Tagesdosis 8.6.2019 – Sie „hängen nicht nur Plakate“

Ein Kommentar von Susan Bonath

Es war eine gezielte Hinrichtung. Kopfschuss, abgefeuert aus einer Kleinkaliberwaffe, also einer Pistole oder einem Revolver, aus nächster Nähe. Das stand ziemlich schnell fest, nachdem der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke am vergangenen Wochenende in einer Blutlache auf der Terrasse seines Hauses in Wolfhagen-Istha gefunden wurde. Die Waffe fehlt, Suizid schließen die Ermittler aus. Just in der Nacht seiner Tötung fand keine hundert Meter vom Tatort entfernt eine Kirmes statt, was eine Funkzellenabfrage massiv erschwert. Alles spricht für eine geplante Hinrichtung des CDU-Politikers.

Angesichts dessen hält sich die Empörung in den Medien und der Politik in merkwürdigen Grenzen. Nach den G20-Protesten war das ganz anders. Von Springer über Bauer bis Madsack. Die Journallie kochte über mit Spekulationen und Fahndungsaufrufen. Lübckes Hinrichtung nimmt weniger Raum ein. Auf rechtsextremen Portalen feiert der Mob sie sogar. Auf der Facebookseite der AfD Greiz-Altenburg hieß es beispielsweise hämisch: „nun hast du Deutschland verlassen. Haha.“

Lübcke wurde 2015 zum Hassobjekt der rechten Szene. Ja, auch CDU-Politiker können in deren Visier geraten, wenn sie der „Merkel-Fraktion“ angehören. Auch wenn diese in der Realität ihre sozialdarwinistische Politik ziemlich nah an der Seite der AfD betreibt, werfen ihr Rechtsextreme vor, sie habe die Grenzen für Flüchtlinge geöffnet. Hier beginnt bereits die Lüge: Die Grenzen waren 2015 bereits offen. Man hat sie nur nicht abgeriegelt. Lübcke setzte im Oktober 2015 die Errichtung einer Erstaufnahmestelle durch. Bei einer Infoveranstaltung wehrte er Attacken aus dem Kasseler Pegida-Ableger ab, bestand darauf, „grundlegende christliche und zivilisatorische Werte“ einzuhalten. „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, sagte der CDU-Mann damals. Dies sei „die Freiheit eines jeden Deutschen“.

In der Folge wurde er mit Morddrohungen überschüttet. Auf einer Pegida-Kundgebung in Dresden Ende 2015 forderte der rechtsextreme Schriftsteller Akif Pirinçci Lübckes »Ausreise« und bedauerte, dass »die KZs leider außer Betrieb« seien. Das AfD-nahe Blog Politically Incorrect (PI) veröffentlichte Lübckes private Daten, darunter die Wohnadresse. Kommentatoren riefen zu Hausbesuchen auf. Wegen der Drohungen erhielt der Regierungspräsident zeitweise Polizeischutz. Immer wieder verbreiteten rechte Blogs ein Video von Lübckes Aussage. Jedes Mal kochte der Hass über. Für Reichweite sorgte dabei zuletzt im Februar auch die ehemalige CDU-Abgeordnete Erika Steinbach.

Eine weitere offene Frage lautet: Was wusste das Opfer über den NSU-Komplex? Hatte Lübcke womöglich Kenntnis über Einzelheiten zum Ex-Verfassungsschutz-Mitarbeiter Andreas Temme? Wir erinnern uns: Temme arbeitete für die Kasseler Außenstelle des hessischen Verfassungsschutzes.  Bei dem Mord an Halit Yozgat im Jahr 2006 in einem Internetcafé war Temme am Tatort. Kurzzeitig stand er unter Mordverdacht.

Landesinnenminister war damals Hessens heutiger Ministerpräsident Volker Bouffier. Zu seinem Parteikollegen Lübcke pflegte dieser nach eigenen Angaben ein freundschaftliches Verhältnis. Bouffier soll Temme persönlich gekannt haben. Als gegen diesen kurzzeitig ermittelt wurde, zog er ihn ins Regierungspräsidium Kassel ab, dem Lübcke seit 2009 vorstand. Es könnte gut sein, dass Walter Lübcke mehr über den Fall Temme wusste, als jemandem lieb war. Lübcke galt als offen und gesprächig.

Darüber hinaus gibt es etliche Hinweise auf Verbindungen hessischer Beamter in das rechtsextreme Milieu. Seit Ende vergangenen Jahres ermittelt das Landeskriminalamt gegen ein mutmaßliches rechtsextremes Netzwerk in der hessischen Polizei unter anderem wegen Volksverhetzung. Die Gruppe der verdächtigen Beamten weitet sich seither ständig aus. Im März standen bereits 38 Polizisten im Visier des LKA. Wahrscheinlich stecken diese auch hinter Morddrohungen gegen die Frankfurter Anwältin Seda Basay-Yildiz und ihre kleine Tochter. Klar ist, dass die Drohschreiben per Fax von einem Polizeicomputer an die Nebenklageanwältin im NSU-Prozess abgeschickt wurden. Unterschrieben waren sie mit „NSU 2.0“.

Rechtsextreme Umtriebe im Staatsapparat gibt es nicht nur in Hessen. Seit Jahren fliegen immer wieder Verbindungen zwischen Polizei oder Militär und militanter Neonazi-Szene auf, ob in Sachsen oder Baden-Württemberg, Thüringen oder Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern oder Bayern. Und die AfD ist immer mittendrin. Auch der Waffenschmuggler und Bundeswehrsoldat Franco A. und sein Komplize Maximilian T. gehörten dieser Partei an. Die beiden horteten Waffen, Munition und Sprengstoff und planten terroristische Anschläge. Allerdings ließ man sie nach nur sieben Monaten Ende 2017 wieder frei.

Der Bundesgerichtshof meinte, es sei ihnen nicht hinreichend nachzuweisen, ob ihr Entschluss zu einem Anschlag tatsächlich ganz konkret feststand. Kuscheljustiz für Nazis halt.

Aber nein, sorry, es sind ja nur besorgte Bürger. Arme Opfer halt, die sich nur mal ein bisschen wehren, gegen „linksgrünversiffte Gutmenschen, Merkel und ihre Gäste“ und so. Nun ja, es ist zu befürchten, dass diese „besorgten Bürger“ bald grünes Licht bekommen. Das zeigt nicht nur der Einheitsbrei aus rechten Terrorbanden, AfD, Politik und Staat. Auch immer weitere Teile des Großkapitals stellen sich auf deren Seite. So rügte BDI-Chef Dieter Kempf kürzlich, die „Große Koalition“ schade der deutschen Industrie. Denn sie stehe für das „mutlose Abarbeiten kleinteiliger Sozialpolitik und ein ungesundes Maß an Umverteilung“. Klar, er halluziniert von einer Umverteilung nach unten, die schlechterdings nicht existiert. Und Kempf weiß auch, wie er die Profitspirale nach oben kräftig ankurbeln will: Europa brauche, so Kempf, „gerade jetzt angesichts wachsender Herausforderungen der Weltwirtschaft ein handlungsfähiges Deutschland mit einer entscheidungsstarken Regierung“.

Ich übersetze das mal: Der Markt will bedient werden. Dummerweise schwächelt die ressourcenintensive Industrie gerade. Es braucht halt nicht jeder jedes Jahr ein neues Auto. Und die Rohstoffe sind auch nicht mehr so üppig zu holen. Da muss man mehr von unten abziehen. Am besten geht das mit einem autoritären, gut bewaffneten Regime. Und natürlich mit der NATO. Zu den NATO-Parteien gehören nicht nur Union, FDP, SPD und die Grünen. Auch die AfD lobt in ihrem Grundsatzprogramm das imperialistische Kriegsbündnis als Bündnis für „Verteidigung“ und zum „freihalten der Handelswege“. Mit einem gravierenden Unterschied zu den anderen: Sie fordert einen besonders autoritären Staat.

Nein, Faschisten sitzen nicht nur in der AfD. Klar. Aber eins kann man lernen aus der Geschichte: Wenn das Großkapital sie an die Macht bringen will, tut es das. Ihre Fußtruppen warten längst in Stellung. Ja, die Opferrolle zieht bei vielen. Die bediente die AfD Dithmarschen sogar im Fall Lübcke. So ätzte sie zunächst auf ihrer Facebookseite zweideutig: „Mord???? Er wollte nicht mit dem Fallschirm springen.“ Als der SPD-Landespolitiker Tobias von Pein das mit den Worten kommentierte: »Auch AfD-Mitglieder und Funktionäre schwimmen in dem Sumpf, aus dem der NSU gekrochen ist«, kriegte sich der schleswig-holsteinische AfD-Fraktionschef Jörg Nobis kaum ein. Er habe Anzeige erstattet gegen den SPD-Mann wegen – man staune – Volksverhetzung. Und außerdem sei dies Verleumdung und böse „Hetzsprache“, so Nobis.

Ja, die AfD und ihre Kumpels von NPD, militanten freien Kameradschaften und Identitärer Bewegung wollen kämpfen. Kämpfen für Deutschland. Der totale Krieg eben, der, wie es Nobis´ Parteikumpel, Nazigeschichtslehrer Björn Höcke, vor einer Weile zu sagen pflegte, „zum vollständigen Sieg führen“ müsse.

Krieg, ja, wir haben ganz vergessen, wie das war. Da holen bewaffnete, finster blickende Uniformträger die Männer aus den Familien. Alle. Schon die Jungs ab 17 oder 16 Jahren. Da klingelts an der Tür und weg sind Julian und Robin. Sie holen alle, auch den Kevin mit Asperger und den Max mit Lese-Rechtschreib-Schwäche. Da hilft kein Anwalt. Da gilt das Kriegsrecht. Dann muss die Mama eben in die Rüstungsfabrik, auch mit Bandscheibenvorfall oder Laktose-Unverträglichkeit. So wird sie endlich zur Veganerin, weil nichts anderes da ist. Adé Spaßgesellschaft. Krieg ist nicht lustig. Krieg ist mehr als ein Übergriff mit einem nicht vorhandenen „Kantholz“.

Aber zurück zum Fall Lübcke. Die Hinrichtung mutet ein bisschen wie eine Warnung an. Seht her, wir sind bewaffnet. Wir schießen auch. Und wir kriegen euch. Alle! Da hilft auch keine Fahndung übers Fernsehen bei Aktenzeichen xy ungelöst. Dort hatte man den Fall am Mittwochabend sofort aufgegriffen. Nur wenige Hinweise seien eingegangen, einige Videos und Fotos, von der nahen Kirmes aus gedreht oder geknipst, so die Polizei.

Die Hessenschau berichtete auch was Interessantes: Lübcke sei nicht alleine zu Hause gewesen, als der Täter abdrückte. Er habe mit seiner Frau und seiner Schwiegertochter den Enkel gehütet und zudem Besuch auf der Terrasse gehabt. Aber gefunden habe ihn der Sohn. Der sei auf dem Fest gewesen und habe sich gewundert, dass am Haus noch Licht brannte. Und angeblich habe irgendwer – vielleicht der Täter, vielleicht auch ein anderer – den Tatort teils gesäubert, bevor die Polizei da war.

So bleiben viele Fragen offen. Zum Beispiel: Warum haben Ehefrau und Schwiegertochter den Schuss nicht gehört und den Vorfall nicht mitbekommen? Hatte er innerhalb seiner eigenen Familie, die aktuell wohl unter Polizeischutz steht, oder in seinem politischen oder privaten Bekanntenkreis derartige Feinde? War es ein durchgedrehter Neonazi? Oder hat eine rechte Terrorzelle die Bluttat geplant? Vielleicht aber hatte jemand tatsächlich Angst, dass das Opfer Hintergründe zum NSU-Mord in Kassel ausplaudern könnte.

Man weiß es nicht. Spontan fällt mir dazu ein Szenario ein: Die Partei Die Rechte hatte im EU-Wahlkampf Plakate gehängt mit dem Slogan: „Wir hängen nicht nur Plakate.“ Sonneborns (um deutlicher hörbar zu machen, das es sich nicht um die Partei “Die Rechte” handelt!) „Die Partei“ hatte an einigen Orten darunter plakatiert: Auf einem Foto mit gehängten KZ-Häftlingen stand die Antwort: „Wissen wir.“

+++

Danke an die Autorin für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

+++

KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

+++

Alle weiteren Beiträge aus der Rubrik „Tagesdosis“ findest Du auf unserer Homepage: hier und auf unserer KenFM App.

+++

Dir gefällt unser Programm? Informationen zu Unterstützungsmöglichkeiten hier: https://kenfm.de/support/kenfm-unterstuetzen/

+++

Jetzt kannst Du uns auch mit Bitcoins unterstützen.

BitCoin Adresse: 18FpEnH1Dh83GXXGpRNqSoW5TL1z1PZgZK

160 Kommentare zu: “Tagesdosis 8.6.2019 – Sie „hängen nicht nur Plakate“

  1. Tony sagt:
    12. Juni 2019 at 14:34
    s=w; kristana

    Kleine Stichelei, lieber s=w? Ich stichle mal zurück, ins Blaue: im Ursprung lautet das: w=s; dein Wort ist mein Gebot.

    Amerika wurde als aristokratische Republik gegründet, nicht als Demokratie. Die Tyrannei ist nicht aufgehoben.
    Goethe hat immer noch recht, wenn er sagt: „Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an.“

    „Aristokratisch gesinnt ist mancher Gelehrte, denn gleich ist’s, // Ob man auf Helm und Schild oder auf Meinungen ruht.“
    Das richtet sich an die aristokratischen „Gelehrten“ (seiner Zeit, aber geltend für alle) der Sorte Helm, Schild, Meinungshoheit

    Jeder soll sich seine eigene Meinung über Goethe bilden. Für mich ist er immer noch sehr aktuell. Genauso wie Einstein! Was dachte Einstein über Goethe?:

    https://www.quora.com/What-did-Einstein-think-of-Goethe-and-Faust

  2. „Betreutes Denken?
    Man muss nur einmal Lenin oder Stalin lesen, um das Muster zu erkennen, um die Sprache zu verstehen, welche die Sprache von Zensoren ist. “

    nzz.ch/feuilleton/in-deutschland-herrscht-ein-zunehmend-repressives-klima-ld.1487259

    Wir geben als Gesellschaft ein Bild des Jammers ab. Die „Ingenieure der Seele“ sind mal wieder am Werk.

  3. Anbei, da’s passt:

    Große Koalition in AfD-Fashion
    11. Juni 2019 um 9:05 Ein Artikel von Wolf Wetzel | Verantwortlicher: Redaktion

    „Knast für Flüchtlinge
    Weniger Sozialleistungen
    Zwangsunterbringung in Lagern
    Arbeitsverbot
    Schnellere Abschiebungen
    Strafen für Helfer“

    So etwas könnte auf einem AfD-Plakat stehen oder zu einer Pegida-Demonstration aufrufen oder ein NPD-Plakat („Ist der Ali kriminell, in die Heimat aber schnell“) übertrumpen. Tastsächlich fassen diese Headlines der Frankfurter Rundschau vom 7. Juni 2019 zusammen, was als Gesetzespaket im Deutschen Bundestag verabschiedet wurde – mit einer ziemlich fetten Mehrheit all derer, die sich zur Mitte zählen, also mit den Stimmen der Großen Koalition aus CDU und SPD. Die Grünen und die Partei DIE LINKE stimmten dagegen. Von Wolf Wetzel.

    (…)
    Am 7. Juni 2019 wurde ein Paket von Verschärfungen im Bundestag verabschiedet. Die Verschärfungen richten sich nicht gegen Unternehmen, die seit Jahrzehnten organisierten Betrug betreiben (von Cum-Ex-Geschäften, Herausgabe toxischer „Wert“papiere durch Banken bis hin zu „Dieselgate“, an dem alle großen Autokonzerne beteiligt sind). In diesem Kontext wurde bis heute kein „Notstand“ ausgerufen, sondern Business as usual betrieben.

    Notstand herrscht hingegen in der Flüchtlingsfrage. Insgesamt sieben Verschärfungen in den Asyl- und Aufenthaltsgesetzen zielen auf Menschen, die nach Deutschland geflüchtet sind und mit diesem „Hau-ab-Gesetz“ vertrieben werden sollen.
    (…)
    Die AfD begräbt nicht die Demokratie – sie muss nur noch zu deren Beerdigung gehen

    Das in orwellscher Sprachmanie gehüllte „Migrationspaket“ enthält alles, was man vor 20 Jahren noch unstrittig als rechtsextrem und rassistisch bezeichnet hätte. Mit diesem Gesetz tritt man der AfD, dem „Rechtspopulismus“ nicht entgegen, man geht darauf zu, bis man von diesen freundlich bis unsanft zur Seite gestoßen wird. Mit diesen Gesetzen baut man – einmal mehr -keine Brandmauer gegen AfD und Konsorten, sondern eine Brücke, über die diese dankbar und ermutigt marschieren werden.
    (…)
    Verpackungs-und Enthüllungskünstler Seehofer

    Innenminister Seehofer hatte am 6. Juni 2019 am Rande eines Kongresses über wehrhafte Demokratie dem ARD-Hauptstadtstudio gesagt, er habe das Datenaustauschgesetz, das einen Tag später vom Bundestag beschlossen werden soll, „ganz stillschweigend eingebracht“. Stillschweigend, „weil es kompliziert ist, das erregt nicht so“. Er habe die Erfahrung gemacht:

    „Man muss Gesetze kompliziert machen. Dann fällt das nicht so auf. Wir machen nichts Illegales, wir machen Notwendiges. Aber auch Notwendiges wird ja oft unzulässig in Frage gestellt.“ (fr.de vom 7.6.2019)

    Der AfD gesellschaftspolitisch die Tür zu öffnen, ihr den Weg zu bahnen, geschieht nicht nur auf dem politischen Terrain. Was dem „Heimatminister“ herausrutschte, ist wirklich ehrlich, ungepudert. Er scheißt einfach auf demokratische Prozesse, auf eine tatsächlich offene und ernstgemeinte Debatte. Er kann wahrscheinlich selbst nicht mehr diese Marketing-Sprüche hören von wegen Transparenz, Streitkultur, Bürgernähe und – das ist ganz groß im Kurs – Fehlerkultur.

    Er weiß, dass es ganz anders geht und ganz anders läuft. Seehofer ist hierbei nicht besonders schlimm, sondern klar. Das passiert ihm einfach ab und an, neben dem notorischen Lächeln, das mit keinem wie auf immer gearteten Außen korrespondiert. Schon einmal ist Herrn Seehofer ähnlich Enthüllendes gelungen. In einer Sendung mit „Pelzig” am 21. Mai 2010 gab er mit großer Kenntnis und noch größerem Insiderwissen zum Besten, was manche – bis es zu spät ist – als Verschwörungsphantasie verwitzeln:

    „Diejenigen die gewählt wurden, haben nichts zu entscheiden … und diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt.“

    Die Abschaffung der Demokratie, vor der viele Parlamentarier warnen, wenn sie die AfD im Blick haben, wird von ihnen selbst – Zug um Zug vorbereitet. Der heutige Ministerpräsident in der Türkei Erdogan hat dieses Zu- und Zusammenspiel sehr bildhaft und treffend so beschrieben, als er noch Bürgermeister war:

    „Die Demokratie ist für uns eine Straßenbahn. Wenn wir angekommen sind, steigen wir aus.“

    Dieser gewählte Diktator hat nicht nur eine treffende Metapher für postfaschistische Strategien gefunden, er beweist auch, dass man mit ihnen erfolgreich ist. Das setzt eben voraus, dass die Demokratie sie einsteigen lässt, dass man ihnen freundlich Platz macht, dass der Weg des Busses (der Demokratie) eine gemeinsame Strecke mit dem Postfaschismus nimmt, bevor der Bus nicht mehr gebracht wird.
    (Quelle: NachDenkSeiten)

    Ergänzend sei noch angemerkt, das Einzige was beendet wird, ist die Simulation der Demokratie und das nicht um sie durch reale Anwendung zu ersetzen.

