Tagesdosis 8.11.2017 – Tiefer Staat, tiefes Selbst, tiefe Einblicke

Ein Kommentar von Rüdiger Lenz.

Ich bin gerade dabei, eine dreißig Jahre alte Dokumentation über den Staatsstreich im November 1963 in den USA von VHS auf digital zu wandeln. Sie behandelt den Mord an dem 35. Präsidenten der USA, John Fitzgerald Kennedy. Diese Doku wurde im November 1988 zwei Mal im WDR gezeigt. Danach nie wieder. Meine Recherchen dazu ergaben, dass sich die damalige US-Botschaft beim Intendanten verbat, diese Doku ein weiteres Mal zu zeigen.

Damals, ich war 26 Jahre jung, weder verheiratet, noch Vater, noch wirklich in Lohn und Brot stehend, stockte mir der Atem, als ich die Doku sah und sie auf VHS aufnahm. Kurze Zeit später kam Oliver Stones Kinofilm „JFK – Tatort Dallas“ in die Kinos.

Doch was dann geschah, war eines der bemerkenswertesten Ereignisse, die ich in meinen noch jungen Jahren erleben durfte. Dieses Ereignis hat mich zutiefst bewegt und wurde einer meiner Motoren, mich tiefer mit dem Tiefen Staat zu beschäftigen. Es geschah nämlich nichts! Gar nichts, außer, dass ein paar Leute über den Mord an dem 35. Präsidenten bei Kaffee und Kuchen sprachen. Aufklärung gleich Null. Denn zu der Zeit gab es zwar schon das Internet. Doch hatte die Bevölkerung davon noch nichts mitbekommen. Militärs und Geheimdiensten war es vorbehalten und eher als Intranet denn als Internet nutzbar.

Am 11. September 2001 geschah es wieder. Ein Staatsstreich mitten im Zentrum der westlichen Wertegemeinschaft von Handel und Kapital. Es krachten drei Hochhäuser zusammen und die Wiedergeburt der Gebrüder Grimm klang aus allen Medien. Bis heute wissen selbst die 9/11-Truther nicht wirklich, was an dem Tag tatsächlich geschah. Waren Mini-Nukes daran beteiligt oder freie Energie? Waren Flugzeuge daran beteiligt oder Sprengmeister der Dienste?

Der Unterschied vom Kennedy-Mord zu 9/11 besteht in seiner Entwicklung zur Wirkmächtigkeit hin. In New York wurde das gesamte US-amerikanische Volk in Geiselhaft für den „War on terror“ entführt. In Dallas hingegen hat sich der Tiefe Staat aus der Deckung gewagt und seinen Vorgesetzten heimtückisch ermordet. Denn dieser wollte den Tiefen Staat in den damaligen Vereinigten Staaten zerschlagen.

Beiden Staatsstreichen gemeinsam ist, dass der Tiefe Staat seine Interessen über die des breiten Staates gesetzt hat und den breiten Staat okkupierte, um die Interessen des breiten Staates wieder in seine Kontrolle und seine Unterwerfung zu zwingen. Der breite Staat, das sind wir, die Gesellschaft, das Volksinteresse. Nie wieder sollte ein US-Präsident in seinem rebellischen Verhalten so weit vordringen, wie ein John F. Kennedy, was ja mit dem nachfolgenden Morden an seinem Bruder, an Malcom X und Martin Luther King vollzogen wurde. Die ganze Schicht wurde eliminiert und ihm der Boden entzogen. Das hat bis heute Nachwirkungen gezeigt. Ohne diese Nachwirkungen, an denen höchstwahrscheinlich ein anderer US-Präsident große Errungenschaften für den Tiefen Staat zu verantworten hat, nämlich George Bush Senior, wäre ein Staatsstreich wie 9/11 nie möglich geworden. Natürlich gehören auch weitere Errungenschaften dieser Elite des Tiefen Staates dazu.

Die Frage, die mich und viele umtreibt, ist die: Wie kann es sein, dass unterschiedliche kriminelle Menschengruppen sich zusammenschließen, um solche Staatsstreiche zu organisieren und sie verwirklichen? Die zweite Frage ist eine- auf die muss man erst einmal kommen: Ist der Staatsstreich eine plötzliche Angelegenheit, die alle paar Jahrzehnte mal vorkommen kann, oder ist der Staatsstreich der Normalzustand? Ist der alle Jahrzehnte uns auffallende besondere Staatsstreich nur eine Variante des Staatsstreiches, in dem die Gruppen des Tiefen Staates quasi neu formatiert werden? Neue Spieler Anspruch erheben?

Werden wir noch vertrackter: Ist Angela Merkel ein Staatsstreich? Und Jamaika nur eine Staatsstreich-Variante, wie die GroKo auch? Versteht ihr, worauf ich hinaus will? Es ist ganz einfach: Wenn das Gesellschaftsinteresse nicht gleich das Staatsinteresse ist – und das ist ja mehr als nur ersichtlich, dass es so ist- dann leben auch wir in einem Staat, der entführt und in Geiselhaft genommen ist! Denn der Staat ist sein Staatsvolk und sein Volkswille. Neuspech, sein Gesellschaftswille. Der Staat ist seine Gesellschaft und die Politiker sind Diener der Gesellschaft und des Gesellschaftswillen. So zumindest sagt es die Schulbildung.

Ist es immer noch schwierig, mir zu folgen? Gut, dann nehmen wir das NSU-Lügenkonstrukt. Nehmen wir die RAF-Konstruktion, die- wir wissen es heute- von Geheimdiensten komplett durchsetzt war und wahrscheinlich von Geheimdiensten zu Mordaufträgen sündenbockmäßig benutzt wurde.

Die rechte Szene sogar von Diensten geführt wird. Nehmen wir die linke Szene. Durchsetzt von den Diensten, in ihren Kernthemen. Der geschundene Arbeiter wird gar nicht mehr ernst genommen. Er wird auch nicht einmal mehr in linken Wahlreden erwähnt! Fällt da mal der Groschen? Nicht? Nun, dann kommen wir zur Operation am Herzen des Tiefen Staates.

Ich behaupte nämlich, dass der Tiefe Staat nichts anderes ist, als das Ausblühen der tiefen Seelenzustände dieser Leute und auch von uns. Da sehe ich Wechselwirkungen ungeheuren Ausmaßes. Den normopathischen Zustand der Menschen in Deutschland und anderswo, kann man als Stockholm-Syndrom-light verstehen. Wir lieben unsere Peiniger, unsere Geiselnehmer, weil sie uns Lohn, Arbeit, Karriere und Tittytainment als Ersatz schenken. Der Parasit scheidet eine Flüssigkeit aus, die auf unsere Transmitter und Botenstoffe im Hirn berauschend einwirkt. Merken aber selbst dabei nicht mehr, dass wir seelisch zu einem Wirtstier mutiert sind, dass ein Parasit kognitiv und emotional komplett steuert. Wir aber haben das Gefühl, dass wir dabei frei, unabhängig und selbstständig agieren. Sediert-Sein ist unser Normalzustand. Nicht bei allen, jaja!

Liest man beispielsweise einmal einen Augenöffner mit enormer Kraft, sagen wir „Das Schachbrett des Teufels – Die CIA, Allen Dulles und der Aufstieg Amerikas heimlicher Regierung“ von David Talbot, dann wird einem die Oberfläche unseres „Leben im Stockholm-Syndrom light“ ganz klar.

Wie aber ist es mit unserer ganz persönlichen Tiefenstruktur der Seele bestellt? Sind wir besser als Allen Dulles. Allen Dulles war ein Adolf Hitler, – was seine Persönlichkeitsstruktur angeht. Solche „Persönlichkeitsstrukturen“, individuell immer anders entwickelt, entfalten sich in bestimmten Gesellschaftsformen rasant, in anderen hingegen mäßig bis schleichend. Arno Gruen schrieb sehr deutlich, dass solche Strukturen in unseren Persönlichkeiten sehr häufig anzufinden sind. Gruen meint sogar, dass sie eher die Regel als die Ausnahmen sind, weil unsere Gesellschaft Persönlichkeiten hervorbringt, quasi ausblühen lässt, die nur eine Hülle ihres Selbst sind. Der Gehorsam zu unseren Eltern und zu den Gesellschaftspräferenzen lässt uns von uns selbst derart entfremden, dass wir dafür Zeit unseres Lebens auf Ersatzbedürfnisse zurückgreifen müssen. Und diese sind oft sehr destruktiv in ihren Wirkungen. Daher müssen wir uns eine Identitäts-Pose zulegen, also ständig so tun, als ob wir jemand sind, der wir gar nicht in unseren tiefen Selbst wirklich sind. Vertrackt, nicht wahr?

Das schafft Ersatzpersönlichkeiten und so weiter. Darauf will ich jetzt gar nicht so tief eingehen. Ich will eher die Frage aufwerfen, ob nicht unsere tiefenpsychischen Zustände ein Spiegel für den Tiefen Staat sind? Quasi sein Wirkraum.

Sind wir schon längst selbst zum Tiefen Staat geworden? Der Kieler Kognitionspsychologe Rainer Mausfeld legt in seinen Arbeiten diese Struktur offen und lässt den Schluss zu, dass wir selbst zum Eigentor-Schießen verführt werden. Diese Frage kann man nicht en passant beantworten oder en passant lesen. Sie muss zunächst ihre Tiefenstruktur im Leser entfalten können, um beantwortet zu werden. Und das kann dauern.

„Stellen wir uns doch einmal die Fragen, wieso die Kennedy-Akten noch immer unter Verschluss gehalten werden müssen“ und wieso am 11.9.2001 die Physik Urlaub hatte – und die Masse das auch so hinnimmt (sic!), dann kann das nur damit zusammenhängen, dass die tiefen Seelenzustände der Einzelnen ebenfalls gegen das wahre Selbst in Geiselhaft genommen sind. Und dass es auch wirklich so ist, darüber besteht kein Zweifel. Fast das gesamte deutsche Parlament steht hier in Geiselhaft zu seinen Peinigern, die den Wirt, also das die gesamte Gesellschaft, in angenehme geistige Zustände und in wohlfühlenden Emotionen wiegt. Lee Harvey Oswald war weder ein Einzeltäter, noch war er der Täter im Mordfall Kennedy. Es ist nicht möglich, dass die Schwerkraft und Kerosin Alleinursache der drei freien Fälle in New York gewesen sein können. Physikalisch ist das unmöglich! Doch in einer sedierten Gesellschaft klingt das plausibel. Das gilt auch für die Parlamentarier im Deutschen Bundestag.

