Tagesdosis 8.2.2019 – Heuchelei. Die hohe Kunst der Berliner Republik

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

Im Fall Venezuela ist die tiefe Kluft zwischen den hehren moralischen Ansprüchen der Spitzenvertreter der Berliner Republik und der schäbigen Realität erneut wieder sehr deutlich geworden. So schwadroniert z.B. unsere Kanzlerin immer wieder  von der „regelbasierten internationalen Ordnung“. Mit erhobenem Zeigefinger wirft sie gern anderen Staaten vor, dagegen zu verstoßen. Aber hält sie sich selbst daran? Nicht die Bohne! Sie und ihre Minister und Staatssekretäre und ihre schreibenden Hofschranzen treiben Schindluder mit der „regelbasierten internationalen Ordnung“.

Hinter „regelbasierter internationaler Ordnung“ steht vor allen anderen die UNO als Regeln gebende Internationale Ordnungsorganisation. Es dürfte niemanden geben, der im Vollbesitz seiner Sinne bestreiten würde, dass die Vereinten Nationen (UNO) mit ihrer Charta und ihren vielen Unterorganisationen das Dach bilden, unter dem sich eine Vielzahl anderer, regelbasierter internationaler Ordnungsorganisationen entwickelt haben –  entweder in direkter oder in indirekter Zusammenarbeit mit der UNO.

Die Frage, ob die Bundesregierung sich selbst an die von ihr so eindringlich beschworene „regelbasierte internationale Ordnung“ hält, lässt sich daher am leichtesten prüfen, wenn wir ihre außenpolitischen Handlungen an den Regeln der UNO messen. Und da sieht es nicht gut aus. Spätestens seit ihrer militärischen Beteiligung an dem durch nichts provozierten Angriffskrieg gegen Jugoslawien, der sich nächsten Monat zum zwanzigsten Mal jährt, hat sich die Bundesrepublik an dem schlimmsten aller Verbrechen aktiv beteiligt. Es war das Nürnberger Tribunal gegen die NAZI-Größen des Dritten Reichs, das den Angriffskrieg als „Schlimmstes aller Verbrechen“ ächtete, weil ihm alle anderen schlimmen Verbrechen wie Mord, Totschlag, Folter, Vergewaltigung und Plünderung innewohnen.

Dieser Logik des Nürnberger Tribunals folgend hat die kurze Zeit später gegründete UNO die Verhinderung eines Krieges, insbesondere eines Angriffskrieges zum Kern ihrer Charta, ihrer regelbasierten internationalen Ordnung gemacht. Und diese Charta verbietet nicht nur Kriege, die mit Bomben und Kanonen geführt werden, sondern explizit auch Wirtschaftskriege, die mit ihren Embargos und Sanktionen mit mittelalterlichen Städtebelagerungen vergleichbar sind, bei denen vor allem die Bevölkerung ausgehungert wird. Aber auch Maßnahmen wie die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten mit dem Ziel, diese zu destabilisieren, sind laut UNO-Charta verboten.

Hier ahnen wir schon, dass die Bundesregierung mit ihrer so oft von anderen vollmundig verlangten Einhaltung der „regelbasierten internationalen Ordnung“ nichts anderes als hinterhältige Heuchelei betreibt,  indem sie diese Ordnung selbst hintergeht. Aber machen wir doch ganz aktuell am Beispiel Venezuelas die Probe aufs Exempel.

Die Anerkennung des selbsternannten venezolanischen „Interimspräsidenten“ Juan Guaidó durch westliche Staaten, darunter die Bundesrepublik, „ist die Unterstützung eines Umsturzes und nach allen Regeln der UN-Charta ein unerlaubter Eingriff in die Souveränität eines Staates“. Das erklärt der Völkerrechtler Norman Paech im Interview mit der Tageszeitung junge Welt am Mittwoch. Berlin habe sich damit „wieder auf die Schleimspur der US-Regierung begeben“, stellt er fest. (1)

„Man spricht nicht mehr darüber, was doch eigentlich in den westlichen Wertvorstellungen eine große Rolle spielen sollte: das Völkerrecht und die Souveränität von Staaten.“ Bei den Vorgängen in Venezuela handele es sich um einen „vollkommen unzulässigen und rechtswidrigen Putsch“, der auch der Verfassung des Landes widerspreche, so der Hamburger Völkerrechtler.

