Tagesdosis 9.11.2018 – Tiefe Einblicke. Schreiben einer in Syrien lebenden US-Ärztin

Ein Kommentar von Rainer Rupp.

„Das Abschlachten meiner Freunde und Nachbarn war kein syrisches Projekt. Die Pläne dazu wurden in Europa entwickelt.“

Diese Zeile ist einem Brief einer amerikanischen Ärztin, die in der syrischen Hafenstadt Latakia lebt, entnommen. Der Brief ist an Bernd Duschner von der Hilfsorganisation „Freundschaft-mit-Valjevo“ gerichtet. Obwohl dieses Schreiben bereits auf den „Nachdenkseiten“ veröffentlicht wurde, hat Bernd Duschner dem Autor dieser Zeilen freundlicher Weise die Erlaubnis zur Zweitveröffentlichung in der Tagesdosis erteilt. Zunächst aber ein paar Worte über Bernd Duschner und was der Verein „Freundschaft mit Valjavo“ mit Syrien zu tun hat.

Bernd Duschner, – so hieß es in einem Artikel des Online-Magazins Rubikon (1) sei „der lebende Gegenbeweis zur Behauptung, dass der Einzelne ja sowieso nichts bewirken kann; dass uns bei aller Empörung ja doch nur der Rückzug ins Private bleibt, in die Resignation angesichts der Kriegsmaschinerie, die in immer neuen Ecken der Welt angeworfen wird, um ganze Völker zu zermalmen.“

Andere fühlen sich bei Bernd Duschner an das Motto von Gandhi erinnert, das hieß: „Sei selber der Wandel, den du sehen willst!“

Bernd Duschner lebt in Pfaffenhofen. Zur Veränderung seines Lebens wurde der Versicherungsfachmann durch die schrecklichen Bilder des völkerrechtswidrigen NATO-Angriffskrieges gegen Jugoslawien motiviert. Dieser erste Krieg in Europa seit 1945 hat uns wieder die ganze Wucht der Zerstörungen, des Todes und des Elend der betroffenen Menschen vor Augen geführt. Duschner, kein Freund großen Reden, machte sich sofort daran, konkrete Hilfe zu leisten, im Rahmen seiner Möglichkeiten; und die sollten sich schnell vervielfältigen.

Mit einem rasch gegründeten Verein „Freundschaft mit Valjevo“  (benannt nach dem von NATO-Bombern mehrmals angegriffenen Ort Valjevo im damaligen jugoslawischen Bundesstaat Serbien) organisierte er Lastwagen, die er gemeinsam mit Vereinsmitgliedern vollgepackt mit gesammelten Medikamenten, Babynahrung und Kleidung für die zivilen Opfer der NATO-Aggression nach Valjevo brachte.

Auch in den nachfolgenden westlichen Angriffskriegen von Afghanistan über Irak bis zuletzt in Syrien hat sich Duschner und der Pfaffenhofener Verein, der immer noch „Valjevo“ im Namen trägt, über alle „Bedenken“ scheinheiliger Politiker und Sanktionsbefürworter hinweg gesetzt und innerhalb der begrenzten aber wirksamen eigenen Möglichkeiten praktische Hilfe geleistet. Dazu gehört u.a. auch, dass verletzte oder kranke Kinder für lebensrettende Operationen nach Deutschland geholt wurden, um anschließend wieder in ihre Heimat zurückzukehren.

Bernd Duschner ist regelmäßigen KenFM Lesern und Hörern kein Unbekannter, wie einige ausgesuchte Links zeigen (z.B. hier (2) und hier (3) und hier (4)).

Für Duschner ist ein Embargo „eine der brutalsten Formen des Krieges“. Das gilt besonders für die gegen Syrien bestehenden Wirtschaftssanktionen, die sich vor allem gegen die Teile der Bevölkerung richten, welche die verdeckten, militärischen Interventionen des Westens im Land ablehnen. Deshalb macht Duschner und der Verein „Freundschaft für Valjevo“ weiter mit der Unterstützung des Krankenhauses in Damaskus mit überlebensnotwendigen Medikamenten, medizinischen Geräten und anderen Hilfsmitteln. In diesem Zusammenhang hat auch die in der syrischen Küstenstadt Latakia wohnende, amerikanische Ärztin Lilly Martin jetzt den bereits erwähnten, aus dem Englischen ins Deutsche übersetzten Brief an Duschner geschrieben.

Zuvor noch ein Hinweis: Wer bei der humanitären Hilfe für das Krankenhaus in Damaskus mitwirken möchte, der möge eine Spende überweisen auf das Konto des Vereins „Freundschaft für Valjevo:

  • Sparkasse Pfaffenhofen:
  • IBAN: DE06 7215 1650 0008 0119 91
  • Stichwort: Krankenhaus Damaskus.

Brief der amerikanischen Ärztin, die in der syrischen Küstenstadt Latakia lebt:

Lieber Herr Duschner,
ich möchte Ihnen zu Syrien schreiben, und Sie können den Text veröffentlichen.