Diese tieferen Einblicke in die Wirkmächtigkeit des Tiefen Staates mag vielen nicht schmecken, doch wenn man sich länger und umfassender mit dieser Konklusion beschäftigt, fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Lektüren eines Hermann Ploppa, eines Ernst Wolff, eines Jürgen Roth, eines Dirk Pohlmann oder einer Gaby Weber und eines Mathias Bröckers lassen keinen Zweifel daran, dass unsere Regierung der Tiefe Staat selbst ist. Sie ist eine Kerninstanz für die sedierte Gesellschaft, die sich einlullen lässt von wahnhaften Dauerschleifen, wie etwa dem Staatsstreich 1963 und 2001. Sage irgendetwas, und sage es dauerhaft. Dann ist es egal, um was es sich dabei handelt. Das sedierte Volk wird es schlucken und sich im Herrsche-und-Teile-Modus wohlfühlen. Der Einzelne kann dann über sich selbst hinauswachsen, meinen, er sei umfassend aufgeklärt, unfassbar klug uns wissend.

Doch ist er seinem Parasiten erlegen, der ihm wohlige Wärme spendet, Lust und Verlangen als Ersatz von Eros und Agape darbietet und ihm immer und immer wieder dieselbe Lösung offeriert, in dem der Parasit bloß die Namen und Farben zu ändern braucht. Jamaika reicht völligst aus und das Wirtstier wähnt sich in besserer Umgebung als zuvor. So kommt dann das Wirtstier nicht auf die nächste weitere Ebene in seinem Bewusstsein und bleibt psychisch mit sich selbst im Konflikt.

Der Hosenanzug, die Raute, ja die Langweiligkeit in Person, die Antiidee- Angela Merkel, kann regieren, wie und mit wem sie will. Wie mit feinstem Schleifpapier geschliffen erschafft sie eine Welt ohne Unebenheiten, eben und vollkommen glatt, in der Oberfläche. Dem sedierten Menschen aber reicht der Blick auf die Oberfläche und glatt, sehr glatt soll sie gefälligst sein, so dass er sich in der Oberfläche selbst sieht, einem Narziss gleich. Das ist ihm am liebsten, wie der Berliner Philosoph Byung-Chul Han trefflich bemerkt. Glatt die Oberfläche und weiß als Farbe, das wirkt bis in die Tiefsee der Psyche hinein. So war das IPhone perfekt und das weiße Auto der Renner. Aber wer weiß dort Zusammenhänge in der Gesellschaft zu erblicken? Ohne psychologischen Sachverstand hat man da keinerlei Chancen, das eigene Wirtsverhältnis zu deuten.

Die Menschen in einer solchen Gesellschaft bleiben in ihrer eigenen Entfremdung verharrt und warten anstaltshalber auf das nächst beste Sedativum. Hier ist der Tatort das eigene Selbst. Es ist das beste Versteck für einen Parasiten. Fast schon bin ich geneigt, respektvoll meinen Hut vor so viel Schläue zu ziehen, wüsste ich es nicht besser: Diese Parasiten sind die kriminellsten Kriminellen auf diesem Planeten. Sie gehören verjagt oder weggesperrt und ihre Macht entmachtet. Doch wer will das tun von denen, die das Sedativ für die Realität halten? Auch der digitale Raum hat sich nicht als Aufwachzimmer für die Massen gezeigt. Eher hat er sich als Spaltpilzfarm etabliert, weil die tiefen seelischen Zustände vom Ich okkupiert, nach Sicherheit und Selbsthoheit schreien. Das ist eine Nebenwirkung des parasitär befallenen Wirtstieres, das dort heraus zunächst einmal nach Befreiung dieser tiefen Zustände strebt. Und genau dieses Streben scheint der starken Persönlichkeit ganz eigen zu sein. Das kann man nicht erlernen, wenn man den sedierten Zustand nicht aktiv überwinden will.

Der Mord an John F. Kennedy ist ein gesellschaftliches Trauma der gesamten westlichen Welt. 9/11 ist es auch. Und genau so funktioniert der Parasit: Er schleust Angst und Sicherheitsstreben in unsere tiefen Schichten der Seele hinein und macht uns so zu Abhängigen nach Sicherheit. Kein Wunder, denn ein sedierter Mensch sehnt sich zutiefst nach Sicherheit. Sicherheitssehnsucht macht süchtig nach dem Dealer, der das Suchtmittel bereitstellt. Solche welttraumatischen Ereignisse dienen also einem Trigger. Das ist wichtig zu verstehen. Sie sind gar nicht das Trauma auslösende Moment selbst. Generationenübergreifend sind sie ein Trigger, der uns Einzelne dafür stabil macht, eine komplette Kehrtwende der gesellschaftlichen Präferenzen willenlos hinzunehmen. Wenn die Karten neu gemischt werden, dann braucht es einen Hosenanzug, der als sedierter Zustand ein Spiegel unserer innersten Zustände darstellt, damit auch wir sediert bleiben. Fällt der Groschen wenn ich das Wort alternativlos sage?

Wir sind sediert und folgen unseren Triggern. Nicht alle, aber die große Masse reicht ja auch vollkommen aus, damit die Titanic auf den Eisberg zurast. Wenn es dann knallt, umso besser für den Parasiten. Dann wirkt das generationenübergreifende Trauma und die Masse schreit nach ihrem Sedativum. Stets muss die Dosis erhöht werden, denn Süchtige verlangen immer nach mehr. Wir wissen alle, dass beide Ereignisse Staatsstreiche waren. Wir brauchen keine Beweise mehr. Doch was wir brauchen, das ist, dass die Führer dieser Welt sagen: Ja, es waren Staatsstreiche. Das zeigt unsere Abhängigkeit, unser sediertes Gemüt und unsere komplette Selbstentfremdung auf. Wer weiß, der braucht keinerlei Bestätigung. Wer weiß, der weiß einfach.

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59 Kommentare zu: “Tagesdosis 8.11.2017 – Tiefer Staat, tiefes Selbst, tiefe Einblicke

  1. Hallo, Herr Lenz,

    wieder vielen Dank für diesen Artikel. Sie sprechen als Einziger genau das an, was ich an allen Diskussionen über das ‚System‘ vermisse: die psychologische Komponente. Warum ist ein Mensch wie er ist? Warum handelt er wie er handelt? Wenn die Psychologie nicht mehr in den Mittelpunkt gerückt wird, sehe ich keine wesentliche Änderung. Nur die Wiederauflegung desselben Systems. Ein Aspekt fehlt mir in Ihrer Darlegung und das ist der Leidensdruck. Ich denke, daß in unserer Gesellschaft der Leidensdruck nicht hoch genug ist, damit Menschen sich mit sich selbst und dem System auseinandersetzen. Ein Paradigmenwechsel geschieht bei vielen Menschen erst durch eine Krise. Es scheint uns wirklich gut zu gehen. Ich freue mich auf Ihren nächsten Artikel.
    Herzliche Grüsse.

    • Das mit dem fehlenden Leidensdruck stimmt nur teilweise. Er ist halt so verteilt, dass die mit dem echten persönlichen Leidensdruck so sehr damit beschäftigt sind, dass sie keine Stimme mehr erheben können. Arme, Behinderte, Schwerkranke, Depressive, Einsame, Kinder, Tiere, Heimatlose….
      Sie alle werden anscheinend von den immer noch tüchtigen Rädchen im System übersehen. Ich selber habe mir selbst eine psychologische Hilfestellung gegeben, indem ich mir sage, dass mir, wenn’s völlig unerträglich wird, ja noch das friedliche, gewaltfreie „Rüberfasten“ bleibt- wenn es z.B. ans Zwangsimpfen oder Zwangschippen geht.

  2. Was mich stört, ist die Verwendung des Begriffes Abstraktion. Das hat mich auch beim Lesen von Arno Gruens Büchern bereits dazu veranlaßt, diesem zu schreiben.

    Hier liegt der berühmte Hase im Pfeffer:

    Reduktion, das Weglassen ist _keine_ Abstraktion, Verallgemeinerung.
    Der Vorgang der Reduktion ist der umgekehrte Weg der Abstraktion, denn die Reduktion konkretisiert, sie abstrahiert nicht.

    Menschen verlieren die Fähigkeit zu abstahieren, da sie sich ständig nur noch im Konkreten aufhalten. Mathematische Objekte und Modelle sind konkret, nicht abstrakt.

    Abstraktes Denken geht der Sprache voraus und damit auch der Sprache Mathematik.

    Denken ist immer abstrakt, genauso wie fühlen und erleben abstrakt, allgemein sind.

    Das Denken liegt im Erleben, das Denken liegt im Fühlen. Das ist kein Homunkulus.
    Verstehen ist abstrakt, allgemein, der Mensch formuliert die so konkret wie es ihm möglich ist in Sprache.

    Information bedeutet (das Erlebte) in in Form bringen.
    Sprache ist der Informationsträger, nicht die Information selbst.
    Der Mensch denkt nicht in konkreter Sprache.

    Sprechhandeln ist die heilige Kuh der Sprachwissenschaften, der Manipulator.
    Sprechen ist eine Handlung. Sprechakttheorie.
    Mit Sprechen ist eine Handlung, eine Tat verbunden.

    Aber blöderweise ist

    Nicht-Sprechen ebenfalls eine Handlung. Welchen Sprechakt, Intension
    läßt sich hier fest machen?

    Manchmal sagt man durch Schweigen mehr als durch reden. Es gibt keinen
    eindeutigen Schweigeakt, so wie es keinen eindeutigen Sprechakt gibt.

    Durch systematisieren, also konkretisieren nicht abstrahieren, erklärt die Wissenschaft ihre formalen Modelle zur ‚Vorstellung der Wirklichkeit‘.

