Tagesdosis 7.4.2020 – Corona und die Alternativen

Ein Kommentar von Dirk Pohlmann.

Erinnern Sie sich noch an gestern? An die Gewissheit und Enge, die uns umgab?

Vor einigen Wochen ging es auf der Münchner Sicherheitskonferenz noch um „Westlessness“. Die Repräsentanten des realexistierenden sogenannten freien Westens hatten sich angesichts der Bedrohung ihrer Vorherrschaft durch den Aufstieg Chinas die Aufgabe der Selbstversicherung gestellt. Die Grundlage des Westens war und ist nach ihrer Definition der liberale Staat und die freie Marktwirtschaft.

Wenige Tage und eine Pandemie später sind im Freien Westen die Seuchenbekämpfung und der Ausnahmezustand die Grundlage der Gesellschaft.

Einen ganzen Kalten Krieg lang ging es darum, die totale Überlegenheit der Marktwirtschaft und der repräsentativen Demokratie als weltliche Religion in den Köpfen der Untertanen zu verankern. 

Als der im Westen so genannte Kommunismus 1989 von den Siegern endlich auf den Müllhaufen der Geschichte verbracht werden konnte, wurde das Ende der Geschichte ausgerufen. Die USA und ihre Ideologie hatten gesiegt, sie waren die einzige Supermacht, die sich nur noch Verwaltungs-Gedanken machte, nämlich wie sie ihre angeblich für die Menschheit segensreiche Herrschaft für das kommende Jahrhundert, gemeint war die Ewigkeit, absichern könne. 

Die Grundlage der Macht war und ist neben einem unglaublich aufgeblähten Militärapparat, der jeden Widerstand jedes möglichen Machtkonkurrenten verhindern sollte, die allumfassende Herrschaft des Kapitalismus, der beschönigend als freier Handel oder Marktwirtschaft bezeichnet wurde. Dazu kam, in den Status eines Naturgesetzes erhoben, die Globalisierung. Die Globalisierung war das Totschlagargument für jeden Versuch, das soziale in der Marktwirtschaft am Leben zu erhalten, eine deutsche Idee, aus einer Zeit, als auch die CDU für die Verstaatlichung der Schlüsselindustrien plädierte. Seit der Globalisierung war die soziale Marktwirtschaft zu einem Widerspruch in sich selbst geworden, zu einem bloßen Wort, das künstlich aus zwei unvereinbaren Bestandteilen gebildet war. 

Marktwirtschaft, sollten die Bürger jetzt lernen, war nur in reiner Form stark und lebenskräftig, nur wenn sie den weichlichen Zusatz „sozial“ abschüttelte. Die Globalisierung sorgte als Drohung und Macht dafür, diesen neuen Lehrsatz in die Köpfe zu hämmern. „Nur die Harten kommen in den Garten“ und „Das Leben ist kein Ponyhof“ waren zwei triviale Ausdrucksformen der neuen Weltsicht. Die Agenda 2010 eines sozialdemokratischen Bundeskanzlers, der sich der Herrschaft der Globalisierung unterwarf, den Sozialabbau vorantrieb und der daraus neu entstehende Stand der Hartz4 Empfänger waren in Deutschland die realen Erscheinungsformen. 

Der Westen war nicht mehr so toll. Es kam sogar Ostalgie auf. Aber es gab ja wenigstens noch Spaß am Leben und jede Menge Unterhaltungselektronik und als Software dazu das Entertainment, das einmal die Attraktivität des Kapitalismus ausmachte. Letztlich waren die Beatles, die Rolling Stones, Hollywood und Harley Davidson mächtigere Argumente für den Westen, als die US Air Force oder gar die CIA, denn das Entertainment erzeugte die Sogwirkung in Richtung Kapitalismus. Seit den 90er wurde der Sog von Druck der Verhältnisse abgelöst, an die man sich wohl oder übel anpassen musste.

Und jetzt 2020, genügt ein Virus, um die einzige Supermacht der Welt, ihren Großraum, ihren irrlichternden Präsidenten, ihre Ideologie und die Weltwirtschaft fundamental zu erschüttern. Und auch ihren Konkurrenten, alle BRICS-Staaten und den Rest der Welt. 

Das klingt irgendwie sehr unglaubwürdig  –  und so ist ein Nebeneffekt, dass ein Teil der Gesellschaft an dieser Frage auskristallisiert. 

Die Medien, die sich in mindestens zwei verschiedene Richtungen entwickeln, nämlich den system und imperiumtragenden Mainstream und die Alternativmedien, eine Art ungeliebtes Schmuddelkindprekariat des Journalismus, haben fundamental verschiedene Sichtweisen auf den Coronavirus. 

Weil der Mainstreamjournalismus, der mit der Watergate Affäre seine Blütezeit erlebte, seit 1989 in Probleme geraten ist, seit 911 versagt hat und seitdem immer wieder an vielen entscheidenden Wendepunkten seine Hauptaufgabe, die Wahrheit zu sagen, nicht mehr erfüllte, haben die Alternativmedien die systemische Lücke der Dauerkritik besetzt. Sie haben seither Sichtweisen veröffentlicht, die vorher unterdrückt waren, sie wurden so etwas wie die Prediger auf der Seifenkiste, die Redner in der Speakers Corner im englischen Hydepark, das Überdruckventil des Systems, wo alles zu hören ist, was es nicht in die Mainstream-Wirklichkeit geschafft hat. Und dieses Spektrum reicht von hochinteressant bis psychiatrisch relevant.

Ich bin nicht glücklich über die Berichterstattung zum Thema Corona, wie man merkt. Der Journalismus hat sowieso eine unschöne Tendenz zum Aufblähen, zum „Sau durchs Dorf treiben“, zum „Immer Mehr-ismus“, wie ich das mal in einem  Kollegengespräch genannt habe. Das Problem wird in Corona Zeiten virulent. 

Kombiniert mit einer zweiten Grundkonstante, dem deutschen Trauma, dem Totalversagen einer Kulturnation angesichts der institutionalisierten Grausamkeitsideologie des Nationalsozialismus hat das problematische Konsequenzen. 

In vielen Schulstunden und Stunden des Grübelns hat das Verzweifeln am Versagen zu dem Wunsch geführt, als erster „Widerstandskämpfer“ zu werden, als erster die Zeichen zu erkennen, die in die geplante, totalitäre Diktatur führen und die NS Zeit rückwirkend zu verhindern. Das hat uns die Anti-Deutschen, die Antifa, Außenminister Heiko Maas und viele andere unschöne Effekte beschert. Und in einer dialektischen Entwicklung auch die AfD und die neue Rechte allgemein, die in der westlichen Welt unter anderem den Kampf gegen die Wissenschaft ausgerufen hat. Die meisten Alternativmedien sind derzeit in diesem Strom als Warner vor dem Wolf unterwegs. Das war schon beim Klimawandel deutlich und hat sich jetzt noch einmal gesteigert. Und es ist nicht gut. 

Es gibt in Corona Zeiten nur wenige Ausnahmen bei den Alternativmedien, vor allem die Nachdenkseiten, Telepolis und das 3. Jahrtausend, die anders agieren.

Der Mainstream geriert sich derweil einmal mehr als Hüter der Staatlichkeit, als bissiger Hofhund, der jeden verbellt und, wenn möglich, wenn genügend Chorheulen erfolgt ist, auch als Wolfsrudel mit dem Willen zum Todesbiss, falls jemand es wagt, die falschen Ansichten zu äußern, nach unklaren Definitionen, die sie selbst täglich neu aufstellen. 

Es gibt aber in Sachen Corona eine Reihe Experten, die abweichende Meinungen haben. Daran zu erinnern und auch darzustellen, wie die Größenverhältnisse der Gruppen sind, ist originäre Aufgabe der Medien. Sie haben dabei hysteriedämpfend zu wirken, auch wenn es ihrer Konstitution widerspricht und ihnen schwerfällt. 

Sie haben über die Entscheidungen der Regierung zu berichten, aber sie haben gleichzeitig die verdammte Aufgabe, die Machtausübung kritisch zu begleiten und Alternativen aufzuzeigen. Letztlich brauchen solche Entscheidungen, wie sie jetzt gefällt werden, einen gesellschaftlichen Konsens. Aber der sollte nicht mit der Brechstange erzwungen werden, sondern sich in einem hochwertigen Diskurs langsam bilden können.

Es sollte den Kollegen vom Mainstream auffallen, dass sie aktiv, federführend, im Wortsinn, an einer Situation mitgewirkt haben, in der nur noch pensionierte Wissenschaftler es wagen, abweichende Meinungen zu äußern. 

Die Medien sind kein Ort der freien Rede mehr, sondern sie erfüllen viel zu oft die Funktion, Tribunale für Schauprozesse zu sein, bei denen selbst so freundliche, geradezu zarte Menschen wie Uwe Steimle öffentlich gedemütigt und dann ihrer Existenz beraubt werden. Das ist mehr als ein Fehler, es ist ein Verrat. So wie ein Arzt seinen Beruf verrät, wenn er Patienten willentlich schädigt.

Dr. Wolfgang Wodarg ist kein Uwe Steimle, aber er ist auch kein Schwachkopf, sondern ein Experte, der einen Pharmaskandal mit einem Untersuchungsausschuss aufgedeckt hat. Ihn aus dem Vorstand von Transparency International zu werfen, weil er KenFM ein Interview gegeben hat, ist hanebüchen. Dass Kollegen da mitmachen, ist widerwärtig und sie arbeiten dabei gegen die Prinzipien der Demokratie. Noch viel schlimmer war es, daran mitzuwirken, Ex Botschafter Bernd Erbel zu feuern, den designierten Chef von INSTEX, nach einer widerlichen Pressekampagne der Springer Presse in Kombination mit dem durchgeknallten Korrespondenten der „Jerusalem Post“ Benjamin Weinthal, dessen manische Haupttätigkeit es ist, überall Antisemiten findet, so wie Joseph McCarthy überall Kommunisten fand. Und das alles, weil Bernd Erbel bei KenFM eines der besten Interviews gegeben hat, das ich jemals angehört habe. Es läuft etwas fundamental falsch, wenn so etwas möglich ist. Der Springer Verlag hat in seiner viel zu langen Existenz eigentlich schon genug Hetzkampagnen gestartet und Schaden an der Demokratie angerichtet. Es ist bezeichnend, dass die 32-jährige Bild-Journalistin Antje Schippmann, die vorher in der israelischen Botschaft für Social Media Kampagnen zuständig war, mit dieser Kampagnen-„Leistung“ die Treppe heraufgefallen ist und jetzt Managing Editor“ bei der Welt geworden ist. Die Berichterstattung zu 911, zum Angriffskrieg auf den Irak, auf Libyen, die Kampagnen gegen Russland, die Fake News Salven zum Krieg in Syrien, die Zerstörung der freien Rede, das alles sind Meilensteine des Versagens der Mainstreammedien, oft aus niederen Motiven.