In dem Zusammenhang hat Tilo Gräser, ein deutscher Journalist bei Sputnik auf die Homepage des Auswärtigen Amtes (AA) der Bundesrepublik verwiesen, wo man lesen kann: „Die regelbasierte internationale Ordnung bildet einen Grundpfeiler deutscher Außenpolitik“. Das ist die Theorie und die deutsche Praxis ist das Gegenteil, wie die nachfolgenden Ausführungen des deutschen Graumaz (Grausigster Außenminister aller Zeiten) Heiko Maas deutlich machen.

Ende Januar sagte er im Bundestag zu Venezuela: „Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit werden von Nicolás Maduro mit Füßen getreten. Sein Regime, das sich zynischerweise auf Bolívar beruft, hat Venezuela mittlerweile an den Abgrund geführt.“ Dem könne die Bundesregierung nicht neutral gegenüber stehen, führte das NATO-Männchen weiter aus, der den nicht vom venezolanischen Volk sondern von Washington zum Präsidenten „gewählten“ Guaidó als demokratisch legitimiert anerkannte. „Gemeinsam mit der EU haben wir ihm deshalb unsere politische Unterstützung zugesichert, und dabei wird es auch bleiben.“ (Zum Glück haben die Italiener dem Heiko in seine verbrecherische Suppe gespuckt und in der EU ein Veto gegen die Unterstützung Guaidos eingelegt. Danke Italia!)

Der bereits erwähnte Völkerrechtler Paech kommentiert den hippen Heiko in der jungen Welt wie folgt: „Ich wundere mich darüber, dass in der deutschen Presse nur sehr wenig Kritik an dem Vorgehen, dem sich nun auch die Bundesregierung angeschlossen hat, zu hören ist. Denken Sie nur daran, was im Fall der Krim zu vernehmen war. Oder denken Sie daran, was derzeit als Satire durchs Internet geistert: Russlands Präsident Wladimir Putin würde eine selbsternannte Präsidentin Marine Le Pen in Frankreich anerkennen, vor dem Hintergrund der Proteste der ‚Gelbwesten‘ und des Ausnahmezustandes, den die französische Regierung unter Emmanuel Macron durch die großen Polizeieinsätze zu verantworten hat.“

Zudem betont Paech, dass es sich bei dem westlichen Vorgehen gegen Venezuela um einen seit langer Zeit geplanten ‚Regime Change‘ handele, der in den USA und in interessierten Kreisen verfolgt werde. „Das ist der Rückfall in eine koloniale und imperiale Praxis: Regierungen werden dazu aufgefordert, sich zu unterwerfen, wodurch sie letztlich in den Vasallenstatus zurückkehren. Man muss sagen, dass wir es hier mit einer absoluten diplomatischen Frechheit zu tun haben.“

Offensichtlich haben die Bundeskanzlerin, ihre Regierungsvertreter und die Führung der CDU/CSU/SPD nicht die Charta der Vereinten Nationen im Sinn, wenn sie die „regelbasierte internationale Ordnung“ von anderen Staaten einfordern. Dafür aber passt die Verhaltensweise der Bundesregierung auf ein gänzlich anderes Ordnungsmuster. Wenn wir nämlich die oft beschworene „liberale Ordnung“ oder „liberale Weltordnung“ zu Grunde legen, ein Begriff der von Merkel oft als Synonym zur  „regelbasierten internationalen Ordnung“ gebraucht wird, dann besteht kein Widerspruch mehr zwischen Theorie und Praxis der deutschen und EU-Außenpolitik. Dies möchte ich beispielhaft an der Person Robert Cooper und seinem verhängnisvollen Wirken in der EU-Sicherheitspolitik darstellen und mit einem Zitat beginnen:

“Wir brauchen eine neue Art von Imperialismus, einen Imperialismus, der mit den Menschenrechten und den kosmopolitischen Werten kompatibel ist: ein Imperialismus, der sich zum Ziel setzt, Ordnung und Organisation zu bringen.“