    So entsteht der Schwachsinn durch Ritualisierung. Politische Korrektheit unterstellt bspw. dem Sprecher automatisch Schuld, Unrecht (Rassismus usw.).
    Der Dekonstruktivismus, ja der ganze Strukturalismus scheitert an den eigenen behaupteten Voraussetzungen, Prämissen.

    • Verstehen ist abstrakt, allgemein, der Mensch formuliert die _Gedanken_ so konkret wie es ihm möglich ist in Sprache.

    • Desweiteren ist Sicherheit ein Zustand. Der Mensch verwechselt den Zustand Sicherheit mit Schutz. Menschen glauben, daß Schutzmaßnahmen den Zustand erhöhen würden. Das ist ein Trugschluß, denn Menschen schützen sich, wenn es nicht sicher ist, der Zustand Sicherheit folglich gering ist.
      Schutz und Sicherheit verhalten sich umgekehrt proportional:
      Je höher der Schutz, umso geringer der Zustand Sicherheit und umgekehrt je höher der Zustand Sicherheit, desto geringer die Schutzmaßnahmen.

      Die Erklärung:
      Die Zustände Sicherheit, Freiheit und Gerechtigkeit sind direkt voneinander abhängig.
      Je höher einer der Zustände, desto höher sind auch die anderen.

      Gesetze/Regeln sind immer nur Schutzmaßnahmen, sie erhöhen nicht den Zustand Sicherheit, umgekehrt veringern diese den Zustand.
      Sicherheitskräfte sind faktisch Schutzkräfte.

      Es ist nicht möglich, den Zustand Freiheit mit dem Zustand Sicherheit einzutauschen.
      Schutzmaßnahmen hingegen reduzieren den Zustand Freiheit und daher auch die Zustände Sicherheit und Gerechtigkeit.

    • Hallo Franz Maria Arwee

      Sie treffen den Nagel auf den Kopf, obwohl ihre Aussage eher allgemein theoretischer Natur ist.

      ­———-
      Schutz und Sicherheit verhalten sich umgekehrt proportional:
      Je höher der Schutz, umso geringer der Zustand Sicherheit und umgekehrt je höher der Zustand Sicherheit, desto geringer die Schutzmaßnahmen.
      ———
      Da ich ja immer wieder mal von meinen Problemen mit meiner privaten Krankenkasse berichte,
      trifft dieser Satz voll ins schwarze.

      Je höher die Beitragssätze, um so geringer die Möglichkeit, das Leben, lebenswert zu gestalten.

      Ich hege aber den Verdacht, dass man dieser Argumentation kein offenes Ohr schenken wird.

      Da würden einige Geschäftsmodelle sich nicht mehr lohnen.

    • „…denn Menschen schützen sich, wenn es nicht sicher ist, der Zustand Sicherheit folglich gering ist.“

      Die große Mehrheit schützt sich weil sie glaubt/denkt das es oder sie nicht sicher sind. Auslöser dieser gefühlten Unsicherheit sind meistens die Nutznießer. Das Geschäft mit der Angst ist halt ziemlich ertragreich.

  3. Tiefer Staat – da drängt sich Verschwörungstheorie geradezu auf.

    Da wende ich doch lieber mein Staatsbürgerkundewissen an:
    Der Staat ist das Machtinstrument der herrschenden Klasse.
    Die herrschende Klasse ist die, die die Mehrheit von Produktionsmitteln und Produktionsinstrumenten besitzt.
    Das erklärt mir gut, warum ich mir nicht einbilden brauch, der Staat wäre irgendwie für mich da, was ja auch den Erfahrungen vieler entsprechen dürfte.
    Und Politik ist das, was wir von den Kämpfen innerhalb der herrschenden Klasse zu sehen bekommen.
    Unterhaltungsprogramm, wie der Herr Zappa schon vor vielen Jahren so schön sagte.

    • Entweder weiß das kaum jemand, oder/und es interessiert kaum jemanden.

      Anders ist schwer zu erklären, warum nicht das Richtige unternommen wird….

  4. Danke, je m’en vais,

    genau das ist bei mir passiert, eine zu verteidigende Grenze ist bei mir klar überschritten,
    wenn Interessen als das Vernünftige und damit Alternativlose darstellt werden, weil
    (wie Prof. Mausfeld sagt) alles andere ja unvernünftig wäre.
    Da sehe ich Rot, denn Kant’s Kritik der reinen Vernunft, überhaupt sein Vernunfts-
    Begriff, den muss ich vor solchen Verhunzungen verteidigen!
    ‚Das Leben ist heilig‘, so wie Daniele Ganser das meint, ist ebenso eine rote Linie.

  5. Das „Stockholm-Syndrom“(ich bin froh, dass es dieses jetzt Schlüsselwort gibt) ist eine ganz starke Erscheinung in dieser Menschengesellschaft, das muss man sich immer wieder und überall mit ansehen und auch miterleben. Deshalb sollten wir uns alle fragen, wie das eigentlich zustande kommt. Welche Komponenten sind dafür verantwortlich? Psychische Erkrankungen – oder Infektionen- so nenne ich das jetzt mal- sind, genau wie körperliche, immer multicausal. Haben also mehrere Ursachen, die zusammen für den Krankheitsausbruch verantwortlich sind. Beim Stockholm-Syndrom ist es natürlich zunächst einmal die Angst, Existenzangst, manchmal ja sogar konkrete Todesangst. Was unterscheidet aber diejenigen von denen, die dem Stockholm-Syndrom nicht anheim fallen? Diese einfache Frage habe ich mir gestellt. Oberflächlich betrachtet könnte jemand antworten: das Bewusstsein. Inwiefern unterscheidet sich aber dieses andere Bewusstsein, woraus speist es sich? Ich denke, es speist sich aus einem festen, unverrückbaren und unumkehrbaren „Glaubenssatz“ heraus, den ich hier in Anführungsstrichlein setze, damit er nicht verkehrt verstanden wird. Es ist natürlich nicht ein naiver indoktrinierter Glaube damit gemeint, sondern eine (selbst erarbeitete bzw. verteidigte) Überzeugung, die genau eine Grenze definiert, die nicht zu überschreiten ist.
    Insofern komme ich hier auch wieder auf die Ausdrucksweise von Rüdiger Lenz zurück: „Man weiß einfach“.

  6. Danke Herr Lenz,
    bis zum ‚Trigger‘ meine ich, Sie verstanden zu haben, und Sarkozy und jetzt Macron dürften auch so etwas sein. Und Mißliebige werden auch nicht einfach ermordet, sondern wie bei Strauß-Kahn und
    Christian Wulff die Persönlichkeit beschädigt. Im Augenblick passiert etwas – ich weiß nicht, was genau – mit Christoph Hörstel. Da frage ich mich, ob diejenigen im Netz wissen, wem sie Vorschub leisten. Eine Privatinsolvenz wäre aus meiner Sicht eine anständige Sache gegenüber z.B. der Art wie sich Cem Özdemir aus den Schulden befreit hat. Vielleicht habe ich mal das Glück jemand wie Holger Strohm zu den Vorgängen zu hören.
    Aber nun zum Volk und dem Volkeswillen. Demokratie wäre, wenn die Regierung durch eine echte
    Alternative abgelöst werden könnte, die dann in der Opposition dazubeiträgt, dass gute Entscheidungen für die Allgemeinheit getroffen werden.
    Also wenn Menschen das soweit verstanden haben und sich gegen ihre Selbstentfremdung stemmen und eben keinerlei Beweise mehr brauchen.
    Wieviele braucht es für eine kritische Masse, die einen Trigger in Richtung Demokratie (man mag das Wort schon gar nicht mehr verwenden, wenn’s doch keine gab und gibt), also in Richtung einer menschengerechten Gesellschaft setzen könnten.
    Oder müsste man einfach eine Person mit dem entsprechenden Charisma finden, die das bewerk-
    stelligt. Danach müssten wir natürlich eine solche Person und Richtung nach Kräften unterstützen.
    Wenn’s denn so eine Person schon im Politikbetrieb gäbe, müsste die wohl oder übel einen Alleingang (also ohne ihre Partei) wagen.

    • Wie viele braucht es … ?

      Zum Kommentar des Herrn Lenz las ich – Stand jetzt – alle Kommentare.
      In dieser Ihrer Frage, phlox, oder ähnlicher Fragen wie „Was tun?“, „Wer?“ … münden fast alle Kommentare.
      Fast alle. Damit meine ich den des Herrn Lenz, die Kommentare zu dem des Herrn Lenz, Kommentare über diesen Beitrag hinaus, ja selbst Kommentare über KenFM hinaus, …

      Alle diese Kommentare haben eines gemeinsam:
      das Gefühl der Ohnmacht.
      Frustration.
      Zunächst Frustration.

      Doch macht man sich ein Bild aus der Vergangenheit, dessen Wahrheitsgehalt naturgemäß mit dem zeitlichen Abstand zu den einzelnen Ereignissen zunimmt, dann darf man entdecken wie sich das eigene Gefühl der Ohnmacht in ein grenzenloses Gefühl der Motivation wandelt.

      Gefühlt unüberwindbare Mauern gab es schon oft – sehr oft.
      Jene, die diese Mauern schließlich einrissen, fühlten bis zuletzt die Ohnmacht, hatten nur wenig Ahnung davon, wie groß ihr eigener Beitrag zum Einreißen der Mauern war und wie viele dabei mitgeholfen hatten.

      Mauern wurden nie bis ins Kleinste zerstört.
      Mauern bekamen Risse – oft nur sehr kleine.
      Dann fielen Mauern.