Die Berichterstattung zum Klimawandel und jetzt zum Coronavirus sind andererseits Probleme der Alternativmedien. 

Es geht im Journalismus nicht darum, sich auf eine Seite zu schlagen und Kampagnen zu fahren. Es geht darum, im Auftrag der Öffentlichkeit zu arbeiten, die Wahrheit zu berichten und sich dabei darum zu streiten, was die Wahrheit ist. Der Journalismus hat ein Nationalpark der abweichenden Ansichten zu sein, wenn sie denn substantiell sind. Das gilt für alle Medien.

Es gibt viel zu berichten, für Alternativ- und Mainstreammedien. 

Das Aussetzen von Grundrechten, mal eben so, wegen einer Virusepidemie, ist nicht lustig. Da beginnt Zensur in Facebook und YouTube. Würden die werten Kollegen der Mainstreammedien sich bitte darum kümmern? Dass man mit dem Gedanken spielt, gute und schlechte Ansichten zu deklarieren und die schlechten zu verbieten? Zum Schutze des Staates? Geht´s noch?

Dass Menschen in Altersheimen und Krankenhäusern in Kontaktsperre sterben, ist was? Unglaublich? Unmenschlich? Grausam? Oder nun mal so festgelegt und da muss man sich dranhalten? Muss man nicht!

Dass Klopapier mehr als knapp ist, war einmal Beweis für die Unterlegenheit und Unfähigkeit der DDR Wirtschaft. Wie ist das jetzt? 

Wie ist das eigentlich mit den Kapitalisten im Kapitalismus? Wenn die Umstände dafür sorgen, dass sie in Gefahr sind, dann mutieren die Apologeten des sozialdarwinistischen Haifischbeckens auf einmal zu Kuscheltierchen, die einen mächtigen starken Staat als Beschützer brauchen, der sie finanziert, pampert und stützt, bis sie wieder selbst laufen können, um bei ihren Entlassungen achselzuckend auf die harte Realität des Wirtschaftslebens zu verweisen? Genau, die, die jahrzehntelang behaupteten, dass alles privatisiert werden muss, rufen jetzt nach dem Staat, der ihnen helfen soll. Und sehen wir jetzt nicht überdeutlich, dass der Markt nicht alles besser, sondern vieles überhaupt nicht regelt. Wie ist es eigentlich möglich, dass der die Nachfrage nach etwas so simplen wie Atemschutzmasken nicht gedeckt werden kann, dass der alles regelnde Markt die Produktion nicht hochfahren kann. Ist es nicht besser, den Bau von Feuerwehrautos nicht dem Markt zu überlassen, der auf den nächsten Großbrand reagiert, sondern einer vernünftigen Planung?

Hatte die Bertelsmann Stiftung nicht noch im Juli letzten Jahres im neoliberalen Rausch die Schließung von 50% der Krankenhäuser gefordert, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern? Das haben die ernsthaft so gesagt. Dieselbe Bertelsmann Stiftung, die jetzt das Versagen der „Populisten“ angesichts des Ernstes der Corona Krise bekräht?

 In den USA gibt es jetzt Fantastillionen Steuergelder, die den Staatsbürgern der Kategorie Otto Normalverbraucher abgenommen wurden, um die Mega-Konzerne zu stützen. Wobei 50 der größten Unternehmen der USA null Einkommensteuer zahlen, durch geschicktes Ausnutzen der Steuergesetze, die ihre Prosituierten in den Parlamenten geschaffen haben.

Davon sollen Unternehmen wie der Rüstungsgigant Boeing profitieren, die durch kriminelle Machenschaften in die Schieflage geraten sind, sich jetzt aber zieren, Staatshilfe anzunehmen, wenn damit Auflagen verbunden sein sollten. Das wäre unzumutbar, findet Boeing. Da sind die sehr sensibel. Es geht ja auch um ihre Freiheit!

Der ehemalige Microsoft Chef Bill Gates war einer der US-Steuercleverles, der noch dazu seine Karriere damit begann, seinen Kumpel Steve Jobs zu linken. Jetzt wird er dafür gefeiert, als „Menschenfreund“ seinen Reichtum zu verschenken, um die Menschheit von Seuchen zu befreien.

Die Bill und Melinda Gates Foundation, in deren Vorstand die beiden genannten Personen sitzen und außerdem nur noch Warren Buffett, also 3 der reichsten Personen der Welt, entscheidet jetzt über die weltweite Gesundheitspolitik. Die WHO existiert von ihren Gnaden. Sie wird von der Gates Foundation dominiert, ohne die tatsächlich nichts mehr geht. Alle Entscheidungen, die die Seuchen AIDS, Malaria und Tuberkulose, sowie alle Entscheidungen, die Impfungen betreffen werden jetzt von einer Monarchie getroffen, dem Königreich Gates. 

Dessen alleinige Legitimation dazu ist sein Reichtum. Er ist nicht gewählt, er ist nicht durch ein demokratisches Verfahren ermächtigt, er hat sich selbst die Krone aufgesetzt. Weil er es konnte. Er ist jetzt absoluter Herrscher. Und in dieser Funktion nutzt er auch der US Außenpolitik, als „Soft Power Factor“. Er sorgte zum Beispiel für den Zugang des US Militär in afrikanische Staaten.

An diesen Verhältnissen gibt es keine Kritik aus dem Forschungs und Wissenschaftsapparat, weil jeder, wirklich jeder, der in diesem Bereich agiert, von der Gates Foundation abhängig ist, existentiell abhängig. 

Und dieser Zustand wird auch noch gefeiert. Auch in den Medien, die bei Audienzen von Bill Gates andächtig lauschen. Bill Gates berät auch Angela Merkel, und die will seine Impfinitiative GAVI mit 600 Millionen Euro unterstützen. Gates spendet nicht nur Geld, er sammelt es auch ein und festigt seine Dominanz.

Warum hat er nicht einfach Steuern gezahlt? Was ist das für ein Wirtschaftsystem, das vorgibt, auf Konkurrenz, auf Vielfalt zu beruhen, aber in Reihe totalitäre Macht-Monopole produziert, wie die Wikipedia oder die Gates Foundation, die dann auch noch als vorbildlich gefeiert werden?

Und was wird eigentlich geschehen, wenn es eine echte Pandemie geben wird? Wenn wir jetzt schon einüben, die Demokratie durch den Ausnahmezustand zu ersetzen, was dann?

Die Aufgabe der Medien ist in dieser Situation, einen kühlen Kopf zu bewahren, und dabei zu helfen, dass es alle tun. Dass getan wird, was nötig ist, dass darüber weitgehender Konsens besteht, dass wir aus Ereignissen lernen, dass nötige Entscheidungen getroffen werden, aber auch nicht mehr. 

Wozu unbedingt auch gehört, dass wir jetzt sehen, dass viel mehr geht als uns bisher erzählt wurde. Es gibt einen Gestaltungsspielraum der Politik. Und da gehen auch bisher unerhörte Dinge. Von wegen There is no alternative, wie Margaret Thatcher log. Und alles, was jetzt eingeführt wurde, kann und muss auch wieder rückgängig gemacht werden. Darüber, über den Rückbau und den Umbau wird zu reden sein, wenn dieses Problem mit Augenmaß und vernünftig abgewettert ist. 

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Danke an den Autor für die Veröffentlichung des Beitrags.

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Bildquelle: Panyawat B.SILP / shutterstock

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41 Kommentare zu: “Tagesdosis 7.4.2020 – Corona und die Alternativen