    Und: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“
    (Martin Niemöller)

    • Moin Box 🙂

      Wir erinnern uns… „Rechts von uns ist nur noch die Wand!“ FJS

      Es hört (und fühlt) sich voll schräg an, aber ich mag Seehofer für diese „Ausrutscher“! Der weiß genau, wie sediert die Leute sind und dass er sowas völlig ohne jede Konsequenz raushauen kann. Seehofer der kleine Versuchsballon bzw Gehirnwascherfolgsindikator. 😉

      Niemöller… Heutzutage brauchts nicht mal mehr Nazis für solche Sätze. 🙁

      Als die Herrschenden die Fliehenden einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Flüchtling. Als sie die Gelbwesten totschlugen, habe ich geschwiegen; ich war ja keine Gelbweste. Als sie die Journalisten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Journalist. Als sie die Ärmsten sanktionierten, habe ich geschwiegen; ich war ja nicht arm. Als die Hölle losbrach, gab es keinen mehr, der sich wehren konnte.

    • „Wir erinnern uns… „Rechts von uns ist nur noch die Wand!“ FJS“

      Wieviel Zugeständnisse brauchen wir den noch?
      Von wegen Partei der Mitte. Sie entlarven sich doch selbst.
      Rechts wird zur Mitte „umgeschrieben“.
      Schaut euch Mausfeld’s Ausführungen zum Debattenraum in der „Demokratie“ und dessen Rahmen der nach rechts verschoben wird, an.
      Haben bestimmt auch schon viele getan, begriffen haben es wahrscheinlich nur einige.
      Meine Sicht, dass die AFD den Debattenraum noch einmal nach rechts schiebt, ist wahrscheinlich nur meiner links versifften Ideologie geschuldet! 🙂

    • „Die AfD begräbt nicht die Demokratie – sie muss nur noch zu deren Beerdigung gehen.“

      Auf den Punkt gebracht. Noch hat die AfD nicht die Macht, die sie sich wünscht.
      Die“ Vorbereiter“ sitzen in der GroKo und natürlich auch in den Medien. Ob gewollt oder nicht.

      Zur Wahl in Thüringen werde ich gehen, was ich bei der EU-Wahl absichtlich gelassen habe.
      Langsam wird es „unappetitlich.“

    • „Auf der recht- und linken Seite, / auf dem Berg und in der Mitten / sitzen, stehen sie zum Streite, / all einander ungelitten. / Wenn du dich ans Ganze wendest / und votierest, wie du sinnest, / merke, welchen du entfremdest, / fühle, wen du dir gewinnest.“ (Goethe)

    • oder:
      Aristokratismus im eigentlichen Sinne ist das Einzige und Rechte. (Goethe)

    • Guten Morgen schwarz ist weiß 🙂

      Das Aristokratie-Zitat ist ziemlich aufschlussreich! Ich mochte Goethe schon in der Schule nicht.
      Dann lieber Einstein (leider wurden dessen Zitate uns nicht gelehrt):

      „Wenn die meisten sich schon armseliger Kleider und Möbel schämen, wieviel mehr sollten wir uns da erst armseliger Ideen und Weltanschauungen schämen.“

    • Die Sichtweise Goethes ist seiner Bildung und seiner gesellschaftlichen Stellung geschuldet.

      „Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an.“
      (Goethe)

      Geklärt werden müsste, was Goethe unter Aristokratismus im eigentlichen Sinne versteht.
      Ich nehme mal an, dass Er da eine andere Definition hat. (?)

      Aristokratismus = Staatsform, bei der die Herrschaft im Besitz des Adels ist – meint er wirklich das damit?

    • Hallo Kristana,

      in meiner Schulzeit spielte Goethe nicht so große Rolle.
      Eigentlich erinnere ich mich nur noch an den „Osterspaziergang“. „Faust“ war nur „light“ behandelt worden.

      Literaturvermittlung und daraus folgende Begeisterung steht und fällt mit dem Lehrer.

    • s=w; kristana

      Kleine Stichelei, lieber s=w? Ich stichle mal zurück, ins Blaue: im Ursprung lautet das: w=s; dein Wort ist mein Gebot.

      Amerika wurde als aristokratische Republik gegründet, nicht als Demokratie. Die Tyrannei ist nicht aufgehoben.
      Goethe hat immer noch recht, wenn er sagt: „Sobald die Tyrannei aufgehoben ist, geht der Konflikt zwischen Aristokratie und Demokratie unmittelbar an.“

      „Aristokratisch gesinnt ist mancher Gelehrte, denn gleich ist’s, // Ob man auf Helm und Schild oder auf Meinungen ruht.“
      Das richtet sich an die aristokratischen „Gelehrten“ (seiner Zeit, aber geltend für alle) der Sorte Helm, Schild, Meinungshoheit

      Jeder soll sich seine eigene Meinung über Goethe bilden. Für mich ist er immer noch sehr aktuell. Genauso wie Einstein! Was dachte Einstein über Goethe?:

      https://www.quora.com/What-did-Einstein-think-of-Goethe-and-Faust

    • PS:

      Nochmal:
      ….“Wenn du dich ans Ganze wendest….merke, welchen du entfremdest, / fühle, wen du dir gewinnest.“ (Goethe)

      Ans Ganze.

    • PS 2:

      Versehentlich weggefallen am Ende des Satzes:

      Das richtet sich an die aristokratischen „Gelehrten“ (seiner Zeit, aber geltend für alle) der Sorte Helm, Schild, Meinungshoheit qua aristokratischem Stand.

    • @ Kristana

      Mir scheint, Sie mögen mich nicht, bzw. das, was Sie für meine Position halten.
      Das sollte Ihnen aber den Zugang zu Goethe nicht versperren.

    • hallo Tony,
      danke für deine Antworten.

      Wenn ich Goethes Lebensstiel betrachte:

      goethe-weimar-wetzlar.de/index-Dateien/Goethe,%20sein%20Lebensstil%20und%20das%20Geld.pdf

      Naja, dann wundern mich seine Ansichten nicht.
      Seinen Status Quo noch zu verbessern, war eins seiner Ziele. Er lebte in Saus und Braus.
      Die Armut anderer Leute kümmerte ihn nicht.
      Dazu passt auch, dass er Geheimrat, Logenmitglied und Anthroposoph war. (ist jetzt nicht wertend gemeint)

      Er war ein Genie aber auch ein Egoist. Bescheiden war er nicht.
      Leider haben viele Künstler diese Eigenschaften.
      Er ist was Besseres – daran zweifelte er wohl nicht!

    • @ schwarz ist weiß

      Ist das jetzt die Antwort von „weiß ist schwarz“ im Sinne des General Ignatius von Loyola und seiner soldatischen Organisation? Eine sehr widersprüchliche Organisation; widersprüchlich im Guten wie im Bösen. Widersprüchlich, so ist auch der einzelne Mensch. Was die Soldaten des Ignatius betrifft, eher auf der Seite des Bösen. Das sind dann die Helm- und Schildträger, auf die Goethe verweist. Aber lassen wir das mit den Soldaten Christi, und ich nehme Sie beim Wort, dass Sie schwarz ist weiß sind.

      Unter den Kritiken Goethes zeichnet sich dieser Text, der besonders auf den Museumsangestellten (Jochen Klauss), Bezug nimmt, als ein Journal (Amtsblatt) eines pencil pushers (Büromensch ist als Übersetzung zu schwach) aus, der bestens geeignet ist, die Finanzabteilung des Museums oder gleich des örtlichen Finanzamtes zu leiten; am besten auch die Stelle für Moral und Sitte, wenn es die gibt. Ein Blickwinkel wie in der ehemaligen DDR?

      Goethe vorzuwerfen, dass er im Wohlstand aufwuchs und diesen in seinem Leben genoss ist zu billig. In „Mein Weltbild“ unter „Gemeinschaft und Persönlichkeit“ schreibt Einstein: „Was ein Mensch für seine Gemeinschaft wert ist, hängt in erster Linie davon ab, inwieweit sein Fühlen, Denken und Handeln auf die Förderung des Daseins anderer Menschen gerichtet ist. Je nach der Einstellung eines Menschen in dieser Beziehung pflegen wir ihn als gut oder schlecht zu bezeichnen. Es sieht auf den ersten Blick so aus, wie wenn die sozialen Eigenschaften eines Menschen allein für seine Beurteilung maßgebend wären.
      Und doch wäre eine solche Auffassung nicht richtig. Es lässt sich leicht erkennen, daß all die materiellen, geistigen und moralischen Güter, die wir von der Gesellschaft empfangen, im Lauf der unzähligen Generationen von schöpferischen Einzelpersönlichkeiten herstammen.“

      Und in „Briefe“ schreibt Einstein: „Toleranz ist das menschenfreundliche Verständnis für Eigenschaften, Auffassungen und Handlungen anderer Individuen, die der eignen Gewohnheit, der eigenen Überzeugung und dem eigenen Geschmack fremd sind. Toleranz heißt also nicht Gleichgültigkeit gegen das Handeln und Fühlen des oder der anderen; es muß auch Verständnis und Einfühlung dabei sein…“

      Dies ist ein Text eines Buchhalters ohne menschenfreundliche Verständnis für die Widersprüchlichkeit jedes Menschen, insbesondere den besonderen Bedingungen der schöpferischen Einzelpersönlichkeit.

      Am Ende des von Ihnen verlinkten Textes (Autor???) steht, Eckermann als Quelle erwähnend:

      „Und mit dem folgenden klarsichtigen Satz fasste der 80-Jährige sein gesamtes politisches, künstlerisches, wissenschaftliches und bürgerliches Leben zusammen: »Es ist nicht genug, daß man Talent habe, es gehört mehr dazu, um gescheit zu werden; man muß auch in großen Verhältnissen leben und Gelegenheit haben, den spielenden Figuren der Zeit in die Karten zu sehen und selber zu Gewinn und Verlust mitzuspielen.“

      Eine der einsichtigeren Quellenangaben des unbekannten Verfassers dieses Textes.

      Schiller meinte zu Goethe: „Gegen Goethe bin ich und bleibe ich ein poetischer Lump.“

    • Danke für ihre Ausführungen:

      „Es lässt sich leicht erkennen, daß all die materiellen, geistigen und moralischen Güter, die wir von der Gesellschaft empfangen, im Lauf der unzähligen Generationen von schöpferischen Einzelpersönlichkeiten herstammen.“

      Das ist richtig.
      War sich Goethe dessen bewusst?
      Hat er, wenn er ein üppiges Mahl zu sich genommen hat (was ihm sehr wichtig war), auch über die Arbeit der Leute nachgedacht, die Ihm seinen Lebensstiel ermöglicht haben?
      Ich hab da so meine Zweifel.
      Wer dichtet und auch wissenschaftlich arbeitet, dessen Gedanken bewegen sich in ganz anderen Gefilden.
      Ich will seine geistige Arbeit nicht schmälern, aber viele Künstler sind nicht die angenehmsten Zeitgenossen.
      Nennen Sie mich ruhig Kleingeist. Was ich wohl auch bin. In Anbetracht über wen wir hier schreiben. 🙂
      Das wirken von Goethe wird aber auch bei mir immer im Vordergrund stehen.
      Ohne Zweifel einer der Großen.

    • @ schwarz ist weiß

      „Sowie wir geboren werden, fängt die Welt an, auf uns zu wirken, und das geht so fort bis ans Ende. Und überhaupt, was können wir denn unser Eigenes nennen als die Energie, die Kraft, das Wollen? Wenn ich sagen könnte, was ich alles großen Vorgängern und Mitlebenden schuldig geworden bin, so bliebe nicht viel übrig.“

      „Wenn ich bedenke, wie man wenig ist, und was man ist, das blieb man andern schuldig.“

      Hilft das ein wenig bei Ihren Zweifeln?

      Was die Kommerz-/Unterhaltungskünstler unserer Zeit angeht: wahrlich nicht die angenehmsten Zeitgenossen in der Masse.

    • Tony 🙂

      Nein, da täuschen Sie sich! Meistens bin ich Ihrer Meinung und jedesmal am überlegen wozu ich antworten soll. Wär doch nur ne Wiederholung. Sie triggern mich selten zum Widerspruch, deshalb vergess ich manchmal einfach nur zu antworten.
      Sorry!!!

      Goethe… Da hat s-w wahrscheinlich Recht. Meine Lehrer und ich hattens, außer in den Naturwissenschaften, net so miteinander… 😉 Nen Vollblutpunk Faust lesen zu lassen is aber auch ne Zumutung. 😉

    • schwarz ist weiß 🙂

      Jetzt muss ich den guten Johann Wolfgang aber mal ein bissi in Schutz nehmen. Genie ist das Stichwort. Wahrscheinlich hat er dasselbe Handicap wie fast alle Genies. Leichten Asperger… Dann haste, wenn du nicht trainierst, echte Probleme mit Wahrnehmung und Empathie. Sone kleine ausgleichende Gerechtigkeit quasi. Einstein war da auch „behindert“.
      Und jetzt hab ich Tonys langen Text gelesen und festgestellt, dass der alte Albert das durchaus wusste: „Es sieht auf den ersten Blick so aus, wie wenn die sozialen Eigenschaften eines Menschen allein für seine Beurteilung maßgebend wären. ABER…..“

    • @ Kristana

      Warum alles relativ ist, sich nichts ändert und die Diagnose die Krankheit ist:

      Wenn man zwei Stunden lang mit einem netten Mädchen zusammensitzt, meint man, es wäre eine Minute. Sitzt man jedoch eine Minute auf einem heißen Ofen, meint man, es wären zwei Stunden. Das ist Relativität. (Einstein)

      Ein großer Teich war zugefroren. / Die Fröschlein, in der Tiefe verloren. / durften nicht ferner quaken noch springen, / versprachen sich aber, im halben Traum: / Fänden sie nur da oben Raum, / wie Nachtigallen wollten sie singen. / Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz, / nun ruderten sie und landeten stolz / und saßen am Ufer weit und breit / und quakten wie von alter Zeit. (Goethe)

      Eine der verbreitetsten Krankheiten ist die Diagnose. (Karl Kraus)

  4. Hier mal die Auswirkungen einer Ideologie die sich anscheinend Frau Bonath, die Bilderberger samt Soros und Co. so sehr wünschen.

    „https://www.refcrime.info/de/Crime/Map“

    Über die Auswirkungen ihrer Propaganda spricht sie aber nicht sehr gerne, die werden eher zu 100 % verschwiegen oder den anderen in die Schuhe geschoben.

    • „Frau Bonath, die Bilderberger samt Soros und Co.“

      Diese Nebelkerze ist so schlecht, das Sie wohl eher die Sichtweise des Schreibers wieder gibt, als aufzuklären.

      Na ja geschenkt, das Wort „anscheinend“ relativiert den Text.

    • Mein Kommentar ist bei weitem nicht so anstößig wie der Artikel selbst.
      Bonath betreibt hier massive Propaganda im Sinne der Bilderberger und Soros NGOs.
      Ganz im Sinne der NWO. Also von Nebelkerzen würde ich nicht sprechen, eher von Sonnenschein der einen dunklen Raum beleuchtet.
      Nur dass ihnen das was sie zu sehen bekommen halt nicht gefällt. Das ist aber nicht mein Problem.
      Aber möglicherweise sind sie ja selbst eine Nebelkerze die hier schon die ganze Zeit für finstere Gestalten aktiv ist oder für den BND?
      Wer weiß das schon? Argumente bringen sie ja nie.
      Frau Bonath nimmt ein unaufgeklärtes Verbrechen her um die AfD als Mörderbande zu diffamieren während sie 65000 aufgeklärte Schwerstverbrechen kein Problem hat, das ist ja das Deutschland dass man sich wünscht, so ja auch die Grünen.
      Und nun fragen sie sich nochmals wer hier Nebelkerzen anzündet!

    • Frau Bonath nimmt ein unaufgeklärtes Verbrechen her um die AfD als Mörderbande zu diffamieren.
      Und ich arbeite für den BND!
      Lustig !

  5. Ou ja, hat weh getan, der Beitrag … 😊. Wahrscheinlich deswegen so viele negative Meinungen (der geschätzten Wähler -welche auch immer sich gemeint fühlen).

    Susan Bonath, Sie wissen, dass Sie meinungs- und kommentarmäßig äußerst begehrt/verhasst sind? 😊

    Nun, vielleicht ist Ihre Sprache zu spitz für manch empfindliches Popöchen. Von den hirnversteckten Gedanken mancher Schreibgenossen ganz zu schweigen.

    Was mir persönlich an Ihren Beiträgen gefällt, ist das Konkrete, das „Ross und Reiter nennen“.
    Ich hoffe, dass sowohl Ken als auch FM, das zu schätzen wissen.

    und…einen sympathischen Abend noch:

    https://www.youtube.com/watch?v=4Wqlts7QWA8

    • Weh tut einzig und allein zu sehen, wie naiv Menschen sind und dass sie noch immer nicht mitbekommen haben, wozu dieser ganze Parteien-Klamauk dient.
      Merken die nicht , dass sich seit Jahrzehnten nichts tut oder ändert, egal ob man die grüne oder rote Filterblase wählt.
      Ist das zu begreifen ?!

    • Weh tut auch die weitverbreitete Doppelmoral.
      Die „Macht um Acht“ zu feiern und das dort Kritisierte hier wiederum gut zu finden passt nicht. Sich wie ein Fähnchen im Wind drehend, denen die darauf hinweisen, Sympatie für die genannten Gruppierungen/Parteien zu unterstellen ist zwar voll in, unterm Strich jedoch maximal voll bequem.

    • Im Zusammenhang mit diesem Text kann ich mir das Auftreten von Schmerz exklusiv in der Produktion vorstellen.
      Die Worte an sich sind eher stumpf und was das „Popöchen“ angeht, visieren diese den meinen nur vage an, um dann aber an jenem ganz weit vorbei zu segeln.

    • @Redmer
      Bin absolut derselben Meinung.
      Die Frage ob oder wie es zu begreifen ist, könnten uns wahrscheinlich Hans-Joachim Maaz oder Franz Ruppert im Detail beantworten.

    • Das postete Tony weiter unten. Es lohnt sich, dort nochmal nachzulesen.
      Das Zitat, schrieb er, sei von Gans-Ludassy.

    • Durch Mitgefühl. Durch Mitgefühl kommen wir da raus.
      Gibt es eine „Solidarität“ auch mit Tieren? In meinem Leben, ja.