Ich heiße Lilly Martin, bin eine amerikanische Bürgerin und lebe seit über 25 Jahren in Latakia in Syrien. Seit 40 Jahren bin ich mit einem Syrer verheiratet. Bevor ich nach Syrien auswanderte, arbeitete ich als Ärztin in Kalifornien.

Latakia liegt an der Küste und ist eine Hafenstadt. Aber der Tourismus bildet die wichtigste Einkommensquelle, da es ein Badeort ist. Neben den Stränden gibt es noch zwei bekannte Luftkurorte, die nur eine Stunde Fahrtzeit entfernt sind und wegen ihrer kühlen Bergluft im Sommer wichtige Ziele für Touristen darstellen.

Ich hatte in Syrien niemals religiöse Konflikte erlebt. Dank des säkularen Charakters der syrischen Regierung hatte jedermann vor dem Gesetz die gleichen Rechte, und untereinander verhielten sich die Syrer aller Glaubensrichtungen freundlich, ja herzlich. Ich kann mich an die Angriffe von USA und Nato gegen Jugoslawien erinnern, und ich stellte mir damals die Frage, ob etwas Ähnliches hier passieren könnte.

Dann kam der Angriff der USA auf den Irak. Syrien war davon nicht betroffen, abgesehen davon, dass es 2 Millionen Flüchtlinge aufnahm. 2010 reisten Angelina Jolie und Brad Pitt nach Syrien, um irakische Flüchtlinge in Damaskus zu besuchen. Sie trafen sich mit dem syrischen Präsidenten Assad und seiner Frau, um ihnen für ihre Hilfe für die Flüchtlinge zu danken.

Nicht lange, nachdem ein riesiges Gasfeld vor der Küste Syriens entdeckt wurde, begann der Angriff von USA und Nato in Syrien. Ich dachte, die Krise würde nur kurz andauern, weil ich wußte, dass die Mehrheit der syrischen Bürger die Ideologie eines radikalen Islam nicht unterstützte. Es gab eine kleine Minderheit, die der Ideologie der Muslim-Brüder folgte, aber eine kleine Minderheit kann keine Revolution machen. Diese Leute bauten jedoch nicht auf die Unterstützung der syrischen Bevölkerung, sie hatten die gesamte westliche Welt hinter sich, die USA, Großbritannien, Deutschland, die EU, Frankreich, Kanada und Australien. Als sie Fußtruppen brauchten, riefen sie Al Qaeda aus Europa, Afrika und Asien ins Land. Bald hatte die US-Nato-Kriegsmaschine alle benötigten Truppen und Waffen beisammen.

Zwischenzeitlich wurden meine Nachbarn getötet. Das kleine christliche Dorf Kessab nahe Latakia wurde von türkischem Militär angegriffen, das mit den US-Nato-Terroristen zusammenarbeitete. Mein eigenes Haus dort wurde zerstört, meine Nachbarn enthauptet. Das war 2014, und wir können immer noch nichts in Kessab instand setzen, da die Terroristen in Idlib so nah sind und noch immer, wie gerade vor zwei Wochen, Raketen auf Kessab abfeuern.

Die Krankenhäuser sind geöffnet, und es gibt Ärzte. Wegen der Sanktionen der USA und der EU werden Medikamente für die Chemotherapie allerdings nicht mehr kostenlos ausgegeben. Sie dürfen nicht importiert werden. Syrien hatte für alle Bürger eine kostenlose medizinische Versorgung. Die westlichen Pharmafirmen verkaufen nichts direkt nach Syrien, weil sie wegen der Sanktionen Angst haben, strafrechtlich belangt zu werden. Ich habe Firmen beschworen, Medikamente zu schicken. Sie haben aber panische Angst, wegen eines Verstoßes gegen die Sanktionen strafrechtlich verfolgt zu werden und Bußgelder zahlen zu müssen. Ich habe viele Firmen angeschrieben, ohne jeden Erfolg. Ich habe den US- Kongreß diesbezüglich angeschrieben, ohne je eine Antwort zu bekommen. Im Westen hergestellte Medikamente müssen deshalb zu überhöhten Preisen im Libanon gekauft werden.

Vor kurzen fuhr ich nach Damaskus. Ich war glücklich, die Stadt in strahlender Schönheit und voll von Millionen Bürgern zu sehen, die arbeiten und studieren. Ich sprach mit Freunden in Aleppo, die zurückgekehrt sind und ihr Leben wieder aufgebaut haben. Sie sagen, die Stadt arbeite mit ganzer Kraft am Wiederaufbau. Tatsächlich gab es kürzlich in Aleppo einen viel beachteten Marathonlauf und mehrere Konzerte.

Tatsache ist: Damaskus, Aleppo, Homs und Latakia sind sichere, funktionierende Orte, die heute wie ganz normale Städte aussehen. Warum also kommen wir wirtschaftlich nicht voran? Weil die Wirtschaftssanktionen der USA und der EU verhindern, dass die Syrer arbeiten, importieren, exportieren und ein normales Leben führen können. Die syrische Bevölkerung wird kollektiv von den westlichen Nationen bestraft, weil wir schuldig sind, den Krieg der US-Nato-Kriegsmaschine gegen uns überlebt zu haben.