Diese Aussage stammt von Robert Cooper als er noch außenpolitischer Chef-Ideologe des damaligen britischen Labour Premierministers Tony Blair war. Später ging er zur EU nach Brüssel, zuerst als Kabinettschef von Xavier Solana, dem ehemalige NATO-Generalsekretär, der zu dieser Zeit den Posten des Chefs der Abteilung „Sicherheit und Verteidigung“ der Europäischen Union innehatte. Solana, ein Mitglied der sozialistischen Partei Spaniens, hatte 1999 als NATO-Chef den Befehl zum Angriff gegen Jugoslawien gegeben. Es dauerte nicht lange, da wurde Cooper zum “Generaldirektor für Äußere und Politisch-Militärische Angelegenheiten” im Generalsekretariat des EU-Rats, in dem sich die Minister und Staatschefs regelmäßig trafen. In dieser Rolle, so kann man bei Wikipedia.org nachlesen, habe die Philosophie der „Entwicklung der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik maßgeblich geprägt“. Im Klartext bedeutet das, dass er in der EU und ihren Mitgliedsländern die ideologischen Weichen in Richtung neokonservativer Militärinterventionen gestellt hat.

In seinen Schriften und Reden hat Cooper zwischen zwei Arten des “neuen Imperialismus“ unterschieden: Da wäre zunächst der „freiwillige Imperialismus“. Hier spielen die angeblich „demokratischen Institutionen“ der westlichen Welt, wie der „Internationale Währungsfonds“ (IWF) oder die „Weltbank“ die entscheidende Rolle. Laut Cooper bringen diese Institutionen „all jenen Staaten Hilfe, die freiwillig ihren Weg zurück in die globale Wirtschaft finden wollen”. Das heißt im Klartext, dass alle Staaten, die bereit sind, sich zu beugen und sich ihre wirtschaftliche-, soziale und gesellschaftliche Ordnung von der neo-liberalen, der “Gewinner nimmt alles-Ideologie” der „demokratischen” Institutionen IWF und Weltbank vorschreiben lassen, keine Angst vor „humanitären“ EU-Bombardements zu haben brauchen. Auch alle Staaten, die bereit sind, sich zur verlängerten Werkbank der kapitalistischen Metropolen machen zu lassen, können dann in Sicherheit schlafen gehen.

Allen anderen Staaten, die sich nicht freiwillig der neuen, weltoffenen, liberalen Weltordnung unterwerfen wollen, droht Cooper mit dem „gut nachbarschaftlichen Imperialismus“, d.h. dass „verantwortliche“ Staaten – wie die USA oder Frankreich, Großbritannien oder Deutschland – zuerst wirtschaftliche und politische Zwangsmaßnahmen verhängen und wenn die nichts nützen, militärisch intervenieren, um Instabilitäten im globalen Dorf zu verhindern.

Als leuchtendes Beispiel für den „gut nachbarschaftlichen Imperialismus“ verweist Cooper auf die erfolgreiche „humanitäre Intervention“ der NATO im Kosovo. Das dort errichtete NATO-Protektorat zeige wie kein anderes Beispiel, wie gut „der neue Kolonialismus(!) Ordnung und Organisation“ bringen kann.

In seinem Buch von 2002 „The Post-Modern State“ entwickelt Cooper die EU-Doktrin des „neuen, liberalen Imperialismus” weiter, wobei er u.a. schreibt, dass “die große Herausforderung in der postmodernen Welt darin besteht, sich (im Umgang mit sogenannten Problemstaaten) an die Notwendigkeit von doppelten Standards zu gewöhnen“. Deshalb empfiehlt Cooper seinen neuen EU- Imperialisten, im Umgang mit Ländern, die nicht zur EU und dem „Westen“ gehören, mit zweierlei Maß zu messen, also Wasser zu predigen und Wein zu trinken. Die Scheinheiligkeit, bzw. Doppelbödigkeit wird hier zum wesentlichen Bestandteil der EU-Staatsdoktrin erhoben. Der Bezug zur aktuellen Politik ist nicht zu übersehen.

In einem weiteren Buch Coopers wird noch deutlicher, worum es geht. Das deutet schon der Titel an: „The Breaking of Nations“ (zu Deutsch: „Wie man Nationen gefügig macht“). Dort rät er:

„Untereinander sollten die Europäer auf der Grundlage des Rechts und gemeinsamer Sicherheit operieren. Aber außerhalb Europas sollten sie die raueren Methoden früherer Zeiten anwenden – Gewalt, Präventivschläge, Hinterlist und was sonst noch alles nötig ist. Denn wenn wir im Dschungel sind, dann müssen wir auch die Gesetze des Dschungels anwenden«. (“In the jungle, one must use the laws of the jungle.”)