      Meine Frau machte mich gerade auf folgendes Video aufmerksam.

      https://www.youtube.com/watch?v=uhTW6-jc5hs&fbclid=IwAR250T-nqrKcfATViqA6eeUQtsIwDsadB5YC4RXAn6q2V7Po9JE00-X2U7o&app=desktop

      2 Minuten für die Seele und das Herz.

    • @ Guanyin

      Lieber Guanyin – ich gestehe, ich bin „bewegt“.
      Hmmm…merkwürdig, welche Kräfte wirken und Verbindungen herstellen: Bezwecktes vermitteln? Und wie diese Kräfte das tun.

      Ungefähr im gleichen Alter wie dieser Junge, saß ich auf einem amerikanischen Highway vor einer überfahrenen Katze – (ich weiß nicht mehr, ob es meine war, denn ich erinnere diese Geschichte nur als Erzählung meiner Mutter) – und versuchte weinend ihre Augen, die neben ihr auf der Straße lagen, der Katze wieder einzusetzen. Meine Mutter kam wohl gerade rechtzeitig, um mich und die Katze von der Straße zu holen. Und mich zu beruhigen. Meine Katzenallergie führe ich auf dieses Ereignis zurück. Schade, dass ich mich nicht an meine Gefühle damals erinnern kann.

      Was ist seither passiert? Kennen Sie das Gefühl, daß Sie ein Gefühl nicht einordnen können? Oder das Gefühl, daß Sie ein Gefühl vermissen? Als meine Mutter starb war ich verdutzt, ja erschrocken, daß da kaum Gefühle waren. Irgendwann brachen sie aus.

      Zu Mitgefühl für Tiere:

      Ich glaube, Mitgefühl ist nur dann möglich, wenn der (erwachsene) Mensch sich selbst im ANDERN sucht/findet („Sozial wird der Mensch, weil er sich selbst im andern sucht.“ Karl Kraus).
      Nun ist es wohl Tatsache, dass der Mensch damit Schwierigkeiten hat, sich selbst im anderen Menschen zu suchen/finden. Und, ich meine, bevor er das nicht kann, wird er sich selbst in Tieren erst recht nicht sehen/finden.
      Ich gestehe, ich habe Probleme mit Menschen, die das können aber tagtäglich in ihrem Verhalten demonstrieren, daß sie kein Mitgefühl für ihre Mitmenschen haben. Davon muss es logischerweise viele geben, wenn es so ist, daß der Mensch Schwierigkeiten hat, sich selbst im anderen Menschen zu sehen.
      Meine Überzeugung: erst wenn der Mensch sich selbst im anderen Menschen sieht, dann wird er es auch beim Tier können.

      Was wohl noch schwerwiegender ist: „Die Menschen werden an sich und andern irre, weil sie die Mittel als Zweck behandeln.“ (Goethe)
      Wir behandeln andere Menschen – und Tiere erst recht – als Mittel zum Zweck.

      Wir leben in einer utilitaristischen Welt der Zwecke (Bentham)!

      Nochmal Goethe:
      „Als ich einmal eine Spinne erschlagen, / dacht ich, ob ich das gesollt? / Hat Gott ihr doch wie mir gewollt / einen Anteil an diesen Tagen!“
      „Wüchsen die Kinder in der Art fort, wie sie sich andeuten, so hätten wir lauter Genies.“

    • Dann wären wir uns jetzt zum ersten Mal nicht einig, Tony. Ich bezweifle, daß man die Entwicklung des Menschen zum Mitgefühl in Klassen (schulisch) einteilen kann. (In den ersten Klassen erst mal mit den Menschen anfangen und dann, in den höheren Klassen, auf die Tiere ausdehnen.)
      Und ich bin mir ziemlich sicher, daß das tötende Prinzip, wo auch immer es ausgelebt wird, bei Tieren oder bei Menschen, annähernd ähmlich fatale Folgen für die Entwicklung zum Frieden haben.
      „Es entspricht ganz der menschlichen Eitelkeit und Unverschämtheit, ein Tier dumm zu nennen, nur weil es seiner schwachen Wahrnehmung als dumm erscheint.“ (Beziehen Sie bitte dieses Zitat nicht auf sich, T.)
      Wenn es die „schwache Wahrnehmung“ ist, die uns dazu gebracht hat, eine Hölle der Ignoranz auf Erden zu erschaffen, dann muß es der entgegengesetzte Weg sein – eine Arbeit an der Verfeinerung unserer Wahrnehmung – die die Heilung für alle sein könnte.
      Hier sind zwei mit ganz feiner und subtiler Wahrnehmung:
      https://www.youtube.com/watch?v=FVlz9UGlVE0

      „Fürchtet die Zeit, wenn die verführerische Melodie der Rattenfänger allzeit obenauf ist und in den Köpfen der Masse auf fruchtbaren Boden fällt. Fürchtet die Zeit, wenn die Warner vor Frustration das Handtuch geworfen haben. Eine Ära der Unmenschlichkeit und Zerstörung wird ihren Lauf nehmen und nichts mehr kann sie aufhalten. Wenn auch ihr endlich aus eurer Lethargie aufwacht und Widerstand leistet, wird es längst zu spät sein – der Hurrikan der Verwüstung wird euch hinwegfegen. Weinen und Wehklagen wird euer Lied werden – bis die gefrässige Klaue der Auslöschung ihre Krallen in Euch schlägt. Die Zeichen der Zeit – da sind sie längst. Aber ihr wolltet sie nicht sehen – ums Verrecken nicht! So habt ihrs gewollt – so ist es gekommen: Death is what you want – death is what you get!“
      (Von Logos an anderer Stelle gepostet. Urheber mir unbekannt.)

      „Es schmerzt mich, dass es nie zu einer Erhebung der Tiere gegen uns kommen wird, der geduldigen Tiere, der Kühe, der Schafe, allen Viehs, das in unsere Hand gegeben ist und ihr nicht entgehen kann. Ich stelle mir vor, wie eine Rebellion in einem Schlachthaus ausbricht und von da sich über eine ganze Stadt ergiesst.“
      ELIAS CANETTI (1905-1994), Literaturnobelpreisträger 1981

      S.80: „Aber sie (die Jünger) antworteten ihm: Wohin sollen wir gehen, Herr, denn mit Dir sind die Worte des ewigen Lebens. Sage uns, welche sind die Sünden, die wir meiden müsssen, damit wir niemals mehr Krankheit sehen mögen?
      Jesus antwortete: Es geschehe nach Eurem Glauben, und er setzte sich in ihre Mitte und sprach: Es war den Alten gesagt: Ehre Deinen himmlischen Vater und Deine irdische Mutter und erfülle ihre Gebote, damit Du lange lebest auf Erden.
      Und danach wurde ihnen dieses Gebot gegeben: Du sollst nicht töten, denn das Leben ist ALLEN (!!!) von Gott gegeben, und was Gott gegeben hat, soll der Mensch nicht wegnehmen, denn ich sage Euch, wahrlich, von einer Mutter stammt alles, was auf der Erde lebt.
      Wer also tötet, der tötet seinen Bruder.
      Und von ihm wird die irdische Mutter sich abwenden und ihre erquickenden Brüste von ihm wegnehmen. Und er wird von ihren Engeln gemieden werden, und Satan wird in seinem Körper Wohnung nehmen. Und das Fleisch der geschlachteten Tiere in seinem Körper wird zu seinem eignen Grab. Denn, wahrlich, ich sage Euch, der, welcher tötet, der tötet sich selbst, und wer das Fleisch der geschlachteten Tiere ißt, der ißt vom Körper des Todes.
      Der, welcher tötet, der tötet sich selbst, und wer das Fleisch der geschlachteten Tiere ißt, der ißt vom Körper des Todes. Und ihr Tod wird zu seinem Tode.
      (Anmerkung: Ach, wenn das nur jemand wirklich wirklich wirklich hören könnte: Der Tod der getöteten Tiere wird zu unserem eigenen Tode!!!)
      Denn der Sünde Sold ist der Tod. Tötet nicht, noch eßt das Fleisch Eurer unschuldigen Beute, damit Ihr nicht Sklaven Satans werdet. Denn das ist der Pfad des Leidens, und er führt zum Tod.“
      (Karma, das Rad des Lebens, von Sant Kirpal Singh, bzw. in einer Neuausgabe, von Soami Divyanand)

      Nicht alles, was von den Weisen stammt, auf deren Aussagen ihre Nachfolger dann Religionen errichtet haben, ist doof.

    • @ Guanyin

      Tiere nähern sich einander vorsichtig, beschnuppern sich, umkreisen einander – und dann fällt die Entscheidung:
      Annäherung oder Ablehnung. Dasselbe macht das Tier mit dem Menschen. Diese Fähigkeit des Umgangs mit dem Tier fehlt dem „normalen“ Menschen. Er hat sich nunmal entschieden, Mensch zu werden.

      Mit diesen Fähigkeiten (Instinkt) hat der Mensch Probleme, die mit seiner „Fähigkeit“ zur Abstraktion zu tun haben; so befinden wir uns nun also in der Logik (oder Unlogik) der Annäherung oder Ablehnung im nächsten Schritt. Wie Sie jetzt beiläufig sicher erkennen: wir sind uns absolut einig, was die mangelhafte Wahrnehmung des Menschen betrifft; eine sehr schwache Wahrnehmung. Unsere Fähigkeit zur Abstraktion ist ein zweischneidiges Schwert (aber das führte hier zu weit).

      Ihr letzter Satz:
      „Nicht alles, was von den Weisen stammt, auf deren Aussagen ihre Nachfolger dann Religionen errichtet haben, ist doof.“

      Ich denke, was uns unterscheiden könnte ist, daß Sie einen theosophischen Zugang haben, während ich einen philosophischen vorziehe. Daher lese ich die Weisen lieber im Original als in der Sprache der Religion. Und genau in der Sprache unterscheiden sie sich. Muss man sie darin unterscheiden! „Fürchtet die Zeit, wenn die verführerische Melodie der Rattenfänger…“….. „Der Hurrikan der Verwüstung wird euch hinwegfegen.“… „Weinen und Wehklagen…“. Wer solche Sprache verwendet – eine typisch biblische Sprache -, der macht sich verdächtig, selbst Rattenfänger zu sein. Als Linguist mit sprachphilosophischer Ausrichtung bin ich besonders kritisch solcher Sprache gegenüber. Philosophen meiden Pathos in ihrer Sprache, ausser sie sind theosophisch ausgerichtet.

      Wenn Sie meinen, dass ich die Entwicklung des Menschen zum Mitgefühl in Klassen (schulisch) einteilte. (In den ersten Klassen erst mal mit den Menschen anfangen und dann, in den höheren Klassen, auf die Tiere ausdehnen.), dann irren Sie sich. Aber das sollten Sie am Text oben schon festgestellt haben.

      Es gibt da für mich keine erste oder zweite Klasse. Aber es gibt Unterschiede, die wir kennen (oder meinen zu kennen). Und es gibt jede Menge Eigenschaften, in denen wir uns gleichen, die wir aber (noch) nicht erkennen – s. Wahrnnehmung – und deshalb nicht anerkennen. Dies entspricht tatsächlich der menschlichen Eitelkeit! Und wenn der Mensch sich in Sachen Wahrnehmung so weiter entwickelt, dann wird er m. E. nicht als Mensch überleben, sondern als transhumaner Homunkulus in einer künstlichen Kulturwelt, welche eine mittels seiner Abstraktonsfähigkeit geschaffene Weiterentwicklung des Gegensatzes Kultur vs. Natur sein wird. Während er die Natur zerstört, schafft er z.B. künstliche Inseln vor den Küsten der Araber.

      Ich denke schon, dass im Verhältnis Mensch vs. Tier, es der Mensch ist, der lernen muss; denn er ist es, der sich ändern muss in diesem Verhältnis. Und ich glaube schon, dass ein Menschenfreund eher Tierfreund wird als dass ein Tierfreund ein Menschenfreund wird, nur weil er Tiere liebt. Und unter den Tierfreunden sind viele, die sich aus Enttäuschung vom Menschen von ihm abgewandt haben und Trost beim Tier suchen.
      Eines ist sicher richtig: Wir sollten unser Verhältnis zueinander und zu den Tieren dringend überdenken, egal ob wir an die Schöpfung glauben oder nicht. Tiere leiden wie wir! Wir können das sehen, wenn wir wollen. Und Tiere erkennen, wenn der Mensch leidet! Ach das können wir sehen, wenn wir wollen.

    • @ Guanyin

      Ergänzung:
      „Dann wären wir uns jetzt zum ersten Mal nicht einig.“

      Ich glaube nicht. Ich glaube, wir sprechen nur eine andere Sprache. Zum Teil.

    • Ich glaube doch, Tony. Wir sind sehr unterschiedlicher Meinung, denn Sie verteidigen sehr geschickt den Fleischkonsum und das Töten von Tieren. (Die ich als Verkörperungen eigener Seelenanteile betrachte, weshalb wir von jedem Tier etwas lernen können und, so wir in der Lage sind, es zu lieben, durch es vollständiger werden können.) Wir haben zudem zwei völlig unterschiedliche Zugangswege zur Realität. Sie über den Kopf, über das linguistische Philosophieren, wie Sie sagten, ich direkt, unmittelbar, unverstellt. Ich schaue mir die Menschen an und ich erfühle sie mir, ohne in deren Vergangenheit herumzukramen. Wozu auch? Wieviele von uns sind völlig anders gestartet, und heute von ihren alten „Freunden“ kaum noch wiederzuerkennen. Peterson ist heute ein ganz anderer und wer nicht sieht, wie sehr er sich für das engagiert, was lebenswert und lebenswürdig ist; wie sehr er sich aufopfert, jungen Menschen einen Weg zu weisen, in der Hölle dieser Welt irgendwie klar zu kommen und einen sinnvollen Beitrag zu leisten, der kennt zwar vielleicht irgendein altes Bekenntnis von anno dazumal (ich würde gern dieses Bekenntnis selbst sehen und dabei auf den Zeitpunkt dieser Verlautbarung achten wollen) aber er hat sich gewiß nicht MEINEN Peterson angeschaut (wie unten verlinkt) und im Umfeld dieser Aussagen weitergeforscht und weitergefühlt.
      Was Goethe wohl zu Peterson sagen würde? Ich bin mir fast sicher, daß er zu einem äußerst positiven Urteil kommen würde.
      Ich meine, den reifen, weisen Goethe, nicht den, der mit seinen Dämonen rang und beinahe Selbstmord begangen hätte; nicht den, der sich saufend und hurend irgendwie durchgebracht hat. Soviel ich weiß, war es ihm später äußerst peinlich, auf den Werther angesprochen zu werden. Und es gibt so viele, die sich erst mal orientieren mußten, bevor sie dann ihren eigenen Weg fanden.
      Der frühe Steiner z.B.. Würden Sie auch von ihm Zitate oder Selbstaussagen nehmen, um Steiners Lebenswerk madig zu machen und den ganzen Rest ausklammern?
      Uff, bin ich froh, daß ich nicht Liberalismus studiert habe, ganz ehrlich.
      So eine „Verbildung“, jetzt sag ichs mal ganz unverschämt übertrieben, wird man wirklich nur ganz schwer wieder los.
      Ich habe heute keine Verwendung mehr für die Vergangenheit und das akademische Schulwissen.
      Mein Atem heißt JETZT und genau dort begegne ich den Menschen.

      Und wenn jemand, wie von Redmer getan, schon deshalb ausgeschieden und mit Verdacht belegt wird, weil er in einem großen Stadion auftritt (wie Icke) – ja, was soll man da noch diskutieren?
      (Informieren Sie sich doch mal über die Schwierigkeiten Icke’s, überhaupt noch Veranstaltungsorte in Europa zu bekommen!?)

      Pink Floyd: „Charade you are!“

    • Ich ziehe jetzt dieselbe Konsequenz wie Wolfgang Altpeter, der berechtige Anliegen vorgetragen hat, ohne daß ihm auch nur mit einem Wort erwidert worden wäre.

    • @ Guanyin

      Dass ich den Fleischkonsum und das Töten von Tieren verteidige ist Blödsinn. Und das auch noch „sehr geschickt“?
      Ja, wir sprechen verschieden Sprachen, aber ich denke, ich verstehe durchaus Ihre Sprache und ihren „Zugang zur Realität“. Umgekehrt scheint es nicht zu gelingen.
      Der Mensch kann sich ändern. Auch Peterson. Ich kenne diesen Wandlungsprozess nicht. Aber ich weiß, dass es eine Wandlung seiner ehemals Befürworter gibt, die ihn heute für „gefährlich“ halten. Das wiederum unterstützt sein Bekenntnis, wann auch immer in der Vergangenheit gemacht.

      Sie sollten sich aber nicht so psychisch herunterziehen lassen von mir, nur weil ich „Ihren“ Peterson kritisch sehe!!!

      Sie sind ein Sucher. Sucher suchen die Höhen! Sucher sind immer der Gefahr von Dämonen ausgesetzt:
      „Je höher ein Mensch, desto mehr steht er unter dem Einfluß der Dämonen, und er muß nur immer aufpassen, daß sein leitender Wille nicht auf Abwege gerate. (Goethe)

      Hier noch Goethe zu „Gefühl“ und „Verbildung“.

      Wenn dir’s im Kopf und Herzen schwirrt, / was willst du Beßres haben! / Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, / der lasse sich begraben.
      Auch die gelesene Wahrheit muß man hinterher erst selber erfinden. Die Gehirnhöhlen sind voll Samen, für welche das Gefühl erst die Blumenerde und die Treibscherben bildet.
      Verstand und Vernunft sind ein formelles Vermögen. Das Herz liefert den Gehalt, den Stoff.
      Die Vernunft ist grausam, das Herz ist besser.

      Und schließlich:
      Das Leben lehrt uns, weniger mit uns und andern strenge zu sein.

      Liebe Grüße

  6. EINE FRAGE AN KEN JEBSEN: Ken, du hast vor eineinhalb Jahren in einem Interview voller Erregung – was ich sehr gut nachvollziehen kann – davon berichtet, daß du „Besuch“ bekommen hast von Leuten, die sich selbst als „links“ bezeichnen und daß sowohl du selbst als auch deine Familie massiv bedroht worden ist. Ich vermute, daß der Hintergrund für diesen „Besuch“ die Tatsache war, daß die Auswahl deiner Gesprächspartner(innen) und/oder deine eigenen Kommentare nicht den Vorstellungen dieser Linken entsprochen hat und diese sich daher auch in deinem Fall – wie bei so vielen anderen Linken nicht genehmen Menschen – glaubten, das Recht zu haben, dich und deine Familie bedrohen zu dürfen, damit du dich nicht weiterhin um ein breites Spektrum unterschiedlicher Meinungen und unterschiedlicher politischer Ansichten bemühst.
    KANN ES SEIN, DASS DIESE SCHLIMME ERFAHRUNG – das wäre sie für mich auch – DICH DAZU BEWOGEN HAT, SEHR TOLERANT ZU SEIN GEGENÜBER AUCH SEHR EXTREMEN LINKEN ANSICHTEN, selbst wenn diese auch von vielen regelmäßigen KenFM – Usern als widerwärtige linke Hetze gegen eine verhaßte Partei, basierend auf unbewiesenen Vermutungen, bewertet wird.
    Ich habe tatsächlich seit ca. einem Jahr den Eindruck, daß die politische Bandbreite deiner Gesprächspartner(innen) schmaler geworden ist. Vor allem aber finde ich den heutigen Hetzkommentar von Susan Bonath, der eindeutig manipulativ eine zumindest geistige Nähe der AfD – Gesamtpartei zu dem schrecklichen Mord an dem Kommunalpolitiker Herrn Lübcke nahelegt, widerwärtig!
    Ich schätze bisher alle KenFM – Portale sehr und bin regelmäßiger KenFM – User. Ich finde es sehr bedauerlich, daß sehr viele tagesdosis – User heute auf youtube angekündigt haben, aufgrund der Tatsache, daß dieser Hetzkommentar von Susan Bonath in der heutigen tagesdosis erscheinen konnte, ihr KenFM – Abo zu löschen und das KenFM – Portal nicht mehr nutzen zu wollen.
    Ich wünsche mir, daß das KenFM – Team Verantwortung übernimmt für die Qualität der unter KenFM erscheinenden Kommentare und daß die politische Bandbreite der KenFM – Kommentatoren und Gesprächspartner sich wieder erhöht.

