Tagesdosis 7.3.2018 – „Die wollen mich weghaben“

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

(Anmerkung des Autors: Bitte den nachfolgenden Text nicht zu ernst nehmen, danke!)

Ach du grüne Neune! Gegangen werden sollst du, die Du die Zuckerschnecke der CDU geworden bist. Dich wollen sie loswerden, die Frau, die alles konnte, machte und wollte? Nein, das ist jetzt aber so unfassbarer ungerecht! Die böse CDU. Ich habs ja damals schon gesagt, als alle im Angie-Fieber waren und deinen Namen riefen, als wärest du Freyja, die wiedergeborene Göttin der Liebe.

Nun denn. Besser wäre es, wenn die CDU das wahrmachen würde und am Besten wäre es gewesen, sie hätten dich vor vier Jahren irgendwie in die Wüste geschickt. Horst Seehofer gab, via ARD-Doku, ihm Focus ein kleines Interview, in dem er zugab, die Kanzlerin habe ihm gesagt, dass sie glaube, die CDU wolle sie loswerden. Wie damals sie den Helmut Kohl, das alte Schlachtross – wie Angie ihn nannte, wohl er ein Walross, – und ihn auch losgeworden ist.

Es gibt so eine alte Weisheit, die sagt, dass man seine Karriere genau so beenden wird, wie man sie angefangen hat. So nach dem Motto: Die Geister, die ich rief.

Liebe CDU! Bitte, bitte schmeißt diesen Hosenanzug endlich aus dem Job, auf dem sie wie sekundenklebergleich, nicht mehr wegzubekommen ist. Der Bosbach wäre Vielen lieber. Roland Koch hat sich ja auch schon gemeldet. Aber den Koch, den lieber nicht.

Lieber User, lieber Leser dieser Zeilen. Sitzt Du? Wenn nicht, dann setz Dich bitte hin. Denn sonst könntest Du bei den nächsten Zeilen fallen. Und das wollen wir doch vermeiden. Bist Du bereit? Gut. Die ARD wird eine Doku ausstrahlen. Sie heißt: „Im Labyrinth der Macht“. Sie will aufzeigen, was alles in den letzten fünf Monaten in Berlin kaputt gegangen ist. Achgottchen, ist das nicht süß? Eine filmische Hymne auf das „Wir-schaffen-das“ von Merkel. Darin wird sie sicher am Ende als Schnuckiputz im Hosenanzug über ihren Fetisch, also ihre Rauten reden. Wahrscheinlich mit einem der besten ARD-Psychologen, weltweit. Wir freuen uns jetzt schon auf diese Doku. Diese arme Maus. Immer und – das wirklich immer und pausenlos-  hat Merkel doch für uns alle immer nur das Beste getan. So gut wie unter ihr, das hat selbst der Helmut Kohl nicht geschafft. Der Ludwig Erhard wäre sicher ihr Schüler geworden und Willy Brandt hätte von ihr den neuen deutschen Frieden lernen können. Lieber Willy, also wir, sind jetzt in Afghanistan, im Kosovo, in Syrien, im Irak, in der Ägäis, in Mali gleich mit zwei Einsatzbefehlen, im Libanon, am Horn von Afrika, in Somalia, im Sudan, im Südsudan, in Marokko, im Mittelmeer und in Libyen. Ja, das wars schon. Ja, ja, ich weiß, lieber Willy! Du bekommst die Knieschoner, die Fliesenleger auch haben. Denn bei so vielen Kniefällen, die du heute abzuleisten hättest, brauchst du diese speziellen Schoner. So rasch wie du knien kannst.

Flinten-Uschi und Milan-Merkel sind super auf den Frieden gebürstet. Die nehmen den ernst, todernst sogar! Der Frieden ist viel zu gefährlich, wissen beide einvernehmlich. Wenn der wäre, dann würde auf diesem Rund nichts mehr ins Unendliche wachsen wollen. Und was würden dann die Superreichen für ein scheußliches Leben haben? Da gehen wir alle voll emphatisch mit. Scheiß Frieden. Den will der Putin, aber wir sind doch nicht blöd! Putin ist voll blöd, superblöd sogar.