  7. Danke Rüdiger, für deine Beiträge. Eine Frage, kannst du den Mathias Bröckers bitte mal therapieren? Seine letzte Tagesdosis war wirklich unterirdisch, ich kannte ihn bis dato eigentlich nicht so. Meine Kommentare (Stolli) bei KenFM.de unterTagesdosis 7.11.2017 – Die Drei-Grad-Welt: Von Propheten, Professoren und Profiteuren. Es geht bei Bröckers um die Defamierung der Klimarealisten (Skeptiker) als Leugner, das klingt wie Hohn, gerade weil er oft das Bsp. mit dem Verswchwörungstheoretiker als Abstempelung gebracht hat. Wie stehst du zu dem Klimathema? Und weil du gerade die Normopathie ansprichst, wer sind denn bei diesem Thema nun die Normophaten? Leider habt ihr (Ken, Mathias, Daniele, Rüdiger, …) nie einen Beitrag darüber gemacht. Kann man die Menschen als normopathisch bezeichnen, denen man eigeredet hat, dass die natürliche Klimaerwärmung vom Menschen verursacht wird? Kannst du bei dir selbst Normophatie feststellen? Geht das überhaupt? Wie gesagt, es geht nur um das Klimathema und du musst zugeben, der Mainstream fördert seit über 30 Jahren die Klimapropaganda, kann jemand der nie naturwissenschaftliche routes im Kopf gebaut hat, diese Klimapropaganda als Propaganda erkennen? Das sind ganz ernst gemeinte Fragen. Danke.

    • Stolli, jetzt stell Dir mal vor, der Mathias Bröckers würde zu mir sagen, „Rüdiger, jetzt therapier doch mal den Stolli, der liegt ja voll daneben.“ Das geht nicht. Niemanden werde ich einen Rat geben, der mich nicht danach fragt. Und abgesehen davon, glaube ich nicht, dass der Herr Bröckers zur Therapie sollte 🙂 . Was den Klimawandel angeht, so kann man da nur über Wissenschaftstheorie sprechen. das würde hier a) niemanden interessieren und b) den Rahmen sprengen. Das mit dem menschengemachten Klimawandel ist letztlich Glaubenssache. Auch wenn die Statistik dies harte Bild der Zukunft zeigt, wie es Bröckers in seinem Bericht verwendet hat. Das wir über unsere Energieverhältnisse leben, das sieht, glaube ich jeder. Was Normopathie angeht, so habe ich darüber einiges geschrieben. Der Begriff von von Han-Joachim Maaz.Einfach mal googeln und sein neustes Buch lesen.

    • „Das wir über unsere Energieverhältnisse leben, das sieht, glaube ich jeder.“

      Nein, ich sehe das absolut nicht (so). Im Gegenteil, die Menschheit lebt weit, sehr weit unter ihren „Energieverhältnissen“. Global betrachtet müsste sie mindestens das 10 fache an Energie GEbrauchen, um die Umwelt überhaupt schonen zu können und den 6 Milliarden Menschen die in Energienotstand leben – und damit insgesamt in Leid und Elend – ein lebenswertes leben im Sinne von unverseuchter Nahrung, Trinkwasser, medizinischer und Altersversorgung, sowie sonstigen Annehmlichkeiten inklusive ein bißchen Luxus zu gewährleisten.

      Wir brauchen nicht weniger Energie (GEbrauchen), sondern eine exorbitante Steigerung des EnergieGEbrauches.

      Wir in Deutschland – weltweit betrachtet sowieso – leben auch nicht über unsere Verhältnisse, wir leben extrem weit (gemessen am aktuell Möglichem) unter unseren Verhältnissen. Es sind immer nur einige Wenige die über ihren Verhältnissen leben.

      Vielleicht führe ich das nochmal anhand von Beispielen und logischer Betrachtensweise aus, aber nicht hier an dieser Stelle – das wäre reine Zeit-Verschwendung.

    • Warum wird eigentlich beim Thema Wetter und Klima so brutal arrogant über die Wahrnehmung der einzelnen Menschen hinweg gegangen, wie z.B. auch von Stolli? Gerade Wetter und Klima ist ja etwas, was jedes Lebewesen wahrnimmt, worunter es zu leiden hat, oder worüber es sich freuen kann, wovon es krank werden kann oder gesund, wovon es sterben kann oder regenerieren. Ich wehre mich gegen die Diffamierung unserer eigenen Wahrnehmung anhand von Verweisen auf diese oder jene Wissenschaft, die angeblich das Monopol für richtiges Wissen und Wahrnehmung gepachtet hätten!
      Über unser Klima und unser Wetter ist in der Öffentlichkeit (absichtlich?) eine derartige Verwirrung gestiftet worden, dass die Menschen, die sich nicht zuerst einmal an der eigenen Wahrnehmung orientieren, jetzt alle am rotieren sind.
      Wir wissen doch aus allen Bereichen der Industrie, dass unsere orthodoxe Wissenschaft zu großen Teilen von den Konzernen eingekauft ist. Warum sollte das in so einem wichtigen Bereich, an dem der militärisch -industrielle Komplex maßgeblich beteiligt ist, nun ausgerechnet anders sein?
      Was uns Stolli hier pausenlos eintrichtern will, ist m.E. entweder einem größenwahnsinnigen persönlichen grundsätzlichen Irrtum geschuldet oder hat seine Ursache im allgemeinen gewalttätigen Kampf gegen die Wirklichkeit.

    • „Über unser Klima und unser Wetter ist in der Öffentlichkeit (absichtlich?) eine derartige Verwirrung gestiftet worden, dass die Menschen, die sich nicht zuerst einmal an der eigenen Wahrnehmung orientieren, jetzt alle am rotieren sind.“

      Tipp 1: Mirowski (Untote leben länger, 2015) lesen, da beschreibt er ziemlich genau, wie dieses Verwirrung stiften ein neoliberales Projekt ist. Das lief so:
      Zuerst gab es die Wissenschaftler, welche den Klimawandel feststellen und prognostizierten.
      Dann wurden es immer mehr.
      Das führte zu einem Problem für den Neoliberalismus, weil dann hätte sich der freie Markt/Kapitalismus einschränken müssen, um einem höheren Gut als dem Markt – nämlich dem Planeten – zu dienen.
      Dann beschlossen die Neoliberalen (Mont Pèlerin Société und Konsorten): geht dar nicht, da müssen wir was machen! Und fingen an, Verwirrung zu stiften.
      So konnte ein so glasklares Phänomen – laut Mirowski – wie die globale Erwärmung, erfolgreich als „umstritten“ dargestellt werden. Und solange etwas „umstritten“ ist, kann ich ja abwarten. Bloß nicht loslaufen und was dagegen tun, weil: am Ende laufe ich noch in die falsche Richtung!

      Das ist 1:1 der gleiche Mechanismus, der sich auch bei der Bankenrettung zeigte. Jeder einfachen Menschen war klar: die haben sich verzockt, das System ist kacke. Was macht der Neoliberlismus? Fängt Scheindebatten an von wegen Person A ist schuld, darauf andere „nein, Person XY“, „Nein, aber das war doch Person Q + Zufall“ etc., und schon haben wir eine undurchschaubare Situation und Diskussion, keiner blickt mehr durch und am Ende… werden die Banken gerettet. Total verrückt.

      Tipp 2: Es gibt noch andere Wahrnehmungen als Deine. Ich habe die letzten 10 Jahre noch nie einen so warmen Winter erlebt. Meine Wahrnehmung deckt sich total mit „globaler Erwärmung“.

    • Danke Rüdiger, die Therapie Bröckers war rein ironisch gemeint und bezog sich allein auf das Klimathema. Sinn dieser provokannten Bitte war, anzuregen, dass das Umfeld von KenFM sich dieses Themas mal annimmt, denn wie ich finde, gehört die Klimapropaganda zum geopolitischem Repertoire der Entscheider, als Instrument um Angst zu erzeugen, um die alte durchschaubare Macht in ein jungfräuliches Kleid zu hüllen, um ein neues Geschäftsmodell zu etablieren (Ablasshandel für CO2) und um die weitere Spaltung der Menschen in Gläubige und Ketzer (Divide et impera). Siehe Bröckers als Klimagläubiger der die abtrünnigen Ketzer nieder macht. Für mich klingt das wie eine neue Religion, wie du es bereits treffend gesagt hast, nur leider ist die Natur (Wissenschaft) alles andere als eine „Glaubenssache“. Als Naturbursche und engagiertes BUND Mitglied kläre ich mit ARGUMENTEN diesen unsäglichen Klimaschwachsinn auf, denn dies ist alles andere als Umweltschutz, sogar die bereitgestellten Mittel liegen um ein vielfaches höher.

      Seit Jahren rege ich bei KenFM an, mal das Klimathema zu behandeln, denn es würde a) nicht nur mich interessieren und b) wäre KenFM im Gespräch oder Positionen der angemessene Rahmen. Ein Wissenschaftsjournalist, z.B. Dirk Maxeiner, sollte dann als aushelfender Moderator eingeladen werden 🙂

      Nochmal zu deinem Fachgebiet. Wenn ein Teil der Aufklärungsbewegung nun die manipulative Wirkung der Mainstreammedien bei Geopolitik, Geld, … erkannt hat aber im Gleichem Atemzug diesen Mainstreammedien, welche seit über 30 Jahren Klimakatastrophismus betreiben, trotz aller vorherigen Kritik an den Medien, glauben, darf ich diesen Teil der Aufklärungsbewegung dann shizophren nennen? Shizophrenie ist doch die Vorstufe zur Normopathie, denn sie ist ja wenigstens noch teilweise kritisch 🙂

      Kritik kann man nur üben wenn man Wissen hat, in diesem Fall inderdisziplinäres naturwissenschaftliches Wissen und ein Verständniss natürlicher Abläufe. Wäre schön das Thema auch auf deinem Kanal zu verfolgen. Tschau.

    • Volume: Es gibt unter uns so viele Wahrnehmungen, wie es Menschen gibt. Dumme Antwort auf eine dumme Frage. Zur angeblichen Erwärmung kann ich z.B. dagegen argumentieren, dass dies jetzt glaub ich schon der 3. Sommer war, wo ich meine ganzen Sommerklamotten gar nicht erst auspacken brauchte. Es gab zwar immer wieder einen extrem heißen Tag, aber keinen Sommer, wie ich es von früher kenne. Es gibt auch nicht mehr diese lauen Sommernächte, weshalb auch die Gemüse nicht mehr so gut wachsen. Dass unsere Winter nun nicht mehr die schöne knackige Kälte bringen mit dem blauen Himmel und den Schneefällen ist wohl wahr. Ich finde sie deshalb aber umso ungemütlicher. Ab November möchte ich jetzt am liebsten gar nicht mehr aus dem Haus. Der Golfstrom hat sich übrigens auch stark abgekühlt und entsprechend die Gegenden, wo er lang fließt. Ich kann da summa summarum weder von einer globalen Erwärmung sprechen, noch von einer Erkaltung, sondern ich finde, dass das Wetter in diesem 21.Jahrhundert verrückt spielt, dass die klimatischen Bedingungen immer unnatürlicher werden und dies geschieht m.e. durch der Natur gegenüber blindwütige und dennoch genau berechnete, geheim gehaltene geo-technologische Manipulation. Buch: „Kriegswaffe Planet Erde“, Dr. Rosalie Bertell.