  1. Sehr geehrter Herr Pohlmann
    Reiner Schulze, ein DDR-Bücherhändler in Wernigerode und Kabarettist stellte in seinem Programm, das sogar auf einer Schallplatte veröffentlicht wurde, sehr treffend fest: „Wer mit seinem Kopf im Arsch seines Vorgesetzten steckt, dem geht kein Licht auf.“ Keine Angst, diesen Spruch möchte ich nicht auf Sie angewendet wissen.
    In Ihrem Beitrag, sehr geehrter Herr Pohlmann, gehen Sie stark auf den Unterschied von alternativen Medien und dem sogenannten Mainstream ein.
    Ich würde mich freuen, wenn es diesen Unterschied wirklich gäbe. Wenn ich aber die öffentlich- rechtlichen Programme ansehe oder auch die werbefinanzierten, dann sehe ich in vielen Boulevard-Sendungen Zitate von Facebook, Twitter, YouTube, Instagram und was es sonst noch so an alternativen Medien gibt. Und die Tagesschau zitiert den Präsidenten der USA, der sein Land sogar über alternative Medien regiert.
    Für mich gibt es keine Mainstream-Journalisten und keine Alternativjournalisten. Es gibt nur Journalisten, die relevante und zielführende Fragen stellen und die kritisch beobachten, was aus ehemaligen Wahl- und Entwicklungsversprechungen geworden ist.
    Im Gegensatz dazu gibt es Journalisten, die einfach nur ihre eigene Meinung bestätigt haben wollen, oder die gar nicht recherchieren und einfach nur unterhalten wollen.
    Ob man die Moderatoren-Schauspieler, die im Fernsehen als gut bezahlte Angestellte ihr Gesicht hinhalten, wirklich als Journalisten bezeichnen kann, das wage ich zu bezweifeln, denn zum Recherchieren bleibt ihnen doch keine Zeit.
    Im Journalismus wird es doch nicht anders sein, als in der normalen Wirtschaft: die einen arbeiten und die anderen kassieren.
    Aber ich muss auch ehrlich feststellen, es ist sehr mühsam, alles und jeden zu hinterfragen und immer neue Probleme zu präsentieren, so dass den Entscheidern quasi der Handlungsspielraum abgeschnürt wird. Ich würde als Journalist auch mal sagen, ja, das geht in die richtige Richtung.
    Wiederum würde ich als Politiker auch einmal zugeben, ja, damit sind wir zur Zeit überfordert, aber wir streben diese oder jene Entwicklung an.
    Das eigentliche Problem dieser Welt besteht darin, dass man sich keine Zeit lässt, über ein Problem gründlich zu recherchieren und gründlich nachzudenken.
    Der Aktionismus ist der größte Feind der Vernunft.
    Hätte zu Hitler jemand gesagt, die ersten 100 Juden bringst du selber um, dann wäre es nie zum Holocaust gekommen. Henry Ford hätte seinen Judenhass bestimmt eingestellt, wenn er Frauen und Kinder mit eigenen Händen hätte erwürgen müssen.
    Aber auf einmal gibt es Gesetze, und an die meinen sich Menschen halten zu müssen, die sich diese Gesetze gar nicht ausgedacht haben. Es sollte eine Probe der Gesetze durch Politikerkinder geben.
    Vielleicht würden man dann endlich kapieren, welches unsinnige Unrecht als Recht ausgewiesen wird.
    Auf jeden Fall müssen die Politiker immer wieder mit den von ihnen verantworteten Gesetzen konfrontiert werden. Das geht nicht mit Verschwörungstheorien und auch nicht nur mit krassen Schlagzeilen. Es geht darum, von Mensch zu Mensch auf Augenhöhe zu reden.
    Wer aber mit Informationen sein Lebensunterhalt verdienen muss, damit irgendwelche Leute sich aufregen, die sowieso nichts ändern, der verschießt sein Wissen in die falsche Richtung.
    Natürlich brauchen wir ein informiertes Volk, aber es muss auch gewährleistet sein, dass die wichtigen Informationen bei den Entscheidern ankommen. Bitte behalten Sie Ihre Sachlichkeit und versuchen Sie, nicht zu pauschalisieren.
    Dabei wünsche ich Ihnen viel Erfolg und immer ein ausgewogenes Gemüt.
    Ihren Beitrag fand ich sehr gut. Könnte man nicht den Journalistenkollegen vorschlagen, dass wichtige und nach Debatten schreiende Missstände direkt als Mail an die Politiker gehen.
    Vielleicht könnte sich so ein Lobbyismus der Vernunft oder der Gerechtigkeit etablieren.
    Voraussetzung ist natürlich, dass die Journalisten auch ernsthaft die Interessen der Mehrheit der Bevölkerung vertreten wollen, auch wenn das Dienen schwieriger ist als das Manipulieren.
    Gute Manipulation kann man erlernen, Ehrlichkeit ist eine Einstellungssache.
    Beste Grüße
    Arnim Blasche, Halle

  2. Apropos Alternativen:

    Das wäre doch ein adäquater Ersatz für die Ostermärsche:

    Bundesweite Demonstration am Ostersamstag um 15 Uhr

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

    hiermit lade ich Sie alle 83 Millionen Mitbürgerinnen und Mitbürger ein, sich am Ostersamstag um 15 Uhr bundesweit friedlich zu einer Demonstration zu versammeln.

    Coronoia 2020 – Nie wieder mit uns. Wir stehen heute auf!

    Bitte zeigen Sie die Demonstration gemäß § 14 Abs. 1 Versammlungsgesetz zuvor bei Ihrer zuständigen Behörde an.

    http://beatebahner.de/lib.medien/Erklaerung%20Beate%20Bahner%207.4.2020.pdf

  3. Herrn Pohlmanns Beitrag ist bezüglich vieler Aspekte treffend und anschaulich geschrieben.

    Nachdem ich den folgend genannten Artikel bei den Nachdenkseiten gelesen habe, empfinde ich Herrn Pohlmanns Beitrag jedoch insgesamt als zu weit gefasst.
    https://www.nachdenkseiten.de/?p=60005
    Dieser Beitrag zeigt nicht nur die dem Kapitalismus innewohnenden verbrecherischen Wirkungskräfte auf sondern auch eine konkret vorhandene Lösungsmöglichkeit bezüglich der Corona-Krise.

    Kurzfassung des NDS-Artikels:
    Es existiert ein nachweislich gut wirkendes Medikament (Chloroquine) gegen das Corona-Virus. Dessen 'Nachteil': Der Patentschutz ist schon lange abgelaufen. Es ist darum für Kapitalisten nicht profitabel.
    Aus diesem Grund versucht in Frankreich das von Pharma-Lobbyisten geleitete Gesundheitsministerium die Anwendung dieses preisgünstigen, wirksamen Medikamenten zu verhindern/verbieten.
    In Frankreich ist so etwas aber nicht so einfach wie bei uns.
    Massive Proteste der BürgerInnen haben Wirkung gezeigt. Laut laut dem Artikel befolgen inzwischen nur noch 3 von 44 großen Kliniken im Land die Regierungsanweisungen. Die übrigen missachten sie und gewähren den Menschen durch Verabreichung des Medikamentes wirksame medizinische Hilfe.
    (Ein Vorgang, der im obrigkeitshörigen Deutschland unvorstellbar wäre.)

    Meines Erachtens bieten sich hier viele konkrete Anhaltungspunkte selber tätig zu werden, z.B. bei diversen Funktionsträgern hier im Land nachzufragen, ob sie die Wirksamkeit des Medikamentes bestreiten wollen. Und falls nicht, warum es bei uns nicht in angemessenem Umfang eingesetzt wird. Weil es zu preisgünstig ist?
    Und natürlich den ganzen skandalosen Sachverhalt wo immer und überall möglich bekannt machen.

  4. "Es sollte den Kollegen vom Mainstream auffallen, dass sie aktiv, federführend, im Wortsinn, an einer Situation mitgewirkt haben, in der nur noch pensionierte Wissenschaftler es wagen, abweichende Meinungen zu äußern".

    Genau dieses "mundtot" machen, die Leute der Lächerlichkeit preisgeben, hat leider heute Methode. Aber vielleicht ist der Mensch so. Er passt sich einfach der Mehrheit an. Und wie ich gehört habe, sind Journalisten auch Menschen. Letztlich ändern sich Verhaltensweisen meist immer erst nach großen Katastrophen, und dann auch nicht sehr lange.

    Ansonsten haben Sie den Zustand innerhalb der Gesellschaften meiner Meinung nach ziemlich exakt beschrieben.

  5. Lieber Herr Pohlmann,

    ich schätze Ihre, und Markus Fiedlers Aufklärungsarbeit zur Wikipedia sehr, damit wir uns nicht falsch verstehen.

    Tut mir leid, aber weder die "Nachdenkseiten", noch "Telepolis" tragen zur Aufklärung über die Propaganda zu COVID-19 wesentlich bei, im Gegenteil! Das "3. Jahrtausend", welches ja noch weit entfernt ist (kommt auf die Zeitrechnung an), kenne ich nicht, daher kann ich mich dazu gerade nicht äußern.

    Zu Covid-19 ist die ultima ratio das hier:

    https://swprs.org/2020/04/03/c19-final-update/

    Sehr gute Artikel erscheinen auch beim Rubikon:

    https://www.rubikon.news/

    und in den Blogs:

    http://peds-ansichten.de/

    https://www.rationalgalerie.de/

    und nicht zu vergessen bei KenFM!

    Dann wird es auch schon dünne und immer dünner in der BRD und weltweit.

    Gerade wurde zum zweiten Mal in zwei Tagen die fundierte, höchst informative und engagierte Webseite von Dr. Wolfgang Wodarg zu Covid-19 bei "Jimdo" 'abgeschossen':

    https://www.wodarg.com/

    Was haben Sie dazu zu sagen?

    Und wie soll ich diese Ihre Bemerkung verstehen?

    "Die meisten Alternativmedien sind derzeit in diesem Strom als Warner vor dem Wolf unterwegs. Das war schon beim Klimawandel deutlich und hat sich jetzt noch einmal gesteigert. Und es ist nicht gut.

    Es gibt in Corona Zeiten nur wenige Ausnahmen bei den Alternativmedien, vor allem die Nachdenkseiten, Telepolis und das 3. Jahrtausend, die anders agieren."

    Ich habe den Eindruck, Sie wollen keine klare Position zu dem beziehen, was hier gerade schiefläuft.
    Das ist schade. Der Wolf steht schon längst in unserem Schlafzimmer!

    Ich werde Ihre Ausführungen in Zukunft mit Vorsicht 'genießen', wie Rotkäppchen.

    Beste Grüße,

    AlexH

    P.S.: ich rechne es KenFM hoch an, daß sie sich widersprechende Meinungen zu Wort kommen lassen! Daß ist gelebte Demokratie!

    • Korrekt angemerkt. Insbesondere Telepolis agiert als Panikverstärker. Autoren wie A. Unzicker geben dort Unseriöses zum besten. Ich mag Pohlmanns Aufsatz dennoch, weil er klug ist.

    • Ideologen und Aktivisten wie Pohlamm etc. könnte man Freiheit und Souveränität auf dem Silbertablett darreichen, die würden diese Möglichkeit nichr erkennen und nie anerkennen. Außer alles wäre rot zentralistisch lackiert. Lang lebe das chinesische Durchregieren! Nicht wahr, Herr Pohlamm? Man müsste China sein in der Krise!

      Was denn, wenn der imaginiert linke Putin den Deutschen einen Friedensvertag anbietet?

      Da würden die Linken aber Zuckungen bekommen und lieber mit dem alten deep state was vom 4. Reich sabbeln!

      Diese Leute wollen uns doch von der Traufe in den Platzregen führen.

