dieser ganze … Hokuspokus sein Ende findet und sich in
    den gesellschaftlichen Kräften wieder Einigkeit und nicht das Aufteilen in
    einhunderttausend kraftlosen Gruppen findet, ist fraglich.
    Wenn sie alle der Frieden einigen kann,
    seine Idee als Maßstab ihrer Gesellschaft und ihres Wesens,
    worauf warten sie alle dann noch?“

    Ich nehme mal an, dass Sie damit auch meinen, dass aufgeklärte Eltern, gut
    informierte Lehrer und Hochschullehrer, Religionslehrer, mit dazu beitragen
    sollen, dass dieser Weg abgekürzt wird.
    Wir brauchen also auch eine gute Bildung.
    Obwohl ich zu Beginn des Kommentars überhaupt nicht an Bildung dachte,
    komme ich plötzlich sogar bei Jochen Krautz an.

    Aber vor dieser Hinwendung zur guten Bildung steht wieder als Voraus-
    setzung Demokratie, und damit Bildung zur Befähigung, seine demokratischen
    Rechte wahrnehmen zukönnen.
    Auch Religion soll ihren Beitrag leisten zur Ausräumung
    von Missverständnissen, wo dies noch nicht geschehen ist.

    ABER dann ist man wieder beim Gegenwind aus allen Rohren.
    Dann fallen mir wieder Leute wie Eugen Drewermann, Daniele Ganser,
    Prof. Mausfeld, und alle die ein, die in den alternativen Medien ganze
    Arbeit leisten.
    Das alles macht Sinn!
    Mein Gott, ist der Weg noch lang und voller Widrigkeiten!!!
    Wir dürfen nicht nachlassen, im Gegenteil!

  3. Hallo Herr Lenz,
    vielen Dank für Ihren Kommentar von 19:33 Uhr. Dennoch erschliesst sich mir, trotz dreifachen Hörens, der teiefe Sinn Ihres Beitrages nicht. Nach den Kommentaren zu urteilen, bin ich nicht der einzige. Nun ja, vielleicht kommt es ja noch 😉 Ausserdem muß man nicht immer einer Meinung sein. In diesem Sinne bleiben Sie gesund und weiter politisch aktiv. Ich freue mich auf Ihre zukünftigen Artikel und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen
    Addolfo

    • Das sich dieser tiefere Sinn nicht bei vielen erschließt, ist mein Fehler. Der Stil hätte anders sein können. Und ich dachte diesmal, ich hätte es den Lesern und Zuhörern leicht verständlich gemacht 😉 Wie geschrieben, mein Fehler!
      Liebe Grüße
      Rüdiger 🙂

  4. soviel neoliberales geschwätz habe ich schon lange nicht mehr gehört!!!
    zitat: „Denkst du, Was machst du aus all dem Wissen, Auf das, was du daraus machst,“ usw.

    haben wir (rüdiger lenz) immer noch nicht begriffen, dass der einzelne nichts ändern kann? hätte r. lenz in geschichte aufgepasst, hätte er verstanden, dass sich gesellschaftliche Errungenschaften, immer in Klassenkämpfen ausgedrückt haben (für die einfachen Gemüter: nicht der einzelne, sondern die gruppe)!

    den ein oder anderen (r. lenz) würde ich auch mal empfehlen, sich nicht immer von der Siegergeschichtsschreibung verdummen zu lassen! mittlerweile gibt es auch entsprechende Sachbücher europäischer geschichte die sich nicht nur Einzelpersonen (hitler usw.) widmen , sondern den gesamtzusammenhang beschreiben (vorkriegsgeschehen aller beteiligten).

    mit besten grüssen und beim nächsten mal, erst denken, dann schreiben

    • WOW! Du hast noch viel vor Dir. Und wenn Du es schaffst, Dir dabei 20 Jahre treu zu bleiben, so möchte ich Dein Gesicht sehen, wenn Du das alles komplett erkennst. Was Du jetzt verneinst, wird dann Deine Wahrheit werden. See you later…