    • volume: sorry, ich hab auf meine Intuition geantwortet. Du hast ja die dumme Frage gar nicht laut gestellt.
      Dass das mit der Klimaverwirrung genau das selbe ist wie mit dem Finanzsystem, da stimme ich voll zu. Es wird gelogen, betrogen und geheim gehalten. Hier wie da.

  8. Sehr interessanter Artikel und ein brennendes Thema.
    Hab mich auch mit Allan Dulles beschäftigt, und nun kommt es mir so vor, als ob der globale Tiefstaat von einer Handvoll Cowboys und Altnazis geschaffen wurde und geleitet wird. Die benehmen sich wie jede andere Mafia, aber sie haben endlos viel mehr Geld und schlucken ganze Staaten.
    Ich meine man müsste versuchen, Institutionen zu schaffen, die ganz allgemein und global historische Trauma-Bewältigung betreiben. Unrecht benennen, nachforschen, veröffentlichen und anklagen. Vielleicht in Nürnberg.

  9. „Wer weiß, der braucht keinerlei Bestätigung. Wer weiß, der weiß einfach.“

    Das ist keine hilfreiche Aussage.
    Wir, d.h. die Weltöffentlichkeit, wissen nicht, was wirklich an den beiden Attentatsterminen (JFK und 9/11) passiert ist.

    Was wir aber wissen ist, dass die offiziellen Versionen zu den Attentaten, die von der US-Regierung als die Wahrheit ausgegeben wurden nicht stimmen können.

    Somit bleibt die Frage, warum die US-Regierung dennoch – wieder besseres Wissen – darauf beharrt, dass diese Versionen die Wahrheit darstellen?
    Anders formuliert, warum lügt also die US-Regierung?

    Gemeinhin nimmt man an, dass jemand, der nichts zu verbergen hat, nicht lügt.

    Im Umkehrschluss folgt also daraus, dass die US-Regierung, wenn sie lügt, etwas zu verbergen hat.

    .

    „Doch was wir brauchen, das ist, dass die Führer dieser Welt sagen: Ja, es waren Staatsstreiche.“

    Und dann? Was denken sie, was dann passieren würde?

    Meine Antwort: nichts.

    Und warum würde nichts passieren?

    Weil niemand wüsste wie mit einer solchen Situation umzugehen ist.

    Darum wird das Offensichtliche auch von der Welt ignoriert.

    Es wird behandelt wie der sprichwörtliche Elefant, der im Raum steht.
    Weil man eben nicht weis, wie man damit umgehen soll, was (jetzt) zu tun ist.

    Es gibt niemanden, und auch kein Handbuch, das sagt, wie man es anstellt, die involvierten Spitzen der CIA, NSA und sonstiger Geimdienste und ranghöchsten Militärs und ranghöchsten Regierungmitglieder (auch nicht zu vergessen, die Führungsspitzen der Medienhäuser), die bei dieser Verschwörung beteiligt waren, dingfest zu machen.

    Es müssten in so einem Fall stets Menschen in rangniedrigeren Positionen ihre Chefs überführen und festnehmen. Da wie gesagt so ein Ding nur von den allerhöchsten Kreisen durchgezogen werden kann.
    Es stellen sich für einen solchen Menschen Fragen wie:
    Wem kann man noch trauen?
    An wen, der nicht involviert ist, kann ich mich bei dieser Angelegenhiet wenden, damit er mir hilft?
    Wie finde ich das heraus?

    Denn eines wird ganz klar, wenn man sich die ganze Tragweite anschaut, nämlich wie weitreichend das Verschwörungsnetztwerk sein muss und wie gut durchstrukturiert und mit welcher Macht, in Form von Geld und Positionen, es ausgestattet sein muss.

    Es wird ebenso klar, wie unangreifbar sich die Rädelsführer fühlen müssen, die ein derartig ungeheuerliches Projekt durchziehen.

    Denn ich wette, dass keiner von den Beteiligten – vor allem von den Drahtziehern – auch nur im Traum daran gedacht hätte mitzumachen, wenn auch nur die kleinste Möglichkeit bestanden hätte, dass er am Schafott hätte enden können.

  10. Nach Anhören von verschiedenen Tagesdosen von Rüdiger Lenz, stehen mir langsam die Nackenhaare zu Berge. Ich finde dieses dauernde tiefenpsychologische Theoretisieren furchtbar und in diesem Beitrag auch Einwürfe, wie „könnt ihr mir noch folgen?“, „fällt jetzt der Groschen“, etc. Behalten Sie doch Ihre an Belehrungen anmutenden Floskeln für sich.
    Anstelle von tiefenpsychologischen Hochtrabereien würde ich mir ein bisschen mehr pragmatische Lösungsansätze wünschen. Eine der Ursachen der heutigen Zeit ist meines Erachtens genau, dass man nur theoretisiert, statt pragmatische Lösungsansätze vorschlägt.

    • Über die seelische Verfassung der heutigen Menschheit nachzudenken und zu diskutieren ist m.E. das Wichtigste überhaupt und wird noch viel zu wenig praktiziert. Denn die notwendige Veränderung kann nur aus unser aller Herzen kommen. Wir müssen da ansetzen, wo wir wirklich etwas verändern können – und das ist zunächst bei uns selbst.

    • Stefan, sag mir auch nur eine einzige Lösung, die aus der Ecke der Geostrategie kommt und ich gebe Dir recht. Du bist es nicht gewohnt, wie viele andere auch, dass man Dir den Finger, den Du auf andere zeigst, zurück zeigt. Das sind viele einfach nicht gewohnt und schon meckern sie, wie Du. Alle Lösungen kommen aus Deiner Seele selbst. Das willst Du nicht hören, weil Du Dir selbst nie zuzuhören erlernt hast. Halte das meinetwegen für Quatsch, wie andere auch. Aber lass es dann einfach sein, meine Beiträge zu hören oder zu lesen. Kritiksucht ist der falsche Weg. Beschäftige Dich dann mit den Dingen, die Dir leichter und angenehmer erscheinen. Mir muss niemand zuhören oder folgen können. Reise einfach weiter und schalte andere Beiträge an. Jedem das Seine 🙂

    • Der Pragmatismus ist ein ganz gefährlicher Weg, weil er Art und Umfang seiner Möglichkeiten nicht hinterfragt und sich damit gleich dem Gegenstand seiner Bemühungen verpflichtet, dem Gegenstand, den er doch eigentlich verändern oder beseitigen möchte. Bürgerliche Subjektivität im Modernen Ensemble ist keine! Reflexionsform, sondern die allein zulässige Handlungsform unserer Welt. Was nun menschliche Individuen angeht: nach langen Jahren der Zurichtung in Herkunftsfamilie und den Erziehungsinstitutionen, die darauf abzielen, den Einzelnen jeder Eigenart zu entkleiden, treten wir in die „Öffentlichkeit“ ein, um dort mit unserer Unternehmung (hier überhaupt nicht ökonomisch gemeint) konkurrent zu allen anderen das Gleiche zu tun. Wer hier versagt oder sich quer stellt, wird in diversen Institutionen nach-erzogen oder verschwindet, entweder durch Vormund betreut oder auch ganz.

      Was aber den begrifflichen Zugang zum Subjekt etwas erschwert und mancherlei Verständnisschwierigkeiten mit sich bringt, ist, dass das bürgerliche Subjekt nicht notwendigerweise ein menschliches Individuum ist. Überspitzt gesagt, lässt sich durchaus sagen, ein Subjekt wäre überhaupt nichts Menschliches – cum grano salis. Das Körnchen Salz darin ist die Tatsache, dass das Subjekt eine Abstraktion einerseits, eine Form andererseits ist. Dass wir es mit einer Abstraktion zu tun haben, liegt auf der Hand: Ein Subjekt einer Handlung verschwindet hinter der Handlung selbst, es ist nicht der Akteur, es ist nur der Schemen eines Akteurs, zieht aber aus diesem Schemenhaften seine Kraft, zu existieren, wie ein Vampir aus dem Blut der Lebendigen. Der Akteur aber kann nur in der subjektiven Form seine Handlung ausführen. Tut er das nicht, wird die Handlung an ihm vorgenommen. Das Subjekt aber ist abstrakt, weil es gar nicht als Akteur in Erscheinung tritt, sondern bloß als Summe aller Akteure, als Menge aller gesellschaftlichen Akteure, als deren Begriff und als deren Voraussetzung. Abstrakt ist es, weil es eben nicht ein einzelner Akteur ist, sondern bloß das, was alle Akteure gemeinsam haben, die Form der gesellschaftlichen Handlung.