    • <a class='bp-suggestions-mention' href='https://kenfm.de/members/alexh/' rel='nofollow'>@AlexH</a>:
      "Das 3. Jahrtausend" ist ein sehenswertes etwa zweistündiges Format und erscheint ca. alle 2 Wochen. Es wird gemacht von Robert Fleischer, Mathias Bröckers und Dirk Pohlmann, die ich alle 3 sehr schätze.
      Zu finden auf YouTube oder https://www.exomagazin.tv/tag/das-3-jahrtausend/
      Die letzte Sendung litt, wie auch hier überall anklingt, etwas darunter, dass es Herrn Pohlmann (im Gegensatz zu den anderen beiden) nicht wirklich möglich war, sich zum Thema Corona zu positionieren.
      Zu diesem Thema sollte man unbedingt die beiden ausgezeichneten Artikel von Paul Schreyer lesen:
      https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-regierung-ignoriert-daten
      https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-irrefuhrung-fallzahlen

  6. zu "M.G.T.": "Eindeutig "Faschismus"" oder gar "linksextremer Faschismus"?

    Diese Sanktionen würde ich wie bei den Wirtschaftssanktionen des Imperiums eher als totalitär und als diktatorisch rigide Durchsetzung des/r Stärkeren einordnen, denn es ist dabei kein extrem nationalistisches, nach dem Führerprinzip organisiertes oder antimarxistisches Element als grundlegend erkennbar. Denn meines Erachtens können nicht alle autokraktischen oder oligarchischen Herrschaftssysteme als faschistisch angesehen oder definiert werden, sonst ergäbe sich keine erkennbaren Unterscheidungsmerkmale mehr. Mir scheint dabei eine inflationäre Verwendung des Begriffs Faschismus vorzuliegen. Die "Medienelite" ist im Übrigen meines Erachtens nicht nur eine willfährige Propaganda- und Verlautbarungskohorte, die sich keineswegs selbst, sondern die von den weitgehend unsichtbar bleibenden Zentren der Macht "ernannt" werden. Dabei ist wohl zu differenzieren zwischen "Informationsmedien", die sich an die jeweiligen Eliten richten, wie beispielsweise das Wall Street Journal und den für die Bevölkerung bereitgehaltenen Massenmedien. Demgemäß stellte etwa das Wall Street Journal im Februar 2013 sachlich korrekt und ohne jegliche Verbrämung fest, dass das neoliberale Programm durch Wahlentscheidungen in zahlreichen Ländern nicht mehr abwählbar ist (Wall Street Journal vom 28.02.2013: "That is democracy in today’s euro zone. The French, Spanish, Irish, Dutch, Portuguese, Greeks, Slovenians, Slovakians and Cypriots have to varying degrees voted against the currency bloc’s economic model since the crisis began three years ago. Yet economic policies have changed little in response to one electoral defeat after another.")

    Die Massenmedien sind wesentlich bei der Herstellung und Aufrechterhaltung des von den tatsächlich Herrschenden erwünschten Zustands einer unsichtbaren Regierung. Die Bevölkerung wird mit einer unübersehbaren Menge von vermeintlichen "Informationen" quasi narkotisch überflutet, um die Illusion von Informiertheit zu erzeugen.

    "Lilly" und "Kari" weisen zutreffend darauf hin, dass die Themen "Co2 und Corona eine Parallele beim Ausspielen u.a. von Alt gegen Jung haben, was in der Tat wiederum eine traurige Entsolidarisierungsentwicklung zeigt.

    zu "WayneInteressierts": "Leider haben wir nicht die Zeit für einen „langsamen Diskurs“":

    Diese Zeit haben wir m.E. nur dann nicht, wenn eine zumindest auf halbwegs belastbaren Fakten beruhende Abwägung zwischen der aus meiner Sicht als dilettantischer Mitbürger weiterhin nicht erkennbaren besonderen Gefahr und dem Vorsorgeprinzip ein sofortiges Handeln ergäbe.

    Unser Grundgesetz sollte jedenfalls nicht als Infektionsopfer "unerwartet und plötzlich" dahin sinken….!

    Dass es bei der Einführung von Hartz IV keinen Freiheitskampf gab, muss doch nicht dazu führen, dass es den jetzt auch nicht gibt.

    zu "volume": Ich bin weitgehend Ihrer Ansicht, weiß allerdings nichts über die Erkrankung von Herrn Johnson. Auch kann ich nicht nachvollziehen, das bzw. ob Dirk Pohlmann in Bezug auf dem m.E. medial deutlich neurotisch fixiert und massenpsychologisch (was wohl Gustave Le Bon dazu gesagt hätte) aufgebauschten Anteil anderer Ansicht ist.

    zu "user155": Die diesbezügliche Kritik der "alternativen Medien" sehe ich in dem Beitrag von Herrn Pohlmann jedenfalls nicht in der Weise, wie Sie. Vielleicht liegt es daran, dass ich das lediglich angehört und nicht gelesen habe.

    zu Margit Geilenbrügge, Mike Ahrend und "wasserader":

    Diese kurzen Statements kann ich mangels argumentativer Ansätze nicht nachvollziehen. Auch dass Dirk Pohlmann Telepolis besonders hervorheben würde, kann ich nicht feststellen. Das einzige, was mich stört, ist, dass er das Dritte Jahrtausend, an dem er zu einem Drittel beteiligt ist, lobend erwähnt.

    "corax" Sicht stimme ich ebenfalls weitgehend zu.

    Die Formulierungen von Bernhard Trautvetter kann ich ausnahmsweise nicht nachvollziehen.

    zu Tobias Retlich: "Hintergründe" zu WHO und unseren vermeintlichen Philantropen hat nicht nur Ernst Wolf angeführt, sondern auch Hermann Ploppa https://kenfm.de/tagesdosis-28-3-2020-coronakrise-ein-asymmetrischer-krieg-der-superreichen-gegen-die-restlichen-99-prozent/ und Werner Rügemer (https://www.nachdenkseiten.de/?p=59825&pdf=59825) in sehr eingehender Weise .

    Da es sich bei dem Text von Dirk Pohlmann ausdrücklich um einen Kommentar und nicht um einen redaktionellen Beitrag handelt, halte ich die Äußerung zu den fehlenden recherchierten aktuellen Sachverhalten für deplatziert.

    Schließlich stimme ich "Naivling" im Wesentlichen zu und auch ich stelle ein sehr großes Maß an Übereinstimmung fest und seinen pointierten Sarkasmus finde ich ebenfalls vortrefflich!

    In inspirierem Duktus streift er in seinem Text nahezu exakt die Ecken und Kanten des derzeitigen Großwetterlagenthemas, die ich mir in den letzten Tagen mühsam zusammen gesucht bzw. "recherchiert" und in einem etwas "trockeneren" Textgebilde zusammengestellt habe, u.a. aus den dankenswerten, jeweils aktualisierten Zusammenstellungen bei Swiss Propaganda Research: https://swprs.org/covid-19-hinweis-ii/ und u.a. auch in dem Blog von Jens Bernert http://blauerbote.com/2020/04/04/expertenstimmen-zur-corona-krise-2/.

    • @ Tastend
      Ja, das Wort "Faschismus" und/oder "Linksextremer Faschismus" ist hart ausgedrückt und gerade wegen der Inflation des Begriffes – bisher von den Guten – sollte man es nicht benutzen(?)….. Doch ist es wirklich unangebracht wenn man sich die reale Situation anschaut?
      Sieht man nicht die Parallelen in der Art & Weise, wie man mit Kritikern der Regierung umgeht zu den deutschen Verhältnissen nach 1933?
      Die Diffamierung, Diskreditierung und die Aufhetzung gegen diese unbequemen Menschen und deren Verfolgung sind heute leichter als damals Dank des Internet…….

      Ich bin noch mit der Frage aufgewachsen, wie konnte es passieren, dass Mio. von Menschen begeistert einem Hitler folgten – wie konnten sie nur? Warum haben sie nichts gemerkt, nichts gewusst?

      Traurig macht mich da eher, dass die Alternativen nicht die Intelligenz besitzen, zu bemerken, dass sie sich sehr gut auch gegeneinander aufhetzen lassen – ( auch ein "Erfolg" der Aufhetzung gegen einzelne Personen? – siehe Kontaktschuld)…..statt gemeinsam zu agieren. Da pflegt jeder seine persönlichen Eitelkeiten, neidet eventuell diesem oder jenem sein Können in der Arbeit oder ist traumatisiert weil er seine Komfortzone in den Mainstreammedien verloren hat und nun rumlaviert – weder Fisch noch Fleisch – um die eigenen Ausgangsposition zu erkunden?

      Na ja, irgendwann ist Niemand mehr da, der irgendwen oder irgendetwas verteidigt weil es der gesunde Menschenverstand sagt….. Aber statt "Faschismus" werde ich zukünftig nur selbstverschuldete Wohlstandsverwahrlosung benutzen…. passt auch und Niemand wird sich aufregen darüber….?

    • Die von M.G.T. beklagte Argumentationslosigkeit finden sie im Kommentar von M.G.T. selbst wieder, das neben der Verklammerung von "links" und Faschismus. Da muß allein die Behauptung als Beleg dienen! Bei diesen Propagandamechanismen ist es immer wieder ratsam, auf die von Herrn Mausfeld offen gelegten Propagandamechanismen zu verweisen:

      28. Pleisweiler Gespräch mit Professor Mausfeld – 22. Oktober 2017

      Wie sich die „verwirrte Herde“ auf Kurs halten lässt: Neue Wege der „Stabilitätssicherung“ im autoritären Neoliberalismus
      Und dazu gehört ein ganz wichtiges Mittel: „Die Mitte“. Die „Mitte“ ist etwas ganz Tolles, heute sind alle in der Mitte. Das gehört wieder zum neoliberalen Falschwörterbuch, weil hier ein Begriff neu besetzt worden ist, denn „Mitte“ ist für uns alle etwas ganz Tolles.
      ‚Mitte‘ suggeriert Harmonie, Ausgeglichenheit, vielleicht auch Geborgensein, ‚Mitte‘ ist ein ganz positives Gefühl, weil wir ungerne zu den Extremen gehören wollen. Der Neoliberalismus hat diesen Mittebegriff neu besetzt, indem jetzt eigentlich mit „Mitte“ eine extremistische Position bezeichnet wird. Nämlich die extremistische Position eines Kampfes gegen Demokratie. Und die „Mitte“ ist sogar eine extrem fundamentalistische Position, weil sie einen Ausschließlichkeitsanspruch hat: Es kann keine Alternativen mehr geben. Die „Mitte“ ist eine extrem fundamentalistische Position mit einem Ausschließlichkeitsanspruch, übt aber auf uns eine gewisse Faszination aus. Wir gehen diesem Wort immer wieder auf den
      Leim. Und Sie sehen, wie häufig dieses Wort als Attraktionsmittel in der politischen Rhetorik verwandt wird, und zwar immer im Kontext auch des neoliberalen Programmes.