    • Man kann bei dem Gesagten ganz sicher kontrovers in die Diskussion gehen, aber mit dem Dogma, dass quasi alles immerzu und ausschließlich auf der Triebfeder Klassenlampf beruht, das wiederum finde ich doch eine arge Engstirnigkeit, auf welcher ich niemals den Vorwurf fußen lassen würde, jemand hätte im Geschichtsunterricht nicht aufgepasst.
      Das mutet für mich abenteuerlich an.
      Hängt natürlich seinerseits wiederum von der Qualität des Geschichtsunterichts ab.
      Den,den Sie vermeintlich hier meinen, der kann ja ja so differenziert nicht gewesen sein.

    • @ Rüdiger Lenz @ GLOUCESTER

      mir scheint, dass sie ein haufen pseudo-psycho-bücher gelesen haben müssen, um so einen Unsinn zu formulieren!
      ich sag es noch einmal. dabei erspare ich ihnen die Erkenntnisse, realitätsbezogener intellektueller wie Marx, brecht oder aus der jetzigen zeit wie bazon brock, mausfeld usw. wer die (realitäts-bezogene) geschichte nicht im Ansatz kennt, wird die gegenwart nicht verstehen!!!!!!

      um ihnen ein Beispiel zu liefern: die heutigen makro-ökonomischen Steuerung seitens der westlichen elite, fußt auf die 20`ziger jahren. d.h. schon damals, bzw. eigentlich immer in der geschichte gab es einen klassenkampf von oben, Die in der regel immer wenn der bogen überspannt wurde, in einer Revolte der gruppe (nicht des einzelnen) mündet. und wie war das nochmal? wie hat man die wirtschaftskriese in den 20`zigern unter Brüning (Austerität), bzw. das politische Missmanagement des Versailler-diktats überwunden?? natürlich mit einer führer-Person.

      und heute? geht der einzelne in grichenland und anderswo auf die strasse?? ist ja absurd!

      das einzige was sie mit ihrem psycho-geschwätz erreichen ist Konfusion! vergleichbar mit den anne will talkshow`s.

      gruß, bis die tage

    • Eigentlich wollte ich mich ja auf diesem Forum vollständig zurückhalten, weil es einfach zu schmerzhaft für mich ist, immer und immer wieder mitzubekommen, wie Mensch mit Mensch umgeht; wie Mensch Mensch abqualifiziert; wie Mensch Mensch nicht hört; wie unreif Mensch im Durchschnitt in seiner inneren Entwicklung ist und wie überheblich er, aus seinem winzigen Horizont heraus, über die Beiträge von anderen urteilt.

      Und daß diese ganzen Diskussionen über Monologe, kleine Scheingefechte und einen kurzen Austausch nicht hinausgehen, das sieht ja jeder, der nur vier Wochen lang dabei war.

      Aber wenn dann wieder dermaßen auf dem Guten herumgetrampelt wird, wie das hier von jemandem gemacht wird, der vielleicht historisch bewandert ist, aber nicht im SEIN – – – dann kann ich meinen Mund einfach nicht mehr halten.

      Keeneahnung: sie stellen sich ein Armutszeugnis ersten Ranges aus.

      Aber so ist das ja leider immer: die Wahrheit wird zuerst verhöhnt, dann bekämpft, dann in kleinen Portionen angenommen, dann setzt sie sich durch.
      Und am Ende wollen es alle sowieso schon lange gewußt haben.

      Ihr Menschen, seid Ihr es wirklich wert, zu überleben?

      Solltet Ihr nicht vielleicht alle zusammen zur Hölle fahren, damit Mütterchen Erde sich wieder regenerieren kann von Eurem Treiben?
      Habt Ihr Eure Daseinsberechtigung nicht eigentlich schon längst verspielt, seit Ihr es aufgegeben habt, die Manifestation von Liebe, Schönheit, Wahrheit auf der Erde zu sein?
      Also das zu sein, was unsere Bestimmung ist?