      In der bürgerlichen Gesellschaft des Modernen Ensembles gibt es Handlungen nur als solche, die durch die Konkurrenz öffentlich wahrgenommen werden. Neben der Öffentlichkeit, wo jedes Subjekt (vom individuellen angefangen, über solche höherer Ordnung wie etwa Parteien, Verbände usw. bis hin zum suprematen Subjekt, dem Staat) konkurrent und ein jedes für sich gegen alle anderen „gleich“ handelt, gibt es für jedes von ihnen auch eine Privatheit (beim Staat ist dies die Nation), wo auch wieder jedes für sich bar der Zumutungen der Subjektivität in der jeweiligen Abgeschlossenheit das tun kann und darf, wofür es sich in der Selbstzurichtung und Selbstunterwerfung der Öffentlichkeit „abgestrampelt“ hat. Dieser scheinbar idyllische Ort der Rekreation und des Auslebens von Bedürfnissen hat aber seine strukturellen Tücken, die wieder – gerade – der Subjektivität als einzig zulässiger gesellschaftlicher Handlungsform der Bürgerlichen Moderne sich verdanken. Das Idyll entsteht ja nur aus der Möglichkeit, sich aus der rastlosen Tätigkeit in der Öffentlichkeit in die exklusive Privatheit der Abspaltung zurückziehen zu können, sich dort zu regenerieren, dort all dies ungestraft zu verwirklichen, wofür eins in der Öffentlichkeit sich abgerackert hat, und nach getaner Erholung wieder in die prestigegesättigte Öffentlichkeit zurückzukehren. Nun ist aber dieses Hin und Her nur jenen gestattet, die als Subjekte konstituiert sind, und zwar deswegen, weil der Auftritt in der Öffentlichkeit an die Subjektivität gebunden ist. Wenn wir uns nur alle die gesellschaftlichen Garantien vergegenwärtigen, die den bürgerlichen Individuen ausgesprochen sind, dann zeigt sich diese Verklammerung von Subjektivität und Öffentlichkeit sofort auf das Augenfälligste: Freiheit der Meinung, der Presse, der Versammlung, dass ich in der Öffentlichkeit sagen kann, was ich will, meinen kann, was ich will (wobei nicht einmal, der Zwang besteht, dieses Sagen und Meinen inhaltlich zur Deckung zu bringen), und dies an jedem Ort und gegenüber jedem. Dass diese Garantie aber für jedes öffentlich Gesagte und Getane gilt, ungeachtet des jeweiligen Inhalts, diesem gegenüber strikt neutral und bezogen nur auf das Subjekt der Äußerung, zeigt auf das Klarste die abstrakte gesellschaftliche Form.
      Ähnliches wie zwischen Subjekt und Öffentlichkeit zeigt eine Garantie bürgerlicher Existenz im Verhältnis zwischen Subjekt und Abspaltung: beim pursuit of happiness (der Kernaussage der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung). Pursuit, also das Verfolgen, das Erstreben von etwas, allgemein gesprochen die Unternehmung, deutet auf etwas öffentlich Vorgetragenes hin, spricht eine Garantie für diese Unternehmung aus, wobei mit dieser Garantie unter der Hand auch die Verpflichtung verbunden ist, dieses Verfolgen, dieses Erstreben, diese Unternehmung auch wirklich zu vollziehen, also gesellschaftlich zu handeln. Der letztliche Genuss von happiness aber fällt dann genau in jene Sphäre der Abspaltung, in der sich happiness konkretisiert, während pursuit abstrakte gesellschaftliche Tätigkeit bleibt. In der Abspaltung finden wir das Konkrete vor, das aber niemand anderen auch nur das Geringste angeht, während das Abstrakte Sache der Allgemeinheit ist. Das Konkretisieren von happiness – bis hin zu Verhaltensweisen, die öffentlich nicht toleriert und als Perversion bezeichnet würden – ist somit die Kehrseite der öffentlichen Tätigkeit des gesellschaftlichen Handelns. Wenn auch ohne diese nicht möglich, stellt die Abspaltung doch mehr dar als bloß ihren Zweck, ihre auf diesen Zweck gerichtete Ergänzung. Sie ist zugleich auch ihre Legitimation und Grundlage, ihr Ziel und ihre Basis, nur für happiness wird überhaupt gehandelt und gesellschaftliches Handeln und Abspaltung sind verschränkt, gleichzeitig entstanden und nur gemeinsam oder gar nicht existent.

      So ist also die Abspaltung nicht das Gegenteil von Subjektivität; das wäre Objektivität als Form der Behandlung im Gegensatz zur Form des – gesellschaftlichen – Handelns. Abspaltung und Subjektivität haben aber beide gleichermaßen mit Handeln zu tun, sind also ihre nicht eingestandene Ergänzung, wie zwei Seiten einer Medaille, wobei aber immer nur eine im Licht der Öffentlichkeit glänzt. Und doch wird auch in der Abspaltung gehandelt, wenn auch nicht öffentlich, nicht subjektiv. In der Abspaltung sind jene, die sich an diesem – gesellschaftlichen – Ort aufhalten, der Subjektivität entkleidet. Das bedeutet, dass jene, die aus der Öffentlichkeit in die Abspaltung eintauchen, nun nicht nur die Früchte ihrer Arbeit genießen können, sondern dies auch in einer anderen Form als der subjektiven tun können. Sie sind nun nicht mehr an die Elementarform der gesellschaftlichen Handlung gebunden, müssen sich nicht mehr in die Abstraktion dieser Form zwängen, die auf konkrete Bedürfnisse nicht reflektiert, darauf keine Rücksicht nimmt, vielmehr im Prokrustesbett des konkurrenten Vergleichs alles staucht und streckt, was in diese Form nicht passen mag. Das Bett in der Abspaltung ist ein anderes; liebevoll gemacht dient es der Erholung, der Wiederherstellung, dem Genuss und … dem rücksichtslosen Handeln rein für sich und nicht mehr in Konkurrenz, sondern in der hier garantierten Missachtung aller anderen. Jene, die Tätigkeiten in der Abspaltung vollziehen, bleiben unsichtbar!
      Und das gilt nicht nur für das Idyll oder die Hölle familiärer Zuwendung in der Abspaltung für das individuelle Subjekt, sondern auch auf der Ebene der Subjekte anderer Größenordnung wie Interessengemeinschaften, Vereine, Verbände, Parteien und schließlich dem Staats selbst. Hier heißt es dann bei Vereinigungen „Kreis“ oder „Plattform“, Sicherheitsdienst oder Sowieso-Gemeinschaft, beim Nationalstaat dann Geheimdienst, Abschirmdienst oder auch Armee, dem Hort gesellschaftlich wirksamer unmittelbarer Gewalt, ausgeübt von jenen, deren Subjektivität während des Dienstes sistiert ist. Und hier ist dann auch die „Verschwörung“ angesiedelt, die sich als integraler Bestandteil des Ganzen entpuppt: ohne Verschwörung keine bürgerliche happiness.
      „Mehr Demokratie wagen“ bringt keine Abhilfe, solange das Gemeinsame sich auf bloße Abstraktionen bezieht, bar jeden Inhalts, bar jeglicher Verbindlichkeit der Individuen untereinander und bar jeder inhaltlichen „Wahrheit“. Hierzu zählt übrigens auch der Reichtum, der in unserer Welt sich abstrakt bemisst! und nicht nach konkreten Gütern und deren Verfügbarkeit.

    • Der Kernsatz aus Petras Ausführungen ist für mich dies:
      „Dass wir es mit einer Abstraktion zu tun haben, liegt auf der Hand: Ein Subjekt einer Handlung verschwindet hinter der Handlung selbst, es ist nicht der Akteur, es ist nur der Schemen eines Akteurs, zieht aber aus dieser Schemenhaftigkeit seine Kraft, zu existieren, wie ein Vampir aus dem Blut des Lebendigen.“ Danke auch!
      Das erinnert mich auch an das Goethe-Zitat, das von Tony am 8.Nov. um 16:30 hier weiter unten gepostet wurde:
      „Er will mein Leben und mein Glück und fühlt nicht, dass er schon tot ist, der um seiner Sicherheit Willen lebt.“

      Wir könnten oder müsseten vielleicht von einer „nekrophilen Gesellschaft oder Gesellschaftsordnung“ sprechen, wenn wir der Wahrheit auf der Spur bleiben wollen.

      Habe gerade wieder mal in die sog. „Lebensenergie-Konferenz“ hinein geschaut, aus der ich einiges mitnehmen konnte. Dr. Christina Kessler hat z.B. den „nekrophilen“ Glaubenssatz des Descartes: Cogito ergo sum in den Lebendigen: „Amo ergo sum“ umgewandelt.

    • Vielen Dank, Rüdiger für deine Antwort.
      Wie kann man aufgrund weniger kritischer Zeilen, die jemand schreibt, einen Menschen sogleich in die Kategorie „Kritiksucht“ werfen?
      Das finde ich genau das störende an der Wissenschaft Psychologie, so wie sie gelehrt wird. Man hält verschiedene Schablonen bereit und wartet nur darauf, bis man sie dem nächst besten überstülpen kann. Oft ist das Ganze für mich extrem schwarz-weiss.
      Könnte es auch sein, dass ich meine Kritik anbrachte, weil deine Artikel für mich zu kompliziert erscheinen, um eine breite Bevölkerungsschicht zu erreichen? Aber genau dies wäre ja wichtig, will man etwas verändern.
      Wie gesagt sehe ich eines der heutigen Probleme darin, insbesondere auch in der Politik, dass viele Erklärungen auf einem derart hohen Niveau geführt werden, dass sie Nichtakademiker nicht mehr nachvollziehen können und schon nur aus diesem Grunde annehmen, sie müssen richtig sein.
      Die tiefenpsychologischen Mechanismen, die beschrieben werden, mögen stimmen, doch bezweifle ich, ob uns deren Kenntnis weiterbringt.

      Mein pragmatischer Ansatz wäre, den Leuten durch viel Öffentlichkeitsarbeit beizubringen, dass Eins und Eins Zwei und nicht Drei ergibt, oder anders gesagt, dass das Bombardieren von Ländern nicht Frieden, sondern noch mehr Krieg, der Terrorismus dadurch nicht bekämpft, sondern gefördert wird und die Flüchtlingsströme dadurch nicht versiegen, sondern anschwellen werden. Oder, dass das Handeln von Aktien von Rüstungskonzernen wie Boeing und deren Kauf nicht allgemeinen Wohlstand, sondern Massenmord und Verelendung bewirkt.