Und hier hat Cooper offensichtlich die Auflösung des Rätsels der Verhaltensweisen der Bundesregierung geliefert: Wie man nämlich von anderen Staaten fordern kann, sich an eine „regelbasierte internationale (liberale) Ordnung“ zu halten und selbst andere Länder (die sich nicht daran halten) mit Kriegen zu überziehen, zu morden und zu plündern, zu lügen und zu betrügen.

Bis 2014 war der damals 68-jährige Cooper in hochrangigen Funktionen in den Brüsseler Korridoren unterwegs, u.a. als Berater von Lady Catherine Ashton, der Nachfolgerin von Solana. Von Nachrichtenmagazinen wie „Prospect“ war er 2005 sogar in den Kreis der 100 bedeutendsten Intellektuellen der Welt aufgenommen worden. Cooper wurde “für seine Verdienste für Internationalen Frieden und Sicherheit“ von EU-Staaten mit Orden überhäuft und 2013 von der Queen zum Ritter geschlagen.

Ich bin auch deshalb bei Robert Cooper so sehr ins Detail gegangen, weil sich an seiner Person sehr gut nachweisen lässt, dass ein Mensch mit derart gemein-gefährlichen Wahnideen in der heutigen Welt nicht als verrückter Außenseiter weggesperrt, sondern als herausragender Intellektueller und richtungsweisender Sicherheitspolitiker geehrt wird. Wenn man gutmeinenden aber politisch naiven Friedensaktivisten diese Cooper-Geschichte erzählt, dann winken sie ab und murmeln „Verschwörungstheorie“.

Die Verschwörung aber findet statt in den Kreisen der so genannten politischen Eliten. Die sprechen zwar von nichts anderem als vom Wohl des Volkes, in Wirklichkeit sind sie das Exekutivorgan knallharter Kapitalinteressen, für die sie auch über Leichenberge gehen, siehe Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien, Ukraine und womöglich schon bald in Venezuela.

Quelle:

  1. https://www.jungewelt.de/artikel/348563.putsch-in-venezuela-das-ist-der-r%C3%BCckfall-in-eine-koloniale-praxis.html

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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11 Kommentare zu: “Tagesdosis 8.2.2019 – Heuchelei. Die hohe Kunst der Berliner Republik

  1. Es gab eine Zeit, als das Böse noch böse war und das Gute gut.
    Um das Böse salonfähig zu machen, musste man plausible Erklärungen liefern, Notwendigkeiten vortäuschen, den „Feind“ dämonisieren.
    Heute reicht es aus, das Böse gut zu nennen und man bekommst einen Preis für herausragende intellektuelle Leistungen.

    Irgendwie fühlt sich das nach Endstation an, für uns alle…

  2. Das war für mich einer der wichtigsten Artikel in letzter Zeit. Zuerst dachte ich, das wird das übliche Genörgel über die Doppelmoral derer da oben. Aber es wurde dann viel mehr. Die Doppelmoral „unterläuft“ denen nicht nur (so wie wir uns alle immer wieder unsere Argumente so zurechbiegen, dass sie uns passen und wir nicht zu viel an uns ändern müssen) — nein, es ist ein theoretisch untermauertes Programm. Und Cooper, der es geschrieben hat, wird von der Machtelite dafür mit Preisen und Ehrungen überhäuft. Falls noch jemand Zweifel hatte, es ist jetzt klar, wir leben in der Hölle.