      Diese Frage drängt sich mir immer wieder auf.

      Aber dann denke ich wieder an die Babies und Kinder, an die aufopferungsvollen Mütter, die ihre kleinen Buddhas in den Kinderwägen durch den Tag schieben, während ihnen die Augen tränen, weil die Streifen am Himmel sich wieder abgesenkt haben und es zu massivem Fallout kam.
      An die erschöpften Papis, die sich auf der Arbeit abrackern und trotzdem vielleicht ein einziges Mal alle paar Monate nur sich leisten können, mit den Kindern zusammen mal irgendwo was essen zu gehen und zusammen was Schönes zu unternehmen.
      Dann denke ich an die Oma, die Hand in Hand mit ihrem Opa an der Seite über den Zebrastreifen hinkt.
      Und die beiden lieben sich noch immer.

      Dann denke ich an jene, die zugeben, daß sie eigentlich gar nicht wissen, wie wir uns aus dem Schlammassel noch einmal befreien können.
      An jene, die erst mal bei sich suchen, bevor sie auf andere losgehen.
      An jene, die immer wieder aufstehen, obwohl sie schon hundertmal umgefallen sind, gedemütigt wurden, angegriffen, beschimpft.
      Und trotzdem geben sie nicht auf, weil sie wissen, weil sie tief drinnen wissen, daß es etwas Gutes gibt, das wir, alle gemeinsam und jeder für sich, wieder in uns entdecken und entfalten müssen; und daß dieses Gute da ist und uns niemals wirklich verlassen hat.

      (Wir haben es lediglich beerdigt unter Schichten und Schichten unverdauter und unbewältigter Vergangenheit und angesammeltem Wissen, das zu nichts führt, als zu neuem Wissen.
      Vergangenheit, die zu nichts führt, außer zu immer noch mehr neuem toten Material, das wir wieder in uns ansammeln.
      So lang, bis wir so verkrustet sind, daß uns gar nicht mehr auffällt, wie sehr wir uns von einem lebendigen Menschsein entfernt haben.
      Zu dissoziierten Denkmaschinen degeneriert sind.
      Zu Denkmaschinen, die alles wissen.)

      Und dann schreibe ich doch wieder so einen Kommentar.

    • @ Rayo
      sehr anstrengend! scheinbar doch kein Kommentar, als vielmehr kopierter Unsinn aus einer esoterik- schnulze.

    • Ja, das ist gewiß sehr anstrengend, die baufälligen Ruinen eines kaputten, finsteren, durch Liebe und Wahrheit nicht mehr berührbaren Egos aufrechtzuerhalten, wenn es dem begegnet, was diese Todesstarre, die es für Existenz hält, wegblasen könnte, wie eine Sommermeeresbrise die Alpträume nach einer perversen Völlerei.

      Eine Kopie ist das, was SIE sind, KeeneAhnung. Eine verwackelte Raubkopie von „Wissen“. Und wenn alle so wären wie Sie, würde ich die erste, oben selbst gestellte Frage, mit „nein“ beantworten.

    • @ Rayo
      schön zu sehen, welche Argumentations-kette sie hier eröffnen. zwar verstehe ich diese nicht, vermutlich weil ich keine Esoterik-bücher besitze! aber ich denke, ein Selbstgespräch zwischen ihnen und r.lenz kann auch niemand verstehen. dafür gibt es auch geschlossene Bereiche/Abteilungen. hoffentlich haben sie nicht in gänze den bezug zur Realität verloren.

      gruß und gute besserung

  5. politischer Sondermüll – dieser Artikel irgendwie auch, finde ich
    Viele Worte, noch mehr vielleicht richtige Behauptungen, aber eben unbewiesen.
    Noch mehr unerbetene Ratschläge, mit unterschwelligen Schuldzuweisungen.Ist da dem Autor eventuell die Empathie abhanden gekommen?