      Tony Blair: „a radical centre in which you are able to take decisions fort he future of
      the country“

      Gerhard Schröder 1998: „Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, sondern
      nur eine gute oder schlechte Wirtschaftspolitik.“

      Emmanuel Macron 2017: „ni droite, ni gauche“ (weder rechts, noch links)

      Faschismus: „weder links noch rechts“

      Die „radikale Mitte“ – auch eine interessante Wortschöpfung. – Es gibt gar keine Interessen-gegensätze mehr. Es gibt keine Interessengegensätze zwischen Unternehmer und Lohnabhängigem mehr. Es geht nur noch um ‚Vernunft‘, es geht nur noch darum, ‚rational‘ die besten Lösungsansätze zu finden. Es hat auch keinen Sinn mehr, gegen irgend etwas zu kämpfen, es geht nur darum, die ‚beste‘ Lösung zu finden, denn letztlich sitzen natürlich Unternehmer und Lohnabhängige im gleichen Boot, haben die gleichen Interessen, nämlich: die ‚besten‘ Lösungen zu finden. ‚Letztlich ziehen wir doch alle am selben Strang‘ – das ist die Ideologie, was ja irgendwie auch richtig ist, nur eben an unterschiedlichen Enden.
      Interessanter ist hier noch der Punkt – das finden Sie heute ganz häufig -, dass jemand sagt: „ich bin weder rechts noch links“. „Links“, das heißt ja eigentlich für eine gerechte Verteilung und eine solidarische Gesellschaft – und „rechts“ heißt, nicht für eine gerechte Verteilung. Jemand, der weder rechts noch links ist, kann sich eigentlich nur damit noch retten, dass er sagt: „Naja, ich bin völlig apathisch!“
      Und interessant ist, dass der italienische Faschismus genau diesen Slogan hatte, er ist „weder rechts noch links“. Und da war etwas dran. Der Faschismus war extrem anti-links, aber er war auch nicht rechts, denn ‚rechts‘ hieß damals eigentlich reaktionär und bewahrend. Der Faschismus war revolutionär, der wollte nicht bewahren. Das war ein totalitäreres System, er wollte etwas ganz anderes. In gewisser Weise konnte er zurecht sagen: „wir sind weder rechts noch links“. Auch dort lohnt es sich wieder, einen Blick auf die Geschichte zu werfen.
      http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/171022-Mausfeld_Transkript_Landau_NDS.pdf

      Ein linker Faschismus ist ein Widerspruch in sich. Ebenso wie die inflationäre Verwendung des Begriffes Faschismus für so ziemlich alles, ihn insgesamt verniedlichen und seine tatsächliche Funktion verschleiern soll.

      „Es kann in einem Aufruf gegen den Faschismus keine Aufrichtigkeit liegen, wenn die gesellschaftlichen Zustände, die ihn mit Naturnotwendigkeit erzeugen, in ihm nicht angetastet werden. Wer den Privatbesitz an Produktionsmitteln nicht preisgeben will, der wird den Faschismus nicht loswerden, sondern ihn brauchen.“
      (Bertolt Brecht)

    • Ein linker Faschismus ist ein Widerspruch in sich?

      Links ist der Widerspruch an sich!

      Weil diese plumpe Verklammerung links=gerecht ist doch ein Totschlagargument, welches den realen Totschlag nach sich gezogen hat und immer wieder ziehen wird.

    • @ Box

      ich lese da sehr viel Theorie ohne Realitätsbezug….
      Warum sollte es den Faschismus nicht in "Links" geben können? Man hat so viele ursprüngliche Definitionen von Begriffen umgedreht…. und hier würde ich eher die Frage stellen: Wieso ist Links von Natur aus "gut"?
      Was machte denn den Faschismus aus und was macht "Links" aus?

      Und NEIN, Mitte ist nicht Apathie – zumal auch hier sehr schön zu sehen ist, dass man Niemandem mehr gestatten möchte einfach Mensch zu sein. Das Leben wurde nicht erfunden um sich gegenseitig zu bekämpfen.
      Es muss zwingend Links & Rechts geben damit die Mitte die gesunde Balance hält – jedes überwiegen einer Seite führt zum Verlust der ganzen "Sache" – es gibt dann nichts mehr weder Links noch Rechts noch Mitte – DAS ist ein Naturgesetz, dass NIEMAND verändern kann. Es IST!

    • In der Sache sind links und rechts in der Tat Gegenpole und können daher in der Substanz so wenig Berührungspunkte miteinander haben wie Aufklärung und Gegenaufklärung oder wie Demokratie und Elitenherrschaft. Blickt man jedoch statt auf die Sache auf die Ebene einzelner Personen oder auf die Ebene konkreter politischer Gruppierungen, die sich als links bezeichnen, so lassen sich aus naheliegenden Gründen alle möglichen Konstellationen von Haltungen finden, die in der Sache völlig unvereinbar miteinander sind. Das war auch zur Zeit der Aufklärung nicht anders.

      Beispielsweise gilt der große schottische Philosoph David Hume als zur Aufklärung gehörig; gleichwohl sah er Schwarze „von Natur aus den Weißen unterlegen“ an, vertrat also rassistische Auffassungen. Auf der Ebene einzelner Personen können also Überzeugungen gleichzeitig nebeneinander bestehen, die in der Sache völlig unverträglich miteinander sind. Das ist eine Konsequenz unserer beschränkten Rationalität und anderer Eigenschaften unseres Geistes. Wir sind oft nicht in der Lage zu erkennen, dass einige unserer Überzeugungen in der Sache miteinander unverträglich sind. Beispielsweise können uns bestimmte Affekte daran hindern, derartige Unverträglichkeiten zu bemerken.So war Hume einerseits von den Leitidealen der Aufklärung fasziniert; zugleich vertrat er – weil er eine mögliche Gefährdung seiner eigenen privilegierten Lebensform fürchtete – ein gesellschaftliches Weltbild, das die damalige gesellschaftliche und kolonialistische Praxis rechtfertigte.

      Doch auch unter denjenigen, die sich aufrichtig und konsequent der radikalen Aufklärung und den genannten Leitidealen verpflichtet fühlten, fanden sich zahlreiche, die Bedenken hatten, das Volk über diese Leitdeale aufzuklären, weil sie fürchteten, durch den dadurch möglicherweise ausgelösten gesellschaftlichen Transformationsprozess Nachteile hinsichtlich ihres privilegierten Status quo zu erleiden.

      Erst kommt bei den Privilegierten eben die Sicherung des eigenen gesellschaftlichen Status quo, dann kommt die Moral.

      (NachDenkSeiten – Die kritische WebsiteTitel: Die Links-Rechts-Demagogie. Ein Interview mit Rainer Mausfeld)

  7. Ja genau, wenn jetzt laut „der Faschismus ist da!“ geschrien wird, ist ganz kurz vorher ein Analyse der Situation angebracht, verstehen, was überhaupt vorgeht. Paul Schreyer hat dabei eine sehr gute Arbeit geleistet. In seinem letzten Artikel, Coronavirus: Regierung ignoriert grundlegende Daten
    (in: https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-regierung-ignoriert-daten), macht er deutlich, daß die „amtliche(n) Zahlen aus den Labors zeigen, dass sich das Virus erheblich langsamer ausbreitet als behauptet.“ Die realen Machtverhältnisse in der WHO hat in den letzten Tagen Ernst Wolff angemessen dargestellt.

    Ein Aspekt von Dirk Pohlmanns Artikel leuchtet mir ein, es wollen jetzt viele die ersten sein, die den Faschismus ausmachen. Von dort, wo die weiten Villen stehen, sieht man ihn ja auch nicht so gut. Wenn jetzt mehr Journalisten mit recherchierten Sachverhalten (!) die Diskussion befeuern würden, könnten wir uns ein besseres Bild machen.

    Das berechtigte Verdammen der Tagesschau, des Spiegels, der Wikipedia, der Süddeutschen und und und…, das hab‘ ich jetzt verstanden, dabei können wir aber nicht ewig stehenbleiben! Ansonsten halte ich Dirk Pohlmanns Artikel für das, was Hans Leyendecker angesichts der Äußerung des Helmut Kohl in seiner Vernehmung als Zeuge in der Anklage gegen Ludwig-Holger Pfahls (Partei-Spendenskandal) titelte: Pulverdampf und große Gesten!

    Einige recherchierte, aktuelle Sachverhalte wären angenehm für den Anfang, Herr Pohlmann. Mit Pulverdampf und großen Gesten konnten wir uns bis jetzt angemessen bevorraten.

    • ""Ein Aspekt von Dirk Pohlmanns Artikel leuchtet mir ein, es wollen jetzt viele die ersten sein, die den Faschismus ausmachen. ""

      Das ist eine Aussage, die man überhaupt nicht so stehen lassen kann.

      Ich kann nur für mich selbst sprechen, aber ich WILL das, was gerade passiert, überhaupt nicht. Dass ich – und viele andere – es durchschauen, heißt noch lange nicht, dass wir das wollen.
      Leider IST es der Faschismus, und ich WILL das eigentlich nicht. Ich WILL nicht zu Hause eingesperrt sein wegen irgendwelchem erfundenen Unsinn. Ich WILL auch nicht, dass Syrien, Afghanistan, der Irak und vlt. bald Iran bombardiert werden aufgrund von LÜGEN.
      Ich WILL auch nicht, dass am 11. September die Physik einen Tag Pause macht, und 2 Flugzeuge 3 Türme zum Einsturz bringen.
      Ich WILL diesen ganzen Unsinn nicht. Und ich will es eigentlich auch gar nicht sehen, aber – leider – tue ich das.