    • Uebrigens hat Daniele Ganser einen sehr guten pragmatischen Ansatz, den er regelmässig in seinen Vorträgen bekannt gibt:
      „Man soll seinen eigenen Gedanken nicht alles glauben. Vielmehr sollte man eine Art Beobachterstatus einnehmen und seine Gedanken regelmässig aus einer Distanz betrachten und dann urteilen, ob sie objektiv sind oder nicht.“

    • Sorry, habe mich bei dem Goethe-Zitat um einen Buchstaben vertippt, Tony hat es unten dankenswerterweise verbessert.
      Es heißt also genau: „Er will mein Leben und mein Glück und fühlt nicht, dass der schon tot ist, der um seiner Sicherheit Willen lebt.“

  11. Der Begriff DEEP STATE ist m. E. ein „unglücklicher“ Begriff. Er suggeriert etwas tief Verborgenes. Soll das wohl auch. Ursprung des Begriffs? `Staat im Staat` hat diese Implikation von etwas tief Verborgenem nicht. Und das entspricht m. E. der Realität! Was als DEEP STATE bezeichnet wird ist doch offensichtlich, wenn genau hingeschaut wird. Bernt Engelmann sah die Beamtenschaft als Staat im Staat. Und jeder weiß, dass es Lobbyisten und die Mafia gibt. Und das Militär.
    Das Militär wird oft als Staat im Staate beschrieben, wenn es eine durch organisatorische und personelle Vorgaben und Regelungen beförderte, autonome gesellschaftlich-politische Rolle einnimmt und sich nicht als Teil der Zivilgesellschaft versteht, sondern als strukturell eigenständiger Machtfaktor mit eigenen Interessen und politischen Zielen wahrgenommen wird. So wurde die Reichswehr durch eine eigene Jurisdiktion unter dem Oberbefehl des Reichspräsidenten zu einem Staat im Staate. Für Karl Liebknecht war der preußisch-deutsche Militarismus „nicht nur Staat im Staate, sondern geradezu ein Staat über dem Staat…“

    „Ein Gruppe oder Organisation, die eine autonome gesellschaftlich-politische Rolle einnimmt und sich nicht als Teil der Zivilgesellschaft versteht, sondern als strukturell eigenständiger Machtfaktor mit eigenen Interessen und politischen Zielen wahrgenommen wird…“ kann doch als Staat im Staat oder Staat über dem Staat gesehen werden. So tief im Staat muß man nicht graben.

  12. Ich wünschte, den Autoren würde es besser gelingen, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht alles zu schreiben, was ihnen zum Thema einfällt.
    Einer der drei Überschriftspunkte hätte völlig gereicht, näher beleuchtet zu werden.

    Die Klarheit macht den guten Artikel aus, nicht die Masse angedachter oder auch zu Ende geführter Gedanken, und nicht die Zahl der Zeilen.

  13. Die offizielle Version von 9/11 ist, dass diese Terroranschläge ein Angriff auf unsere freien, demokratischen, westlichen Werte sind. Und das stimmt absolut.
    Das, was wir ehrlicherweise unter Freiheit, Demokratie und Menschenrechten verstehen wurde an 9/11 massiv angegriffen, genau wie unsere Psyche.

    Die Frage ist nur: von wem?

    Der brillianteste Vordenker der heutigen Zeit, schrieb dazu:
    „Die Diktaturen der Zukunft werden ganz anders sein als die Diktaturen, die wir in der Vergangenheit gesehen haben. […] Sie werden dadurch herrschen, dass sie die Zustimmung der Menschen bekommen, welche sie regieren, indem sie die rationale Seite der Menschen umgehen und ihr Unterbewusstsein, ihre tieferen Emotionen ansprechen, so dass die Menschen ihre Versklavung sogar lieben werden. […] Die Diktaturen werden sich wissenschaftlicher Methoden bedienen, um die Menschen zu manipulieren. […] Die Gefahr unter dem neuen Regime ist also, dass die Menschen sogar glücklich sein werden in Situationen, wo sie ganz und gar nicht glücklich sein sollten!“
    – Aldous Huxley, Brave New World Revisited, 1958

  14. Nun habe ich den Beitrag zum dritten mal gelesen, habe in mir vor-erzählen lassen und finde noch immer keinen Zugang zu dem, was mir der Autor eigentlich sagen will.

    Ist es wirklich nur die Banalität, das wir in unserem halb zufriedenen täglichen Trott weiter machen.

    Das war aber dann ein langer Beitrag zu dieser Erkenntnis.

    Aber möglicherweise hab ich auch nichts verstanden, denn ich verspürte beim Zuhören eine „sedierende“ Wirkung.

    Es wollte einfach kein Rauchwölkchen über meinem Kopf entstehen.

    Ich hätte auch die Bedienungsanleitung der Waschmaschine lesen können.

    Der Erkenntnisstand über unser Gesellschaft wäre der selbe.

    Anscheinend werden die Autoren nach Zeilen bezahlt. Der Inhalt ist weniger wichtig.

    Ich verstehe das, Letzt endlich ist man ja durch die begrenzten Thema dazu gezwungen, immer wieder die selbe Platte abzuspielen.

    • Also, ich kämpfe auch immer mit den Beiträgen von Herrn Lenz. Einiges finde ich interessant, diesen Beitrag hier fand ich gut. Aber es ist definitiv manchmal zu schwierig ausgedrückt, vieles verstehe ich auch nicht so genau von dem, was er schreibt. Und wir wollen uns doch hier eigentlich nicht nur im eigenen kleinen Kreis drehen, sondern „die Masse“ aufklären – oder?

    • @ socke: „Ich hätte auch die Bedienungsanleitung der Waschmaschine lesen können.

      Der Erkenntnisstand über unsere Gesellschaft wäre der selbe.“

      Vielleicht nicht so viele Rauchwölkchen erzeugen, solche inhalieren oder nach solchen Ausschau halten?
      Egal:
      Socken gehören nun mal in die Waschmaschine. Früher oder später 😉

    • Das würde ich auch gerne glauben, aber es gelingt mir nicht so recht.
      Wieso wählen die zu Bewusstsein gekommenen Leute dann trotzdem CDUCSUSPDFDPGRÜNEAFD?

    • Den Artikel von Rüdiger Lenz finde ich sehr gut, aber ich bezweifel ebenfalls, daß immer mehr Leute es begreifen. Die Masse der Lämmer schweigt, auch wenn einige von ihnen vielleicht ein diffuses ungutes Gefühl haben. Das wird so bleiben, solange sie nicht am Hungertuch nagen, aber selbst dann wären sie ratlos und der Propaganda hilflos ausgeliefert. Über einen gewissen Anteil in der Bevölkerung kommt die Aufklärung nicht hinaus; die Menge der Selbstinformierer und Selbstdenker ist und bleibt zu klein.

      Täusche ich mich oder stagniert die Zahl der Selbstinformierer jetzt schon oder ist sogar leicht rückläufig? Wie ein unüberwindbarer Berg steht vor uns die Frage: Was tun? Wie sollen wir den tiefen Staat und seine willigen Idioten bekämpfen? Wenn wir in elitäre Wohlfühl-Maßnahmen flüchten (z.B. Rückzug in Mondholzhäuser) werden wir die Verbrecher sicher nicht los. Angesichts der gefährlichen und unlösbar erscheinenden Aufgabe resigniert manch einer. Ich habe das bei einigen Leuten gesehen, die eigentlich den Durchblick haben, aber nichts mehr von all dem hören wollen, „weil man ja doch nichts ändern kann“.

      Was tun?

    • Wie Fritz Walch hier sagt, begreift man diese Dinge gefühlsmäßig. Man spürt es halt, wenn etwas der Natur der Wirklichkeit zuwider läuft. Das wiederum ist ganz natürlich. Deshalb wundere ich mich immer wieder von neuem, wie viele Menschen immer noch daran glauben, was von offizieller, regierungsgestützter Stelle verkündet wird.
      Es hat wohl in erster Linie mit Existenzängsten zu tun. Dennoch kann ich diese hohe Anpassungsbereitschaft und -Fähigkeit gefühlsmäßig nicht mehr nachvollziehen und mache mir immer wieder Gedanken darüber. Nun ist ja wohl von Natur aus jedes Lebewesen so gestrickt, dass es sich lieber freuen will und zum Licht hin wendet, als Trübsal zu blasen und sich der Finsternis zuzuwenden. So sind wir angelegt. Andererseits haben wir auch ein angeborenes Sozial-und Gerechtigkeitsempfinden, das erfahrungsgemäß allerdings durch die weltlichen Einflüsse pervertierbar ist. Denn aus den fröhlichen Engelchen werden ja nur zu oft Psychopathen aller möglicher Ausführung bis hin zur Gemeingefährlichkeit. Es ist also auf jeden Fall das geistige Klima dieser Art Zivilisation, das die Menschen seelisch vergiftet. Wir müssen uns also wohl oder übel überlegen, was alles seit anno dunnemals verkehrt gelaufen ist, was Schritt für Schritt zu diesem Resultat geführt hat. Und dabei steht niemand außen vor. Wir alle zusammen sind dafür verantwortlich letztendlich. Der Bewusstwerdungsprozess ist ausnahmslos von allen gefordert. Und je mehr Menschen das begreifen, desto größer wird die Chance, dass sich dieses kranke geistige Klima ändert.
      Es ist natürlich ein Problem, eine Wirklichkeit unter Menschen als real anzuerkennen, die für einen selbst zunächst gar nicht vorstellbar ist. Anderen Menschen Taten zuzutrauen, die man selbst nicht im entferntesten und unter gar keinen Umständen tun könnte, wie z.B. die der Satanisten bei ihren Riten, um einmal ein extremes Beispiel zu nennen. Viele Menschen weigern sich einfach, das zu glauben, weil sie spüren, dass es ihnen dann erst einmal schlechter geht. Sie denken dabei aber ausschließlich nur an sich und das ist ihnen auch in dieser Weltordnung anerzogen worden. Wer sich allerdings ein gesundes Menschenbewusstsein bewahrt hat und nicht von diesen egoistischen, beschränkten Existenzsorgen besessen ist, denkt und fühlt dann auch dabei größer und weiter. Er denkt z.B. an die möglichen Opfer und fühlt mit ihnen und überlegt sich , wie schlimm sich das auf die ganze Menschheit, auf die ganze Welt auswirken mag, wenn es denn wahr ist. Deshalb hat er dann einen Ansporn, darüber nachzudenken, zu sinnieren, zu recherchieren und mit anderen darüber zu diskutieren und dafür zu sorgen, dass Verbrechen bekannt gemacht und vollständig aufgedeckt werden. Denn jedes Verbrechen lebt von Geheimhaltung.
      Diese willkürlichen Ignoranten müssten sich eigentlich dabei die Frage stellen, ob sie nicht mit ihrem Verdrängungsmechanismus auch schon auf dem Weg sind, sich zu solchen Unmenschen zu entwickeln, von deren Tun und Lassen sie auf keinen Fall behelligt werden wollen. Tatsächlich sind sie ja die Wunschbürger der Verbrecher. Ja, genau, das Stockholm-Syndrom.