    Braucht das irgendwer? Hilft das irgendwem?
    Überzeugt das irgendwen womöglich von etwas anderem, als er bisher denkt?
    Ich glaube nicht.

    Ich kann jeden verstehen, der über das sonderbare Gebaren von bestimmten Regierungschefs mit einem Achselzucken hinweggeht. Es sind Symptome, nicht die Krankheit.

    • Er sagt doch nur: Vergangenheit ist gewesen, die ändert niemand mehr. Die Zukunft ist wichtiger. Und dafür haben wir ein Gehirn mit einem Verstand um dieses zu begreifen. Es kann doch nur eine gute Zukunft geben wenn wir bereit sind uns zu ändern. Was soll daran falsch sein?

    • Leider wird die Vergangenheit immer geändert.
      Historiker wissen das Bücher mehr sagen über die Zeit in den sie geschrieben wurden, dann über die Zeit worüber geschrieben wird.
      Wir sehen das jetzt in den Niederländen, unsere Goldene 17es Jahrhundert gerät immer mehr unter Drück von Niederländer mit Migrations Hintergrund.
      Nahmen von Strassen sollen geändert werden, es waren brutale Kolonisatoren.
      Wir müssen uns schämen vor unsere Geschichte.
      Manche tun es auch noch.
      Leute verstehen nicht das es Unsinn ist Geschichte moralisch zu beurteilen an Urteile von heute.
      Und so ist es auch in Deutschland, wie schrecklich es dort war ungefähr 1930, keiner weiss es, anscheinend.
      Und doch kan es in Deutsch gelesen werden:
      Kai S. Schreyber (Hrsg.), ´Warum wir ADOLF HITLER wählten, Jungwähler von 1933/38 berichten’, 2001 Kiel

  6. Es ist genau so wie Rüdiger es sagt. Eine Veränderung kann nur immer zuerst von Dir selbst kommen. Dafür haben wir einen Verstand bekommen. Also, es bringt nichts immer wieder in die alten erlernten Muster zu verfallen.
    Danke Rüdiger für diesen Vortrag. 🙂

  7. Wohl wahr und weise gesprochen!

    Danke (!) Herr Lenz, für diesen ausführlichen und auch in die Tiefe schauenden Beitrag.
    (wäre wirklich mal Anlass sich tiefer mit dieser Problematik zu beschäftigen . . )

    Ich höre und lese eine Verbindung der Herrenrassenansichten aus dem dritten Reich mit dem teilweise Menschen-, Gemeinwesen-, Natur- und Schöpfungverachtenden Bewusstsein und Vorgehen der (Kapital-)Eliten in der heutigen Zeit!?

    So unpassend fände ich es nicht.

  8. Sowas kommt dabei raus wenn sich ein Kampftrainer über historische Gegebenheiten ausläßt. Ums deutlich zu sagen. Ziemlicher Müll.
    1.) Werter Herr Lenz hat Polen am 23.8.1953 explizit auf Reparationen verzichtet und dies anläßlich den Warschauer Verträge nochmal bestätigt.
    2.) Hat das 3.Reich und die Sowjetunion das Land Polen mit ihrem gemeinsamen Angriff 1939 besiegt und aufgelöst.

    Passend dazu die Ableitungen.
    Ich lese bei KenFM immer gerne und finde die meisten Interviews und Sendungen sehr interessant aber manche Autoren sind derart banane. Als erstes wäre da Ernst Wolff zu nennen, aber Rüdiger Lenz gehört absolut auch dazu.

    • Na wenn Sie Ernst Wolff und mich als „derart banane“ bezeichnen, dann ist das völlig Okay. Ich schätze nämlich Ernst Wolff ausserordentlich 🙂 Bin da also in hervorragender Gesellschaft.