Händler, die Maschinen aus dem Ausland importieren möchten, um Syrien wieder aufzubauen und zu sanieren, werden daran gehindert, weil es für jede Bank auf der Welt ein Verstoß gegen Gesetze ist, Geld von einem Händler in Syrien zur Bezahlung zu akzeptieren. Aufgrund der Sanktionen von USA und EU ist es jedermann verboten, Bestellungen aus Syrien anzunehmen oder irgendetwas  dorthin zu exportieren – d. h. null Chance für Wiederaufbau und wirtschaftliche Erholung!

Letztendlich müssen die westlichen Bürger der USA, Nato und EU ihre Mitschuld an der Zerstörung Syriens einräumen. Sie sind keineswegs unschuldig. Sie sind Wähler und leben unter demokratisch gewählten Führungen. Wenn ihnen die Außenpolitik gegenüber Syrien gleichgültig ist und sie zu beschäftigt sind, um Bedenken hinsichtlich der Verwendung ihrer Steuern zu äußern – in diesem Fall zur Finanzierung von Terrorismus – dann müssen sie auch ihre Mitschuld akzeptieren. Das Abschlachten meiner Freunde und Nachbarn war kein syrisches Projekt. Die Pläne dazu wurden in Europa entwickelt, und die Treffen der „Freunde Syriens“ fanden dort statt.

Alle Europäer müssen sich entscheiden, ob sie Teil der Lösung oder Teil des Problems sein möchten.

Ende des Briefes.

Zum Abschluss noch einige ergänzende Worte zu dem Verein „Freundschaft mit Valjevo“:

Der immer noch nach „Valjevo“ benannte Verein hat eine beispielhafte Wirkung, denn er wird von einem breiten Spektrum der Pfaffenhofener Bewohner und auch vielen Leuten aus der Umgebung unterstützt und zwar unabhängig von deren Konfession, politischer Orientierung oder dem sozialem Stand.

Das Nürnberger Tribunal hat den Angriffskrieg als das „größte aller Verbrechen“ definiert. Und wenn es darum geht, den Opfern dieses Verbrechens zu helfen, dann ist es Bernd Duschner stets gelungen, ein realisierbares, konkretes Hilfsprojekt zu finden, mit dem sich die ganze Gemeinde von Pfaffenhofen und viele andere Menschen identifizieren können.

So sammelte Bernd Duschner vor zwei Jahren, in 2016, erfolgreich für eine Wasseraufbereitungsanlage, die im Italienischen Krankenhaus in Damaskus ersetzt werden musste. Ohne sie wären die Nieren Dialysepatienten vor Ort zum Tode verurteilt gewesen. Da das auch von Deutschland unterstützte Embargo gegen Syrien es damals wie heute nicht zulässt, medizinisches Gerät nach Syrien zu exportieren – während auch deutsche Waffen ganz offiziell auch von der Merkel-Regierung an die so genannte „Opposition“ der Kopfabschneider geliefert werden – blieb nichts anderes übrig, als das Gerät über den Libanon nach Jordanien einzuführen.

Mein Aufruf an die KenFM-Community lautet daher: Helft Bernd Duschner und „Freundschaft-mit-Valjevo“ e.V. die gute Arbeit fortzusetzen!

  • Bernd Duschner – Freundschaft mit Valjevo
  • IBAN: DE06 7215 1650 0008 0119 91
  • BIC: BYLADEM1PAF
  • Sparkasse Pfaffenhofen
  • Stichwort „Krankenhaus Damaskus“

Hier der Link zur Homepage von Freundschaft mit Valjevo

Quellen:

  1. https://www.rubikon.news/artikel/unser-krieg-gegen-syrien
  2. https://kenfm.de/bernd-duschner-freundschaft-mit-valjevo/
  3. https://kenfm.de/spotlight-duschner-embargo/
  4. https://kenfm.de/bernd-duschner-fehler-der-friedensbewegung-europa-mass-aller-dinge/

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Danke an den Autor für das Recht zur Veröffentlichung des Beitrags.

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11 Kommentare zu: “Tagesdosis 9.11.2018 – Tiefe Einblicke. Schreiben einer in Syrien lebenden US-Ärztin

  1. Hinweis:

    Die Redaktion von Frontal 21 hat sich für meine Informationen bedankt, aber keine weitere Reaktionen gezeigt. Ein Bericht in Frontal 21 (F 21) wurde abgelehnt mit der Begründung, dass das kein Deutsschlandthema sei. Ein früherer F 21 – Reporter, der heute stellv. Chefredakteur beim ZDF ist und früher dankbar für meine F 21 Recherchen war, hat Redakteuren in F 21 geraten, von mir keine brisanten Themen mehr anzunehmen oder mit mir über solche zu sprechen.