    • „Nun ist ja wohl von Natur aus jedes Lebewesen so gestrickt, dass es sich lieber freuen will und zum Licht hin wendet, als Trübsal zu blasen und sich der Finsternis zuzuwenden. So sind wir angelegt.“

      Ja, so sind wir ursprünglich angelegt worden. Leider ist das, was an anderer Stelle auch als die gute Natur des Menschen bezeichnet wurde und unsere Sehnsucht danach, unsere Sehnsucht nach Freude, Glück, Wohlergehen und Freiheit, unter Schichten und Schichten und Schichten von festgehaltener Vergangenheit, falschen Glaubenssätzen, festgehaltenen und unterdrückten Emotionen, angelesenem Wissen, angefressenem Ballast und verkrusteten Giftstoffen und Schlacken verschwunden und verloren gegangen. (Beweis: Masochismus; Leidenslust, Selbsterregungsopern, Dramen, Actionfilme)
      Und das traurige und verheerende Ergebnis ist, daß die Menschen sich aus Angst in der Dunkelheit verstecken, denn die Dunkelheit, die Schwere und die Trübsal, sind das, was sie kennen. Die Mühsal, das tägliche Sich-Abrackern, das Durchkämpfen und anschließend das Einschlafen und Erholen von dieser ganzen Plackerei – das ist, was den Menschen bekannt ist; das ist, worauf die Menschen vertrauen. Die Menschen verstecken sich also vor der Dunkelheit in der Dunkelheit – das ist die Situation. Zu kraftvoll und unkontrollierbar wäre ein Leben in Übereinstimmung mit dem Fluß der natürlichen Kräfte und Energien. Zu direkt und unberechenbar wäre ein Leben in unmittelbarem Kontakt mit dem, was uns umgibt und bewegen möchte. Daher ja auch das viele Diskutieren, Zitieren, Lesen, Nachdenken (Vorstellen, Unterstellen, Überlegen). Nach, vor, unter und über dem jetzigen Moment in seiner Unmittelbarkeit halten wir uns auf. Er ist einfach zu intensiv. Er könnte uns ja glatt umhauen.

      Also lieber klein und eng und dunkel – als groß, frei und hell?

      Die Mehrheit der Menschen scheint diese Wahl getroffen zu haben.

    • Je m’en vais, ich hatte meinen Beitrag geschrieben, bevor ich Ihren Kommentar zu Ende las und finde jetzt mit Schrecken einige Ausdrücke, die Sie ebenfalls verwendet haben (diskutieren etc.), aber positiv aufgeladen. Mein Text sollte keine Kritik an Ihnen sein. Es gibt eine Art, ein lebendiges Denken zu leben, das in direktem Kontakt mit dem ist, worüber es nachdenkt. Ein Denken, wie es Joseph Beuys beschrieben hat und das ein Ergebnis einer intensiven Beschäftigung mit der Materie ist sowie eine Frucht eigener Anstrengung und einem sich selbst aussetzenden Durchdringen. Eine intellektuelle Distanz wollte ich Ihnen also gewiß nicht unterstellen. Sie sprechen, ganz im Gegenteil, aus einer integralen Haltung, die auf mich sehr überzeugend wirkt.

  15. Sehr guter Kommentar. Ein Lob. Wird weiter empfohlen von mir. Aber an wen? Wer ist da noch um mich herum, der nicht schon vom Tiefen Staat massiv in Trance versetzt wurde? Ich bin allein, Allein wie ein Whistleblower den jeder bewundert, aber dem niemand bereit ist Asyl zu gewähren. Wie auch anderen mutigen jeden Tag das Leben genommen wurde. Da ist auch immer das Gefühl, selbst ein Parasit zu sein und oft wird man dann auch so definiert. Derzeit ist der Gipfel der Parasitenanerkennung ein Eintrag in der Naziwissensplattform als Verschwörungszauberer. Da stehe ich noch nicht, aber bestimmt bald. Die richtigen Worte sind ja genannt. Es sind Verbrecher, auch Mörder und scheuen sich keinen Deut um den Menschen. Beim Gegenkampf entsteht aber leider ein Paradox. Nur verjagen dürfte nicht reichen, denn ihre „hegeren Ziele“ wachsen nach. Hier bin ich aber Mensch und der Euthanasie nicht zugeneigt. Auch nicht der Menschenvernichtung. Also ist und bleibt meine einzige und letzte Hoffnung, dass sich in der Entwicklungshistorie durchsetzt, was die Natur sich so einfallen lässt. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass ich noch in den Achtzigern Zeitung las? Tjia, ich lache mir jeden Tag selbst ins Gesicht, weil ich glaube erkannt zu haben: Das Leben findet einen Weg…..immer.

    • Auch wenn ich Sie persönlich nicht kenne, möchte ich Ihnen sagen: Danke! Danke für Ihre Offenheit!
      Seien Sie versichert: wer so offen spricht wie Sie, ist stark – nicht mit den Fäusten, nein. Mit dem Herzen.
      Seien Sie versichert: Sie sind nicht allein. Wir sind viele. Sehr viele.

  16. Ich stimme Ihnen in Ihrem Kommentar voll zu. Sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Nur, warum beginnen Sie mit dem Staatsstreich 1963? – Gehen Sie auch einfach mal in der Deutschen Geschichte zurück. 1. und 2 Weltkrieg! – Ging hier Alles so wie in unseren heutigen Geschichtsbüchern beschrieben vor sich? – Oder wurden wir als Deutsches Volk nicht auch belogen? – War hier der „Tiefe Staat“ nicht auch irgendwie involviert?

  17. Können wir einen Schluss ziehen, einen Schluss den der in der Gegenwart Integrierte nur ungern zieht ?
    Der Mensch verlangt nach sicherem Boden .
    Der sichere Boden ist Erfahrung über Generationen .
    Der Entzug des Bodens zur Schaffung des Neuen, natürlich besseren Menschen meist Bauernfängerei .

    Der Mensch ist verführbar . Das ist der erste Grundsatz zur Bildung einer Guten Gesellschaft . Das Gute aus langer und tiefer und verantwortungsvoller Erfahrung und nicht aus der Kiste der PR) .
    Es hat das Gesetz zu gelten, nicht die Falsifizierung . Die Falsifizierung , vertreten z.B. von Popper, war das Einfallstor der Elite, der Finanzindustrie, des Tiefen Staates , in die Grundsubstanz der Gesellschaft , denn die breite Gesellschaft konnte das Mittel der Freiheit durch Falsifizierung nicht in der Weise nutzen, als es die Machthaber für ihre Interessen nutzen konnten .

    Den Tiefen Staat im Menschen zu finden zielt an der Realität vorbei . Ja, in jedem Menschen ist alles, der Wirkmächtigkeit des kleinen, nennen wir es einmal Satan, in jedem Menschen fehlt aber bei Weitem die Fähigkeit und der Wille, den Tiefen Staat, wie er heute in seiner ganzen Ungeheuerlichkeit an die Oberfläche kommt, umzusetzen . Beim Durchschnittsmenschen ist der kleine Satan für gewöhnlich in der Ecke gebannt , während der Tiefe Staat der Satan in Person ist .
    Wer nun den kleinen Satan im Menschen bannt ? Z.B. Trägheit und Muße , erwähnt, weil ihre Qualität so sehr unterschätzt ist und weil der Mensch von Natur aus gut ist , eingebettet in einer Gesellschaft kultureller und sozialer Integrität.
    Satan hingegen ist der unbedingte Wille zur Macht, dem alle Mittel, Macht zu erreichen und auszubauen legitim sind.

    Satan kann viele Namen tragen und tritt heute unter Begriffen wie Menschenrechte und Toleranz und Friedenssicherung und Sicherheit im Allgemeinen auf . Sicherheit als Thema wurde mit der Zerstörung struktureller Sicherheit hochgefahren wie der Begriff Toleranz mit dem Verschwinden von tasächlicher Toleranz zum Kampfbegriff wurde . Und klar – Deutschland wird am Hindukusch verteidigt .

    • „Er will mein Leben und mein Glück und fühlt nicht, daß der schon tot ist, der um seiner Sicherheit willen lebt.“ (Goethe)

    • Das, was Goethe da gesagt hat, trifft es auf den Punkt, was ich immer wieder so fühlen musste. Mir ist schon lange klar, dass mit der Loslösung von der Natur bzw. mit dem Größenwahnsinn der Gewaltherrscher, sie könnten alles um sich herum nach ihrem Gusto verformen und einrichten, die Nekrophilie im Menschenbewusstsein eingezogen ist. Insofern widerspreche ich Wasserader: Der Tiefenstaat hat sehr wohl seine Schatten in der kollektiven Menschenseele hinterlassen. Und wie!

    • Tippfehler:

      „Er will mein Leben und mein Glück und fühlt nicht, dass DER schon tot ist, der um seiner Sicherheit Willen lebt.“

  18. Nach dem Lesen beginne ich gerade damit, an meiner eigenen Überzeugung zu zweifeln, man könne das, was da passiert, nicht wirklich mit Worten ausdrücken, weil viel zu komplex durchdrungen von Psychologie und monetären Interessen. Herr Lenz bestätigt mir das Gegenteil: man kann. Mein bescheidenes Urteil zu dieser heutigen Tagesdosis vom 08.11.2017 lautet: Bravo!

  19. Lieber Rüdiger Lenz! Sie haben hier das, worum es in Wirklichkeit geht, genial treffend zusammengefasst. Ich kann zu diesem Text immer nur wieder ein „ja, so ist es“ von mir geben und kann noch nicht einmal eine besonders gelungene Formulierung heraus greifen, weil alle besonders gut gelungen sind. Herzlichen Dank!
    Ich werden den Text später noch einmal durchlesen, vielleicht gibt es ja doch noch etwas für mich zu kommentieren.
    Auf den ersten Blick jedoch nicht. Da haben Sie einen „KenFM-Streich“ hinbekommen! 🙂

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