  7. aus gegeben Anlass ein Link zu einem YT-Video: Georg Schramm 1993 bei ProSieben:

    https://www.youtube.com/watch?v=onE9IHg9RJc

    Wer das gesagte von Schramm nicht in der Lage ist gedanklich weiter zu spinnen und mit Mausfelds, Gansers, Lenz, Pohlmann, Leukefeld, Weber und allen anderen und eben Bonaths Texten, Beiträgen etc zu verknüpfen, sollte sich wohl zu erst viele von den KenFMim Gespräch-Classics ansehen und dann nach und nach bis zur aktuellen Tagesdosis vorarbeiten.

    • Schramm: Genial!!!

      Schreibt/schrieb Frau Bonath und schreiben/schrieben all die anderen Genannten satirische Beiträge?

    • @Tony nein die anderen haben bisher nichts satirisches verfasst. Pohlmann äußerst sich ab und an bei „neues aus Wikihausen“ entsprechend. Ansonsten kann ich ihnen natürlich noch Volker Pispers empfehlen und natürlich „die Anstalt“.

      Es ging mir hier bzw im Video eher um die Aussage Schramms der Beziehung zwischen „Wessi – Ostdeutscher – „echten Ostdeutschen – nach Stoiber“ – „Neger“/Türken – Rentner“

      Schramm ahnte oder wusste schon damals was der Mauerfall bedeuten könnte: Die Verlagerung der Produktion ins Ausland und die damit einhergehende, noch schärfere Spaltung zwischen den Einkommensschichten (was ja Frau Bonath immer wieder anspricht) und der Zwischenmenschlichkeit (Angesprochen von Ganser und Mausfeld (Menschheitsfamilie und Framing). Schramm spricht ja diverse Gäste an und sagt ihnen ja direkt ins Gesicht das sie nicht lachen brauchen, da es ihnen selbst sonst an den Kragen gehen würde, gäbe es eben nicht andere Gruppen die als Ziel herhalten könnten. Vermutlich aber ahnte Schramm zu dem Zeitpunkt noch nicht was die Treuhand mit dem Osten anstellen würde. Vor dem Mauerfall war es im Westen eben der Türke etc (Wallraff Doku/Buch – „Ganz unten“).

      Gepostet habe ich das Video unter diesen Text von Bonath weil eben diese gewollte Spaltung angesprochen (durch Unternehmen die so den Niedriglohnsektor etablieren konnten) wird und die damit einhergehende, bewusst absichtliche Untätigkeit der Politiker von Links bis Rechts. Diese Untätigkeit steht somit direkt im Zusammenhang dieser Tagesdosis: Wir kriegen euch alle – und es wird geduldet, wenn es den Zielen der Elite dient. Es hätte auch jeden anderen Politiker treffen können, doch war eben dieser wie Frau Bonath vermutet zu sehr in den NSU verstrickt/wusste einfach zu viel. Faschismus ist und bleibt Faschismus egal ob von Links oder Rechts und aktuell bietet er sich in seiner „braunen Form“ eben am besten an. Die Drähte im Kopf werden wieder gespannt und wir werden gezwungen werden wieder in nur eine Richtung zu sehen. Aus den Augen aus dem Sinn!

      Vielleicht haben Sie es mitbekommen als es um das Verbot der NPD vor ein paar Jahren ging: Ein Journalist fragte einen NPD-Mann oder Rechtsanwalt warum er sich so siegessicher sei? Der Mann antwortete Sinngemäß: Die NPD würde nicht verboten werden, ohne das es auch große Parteien treffen würde.

    • @ Hofnarr

      Ja…

      vor dem Mauerfall war es der Türke (Wallraff, Engelmann) im Westen und waren es im Osten das Biily-Regal und Praktika und C%A-Produkte aus dem Osten. Billiglohnland hinter Mauern, und die haben sie auch kostenlos hingestellt (Pispers).
      Und als die Mauer „fiel“ fielen treue Hände den Diensten der Banken/Investoren zum Opfer.

  8. Was der Mainstream vorgibt als Thema, damit soll der Bürger sich beschäftigen.
    Dann droht keine Gefahr!
    Wenn wir das diskutieren, was die ganz oben wollen, das wir diskutieren, dann besteht keine Gefahr das wesentliche Dinge erkannt werden. Ob Fussball, das Wetter oder das Klima oder die eine oder anders gefärbte System-Partei.

    Auch wie Begriffe geprägt werden, halte ich für eine interessante Manipulation.
    Damit der Sozialismus, -den es nie gegeben hat-den Menschen anscheinend verächtlich gemacht wird,, damit nie die Gefahr besteht einer sozialen Gesellschaftsordnung,, taten die Herrscher alles, um den Begriff mit jeder Art Schmutz in Verbindung zu bringen. Man denke an den National-Sozialismus.
    Und die Debatte über die Mietpreisexplosionen- sollte da von vornherein eine mögliche. Verstaatlichung als absurd am Ende erscheinen-, und brachte der Mainstream mit Absicht diese Debatte in Gang. Sollten die Menschen glauben, dass die Mehrheit gegen eine Verstaatlichung ist!?- und wer will schon den bösen Sozialismus-das erinnert an Sowjetunion und Nazis.

    Normalerweise hat jeder Mensch mit seiner Geburt ein natürliches Recht auf Wohnen und Nahrung. Was hat dieses Naturrecht und Gewohnheitsrecht mit Sozialismus zu tun? Als wäre das schon eine Anmassung, die der einfache Bürger
    gefälligst zu unterlassen hat.

    In Irland darf kein Mensch wegen Schulden bei einer Bank aus seiner Wohnung oder seinem Haus vertrieben werden. Das halte ich im 21. Jahrhundert für normal .

    • Die Ismen sind Waren für den Verbraucher, den Konsumenten. Produkte dessen, was zur kulturellen Hegemonie (Gramsci) gehört, aber eben als solche Waren, die konsumiert werden sollen, damit der Mensch nicht zum Menschen vordringt, nicht zu sich selbst kommt.

    • Ja sicher,-wie Spiritualismus oder Humanismus.

      Wortherkunft -ismus-griech. auf eine bestimmte Art handeln.

  9. Liebes KenFM-Team, ich werde Euch weiter die Treue halten. Ich schätze Eure Arbeit sehr. Das breite Spektrum an Autoren und Meinungen gefällt mir. Das ich mit der letzten Tagesdosis so meine Probleme hatte, ob dieser Polemik und der gröbst unsauberen Diffamierung und Hetze, kommt eben mal vor. Ich war geschockt über Inhalt und Formulierungen der Autorin und das ging nicht nur mir so. Dies ist nur meine bescheidene Meinung. Ich werde Euch weiterhin folgen, GLG.

  10. „(…) Alles spricht für eine geplante Hinrichtung des CDU-Politikers.
    Angesichts dessen hält sich die Empörung in den Medien und der Politik in merkwürdigen Grenzen. Nach den G20-Protesten war das ganz anders. Von Springer über Bauer bis Madsack. Die Journallie kochte über mit Spekulationen und Fahndungsaufrufen. Lübckes Hinrichtung nimmt weniger Raum ein.“

    Nun gibt es mehr Anlässe, bei denen die Journallie kochte. Skripal ist nicht der einzige. Doch was will uns Frau Bonath damit andeuten?
    Ist es den Medien egal, wenn einer von ihner erschossen/ermordet wird? Und Warum? Das wäre sicherlich interessant gewesen zu hinterfragen! Aber hier wird nur festgestellt, dass Luebckes Hinrichtung weniger Raum einnimmt.
    S.B. stellt ihn selbst der Merkel-Fraktion anbei, wie sie selber auch eine Juengerin (zumindest in der Migrationsfrage) ist.
    Warum sollte also die Politik auf eine Erschiessung eines Gefolgsmanns der Kanzlerin weniger reagieren?

    Nun ist S.B. noch nicht in dem Alter, dass sie die Zeit der Studentenbewegung und hernach die *Neue Linke* aus eigenem Erleben beurteilen kann. Aber wenn dieser saubere Demokrat solche Sätze absondert:
    “ „grundlegende christliche und zivilisatorische Werte“ einzuhalten. „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen, sagte der CDU-Mann damals. Dies sei „die Freiheit eines jeden Deutschen“,
    Dann werde ich an die rechten Attacken damaliger Antikommunisten erinnert, die uns linken Zeitungsverkäufern nachriefen, wir sollten doch „ruebermachen in die DDR“!
    Hat sich eigentlich nicht viel geändert?! Ist man anderer Meinung, ja dann raus hier aus diesem Haus!

  11. Sehe ich ebenso wie viele Vorkommentatoren!

    KenFM haben wir viel interessante Autoren, viel Nachdenkenswertes zu verdanken, meine Unterstützung weiterhin. Und auch Susan Bonath habe ich bis vor wenigen Wochen gern gelesen, insbesondere ihre fundierte DDR-Sicht wider die systemische Übernahme durch westliche Konzerne und westlich-konforme Meinung bzw. Geschichtsschreibung.

    Nur in den letzten Monaten scheint mir Susan etwas dogmatisch abgedriftet, kann meiner Meinung nach zu manchen Politikfeldern Realität und Fiktion, Interessenlage und Instrumentalisierung nicht mehr unterscheiden. Eine Schreibpause zur Grundierung eigener Befindlichkeit scheint mir daher angebracht.

    Ihre Tirade gegen Sahra Wagenknecht vor einigen Monaten war wohl nur der Auftakt. Mittlerweile scheint sie mir systemisch eingemeindet, was was Greta & Co. oder das AfD-Bashing angeht. Ehemals Linken, alten Linken das Feindbild einfach mal tauschen, das war schon immer eine Pflichtübung der Herrschenden.

    Schade …

    • Oh, jetzt muss wieder die böse Greta herhalten. Ist ja auch gemein, wie die den Öl- und Automobilkonzernen das Geschäft verhageln könnte. Und was bitte sollte an der vorliegenden Tagesdosis denn falsch sein? Es wird nicht behauptet, dass der Täter oder der Täterkreis bekannt ist. Es wird darauf hingewiesen, dass bestimmte Leute sich über einen Mord gefreut haben: „Jetzt hat er das Land verlassen! hahaha“ Darf das nicht erwähnt werden?

    • spiegel.de/wissenschaft/mensch/greta-thunberg-bekommt-ehrendoktor-dr-h-c-thunberg-a-1271567.html

      Dr. h.c. Graswurzel-Gretel, ja die flickt dem System mächtig am Zeug. Deswegen wird sie ja hofiert und mit Preisen eingedeckt. Weil das alles ja so Anti ist und jetzt müssen die armen Eliten auch noch die CO2-Steuer einführen. Der Druck der Straße, Sie verstehen.

      Das tut denen aber auch so was von weh.

    • Auch KenFM verfolgt eine Agenda. Frau Bonath gehört da wohl zu den aktiveren Propagandisten.
      Hass auf Christen und Juden schüren und Muslime als die unterdrückten benachteiligten Opfer darstellen. Hinzu kommt anscheinend eine Ansichtsweise die die UN Agenda unterstützen soll. Wer 100 Millionen Muslime und Afrikaner nach Deutschland importieren will muss die Deutschen dazu bekommen diese UN Politik zu wollen. Greta, Klimawandel, Verdrehung der Tatsachen beim Bevölkerungswachstum usw passen eben genau in diese UN Agenda und wer glaubt das KenFM nur aufklären will der irrt vermutlich gewaltig. Aufklärung ist eben nur solange gewünscht solange es auch ins Weltbild, bzw UN Agenda passt.

    • Wenn Bildung zu Unterhaltung wird, dann bekommt man dafür den Ehrendoktor als Teenager – oder auch noch den Friedensnobelpreis.
      Bildung ist heute ein Problem. Nicht nur weil kommerzialisiert und privatisiert. Als umfassende Bildung noch möglich war, da gab es Akademiker an Universitäten die im Teenager-Alter oder kaum darüber waren – deren Gedanken die Welt veränderten.

      Heute verändert Kommerz in Form von Unterhaltung die Welt.

      Interessantes Video von Dirk Müller, dessen stets differenzierte Positionen aus dem Üblichen herausragen – zu Greta.

      https://www.youtube.com/watch?v=Ls07THzlL9M&t=2s

  12. KenFM verdanken wir, dass Leute wie Ganser, Mausfeld, Maaz, Ruppert, Wimmer, Wolff, Rothfuß, Bernd Senf, und wie sie alle heißen, eine Plattform bekommen. Das ist für uns alle ein Gewinn. Da vermögen einzelne journalistische Ausrutscher, wie sie überall mal vorkommen, an meiner Unterstützung für KenFM nichts zu ändern.

    • Ja, das war halt früher.
      Heute kriegen wir Propaganda für Greta, Klima, Migration etc. untergejubelt.

      Wenn er keinen Bock mehr hat, seinen Laden sauber zu halten, dann soll er es bleiben lassen.

      Das hat doch nichts mehr mit Meinungsvielfalt zu tun.

      Es ist rot-grüne NWO-Agitation.

    • D1, genau, wenn andere Meinungen als deine vorkommen, dann ist das nie und nimmer Meinungsvielfalt. Nur deine vielen Meinungen zählen!

    • Ich lebe Meinungsvielfalt, indem ich widerspreche. Sie können das doch auch tun.
      Das ist doch gut so.
      Gerade wenn es um simple und voreilige Behauptungen geht, dann ist das doch hilfreich.

      Man stelle sich vor, Frau Bonath dürfte unwidersprochen bestimmen, wie wir zu leben hätten, wer die Schuld hat und was mit dem zu geschehen hätte.

      Wie fühlt sich der Gedanke an? Naja, eher weit unterdurchschnittlich. Meine Meinung. Und die tue ich kund, solange das noch geht.

    • D1 „Das hat doch nichts mehr mit Meinungsvielfalt zu tun.“ hat wer geschrieben? Du erkennst nur deine eigene Meinung als Meinungsvielfalt an.

    • Ist doch alles ein Spiel hier. Sie sind voll auf Kenfm-Linie. Ich mach den advocatus diaboli und sehe genüsslich zu, was passiert, wenn mal die Blase aufgestochen wird.

      Wir sind doch alle nur Weiterverwerter.

      Stroer, T-online und Co. hämmern millionenfach die neue Ideologie in die Köpfe und alle wählen grün.

      Jetzt können wir entscheiden, ob wir das gut finden oder nicht.

      Es ist schon geschehen und weiteres wird geschehen, ob wir hier Kommunismus fordern oder diesem Ansinnen entgegentreten.

      Es kommt oder auch. Völlig egal, was hier in diesem abseitigen Forum mit vielleicht 500 Usern so hin und her wabert.

      Die Messe ist gelesen und Sie arbeiten noch am Text…

    • „Heute kriegen wir Propaganda für Greta, Klima, Migration etc. untergejubelt.“ Jau, hau wech das Klima! Klima brauchen nur Reptiloide!

    • Ja, hauen wir den CO2-Schwindel „wech“!
      Keine Korrelation, kein Experiment, keine falsifizierbare These…Weg mit Religion!

      Kümmern uns um Umweltschutz.
      Da wäre mal konkret was verbessert.
      Genau meine Meinung.

  13. Jetzt bin ich ganz bei Frau B. und ihren Verstaalichungsphantasien.

    Den Jebsen verstaatlichen!

    Der sendet sowieso voll im Staatstrend! Greta, Migration, Klima, AFD. Bei den großen Kampfthemen, die wirklich eine Auswirkung haben, ist er voll auf Liene.

    Dann brauch man den auch nicht mehr als fake-Alternativen. Der Rest scheint Rattenfängerei über limites hangouz zu sein.

    Husch, husch, zurück zum RBB und zwangsfinanzierte Staatshetze machen.

    Gelernt ist halt gelernt!

    Wenn es jetzt bald einen grünen Kanzler geben sollte, dann machen sich ein paar Große unter den Alternativen wohl Hoffnung darauf, dann dazu zu gehören zu dürfen.

    • Ich bin bei KenFM, aber (jedenfalls diesmal) nicht bei Frau. B.
      KenFM verdanken wir, dass Leute wie Ganser, Mausfeld, Maaz, Ruppert, Wimmer, Wolff, Rothfuß, Bernd Senf, und wie sie alle heißen, eine Plattform bekommen. Das ist für uns alle ein Gewinn. Da vermögen einzelne journalistische Ausrutscher, wie sie überall mal vorkommen, an meiner Unterstützung für KenFM nichts zu ändern.

    • D1, wie sehr muss man außerhalb der Realität sein, um Frau Bonaths Credo „Bonzen enteignen“ für regierungsnah zu halten? Man kann das ja für richtig oder falsch halten, ich halte es für richtig, aber zu meinen, das wäre die Linie der Regierung, ist einfach nur albern.

    • Und wer sind Bonzen? Wer definiert das? Wer zieht die Grenze? Ich würde mich von Stalinisten-Bonath ungern enteignen lassen. Auch und gerade, da es höchstens noch um ein Fahrrad und einen alten Diesel geht, den ich „besitze“. Und wenn ich mal ein halbes Haus erbe, dann ist das meins. Ende! Dafür haben meine Alten geplackt bis die Schwarte knackt und ich übrigens auch.

      Wenn der kleine Kevin demnächst die SPD übernimmt und mit Habek in die Regierung eintritt, dann werden die Enteignungen schon losgehen. Und die Verbieteritis. Alle erhoffen sich vom Sozialismus was und am Ende stehen wieder alle bedröppelt in der Ecke, wenn es in einer Diktatur geendet sein wird. Arme Leuchter!

      Die Hoffnung, der Kutscher und die Armut…

    • @citoyen invisible

      Ich bin ganz bei Ihnen. Durch KenFM habe ich schon mehrere Dutzend hervorragende Persönlichkeiten kennen und schätzen gelernt. Diese Tagesdosis hätte aber so nicht gesendet werden dürfen.
      Gleichzeitig erwarte ich von Ken Jebsen eine Stellungnahme, ähnlich wie vor geraumer Zeit bezüglich den Vorfällen in Chemnitz. Er hat den Text zwar nicht geschrieben, aber er wurde vom KenFM-Team veröffentlicht.