      Und deswegen spreche ich mich gegen Manipulation, Lügen und Faschismus aus. Nicht weil ich das WILL das es das gibt, sondern weil es leider da ist und ich zumindest meine Verantwortung sehe, dagegen aufzustehen.

      By the way: wenn die Antifa den Faschismus bekämpfen wollen würde, dann wäre sie längst auf der Straße. Die hat eine ganz andere Funktion, und auch das wissen wir.

  8. Danke, lieber Dirk
    dazu könnte der Text 'Corona und die Demokratie' passen, den ich bei 'hinter den schlagzeilen' veröffentlicht habe. Es freut mich, dass KenFM hier nicht nur Informationen und Postitionen in eine Richtung bringt. Danke, Ken und das Team!

    • Leider, leider gibt es nur "Informationen in eine Richtung". Die andere Richtung vermeidet jede Information, arbeitet mit Emotionalisierung und bewusst nichtssagenden Zahlen sowie täglichen Scheindiskussionen mit immer den gleichen Figuren und einer einzigen Meinung. Ich wurde gerne eine Diskussion Wodarg, Bhakdi und Drosten sehen, leider undenkbar, warum? Es ist so schlimm, dass es nur als Propaganda bezeichnet werden kann. Hätte der Mainstream mit seiner Macht und Recherchepower die Sache sauber aufbereitet, gäbe es keine Zweifler. Corona hätte sich wahrscheinlich in Luft aufgelöst oder es wären alle überzeugt. Genau das Gegenteil ist passiert.

    • Hamburg: Keine Toten OHNE Vorerkrankung!

      Und dafür machen wir den Menschen Angst?

      "Der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel, der mit seinem Team die Corona-Opfer der Hansestadt obduziert, hält die Angst vor dem Virus für überzogen. In Hamburg sei bisher kein einziger nicht vorerkrankter Mensch an dem Virus gestorben, sagte er der "Hamburger Morgenpost"."

      Gerade eben bei NTV gelesen.

    • Was user155 anregt, entspricht dem, was die Nachdenkseiten vorschlagen.
      In der Tat wird es dazu wohl nicht kommen, und das ist ärgerlich. Jenen, die meinen, genug Wissen und Einblick zu haben, um sich zwischen den unvereinbaren Positionen auf eine Seite schlagen zu können, zu folgen, interessiert mich nicht. Ich brauche kein einseitig fundiertes (Karten)Haus.
      Einige Menschen, die in Kombination mit Vorerkrankungen im Verlauf einer Corona-Erkrankung sterben, würden dem zufolge sonst noch leben. Es ist insofern wohl ziemlich unverständlich, sie insofern aus der Corona-verlinkten Sterbe-Statistik heraus-rechnen zu wollen.

    • @ Bernhard Trautvetter
      Zitat: "Einige Menschen, die in Kombination mit Vorerkrankungen im Verlauf einer Corona-Erkrankung sterben, würden dem zufolge sonst noch leben. Es ist insofern wohl ziemlich unverständlich, sie insofern aus der Corona-verlinkten Sterbe-Statistik heraus-rechnen zu wollen."

      Leider verstehe ich diesen Einwand nicht. Es ist schwer zu verstehen, was "Vorerkrankungen" bedeuten kann und nein, es ist nicht selbstverständlich, dass sie ohne Corona nicht gestorben wären.
      Dr. Püschel , Rechtsmediziner aus HH, hat inzwischen ausführlich erklärt nach vorgenommenen Obduktionen, dass in HH Niemand ohne diese Vorerkrankungen gestorben ist.
      Jemand, der Krebs im Endstadium hat (was durchaus noch einige Monate dauern könnte trotz fehlender Lebensqualität) würde dann nicht nur durch das Vorhandensein des Virus etwas eher sterben sondern eventuell auch an einer fieberhaften Erkältung ohne Vorhandensein des Virus…. oder wie man nun behauptete, dass Pflegeheimbewohner sterben ohne jemals Symptome der Erkrankung gehabt zu haben… ob sie an dem Virus verstorben sind, hat Niemand untersucht…..
      Aus meiner Sicht ist es schon ein Unterschied wenn man daraus eine lebensbedrohliche Krankheit für die Welt machen will.

    • @ Bernhard Trautvetter:

      "Einige Menschen, die in Kombination mit Vorerkrankungen im Verlauf einer Corona-Erkrankung sterben, würden dem zufolge sonst noch leben. Es ist insofern wohl ziemlich unverständlich, sie insofern aus der Corona-verlinkten Sterbe-Statistik heraus-rechnen zu wollen."

      Nun ja… Zunächst wissen wir ja eben nicht, ob es so ist, ob es ganz wenige, einige, viele sind. Die Statistik ist falsch und bleibt falsch, egal wie herum wir sie betrachten. Was aber noch entscheidender ist: Genau das, was auf "Corona" zutrifft, trifft auch auf z.B. die Influenza zu,. Die haben wir, mehr oder weniger stark, in jedem Jahr. Auch dort haben wir Menschen, die in Kombination mit Vorerkrankungen an oder mit einer Grippe sterben. Wir sehen das dann jeweils bei der sogenannten Übersterblichkeit – mehr Menschen sterben als zu anderen Jahreszeiten und mitunter auch mehr als es zur Grippezeit im Schnitt erwartbar ist. Das ist also etwas ganz Normales. Da ist aber noch nie jemand auf die Idee gekommen, das Land komplett herunterzufahren. Schulen, Kindergärten, gar Spielplätze zu schließen und zu sperren, um nur diesen Aspekt zu nennen. Hätte das ein Virologe, z.B. Herr Drosten, vorgeschlagen, er hätte Hohn und Spott geerntet.

      Jetzt aber wird das gemacht. Und es wird auch weiterhin gemacht, es wird noch eine weitere Eskalationsstufe kommen, die Maskenpflicht (habe ich schon vor einer Woche vorausgesagt, da brachte die Tagesschau so ein paar Beiträge, das macht sie immer dann, wenn es gilt, uns auf etwas vorzubereiten). Natürlich nehmen die Politiker längst die täglich wachsenden teils extrem kritischen Stimmen von wirklichen Experten wahr. Herr Wodarg war ja nur der erste, der sich getraut hat, es ist ihm nicht gut bekommen. Je mehr sich jetzt äußern, umso leichter tun sich wieder andere. Die Maßnahmen werden als selbstzerstörerisch, dumm, grotesk usw. bezeichnet, und die große Frage ist doch immer wieder die, warum gerade jetzt, warum nicht bei einer viel schlimmeren Grippewelle etwa vor 2 Jahren, und was soll denn in Zukunft passieren – wird das zum Dauerzustand oder mindestens zu einem ständig wiederholten?

      Die Menschheit hat ganz andere Viren überlebt. Es ist ja nicht falsch, die Risikogruppen zu schützen, in jedem Jahr. Das muss dann aber gezielt passieren und es muss sich etwas am Gesundheitssystem ändern. Das würde viel weniger Geld kosten als das, was jetzt gestümpert wird. Die jetzigen Maßnahmen werden außerdem, und da sind wir wieder am Anfang, viel mehr Leben kosten als der Virus. Suizide, häusliche Gewalt als Spitze des Eisbergs, darunter eine Gesellschaft in ständiger Angst. Ich kann mir schon jetzt kaum noch vorstellen, dass bald wieder alles sein soll wie vorher. Ich glaube, diese unterschwellige Angst wird bei vielen bleiben. Ich habe überhaupt keine, das ist nicht mein Problem, aber ich merke, dass ich nicht mehr gerne einkaufen gehe. Es herrscht eine ganz ungute Stimmung, man geht sich aus dem Weg, man hat ständig das Gefühl, dass die Mitmenschen einen in Verdacht haben, sie anzustecken, ihnen Böses zu wollen. Mal ganz abgesehen von der schrecklichen Gewissheit, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung geradezu nach Ausgangssperren schreit, nach einer starken Obrigkeit, nach Eingrenzung der persönlichen Freiheiten. Und das Denunziantentum ist auch wieder da, war natürlich nie weg.

      Für mich ist die Frage, ob es das wert ist, schon seit Wochen mit einem klaren "Nein" beantwortet. Wir erleben eine hausgemachte Katastrophe. Keine Naturkatastrophe.

    • Schon ohne Corinna galt: Fehler auf fast jedem Totenschein

      Quelle: prignitzer.de/17721291

      In einem System, in dem kaum ein Impfschaden erfasst wird, muss man mir nicht mit Wisenschaft kommen.

      Nicht beim CO2-Quatsch und auch hier nicht.

    • Wenn alle, die mit Corona-Test positiv vom Balkon fallen, vom Auto überfahren werden oder an Herzinfarkt sterben, als Corona-Tote zählen, dann gibt es einen dringenden Wunsch, die Zahl der Corona-Toten künstlich aufzublasen.
      Das ist nur geeignet um Panik zu schüren, es ist unwissenschaftlich, es ist Propaganda.
      Wer hat das nötig und wofür, das sind die Fragen, die am dringendsten beantwortet werden müssen. Mit den anderen RKI-Zahlen sieht es sogar noch schlimmer aus.

  9. Nach meiner Meinung sollte es darum gehen, zur Gesundheit, zum Leben Sorge zu tragen, achtsam damit umzugehen. Es ernst nehmen und sich selbst und andere schützen, wenn mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Bedrohung vorliegt. Wie gross ist die Gefahr, dass viele Menschen, vor allem mit Immunschwächen, vom Corona-Virus dahingerafft werden könnten? Wie steht es mit meiner oder des Anderen Einstellung zum Leben, ist sie lebens- und menschenverachtend oder lebens- und menschenbejahend?