    • Herr Stefan W, ihre Kritik ist doch grundsätzlich berechtigt, aber warum in so abfälliger und unhöflicher Form? Was soll das!
      Wenn Ihnen der Artikel, ausser ein paar historische Eckdaten nichts weiter sagt, dann ist dass doch ok, aber dann belassen Sie es dann doch dabei und schreiben nicht so abfällig und ohne jeden Respekt vor der Ausarbeitung des Autors.

    • Wenn ein Land verraten ist, ist es Polen
      Jan Ciechanowski, vormals polnischer Botschafter in den Vereinigten Staaten, ´Vergeblicher Sieg’, Zürich 1948 ( Defeat in Victory, New York, 1947)
      Churchill ermordete der Polnischer President Sikorski
      David Irving, ‘Accident – The death of General Sikorsky’, 1979, München (German translation)
      weil er nicht mit Stalin zusammen arbeiten wollte.
      Die Mord war durch ein Flugzeug ‚Unfall‘, wie das erstgenannte Buch zeigt, waren frühere ‚Unfalle‘ nicht gelungen.

  9. Lieber Herr Lenz, ich schätze Ihre Kommentare sehr, doch in diesem Fall kommen wir nicht zu einer Übereinstimmung. In Ihrem Kommentar lassen Sie die finanzpolitischen Aspekte des Falles völlig unbehandelt. Der Hauptgrund für dieses Gesetz ist ein sich seit ca. 25 Jahren wiederholendes Phänomen, das Phänomen der „polnischen Vernichtungslager“ in der hauptsächlich amerikanischen Presse. Nach dem Niedergang der Volksrepublik Polen wurden in Israel und den USA Stimmen laut, die das neue Polen dazu aufforderten, nach dem Krieg verstaatlichen ehemaligen jüdischen Besitz jüdischen Vereinen und Interessenvertretungen aus Übersee „zurück“ zu geben. Es geht um Immobilien in besten innerstädtlichen Lagen im Wert von ca. 65 Mrd. Dollar. Ja, es geht nur um schnöden Mammon. Nachdem die Polen den Forderungen eine Absage erteilten mit der Begründung: „Die Juden waren polnische Bürger. Nach dem Tod polnischer Bürger ohne Erben, geht deren gesamter Besitz an den Staat. Da die Juden nicht durch den polnischen Staat zu Tode kamen, gibt es auch keine Grundlage für eine Entschädigung.“ Nach solchen Aussagen, fand man steets in Presseartikeln die Bezeichnung „polish camps“. Nach Protesten der polnischen Regierung entschuldigte man sich… auf Seite 16, 17, oder 53… Deshalb langer Rede kurzer Sinn, dieses Gesetz hat nur ein Ziel: die finanziellen Gelüste mächtiger Interessenverbände zu torpedieren. Nicht mehr und nicht weniger. Bitte beachten Sie wer gegen das Gesetz protestierte. Waren es Spanien, Russland, Schweden, Italien, Brasilien, oder China? Oder waren es nur 2 Länder…

    • Ist mir alles völlig klar, doch war das nicht meine Absicht, einen dahingenden Artikel zu schreiben. Die zweite Hälfte macht das deutlich. Da geht es nämlich um die Lösung für die große Verarsche:)

  10. “ Natürlich, und das ist hinlänglich belegt, hat Hitlerdeutschland mit einem inszenierten polnischen Angriff Polen angegriffen und den Zweiten Weltkrieg begonnen. “

    Natürlich, die Polen und Briten wollten Krieg, und Hitler war so dumm sich provozieren zu lassen.
    Auch glaubte er Von Ribbentrop, das GB kein Krieg erklären wurde.
    Hitler wollte kein Krieg mit die Briten, darum konnte das britische Heer bei Dünkirchen entkommen, deutsche Tanks mussten drei Tage stll stehen.