    • Ja.
      So, wie auch jeder Artikel, der, sagen wir, in der SZ oder im Spiegel steht, den Chefredaktionen angelastet werden kann.
      Oder wurde auf MMM jemals zwischen einzelnen Autoren unterschieden, die bei diesen Publikationsorganen schrieben? Meines Wissens nicht. Man sprach so gut wie immer von ‚SZ‘ oder von ‚Spiegel‘.
      Und daher entbinden auch diese beiden wohlfeilen Sätze die Chefredaktion nicht von der (zumindest moralischen; (keine Ahnung von Presserecht)) Verantwortung und sind kein Freibrief, alles zu drucken:

      „KenFM bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Meinungsartikel und Gastbeiträge müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.“

      (Diese Sätze wurden übrigens exakt so von RT-Deutsch übernommen, schon aufgefallen? Oder war es anders herum?)

    • D1

      Bei Ihnen macht es voll Spaß rumzuzicken. 😉 Beim Klima bin ich ja bei Ihnen – aber der Rest?

      Enteignungen? Verbieteritis? Findet doch längst statt!!! Nich mitgeschnitten oder wie?

      Mal ganz davon abgesehen, dass niemand einen Halbhausbesitzer mit Diesel und Fahrrad als Bonze bezeichnen würde! Wären Sie en Bonze, wärn Sie nicht hier. 😉

      SIE unterstützen hier den mainstream, indem Sie versuchen GG Art.15 und 14 als schlecht und Diktatorisch hinzustellen. Hört sich an, wie von der CDU…

      Wer hat hier im Forum geschrieben „der Sozialismus – der nie stattfand“?! So isses!!!
      Das ist das gleiche, wie wenn ich schreibe der Kommunismus wurde missbraucht. Wir können weder echten Sozialismus, noch echten Kommunismus beurteilen. Diese beiden „Ideen“ haben noch nie in Reinkultur existiert. Was wir beurteilen können, ist der Kapitalismus.
      Und da drängt sich mir die Frage auf, warum Sie als Diesel und bald Halbhausbesitzer (also ne arme Sau) dieses System so vehement verteidigen?

    • @ Kristana

      Ja, der Sozialismus fand wahrscheinlich nie statt. Für manche wahrscheinlich; für andere sicher. Frage des Standpunkts?
      Es gibt den durchaus ernst zu nehmenden Standpunkt, dass auch der Kapitalismus nie stattfand (zahlreiche Kapitalismus-Definitionen im historischen Wandel etc. Und dann noch diese spezielle Form: Kapitalismus als Religion.) Frau Wagenknecht z.B. hat mal formuliert, daß das, was wir haben, kein Kapitalismus ist! Was wir heute haben, könnte man als Anarchokapitalismus bezeichnen im Wandel zur Diktatur der Konzerne.
      Kennen Sie Gramsci? (für mich als Linker mit stark Frommscher Prägung einer meiner Lieblinge – aber eben auch posthum eine Funktion erfüllend; wichtige Frage: für wen/was?; im Zweifelsfalle einfach nur zu Beschäftigung und fürs Geld).
      Sehen Sie es doch vielleicht so: All diese Ismen sind Teil der kulturellen Hegemonie; sind kulturelle Waren für den Verbraucher von Kultur; produziert – (was nicht in die Welt kommen soll, wird nicht produziert!) – worden gelassen (schwierige Formulierung) um die Menschen nie zu sich kommen zu lassen. Je mehr kulturelle Produkte….desto größer die kulturelle Hegemonie. Eben wie bei den anderen Produkten für den Verbraucher (den Homo Oeconomicus). Der nimmt das am Fließband gereichte auf, verbraucht es und scheidet es wieder aus.
      Was Eigentum betrifft: Eigentum ist Diebstahl. Eigentum ist Haben. Jeder muss für sich entscheiden ob er im Haben oder im Sein leben will.

    • @ Kristana

      PS: Dumm formuliert. Man könnte annehmen, dass Frau Wagenknecht auch diese Aussage über den Anarchokapitalismus gemacht hätte. Nein. Das ist meine Aussage.

    • @ D1

      Frau Bonath hat mit Stalin nichts zu tun!!!
      Ich glaube nicht, daß alle sich was vom Sozialismus erhoffen. Und Kevin und Habek – spätestens wenn sie dort angekommen sind, wo sie etwas ändern könnten – werden ihre Marschrichtung vorgegeben erhalten. Und wenn sie das umsetzen werden können, wofür sie (angeblich) stehen, dann nur weil sie dürfen und weil das jetzt schon gewollt ist. Das könnte durchaus Diktatur bedeuten. Wenn digitale Diktatur in der Schublade ist, dann werden sie zu „Schrödern“. NB: Auch Trump ist nur vorübergehend vorgesehen, scheint mir. Die eigentliche Agenda könnte Ivanka Trump sein.
      Ihr ererbtes halbes Häuschen wäre kein gestohlenes Eigentum, auch wenn Eigentum in einem bestimmten Kontext Diebstahl ist. Ich hoffe, das dürfen Sie behalten, was auch immer passiert – in der Unterhaltungsdiktatur, die uns womöglich bevorsteht.

    • Es geht mir nicht um ein halbes Haus, das zu erben ich nur als Beispiel anführe, weil ich las, dass gerechtigkeitshalber auch von SPD eine Erbschaftssteuer von 100% thematisiert wurde.
      Gleiches gälte dann ja auch für Erpsartes in Sachen Ausbildung von Kindern oder Enkeln.

      Mit welcher Gerechtigkeit soll denn ei Staat etwas wegnehmen dürfen?

      Ich empfinde die Steuern und Abgaben heute schon als Enteignung.

      Sehe ich meine Zwangseinzahlungen in die Rente an. Was man erzählt bekommen hat und was nun die Prognosen sind. Davon hätte ich mir lieber schon mal eine Wohnung abgestottert, dann wäre ich als Opa wenigstens mit einem Dach überm Kopf ausgestattet.

      Zudem finde ich diesen Abgabenwahn auch nicht öko. Von dem wenigen Netto können die meisten eben nur Aldi oder Panny und nicht beim Lieferante um die Ecke.

      Es gibt kein System, das alle Aspekte perfekt berücksichtigt. Aber genau das suggerieren ja Sozialisten. Ich zweifle das ab. Vehement.

    • @ Kristana
      Ich verteidige nichts, sondern lehne lediglich das ab, was ich als nicht hilfreich erachte.

      Also es gab noch keinen echten Sozialismus?

      Dann würde ich mich doch heißestens dafür interessieren, wie der echte denn aussehen würde. Ja, wo hat er sich denn all die Jahrzehnte versteckt, der freche Strolch?
      Und warum alle Versuche in diese Richtung mit Diktatur und Terror endeten? Denke, das dürften Sie elegant dem Kapitalismus unterzujubeln versuchen?

      Die Vermeidung der Wiederholung steht zur Diskussion. Das ist im Übrigen rein verkaufstechnisch die perpetuierte Totalpanne bei B. & Co.
      Die Menschen sind definitiv nicht überzeugt, dass alles erneut so endet wie bekannt.

      Und mein Job ist es, hier die Fingerchen in die Wunde zu legen. Sowie natürlich Ihnen die Okkasion zu schenken, auch künftig zünftig Zicken zu können. Es soll mir ein Anliegen, eine Ehre und ein Kreisfeuerwehrfest zugleich sein.
      Immerzu hoch die Faust skandieren, das lockt keine weiteren Mitstreiter an. Ihr bleibt also vorerst zu dritt! Oder seid Ihr schon elf?

    • @ D1

      „Mit welcher Gerechtigkeit soll denn ei Staat etwas wegnehmen dürfen?“

      Zum Schutz des Eigentums und der Sicherheit (für wen?) wurde ein Gesellschaftsvertrag gegründet: der Staat.
      Sie sind Vertragsteil. Ein solcher Vertrag beinhaltet Rechte und Pflichten, wonach Rechte und Pflichten durch vertragliche Bestimmungen oder Vertragsergänzung oder Erweiterung genommen oder gegeben werden. Das gilt auch für etwaige vertragliche Regelungen bezüglich Gerechtigkeit, Ethik etc.

      Da Sie Vertragspartner des Gesellschaftsvertrags sind, nimmt Ihnen der Staat nichts weg, sondern der Vertrag, an dem Sie (freiwillig oder nicht) Partner wurden wird erfüllt oder neu gestaltet. Inwieweit Sie freiwillig Teil des Vertrages wurden und an dessen Gestaltung mitwirken können, diese Fragen müssen Sie sich stellen.

      Dass Sie Steuern und Abgaben als Enteignung sehen, das verstehe ich. Vor allem, wenn (auch dadurch) Reichtum von Unten nach Oben verteilt wird, was in der Geschichte von Steuern und Abgaben immer so war, und wenn Oben (z.B. Apple etc. ) im Verhältnis wenig oder kaum Steuern bezahlt werden und Unten viele Kühe viel Milch geben. Sonst gäbe sie ja nich, diese Steuern und Abgaben. Oder? Die Kirche ist damit reich geworden. Was der Ablass der Kirche war, das sind die Steuern des Staates. Steuern, die wir uns selbst zahlen gemäß Gesellschaftsvertrag. Die einen zahlen uns selbst mehr, die einen weniger.
      Kein Ismus ist perfekt. Jeder Ismus kann nur so perfekt sein wie wir ihn machen und in dem Maße, wie wir mitmachen. Wir sind nicht perfekt. Sozialisten, die den perfekten Sozialismus suggerieren irren sich also.
      Rente? Ich bin auch sauer. Ich habe ca. 40% Prozent weniger Rente als ich haben sollte. Aber nicht nur ich!
      Habe ich an der Rentenreform mitwirken dürfen? Durften es alle anderen Rentner? Sie sind mit einigen Dingen dessen was Kapitalismus genannt wird nicht einverstanden, aber Sie scheinen ihn dennoch zu verteidigen?
      Frage: Ist Demokratie mit dem was wir Kapitalismus nennen vereinbar?

    • Ich bin keinem Vertrag beigetreten, das ist an sich schon ein unhaltbarer Zustand.
      Mein „Vertrag“ mit Rente GEZ ist nicht kündbar.
      Das ist keine Demokratie.
      Es herrschte beim Eintritt keine Freiwilligkeit. Auch nicht bei meinen Eltern. Das ganze Ding ist eigentlich illegitim.
      Ich komme mit Schulden zur Welt. Da ist bei mir der Ofen schon aus.

      Und ich nenne das, was wir haben auch nicht Kapitalismus, es ist keine freie Wirtschaft. Es ist Korporatismus, den sich ein Oligopol geschaffen hat.

      Der Austausch freier Produzenten, Händler und Konsumenten findet nicht statt.

      70% vom Brutto gehen für Steuer und Abgaben weg. Diese Form der Sklaverei hat nichts Freies an sich.

      Da hilft mir allerdings ein Sozialismus auch nicht raus. Heute habe ich kein Geld zum Ausgeben, dort hätte ich keine Waren zum Kaufen.
      Und ich will nicht von der Pest zur Cholera wechseln.

    • Vielleicht wollten Diejenigen, welche den Kommunismus und den Kapitalismus „erfunden“haben, ja genau das bezwecken- die Beschmutzung einer Idee, eines sozialen Gesellschaftsmodells.

      Ich bin überzeugt dass die Verrückten(Illuminaten, Kabale, Zionisten) die beiden Lager des Kommunismus und des Kapitalismus selbst aufgestellt haben, um so zwei Gegenparte zu schaffen, die sich ständig bekriegen.
      Beide beliefern sie mit Rüstungsgütern-versorgen sie mit Luftgeld und Kredit.
      Ähnlich erschufen und finanzierten sie die National-Zionisten.

      All diese Begriffe wie Sozialismus oder Nationalbewusstsein wurden durch diese Menschenverächter erst kjorrumpiert- und wenn wir heute uns darauf einlassen, dann haben die ihre Gehirnwäsche erreicht.

      Es kann doch nicht um Sozialismus oder Kapitalismus gehen-jeder sehende Mensch begreift doch, was läuft.
      Wenn jeder Mensch das gleiche Recht hat auf Boden, Ressourcen und Teilhabe an der Gesellschaft , dann ist das ein Naturgesetz oder von Gott gegebenes Recht.
      Aber die Realität zeigt uns , dass einige Wenige sehr viel Boden und Ressourcen besitzen , und die große Mehrheit sorgt noch dafür, dass die Bodenpreise steigen, indem sie die Infrastrukturen erhalten und bezahlen.
      Am Ende müssen die Menschen selbst die Bodenrente der Reichen finanzieren, weil sie das in den Mietpreisen wiederfindet.
      Ein kaum bekanntes Phänomen-die Bodenrente als ein leistungsloses Einkommen der Reichen.

    • Haben nicht die Amis in den 60ern die Sowjets mit Millionen Tonnen Getreide überschüttet, damit der Laden nicht krachen geht, weil die Kolchosen es nicht gebacken bekommen haben?

      Was war das denn für ein Spiel?

    • D! -sie sagen, dort im Sozialismus hätten sie keine Waren zum Kaufen. Aber das ist es ja, wovon ich spreche. Die beiden Lager geschaffen von den Zionisten-in dem von ihnen(Zionisten)geschaffenen Sowjet-Sozialismus sollte es keine Waren geben, um die ganze Idee einer gerechten Gesellschaftsordnung zu korrumpieren.

      Dieser Sozialismus hatte ja nichts mit Sozialismus zu tun. Das war die gewollte Spaltung der Menschheit.

    • Das kenne ich noch nicht.
      Ich weiss nur, dass Rockefeller als erster der jungen Sowjetunion einen Kredit gab.
      Und man weiss ja, dass die Wallstreet die Oktoberrevolution finanziert hat . (Illuminaten)

      Und als das Gegenmodell „Kommunismus“ nicht mehr gebraucht wurde, da haben die westlichen Ölkonzerne die Preise gedrückt, und die Sowjetunion ging Pleite und die Menschen hungerten.
      Auch Jugoslawien wurde nicht mehr benötigt in der Vorstellung der Zionisten,-darum die inszenierten inneren Konflikte und der Krieg.
      Es ging nun darum, die NWO vorranzutreiben…

    • Für mich sieht die NWO wie eine Welt-Kommunismus aus, der von einer Zentrale verordnet wird. Ob das nun Brüssel, NY oder Jerusalem oder sonst was sein wird, ist egal.
      Die EU arbeitet schon mit Ministerrat, Kommissaren und 5-Jahres-Plänen oder wie das heißt. Jedenfalls plant Brüssel, was mein Nachbar auf seinem Acker zu säen hat. Zahlt Zulagen und zieht wieder ab. Der entscheidet eigentlich gar nix mehr. Und die Eingriffe in alle privaten Belange? Muss das werden wie drüben? Wollen wir nicht eine soziale Ordnung, in der man Freiheit behalten kann?
      Mag sein, dass im K. hier und da etwas sozial war, aber waren die Menschen frei? Oder glücklich? Sie waren beherrscht.
      Diese Staaten hatten sich im kapital. Ausland verschuldet und dafür hungerten dann die Menschen in dieser Misswirtschaft.

      Was ist denn dann ein Sozialismus? Einer der funtzt und nicht gleich alles regelt und alle gängelt?

      Wenn die Entscheidung immer weiter weg von den Menschen wandert, wird es falsch.

      Dezentralismus ist wesentlich für Gerechtigkeit. Diese gibt es nur als ein Ideal zur Annäherung. Für alle wird es nie passend werden.
      Aber diese kulturelle Gleichmacherei von heute kennen eben viele noch von früher, wo jeder Individualismus schon Zersetzung war.
      Da bin ich raus, denn der von oben genormte homo sovieticus ist für ich kein Ziel.

      Und wie ich an anderer Stelle schon schrieb: Nach Sozialismus zu rufen ist verkaufstechnisch mehr als suboptimal, selbst wenn man damit nur meint, es solle irgendwie besser werden.

    • Das mit dem Gesellschaftsvertrag hast Du gut gesagt, Tony.
      Jeder ist mit Jedem einen Vertrag eingegangen,-das ist der Grundpfeiler eines Staates.
      Jeder hat die gleichen Rechte und Pflichten.

      Die Souveränität ist unveräusserlich-sie kann nicht an Vertreter abgetreten werden. Wenn doch stirbt der Staat.

      Gesetze erlangen ihre Gültigkeit über die Legitimierung des Volkes-was haben wir dann!?
      Nichts weiter als Vorgaben oder Anordnungen. Man nimmt sie freiwillig an durch konkludentes Handeln.

    • Hier der Beginn der Überlegungen:

      zeit.de/1963/39/weizen-fuer-die-sowjetunion

      Jahre später dann aber richtig:

      zeit.de/1973/16/weizen-aus-dem-westen

      Hinzu kommen die Verwicklungen von US-Vizepräsiden (oder Außenminister?) Rockefeller, wie sie Prof. Sutton dokumentiert hat.

      Insofern war das dort drüben kein Kommunismus. Es war ein Dreck in einem dreckigen Spiel.

    • Haben sie ja recht D!,-mit dem Dezentralismus.
      Gleichmacherei will ich auch nicht,hat auch nichts mit Sozialismus zu tun, wie ich es meine . Aber das ist müssig, darüber zu reden.
      Weil heute gibt es ohnehin nur Unternehmen und keine Staaten.
      Unternehmen mit Verordnungen, die Menschen freiwillig befolgen und die sich Gesetze nennen, obwohl sie kein Bürger als solches legitimiert hat als Gesetze.
      Aber sie nehmen es freiwillig an -ihre Versklavung in das Unternehmen „Staat“

    • @ Redmer

      Wir brauchen die Kabale, die Iluminaten, Zionisten, Satanisten… und wie sie alle heißen nicht. Das Geld (die Banken) hat sie, um uns zu beschäftigen.

      Sehr verkürzt: „Übernahme“ des Vermögens aus der Antike in den Mittelmeerraum; Konzentration des Geldes im Mittelmeerraum; Wanderung (z.B. Venedig, del Banco) nach Norden; Fugger, Del Banco=Warburg/Hamburg, etc.; Wanderung über den Kanal nach England; Wanderung nach Amerika (FED, Warburg).
      Frei nach Heine: Das Geld und die Pfaffen haben keine Heimat, sie haben nur einen Papa, in Rom.

    • D1
      Nee, ich wüsste wirklich nicht, wo reiner Sozialismus (also ohne Bonzen) gelebt worden wäre. Und nein, ich schiebe die Schuld für Flucht aus totalitären Systemen nicht auf den Kapitalismus an sich, sondern auf die Art des Bewusstseins, das überhaupt erst so etwas wie den Kapitalismus erdenkt. Dieses unheilbringende Bewusstsein von Gier und Ehrgeiz und Wettbewerb und Bewertung. 🙁

      Die Anthropologen sagen, dass erst mit der Sesshaftigkeit die Gewalt in die Welt kam. Also mit dem Besitz und dem dadurch entstehenden Mangel. Ich finde sowas sollte uns zum Umdenken oder wenigstens zum nachdenken bewegen.

      Keine Waren zum kaufen im Sozialismus? Das liegt aber doch nicht am Sozialismus, sondern an Staaten wie den USA, die immer Sanktionen im Portfolio haben, wenns um uuuuuhhhhh böööööse kinderfressende Sozialisten geht.
      Korporatismus – da bin ich wieder dabei. Oligarchie könnte auch noch passen.
      Dass wir keene Demokratie und keinen freien Markt haben, da müssen wir doch wirklich nicht drüber diskutieren.