    Das Ausmass der Gefährdung, im Falle des Corona-Virus, kann ich persönlich schlichtweg nicht beurteilen und vertrauenswürdig sind aus meiner Sicht und Erfahrung nur sehr, sehr wenige. Ist es deshalb besser zu stark auf den Corona-Virus zu reagieren oder zu wenig? Wo ist das «richtige» Mass? Solange noch so viele Unsicherheiten vorhanden und die Lage so unüberschaubar ist, bin ich der Überzeugung, dass das Risiko nicht eingegangen werden darf, allenfalls viele Menschenleben aufs Spiel zu setzen, das Leben vieler Menschen zu riskieren. Besonders da viele Menschen mit oder ohne Vorerkrankungen (z.B. Herz-Kreislauf, Diabetes, Raucherlunge usw.) ohne Corona am Leben bleiben könnten.

    Aus meiner Sicht gilt es deshalb, sich ganz konkret, und nicht weiterhin mit schönen unverbindlichen Worten, zum Beispiel für bessere Arbeitsbedingungen im Spital-, Kranken- und Pflegebereich zu sorgen. Auch für bessere Entlöhnung. Die Gewinn- und Renditeorientierung in diesen Bereichen soll schnellsten eingestellt und in Zukunft verhindert werden.

    Ich finde die wirtschaftlich existenzielle Angst als sehr berechtigt. Aus meiner Sicht gilt es deshalb, sich mit voller Kraft für jene einzusetzen und bei jenen Angst und Panik möglichst zu verhindern, welche in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind.
    Um finanzielle Mittel freizusetzen, ob mit oder ohne Corona-Virus, ist der sofortiger Rückzug deutscher und anderer Truppen aus allen Teilen der Welt nicht nur zu fordern, sondern auch mit entsprechend Massnahmen konsequent Nachdruck zu verleihen. Um den Handel zu fördern, die sofortige Aufhebung der lebens- und menschenverachtenden und barbarischen Sanktionen nicht nur verbal oder schriftlich mit Petitionen und dergleichen, sondern mit konsequentem massivem Druck und Massnahmen zu erreichen suchen. (Man beachte, dass man, unter anderem, auch davon in den sogenannten alternativen oder freien Medien nichts hört oder liest. Mit salbungsvollen Worten und eindrücklichen grossen Sprüchen wird über das Fehlen von konkretem, verbindlichem Handeln, Tun hinweggetäuscht, davon abgelenkt. Medien sind bekanntlich Instrumente der Macht, welcher auch immer)

    Auf keinen Fall soll das Eine gegen das Andere, den Tod, ausgespielt werden. Auch nicht junges gegen altes, körperlich intaktes gegen invalides, produktives gegen unproduktives Leben auszuspielen. Diese Auflistung von lebensverachtenden Bewertungen kann weiter und weiter fortgesetzt werden. Hat man denn immer noch nicht genug Faschismus? Es ist auch Teilung der Bevölkerung.

    Je mehr eine Region (in der Schweiz vor allem die südlichen Regionen) vom Corona-Virus betroffen ist oder in der Gefahrenzone liegt, desto mehr fordert deren Bevölkerung einschneidende Massnahmen (Welche die Regierung zum Teil gar nicht erfüllt). Ängstlichkeit, falls vorhanden, ist doch durchaus verständlich und natürlich und man soll dies bei sich selbst und den anderen akzeptieren, aber möglichst sich nicht davon beherrschen lassen. Sowenig wie man sich von anderen, von wem auch immer, nicht vereinnahmen lassen soll.

    Von Panik oder Hysterie in der Bevölkerung ist mir, zumindest in der Schweiz (dem zusammen mit Italien und Spanien meist vom Corona-Virus betroffenen Land) nichts bekannt. Angst, Panik und Hysterie wird, in unverantwortlicher Weise von den Medien, welchen auch immer, suggeriert um ihre Abonnentenzahlen resp. Einnahmen und ihren Einfluss, ihre Macht, zu steigern. Medien haben für die Folgen ihres Verhaltens noch nie die Verantwortung getragen.

    Ihnen, auch den sogenannten Alternativen oder Freien, geht es, wie ich schon vielfach beschrieben habe, nicht um Menschenrechte, Menschlichkeit, Solidarität, Loyalität mit den einfacheren Menschen. Das haben sie schon bei den Emigranten, den französischen ‘Gilets jaunes’ und Generalstreikenden, den italienischen ‘Sardinen’, den unter den menschen- und lebensverachtenden, barbarischen westlichen Sanktionen leidenden Syrern und anderen Völkern, und beim Schutz der Umwelt, bewiesen. Die Almosen von KenFM für Griechenland waren oder sind regierungskonform. Sind nicht Zeichen irgendwelcher Verweigerung und schon gar nicht Ungehorsam (Gruen) gegenüber der Macht.

    Missbrauch wird immer betrieben («Macht = Missbrauch» so Michel Foucault), von allen welche auch nur schon ein wenig Einfluss (Macht) haben. Diesem Missbrauch müsste dringendst Aufmerksamkeit geschenkt und Macht überall stark eingeschränkt werden. Zuerst und vor allem in den eigenen Reihen. Doch dies ist tabu, versteht sich.

    Wie sich im Zusammenhang mit den Massnahmen zum Corona-Virus zeigt, kann sich die Bevölkerung mit der vorhandenen Infrastrukturen weitgehend selbst organisieren. Und könnte auch Druck auf die Medien und die Politik ausüben. Es zeigt auch, wie weitgehend überflüssig die Medien (alle) und die Politik sind. Die Volksnähe existiert weder bei den Medien noch in der Politik. Und der lebenswichtige persönliche Kontakt könnte, nach meinen persönlichen Erfahrungen, innerhalb der Bevölkerung, mit Hilfe des Internets, gar wieder stärker werden. Zum Leidwesen der Medien und der Politik. Ihnen würden die Felle davonschwimmen. Dementsprechend gebärden sie sich. Unbestreitbar ergeben sich daraus auch Nachteile. Doch auch hier gilt es, diese zu beachten und ihnen entsprechend zu begegnen. Vor allem gegenüber dem Etabliertem, darunter auch etablierten «alternativen» oder «freien» Medien, aber auch Banken usw., usw. ist grosse Vorsicht geboten.

    Macht ist Missbrauch (Foucault) und wird NIE freiwillig abgegeben. Weder von den Einen noch von den Anderen. Wieviel Menschenleben es auch kostet. Noch etwas: Ist denn das Eine gut und konstruktiv nur weil das Andere schlecht und destruktiv ist?

    • Das frage ich mich auch schon eine ganze Weile. Er ist intelligent und wortgewandt wie gewohnt – nur seit der Klimadiskussion trägt er irgendwie Scheuklappen. Was außerhalb der Klappen liegt wird nicht sachlich kritisiert sondern ist schlicht falsch. Weil der heilige Dirk Recht hat. Vielleicht eine psychische Erkrankung? Selbsterhebung durch Größenwahn oder so…? So Schade, ich bin ein großer Fan!

    • Der rudert richtungslos im Suppentopf .
      Warum hebt der Pohlmann Telepolis hervor ?
      Telepolis vertritt pseudolinks die Interessen des Kapitals,
      bei CO2, und wenn Telepolis massiv die Massenmigration vertrat und die Globalisierung.
      Zuletzt zunamiartig Panik-Coronabeiträge auf unterstem Niveau erschienen
      und erst nachdem die Lächerlichkeit dieser Beiträge zu offensichtlich wurde und sogar die Politik an langsame Wende denkt, kommen nun auch kritische Beiträge zur hysteriesierten Corona Debatte .

  10. Wie so oft ist der Beitrag von Dirk Pohlmann gut, leider ist er allerdings auf einem Auge blind und hält das auch noch für einen Fehler der alternativen Medien.
    Die Sache ist, dass wir durch Zahlen, die überhaupt nichts aussagen, von der Politik in die jetzige Situation gebracht wurden. Da geht es nicht um Wissenschaftskritik der Alternativen, sondern um das Gegenteil. Die alternativen Medien fordern wissenschaftlich haltbare Aussagen und eine klare Datenbasis. Dies wird von Regierung und Mainstream ganz bewusst vermieden. Dies ist so augenfällig, dass nur Vorsatz unterstellt werden kann.

    https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-regierung-ignoriert-daten
    und
    https://multipolar-magazin.de/artikel/coronavirus-irrefuhrung-fallzahlen
    Beispiel für die Unsinnigkeit der Zahlen siehe unten.

    Unvermeidlich ist dann natürlich die Frage nach dem WARUM. Was steckt dahinter und worum geht es wirklich? Der Verdienst der Alternativen ist es, aufgezeigt zu haben, dass hier etwas nicht stimmt, kritischen Fachleuten eine Plattform zu geben und diese Fragen zu stellen.

    Der sonst scharfe Blick von Dirk Pohlmann ist beim Thema Corona deutlich getrübt.

    Beispiel: Ich will wissen, wie viel rote Autos es in Deutschland gibt. Vorgehen (gemäß RKI): Ich zähle jeden Tag rote Autos ohne mir zu merken, wie viel Autos insgesamt vorbeifahren. Ich addiere die Zahl der roten Autos immer weiter auf und steigere außerdem täglich die Dauer der Zählung.
    Ergebnis der Summe: Tag 1: 3Autos, Tag 2: 6Autos, Tag 3: 12Autos, … Tag 20: 2000 Autos,… Tag 40: 4000 Autos….
    Damit gehen folgende Aussagen an die Presse:
    1. Am 40. Tag gibt es in Deutschland 40.000 rote Autos.
    2. Die Anzahl der roten Autos in Deutschland verdoppelt sich nicht mehr jeden Tag (wie am Anfang) sondern nur noch alle 20 Wochen.
    Jeder Dumme merkt, dass beides völliger Unsinn ist, das RKI, die Politik und die MSM verkaufen uns aber genau das. Jede kritische Stimme wird unterdrückt.
    Für alle, die den RKI-Trick noch nicht durchschaut haben. Die Zahl der neu positiv Getesteten hat nichts mit der Zahl der neu Infizierten zu tun. Die eine macht KEINE Aussage über die andere. Während die 1. stark steigt, kann die 2. sogar stark fallen.