Horst Seehofer zieht blank und verrät in der Doku, dass Merkel sich angegriffen fühlte wie selten zuvor. Sie vermute ein Komplott gegen sich. Und unter vier Augen habe sie mir gesagt, „’Die wollen mich weghaben‘. Ich habe Merkel so nur selten erlebt“, fügt Seehofer den Kameras noch zu. Schützt das Merkel vor diesen bösen Leuten in der CDU, die sie weghaben wollen. Alles voll die Nazis. Bestimmt auch Reichsbürger darunter.

Bist du nicht Merkel, dann bist du Fascho. Toller Slogan. Schenk ich euch. Drama pur. Nun denn, das Merkel ist ja jetzt, zum großen Glück für uns Bundesbürger, wieder vollauf, fit und im wir-schaffen-das-Modus. Da können die Krisen ruhig kommen, mehrfach kommen. Wir schaffen das mit…links oder doch mit rechts? Was würden wir doch alle ohne sie tun! Schlottern oder Erstarren. Wir wären sowas von aufgeschmissen. Hilflos und in einer Schockstarre wären wir. Das ganze Land und Europa gleich mit. Ohne Merkel wäre der Euro nichts mehr wert und Europa würde im Chaos des Friedens untergehen. Die Merkel weiß schon, wieso sie Eugen Drewermann und Rainer Rothfuss nicht willkommen heißen kann. Sie würde mit dem Friedensvirus infiziert. Gott sei’s gedankt, dass Merkel den Krieg als Breitbandantibiotikum jeden Tag zu sich nimmt. Vergesslich ist die nicht. Aber, der Feind ist erkannt. Christian Lindner, das Schwein hat die Hochzeit der Jamaika-Sufis platzen lassen, sagte die Grünen-Spitzenlady Katrin Göring-Eckardt dann doch nicht in die Kameras und mäßigte sich auf freundlichere Worte.

Tja, keine Regierung und das 160 Tage lang. Da muss die ARD wohl zum Krisenmanagement greifen und darüber eine Doku drehen. Sonst würde das Volk noch darauf kommen, dass es im Grunde gar keine Regierung braucht, wohl aber so getan werden muss, als würde das Volk unbedingt eine brauchen, da sonst alles im Chaos versinken würde. Wer braucht Sklaventreiber? Achja, die Superreichen.

Morgen, Leute, da machen wir der Raute mal eine Freude. Da zünden wir alle um 20.00 Uhr ein Kerzelein an und beten in tiefster Andacht und stiller Meditation, dass dieser Hosenanzug von der CDU endlich in die Pension geschickt wird. Oder woanders hin. Dorthin, wo sie die Mehrheit hinwünscht. Und das dürfte kein Nagelbrett sein. Darauf nämlich sitzen schon die Nahles und der Schulz, ähhh, der Scholz.

Derweil im Reich der Toten, dort, wo nie etwas zu hören ist, dort hört man seit einer Woche rund um die Uhr ein Schluchzen, Jammern und Wimmern: Willy Brandt und Helmut Kohl liegen sich heulend in den Armen. Hinter ihnen eine Rauchschwade und starker Kaffeegeruch. Hamburger Dialekt und eine Hamburger Kapitänsmütze auf dem Haupt. Helmut Schmidt in stoischer Schweigsamkeit. Doch dann ein ernster Satz und etwas lauter: „Jetzt hat das Land eine Opposition und die heißt AfD. Es wäre mir lieber, sie hieße SPD.“

Quellen

https://www.focus.de/politik/deutschland/tv-kolumne-im-labyrinth-der-macht-merkel-offenbarte-seehofer-unter-vier-augen-die-wollen-mich-weghaben_id_8564381.html 

http://www.einsatz.bundeswehr.de/portal/a/einsatzbw/start/aktuelle_einsaetze/!ut/p/z1/hU5NC4IwGP4tHbzufVMs67Y-kEIo0Eh3iZlrFsvJXNrPz_AUFD2355MHGKTAKt5eJbdXXXHV84xNTosgSiJ35rqr5EBxs_ZxFy9XXohTOP4LsN7GH6AIcSEg6zemPzfCMcTAgN14y5-k1sYqYQk_vx9CVvKqUGKvz3QQtsCk0vlwnVa5F0hgRlyEEYY8TC-X1tbN3EEHu64jUmupBCmEg98apW4spB9BqO9ph56v2oiOXggbM7Y!/dz/d5/L2dBISEvZ0FBIS9nQSEh/#Z7_B8LTL2922DTUA0IE50OSCD3GG1