  3. Florian Kirner lag nicht so verkehrt, als er im Interview bei Lenz die verzweifelt hoffnungsvolle Frage stellte, ob nicht „unter den Jaegern und Sammlern“ entgegen allgemeiner Vermutung menschliche Agessivitaet erheblich weniger dominierend war als in neugeschichtlichen Zeiten mit einer Art Kulmination heute. Wo Regierungen ohne aktuellen Anlass derart gegen Andere Vorgehen wie die Merkel oder der Maaß vor Medien oder im Parlament.
    In der Tat: alle Artfakte in Grabbeigaben deuten darauf hin, dass es rund dreihunderttausend Jahre lang vor dem land grabbing der Bauernzeit (Immobilienbesetzung) keine Anzeichen fuer Hierarchien gab. Also kein Wettbewerb um Besitz oder Sozialstatus. Aber danach und bis heute. Also damals auch keine Kriege mit Kriegsherren.
    Zurüeck in die Altsteinzeit?
    Ja doch.
    Und dabei unser mittlerweile entstandenes technisches Koennen, nicht nur 8 Milliarden, sondern sogar 12 Milliarden ernähren zu koennen, mitnehmen. Biologen sagen, dass die 300T Jahre Erfahrungen evolutionär immer noch in uns drinstecken müessten.
    Also: da haben wir doch alles schon beisammen: die Technologie, Verhaltensmuster unserer Vorfahren und die Last Minute Chance, das Ruder noch rumzureißen.
    Unser Manoever des Letzten Augenblicks fahren zu koennen.
    Um dem Titanic—Crash zu entgehen.
    Wir muessten nur umgehend diese verrüeckten und kranken Geisterfahrer Neocons, Neoliberalen, Bolton’s, Merkelsubalternen und Ministerkomiker durch was? ersetzen?
    Durch warmherzige, profitkrebsfreie, unkaeuflche Menschen wie Du und ich und 90 Prozent, die alle das Gleiche wissen:
    1.
    wir wollen und koennen Gleichwertige sein und keine dummen Schafe wie die falsche Alterzaehlung das weismachen will.
    2.
    Wir wollen keinen Krieg, keinen Handelskrieg, von niemanden sanktioniert werden
    3.
    Wir wollen nicht, dass nur 85 Menschen von den Lebensressourcen genau so viel besitzen, wie die ärmere Haelfte von uns allen, derzeit 4 Milliarden. Spinnen wir?
    4.
    Wir wollen die müehsam erreichte UNO-Charta beibehalten, die von uns ausgesuchten Funktionaere dafuer sorgen, diese strikt beizubehalten.
    5.
    Wir wollen strikte staatliche Gewaltenteilung und -Kontrolle. Und nicht, das unsere Bediensteten die Regeln, die sie fuer uns ausführen dürfen, sich selber machen koennen.

    Das waers schon.
    Wo ist diese uralte und wahre, wiederzufindende Rahmenerzaehlung, dass niemand auf Erden, kein Mensch, kein Schaf, kein Wolf, kein Grashalm, kein Baum einem fremden Willen unterworfen sein kann und darf, wenn er, es, sie sinnvoll im Konzert des Lebens mitspielen soll?

    • Moin, Ursprung, wohin soll das fuehren?

      „Und dabei unser mittlerweile entstandenes technisches Koennen, nicht nur 8 Milliarden, sondern sogar 12 Milliarden ernähren zu koennen, mitnehmen.“

      Es sind doch jetzt schon zu viele Menschen auf diesem Planeten. Da braucht es doch nicht noch mehr! Dass der Planet auch 12 mio. ernähren könnte … Vielleicht, da kommt mir eher der Film „Soylent Green“ in den Kopf!
      Die Menschen, also wir, muessen zu vernuenftigen Geburtenkontrollen/Regelungen kommen, ansonsten vegetieren wir bald wie im angesprochenen Film dahin. Dieser Geburtenueberschuss ist m.E. eine Folge der kapitalistischen wirtschaftsweise, weil eben mehr Menschen auch mehr konsumieren. Aber ist das ein Naturgesetz?

      Sie postulieren eine Änderung:

      „Wir muessten nur umgehend diese verrüeckten und kranken Geisterfahrer Neocons, Neoliberalen, Bolton’s, Merkelsubalternen und Ministerkomiker durch was? ersetzen?
      Durch warmherzige, profitkrebsfreie, unkaeuflche Menschen wie Du und ich und 90 Prozent, die alle das Gleiche wissen.“

      Nur, was fehlt ist die Antwort auf die Umsetzung.
      Glauben Sie, dass irgendjemand der Besitzenden auf seine Vorteile/Pfruende freiwillig verzichten wird?
      Die Geschichte der Klassenkämpfe zeigt, dass das ein frommer Wunsch bleibt.

      mfG

  4. Guten Abend heute kurz nach drei mitbekommen wie sich im Radiosender HR3 kurz nach 15 Uhr eine Ärztin bedenklich zum Einsatz von Kampfdrohnen in einem Gesetzesentwurf äußerte. Weiß jemand was darüber, wurde es meinerseits richtig verstanden? Gibt es evtl. Petition gegen? Ist das Gesetz vielleicht schon verabschiedet? Ansonsten danke für Ihre Arbeit. Die Mainstream Medien, insbesondere im Fernsehen haben den Bürger leider zum „Voll…..“ erklärt. Dauerauftrag eingerichtet. Haben Sie verdient. Schönen Feierabend.