    Von Lügenpresse kann man hier nicht sprechen, aber von gesteuerter „Lückenpresse“.

    Erfahrene Redakteuere/Informationsbroker werden in der Frontal-Redaktion sozusagen kaltgestellt. Ihre jahrelang aufgebauten Netzwerke werden als unbrauchbar dargestellt und ihre wirtschaftliche Existenz damit zerstört, das nimmt man für die eigene Karriere gern in Kauf. Die Chefredaktion vom ZDF schaut zu und unterstützt die Änderungen im System. Das Format F 21 wird jetzt überwiegend von neuen, jungen und unerfahrenen Redakteuren bedient, welche ihre Filmbeiträge preiswerter herstellen.

    Dafür ist das deutsche „Öffentliche Fernsehen“ weltweit durch die Gebühren das am besten bezahlte Fernsehen. Weltrekord.

  2. Vielen Dank für Ihren guten Bericht über Syrien. Ich möchte ihn noch um wichtige militärische Details zu den Ländern USA/Türkei und Deutschland ergänzen:

    Teil 1 – Tödliche Explosion

    Am 6. Juni 2015 zwang eine tödliche Explosion auf einem Waffentestgelände in Bulgarien Nähe der bulgarischen Stadt Anevo die USA dazu, einzuräumen, dass man im Zuge der Bemühungen, die syrischen Oppositionskämpfer zu unterstützen, Waffen in Bulgarien gekauft hatte. Ein amerikanischer Berater, der 41-jährige Navy-Veteran Francis Norwillo, starb durch die Explosion einer Granate beim Laden eines SPG-7-Raketenwerfers. Zwei weitere US-Bürger und zwei Bulgaren wurden ebenfalls verletzt.

    Die Amerikaner hätten für eine US-Firma namens Purple Shovel gearbeitet, die vom US-Militär ( US Special Operation Command – SOCOM ) beauftragt worden war, die Ausbildung und Ausrüstung von Oppositionskämpfern in Syrien zu unterstützen, erklärte die US-Botschaft in einem knappen Statement. „Die drei US-Berater führten zur Zeit des Unfalls eine Einschulung für die Mitarbeiter einer anderen Firma durch“, erklärte die Botschaft und verweigerte jeden weiteren Kommentar zu dem Thema. Die Bulgarische Innenministerin und stellv. Premierministerin Roumyana Buchvarova war am Unglücksort und der Generalstaatsanwalt Sotir Tsatsarov ermittelt mit einem Expertenteam der Nationalen Polizeibehörde.

    Der bulgarische Fahrer Ivan Tankov, der 80m neben der Explosion stand, berichtete im lokalen Fernsehsender BTV, dass er nur an den Beinen durch Splitter verletzt wurde und bald aus dem Krankenhaus St. Georgi University Hospital in Plovdiv entlassen werde. Der bulgarische Kommandeur der 61st Mechanised Brigade erklärte vor der bulgarischen Presse, dass auf dem militärischen Teil des Waffentestgeländes Anevo keine militärischen oder andere Übungen zum Zeitpunkt des Unglücks stattgefunden haben. Auf der anderen Seite wird das Gelände nur vom privaten Munitionshersteller VMZ in SOPOT genutzt.

    Die drei US-Berater trainierten mit alter abgelaufener Munition aus dem Jahre 1984 des Herstellers VMZ SOPOT. Diese Sparsamkeit hat ein Amerikaner mit seinem Leben bezahlt.

    Purple Shovel LLC, eine US-Firma mit Sitz in Sterling (Virginia), wollte sich weder zu dem Vorfall noch zu den Verträgen mit SOCOM äußern. Die Firma Shovel lieferte 12.640 panzerbrechende Granaten vom Typ PG 7VM an die syrischen Rebellen, zusammen mit Hunderten von schultergestützten Raketen-werfern. Dokumente belegen, dass es noch 6.240 Stück Panzergranaten namens PG-9 VS von größerer Reichweite dazu gab, die von modernen Raketenwerfern abgefeuert werden können, welche SPG-9s genannt werden.

    So wurden weitere Waffeneinkäufe bei der bulgarischen Firma ALGANS, die ihr Vertriebsbüro in Sofia hat, von der US-Firma Shovel unternommen.

    Die Firma PURPLE SHOVEL Incorporated wurde in Delaware im Jahr 2010 von Benjamin Worrell, der von 1993 in der US-Armee in der Spionageabwehr bis 2001 arbeitete, gegründet. Sein Unternehmen wird als Service-Disabled Veteran-Owned SDVO kleines Unternehmen bezeichnet. Seine letzte Tätigkeit in der Armee war in der 902. Military Intelligence Group aus Fort Meade, Maryland. Military-Websites sagen, dass die Einheit „das volle Spektrum von Spionageabwehr Aktivitäten“ abdeckt und auch „Nachweise zur Identifizierung internationaler terroristischer Bedrohungen erarbeitet, um diese zu Neutralisieren.“

    Die erfolgreiche Zusammenarbeit mit fremden europäischen Nachrichtendiensten wird auch erwähnt.