https://www.youtube.com/watch?v=4GogBYE5EEc

https://www.youtube.com/watch?v=peAnEH4-T38

https://m.bundesregierung.de/Content/Infomaterial/BMVg/Weissbuch_zur_Sicherheitspolitik_2016.pdf;jsessionid=2C9FD7F3243A81C77959D91FDB9515C3%20.s6t1?__blob=publicationFile&v=4

+++

Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

12 Kommentare zu: “Tagesdosis 7.3.2018 – „Die wollen mich weghaben“

  1. In der Kommentarfunktion von RT fand ich einen sehr treffenden und zum Thema passenden Beitrag des Users change_b:

    „Es geht weder um Ahnungslosigkeit noch um fehlende Aufklärung. Jeder denkende Mensch, der Politik über längere Zeit verfolgt, über wirtschaftliche, geschichtliche und psychologische Kenntnisse verfolgt, kommt zu folgendem Ergebnis.

    Merkel und Konsorten verfolgen einfach nur einen Plan. Die Versklavung der Menschheit. Ganz wichtig dabei sind folgende Techniken.

    – Menschen zu Bittstellern zu machen ( Hartz IV, Tafeln )
    – Kleinbetriebe zu ruinieren dafür aber die Scheinselbstständigkeit zu fördern
    – Große Massen zu verblöden
    – kritisches Denken und eigene Meinungen zu verhindern
    – möglichst Fachidioten für die komplizierteren Bereiche ( Forschung, Technik ) zu schaffen.

    Das erreicht man im wesentlichen dadurch das man Studienfächer mit unnötigem Kram so vollstopft,
    das die meisten Studenten nur ein „bullemie Lernen“ übrigbleibt, das sie dann bei der Prüfung auskotzen.
    Die Forschung ist so sehr auf die Wirtschaft konzentriert, das sie nur dem Konsum und nicht dem Menschen
    dient. So werden sinnvolle und geniale Erfindungen verhindert, und Genies so frustriert und demotiviert,
    das sie entweder einen neuen Job suchen, auswandern oder nur Dienst nach Vorschrift machen.
    Merkel und Konsorten zerstören also alles was in unserem Land wertvoll ist.“

  2. Da’s um die Kanzlerin der Herzen geht. Anbei, da sie mitspielt, um die Abgehobenheit dieser dienstbaren Verwaltungskaste zu reflektieren:

    Esst doch Kuchen statt Brot: Vom Zustand der deutschen Politik
    8.03.2018 • 06:45 Uhr

    Mit der Initiative der Bundeskanzlerin, die Vergabepraxis der Essener Tafel für Notdürftige in Erwartung eines günstigen Moments für politische Zustimmung zu kritisieren, ist ein vermeintlich cleverer Schachzug nach hinten losgegangen.

    von Gerd Ewen Unger

    Jean-Jacques Rousseau war es, der eine Geschichte über Marie-Antoinette verbreitete, die zum geflügelten Wort wurde.

    Am Vorabend der Französischen Revolution soll sich laut ihm ein Dialog zwischen der französischen Königin und ihrem Diener zugetragen haben, nachdem sie Tumult wahrgenommen hatte. Auf die Frage, was die Menschen dort wollen, soll er geantwortet haben: “Sie haben Hunger.” Und auf die Frage, warum sie dann kein Brot essen, soll der Diener geantwortet haben “Sie haben keins”. “Und warum essen sie keinen Kuchen?”, soll die Königin in Verkennung der gesellschaftlichen Realitäten gefragt haben.

    Die Geschichte ist weithin bekannt, obwohl sie sich in dieser Form wohl nie zugetragen hat und der Kuchen im französischen Original Brioches sind. Dennoch wurde sie über die Jahrhunderte überliefert, denn sie verdeutlicht pointiert den Zustand eines Systems kurz vor seinem Zusammenbruch.