      Jetzt hab ich mir nochmal alle unsere posts durchgelesen. Wir wollen alle dasselbe! Eine bessere, gerechtere und freiere Welt. Und ja, Sozialismus ist kein gutes Verkaufsargument. So hab ich das noch nie gesehen, danke!

      Kreisfeuerwehrfest??? 😀 😀 😀
      Alles wird gut…

    • Eben dachte ich es könnte nicht schaden sich mit David Icke auseinanderzusetzen….
      Nun sehe ich dass der Typ im Wembley-Stadion aufgetreten ist…
      Nun hat sich das erledigt…
      Kriegt einer solche Plattform, um die Menschen zu befreien!?-oder um sie Hinzuhalten und zu verarschen ?
      Wer kontrolliert denn diese Orte der Massenveranstaltungen-sind das nicht die, von denen er meint, uns zu befreien !?

    • Er will die Menschen befreien von „Religion“ und tritt dann selbst wie ein Oberguru in einem Stadion auf !?

      In einem Interview von Bewusst-.TV formt er seine Finger zu einer 6-dem Satanszeichen!? Das muss nicht so sein, kann auch rein zufällig seine Finger so geformt haben-keine Ahnung.

  14. Zur sauberen Recherche eines Journalisten („Die Macht um Acht“ führt sie uns jede Woche eindrucksvoll vor) gehört auch, sich zurückzuhalten, solange Ermittlungen nicht einen bestimmten Verdacht hinreichend erhärten.
    Man kann einen Verdacht auch insinuieren, ohne ihn offen auszusprechen.

    • Ich meine schon, dass Susan Bonath mit ihrem Artikel einen Verdacht insinuierte. Dabei hätte man von ihr erwarten können, dass sie bei aller politischen Voreingenommenheit sich wenigstens solange angemessen zurückhält, bis die Ermittlungen einen bestimmten Verdacht hinreichend erhärten.

    • Sie schreibt ausdrücklich, dass es noch nicht geklärt ist. Da „insinuieren“ (was immer das ist) Sie bedeutend mehr.

    • Stanley Diamond/ Kritik der Zivilisation

      In den Gesellschaften des Maschinenzeitalters verkörpert die Maschine die Forderungen der Staatsmacht oder des Marktes; das Leben der Gesellschaft, aller Klassen und Schichten muß sich ihrem Rhythmus anpassen. Die Zeit wird linear, verweltlicht, „kostbar“; sie wird auf eine räumliche Ausdehnung reduziert, die ausgefüllt werden muß, und die geheiligte Zeit verschwindet. Die Sekretärin muß sich der Geschwindigkeit ihrer elektrischen Schreibmaschine anpassen, der Fabrikarbeiter dem Fließband, der Direktor dem Fahrplan von Flugzeug oder Eisenbahn, der Kraftfahrer den Autobahnen, der Leser dem endlosen Strom von Gedrucktem aus Hochgeschwindigkeits-Druckmaschinen, und sogar der Schüler der genauen Zeiteinteilung eines Stundenplans, und der Mensch „im Mußezustand“ einer mechanisierten häuslichen Umgebung und dem Fluß wirksam programmierter Unterhaltung. Die Reduktion der Zeit auf eine Quantität, die von Maschinen geeicht und gemessen wird, hat unseren natürlichen und menschlichen Rhythmus verballhornt und dazu beigetragen, daß wir uns von uns selber gelöst haben. Heute schon lieben wir kaum mehr die Erde, sehen kaum noch mit den Augen oder lauschen mit den Ohren, und wir hören erst auf unser Herz, wenn es aus Protest streikt. Die Maschinen als treue und genaue Diener erscheinen als fremde Macht, die uns immer wieder dazu überredet, unsere Absichten einzulösen, die wir in sie hineinkonstruiert haben und die sie darstellen – ähnlich wie der perfekte Leibdiener seinen Herrn der Routine unterwirft und schließlich zur Nebensache macht.
      Von solchen tatsächlich vorhandenen oder möglichen Dingen haben primitive Gesellschaften keinen Begriff. Derartiges übertrifft ihre schlimmsten Träume von der Entfremdung von Dorf oder Familie oder der Erde selbst. Sie haben dafür nur eine annähernde Analogie: die Furcht vor dem Ausgestoßenwerden aus der Stammeseinheit, aus den persönlichen Beziehungen, durch die Mensch, Gesellschaft und Natur in einem endlosen Entwicklungszusammenhang verbunden sind. Das Gefühl, isoliert und entpersönlicht zu werden und daher den dämonischen Kräften auf Gnade und Ungnade ausgeliefert zu sein – eine unter primitiven Völkern weit verbreitete Furcht – kann als Andeutung dafür genommen werden, wie sie auf die sachlichen Entfremdungsprozesse der Zivilisation reagieren würden, wenn sie sie verstehen könnten. Das heißt, daß wir nur durch die Analogie den Abscheu und die Furcht der Primitiven gegenüber der Zivilisation verstehen können, indem wir ihre Haltung in Bezug auf das Ausgestoßenwerden aus dem Gefüge natürlicher und gesellschaftlicher Stammesbeziehungen begreifen.
      Die primitive Gesellschaft kann als ein gleichgewichtiges System angesehen werden, das sich wie ein Kaleidoskop, jedoch an einem relativen Fixpunkt, um seine eigene Achse dreht. Die Zivilisation darf als ein System mit innerem Ungleichgewicht betrachtet werden; die Technik oder die Ideologie oder die Gesellschaftsordnung sind immer ungleichzeitig zueinander – und genau das ist es, was das System auf seiner vorgezeichneten Bahn vorwärtstreibt. Unser Gefühl der Bewegung, der Unvollständigkeit, trägt zur Idee des Fortschritts bei. Daher gehört die Idee des Fortschritts wesensmäßig zur Zivilisation, und unsere Idee der primitiven Gesellschaft als einer Gesellschaft, die sich im Zustand dynamischen Gleichgewichts befindet und Ausdruck des Rhythmus von Natur und Mensch ist, ist ein logisches Wunschbild zivilisierter Gesellschaften und steht im Widerspruch zum derzeitigen Zustand der Zivilisation. Es deckt sich aber auch mit der tatsächlichen historischen Verfassung primitiver Gesellschaften. Die Sehnsucht nach einer primitiven Daseinsform ist kein bloßes Hirngespinst oder eine sentimentale Anwandlung, sie stimmt überein mit grundlegenden menschlichen Bedürfnissen, deren Erfüllung (wenn auch in anderer Form) die Bedingung dafür ist, daß wir überleben können. Selbst der skeptische und zivilisierte Samuel Johnson, der Boswell für sein intellektuelles Techtelmechtel mit Rousseau verspottete, hatte geschrieben:

    • Was ich damit sagen will ,ist, dass der Mensch nur zu sich finden kann, wenn er weiß, wie er über Jahrtausende gelebt hat. Das wollte Stanley Diamond in gewisser Weise auch ausdrücken.
      Die Zeitspanne der Zivilisation gegenüber den Ersten Gesellschaften ist ein Wimpernschlag in der Geschichte der Menschheit.

    • @ Redmer

      Danke für diesen gelungenen Auszug aus
      Stanley Diamond/ Kritik der Zivilisation

      vor allem, weil er die „primitive Gesellschaft“ mit der Gesellschaft des Maschinenzeitalters vergleicht. Guter Auszug!
      Möchte gerne mehr lesen. Mal sehen, wann.

    • Die Kommentatoren sind wöchentlich dran. Jeder an einem anderen Tag. Ist dir das noch nicht aufgefallen?

    • Ohh, mir ist sogar aufgefallen, dass jeder in der Regel seinen festen Tag hat z.B. Rüdiger Lenz Donnerstags und Frau Bonaths Tagesdosis von Samstag bis Montag Nachmittag diese Seite ziert. Scheint dir aber völlig entgangen zu sein.
      Macht nix. Nobody is perfect, auch du nicht.

    • Hurra, endlich wieder ein bißchen Besserwisserei möglich, das fühlt sich so gut an,
      da bin ich doch endlich wer:
      Der Lenz kommt immer Mittwochs.
      Betrachtet mich in meinem klugen Glanz und werdet blass daneben.
      😉

      Liebe Pinuu, früher mied ich die Montage, jetzt normalerweise die Samstage.
      Aber gestern war ich schwach und bin es heut noch immer. Asche auf mein Haupt.

    • Oh weiser Guanyin 😉

      was sind wir so dankbar, dass Euer Erhabenheit sich dazu herabgelassen haben, auch an Samstagen unsere Gemeinschaft mit Eurer Gegenwart zu erhellen. Für mindestens 1000 Jahre werden wir diesen Tag heiligen und feiern bis an der Welt Ende.

      Reicht das an Ehrerbietung, oder brauchste mehr? 😀 😀 😀

    • Aber nicht doch, zu viel des Angebots! Eine Ehrerbietung noch im In­fi­ni­te­si­malen von Ihnen, das würde jeden von uns Winzlingen über alle Maßen erhöhen. Nein, das wäre in der Tat nicht schicklich.

    • Hi, genau die richtige Antwort, Kristana. 😉

      ++++++++++

      Ich möchte hier oben was anführen, was Ihr weiter unten miteinander besprochen habt.
      Diese immer wiederholte Behauptung, es hätte einen richtigen Sozialismus oder Kommunismus überhaupt noch nie gegeben, und daher könnten wir ihn nicht beurteilen.
      Das halte ich für extrem falsch bis sogar gefährlich, mag aber eigentlich nicht selbst diskutieren, sondern nur jemanden anführen, der bißchen mehr in der Birne hat als ich und den ich als äußerst glaubwürdig erfahre:

      Jordan Peterson (hier sein yt-Channel: https://www.youtube.com/user/JordanPetersonVideos/videos )

      ++++++++++++++++

      Hier das Video mit dem Titel: „But That Wasn’t Real Communism, Socialism, or Marxism!“ Aber das war doch kein echter Kommunismus
      https://www.youtube.com/watch?v=HXBjVau1w7Y
      7 Minuten

      Jordan Peterson on the „Not Real Communism“ Fallacy
      https://www.youtube.com/watch?v=OlB_xNOAn1c
      3 Minuten

      Jordan Peterson on Marxism, Socialism and Postmodernism
      https://www.youtube.com/watch?v=rSzpc2vh8Ow
      12 Minuten

      +++++++++++++++++++++

      Think again, sunshine!

    • @ Guanyin

      Jordan Peterson! Jetzt wird’s spannungsvoll!

      Ich höre mir immer gerne an, was der Mensch über sich selbst sagt, wenn er das schon mal tut. Im Falle von Peterson tut er dies sogar ehrlich. Peterson sagt von sich selbst er sei „a classic British liberal“. Classical liberalism wird verwendet zur Unterscheidung des frühen Liberalismus des 19. Jhdt. vom Social Liberalism. Damit ist er ein Rückschritt.
      Sie stimmen mir doch sicher zu, dass es relevant ist, zu wissen, wozu eine Person sich bekennt, um ihn zu verstehen.
      Nun gehe ich aus Erfahrung davon aus, dass sich unter einem classic Britisch liberal nur wenige das vorstellen können, was es bedeutet. Für das Verständnis von Peterson ist das essentiell.

      Liberalismus war Kernfach in meinem Studium in England. Einer der wichtigsten davon ist Friedrich Hayek, der Erfinder des Neoliberalismus (Hayek ist unehrlich und behauptet, er sei kein Neoliberaler).
      Seit den 80er werden seine Thesen angewendet in der Politik Thatchers, Reagans, Pinochts etc.
      Sein über ca. 30 Jahre ausgelegtes Projekt steht vor der Vollendung mit Hilfe der von ihm konzipierten Think Tanks, NGOs etc. Für Hayek ist gleichmäßige Einkommensverteilung mit dem Rechtsstaat nicht vereinbar; er fordert Sanierungskrisen mit bis zu 20% Arbeitslosigkeit als Inflationsbekämpfung. Hayek will den Minimalstaat (Nachtwächterstaat). Rechtssetzung solle primär durch Wirtschaftspolitik betrieben werden. Etc.
      Lassen wir ihn selbst sprechen:
      „Wahr ist nur, daß eine soziale Marktwirtschaft keine Marktwirtschaft, ein sozialer Rechtsstaat kein Rechtsstaat, ein soziales Gewissen kein Gewissen, soziale Gerechtigkeit keine Gerechtigkeit – und ich fürchte auch, soziale Demokratie keine Demokratie ist.“ (2004, Wissenschaft und Sozialismus).
      „Es mag hart klingen, aber es ist wahrscheinlich im Interesse aller, daß in einem freiheitlichen System die voll Erwerbstätigen oft schnell von einer vorübergehenden und nicht gefährlichen Erkrankung geheilt werden um den Preis einer gewissen Vernachlässigung der Alten und Sterbenskranken.“ – Die Verfassung der Freiheit, Tübingen, 1983, S.397
      „Und der vorherrschende Glaube an »soziale Gerechtigkeit« ist gegenwärtig wahrscheinlich die schwerste Bedrohung der meisten anderen Werte einer freien Zivilisation.“ – Recht, Gesetzgebung und Freiheit, Bd. 2: Die Illusion der sozialen Gerechtigkeit. Landsberg am Lech 1981, S. 98
      „Eine freie Gesellschaft benötigt eine bestimmte Moral, die sich letztlich auf die Erhaltung des Lebens beschränkt: nicht auf die Erhaltung allen Lebens, denn es könnte notwendig werden, das eine oder andere individuelle Leben zu opfern zugunsten der Rettung einer größeren Anzahl anderen Lebens. Die einzig gültigen moralischen Maßstäbe für die »Kalkulation des Lebens« können daher nur sein: das Privateigentum und der Vertrag.“ – Interview in: El Mercurio, Santiago de Chile, 19. April 1981
      „Gegen die Überbevölkerung gibt es nur die eine Bremse, nämlich, dass sich nur die Völker erhalten und vermehren, die sich auch selbst ernähren können.“

      Viele Kollegen waren Unterstützer von Peterson, bevor sie begannen, ihn für gefährlich zu halten. Ich kenne ihn nur in Teilen seiner öffentlich gemachten Aussagen und Aktionen. Er polarisiert. Bei einigen seiner Positionen bin ich absolut einer Meinung. Anderes wiederum…. Z.B.: Er lehnt staatliche Ethikkomitees ab, die sicherstellen sollen, daß bei Studien von Probanden deren Sicherheit und Wohlbefinden gewährleistet werden.

      Wesentlich für mich, was Peterson angeht, ist sein Selbsbekenntnis als „Classical Britisch liberal“. Zu viel, was ich von denen von ihnen selbst und über sie gelesen habe ist einfach inhuman und unsozial bis asozial – und führt zurück ins 19. Jhdt. Zu viel von dem, was Neoliberalismus heißt, ist faschistisch.

      Sorry, aber Peterson selbst hat die Steilvorgabe gegeben.

      Ich gehe davon aus, dass dieser Hintergrund Ihnen nicht bekannt war. Egal wie man zu Peterson sonst steht, er sollte nicht ausgeklammert werden.

    • Tony, ich kann mich gerade nur noch schwer konzentrieren, konnte Ihre Hinweise nur überfliegen. Ja, das war mir bisher völlig unbekannt.
      Ist es nicht aber so, daß wir dadurch, worauf wir unseren Focus richten, die Wirklichkeiten (und die Charaktere) erst erschaffen?
      Ich brauche dringend eine Pause von KenFm, von mentaler Aktivität, vom Nach-Außen-gerichtet-sein, ziehe mich jetzt einige Tage in die Stille zurück und möchte Ihnen nur noch MEINEN Jordan Peterson verlinken:

      ttps://www.youtube.com/watch?v=-5RCmu-HuTg

    • Meine Güte-als könnte es Leute geben, die einen Begriff für sich selbst annektieren um ihn zu deuten.
      Irgendwelche Schreibtischsitzer die ein Leben lang von den Früchten fremder Arbeit leben und nichts anderes tun als Begriffe deuten.

      So viele Menschen es gibt so viele Vorstellungen von Begriffen.

      Wenn die Ersten Gesellschaften vor der Entstehung der Zivilisation ihr Dasein lebten, dann hatten sie weder persönlichen Besitz noch strebten sie nach der Überproduktion. Jeder Einzelne konnte sich entfalten auf seine ganz spezifische Weise, es bestand kein Zwang zur Anpassung oder Konformismus . Viel eher waren das wahre Individualisten, die aber fest integriert waren in der Gemeinschaft. Kein Kollektiv-sondern Gemeinschaft.
      Daran müsste sich heute wieder orientiert werden,-denn Hass und Gewalt werden bedingt durch Zivilisation und Konformismus.
      Das könnte ich Sozialismus nennen, wie diese Menschen lebten. Jeder Mensch fand seinen Platz in der Gemeinschaft,-und war er noch so sehr er Selbst. Im Gegenteil-das Selbst wurde gefördert. Wer heute kein Konformist ist , der wird ausgesperrt.

    • Danke Tony 🙂 für die Info Peterson!

      Grad gestern hab ich in meinem neusten schlauen Buch folgenden Satz entdeckt: „Wissen sammelt Energie, deshalb ist Wissen Kraft.“

    • @ Kristana

      Er ging bei seinem Selbstbekenntnis eben davon aus, dass seine Leser eh nichts damit anfangen können. Ansonsten eine Botschaft an die, für die er agiert.

    • Tony

      Die Aussage „…daß in einem freiheitlichen System die voll Erwerbstätigen oft schnell von einer vorübergehenden und nicht gefährlichen Erkrankung geheilt werden um den Preis einer gewissen Vernachlässigung der Alten und Sterbenskranken.“ erinnert mich so fatal an Prora und die Pläne vom Adolf.

      Aber auch ohne solche Aussagen hätte mir ein kurzer Blick in wiki auch gereicht um den Herrn ein bisschen einschätzen zu können.
      „Schiff kritisiert auch Petersons Ablehnung des staatlich geforderten Ethikkomitees für Universitätsstudien, das sicherstellt, dass Studien nur mit Probanden durchgeführt werden, deren Sicherheit und Wohlbefinden beachtet werden.“

  15. Welche „Einzeiler“ denn? Der einzige „Einzeiler“ zu diesem Beitrag ist bisher der von mir. Der ist aber von KenFM noch nicht zur Veröffentlichung freigegeben, denn „Dein Kommentar wird gerade geprüft“ – seit heute 00:29 Uhr, während der spätere von Box 3:43 Uhr mehr als 3 Stunden später veröffentlicht wurde. Liebe(r) Box, mein „Einzeiler“ war keineswegs „inhaltsleer“, sondern eine notwendige Antwort auf die unzutreffende Behauptung Alexanders von 23:12 Uhr. Ich antwortete Box mit der schlichten Tatsache: „Man kann einen Verdacht auch insinuieren, ohne ihn offen auszusprechen“, bezogen auf den Artikel von Susan Bonath. Gegen welche Regel der Nettiquette verstößt denn solch eine berechtigte Äußerung einer schlichten Tatsache?

    • Ich habe jetzt deine Antwort gesehen. Mir war gar nicht klar, worauf sie sich bezog. Ich habe dort geantwortet.