    Ab 2005 arbeitete Worrell nach seiner LinkedIn-Seite für die US-Regierung und einer Reihe von anderen Vertragsunternehmen. Der große Durchbruch kam im Dezember 2014, als er zwei Verträge in Höhe von mehr als $ 50.000.000 für das Syrien-Programm von der Special Operations Command, oder SOCOM, die die Aktivitäten der amerikanischen Elite-Militäreinheiten koordiniert, gewonnen hatte.
    Einer Beschaffungsdatenbank der US-Regierung zufolge erteilte das Kommando für Spezialoperationen (SOCOM), das für die Militäraktionen des US-Militärs zur Unterstützung der syrischen Kämpfer verantwortlich war, Purple Shovel im Dezember 2014 einen Auftrag im Wert von über 26,7 Millionen Dollar (24,6 Millionen Euro) zur Lieferung von ausländischen Waffen und Munition. Laut Datenbank stammen diese aus Bulgarien.

    Aus der US-Beschaffungsdatenbank geht außerdem hervor, dass SOCOM auch einem anderen US-Unternehmen, der Firma UDC USA, einen Auftrag im Wert von über 32.000 Dollar (28.200 Euro) zur Lieferung von Munition aus Bulgarien erteilt hat. Der Vertrag wurde am selben Tag unterzeichnet wie der Deal mit Purple Shovel und weist dieselbe Solicitation ID auf – die bei einer schriftlichen Ausschreibung verwendete Kennzahl zur Erfüllung eines Vertrags. Auf die Frage, ob der Vertrag für das US-Einsatzkommando zur Bewaffnung der syrischen Kämpfer gewesen sei, erklärte Firmenchef Matthew Herring gegenüber BIRN am Telefon: „Nein, wir hatten damit nichts zu tun, und es ist uns nicht gestattet, darüber zu sprechen.“

    Der US Special Operations Command Sprecher, Lt. Cmdr. Matthew Allen, räumte ein, dass die USA am Waffenmarkt Panzerabwehrraketen aus Weißrussland aus russischem Lizenzbau für das Programm erworben haben. So wurden mit Sondergenehmigung des US State Departments rund 700 moderne russische Panzerabwehrsysteme aus Weißrussischem Lizenzbau an die syrischen Rebellen über Shovel eingekauft und geliefert.

    Im Juli 2015 sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter aus, dass nur 60 Syrer ausgebildet worden wären. Später ist in einem verheerenden Schlag des IS der syrische Befehlshaber, der von den Amerikanern ausgebildet wurde, mit einigen seiner Soldaten von islamistischen Rebellen aus der Jabhat al-Nusra Gruppe gefangen genommen worden.

    Die militärischen Anstrengungen der USA, Streitkräfte auszubilden und auszurüsten, um die militanten IS-Kämpfer in Syrien zu bekämpfen, wurden von den Mitgliedern des US-Kongresses später als wirkungslos kritisiert.

    Am 9. Oktober 2015 erklärte die Obama-Regierung, man werde dieses Programm beenden. Aber ein verdecktes CIA-Programm zur Bewaffnung von Syrern, die die Truppen Assads bekämpfen, blieb bestehen.

    Eine Pentagon-Sprecherin sagte:
    „Wir sind verpflichtet die neue Syrische Armee zu erweitern und werden auch weiterhin diejenigen unterstützen die wir trainiert haben.“

    Die US-Einheit die sich jetzt noch in Syrien befindet nennt sich:

    Combined Joint Interagency Task Force-Syria (CJIATF-S). CJIATF-S ist der offiziell regional verlängerte Arm der CIA und der SOCOM, welche die Verbindung zur Organisation der „westlichen Koalition“ wie Deutschland hält und vor Ort verwaltet, sowie das US-Programm mit den syrischen Rebellen gegen die gewählte Regierung Assad umsetzt.

    Die Bundeswehr unterstützte die CJIATF-S mit bisher rund 155 Tornado Aufklärungsflügen.

    Teil 2 – Die Türkische Verbindung

    An einem heißen Morgen Ende Juli unterhielt sich ein Dutzend syrischer Oppositionsführer im Anschluss an ein Koordinationstreffen in einem Café eines Hotels nahe dem Taksim-Platz im Zentrum Istanbuls. Sie bereiteten ihren Aufbruch in die südliche Türkei und ihre Rückkehr an die vorderste Front in Nordsyrien vor.

    Einer der Männer erklärte, dass die Lieferung von Waffen an Oppositionsstreitkräfte über zwei „militärische Operationsräume“ erfolge – einen in der Türkei und einen in Jordanien. Alle drei sagten, dass sie Waffen aus dem Operationsraum in der Türkei – den sie abgekürzt MOM nannten – erhalten hätten, darunter AK-74-Gewehre, RPG-7-Panzerbüchsen und SPG-9-Geschütze.