    Die Geschichte steht für die Entkopplung der Sphäre der Politik von den gesellschaftlichen Lebenswelten. Sie steht für die Isolation des politischen Establishments, das den Kontakt zu jenen verloren hat, für die es Entscheidungen trifft. Und sie steht für eine Art des Regierens, bei der interne Regelungen und Rücksichtnahmen, bei der Selbstbezüglichkeit wichtiger geworden sind als die Analyse und Steuerung des Ganzen.

    Die Anekdote steht kurz gesagt für eine Regierung, die das Wohl der Bürger völlig aus den Augen verloren hat. In ihr zeigen sich prägnant alle Facetten politischer Dekadenz. Sie zeigt sich in diesem einen Moment, dem Marie-Antoinette-Moment.
    https://deutsch.rt.com/inland/66270-marie-antoinette-momente-vom-zustand/

  3. Hallo Herr Lenz,
    wieder mal eine gute Tagesdosis! Doch etwas bewegt sich in den Medien. Vielleicht ist es nur ein laues Lüftchen, dennoch sind mir zwei Artikel (auf T-Online.de) aufgefallen, die soooo noch vor weniegen Wochen undenkbar gewesen wären. Da ich nicht weiss, ob ich hier direkte Links einsetzen darf, hier die Titel der Beiträge: 1) Putin treibt mit neuen Waffen ein gefährliches Spiel ; 2) Bei Armut müssen wir Unterschiede machen.
    Da mir nicht bekannt ist, ob Sie täglich dieses Portal lesen, möchte ich Ihnen versichern, dass bis dato der neulich von Herrn Uthoff für den Spiegel verwendete Begriff „alte Landserpostille“, auch hier sehr zutreffend und noch um den Begriff „neoliberales Presseorgan“ zu erweitern wäre. Selbstverständlich findet man noch vereinzelt die typischen Begriffe „aggressiven Intervention Russlands in der Ukraine“ etc. doch der Geist der Artikel entspricht so gar nicht der bisherigen „Blattlinie“. Glasnost und Pierestrojka in deutschen Medien???

    Beste Grüße
    Peter Pasternak

    1. http://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_83320814/-russland-putin-verfolgt-mit-neuen-waffen-eine-gefaehrliche-strategie.html
    2. http://www.t-online.de/finanzen/id_83343322/streit-um-essener-tafel-bei-armut-muessen-wir-unterschiede-machen.html

    Geht doch,

  4. Nicht Merkel ist es, die unzufriedenstellend ist; es ist vielmehr das System. Oder besser ein System.

    Nun, ich nehme an, dass nur Modelle, die genau an der Natur angelehnt sind, auf Dauer Bestand haben können. In der Natur läßt sich jedoch nur, wenn auch geordneter, aber es läßt sich nur, zumindest für meinen Verstand, Zufall erkennen.
    Zufall und ein paar Regelmäßigkeiten. Regelmäßigkeiten die wiederum auf Zufall basieren. Der Punkt ist das geordnete Chaos, Fuzzy Logic.

  5. Die Söhne von Diana haben einmal gesagt ‚wir werden wohl niie wissen wie unsere Mutter starb‘.
    Ich vermute, sie meinten ‚wir werden wohl nie wissen wer das ‚Unglück‘ verursachte.
    Ebenso wir werden wohl nie wissen was Merkel beabsichtigt, wenn sie etwas beabsichtigt, und keine Marionette ist.
    Was Franklin Roosevelt beabsichtigte, wer es wissen will kan es jetzt herausfinden, mühsame Arbeit.
    Für Merkel frage ich mich ob in fünfzig Jahre bekannt ist was sie wollte, und warum.
    Wenn Merkel keine Marionette ist, ist sie ein Desaster.
    Wenn sie eine Marionette ist, dan sind diejenigen die die Leinchen ziehen es.

    • Ich glaube, die sogenannte Raute ist in Wirklichkeit eine natürliche Anntenne über die „das Merkel“ ihre Anweisungen erhält. Das Smartphone hat sie nur zur Tarnung. Und wir? Wir lachen heute mal herzlich! p.s. Wisst ihr eigentlich, wie man Bären fängt?

Hinterlasse eine Antwort