    • Ich habe vor 2 Tagen über ein deutsch.-franz. Abkommen gelesen, für den gemeinsamen Bau eines ganz neuartigen Kampfflugzeugs. Frau v.d. Leyen reichte nur als Anzahlung einen riesigen Scheck rüber, mit dessen Summe man hier im Lande sicherlich wesentlich sinnvollere Dinge hätte anfangen können.

      Dieses furchtbare Flugzeug sieht zu seiner Begleitung „Drohnenschwärme“ vor, die dann sicher auch bewaffnet sind. Alles wird gesteuert mit einer „Künstlichen Intelligenz“. Entsetzlich…

      Vielleicht hat sich die Ärztin das gemeint? Könnte man gut nachvollziehen und unterstützen, scheint mir!

      Allein, dass hier ganz in der Nähe bei Airbus (ich dachte immer die bauen Zivilflugzeuge!) so ein schändlicher Dreck von vielen Menschen tagtäglich in ihren Büros entworfen, abgenickt und dann aufwendig gebaut wird, lässt mich schaudern.

      Welche Hirne denken sich so etwas aus? Gibts nicht genug an sinnvollen, friedlichen Dingen, die nützlich für Menschen sind, die man entwerfen, bauen und verkaufen könnte?

      VdL und Macron hingehen fanden dieses Flugzeug samt Anhang eine tolle Sache, die sie unbedingt haben müssen. Ganz egal, wozu überhaupt und was es kosten mag.

      Mich macht diese Haltung genauso sprachlos, wie dieser unsägliche Robert Cooper oben, der uns ganz bewusst in schlimmstes Elend und Tod stürzen will. Er selbst hat vermutlich irgedwo in der Wüste einen Bunker, wohin er sich vor der von ihm verursachten Vernichtung verziehen kann, während wir hier draußen samt Tieren und Pflanzen allesamt verdampft sind.

      Wer schützt uns vor all diesen gefährlichen Wahnsinnigen?

  5. Scheinheiligkeit und Heuchelei ziehen sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte und durch alle Gesellschaftsschichten.
    Das war und ist, was mir, so weit ich zurückdenken kann, an den damals Erwachsenen, heute an meinen Mitmenschen und durchaus auch an mir selbst, zutiefst sauer aufstößt.
    Dennoch, trotz aller Scheinheiligkeit in der Vergangenheit – so offensichtlich tritt diese erst in den letzten Jahren zutage.
    Sind diese Leute sich ihrer Position mittlerweilen so sicher, also ist ihnen klar – die Mehrheit ist dumm genug.
    Oder ist es ihnen egal und sie sind sich sicher, wenn die Leute die Faxen dicke haben, hat man die Mittel das niederzuringen.
    Die Grundgesetzänderung für Armee-Einsätze im inneren deutet sehr darauf hin, dass man es regelrecht darauf anlegt.

  6. ja es graust einen, aber sie werden Maduro und Venezuela aushungern und „befrieden“, bis die Ölfirmen und „Eliten“-Medien“ wieder an den Quellen sitzen. Wie können sie und wir uns nur gegen diese Maaslosen Röttgens und von der Leines zur Wehr setzen, wenn sie ohne Legitimation gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung Not, Elend und Krieg anzetteln.

    • Moin, wolfcgn, wie wir uns wehren können?
      Ein Schritt wäre m.E. soetwas wie die Franzosen hinbekommen: Gelbwesten!
      Aber das alleine genuegt nicht. Es muss auch ein klarer Verstand daher, der sich nicht ideologisch glattbuersten lässt, wie seinerzeit die Teile der Linken in den Gruenen, die sich schwanzeinklemmend nicht gegen die Uebernahme rechter Ökofuzzis gewehrt haben, und dann ja auch später folgerichtig aus ihrer Position den Jugoslawienfeldzug begruesst haben.
      Oder die Teile der ‚linken‘ Partei, die heute mit den Israelischen Rassisten halten als sog. Antideutsche.
      Finden wir den Grat, der mehr als schmal ist, dann haben wir vielleicht eine Chance es den Franzosen gleichzutun.
      mfG

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