    Auf die Frage, ob sie bulgarische Waffen erhalten hätten, meinte einer: „Alle Waffen in Syrien sind russische Modelle. Sowohl das Regime als auch die Revolutionskräfte verwenden sie. Sie können Lizenzbauten sein und aus Bulgarien, der Ukraine oder der Tschechischen Republik oder aus der ehemaligen DDR stammen, aber wir wissen es nicht genau.“

    Nachdem ihm erklärt wurde, dass auf bulgarischen Waffen manchmal die in zwei Kreise eingeschriebene Zahl zehn zu finden sei, schickte ein Kommandant von seinem Mobiltelefon eine Whatsapp-Nachricht an einen Kämpfer seiner Einheit in Syrien, der drei Fotos von Waffen zurückschickte.

    Auf zweien war das Symbol zu sehen. Der Kommandant erklärte, die Waffen seien im Westen der Provinz Aleppo zum Einsatz gekommen. Ein Waffenexperte, der nicht genannt werden wollte, identifizierte diese zwei Waffen später als eine Panzerbüchse und ein AK-74 Maschinengewehr.
    Bulgarien versorgte über viele Jahre sowohl die syrischen als auch irakischen Armeen, weshalb manche Waffen aus den bestehenden Arsenalen dieser Länder stammen könnten. Es gibt aber auch Berichte, wonach den syrischen Rebellengruppen auch überschüssiges Material aus Bulgarien zur Verfügung gestellt wurde.

    Ebenso wie Saudi-Arabien und die USA sind auch die Türkei und der Türkische Geheimdienst stark in die Unterstützung der Oppositionsgruppen in Syrien involviert. Nihat Ozcan, ein Militäroffizier im Ruhestand und Analyst für die Economic Policy Research Foundation of Turkey ( Türkische Forschungsstiftung für Wirtschaftspolitik ), sagt, dass Staaten, die die syrische Opposition unterstützen, auch die Türkei als Transitroute benützen, um Waffen nach Syrien zu schaffen.

    Ein syrischer Mitarbeiter einer Hilfsorganisation mit Kenntnissen über die moderaten Anti-Assad-Kämpfer in den Provinzen Idlib und Aleppo sagt, dass von ausländischen Staaten erworbene Waffen über den militärischen Operationsraum zu den Oppositionskräften transportiert werden. Die Waffen würden an die türkisch-syrische Grenze geliefert, wo sie von syrischen Kämpfern übernommen würden, erzählte er in einem Interview mit CUMHURIYET in der türkischen Stadt Gaziantep nahe der Grenze.

    Das bestätigen auch mehrere syrische Oppositionsquellen:
    „Die militärischen Operationsräume in der Türkei und in Jordanien würden von einer Gruppe westlicher und arabischer Länder unterstützt, darunter die Vereinigten Staaten, Saudi-Arabien und die VAE sowie die Türkei und sogar Jordanien.“

    Der Chefredakteur Can Dündar und der Hauptstadtkorrespondent Erdem Gül des CUMHURIYET wurden wegen ihrer Recherche und ihres Berichtes erst verhaftet, als sie über die Verwicklungen des Türkischen Geheimdienstes zu Waffenlieferungen der USA und der CIA nach Syrien über die Türkei berichteten.

    Erdogan persönlich hat Strafanzeige gestellt. Die beiden Journalisten wurden wegen Spionage und Beihilfe zur Bildung einer terroristischen Vereinigung unter Ausschluss der Öffentlichkeit in der Türkei angeklagt. Erdogan war als Nebenkläger zugelassen.

    Was Politiker und Medien in Europa kritisieren und nicht wahr haben wollen ist in der Türkei seit 1967 Gesetz, wer wie Journalisten in türkischen Magazinen über türkische Geheimdienste und deren Tätigkeit in der Türkei berichtet wird mit Haft nicht unter 4 Jahre bestraft. Die türkische Rechtslage ist eindeutig, den türkischen Journalisten droht damit eine lange Haftstrafe.

    … und ich darf nun auch nicht mehr in die Türkei fahren. Gott sei Dank.

    Hinweis: Teil 2 – Die türkische Verbindung stammt aus einer Recherche vom Standard

    • Saudi Arabien & Vereinigte Arabische Emirate liefern Waffen nach Syrien

      Im Oktober des Jahres 2015 fiel erstmals auf, dass Jumbojets vom Typ Boeing 747, als saudi-arabische Frachtflugzeuge gekennzeichnet, am Flughafen Sofia landeten. Das war insofern bemerkenswert, als noch nie zuvor ein saudisches Frachtflugzeug auf Bulgariens Hauptstadt-flughafen gelandet war. Aufgefallen ist diese Neuerung Stephan Gagow, einem langjährigen „Planespotter“ aus Bulgarien.

      Gagows Schätzungen zufolge nahmen die Flugzeuge jedes Mal zwischen 60 und 80 Tonnen in Kisten verpackte Fracht an Bord. Er habe nicht erkennen können, was in den Kisten war, schrieb er, aber sie seien offensichtlich sehr schwer gewesen.