    • Da sind leider 2 Tippfehler in meine Rechenbeispiel gemäß RKI, hier jetzt korrigiert:
      Beispiel: Ich will wissen, wie viel rote Autos es in Deutschland gibt. Vorgehen (gemäß RKI): Ich zähle jeden Tag rote Autos ohne mir zu merken, wie viel Autos insgesamt vorbeifahren. Ich addiere die Zahl der roten Autos immer weiter auf und steigere außerdem täglich die Dauer der Zählung.
      Ergebnis der Summe: Tag 1: 3 Autos, Tag 2: 6 Autos, Tag 3: 12 Autos, … Tag 20: 2000 Autos,… Tag 40: 4000 Autos….
      Damit gehen folgende Aussagen an die Presse:
      1. Am 40. Tag gibt es in Deutschland 4000 rote Autos.
      2. Die Anzahl der roten Autos in Deutschland verdoppelt sich nicht mehr jeden Tag (wie am Anfang) sondern nur noch alle 20 Tagen.
      Offensichtlich ist beides völliger Unsinn, das RKI, die Politik und die MSM verkaufen uns aber genau das.
      Wo sind die "Qualitätsjournalisten", die den Finger in diese klaffende Wunde legen. Ja und wo ist Pohlmann?

      Für alle, die den RKI-Trick noch nicht durchschaut haben. Die Zahl der neu positiv Getesteten hat nichts mit der Zahl der neu Infizierten zu tun. Die eine Zahl macht KEINE Aussage über die andere Zahl. Während die 1. stark steigt, kann die 2. sogar stark fallen. Die erste Zahl hängt nur von der Testaktivität ab, solange die Anzahl der Tests viel kleiner ist, als die Anzahl der Infizierten.

  11. Mal zwei Gedanken zu Corona und dem, was hier gerade an "realer Gefahr" passiert.

    1. Boris Johnson hat sich anfangs ja geweigert, sein Land dicht zu machen. Jetzt liegt er mit schwerer (?) Lungenentzündung im Krankenhaus und muss behandelt werden.
    Klingt so nach "da siehste mal!".
    Wir wissen aber, dass bei 9/11 zufälligerweise genau die Politiker, die NICHT dem Patriot Act zustimmen wollten, diese Anthrax-Briefe bekamen. Das Anthrax kam vom FBI.
    Was WÄRE wenn Politiker die unmissverständliche Botschaft BEKÄMEN: "Du kannst dich zwar weigern, dein Land dicht zu machen – aber dann zeigen wir (natürlich das Virus) dir, wie gefährlich so eine Krankheit sein kann".
    Nur so ein Gedanke.

    2. Was wäre, wenn wir uns eine Krankheit ausdenken. Sagen wir die "Die-Nasenspitze-juckt" Krankheit. Und von heute auf morgen erzählen wir, dass die Lethalität, Mortalität oder was auch immer ziemlich krass ist, und wer auch immer an dieser "Die-Nasenspitze-juckt" Krankheit erkrankt, der kann eine schlimme Lungenentzündung bekommen und landet auf der Intensivstation.
    Und dann fahren wir mit unserer ERFUNDENEN Krankheit genau die gleiche Medienberichterstattung wie derzeit mit Corona.

    Glaubt wirklich jemand ernsthaft, dass wir nicht innerhalb kürzester Zeit völlig überfüllte Kranknhäuser hatte mit Leuten, denen die Nase juckt? Dass man nicht Sterbende finden würde, die eindeutig vor ihrem Ableben die Nase gejuckt hat? Dass es "Epizentren" gäbe, wo besonders vielen Leuten die Nase juckt? Und wenn Ärzte dann panisch anfangen, wie wild zu behandeln, dass diese Leute dann auch an ihren juckenden Nasen versterben könnten?

    Was ich sagen will, ist: es gab NOCH NIE eine dermaßene Panikmache in den Medien und ich kann mir gut vorstellen, dass es möglich ist, Krankenhäuser zu fluten und tatsächlich Fälle zu "produzieren". Ich bin mir sicher, das würde mit einer zu 100% erfundenen "die-Nase-juckt" Krankheit genauso funktionieren wie jetzt mit der Grippe. Das ist meine Ansicht – Herr Pohlmann kann das gerne anders sehen.

  12. Zumindest nicht so engstirnig wie der Rest der „Corona ist ein Fachist-Schreier“.

    Allerdings hier eine kleine Mogelei:

    „Aber der sollte nicht mit der Brechstange erzwungen werden, sondern sich in einem hochwertigen Diskurs langsam bilden können.“

    Leider haben wir nicht die Zeit für einen „langsamen Diskurs“. Und wenn man die Dynamik der Massen kennt, reichen ein paar Prozent „Freiheitskämpfer“ aus, um viele Tote und ein Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verursachen. Kluge Menschen wissen, wann die Zeit zum Handeln ist und wann man sich die Zeit zum diskutieren nehmen kann.

    Ich verweise nochmal auf den Diskurs der judäischen Volksfront aus „das Leben des Brian“.
    Nichts anderes ist der derzeitige Freiheitskampf!
    Wo war der Freiheitskampf bei Einführung von Hartz4?

  13. Wunderbare und die Zusammenhänge gut zusammenfassende Tagesdosis Herr Pohlmann, Sie schreiben/ sagen viel wahres. Allerdings möchte ich gern darauf hinweisen, dass bedauerlicherweise auch Sie zu starker Polarisierung veranlassen und mir nicht nur einmal dabei aufgefallen sind, bei abweichenden Positonen Anderer ins unsachliche abzudriften. Auch heute stieß mir wieder beim Zuhören auf, wie Sie in einem Nebensatz mal eben anklingen lassen, dass die AFD sinngem. die Wissenschaft abschaffen will. Jetzt bin ich weit entfernt davon ein AFD-Anhänger zu sein, aber so einfach geht das nunmal nicht! Auch die Verlinkung von AFD, EIKE – ich nehme an, dass sie darauf in Ihrem Nebensatz anspielen?!? – hin zur Assoziation des faschistoiden – wie Sie es in anderen Zusammenhängen schon mal haben anklingen lassen – ist in meinen Augen falsch und torpediert jede konstruktive Debatte.

    Vielleicht ist Ihnen beim Schreiben aufgefallen, dass Sie jetzt hier beim Corona-Thema ein Argument ins Feld führen, das zwar sachlich korrekt ist, aber eben beim Thema CO2 genau zum Ausschluss einiger Diskutanten geführt hat, nämlich die zumeist emeritierten Wissenschaftler. Auch daran habe ich Sie mitwirken sehen.

    Beide Themen haben übrigens eine Parallele; Das kollektive Ausspielen von Alt gegen Jung. Eine traurige Entwicklung, wie ich finde.

  14. Was auch immer der Autor meint wenn er die Alternativmedien bei der Corona-Debatte "kritisiert" – leider ist da kein Beispiel aufgeführt, kein Argument gefunden worden.

    Der größte Skandal ist doch der, dass Leute ihre Jobs – wenn auch ehrenamtlich – verlieren weil sie ein Interview gegeben haben bei KenFM – DAS IST eindeutig Faschismus! Darüber könnte man seitenlange Artikel verfassen und nicht nur bekümmert sein.
    Linksextremer Faschismus hat in Deutschland Einzug gehalten und ist inzwischen salonfähig geworden – dank auch der selbsternannten Medienelite!

    Herr Pohlmann, es gibt auf diesem ganzen Planeten nicht ausschließlich Gerechtigkeit oder nur "gut bzw. böse" Ansichten – das ist nun mal so im Leben – es kommt auf die richtige Balance an.

    Wer niedere Beweggründe findet, sollte sich eindeutig positionieren und nicht nur um sich besser zu fühlen in alle Richtungen schlagen – dann ist es nämlich egal, was man sagt, man hat nichts zu sagen.
    Souveränität kann man für sich selber finden wenn man selber anfängt zu denken, dazu zu stehen und danach zu handeln…. sich zwischen alle Stühle setzen hilft nicht.

  15. Ich habe den Artikel gelesen und verstehe nicht, was Herr Pohlmann damit sagen möchte. Was bedeuten nebulöse Aussagen wie:
    "Ich bin nicht glücklich über die Berichterstattung zum Thema Corona, wie man merkt.
    Die Berichterstattung zum Klimawandel und jetzt zum Coronavirus sind andererseits Probleme der Alternativmedien.
    Es geht im Journalismus nicht darum, sich auf eine Seite zu schlagen und Kampagnen zu fahren. Es geht darum, im Auftrag der Öffentlichkeit zu arbeiten, die Wahrheit zu berichten und sich dabei darum zu streiten, was die Wahrheit ist."

    Soll das heißen, dass jeder, der eine Gefährdung durch das Virus anzweifelt, eine Kampagne fährt und sich nicht der Wahrheit verpflichtet fühlt?
    Und ist diese "Wahrheit" in den Augen von Herrn Pohlmann, dass der Virus tatsächlich mega-killer-mäßig ist und wir uns davor schützen müssen?
    Man kann ja eine Meinung haben, aber dann sollte man sie zumindest verständlich formulieren.
    Bitte um Aufklärung.

    • Herr Pohlmann schuldet uns ja noch eine Debatte um CO2.

      Vielleicht kommt diese Debatte ja bei Corona zustande?

      Oder gibt auch hier für ihn nur eine legitime Meinung?

    • Danke, das habe ich auch so gelesen….erstaunlich, da Herr Pohlmann ja "Wissenschaftsjournalist" ist – da sollte ihm doch aufgefallen sein, dass es leider nur möglich ist, dass in den Alternativmedien Wissenschaftler zu Wort kommen MIT deutlichen Argumenten, eindeutigen Quellen und sauberen Aussagen und definitiv NICHT auf Krawall gebürstet sind.
      Das müsste doch für ihn sogar ein Einstieg sein in eine seriöse öffentliche Debatte .

    • Milchgesicht: ich bin ganz froh, dass Dirk Pohlmann den C02 Virus einigermaßen überwunden hat, jetzt kann man ihm wieder ungetrübt zuhören.

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