  16. Nun, in dem Beitrag steht etwas mehr, als allein etwas zur AfD. Darüber kann auch das Geheul nicht hinwegtäuschen.

    Und damit hier nun nicht allein ein sonst weiter inhaltsloser Einzeiler steht, noch Dieses:

    Im Zuge der neoliberalen Revolution haben sich auch die traditionellen Volksparteien grundlegend gewandelt, weil ihre gesellschaftliche Verankerung in dem Maße schwand, wie sie sich in den Dienst der neoliberalen Revolution stellten.
    Sie haben sich daher zur Selbsterhaltung zunehmend in die staatlichen Machtapparate, von deren Finanzierung sie abhängig sind, integriert und in den Parteispitzen untereinander verflochten, so dass sie weitgehend austauschbar geworden sind. Dieser Wandel ist empirisch gut studiert. Die Parteienforscher Richard S. Katz und Peter Mair prägten für diesen neu entstandenen Typus politischer Großparteien den Begriff »Kartellpartei«. Die Kartellparteien dienen staatlichen Apparaten als Wahlmaschinen zur Legitimitätssicherung und als Dienstleistungsbetriebe für eine mediale Inszenierung von Positionsdifferenzen. Zudem dienen sie der Organisation der Ämterbesetzung. In enger Verbindung mit der Medienindustrie organisieren sie politische »Produktwerbung« in dem Wettbewerb um Wählerstimmen. Die Mitwirkung der Parteien bei der politischen Willensbildung reduziert sich auf eine mit staatlichen Mitteln und mit industriellen Großspenden finanziertes Produkt-Marketing medial inszenierter »Positionen«. Diese sind tatsächlich jedoch nur noch leere Hülsen und haben kaum noch etwas mit irgendwelchen relevanten Inhalten zu tun. Die Parteibasis darf sich weitgehend auf eine Rolle als Cheerleader und Plakatkleber in den periodisch inszenierten Wahlspektakeln beschränken.
    Die Kartellparteien deklarierten sich als »politische Mitte« – eine Phantom-Mitte, die gerade dadurch gekennzeichnet ist, dass der öffentliche Raum politisch entleert ist. Wie Peter Mair feststellt, geht die damit einhergehende Verengung des Debattenraumes mit einem hohen Preis einher: »Der immer stärker eingeschränkte Spielraum für Opposition innerhalb des Systems ist einer der Gründe, warum der Politische Bereich zu einem so starken Nährboden für Populismus geworden ist.« Die Entstehung der »alternativlosen« neoliberalen Phantom-Mitte und die Entstehung des Rechtspopulismus ist eine Konsequenz der radikalen Entleerung des politischen Raumes durch die neoliberalen Kartellparteien. Ist es verwunderlich, wenn in einer solchen Situation der Rechtspopulismus blüht? Er verspricht Alternativen, wo die neoliberale Ideologie gerade ihre Möglichkeit leugnet. Er verspricht natürliche, gewachsene Gemeinschaft, wohingegen die neoliberale Ideologie Gemeinschaft zerstört und ihre Möglichkeit leugnet. In dem Maße, wie ein Konsens der Alternativlosigkeit erzwungen werden konnte, wurde das von den Mächtigen gewünschte Ziel erreicht, dass sich Unbehagen, Unzufriedenheit, Empörung und Wut nicht mehr gegen die Zentren der Macht richten. Für diesen strategischen Erfolg zahlt die Gesellschaft über die neoliberalen sozialen Zerstörungen hinaus einen zusätzlichen Preis. Als Konsequenz der Ideologie der Alternativlosigkeit entladen sich Unbehagen, Empörung und Wut gegen die sozial Wehrlosen, auf die sich die Ursachen gesellschaftlicher Ängste am leichtesten verschieben lassen. Vor allem die Machtlosesten zahlen den Preis für die Strategie der Mächtigen, ihre Macht für alternativlos zu erklären. Rechtspopulismus und neoliberale Ideologie stehen beide in der Tradition der radikalen Gegenaufklärung, sie teilen letztlich eine sozialdarwinistische Grundhaltung und gründen beide auf einem Menschenbild, das die dunklen und hässlichen Seiten des Menschen, also gerade jene Seiten, gegen welche die Aufklärung zivilisatorische Schutzbalken zu errichten suchte, verabsolutiert und zur natürlichen Grundlage der sozialen Ordnung erklärt.
    (Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören, S. 199/200)

    Und hier:

    Gemeinschaft stiften durch Ab- und Ausgrenzung. Gründen sich Nationalstaaten/Nationen also zwangsläufig auf Exklusivität? Welches Modell kann dem entgegengesetzt werden, um Barbarei zu verhindern?

    Solange wir eine kapitalistische Wirtschaftsordnung haben, wird sich Barbarei nicht verhindern lassen – weder innenpolitische Barbarei in Form psychischen und materiellen Verelendung großer Teile der Bevölkerung noch außenpolitische Barbarei in Form von Neoimperialismus, Neokolonialismus und Krieg. Der Kapitalismus benötigt Kriege zu seinem Überleben; für die Völker des Südens hat – wie Jean Ziegler bemerkte(2) – der dritte Weltkrieg bereits begonnen.

    Was Erscheinungsformen von Rassismus betrifft, so lässt sich eine Beziehung zur Idee des Nationalstaates nicht leugnen, auch wenn die historischen Beziehungen zwischen der Entwicklung europäischer Nationalstaaten, imperialem Kolonialismus und Rassismus außerordentlich komplex sind. Denn Nationalstaaten fußen ja auf der Idee – oder besser auf der Fiktion – einer weitgehend unveränderbaren ethnischen, kulturellen und sprachlichen Homogenität.(3) Insofern gründen sich Nationalstaaten ihrem Wesen nach ganz selbstverständlich auf Exklusivität. Diese Exklusivität als solche beinhaltet jedoch nicht zwangsläufig eine rassistische Exklusion.

    Wir müssen uns jedoch immer wieder klarmachen, dass die Vorstellung einer Übereinstimmung von Volk – als einer ethnischen und kulturellen Gemeinschaft -, Territorium und Staat weder natürlich noch zwangsläufig ist.(4) Im Gefolge der Aufklärung sah man zunächst in Nationalstaaten eine natürliche Basis, eine Demokratisierung voranzutreiben. Dem lag die Auffassung zugrunde, dass nur Nationalstaaten wegen ihrer ethnischen Homogenität eine natürliche Grundlage für eine Demokratie bilden könnten. Mittlerweile hat sich jedoch die Vorstellung, dass eine Demokratisierung eines weitgehend homogenen ethnischen Volkskörpers bedarf, als unzutreffend herausgestellt. Zudem haben schon im 19. Jahrhundert die Versuche, Nationalstaat und die zum Erhalt des Kapitalismus notwendige Globalisierung miteinander in Einklang zu bringen, zu Formen des Imperialismus geführt, die die Idee des Nationalstaates unterminierten. Ebenso wird in jüngerer Zeit der Nationalstaat umgebaut durch die willentlich und systematisch herbeigeführte Entbettung transnationaler Konzerne aus dem Bereich nationalstaatlicher Regulierungssysteme. All dies hat dazu beigetragen, dass sich der Nationalstaat in seiner traditionellen Form nicht mehr als brauchbares Vorbild oder Modell für die Entwicklung einer ernsthaft demokratischen Gesellschaft ansehen läßt.

    Die Frage, welches Modell einer gesellschaftlichen Organisationsform der menschlichen Natur angemessen ist und zugleich geeignet ist, Barbarei zu verhindern, bezieht sich auf das wohl größte und drängendste Problem unserer Zivilisationsgeschichte. Auch wenn wir immer noch weit davon entfernt sind, klare Vorstellungen über mögliche Lösungen dieses Problems zu haben, lässt sich zumindest vor dem Hintergrund geschichtlicher Erfahrungen eine wichtige Eingrenzung vornehmen:
    Je autoritärer eine gesellschaftliche Organisationsform ist, um so eher neigt sie dazu, zu menschenunwürdigen Zuständen und Barbarei zu führen. Das gilt auch für Organisationsformen innerhalb demokratischer Gesellschaften, etwa von Großkonzernen, die in höchstem Maße totalitär organisiert sind. Umgekehrt – und dies war nach langen blutigen Erfahrungen gerade die Einsicht der Aufklärung – verspricht eine Gesellschaftsorganisation, die auf der Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen, also auf einem universellen Humanismus, beruht, am ehesten, die Schaffung einer menschenwürdigen Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Einsicht, die wir bisher trotz aller Lippenbekenntnisse kaum im erforderlichen Maße ernst genommen, geschweige denn politisch umgesetzt haben, stellt uns auch weiterhin die Leitideale bereit, durch die wir am ehesten hoffen können, uns gegen Rückfälle in die Barbarei zu schützen.

    Die Leitidee eines universellen Humanismus mag auf den ersten Blick als schlicht erscheinen, doch hat sie gewaltige Konsequenzen. Sie beinhaltet, dass ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die das eigene gesellschaftliche Leben betreffen, und verlangt somit nach einer radikal demokratischen Gesellschaftsorganisation. Zudem beinhaltet sie, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen. Sie beinhaltet ferner, dass wir moralische Kriterien, nach denen wir Handlungen bewerten, auch zur Bewertung unserer Handlungen heranzuziehen haben und missbilligt somit moralische Doppelstandards. Vor allem aber schließt die Leitidee eines universellen Humanismus alle Ideen einer Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe aus, und somit also Rassismus, Nationalismus und alle Formen eines Exzeptionalismus.

    (Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören, S. 243-245)

    In der Fähigkeit aus Tätern Opfer zu machen und umgekehrt, scheint es wahrlich einen Wettbewerb der Dienstboten zu geben. Aber auch das ist nicht neu und man braucht auch hier nur in die Geschichte schauen.

    • Und die Seilschaft ist wieder aktiv, warum überrascht einen das nicht mehr? (Gähn)

      Bei „Geheul“ bin ich schon draußen. Box, ich glaube nicht, daß Sie noch viele Menschen erreichen, indem Sie immer das Gleich hier runterbeten aus den immergleichen Quellen.

      Aber immerhin, Sie bewegen sich politisch korrekt im Entmenschlichungsframe des politischen Gegner, denn das „Geheul“ paßt ja trefflich zur weiter oben zitierten „Brut“, nicht wahr?
      (Nur die „Ratten“ passen da nicht rein, die quieken und piepsen eher.)

      Einen schönen Tag noch.
      Da les ich doch lieber BILD 😉

    • Korrektur: Nicht ‚weiter oben‘, ‚weiter unten‘ zitiert wäre richtig.

    • Kein Argument, bleibt kein Argument.

      Und außerdem bleiben sie in ihrer Rolle, was überhaupt auch der einzige Zweck des von ihnen angeführten YouTube Eintrags ist.

    • Ach Du je, Box, das wird jetzt aber immer peinlicher. Was wissen SIE über die Ziele, die ich verfolge? Was maßen Sie sich an, den „einzigen Zweck“ bestimmen zu können, aus dem ich hier ab und zu was schreibe oder verlinke?
      Ein Dasein mit Monozweck, das mag zwar zu Ihnen und Ihrem marxistischen Absolutismus passen, aber bestimmt nicht zu mir und meinen Interessen.
      Ich bedaure Sie in Ihrer Rolle wirklich. Egal, was die borderlinige Frontfrau für einen Stuß verbreitet, egal was für Ausraster und Unverschämtheiten sie auch abliefert – Box muß ran und diesen Unsinn auch noch verteidigen. In der gewohnten Mischung aus Anmaßung und Ablenkungsmanövern und dem Versuch, die Menschen in Diskussionen reinzuziehen, für die Sie schon 2000 Seiten Argumentationsmaterial und Quellen vorbereitet haben. Nur, leider, von einem Zentrum aus organisiert, das in sich hohl und falsch ist. Also von Anfang an ein Irrtum.
      Ich muß hier doch im Grunde gar nichts tun. Die Autoren erledigen sich doch inzwischen einer nach dem anderen selbst.

    • Beschimpfungen sind auch kein Ersatz für fehlende Argumente. Auch darüber hat Herr Mausfeld konferiert und das hat Herr Ganser im Schweizer Fernsehen vorgeführt, als man versuchte ihn vorzuführen.

      Im Übrigen ist es nicht verwunderlich, daß ihnen Solidarität, die über einen eng gesteckten Rahmen hinaus geht, fremd erscheinen muß.

    • „Meine Zielgruppe ist der Mensch.“
      Das ist auch mein Verständnis. So genial die Analysen von Mausfeld sind, der Mensch kommt nicht darin vor. Es geht stets um Ismen. Rassismus ist weit mehr als Fremdenfeindlichkeit, und darum geht es, wenn von Rassismus die Rede ist. Fremdenfeindlichkeit hat jedoch nichts mit Nation oder Nationalismus zu tun. Fremdenfeindlich ist der einzelne Mensch, ob er in einem Dorf oder in einer Metropole lebt. Ich bin als 11jähriger Amerikaner in einem Dorf in Deutschland gelandet, wo ich an der Schule traktiert und verprügelt wurde. Von einzelnen Menschen! Und weil wohl bekannt wurde, dass ich in Frankreich gelebt hatte, hieß es: „Franzos scheißt in die Hos!“, obwohl ich nicht Franzose war. Der Plan eines Schülers eines Bauern, mich mit Salzsäure zu verletzen, wurde bekannt bevor er ausgeführt werden konnte. Der Schüler kam am nächsten Tag mit Wunden von Peitschenhieben in die Schule. Zeugnis dessen, wessen Geist der Vater war. Was konnte der arme Junge dafür? Er hatte nur die Sprache seines Vaters ernst genommen. Auch die Tat eines einzelnen Menschen. Ich wurde dann „integrierter Deutscher“, der in Deutschland und England (4 Jahre) studierte und in Deutschland und in Asien (8 Jahre) lebte, 5 Jahre davon in der Metropole Bangkok. Fremdenfeindlichkeit bin ich sowohl in Bangkok wie auf dem Land in Asien begegnet. Es waren immer nur einzelne Menschen, manchmal (vor allem in Bangkok) von Organisationen (Parteien, Regierung…) vereinnahmte, manipulierte Menschen, was dann auch zum RassISMUS verführte. Diese Form der Fremdenfeindlichkeit ging jedoch von über Jahrhunderte etablierten Eliten aus, die Berührung hatten mit Europa, dort studiert hatten und die ISMEN der Systeme (Hitler, Mussolini) mitbrachten zur Festigung ihrer ohnehin schon undemokratischen Herrschaft.

      Kernaussagen in Ihrem Beitrag sind:

      „Die Frage, welches Modell einer gesellschaftlichen Organisationsform der menschlichen Natur angemessen ist und zugleich geeignet ist, Barbarei zu verhindern, bezieht sich auf das wohl größte und drängendste Problem unserer Zivilisationsgeschichte.“
      Und:
      „Je autoritärer eine gesellschaftliche Organisationsform ist, um so eher neigt sie dazu, zu menschenunwürdigen Zuständen und Barbarei zu führen.“

      Was „universelle“ Leitideen betrifft: Genau die bergen die Gefahr, dass sie zu autoritären Organisationsformen und menschenunwürdigen Zuständen und Barbarei führen. Außerdem: „Universell“ bedeutet eine andere Form des „Exzeptionalismus“, indem eben universell alles andere ausgeschlossen wird. (Doublespeak!)

      Ich fürchte die „gewaltigen Konsequenzen“ universeller Leitideen erfasst Goethe angemessen so:

      „Napoleon gibt uns ein Beispiel, wie gefährlich es sei, sich ins Absolute zu erheben und alles der Ausführung einer Idee zu opfern.“

      Menschen sollen an Entscheidungen teilnehmen. Menschen, die eine Vorstellung davon haben, was der Mensch sei. Nicht, was er sein soll nach den Ideen der Schöpfer der ISMEN.
      Die entscheidende Frage ist „…für wen?“ Wenn der Mensch, wie heute, vor allem Verbraucher ist, dann ist doch die entscheidende Frage: Für wen? Definiert sich der Mensch als Verbraucher?

      Goethe gilt als Weltbürger. Hier ein paar Gedanken von ihm:

      „Der Deutsche soll alle Sprachen lernen, damit ihm zu Hause kein Fremder unbequem, aber er in der Fremde überall zu Hause sei.“

      „Wer sein Vaterland nicht kennt, hat keinen Maßstab für fremde Länder.“

      „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.“

      „Wer fremde Sprache nicht kennt, weiß nichts von seiner eigenen.“

      „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Die Amtssprache spricht von „Duldung“; und Toleranz ist in der Tat eine vorübergehende Gesinnung.)

      „Die wahre Liberalität ist Anerkennung.“

      Eine wahre humanistische Bildung erlaubt Goethe, folgende Gedanken auszusprechen:

      „Für eine Nation ist nur das gut, was aus ihrem eigenen allgemeinen Bedürfnis hervorgegangen, ohne Nachäffung einer anderen. Denn was dem einen Volk auf einer gewissen Altersstufe wohltätige Nahrung sein kann, erweist sich vielleicht für ein anderes als ein Gift. Alle Versuche, irgendeine ausländische Neuerung einzuführen, wozu das Bedürfnis nicht im tiefen Kern der eigenen Nation wurzelt, sind daher töricht.“

      Wer dieses Bedürfnis ignoriert, der ignoriert den Menschen.

      „Die Frage, welches Modell einer gesellschaftlichen Organisationsform der menschlichen Natur angemessen ist und zugleich geeignet ist, Barbarei zu verhindern, bezieht sich auf das wohl größte und drängendste Problem unserer Zivilisationsgeschichte.“

      Die digitale Kulturrevolution, in der wir uns m. E. ähnlich wie in der maoistischen Befinden, lässt am Horizont Anzeichen eines globalen von digitalem Geld getriebenen diktatorischen Systems erkennen – im Westen wie im Osten.

      Wie die Barbarei verhindern?
      Bildung jedes einzelnen Menschen im Sinne der Befähigung zum Menschsein statt im Sinne der Befähigung, Konsument und Erzeuger von Waren (dazu gehören auch die Ismen) und Menschen zu sein. Bildung im Sinne der Befähigung, Bildung nicht als Ware zu konsumieren, mit der der Mensch sich auf dem Markt als Ware besser verkaufen kann.

    • @ Box

      Den Auftakt mit Beschimpfung und Herabwürdigung machten Sie: „Geheul nicht hinwegtäuschen“; „ein sonst weiter inhaltsloser Einzeiler“; „Dienstboten“.

      Wenn man in der ersten Zeile den Adressaten mit „Geheul“ beschimpft, dann wird Interesse am ganzen Artikel nicht aufkommen können. Schade. So erreicht man weder Gleichgesinnte noch Andersgesinnte.

    • @ Box

      Meinem Kommentar, eingeleitet mit „Meine Zielgruppe ist der Mensch“ fehlte die Adresse, hiermit nachgeholt

      @ Box

    • PS.:

      Einen Goethe habe ich vergessen:

      „Auch muß ich selbst sagen, halt ich es für wahr, daß die Humanität endlich siegen wird, nur fürcht ich, daß zu gleicher Zeit die Welt ein großes Hospital und einer des andern humaner Krankenwärter werden wird.“

    • Danke, Tony, mehr davon!
      (Aber hoffentlich sind darunter nicht noch weitere Erlebnisse von Quälereien aus Ihrer Jugendzeit, die es hoffentlich, das wünsche ich Ihnen, nicht auch noch gegeben hat).