      Als die saudischen Flüge aufhörten, kamen plötzlich Frachtflugzeuge aus Abu Dhabi. Maschinen vom Typ Airbus A330F und Boeing 777F mit der Aufschrift Etihad Cargo landeten zwischen Ende Juni und Mitte August 2015 fünfmal in Sofia. Erst kürzlich, am 19. Oktober, flog ein Airbus 330F von Etihad Cargo von Abu Dhabi nach Burgas in Bulgarien und anschließend zum Luftwaffen-stützpunkt Al-Dhafra, einem Militärflugplatz südlich der emiratischen Hauptstadt. Es dürfte sich um ausgedehnte Waffenlieferungen gehandelt haben.

      Ein ehemaliger bulgarischer Militäroffizier mit guten Verbindungen erzählte, dass die saudischen Anschaffungen in den von den Planespottern gesichteten Flugzeugen transportiert worden und für syrische Oppositionsgruppen bestimmt waren. 2014 kauften auch die USA im Rahmen eines mittlerweile eingestellten 500-Millionen-Dollar-Programms Waffen aus Bulgarien für die Ausbildung und Ausrüstung syrischer Oppositionsstreitkräfte.

      Der BND hat auch seinen wichtigsten Mann in Sofia. Er hat Verbindungen durch seine bulgarische Ehefrau zu höchsten Militär- und Regierungskreisen. Laut eines vertraulichen BND-Berichts empfahl der BND der Bundesregierung kein zusätzliches Militärmaterial an syrische Oppositionelle oder Rebellen mehr zu liefern. Nur die Peschmerga und die in Deutschland verbotene PKK erhielten offiziell deutsche Waffen, was vom NATO-Partner Türkei anfangs kritisiert wurde. Als bekannt wird, dass über BND-Kontakte ausschließlich fast unbrauchbare Heckler & Koch Waffen geliefert wurden, soll sich Erdogan mit seinen Generälen ausgiebig über Deutschlands Deal nd den BND amüsiert haben.

      Laut dem Bericht der bulgarischen Regierung wurden im Jahr 2017 Verkäufe von Rüstungsgütern und militärischer Ausrüstung im Wert von 85,5 Millionen Euro nach Saudi-Arabien genehmigt – darunter Munition im Wert von 65,4 Millionen Euro, Großkaliberwaffen im Wert von 12,5 Millionen Euro und Kleinkaliberwaffen im Wert von fünf Millionen Euro. Ende 2014 beliefen sich die Exportverträge bulgarischer Rüstungsunternehmen mit dem Golfstaat auf 28,9 Millionen Euro.

      Ben Moores, Chefanalyst für Verteidigung beim Beratungsunternehmen IHS Jane’s, glaubt, dass solche Waffen nach Syrien oder in den Jemen geliefert werden. Das saudische Militär sei mit leichten Maschinengewehren belgischer Herstellung bewaffnet und verwende keine SPG/9, sagt Moores. Diese Waffen kommen aus Bulgarien, werden offenbar aber weiterverkauft. „Es ist ziemlich unwahrscheinlich, dass diese Waffen vom saudischen Militär verwendet werden, sie werden jedoch häufig im Jemen und in Syrien eingesetzt“, sagte er.

      Saudi-Arabien ist ein wichtiger Unterstützer der gegen den syrischen Präsidenten Bashar al-Assad kämpfenden Truppen. Riad finanzierte den Massenankauf von Infanteriewaffen aus Kroatien für syrische Oppositionsstreitkräfte, berichtete die New York Times 2013 unter Berufung auf amerikanische und westliche „über die Käufe informierte“ Quellen.

      Im Gegensatz zu Saudi-Arabien hatten die Vereinigten Arabischen Emirate bereits in jüngerer Vergangenheit Waffen von Bulgarien gekauft. Laut einer von WikiLeaks veröffentlichten diplomatischen Depesche der US-amerikanischen Botschaft in Sofia haben die Emirate 2010 den Kauf von zehntausenden Sturmgewehren vom Typ AK 74, 100.000 hochexplosiven Ladungen, Panzerabwehrwaffen und Munition für die damalige Regierung im Jemen finanziert.

      Khashoggi wollte weitere Saudi Arabische Waffenlieferungen und interne US-Verbindungen veröffentlichen, das wird ihm jetzt wohl nicht mehr gelingen. Man hat ihn wie auch immer „mundtot“ gemacht.

  3. aus der sogenannten ZEIT – „Das neue Syrien kommt aus Wilmersdorf“. (vom 26.07.2012)
    https://www.zeit.de/2012/31/Syrien-Bundesregierung

    Und wer hats bezahlt?
    Klar, wir mit Steuergeldern über die bundeseigene „Stiftung Wissenschaft und Politik“

    Marco Glowatzki hat die internationale Finanzierung der Terroristen im Interview (Juli 2018) zusammengestellt.
    D hat gezahlt für „Syria recovery Trust Fund“
    https://www.youtube.com/watch?v=JCtGqd3HgZQ

  4. Der Hauptakteur im Krieg gegen Syrien fehlt in diesem Kommentar: ISRAEL.
    Ein Versehen? Wohl kaum!

    Deshalb meine Buchempfehlung (Neuerscheinung) in welchem die Rolle des rassistischen Kolonial-Regimes Israel im Krieg gegen Syrien nicht weggelassen wird:

    «SYRIEN, Ein Land im Widerstand.
    Mehr als ein Reisebericht»

    Der beiden Schweizer Eva und Markus Heizmann.