    Simon Newman, ´March 1939, The British guarantee to Poland, A study in the continuity of British Foreign Policy’, 1976, Oxford
    Lawrence R. Pratt, ‚East of Malta, West of Suez‘, London, 1975
    Comte Jean Szembek, Ancien sous-secrétaire d’État aux Affaires étrangères de Pologne, ‘Journal, 1933 – 1939’, Paris 1952
    Heinz Guderian, ‘Panzer Leader’, London 2000, 1952
    A. von Ribbentrop, ´Deutsch-Englische Geheimverbindungen, Britische Dokumente der Jahre 1938 und 1939 im Lichte des Kriegsschuldfrage’, Tübingen 1967
    A J P Taylor, ‚The Origins of the Second World War‘, 1961, 1967, Londen

    • Aus heutiger Sicht ist es mir egal, wer wann wie angegriffen hat oder nicht. Aus heutiger Sicht! Es wäre besser, sich nicht von unserer heutigen Perspektive heraus, auf solche Eventualitäten zu stürzen. Die Mächtigen haben ihre eigenen Gesetze und Regeln. Und wir kommen da als Lohnschaffende vor. Es gab auch einen zweiten Teil in dem Beitrag, der sich letztlich um die Wahrnehmung unseres Jetzt kümmern wollte. Und darum, dass wir darin handeln. Gegenwartsverbieger sitzen zu Hauf in politischen Ämtern oder lassen sich als mögliches Karrierevieh über politische Ideologien aushalten. Konzentrierten wir uns auf das Wesentliche, nämliche unsere Handlungen im Jetzt, dann wäre der Spuck bald schon vorbei. Denn darin lässt sich dieser ganze Hokuspokus nicht bannen. Es würde dann nämlich niemanden mehr interessieren. Und um diese Energie geht es denen. Diese Energien machen sie möglich. Auf was ein jeder seine Aufmerksamkeit lenkt, das wird sich realisieren.

    • Leider bestimmt die Geschichte, das heisst, die Geschichte die Medien und Politiker erzählen, noch immer das heute.
      Wie Merkel sagte, über ihr Willkommen ‚das war einmal anders‘.
      Die EU bringt Frieden, gegen das böse Deutschland, was nach die genannte Bücher gar nicht so böse war.
      Das die friedliche EU militärisch zusammen arbeitet mit ein Land was an Russland grenzt, gar nicht friedlich.
      Die Begründung für zulassen als Mitglieder west Balkan Länder: Russland breitet seinen Einfluss aus.
      Ausbreitung durch EU ist natürlich gut.

  11. Ich muss schmunzeln… das ist ein ganz schöner Mindfuck 🙂
    Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, warum man sich immer so Zwanghaft an die Vergangenheit klammert.
    Wir leben im Hier und jetzt, und wir gestalten aktuell die Vergangenheit von der man Morgen erzählen wird.

    Aber naja, wir leben auch in Zeiten wo Elon Musk einen Tesla in’s All schiesst…
    und der aktuell auf dem Weg zum Mars ist 🙂

    Es ist schon eine geile Zeit 🙂

    • Da der „gewisse Knoten“ in fast allen Köpfen der klar denken wollenden Deutschen ziemlich tief verankert wird, empfinde ich diesen Mindfuck als nötig, den Menschen endlich das Denken zu erleichtern. Als Beispiel kann ich dem nur zufügen, dass ich allen meinen Gesprächspartnern, denen ich zum Vergleich unserer heutigen Situation die Vorkriegszeiten der beiden Weltkriege heranziehe, ich fast immer in tief verstörte Augen schauen muss. Diese panischen Pupillen leuchten dann mit Seitenscheitel und Bärtchen…

    • Hab ja auch nicht gesagt, daß das falsch ist @ingsn
      Im Gegenteil, Reflektieren ist sogar sehr gesund… weil man da zur Abwechslung mal den eigenen Kopf benutzen muss. Ohne Einfluss der Intersubjektive.
      Es ist genau wie bei Märchen… die kann man entweder glauben, oder eben nicht.
      Wahrheit definiert man im eigenen Kopf.
      (oder vielmehr das subjektive Verständnis der objektiven Realität)

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