    • Danke für die Schilderung persönlicher Erfahrungen, Tony, und für das, was Sie daraus ableiten. Mir sehr wertvoll. Und Goethe (hat sich tatsächlich schon jemand bei Ihnen über das Zitieren Goethe’s beschwert?) erfahre ich immer als nährend.

      Worauf Sie hier gedeutet haben –
      „Meine Zielgruppe ist der Mensch.“
      Das ist auch mein Verständnis. So genial die Analysen von Mausfeld sind, der Mensch kommt nicht darin vor. Es geht stets um Ismen. Rassismus ist weit mehr als Fremdenfeindlichkeit, und darum geht es, wenn von Rassismus die Rede ist. Fremdenfeindlichkeit hat jedoch nichts mit Nation oder Nationalismus zu tun. Fremdenfeindlich ist der einzelne Mensch, ob er in einem Dorf oder in einer Metropole lebt.“
      – hat auch Dagmar Henn vor kurzem herausgearbeitet:

      „Wie aber soll eine Gesellschaft, in der das Inhumane, die Missachtung des Menschen (nicht seines Kontostands) den Alltag bestimmt, sich an das Wohl des Menschen als Maßstab erinnern? Woher sollten heutige Wissenschaftler, die es längst wieder verlernt haben, zu hinterfragen, in wessen Interesse sie forschen, selbst erkennen können, wenn sie der Inhumanität in die Falle gehen?“

      Inhumanität – auch wieder so ein Ismus?? Je abstrakter wir werden, desto weniger hat es mit dem Leben zu tun, oder?

      +++++++++++++++++++

      Da es hier um „Beschimpfungen“ ging, möchte ich den guten Box – Sie haben übrigens nicht die geringste Vorstellung, wie weit meine ‚Solidarität‘ reicht, auch wenn ich dieses Wort nicht verwenden würde – doch kurz noch die Reaktion von jemandem, dessen Wasser er trägt, auf Dagmar Henns Artikel in Erinnerung rufen, in so etwas wie einem Sicherheitsabstand aus Klammern 😉

      (((S.B sagt:
      Unglaublich, was für ein dummes Geschwätz. Kein einziges, wirklich nicht ein einziges Argument, aber die Eugenik anbringen, für die angeblich alle Wissenschaftler gewesen seien. Also ehrlich: Gegen Kinder hetzen, gegen die Wissenschaft hetzen, kein einziges Argument – noch nicht mal ein falsches – was soll das? Welchen Sinn ergibt das? Wollte Frau Henn nur mal wieder unter Einbringung ihrer partiellen rhetorischen Begabung ihren Frust abbauen?“ )))

      +++++++++++++++++

      Ich ende aber viel lieber mit Frau Henns Schlußworten, denn diese kommen aus einem ganz anderen morpogenetischen Feld und transportieren ganz andere Energien:

      „Das Maß des Menschen muss der Mensch sein, so lautet die Lektion aus den Irrwegen der Vergangenheit. Dort, wo dieses Maß etabliert ist, ist es auch möglich, vernünftig über Ziele und Handlungen zu diskutieren. Wo dieses Maß schwindet und durch ein vermeintlich höheres Gut ersetzt wird, gibt es keine klare und offene Diskussion mehr; Glauben tritt an die Stelle des Erkennens und Moral an die Stelle des ausgesprochenen und ausgehandelten Interesses, und hinter den Sprech- und Denkverboten öffnet sich erneut der Abgrund der Unmenschlichkeit.“

    • @ Guanyin

      Dieses Schlusswort ist von Frau Henn?
      Gefällt mir sehr!

      Hier noch ein letzter Goethe für den heutigen Anlass/Zusammenhang:

      „Natürlich ist’s, daß der Bürger von dem regiert sein will, der mit ihm geboren und erzogen ist, der gleichen Begriff mit ihm von Recht und Unrecht gefaßt hat, den er als seinen Bruder ansehen kann.“

  17. Solcherart sind die Kommentare und Geister jener, die diese Tagesdosis gut finden. Ich ziehe das neueste Posting von you tube hierher:

    „Ken, schätze da musst du dir was anderes einfallen lassen…..mit Bonaths Beiträgen am Samstag, um die AfD- Brut übers lange Wochenende zu foltern, bringt offensichtlich nicht viel. So wirst du die widerspenstigen Ratten nicht los, die lassen einfach nicht locker, versuch‘s probeweise mal ’ne ganze Woche damit, über ein halbes Jahr lang…..das sollte funktionieren.“

    Brut, foltern, Ratten – das sollte funktionieren.

    • Den hier fand ich auch gut:

      „Wie blöd kann man eigentlich sein. Noch bevor der Mörder gefasst ist, einer ganzen Partei die Schuld dafür geben. Eine mögliche Theorie: Susan Bonath ist ein U-Boot, das KenFm infiltriert hat, um dessen Glaubwürdigkeit zu zerstören. Wer kontrolliert den(n) bei euch, was hochgeladen wird? Das Machwerk ist in der Tat an Widerwärtigkeit nicht zu überbieten. Selbst die Mainstreampresse hat sich bisher so eine offensichtliche Hetze nicht erlaubt. Das ist Stürmer-Niveau. Das kann aber auch kein Fauxpas sein. Also wenn nicht demnächst eine Entschuldigung von Ken Jebsen persönlich kommt und diese Stürmer-Journalistin nicht rausgeworfen wird, ist KenFM offiziell zur Systempresse übergelaufen.“

      Und gute Nacht.

    • „Ken, schätze da musst du dir was anderes einfallen lassen…“ Also dieses Zitat finde ich großartig. Ich war´s nicht aber ich hätte es gern geschrieben!

      Zu dem anderen Zitat. Wer aus dem Text herausliest, eine Partei würde für den Mord verantwortlich gemacht, hat eine arge Lese- und Verständnisschwäche. Zumal ja sogar mehrere Parteien im Text vorkommen. Was gesagt wird, ist, wie eine der Parteien den Mord bejubelt hat. Und das ist nun mal Fakt.

  18. Na Ken, wenn das kein Griff in die Kloschüssel ist !!!! Was Frau Bonath hier absondert, ist linksintelektuelles Geschwurbel ohne Bezüge zur Wirklichkeit . Nur Menschen die in ihrem Leben noch nie richtig gearbeitet haben, können so einen Pseudowissen von sich geben und einen Schuldigen ausmachen, wo die Fahndung noch keinerlei Ergebnisse vorbringen konnte. Mit dem Anspruch eines investigativen Qualitätsjournalismus kannst Du nach diesem Artikel nicht mehr hausieren gehen. Nachdem sich jetzt heraus stellt dass der Täter aus dem perönlichen Umfeld des Herrn Lübkes stammt ist dieser niederträchtige Artikel mächtig in die Hose gegangen. Übrigens: Dein Kanal wird gleich deabonniert.

    • Von wegen, kein Bezug zur Wirklichkeit! Was ist denn mit dem ekelhaften Zitat aus der AfD: „Jetzt hat er Deutschland verlassen! hahaha“ Darf man das nicht mehr erwähnen, wenn sich über einen Mord gefreut wird?

  19. Na Ken, mit der Bonath hast Du Dir ein schönes Kuckucksei ins Redaktionsnest gelegt. Damit war`s das mit dem investigativem Qualitätsjournalismus. Was Frau Bonath absondert, ist linksintelektuelles Geschaffel ohne Bezüge zur Wirklichkeit . Nur Menschen die in ihrem Leben noch nie richtig gearbeitet haben, können so einen Pseudowissen von sich geben. Für dich Ken heisst das; du wirst jetzt deabonniert und Tschüss..

    • Also man darf nicht mehr erwähnen, dass gegen den Ermordeten gehetzt wurde, sonst wird deabonniert? Ziemlich armselig…

    • Also mich hat immer nur ihr Dogmatismus gestört. Und der war nach meinem Verständnis weder links noch intellektuell.
      Das mit den Fakten und Wissen ist was anderes. Die Juristen machen da ihre eigenen Sachen, deren Sache es dann auch ist, Urteile zu fällen – ausschließlich deren Sache!
      Die Philosophen wiederum machen ihre eigenen Sachen, (und sind sich nicht einig). Ein Beispiel aus Gleichsatz.de Kritische Philosophie:

      Schluß mit der populären, aber verblödeten Tatsachenduselei !
      Objektivismus ist intellektueller Selbstmord !
      ES IST NICHTS GEGEBEN !
      [So lautet der längst fällige Paradigmenwechsel ! ]

      Das Hauptübel unserer Zeit ist, wie in der Vergangenheit auch, der Aberglaube. Der einzige Unterschied ist der, daß seit etwa 200 Jahren die allgemein verbreiteten Vorstellungen von Wissen, Objektivität, Rationalität, Logik, Erkenntnis, Realität oder Wahrheit als eine Art „Intelligenzduselei“ offenbar werden. Diese Begriffe sind seit der Aufklärung die Abgötter einer idealisierten Geisteswelt, die als Machtinstrument verstanden werden muß.

      Das objektivistische „positive“ Denken beruth auf der Annahme, daß sich etwas wahrnehmen läßt [wie es „ist“]. Der „wissenschaftliche“ Beweis beruth auf Meßbarkeit in Zeit und Raum. Raum und Zeit als solche sind aber kein Gegenstand der Wahrnehmung, sondern erschlossen. „Empirisch“ heißt, daß etwas sinnlich gegeben ist, aber es ist nichts sinnlich gegeben. Auch die Empfindung ist schon Vorstellung, Abstraktion. Was verwortet wurde ist schon schematisiert. „Alles Vermittelte aber ist bezweckt“ [Gans-Ludassy]. Dasselbe gilt für die „Verzahlung“.
      Eine objektive Realität ist nichts anderes als ein Ausdruck für Macht, bzw. Ohnmacht, die sich in den Köpfen von Menschen breitgemacht hat. Es gibt nur soviel Wissenschaft, wie es Gleichschaltung gibt. Die scheinbare Neutralität der „wissenschaftlichen“ Meßmethoden in Zeit- und Raum nützt in fundamentaler Weise den herrschenden Machtverhältnissen und macht sie unangreifbar, weil „Realität“ und „Macht“ als zwei grundsätzlich verschiedene Paar Stiefel angesehen werden, von denen das eine nichts mit dem anderen zu tun hat. Was gemeinhin als „Wirklichkeit“ oder „Wahrheit“ bezeichnet wird, muß als „Interesse“, als „(Rationalitäts-)Bedürfnis“ verstanden werden, das jemand mehr oder weniger oder auch nicht haben kann.Der einzige Weg, der allein noch offen ist, ist ein „wertlogischer“.

      Das Ziel: ist es, den Objektivismus als Religion der Macht abzuschaffen und den Begriffen von Logik, Rationalität und Vernunft wieder einen glaubwürdigen Sinn zu verleihen, mit dem sich die geistige Verwirrung der meisten Menschen verdeutlichen und klären läßt. Das Zeitalter der Fakten und absoluten Wahrheiten ist vorüber. Es sind Interessen und Zwecke und damit die Macht, die das Geschehen auf dieser Welt bestimmt und die intellektuellen und seelischen Voraussetzungen, damit diese Macht auch „gut“ sein kann, sind erst noch zu schaffen. Dazu gehört auch die Erkenntnis, daß es nichts Gutes ansich gibt, so daß die Frage lauten muß: „Gut für wen oder was?“ Diesbezügliche Optimierungen in der Auffassung der Dinge sind in jedem Fall möglich. Der Wertgedanke ist dabei das geistige Band, das alle diese Bestrebungen zusammenhält. Die Umwertung aller Werte betrifft die Worte der Sprache. Sie sind nichts mehr wert, wenn die Bullshitter die Szene beherrschen.

    • Tony, da sagen Sie was!!! 🙂

      „Also mich hat immer nur ihr Dogmatismus gestört. Und der war nach meinem Verständnis weder links noch intellektuell.“

  20. Ob diese Tagesdosis vielleicht doch endlich mal juristische Folgen haben wird? Es wäre zu wünschen.

    Hier regt sich zurecht jemand auf und hat, in diesem Moment, meine volle Sympathie:

    ttps://www.youtube.com/watch?v=aHMyKH2rvNA

    Vielleicht sollte man journalistische Mindeststandards, bzw. Mindestanforderungen nicht nur behaupten, sondern sie auch einhalten?

    • Also wirklich, wenn die AfD gegen einen Ermordeten hetzt, dann hat man zu schweigen! Wo gibt´s denn sowas, darüber auch noch zu berichten!

    • Lieber Alexander, wie ich Frau Bonath einschätze, würde sie auf der Leiche Herrn Gaucks oder Frau Weidels tanzen und noch dazu laden mitzumachen. Ihre blinde Begeisterung für diese Frau dürfen sie gerne behalten, aber dass nicht jeder diese teilt und Bedenken äussert, sollte als etwas Selbstverständliches und eine Bereicherung gesehen werden. Viele Augen sehen mehr als zwei. Frau Bonath hat mitnichten einfach nur moniert, dass „gehetzt“ wurde.

    • Pinuu
      „…wie ich Frau Bonath einschätze, würde sie auf der Leiche Herrn Gaucks oder Frau Weidels tanzen…“

      Ahja, das lässt tief blicken! Ich muss also davon ausgehen, dass Sie auf der Leiche von Sahra Wagenknecht tanzen würden?

      Schon wieder sone finstere Unterstellung, die uns Linken gemacht wird, weil man von sich auf andere schließt. Ich habs echt satt!

    • Ich würde auf niemandes Leiche tanzen, unter anderem weil ich meine Sicht der Dinge nicht als allgemeingültig sehe. Und das ist eigentlich eher Links, sofern Sie das gerne in irgendetwas aufteilen möchten, zu verorten. ^^ Im Umkehrschluss bedeutet dies, weil ich nicht in Bonaths Fussstapfen trete bin ich rechts. So weit sind wir schon wieder?

    • Und Oliver Fleschs Gegenrede (von mir gestern abend verlinkt) wurde bereits gelöscht: „Nicht mehr verfügbar“.

      Die marxistischen Parteisoldaten und ihre Dienstboten arbeiten schnell und haben beste Connections.

    • Ich habe mich vermutlich getäuscht und bedaure meine Unterstellung (bzgl Parteisoldaten).
      Das Video ist leicht verändert erneut hochgeladen worden und wieder verfügbar.
      Wie lang wohl?
      ttps://www.youtube.com/watch?v=hH9AvYdFQ1Y

  21. Klar kann man verschiedene Standpunkte veröffentlichen.

    Eine Qualitätskontrolle der Beiträge sollte es aber trotzdem geben. Das hier ist zu einseitig und voll von Verdrehungen und Halbwahrheiten.

    • Zur sauberen Recherche eines Journalisten („Die Macht um Acht“ führt sie uns jede Woche eindrucksvoll vor) gehört auch, sich zurückzuhalten, solange Ermittlungen nicht einen bestimmten Verdacht hinreichend erhärten.

    • Der Witz ist nur, in dieser Tagesdosis wurde gar kein Verdacht geäußert. Aber schon interessant, welche Möglichkeiten Ihnen da so einfallen.

    • @Alexander
      Man kann einen Verdacht auch insinuieren, ohne ihn offen auszusprechen.

  22. Diese Tagesdosis impliziert den Täter aus den Kreisen der AFD. Punkt. Frau Bonath, warten wir es ab bis die Ermittlungen abgeschlossen sind und ein rechtskräftiges Urteil gesprochen ist. Ich finde dieses Stil des Journalismus jedenfalls nicht würdig für KenFM.

    • Genauso sehe ich das auch. Die Überschrift und das Plakat suggerieren, dass der oder die Täter aus den Reihen der AfD kommen. Ich könnte mir sowohl die Überschrift als auch das Titelbild auf einer Titelseite der Zeitung mit den 4 großen Buchstaben vorstellen, als Aufmacher bei dem Relotius-Blatt, bei der Alpenprawda, ja sogar in der Tagesschau oder im heute Journal, aber bitte nicht bei kenFM.

    • Oh, die AfD darf gegen Herrn Lübcke hetzten. Sie darf sich öffentlich über seinen Tod freuen. Aber benennen darf man das nicht? Weil sonst die demokratische Maske verrutschen könnte? Nirgendwo im Artikel wird gesagt, dass der Mörder in der AfD ist. Aber es wird korrekt über Reaktionen der AfD berichtet. Dann sollen sie sich eben nicht unmenschlich benehmen, wenn es ihnen hinterher peinlich ist.

    • @Alexander
      Natürlich missbillige auch ich die Hetze und die unmöglichen Äußerungen von Teilen der AfD-Sympathisanten .Dennoch sehen Titelbild und Überschrift wie eine Vorverurteilung aus.
      Dieser Beitrag entspricht nicht dem Stil dieses Portals.

  23. Die große entscheidende Trennlinie im Kapitalismus liegt, strukturell bedingt, zwischen Superreich und (Reich bis Bettelarm).
    Linke, Rechte, Christen Muslime, Juden, Lohnabhängige, Rentner, Mittelstand bis einstellige Millionäre,
    sollten sich zusammen tun und konstruktive Vorschläge machen wie der Adel und Geldadel mit seinen Handlangern, den Hauptstrommedien und dem tiefen Staat zerstört werden kann. Sonst werden wir, geplant sind 7 Milliarden, vernichtet. (Die Pläne sind schon eingemeißelt).
    Feind erkennen, sich nicht gegeneinander aufhetzen lassen Pläne schmieden und umsetzen.

  24. Hallo! Haben wir noch etwas anderes parat, außer aufeinander einzudreschen? Was bitte bringt dieses Kastendenken Rechts, Links, Mitte ist gut, Israel und USA sind lieb, alle anderen sind doof? Liebe Leute von den (nicht die) Polen der Selbstgerechtigkeit: Hier geht es nicht um eure zu kurzen…Pi…oder zu kleinen…Ti…,es geht um unser Leben. Also spart euch eure Weis-und Schwarzheiten! Besinnt euch auf das Leben und vergesst das Schmierentheater hier und in der EU und Welt!
    Was Herrn Lübcke angeht, hat er doch vielen ans Knie gepinkelt. Nach all dem Gegeifer stellt sich zum Schluss heraus, dass es so ähnlich wie beim Moshammer zuging…ob nun neuerdingd der Hass übers Netz oder die Propagandamäuler verteilt wird, ist wurst! Es wir halt getan, was doch aber nicht immer gleich die einen oder anderen Flegel unter Verdacht zu stellen hat. Welcher Sumpf, ob Rot-Grün oder und dann vielleicht deswegen Braun, was gebar, ist obsolet. Denn es ist immer der selbe Schei…nur in einer anderen Geschmacksrichtung!

  25. AfD-Mitglieder halte ich für nützliche Idioten, die nicht merken, für welche Interessengruppen sie letztendlich arbeiten.
    Dass der Aufbau AfD von Geheimdiensten unterstützt wurde, kann man vermuten, aber bis auf weiteres nicht wissen.
    Gewalttaten – das hat sich an NSU gezeigt – finden mit Unterstützung des Verfassungschutzes o.ä. statt.

Hinterlasse eine Antwort