    • Ich finde die Berichte von dort tatsächlich kämpfenden Kurden und Kurdinnen besser, als den Blick auf die Region vom Westen aus. Ein Glück gibt es diese Flüchtlinge, sodass man sich persönlich informieren kann und über sie auch Kontakte knüpfen kann.
      Ich habe großen Respekt vor den Frauen in den kurdischen Kommandos der YPG zB. die Auge in Auge gegen Vergewaltiger und Terroristen kämpfen und finde das sehr unterstützenswert. Vor allem weil man ja nicht wollen kann, dass dieser Salafisten und IS Abschaum hier her kommt. Und außerdem finde ich es ziemlich grandios, dass in der Region Frauen kämpfen, statt im Kopftuch verhüllt auf ihre Männer zu warten. Hammer!

  5. Danke für den Artikel und Spendenaufruf!

    War selber 1995 in Bosnien in Mostar und habe dort beim Wiederaufbau mitgeholfen.
    Wenn man selbst in so einer Kriegswüste der Zerstörung sich befindet und mit den Menschen vor Ort spricht und ihre leidvollen Geschichten hört, ist es zunächst schlicht nicht zu fassen und zu begreifen, das Ausmaß an purer blanker Zerstörung zu der die -angeblich- zivilisierte Menschheit fähig ist.

    Jeder Fehrnseh- oder sonst wie Medienbericht kommt einem dann vor wie ein schlechter Witz, weil nicht im Ansatz auch nur ein Hauch von dem transportiert/vermittelt werden kann, was vor Ort wirklich geschieht und erlebt wird.

    – vielleicht sollten wir mal darüber nachdenken, nach der Schule ein freiwilliges Jahr o. 1/2 Jahr in einem Krisengebiet einzuführen . .. ich glaube nicht, dass sich die jungen Menschen danach noch von der Mainstreamberichterstattung derart einlullen lassen, wies heute geschieht. . .

  6. Ein Brief der Erschütterung hervorruft. Es müsste doch möglich sein,dass diese bitteren Wahrheiten, auch vom investigativen Teil der Mainstream-Medien verbreitet werden. Die verlogene Politik unserer gewählten Volksvertreter ist nicht mehr zu ertragen. Dazu passt es, dass der Wehretat um 12 % erhöht wird. Gut, dass KenFM monatlich ca. 3000 neue Abonnenten verzeichnen kann.

  7. „Letztendlich müssen die westlichen Bürger der USA, Nato und EU ihre Mitschuld an der Zerstörung Syriens einräumen. Sie sind keineswegs unschuldig. Sie sind Wähler und leben unter demokratisch gewählten Führungen. Wenn ihnen die Außenpolitik gegenüber Syrien gleichgültig ist und sie zu beschäftigt sind, um Bedenken hinsichtlich der Verwendung ihrer Steuern zu äußern – in diesem Fall zur Finanzierung von Terrorismus – dann müssen sie auch ihre Mitschuld akzeptieren.“

    Genau SO isses!!!

    Und DESHALB müssen wir uns für die Flüchtenden einsetzen, statt jetzt auch noch feige wegducken und die eigene Verantwortung abstreiten. Das ist erbärmlich!

    Vielen Dank für diese Tagesdosis. Ausgerechnet am „Tag der Deutschen“ der Nation einen Spiegel vorhalten. Geiles Timing!!!

    • Komische Schlussfolgerung in meinen Augen.
      Sich der Mitverantwortung zu stellen hieße, sich gegen jede ausländische Einmischung und Kriegsführung stark zu machen, sowie für Hilfe vor Ort.

      So zu tun, als würde die Hilfe für ein paar Flüchtlinge irgendetwas besser machen, finde ich feige.

      Und leider macht die offensichtliche Hilfe, die Flüchtlinge hier erfahren, die Flucht erst richtig attraktiv. Jeder Flüchtling stört nicht nur hier, er fehlt auch bitter in seiner Heimat.

      Wenn wir hier vor Ort helfen wollen, dann sollten wir schwerkranke, kriegsverletzte oder Kinder mit ihren Müttern zur Genesung herholen. Das ist ja auch sinnvoll, da ein Teil der syrischen Ärzte schon hier ist.
      Diese Weißhelme sollten wir aber tunlichst da lassen, wo sie sich ihrer Verantwortung stellen müssen. Nach dem, was man vom Mainstream so hört, müssen sie in ihrer Heimat ja hochgeachtet sein, warum sollte man denen das vorenthalten?

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